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Die Schimmel-Seite bei DIMaGB.de

Urteil des Landesgerichts München:
¸... Schimmel in nennenswertem Umfang kann Krankheiten aus dem allergischen oder asthmatischen Formenkreis hervorrufen oder zumindest auslösen. Außerdem kann Schimmel zu den cancerogenen Stoffen gerechnet werden ..."
(LG München, NJW-RR 1991 976)


Inhaltsverzeichnis:

Und in anderen Infobereichen:

Und auf anderen Internetseiten:

  • Schimmel durch Dämmung
    als Thema in den Altbau- und Denkmalpflege-Informationen von Architekt Konrade Fischer
    Energiesparen und Wärmeschutz am Altbau, Von der Intelligenz moderner Baumethoden /
    Haustechnik / Schimmelpilzzüchtung usw.


Für Skeptiker:
Alles nur ausgedacht? Mitnichten: ein Praxisfall
zur Veröffentlichung versandt via E-Mail am 30.01.2003
S. Sch. schrieb:

Sehr geehrter Herr Fischer,

ich habe das Interview mit Ihnen und Herrn Professor Meier in o.a. Zeitschrift gelesen ("Immobilienwirtschaft 6/2002 - Dämmung bringt Schimmel", DIMaGB.de) und stellte fest, dass Sie genau die Dinge angesprochen haben, die mich zur Zeit sehr bewegen. Ich habe mittlerweile ein an Verzweiflung grenzendes Stadium erreicht und wende mich an Sie in der Hoffnung, dass Sie mir vielleicht einen Rat oder Hinweis geben können, wie ich weiter verfahren kann bzw. wer mir evtl. weiterhelfen kann.

Ich bin Privatmann und habe im Jahre 2000 ein Mehrfamilienhaus fertig gestellt. Keiner fühlt sich zuständig. Die Baufirmen befinden sich zwar noch in der Gewährleistungsfrist, kommen aber nicht in die Gänge, fühlen sich meist nicht schuldig (jeder versucht es dem Anderen in die Schuhe zu schieben.) Das Haus ist neu und schon am vergammeln. Die Mieter mindern die Miete etc.

Hier mein Problem. Ich habe Schimmelbefall in mehreren Wohnungen. Erdgeschoß die beiden Äußeren. Stellenweise wirklich nasse Wände sowie auch von Außen teilweise deutlich sichtbare Veralgung. Im Dachgeschoß teilweise genau im Knick von der Wand zur Decke über den Fenstern. 

Ich habe bereits sämtliche Balkone (Ost- und Westseite) 2 Mal sanieren lassen, von Innen wurde alles erneuert (Putz abgeklopft, erneuert, tapeziert etc.) Immer wieder wird alles nass. Mittlerweile fällt außen teilweise der Außenputz schon ab und Algenbildung ist vorhanden.

Weiterhin sind sämtliche Betonflächen (Balkone Südseite und Laubengänge Nordseite) mit großen Rissen versehen sowie mit so braunen Schwämmen (habe ich noch nie zuvor gesehen) befallen. Ich muss dazu sagen, dass die Betonflächen nicht mit Betonschutz gestrichen wurden, da dies angeblich heutzutage nicht mehr gemacht wird. Der Putz ist übrigens von Sto (unter dem Motto von Sto "Bewusst bauen - Energie sparen und Wert erhalten").

Sehr geehrter Herr Fischer, können Sie mir vielleicht einen Rat geben ? Oder einen Tipp, an wen ich mich wenden kann ? Mit freundlichem Gruß aus Bielefeld, D. Sch.

Sehr geehrter Herr Sch.,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider ist "Ihr" Fall typisch für den Reinfall mit dem "energiesparenden" Bauunsinn, den uns der Verordnungsgeber als Klimaschutzbeitrag zumutet und den "normgerechten" Lösungen. Fast jeden Tag erhalte ich derartige Fälle geschildert. Zum Glück wachen verantwortungsvolle Redaktionen inzwischen auf und helfen, unsere Skepsis unter EnEV-Betroffenen zu verbreiten.

Es zählt eben nicht immer nur der stockbewehrte Anzeigenonkel, es gibt auch noch die interessierte Leserschaft. Was soll man Ihnen nur raten? Weiter "im System" herumgurken, also was den "Fachberatern" noch so einfällt mit vergifteten Plastikpampen, elektrischen Keimschleudern and so on?

In Wirklichkeit würde helfen: Fenster ohne Gummilippendichtungen, normale Kalkputzfassade mit Kalktünche, also keine synthetischen bzw. hydraulischen Zutaten. Darauf gäbe es keinen Schimmel, keine Algen, da immer gut trocknend und alkalisches Milieu.

Was die Stahlbetonkonstruktionen betrifft, hier müsste man etwas mehr wissen. Wie man verfahren könnte, um aus Ihrer Baukatastrophe herauszukommen, sollten wir vielleicht mal telefonisch besprechen. Bitte lassen Sie mir vor dem Anruf einige Fotos (jpg, auf höchstens 50kB komprimiert) oder Abzüge der Schadenssituationen zukommen. Mal sehen, ob Gewährleistung zieht.

Da Ihr Fall so exemplarisch ist, erlaube ich mir, ihn an interessierte Kreise etwas weiter zu mailen.
Besten Gruß
Konrad Fischer

Architektur-&Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main
Tel.:09574-3011 Mob.:0170-7351557 Fax: 09574-4960
Altbau&Denkmalpflege Info:
http://www.konrad-fischer-info.de


Noch ein Praxisfall
Mieter-Selbsthilfe: Gummilippe raus

...  Ihre Ansichten zum Thema Dämmen und Lüften (Fenstertechnik) finde ich äußerst nachvollziehbar. Als DDR Wohnraum erfahrener Mieter lebte ich Jahrelang warm und trocken in einem Neubau aus den 70er Jahren. Jetzt wurden diese Gebäude "modernisiert" es bildet sich unangenehmes Raumklima und Feuchteschäden entstanden. Nach dem (eigenmächtigen) Entfernen eines Teils der Dichtungen in den Fenstern, war eine deutliche Verbesserung der Situation eingetreten. Die Heizkosten wurden tatsächlich weniger, wobei ich denke, dass dies mit der ebenfalls modernisierten Heizung zu tun hat. Denn in den andern völlig dichten Wohnungen waren die Kosten auch nicht geringer ausgefallen als in unserer Undichten! Jetzt bauen wir ein EFH mit dem LIAPLAN Ultra 010 und werden keinen Dämmstoff draußen anbringen.

L.F. aus B. per E-Mail am 09.03.2003

Sehr geehrter Herr F.,

Ihr Fall ist mal wieder ein Praxisbeleg dafür, dass meine "abstrusen Ansichten" praxistauglich sind. Ob X.,
Y. oder Z. WBG: die Energieeinsparungen sind i.W. darauf zurück zu führen, dass die meist katastrophalen Heizverteilungssysteme erneuert wurden. Die Fassadendämmung hat zwar viel gekostet, bringt aber effektiv
sehr wenig.

Ihre Entscheidung zum Wandbaustoff ist sehr zu begrüßen. Wer verstanden hat, welche Fehlfunktionen angepatschte WDVS hervorrufen, geht auf monolithische Konstruktionen.

Die Übung "Gummilippe raus" haben Sie bereits erfolgreich absolviert. Warum also nicht im eigenen Haus? Es ist doch nicht zu erwarten, dass mal ein Fensterhersteller wieder nach DIN baut, was die Fugenbeiwerte betrifft. Man muss ja nicht alles auf einmal rausreißen.


Aus: ECO-News vom 04.03.2003

Richtiges Lüften für gesunde Raumluft

Durch isolierverglaste Fenster mit dichten Rahmen und hoch wärmegedämmte Außenwände ist der notwendige Luftwechsel "von selbst" in Gebäuden meist nicht mehr gewährleistet.

Isolierverglaste Fenster mit dichten Rahmen und hoch wärmegedämmte Außenwände haben dafür gesorgt, dass der Heizenergiebedarf in unseren Wohnungen ständig abgenommen hat. Andererseits hat man damit jedoch das Problem geschaffen, dass in diesen dichten Gebäuden der aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen dringend notwendige Luftwechsel nicht "von selbst" gewährleistet ist. Darauf weist die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. hin.

Eine weitere Aufgabe der Lüftung besteht darin, die in den Wohnungen entstehende Feuchtigkeit durch Lüftung aus den Räumen zu entfernen, um wirkungsvoll die Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Menschen in Innenräumen verbrauchen Sauerstoff und geben CO2, Feuchtigkeit und Gerüche an die Innenraumluft ab. Hierzu kommen noch Emissionen aus Möbeln, Teppichen, Haushaltschemikalien usw. Deshalb muss durch eine angepasste, regelmäßige Lüftung für einen Austausch der belasteten Innenraumluft mit der frischen Außenluft gesorgt werden. Eine weitere Aufgabe der Lüftung besteht darin, die in den Wohnungen entstehende Feuchtigkeit durch Lüftung aus den Räumen zu entfernen, um wirkungsvoll die Schimmelpilzbildung zu vermeiden.

Bei einer üblichen Wohnungsnutzung reicht in der Regel eine Luftwechselrate von 0,3 - 0,8 pro Stunde aus. Diese kann entweder durch Fensterlüftung oder durch Lüftung mit einer einfachen Abluftanlage realisiert werden. Bei der Fensterlüftung unterscheidet man zwischen Stoß- und Kipplüftung, wobei eine energiesparende Lüftung aktive, mitdenkende Nutzer erfordert. Die notwendige Dauer der Lüftung hängt maßgeblich von den Außentemperatur- und den Windverhältnissen ab. Eine Kipplüftung sollte nur während der Sommermonate stattfinden, während im Winter eine mehrmals am Tag durchgeführte Stoßlüftung sinnvoll ist. Langes Dauerlüften sollte während der Heizperiode auf jeden Fall vermieden werden.

Quelle: ASUE Arbeitsgemeinschaft f. sparsamen u. umweltfreundl. Energieverbrauch e.V., D-67655 Kaiserslautern, www.asue.de


Asthmatiker, saniert Eure Badezimmer!
Medical Tribune

Asthmakranke sind gut beraten, den Kampf gegen eventuelle Pilz-Kolonien in ihrer Umgebung aufzunehmen. Eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilz erhöht nämlich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Welchen Einfluss eine Sensibilisierung gegenüber Schimmelpilzen auf den Asthma-Schweregrad hat, prüften französische Wissenschaftler in einer multizentrischen Untersuchung an 1132 erwachsenen Asthmatikern. Die Patienten füllten umfangreiche Fragebögen aus und unterzogen sich Prick-Tests. Zudem erfolgten Blut- und Lungenfunktionsuntersuchungen sowie ein Provokationstest mit Methacholin.

Das Resultat: Der Anteil der gegen Schimmelpilz (Alternaria alternata und Cladosporium herbarum) Sensibilisierten nahm mit steigendem Asthma-Schweregrad signifikant zu. Zwischen dem Asthma-Schweregrad und einer Pollen-Sensibilisierung konnten die Forscher dagegen keinen Zusammenhang beobachten. Wie lässt sich das erklären? Pilzsporen sind sehr klein und können bequem in die unteren Atemwege gelangen, so die Autoren im "British Medical Journal".

Dazu kommt, dass Schimmelpilze das ganze Jahr über "Saison haben". Wenn der einzelne Patient auch gegen eventuelle Belastungen der Außenluft wenig tun kann, so sollte er zumindest in seinen Wohnräumen "pilzfeindliche" Bedingungen schaffen, betonen die Kollegen: Das heißt beispielsweise Feuchtstellen sanieren und für gute Belüftung sorgen.

Quelle: MTD, Ausgabe 3 / 2003 S.6, AW - Mahmoud Zureik et al., BMJ 2002; 325: 411 - 414, www.medical-tribune.de
Quelle:
eco-info - der Newsletter des eco-Umweltinstituts, Ausgabe 2003-02, www.eco-umweltinstitut.com


Schimmelpilz in Wohnungen alarmierend

www.schimmelpilz-sanieren.de 


ÖKO-TEST warnt:
Jede dritte deutsche Wohnung ist unbewohnbar

Ein Drittel aller deutschen Wohnungen soll so stark mit Schimmelpilzen und Wohngiften belastet sein, dass sie eigentlich nicht mehr bewohnbar ist. Das berichtet das ÖKO-TEST-Magazin in seiner Juli- Ausgabe unter Berufung auf Tests von Umweltexperten, die in den vergangenen Jahren mehr als 10.000 Wohnungen in ganz Deutschland untersucht haben.

Schimmelpilze in Fußböden, Wänden und Decken sind die häufigste Ursache für Atemwegserkrankungen, Infektanfälligkeit, Allergien, Ermüdungserscheinungen oder chronische Nebenhöhlenprobleme. Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel gibt es besonders in Energiesparhäusern, aber auch in alten Häusern und sanierten Altbauten. Dafür sind einerseits verbesserte Wärmedämmung durch moderne Bauweise und andererseits falsches Lüften verantwortlich. Die Gesundheitsämter bestätigen die alarmierenden Befunde und raten, sich bei Schimmelbefall sofort an die Behörde zu wenden, um mögliche Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Quelle: www.oekotest.de
09.07.2001


Öko-Test:
Zwischen Fenster und Decke im Bad hat sich bei uns Schimmelbefall ausgebreitet

Seit den Energiekrisen der 70er Jahre wird Wohnungsschimmel immer stärker zum Problem. Denn häufig wurden bessere Fenster eingebaut, aber die Wände nicht entsprechend isoliert. Außerdem unterließen gerade Energiesparer die nötige Lüftung der Wohnräume. Prompt bildete sich Schimmel in den kältesten oder unzugänglichsten Ecken. Die Gefahr geht von den Pilzsporen aus, die Lungenentzündungen hervorrufen können. Lungenkrebs und Gelbsucht werden durch Pilzsporen gefördert. Sind die Sporen erst einmal in Bronchien und Lunge, können sie im Körper selbst weiter wachsen. Nicht nur Haut und Schleimhäute sind betroffen, sondern sogar innere Organe. So können sie Störungen der Nieren und des Nervensystems oder gar Entzündungen der Herzinnenhäute hervorrufen.

Bedroht sind laut "Öko-Test" alle, deren Immunsystem defekt ist. Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise 48.000 Menschen an einem bedrohlichen Pilzbefall der inneren Organe, etwa 9.000 sterben daran - mehr als im Straßenverkehr ums Leben kommen. Häufiger als solche schweren Erkrankungen sind aber allergische Reaktionen.

Am Anfang jeder Sanierungsmaßnahme sollte eine gründliche Analyse der Ursachen des Schimmelbefalls stehen. Häufig ist dafür aufsteigende Feuchte, also Grundwasser, das durch das Mauerwerk bis ins Zimmer steigt, verantwortlich. Hier hilft nur, die eingebaute Sperrschicht zu erneuern, selbst wenn dafür der ganze Kellerboden aufgestemmt werden muss. Auch defekte Regenrinnen, verstopfte Fallrohre, kaputte Dachziegel oder abgeplatzter Putz können zu Feuchtigkeit in der Wand führen. Eine häufige Ursache sind Kältebrücken durch unzureichend gedämmte Betondecken oder -wände.

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist regelmäßige Lüftung der Wohnräume, vor allem von Bad und Küche. Denn nur frische Luft kann neues Wasser aufnehmen und so die Wohnung trocken halten. Die beste Lüftungsmethode ist, mit offener Tür und offenem Fenster einen Durchzug zu schaffen. Dabei wird in ein bis fünf Minuten die gesamte Zimmerluft ausgetauscht. Wird nur das Fenster ganz geöffnet, dauert der Luftaustausch fünf bis zehn Minuten. Das Fenster ständig gekippt zu halten, ist hingegen reine Energieverschwendung.

Von chemischer "Erster Hilfe" bei Pilzbefall sollten die Finger gelassen werden - siehe auch Sonderheft "Ratgeber: Renovieren 1/2001" der Zeitschrift "Öko-Test": Die normalen Schimmelmittel bergen hohe Risiken für den Heimwerker, weil sie voller giftiger Pestizide stecken. Laut Fachauskunft lässt sich Schimmel mit Soda- oder Seifenlauge oder mit Essigessenz abwaschen. Die Baubiologen empfehlen zudem eine Mischung aus drei Teilen Salizylsäure und 97 Teilen 70prozentigem Alkohol. Das Mittel wird auf einen Wattebausch getröpfelt, mit dem dann die Pilzstellen betupft werden. Nach dreimaliger Anwendung - im Abstand von etwa einer halben Stunde - sollen die befallenen Stellen mit Brennspiritus abgerieben werden.

Diese Methode lässt sich aber nur bei partiellem Befall anwenden. Bei stärkerer Schimmelbildung wird man möglicherweise nicht ohne eine Heißluftbehandlung oder gründliche Umbauarbeiten auskommen. Nach der Austrocknung ist es sinnvoll, die Wände mit Kalkputz zu verputzen und mit einem diffusionsfähigen Anstrich wie Kalkfarbe, Mineral- oder Pflanzenfarbe zu versehen. Denn bei Schimmelgefahr sollten keine Baustoffe mit neutralem ph-Wert wie Gips oder Dispersionsfarbe verwendet werden.

Quelle: www.oekotest.de
25.04.2001


Analyse für Sie: Schimmel im Haus
Gefährliche Mikroben

Zahlreiche Wohnungen in Deutschland sind mit gesundheits- gefährdenden Schimmelpilzen belastet - besonders in der kalten Jahreszeit. Das ist die besorgniserregende Bilanz einer Untersuchung der STIFTUNG WARENTEST. Innerhalb weniger Monate haben sich bereits mehr als 1.700 Haushalte beteiligt und ihre Raumluft auf Schimmelpilze untersuchen lassen. Erschreckendes Ergebnis: Fast jede zweite eingegangene Probe war belastet, jede fünfte sogar stark.

Am häufigsten wurden Schimmelpilze nachgewiesen, die sehr gefährlich für die Gesundheit sind. Zahlreiche Betroffene, deren Proben stark belastet waren, gaben an, dass in ihrer Familie Krankheiten auftreten, die sie mit Schimmelpilzen in Verbindung bringen. Dabei handelte es sich häufig um Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten.
Nährboden für Schimmelpilze sind feuchte Wände, Böden und Decken. Besonders an kalten, schlecht gedämmten Wänden, schlägt sich Tauwasser nieder. Deshalb ist es wichtig, die Feuchtigkeit in der Wohnung zu bekämpfen, Baumängel zu beseitigen und richtig zu heizen und zu lüften.

Wer den Verdacht hat, dass sich in seiner Wohnung Schimmelpilze eingenistet haben, kann die Analyse der STIFTUNG WARENTEST nutzen. Alle Teilnehmer erhalten eine Analyseplatte, die in den Wohnräumen aufgestellt wird. Auf dem Nährboden der Platte sammeln sich Schimmelpilzkeime aus der Raumluft. Die Platte wird später im Labor analysiert: Biologen bestimmen die einzelnen Pilzarten und die Anzahl der Keime, Umweltmediziner schätzen den Grad der Belastung ein.

Die Schimmelpilzanalyse kostet 92 Mark. Teilnahmekupon, Musterauswertungen sowie weiter gehende Informationen erhalten Sie hinter den untenstehenden Links.

Quelle:
http://www.warentest.de/wtest/plsql/sw$nav.Startup?p_KNR=0&p_E1=2&p_inh=B:1771
26.01.2001


Schimmelpilz in Wohnungen:

in nahezu 50% der Fälle stellt sich im Rahmen der gerichtlichen Beweissicherung heraus, dass ein Nutzerfehlverhalten ursächlich für die Schimmelpilzbildung ist. Erläuterungen zum Thema enthält ein Informationsheft der Verbraucherzentrale (AgV in Bonn, Tel. 0238-6489-0 Fax 64 42 58)

Quelle: Infoblatt der Baukammer Berlin, 08/2001


Schimmelpilze sind bei Asthma gefährlicher als Pollen oder Katzen

Schimmelpilze sind vermutlich eher ein Auslöser für schweres Asthma als andere Allergene wie beispielsweise Pollen. Asthmapatienten sollten daher zu Hause für gute Durchlüftung und nicht allzu hohe Luftfeuchtigkeit achten, um es Schimmelpilzen möglichst ungemütlich zu machen, raten französische Mediziner in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (Bd. 325, S. 411).

Die Forscher um Mahmoud Zureik vom Nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung in Paris hatten die Daten von mehr als tausend Asthmapatienten untersucht, die an einer europäischen Studie über Lungengesundheit teilgenommen hatten. Zwischen einer Empfindlichkeit gegenüber Schimmelpilzsporen und schwerem Asthma besteht ein deutlicher Zusammenhang, fanden die Forscher. Dagegen konnten sie Pollen- und Katzenallergene nicht mit der Krankheit in Verbindung bringen.

Wegen ihrer winzigen Größe könnten Schimmelpilzsporen bis in die unteren Atemwege vordringen und daher Asthma begünstigen, vermuten die Forscher. Zudem sind sie im Gegensatz zu Pollen das ganze Jahr über sowohl draußen als auch drinnen unterwegs. Daher sind Menschen diesen Allergenen in besonders hohem Maße ausgesetzt.

Quelle: bild der wissenschaft online, August 2002


Falsches lüften und heizen fördern Schimmelbildung

  • Möglichst konstante Temperaturen in den Räumen das ganze Jahr hindurch halten.
  • Bei Abwesenheit die Heizung nie ganz abdrehen. Eine gleich bleibende Temperatur ist zudem preiswerter, als das ständige Auskühlen und Aufheizen der Zimmer.
  • Kühle Räume, wie zum Beispiel Schlafzimmer, nie durch das Wohnzimmer mit heizen. Die warme und feuchte Luft schlägt sich als Feuchtigkeit an den kalten Wänden nieder. Schimmelpilze sind die Konsequenz.
  • Türen zwischen unterschiedlich geheizten Räumen immer geschlossen halten.
  • Richtig Lüften, das heißt: Mehrmals täglich die Fenster für wenige Minuten weit geöffnet halten. Somit wird ein kompletter Luftaustausch gewährt, der durch einfache Kippstellung nicht erreicht wird. Auch das Querlüften (Durchzug) sorgt für den entsprechenden Luftaustausch.
  • Es gilt die Regel: Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden. Aber: Je kühler die Temperatur in einem Raum, desto häufigeres Lüften.
  • Wer sich tagsüber ständig in einem Zimmer aufhält (Büro), sollte dementsprechend häufig für frische Luft sorgen. Auch hier gilt es wieder, die Fenster weit zu öffnen.
  • Badezimmer ohne Fenster sind häufig von Schimmelpilz bedroht. Hier muss durch ein angrenzendes Zimmer gelüftet werden, indem alle anderen Zimmertüren geschlossen bleiben, damit sich die feuchte Luft nach einem Bad oder einer Dusche nicht verteilen kann.
  • Leistungsstarke Dunstabzugshauben sind in Küchen sinnvoll. Wer diese nicht besitzt, sollte darauf achten, dass der – durch das Kochen entstehende Wasserdampf – gut nach außen abgeleitet werden kann.
  • Schrankwände sollten mit einem Abstand von drei bis fünf Zentimeter von der Wand abstehen. Somit ist eine Hinterlüftung gewährleistet.

    Quelle: http://www.dichte-bauten.de


Eigene Gedanken zum Thema "Lüften"
von DIMaGB
08.2002

(1)

Wozu Lüftungsanlage/Lüftung? Eine Luftwechselrate ist sicherzustellen, außerdem muss die Heizungsanlage Frischluft für die Verbrennung erhalten. Dieses Problem muss auch ohne raumlufttechnische Anlage (RLT) zu lösen sein.

Bereits vor 130 Jahren wurde der CO2-Gehalt in der Luft als Maßstab der Raumluftqualität erkannt. Die maximale Konzentration von 0,1 % ist ein in Deutschland und anderen europäischen Staaten anerkannter Grenzwert.

Die erforderliche Luftwechselrate ergibt sich aus der Anzahl der Personen und deren Tätigkeit: Schlafen/Ruhe erfordert 17-21 m3/h Frischluft, Lesen/Fernsehen 20-26, Schreibtischarbeit 32-42, Hausarbeit 55-72, Handwerken 90-130.

Je nach Aktivität liegt die Frischluftrate bei erwachsenen zwischen 10 und 75 Liter pro Stunde. In einem 4-Personen-Haushalt wird demnach eine Frischluftmenge von 2.000-3.000 m3 benötigt. Dieses Beispiel - Gebäude hat ein zu beheizendes Luftvolumen von 310 m3 - daraus folgt ein erforderlicher Luftwechsel von 6,5- bis 10-fach am Tag, also alle 4 bis 2,5 Stunden einmal komplett die Luft ausgewechselt.

Ein weiterer Grund für das Lüften ist die erforderliche Entfeuchtung. Der Mensch gibt im Schlaf 40-50 g/h Feuchtigkeit ab, bei Haushaltsarbeit ca. 90 g/h und bis 175 g/h bei anstrengenden Tätigkeiten. 400-600 g/h sind es beim Kochen und Braten, die Waschmaschine gibt 200-350 g je Waschgang ab. Beim Wannenbad entstehen ca. 1100 g und beim Duschen ca. 1700 g. Eine Topfpflanze gibt um die 15 g/h ab.

Anhand dieser Streuungen erkennt man, dass eine genaue Berechnung des Lüftungsbedarfs gar nicht möglich ist. Die Berechnungsvorschriften der RLT nehmen Erfahrungswerte, die aber allemal neben dem tatsächlichen Bedarf liegen. Zumal ist das Weglüften von Feuchte jahreszeitlich unterschiedlich.

Insofern darf das Lüften nach Bedarf auch noch im Hightech-Zeitalter Bestand haben. Oft noch sind die einfachen Methoden die wirksamen und für kaum jemanden dürfte es verwunderlich erscheinen, nach dem Baden das Fenster vorübergehend zu öffnen. Bekanntermaßen ist die Dauerlüftung mittels Kippstellung der Fenster von Mai bis September sinnvoll und weit verbreitet.

(2)

Das als normal anzusehende Verhalten im Sommer sehe ich so: man macht tagsüber "die Schotten dicht" (Jalousien, Jalousetten, Rollos usw.). Denn: Sonne bedeutet "heiß" und Schatten bedeutet "kühl". Abends reißt man alle Fenster auf und genießt die relative Kühle.

Ob das Lüftungsverhalten angesichts eingebauter Wärmedämmung anders ausfällt, wage ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall halte ich es für richtig, solche Dinge komplex zu betrachten.

Zum einen stellt die CO2-Konzentration in der Luft ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar. CO2 wird ausgeatmet, ebenso Wasser. Nicht Sauerstoffmangel zwingt uns zum Lüften (d.h. Auswechseln der schlechten Luft), sondern die erhöhte CO2-Konzentration.

Also sollte man betrachten:
- wie viele Personen halten sich wie lange im Hause auf?
- welche Tätigkeiten werden ausgeführt?

Mit anderen Worten: wenn den ganzen Tag keiner Zuhause ist, muss man sich auch keinen Kopf wegen des Lüftens zerbrechen, weder wegen CO2 noch wegen Feuchte. Es sei denn, man hat dermassen viele Topfpflanzen herumstehen, dass durch die Verdunstung die rel. Raumfeuchte stark zunimmt.

Ist hingegen eine höhere Belegung tagsüber zu verzeichnen, so wird garantiert öfter gelüftet - egal, wie warm es gerade draußen ist. Denn "frische Luft" bedeutet nicht zwangsläufig kühle Luft, sondern CO2-arme Luft.

