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Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser

Ein Einfamilienhaus kostete 2000
in Westdeutschland durchschnittlich 334.000 DM
das sind 1.000 DM weniger als 1999 und so teuer wie zuletzt 1994
in Ostdeutschland 211.000 DM
(das ist exakt Vorjahresniveau; der Höchststand lag in 1995 bei 230.000 DM).

Quelle: ifs, Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen

Angesichts dieser Preisentwicklungen lohnt es sich besonders, vor dem Erwerb von Wohneigentum einen realistischen Finanzplan zu erstellen. Eine wichtige finanzielle Basis bei Bauvorhaben oder Wohnungskäufen kann eine mögliche Kreditaufnahme sein. Grundstückspreise, Baulandpreise sowie diverse Baufolgekosten z.B. bei nachhaltigem Bauen, sollten in die Planung mit einfließen. Entsprechende Werte können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Auch die Wahl des richtigen Termins für ein Bauvorhaben ist entscheidend. Im Wohnraumsektor entwickeln sich die Preise in West und Ost scheinbar unabhängig voneinander und unterliegen deutlichen jährlichen Schwankungen. Verschiedene Finanzierungsmodi von Baukosten, wie akquirierte Kapitalgeber, Investoren, Kreditinstitute oder auch im privaten Rahmen, ein kleiner Sparkassen Privatkredit, dienen schlussendlich der  Eigen- oder Fremdfinanzierung, welche in der Kapitalbeschaffung für bestimmte Vorhaben unerlässlich sind und ohne die auch unsere Wirtschaft nicht mehr funktionieren würde.


Hauspreise fast unverändert
2001

Die Preise für EFH und ETW sind in 2001 nahezu stabil geblieben.
Durchschnittlicher Preis 2001 für ein Eigenheim in Westdeutschland: 171.000 €
Durchschnittlicher Preis 2000 für ein Eigenheim in Westdeutschland: 173.000 €
Durchschnittlicher Preis 2001 für ein Eigenheim in Ostdeutschland: 105.000 €
Durchschnittlicher Preis 2000 für ein Eigenheim in Ostdeutschland: 106.000 €

Durchschnittlicher Preis 2001 für eine Eigentumswhg. in Westdeutschland: 123.000 €
Durchschnittlicher Preis 2000 für eine Eigentumswhg. in Westdeutschland: 1,6 % mehr
Durchschnittlicher Preis 2001 für eine Eigentumswhg. in Ostdeutschland: 97.000 €
Durchschnittlicher Preis 2000 für eine Eigentumswhg. in Ostdeutschland: 5,8 % mehr
Durchschnittlicher Preis 1995 für eine Eigentumswhg. in Ostdeutschland: 20,0 % mehr

Höchste Preise: in der Region München und Berlin
Durchschnittlicher Preis 2001 für ein Eigenheim in Berlin: 329.500 €
Durchschnittlicher Preis 2001 für eine Eigentumswhg. in Berlin: 97.700 €

Quelle: dpa, 06.09.2002, Daten von ifs

Preisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (bundesweit, Mehrfamiliengebäude):
2. Quartal 2001: 98,3 %
2. Quartal 2002: 98,4 %

Quelle: Index-Meldung der Statistischen Ämter

Häuser und Wohnungen in Brandenburg
2002


Die Preise für Häuser und Wohnungen in Brandenburg haben sich verbilligt.
Die Grundstückspreise sind aber unverändert geblieben.
Das geht aus dem in dieser Woche in Potsdam vorgestellten Grundstücksmarktbericht 2001 hervor.
Danach kostete eine Neubauwohnung 1 260 Euro pro Quadratmeter.
Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Zahl der verkauften Neubauwohnungen stieg jedoch um 44 Prozent.
Der Quadratmeter Bauland wechselte im Mittel für 69 Euro den Besitzer.
Allerdings gab es erhebliche regionale Unterschiede:
In Potsdam kostete er 178 Euro, in der Prignitz nur 22 Euro.
Die Preise für land- u. forstwirtsch. Flächen waren nach einem Anstieg im Vorjahr leicht rückläufig.
Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Acker betrug 28 Cent.
Insgesamt wurden 70 000 Hektar verkauft.

Quelle: dpa, 22.06.2002

Preise für bezugsfertige Gebäude
sanken im Zeitraum 1995-2002 um durchschnittlich 7,3 %
wodurch?:
- Standardkonstruktionen bei der Heizung
- Dachsteine statt Ziegel
- sparsamer Innenausbau (Objekte, Armaturen, Oberflächen)

LBS Research
2002

Baupreise 1995-2002 gefallen

Die Baupreise für Neubauten sanken im Zeitraum 1995-2002 um durchschnittlich 1,4 %.
Preisbeispiel 2001: frei stehendes EFH durchschnittlich 1.266 €/qm Wfl. (ohne Grundstück)

 West Ost 
Einzelhaus1.306 €/qm- 5,8 %1.110 €/qm- 14,5 %
Doppelhaus1.345 €/qm- 6,5 %1.034 €/qm- 16,2 %
Reihenhaus1.137 €/qm- 8,0 %   953 €/qm- 14,1 %

Statistisches Bundesamt
08.2003

Durchschnittspreise für EFH
2003

(freistehend, inkl. Garage und Grundstück, ca. 125 qm Wfl.)

Wiesbaden500.000 €
München490.000 €
Düsseldorf, Frankfurt a.M.400.000 €
Stuttgart370.000 €
Berlin (West)210.000 €
Berlin (Ost)160.000 €
Chemnitz, Halle, Magdeburg150.000 €
Schwerin135.000 €
Bremerhaven133.000 €

Quelle: Berliner Zeitung, 17.05.2003

Durchschnittspreise für EFH
2003
(freistehend, mittlere Wohnlage, 125 m²)

Ost-Berlin150.000 €
Jena, Dresden210.000 €
Warnemünde250.000 €
München480.000 €

Quelle: RDM, 07.2003

Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser (EFH)
2004 in €

Hamburg270.700
Berlin234.500
Bayern200.800
Baden-Württemberg190.900
Hessen177.400
Nordrhein-Westfalen168.900
"Westdeutschland" Ø167.900 *
Schleswig-Holstein161.300
Bremen149.500
Rheinland Pfalz144.000
Niedersachsen128.700
Saarland110.200
Brandenburg105.400
"Ostdeutschland" Ø  94.100 **
Mecklenburg-Vorpommern  85.200
Thüringen  77.200
Sachsen  76.900
Sachsen-Anhalt  62.000

Quelle: IFS (Institut für Städtebau)
*   2003 : 169.500 (< -1%); 90er: +40%
** 2003: 95.300 ( - 1,9%); Abwärtstrend scheinbar stillstehend

Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser (EFH)
2005 in €

Hamburg260.200
Berlin229.600
Bayern208..500
Baden-Württemberg195.700
Hessen180.500
"Westdeutschland" Ø173.700*
Nordrhein-Westfalen171.400
Schleswig-Holstein164.000
Bremen143.000
Rheinland Pfalz140.600
Niedersachsen134.000
Saarland123.900
Brandenburg109.700
neue Bundesländer Ø  99.400**
Mecklenburg-Vorpommern  86.500
Sachsen  81.100
Thüringen  73.700
Sachsen-Anhalt  62.100

Quelle: IFS (Institut für Städtebau)
*  +3% zu 2004
** +7% zu 2004
München: im Schnitt 364.000

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Durchschnittspreise gebrauchter Eigenheime

199491.200 €
199592.000 €
199696.000 €
199795.300 €
199897.400 €
199996.000 €
200099.700 €
200197.400 €
200292.200 €
200389.400 €

Gründe für Verkauf: familiäre (41,3 %), arbeitslos (0,5 %)
LBS Immobilien
08.2004

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Preise für Bauland in Deutschland

Kaufpreise für Bauland 2002
Bundesland€ / m²
Berlin258
Baden-Württemberg152
Bayern119
Nordrhein-Westfalen114
Hessen93
Rheinland-Pfalz86
Schleswig-Holstein85
Bremen81
Sachsen64
Niedersachsen62
Saarland59
Brandenburg56
Mecklenburg-Vorpommern52
Thüringen43
Sachsen-Anhalt35

Bundesdurchschnitt für baureifes Land in 2002: 78 €/m²
Bundesdurchschnitt für baureifes Land in 2001: 75 €/m²

Grundstückspreise West in 2002: 88 €/m² (2001: 89 €/m²)
Grundstückspreise Ost    in 2002: 50 €/m² (2001: 45 €/m²)

Quelle: Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) 08.2003

Kaufpreise für baureifes Land 2004

Bundesland€ / m²zum Vergleich
Bayern2232003: 194
Baden-W.1702003: 164
Berlin1442003: 148
Nordrhein-W.128 
Bremen123 
Hessen120 
Rheinland-Pfalz95 
Schleswig-H.94 
Nidersachsen67 
Saarland61 
Sachsen54 
Brandenburg51 
Meckl.-Vorpom.442003: 50
Thüringen432003: 40
Sachsen-Anh.392003: 45
Deutschland1022002: 80
West1232002: 92
Ost472002: 47

"Westdeutschland" 2004 : 2002 = 123 € : 92 € = +33,7 %
"Ostdeutschland"    2004 : 2002 =   50 € : 47 € = - 06,0 %   (seit Mitte der 90er + weniger als 1/3)
hier sind seit 1999 die Grundstücksverkäufe um mehr als 53% zurückgegangen
Deutschland         2004 : 2002 = 102 € : 80 € = + 27,5 %  (und seit Mitte der 90er fast verdoppelt)

Quelle: Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) 08.2005

Kommentar DIMaGB:
der Wert für "Westdeutschland" 2002 scheint korrigiert worden zu sein
die Begriffe "West-" und "Ostdeutschland" haben sich also nicht nur in der Politik festgesetzt

Kaufwerte für baureifes Land 2005                2006
 
Bundesland€/qm€/qm
Hamburg 395
Bayern235249
Berlin200179
Baden-Württemberg185175
Bremen138139
Nordrhein-Westfalen125138
Hessen123128
Durchschnitt115120
Schleswig-Holstein99104
Rheinland-Pfalz9598
Saarland7171
Niedersachsen6761
Sachsen5947
Brandenburg5450
Mecklenburg-Vorpommern5353
Sachsen-Anhalt4641
Thüringen4036



im alten Bundesgebiet Ø 135 €/qm = +46,7% zu 2002 bzw. 4,7% zu 2004
im neuen Bundesgebiet: +13,3% von 2004 zu 2005, von 45 auf 51 €/qm (2002: Ø 50 €/qm)
Bundesdurchschnitt: 115 €/qm = +43,8% zu 2002 (80 €/qm), 2004: 103 €/qm
seit 1995: im Westen im Schnitt +4%, im Osten -17%


Quelle: Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) 06.2006

Daten 2006:
Quelle: IFS, wie vor
keine großen Veränderungen zu 2005
Daten Berlin: starke Schwankungen aufgrund geringer Verkaufszahlen
das bedeutet eine überproportionale Veränderung des Durchschnittes
2006: Erhebung GAA, sonst Daten: IFS



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Preise von Eigentumswohnungen

Der durchschnittliche Preis bei Eigentumswohnungen sank 2000 um 2,2 % auf 2.300 DM.
Die Preise für EFH stiegen in 2000 nur schwach an: 0,7%.
Der Preis bei Reihenhäusern blieb stabil.
Ein durchschnittliches Haus kostete in 2000: 485.000 DM.
Quelle: RDM, 06/2001

Preise von Eigentumswohnungen
2001 [DM / m2 ]
Aurich, Ostfriesland 2.000
Schwerin, MV 2.500
neue BundesländerSchnitt3.000
Klein- u. Mittelstädte, 20-1000.000 Einw.2.500 -3.500
Mittel- und Großstädte NorddeutschlandSchnitt3.600
Dortmund, Duisburg 3.800
Großstädte unter 500.000 Einw.3.000 -4.000
NRW, Hes, RhlPf, SaarSchnitt4.000
Hannover 4.000
Hamburg 4.500
Essen 4.500
Mittel- und Großstädte SüddeutschlandSchnitt4.650
Düsseldorf 4.900
Stuttgart 5.000
Köln 5.500
Berlin 5.500
Wiesbaden (kleine Stadt) 5.500
Bad Homburg (kleine Stadt) 5.700
Heidelberg (kleine Stadt) 5.800
München, 100-qm-Wohnung 6.200
Frankfurt/MainSchnitt6.500
Garmisch-Partenkirchen 6.500
Starnberg, BY 7.100
Frankfurt/MainSpitzen8.500

Quelle: ImmoPilot Newsletter, 11/2001

Preise von Eigentumswohnungen
2003 [€/m²]

3 Zimmer, ca. 70 m², bezugsfertig, mittlerer wohnwert

München2.100
Düsseldorf2.000
Frankfurt/M.1.800
Dresden1.200
Berlin (West)1.200
Nürnberg1.013
Berlin (Ost)  950

Quelle: RDM, 07.2003

Preise von Eigentumswohnungen
2004
 
StadtEFH 125 qm inkl.
Garage u. Grdst.
ETW 3 Zimmer
ca. 70 qm
München485.0002.075
Frankfurt400.0001.800
Düsseldorf350.0001.850
Köln310.0001.700
Stuttgart310.0001.450
Essen305.0001.200
Dortmund300.0001.380
Nürnberg289.0001.015
Duisburg285.000  950
Hamburg260.0001.390
Dresden210.0001.200
Berlin/West190.0001.200
Hannover182.000  950
Leipzig160.000  830
Bremen150.000  750
Berlin (Ost)140.000  950

Quelle: RDM, 08.2004
 
"Westdeutschland" Ø121.000-0,3% zu 2003
"Ostdeutschland" Ø102.600-7,8% zu 2003, aber 2003 zu 2002 +10%

Quelle: IFS, 08.2005

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Preise für Wohnungen noch leicht unter Druck
LBS Research: In manchen Städten wieder steigende Preise
Der kleiner gewordene Markt richtet sich zunehmend auf Selbstnutzer ein

Der Markt für neue Eigentumswohnungen befindet sich weiterhin leicht unter Druck. Mit nennenswerten Preisabschlägen ist laut einer Umfrage unter 600 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkasse allerdings nur noch in den neuen Bundesländern zu rechnen. Im Westen ist die Marktlage dagegen alles in allem stabil. Zwar sind vereinzelt noch Preisrückgänge möglich, doch gleichzeitig ziehen in manchen Großstädten die Preise wieder an. Ein deutliches Zeichen, so LBS Research, dass sich der Gesamtmarkt – wenn überhaupt – nur noch geringfügig nach unten bewegen wird und vor der Wende nach oben steht.

Zur einer weiteren stabilen Entwicklung in Ost- und Westdeutschland tragen nach Einschätzung der Immobilienexperten mehrere Faktoren bei. Zum einen sei der Neubaumarkt insgesamt kleiner und differenzierter geworden. Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik nur noch rund 60 000 neue Eigentumswohnungen genehmigt. Auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit Mitte der 90er Jahre waren es mehr als dreimal so viel. Dies dürfte in absehbarer Zeit zu einer Angebotsknappheit und damit zu tendenziell steigenden Preisen führen. Zum anderen wurden die Wohnungen, die jetzt auf den Markt kommen, in der Regel begleitet von einer kritischeren lokalen Marktanalyse. Entstanden früher – häufig angetrieben von steuerlichen Motiven – ganze Neubausiedlungen mit Mehrfamilienhäusern, sind Eigentumswohnungen heute meist nur noch ein kleiner Teil einer breiter angelegten Neubaustrategie, in deren Mittelpunkt auch in den Städten immer mehr das Eigenheim steht. Qualitativ hochwertige Neubau-Wohnungen in einer gemischten Siedlungsstruktur dürften auch künftig Abnehmer finden. Der Markt hat sich dabei, so LBS Research, weitgehend auf Selbstnutzer eingestellt; ein breites Engagement von Kapitalanlegern sei zur Zeit nicht zu erkennen.

Die aktuelle Umfrage macht deutlich, dass die Faustformel „Höherer Wohlstand, höhere Preise für Immobilien“ auch auf dem Markt für neue Eigentumswohnungen gilt. Während in den Mittel- und Großstädten im „reichen Süden“ der Quadratmeter im Schnitt 4 650 Mark kostet, muss man Norden nur rund 3 600 Mark bezahlen. Etwa dazwischen liegt das Preisniveau in der „Mitte“ (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Knapp 4 000 Mark müssen hier pro Quadratmeter veranschlagt werden. Noch deutlich dahinter liegen die neuen Bundesländer mit durchschnittlich 3 200 Mark. Um diese Mittelwerte herum variieren die Preise unterschiedlich stark.

Von gleichen Lebensverhältnissen kann jedenfalls bei einem Blick auf die „Preisliste“ für Eigentumswohnungen in verschiedenen deutschen Städten nicht die Rede sein. Während Käufer z.B. in München für eine 100-Quadratmeter-Wohnung bereits 620 000 Mark auf den Tisch legen müssen, kostet die gleiche Wohnung etwa in Schwerin nur 250 000 Mark. Aktueller Spitzenreiter auf der Preisskala ist Frankfurt am Main. Der mittlere Quadratmeterpreis hat hier bereits 6500 Mark erreicht, Spitzenlagen kosten bis zu 8500 Mark.

In einem für die meisten bereits unerschwinglichen Bereich von 5000 Mark pro Quadratmeter (besagte 100-Quadratmeter-Wohnung kostet dann eine halbe Million DM) liegen die Großstädte Berlin (5500 Mark), Köln (5500 Mark), Hamburg (5400 Mark), Stuttgart (5000 Mark) und Düsseldorf (4900 Mark). Aber auch kleinere Städte können hier gut mithalten, etwa Heidelberg (5800 Mark), Bad Homburg (5700 Mark) oder Wiesbaden (5500 Mark). Unter der 5000-Mark-Grenze befinden sich die Metropolen Dortmund und Duisburg (3800 Mark), Essen (4500 Mark) sowie und Hannover (4000 Mark). In den Großstädten unter 500 000 Einwohnern dominieren Preise zwischen 3000 und 4000 Mark; in Klein- und Mittelstädten (Einwohner zwischen 20 000 und 100 000) prägen Preise zwischen 2.500 und 3500 Mark das Bild. Den unteren Rand markiert Aurich (Ostfriesland) mit 2.000 DM. Besonders kostspielig ist dagegen die Aussicht auf Alpen und See in Starnberg (7100 Mark) und Garmisch-Partenkirchen (6500 Mark).

