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Massivhäuser sind eine sichere Geldanlage
Vorsorge treffen und wertbeständig bauen

Angesichts unsicherer Renten wird die Vorsorge für das Alter und weniger wirtschaftliche Abhängigkeit immer wichtiger. Wer ein Eigenheim baut oder kauft spart im Alter nicht nur die Miete. Die eigene Immobilie ist zusätzlich die einzige Altersvorsorge, die sofort die Lebensqualität steigert. Selten war der Einstieg in die eigene Immobilie so kostengünstig wie heute.

Verantwortungsbewusste Eltern verzichten gerne drei oder vier Jahre auf teuren Urlaub oder ein neues Auto, wenn sie dafür ihre Kinder glücklich aufwachsen sehen. Sie wissen, für Kinder ist der mit einem Eigenheim verbundene Freiraum wichtiger, als kurzfristiger Konsum. Der Zeitpunkt, Geld in ein Eigenheim zu investieren, ist extrem günstig. Stagnierende Baupreise, niedrige Zinsen und die noch geltende Eigenheimzulage erleichtern die Finanzierung. Da zusätzlich die Riester-Rente als Beitrag zur Hausfinanzierung gekippt werden soll, empfiehlt es sich schnell zu handeln.

Bei der Wahl für einen Haustyp heißt es jedoch aufzupassen. Sonst kann sich die Kapitalanlage "Eigenheim" langfristig als Fehlinvestition erweisen. Umfragen und Studien belegen: Massivhäuser aus Mauerwerk und Beton haben einen hohen Wiederverkaufswert. Sie sind in der Anschaffung nicht teurer als andere Bauweisen und zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer bei niedrigen Unterhaltkosten aus. Einige Kostenvergleiche zwischen alternativ in Massiv- und Holzbauweise ausgeschriebenen Einfamilienhäuser ergaben sogar: Unter gleichen Bedingungen waren diese Massivhäuser kostengünstiger.



Den Kostenvergleich und weitere Tipps zum Hausbau können Bauherren kostenlos bei Massiv Mein Haus e.V., Falkensteinstr. 9, 86316 Friedberg, Tel:: 0821 78 49 773, Fax 0821 78 44 47 anfordern, oder aus dem Internet unter www.massiv-mein-haus.de herunterladen.

Massiv Mein Haus e.V.
20.11.2003


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Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau kritisiert:
Hohe Folgekosten bei Holzbauten

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau weist darauf hin, dass die von Verbraucherministerin Künast angestrebte Bevorzugung der Holzbauweise für Projekte der öffentlichen Hand nachhaltige Folgen für den Steuerzahler hat: Im Schadensfall sowie für Versicherungen muss erheblich mehr Geld aufgewendet werden, als bei Massivbauten.

Mit der Charta für Holz strebt die Bundesregierung eine Steigerung des Holzverbrauchs an. Um dieses Ziel zu erreichen, soll künftig für öffentliche Gebäude und im mehrgeschossigen Wohnungsbau bevorzugt Holz eingesetzt werden. Ein Vorhaben, das in der Stein-Industrie nicht nur wegen der einseitigen Förderung der Holzindustrie auf Kritik stößt. Die deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau verweist jetzt auf deutlich höhere Kosten, die im Schadensfall zur Sanierung von Gebäuden in Holzständerkonstruktion aufgewandt werden müssen. Reparaturen von massiv gebauten Häusern könnten in aller Regel einfacher und dadurch schneller und kostengünstiger ausgeführt werden.