Im übrigen ist das Vorhandensein von Wärmedämmung allein nicht das entscheidende Kriterium, entscheidend ist vielmehr, ob massive Bauteile vorhanden sind. Da soll es außer Ziegeln noch andere geben, habe ich in Erfahrung bringen können.

Und schon sind wir - im Rahmen einer ausnahmsweise komplexen Betrachtung - beim Thema
- thermische Behaglichkeit
- Hüllflächentemperierung (Wärmeeindringzahl)
- TAV und Phasenverschiebung
angelangt.


Schimmel an der Wand - Ursachen und Beseitigung

Das Thema “Schimmel an der Wand” ist heute ein Dauerbrenner geworden. Meist geht es um falsche Bauweise, falsches Lüften und ungenügende Heiztechnik. Auf die häufigsten Fallgestaltungen soll hier eingegangen werden, um unseren Lesern die Möglichkeit zur richtigen Weichenstellung bei der Problembehebung zu geben.

Voraus: Schimmelbefall ist nicht nur ein baulicher Mangel. Erhebliche Gesundheitsgefahren sind damit verbunden. Deswegen dürfen die nachfolgenden Empfehlungen nicht als verbindliche Lösungen verstanden werden, sondern sind bedarfsweise durch medizinischen und mykologischen Sachverstand zu ergänzen.

Begutachtung des Schimmelbefalls: Werden aus Beweissicherungsgründen, zur Begutachtung gesundheitlicher Risiken oder bei unklarer Befallslage detaillierte Untersuchungen über Umfang und Art des Befalls erforderlich, sollte man sich zunächst vom staatlichen Gesundheitsamt beraten lassen. Diese können dann Sachverständige für die weiter Untersuchung benennen. Tipp: Mehrere Angebote einholen und den Auftrag mit dem Gesundheitsamt abstimmen.

Fallgruppe Feuchte und Schimmel im Wohnbereich:

Meistens geht es um Schimmel in wenig geheizten Schlafräumen und anderen untertemperierten Bereichen. Soll man Innen- bzw. Außendämmung anbringen, um die Wandtemperatur zu erhöhen und die “eiskalte Wand” zu vermeiden?

All das hilft gar nichts. Schimmel braucht Feuchte. Diese kommt - von Extremfällen undichter Dächer oder nässender Altkamine mal abgesehen - aus der überhöhten Raumluftfeuchte. Ein Vierpersonenhaushalt gibt täglich zwischen 7-15 Liter Wasser in die Raumluft ab. Und dagegen hilft die allseits beschworene “Stoßlüftung” gar nichts. Ist die Luft zu feucht, kondensiert sie in die Wand und bildet dort flüssiges Wasser in den Baustoffporen. Um dieses zu verdampfen, müsste Energie aufgewendet werden. Stoßlüftung - und ebenso ständig gekippte Fenster - liefern aber keine Energie. Im Gegenteil: die Außenwände kühlen weiter ab, der Kondensateintrag nimmt weiter zu. Im Klartext: Jegliche Art von Dämmstoffverbau ist hinausgeschmissenes Geld. Obendrein, und das belegen sowohl Heizkostenvergleiche gedämmter und ungedämmter Häuser wie auch das so genannte Lichtenfelser Experiment, wandern einseitige Temperaturerhöhungen durch die üblichen Dämmstoffe in großer Geschwindigkeit hindurch. Nur speicherfähige Massebaustoffe wie Holz und Ziegel können den Wärmeabfluss wirklich bremsen.

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Schimmel im Badezimmer. Geflieste Wände
können kurzfristig auftretende hohe Luftfeuchte
nicht abpuffern. Das sorgt für besonders hohe
Feuchtebelastung der restlichen Putzflächen,
gerade im kühlen Fensterbereich.
Schimmel am Wand-Boden- u. Wand-Decken-
Übergang. Konvektion der Heizluft, nächtliche
Temperaturabsenkung und mangelhafte Zustrahlung
von innen liegenden Wärmequellen unterkühlen die
Problemzonen der Außenwand. Überhöhter
Kondensateintrag und Schimmel sind die logische Folge.

Zwei einfache Maßnahmen können helfen:

Einmal die ausreichende Fugendurchlässigkeit der Fenster. Gummilippendichte Fenster sind regelmäßig die Auslöser des Schimmelproblems. Abhilfe auf einfachste Art leistet das Entfernen der Lippendichtungen am oberen Rahmenanschluss (Sturzbereich). Nicht an den Seiten, es könnte Schlagregen eindringen! Und nicht unbedingt an jedem Fenster, sondern stufenweise, bis sich der Erfolg einstellt. Also: geringfügige Dauerlüftung durch die Fensterfugen tauscht ständig Raumluftfeuchte gegen trockene Außenluft ab. Stoßlüftung alleine - nach dem Duschen sicher sehr sinnvoll, kann Kondensat in der Außenwand jedoch nicht sicher vermeiden. Die alten Fenster ohne Gummilippendichtung waren also raumlufttechnisch perfekt und entsorgten überschüssige Feuchte schimmelfrei durch Kondensation am Glas.

Zum anderen hilft eine ausreichende Wärmeversorgung der betroffenen Schimmelwand mittels Strahlungsheizung. Die üblichen Konvektionsheizungen erwärmen vorrangig die Raumluft und lassen die kondensatgefährdeten Außenwände unterkühlt. Kondensateintrag und Schimmel sind die Folge. Eine einfache Ergänzung der vorhandenen Heizungsrohre kann das Problem mit wenigen Metern Rohrverlegung lösen: als offen geführte “Heizschleife” mit dauernder Warmwasserzirkulation mittels ungedämmter Heizleitung auf der Sockelleiste. Eine Strahlungsheizung erwärmt ja vorrangig das Bauteil und nicht die Luft. Ohnehin sind Luftheizungssysteme gesundheitlich sehr bedenklich: sie missbrauchen und verschmutzen unser wichtigstes Lebensmittel - die Atemluft. Die Hüllflächentemperierung als Strahlungsheizungssystem ist deswegen nicht nur aus Gründen des Schimmelschutzes sinnvoll.

Fallgruppe Schimmelbefall als Folge nasser Kellerwände:

Hier geht es zunächst wieder um Kondensat auf kühlen Bauteilen. Da Kellerwände oder unbeheizte Flure gerade gegenüber der feuchtwarmen Sommerluft besonders kühl sind, nehmen sie bei sommerlicher Lüftung geradezu extreme Kondensatmengen auf. Lüftung sollte dort also nur erfolgen, wenn die Außenluft deutlich kühler als die Oberfläche der Wände ist. Dies ist in Eingangsbereichen natürlich unmöglich. Hier sind feuchtestabile und gut kapillartrocknende Luftkalkputze und Kalktünchen vorteilhaft. Die “guten” Dampfdiffusionswerte mancher Synthetikfarben sind leider ohne jeden Belang. Sie blockieren nämlich die kapillare Austrocknung der flüssig vorliegenden Bauteilfeuchte aus den Poren. Wichtig: Der Feuchtetransport in Bauteilen erfolgt 1000fach mehr flüssig als dampfförmig. Die viel beschworene Dampfdiffusion spielt also baupraktisch keine Rolle.

Die zweite Feuchtequelle kommt aus der Baugrube. Dabei handelt es sich meist nicht um so genannte “aufsteigende” Feuchte. Diese ist im üblichen Mauerwerk geradezu unmöglich: es gibt nämlich keinen Kapillartransport zwischen klein-porigen Mauersteinen und grobporigem Mörtel. Nachträgliche Horizontalisolierungen und Injektagen sind also nicht zielführend, sondern schädigen den Geldbeutel und das Mauerwerk. Die wahre Feuchteursache ist meistens eine wasserdichte Baugrube, wasserdurchlässig verfüllt, vielleicht verstärkt durch setzungsbedingt undichte Abwasserrohre. Bei ausgiebigen Regenfällen füllt das Wasser die Grube und überwindet die gegebene Bauwerksabdichtung dank hohem Staudruck von der Seite, aber auch von der Bodenplatte her als drückende Feuchte. Eine fehlerhafte Drainage kann zusätzlich Stauwasser heranführen. Am besten wäre hier eine lagenweise Abdichtung der Baugrube mit wasserdichtem Deponieton von unten her. Ob eine nur oberseitige deckelartige Abdichtung mit Deponieton für Garten- und Landschaftsbau hilft, künftiges Absaufen der Baugrube zu verhindern oder auf ein unschädliches Maß zu beschränken, muss vor Ort entschieden werden. Als verhältnismäßig einfache Methode ist dies auch in Selbsthilfe vorstellbar. Undichte Grundleitungen können durch Videobefahrung kostengünstig geortet werden und sind dann im erforderlichen Umfang zu reparieren.

Für die Reinigung verschimmelter Oberflächen liefert billiger Haushaltsspiritus (leicht entzündlich!) meist das beste Ergebnis. Alkohol dehydriert den Untergrund rückstandsfrei, das tötet den Schimmelbefall bis in die Tiefe. Von sonstigen Giftmittelchen oder Essigsäure ist abzuraten. Schimmelpilze lieben das leicht saure Milieu, das gerade Dispersionsfarben bereitstellen. Die hohe Alkalität von reinen Kalkprodukten schützt vor Neubefall - ohne gesundheitsschädlichen Giftzusatz (Fungizid/Algizid).

Fallgruppe Schimmel und Algen auf der Fassade:

Ungünstige Bewitterungsverhältnisse und schadensträchtige Bauweisen wie Wärmedämmsysteme sind die Voraussetzung für schwarz, grün und braun befallene Fassaden. Ein wasserrückhaltender und trocknungsblockierender synthetisch “vergüteter” Anstrich oder gar Kunstharzputz bietet meist die Voraussetzung für den Befall. Hier kann dampfförmiges Luftkondensat und durch das versprödete Rissnetz in der Beschichtung auch Regen eindringen und den Untergrund auffeuchten. Die kapillardichte Beschichtung blockiert dann die Trocknung. Obendrein bietet ein synthetischer Anstrich geradezu perfekte Besiedelungsbedingungen für Algen und Pilze. Deswegen werden solche Anstriche mit Algiziden bzw. Fungiziden vergiftet. Helfen kann das nur kurz, die Gifte sind ja wasserlöslich und werden durch Beregnung ausgespült. Bei Dämmfassaden ohne ausreichende Speicherfähigkeit, egal ob aus geporten Steinen, Schäumen oder Gespinsten kommt noch erschwerend hinzu, dass sie am Abend sehr schnell unterkühlen. Die dann ebenfalls abkühlende Luft kondensiert dann in die kalten Fassaden ein und liefert die Wachstumsvoraussetzungen für Schimmel und Algen. Nun kann man befallene Fassaden als Dauerbaustelle pflegen, also immer wieder reinigen, Risse reparieren, neu beschichten mit vergifteten Anstrichen. Die klassische Fassadenreparatur mit befallshindernden Kalkprodukten, ausreichendem Witterungsschutz und gut trocknungsfähigen hinterlüfteten Verschalungen bietet dazu eine sinnvolle Alternative.

Natürlich können hier nicht alle Fallgestaltungen abschließend beurteilt werden. Deswegen bietet die Webseite “Altbau und Denkmalpflege Informationen” http://www.konrad-fischer-info.de   über 1500 Seiten mit Fachtexten zur weiteren Vertiefung. Auf die Entscheidungshilfe qualifizierter Architekten und Handwerker sollten Sie nicht verzichten. Die hier gegebenen Informationen können Ihnen dabei Hilfestellung leisten.

Konrad Fischer
02.2003


Bautechnische Lösungen gegen Schimmelpilz
von Prof. C. Meier
01.2003

Schimmelpilz ist derzeitig hochaktuell. Symposien und Seminare schießen wie (Schimmel) Pilze aus der Erde. Gegenstand der Erörterungen sind Gesundheitsstörungen und die juristischen, chemischen und mikrobiologischen Folgen einer Schimmelpilzbelastung. Bewertung und Sanierung von Schäden stehen im Vordergrund.

Viel zielführender wären dagegen Klärungen über Bautechniken, die Schimmelpilzbelastungen von vornherein ausschließen.
Welche bauphysikalisch wichtigen Fakten und konkreten Hinweise wären hier zu beachten?

Strahlungsheizung

Beim Einbau einer Heizung in einem Gebäude werden als Heizkörper Strahlplatten vorgesehen, die nicht allein wegen der ästhetischen Vorzüge, sondern wegen der Energiebilanz und der physiologischen Vorteile für den Nutzer zu bevorzugen sind. Temperierte Wände erfüllen ebenfalls die Voraussetzungen für eine Strahlungsheizung (Hüllflächen-Temperierung).

Die Vorteile einer Strahlungsheizung stützen sich dabei auf folgende physikalische Grundlagen:

  1. Wärmestrahlung (oder Temperaturstrahlung) ist eine elekromagnetische Welle, wie das Licht, der Strom, die Mikrowelle.
  2. Die Strahlleistung gehorcht dem Stefan-Boltzmannschen Gesetz, das heißt, sie ist proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur.
  3. Eine Wärmestrahlung erwärmt keine Luft, sondern nur Materie (fest oder flüssig). Sie ist diatherm, die Raumluft bleibt deswegen kühl und angenehm.
  4. Da die Umfassungstemperaturen eines Raumes deshalb stets höher sind als die Lufttemperatur, entsteht auch kein Schimmelpilz – Luft kondensiert nur bei Abkühlung.
  5. Bei dem aus hygienischen Gründen notwendigen Luftaustausch wird infolge der niedrigen Lufttemperaturen Energie gespart.
  6. Alle Oberflächentemperaturen im Raum gleichen sich durch Strahlungsausgleich an. Es entstehen dadurch gleichmäßig temperierte Umfassungsflächen einschließlich der Möbel – man fühlt sich wohl und behaglich.
  7. Die langwellige Wärmestrahlung einer Strahlungsheizung durchdringt kein normales Glas. Sie verbleibt im Raum und erzeugt damit einen ”Treibhauseffekt”. Dadurch werden ”Wärmeschutzgläser” mit kleinen U-Werten überflüssig.

Diese physikalischen Gesetzlichkeiten erzwingen geradezu die Wahl einer Strahlungsheizung. Die praktizierende Heiztechnik jedoch berücksichtigt diese Vorzüge leider nicht.

Die Wärmeleistung einer Konvektionsheizung verhält sich proportional zur ”Übertemperatur” – dies ist richtig. Bei der Strahlungsheizung jedoch wäre dies falsch (siehe Punkt 2.). Eine analoge Behandlung von Konvektions- und Strahlungsheizung ist deshalb ein physikalischer Fauxpas – wird aber stets praktiziert und sogar in ”Prüfberichten” so gehandhabt.

Bereits installierte Strahlungsheizungen zeigen deutlich, dass diese in Zukunft eine immer größer werdende Verbreitung finden werden. ”Strahlplattenheizkörper” und ”Temperierte Wandflächen” werden in völlig neue Dimensionen einer fortschrittlichen und gesunden Heiztechnik vorstoßen.

Feuchteschutz der Außenkonstruktion

Verstärkte Feuchte- und damit Bau- und Gesundheitsschäden sind Folgen der verstärkten Durchsetzung ”zukunftsweisender, energiesparender” Bauweisen, wobei das Wärmedämmverbundsystem und die Leichtbauweise eine dominierende Rolle spielen.

Was ist zur Vermeidung von Schäden hierbei zu beachten?

  1. Verantwortlich für Oberflächen-Kondensat (nur bei einer Konvektionsheizung möglich) ist die zu hohe relative Feuchte im Raum. Diese entsteht durch unzureichendes Lüften und Heizen.
  2. Ein schlechter U-Wert der Außenkonstruktion ist gegenüber der relativen Feuchte der Raumluft von völlig untergeordneter Bedeutung. Ein ”guter” U-Wert kann die verheerende Wirkung einer zu hohen relativen Feuchte nicht kompensieren (nur bei einer Konvektionsheizung).
  3. Der kapillare und diffusive Feuchtetransport ist in einer Außenkonstruktion zu gewährleisten. Die DIN behandelt allerdings nur die Diffusion, jedoch nicht die Sorption, eben den kapillaren Feuchtetransport. Dies führt zu fehlerhaften Beurteilungen.
  4. Durch meist sorptionsdichte und diffusionsbehindernde äußere Schichten von Wärme-dämmverbund- und Leichtbausystemen wird die Entfeuchtung der Konstruktion nach außen stark beeinträchtigt. Durchfeuchtung der Konstruktion ist die zwangsläufige Folge.
  5. Die dann verstärkt nach innen orientierte ”Entfeuchtung” fördert die Schimmelpilzbildung an der Innenwand. Die ”Schimmelhäuser” sind viel diskutierte Sanierungsobjekte. Viele ”neue” Wohnungen sind durch Umweltgifte und Schimmelpilze belastet.
  6. Nach innen orientierte Entfeuchtung wird von innen liegenden Dampfsperren und Dampfbremsen behindert bzw. blockiert. Auch die “Intelligente Dampfbremse” ist hier keine befriedigende Lösung.
  7. Durch fehlende Speicherfähigkeit der äußeren Putzschicht (besonders bei WDVS) unterkühlt nachts die Oberfläche infolge Abstrahlung derart stark, dass Kondensation der Nachtluft und damit Algenbildung meist nicht zu vermeiden sind. Die Konstruktion veralgt. Diese Unterkühlung ist bei Autodächern ja allseits bekannt.
  8. Um Algenbildung zu vermeiden, wird von WDVS-Herstellern empfohlen, umweltverträgliche Algizide einzusetzen. Das Sick-Building Syndrom wird also gehegt und gepflegt.

Mit dem Propagieren von ”Wärmedämmverbund- und Leichtbausystemen” als “zukunftsweisende Bautechnik” wird der Bildung von Schimmelpilzen Vorschub geleistet. Monolithische Massivkonstruktionen dagegen bieten die Voraussetzungen für schadenfreies Bauen.

Luftdichtheit der Außenkonstruktion

Mit der Dämmhysterie wächst auch der ”Luftdichtheitsaktionismus”, der in pseudowissenschaftlicher Manier hier zu fehlerhaften Vorstellungen über Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer Luftdichtheit führt.

Was muss hierzu gesagt werden?:

  1. Luftdichtheit ist notwendig, um Kondensat in der Außenkonstruktion infolge Abkühlung der nach außen strömenden Luft zu vermeiden.
  2. Massivbauten gewährleisten Luftdichtheit. Bei Skelettbauten und Leichtkonstruktionen lässt sich eine Luftdichtheit konstruktiv/handwerklich jedoch nicht dauerhaft herstellen. Deshalb waren hier bisher belüftete Konstruktionen Regel der Technik.
  3. Durch den ”verordneten Vollwärmeschutz” werden jetzt die unbelüfteten Konstruktionen zum Standard erhoben. Um die notwendige Dichtheit vorzutäuschen, ist die ”Blower Door Prüfung” erfunden worden. Allerdings wird Dauerhaftigkeit damit nicht erreicht.
  4. Zur Begründung der zu prüfenden ”Luftdichtheit” werden stets die ”energetischen” Lüf-tungsverluste, nicht aber die zwangsläufig auftretenden Feuchteschäden genannt.
  5. Durch den in den Verordnungen eingearbeiteten stündlichen Luftwechsel ergibt sich ein Luftvolumenstrom von 2 m³/m² Nutzfläche (bei 0,8 fachem Luftwechsel), von 1,75 m³/m² Nutzfläche (bei 0,7 fachem Luftwechsel) und von 1,50 m³/m² Nutzfläche (bei 0,6 fachem Luftwechsel).
  6. Diese großen Luftvolumenströme lassen eine Undichtheit (z. B. von 15 m³/h) zu einem unbedeutenden Nichts schrumpfen. Mit diesem beispielhaft gewählten Luftvolumenaustausch von 15 m³/h würde sogar die ”verordnete” Lüftung für 7,5 m², für 8,57 m² oder für 10 m² Grundfläche abgedeckt werden. Energetisch also überhaupt kein Problem. Mit dem Horrorszenario einer ”energetisch nicht zu verantwortenden Energieverschwendung” durch Leckagen wird damit nur vom eigentlichen Problem der Feuchteschäden durch unbelüftete Konstruktionen abgelenkt.
  7. Dieser ”unbeabsichtigte” Luftvolumenstrom von 15 m³/h würde sogar, wenn keine Feuchteschäden entstehen, eine notwendige Grundlüftung gewährleisten, die die hohen relativen Luftfeuchten schlecht belüfteter Räume und damit die Schimmelpilzbildung verhindern würde.

Das Lüften

Zur Vermeidung von Schimmelpilz muss gelüftet werden. Dabei haben sich unterschiedliche Lüftungsgewohnheiten herausgebildet. Welche Lüftungsart ist zu empfehlen?

  1. Ursprünglich wurde das Kippfenster zur Lüftung herangezogen. Dies wurde verworfen, weil damit die aufsteigende Wärme des unter dem Fenster montierten Heizkörpers direkt ins Freie gelangte - Energieverschwendung.
  2. Nun hieß die Empfehlung ”Stoßlüftung”. Aber auch diese ist nicht zu empfehlen, da mit steigender relativer Feuchte auch der Wärmeinhalt der Raumluft ansteigt. Wer feuchte Luft hinauslüftet, tauscht damit leider auch sehr energiereiche Luft aus, ist damit ebenfalls ein Energieverschwender.
  3. Das Lüften muss deshalb in einer Art erfolgen, die ein Ansteigen der relativen Feuchte grundsätzlich in normalen Grenzen hält – dies ist das permanente Lüften.
  4. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: die Lüftungsanlage und das undichte Fenster.
  5. Eine Lüftungsanlage ist teuer, sie muss aus hygienischen Gründen stets gewartet werden (Verschmutzung und Verkeimung der Kanäle) und verbraucht Antriebsenergie. Es muss deshalb ernsthaft davon abgeraten werden.
  6. Das ”undichte Fenster” ist die einzige kostengünstige und überschaubare Konstruktion, um einen Feuchtestau der Raumluft zu vermeiden – eine uralte Lüftungsvariante.
  7. Sogar die ”Industrie” hat sich darauf eingestellt: Sie bietet ”undichte” Dichtungen an (Noppen auf dem Dichtungsband), empfiehlt Lüftungsschlitze im Rahmen (auch mit Staudruckbremse) oder entfernt lapidar nur wieder die Lippendichtung. Gegenüber dem in den Verordnungen geforderten ”Fugendurchlaßgrad” bedeutet dies ein Salto Mortale rückwärts – Schizophrenie im konstruktiven Denken.
  8. Warum eigentlich kann man zum Lüften nicht einfach das Fenster aufmachen – frische Luft und die Verbundenheit zur Außennatur lässt dies am wünschenswerten erscheinen.

Die Lüftungsindustrie jedoch ist da ganz anderer Meinung. Wenn es nach ihr ginge, müssten Lüftungsanlagen – ohne und vor allem mit Wärmerückgewinnung - sowie Klimaaggregate zur Standardausrüstung einer jeden Wohnung gehören. Davor sei gewarnt - unwirtschaftlich.
Konsequenzen

Diese nachweislich bewährten und erprobten bautechnischen Hinweise werden nun durch unsinnige Verordnungen und eine sich absurd gebärdende Entwicklung von ”Bautechnik” arg bedrängt. Die Industrie und eine opportune Wissenschaft sind leider gegen die einfachsten und solidesten Lösungen, da sie zu kostengünstig sind – man kann daran nichts verdienen. Bewährtes Erfahrungswissen soll durch pseudowissenschaftlich-bürokratischen Aktionismus verdrängt werden.

Eine notwendigerweise kundenfreundliche Bautechnik ist nicht zu erkennen, hier befindet man sich weiterhin auf dem falschen Pfad – wenn nicht ernsthaft die Weichen neu gestellt werden. Die Zeit ist reif – die Bauschäden nehmen überhand.

Deshalb wird empfohlen:
Meier, C. Richtig bauen – Bauphysik im Widerstreit – Probleme und Lösungen.
Renningen-Malmsheim: expert verlag, 2. Auflage 2003, 265 Seiten. ISBN: 3-8169-2187-6


zeigen.gif (962 bytes) Zum Thema zu empfehlen:

Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum
in Innenräumen („Schimmelpilz-Leitfaden")

Erstellt durch die Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes
Vorsitz: Dr. Bernd Seifert, Umweltbundesamt
Herausgeber und Redaktion:
Umweltbundesamt, Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes
© 2002 Umweltbundesamt Berlin

Umfang: 74 Seiten, mit Grafiken

Aus dem Inhalt:

A-1 Eigenschaften und Vorkommen von Schimmelpilzen in Innenräumen
A-2 Wirkungen von Schimmelpilzen auf den Menschen
B-1 Bauseitige Maßnahmen
B-2 Richtiges Lüftungs- und Heizverhalten
C-1 Schadensaufnahme bei Vorkommen von Schimmelpilzen in Gebäuden
C-2 Beurteilung von Schimmelpilzen im Innenraum
C-3 Ursachensuche und Sanierungsmaßnahmen
Teil D Fallbeispiele

Aus dem Vorwort:

... Schimmelpilzwachstum kann bei Feuchteschäden in Mauerwerks- und Gebäudestrukturen auftreten, wird zunehmend aber auch in Gebäuden beobachtet, die aus energetischen Gründen aufwändig
abgedichtet wurden. Die Feuchtigkeit – in Wohnungen vor allem durch die Bewohnerinnen
und Bewohner verursacht – wird in solchen Gebäuden oftmals nur unzureichend durch natürliche Lüftung abgeführt und reichert sich deshalb im Raum an.

An wenig durchlüfteten Stellen kann es dann im Laufe der Zeit zum Schimmelpilzwachstum kommen, das nicht immer nur mit verstärktem Lüften vermeidbar ist.

Bis heute gibt es in der Fachwelt keine schlüssige Antwort auf die schwierige Frage, wie Schimmelpilzschäden methodisch sicher und auf einheitliche Weise zu erfassen sind und wie man insbesondere verdeckte Schäden feststellen kann. Auch die gesundheitliche Bewertung der Schimmelpilzbelastungen geschieht wegen einer Reihe noch offener Fragen nicht immer sicher.

Die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes hat in dem vorliegenden Leitfaden das gesamte Thema aufgegriffen und die derzeit vorliegenden Erkenntnisse zusammenfassend dargestellt. Ihr Ziel ist es, mit diesem Leitfaden die Öffentlichkeit zu informieren und den Weg für eine einheitliche Erfassung und Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu ebnen. ...

Berlin, November 2002
Prof. Dr. Andreas Troge
Präsident des Umweltbundesamtes

zeigen.gif (962 bytes) Download bei: http://www.umweltbundesamt.de (pdf-Datei ca. 1,5 MB)


Wann und wie muss der Vermieter heizen?

Der Vermieter ist grundsätzlich nicht verpflichtet, das ganze Jahr zu heizen. In den meisten Mietverträgen ist aus diesem Grund eine sog. Heizperiode vereinbart. Ist dies der Fall, muss der Vermieter in der bezeichneten Zeit auf jeden Fall heizen. Üblich für solche Vereinbarungen ist der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April; zunehmend auch vom 15.September bis 15. Mai.

Für diese Zeit muss der Vermieter die Wärmeversorgung so betreiben, dass eine bestimmte Mindesttemperatur erreicht wird. Die Gerichte sehen eine Temperatur von 20 bis 22°C als ausreichend an.

Der Vermieter ist aber nicht verpflichtet, diese Temperatur über den ganzen Tag (24 Stunden) anzubieten. Vielmehr sehen es die die Gerichte als ausreichend an, wenn diese Mindesttemperatur von 6 bis 23 bzw. 24 Uhr erreicht wird. In der übrigen Zeit reichen 18°C. 