Die LBS-Broschüre „Markt für Wohnimmobilien“
Ein aktueller Immobilien-Preisspiegel mit Angaben zu Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und Baugrundstücken in über 300 Städten (darunter 80 Großstädte) befindet sich in der LBS-Broschüre „Markt für Wohnimmobilien 2001 – Daten, Fakten, Trends“ . Der Preisspiegel gibt einen Überblick über die Marktlage im Neubau und Bestand, wobei jeweils Preisspannen und der am häufigsten anzutreffende Kaufpreis angegeben sind.
Die Broschüre „Markt für Wohnimmobilien“ können Sie kostenlos online anfordern.

LBS Research
11.09.2001

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Deutsche Hauspreise im europäischen Mittelfeld

Preise für neues Wohneigentum sind in Großbritannien und den Niederlanden inzwischen deutlich höher – Wachstumsunterschiede beeinflussen Wohnkaufkraft und Immobilienpreise – Deutschland lockt niederländische Bauherren

BERLIN – Es ist noch gar nicht so lange her, da galt Deutschland zu Recht als Baukosten-Weltmeister. Vor allem Niederländer und Briten wurden als Vorbilder gepriesen, wenn es um preisgünstiges Bauen ging. Doch inzwischen hat sich das Bild grundlegend gewandelt, wie die kürzlich für die Wohnungsbauminister der EU zusammengestellten Daten nach Auskunft von LBS Research zeigen. Während die Hauspreise hierzulande in den letzten zehn Jahren im Schnitt unverändert geblieben sind, verdoppelten sie sich in vielen anderen europäischen Ländern. Die Folge: In Luxemburg, Großbritannien und den Niederlanden sind die Preise für neue Einfamilienhäuser mit 260.000 bis 275.000 Euro sogar rund 20 Prozent höher als in Westdeutschland und fast anderthalb mal so hoch wie in den neuen Bundesländern. In Frankreich kamen Neubauten dagegen jedenfalls 2002 noch günstiger auf den Markt (vgl. Grafik).

Wie die Immobilienexperten der LBS berichten, gibt es immer noch keine offiziellen statistischen Daten über Niveau und Entwicklung der Immobilienpreise in Europa. Auch Deutschland verfüge insoweit über keine amtliche Statistik, sondern hier müsse – wie andernorts auch – auf Marktforschungsergebnisse und Erfahrungen von Marktteilnehmern zurückgegriffen werden. Für internationale Übersichten komme erschwerend hinzu, dass Standorte, Gebäudequalitäten und Objektgrößen nicht standardisiert und damit nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden könnten.

Trotzdem geben nach Ansicht von LBS Research die jetzt vom Schwedischen Nationalrat für Bauen und Wohnen, dem Tschechischen Ministerium für regionale Entwicklung sowie dem irischen Umweltministerium unter der Mithilfe für den Wohnungsbau zuständigen Ministerien und Behörden der EU-Länder zusammengestellten Daten einen plausiblen Überblick über die Preissituation in wichtigen Ländern. In der Regel bezögen sich die Daten auf neue Einfamilienhäuser, teilweise auch auf Eigentumswohnungen. Für mehrere Länder lägen überhaupt keine Daten vor. Insgesamt decke sich jedoch das Ergebnis mit einer Übersicht über die Preisentwicklung für Wohneigentum im Euro-Währungsgebiet, die im Jahre 2003 von der Europäischen Zentralbank erstellt wurde.

Der beste Beweis dafür, dass sich gegenüber den genannten Nachbarländern die Kostensituation in Deutschland geradezu umgekehrt hat, ist der direkte Vergleich mit den Niederlanden. Im gemeinsamen Grenzgebiet ziehen niederländische Haushalte inzwischen verstärkt nach Deutschland. Ausschlaggebend hierfür sind die Immobilienpreise, die jenseits der Grenze seit Mitte der 90er Jahre um bis zu 150 Prozent gestiegen sind. Eine Studie der EUREGIO habe deshalb bereits prognostiziert, dass sich in den Grenzregionen des südlichen Niedersachsens, des Münsterlandes und des Niederrheins der Anteil niederländischer Einwohner bis 2008 verdoppeln werde.

Die Erklärung für die unterschiedliche Preisentwicklung ist nach dem Urteil der LBS-Experten nicht in erster Linie in den extrem gesunkenen Zinsen im Euroland zu suchen. Denn auch für Deutschland gilt, dass das Zinsniveau nur noch gut halb so hoch ist wie Mitte der 90er Jahre. Entscheidend seien vielmehr die deutlichen Unterschiede beim Wirtschaftswachstum und vor allem bei der Beschäftigungsentwicklung. Anhaltende konjunkturelle Schwächetendenzen und strukturelle Probleme seien ein wesentlicher Grund dafür, dass in Deutschland die Wohnungsbautätigkeit seit rund zehn Jahren abnimmt und die Preise sogar nominal stabil geblieben sind. Umgekehrt zeige der Blick über die Grenze damit aber, dass die Nachfrage nach Wohneigentum auch bei uns wieder merklich anziehen werde, sobald Lage und Perspektiven von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland sich nachhaltig besserten.

Die europäische Immobilienpreisentwicklung – mit zweistelligen Steigerungsraten über eine Reihe von Jahren in vielen Ländern – hat laut LBS Research teilweise bereits die Sorge ausgelöst, die Wohnungsmarktkonjunktur sei überhitzt. Damit verbunden ist die Sorge, die Preise seien übermäßig aufgebläht und könnten „platzen“ wie eine Blase, wenn eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftentwicklung auch zu Korrekturen auf den Immobilienmärkten führe. In Deutschland braucht man sich insoweit nach den Worten der LBS-Experten keine Gedanken zu machen, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen sei bei uns der Boom gerade ausgeblieben, und die Preisausschläge auf den Wohnungsmärkten seien seit eh und je relativ moderat. Zum anderen werde selbstgenutztes Wohneigentum hierzulande mit einem hohen Anteil Eigenkapital und mit langfristiger Zinsbindung finanziert, was Bauherren auch gegen einen Anstieg des Zinsniveaus weitgehend immun mache. Viele andere Regierungen und Notenbanken würden uns daher um diese soliden Finanzierungsstrukturen beneiden.

Nach Auffassung von LBS Research ist für die Perspektiven der Wohneigentumsbildung in Deutschland aufgrund dieser Daten eine Schlussfolgerung klar: „Nachdem die Preisunterschiede geringer geworden sind, entfällt auch die letzte Begründung dafür, dass es in Deutschland weniger Wohneigentum als anderswo geben sollte.“ Die Erklärung für die niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland habe vielmehr ihren Grund vornehmlich in der traditionell hohen Förderung des Mietwohnungsbaus. Dabei gehe es nicht nur um den sozialen Wohnungsbau der Nachkriegsjahrzehnte, sondern auch um die immer noch gültige steuerliche Förderung von Kapitalanlegern, die es in keinem anderen europäischen Land auch nur in annähernd vergleichbarer Form gebe. Demgegenüber setzten alle anderen Länder auf selbstgenutztes Wohneigentum als mit Abstand wichtigsten Bestandteil des Wohnungsmarktes, und überall gebe es deshalb in der einen oder anderen Form steuerliche oder direkte Hilfen für die Wohneigentumsbildung breiter Bevölkerungsschichten.

Lange galt Deutschland beim Hausbau als Kostenweltmeister. Dass dieses Bild überholt ist, zeigen neue Daten der EU-Wohnungsbauminister. Während die Hauspreise hierzulande in den letzten zehn Jahren im Schnitt unverändert geblieben sind, verdoppelten sie sich in vielen europäischen Ländern.

LBS Research, 22.08.2005

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Günstige Preise beleben Gebrauchtwohnungsmarkt

LBS-Immobiliengesellschaften bauen 2005 ihre Position als größte Maklergruppe Deutschlands aus – Mit über 27.000 vermittelten Objekten bestes Ergebnis seit sechs Jahren – 17 Prozent mehr als im Vorjahr

BERLIN – Trotz insgesamt noch verhaltener Wohnungsnachfrage verzeichneten die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) 2005 mit 27.110 vermittelten Objekten im Wert von 3,9 Milliarden Euro ihr bestes Ergebnis im laufenden Jahrzehnt. Mit einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr konnten sie nach Angaben des LBS-Verbandsdirektors Hartwig Hamm ihre Position als marktstärkste Maklergruppe Deutschlands nochmals ausbauen. „Die LBS-I kamen in nahezu allen Segmenten auf zweistellige Steigerungen, der absolute Renner waren aber mit einem Zuwachs von 21 Prozent die gebrauchten Eigenheime“, sagte Hamm heute bei der Vorlage der Ergebnisse für 2005 in Berlin.

Hauptursache sei gar nicht einmal die zum Jahreswechsel wirksame Abschaffung der Eigenheimzulage gewesen, die in erster Linie bei Bestandsimmobilien noch zu „rechtzeitigen“ Käufen gereizt habe. „Schon in den ersten drei Quartalen, als die Förderung noch nicht akut in Frage gestellt war, haben die LBS-Immobilienmakler ein zweistelliges Plus bei den Verkaufszahlen erreicht“, berichtete der Verbandssprecher.

Mittlerweile entfallen vom LBS-I-Gesamtergebnis mit über 11.000 Objekten mehr als 40 Prozent auf den Bereich gebrauchter Eigenheime. Ein weiterer Angebotsschwerpunkt (mit rund einem Viertel) sind die gut 6.500 Eigentumswohnungen aus dem Bestand. In beiden Bereichen profitieren die Interessenten derzeit von anhaltend günstigen Preisen. So fanden bei den LBS-I gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser für durchschnittlich 148.000 Euro (minus 3 Prozent) ihre Käufer – so preiswert wie zuletzt vor 15 Jahren. Gegenüber neuen Eigenheimen (mit 211.000 Euro) betrug der Abschlag im Mittel damit 30 Prozent.

Bei Eigentumswohnungen ist der Preisvorteil für Bestandserwerber noch ausgeprägter. Mit 96.000 Euro (minus 2 Prozent) kostete im Schnitt des Jahres 2005 bei den LBS-I gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage nur noch gut die Hälfte des Neubaupreises. Neue Eigentumswohnungen werden zur Zeit vor allem noch in den Schwerpunkten der Wohnungsnachfrage fertig gestellt, der mittlere Preis lag hier bei rund 180.000 Euro. „Gebrauchte Objekte sind damit vor allem für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen eine realistische Möglichkeit für den Bezug eigener vier Wände“, so Hamm. Das gelte auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass viele Käufer dann einiges in die Modernisierung investierten.

Der dritte wichtige Bereich sind die 2800 Baugrundstücke, die 2005 mit Hilfe der LBS-I einen neuen Besitzer fanden. „Der 4 Prozent niedrigere Durchschnittspreis von 94.000 Euro bei einer gleichzeitig um 14 Prozent höheren Absatzzahl macht deutlich, dass preisgünstige Angebote immer ihren Markt finden“, sagte der Verbandsdirektor. Zugleich zeige dies den anhaltenden Neubaubedarf, der auf dem deutschen Wohnungsmarkt latent spürbar sei – trotz der extrem niedrigen Fertigstellungszahlen, die sich im abgelaufenen Jahr auch bei den LBS-I in einer Stagnation bei der Vermittlung neuer Eigenheime niedergeschlagen hätten.

Insgesamt bestätigen die aktuellen Erfahrungen der LBS-Immobilienexperten, dass im deutschen Wohnungsbau trügerische Ruhe herrscht. „Der jahrelange Rückgang im Wohnungsbau, der sich nach der Abschaffung der Eigenheimzulage kurzfristig noch einmal fortsetzen wird, darf nicht über den deutlich höheren Wohnungsbedarf hinwegtäuschen, von dem alle Fachleute ausgehen“, warnte Hamm. Die Zahl der Haushalte nehme weiter zu, und bis mindestens 2030 bleibe die Tendenz zur wachsenden Wohnflächennachfrage ungebrochen. „Die hohe Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien zeigt bereits jetzt, dass es bald eng – und teuer – werden kann, wenn nicht mehr Neubauangebot geschaffen wird.“

LBS Bundesgeschäftsstelle
20.02.2006

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Kaufpreise für Berliner Eigentumswohnungen

 Ende 2003Ende 2004Ende 2005
Berlin Æ1.2651.2361.275
Charlottenburg - Wilmersdorf1.3791.3381.322
Friedrichshain - Kreuzberg1.3301.3411.421
Marzahn - Hellersdorf  759    572  590
Mitte1.2381.2381.255
Neukölln  943  900  852
Pankow1.6911.7511.868
Reinickendorf1.2091.0781.036
Spandau  994  982  958
Steglitz - Zehlendorf1.2441.2261.433
Tempelhof - Schöneberg1.0711.0681.076
Treptow - Köpenick1.2021.2571.222

Lichtenberg: k.A. (zu geringe Datenbasis)
Quelle:
Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses
Berliner Morgenpost, 25.02.2006

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Differenzierung der Wohnungsmärkte nimmt zu

Wegfall der Eigenheimzulage bewirkt weiteren Dämpfer für Neubau – LBS-Immobilienbarometer prognostiziert wachsende Nachfrage nach Einfamilienhäusern aus dem Bestand – Im Süden werden auch gebrauchte Reihenhäuser und Eigentumswohnungen knapper

BERLIN – Die Tendenz zu unterschiedlichen Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten in Deutschland nimmt nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS) zu. Immer stärker entscheidet Qualität, wie vor allem die höhere Nachfrage nach frei stehenden Einfamilienhäusern zeigt. Außerdem erholt sich der Neubau noch nicht, sondern leidet aktuell zusätzlich unter der Abschaffung der Eigenheimzulage. Schließlich nimmt die regionale Differenzierung eher zu: So gibt es neben strukturschwächeren Räumen die wirtschaftsstarken Regionen, etwa in Süddeutschland, wo auch gebrauchte Reihenhäuser und Eigentumswohnungen wieder mehr nachgefragt werden. Das sind die Kernaussagen der Wohnungsmarktanalyse 2006, die LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute in Berlin vorgestellt hat.

Basis der Veröffentlichung ist die aktuelle Frühjahrsumfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit über 27.000 vermittelten Objekten im Wert von 3,9 Milliarden Euro (2005) sind die Immobilientöchter der Landesbausparkassen unverändert die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in über 600 Städten Deutschlands.

Auch die aktuellen Daten bestätigen die enormen Unterschiede bei den preisbestimmenden Faktoren für Wohneigentum. Das gilt laut Hamm auch in kleinräumiger Betrachtung, sogar innerhalb von Städten und Stadtteilen mit ihren differenzierten Mikro-Standortbedingungen. Regional laute unverändert die Faustformel: „Höherer Wohlstand, höhere Preise“. So seien etwa in wirtschaftsstarken Ballungsräumen, nicht nur in München oder Stuttgart, Wohnungen wieder Mangelware geworden. Auch im attraktiven Umland etwa der Zentren im Rhein-Main- oder Rhein-Neckar-Gebiet werde vor allem gutes Wohneigentum knapp und teuer. An anderer Stelle, nicht nur in manchen strukturschwachen Gebieten Ostdeutschlands, sei das Bild differenzierter: Leerstand bei schlechten (Miet-)Objekten, aber nach wie vor Nachfrage nach attraktiven, bezahlbaren Häusern.

„Bauform- und Standortvorteile sind eindeutig der Grund dafür, dass frei stehende Einfamilienhäuser die Nummer 1 in der Käufergunst bleiben“, sagte Hamm. Hier nimmt die Nachfrage nach Einschätzung der LBS-Experten überall in Deutschland zu. An der Spitze der Preisskala liegen in diesem Jahr Wiesbaden (mit 650.000 Euro für das typische Bestandsobjekt) und Freiburg (mit 600.000 Euro), noch vor München (mit 550.000 Euro). Die Marke von einer halben Million erreichen auch südwestdeutsche Städte wie Baden-Baden (510.000 Euro) oder Heidelberg (500.000 Euro) sowie als teuerster erfasster Kurort Sonthofen (600.000 Euro). Mit Ausnahme der Rheinschiene wird in den meisten nord- und westdeutschen Großstädten demgegenüber bei typischen Bestandsobjekten immer seltener die 300.000-Euro-Grenze überschritten. Demgegenüber erreichen in einer Reihe kleinerer und mittlerer Städte in den neuen Ländern ortstypische Objekte nicht einmal die Grenze von 100.000 Euro. Am unteren Ende des LBS-Preisspiegels liegt in diesem Jahr Eisleben mit 60.000 Euro für ein gebrauchtes frei stehendes Einfamilienhaus.

Bei neuen Reiheneigenheimen gehen die LBS-Experten nahezu unverändert noch von einer rückläufigen Nachfrage aus, die mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit einhergehe, insbesondere in Ost- und Norddeutschland. „An zu hohen Preisen kann dies unserer Einschätzung nach allerdings nicht liegen“, sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn in Westdeutschland bewegten sich die Preise im Durchschnitt für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten bei rund 200.000 Euro, im Osten und Norden sogar nur bei 130.000 bis 150.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Städten signalisiere der Durchschnittspreis von 260.000 Euro die vielerorts vorhandenen Knappheiten.

Ähnliche regionale Unterschiede gibt es auch bei gebrauchten Reihenhäusern. Im Schnitt weisen sie gegenüber Neubauten allerdings einen Preisvorteil von 10 bis 20 Prozent auf. Gerade in den attraktiven Zentren und in deren Umland sind viele gebrauchte Reihenhäuser auch aufgrund ihrer Lage in gewachsener Umgebung offenbar aber so wertvoll, dass sie kaum preisgünstiger sind als Neubauten, so das Urteil der LBS-Experten. Beispiele hierfür sind etwa die Städte im Einzugsbereich von Frankfurt am Main. Aber auch in westdeutschen Großstädten wie Bonn oder Essen (mit Preisen von 220.000 bis 230.000 Euro) oder beim Spitzenreiter München (mit 450.000 Euro für neue wie gebrauchte Reihenhäuser) ist es nicht anders.

