Zahlungen nach Makler- und Bauträgerverordnung
Auszug aus: Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und
Anlagenvermittler, Bauträger und Baubetreuer - (Makler- und
Bauträgerverordnung - MaBV -) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7.
November 1990 (BGBl. I S. 2479), zuletzt geändert durch Art. 3 Zweites
Gesetz zur Änderung der GewO und sonstiger gewerberechtlicher Vorschriften
v. 16. 6. 1998 (BGBl. I S. 1291)
§ 3 Besondere Sicherungspflichten für Bauträger
(2) Der Gewerbetreibende darf in den Fällen des Absatzes 1 die Vermögenswerte ferner in
bis zu sieben Teilbeträgen entsprechend dem Bauablauf entgegennehmen oder sich zu deren
Verwendung ermächtigen lassen. Die Teilbeträge können aus den nachfolgenden
Vomhundertsätzen zusammengesetzt werden:
1. 30 vom Hundert der Vertragssumme in den Fällen, in denen Eigentum an einem Grundstück
übertragen werden soll, oder 20 vom Hundert der Vertragssumme in den Fällen, in denen
ein Erbbaurecht bestellt oder übertragen werden soll, nach Beginn der Erdarbeiten,
2. von der restlichen Vertragssumme
- 40 vom Hundert nach Rohbaufertigstellung, einschließlich Zimmererarbeiten,
- 8 vom Hundert für die Herstellung der Dachflächen und Dachrinnen,
- 3 vom Hundert für die Rohinstallation der Heizungsanlage,
- 3 vom Hundert für die Rohinstallation der Sanitäranlagen,
- 3 vom Hundert für die Rohinstallation der Elektroanlagen,
- 10 vom Hundert für den Fenstereinbau, einschließlich der Verglasung,
- 6 vom Hundert für den Innenputz, ausgenommen Beiputzarbeiten,
- 3 vom Hundert für den Estrich,
- 4 vom Hundert für die Fliesenarbeiten im Sanitärbereich,
- 12 vom Hundert nach Bezugsfertigkeit und Zug um Zug gegen Besitzübergabe,
- 3 vom Hundert für die Fassadenarbeiten,
- 5 vom Hundert nach vollständiger Fertigstellung.
Sofern einzelne der in Satz 2 Nr. 2 genannten Leistungen nicht anfallen, wird der
jeweilige Vomhundertsatz anteilig auf die übrigen Raten verteilt. Betrifft das
Bauvorhaben einen Altbau, so gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe entsprechend, dass
der hiernach zu errechnende Teilbetrag für schon erbrachte Leistungen mit Vorliegen der
Voraussetzungen des Absatzes l entgegengenommen werden kann.
(3) Der Gewerbetreibende darf in den Fällen des § 34 c Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe a
der Gewerbeordnung, sofern ein Nutzungsverhältnis begründet werden soll, Vermögenswerte
des Auftraggebers zur Ausführung des Auftrages in Höhe von 20 vom Hundert der
Vertragssumme nach Vertragsabschluß entgegennehmen oder sich zu deren Verwendung
ermächtigen lassen; im übrigen gelten Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 und 4 und Absatz 2
entsprechend.
nach oben
Bei Wohneigentum auf Werterhalt achten
Die höhere Lebensqualität und die Notwendigkeit privater Altersvorsorge steigern
den Wunsch nach dem eigenen Heim. Bei der Wahl für die Bauweise sollte - neben
anderen Überlegungen- jede Immobilie langfristig ihren Wert behalten.
Wohnbehagen, Wohngesundheit und hohen Marktwert gewährleisten vor allem massiv
aus Mauerwerk und Beton errichtete Häuser. Die solide Bauweise zeichnet sich
weiterhin durch niedrige Unterhaltkosten und lange Lebensdauer aus.
Über eine
zusätzliche Altersvorsorge muss heute fast jeder nachdenken. Mit der
Kapitalanlage "Immobilie" gewinnt die Familie nicht nur die gewünschte
Sicherheit im Alter, sondern auch sofort mehr Freiraum, Privatsphäre und
Unabhängigkeit. Außerdem ist selbstgenutztes Wohneigentum im Rentenalter
steuerfrei.
Zum langfristigen Werterhalt gehört - neben
der soliden Bausubstanz - ein niedriger Heizenergiebedarf. Damit dieser nicht
nur bei Bezug gewährleistet sind, müssen die Wände und Dächer dauerhaft
winddicht sein. Genauso wichtig für das Wohnbehagen sind guter Schallschutz und
ausgeglichene Raumtemperaturen. Fehlen diese, findet niemand im Haus Ruhe, und
die Temperaturen steigen im Sommer unerträglich an. Nicht zuletzt sollte ein
Haus unempfindlich gegen Wasser sein, denn wie schnell fällt ein Wassereimer
umfällt oder platzt ein Schlauch. Dann sollte das Wasser möglichst nicht Wände
und Decken durchnässen können.
Zum langfristigen Werterhalt gehört - neben der soliden Bausubstanz - ein
niedriger Heizenergiebedarf. Damit dieser nicht nur bei Bezug gewährleistet
sind, müssen die Wände und Dächer dauerhaft winddicht sein. Genauso wichtig für
das Wohnbehagen sind guter Schallschutz und ausgeglichene Raumtemperaturen.
Fehlen diese, findet niemand im Haus Ruhe, und die Temperaturen steigen im
Sommer unerträglich an. Nicht zuletzt sollte ein Haus unempfindlich gegen Wasser
sein, denn wie schnell fällt ein Wassereimer umfällt oder platzt ein Schlauch.
Dann sollte das Wasser möglichst nicht Wände und Decken durchnässen können.
Alle diese Wünsche erfüllen Massivhäuser. Ihre Außenhülle hält die Wärme
zuverlässig im Haus, ihre schweren Wände und Decken schützen gegen Lärm aus
anderen Räumen und von außen. Zusätzlich gleichen sie durch Wärmespeicherung die
Raumtemperaturen aus. Massivbauteile sind einmalig pflegeleicht und halten Wind
und Wetter zuverlässig stand. Sie brauchen z.B. erst nach vielen Jahren einen
neuen Farbanstrich. Weil sie fest und sicher stehen, öffnen sich keine
Dichtungsfugen. Innenwände lassen sich umbauen, Rohre und Leitungen sich neu
verlegen, ohne dass in die Baukonstruktion gravierend eingegriffen wird. Nicht
umsonst entscheiden sich 85% aller Hauserwerber und nahezu 100% aller
Wohnungsbaugesellschaften für ein Haus aus Mauerwerk und Beton. Das sollte jedem
Bauherrn zu denken geben.
Tipps zur Planung von Wohlfühlhäusern, Kostenvergleiche, Antworten auf Fragen
zur Wohngesundheit und Baubiologie, sowie zur Auftragsvergabe enthalten die
kostenlosen Broschüren der Informationszentrale MASSIV MEIN HAUS e.V. (Fon: 0821
7849773, Fax: 0821 784447, E-Mail:info@massiv-mein-haus.de).

Massiv Mein haus e.V.
