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Wirtschaftlichkeit beim Bauen
Wirtschaftlichkeit am Bau
Wirtschaftlich bauen

Lassen Sie uns bei diesem Thema auf das Bauen im Bestand beschränken. Dass dies aufgrund der Bestände und der Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt, hat sich mittlerweile auch in Kreisen der Politik und von Ministerien herum gesprochen.

Da werden wir wohl wieder mit einigen Initiativen beglückt werden, welchen sich Wirtschaftsverbände und auch Kammern im anmutigen Schulterschluss anschließen werden. Eine weitere Verwissenschaftlichung wird neben neuen Wortungetümen und Verbalakrobatik Begründungen liefern, welche sich mithilfe ihrer Wortgewaltigkeit selbst beweisen werden.

Weiterhin darf zu erwarten sein, dass mit "verschärften Vorschriften" und "erhöhten Anforderungen bei der energetischen Sanierung von Altbauten" gerechnet werden muss. Durchaus dürfte sich der Schwerpunkt der novellierten EnEV mehr dem Abschnitt 3 Bestehende Gebäude zuwenden.

Eine weiter zunehmende U-Wert-Euphorie und eine Forcierung substanzschädigender Dämmolympiaden dürfen in Folge des Wirkens formelverliebter Rechenakrobaten zu befürchten sein. Gestützt werden darf diese Annahme durch nicht nachvollziehbare Entwicklungen in der Rechtsprechung, wonach im theoretischen Teil nicht einmal mehr rechnerische Nachweise erforderlich werden.

Insofern halte ich es für erforderlich, die Problematik der Wirtschaftlichkeit noch einmal mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen. Neben der Erläuterung der Grundlagen sollen Beispiele zum besseren Verständnis beitragen. Noch dazu sollen dem Laien Faustformeln zum überschlägigen Erstellen einer Wirtschaftlichkeits- Berechnung an die Hand gegeben werden.

Dipl.-Ing. M. Bumann

Auf dieser Seite:


Begriffsdefinition
Was bedeutet wirtschaftlich?

Vermutlich wird sich "der Laie" fragen, was diese Frage soll. Das ist doch klar: wenn ich Geld für eine Sache ausgebe, soll das einen Sinn haben, einen konkreten Nutzen und auf gar keinen Fall soll es einen Verlust bedeuten.


Worthülsen
und einige Gedanken dazu

1.) Nachhaltigkeit, nachhaltig

Heutzutage wird die Forderung erhoben, Projekte und Vorhaben "nachhaltig" zu gestalten bzw. durchzuführen. Da stellt sich die Frage: was bedeutet "nachhaltig" und was ist neu daran?

Neu daran ist die Worthülse. sonst nichts. Denn seit jeher steht vor dem Architekten bzw. planenden Ingenieur als Treuhänder des Bauherrn die Aufgabe, eine wirtschaftliche Lösung mit dauerhaftem Erfolg mittels bewährter Verfahren herbeizuführen.

Vor dem Begriff Architekt oder Ingenieur gab es den des Baumeisters, die Aufgabenstellung war jedoch dieselbe. Es dürfte jedem schwer fallen, dass das Ziel des Bauens vor der Schöpfung der Worthülse "Nachhaltigkeit" darin bestand, möglichst teuer, dafür aber wenig nutzbringend und haltbar zu bauen.

2.) Ökologie, ökologisch

Hierbei handelt es sich um bereits über die Maßen strapazierte Begriffe, wo zu vermuten sein darf, dass sich schon niemand mehr die Mühe macht, über Herkunft und Bedeutung nachzudenken.

Oikos kommt aus dem griechischen und es bedeutet die Lehre/Wissenschaft von den Wechselbeziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt. Eine vereinfachende Definition spricht von der Lehre vom Gesamthaushalt. Welche Elemente gehören dazu?

Es sind die Menschen, die Flora und Fauna, die Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und die Umwelt. Dabei soll man aber auch daran denken, dass Menschen wiederum zur Umwelt anderer Individuen und Gruppen gehören. Nun mag sich jeder selbst die Mühe machen und zu allen Elementen weitere Untergliederungen und Aufzählungen zu bilden. Die Systematik dabei sei weit freigestellt, denn letztendlich kommt man zu der verblüffenden Erkenntnis, dass es eigentlich nichts gibt, was man nicht dazu zählen kann.

Was also sind ökologische Baustoffe, ökologische Verfahren, ökologisches Bauen? Wenn es also um die Wechselbeziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt geht, wie kann dann z.B. ein Baustoff ökologischer sein als der andere?

3.) Ökobilanz

Was bedeutet für den Bauherrn der Begriff der "positiven Ökobilanz"? Kaufen kann er sich nichts dafür und sein Gewissen dürfte kaum damit zu belasten sein, wenn er sich für den Einsatz zugelassener Baustoffe entscheidet, die nun mal eben mit keinem "Ökosiegel" bedacht wurden oder mit ähnlichen Verbalkunststückchen anscheinend aufgewertet wurden.

Was interessieren Sie selbst, die Gesellschaft und die Umwelt die paar Tonnen Bauschutt eines Bauvorhabens? Diese Frage mag mancher als "umweltfeindlich" oder "ökofeindlich" empfinden, aber lassen Sie uns Zahlen zur Beurteilung heranziehen. Diese liefert uns z.B. das Umweltbundesamt mit seinen "Umweltdaten Deutschland 2002".

Hier wird auf S. 21 konstatiert: "Das Abfallaufkommen insgesamt bleibt in etwa konstant. Bauschutt, Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle machen mit fast 60% den Großteil des Abfallaufkommens aus. Der Bodenaushub und Bauabfälle werden zum größten Teil verwertet."

In Zahlen ausgedrückt sind es rd. 390 Mio. t Gesamtabfallaufkommen und rd. 230 Mio. t Bauschutt, Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle, also fast 60% gleich bleibend in den Jahren 1996 - 1998.

Im selben Zeitraum veränderten sich die Werte für das Aufkommen an besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (Sonderabfälle) im Bereich der Begleitscheinverfahren wie folgt: 1996: ca. 9,7 Mio. t, 1997: ca. 10,8 Mio. t, 1998: ca. 11,4 Mio. t.

Im selben Zeitraum veränderten sich die Werte für die Abfallentsorgung in Anlagen der Entsorgungswirtschaft dahingehend, dass die Behandlung und Verwertung von Abfällen zunimmt: 80,3 Mio. t - 80,7 Mio. t - 82,2 Mio. t. Das sind aber, bezogen auf 390 - 230 = 160 Mio. t, nur ca. 50%.

Im selben Zeitraum nahm beim Aufkommen an besonders überwachungsbedürftigen Abfällen (Sonderabfälle) die innerbetriebliche Abfallentsorgung ab (8,6 Mio. t - 8,0 Mio. t - 7,7 Mio. t) und bei der Grenzüberschreitenden Abfallverbringung ist von 1999 zu 2000 fast eine Verdoppelung der Importe zu verzeichnen (1,04 Mio. t - 1,96 Mio. t).

Von 1996 - 1998 nahm die Abfallentsorgung in Anlagen der Entsorgungswirtschaft bei Thermischen Behandlungs- Anlagen - früher sagte man Müllverbrennung dazu - mit 9,0 - 10,0 - 10,7 Mio. t zu. Das sind ca. 19% innerhalb von nur 2 Jahren.

Auch das gehört zur Ökologie und zu den Ökobilanzen. Interessant auch die Entwicklungen beim LKW- Verkehrs- Aufkommen sowie beim Bahn- und Schiffstransport, oder die Relation der Haushalte/Kleinverbraucher mit ca. 20% bei den CO2-Emissionen.

Wer sich für die Umweltdaten interessiert, findet hier einige interessante Auszüge in Tabellenform.
  Umweltdaten Deutschland 2002 - Auszug und Kommentar

4.) Gesetzwidrig

Eine Betrachtung zur Wirtschaftlichkeit der Dritten Art fand ich auf der Internetseite XYZ. Hier stand noch in 04.2004 der bemerkenswerte Satz zu lesen: "Energiesparen ist natürlich nicht gesetzwidrig, ob wirtschaftlich oder nicht." Der Autor ist demnach der Meinung, dass selbst eine unwirtschaftliche Maßnahme nicht gesetzwidrig sei.

Jedoch sagt das Gesetz (Energieeinsparungsgesetz, §5 (1)) dazu
(siehe auch weiter unten):

„Die Rechtsverordnungen nach den §§ 1 bis 4 aufgestellten Anforderungen müssen nach dem Stand der Technik erfüllbar und für Gebäude gleicher Art und Nutzung wirtschaftlich vertretbar sein. Anforderungen gelten als wirtschaftlich vertretbar, wenn generell die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können.“

Ist das eine Irreführung oder eine persönliche Meinungsäußerung?
Oder ist es nur eine Erscheinung selektiver Wahrnehmung?
Zumindest ist diese Einstellung eher irrational.


Rechtliche Grundlagen
für das Gebot der Wirtschaftlichkeit baulicher Investitionen

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik
bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV)
vom 16. November 2001

§ 16 Ausnahmen

(1) Soweit bei Baudenkmälern oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der Anforderungen dieser Verordnung die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigen und andere Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand führen würden, lassen die nach Landesrecht zuständigen Behörden auf Antrag Ausnahmen zu.

(2) Soweit die Ziele dieser Verordnung durch andere als in dieser Verordnung vorgesehene Maßnahmen im gleichen Umfang erreicht werden, lassen die nach Landesrecht zuständigen Behörden auf Antrag Ausnahmen zu. In einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, unter welchen Bedingungen die Voraussetzungen nach Satz 1 als erfüllt gelten.

§ 17 Befreiungen

Die nach Landesrecht zuständigen Behörden können auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

Bereits im Infobereich GESETZE:
  Die Energie-Einspar-Verordnung

Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden
(Energieeinsparungsgesetz – EnEG)
vom 22. Juli 1976 (BGBl I S. 1873), geändert durch
Erstes Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes vom 20. Juni 1980 (BGBl I S. 701)

§ 5 Gemeinsame Voraussetzungen für Rechtsverordnungen

(1) Die Rechtsverordnungen nach den §§ 1 bis 4 aufgestellten Anforderungen müssen nach dem Stand der Technik erfüllbar und für Gebäude gleicher Art und Nutzung wirtschaftlich vertretbar sein. Anforderungen gelten als wirtschaftlich vertretbar, wenn generell die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können. Bei bestehenden Gebäuden ist die noch zu erwartende Nutzungsdauer zu berücksichtigen.

(2) In den Rechtsverordnungen ist vorzusehen, dass auf Antrag von den Anforderungen befreit werden kann, soweit diese im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen.

Bereits im Infobereich GESETZE:
  Vergessene Grundlagen? Das Energieeinsparungsgesetz

Verordnung über die Honorare für Leistungen der Architekten und der Ingenieure
(Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. März 1991 (BGBl. I S. 533)

§15 Leistungsbild Objektplanung für Gebäude, Freianlagen und Raum bildende Ausbauten

Grundleistungen

2. Vorplanung
Erarbeiten eines Planungskonzepts einschließlich Untersuchung der alternativen Lösungsmöglichkeiten nach gleichen Anforderungen ...
Klären und Erläutern der wesentlichen städtebaulichen, ..., wirtschaftlichen, energiewirtschaftlichen und landschaftsökologischen Zusammenhänge, Vorgänge und Bedingungen, ...

3. Entwurfsplanung
Durcharbeiten des Planungskonzepts ... unter Berücksichtigung städtebaulicher, ..., wirtschaftlicher, energiewirtschaftlicher und landschaftsökologischer Anforderungen ...
Kostenberechnung nach DIN 276 oder nach dem wohnungsrechtlichen Berechnungsrecht

5. Ausführungsplanung
Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen 3 und 4 ... unter Berücksichtigung städtebaulicher, ..., wirtschaftlicher, energiewirtschaftlicher und landschaftsökologischer Anforderungen ...

8. Objektüberwachung (Bauüberwachung)
Überwachen der Ausführung des Objekts auf Übereinstimmung mit der Baugenehmigung ... sowie mit den allgemein anerkannten Regeln der Technik und den einschlägigen Vorschriften

Bereits im Infobereich INGENIEURLEISTUNGEN:
   Ingenieurleistungen nach §15 HOAI
Bereits im Infobereich GESETZE:
   HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)

DIN 276 Kosten im Hochbau

Die Kostengruppe 700 Baunebenkosten enthält in der 760 Finanzierungs- und Zinskosten.

DIN 18960 Baunutzungskosten von Hochbauten

Diese Norm enthält 6 Kostengruppen:

  • Kapitalkosten
  • Abschreibung
  • Verwaltungskosten
  • Steuern
  • Betriebskosten
  • Bauunterhaltungskosten

Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen
(Zweite Berechnungsverordnung - II. BV)

in der Fassung der Bekanntmachung vom 12.10.1990 (BGBl. I 1990 S. 2178)
zuletzt geändert durch Gesetz vom 19.06.2001 (BGBl. I 2001 S. 1149)

Teil II Wirtschaftlichkeitsberechnung

Erster Abschnitt. Gegenstand, Gliederung und Aufstellung der Berechnung
Zweiter Abschnitt. Berechnung der Gesamtkosten
Dritter Abschnitt. Finanzierungsplan
Vierter Abschnitt. Laufende Aufwendungen und Erträge

§ 18 Laufende Aufwendungen
§ 19 Kapitalkosten
§ 20 Eigenkapitalkosten
§ 21 Fremdkapitalkosten
§ 22 Zinsersatz bei erhöhten Tilgungen
§ 23 Änderung der Kapitalkosten
§ 23a Marktüblicher Zinssatz für erste Hypotheken
§ 24 Bewirtschaftungskosten
§ 25 Abschreibung

Fünfter Abschnitt. Besondere Arten der Wirtschaftlichkeitsberechnung


Calculus ®

noch ist Calculus nur eine
Faustformel zur überschlägigen Bestimmung der Wirtschaftlichkeit,
aber es wird noch zum Rechenprogramm entwickelt,
mit dem jeder Bauherr mühelos die Wirtschaftlichkeit
bestimmen kann.

Das dürfte ein kleines Helferlein sein, dem viele werbungsgeplagte Bauherren Interesse entgegen bringen dürften. Ich beziehe mich dabei auf die heiligen Formeln der offiziellen Lehrmeinung, manifestiert in der EnEV.

Die Formel für den Jahresheizwärmebedarf lautet:

Qh = 66 x (HT + HV) - 0,95 x (Qs + Qi)

Dabei sind Q die Gewinne (solare und innere) und H die Verluste (Transmission und Lüftung).
Beim U-Wert geht es bekanntermaßen um den Transmissionswärmeverlust,
der wird wie folgt berechnet:

HT = S ( Fxi Ui Ai ) + 0,05 A

Dabei sind F Temperatur-Korrekturfaktoren, U die U-Werte und A die Flächen der einzelnen Bauwerksteile (Dach, Fenster, Wand ...). Mit energetischen Maßnahmen wird der U-Wert verbessert, also habe ich ihn rot und fett gekennzeichnet, damit man deutlich erkennt, dass er die veränderliche Größe in unserer Gleichung ist. Zu ihm gehört die Fläche A, eine bekannte und gleich bleibende Größe.

Soll nun eine Außenwand mit einem WDVS versehen werden, um richtig schön Energie zu sparen und um die Umwelt zu schonen, wird sich der U-Wert dieses Bauwerksteils verbessern. Am Ende kann man jede Menge % gesparte Heizenergie ausrechnen.

Der pfiffige Bauherr will aber auch den ganzen Kram in € ausrechnen, weil er ja auch nicht in % bezahlt. Jetzt nur nicht in Ehrfurcht erstarrt, sondern beherzt losgelegt. Bekannt sind die Rechenwerte U [ W/m²K ] sowie die Fläche [ m² ] des betreffenden Bauwerksteils. Das DU lässt man sich angeben oder man nimmt es aus Tabellen, die Fläche  ermittelt man mittels Zollstock und Taschenrechner in.

Man multipliziert die Fläche mit dem U-Wert und dem Faktor 66, um einen Wert für die Einsparung in kWh/a herauszubekommen:

DQh = DU x A x F x 66 = Einsparung in kWh/a (F = 1 bei Außenwänden und Dächern)

Das ist dann die theoretische (berechnete) Einsparung.
Jetzt muss man herausfinden, was das an Geld bedeutet, z.B. umgerechnet in Heizöl.
dazu rechnet man mit dem Heizwert und dem Preis von Heizöl um:

Einsparung in kWh / Heizwert (10,4 kWh/l) x Preis (0,30 €/l) = Einsparung in € über ein Jahr.

Mit demselben Wert für A (Fläche) berechnen Sie die Investition,
dazu nehmen Sie den m²-Preis aus dem Angebot.

Fläche in m²  x Preis in €/m² = Kosten in € (Investition) einmalig.


Um es ganz einfach zu machen, lassen Sie die Zinsbetrachtungen weg und rechnen Sie:

Kosten in € (Investition) einmalig / Einsparung in € über ein Jahr = ?? Jahre
 

Diesen Zeitraum müsste man Amortisationszeit nennen, aber wir rechnen ja über den Daumen, indem wir die Zinsrechnung weglassen. Mit Tilgungsrechnung und Zinseszinstabelle mag sich abquälen wer will.

® Die Marke Calculus ist registriert auf Hr. Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann.


Beispiele
aus Berechnungen und aus der Praxis


Beispiel 1

Ein ganz normales EFH mit 8 x 8 m Grundfläche, 4 m Traufhöhe und einem 45° Satteldach. Fehlen nur noch die Kreuze drin, dann ist es "das Haus vom Nikolaus". Also recht überschaubar und vielleicht sogar häufig anzutreffen. Die folgenden Werte sind aus den Berechnungstabellen des Programms abgenommen.

Die Giebelflächen betragen je 48 m², die Seitenflächen je 32 m².
Die Fassade hat insgesamt 160 m², die Dachfläche beträgt rd. 90,5 m².
Die Außenwandflächen betragen: 36 + 26 + 42 + 24 = 128 m².
Die Fensterflächen betragen: 12 + 6 + 6 + 6 = 30 m².
Die Haustür bekommt 2 m². Die Kellerdecke hat 64 m².
Insgesamt sind es 314,6 m² Hüllfläche und 384 m³ Volumen.

Wir überprüfen:
Wand 1 = 36 + 12 = 48 m².
Wand 2 = 26 + 06 = 32 m².
Wand 3 = 42 + 06 = 48 m².
Wand 4 = 24 + 08 = 32 m².