Für neue Eigentumswohnungen wird von den LBS-Vermittlern der weitere Angebotsrückgang, das heißt die Abschwächung des Neubaus, nicht mehr so einheitlich gesehen wie in den letzten Jahren. Mittlerweile würden sie aber im wesentlichen nur noch an touristisch interessanten Standorten und in den Ballungsräumen errichtet. Dort gilt Stockwerkseigentum als geeignete, preisgünstigere Alternative für knappe Eigenheimangebote. Die Quadratmeterpreise erreichen laut LBS-Immobilienpreisspiegel in der Spitze bis zu 3.250 Euro (in Garmisch-Partenkirchen) bzw. 3.000 Euro (in München, der Großstadt mit dem höchsten Preisniveau für Eigentumswohnungen). Dagegen liegen in den meisten Großstädten die Preise für typische Neubauobjekte um die 2.000 Euro pro Quadratmeter. Ruhrgebietsmetropolen wie Duisburg, Essen oder Dortmund weisen mit 1.600 bis 1.850 Euro pro Quadratmeter sogar ein noch deutlich niedrigeres Preisniveau auf. Ähnlich ist die Situation für mittlere bis gute Lagen in Berlin, Bremen oder Hannover.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen beginnt sich nach Auskunft der LBS-Experten die Nachfrage zu stabilisieren und vor allem im Süden teilweise wieder zu verstärken. Deshalb rechnen sie auch nur noch mit relativ geringen Preisrückgängen. Derzeit beträgt der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten rund 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise meist um 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro.

Mit einer Ausweitung des Angebots beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler noch nicht. In diesem Markt zeigten sich die größten regionalen Preisunterschiede. In den süddeutschen Groß- und Mittelstädten kostet der Quadratmeter Grund und Boden mit 280 Euro mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Noch erheblich größere Knappheitstendenzen beim Bauland signalisierten die Preise in den süd- und südwestdeutschen Großstädten wie München (720 Euro), Stuttgart oder Wiesbaden (mit je 600 Euro pro Quadratmeter).

Die weiteren Wohnungsmarktperspektiven sind nach Auffassung des Verbandsdirektors positiv. So sprächen die demografischen Perspektiven noch für eine ganze Reihe von Jahren für eine wachsende Nachfrage. Allzu häufig würde übersehen, dass sich die Bevölkerung zur Zeit noch nicht rückläufig entwickelt. Hinzu komme, dass die Zahl der Haushalte, die für die Wohnungsmarktentwicklung viel entscheidender sei, einen ungebrochenen Aufwärtstrend zeige. So sei die Zahl der Haushalte in Deutschland in den letzten zehn Jahren um über sechs Prozent gewachsen, das sind fast 250.000 pro Jahr. Nach den Prognosen würden sie in Westdeutschland mindestens rund 15 Jahre, in den neuen Ländern zehn Jahre weiter zunehmen. Die Wohnungsnachfrage pro Kopf nehme – auch aus Wohlstandsgründen – weiterhin deutlich zu, nach Schätzungen des Forschungsinstitutes empirica nahezu ungebremst sogar bis 2030.

Vor dem Hintergrund der alsbald wieder anziehenden Nachfrage schätzen die LBS-Experten die Ausgangsbedingungen für Wohneigentumserwerber derzeit als ausgesprochen gut ein. Bislang sei das Preisniveau für Eigenheime im Gesamtdurchschnitt nominal noch konstant geblieben. Mittlerweile stünden die deutschen Immobilienpreise in Europa längst nicht mehr auf Platz 1, sondern seien in mehreren Nachbarländern, zum Beispiel in den Niederlanden, überholt worden. Gleichzeitig hätte sich das Zinsniveau für Hypotheken deutlich abgesenkt. Das habe die Bezahlbarkeit eigener vier Wände massiv erleichtert. Vielfach koste die Finanzierung kaum mehr als die Miete für vergleichbar gute Objekte.

Es ist deshalb nach Auffassung der LBS nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland die Wohneigentumspreise erneut anziehen. „Sobald die Menschen wieder bessere wirtschaftliche Perspektiven haben, wird auch die Nachfrage nach gutem Wohnen wiederum steigen“, prognostizierte Hamm. Dann schwinde nämlich auch die Unsicherheit hinsichtlich ihrer mittel- und langfristigen Einkommensentwicklung, die heute viele Leute noch bei ihren Kaufentscheidungen lähme. Neben gesamtwirtschaftlich und beschäftigungspolitisch wirksamen Impulsen komme es aber auch darauf an, die Rahmenbedingungen für die Wohneigentumsbildung zu verbessern. Außer einer nachfrageorientierten Baulandpolitik müssten dazu auch positive Fördersignale gegeben werden. Deshalb sei jetzt die angekündigte Einbeziehung von Wohneigentum in die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge wichtig. Von einer wirklich überzeugenden Lösung könnten endlich wieder spürbare Anreize für Wohnungsbauinvestitionen ausgehen.

LBS Bundesgeschäftsstelle
13.06.2006

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Bezahlbarkeit von Wohneigentum seit 1996 deutlich verbessert

Hauptfaktor für höhere Wohnkaufkraft: Gesunkene Hypothekenzinsen bei stabilen Immobilienpreisen – Kauf günstiger als Miete – Aktuell noch Zurückhaltung wegen Sorgen über Arbeitsplätze und Einkommen – Klare politische Signale pro Wohneigentum wichtig

BERLIN – Familien mit Kindern können sich eigene vier Wände heute weitaus leichter leisten als noch vor zehn Jahren. Nach den Berechnungen von LBS Research mussten in Westdeutschland für eine typische Finanzierung im Jahre 2006 lediglich 18 Prozent des Einkommens aufgewendet werden − nach 34 Prozent zehn Jahre zuvor. In den neuen Ländern hat sich die Finanzierungslast seit 1996 von 32 auf 15 Prozent sogar mehr als halbiert (vgl. Grafik).

Bei ihrer Analyse stützen sich die LBS-Experten auf Statistiken bzw. Repräsentativbefragungen zu den Faktoren Immobilienpreise, Zinsen und Einkommen. So liefern die Wohneigentumsstudien von Infratest Informationen über die durchschnittlichen Kaufpreise für Wohneigentum, und zwar differenziert nach alten und neuen Bundesländern. Zugrunde gelegt wurde hier der Mittelwert von Eigenheimen und Eigentumswohnungen, sowohl neu als auch gebraucht. Die Objektgröße lag zuletzt bei rund 125 Quadratmetern (West) und annähernd 120 Quadratmetern (Ost). Die Durchschnittspreise im Jahre 2006 betrugen in den alten Ländern 187.000 Euro (1996 waren es 200.000 Euro − damals noch mit einem höheren Neubauanteil). In den neuen Ländern blieb der Preis des Jahres 2006 mit 142.000 Euro rund 10.000 Euro hinter dem Wert von Mitte der 90er Jahre zurück.

Trotz der teilweise erheblichen Immobilienpreisunterschiede in Deutschland gilt die Gesamtaussage über die Entwicklung der letzten zehn Jahre nach Auskunft von LBS Research bundesweit in ähnlicher Weise. Die verbesserte Bezahlbarkeit beruhe außerdem vor allem auf den deutlich gefallenen Zinsen. Hypotheken kosteten 1996 fast 7,5 Prozent (vier Jahre vorher sogar 9,0 Prozent) und lagen 2006 nach der Bundesbank-Statistik nur noch bei gut 4,5 Prozent.

Für Vergleichszwecke wurde in den Rechnungen ein einheitliches Finanzierungsmodell unterstellt: 30 Prozent des Kaufpreises werden danach durch Eigenkapital bestritten, 70 Prozent über eine Hypothek mit 1 Prozent Anfangstilgung. Im Ergebnis kostete demnach die Finanzierung eigener vier Wände für den typischen Käufer des Jahres 2006 in Westdeutschland eine monatliche Finanzierungsrate von 607 Euro − verglichen mit annähernd 1.000 Euro zehn Jahre vorher. In den neuen Ländern sank die Annuität gleichzeitig von 750 auf 461 Euro im Monat.

Gleichzeitig sind die Nettoeinkommen der wichtigsten Zielgruppe − abgestellt wird hier auf Erwerbstätigen-Haushalte mit zwei Erwachsenen (im Alter von 30 bis 44 Jahren) und einem oder mehreren Kindern − nach einer Auswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichproben des Statistischen Bundesamtes moderat gestiegen: um rund 1,5 Prozent nominal pro Jahr in den alten Ländern und 2,5 Prozent in den neuen Ländern. Die LBS-Immobilienexperten errechnen auf dieser Basis für junge Erwerbstätigen-Familien bereits in den ersten drei Jahren von 1996 bis 1999 eine um 8 Prozentpunkte niedrigere Finanzierungslast (bezogen aufs Einkommen). In den folgenden sieben Jahren bis 2006 schließe sich noch einmal eine Absenkung in gleicher Größenordnung an. Dabei sei der „Vorsprung“ in den neuen Ländern mit ihrem deutlich günstigeren Immobilienangebot voll erhalten geblieben.

Die Zahlen machen − so LBS Research − deutlich, dass der Erwerb von Wohneigentum zur Zeit tatsächlich ausgesprochen günstig ist, nicht zuletzt auch im Vergleich mit „normalen“ Mieten. Die hohe Abhängigkeit der „Bezahlbarkeit“ eigener vier Wände vom Hypothekenzins-Niveau zeige aber auch, dass jeder Interessent gut beraten ist, wenn er nicht ohne weiteres von einer Fortsetzung der jüngsten Niedrigzinsphase ausgeht. Den Zinsanstieg zum Jahresbeginn 2007 könne man schon als entsprechendes Warnsignal verstehen. Außerdem sei es nach dem seit Jahren rückläufigen Wohnungsbau auch nur noch eine Frage der Zeit, bis das Immobilienangebot wieder knapper werde und dann zwangsläufig die Preise steigen würden. „Wer ein geeignetes Objekt in Reichweite hat, der sollte nicht warten, sondern sich die aktuell günstigen Konditionen sichern“, lautet der Expertenrat.

Nur auf den ersten Blick erscheine widersprüchlich, dass trotz der günstigen Finanzierungsbedingungen die Nachfrage nach Eigenheimen und Eigentumswohnungen seit Beginn des Jahrzehnts deutlich schwächer geworden ist. Bis 1999 stieg nämlich der Eigenheimbau deutlich an, ab 2000 setzte demgegenüber ein merklicher Rückgang ein. Zunächst hätten die auf unter sechs Prozent gesunkenen Hypothekenzinsen belebend gewirkt, danach habe sich vor allem die zunehmende Wachstumsschwäche in Deutschland auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar gemacht.

Allzu häufig wird nach Einschätzung der LBS-Experten übersehen, dass die Wohnungsnachfrage nicht einfach linear von aktuellen Einkommen und anfänglichen Finanzierungsbelastungen abhängt. Potenzielle Erwerber schauten vielmehr seit jeher völlig zu Recht nicht nur auf die Anfangsbelastung, sondern auch darauf, ob sie die Finanzierung auch nachhaltig aufbringen können. Hier wirkten sich in Deutschland seit einigen Jahren vor allem die verschlechterten Arbeitsmarktperspektiven als Unsicherheitsfaktor aus. Offensichtlich habe das hierzulande besonders stark ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis der Menschen dazu geführt, dass viele ihre Kaufabsichten zunächst einmal aufgeschoben hätten. Deshalb helfe es auch nicht weiter, Finanzierungsangebote mit geringerem Eigenkapital und höheren Beleihungsquoten zu machen. Im Vordergrund stehe nämlich der Wunsch nach zuverlässiger, zinsgünstiger und rascher Entschuldung (spätestens bis zum Ende des Berufslebens). Dies erkläre auch die unverändert hohe Attraktivität des Bausparens.

Für die Wohnungs- und Finanzierungsnachfrage ist jedoch Besserung in Sicht. Sobald die wirtschaftliche Erholung dem Arbeitsmarkt auch längerfristig Impulse gibt, dürfte die Kaufneigung für Wohneigentum sich wieder deutlich beleben, so die Einschätzung von LBS Research. Der klare Zusammenhang zwischen gesamtwirtschaftlichem Wachstum und Aufschwung im Wohnungssektor, der in anderen Ländern seit längerem an steigenden Immobilienpreisen ablesbar ist, müsse auch für Deutschland gelten. Das Grundbedürfnis nach gutem Wohnen und nach Absicherung fürs Alter mit der eigenen Immobilie sei laut Umfragen ungebrochen. Es sei auch das erklärte Ziel der Großen Koalition, Wohneigentum in die Altersvorsorge-Förderung einzubeziehen. Bei der Umsetzung kommt es nach Ansicht der Immobilien-Experten darauf an, mit klaren, nachvollziehbaren Instrumenten eine Diskriminierung eigener vier Wände zu vermeiden und den Menschen damit auch in Zukunft ein klares politisches Signal der Unterstützung für diese „größte Investition des Lebens“ zu geben.



Bild: Die Bezahlbarkeit von Wohneigentum hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Nach Berechnungen von LBS Research mussten in Westdeutschland für eine typische Finanzierung im Jahr 2006 lediglich 18 Prozent des Einkommens aufgewendet werden − nach 34 Prozent zehn Jahre zuvor. In den neuen Ländern hat sich Finanzierungslast seit 1996 von 32 auf 15 Prozent sogar mehr als halbiert.

LBS Research
22.01.2007

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Preisvorteil für Käufer in Deutschland

Neue Eigenheime fast überall in Europa deutlich teurer – Wirtschaftskraft ist Hauptfaktor für Immobilienpreise – Im Ausland Sorge vor Preiseinbrüchen, hierzulande steht der Anstieg noch bevor

Berlin – Potenzielle Wohneigentümer finden in der Bundesrepublik zur Zeit die besten Kaufbedingen vor. Waren vor zehn Jahren die hiesigen Preise für neue Eigenheime im europäischen Vergleich rekordverdächtig hoch, so ist es jetzt genau umgekehrt: Wie LBS Research ermittelt hat, liegen fast alle Nachbarn inzwischen mehr oder weniger deutlich vor uns. Selbst in den früheren „Musterländern“ für kostengünstiges Bauen, nämlich in den Niederlanden und Großbritannien, kosten neue Eigenheime heute rund 25 Prozent mehr als in Westdeutschland und sogar das Anderthalbfache der Durchschnittspreise in den neuen Ländern (vgl. Grafik).

Auch in Nord- und Südeuropa sind laut LBS Research die Preise explodiert, während sie bei uns konstant geblieben sind. So habe z. B. Schweden in den letzten zehn Jahren eine Verdoppelung der Hauspreise zu verzeichnen gehabt; ähnliches gelte auch für Italien. In Spanien hätten sich die Preise im gleichen Zeitraum sogar um weit mehr als 100 Prozent erhöht. Die LBS-Experten weisen darauf hin, dass es sich selbstverständlich beim Eigenheim in Europa nicht um ein homogenes Gut handelt; vielmehr gebe es teilweise erhebliche Unterschiede, insbesondere was typische Gebäudeformen und Grundstücksgrößen, aber auch Ausstattungsvielfalt und Bauqualitäten angeht. Die Ansprüche in Deutschland dürften aber als eher überdurchschnittlich gelten. Außerdem biete der vorliegende Überblick auf jeden Fall eine Antwort auf die simple Frage, was für ein durchschnittliches Eigenheim in den einzelnen Ländern zu zahlen ist.

Einfache Erklärungen für die im internationalen Vergleich günstige Preissituation für hiesige Erwerber gibt es laut LBS Research nicht. So zählt Deutschland zu den dichter besiedelten Staaten mit eher knappem Baulandangebot. Und auch hierzulande sind die Zinsen in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken – was anderswo von Experten als Ursache für den Preisauftrieb ausgemacht wird. Den Hauptfaktor sehen die LBS deshalb in der Wirtschaftsentwicklung der jeweiligen Länder. So sei es kein Zufall, dass Luxemburg, Irland, Dänemark und die Niederlande auch auf den ersten Plätzen beim Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt (nach Kaufkraftstandards) unter allen 25 EU-Staaten liegen.

Auf aktuelle Wirtschaftsdaten kommt es in diesem Zusammenhang jedoch offenbar nicht ausschließlich an. Denn nach dieser Statistik liegt etwa Frankreich – noch deutlicher Spanien und Italien – sogar hinter Deutschland. Ein weiteres wichtiges Moment sind nach Einschätzung von LBS Research vielmehr die jeweiligen Zukunfts-Perspektiven für Beschäftigung und Einkommen. Sie könnten potenziellen Eigenheim-Käufern Zuversicht geben oder aber auch Unsicherheit bei der „größten Investition des Lebens“ für den Normalbürger schaffen. Diese zweite Alternative habe bei uns zu Attentismus geführt und damit zur schwachen Wohnungsbau- und Preisentwicklung in der Bundesrepublik beigetragen.

Die zwei größten Probleme, mit denen andere Länder durch den Preisauftrieb konfrontiert sind, könnten laut LBS Research in Deutschland getrost ignoriert werden: Zum einen die Angst vor einem abrupten Rückgang der Immobilienpreise, auch als „Platzen der Preisblase“ bezeichnet. Diese Furcht wird – übrigens auch im letzten Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – nicht nur mit Blick auf einige europäische Länder, sondern vor allem auch auf Nordamerika geäußert. Ganz anders ist die Situation bei uns, wo es eher um die Frage des Zeitpunktes geht, wann Wohneigentum wieder spürbar mehr kostet. Dieser hängt nach Einschätzung von LBS Research davon ab, wann potenzielle Erwerber wieder durchgreifend mehr Zutrauen in ihre persönliche Einkommensperspektiven haben und entsprechenden Mut fassen.