Auch außerhalb der im Mietvertrag vereinbarten Heizperiode hat der Mieter Anspruch auf eine warme Wohnung. Spätestens, wenn die Außentemperatur über drei Tage weniger als 12°C beträgt, muss der Vermieter die Wärmeversorgung wieder gewährleisten. Das gilt auch, wenn die Zimmertemperatur unter 18°C sinkt. Erreicht die Zimmertemperatur sogar 16°C, muss die Wärmeversorgung sofort aufgenommen werden.

LG Berlin, Az 64 S 266/97: Ein Mieter darf die Miete mindern, wenn nicht in allen Räumen von 06.00 bis 23.00 Uhr eine Mindesttemperatur von 20 °C (Bad/Toilette: 21 °C) und von 23.00 bis 06.00 Uhr eine Mindesttemperatur von 18 °C sichergestellt ist. das Warmwasser muss mindestens 40 °C haben.

(01.2002)


Schimmel in der Wohnung:
Minderung der Miete
gerechtfertigt

Neben Fenstern, hinter Schränken, in Ecken und Winkeln bilden sich feuchte Stellen, deren Farbe nach kurzer Zeit von Grau zu Blau und schließlich gar zu hässlichem Schwarz wechselt. Ein modriger Geruch entströmt den befallenen Wänden, und selbst das hartnäckigste Lüften vermag die Fäulnis nicht mehr zu vertreiben.

Falsch gelüftet?

Verlangt der verzweifelte Mieter vom Vermieter Abhilfe und wird diese mit einem süffisanten Hinweis auf angeblich falsches Lüftverhalten verweigert, treffen sich die Parteien häufig vor Gericht wieder So auch in folgendem Fall:

Ein schimmelgeplagter Mieter hatte seine Miete gemindert, woraufhin der Vermieter ihn prompt verklagte. Streitpunkte waren neben der Bausubstanz des Gebäudes insbesondere das Lüftverhalten sowie die Frage, ob Schränke in der Wohnung an der Außenwand stehen dürften oder nicht.

Das LG Hamburg stellte sich, im Einklang mit zahlreichen Entscheidungen anderer Gerichte (zum Beispiel LG Düsseldorf, Az.: 24 S 242/94), klar auf die Seite des Mieters: Bei Feuchtigkeit oder Schimmel in der Wohnung ist eine Minderung der Miete gerechtfertigt (LG Hamburg, Urteil v. 26.09.97, Az.: 311 S 88/96.
,
Als schadensauslösend wurde der Einbau neuer isolierverglaster Fenster bewertet, obwohl dies bereits einige Jahre zurücklag. Dadurch sei in einer Weise in die raumklimatischen Verhältnisse eingegriffen worden, welche die schwache Wärmedämmung des Gebäudes habe deutlich werden lassen.

Wenn eine Schimmelbildung in der Wohnung nur zu vermeiden sei, indem Schränke überhaupt nicht an der Außenwand oder nur erheblich davon abgerückt stehen würden, seien die Zimmer nicht mehr uneingeschränkt gebrauchstauglich, so das LG Hamburg

Dies sei auch deshalb ein Mangel, weil die Wohnfläche dadurch verringert werde. Mieträume müssten so beschaffen sein, dass sich bei einem Wandabstand der Möbel von nur wenigen Zentimetern Feuchtigkeitsschäden durch Tauwasserniederschlag nicht bilden könnten (so auch LG Berlin, Beschl. v. 19.05.89).

Was nun das Lüften beträfe, so könne es dem Mieter im übrigen nicht auferlegt werden, über den Tag verteilt mehrfach gründlich zu lüften, nur um auf diese Weise einen Mangel der Bausubstanz auszugleichen.

Quelle: Berliner Morgenpost 31.10.2001


Einige Urteile:

Urteil des Landegericht München:
¸... Schimmel in nennenswertem Umfang kann Krankheiten aus dem allergischen oder asthmatischen Formenkreis hervorrufen oder zumindest auslösen. Außerdem kann Schimmel zu den cancerogenen Stoffen gerechnet werden ..."
(LG München, NJW-RR 1991 976)

Köln (gms) - Feuchte Wände und Schimmelflecken in der Wohnung sind in der Regel Mängel, die der Vermieter beseitigen muss und die den Mieter zu einer Minderung der Miete berechtigen. Daran erinnert der Deutsche Mieterbund (DMB) in Köln. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Regel. Ist der Mieter selbst für die Feuchtigkeitsschäden verantwortlich, weil er zum Beispiel zu wenig heizt oder lüftet, scheiden Mietminderungsansprüche aus. Zur ordnungsgemäßen Belüftung reicht es aus, dass morgens zweimal und abends einmal quer gelüftet wird, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt (Az.: 19 U 7/99).

Wird darüber gestritten, ob falsches Verhalten des Mieters oder ein Baumangel die Ursache für die Feuchtigkeitsschäden ist, so steht zunächst der Vermieter in der Beweispflicht. Er muss dann nachweisen, dass nicht Baumängel die Schäden verursacht haben. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden (Az.: XII ZR 272/97).

Häufig ist nach DMB-Angaben der Einbau von Isolierglasfenstern die Ursache für Feuchtigkeitsschäden. Erfordern die neuen Fenster ein geändertes Lüftungsverhalten, so muss der Vermieter den Mieter darüber informieren. Unterbleibt diese Aufklärung und kommt es zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbildung, so ist der Vermieter dafür verantwortlich, entschied das Landgericht Gießen (Az.: 1 S 63/00). Diese Auffassung wird aber nicht von allen Gerichten geteilt: Die mangelhafte Information des Mieters über ein verändertes Lüftungsverhalten führt nach Ansicht des Landgerichts Berlin dazu, dass der Vermieter nur 50 Prozent der Schuld trägt (Az.: 65 S 94/99)


Schwarze Wände in der Wohnung

(vera) Das Phänomen tritt seit einigen Jahren gehäuft auf. Sein Name: "Schwarze Wohnungen" oder "Fogging-Effekt". Seine Merkmale: Mit Beginn der Heizperiode treten in der Wohnung plötzlich schwarze, schmierige Beläge an Wänden, Decken, Fenstern und Einrichtungsgegenständen auf. Der schmierige Film gefährdet nach derzeitigem Kenntnisstand die Gesundheit zwar nicht akut, beeinträchtigt aber die Wohnqualität zum Teil erheblich.

Die Ablagerungen zeigen sich nach Renovierungen - oft mit mehrwöchiger bis mehrmonatiger Verzögerung - oder nachdem Wohnungen in neu errichteten oder aufwändig sanierten Gebäuden bezogen wurden. Betroffen sein können einzelne Räume, in einigen Fällen auch ganze Wohnungen. Der schmierige Film ist eine Ablagerung von schwerflüchtigen organischen Verbindungen und Staubteilchen.

Damit verbunden sind bestimmte Randumstände, wie etwa ungenügender Luftaustausch, Gebrauch von Öllämpchen oder Kerzen oder erhöhtes elektrostatisches Potenzial in der Raumluft. Das Umweltbundesamt hat die wichtigsten Fakten zum Phänomen "Schwarze Wohnungen" zusammengetragen und nimmt zu vier häufig gestellten Fragen Stellung.

Die derzeitigen Ergebnisse stammen unter anderem aus einer umfangreichen Fragebogenaktion und einem aufwändigen Messprogramm des Umweltbundesamtes in betroffenen Wohnungen.

Wann taucht das Phänomen "Schwarze Wohnungen" auf ?
Die schmierigen Beläge zeigen sich fast ausschließlich während der Heizperiode. Ein direkter Einfluss der Heizungssysteme ist auszuschließen. Ebenso wenig liegt die Ursache außerhalb der Wohnung, etwa in Russeinträgen von außen.
Die Ablagerungen entstehen, nachdem renoviert wurde und/oder nachdem eine neue Wohnung in einem neu errichteten Gebäude bezogen wurde.
Zwischen dem erstmaligen Auftreten der Beläge und den Renovierungsarbeiten können einige Monate vergangen sein - in der Regel wurde im Sommer renoviert und im darauf folgenden Winter entsteht das Problem. In Einzelfällen kann die Renovierung aber auch ein bis zwei Jahre zurückliegen. Die Beläge selbst bilden sich - zum Teil massiv - während der Heizperiode innerhalb weniger Wochen, manchmal sogar innerhalb weniger Tage.

Welche Ursachen haben "Schwarze Wohnungen"?

Bei der Renovierung - Malerarbeiten, Fußbodenverlegearbeiten, aufwändige Bausanierungen - gasen schwerflüchtige organische Verbindungen (englisch Semi-Volatile Organic Compounds "SVOC") aus einigen Produkten aus - allen voran Weichmacherverbindungen ("Phthalate"). Das ist nicht ungewöhnlich.

Diese Stoffe können noch Monate nach der Renovierung in die Raumluft abgegeben werden. Sie sind geruchlos und in den bisher gemessenen Konzentrationen in betroffenen Wohnungen auch nicht gesundheitsschädlich. Aber: Sie führen zusammen mit Schwebstaubteilchen, die in der Raumluft und der Außenluft immer vorhanden sind, zu einem "Zusammenkleben" kleiner Staubteilchen zu größeren Einheiten. Bei weiteren ungünstigen Begleitumständen setzten sie sich als schmierige Beläge an Wänden und anderen Flächen im Raum ab.

Besonders stark betroffen sind Außenwände, Fenster, kunststoffhaltige Materialien, aber auch verschiedene Einrichtungsgegenstände wie Vorhänge, Kühlschränke, Fernsehgeräte und sonstige elektronische Geräte. Strömungstechnische und thermische Einflüsse bestimmen zudem, wo sich die Beläge absetzen. Staubteilchen können im Raum verteilt werden und auch beim Vorbeiströmen an Materialoberflächen mit schwerflüchtigen organischen Verbindungen in Kontakt kommen - der so genannte Klebefilmeffekt -, was dann ebenfalls zu den schmierigen Ablagerungen führt.

Der Eintrag von schwerflüchtigen organischen Verbindungen aus Wand- und Bodenmaterialien, wie etwa weichmacherhaltigen Tapeten, Farben und Lacken, PVC-Belägen, ein zusätzliches Ausdünsten von Weichmachern aus Einrichtungsgegenständen oder die Reaktion von schwerflüchtigen organischen Verbindungen mit Staubteilchen an der Materialoberfläche sind zwar wichtige Schritte zur Entstehung der schwarzen Beläge. Für sich allein betrachtet führen sie oftmals aber nicht zu dem beobachteten Phänomen.

Als Begleitumstände, die ebenfalls vorhanden sein müssen (es genügt, wenn im Einzelfall einige davon vorliegen), kommen hinzu:

  • bauliche Mängel, wie etwa kalte Wandbereiche oder Wärmebrücken, an denen sich bevorzugt Staubpartikel absetzen,
  • ein verstärkter Gebrauch von Öllämpchen und rußenden Kerzen während der Winterzeit, ein erhöhtes elektrostatisches Potenzial in der Raumluft,
  • ungünstige strömungstechnische Einflüsse, wie etwa Verwirbelungszonen aufsteigender Luft im Raum,
  • eine erhöhte Staubkonzentrationen in der Raumluft durch Tabakrauch usw.,
  • das Abschalten der Heizung während Abwesenheit der Wohnungsnutzer.

Das meint nicht die Drosselung der Heizkörperthermostaten, sondern deren völliges Abschalten - was übrigens auch aus energetischen Gründen oft gar nicht vorteilhaft ist,
ein ungenügender Luftaustausch, zum Beispiel durch unzureichendes Lüften.

Wie gefährlich ist das Phänomen "Schwarze Wohnungen" für meine Gesundheit?

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand und sofern es sich tatsächlich und ausschließlich um den "Fogging-Effekt" handelt, gibt es keine akute gesundheitliche Gefährdung durch das Auftreten der Beläge. Aber: Der Schmierfilm mindert die Wohnqualität zum Teil erheblich.

Was kann ich gegen das Phänomen "Schwarze Wohnungen" tun?

Aus Vorsorgegründen - und natürlich auch, weil die Wohnqualität beeinträchtigt ist - sollten die Ursachen im Einzelfall so rasch wie möglich geklärt und die Beläge beseitigt werden. Das heißt im allgemeinen: erneute Renovierung. Dabei sollten, zum Beispiel bei erneutem Streichen der Wände, Produkte eingesetzt werden, die möglichst wenig SVOC wie zum Beispiel Weichmacher (Phthalate), enthalten.

Einzelne Hersteller bieten bereits derartige Produkte an. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass die Verwendung weichmacherhaltiger Produkte nicht zwangsläufig zu den schwarzen Ablagerungen führen muss, sondern in der Regel erst das Zusammenwirken mit den genannten anderen Faktoren dazu führen kann.

Noch sind nicht alle Fragen zum Phänomen der "Schwarzen Wohnungen" geklärt. Offen ist beispielsweise, welchen Beitrag einzelne bei der Renovierung oder bei der Neuerrichtung der Gebäude verwendete Produkte konkret zum Entstehen oder zur Intensität der Ablagerungen leisten. Deshalb können derzeit auch keine verbindlichen Empfehlungen für oder gegen die Verwendung einzelner, bestimmter Produkte zur Vermeidung oder Vorbeugung des Phänomens der "Schwarzen Wohnungen" gegeben werden.

Das Umweltbundesamt verfolgt das Phänomen "Schwarze Wohnungen" aufmerksam und wird in den nächsten Monaten zusammen mit Fachleuten aus Wissenschaft und Behörden sowie mit Produktherstellern dieses Phänomen in einem Fachgespräch erörtern.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema "Schwarze Wohnungen" gibt es beim Umweltbundesamt, Pressestelle, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin, Fax: 030/8903-2798, e-mail: jana.schmidt@uba.de

Quelle: Verbraucher-Newsletter: Artikel vom 19.11.2001
© 1998-2001 SchwabenNet.de (Impressum)
http://www.verbrauchernews.de
Newsletter: http://www.verbrauchernews.de/verbraucher/abo

 
Diese Unterlagen habe ich mir bei der Pressestelle besorgt. Es sind aber Kopien, die zum Einscannen nichts taugen (technisch gesehen, nicht inhaltlich). Es wurden 132 Fragebögen ausgewertet (1997) Bis zum Herbst 2000 sind ca. 300 weitere Fälle dazugekommen (Fragebögen beim Bundesumweltamt eingegangen).

Interessant finde ich vor allem, was so an Stoffen festgestellt wurde. An schwerflüchtigen organischen Verbindungen sind das langkettige Alkane wie Heptadecan bis Pentatriacontan, Fettalkohole (diverse Decanole), Fettsäuren wie Palmitin-, Stearin-, Öl-, Linol-, Linolensäure, Fettsäureester (Palmitate), Phthalsäureester wie Dimethylphthalat, Diisobutylphthalat und Sonstige: Adipate, Sebacate, Triterpene, Terephtalat.

Ich kann zwar mit den Begriffen auch nichts anfangen (von den oben aufgeführten kenne ich nur Alkohole, ohne Fett), aber ich halte es für bemerkenswert, was einem heutzutage so um die Ohren fliegt. Der Beitrag von Verbrauchernews.de ist eine so gute Zusammenfassung zu diesem Thema, dass ich ihn mit Freude hier aufgenommen habe.


Mit TS erfolgreich gegen den Fogging-Effekt

Berlin, 16 Juli 2004. Neue oder frisch sanierte Gebäude sehen oft schnell ziemlich alt aus. Zu den größten Problemen gehört neben Schimmel der sogenannte „Fogging-Effect“. Dieses Phänomen, auch „Magic Dust“ genannt, tritt seit Mitte der 90er Jahre verstärkt vor allem in Neubauten auf. In den betroffenen Räumen zeigen sich schwarz-graue, rußähnliche Schichten auf Decken und Wänden, aber auch auf Gardinen, Heizkörpern, Fensterrahmen, Möbeln und Steckdosen. Abhilfe schafft die Oberflächenbeschichtung TS.

Die Ursache für den „Fogging-Effekt“ liegt wahrscheinlich in der erhöhten Weichmacher-Konzentration in Farben, Kleber, Teppichen, Laminat, Möbeln und anderen Gegenständen. Diese Weichmacher wandern und schlagen sich schließlich auch an den Wänden nieder. Dort sorgen sie für eine deutlich erhöhte Schmutzanfälligkeit.

Bisher war die Beseitigung dieser Flecke sehr aufwändig, umfangreiche Renovierungsarbeiten waren notwendig. Sie zeigten jedoch nur kurzfristigen Erfolg: nach wenigen Wochen oder Monaten waren die hässlichen schwarzen Flecke meist wieder da. Doch nun lässt sich das Problem dauerhaft lösen. Denn die Oberflächenbeschichtung TS Interieur hilft nicht nur gegen Schimmel und feuchte Wände, sondern rückt auch dem „Fogging-Effekt“ erfolgreich zu Leibe.

Malermeister Michael Marchler aus Berlin hat in den vergangenen Jahren viele Häuser und Wohnungen mit Fogging gesehen und kennt die Probleme der Beseitigung. „Ich hatte Kunden, die hatten wirklich schon alles probiert, die Flecken kamen immer wieder“, erzählt er. „Da ich TS seit Jahren erfolgreich zur Schimmel-Beseitigung einsetze, habe ich es vor etwa 12 Monaten erstmals auch zur Fogging-Beseitigung ausprobiert und hervorragende Erfahrungen gemacht. Bei den betroffenen Kunden sind die Wände auch nach einem Jahr noch blütenweiß.“

Diese Erfahrung hat auch Michael Rittner aus Berlin gemacht. Etwa ein Jahr nach dem Einzug in einen sanierten Altbau zeigten sich die ersten Flecken an der Decke. „Ich dachte erst, das wäre normaler Straub und habe einfach mit normaler Dispersionsfarbe übergestrichen, doch gleich nach dem Trocknen waren die Flecken wieder da“, erinnert er sich. Dasselbe passierte beim Streichen mit Tiefgrund. „Dann probierte ich es mit Nikotinfarbe – das half immerhin fast einen Monat.“ Ähnlich kurzfristige Erfolge erzielte er anschließend mit Kellergrund. Michael Rittner und seine Familie waren verzweifelt. Doch dann empfahl ihnen ein befreundeter Maler TS Interieur. „Das war vor 9 Monaten und die Flecke sind immer noch verschwunden. Wir sind wirklich sehr zufrieden“, so Michael Rittner.

Informationen über TS

Die TS-Beschichtungen für Fassaden, Dächer und Innenräume sind Energiesparsystem, Langzeitschutz und Coloration in einem. Sie sorgen für behagliches Wohlfühlklima in allen Räumen, helfen Heiz- und Kühlkosten zu sparen und schützen Fassaden und Dächer vor Umwelteinflüssen und Verwitterung.

Die TS-Produkte basieren auf der thermokeramischen Membranfunktion und machen sich das physikalischen Prinzips des Wärme-Feuchte-Transports zunutze. Das Konzept wurde im Vorfeld der Spaceshuttle-Flüge Anfang der 70er Jahre von der NASA entwickelt, um die Materialien und das Leben der Astronauten im Weltall zu schützen. Die „flüssige Keramikkachel“ wurde nach der Freigabe für die zivile Nutzung für die Anforderungen im Bau- und Wohnbereich weiterentwickelt. Das Ergebnis sind die TS-Produkte, die seit mittlerweile 18 Jahren weltweit erfolgreich angewendet werden.

Zu den internationalen Kunden gehören neben zahlreichen Eigenheimbesitzern McDonald’s, Sony, BMW, Rolls Royce, Shell, BP, die Holiday Inn Hotels, mehrere Brauereien in den USA und Japan, die National-Druckerei von Brasilien sowie die amerikanische, britische und kanadisch Regierung.

Auf dem europäischen Markt ist TS seit 1997 erhältlich. Seit 1993 produziert und vertreibt die Berliner SICC GmbH das hochwertige Beschichtungssystem TS exklusiv in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten. Mehr als 4.000 Gebäude wurden in den vergangenen Jahren europaweit mit der thermokeramischen Membranbeschichtung saniert. In Deutschland gehören unter anderem die Wohnungsbaugenossenschaft Perleberg, die Bremer Wohnungsbaugesellschaft GEWOBA, die Mülheimer Wohnungsbau und die Kunsthalle Mannheim zu den TS-Kunden.

Die Wirkungsweise von TS ist vielfach wissenschaftlich untersucht worden. In Europa haben u.a. die russische Energieeffizienzbehörde, das Max-Born-Institut Berlin, die Universitäten Bremen, Oldenburg und Jekatarinenburg, das niederländische TNO Institut für angewandte naturwissenschaftlich Forschung, die staatliche Denkmalkonservation in Polen sowie die Schall- und Wärmemessstelle Aachen die energetische Wirksamkeit und den Schutz vor Umwelteinflüssen, Schimmel, Algen, Moosen und Pilzen bestätigt.

TS steht in 4.000 Farbtöne zur Verfügung, ist gesundheitlich unbedenklich und allergikergeeignet. Die Beschichtung kostet etwa so viel wie eine normale, hochwertige Dispersionsfarbe und ist genauso einfach zu verarbeiten.

Infos im Internet: www.sicc.de


Date: 02 May 2002
From: 320019469052-0001@t-online.de (Konrad Fischer)
Subject: Re: Fragen zum Thema Wärmedämmung

Dämmung und Schimmel
Interview mit Konrad Fischer zum Thema Wärmedämmung, Energiesparen und Schimmel

F: Der Hamburger Bausachverständige Rolf Köneke behauptet, dass aufgrund schimmeliger Wohnungen bereits 600.000 Menschen erkrankt seien. Gibt es für diese Zahl eine Grundlage?

A: Nach den mir vorliegenden Fachpublikationen erscheinen diese Angabe als eher untertrieben. Fast jede zweite deutsche Wohnung hat demnach heute Schimmel. Fakt ist auch eine ständig zunehmende Anzahl von krankheitsbedingten Raumluftuntersuchungen, die ein Sachverständigenheer ernähren und die Amtsgerichte belasten. Auch unsere ARD-GLOBUS-Sendung "Zwang zum Energiesparen: Pfusch am Bau?" benutzte als Aufreißer ein schimmelbedingt am Kopf blutendes Kind in einer Schimmelwohnung und klare Worte des Umweltmediziners Dr. Bartram.

Fazit: Das amtlich erzwungene Dämmen und Dichten ist ein gewissenloser Anschlag auf die Volksgesundheit.

F: Das Institut Wohnen und Umwelt sagt, die Feuchtigkeit in der gedämmten Wohnung resultiere im Wesentlichen aus den dichten Fenstern, nicht aus gedämmten Wänden. Stimmt das?

A: Natürlich begünstigen die überdichten Isofenster den Schimmel im Wohnraum. Aber die Schadenspublikationen und die Bauschäden der Praxis belegen auch die Mitschuld der Dämmung. Da die Dämmstoffe Kondensat - und unter ihren schnell zerrissenen Kunstharzschwarten auch Regen begierig aufnehmen und nicht mehr abtrocknen können, veralgen und verschimmeln diese Konstruktionen nach kurzer Zeit. Hausschwammbefall der angrenzenden Holzbauteile ist die logische Folge.

Um die zum Absaufen neigenden Dämmstoffe vor Feuchte zu schützen, werden Folien in Dach und Wand eingebaut, die regelmäßig als Kondensatfalle wirken und über kurz oder lang dennoch Kondensat in die Dämmung einwandern lassen. In den bewegungsfreudigen Leichtbauten öffnen sich die üblichen Abdichtungskonstruktionen dann punktuell und lassen dort die anfallende Feuchte konzentriert einwandern. Die Industrie bekämpft dieses unlösbare Problem mit Vergiftung der Konstruktion mittels "Algizid" und "Fungizid" in gesundheitsschädlichen Hochkonzentrationen und erlässt Normen wie die DIN 4108 Teil 5, um hohe Restfeuchte in der Fassade als ordnungsgemäßes Bauen schönzureden. Der Teufel soll also Beelzebub austreiben.

F: Aus einer Pressemitteilung der Dämmstoff-Industrie: "Wenn die Wärmedämmung der Fassaden zu gering ist, kann sich bereits bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 - 60% Kondenswasser auf den Innenwänden bilden." Was halten Sie davon?

A: Das hat nun mit der Wärmedämmung überhaupt nichts zu tun und ist eine Verdrehung der Tatsache, dass überfeuchte Raumluft bei Abkühlung kondensiert. Bei den Normtemperaturen minus 10 Grad außen, plus 20 Grad innen und ca. 60% rel. Raumluftfeuchte könnte die Wand einen sehr schlechten k-Wert von 2 W/m2K aufweisen, ohne dass es zu Kondensat kommt. Bei 90% Feuchte könnte selbst ein guter k-Wert von 0,5 W/m2K Kondensat und Schimmelwachstum nicht verhindern.

Wichtig: Die allseits propagierte Stoßlüftung kann hohe Luftfeuchten nicht verhindern. Das geht nur bei ständigem Luftaustausch, wie es die gummilippenfreien Fenster alter Bauart ohne Behaglichkeitsstörung garantieren. Der bemängelte Luftzug ist nämlich meistens der Zimmertaifun, den die Konvektionsheizung erzeugt. Die Forderung nach erhöhter Dämmung gegen Schimmel ist also reine Augenauswischerei interessierter Kreise und leider auch der normgläubigen Schwachverständigen.

F: Herr Köneke meint, der Energiebedarf sei bei "eingepackten" Häusern größer als bei nicht verpackten. Die Heizkosten seien hier höher. Gibt es dafür Belege?

A: Überdichte Häuser haben grundsätzlich höhere Raumluftfeuchten. Dies führt zu erhöhtem Lüftungsbedarf, wobei dann die teuer erhitzte Luft verstärkt abgelüftet wird. Unterbleibt nun diese Abwehrmaßnahme der Bewohner, die ja einen ständigen Hausmeisterdienst voraussetzt, muss überfeuchte Luft "auf Temperatur" gebracht werden. Ihr Aufheizen verbraucht aber wesentlich mehr Energie als trockene Luft. Ein Teufelskreis, der sich in der Heizkostenabrechnung widerspiegelt. Auch den auf meiner Homepage von Prof. Jens Fehrenberg publizierten langjähriger Abrechnungsdaten gedämmter und ungedämmter Vergleichsbauten ist dieser Trend zu entnehmen.

F: Was ist der k-Wert? Der U-Wert? Welche Rolle spielen diese Werte bei der Energieeinsparung?

A: Die früher k-, seit kurzem U-Wert genannte Wärmedurchgangszahl beschreibt die Wärmemenge in Watt pro qm mal Kelvin (W/m2K), die durch einen Quadratmeter Stoff durchgeht, wenn zwischen den Stoffseiten ein Temperaturunterschied von einem Grad besteht. Dabei werden zur Messung des Wertes beidseits unterschiedliche Lufttemperaturen erzeugt und die Energiemenge zur Aufrechterhaltung des Temperaturunterschieds gemessen.

Um die Messung korrekt durchzuführen, muss also in der Klimakammer ein stationärer Laborzustand erzeugt werden, der in der Praxis nie existiert. Umständlicher geht es nicht!

Warum so kompliziert? Damit die Speicherfähigkeit eines Stoffes keine Rolle spielt und auf Basis der k/U-Wert-Betrachtung minderwertige Leichtbaukonstruktionen besser vermarktet werden können.

Das eigentlich Abseitige am k-Wert: In der Praxis wandert die Wärmeenergie zu etwa 90% mittels Strahlung durch die Wand und zwar von warm nach kalt. Das erklärt, warum nur Massivbauten im Sommer "kühl" und im Winter "warm" sind. Nur sie können den Temperaturdurchgang ausreichend dämpfen und verzögern und das wirtschaftlich und dauerhaft. Vor allem, wenn sie mit Strahlungsheizung und nicht mit raumlufterhitzenden Heizsystemen betrieben werden.