Unserem Häuschen weisen wir nun schlechte U-Werte zu:
Wände = 1,18
Fenster = 1,80
Haustür = 2,30
Dach = 0,60

Jetzt wird energetisch saniert, der U-Wert der Außenwände auf 0,33 verbessert.
Damit Sie sich etwas darunter vorstellen können, seien diese Zahlen konstruktiv unterlegt:

Basiskonstruktion alt Basiskonstruktion neu
1,5 cm Innenputz 1,5 cm Innenputz
36,5 cm Hochlochziegel 1.400 kg/m³ 36,5 cm Hochlochziegel 1.400 kg/m³
2,5 cm Kalkzementputz 9,0 cm PS 15 WLG 040 (alte Bez.)
  0,5 cm Kunsthatzputz
U = 1,177 = rd. 1,18 U = 0,325 = rd. 0,33

Dies sei der einzige Wert, welcher verändert wird.
Der Transmissionswärmeverlust verändert sich demnach nur für das Bauwerksteil Außenwand.
Folgende Zahlenwerte verändern sich:

  alt neu Veränderung
Spezif. Transmiss.
wärmeverlust
287,78 W/K 178,73 W/K 62 %
Transmissions-
wärmeverlust
303,51 W/K 194,46 W/K 64 %
Jahres-
Heizwärmebedarf
20.498,18 kWh/a 13.300,49 kWh/a 65 %
Jahres-
Primärenergiebedarf
308,67 kWh/(m²a) 207,84 kWh/(m²a) 67 %

Man spart also mit dem WDVS stolze 35 % an Heizwärme ein!
Das sind immerhin 20.500 - 13.300 = 7.200 kWh/a.
In Heizöl entspricht diese Einsparung 7.200 / 10,4 x 0,3 = 207,7 € p.a.

Was steht an Kosten gegenüber?
128 m² x 60 €/m² = 7.680 €

7.680 € / 207,7 € p.a. = 37 Jahre
(ohne Zinsbetrachtung, ohne Preisprognose, ohne Inflation)

Nun noch mal gerechnet, mit Faustformel:
DQh = DU x A x F x 66 = 0,85 x 128 x 1 x 66 = 7.180,8 kWh/a.
Die Abweichung zu 7.200 beträgt 0,3%.


Beispiel 2

Herr X. aus Süddeutschland ruft an und fragt, ob ich ihm überschlägig die Einsprung vorrechnen kann. Er hat meinen Beitrag Dämmen - koste es, was es wolle? gelesen und will das gern mal auf sein Haus anwenden. Da soll die Dachdämmung verbessert werden. Die Zahlen sind nicht von mir, aber wir haben innerhalb weniger Minuten mittels Taschenrechner festgestellt, ob man von Wirtschaftlichkeit in diesem Falle sprechen kann.

Die Ausgangswerte:
Dachfläche = rd. 120 m²
Verbesserung =
DU = 0,4 W/m²K
Kostenangebot = 11.000 € (der Inhalt des Angebotes ist mir nicht bekannt)

Die Berechnung:
DQh = DU x A x F x 66 = 0,4 x 120 x 1 x 66 = 3168 kWh = 3,17 MWh

Die Einsparung:
= 3168 kW / 10,4 kWh/l 
= ca. 305 l Heizöl im Jahr
= 305 x 0,3 = 91,5 € im Jahr

Die Investition
= 11.000 € gemäß vorliegendem Angebot

Die Amortisation:
11.000 / 91,5 = 120,2 Jahre Amortisationszeit
(ohne Zinsbetrachtung, ohne Preisprognose, ohne Inflation)


Beispiel 3:

Backstein hat alle Modetrends überlebt
Der Ziegel bleibt der kostengünstigste und beständigste Baustoff

So manch ein Architekt hat sich sein Denkmal gesetzt. Dazu gehört auch der Hamburger Architekt Hadi Teherani, der gigantische Glasfassaden mit über 4.000 Quadratmetern bevorzugt. „Ein Riesengeschäft für Gebäudereiniger“ titelte die Bild-Zeitung. Zwischen 60 Cent und einem Euro kostet jedes Mal die Reinigung eines Quadratmeters Glas plus Mehrwertsteuer. Und weil Glas nur Freude macht, wenn man problemlos durchsehen kann, müssen Glasfassaden regelmäßig bis zu sechs Mal pro Jahr geputzt werden. In rund 15 Jahren, so beweist die einfache Rechnung, sind damit die Einmalkosten einer Backsteinfassade erreicht.

Christoph Mäckler baut am Frankfurter Opernplatz das Gebäude der Zürich-Versicherung. Auf die Frage, warum er das 168 Meter hohe Hochhaus mit heimeligen Material, nämlich einer Natursteinfassade und nicht mit einer Glasfassade versieht, antwortete der Architekt gegenüber dem „SPIEGEL“: Es geht nicht um Heimeligkeit, sondern um Wirtschaftlichkeit. Durch die Reduzierung des Glasanteils an der Fassade auf nur noch 50 Prozent können wir auf ein zentrales Be- und Entlüftungssystem verzichten. Wir können die Nebenkosten damit mehr als halbieren. Jedes Büro wird wie zu Hause im Wohnzimmer über das Fenster belüftet, auch in 168 Metern Höhe. Das Fenster hat über Jahrhunderte gut als Be- und Entlüfter funktioniert, wir erfinden das Rad nicht neu.“

„Moden kommen und gehen und letztlich hat der Backstein alle überlebt“, stellt OLFRY-Geschäftsführer Georg-Wilhelm von Frydag gelassen fest. „Back to the roots“ könnte man diese Tendenz beschreiben, die der massiven Fassade eine hoffnungsvolle Zukunft verspricht. Ich möchte nur an die vielen Schulzentren aus den 70er Jahren erinnern, in denen man dem Betonbrutalismus und dem Flachdach frönte. Sie sind inzwischen durch eine Wärme ausstrahlende Backsteinfassade und eine geneigtes Dach saniert und damit erheblich menschlicher gemacht worden.“

Quelle: Töne und Trends
Informationen aus der Ziegelindustrie
Ausgabe 20, Juli 2002
Aussender: Olfry


Beispiel 4:

Verdämmt in alle Ewigkeit !

Gesellschaft für Wohnen und Bauen (GWG) verursacht Millionenschaden durch verfehlte Wärmedämmung.
GWG forderte nach Wärmedämmung Mieterhöhung in 13-facher Höhe der Heizkosteneinsparung.
Scheitert der Versuch die "verdämmten" Mieter zu übervorteilen, dann sind die Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg "verdammt" die Zeche zu zahlen.
Wärmedämmung - eine Modernisierungsfalle ?

Zusammenfassung
(von mir leicht gekürzt):

Wärmedämmung auch an älteren Gebäuden kann sinnvoll und notwendig sein, um Energierohstoffe zu schonen und um den Klimaschutz voran zu bringen. Berechtigen diese Ziele aber jede Maßnahme zu jedem Preis?

1998 hat in Hamburg die stadteigene Gesellschaft für Wohnen und Bauen (GWG) 344 Wohnungen modernisiert, u.a. die Außenfassaden mit einer 8 cm Thermohaut und die Flachdachdecken ebenfalls mit 8 cm Dämmplatten versehen. Die Gebäude mit ihren Backsteinfassaden mussten zur Erhaltung des historischen Ortsbildes als Klinkerfassade ausgeführt werden.

Die Mieterhöhungserklärung im Februar 1999 enthielt lediglich den Hinweis, dass die Maßnahmen eine spürbare Einsparung bei den Energiekosten (Heizung) zur Folge haben werden. Danach kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Mietern und der GWG über die Aufschlüsselung der Kosten und über die Höhe der Heizkostenersparnis. In Bedrängnis geraten nannte die GWG eine Ersparnis von 45 % und verbreitete danach ein Gutachten, in dem sogar von einer Energieersparnis von 50 % die Rede war.

In Anbetracht der geforderten Mieterhöhung bezweifelten die Mieter aber die Wirtschaftlichkeit der Wärmedämmung, sie gingen davon aus, dass die Mieterhöhung nach ständiger Rechtsprechung höchstens das Doppelte der jährlichen Heizkostenersparnis betragen dürfe. Ein Blick in die Heizkostenabrechnungen der vergangenen Jahre hätte jedoch gezeigt, dass die Mieterhöhung über das Doppelte der gesamten Heizkosten betragen würde.

Wie die jetzt durchgeführten Untersuchungen zeigen, wurde nach den Wärmedämmungen durchschnittlich
nur 30 % Heizenergie eingespart und
die Heizkosten sind lediglich um nur 20 % gesunken.

Eine Erfolgskontrolle hat indessen offensichtlich nicht stattgefunden. Die Maßnahmen zur Wärmedämmung sind als höchst unwirtschaftlich zu bezeichnen, die geforderten Mieterhöhungen betrugen das 13-fache der Heizkostenersparnis. Das ist eine eklatanter Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinsparungsgesetzes, das vorschreibt, dass generell die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden müssen.

Da dies augenscheinlich nicht der Fall ist, werden hohe Verluste zu verbuchen sein. Die Verluste belaufen sich bei den 344 Wohnungen hochgerechnet auf real 4,8 Mio. DM oder 2,5 Mio. Eur.

In diesem Fall hat sich gerächt, dass der Gesetzgeber nicht bindend vorschreibt, dass schon bei Ankündigung von Energie sparenden Maßnahmen und erst recht in der Mieterhöhungserklärung die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden muss.

Politik ist gefragt, damit nicht unnötig Geld in wenig effiziente Wärmedämmungen vergraben wird und - weil das Geld nur einmal ausgegeben werden kann - für weiteren Klimaschutz im Gebäudebestand nicht mehr zur Verfügung steht!

Auszugsweise die wichtigsten Zahlen:

Aus Sicht der Wohnungsbaugesellschaft ergeben sich folgende Kosten-Erlös Rechnung:

  Abrechnungs-
einheit
Oberste
Geschosswohnung

Aufwendungen für Wärmedämmung

622.613,34 DM

11.117,92 DM

Jährliche Rückflüsse 11 %

68.487,46 DM

1.222,97 DM

Aus Mietersicht ergeben sich folgende Mieterhöhungs-Heizkosteneinsparungs Situationen:

 

  Abrechnungs-
einheit
Oberste
Geschosswohnung
Jährliche geforderte Mieterhöhung

68.487,46 DM

1.222,97 DM

Jährliche Einsparung Fernwärme

5.384,80 DM

131,02 DM

Jährliche Mietmehraufwendungen

63.102,66 DM

1.091,95 DM

Kosten-Nutzen-Verhältnis

12,72 : 1

9,33 : 1

Das eingangs beschriebene Wirtschaftlichkeitsgebot nach dem Energieeinsparungsgesetz
und das von der Rechtsprechung entwickelte Kriterium eines Kosten-Nutzen-Verhältnisses
von höchstens 2 : 1, wird hier in eklatanter Weise verletzt. Wird dieses Kriterium (2:1) ange-
setzt, dann ergibt sich für die angenommene Lebensdauer der Wärmedämmung folgendes:

 

 

Abrechnungs-
einheit

Oberste
Geschosswohnung

Jährliche geforderte Mieterhöhung

68.487,46 DM

1.222,97 DM

Höchst zulässige Mietmehraufwendungen

10.769,60 DM

262,08 DM

Unzulässige Mietmehraufwendungen

57.717,86 DM

960,89 DM

Realwert der unzul. Mehraufwendungen
(über 30 Jahre bei einer Inflationsrate von 2 %/a)

895.981,36 DM

14.916,35 DM

Für die Abrechnungseinheit (64 Whg.) ist festzustellen, dass eine Kapital- oder
Einkommensvernichtung von ca. 896 T DM bzw. 458 T Eur stattfindet.

Quellenangabe:

Veröffentlicht auf der Internetseite der

RENORGA Beratungsgesellschaft für rationelle Energieverwendung, Organisation und Innovation mbH & Co.
Käkenflur 14 a, D - 22419 Hamburg
Tel. +49-40- 527 30 91

Link zum Dokument:

zeigen.gif (962 bytes)  http://www.renorga.de/verdaemmt/Verdaemmt.html

Dateigröße ca. 120 kB. Die lange Ladezeit wegen einer großen Bilddatei lohnt sich dennoch!
Das Dokument veranschaulicht Ihnen ein höchst unwirtschaftliches Beispiel, zudem sind alle
Ergebnisse und Zusammenhänge gut erläutert.


Beispiel 5:

WDR-Sendung Servicezeit Bauen und Wohnen
19.9.03 18.20-18.50 Uhr, Wh. 22.9.03 13.00 Uhr
Thema: - Rechnet sich Dämmung wirklich?
Von Katharina von Bormann und Jochen Bülow (Länge: 5'52 Min)

0.01 Rund 600 Millionen Quadratmeter Dämmstoffe sind bereits an deutschen Häusern verbaut. Jährlich kommen gut 30 Millionen Quadratmeter hinzu. Ein gutes Geschäft - für Industrie und Handwerk: Bei einem normalen Einfamilienhaus kostet das Einpacken mit Dämmmaterialien immerhin 12 bis 15.000 Euro. Kein Pappenstiel, doch die Hersteller der Dämmstoffe versprechen, dass das Geld in überschaubarer Zeit wieder reinkommt: Durch geringere Heizkosten. Aber stimmt diese Rechnung auch?

0.31 Dr. Karl Gertis, Leiter des renommierten Fraunhofer Institutes für Bauphysik befürwortet seit Jahren Wärmedämmung. Er leitete die Auswertung verschiedener Studien:

0.41 O-Ton Gertis.
"Die Kernaussage dieser Darstellungen sind aber, dass in allen Fällen, in denen eine Wärmedämmung angebracht worden ist, zwischen vorher und nachher eine erhebliche Energieeinsparung auch messtechnisch belegbar war."

0.54 Bauphysiker des Fraunhofer Instituts haben Untersuchungen von 40 energiesparenden Umbauten ausgewertet. Drei dieser Häuser wurden ausschließlich wärmegedämmt. Die Ergebnisse wirken auf den ersten Blick beeindruckend:

1.08 Nach der Dämmung sparten die Mieter dieses Hauses rund 20 Prozent Heizenergie.

1.17 In diesem Haus waren es 35 Prozent.

1.24 Und in diesem sogar 41 Prozent. Das sind zwar nicht die von vielen Herstellern versprochenen "bis zu 70 Prozent" - aber zuerst einmal recht beeindruckende Zahlen.

1.37 Ortswechsel: Eine Vorstadtsiedlung in Hannover. Hier stehen Haus 1,

1.43 Haus 2

1.45 und Haus 3. Sie sind etwa gleich groß, wurden im selben Jahr gebaut und werden von der gleichen zentralen Heizanlage aus beheizt. Vor 12 Jahren entschied der Eigentümer von Haus 3 die Fassade zu dämmen, um Heizkosten zu sparen.

2.00 O-Ton Wohnungsbesitzer:
"Seitdem vor zwölf Jahren unser Haus gedämmt worden ist, ist unsere Heizkostenrechnung erheblich gesunken."

2.07 Was die Mieter des gedämmten Hauses nicht wissen, auch bei den ungedämmten Häusern sind die Heizkosten vor 12 Jahren gesunken. Das belegt ein Vergleich der Heizkostenabrechnungen aller drei Häuser.

2.19 Seit 25 Jahren zahlen die Bewohner der Häuser fast gleich viel - auch nach der Dämmung von Haus drei - hier gelb. In den letzten Jahren waren dort die Heizkosten sogar besonders hoch. Eine mögliche Erklärung:

2.32 O-Ton Bausachverständiger Fehrenberg

2.33 "Eine davon ist, dass die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Inneren ihrer Wohnungen produzieren, in das Mauerwerk hinein wandert - aber möglicherweise nicht schnell genug wieder hinaus wandert, weil sie außenseitig daran gehindert wird. Hier kommt es zu einer Kondenswasserbildung in der Dämmung. Sie wissen:  Ein nasser Pullover dämmt natürlich nicht mehr."

2.52 Zurück zur Grundfrage: Wie viel Heizkostenersparnis bringen denn eigentlich Dämmstoffe?

2.59 Das Fraunhofer Institut für Bauphysik geht von theoretischen Annahmen aus, die sich im Laborversuch bestätigten. Doch die Realität sieht offensichtlich anders aus:

3.09 Beispiel 1 aus der schon erwähnten Studie: Laut Berechnung sollte dieses Haus nach der Dämmung weniger Heizenergie benötigen: 69 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Tatsächlich mussten die Wissenschaftler feststellen, dass die Bewohner 58 Prozent mehr verheizten als theoretisch berechnet.

3.28 Beim zweiten Beispiel beträgt der Unterschied zwischen theoretischem und tatsächlichem Verbrauch nach der Dämmung rund 56 Prozent.

3.37 Und beim dritten sind es immerhin noch 11 Prozent. Und das, obwohl die Mieter dieser Häuser nach der Dämmung umfangreich über energiesparendes Heizen informiert wurden - was alleine schon bis zu 15 Prozent sparen soll. Wie hoch sind denn akzeptable Abweichungen?

3.54 O-Ton Gertis
"Langfristig haben wir zwischen der jetzt modernen Rechenart, der genormten in Europa, und dem langfristigen Verhalten Abweichungen von vielleicht 4, 5, 6 Prozent."

4.05 In der Studie weichen aber 28 Häuser um bis zu 100 Prozent ab, nur 9 bleiben unter 6 Prozent.

4.11 O-Ton Fehrenberg
"Auf der Basis der theoretischen Rechnungen mit der sie herausfinden, dass Dämmung ganz viel bringt, werden den Hauseigentümern diese Dämmsysteme verkauft. Und ich kann eigentlich nur jedem Hauseigentümer empfehlen, sich die errechnete Ersparnis schriftlich geben zu lassen, damit er nachher ne Chance hat zu  klagen."

4.30 Das nutzt aber nur Hauseigentümern. Mieter können nicht klagen und zahlen mit Mieterhöhungen. Dabei steigen die Mieten viel stärker als die Heizkosten sinken. Das bestätigt sogar die Fraunhofer-Auswertung der Studie. Und die schönt noch Ergebnisse, so der Vorwurf:

4.44 O-Ton Fehrenberg
Diese so genannten wissenschaftlichen Untersuchungen mit denen belegt wird, dass Wärmedämmung Energie einspart, gehen immer von der Betrachtung aus, im Folgejahr zu vergleichen den Energieverbrauch mit dem Vorjahr. Das ist unseriös.

4.57 Denn in jedem Jahr sind Temperaturen, Niederschläge, Wind und
Sonnenscheindauer verschieden. Und wenn es draußen wärmer ist, muss man drinnen weniger heizen - logisch! Wie wissenschaftlich ist es denn, nur zwei Jahre miteinander zu vergleichen?

5.15 O-Ton Gertis
"Wissenschaftlich streng genommen ist das ein gewisser Mangel, das gebe ich gerne zu".

5.19 O-Ton Fehrenberg
"Mir ist bisher keine Langzeitstudie bekannt, die sich wirklich damit auseinandersetzt, wie viel Energie gespart werden kann, zu der uns der Gesetzgeber ja zwingt. Und wenn wir uns überlegen, dass nur aufgrund von theoretischen Ansätzen und Laborversuchen der Gesetzgeber uns vorschreibt, wie wir unsere Häuser zu dämmen haben, dann finde ich das ziemlich schlimm".