Die Bauweise,“ so Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM), „sowie das verwendete Baumaterial bestimmen im hohen Maße den Schadensumfang im Brandfall und sich daraus ergebende Folgekosten.“

Rast verweist in diesem Zusammenhang auf mehrere Forschungsprojekte, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden: Eine Studie, die von der Universität Leipzig (René Stein, Lehrstuhl für Stahlbau und Holzbau) im Auftrag der Versicherungskammer Bayern zur Abhängigkeit von Konstruktion und Schadenshöhe im Brandfall durchgeführt wurde, zeigt: Die Schadenshäufigkeit bei Holzbauten entspricht in etwa der von Massivbauten. Bei Holzhäusern aber sind die Schadenssummen in der Regel doppelt so hoch wie bei Massivhäusern. Häufig hat ein Feuer den Totalverlust des betreffenden Gebäudes zur Folge. Nicht selten handelt es sich dabei um wirtschaftliche Totalschäden, da die Reparaturkosten über dem Gebäudewert liegen.

Professor Dr. Ulrich Schneider der TU Wien kam im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte, bei denen vergleichende Risikobetrachtungen an mehrgeschossigen Wohngebäuden in Holzbau- und Massivbauweise durchgeführt wurden, zu ähnlichen Ergebnissen. Das Schadensausmaß, so die Untersuchungen Schneiders, liege bei der Holzbauweise um 118 % höher als bei massiv erstellten Gebäuden.

Schweizer Versicherungen attestieren der Bauweise sogar noch größeren Einfluss: Statistisch gesehen sei mit einem Anstieg des Schadensausmaßes von 100% auf 247 % zu rechnen, wenn es sich bei dem Brandobjekt um einen brennbaren Holzbau im Vergleich zum nichtbrennbaren Massivbau handelt.

Weitere Informationen zum Thema sind unter www.dgfm.de auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau erhältlich.

DGfM
Sept. 2005


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Wirtschaftlichkeit von Bauweisen: Betriebs- und Instandhaltungskosten entscheiden
Neue Forschungsergebnisse der TU Darmstadt


Dass Häuser aus Mauerwerk und Beton bei gleichen Randbedingungen etwa 10 % billiger sind als in Holzständerbauweise ist nicht neu. „Zu der Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsbetrachtung einer Bauweise gehören nicht nur der Abschnitt „Herstellung“ sondern die gesamte Lebensdauer“, betont Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner vom Institut für Massivbau der TU Darmstadt. Dabei seien Betriebs- und Instandhaltungskosten, Primärenergiebedarf und Treibhauspotentiale einzubeziehen.

Auf dem Deutschen Mauerwerkskongress 2005 stellte Graubner jetzt seine neuen Forschungsergebnisse zum Thema „Ökologische und ökonomische Potentiale von Mauerwerk“ vor: Legt man dem Vergleich verschiedener Bauweisen eine kalkulatorische Lebensdauer von 80 Jahren zu Grunde, zeigt sich, dass die ausschließliche Betrachtung einer Bauweise zum Herstellzeitpunkt ein verzerrtes Bild ergibt. Wegen des höheren Renovierungsbedarfes von Häusern in Holzständerbauweise verschiebt sich ab dem 35. Nutzungsjahr der Primärenergiebedarf zu Gunsten der Massivbauweise.

Das gleiche gilt für die Kosten von Außenwänden. Bei dem Vergleich der Herstellungs-, Betriebs-, Instandsetzungs- und Abbruchkosten schnitten bei seiner Untersuchung ebenfalls Massivwände besser als Holzständerwände ab.
Die Tagungsunterlage zum Vortrag kann als .pdf unter www.massiv-mein-haus.de, Rubrik „Presseecke“ herunter geladen werden.

Die Tagungsunterlagen des Deutschen Mauerwerkskongresses 2005 sind im Sonderheft 5/2005 der Zeitschrift Mauerwerk zusammengefasst. Das Informationszentrum MASSIV MEIN HAUS stellt auf Anforderung kostenlos den Sonderdruck „Ökologische und ökonomische Potentiale von Mauerwerk“ zur Verfügung (info@massiv-mein-haus.de).




