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Heizölpreise in Deutschland & Rohölpreise auf dem Weltmarkt
FastEnergy-Heizölpreise
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Betriebskosten, Wohnnebenkosten
Betriebskosten 2003
Quelle: Statistik BBU
| Kostenart |
Betrag |
| |
€ / m² Monat |
| Raumheizung |
0,555 |
| Warmwasser |
0,186 |
| Wasserversorgung |
0,233 |
| Entwässerung |
0,267 |
| Hausreinigung |
0,246 |
| Aufzuganlagen |
0,221 |
| Müllabfuhr |
0,198 |
| Hauswart |
0,196 |
| Grundsteuer |
0,176 |
| Versicherung |
0,067 |
Entwicklung der Wohnnebenkosten 2004
Veränderung zu 2000 in %
Quelle: Institut für Städtebau,
Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS)
Berlin
| flüssige Brennstoffe |
- 0,8 |
| Nettokaltmieten |
+ 4,5 |
| Wohnungsmieten |
+ 4,8 |
| feste Brennstoffe |
+ 4,8 |
| Lebenshaltungskosten |
+ 6,1 |
| Wasserversorgung |
+ 6,2 |
| Wohnungsnebenkosten |
+ 7,3 |
| Müllabfuhr |
+ 8,0 |
| Abwasserentsorgung |
+ 9,1 |
| Strom |
+ 18,7 |
| Gas |
+ 21,4 |
Betriebskostenspiegel Deutschland
2004 und 2005
Quelle: DMB
|
Betriebskostenspiegel Deutschland |
|
im Æ, gewichtet |
€/m² Monat |
|
|
2005 |
2004 |
Zunahme |
|
Heizung |
0,76 |
0,69 |
10,1% |
|
Wasser, Abwasser |
0,39 |
0,37 |
5,4% |
|
Grundsteuer |
0,21 |
0,20 |
5,0% |
|
Hauswart |
0,20 |
0,18 |
11,1% |
|
Warmwasser |
0,19 |
0,17 |
11,8% |
|
Aufzug |
0,18 |
0,13 |
38,5% |
|
Müll |
0,18 |
0,15 |
20,0% |
|
Gebäudereinigung |
0,13 |
0,12 |
8,3% |
|
Versicherungen |
0,13 |
0,11 |
18,2% |
|
Gartenpflege |
0,10 |
0,08 |
25,0% |
|
Antenne/Kabel |
0,09 |
0,08 |
12,5% |
|
Strom allg. |
0,05 |
0,04 |
25,0% |
|
Straßenreinigung |
0,05 |
0,04 |
25,0% |
|
Schornsteinfeger |
0,04 |
0,04 |
0,0% |
|
sonstige |
0,04 |
0,04 |
0,0% |
|
gesamt |
2,74 |
2,44 |
12,3% |
Entwicklung der Wohnnebenkosten
Æ 2000-2006 und 2006
Quelle: Institut der dt. Wirtschaft (IW)
|
|
Æ 2000-2006 |
im Jahr 2006 |
|
Nebenkosten gesamt |
4,1% |
7,4% |
|
darunter: |
|
|
|
Gas |
7,9% |
17,7% |
|
Zentralheizung, Fernwärme |
8,0% |
14,9% |
|
Heizöl |
6,3% |
10,7% |
|
Strom |
4,3% |
4,0% |
|
Instandhaltung, Reparatur |
1,2% |
2,7% |
|
Müllabfuhr |
2,1% |
2,7% |
|
Wasserversorgung |
1,6% |
1,6% |
|
Abwasserversorgung |
1,7% |
1,0% |
|
zum Vergleich: |
|
|
|
Wohnungsmieten |
1,1% |
1,0% |
|
allg. Verbraucherpreise |
1,6% |
1,7% |
Entwicklung der Wohnnebenkosten
2005, Veränderung zum Vorjahr, Daten: GdW
| kalte Nebenkosten |
+1,5% |
| Müllabfuhr |
+2,4% |
| Wasserversorgung |
+2,0% |
| Abwasserentsorgung |
+0,5% |
| sonstige Betriebskosten |
+0,9% |
| warme Nebenkosten |
+11,8% |
| Heizöl |
+32,0% |
| Fernwärme |
+14,4% |
| Gas |
+10,5% |
| Strom |
+4,2% |
| feste Brennstoffe |
+1,0% |
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Energie: Kosten und Preise
Energie: Kosten und Preise, Beispiele:
:: Aktuelle Heizölpreise in Deutschland (aktuell)
:: Brennstoffkostenvergleich Öl : Gas 1996 - 2005 (2005)
:: Heizöl auch 2006 preiswerter als Gas (02.2007)
:: Heizöl ist weiterhin preisgünstiger als Erdgas (10.2006)
:: Heizöl mit Brennwerttechnik ist preiswerter als Holzpellets (02.2007)
:: Öl-Zentralheizung mit günstigen Betriebskosten (08.2006)
:: Solarstrom, Investitionen und Strompreis (09.2006)
:: zum Thema Strompreise (04.2006)
:: Was kostet ein Liter warmes Wasser? (02.2007)
Link zu:
::
richtigbauen.de
/ Info / Energie
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Trotz allgemein hoher Energiepreise
Heizöl ist weiterhin preisgünstiger als Erdgas
Heizöl war im Februar bundesdurchschnittlich 272 Euro preisgünstiger zu beziehen
als Erdgas. Während die 3000-Liter Partie Heizöl 1733 Euro kostete, mussten für
die gleiche Menge Erdgas (33.540 kWh und Grundgebühr) 2005 Euro bezahlt werden.
Das sind knapp 16 Prozent mehr. Diese Werte gehen aus den regelmäßigen
Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“ hervor.
Noch deutlicher fällt der Preisunterschied bei einer Lieferpartie von 1600
Litern aus, einer Menge, die in neueren, gut gut isolierten Häusern eher einem
Jahresverbrauch entspricht. In diesem Fall war Erdgas im Februar
bundesdurchschnittlich rund 22 Prozent beziehungsweise 207 Euro teurer.
Mit den jüngsten Vergleichszahlen wird der seit 28 Jahren anhaltende
Brennstoffkostenvorteil von Heizöl fortgesetzt. Zusammenaddiert ergibt sich bei
einer jährlichen Abnahmemenge von 3000-Litern Heizöl bzw. 33. 540 kWh Erdgas
plus Grundgebühr für den Zeitraum von Anfang 1978 bis Ende 2005 ein
bundesdurchschnittlicher Preisvorteil für Heizöl von insgesamt 7171 Euro.
IWO, Pressedienst Modernes Heizen
Nr. 149, März 2006
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Öl-Brennwertheizung mit Solar für nur 43 Euro pro Monat
Eine effektive Möglichkeit, langfristig den gestiegenen Energiepreisen Herr zu
werden, ist die Anschaffung effizienter Heiztechnik. Staatliche Förderung durch
Direktzuschuss, Steuerbonus und zinsgünstige Finanzierungshilfe machen die
Investition in ein sparsames Öl-Brennwertgerät mit Solarkomponente zurzeit
besonders attraktiv. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) hat
ausgerechnet: Eine umweltschonende Öl-Brennwertheizung mit Solar ist unterm
Strich schon für 43 Euro im Monat zu haben. Sein Erspartes braucht man da gar
nicht anzutasten.
Die den Modellrechnungen zugrunde gelegten Eckdaten: ein vor 1984 errichtetes
Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern beheizter Wohnfläche und einem bisherigen
Jahresheizölverbrauch von 3500 Litern. Die Optimallösung: der Ersatz des
veralteten Ölstandardheizkessels durch einen effizienten Öl-Brennwertkessel mit
einer solarthermischen Anlage, die nicht nur zur Warmwasserzeugung, sondern auch
zur Heizungsunterstützung eingesetzt wird. Eine solche Kombination mit einem
Energieeinsparpotenzial von bis zu 40 Prozent kostet im IWO-Beispiel
einschließlich einer zehn Quadratmeter großen Solaranlage und eines 750 Liter
fassenden bivalenten Warmwasserspeichers 14.100 Euro, worin insgesamt 3400 Euro
handwerkliche Lohnkosten (1200 für Kessel- und 2200 für Solarinstallation)
enthalten sind.
An der Solaranlage beteiligt sich der Staat mit einem Direktzuschuss von 108
Euro je Quadratmeter Kollektorfläche (Stand: 19. Mai 2006), also mit insgesamt
1080 Euro. Da zudem seit Anfang des Jahres ein Steuerbonus auf handwerkliche
Lohnleistungen gewährt wird (pro Haushalt jährlich 20 Prozent von maximal 3000
Euro, mithin höchstens 600 Euro), reduziert sich der Gesamtaufwand im Beispiel
um weitere 600 Euro. Der Steuerbonus unterliegt nämlich nicht dem persönlichen
Steuersatz, sondern wird im Zuge der Jahreseinkommensteuererklärung direkt von
der Steuerschuld abgezogen.
Verbleiben rund 12.400 Euro, die mit einem staatlichen Darlehen über die
KfW-Förderbank (Programm „Wohnraum Modernisieren, Öko-Plus“) zu einem auf zehn
Jahre festgeschriebenen Zinssatz von nur 3,15 Prozent (Stand 19. Mai 2006)
finanziert werden können. Bei zehnjähriger Laufzeit beträgt die Zins- und
Tilgungsleistung nach einem (vorgeschriebenen) tilgungsfreien Anlaufjahr pro
Quartal 396,92 Euro (monatlich rund 132 Euro). Nach den zehn Jahren ist die neue
Heizanlage komplett bezahlt. Demgegenüber steht auf Basis des
bundesdurchschnittlichen April-Heizölpreises von 63,6 Cent eine potenzielle
Brennstoffkostenersparnis von jährlich 890 Euro (monatlich rund 74 Euro). Der
zusätzliche Finanzaufwand für die sparsame Kombination Öl-Brennwertheizung mit
Solar beträgt damit bei der Optimallösung nur 58 Euro pro Monat.
Wird die Solaranlage ausschließlich für die Warmwasserbereitung genutzt, fällt
die Rechnung im selben Modellhaus noch günstiger aus. Öl-Brennwertgerät und
Solarkomponente kosten dann nur 12.000 Euro, weil die Kollektorfläche mit 4,6
Quadratmeter kleiner ausfallen kann. Als Solarzuschuss gibt es aber lediglich 84
Euro je angefangenem Quadratmeter, insgesamt 420 Euro. Bei kleinerer Solaranlage
sinkt zudem der handwerkliche Lohnkostenanteil auf insgesamt 2700 Euro, sodass
540 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden können. Bleibt ein
Finanzierungsbedarf von rund 11.000 Euro. Zu denselben KfW-Konditionen wie im
ersten Beispiel und bei ebenso hohem Einsparpotenzial geht hier die Rechnung so
auf: Die Quartalsrate für Zins und Tilgung beträgt 352,11 Euro. Das sind
monatlich rund 117 Euro, abzüglich der Brennstoffkostenersparnis von 74 Euro je
Monat ergibt sich: Öl-Brennwerttechnik mit Solar ist schon für rund 43 Euro im
Monat zu haben. Auch in diesem Fall ist die Anlage nach zehn Jahren komplett
bezahlt.