09.11.2005
nach oben
Tolle Sparideen fürs Einfamilienhaus
Mit tollen Tipps für Bauherren wartete die Berliner Zeitung in ihrer Ausgabe vom
24.02.2006 auf. Unter der Überschrift "Von der Idee zur Planung" erfährt der
Bauherr, wie er die Eigenheimzulage durch kluge Sparideen ersetzt.
- bei 100 m² Grundstücksgröße weniger spart man bei einem Grundstückspreis von
100 €/m² 10.000 € ein (das entspricht 1.250 € Eigenheimzulage über die 8
geförderten Jahre und spart Grunderwerbssteuer)
Kommentar:
so neu ist die Idee nicht, wenn man sich mal in den Baugebieten umschaut: viel
mehr als die 3 m Abstandsflächen plus ein Beet dazu gönnt man sich nicht, es
wird geradezu huckepack gewohnt. Am Ende bleibt die Frage, worin der Vorteil zur
Mietwohnung besteht. Wie definiert man sich Wohnen? Was macht man, wenn sich das
Grundstück nicht teilen lässt?
- empfohlen werden kompakte Häuser mit klaren offenen Grundrissen "ohne viele
Wände, Erker und Ecken"
Kommentar:
4 Wände für 1x rundherum inkl. 4 Ecken sind das Minimum; für den Rest kann man
sich nach und nach japanische Schiebewände o.ä. anschaffen.
- Haustechnik soll örtlich gebündelt werden; das Detmolder
Niedrig-Energie-Institut entdeckte in neuen Häusern 25...30 Meter
Warmwasserrohre statt 4 und "es argwöhnte höhere Investitions- und Honorarsummen
bei so einem großzügigen Leitungsverbund"
Kommentar:
da hat das Institut aus Detmold voll den Finger auf die Wunde gelegt, die
Honorargeilheit der Planer treibt den Bauherrn in den Ruin. 26 m isoliertes
Kupferrohr kosten rd. 550 € und machen bei 130 T€ Baukosten netto ein Mehr an
Honoraren von rd. 70 € (HOAI III Mitte, Grundhonorar). Dafür lohnt es sich
schon, sich beim Bauherrn - der ja bereits Erfahrungen im Wohnen hat - unbeliebt
zu machen. Was hat Priorität: die eigenen Vorstellungen zu den
Lebensgewohnheiten respektive der daraus resultierenden Grundrisse oder 70 €
beim Honorar?
- 3% mehr Umsatzsteuer machen beim EFH für 200.000 € immerhin 6.000 € aus, es
gilt das Datum auf der Rechnung
- man soll an später denken (Treppensteigen, sich um alles kümmern) und
bedenken: Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Kommentar:
es gibt einen ganz einfachen Grundsatz: entweder hat man das Geld, oder man
lässt es sein. Krampfartige Finanzierungen ohne Eigenkapital und/oder mit hoch
angesetzten Eigenleistungen haben stets nur zu Zitterpartien geführt. Viele
Tausende haben sich damit übernommen.
- ein Passivhaus soll nur 5..8% mehr kosten, aber 75...90% weniger Energie
verbrauchen, es gibt KfW-Kredite dafür
Kommentar:
hier wäre ein praxisrelevantes Rechenbeispiel hilfreich, diese schönen Werte
nachvollziehen zu können. Passivhaus bedeutet; dick gedämmt, Fenster 3-fach
Verglasung (im Winter nicht öffnen!) und eine Lüftungsanlage. Das kostet nur 8%
mehr? 90% Energieeinsparung rechnet man so aus: das Referenzgebäude bekommt
schlechte Verbrauchswerte angedichtet und das Passivhaus wird per EnEV/DIN4108/Glaser
schön gerechnet.
- ein Satteldach kann um 5.000 € billiger sein als ein Walmdach, das günstigste
ist ein Pultdach
Kommentar:
ein Pultdach ist eine durchgehende Fläche, die schräg angeordnet ist und die
Außenwände oben schneidet, man hat 2 schräge Ortgänge und 2 unterschiedlich hohe
Traufen - im Vergleich zum Walmdach (mit einer durchgehenden Traufe) hat man
dafür mehr an Wandfläche; beim Satteldach kommt im Vergleich zum Walmdach die
Giebelwandfläche dazu. Vergleiche sind nur sinnvoll, wenn man sie vollständig
führt.
- im Rohbau stecken 48% der Baukosten, davon
05% Erdarbeiten,
35% Mauer- und Betonarbeiten
04% Zimmerarbeiten
04% Klempnerarbeiten
- Daumenwert: umbautes Volumen : Wohnfläche < 4, dann energetisch gut und
zugleich preiswert (>5 bedeutet hohe Bau- und Energiekosten)
- Mehrkosten verursachen:
vorgestellter Balkon 3.000 - 4.000 €
Wandvorsprung 5 m hoch, 1,5 m tief: ca. 3.000 €
Erker: ca. 5.000 - 10.000 €
Schornstein: ca. 1.500 €
Garage: ab 5.000 €
Keller: ca. 15.000 - 30.000 €
Kommentar:
z.B. Wandvorsprung: 105 €/m² die 36,5erWand mit Poroton und Dämmmörtel, + 50
€/m² für Innen- und Außenputz macht bei 2x 1,5 x 5 = 15 m² Mehrfläche 2.325 €.
Kosten 10 lfm Ecken anlegen 675 €? Balkon als Kragplatte kostet bei 1,2 m Tiefe
um die 100 €/m, dazu kommen Abdichtung, Belag und Geländer - das macht rd. 1.600
€ bei bescheidenem Standard.
- wer den Keller spart, kann in ein 30 m² großes Nebengebäude oder in ein um 20
m² größeres Haus investieren. "Verbraucherschützer geben den Hinweis: Ein Keller
ist nicht selten mit Mängeln behaftet.
Kommentar:
oben haben wir gelernt, dass 100 x 100 = 10.00 ist, wenn man am Grundstück
spart. Jetzt werden 10...30 m² mehr an Grundstücksfläche benötigt - zzgl.
Grundstücksfläche, um das zulässige Maß der Bebauung einzuhalten (GFZ, GRZ)..
Noch dazu erhält man bei einem Nebengebäude 30 m² (5x6 m) im Gegensatz zum
Keller mit z.B. 70 m² (7x10 m).
Bausachverständige geben den Hinweis: Gebäude sind mit Mängeln behaftet, wenn es
keine vernünftige Bauüberwachung gibt. Es liegt nie am Keller an sich, sondern
an denen, die ihn errichten und denen, die die Bauüberwachung sparen.
Summa summarum: ein Beitrag, der für Denkimpulse allemal taugt.
DIMaGB Baukostenmanagement
26.02.2006
nach oben
Zwangsversteigerungen: Nicht immer Schnäppchen
Bei Zwangsversteigerungen sind Häuser oder Wohnungen besonders günstig, heißt
es. Doch das stimmt nicht immer.
20, 30 oder gar 40 Prozent unter Marktwert: Solche Ersparnisse versprechen sich
so manche werdende Eigenheimbesitzer, die vom finanziellen Desaster anderer
profitieren wollen - indem sie ihre Wunschimmobilie über den Weg der
Zwangsversteigerung erwerben. Doch nicht immer sind Immobilien unterm Hammer
echte Schnäppchen, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de.