Massiv Mein Haus e.V.
2005

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Neueste Untersuchungen beweisen die ökologische Konkurrenzfähigkeit von Massivmauerwerk
Vorteile vor allem in der Nutzungsphase

Unter Hinweis auf die positiven ökologischen und ökonomischen Folgewirkungen verabschiedete die frühere Verbraucherschutzministerin Künast die Charta für Holz und setzte damit gezielt eine einseitige Förderung der Holzbauweise durch. Untersuchungen an der TU Darmstadt haben jetzt bewiesen, dass massives Mauerwerk über ein hohes Nachhaltigkeitspotential verfügt und dabei Holzkonstruktionen vielfach überlegen ist.

Konstruktionen aus massivem Mauerwerk gelten gemeinhin als besonders stabil, haltbar und langlebig. Eigenschaften, die der Massivbauweise vor allem im Wohnungsbau nach wie vor eine führende Marktstellung sichern. Neben diesen mehr ökonomisch definierten Ansprüchen an Bauwerke werden in jüngster Zeit unter dem Stichwort Nachhaltigkeit verstärkt Forderungen nach der Erfüllung ökologischer Kriterien laut. Mehr oder weniger unausgesprochen wird dabei vorausgesetzt, dass alternative Konstruktionen, wie etwa die Holzbauweise, über einen höheren Nachhaltigkeitsfaktor verfügen als beispielsweise der traditionelle Mauerwerksbau. Ein Eindruck, der durch die einseitige Förderung der Holzindustrie über die Charta für Holz von der ehemaligen Verbraucherschutzministerin Künast sogar bewusst gefördert wurde.

"Diese Aussage," so Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM), "ist aber so nicht haltbar. Die ökologische Konkurrenzfähigkeit der Massivbauweise gegenüber anderen Bauweisen ist durchaus gegeben. Technisch hochwertig ausgeführtes Mauerwerk erfüllt alle im Sinne der Nachhaltigkeit gestellten Anforderungen. Sie vermittelt außerdem ein hohes Sicherheitsgefühl und stellt langfristig die Werthaltigkeit der Immobilie sicher."

Rast beruft sich dabei auf eine unter Leitung von Professor Dr. Carl-Alexander Graubner am Institut für Massivbau der TU Darmstadt durchgeführte Nachhaltigkeitsanalyse unterschiedlicher Bauweisen. Maßgeblich für die Beurteilung waren ökologische, ökonomische und soziale Indikatoren.

Dabei zeigte der Vergleich von einschaligem Ziegelmauerwerk und einer Holzständerkonstruktion, dass die Holzständerbauweise zunächst - bei Baubeginn - einen um 18 Prozent niedrigeren Primärenergiebedarf aufweist als das einschalige Ziegelmauerwerk. Die im Rahmen der Nutzung notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen führten jedoch in beiden Fällen zu einem steten Anstieg des Primärenergiebedarfs. Bei der Holzständerwandkonstruktion musste darüber hinaus nach 40 Jahren mit Erreichen der technischen Lebensdauer zusätzlich die Wärmedämmung und die Fassade ausgetauscht werden. Dies führte dazu, dass am Ende der Lebensdauer die Holzständerkonstruktion einen höheren Primärenergiebedarf aufweist, als das Ziegelmauerwerk.

Ähnlich positiv schnitt die Massivbauweise auch unter ökonomischen Gesichtspunkten ab: Im Vergleich mit einer Holzständerwand wies Kalksandsteinmauerwerk auch über eine Lebensdauer von 80 Jahren die geringsten Kosten auf. Kalksandsteinmauerwerk war zudem bereits in der Herstellung günstiger.

Vorteile für die Massivbauweise ergaben auch Untersuchungen zum sommerlichen Wärmeschutz. Der Einsatz von Mauerwerk für Außen- und Innenwände führt zu spürbar günstigeren raumklimatischen Bedingungen für den Nutzer.