Die durch die k-Wert-Betrachtung überbetonte Wärmeleitung spielt also baupraktisch kaum eine Rolle, es kommt auf das Verhalten der Fassade gegenüber der Wärmestrahlung an.

F: Die WDV-Industrie verspricht, ihre Systeme sparten nachweislich Energie und bezieht sich auf eine Untersuchung von Werner Eicke-Henning im Auftrag des Darmstätter Institut für "Wohnen und Umwelt". Kennen Sie diese Studie?

A: Mir ist seine Untersuchung hessischer "Niedrigenergiehäuser" bekannt. Dabei handelt es sich um Neubauten und auf keinen Fall um einen Wirkungsnachweis von WDVS. Im Gegenteil: Die Untersuchung beweist, dass "Energieeinsparmaßnahmen" schrecklich unwirtschaftlich sind und sich teils erst in hunderten von Jahren "rentieren". Übrigens: Noch kein Mieter hat auch nur eine Mark Heizkostenvorauszahlung zurückbekommen, nachdem seine Wohnung gedämmt wurde. Die schöne "Untersuchung" des Darmstädter Instituts kann das nicht widerlegen.

Zu den angeblichen Einsparungen: Hier kann das Darmstädter Datenmaterial die Wirkung von Dämmstoffen nicht belegen. Die untersuchte Holzständerbauweise hat ja Effekte, die ausschließlich der hervorragenden Speicherkapazität der verwendeten Holzbaustoffe an Dach und Wand zuzuschreiben sind. Bei den Massivbauten, teils mit Vorsatzdämmung, ist eben die Restwirkung der Massivbaustoffe maßgeblich. Was fehlt, ist die Für-sich-Betrachtung blanker Dämmstoffe - das leistet bisher nur unser Lichtenfelser Experiment: mit niederschmetterndem Ergebnis für die k-Wert-Olympiade.

Was aber wirklich schlimm ist: Auch die sparsame, gesunde und energiesparende Strahlungsheizung wird von der falschen Bauphysik der EnEV wirkungsvoll bekämpft. Zum Teil bekommt man beim Einsatz dieser Technik sogar einen Malus aufgebrummt. Das ist der Gipfel des amtlichen Energiesparzwangs.

F: Die WDVS-Hersteller behaupten, Schimmelbefall trete vor allem in schlecht gedämmten Wohnungen auf und ohne Dämmung müsse man stärker heizen. Gerade bei ungedämmten Innenwänden sei mit Kondenswasser-Ausfall zu rechnen. Stimmt das?

A: Ersteres widerlegt sogar Prof. Gertis in "Klimawirkung und Schimmelpilzbildung in sanierten Gebäuden" in "Bauphysik der Außenwände", Berlin 1997, wo er von Schimmel in Bauwerken mit wärmeschutztechnisch "sanierten" Fassaden berichtet.

Der Schimmel braucht Feuchte. Die bekommt er durch dichte Fenster und Blower-door-verschärfte Raumdichtung, feuchterückhaltende Dämmkonstruktionen und schimmelfördernde Synthetikanstriche - eben die moderne Bauweise. Mehr heizen muss man in feuchten Buden, dort ist auch Kondenswasser-Ausfall unvermeidbar. Egal wie viel Kilometer Dämmstoffe vor der Fassade kleben. Die Fehrenberg-Daten zeigen: Dämmen rentiert sich nie, Dämmstoffe bringen keinen spürbaren Energiespareffekt. Wie sollten sie das auch, wenn die Wärmestrahlung sozusagen ungebremst durchpfeift?

Wenn ein E.-U. von Weizsäcker jüngst in der FAZ von 200 Liter Ölverbrauch je Quadratmeter im Jahr in ungedämmten Wohnungen behauptet, ist das pure Propaganda. Ein "normales Massivhaus" verbraucht meist deutlich unter 10 Prozent dieses Wertes. Genau deswegen können sich die erzwungenen "Energiesparmaßnahmen" niemals rechnen. Das Einsparpotential ist eben nicht da. Und deswegen fördert man die Angst vor angeblichen Klimakatastrophen, die nun alles rechtfertigen muss. Wobei niemand uns erklären kann, wie das böse CO2, doppelt so schwer wie Luft und darin nur mit 0,03% enthalten, aus 6 Kilometer Höhe die Erde aufkochen kann. Und das als kalter Heizkörper. Es hat dort nämlich minus 18 Grad. Die Ökowissenschaft setzt eben sehr viel Glauben voraus.

Was den Immobilienbesitzer betrifft: Ich glaube, dass bald die Zusage: "Nach alter Handwerksqualität massiv und schimmelfrei gebaut" ein Gütesiegel am schwierigen Wohnungsmarkt werden kann. Von den Ausnahme- und Befreiungsregelungen der EnEV sollte man also reichen Gebrauch machen.

Unser Arbeitskreis Gesundes Haus AGH strengt gerade ein Verfahren gegen die EnEV am Bundesverfassungsgericht an und ist für jede Prozesskostenhilfe dankbar. Wir müssen doch etwas dagegen unternehmen, wenn unser Staat mittels EnEV nicht nur das Vermögen der Hausbesitzer zerstört - die Heizkessel vor 1978 müssen ja vernichtet werden, egal wie gut sie funktionieren - sondern auch extreme Gesundheitsschäden bei der Wohnbevölkerung erzwingt. Ohne eine Mark Energieersparnis.

Weitere Info: http://www.konrad-fischer-info.de

Literaturbelege:

(1)ibau-Planungsinformationen 6.11.1998:
"Täglich aufstehen mit 7000 Milben? Umweltmediziner fordert Lüftungsanlagen für Neubauten

Wetzlar/Bad Honnef - Prof. Dr. Martin Schata, Inhaber des Lehrstuhls für Umweltmedizin an der Universität Witten-Herdecke (Nordrhein-Westfalen), fordert den konsequenten Einsatz von Be- und Entlüftungsanlagen in Neubauten.

Die Nachlässigkeit im Umgang mit dem "Lebensmittel Luft" sei besorgniserregend, so der renommierte Allergieforscher. Dadurch, dass Wohngebäude immer luftdichter gebaut werden, fehle es in Wohnräumen aus hygienischer Sicht häufig an der nötigen Sauerstoffzufuhr sowie an einem geregelten Abtransport verbrauchter Luft. Ungesunde Schwitzwasserkonzentrationen, Schimmelpilzbildungen, unkontrolliertes Milbenwachstum und das rasche Ausbreiten von Allergieauslösern sowie Infektionserregern seien die Folgen. Schata (beziffert) den volkswirtschaftlichen Schaden auf ca. 80 Millionen jährlich.

[...] Ähnlich wie in Belgien und Frankreich wird der Raumluftqualität von deutschen Baufamilien nur wenig Beachtung geschenkt - obwohl der Mensch 90% seines Lebens in geschlossenen Räumen verbringt. Die gesundheitlichen und finanziellen Folgen dieser Unachtsamkeit sind immens: Mittlerweile ist jeder zehnte Erstklässler ein Asthmatiker. Und mit 8.000-10.000 Asthmatoten jährlich wird Deutschland im europäischen Vergleich nur noch von Irland übertroffen - obwohl wir weltweit eines der besten medizinischen Versorgungssysteme haben...

Ursachen für die zunehmende Ausbreitung von Allergien, Infektionen und Asthmaerkrankungen sind u.a. in einer vielfach zu hohen Raumluftfeuchte zu suchen. Sie ergibt sich vor allem daraus, dass das Lüftungsverhalten bislang nur ungenügend an die immer luftdichtere Bauweise angepasst wurde. Die Lüftungsgewohnheiten vieler Neubaubewohner passen noch nicht zu den modernen, dichten Gebäudehüllen. [...] Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in einer 70-Quadratmeter-Mietwohnung gibt täglich rund 10 Liter Wasser an die Raumluft ab durch Kochen, Duschen, Schwitzen.

Wenn diese Feuchte nicht abziehen bzw. vertrocknen Kann, weil zuwenig Frischluft zugeführt wird, bilden sich zwangsläufig Stock- und Schimmelflecken an Decken und Wänden. Außerdem gedeihen gesundheitsschädliche Pilze, und die asthmaverursachenden Hausstaubmilben können sich ungehindert vermehren. [...] Morgens hängen dann am Schlafanzug beim Aufstehen durchschnittlich rund 7.000 Milben, die beim Gehen durch die Wohnung abgeschüttelt werden. [...]"

(2) Journal Energie im STERN 46/2000, S. 164 ff.:

"Dämmen wir uns krank?
Wärme-Isolierung spart Heizkosten, lässt aber häufig Schimmelpilze wuchern. Der stern testete drei Wohnungen.

Modergeruch schon an der Haustür des Lübecker Klinkerhauses. Penetrant verstärkt er sich im Schlafzimmer von Dietmar Nieschalk. Auf einer Fläche von zwei Quadratmetern haben dort Schimmelpilze die Tapete schwarz verfärbt und zum Teilvöllig zerfressen. "Ein starkes Stück", entfährt es Klaus Senkpiel. Im Auftrag von stern ermittelte der Biochemiker vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Uni Lübeck, wie sich Wärmedämmung auf das Wohnklima und die Schadstoffbelastung der Raumluft auswirkt.

In drei Domizilen haben Senkpiel und sein Mitarbeiter Dirk Sassenberg Dragerpumpe, Luftkeimsammler und Infrarot-Thermometer aufgestellt. Fazit bei Dietmar Nieschalk: "Die Wohnung ist unbewohnbar", sagen die Hygieniker. Die Verunreinigung mit Schimmelsporen: 3325 "koloniebildende Einheiten" (KBE) in einem Kubikmeter Luft. Ab 100 KBE gilt die Atemluft als "belastet".

Vor neun Jahren wurden die alten Fenster des 1969 gebauten Hauses gegen Kunststoffrahmen mit Isolierverglasung ausgetauscht. Bald darauf tauchten die ersten Flecken auf. Nieschalk wurde krank und dreimal in der Klinik behandelt, ohne dass die Ärzte die Symptome erklären konnten. Erst als seine Tochter ihm ein anderes Zimmer zum Schlafen hergerichtet hatte, ging es ihm besser.

Dabei gilt bei Medizinern mittlerweile als sicher, dass das Einatmen der Sporen Allergien und Krankheiten auslösen kann: von einfacher Bronchitis über Asthma, Haut- und Augenreizungen, chronische Erschöpfungszustände bis zu Leber- und Nierenschäden. Zur Lebensgefahr vor allem für Kinder und alte Menschen können dabei die Mykotoxine werden: von Schimmelpilzen produzierte Stoffwechselprodukte. Im amerikanischen Cleveland starben neun Kinder an Lungenblutungen, weil die Häuser, in denen sie lebten, nach Überflutungen vom extrem giftigen Pilz Stachybotrys aura befallen waren.

Die Schädlinge breiten sich aus, weil die Wohnungen immer besser abgedichtet werden. Erlaubten zugige Fenster und rissige Wände früher einen Luftaustausch, der die Luftfeuchtigkeit in den Räumen relativ niedrig hielt, ist die "Winddichtigkeit" von Bauten seit der Wärmeschutzverordnung von 1995 Gesetz, gelten winddurchlässige Bauteile bei neuen Häusern als Baumangel. Werden Altbauten mit Hilfe von Isolierfenstern winddicht gemacht, gehen die Eigentümer ein hohes Risiko ein.

Waren vorher die Fensterscheiben die kältesten Flächen eines Raumes - also jene, an denen die Luftfeuchtigkeit kondensierte -, sind es danach meist die Ecken der Nordzimmer. Dort schlägt sich immer mehr Feuchtigkeit nieder. Und wenn dann beim Lüften Schimmelsporen von außen hereingeweht werden, brauchen die nur drei bis vier Tage, um auszukeimen. Tapete, Kleber, Putz und Farbe sind optimales Futter für sie. [...]

Die zweite Wohnung, die Senkpiel und Sassenberg im Auftrag des stern besuchten, ist ein Plattenbau im Schweriner Vorort Lankow, eingehüllt in eine neun Zentimeter dicke Wärmedämmschicht. Seit der "Sanierung" klagt die Bewohnerin Brigitte Sieverkropp über Atembeschwerden und trockenen Schnupfen. Dass der Bau dicht ist, kann man sofort spüren. Die Luft ist stickig; obwohl die Heizkörper kalt sind, herrschen fast 20 Grad Raumtemperatur.

Wie Detektive streifen die Umwelthygieniker durch die 42-Quadratmeter-Wohnung, messen in allen Ecken, schneiden den Staubsaugerbeutel auf, um Proben zu nehmen, und kraxeln schließlich auf den Dachboden. "Das müssen Sie sehen", schallt es wenig später von oben. Senkpiel hält einen Haufen Krümel in der Hand: die gehäckselten Reste der Wärmedämmung, die offenbar die Handwerker nach der Sanierung flächendeckend auf der obersten Geschossdecke des Plattenbaus verteilt haben. "Das rieselt durch die feinste Fuge, wird bei jedem kräftigen Windstoß durch die Lüftung nach draußen geblasen und durchs geöffnete Fenster in die Wohnung." Die Laboruntersuchungen bringen einen weiteren Befund zutage: Die Mineralwolle ist mit Schimmel belastet. So finden die Wissenschaftler in der Schlafzimmerluft 727 KBE Schimmelsporen pro Kubikmeter Luft. Fazit: Auch ein ansehnlich erneuertes Gebäude kann zum Gesundheitsrisiko werden.

Was also könnte passieren, wenn jetzt die Bundesregierung als Gegengift zu Ökosteuer und Energiepreisschock ein neues Programm zur Förderung von Wärmedämmung auflegt? 400 Millionen Mark jährlich sollen in dieses Altbausanierungsprogramm fließen - zusätzlich zu bereits existierenden Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau?

Dämmen wir uns krank? Belasten wir, staatlich gefördert, unser Wohnklima, um das Weltklima zu schonen? [...]

Familie Vogt-Zembol, mit ihrem sechs Jahre alten Niedrigenergiehaus in Hamburg, die dritte Station der Messreihe des stern. Das Haus ist vorbildlich in Sachen Energieverbrauch. Kosten für Heizung und warmes Wasser bei 125 qm Wohnfläche: nicht mehr als 57 Mark. Doch auch hier fanden Senkpiel und Sassenberg im Wohnzimmer eine erhöhte Konzentration von Schimmelpilzen: 747 KBE pro Kubikmeter, gemessen, nachdem die Lüftung mehrere Stunden abgeschaltet war. Die Sporen können aus dem Erdreich unter dem nicht unterkellerten Haus stammen oder - da haben wir sie wieder - aus der Wärmedämmung. Die ist, ökologisch korrekt, aus Zellulose und laut Hersteller gegen Schimmel imprägniert. Hilft aber nicht immer, sagt Senkpiel. "Wir haben nach Feuchteschäden bei Zellulosedämmung häufiger Schimmelbefall gemessen." [...]
SVEN RHODE, Mitarbeit: Ingrid Lorbach"

(3) Obermain-Tagblatt Lichtenfels vom 10.10.00:

"Allergien nehmen weiter rasant zu

Etwa jeder dritte Deutsche ist nach Angaben des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) Allergiker. "Allergien nehmen rasant zu", sagte der Bonner Professor Joachim Sennekamp anlässlich des 26. Allergologen-Kongresses. Die neusten Zahlen zeigten, dass bereits 15 Prozent der Deutschen Heuschnupfen, neun Prozent eine Kontaktallergie und fünf Prozent Asthma hätten.

Risikofaktoren sind nach Ärzteangaben die erhöhte Milbenbelastung in modern isolierten Wohnungen, übertriebene Hygienemaßnahmen, der zunehmende Straßenverkehr, Ernährungsgewohnheiten sowie die vermehrte Haustierhaltung."

(4) Bild der Frau Nr. 21 am 22. Mai 2000, S. 48 bis 49:

"Gefahr in der Wohnung
Schimmelpilze machen krank

Die Zahlen sind alarmierend: Schon in 40 Prozent unserer Häuser wuchern Schimmelpilze. Und Umweltexperten warnen: "Noch wissen zu wenig Ärzte, wie gefährlich die Pilze sein können. Oft sind sie Auslöser von schlimmen Allergien, Entzündungen und Asthma." Wie Betroffene leiden, was Fachleute tun können [...]

Tage- und nächtelang weinte mein Junge, weil er so starke Ohrenschmerzen hatte. Dazu kamen Probleme mit den Bronchien, Erstickungsanfälle, immer wieder Erkältungen, Grippe, Husten, Magen- und Darminfekte." Widerwillig denkt Sophie Brocks (40) an ihre alte Wohnung - obwohl sie eigentlich ein Traum war. Ein wunderschönes ehemaliges Fachwerkhaus mitten in einem Park. Viereinhalb Jahre hat die Familie dort gelebt - mit üblen Folgen: Sophie, ihrem Mann Rüdiger (Chefarzt, 42) und den Söhnen Frilli (6), Johann (9) ging es immer schlechter: Schlafstörungen, ständige Erkältungen, verschwollene Nasenschleimhäute, schmerzende Bronchien. Der Grund: Schimmelpilz.

Sophie Brocks: "Als das Mauerwerk feucht wurde, hat man es mit einer luftundurchlässigen Styropor-Fassade saniert. Und darunter konnte der Schimmelpilz ungehemmt wuchern."

[Anm. KF: Folge der üblichen Fehlberatung der "Fachleute", man müsse gegen Feuchte dämmen und isolieren, man müsse damit "Kältebrücken" vermeiden, an denen Luftfeuchte kondensiert. Falsch: Dämmfassaden sind nicht "Luftundurchlässig". Sie lassen Kondensat prima herein (Werbung: "Diffusionsoffene Fassade"), aber mangels Kapillarentfeuchtung schlecht wieder heraus. Folge: Die "abgesoffenen Dämmfassade".]

Keiner der Mieter ahnt etwas von dem Unheil. "Der Schimmel wuchs versteckt, nur der muffige Geruch machte uns stutzig. Richtig alarmiert war ich, als unsere Sachen im Keller schimmelig wurden und wir sie entsorgen wollten. Von der Müllabfuhr erfuhren wir: Das ist Sondermüll."

Sophie Brocks will es genauer wissen, lässt das Haus von Umwelt-Ingenieuren untersuchen. Sie messen eine bis zu 16-fach erhöhte Konzentration giftiger Schimmelpilz-Gase - und Sporen von einem halben Dutzend weiterer Arten. Und genau diese Gase schädigen das Immunsystem, führen zu Allergien, Asthma, Rheuma, Augenbindehautentzündungen und Erkältungen. Aber auch Krebs, Herz- und Lungenentzündungen durch Schimmelpilze sind nachgewiesen.

So leidet eine Nachbarin der Brocks an Augen- und Schleimhaut-Reizungen, eine andere kann nachts kaum schlafen, hat Schluckbeschwerden. "Am ärgsten traf es den kleinen Jungen in der Erdgeschoss-Wohnung. Er bekam eine Lungen-Fibrose (Raucherlunge)!"

Mittlerweile hat sich der Schimmel so weit ausgebreitet, dass er in den unteren Etagen sichtbar ist. Familie Brocks ist umgezogen - in eine schimmelfreie Wohnung! Frilli geht es viel besser. Sophie Brocks: "Experten sprechen von einer neuen Volksseuche. Meine Erfahrung: Kaum zehn Prozent der Ärzte und Heilpraktiker wissen, wie krank Schimmelpilz macht. In den USA, in Japan, Schweden und den Niederlanden ist man schon viel weiter." Lutz Franke, Facharzt für Immunologie und Laboratoriums-Medizin in Düsseldorf, appeliert an seine Kollegen: "Wir müssen bei Störungen des Immunsystems verstärkt darauf achten, was dahinter steckt. Denn zu oft werden Schimmelpilzvergiftungen falsch diagnostiziert. Außerdem müssen wir noch viel forschen."

Die Amtliche Materialprüfungsanstalt Bremen meldet: Über 40 Prozent unserer Häuser haben ein Schimmelpilz-Problem. Risse in Dach oder Mauern, in denen sich Regenwasser sammelt, oder Staunässe in Grundmauern sind ideale Lebensbedingungen für die Pilz-Sporen.

[Anm. KF: Vor allem aber Feuchtekondensation an Außenwänden infolge Dämmung, Dichtung und falscher Heizung! Sonst gäbe es nicht die explosive Zunahme des Schimmels in energetisch sanierten Wohnungen, wie auch das Beispiel Brocks beweist!]

Schon geringe Mengen Feuchtigkeit lassen sie keimen - oft auch jahrelang unbemerkt hinter Tapeten oder Fußböden. Dr. Thomas Warscheid von der Materialprüfungsanstalt erklärt, wie es zur steigenden Schimmelpilz-Gefahr kommt: "Kunststoff-Fenster verhindern Luftaustausch. Neubauten werden viel zu früh bezogen, bevor sie ausgetrocknet sind. Dünne Deckenkonstruktionen schaffen Kältebrücken. Zu oft werden Baumaterialien falsch verwendet."

30 Prozent aller Klagen entstehen nach dem Wechseln auf Kunststoff-Fensterrahmen. Anwalt Marcus Schmidt vom Verein "Mieter helfen Mietern", Hamburg: "Bauherren und Vermieter sollten das Problem viel ernster nehmen und bei baulichen Veränderungen mit einbeziehen. Sie unterschätzen die hohen Regress-Forderungen, die Mieter ihnen stellen können."

Um anderen Betroffenen zu helfen, hat das Ehepaar Brocks jetzt die Schimmelpilz-Liga e.V. [Neuer Wall 14, 20354 Hamburg, Tel.: 040: 457 609, Fax: 447179, nimmt Berichte (max. 2 Seiten) zu Schimmelpilzproblem an und vermittelt Untersuchungsdienstleistungen] mitbegründet: [...] Wir wollen erreichen, dass die Wärmeschutzverordnung und die Energiespargesetze geändert werden und Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchungskosten bezahlen." INGA DI MAR"

(5) Novalis 2/1999:

"Gift in den eigenen vier Wänden
Hausstaub häufig belasteter als die Luft an Straßenkreuzungen

Etwa 20.000 mal pro Tag atmet der Mensch Luft ein und wieder aus. Nur wenige Bundesbürger - lediglich vier Prozent - glauben, dass die Luftqualität in ihrer Wohnung schlecht sei. In der Heizperiode sind es immerhin neun Prozent. Für manchen mitunter ein folgenschwerer Irrtum. Neue Forschungsergebnisse belegen nämlich: nicht nur unsere Umwelt, auch die Raumluft in unseren Wohnungen ist häufig erheblich mit Schadstoffen belastet. Allergien, Atembeschwerden, Augenbrennen, Kopfschmerzen und unerklärliche ständige Müdigkeit können die Folge sein. Kein Wunder, sind doch die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des Bundesgesundheitsamtes in Berlin alarmierend.

Die Wissenschaftler untersuchten 3.000 Wohnungen. 24 Kubikmeter Staub wurden auf Schadstoffe geprüft. Mehr als 20.000 Daten über den Zustand bundesdeutscher Wohnräume und ihrer Raumluft zwischen Flensburg und Garmisch wurden zusammengetragen. Resümee der Forscher des Bundesgesundheitsamts: "In den meisten Wohnungen ist die Luft oft bis zu fünfzig mal giftiger als an viel befahrenen Straßenkreuzungen der Großstädte."

Zu den Schadstoffquellen in den eigenen vier Wänden gehören beispielsweise Hausstaub, Lackierungen, formaldehydbelastete Möbel, Reinigungsmittel, Sprays und Kosmetika. Gerade im Hausstaub finden sich häufig zahlreiche Chemikalien, menschliche Hautpartikel, Milbenkot und Schimmelpilze - eine ganz besonders schädliche Mischung. [...]

Was die Luft unserer Wohnräume belastet, sind vor allem Schmutz, der von außen in die Innenräume gelangt, Insekten und ihre sterblichen Überreste, Haustiere, aber auch erkrankte Hausbesucher. Nicht zu vergessen sind außerdem menschliche Hautpartikel. Mit mehr als 50 Millionen Teilchen pro Tag und Mensch stellen sie den Hauptbelastungsfaktor dar.

Gerade Milben und ihre Symbionten, die Schimmelpilze, fühlen sich in diesem Milieu besonders wohl. Ihr Kot kann die Schleimhäute angreifen und Asthma, Bronchialerkrankungen und allergische Reaktionen hervorrufen. [...]

Gerade die perfekte Wärmeisolierung unserer Häuser - aus Kosten- und Umweltschutzgründen notwendig - hat zusätzlich zu einem verminderten Luftaustausch geführt und so die Vermehrung von Milben und Schimmelpilzen gefördert."

(6) "Das Architekten-Magazin" 6/2001:

"Die Volkswohnung GmbH Karlsruhe lässt zur Zeit von ihren Hochhäusern etwa 20.000 m2 applizierte, 4 cm starke Polystyrol-Außendämmung wegen Wasserakkumulation und Mykosekulturen und "Altersschwäche" wieder entsorgen [...]."

(7) In Bauhandwerk 1-2/2002 stellt Wolfgang Cyrol, Leiter Produktmanagement Fassadenbeschichtungen bei der Sto AG in Stühlingen zum Thema Algen, Vergrünung und algizide Vergiftung von Dämmfassaden fest:

"Es muss klargestellt werden, dass beweisbar alle Untergründe im Innen- und Außenbereich mit Algen und/oder Pilzen befallen werden, wenn die entsprechenden Wachstumsvoraussetzungen gegeben sind. Dies gilt nicht nicht nur für WDV-Systeme, sondern für alle hoch dämmenden Untergründe."

(8) ÖKO-TEST 2001:

"GEFÄHRLICHE SCHIMMELPILZE
Jede dritte deutsche Wohnung unbewohnbar

Ein Drittel aller deutschen Wohnungen soll so stark mit Schimmelpilzen und Wohngiften belastet sein, dass sie eigentlich nicht mehr bewohnbar sind. Zu diesem Ergebnis kommt der norddeutsche Umweltexperte Klaus-Peter Böge.

[...][Nach seiner Auswertung von mehr als 10000 Messungen in ganz Deutschland] kommt es besonders in Energiesparhäusern und nicht genügend ausgetrockneten Neubauten, aber auch in [...] sanierten Altbauten zu Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel. Dafür sind einerseits verbesserte Wärmedämmung und andererseits falsches Lüften verantwortlich.

Dr. Rudolf Kirchner vom Gesundheitsamt Eberswalde bestätigte die alarmierenden Befunde. Er rät Mietern, sich beim Einzug die Schimmelfreiheit vom Vermieter schriftlich bestätigen zu lassen. Ist Schimmel zu sehen oder zu riechen, sollte sofort das Gesundheitsamt benachrichtigt werden. [...]"