5.38 Mieter und Bauherren müssen eine Wärmedämmung bezahlen, für deren Wirkung es keine wissenschaftlich fundierten Beweise gibt. Freuen dürfen sich Industrie und Handwerk. Sie verdienen auf jeden Fall an den staatlich verordneten Dämmstoffen.
-----------------------------------------------
Text der Sendung im Internet auf Homepage WDR:

Wie gut dämmen Dämmstoffe wirklich?
Von Katharina von Bormann und Jochen Bülow

Rund 600 Millionen Quadratmeter Dämmstoffe sind bereits an deutschen Häusern verbaut. Jährlich kommen gut 30 Millionen Quadratmeter hinzu. Bei einem normalen Einfamilienhaus kostet das Einpacken mit Dämmmaterialien gut 12.000 bis 15.000  Euro. Kein Pappenstiel, doch die Hersteller der Dämmstoffe versprechen, dass die Umwelt geschont werde und das Geld in überschaubarer Zeit wieder reinkomme: Durch geringere Heizkosten. Mittlerweile sind Dämmstoffe gesetzlich vorgeschrieben. Umso erstaunlicher die Ergebnisse genauerer Recherchen:

Nach Auskunft von Fachleuten gibt es bis heute keine nachprüfbare wissenschaftliche Untersuchung, die die Wirkung von Dämmungen nachweist. Dämmungstests sind aufwändig und teuer. Sie dauern Jahre und müssen  wissenschaftlich begleitet werden. Journalisten können solche Untersuchungen nicht durchführen - aber sie können Fragen stellen.

Beispielsweise dem renommierten Fraunhofer Institut für Bauphysik. Unter der Leitung von Professor Dr. Karl Gertis hat das Institut bundesweit Dokumentationen der so genannten energetischen Sanierung an 40 Altbauten ausgewertet. Bei Häusern, an denen ausschließlich eine Wärmedämmung angebracht wurde, sank zwar der Heizenergieverbrauch nach Anbringung der Dämmung um 20 - 40 Prozent, doch das war weit weniger als das Fraunhofer Institut für Bauphysik zuvor theoretisch berechnet hatte. Die Realität sieht offensichtlich anders aus  als der Laborversuch.

Ein Beispiel: Laut Berechnung sollte ein Haus aus der Studie nach der Dämmung 69 kWh weniger Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr benötigen als zuvor. Tatsächlich mussten die Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts feststellen, dass die Bewohner nach der Dämmung ihres Hauses 58 Prozent mehr verheizten als berechnet. Beim zweiten Beispiel beträgt der Unterschied zwischen theoretisch berechnetem und tatsächlichem Verbrauch nach der Dämmung rund 56 Prozent. Und beim dritten sind es immerhin noch elf Prozent. Und das, obwohl die Mieter dieser Häuser nach der Dämmung umfangreich über energiesparendes Heizen informiert wurden - was alleine schon zur erheblichen Reduzierung der Heizkosten beitragen soll.

Es lassen sich noch eindeutigere Gegenbeispiele finden: In einer Vorstadtsiedlung in Hannover stehen drei etwa gleich große Wohnblöcke, die im selben Jahr gebaut wurden und von der gleichen zentralen Heizanlage beheizt
werden. Vor 12 Jahren entschieden sich die Eigentümer eines dieser drei Häuser, die Fassade zu dämmen, um Heizkosten zu sparen. Bewohner des Hauses berichten, seitdem seien die Heizkosten tatsächlich gesunken. Was die Mieter des gedämmten Hauses nicht wissen: Auch bei den ungedämmten Nachbarhäusern sind die Heizkosten vor 12 Jahren gesunken. Das belegt ein Vergleich der Heizkostenabrechnungen aller drei Häuser. Der Vergleich mit den Wetterdaten ergibt: Nach der Dämmung waren die Winter weniger kalt. Mit minimalen Unterschieden liegen die Heizkosten der drei Gebäude über Jahrzehnte auf einem Niveau - sowohl vor, als auch nach der Dämmung eines der Häuser.

In den letzten Jahren waren die Heizkosten des gedämmten Hauses sogar besonders hoch. Eine mögliche Erklärung des Bausachverständigen Professor Jens Fehrenberg: "Es ist denkbar, dass die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Inneren ihrer Wohnungen produzieren, in das Mauerwerk hinein wandert - aber möglicherweise
nicht schnell genug wieder hinaus - weil sie durch die Dämmung daran gehindert   wird. Und bei einer Kondenswasserbildung in der Dämmung ist es wie mit einen nassen Pullover: Der dämmt natürlich nicht mehr." Denkbar sind auch andere Gründe - sicher ist aber in jedem Fall: Die Bewohner des gedämmten Hauses  heizten nicht weniger als ihre Nachbarn.

Der Bausachverständige Jens Fehrenberg rät den Hauseigentümern, sich die vom Hersteller prognostizierte Ersparnis schriftlich geben zu lassen, damit sie später eine Chance haben zu klagen. Mieter können nicht klagen und zahlen die Kosten der Fassadendämmungen mit Mieterhöhungen. Dabei steigen die Mieten viel stärker als die Heizkosten sinken. Das bestätigt sogar die Fraunhofer-Auswertung der Studie

Auch wenn die Häusersiedlung in Hannover keinen Beweis dafür liefert, dass Wärmedämmungen gar nichts bringen - viele Architekten und Bauplaner bezweifeln mittlerweile die vollmundigen Werbeversprechen der Industrie und des Handwerks. Sicher ist bis heute nur soviel: Mieter und Bauherren müssen eine Wärmedämmung bezahlen, für deren Wirkung es keine wissenschaftlich fundierten Beweise gibt.

Fundstellen:
"Energetisch sanierte Wohngebäude", Reiß, u.a., Fraunhofer IRB-Verlag, ISBN
3-8167-6148-8, erhältlich im Buchhandel für ca. 37 Euro.
Oder Bestellung im Internet: http://www.irbdirekt.de/

Quelle:
Architektur-& Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main
Tel.:09574-3011 Mob.:0170-7351557 Fax: 09574-4960
Altbau&Denkmalpflege Info: http://www.konrad-fischer-info.de
E-Mail vom 16.09.2003


Beispiel 6:

Was Sparmaßnahmen tatsächlich bringen
Hausautomation so wirtschaftlich wie Kesselerneuerung

Die größten Energiesparpotenziale liegen im Gebäudebestand. In Altbauten können durch energetische Modernisierungen wie Wärmedämmung, Kesselerneuerung, Einbau von Iso-Fenstern und Regelungseinrichtungen bis zu 80 Prozent Energie gespart werden. Was bringen die Maßnahmen im Einzelnen, was kosten sie, wie wirtschaftlich sind sie? Nach Untersuchungen an den Universitäten Stuttgart und Dresden betragen die spezifischen Kosten zur Einsparung einer Kilowattstunde (kWh) in einem Reihenhaus beim Austausch eines veralteten Kessels etwa zwei Cent. Für die Dämmung einer Außenwand wird dagegen schon das Dreieinhalbfache benötigt.

Bei der wärmetechnischen Verbesserung von Dach, Kellerdecke und Fenstern fällt die Rechnung noch ungünstiger aus. Ähnlich die Ergebnisse des Instituts für Wohnen und Umwelt: Es ermittelte Wirtschaftlichkeitsfaktoren, die bei Fenstern und Dämmmaßnahmen erheblich niedriger sind als z. B. bei der Kesselerneuerung.

Techem hat diese Erhebungen um den Beitrag der Einzelraumtemperatur-Regelung ergänzt. Das Hausautomationssystem assisto führt zu rund 20 Prozent Energieeinsparung und ist genau so wirtschaftlich wie eine Kesselerneuerung. Die Grafik zeigt Details.

Quelle:
Pressemitteilung techem
14.06.2004

Kommentar DIMaGB:

Man mag Vermutungen anstellen, wozu Hausautomation mit Kesseltausch verglichen wird. Warum auch soll es nicht legitim sein, dass ein Hersteller darstellt, dass man mit seinem Produkt gute und bessere Ergebnisse erzielen kann? Was lesen wir aus den Zahlen?

Eine Verdoppelung der Außendämmung bringt nur 35 statt 40% Einsparung, der Wirtschaftlichkeitsfaktor steigt nur von 26 auf 38 (und nicht auf 52!). Jedoch besteht die Kernaussage darin, dass eine Modernisierung der Heizungsanlage bedeutend wirtschaftlicher ist, als jede Dämmassnahme.

Dies ergibt sich auch aus einer Datenauswertung eines Referenzobjektes durch die Fa. Riecon, wo bei einem Plattenhochhaus in Berlin die Kosten und Effekte von Einzelraumsteuerung und Wärmedämmung verglichen wurden. Sinn hat die ganze Sache jedoch nur, wenn man gemessene Werte zugrunde legt - das ist allemal überzeugender als jedes Schönrechnen nach DIN.


Beispiel 7:

Kaum Effekte durch Wärmedämmung
Tolle Werte aus Tollenbrink

An dieser Grafik erkennt man gut,
dass man mit viel Geld wenig er-
reichen kann.

Wenn die Verbrauchswerte von
gedämmten und ungedämmten
(nahezu baugleichen) Gebäuden
nahezu gleich sind - wozu war
dann die Geldausgabe gut?

Sie war unwirtschaftlich!

Mehr dazu hier.


Beispiel 8:

Heizkosten gestiegen?
Neue Berechnungen der Aktion Klimaschutz zeigen:
Haussanierung lohnt sich

Der Energiebedarf eines Hauses kann heute durch eine energetische Sanierung um bis zu 70 Prozent gesenkt werden“, sagt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Gegenstand der exemplarischen Aktion Klimaschutz-Berechnungen ist ein freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1978, mit 130 m2 Wohnfläche, das zwar mit Isolierglasfenstern ausgestattet ist, aber weder über Wärmedämmung noch über einen modernen Brennwertkessel verfügt. Vor der Sanierung beträgt der jährliche Endenergiebedarf dieses Hauses ca. 277 kWh/ m2. Nach Umsetzung aller energetischen Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung von Außenwand, Kellerdecke und Dach, Fenstererneuerung mit Wärmeschutzverglasung und Einbau eines Brennwertkessels, würde der jährliche Endenergiebedarf des Hauses um ca. 200 kWh/ m2 sinken. Die Energiekosten lassen sich im Beispiel von derzeit 1450 €/ Jahr im Fall einer Gasheizung auf 390 €/ Jahr reduzieren.

Energetische Sanierungsmaßnahmen lohnen sich besonders, wenn ohnehin bauliche Instandsetzungen, wie zum Beispiel Fassadenarbeiten, anstehen. Die energiebedingten Investitionskosten für Wärmedämmung, Fenstererneuerung und den Einbau eines Brennwertkessels bei diesem Beispiel belaufen sich auf 114 €/ m² Wohnfläche. Diese Kosten amortisieren sich insgesamt nach ca. 15 Jahren. Wird nur der alte Heizkessel durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt, amortisieren sich die erforderlichen Investitionskosten bereits nach fünf Jahren.

aus:
Pressemitteilung der Aktion Klimaschutz
15.06.2004

Kommentar DIMaGB:

Bei diesem wunderschönen Beispiel sinkt der Endenergiebedarf um 72,2 % (200 / 277 x 100%), mithin auf rd. 28%. Die Energiekosten sinken von 1.450 € auf 390 €, das entspricht stolzen 73 %! Q.e.d. - oder vielleicht doch nicht?

Nun soll man ja dem Hausbesitzer diese gigantische Einsparung gönnen - jedoch stellen sich einige Fragen. Zunächst die Frage: ja, geht denn das? Antwort: rein rechnerisch allemal, man sieht es ja. Zugegeben, schön wäre ein kurze Angabe zu den Randdaten und zum Rechenweg. Oder wurde gar schöngerechnet?

Aus den Daten von techem zur Entwicklung der Heizkosten 2001-2002 geht hervor, dass ein Ansatz von 1.450 € als halbwegs realistisch angesehen werden kann: 1,91 x Wert(Wfl.68= 550) = 1.050 €. Das sind zwar immer noch 400 € über dem Durchschnitt (also ein kleiner Aufschlag in Höhe von 38 % auf den Durchschnitt), aber eine Beispielrechnung muss man ja nicht mit dem repräsentativen Durchschnitt durchführen.

In dem Beispiel betragen die "energiebedingten" Investitionskosten 114 €/qm x 130 qm = 14.820 €. Der Nutzen beträgt 1.060 € p.a. Ohne Zinsbetrachtung bedeutet das: 14.820 / 1.060 = 13,98 also rd. 14 Jahre. Also doch: q.e.d.? Da staunt der Laie, auch der Fachmann ist verblüfft.

Schauen wir also noch auf die Kosten
(freistehendes EFH, I+D, 10 x 10 m):

Maßnahme Rechenweg

netto

brutto

Fenstererneuerung   45 qm x 200 €/qm (KS) 9.000 € 10.440 €
Außenwanddämmung 145 qm x   35 €/qm (10 cm PS) *) 5.075 €   5.887 €
Deckendämmung   85 qm x   18 €/qm (16 cm MiWo) 1.530 €   1.775 €
Kellerdeckendäm.   85 qm x     8 €/qm (6 cm PS)    680 €      789 €
Brennwertkessel mit Edelstahlrohr, ohne Speicher 3.200 €   3.712 €
gesamt     22.603 €

*) diesen Wert finden Sie in keinem Tabellenbuch, der ist marktangepasst
dem Preis für das WDVS (60 €/qm) ist der Außenputz (25 €/qm) gegen gerechnet

22.603 > 14.820 - q.e.d !
Alternative 1: das Material zusammenklauen (ist aber strafbar!)
und selber einbauen (dürfte nicht bei allen Leistungen gelingen!)
Alternative 2: alles in Schwarzarbeit durchführen lassen (ist aber strafbar!)
Alternative 3: sich die Maßnahmen von der Aktion Klimaschutz durchführen lassen,
natürlich zu deren hervorragenden Preisen
Alternative 4: alles neu berechnen, diesmal realitätsnäher


Wirtschaftlichkeit - a.a.O.

Neu ist das Thema "Wirtschaftlichkeit" nicht. Nur halte ich es für dringend erforderlich, angesichts der um sich greifenden Massenverblödung hinsichtlich Energieeinsparung und Klimarettung, dieses Thema mehr zu fokussieren. Um Sie dafür zu sensibilisieren und die Komplexität aufzuzeigen, verweise ich mit der folgenden Linksammlung auf andere Stellen im Informationsangebot von DIMaGB.de, die sich mit Problemen der Wirtschaftlichkeit befassen.

  • Der Mieter unserer Beispielwohnung hatte 1998 für seine Heizkosten DM 609,24 zu entrichten. Dank der Wärmedämmung waren das etwa DM 200,– weniger als vorher. Dafür bezahlte er aber zusätzlich DM 911,40 jährlich für die Wärmedämmung,
    in:
    Ein Sanierungsbeispiel: 900 DM jährliche Kosten für 200 DM jährliche Einsparung
    aus der Praxis
    zur Seite
     
  • Wirksamkeit von WDVS (10.2004)
     
  • "... Hier stecken weitaus größere Ersparnis- Potentiale, als in Wärmedämmverbundsystemen. Es ist also der Architekt gefragt, der umfassend energetisch prüft und bewertet. Falsche Beratung und das Versprechen von hohen Einspareffekten, die gar nicht eintreten, kann Schadenersatzansprüche auslösen. Es kann sich nämlich herausstellen, dass eine investive Baumaßnahme unwirtschaftlich war – und das will nicht einmal die EnEV (siehe §§ 16 und 17)."
    in:
    Energie-Einsparen durch nachträgliche Außendämmung bei monolithischen Außenwänden?
    In der Praxis kommt wenig heraus!
    von J. Fehrenberg
    zur Seite
     
  • Ein wichtiges Thema wird im Kapitel 6.1 behandelt: "Wie viel Wärmedämmung ist sinnvoll?" Man lese und staune: "Die Ausführung extremer Dämmstoffdicken ist nicht sinnvoll. Ab ca. 20 cm Dicke ...
    in:
    Nachträgliche Wärmedämmung von Dachgeschossdecken
    von R. Oswald
    zur Seite
     
  • In Anbetracht stetig steigender Energiepreise sind maximale Dämmstoffstärken von bis zu 30 cm wirtschaftlich und durchaus realistisch, empfehlenswert sind Stärken von mind. 12 cm. dazu ein Bild: Wirtschaftlichkeit eines WDVS (Thermohaut) -Kommentar RB: und ich dachte, dies zeigt die Wirtschaftlichkeitsgrenze von ca. 8 cm??
    in:
    Je dicker, desto wärmer!
    von R. Bolle
    zur Seite

     
  • Wend stellt daher fest: „Ein Eigenheim lohnt sich in den seltensten Fällen aus wirtschaftlichen Gründen.“ Trotzdem sei es für viele eine erstrebenswerte Sache. Den Immobilienkäufern rät Wend deswegen: „Sehen Sie die Immobilie als erwünschten Luxus - und lassen Sie sich ausführlich über die Finanzierungsmöglichkeiten beraten.“
    in:
    Ist Kaufen wirklich billiger als Mieten?
    Finanzexperten in München stellen die Gegenrechnung auf
    von C. Wend
    zur Seite
     
  • Optimale Wanddicke bei vorgegebener Extremtemperatur. Um Wirtschaftlichkeit und optimale Dämmwirkung zu erzielen, dürfte diese Wanddicke für die Praxis ausreichen, weil solche Temperaturen nur an wenigen Tagen im Jahr erreicht werden und somit ausreichend Speicherraum zur Verfügung steht.
    in:
    Vorgänge bei der Anwendung des Abkühlungsverfahrens
    unter Zugrundelegung der Quantenmechanik

    von P. Sachs
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  • Insgesamt wurden in dem 1906 gebauten Haus mit 20 Wohnungen knapp 1,5 Millionen Euro investiert. Davon steuerte die Stadt Bremerhaven 250.000 Euro bei, wie Stadtrat Volker Holm hervorhebt.
    Zwar ist seiner Meinung nach noch offen, ob die Wirtschaftlichkeit tatsächlich gesichert ist, aber es sei in jedem Fall gut angelegtes Geld. Man werde für künftige Sanierungsvorhaben eine Menge daraus lernen können, ...
    in:
    Altbausanierung als Zierde der Stadt
    oder: wie man mit Steuergeldern das Volk verdummt

    von Rainer Bolle
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  • Zeile 2: 12,50 DM/m² Mehrkosten reduzieren die Heizkosten um 2,40 DM/m²a,
    Zeile 3: 25,00 DM/m² Mehrkosten reduzieren die Heizkosten um 1,20 DM/m²a,
    Zeile 4: 50,00 DM/m² Mehrkosten reduzieren die Heizkosten um 0,60 DM/m²a.
    Man muss also immer mehr Geld für Dämmstoff ausgeben, um dafür immer weniger an Heizkosten einzusparen. Diesen Widersinn muss sich ein jeder erst einmal wirklich klarmachen; es geht wirklich an den Geldbeutel des Kunden. Die Unwirtschaftlichkeit wird beim "heutigen Anforderungsniveau" zum Normalfall.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • ... schon allein dies scheidet das Minimum als Maß für Effizienz, für Wirtschaftlichkeit, aus. Allein durch die Überlagerung der Hyperbel mit der Geraden entsteht ein Minimum. Es ist deutlich erkennbar, dass eine Dämmung über 6 bis 8 cm kaum mehr einen zusätzlichen Nutzen erbringt. Viel Dämmstoff einzubauen, ist also im höchsten Grade ineffizient.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Der Begriff "Minimum" ist ein typischer Fall von sophistischer Argumentation. Es ist deshalb wiederum ein kapitaler Denkfehler, wenn es dann in [7] heißt: "Dieser Minimumpunkt repräsentiert den wirtschaftlich optimalen Wärmedurchlasswiderstand". Dieser Irrtum geistert durch alle "Wirtschaftlichkeitsüberlegungen". Minimum und Effizienz sind zwei unterschiedliche Begriffe und bedeuten etwas völlig Unterschiedliches.
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    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Die Ermächtigungsgrundlage zum Erlass der Wärmeschutzverordnungen und der EnEV, das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), enthält im § 5 (1) das Wirtschaftlichkeitsgebot, im § 5 (2) das Härtefallgebot:
    (1) "Die in den Rechtsverordnungen ...aufgestellten Anforderungen müssen ...wirtschaftlich vertretbar sein. Anforderungen gelten als wirtschaftlich vertretbar, wenn generell die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können."
    Fazit: Damit muss der Schluss gezogen werden, dass unwirtschaftliche Energiesparmaßnahmen gesetzwidrig sind; sie können - und müssen - unterbleiben. Die Auslegung des § 5 (1) lässt keine andere Möglichkeit zu.
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    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