Vergleich der Lebenszykluskosten von Außenwänden
Quelle: Dr.-Ing. C.-A. Graubner, Dr.-Ing. K. Herzog, Dipl.-Ing. C. Hock: Ökologische und ökonomische Potentiale
von Mauerwerk, Mauerwerk 9
(2005), Heft 5, Ernst & Sohn, Berlin, S. 179 ff



Primärenergiebedarf infolge Materialbereitstellung für eine einschalige Ziegelwand und eine Holzständerwand
mit hinterlüfteter Fassade über die Gesamtlebensdauer von 80 Jahren - kumulierte Darstellung
Quelle: Dr.-Ing. C.-A. Graubner, Dr.-Ing. K. Herzog, Dipl.-Ing. C. Hock: Ökologische und ökonomische Potentiale
von Mauerwerk, Mauerwerk 9 (2005), Heft 5, Ernst & Sohn, Berlin, S. 179 ff

Weitere Informationen zum Thema sind unter www.dgfm.de auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau erhältlich.

DGfM
13. 01.2006

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Reihenhäuser sind günstigste Bauform
Quadratmeterpreis von neuen Reihenhäusern im Osten erstmals unter 900 Euro – Geschoßwohnungsbau weist höhere Quadratmeterkosten auf – Einfamilienhäuser 2006 insgesamt 7 Prozent kostengünstiger als 1995

BERLIN – Während viele Länder bis vor kurzem einen Immobilien- und Baupreisboom erlebt hatten, ist die Situation in Deutschland ganz anders, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Hierzulande haben Bauherren schon seit einem Jahrzehnt große Erfolge beim kostengünstigen Bauen erzielt. Auch wenn 2006 für neu genehmigte Eigenheime pro Quadratmeter mit 1.239 Euro ein Prozent mehr veranschlagt wurde als im Jahr vorher, so beträgt der Kostenvorsprung gegenüber 1995 noch beachtliche 7 Prozent. Alle Bauformen sind nach Angaben von LBS Research günstiger geworden, am deutlichsten Doppel- und Reihenhäuser (vgl. Grafik).

Bemerkenswert ist nach Auskunft der LBS-Immobilienexperten darüber hinaus, dass bei den Baukosten die Rückgänge im letzten Jahrzehnt mit teils über 20 Prozent in den neuen Ländern besonders ausgeprägt waren, hier also keineswegs eine West-Ost-Angleichung stattfindet. Dieser Trend hat sich aktuell auch im Jahre 2006 fortgesetzt: Pro Quadratmeter wurden in den neuen Ländern mit 1.055 Euro lediglich 7 Euro mehr veranschlagt als im Jahr zuvor, im ehemaligen Bundesgebiet stiegen die durchschnittlichen Kosten dagegen um 13 auf 1.273 Euro an. Der Preisrückstand im Osten bleibt damit bei rund 17 Prozent.

Erstmals veranschlagten Reihenhaus-Bauherren in Ostdeutschland mit 870 Euro pro Quadratmeter sogar weniger als 900 Euro. Diesen Kostenvorteil investierten sie nach Angaben von LBS Research gleichsam in die Wohnfläche: Mit 117 Quadratmetern (nur noch 10 Quadratmeter weniger als im Westen) waren genehmigte Reihenhausobjekte 2006 im Durchschnitt um 5 Quadratmeter größer als im Vorjahr. Damit kamen die Reihenhäuser in den neuen Ländern erneut auf reine Baukosten von rund 102.000 Euro.

Doppelhäuser in den neuen Bundesländern wurden nahezu unverändert mit 971 Euro pro Quadratmeter veranschlagt. In den Planungen wurden für frei stehende Einfamilienhäuser Kosten von 1.072 Euro vorgesehen. Da dieser Betrag sogar hinter dem durchschnittlichen Quadratmeterkosten für Reihenhäuser im Westen (1.120 Euro) zurückbleibt, liegt es nach Einschätzung von LBS Research nahe, dass viele Interessenten in den neuen Ländern bei gleichzeitig niedrigen Grundstückspreisen weitaus stärker auf das frei stehende Objekt setzten: 87 Prozent der Neubauten entstehen dort als Einzelhaus, verglichen mit lediglich knapp 66 Prozent in den alten Bundesländern.