Lange vor dem Versteigerungstermin versuchen einige Alteigentümer, die Immobilie
freihändig an einen neuen Eigentümer zu verkaufen. Was manchmal auch gelingt -
insbesondere, wenn es sich um eine attraktive Immobilie handelt. Solche Objekte
sind so bisweilen schon weg, bevor es zu einem Versteigerungstermin kommt. Was
übrig bleibt: Wenn man Glück hat, tatsächlich ein Schnäppchen. Aber bisweilen
sind es die Reste, die keiner haben will.
Schwierig ist es manchmal auch einzuschätzen, in welchem Zustand das
Wunschobjekt ist. Denn der alte Eigentümer - oder auch der derzeitige Mieter -
ist nicht verpflichtet, potenzielle Erwerber ins Haus zu lassen, damit sich
diese ein genaues Bild über den Zustand und die Ausstattung machen können. Auch
Gutachten, die die Banken vorlegen, können nicht immer exakte Informationen über
die Immobilie wiedergeben. Denn der Alteigentümer ist auch nicht verpflichtet,
einen Gutachter ins Haus zu lassen. Schlimmstenfalls muss dieser alleine anhand
von Dokumenten und der Außenansichten sein Wertgutachten erstellen. Solche
Informationen stehen zwar im Gutachten. Helfen dem Ersteigerer aber nicht, wenn
er später feststellt, dass zum Beispiel der Keller feucht und schimmelig ist,
mahnt Immowelt.de. Denn eine Garantie oder gar ein Rückgaberecht gibt es bei
Zwangsversteigerungen nicht.
Wer dennoch auf dem Wege der Zwangsversteigerung eine Immobilie zum
Schnäppchenpreis erwerben will, sollte sich im Vorfeld genau über den Zustand
der Immobilie schlau machen, so weit dies möglich ist. Und im Zweifel gilt:
Finger weg!
Pressedienst immowelt.de vom 04.10.2007
nach oben
Inflationsgefahr im Euroraum steigt
Nach Einschätzung der Deutschen Postbank AG nehmen die Inflationsrisiken im
Euroraum erstmals seit den neunziger Jahren wieder zu. Ursachen dafür sind hohe
Rohstoffpreise, steigende Löhne und ein kräftiges Wachstum der Geldmenge. „Noch
liegt Euroland mit 1,9 Prozent Teuerung im Jahresverlauf 2007 innerhalb des
selbst gesteckten Zielkorridors“, sagt Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der
Postbank. „Die Europäische Zentralbank wird aber die Zinszügel anziehen müssen,
um die Inflation im Zaum zu halten. Dass die Verbraucherpreise in Deutschland im
September von 1,9 Prozent im Vorjahr auf aktuell 2,5 Prozent gestiegen sind, ist
ein deutliches Signal.“ Postbank Research rechnet damit, dass die Leitzinsen im
Euroraum auf Jahressicht von 4,0 auf 4,5 Prozent ansteigen werden. Das wirkt
zwar tendenziell dämpfend auf die Inflation, dürfte aber nicht verhindern, dass
die Teuerungsrate im Jahr 2008 wieder die Zwei-Prozent-Marke überschreitet.
Seit den neunziger Jahren wirkt die Globalisierung dämpfend auf die
Preisentwicklung in Europa. Mit der Deregulierung von Märkten und dem Abbau von
Handelshemmnissen hat sich der internationale Wettbewerb deutlich verstärkt.
Zudem hat die Preistransparenz im Zeitalter des Internets zugenommen. Darüber
hinaus haben im Zuge des internationalen Wettbewerbs Unternehmen ihre
Produktionsstandorte in Niedriglohnländer vor allem Asiens verlagert, um
Kostenvorteile zu realisieren. Die Importkosten der heimischen Endproduktion
konnten damit verringert werden.
Dieser Trend hat sich aber umgekehrt: Die Exportpreise asiatischer
Schwellenländer haben seit 2004 pro Jahr im Durchschnitt um 2,9 Prozent
zugenommen. Gleichzeitig stiegen die ausländischen Erzeugerpreise in der
Europäischen Währungsunion durchschnittlich um zwei Prozent pro Jahr. Grund
hierfür sind vor allem die gestiegenen Rohstoffpreise, die auch die
Produktionskosten in den Schwellenländern belasten.
So erreichte der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent Mitte Juli ein Rekordhoch
von knapp 80 Dollar pro Barrel. In der Folge verteuerten sich auch alle
Produkte, die aus dem ‚schwarzen Gold’ gewonnen werden. Insgesamt sind die
Energiepreise, die etwa acht Prozent an den gesamten Verbraucherpreisen der
Eurozone ausmachen, seit Beginn dieses Jahrzehnts um fast 41 Prozent gestiegen.
Die gestiegene Nachfrage nach Energie hat auch die Preise von Agrarrohstoffen in
die Höhe getrieben, da Raps, Mais, Soja und Zucker zur Herstellung von Biodiesel
und Ethanol gebraucht werden.
Kapazitätsengpässe in der Produktion erweitern zudem die Möglichkeiten der
Unternehmen, die Preise gegenüber den Verbrauchern zu erhöhen. Engpässe gibt es
auch am Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosenquoten in Deutschland und im
Euroraum stetig zurückgehen, beklagen die Firmen zunehmend den Mangel an
Fachpersonal. So kletterte der von der EU-Kommission erhobene Umfragewert zum
Arbeitskräftemangel zuletzt auf 6,6 Punkte, das höchste Niveau seit sechs
Jahren. In diesem Umfeld ist es für die Gewerkschaften leichter, höhere
Lohnabschlüsse zu erzielen. Erste Hinweise für eine kräftigere Lohnentwicklung
boten die diesjährigen Tarifverhandlungen in Deutschland. Per Saldo hat sich
also auch von Seiten des Arbeitsmarkts der Druck auf die Verbraucherpreise
erhöht.
Die vollständigen Postbank Perspektiven für den Oktober und zurückliegende
Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.
Postbank, Presse-
meldung vom 28.09.2007
nach oben
Eigentumswohnung: Genug für Instandhaltung zurücklegen
Eigentümergemeinschaften sollten frühzeitig ein finanzielles Polster für spätere
Renovierungen aufbauen, rät das Immobilienportal Immowelt.de.
Das Dach marode, die Fassade rissig - so stellt sich der Zustand manches Altbaus
dar. Doch oftmals fehlt das Geld, um dringend notwenige Sanierungen
durchzuführen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten
Wohnungseigentümergemeinschaften frühzeitig Rücklagen bilden, mahnt das
Immobilienportal Immowelt.de.
Wie hoch eine solche Rücklage sein sollte, hängt immer vom Gebäude und vom
Zustand ab. Bei neuen Häusern lautet eine häufige Empfehlung, ab
Baufertigstellung jährlich 0,8 bis etwa ein Prozent des Kaufpreises als
Instandhaltungsrücklage zurückzulegen. Ein anderer Ansatz ist beispielsweise die
so genannte "Petersche Formel". Sie besagt, dass innerhalb von 80 Jahren das
1,5-fache der Herstellungskosten für die Instandhaltung benötigt wird. Bei
Mehrfamilienhäusern entfallen hiervon etwa zwei Drittel auf das
Gemeinschaftseigentum. Je nach Alter, Zustand oder Bauart des Gebäudes kann die
benötigte Rücklage aber auch höher oder niedriger ausfallen.