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  • Voraussetzung hierfür ist der Nachweis der Unwirtschaftlichkeit. Da in der Mehrzahl die k-Wert-Anforderungen an den Wärmeschutz unwirtschaftlich sind, kann fast von einem generellen Zwang zur Befreiung nach § 14 WSchVO 1995 ausgegangen werden. Die Anforderungen in der WSchVO 1995 und dann besonders die der EnEV 2000 sind gemäß EnEG schlichtweg gesetzwidrig. Der Grund liegt in der mathematisch bedingten Hyperbeltragik des k-Wertes. Die Effizienz nimmt mit dem Quadrat der k-Werte ab, Superdämmungen sind somit hinausgeworfenes Geld; das ist Mathematik.
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    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
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  • Das Maß für die Wirtschaftlichkeit ist das Mehrkostennutzenverhältnis (MNV), das vom Zinssatz, von der jährlichen Verteuerung und der anzustrebenden Amortisationszeit abhängt. Als überschlägiges Richtmaß kann ein MNV von 20 angenommen werden, das die "Divergenz" anzeigt; eine solche Maßnahme amortisiert sich nie - Amortisationszeit = 00.
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  • Tabelle 3: Wirtschaftliche k-Werte
    Aus der Hyperbel-Funktion lässt sich die wirtschaftliche Grenze des k-Wertes ableiten. Darunter liegende k-Werte sind demzufolge unwirtschaftlich. Dieser Grenzwert wird allein aus dämmstoffspezifischen und ökonomischen-finanzmathematischen Werten abgeleitet
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  • Die wirtschaftlich zu akzeptierenden k-Werte liegen weitgehend über den heute infolge der Wärmeschutz- Verordnung erzwungenen k-Werten; sie sind demzufolge (fast) alle unwirtschaftlich. Bei dem verschärften Anforderungsniveau des EnEV verschlimmert sich die wirtschaftliche Situation weiterhin beträchtlich.
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  • Das "Vereinfachte Verfahren" stellt Anforderungen an die Außenbauteile, die für Dach und Grundflächen, unabhängig von der Ausführung der Heizungsanlagen, k-Werte fordert, die mit 0,17 W/m²K (Dach) und 0,28 W/m²K (gegen unbeheizte Räume und Erdreich) weit jenseits jeglicher Wirtschaftlichkeit liegen; hier müssen die wirtschaftlichen Grenzwerte beachtet werden. Es liegt von Seiten des Verordnungsgebers kein schlüssiger Nachweis vor, der die wirtschaftliche Realisierung derartiger k-Werte dokumentiert.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
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  • Keller: Wenn für Wände und Decken gegen unbeheizte Räume und gegen Erdreich k-Werte von 0,4 bzw. 0,5 W/m²K gefordert werden, dann liegen diese Werte infolge eines verminderten Temperaturgefälles jenseits der Wirtschaftlichkeitsschwelle.
    Dächer: Auch bei Steil- und Flachdächern (k-Werte von 0,30 bzw. 0,25 W/m²K) wird der Wirtschaftlichkeitsnachweis nur schwer zu führen sein. Auch müssen die konstruktiven Schwierigkeiten bedacht werden, die mit der Erfüllung dieser Anforderungen einhergehen.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
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  • Der § 8 (2), Satz 4 der Wärmeschutzverordnung 1995 enthält noch folgende Aussage: "Die Sätze 1 und 3 gelten nicht, wenn im Einzelfall die zur Erfüllung der dort genannten Anforderungen aufzuwendenden Mittel außer Verhältnis zu der noch zu erwartenden Nutzungsdauer des Gebäudes stehen".
    Hier also wurde noch klar darauf hingewiesen, dass die aufzuwendenden Mittel im vernünftigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen stehen müssen. Ist dies nicht der Fall, dann gelten die formulierten Anforderungen nicht. Wirtschaftlichkeit wird also an dieser Stelle noch akzeptiert.
    In der EnEV stehen derartige Absätze nicht mehr. Der Grund ist leicht zu erraten: Die Anforderungen sind weitgehend unwirtschaftlich.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Wenn im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen die Amortisationszeit der Aufwendungen größer als die Restnutzungsdauer des Gebäudes ist, dann gelten diese Anforderungen der Anlage 3, Tabelle 1 (WSchV95) nicht. Man kann somit ohne weiteres davon abweichen. Diese Möglichkeit besteht bei der EnEV allerdings nicht, dieser Passus wurde gestrichen.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Neben Baudenkmälern wird auch bei erhaltenswerter Bausubstanz zugestanden, dass ein unverhältnismäßig hoher Aufwand Ausnahmen, also Abweichungen von der Wärmeschutzverordnung, zulassen. Dies bedeutet letztendlich auch hier, dass die Wirtschaftlichkeit das Maß für die Bemessung ist und diese bei einer Baumaßnahme gegeben sein muss. Die Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebotes im EnEG und damit auch des ökonomischen Grenzwertes kg (s. Tabelle 3) wird damit eingefordert. Diese Ausnahmen stehen einem also rechtlich zu.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Ein unangemessener Aufwand ist eine unbillige Härte. Wenn also gemäß der Forderung des EnEG die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen werden kann, dann muss auf Antrag befreit werden. Dann müssen die geforderten k-Werte nicht eingehalten werden. Diese rechtliche Möglichkeit kommt bei der Umsetzung der Anforderungen fast immer zum Tragen und sollte konsequent im Interesse der Bauherren ausgeschöpft werden.
    in:
    Wärmeschutz und Energieeinsparverordnung
    Widersprüchliches und Absurdes

    von Prof. Meier
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  • Also sind wir zu dieser Fragestellung gezwungen: wie führen wir eine vernünftige Hüllflächentemperierung herbei und wie sichern wir gleichzeitig eine Einstellung der anderen Einflussfaktoren (Raumlufttemperatur, Raumluftfeuchte und Raumluftgeschwindigkeit) auf für Behaglichkeit günstige Werte?
    Mit anderen Worten: wenngleich wir mit einem super U-Wert Energie einsparen (dies zumindest hinrechnen können), was hat dann der Mensch davon? Das müssen wir nun wieder hinsichtlich Behaglichkeit und gleichzeitig unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit betrachten.
    in:
    Vom Dämmen und Speichern
    - und der Suche nach der Wahrheit
    von M. Bumann
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  • Dass die Systeme unterschiedlich gut gelungen sind, will ich nicht zum Thema machen. Eines aber haben sie gemeinsam: sie sind sündhaft teuer. Das ist zwar bei Pilotprojekten generell so, jedoch muss es Gründe geben, dass man sich entschlossen hat, diese Technik nicht weiter zur Massenreife zu führen. Ich gehe mal davon aus, dass Aspekte der Wirtschaftlichkeit zu dieser Überlegung führten.
    in:
    TWD - die "solare Wandheizung"
    von M. Bumann
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  • Als Richtschnur kann folgende Faustformel dienen:
    Eine Einsparung von 10 kWh/m² Nutzfläche darf bei wohlwollender Beachtung der Wirtschaftlichkeit grob die dafür notwendigen Mehrkosten von 8 DM/m² Nutzfläche nicht überschreiten.
    Dieses Limit wird jedoch bei der Niedrigenergiebauweise immer überschritten.
    in:
    Niedrigenergie- und Passivhäuser im Kreuzfeuer
    von Prof. Claus Meier
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  • Hier vollzieht sich ein Theater reif inszenierter, modern interpretierter Ablasshandel, jetzt allerdings im Namen der Umwelt. Dabei sollen Schlagwörter wie “Energieeffizienztechnik, “effizientes Bauen“ und “hocheffiziente Wärmerückgewinnung“ die Gehirne der Anwender und Kunden vernebeln. Die Erfinder dieser Sprechblasen wissen offensichtlich überhaupt nicht, was Effizienz bedeutet; die Hauptsache scheint wohl nur zu sein, dass das Schlagwort beim Kunden gut ankommt.
    Effizienz ist per Definition das Abwägen von Aufwand und Nutzen. In all den angepriesenen “neuen“ Techniken ist die Effizienz, hier in Form der Wirtschaftlichkeit, jedoch nie und nimmer gegeben. Mit Effizienz haben all diese baulichen “Trends“ nun wirklich nichts zu tun.
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    Niedrigenergie- und Passivhäuser im Kreuzfeuer
    von Prof. Claus Meier
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  • “Minimum-Lösungen“ ohne Angabe des Aufwandes sind jedoch wertlos, sind Mogelpackungen. Mehr noch: jenseits des “Minimums“, wenn die Kurve wieder ansteigt, wird mit mehr Aufwand weniger erreicht: Das Minimum kennzeichnet also den Beginn einer technisch-geistigen Verwirrung. Diese unzulässige und falsche Interpretation des Minimums als Maß der Wirtschaftlichkeit bedeutet deshalb “Betrug am Kunden“. In der “Fachliteratur“ zieht sich dieser Irrtum wie ein roter Faden durch die Wirtschaftlichkeitsdiskussion; die Folge sind bezüglich der Wirtschaftlichkeit ständig falsche Aussagen.
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    Niedrigenergie- und Passivhäuser im Kreuzfeuer
    von Prof. Claus Meier
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  • Die Verdoppelung der Dämmung führt zu einer Halbierung des k-Wertes.
    Dass hierbei eine Effizienzschwelle zu beachten ist, dürfte einleuchtend sein. Da die Wirtschaftlichkeit durch die Neigung der Tangente an die Hyperbel, durch das Verhältnis von Nutzen und Aufwand bestimmt wird, ist die Unwirtschaftlichkeit kleiner k-Werte unausweichlich gegeben. Besonders Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser und Nullenergiehäuser, die sich alle durch “Mini-k-Werte“ auszeichnen, sind somit völlig uneffizient und damit unwirtschaftlich. Die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1995 und damit erst recht die der beabsichtigten Energieeinsparverordnung sind mit wirtschaftlichen Konstruktionen nicht zu erfüllen. Der viele Dämmstoff wird energetisch nahezu nutzlos eingebaut.
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    Niedrigenergie- und Passivhäuser im Kreuzfeuer
    von Prof. Claus Meier
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  • Durch das Wirtschaftlichkeitsgebot im Energieeinsparungsgesetz (EnEG, § 5) werden Nachhaltigkeit und Effizienz zwingend gefordert. Deshalb wird auch ständig behauptet, die Wirtschaftlichkeit sei gegeben. Derartige Aussagen sind wahrheitswidrig, denn Dämmstoffdicken über 6 bis 8 cm sind Effizienz los (siehe Fakt 4). Die großen Dämmstoffdicken sind nach dem EnEG somit gesetzwidrig, da sie nicht wirtschaftlich zu realisieren sind; wer etwas anderes behauptet oder zu beweisen versucht, präsentiert Mogelpackungen. Die Unwirtschaftlichkeit bezieht sich auch auf andere technische Empfehlungen (z. B. Photovoltaik, Sonnenkollektoren, Wärmerückgewinnung).
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    Niedrigenergie- und Passivhäuser im Kreuzfeuer
    von Prof. Claus Meier
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  • Das Gesetz verpflichte die Bundesregierung, Verordnungen zu erlassen
    Von Verpflichtung kann überhaupt keine Rede sein. Das Energieeinsparungsgesetz ermächtigt die Bundesregierung zum Erlass von Verordnungen; sie kann es tun, sie kann es aber auch lassen, wenn sie will. Aber sie will nicht, auch wenn sie damit gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot im Energieeinsparungsgesetz und der EnEV verstößt [44], denn offensichtlich beeinflusst intensive Lobbyarbeit das verantwortliche Handeln der Bundesregierung – und Abweichler werden verteufelt.
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    Fehler und Irrtümer, Täuschungen und Verschleierungen
    Bauphysikalische Aussagen entpuppen sich als Informationsmüll

    von Prof. Claus Meier
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  • Doch nun deshalb davon auszugehen, die Anforderungen in der EnEV seien tatsächlich wirtschaftlich, ist eine Selbsttäuschung [44]. Es gibt keinen soliden Wirtschaftlichkeitsnachweis der WSchVO von 1985 und 1994; erst recht nicht für das jetzt um 25% verschärfte Anforderungsniveau der EnEV. Was vorgelegt wird sind entweder Milchmädchenrechnungen oder gestreute Hoffnungen auf eine baldige Wirtschaftlichkeit – nur heiße Luft und viel Palaver um den heißen Brei.
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    Fehler und Irrtümer, Täuschungen und Verschleierungen
    Bauphysikalische Aussagen entpuppen sich als Informationsmüll

    von Prof. Claus Meier
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  • Da es sich um Gutachter handelt, die aus dem Club der EnEV-Erfinder stammen (z. B. Hauser, Maas, Feist), kann auf diese Gutachten getrost verzichtet werden – es ist doch eine Farce, wenn man sich selbst begutachtet. Die Analyse solcher Gutachten zeigt, dass es sich um unseriöse, manipulierte Machwerke handelt. Für den Nachweis der Wirtschaftlichkeit müssen Gutachter unabhängig und unparteiisch sein – und sie müssen sich der dynamischen Investitionsrechnung bedienen und diese auch richtig interpretieren [11], [44], [54].
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    Fehler und Irrtümer, Täuschungen und Verschleierungen
    Bauphysikalische Aussagen entpuppen sich als Informationsmüll

    von Prof. Claus Meier
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  • Moderate Amortisationszeiten seien gewährleistet
    Solche Ergebnisse sollten vorgelegt werden, anstatt dies nur zu behaupten. Die Regularien der dynamischen Investitionsrechnung sind bekannt, das Mehrkostennutzenverhältnis ist nun einmal das Maß für die Wirtschaftlichkeit [15], [65] – und damit kann zwischen wirtschaftlich und unwirtschaftlich klar unterschieden werden. Selbst Kostendaten des BMBau liefern Negativergebnisse [5], auch in der Literatur wird die Unwirtschaftlichkeit nachgewiesen, wie z. B. in [19]. Die angegebenen Amortisationszeiten von 8 bis 14 Jahren sind deshalb ausschließlich Wunschvorstellungen. Meist basieren sie auf dem Irrtum, das Kostenminimum sei auch die wirtschaftlichste Lösung, wie in [25], und [33]. Weit gefehlt, aber die Hasardeure des Dämmwahns begnügen sich noch nicht einmal damit. Sie offerieren Lösungen, die jenseits des Minimums liegen [17], [21].
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    Fehler und Irrtümer, Täuschungen und Verschleierungen
    Bauphysikalische Aussagen entpuppen sich als Informationsmüll

    von Prof. Claus Meier
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  • Superdämmungen sind wegen der Hyperbeltragik zwangsläufig unwirtschaftlich. Aber gerade hier wird vom IWU mit dem Kostenminimum bewusst falsch argumentiert, denn Kostenminimum bedeutet nicht Wirtschaftlichkeit – dies ist ein weit verbreiteter Irrtum, wie er in [17], [25] vorliegt. Zusätzlich begnügt man sich aber noch nicht einmal mit dem Minimum, sondern geht noch darüber hinaus, so dass sogar ungünstigere Werte als das Minimum herauskommen – und das wird dann als Wirtschaftlichkeit verkauft – eine Mogelpackung.
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    Fehler und Irrtümer, Täuschungen und Verschleierungen
    Bauphysikalische Aussagen entpuppen sich als Informationsmüll

    von Prof. Claus Meier
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  • Bei allen Sanierungsmaßnahmen sollte eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgen, die verschiedene Maßnahmen und Varianten beinhalten. Zum Beispiel ist bei einer Altbausanierung, vor allem wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht, im wesentlichen nur eine innen liegende Wärmeschutzverbesserung möglich. Dazu gehören auch die Dachgeschoßausbauten. Welche wesentlichen Probleme auftreten können, sollen in den nachfolgenden Punkten an diskutiert werden.
    in:
    Wärmebrückenbildung bei innen liegender Wärmeisolierung
    und beim Dachgeschoßausbau