20 Prozent der Eigenheimer setzen im Westen aufs Doppelhaus, immerhin 15 Prozent auf ein Reiheneigenheim. Neben den Kostenvorteilen, die beim Reihenhaus gegenüber freistehenden Objekten 13 Prozent ausmachen, sind es nach Einschätzung der LBS-Immobilienexperten auch die Knappheiten bei den Grundstücksflächen vor allem in den westdeutschen Ballungsräumen, die viele Bauherren offenbar eher zu grundstückssparenden Bauformen bewegen.

Da nach der Statistik die durchschnittlichen Wohnflächen der neuen Eigenheime in den alten Ländern immer noch um rund 14 Prozent größer sind, haben Bauherren in Ostdeutschland insgesamt lediglich 73 Prozent der „Westpreise“ zu veranschlagen: Mit 133.000 Euro liegen sie um glatte 50.000 Euro niedriger als im Westen (183.000 Euro). Die unterschiedlichen Grundstückspreise sind in diesen Zahlen noch nicht einmal berücksichtigt, denn sie beziehen sich auf die reinen Baukosten, ohne Bauland und Baunebenkosten.

Wie LBS Research ergänzend mitteilt, gilt die Formel „Kosteneinsparung durch kompakte Bauweise“ offensichtlich nicht generell. Denn im Geschosswohnungsbau kostete der Quadratmeter 2006 in den alten Ländern mit 1.235 Euro gerade einmal 80 Euro weniger als bei frei stehenden Einfamilienhäusern, aber gut 10 Prozent mehr als in neuen Reihenhäusern. In Ostdeutschland ist die Situation noch deutlicher: Mit 1.066 Euro kommt der Quadratmeter auf der Etage bis auf 6 Euro an die Kosten bei frei stehenden Eigenheimen heran, und gegenüber Reihenhäusern ist der Quadratmeter für Miet- oder Eigentumswohnungen sogar 22,5 Prozent teurer.

Wie stark die Bauherren weiterhin auf die Kosten achten, zeigen nach Auskunft der LBS-Experten auch die ersten verfügbaren Daten für 2007: Während die Baupreise als solche im vergangenen Jahr aufgrund von Mehrwertsteuererhöhung und teureren Rohstoffen um 7 Prozent in die Höhe gingen, wurden bei den Genehmigungen mit 1.255 Euro pro Quadratmeter nur gut 1 Prozent mehr kalkuliert als 2006. Trotzdem wird daraus deutlich, dass die Zeit der günstigen Baupreise zu Ende geht, wenn der Neubau weiter schwach bleibt und das Angebot auf diese Weise immer knapper wird.

LBS Research
02.06.2008



Ein Jahrzehnt dauern nun schon die Erfolge der Deutschen beim kostengünstigen Bauen an. Mit einem Quadratmeterpreis von 1.239 Euro für neu genehmigte Eigenheime liegen die Bauherren auch 2006 7 Prozent unter den Kosten von 1995. Besonders erfreulich, dass alle Bauformen von diesem Trend profitieren. Am deutlichsten sind die Erfolge jedoch bei Doppel- und Reihenhäusern.

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Kosten von WDVS-Sanierungen

Konventionelle Sanierung:
70-80 €/m²        Aufbau des neuen Systems
ca. 100 €/m²     Rückbau (Entfernen des Systems,
                       Abknipsen der Dübel, Abstemmen der verbleibenden Mörtelbatzen)

 
S = ca. 175 €/m²

Sanierung mit dem retec® - Verfahren
5 €/m²              Schlitzen
30-40 €/m²        Neuaufbau: mineralischer Edelkratzputz
                        Scheibenputz oder auch Riemchensysteme
30 €/m²             Zusatzdämmung von 60 mm (staatl. Fördermittel möglich)

S
= ca. 40 €/m²
bzw. S = ca. 70 €/m² bei Zusatzdämmung

Quelle:
Heinze BauOffice, Bauen im Bestand, 2004, S. 62-63
Saint-Gobain Weber GmbH (weber broutin):
Fassaden dauerhaft sanieren – natürlich mineralisch