Wird ein Öl-Brennwertgerät ohne Solarunterstützung installiert, ist die
Finanzierung über ein KfW-Darlehen („Wohnraum Modernisieren, Standard“)
gleichfalls lohnend. Hier gelten zurzeit ein Festzinssatz von 3,05 Prozent und 4
Prozent Disagio. Bei einem Anschaffungspreis von 8500 Euro, 300 Euro Steuerbonus
und einem Energieeinsparpotenzial bis zu 30 Prozent (jährlich 1050 Liter, 668
Euro) müssen in demselben Modellhaus pro Monat rund 35 Euro zusätzlich für die
neue Ölheiztechnik aufgebracht werden. Wiederum ist die Anlage nach zehn Jahren
voll bezahlt. Anschließend kommt in allen drei Beispielen die gesamte
Brennstoffkostenersparnis dem Haushaltsbudget zugute.
IWO Pressedienst
Ausgabe Nr. 150, Mai 2006
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Heizungsmodernisierung: Einsparpotenziale, Investition und Amortisation
| Technik |
Ersparnis |
Ersparnis
bis zu €/a |
Investition
in € ab |
Amortisation
in a |
| Wärmepumpe (Sole/Wasser) |
- 58 % |
1.450 |
22.100 |
15,2 |
| Wärmepumpe (Luft/Wasser) |
- 50 % |
1.250 |
17.900 |
14,3 |
| Pelletskessel |
- 40 % |
1.000 |
10.000 |
10,0 |
| Brennwertkessel (Öl o. Gas) |
- 28 % |
700 |
4.100 |
5,9 |
| Niedertemperaturkessel (Öl o. Gas) |
- 20 % |
500 |
3.800 |
7,6 |
| Solaranlage |
- 6 % |
150 |
1.400 |
9,3 |
Vergleichsbasis: Gebäude mit 140 m2, Bj. 1980 (Haus + Altkessel),
Verbrauchs-/Betriebskosten: 2.500 € bei 34.000 kWh. Energiepreise (1/2006):
Öl/Gas: 0,60 €/I/m3, Pellets: 169 €/t, Strom (WP): 0,12 €/kWh, Strom: 0,16
€/kWh. Gerundete Verbrauchs- und Betriebskosten unter Vervendung von BDH- und
Standardwerten (EID). Investitionskosten entsprechen üblichen Marktpreisen inkl.
Zubehör und MwSt., ohne Montagekosten. Amortisation auf jetzigem
Energiepreisniveau und ohne Kapitalkosten.
Quelle: Viessmann, Fachnews Nr. 12, Juni 2006
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Strom- und Wasserpreise Berlin 1991/1992-2006


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Wasserpreistabelle vergleicht Äpfel mit Birnen.
Infrastrukturen machen bis zu 80 % des Wasserpreises aus.
Wasserpreise unterliegen in Deutschland der behördlichen Kontrolle.
Die von SPIEGEL ONLINE veröffentlichte Preistabelle versucht den Eindruck zu
erwecken, als ob sich in den Wasserpreisen eine überall identische
Dienstleistung widerspiegeln würde. Da diese überall identisch sei, dürfe es
keine Preisunterschiede geben, so die Argumentation des Mediums. Dem ist nicht
so. Das bestätigt ebenfalls der SPIEGEL ONLINE-Bericht, wenn darin von
„nachvollziehbaren Gründen für Preisunterschiede“ die Rede ist. Damit gibt die
Redaktion zu, dass sie Äpfel mit Birnen vergleicht.
Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Es stellt nach Bundestagsbeschluss ein
natürliches Monopol dar. Gerade deshalb unterliegen die Wasserpreise bereits
heute einer doppelten Kontrolle. Erstens dürfen nur die durch die
Wasserbereitstellung entstandenen Kosten an die Kunden weiterberechnet werden.
Grundlage dafür ist das Kostendeckungsprinzip. Zweitens wird die Preisbildung
von Kommunen und Behörden überwacht. Wenn in zwei benachbarten Städten
Wasserpreise deutlich voneinander abweichen, dann liegt es insbesondere an
unterschiedlichen Kostenstrukturen, Versorgungsgebieten, Wasserressourcen und
Verbrauchermengen.
Lokal und regional unterschiedlich sind die Arten der Gewinnung von Wasser aus
Grund-, Quell-, und Oberflächenwasser, die Aufbereitung, Netze und Anlagen sowie
der Umwelt- und Gewässerschutz. Hinzu kommen unterschiedliche rechtliche
Vorgaben der Bundesländer sowie der zuständigen Gesundheits- und Wasserbehörden.
Ein weiterer Kostenfaktor sind unterschiedlich hohe staatliche Sonderabgaben,
diese können bis zum Faktor 10 differieren.
Der demografische Wandel trägt ebenfalls zur Kostenbelastung bei. Weniger
Verbraucher bedeuten, dass die Kosten auf weniger Kunden umgelegt werden und
damit ein Verbraucher mehr zahlen muss. Diese Tatbestände sind den
Kartellbehörden bekannt.
BGW
Berlin, 30.05.2007
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Wassertanks amortisieren sich - aber spät
Wer mit Hilfe einer Regenwasseranlage die Kosten für das Sprengen des Rasens,
den Betrieb der Waschmaschine und der WC-Spülung senken will, muss kräftig
investieren und lange warten, bis sich die Investition lohnt.
Wasser ist teuer und wenn in den offenbar häufiger werdenden Dürrezeiten der
Garten nach dem Nass lechzt, schnellt der Verbrauch erst recht in die Höhe. Das
Immobilienportal Immowelt.de hat einmal nachgerechnet, wann sich die Investition
in eine Regenwasseranlage lohnt. Ergebnis: Eigenheimbesitzer müssen zum Beispiel
in Berlin länger als zehn Jahre warten, bis die Einsparungen die
Anschaffungskosten gedeckt haben, hat das Immobilienportal Immowelt.de
errechnet.
Die Kosten für Anschaffung und Installation eines Speichermoduls mit einem
Fassungsvermögen von 6.500 Liter Wasser inklusive des kompletten Zubehörs
belaufen sich auf knapp 5.000 Euro. Mit einem solchen Tank lassen sich für die
WC-Spülung, die Waschmaschine, für das Putzen und für die Gartenbewässerung
jährlich rund 90.000 Liter Trinkwasser einsparen.
Wie schnell sich die Investition in den Tank amortisiert, hängt vom Wasserpreis
ab und der kann von Region zu Region stark schwanken, berichtet das
Immobilienportal Immowelt.de. Bis zu 300 Prozent können die Unterschiede
ausmachen. Mit 5,09 Euro pro Kubikmeter liegt beispielsweise die Hauptstadt
Berlin im oberen Mittelfeld. Bei diesem Preis ist eine Einsparung durch einen
Wassertank von 450 Euro pro Jahr realistisch. Das heißt: Erst nach mehr als zehn
Jahren hat sich die Investition amortisiert. Etwas schneller rechnet sich die
Anschaffung in Freiburg, wo der Preis für Wasser und Abwasser mit 6,20 Euro pro
Kubikmeter besonders hoch ist.
Dagegen ist die Aussicht auf Amortisation in Bayern, wo die Wasserpreise
vielfach weit unter dem Durchschnitt liegen, besonders gering. In Ingolstadt
beispielsweise kosten Wasser und Abwasser nur 2,18 Euro pro Kubikmeter.
Eine Abwassergebühr für genutztes Regenwasser wird übrigens in vielen Gemeinden
gar nicht oder nur mit sehr geringen Sätzen berechnet. Fazit des
Immobilienportals Immowelt.de: Wer in eine Regenwasseranlage investieren will,
muss lange warten, bis das Geld zurückkommt, zumal Kapitalkosten noch nicht
eingerechnet sind. Wer aber langfristig denkt, kann damit tatsächlich Geld
sparen.
Pressedienst immowelt.de
vom 16.08.2007
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TRINKWASSER GESICHERT – ABER ZU WELCHEM PREIS?
BBU: Frau Lompscher muss Verbraucherschutz stärker im Blick haben
Berlin – Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU)
kritisiert bei dem heute vorgestellten Wasserversorgungskonzept eine
unzureichende Verbraucherorientierung. „Es ist bezeichnend, dass in dem Papier
die Entwicklung der Wassertarife praktisch keine Rolle spielt. Sie ist aber eine
ganz wesentliche Zukunftsfrage. Die Senatsverwaltung von Frau Lompscher sollte
sich darauf besinnen, dass sie auch bei den Tarifen für Verbraucherschutz
zuständig ist“, so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt.
Die Sicherung der Berliner Wasserqualität sei sehr wichtig. „Zu einem
Versorgungskonzept gehört aber auch die kritische Auseinandersetzung mit der
bisherigen und der zukünftigen Tarifentwicklung“, so Burkardt. „Deshalb wäre es
wünschenswert, wenn Frau Lompscher sich auch bei den Tarifen für die Verbraucher
einsetzen würde, und Konkretes zur zukünftigen Tarifgestaltung gesagt hätte.“
Die steigenden Grundwasserpegel in Berlin seien auch auf den rückläufigen
Wasserverbrauch zurückzuführen. Wesentliche Ursache hierfür sei wiederum, dass
der Preis für den Kubikmeter Wasser in Berlin seit 2003 um fast 30 Prozent
angehoben wurde. Damit seien hunderte nasse Keller in Spandau, Friedrichshain
oder anderen Stadtteilen auch Folge der hohen Berliner Wasserpreise. Spielräume
zur Tarifsenkung könnten sich beispielsweise durch einen Verzicht des Landes
Berlin auf das Grundwasserentnahmeentgelt ergeben, so Burkardt. 2007 nahm das
Land durch das Entgelt fast 50 Millionen Euro ein.
Burkardt kritisierte, dass das Versorgungskonzept ohne Beteiligung wesentlicher
Verbrauchergruppen erarbeitet wurde. „Der BBU vertritt in Sachen Betriebskosten
die Interessen von fast 1,3 Millionen Mieterinnen und Mietern“, unterstrich
Burkardt. Wasser sei bei den Betriebskosten mit 22 Prozent der zweitgrößte
Posten nach Heizenergie (35 %). Für die Gebäudeeigentümer bedeute das steigende
Grundwasser höhere Investitionskosten, etwa wenn Aufzugsschächte leer gepumpt
werden müssten. Burkardt: „Alle unmittelbar Betroffenen müssen deshalb zum
Versorgungskonzept gehört werden.“
Die Auswertungen der neuesten BBU-Preisdatenbank haben ergeben, dass Berlin mit
einem Kubikmeterpreis von 5,10 Euro für Trink-, Ab- und Niederschlagswasser
unter den deutschen Großstädten einen klaren ersten Platz belegt. Der
Kubikmeterpreis liegt in München bei lediglich 3,22 Euro. Bei einem
Jahresverbrauch von 100 Kubikmetern zahlt ein Berliner Haushalt demnach 188 Euro
oder knapp 60 Prozent mehr als ein Münchener.
Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften
der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen
bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller
Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land
Brandenburg.