    von Peter Rauch
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  • 3. Wirtschaftliche Vertretbarkeit der Anforderungen, Auswirkungen auf die Baukosten, Mieten und Preise
    a) Wirtschaftliche Vertretbarkeit
    Auf Grund der §§ 5 und 4 Abs. 3 EnEG müssen die durch Anforderungen der energie-sparrechtlichen Verordnungen verursachten Mehrkosten nach dem Stand der Technik für Gebäude gleicher Art und Nutzung generell wirtschaftlich vertretbar sein.
    in:
    Auszug aus der Begründung zur EnEV
    von M. Bumann
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  • d) Mieten und Gesamtwohnkosten, Verbraucherpreise
    Weil die Anforderungen der Verordnung sämtlich dem Wirtschaftlichkeitsgebot genügen, ist davon auszugehen, dass investiv bedingte Steigerungen der Mieten und Gesamtwohnkosten durch die eingesparten Energiekosten weitgehend kompensiert werden. Für das Verbraucherpreisniveau sind eher die Gesamtwohnkosten maßgebend.
    Mit wahrnehmbaren Auswirkungen auf das Preisniveau, insbesondere das Verbraucherpreisniveau, ist vor diesem Hintergrund nicht zu rechnen.
    in:
    Auszug aus der Begründung zur EnEV
    von M. Bumann
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  • Auch für die Baumaßnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden gilt jedoch als Folge der Ausrichtung der Verordnung am Wirtschaftlichkeitsgebot, dass sich Mehraufwendungen innerhalb angemessener Zeit generell durch eingesparte Energiekosten amortisieren. Folglich werden die investiven Mehrkosten schon sehr bald - im Bestand in der Regel innerhalb von 15 Jahren - durch Einsparungen bei anderen Titeln der Haushalte kompensiert; die Anwendung der Verordnung trägt mittelfristig also zur Haushaltskonsolidierung bei.
    in:
    Auszug aus der Begründung zur EnEV
    von M. Bumann
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  • Also, alles wird gut. Die Kosten steigen nur, wenn schlecht geplant wird (hier bedeutet schlecht. unflexibel), und dann gerade mal um max. 2%. Dann ist ja alles in Butter. Wir schauen in ein paar Jahren noch mal drauf, auch wenn man nichts damit anfangen kann, dass diese Prophezeiungen etwa nicht eintreten.
    Mit der Problematik "Kosten und Wirtschaftlichkeit" haben sich, außer den vom Bund beauftragten Gutachtern und Experten, Fachleute aus der Wirtschaft befasst. Und wie es der Zufall will: sie sind zu anderen Ergebnissen gekommen.
    Eins sei vorweg genommen: wer mit 150 Jahren für die Amortisation zufrieden ist, wird das weniger eng sehen. Aber lesen Sie selbst nach ...
    in:
    Auszug aus der Begründung zur EnEV
    von M. Bumann
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  • Die Energiesparpropaganda hat in letzter Zeit oft zu Dämm-Maßnahmen geführt, die sich nicht nur hinsichtlich der Feuchte als problematisch erwiesen – in der Regel wurden auch keineswegs die gemäß k-Wert erwarteten Energieeinsparungen errreicht, so dass sich die Aktionen als unwirtschaftlich erwiesen. Zweifellos liefert die Berechnung des Transmissionsverlusts einer Wand mittels k-Wert (zumindest theoretisch) korrekte Ergebnisse – auch als Mittelwert bei dynamischen Temperaturänderungen. Doch bei Vergleich des für ein Gebäude gemessenen und mit k-Wert-Summen berechneten Wärmeverlusts können Abweichungen bis zu einigen hundert Prozent auftreten...
    in:
    Energieverlust durch Wärmeleitung
    Ein Beitrag zur Kontroverse um den k-Wert

    von Peter Dietze
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  • Auch auf die Tatsache, dass beispielsweise die Verringerung des k-Wertes der Außenwände um 70% nicht wie erhofft zu einer ebenso großen Heizwärmeeinsparung führt, sondern vielleicht nur zu 19% und damit die Wirtschaftlichkeit zusätzlicher Dämmung infrage stellt, wird in einem Architektenkammer-Einspruch gegen den Referentenentwurf der EnEV hingewiesen. Bild 5 zeigt an einem Beispiel mögliche Ursachen für ein solches Ergebnis
    in:
    Energieverlust durch Wärmeleitung
    Ein Beitrag zur Kontroverse um den k-Wert

    von Peter Dietze
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  • Ohne ins Esoterische abgleiten zu wollen: es muss etwas mehr geben als den U-Wert. Ob stark abweichende Messergebnisse ausreichen mögen, dies zu untermauern, mag ich nur vermuten. Alles auf einen Fake zurückzuführen, halte ich für vermessen. Das Kernproblem ist, dass es viel zu wenige Messwerte gibt. Ich behaupte auch, dass in der Neuzeit solche Werte unter Verschluss bleiben. Dabei geht es nicht um U-Wert hin-oder-her, sondern um die Wirtschaftlichkeit. Hat man in Berlin riesige Wohnungsbestände energetisch verbessert, lag der Löwenanteil bei der Haustechnik, die WäDä brachte nur Marginalien - das aber bei relativ hohem Kostenaufwand.
    in:
    Energieverlust durch Wärmeleitung - die Diskussion
    von M. Bumann
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  • Das Energieeinsparungsgesetz als Ermächtigungsgrundlage für den Erlass von Wärmeschutzverordnungen enthält im § 5 das Wirtschaftlichkeitsgebot; dort steht sinngemäß: "Eine Energieeinsparungsmaßnahme muss sich amortisieren". Durch die Effizienzlosigkeit kleiner k-Werte, oder auch großer Dämmstoffdicken, ist bei Erfüllung der vorgeschriebenen Anforderungen die geforderte Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben. Dies kann nachgewiesen werden. Die unwirtschaftlichen Anforderungen verstoßen also gegen das Gesetz; das dort verankerte Gebot wird hier sogar durch den Verordnungsgeber ignoriert und missachtet [10], [C]. 
    in:
    Missbrauch der Begriffe
    von Prof. Claus Meier
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  • Ein Mangel des Architektenwerks kann vorliegen, wenn übermäßiger Aufwand getrieben wird. Sofern die Nutzflächen und Geschoßhöhen nicht den Vorgaben entsprächen, könne die Planung mangelhaft sein. Das gleiche gelte, wenn bei der Wärmedämmung oder der Dachkonstruktion überflüssiger Aufwand betrieben worden sei. Eine unwirtschaftliche Planung könne auch dann mangelhaft sein, wenn sie sich im Rahmen der vorgegebenen Kosten halte.
    in:
    BGH, Urteil vom 22.01.1998
    Muß Architekt die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes optimieren? 
    von Prof. Claus Meier
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  • Meine Intentionen zum Wand-Baustoff sind die, dass er folgende Eigenschaften in sinnvoller Kombination haben soll (wobei klar wird, dass dem U-Wert eine untergeordnete Rolle zukommt):
    - Wärmedämmung
    - Speicherung
    - Sorption
    - Solarabsorption
    - Wirtschaftlichkeit
    in:
    Aberglaube im Bauwesen
    Der U-Wert ist die energetische Kenngröße
    von M. Bumann
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  • Die Wirtschaftlichkeit, die in weiten Teilen des Referentenentwurfs zur Begründung einzelner Verfahrensweisen angeführt wird, ist nach Meinung der Bundesarchitektenkammer durch vom Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen zu veranlassende Gutachten, gerade auch im Zusammenhang mit § 5 des Energieeinspargesetzes, wissenschaftlich nachzuweisen.
    Hier besteht Peter Conradi als BAK- Vertreter darauf, dass die Energieeinspargesetze wissenschaftlich nachzuweisen seien und merkt nicht, dass er genau das seit Jahrzehnten selbst mitverhindert hat.
    Es sei hier an dieser Stelle Peter Conradi versichert, dass die wissenschaftlichen Beweise immer noch nicht vorliegen, doch dürfte es mittlerweile arg spät sein, diese nachzufordern, zumal er selbst in dem Boot hockt, das er vom Untergang bewahren will.
    in:
    Die kommentierte "Stellungnahme der deutschen
    Bundesarchitektenkammer BAK"
      (EnEV; 10.99)
    von Paul Bossert
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  • Ansonsten haben Sie in der EnEV etwas unaufmerksam gelesen, sonst hätten Sie sich über §§ 16 und 17 gefreut. Unwirtschaftlichkeit lässt sich genauso gut berechnen wie Wirtschaftlichkeit. Aber hier sind wir wieder bei der Frage: was soll die Dämmung nützen?
    in:
    Fragen und Antworten Bautechnik
    Verhunzte Fassade mit WDVS sanieren?
    von M. Bumann
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  • Ich versuche einmal ohne genaue Kenntnis aller Bauteile eine überschlägige Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sollte ich deutlich daneben liegen, bitte ich die Experten im Forum um Verbesserung. Etwa 10%-15% Ihres Heizöles benötigen Sie für die Warmwasserbereitung, es verbleiben also 2500 Liter für die Heizung. Der Lüftungswärmebedarf dürfte davon 25%-30% ausmachen. Es verbleiben somit knapp 1.900 Liter für die Deckung des Transmissionswärmeverlustes, ...
    in:
    Fragen und Antworten Bautechnik
    Gekammerte Ziegelwand nachträglich dämmen?
    von Bruno Stubenrauch
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  • Analyse der Alternativen / Varianten und deren Wertung mit Kostenuntersuchung (Optimierung), Wirtschaftlichkeits- Berechnung, Kostenberechnung durch Aufstellen von Mengengerüsten oder Bauelementekatalog
    in:
    Baukosten, Systematik nach §15 HOAI
    von M. Bumann
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  • Die Zuverlässigkeit einer Kostenaussage des verantwortlichen Planers ist eine grundlegende Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit einer Baumaßnahme. Jedoch werden die bekannten Ermittlungsmethoden durch ständige Änderung der geltenden Rechtsmeinung in Frage gestellt.
    in:
    Baukosten, Systematik nach §15 HOAI
    Baukostenermittlung: zulässige Abweichungen
    von M. Bumann
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  • Darüber hinaus wird aus einigen Gutachten ablesbar, dass schon wenige Jahre nach Instandsetzungsmaßnahmen ähnliche oder gleiche Mängel erneut auftreten. Dies lässt den Schluss zu, dass bestimmte WDVS mit systemimmanenten Fehlern behaftet sein können und deren Dauerhaftigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit derartiger Systeme stark sinkt.
    in:
    Alterungsverhalten und Bauphysik
    von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)

    aus AMz-Berichten
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  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
    Am Beispiel eines Einfamilienhauses stehen den dargestellten Mehrkosten zwischen z. B. dem Niedrigenergiehaus-Standard und dem Ultraniedrigenergie- bzw. Passivhaus von im Mittel 40 TDM bzw. etwa 250 DM/m2 Wohnfläche etwa 30 kWh/(m2a) Heizenergieeinsparung gegenüber. Bei Energiekosten von 0,045 DM/kWh ergäbe sich bei statischer Amortisationsberechnung ein Zeitraum von über 150 Jahren zur Refinanzierung.
    in:
    Energie sparen um jeden Preis ?
    Reduzierter Heizenergiebedarf in Wohngebäuden und die damit verbundenen Kosten
    aus AMz-Berichten
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  • Diese Mehrinvestitionen von ca. 15 Milliarden DM jährlich dürfen oder sollen ausschließlich die Wohnungseigentümer auf den Tisch legen. [2] Die durch Herrn Dr.-Ing. Freytag dargestellter Wirtschaftlichkeitsberechnung für die nachträgliche Wärmedämmung konnte keine prinzipielle Wirtschaftlichkeit unterstellt werden. [3] Alle anderen Versuche einer wirtschaftlichen Darstellung können nur sehr schlecht nachvollzogen werden.
    in:
    Altbauten und die EnEV
    Dämmen wir die Häuser oder die Dämmung?
    von Peter Rauch
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  • Eins sei hierbei vorweg genommen: Dämmung wird immer zu einer Verbesserung der Dämmeigenschaften führen - die Frage ist nur, ob ein sinnvoller, d.h. vorrangig wirtschaftlicher Nutzen erreicht wird. Und zu beachten sei auch, dass die Dämmeigenschaft nur eine von mehreren Eigenschaften ist.
    Für eine Beispielrechnung habe ich ein simples Einfamilienhaus (EFH) mit 8 x 8 m Außenabmessungen mit EG und DG angenommen. Das EG habe eine Wandhöhe von 3 m, die Abseite des DG betrage 1 m, der Rest ergibt sich aus der Dachneigung von 45°.
    in:
    Über den Sinn und Unsinn von Wärmedämmung
    Eine Betrachtung zur Wirtschaftlichkeit
    von M. Bumann
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  • Der - nach EnEV errechnete - Jahresheizwärmebedarf wird von 20.500 kWh (167 kWh/m2a) auf 13.300 kWh (108 kWh/m2a) reduziert - somit sagenhafte 7.200 kWh bzw. 35%! Mithin beeindruckende Werte.
    Jedoch will ich Sie nicht beeindrucken, sondern etwas zur Wirtschaftlichkeit sagen. Um diese Verbesserung des U-Wertes zu erreichen, benötige ich 9 cm PS 15 WLG 040 (im Volksmund Styropor genannt). Das verursacht Kosten in Höhe von rd. 10.000 €. Der Preis für leichtes Heizöl ...
    in:
    Über den Sinn und Unsinn von Wärmedämmung
    Eine Betrachtung zur Wirtschaftlichkeit
    von M. Bumann
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  • Die    Transparenz    (mittlerer Verbrauch z- Bedarf) für den Nutzer wird sich erhöhen.
    Der Nachweis wird einfacher und überprüfbarer.
    Auf der Grundlage des Energiebedarfsausweises ist der Bedarf kategorisierbar und Optimierungsberechnungen können die energetische Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen in ein realistischeres Verhältnis zu den Investitionen setzen.
    in:
    Tausend Seiten Klärungsbedarf
    Die EnEV-Planung wirft viele derzeit unbeantwortbare Fragen auf
    von Bernd Heibel
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  • Denn neben den Anschaffungskosten für die Heizanlage bestimmen die laufenden Betriebskosten, mithin vor allem die Aufwendungen für den Brennstoff, maßgeblich die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Heizsystems.
    in:
    Infobereich: Haustechnik (TGA/HLSE)
    Heizöl blieb preisgünstiger Wärmeenergieträger

    von IWO
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  • Solarthermie, Photovoltaik, Energieeinsparung, innovative Gebäude-
    und Solartechnik, solare Systeme, energieeffizientes und solares
    Bauen, umweltverträgliche Bau- und Dämmstoffe, regenerative Ener-
    gien, Konzepte, Projekte, Förderung, Finanzierung, Wirtschaftlichkeit
    in:
    Infobereich: Energieberatung
    Bau- und Energieberatung Berlin und Brandenburg