Sanierung mit ThermoShield® Exterieur
   6 €/m²            Reinigung (Dampfstrahl)
19 €/m²             Beschichtung 2x (Rollen o. Airless)

S = ca. 25 €/m²

Quelle: DIMaGB

Bemerkungen:

Bei den Kostenangaben zur „Sanierung mit dem retec® - Verfahren“ fehlt die Reinigung, ohne die eine zu sanierende Fassade in den seltensten fällen auskommt. Entweder sind - aus Gründen der Vergleichbarkeit - die 6 €/m² hinzuzurechnen oder man lässt sie bei Variante 3 ebenso weg.

 Konventionell:175          retec®: 46        ThermoShield®: 25 = ~ 7 : 2 : 1

Auf S. 62, rechte Spalte, wird ausgeführt: „Das patentierte retec® - Verfahren von weber broutin bietet erstmals die Möglichkeit, geschädigte Fassaden von WDV-Systemen mit kunstharzgebundenen Oberputzen dauerhaft, wirtschaftlich und sauber zu sanieren. Es ist das einzige Verfahren, bei dem die Altfassade nicht entfernt werden muss.“

Die Behauptung, dass das beschriebene Verfahren das einzige Verfahren wäre, bei dem die Altfassade nicht entfernt werden muss, ist nicht wahr. Bei einer Sanierung mit ThermoShield® bleibt die Fassade (das WDVS) dran, man muss nicht schlitzen. Eine Sanierung mit ThermoShield® ist hier um den Faktor 2 wirtschaftlicher. Der Begriff „dauerhaft“ ist weitgehend unbestimmt, unter Auswertung der vorherrschenden Rechtsauffassung könnte man einen Zeitraum von 20 Jahren dafür ansetzen.

dib, 31.01.2006

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Kosten von WDVS und TWD
&
Kosten für Instandhaltung von WDVS

Begriffe:
WDVS = Wärmedämm-Verbundsystem, Vollwärmeschutz, Fassadendämmung
TWD = transparente Wärmedämmung
Hinweis:
es handelt sich lediglich um Richtwerte!

 System Kosten in €/m² Quelle 
von bis
 VWS Polystyrol 5 cm Siliconharzanstrich 52 67 bki03
 WDVS 8 cm Mineralfaser Mineralputz u.- anstrich 61 78 bki03
 WDVS WD 10 cm Kunstharzputz 72 77 bk04n
 WDVS WD 12 cm Kunstharzputz 76 83 bk04n
 WDVS WD 14 cm Kunstharzputz 79 87 bk04n
 WDVS WD 20 cm Kunstharzputz 84 97 bk04n
 WDVS WD 10 cm Mineralischer Putz 89 95 bk04n
 WDVS WD 12 cm Mineralischer Putz 95 100 bk04n
 WDVS WD 14 cm Mineralischer Putz 97 110 bk04n
 WDVS WD 20 cm Mineralischer Putz 107 128 bk04n
 S: WDV 10-12 cm EPS und Kunstharzputz 77 93 bk04a
 S: WDV 10-12 cm EPS und Mineralputz 82 93 bk04a
 S: WDV 10-12 cm Mineralfaser u. Kunstharzputz 93 104 bk04a
 S: WDV 10-12 cm Mineralfaser und Mineralputz 99 118 bk04a
 Durchschnitt WDVS 83,1 95,0  
 TWD Einfachsysteme 200 400 fvt06
 TWD Holzmodulfassaden 400 650 fvt06
 TWD Aluminiumfassaden 450 750 fvt06

Tabelle 1: Kosten von WDVS und TWD (brutto)


"Die Vollkosten der Solaren Umweltwand (TWD-Systeme) schwanken deutlich, sie liegen bei 400 bis 650 €/m² für Holzmodulfassaden, 450 bis 750 €/m² für Aluminiumfassaden und 200 – 400 €/m² für Einfachsysteme. Dies erscheint viel, aber die Bandbreite spiegelt nicht nur Leistungsfähigkeit und Qualität wider."