BBU, 15.05.2008
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Die Preistreiber im Haushaltsbuch
Die Verbraucher in Deutschland leiden unter dem starken Anstieg der
Lebenshaltungskosten. Haushaltsenergiekosten, Benzin- und Lebensmittelpreise
galoppieren seit Monaten davon und sind die treibenden Kräfte für
Inflationssorgen. Im Durchschnitt stiegen die Verbraucherpreise von Mai 2005 bis
Mai 2008 um sieben Prozent. Heizöl jedoch schnellte um 83 Prozent nach oben, Gas
wurde um 29 Prozent teurer, Strom um 18 Prozent. Tanken ist so teuer wie nie
zuvor. In den vergangenen drei Jahren stieg der Preis für Dieselkraftstoff um 38
Prozent, für Superbenzin um 25 Prozent und für Normalbenzin um 24 Prozent. Auch
für Lebensmittel mussten die Verbraucher tiefer in die Taschen greifen.
Milchprodukte und Eier wurden um 20 Prozent teurer, Gemüse um 17 Prozent und
Brot um 12 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt; eigene Berechnungen
Aussender: Postbank, Diagraphen, 17.07.2008
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Immobilien: vermieten, mieten, modernisieren - Fakten & Probleme
Die kleine Sammlung von Pressemitteilungen von Haus und Grund (bzw. BSI /
GdW) verdeutlicht
die Misere: Konzerne und "Vater" Staat langen dem Volk dermaßen in die
Taschen, dass das Geld für das wohnen knapp wird. Investitionen in
Modernisierungen im Bestand scheitern somit zunehmend am Eigenkapital,
Mietrückstände verschlechtern die Situation. Die Ertragssituation zeichnet ein
ernüchterndes Bild vom Kapitalismus im Immobiliensektor. Der als "Klimaschutz"
deklarierte Ablasshandel ist somit immer schwerer finanzierbar, dennoch wird im
Interesse bestimmter Kreise weiter an den Daumenschrauben gedreht. Auch wenn sie
im §5 des EEG (Energieeinspargesetzes, ja das gibt es auch noch) trotz
Novellierung noch verankert ist - auf Wirtschaftlichkeit achten nur die, die
selbst finanzieren (müssen), der Gesetzgeber blendet diesen wichtigen Passus
aus. Qui bono?
* * *
2,2 Milliarden Euro - Mietrückstände weiter auf hohem Niveau
Haus & Grund warnt vor wirtschaftlichen Schäden bei privaten Vermietern
Nach Schätzungen der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund hat sich die
Summe der Mietrückstände in Deutschland auf hohem Niveau stabilisiert.
Insgesamt verzeichnen die Vermieter in Deutschland nach
aktuellen Erhebungen mit rund 2,2 Milliarden Euro ähnlich hohe Mietausfälle wie
im Jahr 2005. Rückständige Betriebskosten-Zahlungen sind dabei nicht
berücksichtigt.
Als Ursache für diese Entwicklung sieht Haus & Grund insbesondere die zunehmende
Verschuldung privater Haushalte und Arbeitslosigkeit. „Außerdem belasten die
rasant gestiegenen Energiepreise die Mieter zusätzlich“, erklärte Haus &
Grund-Präsident Rolf Kornemann.
Das Mietniveau käme als Grund für die Mietrückstände kaum in Betracht.
Die Kaltmieten seien seit 2002 nur um insgesamt knapp
fünf Prozent gestiegen und hätten sich damit deutlich unterhalb der Steigerung
der allgemeinen Lebenshaltungskosten bewegt, die im gleichen Zeitraum ein Plus
von acht Prozent verzeichneten. Gleichzeitig legten die Wohnnebenkosten
allerdings um 25 Prozent zu.
Die Mietausfälle betragen insgesamt knapp zwei Prozent
der jährlichen Mietzahlungen in Deutschland in Höhe von rund 114 Milliarden
Euro. „Die rückständigen Mietzahlungen sind allerdings nicht
gleichmäßig verteilt, sondern treffen einzelne Vermieter sehr viel stärker“,
warnt Kornemann vor den wirtschaftlichen Schäden. Bei privaten Vermietern stehe
bei einem längeren Ausfall der Mietzahlungen nicht nur die Finanzierung der
Immobilie in Frage. Es drohe sogar die Insolvenz des Vermieters und häufig der
Verlust der privaten Altersvorsorge. „Auch notwendige Renovierungs- oder
Energiesparmaßnahmen an den Gebäuden sind dann nicht mehr finanzierbar“,
unterstreicht der Haus & Grund-Präsident.
Haus und Grund
07.02.2008
* * *
Nur jeder 5. Vermieter erhöht die Miete nach Modernisierung
Haus & Grund: Mietenniveau ist zu niedrig, um Klimaschutzziele zu erreichen
Private Vermieter scheitern in den meisten Fällen an der Realisierung der
Mieterhöhung, wenn sie ihre Immobilie energetisch verbessern. Nach einer
aktuellen Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) konnten
private Vermieter seit 2002 in nur 20 Prozent der Modernisierungsfälle die
Mieter über eine Mieterhöhung an den Kosten beteiligen. „In den anderen Fällen
haben die Vermieter die Investitionskosten alleine getragen, während die Mieter
von den Maßnahmen profitierten“, erläutert der Präsident der
Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund, Rolf Kornemann. Das Mietenniveau in
Deutschland ist nach seiner Auffassung deshalb zu niedrig, um die
Klimaschutzziele im Gebäudebestand mittelfristig zu erreichen.
Nach seiner Einschätzung belege die Studie, dass das Gesetz dem Vermieter nur
theoretisch die Möglichkeit biete, den Mieter mit einer Mieterhöhung um jährlich
elf Prozent der Kosten an der Modernisierung zu beteiligen. Aber dieses Vorhaben
scheitere in der Praxis häufig an den gesetzlichen oder von der Rechtsprechung
festgelegten formalen Anforderungen an die Modernisierungsmieterhöhungen.
Die Kaltmieten in Deutschland sind seit 2002 um
lediglich fünf Prozent gestiegen. Das mache sich auch in der wirtschaftlichen
Bilanz der privaten Vermieter bemerkbar. 40 Prozent der Vermieter erzielen laut
BBR-Studie mit ihrer Immobilie keinen Gewinn, bei 20 Prozent gibt es sogar
Verluste. Folglich werden von den Vermietern ein zu niedriges
Mietniveau und zu geringes Eigenkapital als größte Investitionshemmnisse
angegeben.
„Der finanzielle Spielraum der privaten Vermieter ist zu eng. Geringere
Energiekosten und Klimaschutz werden auch für Mieter nicht zum Nulltarif zu
bekommen sein“, so Kornemann.
Haus und Grund
12.02.2008
* * *
Mehrheit der Mietwohnungen erwirtschaftet keinen Gewinn
EckhausHaus & Grund warnt vor energetischen Nachrüstpflichten im
Wohnungsbestand
Die privaten Vermieter konnten in den vergangenen fünf Jahren bundesweit nur mit
etwa 40 Prozent der angebotenen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern Gewinne
erzielen. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund
Deutschland hin. Einer im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
erstellten Studie zufolge lag der Anteil der Wohnungen, die nur kostendeckend
bewirtschaftet werden konnten, ebenfalls bei 40 Prozent. Zu knapp 19 Prozent
erfolgte die Bewirtschaftung unter Verlusten.
In Ostdeutschland fallen die Erhebungsergebnisse noch dramatischer aus. Für eine
Mehrheit von 43 Prozent der Gebäude ergaben sich in den letzten fünf Jahren
Verluste, nur etwa 20 Prozent erwirtschafteten Gewinne.
„Vielen privaten Vermietern fehlt angesichts ihrer
verheerenden Ertragssituation der finanzielle Spielraum für energetische
Sanierungsmaßnahmen“, betonte der Präsident von Haus & Grund
Deutschland, Rolf Kornemann. Er warnte die Bundesregierung davor, bei der
anstehenden gesetzlichen Umsetzung ihres Klima- und Energiepaketes die
Immobilieneigentümer mit neuen energetischen Nachrüstpflichten zu belasten.
Angesichts des immensen wirtschaftlichen Drucks könnten die privaten Eigentümer
keine Pflichtinvestitionen mehr schultern. „Eine Beteiligung der Mieter an den
Kosten energetischer Sanierungen lässt der Markt mit seinem hohen
Wohnungsleerstand vielfach nicht zu“, so Kornemann. Bei einem bundesweiten
Leerstand von acht Prozent ist der Anteil der leerstehenden Wohnungen in
Ostdeutschland mit zwölf Prozent fast doppelt so hoch wie im Westen mit sieben
Prozent.
Haus und Grund
07.04.2008
* * *
Haus & Grund: Energie- und Klimapolitik mit Augenmaß
Delegiertenversammlung von Haus & Grund Deutschland bekräftigt politische
Forderungen
Haus & Grund Deutschland hat seine Forderung nach einer Energie- und
Klimapolitik mit Augenmaß bekräftigt. Einstimmig verabschiedeten die Delegierten
der Eigentümerschutz-Gemeinschaft auf ihrer diesjährigen Versammlung in Berlin
eine entsprechende Resolution. Darin unterstreichen die
privaten Immobilieneigentümer ihre Mitverantwortung für einen schonenden Umgang
mit knappen Energieressourcen. Es sei aber auch in Zukunft unabdingbar, nur
solche Maßnahmen weiterzuverfolgen, die unter Beachtung des
Wirtschaftlichkeitsgebotes den effizientesten Beitrag zum Klimaschutz leisteten.
Die Wahl der Mittel zur Erreichung der Klimaschutzziele müsse den Eigentümern
überlassen bleiben.
Rolf Kornemann, Präsident von Haus & Grund Deutschland, betonte den wichtigen
Beitrag privater Immobilieneigentümer für den Klimaschutz.
„Jährliche Investitionen zur Sanierung und Modernisierung des
Wohnungsbestandes in Höhe von ca. 75 Milliarden Euro sind schon heute ein
wesentlicher Beitrag zu mehr Energieeffizienz“, so Kornemann. Da seit
Jahren etwa 60 Prozent des Wohnungsangebotes privater Vermieter keine Erträge
erwirtschafte, seien weitere Belastungen durch das Klimaschutzprogramm der
Bundesregierung unzumutbar. Das geltende Mietrecht und der entspannte
Wohnungsmarkt ließen eine Beteiligung der Mieter an den Kosten energetischer
Sanierungen vielfach nicht zu.
Haus und Grund
30.05.2008
* * *
BSI begrüßt Verzicht auf Kürzungsrecht für Mieter
Zweites Klimapaket erreicht Grenze der wirtschaftlichen Tragbarkeit
„Mit der Verabschiedung des zweiten Klimapakets im Bundeskabinett sind
weitgehend praxisgerechte und – im Gegensatz zum EEWärmeG – prinzipiell auch
wirtschaftliche Lösungen gefunden worden“, begrüßte Lutz Freitag, Vorsitzender
der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und
Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
Positiv werte die BSI vor allem den Verzicht auf Nachrüstverpflichtungen für
selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, auf eine umfangreiche Erweiterung
von Nachrüstpflichten in Mehrfamilienhäusern sowie auf ein Kürzungsrecht für
Mieter bei den Heizkosten. Dies ermögliche weiterhin zielgerichtete
Investitionen der Gebäudeeigentümer in den Klimaschutz.