Ein zweiter Punkt betrifft die Bezahlbarkeit von Wohneigentum. Denn durchschnittliche Haushalte können sich in vielen Ländern bei den allgemein massiv gestiegenen Preisen kaum noch ein eigenes Haus leisten. Manche Regierungen wie in Frankreich legen deshalb bereits Programme für kostengünstige Einfamilienhäuser auf. Auch hier befindet sich Deutschland bis auf weiteres in einer komfortablen Situation. Wie LBS Research jüngst ermittelt hat, ist der Einkommensanteil, der von typischen Familien für eine normale Eigenheimfinanzierung aufzubringen ist, von 1996 bis 2006 von 34 auf 18 Prozent in den alten Ländern gesunken, in den neuen Ländern von 32 auf 15 Prozent.

Der europäische Vergleich macht für die LBS-Experten besonders deutlich, dass deutsche Wohneigentumsinteressenten noch von einer äußerst günstigen Situation profitieren. So sind die Preise für Neubauten 2005 nicht höher als 2002; einem Rückgang um 0,6 Prozent im Jahre 2003 folgte nur ein leichter Anstieg um 0,2 und 0,4 Prozent in den Folgejahren. Verglichen mit den teils zweistelligen Preissteigerungsraten in anderen Ländern sei dies eine Kleinigkeit. Sobald der Wachstumsprozess bei uns an Breite gewinne – dies zeigten die internationalen Erfahrungen – dürften aber nicht nur die Zinsen, sondern auch die Wohnungsbau- und Immobilienpreise wieder deutlich anziehen. Die Situation in Irland, wo gebrauchte Einfamilienhäuser sogar teurer sind als neue Objekte, zeige am besten, wie sich Knappheiten gerade auch in den Beständen, nämlich bei Mieten und Preisen, niederschlagen könnten.

LBS Research, 19.02.2007



Die Zeiten, in denen Deutschland Weltmeister bei den Baukosten war, sind lange vorbei. Waren vor zehn Jahren die hiesigen Preise für neue Eigenheime im europäischen Vergleich rekordverdächtig hoch, ist es jetzt genau umgekehrt. Fast alle Nachbarländer liegen vor uns.
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Günstige Gebrauchtimmobilien gefragt

LBS-Immobiliengesellschaften auch 2006 mit weitem Abstand größte deutsche Maklergruppe – 23.600 vermittelte Objekte bedeuten ein Minus von 13 Prozent gegenüber dem Ausnahmejahr 2005, aber ein Plus von 2 Prozent gegenüber 2004

BERLIN – Mit 23.600 Wohnimmobilien im Wert von über 3,5 Milliarden Euro haben die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) 2006 ihre Position als marktstärkste Maklergruppe Deutschlands gefestigt. „Nachdem das Auslaufen der Eigenheimzulage im Jahre 2005 die Verkaufszahlen deutlich nach oben getrieben hatte, hat sich das Marktgeschehen inzwischen wieder normalisiert. Immerhin konnten im abgelaufenen Jahr 2 Prozent mehr Objekte verkauft werden als 2004“, kommentierte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm die Ergebnisse heute in Berlin.

Eine genauere Analyse zeigt nach Hamms Worten, dass die Entwicklung in den wichtigsten Sektoren des Wohnungsmarktes unterschiedlich verlaufen sei. So seien die Rückgänge bei gebrauchten Eigenheimen und Eigentumswohnungen – mit einem Anteil von rund zwei Dritteln der dominierende Angebotsschwerpunkt der LBS-Makler – relativ bescheiden ausgefallen. Sie hätten nur bei gut 10 Prozent gelegen, und dies, obwohl die Ausgangsbasis im Jahre 2005 durch Vorzieheffekte deutlich erhöht gewesen sei. Gegenüber dem letzten „Normaljahr“ 2004 seien 2006 sogar 5 Prozent mehr Bestandsobjekte vermittelt worden. Im Neubau hätte es dagegen auch im Vergleich zu 2004 ein klares zweistelliges Minus gegeben.

„Ein eindeutiges Indiz dafür, dass die Käufer mehr denn je darauf achten, wie sie ihre Wohnwünsche mit den finanziellen Möglichkeiten in Einklang bringen können“, so Hamm. Das Erfolgsgeheimnis der Gebrauchtobjekte sei nämlich das im Moment noch relativ breite Angebot zu günstigen Preisen. So kosteten die knapp 10.000 von den LBS-I vermittelten gebrauchten Eigenheime im Bundesdurchschnitt 2006 knapp 150.000 Euro, etwa genauso viel wie im Vorjahr. Sogar 4 Prozent preiswerter als 2005 waren die knapp 6.000 Eigentumswohnungen aus zweiter Hand, die letztes Jahr im Schnitt für 92.000 Euro ihre Käufer fanden. „Die klaren Preisvorteile im Gebrauchtwohnungsmarkt sprechen die Interessenten von heute besonders an“, so der LBS-Sprecher.

Sorgen machen den LBS dagegen die Zahlen im Neubausektor. Hier stieg der Durchschnittspreis für Ein- und Zweifamilienhäuser bei den LBS-Maklern 2006 bundesweit um 5 Prozent auf gut 220.000 Euro, für Eigentumswohnungen sogar um 7 Prozent auf 193.000 Euro. Auch der deutliche Anstieg bei den Grundstückspreisen auf gut 110.000 Euro im gesamtdeutschen Durchschnitt ist als Signal zu verstehen, dass die notwendige Ausweitung des Neubaus durch knappes und deshalb teures Bauland behindert werden könnte. „Das schadet nicht nur potenziellen Bauherren und der Bauwirtschaft, sondern es ist zugleich nur eine Frage der Zeit, bis sich die zu geringe Neubautätigkeit auch in einem Preisanstieg für Gebrauchtimmobilien niederschlägt“, warnte Hamm.

LBS Bundesgeschäftsstelle
28.02.2007

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Häuserpreise ziehen wieder an
(02.2007)

WIESBADEN – Der neu berechnete Häuserpreisindex, der die Entwicklung der Preise für neu erstelltes, selbst genutztes Wohneigentum in Deutschland widerspiegelt, lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2005 um 0,4% über dem Indexstand des Jahres 2004. Nachdem bereits 2004 ein moderater Anstieg des Häuserpreisindex um 0,2% gegenüber dem Vorjahr zu beobachten war, haben sich somit die Preise für das selbst genutzte, neu gebaute Wohneigentum 2005 erneut erhöht. In den Jahren 2000 bis 2003 waren noch rückläufige Jahresveränderungsraten beim Häuser­preisindex zu beobachten (2003: – 0,6%, 2002: – 0,7%, 2001: – 0,4% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr). Im Vergleich zum Indexstand des Jahres 2000 lag der Häuser­preisindex im Jahresdurchschnitt 2005 um 1,1% niedriger.

Die drei Hauptkomponenten des Häuserpreisindex entwickelten sich von 2000 bis 2005 unterschiedlich:

Das Marktsegment des schlüsselfertigen Bauens, also der Erwerb neu erstellter, schlüsselfertiger Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Wohnungen direkt von Bauträgern, entwickelte sich im Zeitraum 2000 bis 2005 ausgeprägt rückläufig und somit erheblich schlechter als der Gesamtmarkt. Die Preise für schlüsselfertig erstellte Wohnneubauten nahmen von 2000 bis 2005 um 9,6% ab. Dies entspricht einem mittleren jährlichen Preisrückgang von knapp 2,0%. Gegenüber 2004 ermäßigten sich die Preise für das schlüsselfertige Bauen im Jahresdurchschnitt 2005 um 0,8%. Der Rückgang der Preise in diesem Sektor hat sich somit nach den kräftigen Preisrückgängen vergangener Jahre (2004: – 2,4%, 2003: – 2,7%, 2002: – 2,6%) im Jahr 2005 deutlich abgeschwächt.

Die Preise für den Eigenbau, also für das klassische, konventionelle Bauen unter Einschaltung eines Architekten und der damit verbundenen Inanspruchnahme einzelner Bauleistungen von Bauunternehmen, stiegen von 2000 bis 2005 um 2,1%. Dabei blieben die Preise für dieses Segment – abgesehen von geringfügig schwankenden unterjährigen Veränderungsraten – bis Ende 2003 unverändert. Erst mit Beginn des Jahres 2004 erhöhten sich die Preise für den Eigenbau – insbesondere infolge stark gestiegener Preise für Stahl sowie für weitere Metallsorten – spürbar (2004 gegenüber 2003: + 1,2%). Gegenüber 2004 nahmen die Preise für den Eigenbau im Jahr 2005 um 0,9% zu.

Für das Marktsegment des Fertigteilhochbaus, das heißt für den Erwerb industriell vorgefertigter, in Teilen an die Baustelle gelieferter und dort endmontierter Fertighäuser, war in der Zeitspanne von 2000 bis 2005 ein stetiger Anstieg der Preise zu beobachten. Die Preise für Fertighäuser erhöhten sich in diesem Zeitraum um 3,9%; dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von nahezu 0,8%. Im Jahresdurch­schnitt 2005 stiegen die Preise für Fertighäuser im Vergleich zu 2004 um 0,7%.

Die Berechnung des Häuserpreisindex für Deutschland (Rechenstand: Dezember 2006) erfolgt im Rahmen eines von Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemein­schaften) initiierten Pilotprojektes zur preisstatistischen Erfassung des selbst genutzten Wohneigentums im Zusammenhang mit der Harmonisierung der Verbraucherpreis­indizes in der Europäischen Union (EU). Ziel des Projektes ist die Entwicklung und regelmäßige Berechnung nationaler Häuserpreisindizes in den Mitgliedstaaten der EU. Damit soll die derzeitige Lücke bei den Konsumausgaben der privaten Haushalte im Bereich „Wohnen/Wohnungsnutzung“ im Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) geschlossen werden.

Detaillierte Ergebnisse sowie eine ausführliche Methodenbeschreibung enthält der Aufsatz „Häuserpreisindex – Entwicklungsstand und aktualisierte Ergebnisse“, der in der Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ in der Dezember-Ausgabe des Jahres 2006 erschienen ist. Der Aufsatz ist kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes abrufbar.

Statistisches Bundesamt (Destatis)
Pressemitteilung Nr. 045 vom 01.02.2007

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Institute sehen baldigen Preisschub
Experten prognostizieren spürbaren Anstieg der Hauspreise überwiegend ab 2008 − Im Jahre 2007 droht Rekordtief mit 200.000 Baugenehmigungen − Immer noch Unsicherheit über Trendwende bei Bautätigkeit

BERLIN – Da die Baugenehmigungen in Deutschland in diesem Jahr auf einen absoluten Tiefstand (mit rund 200.000 Einheiten) zusteuern, wird die wachsende Wohnungsnachfrage die Hauspreise bald generell in die Höhe treiben. Diesen Schluss zieht LBS Research aus einer aktuellen Umfrage, an der sich elf unabhängige Wohnungsmarkt-Forschungsinstitute beteiligt haben. Die meisten Experten, nämlich sechs, rechnen für 2008 mit spürbaren Preissteigerungen, drei weitere sogar schon im laufenden Jahr. Nur eine Minderheit von zwei Instituten geht frühestens für 2009 von einer neuen Teuerungswelle im Wohnungssektor aus (vgl. Grafik).

Die LBS-Immobilienexperten weisen darauf hin, dass der Neubau bereits im Verlauf des Jahres 2006 extrem schwach geworden ist. Dass insgesamt mit 248.000 genehmigten Wohneinheiten gegenüber dem Vorjahr noch einmal ein leichtes Plus von 3 Prozent zu registrieren war, sei ausschließlich auf die Vorzieheffekte angesichts der Abschaffung der Eigenheimzulage zum Jahreswechsel 2005/2006 zurückzuführen. Deshalb habe es von Januar bis Mai des letzten Jahres noch einen Anstieg der Genehmigungen um knapp 25 Prozent gegeben. In den folgenden drei Monaten (bis einschließlich August) habe das Niveau der Baugenehmigungen 2006 das des Vorjahres gehalten, um dann von September bis Dezember – wie zuvor von vielen befürchtet – um über 20 Prozent einzubrechen.

Wie LBS Research ergänzend mitteilt, ist dieser relativ hohe Rückgang keineswegs nur mit Basiseffekten aufgrund eines überhöhten Vorjahresergebnisses zu erklären. Vielmehr seien in den letzten vier Monaten 2006 nur noch 67.000 Wohnungen genehmigt worden. Ändere sich an diesem Niveau für 2007 nichts, so lasse sich daraus exakt ein Jahresergebnis von 200.000 Genehmigungen hochrechnen. Dies bleibe um rund ein Drittel hinter dem Neubaubedarf zurück, den Experten in der Größenordnung von 300.000 Wohneinheiten ansiedeln. Wegen der noch über viele Jahre weiter steigenden Haushaltszahlen und vor allem der steigenden Wohnflächenansprüche der Bevölkerung ist das Forschungsinstitut empirica zuletzt sogar von einem Neubaubedarf in der Größenordnung von 330.000 Wohneinheiten pro Jahr ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund liegt es für die LBS-Experten nahe, dass die Institute bei den Hauspreisen alsbald im Bundesdurchschnitt eine deutliche Korrektur nach oben vorhersagen. In manchen Regionen, vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen des Südens und des Westens, sei dieser Trend bereits jetzt klar festzustellen. Dies werde aber nach und nach auch andernorts zu beobachten sein, sobald sich die Beschäftigungsperspektiven in der Breite grundlegend verbessern. Auch die Erfahrung mit den Entwicklungen in vielen anderen Ländern zeige, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Wiederbelebung der Wirtschaftstätigkeit und steigenden Immobilienpreisen gibt.

Deutlich unsicherer sind sich die Forscher laut LBS Research bei der Frage, wann die Bautätigkeit auf die veränderten Marktsignale reagiert. Während vier Institute von einem Aufschwung im Jahre 2008 ausgehen, prognostizieren ihn drei weitere Institute erst für 2009. Immerhin drei Experten meinen dagegen, dass die Genehmigungszahlen sogar bis 2010 nicht nennenswert steigen.

Je länger die Schere zwischen Neubaubedarf und tatsächlicher Bautätigkeit auseinanderklafft, desto größer ist nach Einschätzung der LBS-Experten die Gefahr, dass die Preissteigerungen auf dem Wohnungsmarkt sehr deutlich ausfallen. Wenn anziehende Immobilienpreise nämlich vielleicht auch noch mit einem wachsenden Zinsniveau einhergingen, könne es ganz schnell vorbei sein mit der Gelassenheit, die Kaufinteressenten heute noch an den Tag legen. Dann aber, so LBS Research, hätten nach vielen Jahren erstmals wieder Hausanbieter eindeutig das Sagen.

LBS Research16.04.2007



Nach der Entwicklung des deutschen Wohnungsmarktes gefragt, gehen Experten von elf unabhängigen Wohnungsmarkt-Forschungsinstituten von einer bevorstehenden Teuerungswelle bei den Hauspreisen aus. Der Grund: Das Neubauvolumen, das in diesem Jahr auf einen neuen Tiefstand von 200.000 Einheiten zusteuert, bleibt hinter dem wachsenden Bedarf zurück.

An der Umfrage beteiligten sich die folgenden Institute: empirica, Berlin; F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt, Hamburg; ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München; IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik, Berlin; TNS Infratest, München; Institut der deutschen Wirtschaft, Köln; Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen, Münster; InWIS Forschung & Beratung, Bochum; IWG Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn; GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung, Hamburg; Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt.

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Miete: Wohlfühlen muss nicht teuer sein


Lebensqualität schlägt sich nicht zwangsläufig im Mietpreis nieder. Besonders gut und günstig lebt es sich in Düsseldorf, ergab eine Untersuchung des Immobilienportals Immowelt.de

Nürnberg, 02.05.2007. In deutschen Städten lebt es sich gut: Dies sagt eine aktuelle Studie des Beratungshauses Mercer zur Lebensqualität in internationalen Metropolen. Gleich vier deutsche Städte finden sich unter den besten 20. Wer nun annimmt, eine hohe Lebensqualität schlage sich eindeutig im Mietpreis nieder, der irrt. Wohlfühlen muss nicht zwangsläufig teuer sein. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale im Internet.

Im internationalen Vergleich der Metropolen mit der höchsten Lebensqualität landet Düsseldorf auf Platz 5, Frankfurt auf Platz 7 und München auf Platz 8. Die deutsche Hauptstadt schafft es mit Platz 16 immerhin noch unter die Top-20-Städte. Eine Untersuchung des Immobilienportals Immowelt.de hat nun ergeben, dass die Lebensqualität sich nicht zwangsläufig in den Mietpreisen niederschlägt. Die Kaltmiete in diesen vier deutschen Städten unterscheidet sich um bis zu 47 Prozent.

So liegt der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter in Düsseldorf derzeit bei 7,76 €. Im Vergleich dazu müssen Mieter in Frankfurt und München deutlich tiefer in die Tasche greifen. In der Bankenmetropole liegt der Quadratmeterpreis derzeit bei 9,82 €, in der bayrischen Hauptstadt bei satten 11,22 € – obgleich beide Städte im Ranking der Lebensqualität klar hinter Düsseldorf liegen.

Ein richtiges Mietschnäppchen bietet dagegen die Bundeshauptstadt. In Berlin kostet der durchschnittliche Quadratmeterpreis aktuell 6,02 €. Das sind immerhin noch rund 22 Prozent weniger als in Düsseldorf.

Quelle: Immowelt AG vom: Mittwoch, 2. Mai 2007

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LBS sehen Trendwende bereits 2007

Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien steigt fast überall
Noch keine Anzeichen für Erholung des Neubaus
Preisanstieg voraussichtlich ab 2008
Regionale Differenzierung schreitet voran

BERLIN – Nach einer zehnjährigen Schwächeperiode sehen die Wohnungsmarktexperten der Landesbausparkassen (LBS) jetzt Anzeichen für eine Trendwende auf den deutschen Wohnungsmärkten. Die Nachfrage nach gebrauchten Eigenheimen und Eigentumswohnungen nehme bereits spürbar zu. Die Preise stiegen deshalb demnächst merklich an, zumal noch keine Anzeichen für eine Angebotsausweitung durch Neubau erkennbar seien. Dies sind die wichtigsten Kernaussagen der Wohnungsmarktanalyse 2007, die LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute in Berlin vorgestellt hat.