    von M. Bumann
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  • (Bsp.): Größe = 100 kW(p) bei ca. 3.000 m2,
    Kosten = 1,2 Mio DM,
    Nettoertrag: 91.000 kWh in Frankfurt
    (vergl. aber nur 84.000 kWh in Berlin),
    Rendite = 3-5 %
    in:
    Infobereich: Energieberatung
    Wirtschaftlichkeitsberechnung einer PV Solaranlage
    von M. Bumann
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  • Das muss ja auch deprimierend sein, wenn man auch übers Internet krampfhaft versucht, seine Produkte zu verhökern - und dann kommt eine Seite daher, auf der auch noch zum Thema Wirtschaftlichkeit gepredigt wird. Das ist dann zu anti-solar. Die Leute sollen kaufen und nicht über Amortisation nachdenken. Also wird gelöscht.
    in:
    Infobereich: Energieberatung
    Flop 50 solar
    von M. Bumann
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  • Sehr geehrtes Bürgerforum NRW,
    Sie informieren Bürger bundesweit auf Ihren Internetseiten auch über den Einsatz und über die angebliche Wirtschaftlichkeit von Thermischen Solaranlagen und behaupten über einen gesetzten LINK (für den Sie verantwortlich sind) auf www.solarenergie.com u.a. folgendes.
    "Dort, sowie in anderen nordischen Ländern, hat man auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet und gezeigt, dass es möglich ist, die Wärmeenergie für Heizung und Brauchwasser schon heute zu 65 - 70 % mit Sonnenenergie zu gewinnen."
    in:
    Infobereich: Energieberatung
    Betrug in der Solarwerbung
    von Rainer Hoffmann
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  • Dass im Zuge der Umsetzung verschärfter Anforderungen gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot im EnEG verstoßen wird, das ist wiederholt nachgewiesen worden [42], [43], [44], [45], [46], [48], [49], [50], [53] und [56]. Der Grund liegt in dem rapiden Effizienzabfall infolge der Hyperbelform des k-Wertes, der dann bei kleinen k-Werten automatisch zu unwirtschaftlichen Konstruktionen führt.
    An dieser mathematischen Grundwahrheit kommt keiner vorbei - da hilft kein Lamentieren.
    Zur Erinnerung: Jeder klar denkende Techniker (und damit doch wohl auch die NABau- Mitglieder) wird erkennen, dass das willkürliche Herunterfahren des k-Wertes durch ständiges "Verschärfen des Anforderungsniveaus" infolge der Hyperbelform eine wirtschaftliche Grenze hat – und diese ist klar bestimmbar [40], [42], [43], [48], [52] und [56].
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Zu 6. Wirtschaftlichkeit: Mindestwärmeschutz
    von Prof. Claus Meier
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  • Insofern ist es ein bautechnischer Skandal, wenn Feist mit seinem "Passivhaus-Institut" die Mär verbreitet, 40 cm Dämmstoff (k = 0,1 W/m²K) seien aus Umweltschutzgründen anzustreben [12]. Hat einer der k-Wert-Minimierer diesen dämmtechnischen Unfug jemals nachgerechnet? Immerhin haben auch Ehm in [6] und Werner/Gertis in [67] klare Rechenanweisungen für die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit veröffentlicht.
    In [7] schreibt Ehm: "... während der energiesparende Wärmeschutz ökonomischen Kriterien gehorcht" und in [8] heißt es: "Nicht alle der genannten Vorschläge konnten bislang die angenommenen Einsparungen oder ein wirtschaftlich vertretbares Kosten Nutzen Verhältnis erbringen". Na also, man konnte damals noch rechnen.
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Zu 6. Wirtschaftlichkeit: Mindestwärmeschutz
    von Prof. Claus Meier
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  • Aber offensichtlich galten derartige Aussagen nur für den Beginn der Energieeinsparkampagnen, als es noch sachlich zuging - und die Wirtschaftlichkeit noch gegeben war. Heute im Jahre 1999 bei einem barbarischen Anforderungsniveau mit Niedrigenergiehaus-Trend und Mini-k-Werten, nur stationär gerechnet und trotzdem alle unwirtschaftlich, werden diese Veröffentlichungen wohl aus dem Gedächtnis verbannt. Es wird so getan, als ob die damals durchaus als richtig erkannten Rechenverfahren heute nicht mehr gelten würden. Sie gelten jedoch nach wie vor - und jeder Nachweis führt eben dann zur unbequemen Unwirtschaftlichkeit. Dies ist Fakt - unwiderlegbar.
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Zu 6. Wirtschaftlichkeit: Mindestwärmeschutz
    von Prof. Claus Meier
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  • Als Ersatzdroge für die Wirtschaftlichkeit wurde die "Minimumsphilosophie" geboren, die allerdings zu absurden und abenteuerlichen Ergebnissen führt. In [13] steht: "Das wirtschaftliche Optimum des Wärmeschutzes ergibt sich aus einer Gesamtkostenüberlagerung ..." und weiter "Dieser Minimumspunkt repräsentiert den wirtschaftlich optimalen Wärmedurchlasswiderstand". Dies stimmt nicht.
    In [40], [42], [52] und [56] ist verdeutlicht worden, dass diese "Minimumsphilosophie" einem falschen Denkansatz entspringt. Schon allein optisch verändert sich der Heizenergieverbrauch etwa ab 8 cm Dämmstoff kaum, was in [24], Bild 11, deutlich zum Ausdruck kommt. Dies zeigt, dass mit kleinen k-Werten nur viel Dämmstoff eingebaut, jedoch keineswegs nachhaltig zusätzliche Energie eingespart wird.
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Zu 6. Wirtschaftlichkeit: Mindestwärmeschutz
    von Prof. Claus Meier
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  • Energie einzusparen war schon seit jeher Ziel der Bautechnik. Die stetige Wandlung der DIN 4108 "Wärmeschutz im Hochbau" zu einer k-Wert-Minimierungsnorm unter dem Vorwand einer "notwendigen" Energieeinsparung bedeutet infolge der Unwirtschaftlichkeit kleiner k-Werte vollendeter Betrug am Kunden; außerdem signalisiert der k-Wert allein noch keine günstige Energieeinsparung. Die Fähigkeit, die kostenlos zur Verfügung stehende Solarenergie durch Absorption zu nutzen, wird durch den k-Wert völlig ignoriert; hierfür sind die spezifische Wärmekapazität c, die Rohdichte r und die Wärmeleitfähigkeit l maßgebend, wobei der Wärmeeindringkoeffizient b dabei federführend ist. Auf diesem Sektor muss von offizieller Seite noch einiges bauphysikalisch neu durchdacht werden.
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Zu 11. Zusammenfassende Schlussbemerkung
    von Prof. Claus Meier
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  • In der Praxis wird aber immer wieder aufgezeigt, dass es bei Einzelkomponenten Probleme mit der Wirtschaftlichkeit gibt und die Branche sich mehr und mehr auf solare Systeme konzentriert. Dabei spielt die kostengünstige Speicherung der Solarenergie eine immer wichtigere Rolle. Da in Deutschland ca. 80 % der Solaranlagen thermische Anlagen sind, ergibt sich in diesem Bereich folgendes Bild: ...
    in:
    Infobereich Bautechnik: Solartechnik
    Möglichkeiten und Grenzen der Solartechnik
    von Burckhard H. Adam
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  • Derartige kombinierte Systeme sind bereits schon in den erwähnten Pilot-Projekten und auch anderswo realisiert worden. Dabei wurde ihre Wirtschaftlichkeit im Gesamtverhalten des Systems noch nicht genügend untersucht, um umfassende Aussagen zu machen, dazu gibt es noch zu wenig Langzeit-Studien. Die einzelnen Komponenten sind auf dem Markt erhältlich, jedoch fehlt es an kostengünstigen Anbietern für optimierte und standardisierte Gesamtsysteme.
    in:
    Infobereich Bautechnik: Solartechnik
    Möglichkeiten und Grenzen der Solartechnik
    von Burckhard H. Adam
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  • Wirtschaftlichkeit ist nicht gefragt.
    Bedeutsam ist die Tatsache, dass in der DIN 4108, Ausgabe August 1981, in "Zweck des Wärmeschutzes" noch der Hinweis enthalten ist, man möge im Einzelfall prüfen, ob über die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung (1977) hinausgehende Maßnahmen wirtschaftlich zweckmäßig seien. Damals waren die Anforderungen ja noch moderat und dieser Hinweis durchaus berechtigt.
    Heute dagegen fehlt dieser Hinweis. Der Grund liegt einzig und allein darin, dass die festgelegten Anforderungen in der WSchVO 1995 in der Mehrzahl unwirtschaftlich sind - schuld daran ist die Hyperbel.
    in:
    Der Irrtum der DIN 4108 - Wärmeschutz
    Stellungnahme zur DIN 4108, Teil 2 vom Juni 1999
    von Prof. Claus Meier
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  • Das leicht nachprüfbare Lichtenfelser Experiment bestätigt die altbekannten Vorteile natürlicher Baustoffe wie Holz und Ziegel. Sie sind auch im EnEV-Zeitalter noch erste Wahl. Ihre Beklebung oder Ausfachung mit Schäumen und Gespinsten bringt kaum energetische Vorteile, jedoch Bau- und Feuchteschäden. Der U-Wert erweist sich im Bereich Energiesparen als Fiktion. Er gilt normgemäß sowieso nur im Labor, ohne Sonne und Speicherfähigkeit der Baustoffe. Die "EnEV-Anforderungen" widersprechen dem Wirtschaftlichkeitsgebot in nicht hinnehmbarer Weise. Planer und Handwerk dürfen ihren Auftraggeber nicht zu wirtschaftlich und technisch nachteiligen Konstruktionen raten. Dies gilt sowohl für die Nachrüstung am Altbau wie auch für Neubauten. DIN 4108 und EnEV müssen reformiert werden, wenn tatsächlich Energie eingespart werden soll.
    in:
    Dämmt Dämmung etwa nicht?
    Energiesparen in der Praxis - das Lichtenfelser Experiment
    von Konrad Fischer et. al.
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  • Zwar muss den Bausünden der Vergangenheit der Einsturz der knapp 20 Jahre alten Turnhalle zugeschrieben werden. Aber auch die jüngste Genehmigungs- und Baupraxis bleibt die Antwort auf vermeidbare Risiken schuldig. Kostengünstigkeit und nicht verlässliche Wirtschaftlichkeit im gesetzlichen Rahmen ist vielfach alleiniger Gradmesser für private und öffentliche Investoren. Vollends verloren gehen transparente Planungs-, Ausführungs- und Kontrollstrukturen bei der Beauftragung von Generalunternehmern.
    in:
    Murks 1: Theorie und Praxis
    Pfusch am Bau muss nicht sein
    von Bayer. Architektenkammer
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  • Diese Aussage ist eindeutig. Unwirtschaftliche Energiesparmaßnahmen sind damit gesetzwidrig.
    Die technische Umsetzung der Anforderungen der EnEV erfordert einen Aufwand, der durch die damit erzielten Einsparungen wirtschaftlich nicht gedeckt werden kann. Es gibt kein Beispiel, bei dem die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden konnte. Eine Verordnung, deren Anforderungen grundsätzlich zu unwirtschaftlichen Energiesparmaßnahmen führen, ist deshalb null und nichtig.
    Auch die Wohnungswirtschaft leidet unter dem Diktat der überzogenen Anforderungen, die Wohnungsbau- Gesellschaften werden in ein finanzielles Fiasko gestürzt. Die Umlegung der investiven Maßnahmen auf den Mieter wird für sozialen Zündstoff sorgen. Die Differenz der Heizkostenrechnungen können die Differenz zur steigenden Miete nicht kompensieren.
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    von Prof. Claus Meier
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  • Im Text heißt es dann: ”Der Energiebedarf zum Heizen der Häuser wird nach den Erwartungen der Baugesellschaft um rund 35 Prozent sinken. Pro Jahr und Wohnung würde das eine Einsparung von etwa 180 Mark ergeben”. 35 % suggeriert viel, 180 DM pro Jahr bedeutet aber ein ”Nichts”. Bei 6 Wohnungen pro Haus wird damit eine Einsparung von 1080 DM/a erzielt. Wird für die Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Mehrkostennutzenverhältnis von 15 (sehr gewagt) angenommen, dann beträgt das  Investitionskostenlimit pro Haus:    15 x 1080 = 16200 DM. (Das Mehrkostennutzenverhältnis ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit)
    in:

    Das Trauerspiel der EnEV
    von Prof. Claus Meier
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  • Jeder Architekt oder Bauleiter weiß, dass die Realisierung der oben genannten fünf ”energiesparenden” Maßnahmen für 16.200 DM pro Haus eine Utopie ist – wie eben alles im jetzt geforderten Gebäudewärmeschutz. Die beteiligten Ministerien verstoßen somit eklatant gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinsparungsgesetzes – sie handeln gesetzwidrig. Das soziale Gewissen soll jetzt nicht Gegenstand der Petition sein.
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    von Prof. Claus Meier
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  • Punkt 1) der AGH: Gesetzwidriges Verhalten.
    Die Gesetzwidrigkeit besteht in der grundsätzlichen Unwirtschaftlichkeit des geforderten Anforderungsniveaus. Ein Beispiel ist in der Petition genannt. Darauf wird nicht eingegangen. Da nicht widerlegt wird, gilt die Aussage der AGH.
    Punkt 2) der AGH: Unzumutbarkeit der vorgeschlagenen Rechenmethoden.
    Auch diese Feststellung wird ignoriert. Wer keine nachvollziehbaren Gegenargumente vorbringen kann, der akzeptiert somit die in der Petition enthaltenen Äußerungen.
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    AGH-Petition zur EnEV vom März 2001
    von Prof. Claus Meier
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  • ”Es ist notwendig, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zu ergreifen”. Effizienz bedeutet auch und vor allem Wirtschaftlichkeit. Diese zu gewährleisten ist die eindeutige Auflage des Energieeinsparungsgesetzes, das im § 5 die Wirtschaftlichkeit dieser ”Maßnahmen” fordert. Die aber ist nicht gegeben. Gegenteiliges muß nachgewiesen werden,  kann jedoch wegen der Hyperbeltragik grundsätzlich nicht nachgewiesen werden. Insofern wird auf diesem Feld nur palavert und gekalauert.
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    AGH-Petition zur EnEV vom März 2001
    von Prof. Claus Meier
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  • Mit dem Anforderungsniveau eines Niedrigenergiehauses gegenüber einem Normalhaus (Referenzhaus) wird kaum eine nennenswerte Einsparung erzielt, also auch die Umwelt nicht nennenswert entlastet. Deshalb wird dann immer nur von prozentualen Einsparungen gesprochen. Wegen der sehr geringen absoluten Energieeinsparungen ist alles unwirtschaftlich. Aus diesem Grunde wird hier auch nur von den ”gesenkten Betriebskosten” gesprochen. Einmal wird über die Höhe dieser Betriebskosten nichts ausgesagt, zum anderen müssen den ersparten Betriebskosten die hierfür erforderlichen Investitionskosten gegenüber gestellt werden – und da sieht es mit der Wirtschaftlichkeit sehr schlecht aus
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    AGH-Petition zur EnEV vom März 2001
    von Prof. Claus Meier
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  • Die Frage lautet hier nur, um welchen Betrag wird verringert? Meist werden nur prozentuale Angaben gemacht und die sind allein irreführend, weil die absoluten Werte unbedeutend sind. Die Auswertungen der vom IWU-Darmstadt betreuten Niedrigenergiehaus-Programme in Schleswig-Holstein und Hessen zeigen die Unwirtschaftlichkeit der durchgeführten Maßnahmen und damit verstoßen sie gegen das EnEG. Zusätzliche Investitionskosten für Niedrigenergiehäuser i. M. von 46,5 DM/m² stehen Einsparungen i. M. von 1,35 DM/m²a gegenüber, so dass diese Maßnahmen sogar divergent sind; sie amortisieren sich also nie. Die finanzmathematische Analyse der von den Niedrigenergiehauserbauern selbst vorgelegten Daten beweisen also schon den Gesetzesverstoß gegen das EnEG. Es ist ein Hohn, wenn dann sogar vom ”EnergieEffizientenBauen” gesprochen wird; der Kunde wird damit maßlos getäuscht.
    in:
    Das Trauerspiel der EnEV
    AGH-Petition zur EnEV vom März 2001
    von Prof. Claus Meier
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  • Bei der Einführung der Wärmeschutzverordnung 1995 hieß es: Damit werden bei nur 2 bis 4 % Mehrkosten etwa 30 % Energie eingespart. Man bedenke: Etwa 30 % Energieeinsparung für nur ca. 3 % Mehrkosten, wer ist da nicht begeistert?
    Die absoluten Zahlen allerdings sind ernüchternd. Der durchschnittliche Heizenergiebedarf der WSchVO 1982 lag bei 150 kWh/m²a. Davon 30 % bedeuten 45 kWh/m²a bzw. 4,5 Liter Heizöl und damit etwa 2,70 DM/m²a Heizkosteneinsparung. Bei angenommenen 2000 DM/m² Baukosten (sehr niedrig angesetzt) würden 3 % dann 60 DM/m² Mehrkosten ausmachen. Das Mehrkostennutzenverhältnis (MNV) beträgt damit 60 : 2,70 = 22 und dies bedeutet das wirtschaftliche Fiasko.
    Jeder Betriebswirt kann dies bestätigen. Als wirtschaftlich gilt etwa ein MNV von 8 bis 12, als unwirtschaftlich ein MNV von ca. 15 und die Divergenz wird etwa mit einem MNV von 20 erreicht (Maßnahme amortisiert sich nie).
    in:
    Widersprüche im Wärmeschutz
    Mehrkostennutzenverhältnis
    von Prof. Claus Meier
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  • Der durch "verschärfte Anforderungen" zu erzielende "Energiegewinn" durch Superdämmungen liegt volkswirtschaftlich gesehen unter 1 %. Anderslautende Meldungen können leicht widerlegt werden. Auch betriebswirtschaftlich kann die im Energieeinsparungsgesetzt geforderte Wirtschaftlichkeit infolge der Hyperbeltragik nicht nachgewiesen werden. Alle Beteuerungen, die Wirtschaftlichkeit sei eingehalten, beruhen auf Mogelpackungen. Dieses betrügerische Verhalten tangiert den § 263 StGB (Betrug) und ist ein typischer Fall manipulierender Rhetorik.
    in:
    Widerwärtige Aktivitäten
    von Prof. Claus Meier
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  • Frage nach der Wirtschaftlichkeit
    Wenn es um das Thema Wärmeschutz geht, gilt der k-Wert, der so genannte Wärmedurchgangskoeffizient, als Maß aller Dinge. Zu Recht?
    Meier: Nein. Und zwar aus zwei Gründen. Erstens: Der k-Wert berücksichtigt nicht die oben erwähnte Wärmespeicherfähigkeit von massiven Wänden und damit die solaren Energiegewinne. Zudem geht er von konstanten Wärmeströmen aus.
    in:
    Bei uns ein glattes Tabuthema
    k-Wert im Visier
    von Prof. Claus Meier
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  • Bei den inhaltlichen und methodischen Fehlern der ”angewandten Bauphysik” kann dann natürlich auch die Wärmeschutzverordnung nicht stimmen. Unwirtschaftlichkeit und Fehlerhaftigkeit werden somit zum Standard neuzeitlichen Bauens. Makaber wird es, wenn nun die Einhaltung dieser Verordnung mit der Verpflichtung der Bundesregierung, CO2 einzusparen, begründet wird. Verfahrener und widersprüchlicher kann die Bausituation nicht sein. 
    in:
    Baukultur und das Bauen
    Wärmeschutzverordnung
    von Prof. Claus Meier
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  • Besonders die Wirtschaftlichkeit von Energieeinsparungsmaßnahmen interessiert den Kunden. Selbst wenn der k-Wert akzeptiert werden würde, der Effizienzabfall kleiner k-Werte ist gewaltig. Die ”empfohlenen k-Werte” sind deshalb alle unwirtschaftlich [10]. Auf diesem Gebiet wird unvorstellbar viel geflunkert.
    Auch rechtliche Folgerungen sind zu berücksichtigen. Besteht ein Rechtsanspruch auf die ”berechneten (falschen) Energiebedarfswerte”? Aus der technischen Misere ergibt sich damit auch ein kaum entwirrbares rechtliches Durcheinander [15].
    in:
    Bauphysik - aus den Gleisen geraten
    von Prof. Claus Meier
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  • Grundsatzüberlegungen, Rechtliche Randbedingungen, Wirtschaftlichkeit, Humane Heiztechnik, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz, DIN-Vorschriften, Die Wärmeschutzverordnung 1995, Die Energieeinsparverordnung.
    in:
    Buchempfehlung
    Richtig bauen

    von Prof. Claus Meier
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  • Grundsätzliche Fehleinschätzungen führen zu weiteren Unzulänglichkeiten wie
    - zu den widersprüchlichen Regelungen eines notwendigen Lüftungsbedarfes,
    - zu der Verknüpfung von k-Werten der Außenwand mit dem Standard der Heizungsanlage;
      dies widerspricht dem Wirtschaftlichkeitsprinzip der Einzelkomponenten,
    - der völlig widersinnigen Behandlung der "Warmwasserbereitung".
    in:
    Kontroverse Beiträge zum Energiesparen
    Weitere Irrtümer
    von Prof. Claus Meier
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  • Die "k-Wert-Verbesserungen beim "Irrtum Nr. 3" betragen ja jeweils 50 % - eine "gewaltiger Erfolg", doch die nominellen "Gewinne" werden immer kleiner und schrumpfen am Ende zum Nichts.
    Weiter: Es heißt, durch die EnEV 2000 würden doch immerhin 25 - 30% Energie eingespart werden ! Allerorts meint man, damit sei die Heizkostenrechnung gemeint. Mitnichten! Die Basis ist das Anforderungsniveau der WschVO 1995 ! Damit aber schrumpft die "Einsparung" auf einen Minibetrag zusammen. Unwirtschaftlichkeit wird damit zum Normalfall.
    in:
    Kontroverse Beiträge zum Energiesparen
    Weitere Irrtümer
    von Prof. Claus Meier
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  • Diese Erwartung ist illusorisch. Die Mehrausgaben sind sehr hoch, Einsparungen jedoch kaum messbar. Aufwand und Nutzen stehen im krassen Missverhältnis. Das im Energieeinsparungsgesetz geforderte Wirtschaftlichkeitsgebot wird missachtet. Die Mieter werden durch Heizkosteneinsparungen kaum entlastet, Enttäuschung und Verbitterung sind die Folgen.
    in:
    „Hohe Investitionen bei geringer Wirtschaftlichkeit“
    von Prof. Claus Meier
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  • Man muss also für Dämmstoff immer mehr Geld ausgeben, um dafür immer weniger an Heizkosten einzusparen. Die Unwirtschaftlichkeit wird beim „heutigen Anforderungsniveau“ deshalb zum Normalfall. Trotzdem werden für Niedrigenergie- und Passivhäuser 40 bis 60 cm Dämmstoff empfohlen. Da eine Dämmstoff-Massierung energetisch nichts bewirken kann, also auch keine zusätzliche Energie eingespart wird, können natürlich bei dieser Nutzlosigkeit dann auch keine zusätzlichen CO2- Minderungen erzielt werden. Das vorgegebene Ziel einer Umweltentlastung ist nur eine Mär. Es mutet dann wie Hohn an, diese unsinnigen Konstruktionen als ”Energie-Effizientes-Bauen” zu bezeichnen. 
    in:
    Energieeinsparung im Bestand
    Grenzen und Möglichkeiten

    von Prof. Claus Meier
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  • Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Vollgeschossen oder drei Wohnungen "dürfen" nach dem "Vereinfachte Verfahren" bemessen werden, das Anforderungen an die Außenbauteile stellt, die, unabhängig von der Ausführung der Heizungsanlagen, für das Dach bei 0,17 W/m²K und für die Grundflächen (gegen unbeheizte Räume und Erdreich) bei 0,28 W/m²K weit jenseits jeglicher Wirtschaftlichkeit liegen. 
    in:
    Wohnungsbaubestand und Wärmeschutz
    Kritisches zur Energieeinsparverordnung

    von Prof. Claus Meier
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  • Auch bei Steil- und Flachdächern (k-Werte von 0,30 bzw. 0,25 W/m²K) wird der Wirtschaftlichkeitsnachweis nur schwer zu führen sein. Auch müssen die konstruktiven Schwierigkeiten bedacht werden, die mit der Erfüllung dieser Anforderungen einhergehen. Da kleine k-Werte wegen der zu geringen zusätzlichen Energieeinsparung immer zur Unwirtschaftlichkeit führen, muss im Normalfall davon ausgegangen werden, sich durch die in der EnEV enthaltenen Möglichkeiten von diesem Dämmdiktat befreien zu lassen. 
    in:
    Wohnungsbaubestand und Wärmeschutz
    Kritisches zur Energieeinsparverordnung