„Mit diesen ab 2009 geltenden Mindestanforderungen an
die Energieeffizienz bei Neubau und Modernisierungen ist das Ende der
Fahnenstange erreicht“, so Freitag. Eine weitere Erhöhung
energetischer Mindestanforderungen wäre wirtschaftlich nicht tragbar.
Schon jetzt würde die Verschärfung der Anforderungen um
30 Prozent zu deutlichen Mehrkosten führen, das ohnehin sehr kostenintensive
Bauen und Modernisieren werde damit noch teurer.
Maßnahmen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes müssten sich jedoch
rechnen. Eine Refinanzierung von Investitionen in Energieeinsparung im
vermieteten Bestand könne nicht über eingesparte Energiekosten, sondern nur über
Mieterhöhungen erfolgen. Geschehe die Wirtschaftlichkeitsberechnung für die
Investitionen auf dieser Basis, würden sich etliche Maßnahmen als
unwirtschaftlich erweisen. Größte Sanierungshemmnisse seien fehlende
Mieterhöhungsspielräume im vermieteten Bestand und fehlende
Finanzierungsmöglichkeiten für die hohen Investitionssummen bei selbstgenutztem
Wohneigentum.
Mit Blick auf die anspruchsvollen energetischen Mindestanforderungen an Gebäude
sei es an der Zeit, die Rahmenbedingungen für die Investitionen zu verbessern.
Dies gelte auch für die Verlässlichkeit von Förderkrediten.
Haus und Grund
19.06.2008
* * *
Klimaschutz kostet Geld
BSI präsentiert Studie zur Wirtschaftlichkeit energiesparender Maßnahmen bei
Wohnimmobilien
„Die energiesparende Modernisierung eines
durchschnittlichen Einfamilienhauses kostet rund 45.000 Euro“,
erklärte Lutz Freitag, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der
Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Bei einem
Mehrfamilienhaus mit 860 Quadratmetern würden die Kosten gut 180.000 Euro
betragen. Dabei handele es sich aber „nur“ um die energetische Modernisierung,
also die Erneuerung von Gebäudehülle und Heizung. Um darüberhinaus
auch einen modernen Wohnstandard bieten zu können, wie z. B. ein zeitgemäßes
Bad, einen Balkon oder einen Fahrstuhl, müsse noch mehr Geld in die Hand
genommen werden.
Dies habe eine von der BSI in Auftrag gegebene Studie des Institutes Wohnen und
Umwelt GmbH (IWU) ergeben. Gegenstand der Studie sei die Wirtschaftlichkeit
energiesparender Maßnahmen für die selbstgenutzte Wohnimmobilie und den
vermieteten Wohnungsbestand in Bezug auf die Anforderungen der
Energieeinsparverordnung (EnEV) ab 2009. Für das vermietete Gebäude ergeben sich
je nach Wohnungsmarkt sehr differenzierte Ergebnisse - von ganz unwirtschaftlich
bis wirtschaftlich. Für den Selbstnutzer ergebe sich über 20 Jahre rechnerisch
zwar eine Wirtschaftlichkeit der energieeinsparenden Maßnahmen. Die Problematik
liege aber darin, dass die Kosten für die Modernisierung sofort aufgebracht
werden müssten, während der finanzielle Vorteil erst zwei Jahrzehnte später zum
Tragen komme.
Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit energiesparender
Modernisierungsmaßnahmen für vermietete Gebäude sei die Durchsetzbarkeit der
vollen zulässigen Mieterhöhungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), so
Freitag. In der Realität könnten die Kosten des Vermieters für eine energetische
Modernisierung aber nur begrenzt an die Mieter weitergegeben werden.
Allein die energetische Modernisierung der Gebäudehülle
und Heizung koste den Mieter rund einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im
Monat zusätzlich, während die Heizenergieeinsparung im besten Fall 80 Cent
betrage. Viele Mieter seien finanziell nicht in der Lage, noch mehr Belastungen
zu tragen. Dies sei ein wesentliches Modernisierungshemmnis:
„Wohnungsunternehmen und private Vermieter stoßen an ihre Grenzen, wenn
Mieterhöhungen nicht realisierbar und damit Maßnahmen von vornherein
unwirtschaftlich sind“, erklärte der BSI-Vorsitzende.
Die Ergebnisse der Studie zeigen: Wenn energetische Modernisierungen
flächendeckend erfolgen sollen, dürften die Mindestanforderungen - wie sie in
der EnEV festgelegt sind - nicht weiter angehoben werden. Sonst entstünden nur
einzelne Leuchtturmprojekte, aber keine flächendeckende Modernisierung. Zudem
sollten die Fördermittel für energetische Modernisierungen über 2009 hinaus mit
angemessenen und stetigen Konditionen verlängert und das Gesamtvolumen der
bereitgestellten Mittel erhöht werden. So entstehe Planungssicherheit für die
Unternehmen und privaten Vermieter, um weiterhin Modernisierungen vorzunehmen zu
können. „Das wäre gut für die Mieter und gut für den Klimaschutz“, so der
BSI-Vorsitzende.
Haus und Grund
09.07.2008
* * *
Steigende Energiepreise belasten private Haushalte
Haus & Grund plädiert für reduzierte Mehrwertsteuer auf Energie
Wie das Statistische Bundesamt in dieser Woche mitteilte, steigen die
Energiepreise weiterhin stark an. Der Preis für
leichtes Heizöl verteuerte sich demnach im Juni im Jahresvergleich um über 60
Prozent, der Preis für Gas um 5,3 Prozent und für Strom um 7,2 Prozent.
Vor diesem Hintergrund plädiert die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund
erneut dafür, die privaten Haushalte von staatlichen Abgaben auf Energie zu
entlasten und beim Energiesparen zu unterstützen. Der Präsident von Haus & Grund
Deutschland, Dr. Rolf Kornemann, forderte die Bundesregierung auf, es anderen
EU-Ländern gleich zu tun und für Heizöl, Gas und Strom den Mehrwertsteuersatz zu
reduzieren.
Nach Kornemanns Worten veranlassen die hohen Energiepreise Haus- und
Wohnungseigentümer dazu, ihre Gebäude energetisch zu modernisieren. Für viele
private Eigentümer überstiegen die notwendigen Investitionen allerdings die
finanziellen Möglichkeiten. Daher sei die Bundesregierung aufgefordert, neben
der bereits bestehenden Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau
weitere Hilfen zu gewähren. Kornemann schlug vor, für energetische
Modernisierungen erhöhte Abschreibungssätze zuzulassen und auch für Eigenheimer
die Möglichkeit zu schaffen, derartige Aufwendungen steuerlich geltend machen zu
können. Der Freistaat Bayern habe kurz vor der Sommerpause entsprechende
Vorschläge in den Bundesrat eingebracht, die nun zügig umgesetzt werden müssten.
Haus und Grund
18.07.2008
DIMaGB, 27.07.2008
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BBU-PREISDATENBANK: ENERGIE IMMER TEURER
Fernwärme, Gas, Mieterstrom, Wasser, Müllabfuhr und Grundsteuern:
Land Brandenburg, Berlin und deutsche Großstädte im Vergleich
HEIZEN, WASSER, MÜLL MACHEN LEBEN TEUER
BBU-PREISDATENBANK MACHT VER- UND ENTSORGERPREISE VERGLEICHBAR
Wo muss für Energie, Wasser und Müll am meisten ausgegeben werden? Mit seiner
neuen Preisdatenbank mit Stand 1. Januar 2009 macht der Verband
Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) Preise und ihre
Veränderungen für bis zu 59 Städte im Land Brandenburg sowie Berlin und 18
weitere deutsche Großstädte vergleichbar. Ziel des BBU: Mehr Transparenz durch
bessere Vergleichbarkeit.
Die Berechnungen des BBU basieren auf dem durchschnittlichen Verbrauch eines
standardisierten Modellhaushalts in einem Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen.
BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: „Durch die Standardisierung machen wir
die Preise und Tarife für Fernwärme, Gas, Strom, Wasser und Müll in einzelnen
Städten miteinander vergleichbar. Verbraucher können sich dadurch kritisch mit
ihren regionalen Ver- und Entsorgern auseinander setzen. Hierdurch wollen wir
als Vermieterverband einen Beitrag zu mehr Transparenz leisten.“ Für alle durch
Monopole oder Oligopole erbrachte Ver- und Entsorgungsdienstleistungen mahnte
Burkardt eine konsequente staatliche Marktaufsicht an.
Energie deutlich teurer
Im Januar 2009 waren die Preise für Haushaltsenergie in den vom BBU untersuchten
Städten deutlich höher als im Januar 2008. Besonders ausgeprägt war der
Preisauftrieb bei der Heizenergie. So wurde im brandenburgischen Durchschnitt
Fernwärme um rund 16 und Gas um 15 Prozent teurer. Dabei gab es Anhebungen um
bis zu 37 (Fernwärme) bzw. 32 Prozent (Gas). In den Groß- und Landeshauptstädten
verteuerte sich Fernwärme um knapp 19 und Gas um über 20 Prozent. Beim Strom war
die Verteuerung sowohl im Land Brandenburg als auch in Berlin und den 18
weiteren deutschen Großstädten mit rund vier Prozent geringer.
Teures Landleben
Ver- und Entsorgungsdienstleistungen sind im Land Brandenburg oft deutlich
teurer als in Berlin. Fernwärme kostet im brandenburgischen Durchschnitt rund 60
Prozent und Strom über 15 Prozent mehr als in Berlin. Am deutlichsten ist die
Preisdifferenz mit über 115 Prozent beim Müll. Im Land Brandenburg sind zudem
auch die regionalen Preisunterschiede oft eklatant. Burkardt: „Fernwärme ist in
Falkensee fast doppelt so teuer wie in Spremberg, Müllentsorgung kostet in
Hennigsdorf, Oranienburg und Zehdenick mehr als dreimal so viel wie in Bernau
oder Eberswalde. Wieso?“
Berlin schneidet relativ gut ab – außer beim Wasser
Wasser bleibt in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Millionenstädten sehr
teuer. Bei den anderen vom BBU untersuchten Ver- und Entsorgungsdienstleistungen
schneidet die Stadt hingegen vergleichsweise gut ab. „Der Senat sollte durch
Einrichtung einer von ihm unabhängigen Preisüberwachungsstelle dafür sorgen,
dass das auch so bleibt“, so Burkardt. Außerdem forderte er eine Offenlegung der
Teilprivatisierungsverträge der Berliner Wasserbetriebe (BWB).
DIE THEMEN
Land Brandenburg: Energie teurer, Wasser teilweise billiger
Berlin im Großstadtvergleich: Wasser teuer, Energie relativ günstig
Warum die BBU-Preisdatenbank?
Aufbau und methodische Grundlagen der BBU-Preisdatenbank
Tabellenteil
ANHANG
BBU: Daten und Fakten
Ver- und Entsorger
Einwohnerzahlen der untersuchten Städte
LAND BRANDENBURG: ENERGIE TEURER, WASSER TEILWEISE BILLIGER
Zwischen Januar 2008 und Januar 2009 hat sich im Land Brandenburg vor allem die
Heizenergie deutlich verteuert. Bei Wasser und Müll blieben die Preise im Mittel
stabil. In einigen Fällen – allen anderen voran Cottbus – kam es aber auch hier
zu deutlichen Aufschlägen. Die Preisdifferenzen zwischen teuersten und
günstigsten Ver- und Entsorgern bleiben groß, und haben sich im Falle der
Fernwärme sogar noch ausgeweitet.