In der Praxis ergibt sich oft ein Problem, wenn bei Eigentums-Wohnanlagen
kostspielige Sanierungen zum Beispiel der Fassade oder des Dachs fällig werden,
aber kaum Geld in der gemeinschaftlichen Kriegskasse ist. Dann müssen fehlende
Gelder durch eine Sonderumlage bei den einzelnen Eigentümern eingesammelt
werden. Dies kann insbesondere bei teureren Renovierungen finanzschwächere
Miteigentümer in arge Bedrängnis bringen. Oder es kommt gar nicht zu notwendigen
Sanierungen. Folge: Zustand und Wert der Immobilie gehen langfristig den Bach
runter.
Pressedienst immowelt.de
vom 10.01.2008
nach oben
Ansprüche aus Verstoß gegen das Gesetz über die Sicherung der Bauforderungen
(GSB)
Viele Unternehmer kennen leidvoll die Situation, dass sie ihre Werkleistung
erbringen und der Auftraggeber plötzlich seine Insolvenz bekannt gibt. Oder als
Bauherr wurden Zahlungen an den Bauunternehmer geleistet, der diese jedoch nicht
in das Objekt investiert hat und jetzt bei halbfertigem Bau Insolvenz anmeldet.
Was nun? In dieser Situation können die blichen Sicherungsinstrumente in der
Regel nicht mehr eingesetzt werden, wenn nicht rechtzeitig vorgesorgt wurde.
Wenn im Prinzip nichts mehr geht, kann ein häufig übersehenes Sicherungsmittel,
nämlich das Gesetz über die Sicherung der Bauforderungen (GSB) oder kurz
Baugeldsicherungsgesetz, weiterhelfen.
Das Gesetz ist weitreichender, als allgemein bekannt. Es verpflichtet den
Empfänger von Baugeld, dieses zur Befriedigung der Personen zu verwenden, die an
der Herstellung des Baus aufgrund eines Werk-, Dienst- oder Lieferungsvertrages
beteiligt sind. Da sie den Wertzuwachs eines Grundstücks ermöglicht haben,
sollen sie nicht leer ausgehen. Deshalb darf Baugeld nicht zu fremden Zwecken
verwendet werden, insbesondere zur Bezahlung anderer Schulden oder privater
Belange des Baugeldempfängers.
Das GSB eröffnet einen Schadensersatzanspruch wegen unerlaubter Handlung. Dies
bedeutet, dass gerade keine Vertragsbeziehungen zwischen dem Schädiger und dem
Geschädigten vorliegen müssen. Ein Verstoß führt zudem zu einer Strafbarkeit,
wobei Freiheitsstrafe mit bis zu fünf Jahren drohen. Bedeutung hat das GSB aber
vor allem wegen der Durchgriffsmöglichkeit gegen den persönlich verantwortlich
Handelnden.
Das Gesetz greift im übrigen nicht nur beim Neubau, sondern auch bei
Bauleistungen oder Lieferungen für Umbauten, Modernisierungen oder Sanierungen,
nicht dagegen bei reinen Schönheitsrenovierungen oder Errichtungen von
Auenanlagen. Die Leistung muss sich auf wesentliche Bestandteile des Gebäudes
beziehen. Baugläubiger können Bauunternehmer, Architekten, technische
Baubetreuer sowie Bauträger, GU und insbesondere auch Subunternehmer, sogar
Arbeitnehmer sein, die die Bauleistung erbringen, wie auch ggf. Lieferanten von
Baustoffen.
Verpflichteter ist zunächst der Bauherr, der auf seinem Grundstock zur
Durchführung eines Bauvorhabens ein grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen
aufnimmt. Verpflichtet ist derjenige, der den Darlehensbetrag tatsächlich erhält
und die volle Verfügungsgewalt über diesen Betrag hat. Typischerweise ist dies
der Bauträger, GU, Baubetreuer oder Verkäufer schlüsselfertiger Häuser.
Er muss Bausonderkonten einrichten, ein Baubuch führen und die Verwendung von
Baugeldern dort eintragen. Der Baugläubiger hat ein Recht auf Einsicht. Ist das
Baubuch unvollständig, überhaupt nicht geführt oder wird die Einsicht verwehrt,
ändert sich die Beweislast zu Lasten des Empfängers. Zwar ist zwingende
Anspruchsvoraussetzung ein Verschulden des Empfängers.
Doch auch insoweit gibt es Erleichterungen. Haftungsschuldner ist dabei die
natürliche oder juristische Person, wie auch deren gesetzliche Vertreter, was
dem geschätzten Personenkreis ein nicht zu unterschatzendes Druckmittel in die
Hand gibt. Denn die Möglichkeit, den Geschäftsführer eine GmbH oder ein
Vorstandsmitglied einer AG persönlich in Anspruch zu nehmen, wird dort für
Bewegung sorgen.
Dr. Michael Kögl, FA für Bau und Architektenrecht
und FA für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
in: Info Recht
Heinicke & Kollegen
11.01.2008
nach oben
Die Schufa-Falle der Banken
Immer noch machen Bankberater grobe Fehler bei der Kreditberatung
Normalerweise rät die Stiftung Warentest Verbrauchern, mehrere Angebote zu
vergleichen. Wenn es aber um Kredite geht, ist Vorsicht geboten. Denn geben
Bankberater bei der für die Kreditvergabe nötigen Schufa-Abfrage in ihrem
Computerprogramm eine falsche Begründung an, nimmt die Kreditwürdigkeit des
Kunden ab. Und zwar von Angebot zu Angebot. Das kann teuer werden, warnt die
Februar-Ausgabe der Zeitschrift FINANZtest – und gibt Tipps, wie man Angebote
einholt, ohne draufzuzahlen.
FINANZtest hat bei 14 Banken Kreditberatungsgespräche durchgeführt und dabei
festgestellt, dass gut ein Drittel aller Schufa-Anfragen, also Anfragen bei der
Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, mit einer falschen Begründung
gemacht wurden. Dies führte dazu, dass sich die Kreditwürdigkeit des Kunden
verschlechterte. Holt er bei der nächsten Bank ein Kreditangebot ein, bekommt er
schlechtere Konditionen oder gar keinen Kredit. Dabei ist es seit einem Jahr
möglich, Schufa-Anfragen ohne Nachteil für den Kunden durchzuführen. Nur die
Dresdner Bank, die Hypo-vereinsbank und die Berliner Volksbank haben in allen
Beratungsgesprächen diese korrekte Schufa-Anfrage gemacht. Die norisbank dagegen
hat nicht nur falsche Schufa-Anfragen gemacht, sondern darüber hinaus auch
versäumt, den Kunden auf die Anfrage hinzuweisen. Das ist ein Verstoß gegen das
Bundesdatenschutzgesetz.
Der ausführliche Bericht findet sich in der Februar-Ausgabe von FINANZtest oder
im Internet unter www.test.de.