    von Prof. Claus Meier
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  • Zusammenfassend muss gesagt werden: Diese Energieeinsparverordnung muss in der vorgelegten Form aus Gründen der Intention, der Methode, des Inhalts, des Umfangs, der Wirtschaftlichkeit, der Baukonstruktion, der Ökologie (Dämmstoffentsorgung) sowie der Wohnhygiene abgelehnt werden.
    in:
    Wohnungsbaubestand und Wärmeschutz
    Kritisches zur Energieeinsparverordnung

    von Prof. Claus Meier
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  • Womit wir wieder bei einem wichtigen Thema angelangt sind: Wirtschaftlichkeit. Was sparen Sie aus Verringerung an Lüftungswärmeverlusten und was kostet Sie der Einbau neuer Fenster? Oder: wie viel Energie lässt sich durch "verbesserte" a- und U-Werte einsparen und wie viel Energie wird bei der Herstellung dieser tollen Fenster verbraucht?
    in:
    Das Fenster - vom Licht- und Luftdurchlass
    zum hermetischen Hi
    ghtech-Element
    von M. Bumann
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  • Man sehe mir bitte nach, dass ich immer wieder mit dem Begriff Wirtschaftlichkeit daherkomme. Aber ich bin nun mal kein Industrievertreter und ich vertrete die naive Auffassung, dass Beratung und Information objektiv sein soll.
    in:
    Das Fenster - vom Licht- und Luftdurchlass
    zum hermetischen Hi
    ghtech-Element
    von M. Bumann
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  • "Mehr ist machbar" - Mit dieser Überschrift wird die Intention der Energieeinsparverordnung deutlich: Es geht nicht um Wirtschaftlichkeit, auch nicht um Sinnfälligkeit und Nachhaltigkeit - es geht um Machbarkeit. Das Machbare muss umgesetzt werden - selbst wenn alles uneffizient und konstruktiv schwer zu verwirklichen ist.
    Immerhin muss erwähnt werden, dass durch die Schichtenbauweise die Schadensanfälligkeit dramatisch gestiegen ist. Die konstruktive Umsetzung stößt auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Die Klagen der Berufskollegen sind unüberhörbar.
    in:
    Stellungnahme Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Hessen
    zur EnEV (Stand 13.09.1999)

    von AK RLP u. HE
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  • "Besonders ist darauf hinzuweisen, dass die Anforderungen der Verordnung mit Rücksicht auf das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinsparungsgesetzes so zu gestalten waren, dass sich die erforderlichen Investitionen generell innerhalb der Nutzungsdauer durch Energieeinsparungen erwirtschaften lassen".
    Die zusätzlichen Investitionen amortisieren sich nie. Was hier zum Ausdruck kommt, bedeutet Irreführung der Architektenschaft. Der Missbrauch von bewährtem und nachvollziebarem Wissen wird offenkundig.
    in:
    Stellungnahme Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Hessen
    zur EnEV (Stand 13.09.1999)

    von AK RLP u. HE
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  • Es liegt von Seiten des Verordnungsgebers kein schlüssiger Nachweis vor, der die wirtschaftliche Realisierung derartiger k-Werte dokumentiert. Es sei der Hinweis gegeben, dass in den Erläuterungen zur WSchVO 1982 auf Seite 20 die Wirtschaftlichkeit behandelt wird und dabei auch die Berechnung der Energieeinsparung erfolgte. Man braucht sich also nur nach diesem Vorbild zu richten - allerdings sollte nicht stationär, sondern dynamisch gerechnet werden.
    in:
    Stellungnahme Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Hessen
    zur EnEV (Stand 13.09.1999)

    von AK RLP u. HE
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  • Diese Energieeinsparverordnung wird in dieser Form aus Gründen der Intention, der Methode, des Inhalts, des Umfangs, der Wirtschaftlichkeit, der Baukonstruktion, der gestalterischen Möglichkeiten und nicht zuletzt der Ökologie (Dämmstoffentsorgung?) sowie der Wohnhygiene von der Architektenschaft abgelehnt. So backt man Hamburger, aber baut keine Häuser.
    Per Dekret soll ein ganzer Berufsstand veranlasst werden, auf der Grundlage nicht gesicherter Erkenntnisse riskant und damit haftungsintensiv zum Nachteil der Bauherren tätig zu werden, damit wirtschaftlichen Interessen der Bauchemie angemessen Rechnung getragen werden kann.
    in:
    Stellungnahme Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Hessen
    zur EnEV (Stand 13.09.1999)

    von AK RLP u. HE
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Auf dieser Seite:

Aktuelle Entwicklungen des Energieschwindelmarktes machen es notwendig, Bauherren über die Betrugsmechanismen intensiv aufzuklären, denn Spak und Schimmel im Gefolge kostenaufwändiger Sanierungen machen alle hingerechnete Kosteneinsparungen zur Farce.

Wer genau liest und recherchiert, stellt fest, dass die größte Einsparung an Energie auf das Konto der neuen Heizung zu verbuchen ist, der größte Teil des Restes auf dichte Fenster und der verbleibende Rest auf die Wärmedämmung. Dies ist die physikalisch traurige Wirklichkeit, die zu beweisen es keiner steuermillionenteuren Forschungsprojekte und "Modellförderungen" bedarf.

Luftdichte Bauweisen sparen Energie, wenn man anachronistisch heizt, indem man

im Heizkessel
ein Feuer macht,
um Luft zu erwärmen,
um das Wasser zu erwärmen
welches man mit Hilfe elektrisch betriebener Pumpen
in Heizkörper befördert
welche fälschlicherweise unter den Fenstern
eckschimmelbegünstigend plaziert
die Luft des Raumes mühsam erwärmen
um letztendlich die Wände zu erwärmen,
welche statt
aus speichernder Masse
aus Dämmstoff
mit statisch erforderlicher Festigkeit
"tragende Aussenwand" genannt werden.

Die energiesparend luftdichten Fenster
führen zum Ansteigen der Raumluftfeuchte,
wie jeder weiß,
der kindlich einmal in eine Plastiktüte hineinatmete
und das Kondensat trotz zimmertemperaturwarmer Tütenhülle
im Inneren des Beutels Tröpfchen bilden sah.
Solch frühkindlich-physikalische Grunderfahrung wird
von Ökoideologen ignoriert,
und die Lüftungsanlagenindustrie hat die Signale gesehen
und liefert stromverbrauchend nicht amortisierbare
Lüftungsanlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung,
mikrobielle Verkeimung krankmachend inbegriffen,
wie das schwedische "Vorbild" erschreckend lebensnah demonstriert.

Daher werden wir in einigen Jahren
überraschend feststellen, dass man
die Lüftungskanäle mit Bauherrengeld
lukrativ mit Reinigungsöffnungen nachrüsten muss.
Spezialisten werden 1/2 jährlich mit der Reinigung wartungsbeauftragt.
Vermutlich per Verordnung und Zwangsprüfungdiktat,
zu kontrollieren vom im übrigen weitgehend arbeitslosen Kaminkehrer.
Anschließend wird man nach Ausgabe von Forschungsmillionen
erfahren dürfen, dass Lüftungskanal-Desinfektions-Super-Liquide
den Menschen noch kränker machen,
weil der nun die Chemie statt der Mikroben inhalieren muss,
zur Rettung des Klimas natürlich und ehrenhalber
frühzeitig und nachhaltig dahinscheidend,
womöglich krematoriell wärmespendend
Fernheizzwecken noch posthum dienend.
Nur: Man weiß das alles schon jetzt,
- denn Skandinavien ist nur eine Telefonsekunde entfernt,
- denn Klimaanlagen mit mikrobiellen Problemen
sind ein "alter Hut" und
krankmachende Desinfektion von Lüftungsanlagen
kennt man aus dem Flugreiseverkehr bestens.

Wenn man dies alles nicht will,
so sollte man sich wehren
gegen den staatsverordneten Dämmterror. Denn:
Man könnte auch einfach einfach bauen,
funktional, physikalisch korrekt,
langlebig und daher energiesparend,
schadenvermeidend und gesund.

Man könnte "modern" mit Strahlung heizen,
wie schon die Altvorderen dies bauschadenfrei
und behaglich praktizierten.
Damals noch mit Kohlen oder Holz im Kachelofen
(was allein schon des Umstands wegen energiesparend war,
denn wer schleppt schon gerne Brennstoff für unnötiges Geheize?),
heute moderner mit Strom (z.B. aus der Brennstoffzelle)
oder bis dahin auch mit warmem Wasser aus dem alten neuen Heizkessel.

Rainer Bolle


Altbausanierung als Zierde der Stadt
"Das Plus für Arbeit und Umwelt" –
oder: wie man mit Steuergeldern das Volk verdummt

Zu einer Diplomarbeit mit dem Thema
CO2-Effizienz einer Sanierungsmassnahme unter Einsatz klimaschonender Baustoffe

von Dipl.-Phys. Rainer Bolle

In Bremerhaven wurde 2002 eine Altbausanierung als Modellprojekt durchgeführt und mit dem Gütesiegel "Das Plus für Arbeit und Umwelt" (IG Bau /Greenpeace) ausgezeichnet.
Über das Projekt wird im Internet unter www.buerger202.de berichtet.
Die Initiatoren des Projektes scheuen sich nicht, thematisch belanglose Diplomarbeiten, welche im Auftrag der "Bremer Energie Konsens GmbH" vergeben wurden, als "wissenschaftliche Begleitung" werbewirksam zu präsentieren. Beim Lesen der betreffenden Arbeiten wird von "Wissenschaft" nichts erkennbar, dafür aber vor allem eins: Naivität, wissenschaftliche Unkorrektheit, manipulative Scheininformationen und Trivialitäten, die längst bekannt sind.

Als Prüfer hatte ich eine der Diplomarbeiten zu bewerten, mit der Problematik, die subjektive Leistung des Studenten von der skandalös banalen und fehlerhaften Inhaltlichkeit zu unterscheiden. In dieser Situation stellt sich für Prüfer die Frage, ob naiver Glaube eines Studenten an lukrative Ökopropaganda und Verfolgung einer sinnlosen Themenstellung zu einer Abwertung führen muss. Staatsbürgerlich wäre dies zu bejahen, jedoch gerät die Abwertung einer solchen Arbeit zu einer politischen Aussage. Der Dissens ist offensichtlich und berührt eine gesellschaftspolitische Problematik, wie z.B. die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft. Diese Diskussion soll hier nicht geführt werden.

Die betreute Diplomarbeit führte zu einem Brief an die Bremer Energie Konsens GmbH, welcher auch an andere Betroffene weitergeleitet wurde. Eine Reaktion hat es bisher nur von Greenpeace gegeben. Inhalt sinngemäß: Danke für die Kritik. Jede Kritik führt zur Verbesserung.
Kürzer und entlarvender kann man nicht reagieren.

Einleitend:
aus "Weser-Kurier" v. 30.11.02

"Ein Projekt, das Bremerhaven besonders ziert"
Gewerkschaft und Greenpeace verliehen Gütesiegel für Sanierung eines Altbaus in der "Bürger"
Bundesweit an der Spitze liegt Bremerhaven mit der Sanierung eines Altbaus nach hohen ökologischen und sozialen Standards.
"Eine tolle Geschichte an einem nicht ganz unproblematischen Standort", meint Klaus Wiesehügel, der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen- Agrar-Umwelt zu dem Projekt in der "Bürger" 202. Ein spezielles Gütesiegel vergab die Gewerkschaft jetzt gemeinsam mit Greenpeace. Hoch erfreut zeigte sich auch die Bremer Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, über das gute Beispiel für zukunftsgerechtes Bauen. "Das hier ist ein Projekt, das die Stadtgemeinde Bremerhaven ganz besonders ziert", betonte sie bei der Verleihung des Gütesiegels und verwies auf die vorbildliche Verwendung ökologischer Baustoffe und die Sorgfalt der Bauherren im tariflich-sozialen Bereich gegenüber den Bauarbeitern.
Genau auf diese Punkte zielt das verliehene Gütesiegel "Das Plus für Arbeit und Umwelt". Zwar sind bundesweit zurzeit mehrere Projekte dieser Art der Gebäudesanierung in Arbeit, aber Bremerhaven kann das allererste fertiggestellte Projekt präsentieren. Insgesamt wurden in dem 1906 gebauten Haus mit 20 Wohnungen knapp 1,5 Millionen Euro investiert. Davon steuerte die Stadt Bremerhaven 250000 Euro bei, wie Stadtrat Volker Holm hervorhebt.
Zwar ist seiner Meinung nach noch offen, ob die Wirtschaftlichkeit tatsächlich gesichert ist, aber es sei in jedem Fall gut angelegtes Geld. Man werde für künftige Sanierungsvorhaben eine Menge daraus lernen können, meint Holm. Für die Bauherrengemeinschaft um Alexander Schramm ist dagegen schon jetzt klar, dass das Konzept aufgegangen ist. Man habe im Vergleich zu einer herkömmlichen Sanierung lediglich Mehrkosten von gut 72 000 Euro zu verzeichnen, ein Plus von gerade einmal fünf Prozent.
Als Erfolg nannte er die Reduzierung des Energiebedarfs um zwei Drittel. Statt eines jährlichen Brennstoffbedarfs von etwa 500000 Kilowattstunden würden jetzt nur noch 185 000 benötigt.
Unterstützt wurde die Sanierung durch die Bremer Energie-Konsens GmbH, die gemeinsam mit den Partnern beweisen wollte, "dass Altbauten mit vertretbarem Aufwand umweltverträglich und klimaschonend modernisiert werden können". Alle Beteiligten setzen nun auf die Vorbildwirkung eines solchen Modellprojektes. "Bitte alle nachmachen!" lautet denn auch der Appell von Senatorin Wischer. Weitere Informationen über das Projekt gibt es im Internet unter www.buerger202.de

Nachfolgend:
Auszüge aus meinem Brief an die Bremer Energie-Konsens GmbH, Bremen
betreffend Sanierungsprojekt 2002: Bremerhaven, Bürger 202
Diplomarbeit T. Dierksen, Hochschule Bremen, FB 3

... Unabhängig von der Benotung der Diplomarbeit, die einer Vielzahl von Kriterien unterliegt, weise ich Sie darauf hin, dass der sachliche Inhalt der Diplomarbeit vor dem Gesamthintergrund des Projektes nicht akzeptiert werden kann und entsprechender Verwertung für Publikationen widersprochen werden muss.

Es ist bereits skandalös und zynisch, wenn bestimmte Ideologen behaupten und veröffentlichen, die Situation des Arbeitsmarktes sei durch Maßnahmen wie die hier durchgeführte zu verbessern. Arbeitsplätze kosten Geld, und die Bereitstellung desselben hängt nicht von der Zielsetzung einer Arbeit, sondern von der Bezahlbarkeit, dem Investitionswillen und sonstigen Arbeitsmarkt politischen Aspekten ab.

Ich hoffe, Sie wissen, dass die Schadensituation im Bauwesen charakteristisch eskaliert, seit bestimmte, energetisch propagierte Bauweisen (und Verordnungen) gefördert werden. Haftpflichtversicherer kündigen Architekten bereits reihenweise die Verträge, Sachverständige und Gerichte sind mit der Thematik Wärmeschutz und Feuchteschäden überproportional belastet, mit steigender Tendenz. Es ist naiv, anzunehmen, dass die Förderung bestimmter bautechnischer Experimente physikalische Grundgesetzlichkeiten außer Kraft setzen kann. Das gleiche gilt für chemische Super-Wunder-Kleb-Dicht-Haft-Produkte, deren Lebensdauer und Verarbeitbarkeit in einem skandalösen Missverhältnis zur erwarteten Lebensdauer eines Gebäudes steht.

Volkswirtschaftlicher Schaden durch angeblich ökologische Bauweisen ist die skandalöse Real-Folge verdummender Ökoideologien, vertreten und propagiert durch bautechnische Laien und Menschen, die im Gegensatz zu den Bauschaffenden keine Verantwortung im rechtlichen Sinne für ihr Tun tragen. Der Ihnen sicherlich bestens bekannte bauphysikalisch mutierte Maschinenbauer Prof. multiDr. Gertis, Stuttgart nennt die Irrtümer und Fehlspekulationen "da sieht man das ganze Spektrum" und zieht sich damit rhetorisch elegant aus jeglicher entlarvender Diskussion von fehlberechneten Dämmerfolgen! Sollten Sie diesbezüglich unwissend sein, so bitte ich Sie, dieses mitzuteilen.

Worthülsen und bautechnische Absurditäten sind das Ergebnis einer interessenkorrumpierten Forschung, die sich insbesondere durch das Weglassen von Informationen und Ergebnissen auszeichnet, um hiermit die Forschungsgeldgeber zufrieden zu stellen. (ich liefere Ihnen hierzu gerne Einzelheiten, falls Ihnen die Fakten nicht bekannt sind).

Es kann nicht hingenommen werden, dass die Öffentlichkeit ein weiteres Mal mit steuerfinanziertem Werbe- und Begleitaufwand fehlinformiert wird über die Hintergründe und Effektivitäten der umfangreich durchgeführten Maßnahmen, bis hin zur Entsorgung noch langfristig funktionsfähiger Bauteile, nur weil diese aus dem "bösen" PVC bestanden. Im eingebauten Zustand schaden die hier unintelligent ersetzten PVC-Baustoffe niemandem. Erst die Entsorgung realisiert die nachteiligen Effekte! Der praktizierte Irrsinn hat bereits pathologischen Charakter.

Energie:

Wie häufig festzustellen ist, vermied man auch hier, die tatsächlichen Energieverbräuche des Gebäudes vor der Sanierung zu ermitteln, obwohl ich den Diplomanden ausdrücklich um die Verwendung dieser Zahlen gebeten hatte! Angeblich waren diese nicht zu beschaffen, was nach meinen Informationen nicht stimmt.

Wie aus einer Vielzahl veröffentlichter Projekte
(z. B. in Reiß, Erhorn, Reiber: Energetisch sanierte Wohngebäude, Fraunhofer IRB Verlag 2002)
hervorgeht, gibt es bedenkenswerte Differenzen zwischen errechneten und tatsächlichen Einsparungen, sowie der Amortisation bestimmter Maßnahmen. Auch die Tatsache, dass aus langjährigen Untersuchungen (Fehrenberg, Hildesheim) hervorgeht, dass die alleinige Dämmung von Gebäuden entgegen rechnerischer Spekulation KEINEN EFFEKT bringt, führt nicht zur erforderlichen Nachdenklichkeit.

Es kann nicht hingenommen werden, dass aus einer bestimmten Interessenlage heraus immer wieder theoretische Berechnungen zur Effektivität und Einsparpotentialen bestimmter Maßnahmen veröffentlicht werden, die durch nichts belegt sind.

Im Gegensatz zu behaupteten Dämmstoffeffektivitäten ist allgemein bekannt und in keiner Weise unstrittig, dass regelmäßig bereits der Ersatz älterer Heizungsanlagen durch moderne regeltechnisch vernünftig und bedienbar ausgestattete Anlagen eine Energieeinsparung im Bereich von 30 – 40 % erzielt. Der Rest verteilt sich auf Fenster, Dämmung, solare Gewinne etc. Man staunt über die geringen Effekte des Dämmstoffs.