Basis der Veröffentlichung ist die aktuelle Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit mehr als 23.000 vermittelten Objekten im Wert von über 3,5 Milliarden Euro (2006) sind die Immobilientöchter der Landesbausparkassen unverändert die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in über 630 Städten Deutschlands.

Auch die aktuellen Daten bestätigen die enormen Unterschiede bei den Preis bestimmenden Faktoren für Wohneigentum. Regional laute unverändert die Faustformel: „Höherer Wohlstand, höhere Preise“. So seien etwa in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen, nicht nur in München und Stuttgart, Wohnungen wieder Mangelware geworden. An anderer Stelle, insbesondere in strukturschwachen Gebieten West- wie Ostdeutschlands, sei das Bild dagegen nach wie vor differenzierter: Immer noch Leerstand bei schlechten (Miet-)Objekten, aber durchaus spürbare Nachfrage nach attraktiven, bezahlbaren Häusern.

Auch in diesem Jahr bestätigt die LBS-Analyse, dass gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Familiengerechte Wohnbedingungen mit einer in der Regel ansprechenden, „gewachsenen“ Umgebung machen sie auch für jüngere Nachfrager attraktiv, die im Neubau kein ausreichendes Angebot mehr vorfinden. An der Spitze der bundesdeutschen Preisskala liegt laut LBS-Immobilienspiegel – wie schon im Vorjahr – die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden (mit 800.000 Euro für das typische Bestandsobjekt). Auf Platz 2 folgt München (mit 650.000 Euro) vor Konstanz (580.000 Euro) sowie Heidelberg (530.000 Euro).

Annähernd eine halbe Million Euro kosten die Objekte in anderen west- und südwestdeutschen Großstädten wie Essen (500.000 Euro), Frankfurt (490.000 Euro), Stuttgart (480.000 Euro) und Düsseldorf (450.000 Euro). Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden zeigt sich daran, dass die Objekte in Taunus-Vorstädten wie Bad Homburg und Hofheim mit 600.000 Euro 20 Prozent teurer sind als in Frankfurt selbst. Auf der anderen Seite ist das Preisniveau in Bremen mit 220.000 Euro für eine Großstadt in dieser Größenordnung durchaus moderat. In manchen norddeutschen Großstädten wie Hildesheim (mit 170.000 Euro) liegt es noch einmal deutlich niedriger, in ostdeutschen Städten wie Halle oder Gera (mit 130.000 Euro) finden sich sogar ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.

Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten hingegen beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie unverändert von einer rückläufigen Nachfrage aus, die mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei, insbesondere in Ost- und Norddeutschland. Hier mache sich gerade bei Familien offenbar die Abschaffung der Eigenheimzulage bemerkbar. „An zu hohen Preisen kann die Neubauschwäche unserer Einschätzung nach jedenfalls nicht liegen“, sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn in Westdeutschland bewegen sich die Preise im Durchschnitt für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten bei rund 200.000 Euro, im Osten und Norden sogar nur bei 130.000 bis 160.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Großstädten signalisiere der Durchschnittspreis von 270.000 Euro die vielerorts vorhandenen Engpässe.

Insgesamt gibt es laut LBS-Analyse ähnliche regionale Unterschiede auch bei gebrauchten Reihenhäusern. Im Schnitt würden sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von 10 bis 20 Prozent aufweisen. Mit Ausnahme Ostdeutschlands wachse hier allerdings erstmals wieder vielfach die Nachfrage nach entsprechenden Objekten.

Bei neuen Eigentumswohnungen erwarten die LBS-Experten vielerorts eine Stabilisierung von Angebot, Nachfrage und Preisen. Im wesentlichen entstünden sie an touristisch interessanten Standorten sowie in den Ballungsräumen. Dort gelte Stockwerkseigentum als geeignete, preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote. Die Quadratmeterpreise liegen in der Spitze unverändert bei 3.250 Euro (in Garmisch-Partenkirchen), gefolgt von Starnberg (3.100 Euro). München, die Großstadt mit dem höchsten Preisniveau für Eigentumswohnungen, liegt mit 3.000 Euro auf dem gleichen Niveau wie die Bodensee-Stadt Überlingen.

Ruhrgebietsmetropolen wie Duisburg, Essen oder Dortmund weisen allerdings genauso wie die norddeutschen Zentren Bremen und Hannover mit 1.600 bis 1.850 Euro pro Quadratmeter ein deutlich niedrigeres Preisniveau auf.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellen die LBS-Experten mit Ausnahme des Nordens eine stabile und teilweise sogar wieder wachsende Nachfrage fest. Das gleichzeitig zunehmende Angebot aus dem Bestand drücke aber noch auf die Preise. Derzeit betrage der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten rund 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise laut LBS-Immobilienpreisspiegel häufig unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Mit einer Ausweitung des Angebots beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler noch nicht. In diesem Markt zeigen sich mit Abstand die größten regionalen Preisunterschiede. Unverändert kostet der Quadratmeter Grund und Boden in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten mit 280 Euro mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und sogar viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Grundstücksknappheit signalisieren die Spitzenpreise in den süd- und südwestdeutschen Großstädten wie Stuttgart und Heidelberg (mit je 650 Euro), München (600 Euro) oder Karlsruhe, Frankfurt und Wiesbaden (450 bis 520 Euro).

Alle Anzeichen sprechen nach Aussagen des LBS-Verbandsdirektors für den Beginn einer durchgreifenden Wende auf den deutschen Wohnungsmärkten in den nächsten Monaten. Wohneigentum - auch als Vorsorge fürs Alter - erfreue sich unverändert großer Beliebtheit. Bislang habe das verhaltene Wachstum und die schlechte Beschäftigungslage viele Bürger noch davon abgehalten, den Schritt in die eigenen vier Wände zu wagen. Doch nun, da der Aufschwung an Breite gewinne, steige auch die Zuversicht bei den Menschen. „Deshalb kommt es unweigerlich zu einer flächendeckend steigenden Nachfrage nach gutem Wohnen“, prognostiziert Hamm.

Der LBS-Sprecher beruft sich auf die Erfahrungen in den Nachbarländern, wo anhaltendes Wirtschaftswachstum in den letzten zehn Jahren die Wohnimmobilienpreise vielfach verdoppelt habe. Die deutschen Preise lägen im internationalen Vergleich längst nicht mehr an der Spitze, sondern eher am europäischen Tabellenende. „Gerade bei uns sind die Bedingungen für Käufer bei gleichzeitig noch relativ niedrigen Zinsen so günstig wie nie“, so Hamm.

Dabei öffne sich die Schere zwischen steigender Nachfrage und abnehmendem Neubauangebot zur Zeit noch weiter. Die derzeitigen Baugenehmigungszahlen steuerten nämlich in diesem Jahr auf einen absoluten Tiefstand (mit rund 200.000 Einheiten) zu. Der Bedarf liege jedoch wegen zunehmender Haushaltszahlen und wachsender Wohnflächenansprüche um mindestens 50 Prozent höher. Der Verbandsdirektor rechnet daher in völligem Einklang mit den wohnungswirtschaftlichen Forschungsinstituten ab 2008 mit spürbaren Preissteigerungen. „Auch wenn noch kein Grund für Panik besteht, so sind doch die Zeiten, da Kaufinteressenten gelassen abwarten konnten, allmählich vorbei“, so das Fazit von Hamm.

LBS, 29.05.2007

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Günstig wohnen, elitär studieren: Berlin besonders preiswert


Seit letzter Woche gibt es in Deutschland neun Elite-Unis in acht Städten. Doch das Leben in einer offiziellen Elite-Universitätsstadt muss nicht zwangsläufig teuer sein: Am günstigsten wohnt es sich in Berlin, in München muss man für die Miete am tiefsten in die Tasche greifen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Immowelt.de, einem der führenden deutschen Immobilienportale.

Nürnberg, 24. Oktober 2007. Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern hat in der letzten Woche sechs neue Elite-Unis gekürt: In Berlin, Göttingen, Konstanz, Heidelberg, Freiburg und Aachen gibt es nun neben den bestehenden Elite-Unis in München und Karlsruhe weitere offizielle Spitzenhochschulen. Doch die Qualität der Lehre schlägt sich nicht unbedingt im Preis für Wohnraum nieder. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Mietniveaus beträgt bis zu 47 Prozent. Am günstigsten wohnt es sich in Berlin: Die durchschnittliche Kaltmiete in der Hauptstadt beträgt 6 Euro für einen Quadratmeter, allerdings gibt es in Berlin auch Wohnungen bereits ab 2,40 Euro. Dies hat eine aktuelle Untersuchung des Immobilienportals Immowelt.de ergeben.

Generell lebt es sich in den nördlichen Städten mit Elite-Unis günstiger als im Süden: Während die deutsche Hauptstadt Studenten die preiswertesten Zimmer bietet, ist das Mietpreisniveau in Aachen mit 6,10 Euro und Göttingen mit 6,40 Euro ebenfalls recht niedrig. Die preiswerteste südliche Elite-Universitätsstadt ist Karlsruhe: Dort liegt das Mietpreisniveau im Schnitt bei 6,50 Euro und somit noch nahe an den Uni-Städten in Norden. Konstanz ist dagegen mit 8,30 Euro schon bedeutend teurer, ähnlich hoch sind die Mieten in Heidelberg mit 8,50 Euro und Freiburg mit 8,60 Euro pro Quadratmeter. Spitzenreiter bei den Wohnraum-Preisen ist München mit 11,50 Euro. Dafür gibt es dort auch gleich zwei Spitzen-Unis.

Pressemitteilung der Immowelt AG
24.10.2007

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Bezahlbarkeit von Wohneigentum

Schwelle zum Wohneigentum – eine Frage der Region
Erwerber brauchen in den Metropolen Frankfurt und München fast das Doppelte des Durchschnittseinkommens – In manchen ostdeutschen Landkreisen reicht dagegen weniger als die Hälfte

BERLIN – Durchschnittliche Einkommensbezieher sind in Deutschland bei stabilen Immobilienpreisen und niedrigen Zinsen eher denn je in der Lage, eigene vier Wände zu erwerben. Aber das gilt nicht überall. Wie das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) errechnet hat, muss man z. B. in Frankfurt und München typischerweise fast doppelt so viel wie das dortige Durchschnittseinkommen zur Verfügung haben, um die Hürde ins Wohneigentum zu nehmen. In den meisten Regionen sind dagegen schon mittlere Einkommen völlig ausreichend. In manchen Ost-Landkreisen, aber auch in Sankt Wendel (Saarland) und Kronach (Nordbayern) braucht man nur die Hälfte des Durchschnittseinkommens, in Sonneberg (Thüringen) genügt sogar ein gutes Drittel (siehe Grafik).

Wie LBS Research mitteilt, hat empirica verfügbare Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes mit aktuellen Informationen aus seiner Preisdatenbank für Einfamilienhäuser verknüpft. Der Wohneigentumserwerb ist für die Berliner Forscher in der jeweiligen Region dann machbar, wenn bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens die Finanzierungsbelastung (bei Zins und Tilgung von insgesamt 7,5 Prozent pro Jahr) 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt. Wegen der enormen Immobilienpreisunterschiede liegen die so errechneten monatlichen Mindesteinkommen für Eigenheimerwerber zwischen 950 Euro im Landkreis Prignitz und über 7.300 Euro im Landkreis Starnberg – das ist fast das Achtfache.

Die Auswertung zeigt darüber hinaus, dass diese Unterschiede für Kaufinteressenten vor Ort weniger deutlich ausfallen, weil auch die typischen Einkommen von einer Region zur anderen abweichen. Deshalb ist auch in Starnberg nicht einmal der größte Zuschlag auf das lokale Durchschnittseinkommen gefordert. An der Spitze liegen vielmehr Frankfurt, Garmisch-Partenkirchen, München und Freiburg. Dort sind zwar die Immobilienpreise niedriger als rund um den Starnberger See, aber noch deutlicher gilt dies für den Wohlstand des jeweiligen Bevölkerungs-Querschnitts. Im Ergebnis ist in diesen vier Städten bzw. Landkreisen ein Mindesteinkommen erforderlich, das mehr als 80 Prozent über dem ortsüblichen Durchschnitt liegt.

In den meisten Teilen Deutschlands liegt das Mindesteinkommen zum Erwerb eines typischen Eigenheims nach Auskunft von LBS Research unterhalb des ortsüblichen Durchschnittseinkommens. Grundlegend anders - und damit deutlich schwieriger für normale Eigentumsinteressenten - ist die Situation in großen Teilen Südbayerns (mit dem Voralpenland), in Südbaden bzw. dem Bodenseeraum sowie in den Ballungsräumen Rhein-Ruhr (bis nach Bonn), Rhein-Main und Rhein-Neckar sowie Stuttgart. Nördlich der Mittelgebirge braucht man mehr als ein durchschnittliches Einkommen dagegen nur in Berlin/Potsdam, Hannover und Hamburg sowie in einigen Ostsee-Küstenregionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns.

Während in den allermeisten Landkreisen auch nach diesen Zahlen die Wohneigentumsbildung für Durchschnittsbezieher kein großes Problem darstellt, wird in mehr als der Hälfte der fast 120 kreisfreien Städte für ein typisches Eigenheim ein teils deutlich überdurchschnittliches Einkommen benötigt. Wie die LBS-Experten hinzufügen, hilft dann meist nur ein überdurchschnittliches Eigenkapital, z. B. nach Schenkung oder Erbschaft. Allerdings brauchten immerhin in 50 kreisfreien Städten in Deutschland Erwerber ohnehin nicht mehr als ein durchschnittliches Einkommen. Unter den zwölf größten Städten mit über einer halben Million Einwohner trifft dies auf Bremen zu - zugleich die Metropole, die mit über 35 Prozent die mit Abstand höchste Wohneigentumsquote aufweist.

Dies zeigt nach Angaben von LBS Research, dass sich eine vorausschauende Baulandpolitik, die auf ausreichend verfügbares kostengünstiges Bauland setzt, im Ergebnis eindeutig auszahlt. Städte haben es also selbst in der Hand, Familien mit Kindern als Bürger an ihre Kommune zu binden und zugleich durch eine hohe Wohneigentumsquote dafür zu sorgen, dass möglichst wenig Menschen von Altersarmut bedroht sind.



In wirtschaftsstarken Regionen ist das Immobilienpreisniveau häufig besonders hoch. Wie empirica für die LBS errechnet hat, braucht man z. B. in Frankfurt, München und Freiburg rund 190 Prozent des Durchschnittseinkommens für den Kauf eines typischen Eigenheims. In kleineren Städten und Landkreisen reicht hingegen teilweise weniger als die Hälfte der ortsüblichen Bezüge − eigene vier Wände sind dort für die meisten bezahlbar.

LBS Research
07.04.2008

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Beste Bedingungen für Hauskäufer
Wohnungsmärkte mit großer regionaler Differenzierung – Ballungsräume im Süden und Westen mit stärkster Dynamik – Gebrauchtimmobilien fast überall besonders gefragt – Hoffnungsschimmer für den Neubau

BERLIN – Für Kaufinteressenten stehen nach Auskunft der Wohnungsmarktexperten der Landesbausparkassen (LBS) die Signale jetzt klar auf „Grün“. Die Immobilienpreise hätten sich fast überall lange stabil entwickelt, ganz im Gegensatz zu den meisten Nachbarländern. Das Zinsniveau sei niedrig, das Angebot trotz der Neubauschwäche der letzten Jahre noch nicht zu knapp. „Die Einführung der neuen Eigenheimrente stellt einen zusätzlichen politischen Impuls dar“, meinte Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute bei der Vorstellung der LBS-Wohnungsmarktanalyse 2008 in Berlin.

Basis der Veröffentlichung ist die aktuelle Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit mehr als 25.000 vermittelten Objekten im Wert von 3,8 Milliarden Euro (2007) sind die Immobilientöchter der LBS mit Abstand die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente, inzwischen in 650 Städten Deutschlands.

Die aktuellen Daten bestätigen die enormen regionalen Preisunterschiede für Wohneigentum, nach dem Motto „Höherer Wohlstand, höhere Preise“. Das gilt gerade auch für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser, die nach der LBS-Analyse auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Preisführer ist in diesem Jahr die bayerische Landeshauptstadt München. Dort kostet das typische Bestandsobjekt in mittlerer bis guter Lage – wie im Vorjahr – 650.000 Euro. Deutlich dahinter, nämlich bei einer halben Million Euro und darunter, liegen west- und südwestdeutsche Großstädte wie Konstanz (500.000 Euro), Heidelberg (480.000 Euro), Düsseldorf, Stuttgart und Wiesbaden (je 450.000 Euro). Als einzige Metropole im Norden bzw. Osten bewegt sich die Hauptstadt Berlin mit 420.000 Euro (wie z. B. Freiburg) oberhalb der 400.000-Euro-Marke.

Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden, aber auch touristisch geprägter Regionen, zeigt sich daran, dass die Objekte etwa im Frankfurter Raum – besonders ausprägt in Hofheim mit 640.000 Euro – deutlich teurer sind als in der Mainmetropole selbst (mit 430.000 Euro). Eine vergleichbare Situation findet man auch im Umland von Stuttgart oder auch von Düsseldorf, wo etwa in Ratingen der typische Preis bei 470.000 Euro liegt. Im Voralpenraum ragen Städte wie Sonthofen (600.000 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (535.000 Euro) heraus. Auf der anderen Seite ist das Preisniveau in Bremen mit 230.000 Euro für eine Großstadt in dieser Größenordnung durchaus moderat. In manchen norddeutschen Großstädten liegt es noch einmal deutlich niedriger, bis zu 110.000 Euro im Falle Bremerhaven. Auch in ostdeutschen Städten wie Gera (130.000 Euro) oder Halle (125.000 Euro) finden sich ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.

Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten hingegen beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie kurzfristig noch von einer rückläufigen Nachfrage aus, die vorübergehend mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei. Hier mache sich gerade bei Familien offenbar die Abschaffung der Eigenheimzulage seit 2006 bemerkbar. „An zu hohen Preisen kann die Neubauschwäche unserer Einschätzung nach jedenfalls nicht liegen“, sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn selbst in Westdeutschland bewegen sich die Durchschnittspreise für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten um rund 200.000 Euro, im Osten und Norden liegen sie sogar nur bei 130.000 bis 160.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Großstädten signalisiere der Durchschnittspreis von 270.000 Euro die vielerorts vorhandenen Engpässe.

Bei gebrauchten Reihenhäusern gibt es laut LBS-Analyse ähnliche regionale Unterschiede. Im Schnitt würden sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von 10 bis 20 Prozent aufweisen. Insgesamt schätzen die Experten die Nachfrage nach entsprechenden Objekten weiterhin als stabil ein.

Bei neuen Eigentumswohnungen erwarten die LBS-Vermittler vielerorts eine Stabilisierung und erstmals seit zehn Jahren wieder leicht steigende Preise. Im wesentlichen entstünden sie an touristisch interessanten Standorten sowie in den Ballungsräumen. Dort gelte Wohneigentum auf der Etage als geeignete, preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote. Hier erreicht in diesem Jahr die Taunusstadt Hofheim mit 3.600 Euro pro Quadratmeter den Spitzenwert in Deutschland, gefolgt von den oberbayerischen Städten Garmisch-Partenkirchen und Starnberg (mit je 3.300 Euro).

München ist mit 3.000 Euro unverändert die Großstadt mit dem höchsten Preisniveau für Eigentumswohnungen, gefolgt von Stuttgart (2.900 Euro). Im Norden erweist sich die Ostseestadt Eckernförde mit 2.800 Euro als ähnlich teurer Standort. Ruhrgebietsmetropolen wie Duisburg, Essen oder Dortmund weisen dagegen genauso wie die norddeutschen Zentren Bremen und Hannover mit 1.400 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter ein deutlich niedrigeres Preisniveau auf.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellen die LBS-Experten insgesamt eine stabile Nachfrage fest. Das gleichzeitig zunehmende Angebot aus dem Bestand drücke aber noch auf die Preise. Derzeit betrage der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten rund 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise laut LBS-Immobilienpreisspiegel häufig um oder sogar unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Mit einer Ausweitung des Angebots beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler noch nicht. In diesem Markt zeigen sich mit Abstand die größten regionalen Preisunterschiede. Unverändert kostet der Quadratmeter Grund und Boden in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten mit 280 Euro mehr als doppelt so viel wie im Norden (130 Euro) und sogar viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Grundstücksknappheit signalisieren die Spitzenpreise in den süd- und südwestdeutschen Großstädten wie Heidelberg (mit 650 Euro), Stuttgart (630 Euro), München (600 Euro) oder Frankfurt und Wiesbaden (500 Euro). In vielen Mittelstädten ist Bauland aber auch schon für weniger als 100 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Alle Anzeichen sprechen nach Aussage des LBS-Verbandsdirektors dafür, dass die Nachfrage nach Wohneigentum ungebrochen hoch bleibt und über kurz oder lang auch dem Neubau wieder Impulse verleiht. Wohneigentum – als familiengerechte Wohnform, aber auch als Vorsorge fürs Alter – erfreue sich nach allen aktuellen Umfragen unverändert großer Beliebtheit. Hamm erinnert an die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, wo anhaltendes Wirtschaftswachstum in den letzten zehn Jahren die Wohnimmobilienpreise vielfach verdoppelt habe. Das gelte nicht nur für Großbritannien, sondern auch für Frankreich und die Niederlande. Die deutschen Preise lägen im internationalen Vergleich längst nicht mehr an der Spitze, sondern eher am europäischen Tabellenende. „Gerade bei uns sind die Bedingungen für Käufer bei gleichzeitig noch relativ niedrigen Zinsen so günstig wie nie“, so der LBS-Sprecher.

Die ausländischen Zahlen beweisen nach Hamms Worten auch am besten, dass der Wohnungsbau in Deutschland längst weit unterhalb der „Normallinie“ liege. Während hierzulande im vergangenen Jahr nur noch 2,2 Wohnungen pro 1.000 Einwohner genehmigt wurden, liegt die Neubauintensität in den westeuropäischen Nachbarländern zwischen 4,9 (in den Niederlanden) und 6,5 (in Frankreich), also mehr als doppelt so hoch. Auch nationale Analysen wie zuletzt vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) machten deutlich, dass der Neubaubedarf mittlerweile mindestens 50 Prozent über dem aktuellen Bautätigkeitsniveau liege. Nicht nur die Entscheidung des Gesetzgebers, endlich Wohneigentum als Altersvorsorge zu fördern, spreche jetzt für den Bau oder Kauf, sondern auch die ökonomischen Rahmenbedingungen. „Wenn die Marktsignale so klar auf Grün stehen wie zur Zeit, sollten Interessenten nicht zu lange zögern, sonst werden die besten Konditionen verpasst“, so das abschließende Fazit des LBS-Verbandsdirektors.

LBS Bundesgeschäftsstelle
10.06.2008

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Baulandpreise steigen weiter

Die Baulandpreise sind auch 2007 stark gestiegen, obwohl sich der Preisanstieg im dritten Quartal etwas verlangsamt hat. Im Jahr 2006 kostete ein Quadratmeter baureifes Land in Deutschland durchschnittlich 123 Euro. Bis Ende September des Jahres 2007 lag der Preis bei durchschnittlich 132 Euro. Blickt man zurück auf das Jahr 1997, in dem ein Quadratmeter baureifes Land in Deutschland 65 Euro kostete, so zeigt die Preisentwicklung von damals bis in den Herbst 2007 einen Anstieg von 103 Prozent. Betrachtet man die Hauptstädte deutscher Bundesländer, so erreichte München mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 931 Euro im Jahr 2006 einen einsamen Spitzenplatz. Um durchschnittlich 342 Euro billiger war mit 589 Euro der Quadratmeter Bauland in Stuttgart zu haben. Auf weiteren teuren Plätzen folgen Berlin/West mit 418 Euro, Hamburg mit 390 Euro und Wiesbaden mit 383 Euro. Das Schlusslicht bildet Magdeburg mit einem Kaufpreis von 55 Euro.



Aussender: Postbank, Diagraph vom 20.03.2008

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2007: Preise für bestehende Wohngebäude weiter rückläufig

WIESBADEN - Der Preisindex für bestehende Wohngebäude lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2007 um 2,1% unter dem Stand des Jahres 2006. Dieser Preisindex spiegelt die Entwicklung der Preise für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen in Deutschland wider. Im Jahr 2006 waren die Preise für bestehende Wohngebäude gleich stark zurückgegangen (2006 gegenüber 2005: - 2,1%); Differenzen zu früheren Veröffentlichungen resultieren daraus, dass der Index inzwischen auf die neue Preisbasis 2005=100 umgestellt wurde. Für den Gesamtzeitraum von 2000, den Beginn der Preisbeobachtung für gebrauchte Häuser und Wohnungen, bis 2007 ist insgesamt ein rückläufiger Preistrend in diesem Marktsegment feststellbar: Der Preisindex für bestehende Wohngebäude verzeichnete in dieser Zeitspanne einen Rückgang um insgesamt 5,0%.

Im Vergleich dazu entwickelten sich die Preise für neu erstellte Häuser und Wohnungen entgegengesetzt. So lag der Häuserpreisindex für neu erstellte Wohngebäude im Jahr 2007 um 4,7% über dem Stand des Jahres 2006. Der seit Beginn des Jahres 2004 wieder zu beobachtende Preisanstieg bei neu erstellten Wohngebäuden (2006: + 0,9%, 2005: + 0,5%, 2004: + 0,9% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr) hat sich somit im Jahr 2007 verstärkt fortgesetzt. Neben gestiegenen Material- und Energiepreisen sorgte der erhöhte Mehrwertsteuersatz von 16% auf 19% im Jahr 2007 für einen zusätzlichen Preisauftrieb. Im Zeitraum von 2000 bis 2007 erhöhten sich die Preise für neue Häuser und Wohnungen um insgesamt 5,8%.

Die Berechnung der Preisindizes für neu erstellte und bestehende Wohngebäude für Deutschland erfolgt im Rahmen eines von Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften) initiierten Pilotprojektes zur preisstatistischen Erfassung des selbst genutzten Wohneigentums im Zusammenhang mit der Harmonisierung der Verbraucherpreisindizes in der Europäischen Union.

Detaillierte Ergebnisse sowie eine ausführliche Methodenbeschreibung enthält der Aufsatz "Häuserpreise - Ergebnisse für 2007 und erste Resultate für Transferkosten", der in der Oktober-Ausgabe des Jahres 2008 der Zeitschrift "Wirtschaft und Statistik" erschienen ist. Der Aufsatz ist kostenlos im Internetangebot von Destatis unter www.destatis.de, Pfad: Publikationen --> Querschnitt --> Wirtschaft und Statistik --> Aufsätze --> Preise abrufbar.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Nr. 420 vom 12. November 2008

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Deutsche Hauskäufer im Vorteil

Eigenheime in vielen Teilen Europas deutlich teurer –
Bis Herbst 2008 noch geringe Preiskorrekturen in Boom-Ländern –
Finanzierung kostet in Deutschland weit unter 1.000 Euro im Monat

BERLIN – Für Einfamilienhäuser muss nach Berechnungen von LBS Research in den meisten Nachbarländern deutlich mehr als hierzulande bezahlt werden. Nach den verfügbaren Zahlen für den Herbst 2008 ragt Luxemburg mit einem Durchschnittspreis von 467.000 Euro besonders heraus. In Belgien und den Niederlanden sind Eigenheime mit über 300.000 Euro gut 40 Prozent teurer als in Deutschland (215.000 Euro). In Frankreich, Dänemark und auf den britischen Inseln beträgt der Aufschlag immerhin 15 bis 30 Prozent (vgl. Grafik).

Nach Angaben der LBS-Experten haben sich damit in kurzer Zeit die Verhältnisse völlig umgekehrt. Mitte der 90er Jahre war Deutschland noch „Europameister“ bei den Hauspreisen, viele sahen in den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark Vorbilder für günstige Hausangebote. Mittlerweile haben sich jedoch in diesen und vielen anderen Ländern die Immobilienpreise mehr als verdoppelt, wie in Südeuropa (mit Italien und Spanien) oder auch in Schweden. Da sie gleichzeitig in Deutschland konstant geblieben sind, lassen sich inzwischen immer mehr Bürger z. B. der Beneluxstaaten jenseits ihrer Grenzen in Deutschland nieder.


In einigen Ländern hat es nach Auskunft von LBS Research zwar bereits erste Preiskorrekturen auf den überhitzten Immobilienmärkten gegeben, bislang aber in recht begrenztem Ausmaß. So liegen die Objektpreise in Luxemburg, Großbritannien, Irland und Frankreich im Herbst 2008 nur um 4 bis 7 Prozent unter den Höchstständen des Jahres 2007. Ähnlich wie in Belgien hat sich dagegen in den Niederlanden der Anstieg lediglich verlangsamt, auf zuletzt plus 3 Prozent im Vorjahresvergleich.

Wie LBS Research ergänzend mitteilt, profitiert nach dieser Übersicht der britische Hauskäufer von der Tatsache, dass seine Landeswährung gegenüber dem Euro deutlich abgewertet hat. Würde man den Wechselkurs des Pfundes von November 2006 zugrunde legen, befänden sich die Käufer im Vereinigten Königreich mit einem Durchschnittspreis von 308.000 Euro durchaus in der europäischen Spitzengruppe. Nationale Analysen zeigen dann auch, dass der Anteil des Einkommens, der für die monatliche Finanzierung aufgewendet werden muss, für Hauskäufer in Großbritannien seit Mitte der 90er Jahre um über ein Drittel angestiegen ist. Für die Niederlande wird im gleichen Zeitraum sogar eine Steigerung um 50 Prozent errechnet – Resultat der Immobilienpreisexplosion, die trotz niedriger Zinsen und auch trotz der gewachsenen Einkommen zu empfindlichen Belastungsquoten führt.

Demgegenüber hat sich in Deutschland bei stabilen Hauspreisen und günstigen Zinsen die monatliche Finanzierungslast für typische junge Familien laut LBS Research seit 1996 von über 30 Prozent auf weniger als 20 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens reduziert. Die „Bezahlbarkeit“ von Wohneigentum hat sich hierzulande also mit anderen Worten um mehr als die Hälfte verbessert. In absoluten Ziffern: Wer ein Durchschnittshaus für 215.000 Euro mit 30 Prozent Eigenkapital finanziert, muss für Zins und 1 Prozent Anfangstilgung zur Zeit nur rund 750 Euro im Monat zahlen; im Vergleich zu Mieten für „ordentliche“ Objekte also keine besondere Hürde.

Diese Berechnungen zeigen nach Einschätzung der LBS-Fachleute, wie gut die Ausgangsbedingungen für Käufer in Deutschland sind. Hinzu kommt, dass die sogenannte Riester-Förderung (mit Altersvorsorge-Zulagen und Steuervergünstigungen) neue Impulse für selbstnutzende Wohneigentümer gibt. Gerade in einer Phase der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit ist dies ein finanziell spürbares, aber auch psychologisch wichtiges Signal des Staates, dass eigene vier Wände der richtige Weg zu familiengerechtem Wohnen und zugleich zu Sicherheit im Rentenalter sind.

LBS Ressearch
01.12.2008

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Gebrauchte Eigenheime im Mittelpunkt des Käuferinteresses

LBS-Immobiliengesellschaften mit Vermittlungs-Plus von 4 Prozent im 1. Quartal 2009 - Durchschnittspreise stabil zwischen 145.000 und 150.000 Euro - Günstige Zinsen stützen die Nachfrage

BERLIN – Eine robuste Nachfrage nach Einfamilienhäusern aus dem Bestand registrieren die zehn LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) auch im Jahre 2009. Wie die vorläufigen Zahlen der größten Maklergruppe Deutschlands für das erste Quartal zeigen, haben die von den LBS-I vermittelten Hauskäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent zugenommen - bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 (145.000 Euro) liegen. „Bei uns in Deutschland hat es im letzten Jahrzehnt konstante Preise gegeben, deshalb können hier auch keine Preisblasen zu platzen drohen“, kommentierte LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm die aktuellen Zahlen.

Für die Vitalität des Gebrauchtwohnungsmarktes auch in der Finanzkrise macht Hamm mehrere Faktoren verantwortlich: Bei der Suche nach sicheren und soliden Anlageformen sei die Wohnimmobilie besonders attraktiv; das gelte für die eigenen vier Wände, aber auch für Renditeobjekte. Hinzu komme ein extrem niedriges Zinsniveau, das die Finanzierung leichter macht. Und schließlich sorge die schwache Neubautätigkeit dafür, dass das Angebot tendenziell knapp bleibt. All dies führe per saldo dazu, dass trotz der Unsicherheit über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung Nachfrage und Preise stabil blieben.

Der LBS-Sprecher verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Preise für gebrauchte Einfamilienhäuser bei den LBS-I bereits seit 2005 in einem schmalen Korridor von 145.000 bis 150.000 Euro bewegten. „Bedenkt man, dass eine Standardfinanzierung für solche Objekte kaum mehr als 500 Euro im Monat kostet, dann wird auch klar, warum dieses preisgünstige Angebot größere Käuferschichten motiviert“, so Hamm. Schutz vor künftigen Mietsteigerungen bzw. Sicherheit im Alter durch mietfreies Wohnen bekämen Eigentumserwerber heute nahezu umsonst dazu.

LBS - Bausparkasse der Sparkassen
Bundesweite Presseinfos
12.05.2009

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Wohnungen mit Balkon in Großstädten teurer als Häuser mit Mini-Garten


Die Zentrumsnähe von Eigentumswohnungen muss man in deutschen Städten teuer bezahlen: 20.000 Euro sind sie im Schnitt teurer als Häuser auf kleinen Grundstücken am Stadtrand. Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, beleuchtet weitere Kriterien für die Entscheidung beim Immobilienkauf.

Nürnberg, 19. Mai 2009. Beim Immobilienkauf in Großstädten gilt die Faustregel: Je näher am Kern, desto höher der Preis. Wie Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, in einer Angebotsanalyse herausgefunden hat, sind vor allem die Unterschiede zwischen zentrumsnahen Wohnungen und randwärtig gelegenen Häusern beträchtlich: Im bundesweiten Durchschnitt sind Wohnungen 20.000 Euro teurer als Häuser mit vergleichbarer Wohnfläche. Verglichen wurden Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 70 und 150 Quadratmetern und Häuser mit kleinen Grundstücken - maximal 150 Quadratmeter.

So weit die Preise auch auseinander liegen: Es gibt weitere Unterschiede zwischen Wohnungen und Häusern zu bedenken. Denn während Häuser mehr Arbeit mit sich bringen, genießt man auch mehr Freiheiten. Umbauten oder andere Veränderungen muss man sich, anders als bei der Eigentumswohnung, nicht von der Eigentümergemeinschaft absegnen lassen.

Der große Vorteil der Eigentumswohnungen ist, dass sie oft zentraler liegen. Das heißt: Kürzere Wege, bessere Einkaufsmöglichkeiten und ein vielfältigeres kulturelles Angebot. Gerade junge Familien überlegen daher nicht zuletzt wegen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf lange, bevor sie sich für Wohnung oder Haus entscheiden.

Bei der Immowelt.de-Preisanalyse wurden verglichen:
- Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 70 und 200 Quadratmetern und Balkon, Terrasse oder ähnlichem
- Häuser auf stadttypisch kleinen Grundstücken bis 150 Quadratmetern.

Das Ergebnis: In vielen untersuchten Städten sind die Wohnungen teurer als die Häuser. Die Spitzengruppe besteht aus Berlin, Frankfurt und Dresden. Hier kostet die Wohnung in der Stadt knapp 40.000 Euro mehr als das Häuschen am Stadtrand. Beinahe gleich hingegen sind die Preise in Hamburg.