Stiftung Warentest
15.01.2008
nach oben
EU: Weniger Wachstum und steigende Inflation
Lebensmittel und Energiepreise treiben Teuerung
Brüssel/New York (pte/21.02.2008/13:56) - Die Europäische Union wird 2008
langsamer wachsen als bisher angenommen. Nachdem die US-Notenbank Fed bereits
gestern, Mittwoch, die Wachstumsprognose für die USA gesenkt hatte, gab die
EU-Kommission http://ec.europa.eu heute ihre aktuelle Zwischenprognose für 2008
bekannt und dämpft damit ebenfalls die Wachstumserwartungen. Demnach soll das
Wirtschaftswachstum im Euroraum 1,8 Prozent betragen, noch im November hatte man
mit einem Plus von 2,2 Prozent gerechnet. Aufgrund der anhaltenden
Finanzmarktturbulenzen sowie der schwachen US-Wirtschaft und den zugleich hohen
Rohstoffpreisen wurde die ursprüngliche Vorhersage jedoch gesenkt. Zugleich
kündigte die Kommission an, dass die Inflationsrate voraussichtlich 0,5 Prozent
höher als bisher angenommen, ausfallen und damit durchschnittlich bei 2,6
Prozent liegen wird.
Die Inflation wird vor allem durch steigende Preise im Lebensmittel- und
Energiebereich getrieben. Laut EU-Kommission ist jedoch ein Ende des Anstiegs
abzusehen. Bereits im vierten Quartal 2008 wird mit einer Normalisierung
gerechnet. Auch das schwächelnde Wirtschaftswachstum soll nicht von langer Dauer
sein. So würden die Wachstumsprognosen der sieben größten EU-Länder auf eine
erneute Beschleunigung in der zweiten Jahreshälfte 2008 schließen lassen. Dabei
geht die Kommission aber davon aus, dass sich die US-Konjunktur im Zuge der
gesetzten finanzpolitischen Maßnahmen erneut positiv entwickelt und sich die
Turbulenzen an den Finanzmärkten legen werden.
"Wir teilen die Ansicht, dass die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte
zurückgehen wird, bei dem erneuten Aufschwung des Wirtschaftswachstums sind wir
jedoch skeptischer", sagt RZB-Analyst Gottfried Steindl gegenüber pressetext. So
sieht man bei der RZB die Voraussetzungen für einen erneuten Anstieg in der
zweiten Jahreshälfte noch nicht gegeben, dieser wird erst im kommenden Jahr
erwartet. Ein Grund dafür sei, dass sowohl Unternehmen als auch private
Haushalte derzeit von höheren Fremdfinanzierungskosten betroffen sind, wodurch
unter anderem Investitionen hinausgeschoben werden.
Für die gesamte Europäischen Union rechnet die Kommission 2008 mit einem
Wirtschaftswachstum von 2,0 statt wie bisher 2,4 Prozent. Die Inflation wird
voraussichtlich 2,9 Prozent betragen. Im vergangenen Jahr lag die Teuerungsrate
bei durchschnittlich 2,3 Prozent (Euroraum: 2,1 Prozent), das
Wirtschaftswachstum betrug 2,9 Prozent (2,7 Prozent).
Neben der europäischen Wirtschaft muss auch der amerikanische Markt mit
geschmälertem Wachstum rechnen. Vor drei Monaten rechnete die US-Notenbank für
die US-Wirtschaft noch mit einem Plus von 1,8 bis 2,5 Prozent, nun wurde die
Prognose auf 1,3 bis zwei Prozent verringert. Auch hier spielt die Kreditkrise
eine entscheidende Rolle, zugleich wirken sich auch die anhaltenden Probleme am
US-Immobilienmarkt negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Neben dem
schwächeren Wachstumsaussichten sagt die Fed zudem steigende Arbeitslosenzahlen
voraus. Die Arbeitslosenrate werde demnach zwischen 5,2 und 5,3 Prozent liegen.
Bisher wurde ein Anstieg von 4,8 bis 4,9 Prozent prognostiziert. Experten
schließen aufgrund der Fed-Äußerungen weitere Zinssenkungen nicht aus. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Victoria Schubert
21.02.2008
nach oben
Kredite fürs Eigenheim: bis zu 40 T€ Zinsunterschiede
Wer jetzt einen Immobilienkredit aufnimmt, profitiert vom Zinsrutsch auf den
Kapitalmärkten. Mit dem passenden Konzept und einem Vergleich verschiedener
Kreditangebote können Bauherren, Wohnungskäufer oder Hauseigentümer leicht eine
fünfstellige Summe sparen. FINANZtest hat für acht typische Modellfälle die
besten Angebote von 89 Kreditinstituten und Vermittlungsgesellschaften ermittelt
und in ihrer März-Ausgabe veröffentlicht.
Ob Neubaufinanzierung, Kauf eines sanierungsbedürftigen Altbaus oder
Anschlusskredit: In allen Modellfällen gibt es enorme Zinsunterschiede. Beim
günstigsten Anbieter zahlt der Kunde je nach Modellfall zwischen 8 700 und 41
800 Euro weniger Zinsen als bei der teuersten Bank. Je nach Modellfall kann sich
eine Bank mal als Top, mal als Flop erweisen. So glänzte eine Bank im Test mit
dem besten Angebot für einen Anschlusskredit. Für die Altbaufinanzierung legte
sie dagegen das teuerste Angebot vor. Günstige Kredite gibt es nicht nur von
Direktbanken und Vermittlern im Internet. Immobilienkredite mit hohen
Sondertilgungsrechten, flexiblen Raten oder einer Zinsbindung von 20 Jahren sind
auch bei vielen Sparkassen und Genossenschaftsbanken problemlos erhältlich.
Topkonditionen gibt es häufig auch vor Ort, vor allem von Volksbanken, Sparda-
und PSD-Banken. Im Test kam das beste Angebot sogar in sieben der acht
Modellfälle von einer Regionalbank.
Der ausführliche Bericht findet sich in der März-Ausgabe von FINANZtest oder im
Internet unter www.test.de.
Stiftung Warentest
19.02.2008
nach oben
Mehr Haushalte brauchen Wohnraum
Bis 2020 in Deutschland eine Million Haushalte mehr – Größtes Wachstum in
Hamburg und Süddeutschland – Im Osten nur Berlin und Brandenburg ohne Rückgang –
BBR sieht Bedarf 50 Prozent über aktuellen Neubauzahlen
BERLIN – Der Wohnungsneubau reicht bei weitem nicht mehr aus, um die weiter
wachsende Zahl von Privathaushalten in Deutschland mit Wohnraum zu versorgen.
Diese Schlussfolgerung zieht LBS Research aus aktuellen Zahlen des Statistischen
Bundesamtes. Die weit weniger als 200.000 Wohnungen, die 2007 genehmigt wurden,
könnten bereits heute nicht den vorhandenen Versorgungsgrad sichern. Bei einem
absehbaren Anstieg der Zahl der Privathaushalte - bundesweit bis 2020 um 3
Prozent - drohten regional unweigerlich Engpässe, unter den Bundesländern am
ehesten in den norddeutschen Stadtstaaten sowie in Baden-Württemberg und Bayern
(siehe Grafik).