Selbstverständlich bringt auch der Verzicht auf die Beheizung nicht benutzter Räume erhebliche Energieeinsparungen. Auch dies ist bekannt und unstrittig, wird aber in jeder Einsparungsberechnung wohlweislich ignoriert.

Aus bestimmten Kreisen (nach meiner Kenntnis auch aus Ihren) werden Energieeinsparungen primär aufgrund einer wissenschaftlich weder nachgewiesenen, noch physikalisch zutreffenden korrekten U-Wert Berechnung bilanziert. Verbleibende Einsparungsreste werden dann übrigen Maßnahmen, wie z. B. der Heizung, zugeschrieben. Damit wird die physikalische Realität manipulativ auf den Kopf gestellt.

Hierzu passen dann auch die öffentlich geförderten Inszenierungen von Energieberatung, Blower-Door-Untersuchungen und Reihen-Thermografien durch gelernte Bäckergesellen, die kaum in der Lage sind, mit den fraglichen Geräten korrekt umzugehen, insbesondere aber nicht im geringsten die notwendigen Fachkenntnisse besitzen, um überhaupt unter geeigneten Umständen Messungen durchzuführen und diese korrekt zu interpretieren.

Das moralische Ziel der fragwürdigen Klimarettung der Welt rechtfertigt nicht jeden Unsinn und vor allem nicht die Verschwendung von Steuergeldern und Betrug der Öffentlichkeit. Ich gehe davon aus, dass Ihnen der Einfluss des Wasserdampfes auf die Energiebilanz der Atmosphäre bekannt ist und die in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch veröffentlichten Zusammenhänge, deren Kenntnis eigentlich zum Schulwissen eines nicht PISA geschädigten Menschen (zumindest mit Abitur) gehören sollte.

Es ist skandalös, wenn auf bestimmter Interessenlage Zahlenwerk mit zwei Nachkommastellen zur Temperaturentwicklung veröffentlicht wird, wenn noch nicht einmal das Vorzeichen der Tendenz bekannt ist.

Um Sie vor der irrigen Auffassung zu bewahren, dass ich mich in den Reihen derer bewege, die unbegründete Kritik an der sogenannten Klimaerwärmung äußern, weise ich Sie auf das Nachfolgende hin und gehe davon aus, dass Sie sich nicht nur informieren, sondern zukünftig auch adäquat korrekt verhalten:

Das in größter Menge vorhandene sogenannte Treibhausgas in unserer Atmosphäre ist der Wasserdampf. Die Effektivität des Wasserdampfes ist hinlänglich und bereits Kindern bekannt. Die nächtliche Abkühlung selbst in den Sommermonaten bei klarem Himmel, bzw. die nicht erfolgende Abkühlung bei entsprechender Wolkenbildung bedarf keiner wissenschaftlichen Untersuchung mehr, sondern gehört zum Standardwissen.

Sollte tatsächlich eine globale Erwärmung vorliegen, so kommt es auch zu einer vermehrten Wasserdampfkonzentration in der Atmosphäre, welche durch Wolkenbildung gleichzeitig reflektierend auf einfallende Sonnenstrahlung wirkt, sodass es hierdurch zu einer gegenläufigen Tendenz (Abnahme des Energieeintrages) kommt. Es gibt bis heute keine zuverlässige Simulationsberechnung, die sämtliche Einflüsse korrekt behandeln kann (dies liegt in der Natur der Sache). Die Prognosen liegen daher zwischen "Selbstregulationseffekt", "Abkühlung" oder "Erwärmung" der Atmosphäre. Aktuelles Wettergeschehen bewiest ebenso wenig etwas zu möglichen Ursachen, wie schmelzende Gletscher, die niemand bestreitet.

Sie wissen, dass Satellitenmessungen der Atmosphärentemperatur Widersprüche zu anderen Messungen liefern. Nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse gibt es weder Beweise für die globale Erwärmung der Atmosphäre, noch für eine globale Abkühlung. Regionales Wettergeschehen wird von niemandem als Merkmal für irgendetwas gesehen, was richtigerweise mit "Klima" bezeichnet wird, denn dies ist die 30 jährige Statistik des Wetters in der Vergangenheit.

Die auffällig beschleunigte Bewegungsgeschwindigkeit des magnetischen Nordpols, die mit absoluter Sicherheit nichts mit anthropogenen Defekten gleich welcher Art zutun hat, beeinflusst das Wettergeschehen.

Im Weiteren gehe ich davon aus, dass Ihnen die Möglichkeiten der Beeinflussung des Wettergeschehens durch HAARP bekannt sind. Soweit Sie Ziel und Nebenwirkungen dieser militärischen nachhaltigen "Alternativ-Waffe" bestreiten wollen, bitte ich Sie um Einsichtnahme der zugehörigen, mittlerweile veröffentlichten US-Patente zu diesem "alternativen Waffensystem". Im übrigen liefert physikalische Grundlagenkenntnis bereits die Erkenntnis, dass die elektromagnetisch initiierte Aufheizung höherer Atmosphärenschichten (Ionosphäre) zu dramatischen Beeinflussungen des Wettergeschehens führt.
--- R. Bolle

Hinweis:
zum Thema "Messtechnik" wird auf eine Artikelserie des Autors verwiesen, die auch die Themen "Blower-Door" und "Thermografie" kritisch behandelt:
BIS – Der Bau- und Immobiliensachverständige, Bundesanzeiger Verlag, laufende Serie ab Heft 5/2002

Richtig ist: Nichts von alledem beweist, worauf das Wettergeschehen aktuell tatsächlich zurück zu führen ist. Genau dieses sollten Sie beherzigen und ab sofort darauf verzichten, den Glauben zu verbreiten, dass das Wettergeschehen auf anthropogene CO2 Effekte zurück zu führen ist und daher bestimmte Bauweisen öffentlich zu fördern sind. In diesem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass Sie Ihre zukünftigen Aktivitäten nicht mehr damit begründen werden, dass CO2 Einsparungen zur Verhinderung einer Klimakatastrophe dienen und notwendig sind. Diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar, sie wird aus bestimmten interessierten Kreisen übergewichtig publiziert.


Stellungnahme zu dem Artikel
Rahmstorf: "Rote Karte für Klimalügner"
"Sonnenflecken-Hypothese hat ausgedient"
in "Bild der Wissenschaft" 1/2003

von Dipl.-Phys. Rainer Bolle

Nachfolgend Auszüge aus einem Brief an Prof. Rahmstorf, Potsdam:


... Eine Ideologisierung des Themas liegt mir so oder so fern. Insbesondere bin ich keineswegs der Meinung, dass der hemmungslose und asoziale Umgang des Menschen mit seiner Umgebung (hierzu gehört nicht nur die sogenannte Umwelt, sondern auch der Mensch) durch irgend etwas zu rechtfertigen ist.

Soziales Verhalten bedarf keiner Kunstworte und Worthülsen, sondern ist hinreichend klassisch definiert. Manipulation war schon immer asozial und begründet sich auf dem Vorteil des Einen zum Nachteil des Anderen. ...

.... Soweit Sie darauf hinweisen, dass bestimmte Fakten falsch dargestellt oder falsch interpretiert werden, so ist dies lobenswert und notwendig. Dies gilt sicherlich sowohl für die Behauptungen und Irrtümer (in den Sonnenfleckenkurven) von Friis-Christensen und Lassen als auch von "Hobbywissenschaftlern".

Ich vermisse in Ihren Ausführungen und Abhandlungen jedoch eine kritische Würdigung des Themas "Genauigkeit" und deren Auswirkungen auf die Sicherheit einer Hypothese bei der Betrachtung dessen, was Sie für Beweise oder "Erweise" halten oder so bezeichnen.

Zu der Kritik an der fraglichen (alten) Veröffentlichung zum Thema "Sonnenflecken" gehört korrekterweise auch ein Hinweis auf die grundsätzliche Problematik von "zeitlichen Mittelungen", die um so falscher werden, je näher man der Gegenwart kommt, was auch für Ihre Darstellungen gilt.

Ihr Einwand gegen die manipulative Verwendung zurückgezogener und aktuell korrigierter Darstellungen ist nur zu berechtigt. Sie verschweigen aber die auch in der Korrektur nicht gelöste Darstellungsproblematik und Aussagekraft der Werte der nahen Vergangenheit und Gegenwart (weil Ihnen das jetzige Ergebnis "besser" gefällt?).

Ich gehe davon aus, dass Sie, allgemeinem wissenschaftlichem Konsens folgend, die Korrelation zwischen CO2 und aktuellem Wettergeschehen resp. "Klimavorausberechnung" richtigerweise als eine Hypothese und nicht als eine Theorie bezeichnen.

Sicher sind wir auch einig darin, dass die Relevanz einer analytischen Methode nicht nur von ihrem Bestimmungspotenzial, sondern wesentlich von der systematischen Genauigkeit und Zuverlässigkeit (z.B. Definition des Vertrauensintervalls) abhängt. Dies gilt für CO2 Bestimmungen aus der Luft ebenso wie aus Eiskernen, sowie in gleichem Maße für Temperaturmessungen resp. Bestimmung globaler Temperaturtendenzen.

Ihre Hinweise auf wissenschaftliche Irrtümer sowie Einwendungen und Entkräftigungen laienhafter Ausführungen zur Wirkung von CO2 sind begrüßenswert. Andererseits bin ich darüber erstaunt, dass Sie und manche Ihrer Kollegen mit einem sehr hohen ingeniösen, aber wissenschaftlich unhaltbaren Vereinfachungsgrad an die Formulierung komplizierter Zusammenhänge herangehen (zumindest entsteht der Eindruck, wenn Sie aus CO2-Prozenten linear Temperaturdifferenzen , die auf Strahlungsprozesse zurückzuführen sind, "berechnen"). So geht es doch wohl nicht.

Als Physiker ist man gewohnt, Eigenschaften zu idealisieren, um Grundlegendes formulieren zu können, wohlwissend, dass die Beschreibung komplexerer Realitäten als der des Wasserstoffatoms für die Physik eine ungelöste Aufgabe darstellt. Insoweit erstaunt es mich, dass es zunehmend zur Unsitte eines quasi wissenschaftlichen Gebarens gehört, ingenieurmäßige Vereinfachungen naiv und ignorant auch auf komplexe Sachverhalte zu übertragen, für die diese Vereinfachungen nicht nur unzulässig sind, sondern möglicherweise zu falschen Ergebnissen führen, wie eine Fehlerbetrachtung erkennen lassen würde. Insoweit staune ich, wenn Sie mit fröhlicher Leichtigkeit schreiben: "alles berücksichtigt, sonst kämen ja ganz irrsinnige Resultate heraus ...". Es kann nicht Ihr Ernst sein, dies als eine Beweisführung für eine überlegene Berücksichtigung unbekannter Parameter anzusehen ...

Der Wunsch nach dem Blick in die Zukunft zur Vorhersage des "WENN – DANN" ist so alt wie die Menschheit. Wahrsagerei nennt sich heute wissenschaftlich "Simulationsberechnung" und unterscheidet sich nur bezüglich der Methode von alten Verfahren. Der Ersatz der Kristallkugel durch Computer und Software minimiert nicht das Problem der korrekten Parameter. Der Glaube an Simulationsprophetie bestätigt so manches, nicht aber die Richtigkeit solcherart gewonnener Erkenntnisse.

Von Seiten seriöser Wissenschaftler sollte einem Meinungsstreit nicht Vorschub dadurch geleistet werden, dass Forschung letztendlich unseriös und interessenkorrumpiert (und sei es nur durch die Forschungsfinanzierung) betrieben wird. Unter solchen Umständen ist es nicht erstaunlich, wenn wissenschaftliche Außenseiter (ggf. auch "Cranks") sich einmischen in Dinge, die jeden einzelnen angehen oder betreffen und sei es nur durch eine Energieeinsparverordnung oder eine Ökosteuer.

Eine seriöse Zielsetzung bedarf keiner unseriösen Argumente, um verdaulich zu werden. Es darf aber nicht zu Erstaunen führen, wenn unseriöse Argumente zu der Assoziation führen, dass es sich auch um unseriöse Zielsetzungen handelt. Wer diesen Verdacht nährt, darf sich nicht wundern, wenn "Amateure" schließlich aktiv werden und ihre berechtigte Kritik ggf. nicht wissenschaftlich korrekt äußern.

Wenn Sie der Meinung sein sollten, dass die wissenschaftliche Ethik sich kommerziellen Gesichtspunkten unterzuordnen hat, so wäre es schön, wenn diejenigen, die sich diese Art von Ethik zu eigen machen, dies auch öffentlich deklarieren würden. Es sollte auch für Laien erkennbar sein, ob "wissenschaftliche Ergebnisse" Werbeaussagen, lobbyistische Publikationspraxis oder wissenschaftlich ethisch korrekt im o.g. Sinne sind.

Der Streit unter Wissenschaftlern gehört zur Kultur der Wahrheitsfindung, nicht jedoch die eindeutigen Zielen dienende selektive Publikation von "Ergebnissen". Aber auch hier stimmen wir wohl überein, wenn ich Ihre diesbezüglichen Ausführungen richtig interpretiere.

Die ständige kritische Hinterfragung der Hypothese oder Theorie vor dem Hintergrund der systematischen Eingebundenheit von Erkenntnissen in die Gesamtsystematik ist das Merkmal seriöser Forschung. Pragmatischer Konservativismus und Glaube an das Bekannte als die unumstößliche Wahrheit ist den Laien, den Ingenieuren und den Werbefachleuten vorbehalten, denen der Pragmatismus einerseits und die Manipulation andererseits gesellschaftlich zugestanden sein mag.

Zur fachlichen Problematik:

... in welcher Weise haben Sie in Ihren Energiebilanzierungen hinsichtlich der postulierten CO2 Einflüsse die strahlungsphysikalischen Gegebenheiten des Wasserdampfgehaltes der Atmosphäre berücksichtigt?

Ich vermag nicht nachzuvollziehen, auf welche Weise Sie zu den immer wieder veröffentlichten Temperaturberechnungen kommen, welche die CO2 Hypothese in 1/10 Graden zu bestätigen scheinen. Die Angabe von Unsicherheitsfaktoren und Wahrscheinlichkeiten (Vertrauensintervallen) würde auch dem Laien eine qualitative Beurteilung von Simulationsergebnissen ermöglichen.

Sicher sind wir uns darin einig, dass der Wasserdampf für den Wärmehaushalt der Erde eine komplexe und zentrale Rolle spielt, die die Berechnungen zum Einfluss des CO2 bereits hinsichtlich des Vorzeichens von summarischen Temperatureffekten ad absurdum führen.

Wenn Sie einerseits mit Veränderungen der effektiven Strahlungseinflüsse in der Größenordnung von 1/100 W/m²(!) rechnen und andererseits noch nicht einmal das Vorzeichen von Effekten eindeutig bekannt ist, so halte ich diese Argumentation und Vorgehensweise für skandalös, solange die zugehörigen Unsicherheiten bzw. Vertrauensintervalle nicht angegeben werden.

Es ist ehrenhaft, wenn Sie auf das Fahren eines eigenen Autos verzichten, um die Umwelt zu schonen. Unabhängig vom "Klimakiller" entstehen ja noch einige Schadstoffe mehr, die dem Menschen sehr unmittelbar und unspektakulär schaden. Dies gilt für viele Lebens-, Kultur- und Technologieprodukte. Umso mehr erstaunt die Tatsache, dass im Gegensatz zu Ihrer Auffassung gerade diejenigen Technologiefolgen nicht ursächlich reglementiert werden, die unmittelbare und unstrittige Schäden am Biosystem MENSCH anrichten. Es fällt auf, dass die Lukrativität bestimmter Märkte und die zugehörige Lobby es gut versteht, Forschungsergebnisse zu lenken, zu manipulieren und die Gesetz- , Normungs- und Verordnungsgebung "nachhaltig" für ihre Interessen zu gewinnen.

Der ehrenwerte Ansatz, das Lebensumfeld des Menschen zu schützen, darf m.E. nicht auf die langfristigen und spekulativen Probleme beschränkt sein. Die Dimension der Bemühungen um CO2 Reduzierung ist gigantisch im Verhältnis zur Diskussion um Kriege, Privatisierung von Wasserversorgung oder Bau von Automobilen in China.

Meinen Sie nicht, dass die Simulationsberechnung wesentliche Komponenten "wissenschaftlich" oder "wissentlich" übersieht? Ich denke an die Regulation des Systems ERDE-MENSCH durch Wasserverknappung, Nahrungsmittelverseuchung, AIDS. Wir brauchen nicht über einen hypothetischen Temperaturkollaps des (im übrigen ja keineswegs abgeschlossenen) Systems nachzudenken, wenn uns der Hals bereits an anderer Stelle zugeschnürt wird.

Auch und gerade, wenn es Ihnen mit der Zukunft des Menschen ernst ist, staune ich über den ausbleibenden Protest von wissenschaftlicher Seite gegen HAARP, gegen Kriege bzw. Kriegsübungen, gegen die Förderung technischer Kultur in der "Drítten Welt" und den unstrittigen Lobbyismus in der europäisierten Normengebung.

... die Ausrüstung der Chinesen mit Autos stellt eine Umweltkatastrophe erster Güte dar. Dennoch brüsten unsere Politiker und Wirtschaftsbosse sich mit entsprechenden Vertragsabschlüssen. ...

... unser Lebensstandard als Allgemeingut ist absolut tödlich, egal, ob es wärmer oder kälter wird.
... die USA und Russland besitzen Technologien (HAARP), die eine Aufheizung der Ionosphäre und damit die Wetterbeeinflussung ermöglichen. ...

... der magnetische Nordpol wandert schneller als vor 30 Jahren und ... Änderungen des Magnetfeldes haben extremen Einfluss auf das Wettergeschehen.

Dennoch meinen Sie, dass die Menschheit aufgerufen und in der Lage ist, durch weniger CO2-Freisetzung das Wettergeschehen in den nächsten hundert Jahren gezielt zu beeinflussen? Meinen Sie nicht, dass hinter dieser Machbarkeits-Philosophie genau der Glaube an die Allmacht des Menschen steckt, der auch die Mutter der Pille gegen die Pille gegen die Pille gegen die Pille .... ist?

Wenn die Klimahypothese stimmt, könnte man polemisch über die Fragestellung nachdenken, ob nicht die Zunahme der Weltbevölkerung in signifikanter Weise mit der angeblichen Temperaturerhöhung korreliert ist.
Immerhin bieten sich hier nicht nur Zusammenhänge mit CO2 an, sondern auch mit den Fragen einer umweltorientierten Bevölkerungspolitik, bei der unterlassene Hilfeleistung am Ende womöglich als klimarettende Maßnahme honoriert und gefördert werden könnte.

Satire und Zynismus sind leider keine praktikablen Stilmittel mehr, da die Realität beides in ausreichendem Maße enthält. ...
--- R. Bolle

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