1. ENERGIE
FERNWÄRME: PREISDIFFERENZEN AUSGEWEITET
Bei der Fernwärme sind die Preise im brandenburgischen Mittel um rund 16 Prozent
angehoben worden. Preisanhebungen gab es mit nur zwei Ausnahmen in allen vom BBU
in dieser Kategorie untersuchten 33 Städten. In Neuruppin blieben die Preise
unverändert, in Lübbenau sanken sie um fast vier Prozent, in Werder um 1,7
Prozent.
Spitzenreiter bei den Preisanhebungen waren Guben (+ 36,9 %) und Strausberg (+
34,5 %). In Falkensee, wo Fernwärme mit fast 158 Euro pro MWh am teuersten ist,
kletterte der Preis um fast 34 Prozent. Im Vorjahr hatte Falkensee im
BBU-Vergleich den zweiten Platz belegt. Auf Nachfrage des BBU wurden hier stark
gestiegene Gaspreise als Grund für die weitere Anhebung angegeben. Die
Stadtwerke Hennigsdorf – zweitteuerster Fernwärmeversorger im BBU-Preisvergleich
– teilten auf BBU-Anfrage mit, dass die Fernwärmepreise im kommenden Jahr nach
Inbetriebnahme des neuen Biomasse-Heizkraftwerks wieder sinken sollen.
Zwischen günstigster (Spremberg) und teuerster (Falkensee) Fernwärmeversorgung
liegt die Preisdifferenz je MWh bei gut 77 Euro bzw. fast 100 Prozent. In
Falkensee muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 9,6 Megawattstunden (MWh)
pro Jahr rund 743 Euro mehr für Fernwärme bezahlen als einer in Spremberg.
GAS: PREISE KRÄFTIG GESTIEGEN
Auch Gas wurde mit einer durchschnittlichen Preissteigerung um 15 Prozent
deutlich teurer. Hier gab es in allen 38 vom BBU in dieser Kategorie
untersuchten Städten Anhebungen.
Besonders auffällige Preissteigerungen gab es in Finsterwalde (+ 32,2 %) sowie
in Königs Wusterhausen, Seelow und Strausberg (+ 29,9 %). In Angermünde, wo Gas
im BBU-Vergleich im Land Brandenburg am teuersten ist, stieg der Gaspreis um
über 21 Prozent. Im Vorjahr hatte Angermünde im BBU-Vergleich noch den 20. Platz
belegt.
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Beelitz) und teuerster (Angermünde)
Gasversorgung beträgt rund zehn Euro oder 14,3 Prozent je MWh. In Angermünde
muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von zehn MWh pro Jahr rund 95 Euro
mehr für Gas bezahlen als einer in Beelitz.
STROM: FAST DURCHWEG ERHÖHUNGEN
Strom wurde im brandenburgischen Mittel um 4,2 Prozent teurer. Mit wenigen
Ausnahmen kletterte der Strompreis bei den lokalen Versorgern aller 59 vom BBU
in dieser Kategorie untersuchten Städte.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Frankfurt (Oder) und Oranienburg (+ 9,8
bzw. 9,7 %). In Eberswalde, im BBU-Vergleich die Stadt mit den höchsten
Strompreisen im Land Brandenburg, stieg der Preis um gut acht Prozent. Beim
Vorjahresvergleich war Eberswalde zweitteuerster Versorger im Land Brandenburg.
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Senftenberg) und teuerster (Eberswalde)
Stromversorgung beträgt rund 21 Prozent je Kilowattstunde (kWh). In Eberswalde
muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh pro Jahr rund 113 Euro
mehr für Strom bezahlen als einer in Senftenberg.
2. WASSER: COTTBUS + 5,3 PROZENT, WERDER - 5,0 PROZENT
Die Preise für Wasserver- und Abwasserentsorgung sind im Land Brandenburg mit
einem durchschnittlichen Anstieg um 0,5 Prozent eher stabil geblieben. In
etlichen Städten sanken die Kubikmeterpreise sogar. „Das führen wir auf den auch
wegen unserer Preisdatenbank gestiegenen öffentlichen Druck zurück“, so Burkardt.
Spitzenreiter bei den Preissteigerungen waren Cottbus (+ 5,3 %) sowie Potsdam (+
4,5 %). Deutlich gesenkt wurden die Preise hingegen in Werder (- 5,0 %), Ketzin
(- 4,9 %) und Oranienburg (-4,7 %). Beim teuersten Versorger in Luckau blieben
die Preise unverändert. Er hatte auch beim Vorjahresvergleich den ersten Platz
belegt.
Die Preisdifferenz zwischen günstigstem (WAC Calau) und teuerstem (TAV Luckau)
Ver- und Entsorger liegt je Kubikmeter bei rund vier Euro bzw. 110 Prozent. In
Luckau muss ein Haushalt bei einem Jahresverbrauch von 100 Kubikmetern pro Jahr
fast 400 Euro mehr für Wasser bezahlen als einer in Lübbenau.
3. MÜLL: COTTBUS + 13,6 PROZENT, BRANDENBURG (HAVEL) - 4,6 PROZENT
Im brandenburgischen Mittel kam es zwischen Januar 2008 und Januar 2009 zu
keinen Veränderungen bei den Müllgebühren. Bei einigen Entsorgern kam es jedoch
zu deutlichen Ausschlägen. Ein Sonderfall ist hier Potsdam, wo die Gebühren
wegen Überzahlung in der Vergangenheit stark gesenkt wurden. Burkardt: „Bei der
Senkung der Gebühren um 30,5 Prozent handelt es sich aber um einen kurzfristigen
Effekt, der das Bild insgesamt verzerrt.“
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Cottbus (+ 13,6 %) und Schwedt (Oder) (+
8,1 %). Deutliche Gebührensenkung gab es außer in Potsdam noch in Brandenburg
(Havel)
(- 4,6 %) sowie in Angermünde, Prenzlau und Templin, die von einem Entsorger
betreut werden (jeweils - 2,4 %).
Die Preisdifferenz zwischen günstigster (Potsdam) und teuerster (Hennigsdorf,
Zehdenick, Oranienburg) Müllentsorgung beträgt je Kubikmeter knapp 60 Euro bzw.
271 Prozent. In Hennigsdorf muss ein Haushalt bei einem Jahresmüllaufkommen von
3,12 Kubikmetern pro Jahr gut 186 Euro mehr für die Müllentsorgung bezahlen als
einer in Potsdam.
4. GRUNDSTEUERHEBESATZ
Die Grundsteuerhebesätze blieben im brandenburgischen Mittel stabil. In der
überwiegenden Mehrzahl der in dieser Kategorie untersuchten Städte gab es keine
Veränderungen.
Zu Erhöhungen kam es in Ketzin (+ 45 Prozentpunkte), Wittstock (+ 30
Prozentpunkte), Eisenhüttenstadt (+ 5 Prozentpunkte) und Frankfurt (Oder) (+ 4
Prozentpunkte). Der Hebesatz sank in Angermünde (- 35 Prozentpunkte). Potsdam
blieb die Stadt mit dem höchsten Grundsteuerhebesatz (493 %). Die Differenz
zwischen niedrigstem (Zehdenick) und höchstem (Potsdam) Hebesatz beträgt rund 64
Prozent.
BERLIN IM GROSSSTADTVERGLEICH: WASSER TEUER, ENERGIE RELATIV GÜNSTIG
Zwischen Januar 2008 und Januar 2009 sind in Berlin Gas und Müllentsorgung
teurer geworden. Preise und Tarife für Fernwärme, Strom und Wasser sind hingegen
stabil geblieben. Im Vergleich zu den anderen deutschen Millionenstädten bleibt
Wasser in Berlin am teuersten. Burkardt: „Das teure Berliner Wasser ist nicht
nur eine Bürde für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ein Standortnachteil
für Industrie und Gewerbe.“
1. ENERGIE
FERNWÄRME: IN BERLIN UM 1,8 PROZENT TEURER ALS 2008
Fernwärme kostete im Januar 2009 im Durchschnitt der vom BBU untersuchten 19
deutschen Groß- und Landeshauptstädte rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Die
Preise stiegen in 17 Städten.
Am stärksten verteuerte sich Fernwärme in Schwerin (+ 40,1 %) und Magdeburg (+
36,1 %). Billiger wurde sie in Leipzig (- 4,5 %) und Chemnitz (- 2,5 %).
In Berlin stieg der Preis je MWh um 1,8 Prozent. Mit 69,11 Euro je MWh bleibt
Berliner Fernwärme vergleichsweise günstig. Die Preisdifferenz zwischen Berlin
und dem teuersten Versorger (Schwerin) lag bei fast 70 Euro bzw. rund 100
Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 9,6 MWh zahlt ein Berliner Haushalt damit
pro Jahr rund 666 Euro weniger als einer in Schwerin. Zum 1. April 2009 hat
Vattenfall in Berlin den Fernwärmepreis aber um rund zehn Prozent erhöht.
ERDGASPREIS STEIGT IN BERLIN UM 16,2 PROZENT
Im Durchschnitt der 19 untersuchten deutschen Groß- und Landeshauptstädte
verteuerte sich Gas um 19,7 Prozent. Der Gaspreis stieg in allen Städten.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen waren Frankfurt am Main (+ 39,8 %) und Dresden
(+ 35,7 %). Am niedrigsten war die Erhöhung in Erfurt (+ 2,5 %).
In Berlin wurde Gasag-Gas bis zum 1.1.2009 um 16,2 Prozent teurer. Gas bleibt in
Berlin vergleichsweise günstig. Die Preisdifferenz zum teuersten Anbieter
(Leipzig) betrug knapp 16 Euro bzw. 23 Prozent je MWh. Bei einem Jahresverbrauch
von zehn MWh zahlt ein Berliner Haushalt damit pro Jahr rund 160 Euro weniger
als einer in Leipzig.
STROMPREIS IN BERLIN STABIL
Die durchschnittliche Strompreissteigerung lag bei 4,5 Prozent. Strom wurde in
elf der 19 untersuchten Groß- und Landeshauptstädte teurer. In acht Städten kam
es zu keiner Veränderung.
Am stärksten war die Preissteigerung in München (+ 12,5 %) und Frankfurt am Main
(+ 11,0 %).
Mit einem Preis von 0,215 Euro je kWh ist Strom in Berlin im Vergleich der 19
Städte am günstigsten. Die Preisdifferenz zum teuersten Anbieter (Leipzig) liegt
bei 0,037 Euro je kWh bzw. 17 Prozent. Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh
zahlt ein Berliner Haushalt damit pro Jahr rund 93 Euro weniger als einer in
Leipzig.
3. WASSER BLEIBT IN BERLIN SEHR TEUER
Beim Trink-, Ab- und Niederschlagswasser kam es in neun von 19 Städten zu
Erhöhungen. In zwei Städten wurde der Preis gesenkt. Insgesamt blieben die
Wasserpreise in den untersuchten 19 Groß- und Landeshauptstädten mit einer
durchschnittlichen Steigerung um 1,4 Prozent relativ stabil.