Architektur-&Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main
Tel.:09574-3011 Mob.:0170-7351557 Fax: 09574-4960
Altbau&Denkmalpflege Info: http://www.konrad-fischer-info.de


Eine Linksammlung aus 06.2002
zum Thema "Schimmel in Wohnungen"

http://www.schimmelpilz.de
und Links zum Thema: http://www.schimmelpilz.de/weiter.htm#links

Eine Linksammlung von Konrad Fischer:
http://www.konrad-fischer-info.de/2aufstfe.htm

http://www.konrad-fischer-info.de//7wsvoant.htm#Interessante Schimmellinks

http://www.holzfragen.de/seiten/schimmeltext.html

http://www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de/va/gesumws/schimm1.htm

http://www.wdr.de/tv/service/geld/inhalte/000720_3.html

http://www.muenchen.de/referat/rgu/frames/gesundat/umb/aktuell/aktstart.htm

http://www.mieterschutzbund-berlin.de/verbraucher/artikel/0104verb.shtm

http://www.biomess.de/biomess-Site/schimmel_leitseite.htm

http://www.bluemler-online.de/oekotech/schimmel-dl.htm

http://www.schimmelpilze-schadstoffe.de/html/schimmel.html


Schimmel und Allergien

Allergien sind zu einer wahren Volkskrankheit geworden. Jeder Vierte leidet hierzulande an mindestens einer Allergieform – Tendenz steigend. Nach Schätzungen schwedischer Wissenschaftler verdoppelt sich die Zahl der Allergiker alle zehn Jahre. Besonders drastisch sieht es bei Kindern aus. In der Altersgruppe bis elf Jahren leidet fast jedes dritte Kind an allergischem Asthma, Heuschnupfen oder einer Nahrungsmittelallergie.

Weshalb Allergien besonders in den westlichen Industrienationen seit Jahren auf dem Vormarsch sind, ist bisher unklar. Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren, wie etwa der Luftverschmutzung durch Auto- und Industrieabgase, sowie dadurch bedingte Beeinträchtigungen des Immunsystems. Doch dass Umweltfaktoren nicht der alleinige Grund sein können, wird aus der Tatsache deutlich, dass die krankmachende Überempfindlichkeit bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt ist.

Aber anders als damals, steht heute eine Vielzahl von Behandlungsmethoden zur Verfügung, mit denen die Symptome, wenn auch nicht vollständig beseitigt, so doch zumindest gebessert werden. Die Betroffenen können ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.

WAS IST ÜBERHAUPT EINE ALLERGIE?

Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Abwehrsystems auf Stoffe, die in unseren Körper „eingedrungen“ und von ihm als fremd erkannt worden sind. Während der Gesunde vom Vorhandensein dieser so genannten Allergene nicht beeinträchtigt wird, reagiert das fehlgeleitete Immunsystem des Allergikers unangemessen stark. Die Folgen sind recht unterschiedlich und reichen von harmlosen Niesanfällen bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch.

Die überschießende Reaktion kommt immer erst beim zweiten Kontakt mit dem Allergen zustande. Zuvor muss eine „Sensibilisierung“ auf die allergieauslösende Substanz stattgefunden haben. Bei einem erneuten Zusammentreffen von Allergen und Abwehrsystem entwickeln sich dann meist innerhalb weniger Minuten die typischen Beschwerden.

Wie funktioniert die körpereigene Abwehr, und was läuft bei einem Allergiker schief? Über die Haut und die Schleimhäute von Atemwegen und Darm kommt der Mensch ständig mit einer Unzahl von Stoffen in intensiven Kontakt. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte hat sich deshalb ein komplexes Verteidigungssystem entwickelt, das vor schädlichen Stoffen und Erregern schützen kann. Während ungefährlichen Stoffen keinerlei Aufmerksamkeit gewidmet wird, mobilisiert das Abwehrsystem alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte, um einen möglichen Schaden durch die gefährlichen Stoffe vom Körper abzuwenden. Hierzu werden weiße Blutkörperchen aktiviert, die je nach ihrer Spezialisierung verschiedene Aufgaben übernehmen.

Während einige Zellen die Eindringlinge einfach auffressen, schlagen andere Zellen erst beim zweiten Kontakt mit demselben Fremdstoff zu. Sie haben die Zeit seit dem Erstkontakt genutzt, um spezielle Eiweißmoleküle, so genannte Antikörper, zu produzieren, die speziell auf den Eindringling zugeschnitten sind. Wie ein Schlüssel passen sie zum Schloss, und bei jedem erneuten Zusammentreffen mit dem Fremdstoff machen sie diesen rasch unschädlich. Das ist der Grund, weshalb man Kinderkrankheiten in der Regel nur einmal im Leben bekommt.

Bei einer Allergie wird das Immunsystem von eigentlich harmlosen Substanzen alarmiert. Es werden viel zu viele Antikörper gebildet. Die Antikörper bewirken, dass Histamin aus so genannten Mastzellen freigesetzt wird. Histamin lässt die Blutgefäße undicht werden und führt dadurch zu Hautausschlägen, Gewebsschwellungen, Übelkeit und Durchfall. Auch für den Juckreiz, unter dem viele Allergie-Patienten leiden, ist Histamin verantwortlich.

WER BEKOMMT EINE ALLERGIE?

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickeln. Selbst Substanzen, mit denen man über Jahre regelmäßigen Kontakt hatte, wie etwa Kosmetika oder auch Nahrungsmittel, können plötzlich eine Allergie auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder von Allergikern.

wpe6.jpg (4213 bytes) Häufige Allergene

wpe7.jpg (21119 bytes) Häufige Beschwerden

Quelle: Allergien. Ratgeber für ein besseres Verständnis
1999 (2001)
Herausgeber:
GEK Gmünder ErsatzKasse
Hauptverwaltung, Gottlieb-Daimler-Straße 19, 73521 Schwäbisch Gmünd



Die Schimmel-Seite bei DIMaGB.de (Teil 2)

Urteil des Landesgerichts München:
¸... Schimmel in nennenswertem Umfang kann Krankheiten aus dem allergischen oder asthmatischen Formenkreis hervorrufen oder zumindest auslösen. Außerdem kann Schimmel zu den cancerogenen Stoffen gerechnet werden ..."
(LG München, NJW-RR 1991 976)

Die Schimmel-Seite Teil 1

Inhaltsverzeichnis Teil 2:


Die Lösung des Schimmel-Problems

hat man in Holland gefunden, während man sich in Deutschland schwer damit tut und weiterhin millionenschwer Forschungsmittel da versenkt, wo die wirtschaftliche und preiswerte Lösung längst gegeben ist. Aber es darf nicht sein, was nicht sein darf. In dieser Disziplin scheint Deutschland Weltmeister zu sein, wenngleich ihm viele Länder diesen Titel streitig machen.

Auf der Internetseite Bowproducten.nl erfährt der vom Schimmel Geplagte, wie einfach es sein kann, diesem Problem erfolgreich zu Leibe zu rücken. Das renommierte TNO (für den Laien: das führende Institut in Delft, das sich u. a. auch mit Bauphysik befasst) hat in umfangreichen Testungen und nach erfolgreichen praktischen Anwendungen bestätigt, was man hierzulande nicht zur Kenntnis nehmen möchte: TS verringert die Möglichkeit der Schimmel-Entstehung in Wohnräumen - ohne Gift.

Screenshot- Ausschnitt von bouwproducten.nl vom 14.09.2005

Dazu hier die übersetzte Meldung aus Holland:

TNO prüft TS

Im Auftrag von TS prüft TNO eine Anzahl von wichtigen Eigenschaften von TS. Ein wichtiger Teil dieser Prüfung wird demnächst abgeschlossen und man erwartet dass demnächst eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorhanden ist.

Schimmeltötende Eigenschaft von TS
Heute schon stellte TNO fest, dass der Wasserhaushalt von TS einzigartig ist und spricht von einer 'hygrischen Diode'. TS reagiert auf Feuchtigkeit in seiner Umgebung. Der Widerstand gegen den Durchlass von Wasserdampf variiert z.B. mit dem Dampfdruck in der Umgebung. Es stellt sich heraus, dass dieser Widerstand nachlässt bei einer hohen relativen Feuchtigkeit. Die TNO-Prüfung zeigt auch eine schnelle Feuchtaufnahme und schnelle Trocknung.
Der Zeitraum, dass die Beschichtung und der Untergrund feucht sind, ist dadurch meistens so kurz, so die Schlussfolgerung von TNO, dass in diesem Falle keine Schimmelbildung stattfinden kann. Eine Analyse von TNO durch praktische Erprobung in "Problemwonungen" in den Haag bestätigt diese Schlussfolgerung.

Keine schädlichen Biozide
Bereits in einer früheren Phase stellte TNO fest, dass TS nicht biozidhaltig ist. In fast allen "Außenfarben" verwendet man Biozide, um die Bildung von Algen, Schimmel und dergleichen zu vermeiden. Innerhalb absehbarer Zeit verbieten die europäischen Richtlinien die Anwendung dieses Giftzusatzes. Es stellt sich heraus, dass es in der Praxis sehr schwierig ist eine passende Alternative für diese Anwendung zu finden. Wir sind froh darüber, dass TS nicht biozidhaltig ist und dass TS nicht von Algen und Schimmel angegriffen wird.

VROM-Medienkampagne gegen feuchte Wohnungen )*
Im Jahre 2004 startete VROM eine Offensive gegen die schlechte Luftqualität in vielen Wohnungen. In ihrem "Aktionsprogramm Gesundheit und Umwelt" erwähnt VROM dass Hausmilben und Schimmel infolge Feuchtigkeit die Ursache davon sind, dass die Anzahl von Menschen mit dadurch ausgelösten Gesundheitsbeschwerden immer weiter wächst. Die vom Schimmel kommenden Sporen verunreinigen die Innenluft und haben einen nachteiligen Effekt auf die Gesundheit von Mensch und Tier.
Die Anwendung von TS reduziert in hohem Maße die Schimmelbildungsgefahr und trägt zu einer besseren und sauberen Innenumwelt bei.

Für mehr Informationen: www.TS.nl
)* =
Ministerie van Volkshuisvesting, Ruimtelijke Ordening en Milieubeheer (VROM)  www.vrom.nl
das niederländische Ministerium für Wohnen, Raumordnung und Umwelt

und für den, der es lieber auf Deutsch mag: www.TS-europe.com

DIMaGB.de, 14.09.2005

siehe auch: Mit TS erfolgreich gegen Schimmel und Algen


High-Tech-Keramik am Malerpinsel unterbindet Schimmelbildung
Erste biozidfreie Problemlösung kommt aus Berlin


Ein wirksamer Langzeitschutz gegen aktuelle und präventive Schimmelbildung am Bau kommt aus Berlin. Auf den ersten Blick ist die TS-Farbe ein Wandanstrich wie jeder andere; erst unterm Mikroskop wird die eigentliche Innovation sichtbar: Millionen winzige Keramik-Hohlkügelchen, Bubbles genannt. Auf Innenwänden aufgebracht, erweist sich der High-Tech-Zusatz am Malerpinsel als wirksame Prävention zur Vermeidung von Schimmelbelägen in Küchen, Kellern, Bädern und anderen Nassbereichen. Erstmals wird dabei komplett auf den Einsatz von Bioziden mit ihren unkalkulierbaren Nebenwirkungen verzichtet. Die Kosten für diese dauerhafte Lösung sind vergleichbar mit denen einer gewöhnlichen, nicht tropfenden Wandfarben.

Bundesweit leiden fünf Prozent der Bevölkerung an einer Schimmelpilz-Allergie, bedingt durch Bauwerksschäden, ungenügende Luftzirkulation und aufsteigende Feuchte. Diese Problematik hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Perleberg (Land Brandenburg) dazu veranlasst, als eine der ersten Anwender bei der Sanierung von 20 Wohnblöcken auf den TS-Anstrich zurück zu greifen. "Seitdem haben wir so gut wie gar keine Probleme mehr mit Schimmelpilz", so das Fazit aus der Vorstandsetage.

Die aktuell vom staatlich anerkannten TNO-Forschungsinstitut aus den Niederlanden bestätigte Wirkung der High-Tech-Farbe beruht auf dem physikalischen Prinzip des Wärme-Feuchte-Transports, wie im Internet unter www.TS-europe.com näher beschrieben wird. Nach üblicher Schimmelpilzbekämpfung (Putzbeseitigung, Silikat-Innendämmung) genügt ein zweimaliges Überstreichen der betroffenen Fläche mit TS. Die darin enthaltenen Keramik-Bubbles sorgen über eine Oberflächenvergrößerung dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit aus den Mauern an die Wandoberfläche abgeleitet und damit dem Schimmelpilz zugleich der Nährboden entzogen wird.

"Folge dieser thermokeramischen Membranwirkung ist es, dass die Wandoberflächen fortan trocken bleiben und der für Schimmelpilze ideale Feuchteanteil sofort an die Raumluft abgegeben wird3, erläutert TS-Projektmanger Thomas Voswinkel das Wirkprinzip. Mit dem biozidfreien Anstrich wird die Luftfeuchte im Raum um den Optimalwert 55 Prozent eingestellt. Außerdem sinkt auch der Heizaufwand merklich ab.

© Oktober 2005 - SICC GmbH / InnoMedia




STIFTUNG WARENTEST zum Thema: Schimmel

(C) STIFTUNG WARENTEST, test /  FINANZtest
Die kompletten Informationen finden Sie unter dem Link auf die entsprechende Seite im Web-Angebot.
Der jeweilige Link steht am Ende jedes Beitrages.


Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser)
Einstellungssache

Feuchte Wände hinterm Schrank? Schimmelflecken in der Zimmerecke? Das Problem ist ernst: Schimmel kann krank machen. Viele Wohnungen sind zu feucht. Oft wissen die Bewohner nichts davon. Feuchtigkeitsmessgeräte - so genannte Hygrometer - helfen, das Problem zu erkennen. Noch bevor Schimmel entsteht. Dafür müssen die Geräte aber exakt funktionieren. Viele Hygrometer sind schlecht justiert und zeigen falsche Werte an.

test gibt Tipps gegen den Schimmel und sagt, wie Sie richtig messen.

Im Test: 24 Feuchtigkeitsmesser (Hygrometer). Davon 7 elektronische Geräte mit Digitalanzeige und 17 mechanische Hygrometer mit Zeiger. Preise: 5,75 bis 60 Euro.

03/2003  Test Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser): ...»

comment.gif (1022 bytes) Doch egal, wie viel Sie für das Hygrometer ausgeben - es liefert nur Ihnen eine Aussage bzw. Beurteilungsgrundlage. Beweisen können Sie damit nichts, solange keine Werte aufgezeichnet und ausgewertet werden. Trotzdem ist es sinnvoll, das eigenen Raumklima hinsichtlich Feuchte zu überwachen.   Informationen zur Profi-Version


Dicke Luft zu Hause
Schimmel führt die Schadstoffriege an

Immer mehr Menschen machen sich Sorgen wegen Schadstoffen in ihrem Wohnumfeld. Mit Abstand am häufigsten geben wuchernde Schimmelpilze auf feuchten Wänden und Decken Anlass zu Besorgnis. Das hat eine Umfrage von test bei umweltmedizinischen Beratungsstellen und Prüfinstituten im gesamten Bundesgebiet ergeben. Im Unterschied zu den Vorjahren blieb die Schimmelproblematik im Jahr 2002 jedoch nicht hauptsächlich auf die kühle Jahreszeit beschränkt: Das Hochwasser und der generell sehr feuchte Sommer ließen den Schimmelpilz zu einem ganzjährigen Phänomen werden.

Am zweithäufigsten sorgen flüchtige organische Verbindungen für dicke Luft in deutschen Wohnzimmern. Sie gelangen verstärkt nach Renovierungen und Umbauten in die Raumluft. Auch störende Gerüche von neu gekauften Möbeln und Teppichen wurden genannt. Auf Platz drei und vier folgen Holzschutzmittel-Altlasten und Formaldehyd. Es gast zum Beispiel aus alten Spanplatten aus.

Tipp: Wenn Sie sich Sorgen machen, dass Schimmelpilze, Lösemittel oder Holzschutzgifte Ihre Wohnung belasten, können Sie mit einfachen Analysen selbst prüfen, ob tatsächlich Gefahr für Ihre Gesundheit besteht. Fragen zu den Umweltanalysen beantwortet test donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr telefonisch unter 0 30/26 31 29 00.

02/2003  Dicke Luft zu Hause: Schimmel führt die...»


Klimaanlagen
Oft schlecht gewartet

Lüftungs- und Klimaanlagen werden oft schlecht gewartet und bergen Risiken für die Gesundheit. Das ist das Fazit einer Expertenanhörung im Berliner Abgeordnetenhaus, veranlasst durch einen Erkrankungsfall in einem Miethochhaus in Berlin-Marzahn. Ein Mieter hatte unter anderem Reizungen der Schleimhäute, Hals- und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen mit einer Lüftungsanlage in Verbindung gebracht.

Von Krankenhäusern abgesehen, gebe es kaum regelmäßige Wartungen, so Prof. Henning Rüden, Hygieniker an der Freien Universität Berlin. Er fordert mindestens jährliche Inspektionen, die bisher nicht gesetzlich verbindlich vorgeschrieben sind. Dabei seien die Mehrkosten auf die Miete mit etwa 0,4 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche sehr gering. Private Bauherren, die aufgrund der neuen Energieeinsparverordnung eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erwägen, sollten im eigenen Interesse von vornherein auf kurze Schächte und einfache Wartung achten.

Hygienisch besonders bedenklich sind schlecht gewartete Klimaanlagen. Hier wird die angesaugte Frischluft be- und entfeuchtet. Im Tauwasser können sich Bakterien und Schimmelpilze vermehren. Durch den Luftstrom werden sie abgerissen und in die Räume getragen.

11/2002  Klimaanlagen: Oft schlecht gewartet»


t200102049sb01.tif (20472 bytes)   Schimmel im Haus
  Gefährliche Mikroben

Schimmel in der Wohnung macht krank. Doch viele Menschen sind sich der Problematik von Schimmelpilzen oft nicht bewusst. Denn die Sporen der Schimmelpilze zählen zu den bedeutendsten Innenraumallergenen. Wir analysieren Ihre Probe auf eine mögliche Schimmelpilzbelastung Ihrer Wohnräume und geben Tipps und Handlungsempfehlungen. (47 Euro)

10/2002  Schimmel im Haus: Gefährliche Mikroben»


Leserfrage
Schimmel durch zu viel Lüften?

Im Sommer ist mein Keller immer wieder feucht und ich fürchte, dass sich da Schimmel ausbreitet. Dabei lüfte ich wirklich andauernd. Was soll ich bloß tun?

So paradox es klingt: Weniger lüften. An warmen, schwülen Sommertagen können ständig geöffnete Kellerfenster mehr schaden als nützen. Denn mit der Frischluft dringt auch viel Feuchtigkeit ins Haus. Kühlt sich diese Luft an den kalten Kellerwänden ab, kann sie das Wasser nicht mehr halten. Es kondensiert an Wandflächen, Böden und Rohren - ähnlich wie an einer Getränkeflasche, die man im Sommer aus dem Kühlschrank holt. Wer Feuchte- und Schimmelproblemen vorbeugen will, sollte die Kellerräume im Hochsommer nur in den frühen Morgenstunden lüften, wenn es draußen noch kühl ist.

08/2002  Leserfrage: Schimmel durch zu viel Lüften?»


Miete mindern
Der Puls steigt, die Miete sinkt

Schimmel an den Wänden, undichte Fenster oder Lärm aus einer Nachbarwohnung - Mieter müssen dies nicht einfach hinnehmen. In vielen Fällen können sie die Miete kürzen. Im Allgemeinen gilt: Kann ein Wohnraum nicht mehr das bieten, was Mieter von jeder Wohnung erwarten dürfen, ist ein Mangel vorhanden. Doch der Mieter muss ein paar Regeln beachten, damit er seine Zahlungen auch tatsächlich kürzen darf. So muss er immer den Vermieter über einen bestehenden Mangel informieren. Zudem sollten Mieter Beweisfotos machen und sich bei Bedarf auch Zeugen herbeiholen. Das ist besonders wichtig, wenn dem Mieter vorgeworfen wird, den Schaden selbst verursacht zu haben.
FINANZtest sagt, wann Mieter ihre Zahlungen kürzen dürfen und was sie dabei unbedingt beachten müssen.

07/2002  Test Miete mindern: Der Puls steigt, die Miete sinkt»


Mittel gegen Schimmel
Was den Pilz killt

Schimmel in der Wohnung ist nicht nur hässlich, sondern auch gefährlich. Die Pilzsporen können Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Erkrankungen der Atemwege sind möglich. Außerdem produzieren die Pilze Gifte. Die können den Körper schädigen und im Extremfall sogar Krebs erzeugen. Deshalb gilt: Vorsicht bei muffigem Geruch, Wasserflecken und feuchten Fenstern. Die Ursache muss erkannt und beseitigt werden.

Massiver Schimmelbefall ist eine Sache für Profis. Chemikalien gegen Schimmelsporen können auch für Menschen schädlich sein. Kleine Schimmelflecken lassen sich dagegen selbst bekämpfen: Etwa mit einem Spray. Hausmittel mit sehr guter Wirkung gegen Schimmel sind Alkohol und Essigessenz.

Im Test: 24 Produkte zur direkten oder vorbeugenden Schimmelbekämpfung -Sprays, Farben, Grundierungen, Farbzusätze und Hausmittel. Preise: 1,55 bis 118 Euro.

05/2002  Test Mittel gegen Schimmel: Was den Pilz killt»


Schimmel.tif (11512 bytes)  Wohngifte
  Schimmel auf Platz 1

Der Schadstoff, der in den Wohnungen der Bundesbürger die meisten Sorgen bereitet, ist der Schimmelpilz. Eine bundesweite Umfrage von test unter 20 umweltmedizinischen Beratungsstellen ergab: Die weitaus meisten Ratsuchenden erkundigen sich nach den Gesundheitsgefahren durch Schimmel. Die Pilze, die an feuchten Wänden wuchern, können zum Beispiel Allergien und Asthma hervorrufen.

Auf Platz zwei folgen Holzschutzmittel. Etwa gleich häufig wird nach Formaldehyd sowie giftigen polychlorierten Biphenylen (PCB) und Krebs erzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gefragt. PCB wurde früher häufig in Dichtungsmassen eingesetzt, PAK in Parkettklebern. Vor allem in jüngerer Zeit, so die umweltmedizinischen Berater, ist ein weiteres Thema hinzugekommen: Die aktuelle Diskussion um eventuelle Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk und Elektrosmog hat viele Menschen verunsichert.

Die Berater an den Landesgesundheitsämtern und Universitäten geben Auskunft über den aktuellen Stand der Wissenschaft und wirken so auch zum Teil unnötigen Ängsten entgegen.

02/2002  Wohngifte: Schimmel auf Platz 1»


Kurzmeldung: Wasserverdunster
Vorsicht, Schimmel!

Geräte zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bergen die Gefahr, die Schimmelpilzbelastung in Wohnräumen zu erhöhen. In den meisten Wohnungen ist eine zusätzliche Raumluftbefeuchtung völlig überflüssig. Ein Zuviel schadet nur, weil das Wasser dann vor allem an kalten Außenwänden kondensiert. Oft ist Schimmelbefall die Folge. Die Wirkung von Luftbefeuchtern deshalb immer mit einem Hygrometer kontrollieren. Unbedingt die Anleitungen beachten, regelmäßig reinigen und Saugpapiereinlagen austauschen.

12/2001  Wasserverdunster: Vorsicht, Schimmel!»


Kurzmeldung: Schimmel im Keller
Vorsicht im Sommer

Viel Lüften ist gegen Feuchtigkeit und Schimmel gut, vor allem häufiges kurzes "Stoßlüften" an kalten Wintertagen. Anders an heißen Sommertagen: Vor allem in kühlen Kellerwohnungen hat Lüften hier den gegenteiligen Effekt. Wenn feuchtwarme Luft auf die kalten Wände trifft, kondensiert der Wasserdampf. Probleme mit der Feuchte nehmen zu. An solchen Tagen die Fenster und Türen von Kellerräumen geschlossen halten. Lüften Sie stattdessen in den frühen Morgenstunden.

08/2001  Schimmel im Keller: Vorsicht im Sommer»


  Mit Feuer gegen Schimmel

An einer Außenwand haben wir Schimmel in der Wohnung. Die Tapete ist schon entfernt. Mein Mann will die Schimmelspuren auf dem Putz mit seiner Lötlampe bekämpfen. Ist das sinnvoll?

Im Prinzip ja. Wird die Lötlampe langsam über den Putz bewegt, tötet die Hitze der Flammenspitze zuverlässig Pilze an der Oberfläche ab. Organische Materie verglüht. Aber Vorsicht: Damit aus dem Schimmelschaden kein Brandschaden wird, darf nichts Brennbares (zum Beispiel Holz, Tapete oder gar Vorhangstoff) in der Nähe sein. Die Methode eignet sich nur für feste mineralische Untergründe aus Stein oder Putz, die nur oberflächlich schimmlig sind.

Voraussetzung ist Erfahrung im Umgang mit der Lötlampe. Allergiker und Personen mit geschwächtem Immunsystem dürfen den Schimmel auf keinen Fall selbst bekämpfen. Ansonsten gilt: Wegen umher fliegender Schimmelsporen ist Arbeitsschutz wichtig. Also Türen zu und Fenster auf. Je nach Ausmaß des Schadens kann es sinnvoll sein, mit Atemschutz zu arbeiten, danach zu duschen und die Kleidung zu waschen (Kochwäsche). Außerdem sollte anschließend gründlich gesaugt werden. Dabei das Fenster geöffnet lassen, damit Sporen, die den Filter passieren, ins Freie gelangen (Filterbeutel danach wechseln).

Das Wichtigste: Anschließend müssen die Ursachen für den Schimmelbefall (zu viel Feuchtigkeit) beseitigt werden.

06/2001  Mit Feuer gegen Schimmel»


Schimmelpilze
Der Vermieter muss zahlen

Schimmelflecken sind Mängel der Mietsache, sie gefährden die Gesundheit der Bewohner. Sind Baumängel schuld am Schimmel, muss sie der Vermieter beseitigen. Bis die Wohnung saniert wird, kann man die Miete kürzen.

Weigert sich der Vermieter, die Sanierung zu zahlen oder die Mietminderung zu akzeptieren, hat er im Streitfall die Beweislast. Er muss belegen, dass der Mieter zu wenig gelüftet und geheizt hat und der Schimmel nicht auf Baumängeln beruht, wie etwa einer schlechten Dämmung der Wand.

Vom Mieter kann nicht verlangt werden, dass er ständig lüftet. Allerdings reicht es auch nicht, das Fenster zu kippen. Mehrmals täglich sollte man für kurze Zeit auf Durchzug lüften.

Wenn der Vermieter sanieren muss: Bloßes Überstreichen der Flecken mit Farben oder Mitteln, die den Schimmelpilz abtöten, reicht nicht aus. Mit Pilzen befallene Stellen an Putz und Tapete sollte ein Maler vollständig entfernen.

Tipps für Betroffene:
- Wenn Sie wie allgemein üblich gelüftet und geheizt haben, fordern Sie Ihren Vermieter schriftlich zur Sanierung auf.
- Fragen Sie bei Nachbarn oder Vormietern, ob es früher schon einmal Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel gab. Falls ja, sind sehr wahrscheinlich grundlegende Baumängel die Ursache.
- Wenn der Vermieter sich auch nach erneuter schriftlicher Aufforderung stur stellt, haben Sie das Recht, den Schimmelpilz selbst beseitigen zu lassen. Bei Baumängeln als Ursache muss der Vermieter später die Kosten ersetzen.
- Informieren Sie sich beim Mieterverein in Ihrer Stadt über Mietminderung und Klageweg.

Deutscher Mieterbund
Aachener Straße 313
50931 Köln
Tel. 02 21/94 07 70
www.mieterbund.de

10/2000  Schimmelpilze: Der Vermieter muss zahlen»


Alte Schimmelflecken
Wenn der Pilz immer noch lebt

Schimmelflecken können selbst nach einer Behandlung mit chemischen Mitteln noch wuchern und Pilzsporen an die Raumluft abgeben - zumindest dann, wenn erneut Feuchtigkeit eingedrungen ist. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Schimmelpilzanalyse zu erweitern. Die Pilzprobe kann nun auch direkt von der Wand auf die Analyseplatte aufgetragen werden.