Die LBS-Immobilienexperten bedauern in diesem Zusammenhang, dass negative
Bevölkerungsprognosen in der Vergangenheit immer wieder zu Fehleinschätzungen
der Wohnungsmarktperspektiven geführt hätten. Sie seien seit Anfang der 90er
Jahre mehrfach deutlich nach oben korrigiert worden. Auch heute geben sie keine
klare Orientierung. So schwanken die neuesten Berechnungen des Deutschen
Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) je nach Annahmen für das Jahr 2050
zwischen knapp 70 Millionen und gut 80 Millionen Einwohnern; die letztgenannte
Zahl liegt in mehr als 40 Jahren also gerade einmal 2 Millionen niedriger als
heute. In der mittleren Variante gehen die Berliner Forscher nach Angaben von
LBS Research bis 2020 von einem Rückgang um insgesamt weniger als 1 Prozent aus.
Für die Entwicklung der Wohnungsmärkte und der Bautätigkeit weit entscheidender
ist dagegen die Zahl der Haushalte. Und diese steigt nach Einschätzung aller
Experten mindestens noch für 10 bis 15 Jahre weiter an. Nach der neuesten
Prognose des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl im Jahre 2020 bei 40,5
Millionen liegen, 1 Million oder 3 Prozent mehr als im Basisjahr 2005. Als
Hauptursache dafür nennt LBS Research den anhaltenden Trend zu kleineren
Haushalten - der Wandel der Lebensstile bringt gerade bei der Bevölkerung in
jüngeren und mittleren Jahren mehr Single-Haushalte mit sich, die steigende
Lebenserwartung lässt die Zahl kleinerer Haushalte aber auch im Seniorenalter
wachsen. So würden Ein- und Zweipersonenhaushalte 2020 bereits 77 Prozent aller
Haushalte ausmachen, 5 Prozentpunkte mehr als 2005.
Die
regionale Verteilung der Haushaltszahlen macht nach Angaben von LBS Research
zugleich den hohen Einfluss der Binnenwanderung deutlich. Die Menschen leben
dort, wo Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze wachsen. Die besten Voraussetzungen
für die Ansiedlung von Menschen in den nächsten 15 Jahren sehen die amtlichen
Prognostiker offensichtlich nicht im Umland, sondern in den Ballungsräumen
selbst. So weist die Wachstumsrate der Haushalte im Stadtstaat Hamburg mit 8
Prozent innerhalb von nur 15 Jahren den Spitzenwert aus, und auch Bremen liegt
mit 5 Prozent noch vor Niedersachsen (3 Prozent). Von den Flächenländern liegen
Baden-Württemberg und Bayern mit einem Plus von 7 Prozent an der Spitze, gefolgt
von Schleswig-Holstein (5 Prozent). In Westdeutschland prognostizieren die
Demografen nur für das Saarland ein geringfügiges Minus von 2 Prozent.
Deutlicher sind dagegen die Haushalts-Verluste in den neuen Ländern – mit
Ausnahme der leicht positiven Entwicklung in Berlin und Brandenburg.
Diese Zahlen belegen laut LBS Research deutlich, dass auch in Zukunft
ausreichender Wohnungsneubau erforderlich ist, um Haushalte – gerade auch junge
Familien mit Kindern von morgen – preisgünstig mit angemessenem Wohnraum zu
versorgen. Erst kürzlich habe das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),
eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung, für den Zeitraum bis 2010 einen Neubaubedarf in der
Größenordnung von rund 280.000 Einheiten pro Jahr errechnet. Für eine
ausgeglichene Entwicklung seien damit rund 50 Prozent mehr Häuser und Wohnungen
als die 2007 genehmigten rund 182.000 Einheiten erforderlich, so die
LBS-Immobilienexperten. Wo es am ehesten knapp und teuer wird, zeige die
Übersicht am besten: Dort nämlich, wo die Haushaltszahlen am stärksten wachsen.
Nicht nur Mietervereine warnen deshalb bereits z. B. in Süddeutschland vor
Engpässen, auch für die LBS-Immobilienexperten sind Knappheiten und steigende
Preise gerade hier nur eine Frage der Zeit.
Schon heute reicht der deutsche Wohnungsneubau nicht aus, um den vorhandenen
Versorgungsgrad zu sichern. Die Situation verschärft sich noch, weil das
Statistische Bundesamt bis zum Jahr 2020 einen weiteren Anstieg der Zahl der
Privathaushalte prognostiziert. Regional unterschiedlich drohen Engpässe, am
ehesten in den norddeutschen Stadtstaaten sowie in Baden-Württemberg und Bayern.
LBS Research
17.03.2008
nach oben
Bauprozess: Ein gut geplanter Ablauf beugt Extrakosten vor
Düsseldorf, 13.08.2008: Steigende Material- und Energiepreise, Kosten durch
Fehler und Nachtragsforderungen: Unnötige Extrakosten lauern im Bauprozess an
allen Orten. Aber genauso gibt es für die am Bauprozess beteiligten Akteure auch
die Möglichkeit, der Entstehung zusätzlicher Kosten erfolgreich
entgegenzusteuern. Wie also reduziert man Baukosten am effektivsten?
BauInfoConsult hat Architekten, Bauunternehmer und SHK-Handwerker nach ihren
Patentrezepten gefragt. Die Antworten der Profis: Die Planung im Vorfeld ist
entscheidend für eine Kostenkalkulation ohne un-angenehme Überraschungen am
Ende. Welche Einsparmöglichkeiten gibt es noch?
In telefonischen Interviews wurden die Befragten gebeten, spontan Möglichkeiten
aufzuzählen, die ihrer Ansicht nach zur Sen-kung von Baukosten am effektivsten
sind. Selten sieht man die verschiedenen Akteure wohl so einig:42 Prozent der
Architekten, 34 Prozent der Bauunternehmer und 30 Prozent der SHK-Installateure
sind der Meinung, dass durch eine bessere Planung der Abläufe die Baukosten am
effektivsten reduziert werden könnten. Aber auch die Verwendung kostengünstiger
Materialien könnte aus der Sicht von 35 Prozent der Architekten, 28 Prozent der
Bauunternehmer und 30 Prozent der SHK-Installateure die Baukosten vermindern. Ob
die Verwendung günstigerer Materialien dabei jedoch zu Lasten der Qualität geht
und dies auch von den verschiedenen Akteuren unter Qualitätseinbußen akzeptiert
werden würde, bleibt allerdings fraglich. Weitere Maßnahmen, um die Baukosten zu
reduzieren, nannten vergleichsweise wenige der Befragten. Die bessere Abstimmung
unter den Akteuren bzw. eine bessere Kommunikation unter den Beteiligten könnte
aus der Sicht von 12 Prozent der Architekten, 14 Prozent der Bauunternehmer und
18 Prozent der SHK-Installateure die Kosten effektiv reduzieren.
Hintergrund
Die Informationen stammen aus der Befragung zur Jahresanalyse 2008, die
BauInfoConsult jedes Jahr herausgibt. Für die Jahresanalyse wurden insgesamt
über 1.400 telefonische Interviews (CATI) mit Bauunternehmern, Architekten,
SHK-Installateuren, Baustoffhändlern sowie Herstellern aus der Bau- und
Installationsbranche geführt. Die Informationen stammen dabei zum Teil aus Desk
Research. Der überwiegende Teil der Informationen beruht auf Primärerhebungen.