Am stärksten wurden die Preise in München (+ 12,5 %) und Rostock (+ 4,3 %)
angehoben. In Chemnitz sanken die Preise (- 3,1 %).
Unter den deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern belegt Berlin
beim Wasserpreis weiterhin klar den ersten Platz. Die Preisdifferenz zum
günstigsten Millionenstadtversorger (Köln) liegt bei 1,86 Euro bzw. 57 Prozent
je Kubikmeter. Bei einem Jahresverbrauch von 100 Kubikmetern zahlt ein Berliner
Haushalt pro Jahr 186 Euro mehr als einer in Köln.
4. MÜLL: ENTSORGUNG IN BERLIN WEITERHIN GÜNSTIG
Im Schnitt der untersuchten deutschen Groß- und Landeshauptstädte blieben die
Müllgebühren stabil. In sechs Städten kam es zu Erhöhungen, in acht zu
Gebührensenkungen.
Spitzenreiter bei den Erhöhungen sind Frankfurt am Main (+ 14,3 %), Bremen (+
6,5 %) und Berlin (+ 5,5 %). Am stärksten sanken die Müllgebühren in Potsdam (-
30,5 %) und Schwerin
(- 8,7 %). In Potsdam war die Gebührensenkung Folge vorher überhöhter Gebühren.
In Berlin bleibt die Entsorgungsgebühr trotz der kräftigen Erhöhung auf 22,92
Euro je Kubikmeter weiterhin günstiger als in den anderen Städten mit mehr als
500.000 Einwohnern. Die Preisdifferenz zum teuersten Entsorger (Frankfurt am
Main) liegt bei rund 40 Euro bzw. 167 Prozent. Ein Berliner Haushalt zahlt bei
einem jährlichen Müllaufkommen von 3,12 Kubikmetern pro Jahr gut 119 Euro
weniger als einer in Frankfurt am Main.
5. GRUNDSTEUERHEBESATZ
Die Grundsteuerhebesätze sind im Jahresvergleich stabil geblieben. In 17 der 19
untersuchten Städte gab es keine Veränderungen.
Gesenkt wurde der Grundsteuerhebesatz in Schwerin (- 10 Prozentpunkte) und
Stuttgart (- 20 Prozentpunkte).
Mit 810 Prozent bleibt der Grundsteuerhebesatz in Berlin mit Abstand am
höchsten. An zweiter Stelle folgte Dresden (635 %). Die Differenz zwischen
höchstem (Berlin) und niedrigstem (Erfurt) Hebesatz beträgt rund 119 Prozent.
WARUM DIE BBU-PREISDATENBANK?
Ziel der BBU-Preisdatenbank ist, die Preise für wichtige Ver- und
Entsorgungsdienstleistungen miteinander vergleichbar zu machen.
BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: „Wenn der Abnehmer sieht, dass sein
regionaler Anbieter teurer ist als andere, kann er auch nach den Ursachen dafür
fragen. Durch diese Transparenz wollen wir die Ver- und Entsorger unter
Rechtfertigungsdruck setzen."
Leitungsnetze oder gesetzliche Bestimmungen verhinderten oft, dass es bei
Energie, Wasser oder Müllentsorgung zu Wettbewerb komme. „Auf Märkten ohne
echten Wettbewerb ist es besonders wichtig, dass Staat und Abnehmer den
Dienstleistern auf die Finger schauen. Ohne diese Kontrolle ist bei den
Dienstleistern die Versuchung groß, ihre Marktmacht für überhöhte Preise
auszunutzen“, erläuterte Burkardt.
Preiskontrolle wichtig
Kontrolle könnten die Abnehmer aber nur dann ausüben, wenn die Preise für sie
nachvollziehbar und damit überprüfbar seien. Burkardt: „Das ist bei den oft sehr
komplizierten Preisstrukturen vieler Ver- und Entsorgungsdienstleistungen aber
meistens nicht der Fall. Deshalb haben wir für unsere Preisdatenbank einen
standardisierten Modellhaushalt gebildet, bei dem die Preise und Tarife
miteinander vergleichbar werden. Das schafft Transparenz.“
Mit dieser Transparenz wolle der BBU Ver- und Entsorger unter
Rechtfertigungsdruck setzen. Außerdem gebe der Verband seinen
Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg mit der Preisdatenbank Argumente
für Preisverhandlungen mit Ver- und Entsorgern an die Hand.
Wohnungsunternehmen und Verbraucher federn Preiserhöhungen ab
Bei Heizenergie, Wasser und Müll kam es 2008 in Berlin und dem Land Brandenburg
zu teilweise deutlichen Preissteigerungen von durchschnittlich bis zu über 16
Prozent. Die Betriebskosten der rund zwei Millionen Mieterinnen und Mieter in
den Wohnungen der 364 BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg dürften
im Abrechnungsjahr 2008 jedoch nur um durchschnittlich fünf Prozent steigen.
„Dass die massiven Preissteigerungen nur so gedämpft auf die Betriebskosten
durchschlagen dürften, ist Ergebnis der hohen Investitionen der
Wohnungsunternehmen in energiesparende Modernisierungsmaßnahmen. Damit sind sie
hervorragende Verbraucherschützer“, unterstrich Burkardt. Über die Investitionen
hinaus trugen u. a. das Aushandeln günstiger Rahmenverträge für den Einkauf von
Heizenergie, ein effizienteres Abfallmanagement durch die Beauftragung auf
spezialisierte Dienstleister und sparsameres Verbraucherverhalten der Mieter zur
relativen Stabilität der Betriebskosten bei.
Seit 1991 hätten die BBU-Mitgliedsunternehmen mehr als 31 Milliarden Euro in
ihre Bestände investiert. Mittlerweile seien über 65 Prozent der von ihnen
bewirtschafteten Wohnungen vollständig modernisiert.
DIE FORDERUNGEN DES BBU
Einsichtsrecht und Aufklärungsgebot: Die Tarifkalkulationen für Ver- und
Entsorgungspreise müssen den Kunden zugänglich gemacht werden. Hier sind die
Gesetzgeber der Länder Berlin und Brandenburg gefordert. Ver- und
Entsorgungsunternehmen müssen außerdem dafür sorgen, dass alle interessierten
Kunden ihre Kalkulationen nachvollziehen können.
Effizienzgebot: In das brandenburgische Kommunalabgabengesetz und das Berliner
Betriebegesetz muss ein Effizienzgebot für die Tarife aller Dienstleistungen
aufgenommen werden, die regional oder überregional von Monopolen erbracht werden
(z.B. Wasser oder Fernwärme). Die für diese Dienstleistungen berechneten Tarife
müssen sich an den durchschnittlichen Kosten eines wirtschaftlich gut geführten
Unternehmens orientieren. Alle darüber hinausgehenden Kosten dürfen nicht an den
Kunden weitergegeben werden.
Preisstandards für Wasser, Müll und Energie: Aufgrund der Preisstrukturen sind
die Preise für Strom, Heizenergie, Müll oder Wasser kaum vergleichbar. Deshalb
muss mit Unterstützung der Landesregierung ein einheitlicher „effektiver
Energie- und Wasserpreis“ eingeführt werden. Analog zum „effektiven Jahreszins“
der Finanzwirtschaft kann er die Voraussetzungen für eine Vergleichbarkeit von
Preisen und Tarifen schaffen.
Kein Vorrang für Fernwärmemonopole: Fernwärmevorrangsatzungen sichern den
Versorgern in vielen brandenburgischen Gemeinden eine bequeme Monopolstellung
und können deshalb zu überhöhten Preisen führen. Diese Satzungen müssen
überprüft und dort, wo es sinnvoll ist, abgeschafft werden.
Unabhängige Preisprüfung und Preisfestsetzung: In Berlin und dem Land
Brandenburg müssen die Stellen, die für Preisgenehmigung (Gebühren bei Wasser
und Müll) und Preisüberwachung (Energie) zuständig sind, unabhängig von Senat
(Berlin) bzw. Kommunen und Kreisen (Land Brandenburg) werden. Diese Stellen
müssen personell und materiell angemessen ausgestattet werden.
AUFBAU UND METHODISCHE GRUNDLAGEN DER BBU-PREISDATENBANK
Die BBU-Preisdatenbank gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil enthält für
kreisfreie Städte, Kreisstädte sowie weitere mittelgroße Städte des Landes
Brandenburg Angaben zu den Preisen, Tarifen und Steuersätzen zum Stichtag 1.
Januar 2009. Ausgewertet sind sie für die Leistungsarten Fernwärme, Erdgas,
Strom, Trink-, Ab- und Niederschlagswasser, Müllentsorgung sowie Grundsteuer.
Der zweite Teil vergleicht diese Preise und Gebühren für Berlin mit den größten
deutschen Städten, den Landeshauptstädten der neuen Länder sowie mit weiteren
Großstädten der neuen Länder.
Vergleich mit dem Vorjahr
Die Tabellen weisen die Veränderungen zum Vorjahr (1.1.2008) aus. Neben der
prozentualen Angabe der Veränderung zeigen rote (Anhebung) oder grüne (Senkung)
Pfeile die Veränderungen an. Gab es keine Veränderungen, steht in dieser Rubrik
ein Gedankenstrich.
Vergleichbarkeit durch Standardisierung
Die Preise in den einzelnen Städten sind für jeweils gleiche Leistungen
berechnet, ungeachtet
möglicher realer örtlicher Mehr- oder Minderverbräuche. Das heißt: Nur diese
Mischpreise sind
miteinander vergleichbar.
Sie geben allerdings nur begrenzt Aufschluss über die real entstehenden Kosten,
da die von den Wohnungsunternehmen mit den Mietern abgerechneten Betriebskosten
neben den Preisen auch auf unterschiedlichem Ausstattungsgrad der Wohngebäude
und unterschiedlichem Verbrauchsverhalten beruhen können.
Modellgebäude
Die berechneten Mischpreise gelten nur für den Verbrauchsfall des Modellhauses.
Für kleinere
oder größere Gebäude, für größere oder geringere Verbräuche ergeben sich jeweils
andere
Mischpreise. Um die Vergleichbarkeit zu sichern, wurden die Leistungen und
Verbräuche für ein Mehrfamilienhaus unter folgenden Annahmen getroffen:
30 Wohnungen, 2.000 m² Gesamtwohnfläche; zwei Personen je Haushalt
Grundstücksgröße: 2.400 qm m² mit Straßenfront von 80 m und Tiefe von 30 m.
Mischpreise und Indexbildung
Für die o. g. Leistungen und Verbräuche wurden die jeweiligen örtlichen Preise
bei den BBU-Mitgliedsunternehmen und/oder bei den Ver-/Entsorgern erhoben. Aus
den einzelnen – teilweise sehr unterschiedlichen – Preisbestandteilen wurde der
Mischpreis berechnet. Es wurde je Ort und Leistungsart eine fiktive
Jahresrechnung des Ver-/Entsorgers gebildet und dann auf die Bezugsgröße des
Modellhaushalts umgelegt. So wurde der vergleichbare Mischpreis bestimmt.
Der Mischpreis je Verbrauchseinheit enthält sämtliche Gebühren- und
Preisbestandteile, wie z.B.