Immowelt AG
Presse-Information
19. Mai 2009

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Stabile Preise für Wohneigentum

Infratest-Wohneigentums-Studie zeigt Anstieg bis 2007 – Preise nach Abschaffung der Eigenheimzulage höher – LBS-Experten sehen aktuellen Preistrend stabil

BERLIN – Wohneigentumserwerber mussten in Deutschland in den letzten Jahren etwas tiefer in die Tasche greifen. Wie die Infratest-Wohneigentumsstudie* zeigt, waren vor allem Gebrauchtobjekte in den Jahren 2006/2007 gut 10 Prozent teurer als in den beiden Jahren zuvor (vgl. Grafik). Für LBS Research beweist dies, dass die Streichung der Eigenheimzulage nicht zu sinkenden Immobilienpreisen geführt hat. Nach den aktuellen Marktinformationen der LBS-Immobilien-Experten sind auch im ersten Quartal 2009 die Preise mindestens stabil geblieben.

Die repräsentative Infratest-Umfrage bei über 1.500 Erwerbern der letzten Jahre bestätigt im übrigen, dass der Kauf von Wohneigentum aus dem Bestand weiter an Bedeutung gewinnt. Der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen konzentriert sich verstärkt auf die Ballungsräume und deren unmittelbares Umland. Attraktive Lagen und steigende Baukosten haben nach Einschätzung von LBS Research dazu geführt, dass Neu¬bauobjekte von 2004 bis 2007 mit 247.000 Euro im Durchschnitt um 13 Prozent teurer gewesen sind als zu Beginn des Jahrzehnts.

Im Gebrauchtwohnungsmarkt fanden nach der Umfrage vor allem die Einfamilienhäuser zu deutlich höheren Preisen ihre Käufer. Bei Eigenheimen aus dem Bestand machte der Preisanstieg allein von 2004/2005 auf 2006/2007 gut 10 Prozent aus. Auch in diesen höheren Werten schlägt sich – so die LBS-Immobilien-Experten – offenbar die gewachsene Attraktivität der Ballungsräume mit ihren gut integrierten Lagen nieder.

Wie die Experten der LBS abschließend bemerken, registrieren sie bei ihren eigenen Immobiliengesellschaften bis in das laufende Jahr hinein eine robuste Nachfrage insbesondere nach gebrauchten Einfamilienhäusern. So hat die Zahl der von ihnen im ersten Quartal 2009 bundesweit vermittelten Hauskäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent zugenommen, und dies bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 liegen.

Die Ursachen für die Robustheit des Gebrauchtwohnungsmarktes auch in der Finanzkrise beruht nach Einschätzung von LBS Research auf mehreren Faktoren: Die Wohnimmobilie werde als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Außerdem mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Und schließlich sei die schwache Neubautätigkeit ein Garant dafür, dass das Angebot zunächst einmal tendenziell knapp bleibe. Trotz der Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung sei daher davon auszugehen, dass Preise und Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum stabil blieben.


* Die Wohneigentumsstudie wurde von TNS-Infratest im Auftrag mehrerer Finanzierungsinstitute, darunter der Landesbausparkassen (LBS), für den Zeitraum 2004 bis 2007 durchgeführt.



Nach der Streichung der Eigenheimzulage sind die Immobilienpreise nicht gesunken. Vielmehr mussten Wohneigentumserwerber in Deutschland in den letzten Jahren etwas tiefer in die Tasche greifen. Insgesamt sind die Preise für eigene vier Wände hierzulande sehr stabil. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung von TNS-Infratest im Auftrag mehrerer Finanzierungsinstitute, darunter der Landesbausparkassen (LBS), bei Erwerbern im Zeitraum 2001 bis 2007.

LBS - Bausparkasse der Sparkassen
Pressemitteilung Wohnungsmarkt
25.05.2009

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Immobilienmarkt in Stuttgart treibt Familien aus der Stadt

Familien können es sich immer weniger leisten, in Stuttgart zu wohnen. Im ersten Quartal 2008 sind die Preise für Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen stark angestiegen. Dies hat der Marktbericht von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, festgestellt.

Nürnberg, 26. Mai 2009. Im bundesdeutschen Vergleich erweist sich Stuttgart nach wie vor als sehr teure Stadt. Selbst für den Süden Deutschlands, bei den Kauf- und Mietpreisen deutschlandweit führend, ist die schwäbische Landeshauptstadt ein kostspieliges Pflaster. Das ist das Ergebnis des Stuttgarter Marktberichts von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

Vor allem familientaugliche Wohnungen mit drei oder vier Zimmern sind Mangelware und entsprechend teuer: Zwischen 9,05 Euro (Drei-Zimmer-Wohnung) und 9,29 Euro (Vier-Zimmer-Wohnung) Kaltmiete pro Quadratmeter werden hier aktuell fällig - 7,5 beziehungsweise 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Auch die Kaufpreise sind nicht eben familienfreundlich: Der Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in der Schwabenmetropole liegt im ersten Quartal 2009 durchschnittlich bei 2.242 Euro - fast 50 Prozent mehr als das bundesdeutsche Mittel. Neuer Spitzenreiter sind die bei Familien besonders beliebten Vier-Zimmer-Wohnungen, deren Quadratmeterpreis (2.467 Euro) seit dem Vorjahresquartal um 7,5 Prozent gestiegen ist.

Dass solche Preise vor allem junge Familien zusehends aus der Stadt treiben, belegen auch die statistischen Daten. Trotz anhaltendem Bevölkerungswachstum nahm der Anteil der Familien in der Landeshauptstadt in den letzten 15 Jahren konstant ab: 2008 gerade noch 17,6 Prozent, ein neuer Tiefstand (Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart).

Nicht nur Familien, auch Singles werden in Stuttgart kräftig zur Kasse gebeten. 10,43 Euro Miete pro Quadratmeter kosten kleine Wohnungen im Durchschnitt. Das sind 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Was die Mietpreise für Häuser betrifft, zeigt das erste Quartal 2009 in Stuttgart eine ungewöhnliche Entwicklung: Reihenhäuser kosten mit 1.410 Euro pro Monat deutlich mehr Miete als Doppelhaushälften (1.181 Euro), die es damit so günstig wie seit fünf Jahren nicht mehr gibt. Die Gründe: In den Neubausiedlungen am dicht besiedelten Rand der Landeshauptstadt wurden in den letzten Jahren aus Platzgründen vorwiegend Reihenhäuser gebaut - und die sind deutlich teurer als die meist älteren Doppelhaushälften.

Die Kaufpreise für Häuser liegen immer noch sehr hoch, weit über dem deutschen Schnitt: Reihenhäuser kosten im Mittel 347.440 Euro, Doppelhaushälften 420.851 Euro. Freistehende Häuser konnten das sehr hohe Niveau des Vorjahresquartals nicht halten, sind mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 596.589 Euro aber immer noch sehr teuer.

Immowelt AG
Presse-Information
26. Mai 2009

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Berliner Mietspiegel 2009
MIETSTEIGERUNG DEUTLICH UNTER INFLATIONSRATE

Berlin – „Es ist ein großer Erfolg, dass der Mietspiegel 2009 erstmals wieder einvernehmlich von Vermieter- und Mieterseite anerkannt worden ist“, so Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU).

„Damit leistet der Mietspiegel weiterhin einen wichtigen Beitrag zum fairen Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern. Er schafft Rechtssicherheit und festigt den sozialen Frieden in Berlin. Das ist ein hohes Gut“, so Burkardt weiter. Durch den Konsens zwischen Vermieter- und Mieterseite sei zudem die konsequente Weiterentwicklung des Instruments gelungen. Burkardt: „Die stärkere Gewichtung des energetischen Zustands von Wohngebäuden trägt der gewachsenen Bedeutung energetischer Aspekte Rechnung.“

Berliner Wohnungsmarkt entspannt
Der neue Mietspiegel weist für Berlin zwischen 2006 und 2008 eine durchschnittliche Mietensteigerung um 0,8 Prozent pro Jahr aus. Damit lag die Steigerungsrate deutlich unter der Inflationsrate von jährlich durchschnittlich 2,5 Prozent. Burkardt: „Die Furcht vor dramatischen Mietsteigerungen in Berlin ist unbegründet. Die Diskussion über eine Begrenzung von Mietsteigerungen bei Neuvermietungen erübrigt sich damit ebenso wie die Frage, ob wir in Berlin einen Wohnungsmangel haben.“

Mietsteigerungen in einzelnen Marktsegmenten seien Folge einer weiteren Differenzierung der Angebots- und Nachfragestrukturen auf dem sich normalisierenden Berliner Wohnungsmarkt. Insgesamt bleibe Mietwohnen in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten sehr günstig.

Investitionsfähigkeit in Gefahr?
Die sehr moderate Mietenentwicklung könne die Investitionsfähigkeit der Wohnungsunternehmen einschränken. Burkardt: „Die Mieten von heute sind die Investitionen von morgen. Bleibt die Mietenentwicklung in Berlin weiterhin so schwach, werden die Wohnungsunternehmen schon bald deutlich weniger in Klimaschutz, energetische Modernisierung, Wohnkomfort oder die Stabilisierung von Nachbarschaften investieren können als derzeit. Dann stehen auch Arbeitsplätze auf dem Spiel.“

BBU
Pressemitteilung
03.06.2009

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LBS-Wohnungsmarktanalyse 2009

Gebrauchte Häuser besonders attraktiv – Auch im Norden und Osten bemerkenswerte Preisstabilität - Günstige Bedingungen für Wohneigentumsinteressenten

BERLIN – Häuser und Eigentumswohnungen sind zur Zeit lohnende Kaufobjekte. „Gerade in der Krise erweisen sie sich als wertstabil“, betonte Verbandsdirektor Hartwig Hamm heute bei der Vorstellung der LBS-Wohnungsmarktanalyse 2009 in Berlin. Sie stellten eine sichere Anlageform dar, und bei dem aktuell extrem niedrigen Zinsniveau sei Kaufen häufig schon von Anfang an günstiger als Mieten. Angesichts des schwachen Wohnungsneubaus müsse im übrigen damit gerechnet werden, dass das Angebot in den nächsten Jahren eher knapper und teurer werde.

Basis der Veröffentlichung ist die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Mit knapp 26.000 vermittelten Objekten (im Jahre 2008) sind die Immobilientöchter der LBS mit Abstand die größte Maklergruppe Deutschlands. Ihre Fachleute berichten jeweils im Frühjahr über die aktuelle Angebots-, Nachfrage- und Preissituation für die wichtigsten Wohnungsmarktsegmente in weit über 600 Städten Deutschlands.

Auch die aktuellen Daten zeigen erhebliche regionale Preisunterschiede für Wohneigentum, nach dem Motto „Höherer Wohlstand, höhere Preise“. Das gilt gerade auch für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser, die nach der LBS-Analyse auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Preisführer ist hier erneut die bayerische Landeshauptstadt München. Dort kostet das typische Bestandsobjekt in mittlerer bis guter Lage 730.000 Euro und damit gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter den Großstädten liegt Wiesbaden auf Platz 2 mit 600.000 Euro, mit einigem Abstand dahinter folgen weitere west- und südwestdeutsche Zentren wie Heidelberg (490.000 Euro), Frankfurt (470.000 Euro), Freiburg (460.000 Eu-ro) sowie Düsseldorf und Stuttgart (mit 450.000 Euro).

Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden, aber auch touristisch geprägter Regionen zeigt sich nach Angaben des LBS-Sprechers daran, dass die Objekte etwa im Frankfurter Raum - besonders ausgeprägt in Bad Homburg, Eschborn und Oberursel mit 600.000 Euro - deutlich teurer sind als in der Mainmetropole selbst. Eine vergleichbare Situation findet man im Umland von Stuttgart oder von Düsseldorf, wo etwa auch in Ratingen der typische Preis bei 450.000 Euro liegt. Im Voralpenraum ragen Städte wie Starnberg (625.000 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (590.000 Euro) heraus.

Auf der anderen Seite gibt es nach der LBS-Übersicht große Städte mit über einer halben Million Einwohnern, bei denen das Preisniveau für gebrauchte Einfamilienhäuser um 200.000 Euro pendelt: nicht nur in Leipzig (185.000 Euro), sondern auch in Hannover (200.000) und Bremen (210.000 Euro). In manchen norddeutschen Großstädten liegt es noch einmal deutlich niedriger, in Bremerhaven sogar nur bei 80.000 Euro. Auch in ostdeutschen Städten wie Halle (125.000 Euro) finden sich ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.

Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie kurzfristig noch einmal von einer rückläufigen Nachfrage aus, die vorübergehend mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei. Gerade Familien litten offenbar immer noch unter der Abschaffung der Eigenheimzulage, und die Impulse aus der neuen Wohn-Riester-Förderung machten sich noch nicht in der Breite bemerkbar. „Dabei sind die Einstiegspreise zur Zeit alles andere als schlecht“, sagte der LBS-Verbandsdirektor. Denn selbst in Westdeutschland bewegen sich die Durchschnittspreise für neue Reihenhäuser in Groß- und Mittelstädten unverändert um 200.000 Euro, im Osten und Norden liegen sie sogar nur bei 130.000 bis 160.000 Euro. Lediglich in den süddeutschen Großstädten signalisiere der noch einmal leicht gestiegene Durchschnittspreis von 280.000 Euro die vielerorts vorhandenen Engpässe.

Bei gebrauchten Reihenhäusern gibt es laut LBS-Analyse ähnliche regionale Unterschiede. Im Schnitt würden sie gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von 15 bis 20 Prozent aufweisen. Insgesamt schätzen die Experten die Nachfrage nach entsprechenden Objekten weiterhin als konstant ein. Vor allem im Umland der großen Zentren wie im Frankfurter Raum kosten Reihenhäuser aus dem Bestand in ihren integrierten Lagen teilweise sogar ähnlich viel wie Neubauten.

Bei neuen Eigentumswohnungen registrieren die LBS-Vermittler neben dem Süden auch im Norden vielerorts wieder leicht steigende Preise. Im wesentlichen entstünden sie an touristisch interessanten Standorten sowie in den Ballungsräumen. Dort gelte Wohneigentum auf der Etage als preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote. Den Spitzenwert in Deutschland erreicht in diesem Jahr Starnberg mit 3.550 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von München (3.400 Euro), Garmisch-Partenkirchen (3.300 Euro), Freiburg (3.200 Euro) sowie Hamburg (mit 3.000 Euro).

Das untere Ende der Preisskala bei den Großstädten markiert Cottbus mit 1.000 Euro pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung. Einige Mittelstädte unterschreiten sogar diese Schwelle. Unter den Metropolen liegen die Quadratmeterpreise nicht nur in Dresden und Leipzig, sondern auch in Bremen und Hannover sowie den Ruhrgebietsstädten Essen und Dortmund in einer moderaten Bandbreite von 1.750 bis 2.000 Euro.

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stellen die LBS-Experten insgesamt eine stabile Nachfrage fest. Das gleichzeitig zunehmende Angebot aus dem Bestand drücke aber noch auf die Preise. Derzeit betrage der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten über 30 Prozent. In den Groß- und Mittelstädten Nord- und Ostdeutschlands liegen die Preise laut LBS-Immobilienpreisspiegel häufig um oder sogar unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, im Süden bei knapp 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler - parallel zu der schwachen Neubautätigkeit - noch nicht mit einer Ausweitung des Angebots. In diesem Markt zeigen sich im übrigen mit Abstand die größten regionalen Preisunterschiede. Der Quadratmeter kostet in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten nach einem Anstieg auf 300 Euro (2008: 280 Euro) mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und sogar viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Knappheit signalisieren die Spitzenpreise für Grundstücke in den süd- und südwestdeutschen Großstädten München (800 Euro), Stuttgart (650 Euro) und Heidelberg (630 Euro). In vielen Mittelstädten ist Bauland aber nach wie vor für unter 100 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Nach Aussage des LBS-Verbandsdirektors sprechen auch die Zahlen der LBS-Immobiliengesellschaften im ersten Quartal 2009 dafür, dass die Nachfrage nach Wohneigentum lebendig bleibt. Die von ihnen vermittelten Käufe von Einfamilienhäusern aus dem Bestand hätten nämlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent zugenommen - bei Durchschnittspreisen, die leicht über dem Wert des Jahres 2008 (145.000 Euro) liegen.

Die Ursachen für diese Entwicklung sind für den LBS-Sprecher offenkundig: Die Unsicherheit über die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage beeinträchtigt die Immobiliennachfrage in Deutschland nur in engen Grenzen. Nachhaltig leiden dürften sie dagegen gleich aus mehreren Gründen nicht: So seien hierzulande die Preise schon sehr lange stabil gewesen. „Preisblasen, die es nicht gibt, können auch nicht platzen“, so Hamm. Zudem werde die Wohnimmobilie als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Schließlich mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Vielfach koste die Finanzierung von Wohneigentum nicht mehr als die Miete für ein vergleichbares Objekt. „Schutz vor Mietsteigerungen und die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Rentenalter kostet den Käufer heute also praktisch nichts“, so Hamm abschließend.

LBS
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Bundesweite Presseinfos
09.06.2009

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Der neue Preisindex für Bauland
(2000 - 2007)


Im Rahmen eines Pilotprojektes zur Abdeckung der Ausgaben für das Wohnen im eigenen Heim beim Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) war es erforderlich, einen Preisindex für Bauland zu entwickeln. Hierfür wurden die Ergebnisse der Statistik der Kaufwerte für Bauland herangezogen. Die Entwicklung der in dieser Statistik veröffentlichten Boden-Kaufwerte ist jedoch sehr stark von Struktureffekten beeinflusst. Für die Bildung eines Preisindex für Bauland wurden daher die Auswertungen auf baureifes Land beschränkt.