Bisher untersuchten wir nur die Raumluft. Mit der neuen Analyse können Sie herausfinden, ob der Pilz an Ihren Wänden noch lebt und wie gefährlich er ist. Einige Schimmelpilzarten rufen Allergien und Infektionen hervor, manche können sogar Krebs erzeugen.

Tipps: Wenn die Analyse den Schimmelverdacht bestätigt: Beseitigen Sie die Ursache für Schimmel, also die zu hohe Feuchtigkeit - durch richtiges Lüften, Heizen und durch eine gute Wärmedämmung.

Auch Wasserschäden müssen saniert werden. Notfalls müssen Sie den Schimmel von fachkundigen Handwerkern vollständig entfernen lassen: Tapete abziehen und gegeben Falls auch den Putz vorsichtig abklopfen. Arbeitsschutz ist dabei wichtig, vor allem Staub ist zu vermeiden.

07/2000  Alte Schimmelflecken: Wenn der Pilz immer noch lebt»


Tipps gegen Kondensat an Ihren Fenstern
Kondenswasser: Ursache und Abhilfe
VELUX Faltprospekt 2002 (Auszug)

LUFTFEUCHTIGKEIT
Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viel Feuchtigkeit innerhalb eines Tages an die Raumluft abgegeben wird? Neben den Zimmer- und Topfpflanzen sorgen das Kochen, Duschen, Baden oder Wäschewaschen und vor allem das Wäschetrocknen dafür, dass die Luft mit Feuchtigkeit angereichert wird. Hinzu kommt das Atmen und Schwitzen des Menschen. Allein in der Nacht macht das bis zu einem halben Liter pro Person aus, der an die Raumluft abgegeben wird. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt kommt insgesamt innerhalb von 24 Stunden auf bis zu 12 Liter. Diese Feuchtigkeit kann auf längere Sicht zu Schimmel, Material und Gesundheitsschäden führen. Am wirkungsvollsten verhindern Sie das durch regelmäßiges Lüften.

RAUMTEMPERATUR
Um Kondensat zu vermeiden, sollte die Raumtemperatur so konstant wie möglich gehalten werden. Gesund wohnen Sie, wenn Sie eine gleich bleibende Raumtemperatur von 21 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 40% in Ihren Räumen halten. In diesem Klima haben Sie auch kaum Probleme mit Kondenswasser an den Fensterscheiben.

comment.gif (1022 bytes)  Da haben Sie halt ein Problem, wenn Sie bei 21°C im Schlafzimmer nicht zur Ruhe kommen. Bei geöffnetem bzw. an gekipptem Fenster zu schlafen, muss man sich eben abgewöhnen. - Hat sich der Mensch den "modernen" Bau- und Wohnverhältnissen anzupassen - oder die Häuser den Menschen?


Richtiges Lüften beim Heizen

Es war einmal...
Trockene Luft

Ja, das war früher typisch für das Klima in den Wohnungen. Heute ist das meist ganz anders, oft zeigt sich sogar Feuchtigkeit an den Wänden, Decken und Ecken. Und nicht selten wuchern unversehens dort ganze Pilzkulturen - unerwünschte graue und schwarze Schimmelpilze.

Wie kommt das? - Bevor uns 1973 die erste Ölkrise schockte, war Heizenergie spottbillig Wer dachte damals daran, sämtliche Ritzen in dun Wohnungen sorgfältig abzudichten? Und wurde es einmal zu warm, dann stellte man nicht die Heizung ab, sondern riss die Fenster auf. Heute heißt nun aber die Devise:

Energie sparen!

Man heizt nicht mehr so hoch, man hat besser „isoliert" (wärmegedämmt) und lüftet nicht mehr so ausgiebig. Und nun treten nach und nach ungewohnte Probleme in den Wohnungen auf. Plötzlich ist da

Feuchtigkeit!

Muss das sein? - Nun, das lässt sich vermeiden, dazu müssen Sie aber dir Zusammenhänge kennen zwischen
- Wohnung, Wohnverhalten Raumklima - und speziell zwischen  - Temperatur, Lüftung, Feuchtigkeit.

Wohnen

als lebensnotwendiges Grundbedürfnis des Menschen setzt Wohnungen voraus, die unabhängig von der Bauart ein behagliches, gesundes Raumklima haben. Das ist leicht gesagt, aber trotz einer bei uns hoch entwickelten Bautechnik nicht immer der Fall. Wollen wir der Sache auf den Grund gehen, so müssen wir zunächst fragen:

Ist unser Wohnverhalten richtig?

Obgleich uns unsere „vier Wände" sehr vertraut erscheinen, so ist es doch zweckmäßig, über das Thema „Wohnverhalten und Raumklima" hin und wieder nachzudenken. Hier wird Ihnen gezeigt, wie Wärme und Feuchtigkeit von innen und außen auf die Wohnung einwirken.

Von außen: Sonne, Regen, Lufttemperatur und Luftfeuchte. Und von innen: Heizen, Kochen, Duschen oder Baden, Lüften.

Und nicht zu vergessen: Wärme und Feuchtigkeit, die der Mensch und die Zimmerpflanzen abgeben - und das ist weit mehr als man meinen möchte.

Feuchtigkeitsabgabe (Verdunstung) in Wohnungen bei Zimmertemperatur (20°C)
    Mensch, leichte Aktivität 30- 40 g pro Stunde
    Trocknende Wäsche (4,5 kg Trommel)        
    -  geschleudert 50-200 g pro Stunde
    -  tropfnass 100-500 g pro Stunde
    Zimmerblumen (z. B. Veilchen) 5 - 10 g pro Stunde
    Topfpflanzen (z. B. Farn) 7- 15 g pro Stunde
    Mittelgroßer Gummibaum 10- 20 g pro Stunde
    Freie Wasseroberfläche (Aquarium) ca. 40 g pro Quadratmeter und Stunde
    
Rechnen wir einmal durch, wie viel Innen-Feuchte in einem mittelgroßen Wohnzimmer entstehen kann:
5 Topfpflanzen (je 10 g Wasser pro Stunde) geben an die Luft ab: 50 g pro Stunde
Dazu noch ein Gummibaum mit: 20 g pro Stunde
Und ein Aquarium (Inhalt 250 Liter): 10 g pro Stunde
Macht zusammen pro Stunde 80 g Wasser, das verdunstet wird - und schon dieses bisschen läppert sich in 24 Stunden zu 1920 g Wasser zusammen - das sind fast 2 Liter!

Nun kommt aber noch der Mensch dazu - und der „feuchtelt" weit mehr als ein Gummibaum, nämlich 40 g Wasser pro Stunde. Wenn er sich in diesem Raum auch nur 8 Stunden am Tag aufhält, dann kommen zu den 1920 g Wasser von Pflanzen und Aquarium nochma1320 g hinzu. Bei 3 Personen gibt das in 8 Stunden schon fast 1 Liter.

Die Feuchteemission beim Kochen in der Küche und beim Baden und Duschen im Badezimmer kommt auch hinzu. Es können bis zu 12 Liter Wasser pro Tag in der Wohnung entstehen.

Ja... wo bleibt denn das ganze Wasser?

Und wie wirkt sich das aus?
- Durch die Wohnfeuchtigkeit erhöht sich die Raumluftfeuchte.
- Hohe Raumluftfeuchte kann zu Tauwasser, Schimmel und damit zu Gesundheits- und Materialschäden führen.
- Die Wohnfeuchtigkeit muss also wieder raus aus dem Raum, und zwar durch Lüften.

Luft kann nur eine bestimmte Menge Wasserdampf aufnehmen, und die hängt ab von der Temperatur: Je wärmer die Luft, desto mehr kann sie speichern, bis sie gesättigt ist. Der Sättigungsgrad der Luft kann durch ein Hygrometer gemessen und als relative Feuchte abgelesen werden.

Was heißt relative Luftfeuchtigkeit?

Wie viel Wasserdampf die Luft im Raum höchstens aufnehmen kann, das hängt von der Temperatur ab
20°C: 1 Kubikmeter Luft kann bis zu 17,5 g Wasser aufnehmen
- erst dann ist der Sättigungspunkt erreicht (100% relative Luftfeuchte).
0°C: 1 Kubikmeter Luft kann nur 5.0 g Wasser aufnehmen
-  auch das sind dann 100% relative Feuchte.

Bei einer relativen Feuchte von 100% ist die Luft voll gesättigt, 50% bedeuten demnach, dass sie nur halb gesättigt ist und noch mal die gleiche Menge Wasserdampf aufnehmen könnte. Andersrum gesagt: Je niedriger die relative Feuchte. desto trockener die Luft, und desto geringer ist die Gefahr der Tauwasser- und Schimmelbildung.

Nun kann sich ja die Temperatur schnell ändern - beispielsweise, wenn man die Heizung abdreht. Und dann passiert' s: Warme, feuchte Luft, die sich abkühlt. kann die Feuchtigkeit nicht mehr ganz halten, und was ihr zuviel wird, das schlägt sich als Tauwasser (manche nennen es Schwitzwasser) nieder.

So entsteht Tauwasser: Wenn sich Luft von 20°C auf 0°C abkühlt. gibt sie je Kubikmeter dabei 12,5 g Tauwasser ab (17,5 g minus 5.0 g). Umgekehrt: Wird feuchte Luft von 0°C auf 20°C erwärmt_ kann sie bis zur Sättigung zusätzlich 12,5 g Wasser aufnehmen.

Also: Erwärmt sich kalte Luft, dann wird sie dabei relativ trocken und kann dann noch Feuchtigkeit aufnehmen. Wird sie zu trocken, sinkt also die relative Feuchtigkeit, dann tut das weder den Möbeln noch uns Menschen gut.
Aber in einer „Waschküche" mit 80% Luftfeuchte zu wohnen, ist auch nicht gesund und hat Schäden zur Folge. Um die 40 bis 50% Luftfeuchte: Das wäre am besten.

Die Temperatur, bei der die Luft das Wasser nicht mehr halten kann, hängt von der relativen Luftfeuchte ab und wird Taupunkt genannt. Was an diesem Punkt passiert, das kennt jeder aus eigener Erfahrung. Ein paar Beispiele:

  • Durch Wärmeabstrahlung in der Nacht können Oberflächen kälter w erden als die Luft. Wenn dabei der Taupunkt unterschritten wird, schlägt sich die Feuchtigkeit auf ihnen nieder. Besonders deutlich sieht man das nach kühlen Nächten auf Autos, Dächern und Fensterscheiben. Und wenn es kalt genug ist, dann gibt es Reif.
  • Wenn man ein sehr kühles Getränk einschenkt, beschlägt oft das Glas - auch das zeigt an, dass der Taupunkt unterschritten wurde.
  • Jeden Brillenträger stört immer wieder mal, dass seine Augengläser plötzlich beschlagen, wenn er aus der Kälte in einen warmen Raum kommt. Der Taupunkt wird dabei um so eher unterschritten, je kälter die Brille und Je feuchter die Raumluft ist.
  • Luft über einer Wasser- oder Moorfläche ist bei Windstille fast völlig "gesättigt". Kühlt es abends auch nur gering ab, so wird der Taupunkt unterschritten. Winzige Wassertröpfchen fallen aus. Ergebnis Nebelschwaden

Die Sache mit dem k-Wert

Je besser ein Haus „isoliert" (wärmegedämmt) wird, desto kleiner ist der Wärmeverlust (Wärmedurchgang) durch Mauern oder sonstige Bauteile. Messgröße für den Wärmedurchgang ist der Wärmedurchgangskoeffizient - man spricht abgekürzt meist nur vom k-Wert, und von dem war in den letzen Jahren ja sehr viel die Rede.

Je günstiger der k-Wert, das heißt je kleiner, desto niedriger sind die Heizkosten. Kann die vom Heizkörper aufsteigende Warmluft ungehindert an Wänden und Decken vorbeistreichen, dann hängt die Oberflächen- Temperatur weitgehend davon ab, wie gut oder wie schlecht diese Bauteile wärmegedämmt sind - also vom k-Wert.

Anders sieht die Sache überall dort aus, wo die Luftumwälzung behindert ist, also in Ecken. an Fensterlaibungen, Nischen und nicht zuletzt hinter Möbeln, die an Außenwänden stehen. Überall dort ergeben sich zwangsläufig niedrige Temperaturen. Außerdem kommt's auch noch auf den Standort des Heizkörpers an: Ecken und Wandflächen, die weit von ihm entfernt sind, werden entsprechend weniger aufgewärmt - und genau dort kann sich deshalb am ehesten Tauwasser niederschlagen.

Regen - Tau - Schimmel

Hier erkennen Sie beispielsweise die Luftumwälzung und Temperaturen in einem durch Heizkörper erwärmten Raum. Bei 22°C in der Raummitte weichen die Temperaturen an anderen Stellen nach oben oder unten ab -je nach Luftumwälzung und Wärmedämmung der Bauteile.

Am wärmsten ist die Ecke direkt über dem Heizkörper, am kältesten die Ecke zwischen Außenwand und Decke, weil vom Heizkörper am weitesten entfernt. Günstiger sieht's dagegen in der Ecke zwischen Außenwand und Fußboden aus - aber das ändert sich sofort, wenn an diese Wand ein Schrank gestellt wird.

Noch einmal, denn das ist wichtig: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Und das ist gut so, sonst gäb´ s kein Leben auf der Erde. Denn sowohl Regen wie auch Tau entstehen durch Abkühlung, weil die Luft dann nicht mehr so viel Feuchtigkeit halten kann.

Regen entsteht, wenn feuchtwarme Luftmassen hochsteigen und sich dabei abkühlen. Auch wenn's uns oft nicht in den Kram passt: Gegen dieses Naturgesetz kann der Mensch nichts tun - außer einen Schirm aufspannen. Tauwasser in Wohnungen entsteht immer dann, wenn die Luft im Raum zu feucht oder die Wand zu kalt ist. Dagegen kann man aber was tun: Mehr lüften. Richtig heizen. Und besser wärmedämmen.

An Wandflächen, die lange Zeit feucht sind, kann sich Schimmel einnisten, wenn er dort auch noch Nahrung findet. Ein guter Nährboden für den Schimmelpilz sind Papiertapeten, Leimfarben und andere organische Anstriche. Er begnügt sich aber auch mit Staub - nur schön feucht will er's.

In Neubauten ist die Schimmel-Gefahr groß - einfach deshalb, weil da im     Mauerwerk und Beton fast immer noch Baufeuchtigkeit drinsteckt, die zur Wohnfeuchtigkeit hinzukommt. Deshalb hat man früher in neuen Häusern erst einmal nur einen Kalkanstrich gemacht, und erst wenn alles „trockengewohnt" war, wurde tapeziert. Wer in einem Neubau gleich tapezieren will, der muss die Wohnung besonders gut warm halten und viel mehr lüften. Auch wenn man dabei gutes Geld zum Fenster hinausheizt; Schimmelpilze an der Wand sollten unbedingt vermieden werden; denn sie sind gesundheitsschädlich. Ihre Sporen werden in der Luft verwirbelt und gelangen durch Einatmen in die tieferen Atemwege, wodurch Allergien und Erkrankungen verursacht werden können. Auch Lebensmittel verderben schneller und können sogar giftig werden.

Stoß oder Spalt

Es gibt zwei Methoden, frische Luft hereinzulassen. Die erste: Man reißt alle Fenster und Türen sperrangelweit auf und erzielt so in kürzester Zeit einen völligen Austausch zwischen Raumluft und Außenluft. Der Fachmann nennt so was eine Stoßlüftung.

Die zweite: Man will einen langsamen Luftaustausch und öffnet daher das Fenster nur einen Spalt - daher der Name Spaltlüftung. Die Feststellungsmöglichkeit der Fensterflügel bei unterschiedlicher Öffnungsbreite ist für diesen Fall wichtig. Heute erfolgt dies meist über Kippstellung der Fenster.

Häufig sorgen alte, verzogene und nicht dicht schließende Fensterrahmen für eine ständige Spaltlüftung. Man könnte in solchen Fällen von einer Zufallslüftung sprechen - und die ist eigentlich nicht erwünscht und nicht sinnvoll. Als der Liter Heizöl noch um wenige Pfennige zu haben war, mochte das egal sein. Was wir aber heute anstreben sollten, ist eine gezielte Bedarfslüftung. Dabei ist jedoch aus Gesundheitsgründen eine absolute Dichtheit der Fenster auch nicht das Richtige.

Einen gewissen Mindestluftaustausch brauchen wir!

Es sollte immer so viel gelüftet werden, dass möglichst wenig Heizenergie verpulvert wird und gleichzeitig ausreichend frische Luft zum Atmen zur Verfügung steht. Mit jedem Kubikmeter warmer Raumluft, den man raus lässt und durch kalte Außenluft ersetzt, geht auch Wärme verloren. Andererseits: Jeder Kubikmeter Außenluft verringert die Feuchtigkeit im Raum, und zwar umso mehr, je kälter es draußen ist. Wir wissen ja: Kalte Luft ist trockener als warme.

Wer richtig lüften will, muss sich erst mal darüber klar sein, warum er's überhaupt tut. Eigentlich gibt's nur zwei Gründe:
- Verbrauchte oder mit Schadstoffen belastete Raumluft soll gegen Frischluft ausgetauscht werden.
- Die Wohnfeuchte soll nach draußen geführt werden.

Für den Luftaustausch ein kurzes Stoßlüften - am besten sorgt man sogar für Durchzug. Bleibt jedoch die Quelle der Luftbelastung bestehen, muss länger gelüftet werden. Zur Feuchteabführung reicht das kurze Stoßlüften  grundsätzlich nicht. Die Stoßlüftung muss mehrmals wiederholt werden. Der Grund: Wenn in einem Raum Feuchtigkeit entsteht (egal ob durch Pflanzen, Menschen oder bestimmte Tätigkeit), dann schlägt sich diese schließlich an Oberflächen nieder (an kalten Stellen kann es dabei sogar zu „Schwitzwasser" kommen). Das geht  nur langsam vor sich, und ebenso langsam wird die Luftfeuchtigkeit von den Oberflächen wieder abgegeben.

Bei kurzem Stoßlüften würde also jedes Mal eine Restfeuchtigkeit zurückbleiben, und so könnten allmählich feuchte Stellen mit Schimmelbildung entstehen. Andererseits: Eine stundenlange Lüftung bringt´ s auch nicht: denn sie bewirkt, dass die Zimmerwände stark auskühlen. Die Frischluft erwärmt sich dann nur wenig, bzw. sehr langsam, sie kann kaum zusätzliche Mengen Wasser aufnehmen, und so wird die Feuchteabführung
verzögert.

Wenn's geht, sollte man bereits lüften, während besonders viel Feuchtigkeit entsteht - zum Beispiel in der Küche, wenn die Suppe tut' dem Herd dampft.

Sehr wichtig: Die hereinströmende Außenluft muss erwärmt werden. Dadurch sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit. und dann kann sie wie ein unsichtbarer Schwamm Wohnfeuchte aus dem Raum aufsaugen.

So hält man seine vier Wände trocken

Wie man richtig lüftet, das ergibt sich aus den Zusammenhängen zwischen der Temperatur drinnen und draußen, der Luftfeuchtigkeit und Materialfeuchtigkeit. Wenn Sie diese Broschüre bis hierher aufmerksam durchgelesen haben, können Sie nicht mehr viel falsch machen. Es kommen aber doch noch ein paar Hinweise dazu, die Sie ebenfalls beachten sollten:

  • Jeder Raum soll seiner Nutzung entsprechend beheizt werden. Wird ein Raum nicht ständig benutzt und geheizt, sondern nur zeitweise (z. B. am Wochenende oder am Abend), dann sollten Sie bedenken: Während des Aufheizens erwärmen sich die Wandflächen langsam, und deshalb kann sich dort Tauwasser bilden. Man muss dann vorübergehend stärker lüften als in einem ständig beheizten Raum.
  • In Wohnräumen ist die Gefahr von Feuchtigkeitsschäden am geringsten. Der Grund: Erstens werden die meist gut warm gehalten, und zweitens entsteht dort nicht so viel Feuchte wie etwa in der Küche oder im Schlafzimmer. Vergessen Sie aber nicht die Verdunstung von Zimmerpflanzen! Wenn Sie besonders viel Grün im Wohnzimmer haben, sollten Sie etwas mehr lüften.
  • Das für die Heizenergieeinsparung sehr wirksame „Nachtabsenken" (während der Nacht verringerte Temperatur von etwa 5°C) ist sinnvoll, wenn es mit der Wohnungslüftung richtig abgestimmt ist. Nur ausreichend „trockene Luft" verträgt eine Temperaturerniedrigung ohne ins „Schwitzen" zu kommen.
  • Art und Anordnung der Heizkörper, aber auch die Möblierung haben Einfluss auf die Luftumwälzung und damit auf die Erwärmung der Wände. Deshalb kann in Außenecken oder -wänden, die durch einen Schrank zugestellt sind, leicht Schimmel auftreten. Oft lässt sich der Schaden durch Abrücken des Schranks (von der Ecke oder Wand weg) vermeiden.
  • Feuchtigkeit soll am besten bereits während des Entstehens hinausgelüftet werden (z. B. beim Kochen oder Wäschewaschen). Wo dies erst hinterher möglich ist (z. B. im Bad), muss aber umso gründlicher gelüftet werden. Besonders schimmelanfällig sind übrigens Badezimmer, in denen nach der Benutzung immer wieder die Heizung gedrosselt und nicht ausreichend gelüftet wird.
  • Die Feuchtigkeit im Schlafzimmer wird meist unterschätzt. Bedenken Sie: Während 8 Stunden gibt der Mensch rund 300 g Wasser ab (also fast einen Drittelliter), das zum Teil von der Luft, aber hauptsächlich von den Raumoberflächen aufgenommen wird. Wer nicht bei offenem Fenster schläft, der muss also untertags länger lüften.
    Was Sie nicht tun sollten: Ein unbeheiztes Schlafzimmer vor dem Zubettgehen dadurch ein bisschen zu temperieren, indem man die Tür zum beheizten Raum eine Weile offen lässt. Das ist ein Fehler mit Folgen; denn die warme Luft, die da einströmt, kann zwar relativ trocken sein - absolut aber trotzdem feuchter als im unbeheizten Schlafzimmer. Man darf sich also nicht wundern, falls sich dann an den kalten Wandoberflächen Tauwasser niederschlägt.
  • Raucher bringen zusätzliche Probleme. Es muss öfter stoßgelüftet werden unter Inkaufnahme der Heizenergieverluste. Besonders sind dabei die Gesundheitserfordernisse von Säuglingen, Kleinkindern, Allergikern und Nichtrauchern zu berücksichtigen.
  • Man sollte aber auch daran denken, sich durch die Abführung feuchter, verbrauchter Raumluft nicht mit Schadstoffen stark belastete Außenluft einzuhandeln. So sollte man möglichst an stark befahrenen Straßen während der verkehrsruhigen Zeit lüften.

Den Wohncomputer gibt's noch nicht

Fotografieren? Nur noch aufs Knöpfchen drücken - alles andere macht eine moderne Kamera mit ihrer Elektronik
selber. - Rechtzeitig schalten? Muss man nicht unbedingt: Es gibt ja Autos mit Automatik. - Geschirrspülen? Erledigt die Spülmaschine ganz allein, man braucht nur das passende Programm einzustellen. Und genau so beim Wäschewaschen.

Nur ein paar Beispiele dafür, wie uns die moderne Technik verwöhnt - und manchmal sogar das Denken abnimmt. Beim Wohnen allerdings tut sich da noch wenig: Ein Haus ist auch heute noch immer ein Haus und kein Wohnautomat, dem man nur die richtigen Behaglichkeitswerte einzuprogrammieren bräuchte. Nein, da muss man schon ein bisschen überlegen und selbst was tun. So wie es in dieser Broschüre erklärt und empfohlen wird.

Was aber,

wenn Sie alle Hinweise genau beachten - und dennoch kommt es zu Feuchtigkeitsbildungen? Dann dürften Baumängel die Ursache sein - beispielsweise eine zu geringe Wärmedämmung, ein undichtes Dach oder ein schadhafter Außenputz. Und da nützt dann noch so viel Heizen und Lüften nichts mehr.
Ein undichtes Dach muss in Ordnung gebracht werden.
Da muss ein Fachmann ran!

Diese Veröffentlichung des Bundesbauministeriums darf nicht während eines Wahlkampfes zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Schrift dem Empfänger zugegangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Bundesregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
7/1994
Herausgeber:
Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau,  Deichmanns Aue, 53179 Bonn
Im Auftrag bearbeitet durch Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Holzkirchen. Bearbeiter: Dr.-Ing. Helmut Künzel
Die Arbeit des Verfassers wurde unverändert übernommen. Sie gibt nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

comment.gif (1022 bytes)  Ein interessanter Exkurs in die nahe Vergangenheit. 2 Sätze halte ich für bemerkenswert:
Ein Haus ist auch heute noch immer ein Haus und kein Wohnautomat.
Gilt das heute - 9 Jahre später - auch noch?
Nein, da muss man schon ein bisschen überlegen und selbst was tun.
Z.B. die hermetisierenden Gummilippendichtungen der Fenster herausnehmen.
Schade, dass der Bearbeiter nicht weiter auf die DIN 18055 eingegangen ist. Außer alten, verzogenen und nicht dicht schließenden Fenstern gibt es auch noch neue, maßhaltige und hermetisierende Fenster. Immerhin löblich die Feststellung:
Dabei ist jedoch aus Gesundheitsgründen eine absolute Dichtheit der Fenster auch nicht das Richtige.

Lesen Sie zur Rolle der Fenster:
"Diese Auswertungen zeigen, dass unsere heutigen Fenster im Vergleich zu den gestellten Anforderungen viel zu dicht sind."

PS: diesen Artikel habe ich im März 2003 eingestellt. Dabei fiel mir ein makaberer Vergleich ein: wenn wir heutzutage 5 Mio. Arbeitslose haben, ist wenigstens hier das Problem der regelmäßigen Lüftung geklärt. Pech haben nur die, die arbeitsbedingt 10 Stunden außer Haus sind.


Warum traten die geschilderten Probleme früher viel seltener auf?

Der Grund hierfür dürfte sein, dass durch die früher niedrigeren Energiekosten die Räume meist stärker beheizt und häufiger gelüftet wurden. Für eine „Dauerlüftung" sorgten in Altbauten zum Teil undichte Fensterfugen. War die Luft trotzdem stark mit Wasserdampf angereichert, so bildete sich meist nur an einfach verglasten und dadurch besonders kalten Scheiben Schwitzwasser, welches über die Schwitzwasser-Sammelrinne in einem kleinen Röhrchen nach außen abgeleitet wurde. Bei Frost verwandelte sich das Schwitzwasser teilweise in bizarre Eisblumen. Auf diese Weise wurde der Feuchtegehalt der Luft ständig verringert.

Hinzu kommt, dass durch inzwischen hohe Heizkosten und durch die verbrauchsabhängige Abrechnung häufiger extrem sparsam geheizt und gelüftet wird. Dabei übersieht man leicht, dass übertriebenes Heizenergiesparen Energieverschwendung zur Folge haben kann.

Noch bevor äußerlich Schäden sichtbar werden, kann in die Außenwand von innen eingedrungener Wasserdampf in den kälteren äußeren Schichten zu Wasser kondensiert sein. Eine durchfeuchtete Wand leitet aber die teure Heizenergie bis zu dreimal so schnell nach außen. Trotz eingeschränktem Wärmekomfort wird in diesem Fall mehr Heizenergie verbraucht und die Bausubstanz geschädigt. Außerdem kann Schimmelpilzbildung gesundheitliche Gefahren heraufbeschwören.