Grund-, Mess-, Arbeitspreise, Servicegebühren, Zusatzleistungen wie z.B.
Behältermieten und „Komforttarife“ für längere Transportwege, etc., die von den
Ver- bzw. Entsorgungsunternehmen für ein Gebäude dieser Größe und Lage erhoben
werden. Alle Preise werden als Bruttopreise (incl. Umsatzsteuer) angegeben.
GRUNDLAGEN FÜR DIE EINZELNEN KOSTENARTEN
Den Berechnungen zu Grunde gelegt wird ein Modellhaushalt in einem
Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen. Alternativrechnungen mit geringeren
Verbrauchswerten für Energie, Wasser/Abwasser und Müll zeigen, dass die
jeweiligen Mischpreise in der Regel höher sind, da die Grundkosten dann
entsprechend mehr Gewicht haben.
Fernwärme
Der Mischpreis für Wärme für Heizung und Warmwasser wird in Euro je
Megawattstunde (€/MWh) angegeben. Grundlage ist ein Anschlusswert von 160 kW,
ein Jahresverbrauch von 288 MWh bei einer Nutzungsdauer von 1.800
Vollbenutzungsstunden (144 kWh/ m² im Jahr). Diese Grundlagen sind an Erhebungen
der WIBERA Wirtschaftsberatungsgesellschaft Düsseldorf angelehnt, die
halbjährlich für die AGFW (Arbeitsgemeinschaft Fernwärme) einen Preisvergleich
der Nettopreise erstellt.
Erdgas
Der Mischpreis für Wärme für Heizung und Warmwasser wird in Euro je
Megawattstunde (€/MWh) angegeben. Grundlage ist ein Anschlusswert von 175 kW,
der Jahresenergieverbrauch wird mit 300 MWh angesetzt (150 kWh/ m² im Jahr).
Haushaltsstrom / Mieterstrom
Bezugsgröße beim Strom sind Euro je Kilowattstunde. Zugrunde gelegt wurde ein
Jahresverbrauch von 2.500 kWh je Haushalt, das entspricht dem
Durchschnittsverbrauch eines Zwei-Personen-Haushaltes. Diese Preise wurden in
die Preisdatenbank aufgenommen, da sie für Mieter eine erhebliche Kostenposition
bedeuten.
Wasser/Abwasser/Niederschlagswasser
Der Mischpreis wird in Euro je Kubikmeter (€/m³) bezogener Wassermenge
angegeben. Es wird unterstellt, dass in dem Mehrfamilienhaus mit 30 Wohnungen
pro Jahr 3.000 m³ Wasser verbraucht werden, das sind 100 Kubikmeter je Haushalt
im Jahr. Abgerechnet wird über einen Zähler des Typs Qn 6. Der Anteil des
entgeltpflichtigen Niederschlagswassers wird je Wohnung auf 15 m² Fläche (450 m²
für das Gebäude), die in die Kanalisation entwässert, festgelegt.
Müllentsorgungsgebühren
Bezugsgröße bei der Müllentsorgung sind Euro je m³ Müll. Das Müllaufkommen pro
Woche und Haushalt wird mit 60 Liter angesetzt, das sind 93,6 m³ für das Gebäude
pro Jahr. Es werden 52 Entleerungen pro Jahr berechnet. Daraus ergibt sich ein
wöchentliches Müllaufkommen von 1,8 m³. Der Abstand der Behälter zur Ladestelle
wird mit 15 m angenommen. Sofern keine wöchentliche Leerung in den Städten
durchgeführt wird, wird das Behältervolumen entsprechend dem kürzestmöglichen
Leerungsturnus erhöht. Anzahl abzurechnender Behälter bei wöchentlicher Leerung:
1 * 1,1 m³ Container und 3 * 240-Liter (sofern ein Tarif für Biomüll angeboten
wird, wird eine Tonne mit 240 Litern als Bio-Tonne berechnet).
Grundsteuer
Es wird der Grundsteuerhebesatz B angegeben.
Herkunft der Preisangaben
Die Angaben für die brandenburgischen Städte und Berlin wurden bei den
Mitgliedsunternehmen
des BBU erfragt und mit den Angaben der Ver- und Entsorger verglichen. Sofern
die Mitgliedsunternehmen in einer Stadt, wie beispielsweise bei Fernwärme,
verschiedene Preise zahlen müssen, wurde jeweils der höhere Preis dem Vergleich
zu Grunde gelegt. Die Preisangaben der anderen Großstädte beruhen auf öffentlich
zugänglichen Informationen der jeweiligen Ver- und Entsorger. Alle Ver- und
Entsorgern wurden im Zeitraum Februar bis Mai 2009 über die ermittelten Preise
informiert und erhielten die Möglichkeit, diese zu bestätigen. Die überwiegende
Mehrheit nutzte diese Gelegenheit. Bei Differenzen in den Berechnungen wurde
deren Ursache überprüft und gegebenenfalls der Mischpreis korrigiert. Einige
wenige Ver- und Entsorger gaben an, sich nicht an der Befragung beteiligen zu
wollen, da sie Preisvergleiche ablehnen.
Die BBU-Preisdatenbank wird im Jahresabstand aktualisiert.
HINWEIS
Alle Angaben sind gewissenhaft aufgrund der Rückmeldungen von
Wohnungsunternehmen, mündlichen oder schriftlichen Bestätigungen der Ver-,
Entsorger und Kommunen oder auf Grundlage von Veröffentlichungen der Ver- und
Entsorger im Internet, bzw. auf Basis der Veröffentlichungen von Gas- und
Strompreisen von Verivox erstellt worden.
Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) übernimmt
keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität
der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den BBU, welche sich
auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder
Nichtnutzung der angebotenen Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich
ausgeschlossen, sofern seitens des BBU kein nachweislich vorsätzliches oder grob
fahrlässiges Verschulden vorliegt.
Berlin, den 25. Mai 2009
Pressemappe zum Download: beim BBU
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POSTBANK ERWARTET ÖLPREIS BEI 65 DOLLAR PER JAHRESFRIST
Mit zuletzt rund 60 Dollar je Fass hat sich der Preis für Brentöl seit seinem
Tief Ende Dezember 2008 zwischenzeitlich fast wieder verdoppelt. Nach Ansicht
von Postbank Research erfolgte der Preisschub der letzten Wochen aber auf einer
fragwürdigen Basis: Die globale Ölnachfrage ist nach wie vor schwach, und die
freien Förderkapazitäten sind ebenso wie die Öllagerbestände auf hohem Niveau.
Mit einer nachhaltig festeren Tendenz des Ölpreises rechnen die Volkswirte der
Bonner Bank deshalb erst auf Jahressicht, wenn angesichts einer lebhafteren
Konjunkturentwicklung wieder die Ölangebotsseite und damit Ängste über künftige
Ölknappheit in den Vordergrund rücken. Auf Sicht von zwölf Monaten erwarten sie
einen Preis von 65 Dollar je Fass - mit Tendenz nach oben.
Ölnachfrage eingebrochen und zunächst schwach
Nach Ansicht der Postbank Volkswirte rechtfertigen die fundamentalen Daten
vorerst keinen deutlicheren Anstieg des Ölpreises. Die durch die
Finanzmarktkrise verstärkte konjunkturelle Baisse und die entsprechend sinkende
Nachfrage nach Erdöl haben den Preis für das schwarze Gold seit dem Allzeithoch
von Juli 2008 in den Keller gehen lassen. Im laufenden Jahr wird die globale
Nachfrage nach dem wichtigen Rohstoff deutlich stärker sinken als 2008.
Inzwischen gibt es zwar immer mehr Anzeichen dafür, dass das Konjunkturtal
global durchschritten ist. Gleichwohl sinkt die Wirtschaftsleistung gerade in
den Industrieländern immer noch bzw. wird im laufenden Quartal bestenfalls
stagnieren. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die Postbank mit einer nur
moderaten Belebung der Konjunktur in den USA, der Eurozone und Japan. Dies
dürfte die Ölnachfrage vorerst dämpfen. Trotz einiger Anzeichen dafür, dass vor
allem das große chinesische Konjunkturpaket bereits Wirkung zeigt, spricht gegen
einen Durchmarsch des Ölpreises aber auch der momentan noch hohe Lagerbestand an
dem Rohstoff, der zunächst abgebaut werden müsste, um den Weg für einen
nachhaltig stärkeren Ölpreis zu ebnen.
Knappes Ölangebot eher längerfristig ein Problem
Längerfristig könnte die jüngste Rezession aber durchaus die Saat für einen
größeren Angebotsengpass legen. Denn im Zuge der Finanzmarktkrise sind die
Investitionen in die Ölexploration, in die Ölförderung bzw. in die
-weiterverarbeitung zurückgestellt worden. Die Zahl der weltweit in Benutzung
befindlichen Bohrinseln ist im Verlauf eines Jahres um rund ein Drittel auf 2055
im April gefallen. Die Internationale Energieagentur spricht von um 15 bis 20
Prozent verringerten Investitionen in diesem Jahr. Wenn die globale Ölnachfrage
wieder etwas deutlicher anzieht, was vor 2010 nicht zu erwarten ist, dürften
Knappheitsängste wieder stärker in den Fokus rücken und ein, wenn nicht gar der
treibende Faktor für den Ölpreis werden. Die Rolle von Spekulanten ist dabei
umstritten. Vermutlich verstärken sie ohnehin eingeschlagene Preistrends.
War in den vergangenen Wochen mit Blick auf die Positionen der Spekulanten am
Markt eher eine Unentschlossenheit darüber festzustellen, in welche Richtung die
Reise gehen könnte, haben aktuell die Wetten auf steigende Preise wieder
zugenommen.
Die vollständige Studie "Postbank Perspektiven" für den Juni und zurückliegende
Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research .
Postbank
Bonn, 28. Mai 2009
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ANHÖRUNG IM AUSSCHUSS FÜR BAUEN UND WOHNEN:
BETRIEBSKOSTEN STEIGEN, MIETEN STAGNIEREN
Berlin – Die Entwicklung von Mieten und Betriebskosten in Berlin läuft immer
stärker auseinander. Der neue Mietspiegel wird zeigen, dass der Mietenanstieg in
den letzten beiden Jahren weit unterhalb der Inflationsrate von 2,5 Prozent lag.
Die Betriebskosten stiegen hingegen fast doppelt so schnell wie die übrigen
Preise. „Dieser Tatsache muss der Ausschuss für Bauen und Wohnen Rechnung
tragen, wenn er sich morgen mit dem Thema Mieten und Betriebskosten
beschäftigt“, so Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband
Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU).
„Nicht die Mietenentwicklung macht Wohnen in Berlin immer teurer, sondern hohe
oder steigende Preise bei Energie, Wasser und Müll“, so Burkardt weiter. Das
werde der BBU dem Ausschuss für Bauen und Wohnen des Abgeordnetenhauses im
Rahmen der am Nachmittag des 3. Juni durchgeführten Anhörung zum Thema „Aktuelle
Mietentwicklung Berlin – Kaltmiete und Betriebskosten“ darlegen.
Betriebskosten: Schon rund ein Drittel der Warmmiete
Während es bei den Mieten in den vergangenen beiden Jahren nur zu
geringfügigen Veränderungen gekommen sei, stiegen die Betriebskosten bei den
BBU-Mitgliedsunternehmen um durchschnittlich rund fünf Prozent pro Jahr.