Tabelle 1 (links): Verkauf von Bauland in Deutschland
Tabelle 3 (rechts): Entwicklung des Index der Kaufwerte für Bauland und des Preisindex für Bauland in Deutschland1)



Tabelle 2: Verkauf von baureifem Land in Deutschland nach Ländern - 1) Kaufwert für Deutschland ohne Hamburg: 117,0 EUR/m2 (+ 53,5 % gegenüber 2000), Fläche für Deutschland ohne Hamburg: 51 209 m2 (– 28,7 % gegenüber 2000).



Schaubild 1: Preisindex für Bauland in Deutschland (ohne Stadtstaaten) nach unterschiedlichen Datengrundlagen,
2000 = 100



Schaubild 2: Preisindex für Bauland in Deutschland


Eine Einschränkung des neuen Preisindex für Bauland besteht darin, dass er nur Aussagen über unbebaute Grundstücke
machen kann, da nur diese in der Statistik der Kaufwerte für Bauland beobachtet werden. Besonders in Städten und
städtischen Regionen steht jedoch kaum noch unbebautes Bauland zur Verfügung.
Dementsprechend sind die Fallzahlen für Verkäufe in städtischen Gebieten in der Statistik der Kaufwerte für Bauland relativ gering. Da es zudem besonders in städtischen Gebieten je nach Lage sehr starke Preisunterschiede für Bauland gibt, schwanken hier die Kaufwerte über die Zeit sehr stark. Die elementaren Kaufwerte-Indexreihen für die Stadtstaaten (Berlin, Bremen, Hamburg) gingen daher nur mit einer relativ starken Glättung in den Preisindex für Bauland ein.
Hier spielt der Kauf von bebauten Grundstücken mit Abriss der Bebauung eine bedeutende Rolle, wobei diese Grundstücke attraktiver (weil zentraler) und damit teurer als unbebaute Grundstücke (im Außenbereich) sind. Trotzdem stehen hier beide Grundstückstypen in einem Konkurrenzverhältnis und sollten deshalb in der Preisentwicklung nicht weit auseinanderdriften.

Quelle:
Dipl.-Volkswirt Hubert Vorholt: "Entwicklung eines Preisindex für Bauland", in: Statistisches Bundesamt • Wirtschaft und Statistik 2/2008, Herausgeber: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, 2008, Fundort: Fachserie 17 „Preise“, Reihe 4 „Preisindizes für die Bauwirtschaft“

DIMaGB.de
16.06.2006

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Wohnen in Hamburg: Teurer Kern, günstiges Umland

Die innenstadtnahen Trend-Viertel sind in Hamburg extrem teuer. Am Stadtrand der Hansestadt kann man hingegen günstiger wohnen. Die Mieten sind aber insgesamt kräftig gestiegen. Dies bestätigt auch der Marktbericht von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

Nürnberg, 24. Juni 2009. Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Entsprechend vielseitig ist der Immobilienmarkt der Hansestadt. Während in angesagten Vierteln sehr hohe Mieten und Kaufpreise fällig werden, finden sich am Stadtrand günstigere Angebote. Da aber wesentlich mehr Neu-Hamburger in die Stadt ziehen als Wohnungen gebaut werden, steigen Mieten und Kaufpreise stark an. Das ist das Ergebnis des Marktberichts Hamburg von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

Die durchschnittlichen Kaltmietpreise pro Quadratmeter im ersten Quartal 2009 (in Klammern die Veränderung zum ersten Quartal 2008):

- Ein-Zimmer-Wohnungen: 10,65 Euro (+7 Prozent)
- Zwei-Zimmer-Wohnungen: 9,67 Euro (+2 Prozent)
- Drei-Zimmer-Wohnungen: 9,54 Euro (+5 Prozent)
- Vier-Zimmer-Wohnungen: 9,93 Euro (+7 Prozent)
- Wohnungen mit fünf oder mehr Zimmern: 12,38 Euro (+13 Prozent)

Vor allem exklusive Domizile in Elb- und Alsternähe ziehen die Mietpreise für sehr große Wohnungen nach oben. Für Haushalte, in denen Kinder und Jugendliche leben, ist die Situation auf dem Markt für große Wohnungen also schwierig. Als Ausweichmöglichkeit bieten sich immerhin die Wohnungen mit drei bis vier Zimmern an, die häufiger am Markt zu finden sind und eine breitere Preisspanne aufweisen.

Wohnungen zum Kauf sind in Hamburg im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Prozent teurer geworden: Aktuell kostet ein Quadratmeter im Schnitt 2.313 Euro. Wer in Hamburg exklusive Immobilien sucht, wird diese vor allem in den Edel-Vierteln wie Blankenese und Rotherbaum oder in einem der angesagten Neubaugebiete wie der HafenCity finden. Hier durchbrechen die Quadratmeterpreise häufig die 4.000-Euro-Marke.

Die Kaufpreise für Häuser steigen zwar auch, im Vergleich zu den Wohnungen aber schwächer. Teure Villenlagen mit Angeboten in Millionenhöhe und einfach ausgestattete Häuser am Stadtrand ergeben zusammen einen Durchschnittspreis von 437.000 Euro für freistehende Häuser. Reihenhäuser und Doppelhaushälften kosten jeweils um 280.000 Euro.

immowelt.de
Presse-Information 24. Juni 2009

Der Marktbericht Hamburg steht bei immowelt.de zum Download bereit.

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Wohnen in Frankfurt: Besonders teuer für Singles und Familien

Marktbericht von Immowelt.de: Mietpreise für single- und familientaugliche Wohnungen in Frankfurt knapp hinter Münchener Werten. / Große Eigentumswohnungen sinken stark im Preis, freistehende Häuser werden deutlich teurer.

Nürnberg, 27. August 2009. Das Wohnen in Frankfurt ist so kostspielig, dass die hessische Großstadt mittlerweile nach München die zweitteuerste Metropole Deutschlands ist. Besonders belastet werden Singles und Familien, wie der Marktbericht Frankfurt von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, zeigt.

Im ersten Halbjahr 2009 erzielen insbesondere sehr kleine und sehr große Wohnungen hohe Quadratmeterpreise, und das trotz leicht sinkender Werte bei den Ein-Zimmer-Wohnungen, die durchschnittlich 11,57 Euro kosten (-3% gegenüber dem ersten Halbjahr 2008). Fünf-Zimmer-Wohnungen bleiben im Preis stabil (11,80 Euro pro Quadratmeter). Die Mietpreise für Vier-Zimmer-Wohnungen steigen um zwei Prozent auf 11,11 Euro pro Quadratmeter.

Da auch Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 10,61 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter unverändert teuer sind, tragen Singles in Frankfurt eine hohe Mietlast. Eine klare Folge der hohen Nachfrage: Ein-Personen-Haushalte machen laut Statistischem Amt Frankfurt einen Anteil von 52,7 Prozent aus.

Familien trifft es noch härter, weil es mit Kindern kaum eine Alternative zu einer großen Wohnung gibt. Die hohen Quadratmeterpreise bürden Haushalten mit Kindern demnach eine hohe finanzielle Belastung auf, die nur zum Teil durch die überdurchschnittliche Kaufkraft in Frankfurt abgefangen werden kann.

Die Preise für Frankfurter Eigentumswohnungen sind ebenfalls hoch, im Durchschnitt 2.515 Euro pro Quadratmeter (+1%). Spitzenreiter sind, wie bei den Mietpreisen, Wohnungen mit fünf Zimmern und mehr, die im ersten Halbjahr 2009 für durchschnittlich 2.701 Euro angeboten werden. Allerdings haben diese Wohnungen mit -11% auch den größten Verlust im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr zu verzeichnen. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage sind potentielle Käufer wohl vorsichtig geworden.

Alle anderen Wohnungsgrößen steigen im Kaufpreis, vor allem Ein-Zimmer-Wohnungen, die mit 2.178 Euro pro Quadratmeter aktuell acht Prozent mehr kosten als im ersten Halbjahr 2008.

Der Kauf eines Einfamilienhauses ist in Frankfurt ebenfalls ein kostspieliges Unterfangen. Für ein freistehendes Haus muss ein Durchschnittspreis von 638.000 Euro kalkuliert werden (+14%). Da solche Häuser häufig in bevorzugten und damit traditionell teuren Lagen knapp außerhalb der City angeboten werden, werden Käuferschichten angesprochen, die von der Krise augenscheinlich bislang wenig spüren - und in ungebrochener Kauflaune sind.

Der Marktbericht Frankfurt steht bei immowelt.de zum Download bereit.

Immowelt.de
Presse-Information
27. August 2009

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Wohneigentum: Preise 2008 gesunken

Erstmals seit fünf Jahren sind 2008 im bundesweiten Durchschnitt die Preise für Eigentumswohnungen (um 3,4 %) und für Einfamilienhäuser (um 2,4 %) gesunken.


Die vom Städtebauinstitut ifs ermittelten Zahlen basieren auf einer Analyse sämtlicher rund 448.000 Verkäufe von Eigenheimen und Wohnungen. Enthalten sind Neubauten und Gebrauchtimmobilien. Über die Durchschnittswerte hinaus sind zum Teil deutliche regionale Differenzierungen festzustellen. Unter den umsatzstarken Ballungsräumen ist München die einzige Region, die auch 2008 bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern nochmals zulegen konnte. Die Städtebauexperten gehen trotz der überwiegend rückläufigen Preisentwicklung nicht von einer Trendwende am Immobilienmarkt aus: Langfristig werde es bei einer hohen Stabilität der Preise bleiben. Unkalkulierbare Risiken, wie sie in den USA oder in einigen europäischen Staaten auftraten, seien hierzulande nicht zu erwarten.

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Newsletter vom 10.12.2009

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Mietbarometer deutsche Großstädte: Preise steigen im Süden deutlich, die Mitte verliert

Im Süden Deutschlands steigen die Mietpreise um bis zu 16 Prozent, in der Mitte kehrt sich das Vorzeichen hingegen um: Hier fallen die Mieten um bis zu 16 Prozent. Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, berichtet im aktuellen Mietbarometer über Preisanstiege und Mieteinbußen in deutschen Großstädten.

Nürnberg, 14. Dezember 2009. Die wirtschaftlich starken Gebiete im Süden und Südwesten Deutschlands erleben auch in punkto Mieten einen Aufwärtstrend. In Städten wie Ulm, Würzburg und Nürnberg steigen die Preise im zweistelligen Bereich. In der Mitte Deutschlands sinken die Mieten hingegen im Vergleich zu 2006. Die Gewinner und Verlierer unter 81 deutschen Großstädten zeigt Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

An der Spitze des Immowelt-Mietbarometers stehen die deutschen Randgebiete. Vor allem der Süden und einzelne Städte im Norden verzeichnen hohe Preissteigerungen. Die Großstädte in der Mitte Deutschlands und einige strukturschwache Städte in der Region Rhein-Ruhr verlieren bei den Mieten.

Im wirtschaftsstarken Ulm stiegen die Mietpreise um satte 16 Prozent. Der gelungene Strukturwandel in der Metropolregion Nürnberg macht sich auch bei den Mieten bemerkbar: Sie haben sich in Nürnberg (11 Prozent) und Fürth (12 Prozent) deutlich erhöht. Im Norden punktet Lübeck durch die Nähe zu Hamburg, die Mieten stiegen sogar um 19 Prozent. Kiel profitiert von seiner Rolle als Landeshauptstadt und Universitätsstandort: Mit 22 Prozent ist hier der stärkste Preisanstieg unter den deutschen Großstädten zu verzeichnen.

Auch in den Großstädten Köln und Düsseldorf lässt es sich nicht gerade günstig wohnen. Gerade rund um die Stadtzentren sind die Kaufpreise für Immobilien hoch und dementsprechend auch die Mieten. Doch nicht nur das Wohnen ist zum Teil exklusiv, auch die Büromieten sind hoch. Wer Büroimmobilien in Köln mieten möchte, muss vor allem in der Innenstadt mit hohen Mieten rechnen.

Ostdeutsche Großstädte wie Leipzig (+1 Prozent) und Jena (+3 Prozent) weisen dank eines großen Jobangebots und Universitäten stabile Mietpreise auf, haben aber wegen demographischer Aussichten schwierige Zeiten vor sich: Der Bevölkerungsrückgang wird den Osten besonders hart treffen.

Große Verluste zeigen sich in der strukturschwachen Mitte Deutschlands, zum Beispiel in Bielefeld (-16 Prozent), Paderborn (-11 Prozent) und Siegen (-8 Prozent). In der Region Rhein-Ruhr sinken die Mieten in kleineren Städten wie Remscheid, das seit Jahren sinkende Einwohnerzahlen verzeichnet. Hier findet sich dann auch mit 28 Prozent der stärkste Mietpreisrückgang unter allen deutschen Großstädten.

Ausführliche Informationen und eine druckfähige Karte mit den Gewinner- und Verliererregionen des Immowelt-Mietbarometers finden Sie auf der Sonderseite bei Immowelt.de.

Das Immowelt-Mietbarometer basiert auf dem kompletten Datenbestand des Immobilienportals Immowelt.de der ersten drei Quartale 2006 und 2009. Untersucht wurden die Mietpreise von Wohnungen in deutschen Großstädten.

Ein Bericht zur Mietpreisentwicklung in 81 deutschen Großstädten steht hier zum Download bereit.

immowelt.de
Presse-Information
14. Dezember 2009

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München: Mieten doppelt so hoch wie bundesdeutscher Durchschnitt

Miete in kaufkraftstarker Bayernmetropole doppelt so hoch wie in Gesamtdeutschland / Rekordmieten in traditionellen, flußnahen Stadtvierteln / Kaufpreise für Einfamilienhäuser dreimal so hoch wie in anderen Städten, das ergab der Marktbericht von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale.

Nürnberg, 05. Mai 2010. In keiner deutschen Großstadt ist Wohnen so teuer wie in München. Laut Marktbericht von Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, liegt die Nettokaltmiete für Wohnungen in der bayerischen Hauptstadt im Schnitt bei 12,14 Euro pro Quadratmeter. In Gesamtdeutschland beträgt die Durchschnittsmiete hingegen 6,31 Euro. Dass die Münchner diese Mietpreise zahlen können, hat einen Grund: Die Kaufkraft pro Einwohner liegt bei 136 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Wer zentral und wassernah wohnen möchte, zahlt im Schnitt über 14 Euro je Quadratmeter. In Schwabing, rund um den Englischen Garten, liegt die Durchschnittsmiete bei 15,30 Euro. Gut ausgestattete Wohnungen in bester Lage können sogar bis zu 30 Euro pro Quadratmeter kosten, so zum Beispiel in der Isarvorstadt. Etwas günstiger wird es südlich des Zentrums: In Sendling liegt der durchschnittliche Quadratmeter bei 11,80 Euro, also fast drei Euro weniger als im Zentrum.

Auch Eigentumswohnungen sind überdurchschnittlich teuer, und zwar in ganz München: Der Kaufpreis pro Quadratmeter liegt im Schnitt bei 3.396 Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie im gesamtdeutschen Mittel, der bei 1.519 pro Quadratmeter liegt. Zu den Spitzenreitern gehören Nymphenburg und Au-Haidhausen mit über 4.700 Euro im Schnitt. Die mittleren Quadratmeterpreise sinken erst in weiterer Entfernung zum Zentrum unter die 3.000-Euro-Marke, zum Beispiel in Aubing, Berg am Laim und Teilen von Solln.

Trotz der hohen Kaufkraft ist der Traum vom Eigenheim für den Münchner schwer zu erreichen: Der Durchschnittskaufpreis für ein Einfamilienhaus beträgt 739.472 Euro, dreimal so viel wie im bundesdeutschen Durchschnitt.

Immowelt.de:
05.05.2010

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Deutschlands Studenten zahlen happige Mieten
 - WGs günstiger

So teuer ist das Studentenleben / Kleine Wohnungen in München am teuersten / Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, zeigt auf: in einer WG bis zu 39 Prozent Miete sparen

Nürnberg, 27. Juli 2010. Das Studentenleben wird nicht nur durch Studiengebühren getrübt: Wie Immowelt.de, eines der führenden Immobilienportale, in einer Liste aller großen deutschen Uni-Städte zeigt, belasten auch die Mieten das ohnehin knappe studentische Budget. Eine Lösung ist die Wohngemeinschaft: Hier können Studenten bis zu 39 Prozent Miete sparen.

Die teuerste Uni-Stadt der Republik ist München: Eine kleine Wohnung kostet im Durchschnitt 14,10 Euro pro Quadratmeter, eine WG-taugliche Wohnung 12,10 Euro (Ersparnis: 14 Prozent). An zweiter Stelle steht Frankfurt am Main mit einem Quadratmeterpreis von 12,50 Euro für das Single-Appartement und 11,30 Euro für die WG-Wohnung. In der Main-Metropole können Studenten also 10 Prozent sparen, wenn sie gemeinsam eine größere Wohnung beziehen.

Auch in Stuttgart bieten Wohngemeinschaften eine günstige Alternative zur meist engen und extrem teuren Ein-Raum-Wohnung: Einer Quadratmetermiete von 11,80 Euro bei kleinen Wohnungen steht ein Preis von 9,20 Euro für WG-Wohnungen gegenüber. Eine mögliche Ersparnis von 22 Prozent.

Am meisten sparen können Studenten übrigens in Bonn: In der ehemaligen Hauptstadt betragen die Single-Mieten im Mittel 11 Euro je Quadratmeter, während WG-geeignete Wohnungen bereits für durchschnittlich 6,70 Euro zu haben sind - also 39 Prozent weniger.

Die günstigste Unterkunft finden Studenten in Leipzig. Die sächsische Metropole bietet kleine Appartements für durchschnittlich 5,80 Euro pro Quadratmeter. In einer WG ist aber auch hier sparen möglich: 4,80 Euro kosten größere Wohnungen in Leipzig.

Kaum ein preislicher Unterschied zwischen einer kleinen Wohnung und einer WG ist hingegen in Potsdam und Halle festzustellen: Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise sind hier für beide Wohnungsgrößen annähernd gleich.

Die Mietpreise aller großen deutschen Uni-Städte finden Sie hier.
http://news.immowelt.de/inxmail0/d/d.pdf?uv0nqc0cebneq000d000eb3y58





Presse-Information
immowelt.de, 27.07.2010

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