Die Jahresanalyse gibt einen umfassenden Überblick über Strukturen, Trends und
Entwicklungen in der deutschen Bau- und Installationsbranche. Themen der
Befragung sind zum Beispiel Auftraggeber und Auftragsbeschaffung, Trends und
Entwicklungen oder auch das Einkaufs- und Informationsverhalten. Die
Jahresanalyse kann über BauInfoConsult bezogen werden.
Pressemitteilung
BauInfoConsult
nach oben
Eigenheim in der Großstadt: sichere Investition
Immobilien gelten immer schon als sichere Anlageform. Der Volksmund spricht von
Immobilien auch als Betongold. Wie der Immobilienverband Deutschland IVD
mitteilt, sind Investitionen in Immobilien derzeit angesichts der weltweiten
Finanzkrise durchaus interessant, da sie zu den als sicher geltenden
Anlageformen zählen. So sind die Preise für freistehende Eigenheime im
Durchschnitt im vergangenen Jahr in den deutschen Großstädten gestiegen. München
führt die Liste der Top 10 Großstädte an. Hier kostet ein freistehendes
Eigenheim 515.000 Euro, das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Den zweiten
Platz belegt Stuttgart mit einem stabilen Wert von 450.000 Euro.

Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD, 2008
Aussender: Deutsche Postbank AG
21.11.2008
nach oben
Umfrage: Wohn-Riester geht an den Verbrauchern vorbei
Bittere Bilanz für die Eigenheimrente: Wohn-Riestern kommt beim Verbraucher
nicht gut an. 40 Prozent der Deutschen kennen das Gesetz nicht, für weitere 30
Prozent sind die Regelungen zu kompliziert oder die Förderung zu gering, ergab
eine Umfrage des Immobilienportals Immowelt.de.
Nürnberg, 13. Mai 2009. Das im Juli 2008 beschlossene Gesetz zur Eigenheimrente
hat ein Bekanntheitsproblem: Bei einer Umfrage von Immowelt.de, eines der
führenden Immobilienportale Deutschlands, gaben 41,7 Prozent der Teilnehmer an,
noch nie vom Wohn-Riester gehört zu haben.
Wer die Förderung kennt, gibt ihr oft schlechte Noten: 16,7 Prozent halten die
Regelung für zu kompliziert und geben damit jenen Experten Recht, die das Gesetz
schon lange als bürokratisches Monster kritisieren. Auch was die tatsächlichen
finanziellen Vorteile des Wohn-Riesters betrifft, sind viele Befragten
skeptisch: 15,4 Prozent halten die staatlichen Zulagen für zu gering.
Tatsächlich sagen viele Experten, dass sich die Eigenheimrente nicht für jeden
Häuslebauer lohnt. Zudem gilt das Wohn-Riestern, anders als die Eigenheimzulage,
nur für diejenigen, die gesetzlich rentenversichert sind. Auch die Regelungen
zur nachgelagerten Besteuerung bergen kaum berechenbare Risiken.
Immerhin: 18,9 Prozent der Befragten würden in Zukunft vielleicht mit der
Eigenheimrente planen. Auf der Haben-Seite des Wohn-Riesters befinden sich
derzeit nur 7,6 Prozent der Befragten: Sie gaben an, einen entsprechenden
Vertrag zu haben.
Die Umfrage im Überblick:
Machen Sie beim neuen Wohn-Riestern mit und sichern sich die staatlichen
Zulagen?
Ja, ich habe bereits einen Wohn-Riester-Vertrag - 7,62 %
Nein, die Förderung ist zu gering - 15,36 %
Nein, die Regelungen sind zu kompliziert - 16,69 %
Momentan noch nicht, aber vielleicht in der Zukunft - 18,67 %
Ich kenne diese Förderung nicht - 41,66 %
An der Umfrage haben sich im April 2009 über 900 Personen beteiligt.
Immowelt AG
Pressemitteilung
13. Mai 2009
nach oben
Hauskauf für die meisten machbar
In der Regel reichen drei Viertel des Landesdurchschnittseinkommens für eine
solide Finanzierung
BERLIN – Nirgendwo ist der Hauskauf für Normalverdiener so schwer wie in Berlin.
Die Hauptstädter brauchen nämlich deutlich mehr als das dortige mittlere
Haushaltseinkommen, um ein typisches Einfamilienhaus aus dem Bestand zu
finanzieren, ohne dass die Belastung 35 Prozent übersteigt. Bis auf Bayern und
Hamburg reichen in allen anderen Ländern dagegen Einkünfte aus, die mehr oder
weniger deutlich unter dem jeweiligen mittleren Einkommensniveau liegen. In
Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen werden sogar weniger als 60 Prozent des
Durchschnittseinkommens dieser Länder für eine „verkraftbare“
Eigenheimfinanzierung benötigt (vgl. Grafik). Das ist das Ergebnis einer
aktuellen Analyse des Berliner Forschungsinstituts empirica im Auftrag der
Landesbausparkassen (LBS).
Ob man Wohneigentum erwerben kann, hängt im konkreten Einzelfall stets vor allem
vom Einkommen und vom Preis des angestrebten Objekts ab. Lange galt Deutschland
dabei als zu teuer. Mittlerweile ist dies nach Auskunft von LBS Research ganz
anders: Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Finanzierungslast für junge
Familien mit Durchschnittseinkommen um fast die Hälfte auf unter 20 Prozent des
Haushaltsbudgets reduziert. Ein wichtiger Grund sind die gesunkenen Zinsen.
Hinzu kommt, dass die Hauspreise stabil geblieben und daher im Vergleich mit den
meisten Nachbarstaaten relativ günstig geworden sind. Das Ergebnis: Jetzt ist
für mehr als die Hälfte der Haushalte der Kauf von gebrauchten Eigenheimen
machbar. Dies gilt erst recht für die typischen potenziellen Erwerberhaushalte,
nämlich die bis zu 50 Jahren.
Wie die aktuelle Analyse zeigt, hängen die regionalen Unterschiede bei der
Bezahlbarkeit von Wohneigentum nicht nur mit den Unterschieden bei den
Immobilienpreisen, sondern auch mit abweichenden Einkommens-Niveaus zusammen.
Beide stehen - so LBS Research - nicht immer in direktem Zusammenhang. So liege
Berlin im Vergleich aller Länder beim durchschnittlichen Haushaltseinkommen
sogar noch hinter allen neuen Ländern am Tabellenende. Die Tatsache, dass die
Hauptstadt zugleich über das fünfthöchste Kaufpreisniveau für Einfamilienhäuser
aus dem Bestand verfüge, katapultiere Berlin im Ranking der Einkommensschwellen
für Eigenheimkäufer an die Spitze.
In den meisten anderen Bundesländern ist es dagegen für durchschnittliche
Einkommensbezieher nach den aktuellen Zahlen aufgrund eines breiten
preisgünstigen Angebots generell relativ leicht, Wohneigentum zu erwerben
(gerechnet wird mit einem Eigenkapital in Höhe eines Jahreseinkommens, einer
Zins- und Tilgungsrate von 7 Prozent und einer maximalen Finanzierungslast von
35 Prozent des Einkommens). So reichten nach Auskunft der LBS-Immobilienexperten
im Schnitt der neuen Länder bereits verfügbare Einkommen von 1.500 Euro im Monat
aus; denn ein durchschnittliches Einfamilienhaus sei dort selbst bei
bescheidenem Eigenkapital mit einer Monatsrate von gut 500 Euro zu finanzieren.