Durch isolierverglaste und fugendichte Fenster ist die Scheibe als „Kondensatabscheider" entfallen, die selbsttätige Fugenlüftung fast ganz unterbunden worden.

aus: Richtig heizen und lüften, gesund wohnen
Hammonia-Verlag GmbH, Hamburg, 1999

comment.gif (1022 bytes) Dieses Merkblatt wird vermieterseitig gern weitergegeben, wenn es um Schimmel- Erscheinungen geht. Völlig korrekt der Hinweis darauf, dass "die selbsttätige Fugenlüftung fast ganz unterbunden" wird.

Lehrreich auch die Ausführungen zu in der Außenwand kondensierendem Wasserdampf. Genau diese Beschreibung trifft auch auf die viel beschworenen WDVS zu: "Noch bevor äußerlich Schäden sichtbar werden, kann in die Außenwand von innen eingedrungener Wasserdampf in den kälteren äußeren Schichten zu Wasser kondensiert sein. Eine durchfeuchtete Wand leitet aber die teure Heizenergie bis zu dreimal so schnell nach außen. Trotz eingeschränktem Wärmekomfort wird in diesem Fall mehr Heizenergie verbraucht und die Bausubstanz geschädigt. Außerdem kann Schimmelpilzbildung gesundheitliche Gefahren heraufbeschwören."

Das ist das Kardinalproblem bei Wärmedämmung - trotz bzw. gerade wegen U-Wert!


Messkurve Raumfeuchte und -temperatur

Übertriebenes Sparverhalten bringt es mit sich, dass die Heizung "runtergedreht" wird und dass die Fenster zu bleiben. Dank hermetisierender Gummilippendichtung wird somit jeglicher Luftwechsel unterbunden. Es ist jedoch nicht nur übertriebene Sparsamkeit oder Geiz die Ursache - vielmehr bekommen die Menschen förmlich eingebläut, was beim Lüften für immense Lüftungswärmeverluste hervor gerufen werden. Bei angebrachtem WDVS oder selbst bei monolithischer Bauweise (mit gutem Dämm- und Speichervermögen) erhöht sich natürlich der Anteil der Wärmeverluste durch Lüftung - denn die Summe wird allemal 100% bleiben. So werden schnell mal aus 15% nunmehr stolze (oder soll man sagen: beängstigende?) 30%. So lässt sich dem angsterfüllten Bewohner leichter suggerieren, dass er nun (nach WDVS und Iso-Fenstern) auch noch in eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung investiert. Doch wie viel sind denn 15 oder 20 oder 30 %?

Messkurve - zum Vergrössern anklicken Auf dieser Grafik (zum Vergrößern anklicken) sehen Sie den Verlauf von rel. Luftfeuchte und Raumtemperatur. Gemessen wurde in einem Schlafzimmer bei offen stehender Tür zur Diele (somit größeres Luftvolumen, alle anderen Türen geschlossen) im Januar 2003.

Gemessen wurde mit Profi-Messgerät mit Hygro- und mit Thermosensoren, die Messintervalle waren auf 15 Minuten eingestellt. Die Grafik ist gezoomt. Die Messwerte sind aufgezeichnet, sie können als Excel-Tabelle exportiert werden - anschaulicher ist jedoch die grafische Auswertung.

Gemessen wurde vom 19.01.2003 19:45 Uhr bis 19.01.2003 10:15 Uhr. Was lesen wir aus der Grafik?

Die Bewohner heizen nicht im Schlafzimmer, die Raumtemperatur liegt zwischen 16 und 17 °C. Wann zu Bett gegangen wurde, lässt sich nicht bestimmen. Festzustellen ist eine konstante Zunahme der rel. Luftfeuchte. Selbst im kleinen Vorschaubild ist der steile Anstieg deutlich erkennbar: von rd. 55% auf rd. 66% innerhalb von ca. 12 Stunden! Die Quelle: Wasserdampf aus der Atemluft von 2 Personen. Die Raumtemperatur verändert sich nur unwesentlich. Es gibt einen geringen Anstieg, die Maxima liegen zwischen 16,4 und 17,4 °C.

Zwischen 8:15 und 8:30 Uhr stürzt die rel. Luftfeuchte nahezu ab, von rd. 66% auf rd. 51%. Dieser Wert pegelt sich kurz darauf wieder ein: auf die durchschnittlichen 55%. Weniger dramatisch erfolgt der Temperaturabfall: von 17,1°C auf gerade mal 14,6°C, mithin nur 2,5°C. Das Einpegeln auf den Durchschnitt von 16°C erfolgt recht schnell innerhalb von 1,5 Stunden (bei zugedrehtem Heizkörper im Schlafzimmer).

Die Ursache für den Abfall der Messwerte stellt der Vorgang des Lüftens dar, der von ca. 8:15 bis 8:45 Uhr dauert. Aber wieso steigt die Raumlufttemperatur wieder an, obwohl der Heizkörper nicht an ist? Die Wände, Decken (Dach- und Geschoss-) und Möbel haben Wärme gespeichert und geben sie an die Raumluft ab. Dass es dennoch warm ist liegt daran, dass aus den benachbarten beheizten Räumen (dazwischen liegen 10er GK- Wände) Wärme zufließt - dem Prinzip gehorchend: vom höheren zum niederen Niveau.

Ohne nun großartig herumzurechnen: riesig kann die Wärmemenge wahrhaftig nicht sein, die durch das Lüften entfleucht ist. Oder? Dafür sind aber 55% rel. Luftfeuchte ein guter Wert.

zk.gif (890 bytes) Informationen zum eingesetzten Messgerät


Schimmelimpf-Promotion

Architektur-&Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main
Tel.:09574-3011 Mob.:0170-7351557 Fax: 09574-4960
Altbau&Denkmalpflege Info: http://www.konrad-fischer-info.de


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Wulff,

schon erstaunlich, wie treuherzig Sie gestern in Berlin Mitte bei Illner den Anwalt der berechtigten Bürgerinteressen spielten. Fast wäre auch ich wieder mal darauf hereingefallen.

Doch dann erinnerte ich mich an Ihre Unterstützung der gemeinsten Bürgerabzocke, die uns seit der Sektsteuer gegönnt wurde: Das EEG und leider auch die EnEV. Was hat denn das mit bürgerfreundlicher Politik zu tun? CO2-Märchen und Klimaapokalypsen in die Welt setzen, um uns zu rupfen wie Weihnachtsgänse?

Na, da gibt es noch viel zu tun, wenn die faulen Kredite mal platzen. Bin schon mal gespannt, wie lange Sie und Ihre rotgelbgrünen Helfershelfer allerorten noch durchhalten mit diesem Ökommunismus.

Tipp: Schauen Sie mal zur Exposiedlung Kronsberg vor Ihrem Palast. Besser kann man gar nicht dämmen, dichten und Ökoenergie erzeugen. Und was kommt dabei energetisch rum? Über diesen Reinfall lacht die ganze Welt. Auch Ihre HAZ, man darf sich schon wundern. Das wird nur noch getoppt von den Feistschen Passivhäusern auf der hessischen Mathildenhöhe. Dort fahren die Gaslieferanten (Darm-Stadt!) ihre mobilen Gasheizgeräte nur winterabends an. Weil es den Passivbewohnern peinlich ist, wenn die nicht passivierten Nachbarn das aktive Frösteln in den unterbeheizten Dämmstoffbuden mitkriegen. Andere bauen gleich Kaminheizungen ein. Und prahlen dennoch mit Geringverbrauch am Zähler.

Was z. B. die schöne EnEV uns und den raffinierterweise dämmstoffproduzierenden Pharmariesen wirklich beschert, berichtet eine aktuelle, springermäßig arg durchsichtige Schimmelimpf-Promotion. Das gibt unserem krankmachenden Gesundheitssystem und der Abwehrkraft der deutschen Wohnbevölkerung sicher den Rest, wirklich fein von Euch ersonnen:

DIE WELT 27.5.03:
"Energie gespart, dafür Pilzsporen in der Lunge
Schimmel in isolierten Wohnungen verursacht zunehmend Allergien - Staub und Biomüll als Pilzdeponie
Von Ulla Bettge

Stuttgart - Zu einer schönen Altbauwohnung mit hohen Räumen gehören die passenden alten Fenster mit Charakter: Doch ... irgendwann (fällt) doch die Entscheidung: Neue, dichte Fenster müssen her. ... Der "Zwangsluftaustausch" ist (dann) blockiert - und Wärme und Feuchtigkeit liebende Schimmelpilzarten haben
ideale Lebensbedingungen. Das gilt ganz besonders für Niedrigenergiehäuser, die ... mit Kunststoff wie Styropor und Mineralwolle gepolstert werden.

... Einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zufolge haben mehr als 15 Millionen Bundesbürger - das entspricht etwa sieben Millionen Wohnungen - ein Schimmelpilzproblem in Wänden wie etwa Schwämme, die bei satten 85 bis 95 Prozent Luftfeuchtigkeit prächtig gedeihen. Tendenz steigend. ... Schimmel und feuchte Wände gab es schon immer. Während aber frühere Baumaterialien wie Ton, Lehm und Holz wasser- und luftdurchlässig waren, dichten Neubauten der letzten Jahrzehnte mit Beton und Polystyrol Innenräume hermetisch ab. Dispersionsfarben und Tapeten mit hohem Kunststoffanteil tun ein Übriges und schaffen eine Dampfsperre, die zu Feuchtigkeit zwischen Putz und Beschichtung führt. Zentralheizungen ... begünstigen ebenfalls hohe Konzentrationen von Raumfeuchte in Wohnungen, in denen der Wasserverbrauch im Vergleich zu den sechziger Jahren mit Toiletten, Dusche, Bad, Waschmaschine, Trockner um ein Vielfaches gestiegen ist. ...

In dicker ... Feuchtluft verteilen sich die krank machenden Keime überall - auch raum- und stockwerkübergreifend - und docken auch an Hausstaubpartikel an, mit denen sie durch die Atemluft wirbeln. ... Sporen werden über die Atemluft aufgenommen und gelangen dank ihrer nur mikroskopisch wahrnehmbaren Größe bis in die unteren Atemwege, so dass bei immungeschwächten Personen auch innere Organe Pilzerkrankungen erleiden können.

100 000 bisher bekannte Pilzarten und Hausstaubmilben sind die wichtigsten Lieferanten von Allergenen der Innenraumluft. Allergiker reagieren auf die "Luftverschmutzung" mit Schnupfen, Niesreiz, Atemnot, Husten bis hin zu schwerem Bronchialasthma. Neu für bestimmte allergische Erkrankungen ist eine Allergie-Impfung, die Betroffene dauerhaft heilen kann. ..."

Vor so viel Raffinement (von Raffen?) im windigen Solarzeitalter bin ich
vor großer Hochachtung so voll

Konrad Fischer


Bad ist Schimmelfalle Nummer eins

Durchschnittlich 34,9 Minuten verbringen die Deutschen täglich im Badezimmer. Das ist nicht viel, aber es reicht mitunter schon, um die Gesundheit zu gefährden. Denn der feuchte Raum ist eine ideale Brutstätte für Schimmelpilze. Wenn sich Silikonfugen und Tapeten schwarz verfärben, sieht das nicht nur unschön aus. Die Sporen und Gifte der Schimmelpilze können Allergien, Lungenentzündungen und andere schwere Krankheiten auslösen. Ist eine größere Fläche befallen, muss sofort gehandelt werden. Wer zu Anti-Schimmelmitteln greift, bekämpft die eigentlichen Ursachen jedoch nicht. Viel schlimmer noch:

Ein Drittel der von ÖKO-TEST getesteten Produkte kann Chlorgas freisetzen, das in der Lunge Salzsäure bildet und Schleimhäute und Atemwege verätzt. Was wirklich gegen Schimmelpilze hilft und wie man befallene Flächen am besten behandelt, darüber informiert das neue ÖKO-TEST-Kompakt Dusche & Bad. Das Heft im praktischen Pocket-Format ist ab sofort im Handel erhältlich.

Auf 130 Seiten beschäftigt sich das Kompaktheft mit allen Aspekten rund um die Badplanung, -gestaltung und -renovierung. Glaubt man dem Sanitärfachhandel, werden wir gerade von einer Wellness-Welle überrollt. Ob Duschpaneelen oder Whirlpools - im Bad mögen' s die Deutschen angeblich luxuriös. Wer neu baut, dem stehen tatsächlich alle Wege zum Traumbad offen.

Doch die Realität in bundesdeutschen Badezimmern sieht oft bahamabeige aus: Weil jedes zweite Bad seit mehr als 15 Jahren nicht renoviert wurde, müssen sich viele mit den Badewonnen der 70-er und 80-er Jahre auseinander setzen. Aber selbst alte Badezimmer lassen sich in neue Räume verwandeln, in denen man sich rundum und jahrelang wohl fühlt. Wichtig ist vor allem eine gründliche Planung. Manchmal helfen schon kleine optische Tricks, um zum Beispiel ein Schlauchbad größer erscheinen zu lassen. Und wer eigenhändig neue Fliesen verlegen möchte, erhält eine detaillierte Anleitung. Ein ganzes Kapitel beschäftigt sich zudem damit, worauf es bei der Auswahl von Waschbecken, Badewannen, Duschen, Toiletten und Armaturen ankommt. Außerdem hat ÖKO-TEST Wasserspar-Produkte und Duschvorhänge untersucht.

Quelle: Der Verbraucher-Newsletter, Artikel vom 30.06.2003
von Verbrauchernews.de


Beim Lüften die Wohnung nicht auskühlen lassen

Wer im Winter die Wohnung bei Abwesenheit tagsüber zu sehr auskühlen lässt, darf nicht mit Energieeinsparung rechnen. Der Energieaufwand zum Wiederaufheizen des ausgekühlten Mauerwerks macht die Einsparungen wieder zunichte. Aber nicht nur das: Die kurzfristig erzeugte warme Wohnraumluft kondensiert an den kühlen Wänden und ist mitverantwortlich für den immer häufiger beobachteten Schimmelbefall in Wohnungen.

Die Apothekenzeitschrift "BABY und die ersten Lebensjahre" rät zu einer möglichst gleichmäßigen Innentemperatur. Da Feuchtigkeit im Haushalt aus vielen Quellen stammt - kochen, Bad und Dusche, aber auch die ausgeatmete Luft - ist regelmäßiges Lüften unabdingbar. Wer ein gesundes Raumklima ohne Schimmelpilzentwicklung erreichen will, sollte mehrmals täglich für wenige Minuten die Fenster ganz öffnen. Gekippte Fenster reichen dafür nicht aus. Schimmel in der Wohnung kann ernsthafte Gesundheitsprobleme hervorrufen.

Am häufigsten sind Schimmelpilzallergien. Typisch sind Beschwerden wie Niesanfälle, Augenbrennen, Atemnot, Husten und Schnupfen.

Quelle: Der Verbraucher-Newsletter, Artikel vom 29.12.2003
von Verbrauchernews.de


Warnung vor gefährlichen Schimmelpilzen im Schlafzimmer

Unter Millionen deutschen Dächern machen sich zunehmend Schimmelpilze als unerwünschte Untermieter breit. Vor allem Schlafzimmer sind besonders häufig betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die für die Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test über 1.600 Schimmelpilzanalysen ausgewertet hat.

Ursache für den Schimmelpilzbefall ist zuviel Feuchtigkeit in den Räumen - oft eine Folge baulicher Mängel. In diesem Fall hilft nur eine grundlegende Sanierung, da sonst der Pilzbefall immer wieder kommen kann. Auch falsches Lüften und zu wenig Heizen begünstigen häufig das Massenwachstum der Mikroorganismen. Problematisch sind dabei die Pilzwucherungen selbst, ihre Sporen sowie giftige Stoffwechselprodukte, die zum Teil als muffiger Geruch wahrnehmbar sind. Schimmelpilze können allergische Reaktionen aber auch Infektionen der Atemwege hervorrufen. Besonders gefährdet sind dabei Menschen mit einem ohnehin geschwächten Immunsystem.

Wer Schimmelpilze in seiner Wohnung entdeckt, sollte unverzüglich dagegen vorgehen. Test gibt Tipps, wie sich zum Beispiel mit dem Hausmittel Alkohol Pilzbeläge wirksam bekämpfen lassen. Ausführliche Informationen finden sich auch unter http://verbrauchernews.de/cgi/goto?http://www.test.de. Wer sich Sorgen macht, ob gefährliche Schimmelpilze die Wohnung belasten oder ob ein verdächtiger Fleck an der Wand tatsächlich ein Schimmelbefall ist, kann für 47 Euro einen orientierenden Screeningtest durchführen lassen.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Warentest, 01.2004


Richtig Lüften im Winter
Regelmäßiger Luftaustausch verhindert Schimmelpilzbildung und spart Heizkosten

(IPH) Durch das Atmen und Schwitzen von Mensch und Haustier, durch Baden, Duschen und Kochen entstehen in jeder Wohnung täglich mehrere Liter Wasserdampf. Die Luft kann jedoch Wasser nur bis zu einem bestimmten Punkt aufnehmen. Ist der Sättigungsgrad erreicht – was einer Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent entspricht – schlägt sich der Wasserdampf an den kältesten Stellen nieder. Und dies sind in der Regel die Ecken an den Außenwänden eines Raumes. Auch verhindern Möbel oder lange Vorhänge, dass sich die Wände dahinter erwärmen und die Luft zirkulieren kann. Ideale Bedingungen für Schimmelpilze, deren Sporen in der Raumluft schweben.

Wichtig sind also möglichst freie Außenwände und ein regelmäßiger Luftaustausch. Ist keine Lüftungsanlage im Haus vorhanden oder schon in die Fenster integriert, muss von Hand gelüftet werden – und zwar richtig. Grundsätzlich gilt: Stoßlüften ist die beste Art, für schnellen Luftaustausch zu sorgen. Diese Lüftungsmaßnahmen sollte man gerade auch in der kalten Jahreszeit beibehalten. Denn dadurch wird nicht etwa wertvolle Energie verschwendet, indem die warme Raumluft nach außen geht. Das Gegenteil ist der Fall: Die hereinströmende Frischluft sorgt für ein trockenes, gesundes Innenraumklima. Und dieses wird als wärmer und angenehmer empfunden als die feuchte Luft, was den Energiebedarf reduziert. Ideales Klima in Innenräumen herrscht, wenn die Temperatur etwa 20 Grad Celsius beträgt und die Luftfeuchtigkeit bei 50 Prozent liegt. Verwenden Sie einen Temperatur- und Luftfeuchtemesser und probieren Sie am besten selbst aus, wie oft Sie die Stoßlüftung durchführen müssen, um diese Werte zu erreichen.

Ein ganz natürlicher "Feuchtigkeitsregulator" ist übrigens Holz: Möbel, Fußböden, Fenster und Türen aus Holz können Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder an die trockene Raumluft abgeben. Für Innenräume ist Holz also der ideale Werkstoff. (mh)

Quelle: Initiative Proholzfenster, 15.12.2004


Mit TS erfolgreich gegen Schimmel und Algen

Berlin, 27. August 2004. Mit der Oberflächen-Beschichtung TS lassen sich nicht nur die jährlichen  Heizkosten um bis zu 30 Prozent senken, TS schützt Wände und Fassaden auch vor Schimmel, Algen, Feuchtigkeit und Rissen. Das belegen die Erfahrungen zahlreicher Eigenheimbesitzer in ganz Deutschland.
Zu ihnen gehört der Malermeister Harald Richter von der Augsburger MABO GmbH. „Das kann gar nicht funktionieren“, dachte er, als er vor sechs Jahren zum ersten Mal von TS hörte. Bevor er bereit war, seinen Kunden die Hightech-Beschichtung anzubieten, wollte er sie im eigenen Haus testen. Zunächst beschichtete Harald Richter seinen Dachboden mit TS. Dort war es im Sommer oft unerträglich heiß. „Seit der Beschichtung ist der Raum im Sommer mindestens fünf Grad kühler“, stellte der Malermeister erstaunt fest und beschichtete weitere Räume in den unteren Stockwerken. Das Ergebnis: „Wir konnten die Heizung im Winter deutlich runterdrehen und zahlen jährlich rund 25 Prozent weniger Gaskosten.“

Seitdem bietet Harald Richter auch seinen Kunden TS an – mit großem Erfolg. Rund 50 Einfamilienhäuser hat er in den vergangenen Jahren außen oder innen mit TS beschichtet, alle Kunden waren mehr als zufrieden. „Ein Kunde hatte zum Beispiel immer Probleme mit seiner Fassade. Sie war rissig, Feuchtigkeit konnte eindringen, die Farbe blätterte ab. Spätestens alle zwei Jahre musste die Fassade erneuert werden“, berichtet Harald Richter. „Ich habe diesem Kunden TS empfohlen und die Fassade vor drei Jahren damit beschichtet. Sie sieht noch immer aus wie frisch gestrichen.“ Seitdem hat der Kunde auch den Saunabereich und drei Räume seines Hauses mit TS sanieren lassen. Weitere Zimmer sollen folgen.

Besonders in feuchten Räumen wie Bädern, Saunen und Wintergärten hat Harald Richter mit TS den Schimmel schon oft erfolgreich beseitigt. „Ich habe Wintergärten gesehen, die waren schwarzgrün vor Schimmel. Seit der Beschichtung mit TS sind dort nie wieder Probleme aufgetreten.“

24 Prozent weniger Feuchtigkeit im Mauerwerk

Ähnliche Erfahrungen machte sein Kollege Michael Marchler aus Berlin. Der Malermeister setzt TS seit Jahren erfolgreich zur Schimmel-Beseitigung ein und konnte auch sonst so manches Problem mit TS lösen: Algen an der Fassade, stark vergilbte Wände in den Häusern von Rauchern oder die rissigen Holzwände eines Bauingenieurs im brandenburgischen Fichtenwalde. „Für Holz gibt es nichts besseres“, ist der Michael Marchler überzeugt. „Und auch die von mir vor fünf Jahren beschichteten Mauerwerk-Fassaden sehen alle aus, als hätte ich gerade erst die Baustelle verlassen. Da ist nicht mal ein Staubkorn drauf. Außerdem verblasst TS nicht wie die meisten Farben durch die Sonne. So bleiben die Häuser viele Jahre schön.“

Auch feuchte Souterrains, die vorher unbewohnbar waren, lassen sich mit TS in gemütliche Räume verwandeln. „Im Gegensatz etwa zu Silikonfarben lässt sich TS problemlos auch auf feuchten Putz auftragen, ohne zu reißen oder Blasen zu schlagen,“ erklärt Michael Marchler. Seine Messungen an einem feuchten Sockel ergaben neun Monate nach der Beschichtung mit TS 24 Prozent weniger Feuchtigkeit im Mauerwerk. „Das zieht prima die Feuchtigkeit raus. Ich finde das wirklich bewundernswert, so etwas habe ich in meinen 35 Berufsjahren noch nicht gesehen“, so Marchler. „Und dabei kostet TS nicht viel mehr als eine normale Farbe.“

Da Michael Marchler mit seinen Kunden auch nach Abschluss der Renovierungsarbeiten in Kontakt bleibt, weiß er, dass fast alle Hausbesitzer deutliche Unterschiede bei den Heizkosten festgestellt haben. „Ehemals kalte, feuchte Wände sind jetzt trocken und warm. Auch wenn die Heizung mal länger ausgestellt ist, halten sich die Temperaturen“, hat der Maler festgestellt. „Und alle Kunden sagen, dass es im Sommer jetzt angenehm kühl ist im Haus.“ Zu ihnen gehört Eik Strzezyk, Besitzer einer Doppelhaushälfte in Petershagen bei Berlin. „Im Sommer heizt es sich drin längst nicht mehr so auf wie vorher, vor allem unter dem Dach. Dank TS können wir den Dachboden jetzt als Wohnraum nutzen“, berichtet er.

Jährlicher Heizölverbrauch um 500 Liter gesenkt

Warm, trocken und gemütlich ist es bei Siegfried Gulasch, seit er Anfang April 2004 Haus und Garage mit TS beschichten ließ. Sein Eigenheim in Rothenburg ob der Tauber wurde 1969 gebaut und die Fassade war seitdem nicht erneuert worden. Im Laufe der Jahre hatte der Putz den typischen graubraunen Farbton alter Häuser angenommen. „Anfangs war ich skeptisch, doch dann habe ich mir gesagt: Versuchs einfach, wenn es nicht funktioniert, hast du wenigstens einen schönen neuen Anstrich.“

Schon die Verarbeitung sorgte für Überraschungen, denn auch der von ihm beauftragte Malermeister betrat Neuland: „Er hat gesagt, mit einer Farbe, die sich so gut und sparsam verarbeiten lässt und dabei so gut deckt, hat er noch nie gearbeitet“, erinnert sich Siegfried Gulasch. Dass sich die Heizkosten mit TS tatsächlich erheblich senken lassen, stellte er nur kurze Zeit später fest. Der technisch interessierte Rentner begann nämlich sofort nach der Beschichtung Anfang April damit, drei Mal täglich zu festen Zeiten an festgelegten Punkten die Innen- und Außentemperaturen zu messen. Trotz konstant kühler Außentemperaturen und unverändertem Heizverhalten kletterte die Innentemperatur binnen zwölf Tagen um zwei Grad. Seitdem liegt die Raumtemperatur konstant bei angenehmen 22 Grad, egal ob draußen sonnige 25 Grad oder regnerische 14 Grad herrschen. „Ich werde dadurch in diesem Jahr rund 500 Liter Heizöl sparen und damit meine Kosten um mindestens 20 Prozent senken“, so Siegfried Gulasch. „So habe ich die Kosten für die Sanierung in wenigen Jahren wieder eingespart.“

In den vergangenen Wochen hat Siegfried Gulasch außerdem beobachtet, dass Regenwasser nicht mehr in der Wand versickert, sondern in Richtung Boden abläuft. „TS scheint das Haus wie eine Haut zu umschließen, ein richtiges Schutzschild eben. Und das strahlende Elfenbein sieht richtig schick aus. Ich kann wirklich nur Positives über TS sagen und es unbedingt weiterempfehlen.“

Informationen über TS

Die TS-Beschichtungen für Fassaden, Dächer und Innenräume sind Energiesparsystem, Langzeitschutz und Coloration in einem. Sie sorgen für ein behagliches Wohlfühlklima in allen Räumen, helfen Heiz- und Kühlkosten zu sparen und schützen Fassaden und Dächer vor Umwelteinflüssen und Verwitterung.
Die TS-Produkte basieren auf der thermokeramischen Membranfunktion und machen sich das physikalischen Prinzips des Wärme-Feuchte-Transports zunutze. Ein extrem haftbares Bindemittel und Millionen winziger Keramikhohlkügelchen machen TS deutlich haltbarer als herkömmliche Farben, sorgen für eine vergrößerte Oberfläche und regulieren den Feuchtigkeitshaushalt der Wände. So lassen sich mit TS bis zu 30 Prozent der Heikosten sparen. Im Sommer kann auf eine Kühlung durch Klimaanlagen verzichtet werden.
TS legt sich wie eine Haut um das Gebäude und schützt Fassaden und Dächer vor schädlichen Wettereinflüssen wie Regen, Schnee und Hagel, aber auch vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Smog, Schmutz und Säuren. Risse werden gemindert, Fugen wirksam überbrückt. Schimmel, Algen, Moosen und Pilzen entzieht TS den Nährboden.
TS steht in 4.000 Farbtönen zur Verfügung, ist gesundheitlich unbedenklich, umweltfreundlich und allergikergeeignet. Die Beschichtung kostet etwa so viel wie eine normale, hochwertige Dispersionsfarbe und ist genauso einfach zu verarbeiten. Darüber hinaus überzeugt TS durch eine hohe Farbbeständigkeit. Auch für schwierige Untergründe ist TS hervorragend geeignet.
Das Konzept von TS wurde im Vorfeld der Spaceshuttle-Flüge Anfang der 70er Jahre von der NASA entwickelt, um die Materialien und das Leben der Astronauten im Weltall zu schützen. Die „flüssige Keramikkachel“ wurde nach der Freigabe für die zivile Nutzung für die Anforderungen im Bau- und Wohnbereich weiterentwickelt. Das Ergebnis sind die TS-Produkte, die seit mittlerweile 18 Jahren weltweit erfolgreich angewendet werden. Die Wirkungsweise ist vielfach wissenschaftlich belegt worden.
Zu den internationalen Kunden gehören neben zahlreichen Eigenheimbesitzern BMW, Rolls Royce, Shell, BP, McDonald’s, Sony, mehrere Brauereien in den USA und Japan, die National-Druckerei von Brasilien sowie die amerikanische, britische und kanadische Regierung. Auf dem europäischen Markt ist TS seit 1997 erhältlich. Seit 2003 produziert und vertreibt die Berliner SICC GmbH das hochwertige Beschichtungssystem TS exklusiv für Deutschland, Europa und den Nahen Osten.