Bestandsinvestitionen von über 20 Milliarden Euro seit 1991 durch die
BBU-Mitgliedsunternehmen, eine ständige Optimierung des
Betriebskostenmanagements durch Betriebskostenbenchmarking sowie sparsameres
Verbrauchsverhalten der Mieter könnten die steigenden Kosten für Heizenergie,
Wasser, Müll und Grundsteuer nur noch teilweise abfedern.
Für das Abrechnungsjahr 2008 geht der BBU von einem Anstieg auf 2,35 Euro pro
Quadratmeter und Monat aus. „Bei einer durchschnittlichen Nettokaltmiete bei
unseren Berliner Mitgliedsunternehmen von 4,71 Euro sind die Betriebskosten
damit mittlerweile fast halb so hoch wie die Kaltmiete. Das ist dramatisch“, so
Burkardt.
Münchner Mieten: Doppelt so hoch wie in Berlin
Während beispielsweise Wasser in keiner anderen deutschen Millionenstadt so
teuer sei wie in der Hauptstadt, blieben die Berliner Mieten weiterhin deutlich
günstiger. In München sei die durchschnittliche Nettokaltmiete je Quadratmeter
und Monat mit 9,90 Euro mehr als doppelt so hoch wie die Durchschnittsmieten bei
den BBU-Mitgliedsunternehmen. Auch die Durchschnittsmiete in Hamburg liege mit
6,53 Euro je Quadratmeter und Monat rund 40 Prozent darüber.
Betriebskostendebatte angemahnt
Burkardt: „In Berlin muss nicht über eine Begrenzung der Mieten debattiert
werden. Viel wichtiger wäre zu klären, wie mit dem ständigen Anstieg etwa der
Heizenergiepreise umgegangen wird. Hierzu gehört auch eine kritische
Auseinandersetzung mit der betriebskostensteigernden Rolle der öffentlichen
Hand. Sie greift bei Wasser und Grundsteuer tief in die Taschen der Mieter.“
BBU
Pressemitteilung
02.06.2009
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Techem-Analyse Heiz- und Warmwasserkosten: +7%
Eschborn. Nach der aktuellen Analyse von Techem, einem der weltweit führenden
Energiedienstleister für die Immobilienwirtschaft, stiegen die Heiz- und
Warmwasserkosten für eine 77 Quadratmeter große Wohnung in mit Heizöl versorgten
Mehrfamilienhäusern von durchschnittlich 823 Euro (Saison 06/07) auf 877 Euro
für die Periode 2007/2008. Das ist eine Steigerung von rund sieben Prozent. Für
diese Untersuchung wurden die Daten von 534.000 Wohnungen in 93.000
Mehrfamilienhäusern analysiert.
Dieser Kostenanstieg war trotz eines knapp 13-prozentigen Anstiegs des
Heizölpreises von durchschnittlich 0,55 Euro pro Liter (Heizperiode 06/07) auf
0,62 Euro pro Liter und bei annähernd gleich gebliebenem Energieverbrauch
moderat. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Nebenkosten wie zum Beispiel
Wartung, Strom, Schornsteinfegerkosten, usw. um zwölf Prozent rückläufig waren.
Im Rahmen der Techem-Analyse sind allerdings große regionale Unterschiede zu
verzeichnen: So mussten Haushalte im Raum Kassel durchschnittlich 953 Euro
aufwenden während es in der Region Essen nur 757 Euro waren. In diesem
Zusammenhang müssen jedoch die unterschiedlichen Wohnungsgrößen berücksichtigt
werden: Während im Raum Kassel Wohnungen eine durchschnittliche Größe von 83
Quadratmetern haben, liegt die Wohnungsgröße im Raum Essen lediglich bei 73
Quadratmetern.
Hans-Lothar Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Techem, sieht
Bewohner in der Verantwortung: „Wir können weder die Witterung noch die
Energiepreise selbst beeinflussen. Aber, was wir tun können, ist, dass wir
verbrauchsbewusst mit der knappen Ressource Energie umgehen. Das im letzten Jahr
der gestiegene Ölpreis zum Teil durch anderweitig gesunkene Nebenkosten
aufgefangen werden konnte, ist schön, aber nichts, worauf wir uns verlassen
können. Deshalb gilt es nach wie vor, dass jeder Einzelne in der Pflicht steht
energiebewusst und damit umweltbewusst zu heizen.“
techem
29.09.2009
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8. Wasserwirtschaftliche Jahrestagung des BDEW 2009 in Berlin:
Wassercent in allen Bundesländern abschaffen
BDEW: Auch Abwasserabgabe gehört auf den Prüfstand
Berlin, 26. Oktober 2009 - "Die neue Bundesregierung hat sich nach Diskussionen
während der Koalitionsverhandlungen zu Recht dagegen entschieden, die Einführung
einer Abgabe auf Wasser zu prüfen. Der Wassercent muss jetzt auch in den
Bundesländern auf den Prüfstand", sagte Peter Rebohle, Vizepräsident
Wasserwirtschaft des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
heute auf der 8. Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung in Berlin.
"Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat vor kurzem die Abschaffung des
Wassercents beschlossen, der ohne Zweckbindung in den Landes-Haushalt fließt und
damit die Bürger unnötig belastet. Dies ist ein Schritt in die richtige
Richtung. Die Entscheidung hat Vorbildcharakter für andere Bundesländer. Auch
die neue Landesregierung in Sachsen-Anhalt sollte eine neue Belastung für die
Verbraucher vermeiden und von der geplanten Einführung eines Wassercents
absehen", so Rebohle.
Aus ökologischen Gründen sei die Erhebung eines solchen Wasserentnahmeentgeltes
völlig überflüssig: "Die Bürger in Deutschland gehen mit Wasser vorbildlich um,
der Wassergebrauch pro Kopf und Tag gehört zu den niedrigsten in den
Industrieländern", so der Vizepräsident. "Auch ökonomisch ist der Wassercent
überflüssig: Er verteuert unnötig den Wasserpreis für die Verbraucher und
belastet Gewerbe und Industrie."
Auch die Abwasserabgabe müsse auf den Prüfstand gestellt werden, da die
Einnahmen nicht für den Umweltschutz verwendet werden, sondern größtenteils in
die allgemeinen Landeshaushalte fließen, führte Rebohle weiter aus.
BDEW
26.10.2009
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Betriebskostenspiegel 2008
2,16 Euro pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt
(dmb) Mieter zahlen in Deutschland durchschnittlich 2,16 Euro pro Quadratmeter
im Monat für Betriebskosten. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten
zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,91 Euro pro Quadratmeter
und Monat betragen. Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen
Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der
Abrechnungsdaten des Jahres 2008 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung
mussten bei Anfallen aller Kosten 2 793,60 Euro im Jahr 2008 nur an
Betriebskosten aufgebracht werden. Das sind 4,7 Prozent mehr als noch im
Abrechnungsjahr 2007.

Heizung und Warmwasser
Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2008 drastisch um
rund 19 Prozent gestiegen. Dabei haben energetische Modernisierungen der
Wohnungsbestände und sparsames Heizverhalten dafür gesorgt, dass der
Kostenanstieg nicht noch höher ausfiel.
Grund für die gestiegenen Heizkosten ist weniger, dass die Wintermonate 2008
etwas kälter waren als der Winter 2007. Entscheidend war die Entwicklung der
Energiepreise. 2008 wurden Heizöl um 31,6 Prozent und Erdgas um 8,9 Prozent
teurer. Das führte dazu, dass die Kosten für ölbeheizte Wohnungen mit 1,12 Euro
pro Quadratmeter und Monat fast 25 Prozent über den durchschnittlich zu
zahlenden Heizkosten von 0,90 Euro pro Quadratmeter lagen. Wer mit Fernwärme
heizte, lag mit 1,01 Euro pro Quadratmeter noch 12 Prozent über dem
Durchschnitt. Dagegen wurden in gasbeheizten Wohnungen mit 0,71 Euro pro
Quadratmeter etwa 21 Prozent weniger gezahlt.
Die unterschiedliche Preisentwicklung bei Öl, Gas und Fernwärme spiegelt sich
auch bei einem Vergleich der Heizkosten in Ost- und Westdeutschland wider. Im
Osten lagen die Kosten für Heizung und Warmwasser mit zusammen 1,11 Euro pro
Quadratmeter etwa 6 Prozent unter den Kosten in Westdeutschland mit 1,18 Euro
pro Quadratmeter. Während im Westen noch rund ein Drittel aller Wohnungen mit Öl
beheizt wird, sind es in Ostdeutschland nur rund 15 Prozent. Hier dominieren Gas
mit 45 Prozent und Fernwärme mit 32 Prozent.
Zusätzlich macht sich in Ostdeutschland bemerkbar, dass ein Großteil des
Wohnungsbestandes zwischenzeitlich energetisch modernisiert worden ist. Allein
in den Beständen der Wohnungsgesellschaften und –genossenschaften (GdW) sind
über 80 Prozent der Wohnungen ganz oder teilweise modernisiert. In
Westdeutschland liegt die Quote in den GdW-Beständen „nur“ bei gut 40 Prozent.

Kalte Betriebskosten
Die Preise bei kommunalen Gebühren, Grundsteuer, Versicherungen und
Dienstleistungen, wie Hausmeisterarbeiten und Gartenpflege, blieben im Jahr 2008
im Bundesdurchschnitt stabil. Der Betriebskostenspiegel 2008 weist sogar einen
leichten Preisrückgang von 3 Prozent aus. Gründe hierfür dürften in einem
gesteigerten Kostenbewusstsein der Vermieter und einem verbesserten
Betriebskostenmanagement liegen. Dafür spricht, dass insbesondere die Kosten für
Hausmeister, Gebäudereinigung und Aufzug leicht rückläufig waren.
Ausblick 2009 / 2010
Die Achterbahnfahrt, insbesondere bei den Kosten für Heizung und Warmwasser,
setzt sich fort.
Im Jahr 2009 sind die Preise für Gas um 1,5 Prozent und für Heizöl um 30,7
Prozent gesunken. Allerdings dürfte 2009 der Energiebedarf wieder angestiegen
sein. Die Wintermonate 2009 waren insbesondere von Januar bis März deutlich
kälter als im Vorjahr 2008. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die
abzurechnenden Heizkosten 2009 etwa 10 bis 15 Prozent unter den Kosten des
Jahres 2008 liegen werden.
Hinsichtlich der kalten Betriebskosten ist auch im Jahr 2009 von stabilen
Preisen auszugehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Kosten
für Wasser (+1,7 %), Abwasser (+1,1 %), Müllabfuhr (+0,3 %) und Dienstleistungen
(+1,3 %) nur geringfügig gestiegen.
Im Jahr 2010 zeichnet sich ab, dass die Gaspreise weiter sinken, die Ölpreise
aber wieder spürbar anziehen. Gleichzeitig sind die ersten Wochen 2010 noch
einmal spürbar kälter gewesen als 2009. Demzufolge ist 2010 dann wieder mit
einem Anstieg der Heizkosten zu rechnen.
DMB e.V.
Pressemeldung
25.03.10
Grafiken: DIMaGB (Daten: DMB)
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