Quelle: "Energiebilanz verbessern, Produktivität erhöhen. Einsatzbeispiele und Investitionsvergleich"
Eine Information des Fachverband Transparente Wärmedämmung e.V., 04.2006

Quellen: Fachliteratur zu Baukosten aus 2003 und 2004
Legende: S: bedeutet Sanierung, die anderen Werte stehen für Neubau
Hinweis: nicht enthalten sind die Kosten für Gerüste, Klempnerarbeiten, Dachüberstand, Fensterbänke
 

Bild 1: Grafik zu den Kostenwerten aus Tabelle 1, reihe 1/2 = von/bis




Bild 2: Kostenvergleich WDVS und TWD (Werte aus Tabelle 1)
 

 Dämmung €/m²
 HWL 3 cm 15,50
 HWL 4 cm 18,00
 HWL 5 cm 20,50
 Mineralfaser 4 cm 13,50
 Mineralfaser 5 cm 16,50
 Mineralfaser 6 cm 19,00
 Mineralfaser 8 cm 23,50
 Mineralfaser 10 cm 29,00
 Mineralfaser 12 cm 34,00
 Mineralfaser 14 cm 36,50
 Polystyrol 4 cm 12,00
 Polystyrol 5 cm 13,00
 Polystyrol 6 cm 14,00
 Polystyrol 8 cm 16,50
 Polystyrol 10 cm 19,00
 Polystyrol 12 cm 21,00

Tabelle 2: Kosten von nur Wanddämmungen nach Schiweg, 2001

Dicke Mineralfaser Polystyrol
4 cm 13,50 12,00
5 cm 16,50 13,00
6 cm 19,00 14,00
8 cm 23,50 16,50
10 cm 29,00 19,00
12 cm 34,00 21,00

Tabelle 3: Auszug aus Tabelle 2, Vergleich Mineralfaser vs. Polystyrol



Bild 3: Grafik zu Tabelle 3


Leistungspreise
(Bsp., versch. Quellen)

Preisstand Ende 2005, netto, EP in EUR/m2
Dampf-/Heißwasserstrahlen 7,00 - 8,50
Unebenheiten beiputzen 8,50 - 15,00
Fassadendämmplatten EPS 040 8 cm 20,50 - 23,50
Fassadendämmplatten MiWo 035 10 cm 24,00 - 28,00
Fassadendämmplatten Holzfaser 045 10 cm 22,50 - 26,00
Verdübelung (Kunststoff-Spreizdübel) 14,50 - 16,50
Armierung (Glasfasergewebe + Spachtel) 29,00 - 35,00
Strukturputz Kunstharz ca. 3 mm Körnung 6,50 - 11,50
Egalisierungsanstrich 6,00 - 7,50
Preisstand Ende 2005, netto, EP in EUR/m
Sockelschiene, Kantenschutz (m) 7,00 - 8,50
Anschlussfugen Kompriband 6,50 - 8,00
Es bestehen starke regionale Unterschiede, von "auskömmlich" bis "Kampfpreis".

DIMaGB, 08.07.2006


Kosten für Instandhaltung

Das IfB (Institut für Bauforschung e.V. Hannover) gibt in seinem 2006 erschienenen Buch über Bau-Nutzungskosten-Kennwerte für die Außenwand mit WDVS („In Anlehnung an Quelle: IFB 2001“) an:

Reinigung und Pflege: alle 5 Jahre (und dazu die Gerüstvorhaltung, 7,67 + 7,67 €/m²)
Putzausbesserung: alle 10 Jahre (7,67 €/m²)
Neues WDVS: alle 40 Jahre (76,69 €/m2)

Das ergibt – mit Inflation 2% gerechnet – nach 80 Jahren 1.314,05 Euro je m2 und umgerechnet auf diese 80 Jahre 16,43 €/m2 im Jahresdurchschnitt.

DIMaGB, 05.08.2008

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