Nicht viel schwerer hätten es die Niedersachsen, die im Schnitt auf eine
Finanzierungslast von knapp 650 Euro kämen. Auch hier lägen die
Durchschnittseinkommen um mehr als 50 Prozent über der Schwelle, die für eine
solide Finanzierung ausreichten - Beleg für die günstigen Bedingungen für
Erwerber.
Für die LBS-Experten gibt diese Übersicht über die Einkommensschwellen in den 16
Bundesländern ein realistisches Bild von den Potenzialen für die
Wohneigentumsbildung. Zwar erfassten die Rechnungen nicht zusätzliche
Aufwendungen wie etwa die Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer etc.) oder auch
Modernisierungsinvestitionen beim Kauf von Gebrauchtimmobilien. Auf der anderen
Seite ließen sich bei dem aktuell günstigen Zinsniveau durchaus
Finanzierungsraten darstellen, die deutlich unter den empirica-Annahmen (7
Prozent inklusive Tilgung) liegen. Und schließlich unterstellten die Forscher
einen Eigenkapitaleinsatz von deutlich unter 20 Prozent, der in der Praxis meist
überschritten werde. Noch einmal erweitert werde der Spielraum für
Wohneigentumsinteressenten dadurch, dass gerade in Hochpreis-Regionen als
preisgünstige Alternative Eigentumswohnungen aus dem Bestand zur Verfügung
stünden, die in die vorliegende Rechnung nicht einbezogen worden seien.
Die unterschiedlichen Bedingungen schlagen sich, wie LBS Research resümiert, auf
Dauer auch in den unterschiedlichen Wohneigentumsquoten nieder. So befänden sich
die westdeutschen Flächenländer mit den niedrigsten Bezahlbarkeits-Hürden nicht
ohne Grund innerhalb der Liste der Länder-Eigentumsquoten auf den Plätzen 1
(Saarland) und 4 (Niedersachsen). Dass die neuen Länder trotz der günstigen
Erwerbsbedingungen noch nicht so weit seien, liege in erster Linie an dem
enormen Nachholbedarf aus der DDR-Zeit; seit längerem finde hier bei der
Wohneigentumsquote ein sichtbarer Aufholprozess statt. Schließlich hätten die
Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit einer Quote in der Größenordnung von 15 bis
20 Prozent das Tabellenende inne, während traditionell gute Bedingungen für die
Wohneigentumsbildung in Bremen ihren Niederschlag dort in einem fast doppelt so
hohen Eigentümeranteil fänden.

empirica ist im Auftrag der LBS der Frage nachgegangen, wie es in Deutschland um
die Bezahlbarkeit von Wohneigentum bestellt ist. Dabei zeigt sich, dass der
Hauskauf für Normalverdiener in Berlin am schwersten ist. Die Hauptstädter
brauchen deutlich mehr als das dortige mittlere Haushaltseinkommen, um ein
typisches gebrauchtes Einfamilienhaus zu finanzieren, ohne sich zu viel
zuzumuten. Anders sieht es in Sachsen-Anhalt, Niedersachen und Bremen aus, wo
weniger als 60 Prozent benötigt werden.
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
22.06.2009
nach oben
Wohnimmobilie schützt vor Inflation
Anlagen in deutsche Wohnimmobilien bieten nicht nur auf lange sondern auch auf
kurze Sicht einen guten Schutz vor Inflation. Zu diesem Ergebnis kommt eine
aktuelle Studie der Deutschen Postbank AG, die vor dem Hintergrund steigender
Inflationsrisiken zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Denn aufgrund rasant
steigender Staatsdefizite und einer sehr großzügigen Liquiditätsversorgung durch
die Notenbanken sind Sorgen vor einer langfristig steigenden Inflation nach
Ansicht der Postbank durchaus berechtigt. Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der
Bonner Bank: "Ein Blick in die Geschichte zeigt: Öffentliche Defizite in
Verbindung mit sehr niedrigen Leitzinsen waren häufig ein Vorbote steigender
Inflationsraten. Hinzu kommt, dass einige große Notenbanken auch Anleihen
aufkaufen und somit die umlaufende Geldmenge weiter erhöhen."
In ihrer Analyse
haben die Postbank Volkswirte die Rendite deutscher Wohnimmobilien in den
vergangenen 13 Jahren mit der jeweiligen Inflationsrate verglichen und außerdem
einen Vergleich mit der Rendite von Aktien durchgeführt. Ergebnis: Lediglich im
Jahr 2005 stieg die Inflation schneller als der Gesamtertrag deutscher
Immobilien. In der Regel lag der Immobilien-Ertrag mehrere Prozentpunkte über
der Inflationsrate. Dadurch konnten Anleger mit deutschen Wohnmobilien von 1996
bis 2008 inflationsbereinigt einen Ertrag von rund fünfzig Prozent erzielen. Der
Ertrag von Aktien lag ähnlich hoch, die Anleger mussten jedoch weit höhere
Wertschwankungen verkraften und zeitweise herbe Verluste hinnehmen.
Bei deutschen Wohnimmobilien resultiert der Gesamtertrag fast ausschließlich aus
den Mieten. Sie steigen statistisch etwa gleich schnell wie die Inflation. Dabei
folgen die Mietpreise in Deutschland der allgemeinen Teuerung mit einer
Verzögerung von rund 2,5 Jahren.
Die Wertentwicklung von Wohnimmobilien spielt hierzulande für die Rendite nur
eine untergeordnete Rolle. Es gibt auch keinen klaren Zusammenhang zwischen
Inflation und Wertveränderungen. In Deutschland kam es beispielsweise trotz
steigender Inflation zeitweise zu sinkenden Immobilienpreisen.
In anderen Ländern war die reale Rendite teilweise noch deutlich höher als in
Deutschland. Dies hängt vor allem mit der sehr unterschiedlichen Wertentwicklung
von Wohnimmobilien in den einzelnen Ländern zusammen. Während der Wert von
Wohnimmobilien in Deutschland seit 1996 nur um 3,5 Prozent stieg, legten die
Preise beispielsweise in Frankreich um gut siebzig Prozent zu. Im Unterschied zu
anderen Ländern dürften sich die Immobilienwerte in Deutschland deshalb auch in
Krisenzeiten als sehr wertstabil erweisen.
Die Volkswirte der Postbank warnen allerdings davor, diese Ergebnisse ungeprüft
auf einzelne Objekte zu übertragen. "Bekanntermaßen spielt für die
Ertragsaussichten einer Immobilie vor allem die Lage eine entscheidende Rolle.
Die Entwicklung der Mieten und Immobilienpreise unterscheidet sich in einzelnen
Regionen erheblich voneinander", so Marco Bargel.
Die vollständige Studie "Postbank Perspektiven" für den Juli und zurückliegende
Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.
Postbank
Bonn, 25. Juni 2009
nach oben