Quelle: TS Pressemitteilung, 27.08.2004

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Richtiges Lüften gegen muffige Feuchte im Keller

(27.05.2005 - vera) Die kalten Tage sind nun endlich vorbei und im Keller riecht es feucht und muffig. Die Wände zieren filigrane Ausblühungen und in den Ecken macht sich Schimmel breit. Deshalb wird an den ersten warmen Tagen ausgiebig gelüftet.

„Und genau das ist falsch“, sagt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. „Je höher die Lufttemperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen, weshalb die Wände im Keller so noch nasser werden.“ Anschaulich wird das beim Öffnen des Kühlschranks. Die kalten Teile beschlagen als Zeichen dafür, dass die sich in der wärmeren Luft befindliche Feuchtigkeit kondensiert.

Kondenswasser bildet sich im Keller schon ab einem Temperaturunterschied von drei Grad. „Deshalb sollten Kellerräume nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden gelüftet werden, um zusätzliche Feuchtigkeit zu verhindern“, empfiehlt der Verbraucherschützer. Sind Wände und Decken allerdings ständig feucht, ist es ratsam, einen Fachmann zu fragen.

Wer sich über Heizungs- und Lüftungskonzeptionen für Neu- und Altbauten sowie über baulichen Wärme- und Feuchteschutz informieren möchte, kann sich Rat bei der kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen holen. Als neues Angebot wird jetzt auch ein Fallmanagement vor Ort angeboten. Das heißt, dass der Energieexperte bei Fragen, die in der Beratungsstelle nicht geklärt werden können, sogar ins Haus kommt. Dabei geht es nicht nur um feuchte Kellerwände, sondern auch um Fragen zum Einsatz erneuerbarer Energien, um die Prüfung eines zu hohen Energieverbrauchs oder um haustechnische Probleme. Im Ergebnis dieser Vor-Ort-Beratung, die allerdings nicht kostenlos angeboten werden kann, erhält man schließlich einen ausführlichen Bericht, in dem auch Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Der Ratsuchende hat dafür 35 Euro als Eigenanteil und damit knapp ein Fünftel der Gesamtkosten selbst zu tragen. Der überwiegende Teil wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert.

Wo bei der Verbraucherzentrale Sachsen Energieberatung angeboten wird und wann, ist am Auskunftstelefon unter der Nummer 01805 79 77 77 (0,12 €/Min.) zu erfahren.

Aussender: verbrauchernews.de


Gesundheit statt Schimmelpilz & Co.

Allergische Reaktionen, Reizung der Atemwege, Muskelschmerzen und weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge von Schimmelpilz im Gebäude sein. Neben Undichtigkeiten von Wasserrohren oder mangelhafter Wärme-dämmung sind oftmals auch Schäden am Dach oder undichte Kelleraußenwände die Ursache. Daher empfehlen Bauprofis gerade bei der Dach- und Kellerabdichtung den Einsatz leistungsfähiger Polymer-bitumen- und Bitumenbahnen!

Dem Schimmel auf der Spur
Pilzsporen in der Raumluft oder im Mauerwerk gefährden die Gesundheit der Bewohner. Die Ursache muss aufgespürt und beseitigt werden. Ist Schimmelpilz zu sehen, dann arbeitet die Feuchtigkeit meist schon länger im Verborgenen. Häufig treten Gesundheits-schäden jedoch schon auf bevor der Schimmel entdeckt wird. So berichtet die Architektin Katja Jacobs von Kunden, die von ihren wachsamen Ärzten auf Schimmelsuche geschickt wurden. Als Sachverständige hat sie sich dem Thema Schimmel in einem ganz besonderen Maße angenommen und ihren Labrador Ally zum Schimmelspürhund ausgebildet. Das Team verbindet so den Sachverstand mit dem besonderen Riecher. Schimmelspürhunde werden in Schweden schon seit einigen Jahren eingesetzt. In Deutschland sind derzeit nur vier Hunde ausgebildet. „Kein Messgerät kann so schnell und kostengünstig dem Schimmel auf die Spur kommen“, weiß Katja Jacobs zu berichten. Wenn der Hund fündig geworden ist, beginnt für die Architektin die Arbeit – die Sanierungsplanung.

Weitsicht bei Planung und Sanierung
Um Feuchtigkeit in Wohn- und Kellerräumen zu verhindern, sollte schon bei der Planung eines Gebäudes an eine wasserdichte, langzeitsichere Abdichtung gedacht werden. Gerade hierfür sind hochwertige Abdichtungsmaterialien und eine solide handwerkliche Ausführung von größter Wichtigkeit. Dabei sind die Werkstoffe Polymerbitumen- und Bitumenbahnen seit vielen Jahrzehnten die erste Wahl der Bauprofis. Durch den erhöhten Perforations-widerstand und die unkomplizierte Verarbeitung ist der Bauherr hiermit auf der sicheren und trockenen Seite.

Info- und Service-Portal hilft weiter
Weitere Informationen zum Thema sowie viele Anregungen rund um die Flachdach- und Bauwerksabdichtung finden Sie unter www.derdichtebau.de. Infos und Broschüren gibt es kostenlos per Mausklick oder direkt vom vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Tel. 069 2556-1314.

Presseinfo vdd, 11.03.2005


Atemwegssensibilisiserende Stoffe (Inhallationsallergene)
Inhallationsallergene natürlichen Ursprungs:

  • Tierepithelien und -urinproteine
  • Kolophonium (Kiefernharz)
  • Zierpflanzen
  • Einige Nahrungsmittel, Pflanzen und Gemüse (z. B. Kaffeebohnenstaub, Eiproteine, Mehl- und Getreidestaub, Obst, Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Sojabohnenstaub, Gewürze)
  • Natürliche Gummilatexproteine
  • Schimmelpilze
  • Vorratsmilben
  • Textilfasern
  • einige Holzstäube, einschl. Verbundplatten

In den frühen 80er Jahren wurde bei Bäckern eine Zunahme von Asthmaerkrankungen beobachtet. Der verstärkte Einsatz von Enzymen als Lebensmittelzusatzstoffe bei Mehlen und Backerzeugnissen wurde als Hauptursache identifiziert. Aber auch Weizen-, Roggen- und Sojamehl sowie Pollen tragen dazu bei. Ebenso kommt es an diesen feuchtwarmen Arbeitsplätzen gewöhnlich zur Bildung von Schimmel.

Erforderlich sind gezielte Maßnahmen gegen hohe Staubkonzentrationen in Bäckereien. In Bäckereien verwendete Enzymprodukte werden zunehmend als granulierte, flüssige oder verkapselte Erzeugnisse angeboten, wodurch verhindert wird, dass sie sich durch Staub in der Luft verbreiten. Andere Faktoren, wie Hygienemaßnahmen und Änderungen festetablierter Arbeitsverfahren, haben zu einer Verringerung der bei Bäckern auftretenden Asthmafälle
beigetragen.

aus: Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, FACTS 39, ISSN 1681-2107


NDR berichtet zum Thema Schimmel

Durch Anklicken erfahren Sie mehr.

Hier ist der Link:
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID959824_REF2448,00.html
(bitte benutzen Sie paste-and-copy)
DIMaGB.de, 14.09.2005


"HILFE! SCHIMMEL IM HAUS Ursachen - Wirkungen - Abhilfe"

Unter dem Titel "HILFE! SCHIMMEL IM HAUS Ursachen - Wirkungen - Abhilfe" ist eine Broschüre des Umweltbundesamtes erhältlich. Auf den Seiten 10-12 sollte man unter der Überschrift "KAMPF DEM SCHIMMELPILZ" erfahren, wie man dem Schimmelpilz zu Leibe rückt.

Die Sanierung von Schimmelpilz befallenen Materialien muss das Ziel haben, die Schimmelpilze vollständig zu entfernen. Eine bloße Abtötung von Schimmelpilzen reicht nicht aus - auch von abgetöteten Schimmelpilzen können allergische und reizende Wirkungen ausgehen. Zugleich sind die Ursachen der Schimmelpilzentstehung zu beseitigen.

Für den Fall, dass nicht sofort mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen werden kann, ist zu prüfen, ob die befallenen Stellen übergangsweise gereinigt und desinfiziert werden können. Empfohlen wird 70- bzw. 80%-iger Ethylalkohol (Ethanol).

Vom Einsatz von Essiglösung wird abgeraten, da viele Baustoffe und insbesondere Kalk eine Neutralisation des Essigs bewirken und außerdem mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material gelangen, die das Pilzwachstum sogar fördern können.

"Ebenfalls raten wir von der Verwendung chemischer Pilzbekämpfungsmittel (Lösungen mit Fungiziden) im Innenraum ab, da nicht auszuschließen ist, dass diese Stoffe über eine lange Zeit in den Innenräumen verbleiben und die Gesundheit der Bewohner gefährden."

Flankierende Maßnahmen sind gezieltes Lüften und Heizen sowie ein Abrücken der Möbel von den Außenwänden (ca. 10 cm Abstand), damit die Gefahr von Taupunktunterschreitungen an schwer zugänglichen Stellen verringert und damit einem weiteren Schimmelpilzwachstum vorgebeugt werden kann.

Es wird darauf hingewiesen, dass poröse Materialien (Tapeten, Gipskartonplatten, poröses Mauerwerk, poröse Deckenverschalungen) nur schwer oder gar nicht gereinigt werden können, da das Schimmelpilzwachstum auch bis in tiefere Materialschichten eingedrungen sein kann. Befallene Bauteile wie z.B. leichte Trennwände sollten daher ausgebaut werden. Auf nicht ausbaubaren Baustoffen muss sichergestellt werden, dass Schimmelpilze vollständig entfernt werden. das gilt auch für tiefer liegenden Schichten.

Es wird empfohlen, dass "umfangreichere Sanierungsarbeiten" von gewerblichen Firmen durchgeführt werden sollten (Firmen zu beauftragen, die mit solchen Sanierungsarbeiten, den hierbei auftretenden Gefahren, den erforderlichen Schutzmaßnahmen und den zu beachtenden Vorschriften und Empfehlungen vertraut sind) und es wird auf die gesundheitlichen Risiken bei Behandlung in eigener Regie hingewiesen.

Die Broschüre wurde auf der Grundlage der von der Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes erstellten Publikation „Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“ („Schimmelpilz-Leitfaden“) erarbeitet.

Man kann sich die Broschüre beim UBA bestellen oder als PDF downloaden: http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2276.pdf.
Auch den Leitfaden kann man sich herunter laden: http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2199.pdf.

Die Broschüre gibt die Maßnahmen fast 1:1 aus dem Leitfaden wieder, weswegen man sich das Durchlesen des 80-seitigen Pamphlets sparen kann. Das erklärte Ziel besteht darin, "mit diesem Leitfaden die Öffentlichkeit zu informieren und den Weg für eine einheitliche Erfassung und Bewertung von Schimmelpilzen in Innenräumen zu ebnen.

Eine ausführliche methodische Beschreibung der gewerblich anzuwendenden Sanierungsverfahren ist nicht Gegenstand des Leitfadens und die aufgeführten Maßnahmen und Hinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dieser fehlende Anspruch auf Vollständigkeit wird deutlich anhand der Beschreibung zum Wiederaufbau von sanierten Flächen, die einem erneuten Schimmelpilzbefall entgegenwirken sollen: "Dazu gehören die Verwendung von Kalk- oder Silikatfarben statt Kunststofffarben oder Lacken sowie der Verzicht auf Tapeten bis zum vollständigen Abtrocknen."

Dazu gehört nämlich der Einsatz einer thermokeramischen Membrantechnologie, deren Wirksamkeit in umfangreichen Tests beim TNO Institut untersucht und belegt wurde. Mehr dazu:
Die Lösung des Schimmel-Problems (09.2005)

Wichtig erscheint der Hinweis darauf, dass vom Einsatz fungizider Stoffe abgeraten wird, da diese Stoffe die Gesundheit der Menschen gefährden. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass Dämmstoffhersteller und insbesondere der Fachverband WDV eben diese Fungizide empfehlen.
mehr dazu (Fungizide gegen Algen an Fassaden)

Inzwischen gibt es den neuen Leitfaden:
http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2951.pdf

"Der "Schimmelpilz-Sanierungsleitfaden" soll den bisherigen "Schimmelpilz-Sanierungsleitfaden".
Die damals gegebenen Empfehlungen und aufgezeigten Verfahrensschritte haben weiterhin Gültigkeit."

DIMaGB, 17.10.2005


Test Anti-Schimmelmittel: Aus für ungebetene Gäste

Wer ein bisschen Schimmel im Bad hat, greift oft vorschnell zu Antischimmelmitteln. Damit wird die eigentliche Ursache jedoch nicht behoben. Viel schlimmer noch: Mit einigen Produkten holt man sich gesundheitlich bedenkliche Chemikalien ins Haus.

Wenn sich Fugen und Silikondichtungen im Bad schwarz färben, steht man nicht mehr allein unter der Dusche: Schimmelpilze haben sich eingenistet. Auch die Wände sind nicht selten mit Schimmelflecken verunziert: Die Feuchtigkeit schlägt sich in den kältesten Ecken des Raumes nieder und an diesen nasskalten Stellen siedeln sich Schimmelpilze gerne an.

Um die Plage loszuwerden, greifen viele Leute zu Antischimmelmitteln. Doch die Mittel wirken bestenfalls kurzfristig, wie ein Test der Medizinischen Universität Lübeck zeigte. So ist das Problem nach einigen Wochen wieder da, wenn sich an den äußeren Bedingungen nichts ändert. Wir haben 23 Schimmelentferner eingekauft und ins Labor geschickt.

Das Testergebnis

15 Schimmelentferner bewerten wir mit "sehr gut". Ein Produkt ist "gut", sieben schneiden mit "befriedigend" ab. Die Bewertung der Schimmelentferner gestaltete sich schwierig. Denn einige der mit "sehr gut" bewerteten Produkte enthalten Wirkstoffe, die wir bei anderen Produkten, zum Beispiel Allzweckreinigern, abwerten. Im Falle der Schimmelentferner haben wir jedoch darauf verzichtet, da mit Hilfe dieser Chemikalien der Schimmel zumindest kurzfristig beseitigt werden kann. In der Regel werden Tenside eingesetzt, die die Zellwände der Pilze zerstören. Beispiel Benzalkoniumchlorid: Dabei handelt es sich um ein starkes Desinfektionsmittel, das die Haut reizen oder allergische Reaktionen hervorrufen kann. Deshalb sollten bei der Anwendung von Antischimmelmitteln generell Handschuhe zum Einsatz kommen. Bei der Entsorgung verhält sich Benzalkoniumchlorid neutral und ist deshalb ökologisch vertretbar.

Produkte, die dem Schimmel mit Natriumhypochlorit zu Leibe rücken, wurden jedoch um zwei Stufen abgewertet. Diese auch als Aktivchlor bezeichnete Chemikalie ist für die Gesundheit wie für die Umwelt sehr problematisch. Wenn man den Sprühnebel einatmet, bilden sich im Körper chlororganische Verbindungen, die als gesundheitsschädlich gelten. Was die Freisetzung von Chlorgas betrifft, die in früheren Tests kritisiert wurde, gibt ÖKO-TEST-Berater Dieter Wundram zumindest teilweise Entwarnung. "Bei gleichzeitiger Anwendung eines säurehaltigen Putzmittels kann es zu einer chemischen Reaktion kommen, bei der Chlorgas freigesetzt wird", sagt­ der Experte. "Doch mittlerweile enthalten viele Antischimmelmittel Alkali als Puffer, sodass sich diese Gefahr verringert hat."

Halogenorganische Verbindungen wiesen die Chemiker im Mellerud Schimmel-Entferner Spezial-Reiniger nach, der deshalb nur mit "gut" bewertet wurde. Den vollständigen Test lesen Sie in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Öko-Test oder unter www.oekotest.de.

Quelle: Ökotest, 04.10.2005

alternativ: Die giftfreie Lösung des Schimmel-Problems


Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall gefährden Millionen Bundesbürger

Das Universitätsklinikums Jena hat eine Studie zum Thema Raumlufthygiene durchgeführte und kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Etwa 22 Prozent der 5.500 untersuchten Wohnungen wiesen Feuchteschäden und/oder Schimmelpilzbefall auf.

Dadurch ist die Neigung an Allergien und Atemwegsbeschwerden (z. B. Asthma) zu erkranken deutlich erhöht. Hochgerechnet auf das Bundesgebiet sind hiervon mehr als 15 Millionen Bürger betroffen.

Aus diesem Grund wird das Universitätsklinikum in Kooperation mit der TU Dresden und dem Institut für Erhaltung- und Modernisierung von Bauwerken e.V. an der TU Berlin (IEMB) eine Fachtagung zu diesem Thema durchführen.

Neben Fragen zur Prävention, den gesundheitliche Folgen, baulichen und klimatechnischen Maßnahmen wird man sich auch mit den Aspekten „Planung, Betrieb und Wartung von Wohnungslüftungsanlagen“ beschäftigen. Darüber hinaus ist eine ausführliche Podiumsdiskussion mit zahlreichen Experten unter der Leitung von Prof. Dr. Seifert vom Umweltbundesamt geplant.

Die Veranstaltung kostet 145 € inkl. Tagungsband und Pausenverpflegung und findet am 5. Dezember in Berlin statt. Weitere Informationen sowie Unterlagen zur Anmeldung unter: www.med.uni-jena.de/ark/ oder können per Fax-Nr.: 03641-934854 angefordert werden.

Quelle: Pressemtteilung Uni Jena

Experten im Gespräch sagen Pilzen ade: Die feuchtkalte Gefahr
Problem „Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall“

Am Käse mag der Schimmel seine Berechtigung haben – da akzeptieren wir ihn als „Leben“. In der Wohnung ist er unerwünscht, wird sogar als Bedrohung wahrgenommen. Nichtsdestotrotz: Er ist da. Häufig da, wo es feucht ist: im Sanitärbereich und hier auch auf Fugenabdichtungen. Dort sorgt er für Konflikte zwischen Mietern und Hausbesitzern, für Streit zwischen Auftraggebern und Handwerkern, für Peinlichkeit zwischen Hausfrauen und Besuchern. Wo liegen die Ursachen des Pilzbefalls? Wie könnte man ihm vorbeugen? Und wie lässt er sich im Falle eines Falles sanieren? Solche Fragen beleuchteten Experten aus ganz verschiedenen Bereichen – Vertreter von Investoren, aus Handwerk und Industrie – im Rahmen einer Diskussionsrunde, zu welcher der INDUSTRIEVERBAND DICHTSTOFFE E.V. (IVD) nach Düsseldorf eingeladen hatte. Thema: „Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall“.
Hauspilze (landläufig Schimmel genannt) sind peinlich. Und man findet sie fast überall. Leider bleiben sie nicht nur hinter Wandverkleidungen oder Schränken an der Außenwand versteckt, sondern springen von den Fliesen an der Badewanne geradezu ins Auge aller kritischen Schwiegermütter auf Besuch.
„Diese Konflikte ließen sich zur Not noch aushalten“, meint Ingo Apel, Jurist und Vorstandsmitglied des Hausbesitzerverbandes „Haus und Grund NRW“ in Düsseldorf. „Aber ans Eingemachte geht der Konflikt zwischen Mietern und Vermietern. Denn hier geht es um richtiges Geld – um Mietminderung oder gar Mietausfälle wegen der Gesundheitsbelastung – und das bei jedem zweiten Haus.“

Die Pilzschuldfrage
Nur: Wer ist denn eigentlich schuld am Pilzbefall? Die Industrie, die ihre Produkte nicht mit ausreichend starken Dosen fungizider Chemikalien anreichert? Die Architekten, die „ohne Rücksicht“ auf die Bauphysik drauf los planen? Die Handwerker, die beim Verfugen pfuschen? Die Mieter, die nicht ordentlich putzen? Die Hausbesitzer, die am falschen Ende sparen?
„Das Problem lässt sich gar nicht aus der Welt schaffen, weil es Teil der Welt ist“, ist Fliesenlegermeister Hans-Willibert Ramrath vom Fachverband Deutsches Fliesengewerbe überzeugt. „Deshalb ist eigentlich auch niemand wirklich schuld. Das Handwerk kann die Naturgesetze weder ändern noch die Verantwortung für sie übernehmen. Pilzsporen und andere Mikroorganismen sind unsichtbar überall, innerhalb und außerhalb der Häuser, in unserer Atemluft, auch in unseren Körpern, in unserem Essen. Und es gibt allein im Haus rund 120 Pilzarten, von denen die Schimmelpilze im engeren Sinn nur einen Teil ausmachen. Auffällig werden sie nur da, wo sie so gute Lebensbedingungen finden, dass ganze Pilzkulturen entstehen.“
Auffällig ist aber auch, dass sie heute offensichtlich bessere Lebensbedingungen finden als noch vor Jahren. Das Thema war früher einfach kein Thema. Für Malermeister Erwin Brindöpke, Hauptverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz e.V., ist der Sündenfall so klar wie in der Bibel. „Als Folge der Ölkrise haben wir seit der Wärmeschutzverordnung 1976 einen gesetzlich verordneten Schimmelpilzzwang.“ Die Erklärung: „In den alten Zeiten, als man noch nicht lüften musste, weil es ohnehin durch alle Ritzen zog, war es nicht nur den Menschen zu kalt, sondern auch dem Schimmelpilz“, so Moderator Louis Schnabl. „Heute sind dichte Fenster und Türen ebenso Standard wie eine ordentliche Wärmedämmung. Behagliche Wärme ist ein Fortschritt, hinter den wir nie mehr zurückwollen. Doch der Fortschritt hat seinen Preis: Im warmen, feuchten Klima von Küche, Bad oder Sauna, d.h. bei mehr als 70° Luftfeuchte, fühlen sich nicht nur die Menschen wohl, sondern gedeihen auch Pilze gut.“

Der Preis der EnEV
Müssen wir diesen Preis zahlen? Können wir uns das leisten, ihn zu zahlen? Auch wenn direkte Zusammenhänge schwer nachweisbar sind: Der von Jahr zu Jahr größer werdende Anteil von Menschen, die an Allergien oder Atemwegserkrankungen leiden, muss sensibel machen. Ingo Apel: „Die EnEV ist faktisch eine Verordnung zur Hebung der Volkskrankheit. Unsere Gesetze verlangen etwas, was praktisch nicht realisiert werden kann.“ Was also ist zu tun?

Guter Nährboden
„Zunächst müssen wir sehen, unter welchen Bedingungen Pilze besonders gut gedeihen“, so Dr. Michael Futscher, Mitarbeiter im Technischen Arbeitskreis des IVD. „Gut gedeihen können sie da, wo es dauerfeucht ist und wo wenig Luft hinkommt. Dauerfeucht ist es da, wo ein zu weit innen liegender Taupunkt dafür sorgt, dass schon die normale Luftfeuch-tigkeit kondensiert. Das ist häufig der Fall in den Sanitärzellen, die in vielen modernen Häusern keine Außenfenster mehr haben und sich einfach nicht ordentlich lüften lassen.“ Wenn dann einzelne Wände oder Wandteile an Außenwänden liegen, deren innere Oberflächentemperatur unter 12° C fällt, so dass zwangsläufig Luftfeuchtigkeit kondensiert und sich als Feuchtigkeitsfilm über die Wand legt, ist eine Nährlösung für Mikroorganismen gegeben. Das mag bei glatten Fliesenoberflächen noch angehen. Wo dieser Untergrund aber rau ist wie bei zementären Fugendichtungen und vor allem, wo sich Seifenreste und Hautpartikel auf dem Dichtstoff ablagern wie bei den Anschlussfugen zwischen Badewanne oder Waschbecken und gefliester Wand, findet diese Nährlösung zugleich günstige Wachstumsbedingungen.

Verändertes Bauen verändert Planen verändert Wohnen
„Wir können das Rad der Geschichte sicher nicht zurückdrehen. Die EnEV ist Realität, und sie hat das Bauen nun einmal nachhaltig verändert“, stellt Kurt Haaf, Technischer Vorsitzender des Fachverbandes Fugendabdichtung e.V. fest. „Aber wenn sich das Bauen verändert, dann muss sich auch das Planen verändern. Dann müssen Architekten nicht nur über originelle Grundrisse nachdenken, sondern auch über die Lüftbarkeit, und Bauingenieure nicht nur über den k-Wert, sondern auch über den Taupunkt.“
Müssten dann nicht auch die Entwickler der Industrie über Produkte nachdenken, z.B. über Fugendichtstoffe, die durch Zusatz entsprechender Fungizide und Biozide jeden Versuch von Mikroorganismen, sich niederzulassen, gleichsam im Keim ersticken? „Keinesfalls“, findet Heinz Ohm, Vorsitzender des IVD und Geschäftsführer des Dichtstoffherstellers EGO. „Wir können nicht über die gesundheitlichen Gefahren unerwünschter Mikroorganismen nachdenken und gleichzeitig bedenkenlos die chemische Keule schwingen, zumal die Brüsseler Richtlinien hier klare Grenzen setzen. Außerdem würden Fungizide an der Dichtstoffoberfläche über kurz oder lang naturgemäß ihre Wirksamkeit verlieren. Und nicht zuletzt“, betont Ohm, „ist die Aufgabe des Dichtstoffs, ordentlich abzudichten. Dichtstoffe sind kein Wirkstoff gegen Schimmelpilze!“

Fuge als Pflegefall?
Haaf: „Also kann auch der Verarbeiter im Regressfall nicht zur Verantwortung gezogen werden, vorausgesetzt, die Fuge ist fachgerecht nach den Normen und entsprechend den IVD-Richtlinien abgedichtet. Denn wenn die Fuge dicht ist, Feuchtigkeit nur von außen auf die Oberfläche kommen kann, und wenn die Oberfläche glatt gezogen ist und so an der Fugenkante anhaftet, dass sie problemlos zu reinigen ist, liegt ein etwaiger Pilzbefall nicht mehr im Handlungshorizont des Handwerks.“
Zu berücksichtigen bleibt, dass aufgrund starker Nutzung die Funktionsdauer der Abdichtung begrenzt ist.
Das ist mit Sicherheit der Fall, wo zum Beispiel in den Duschen von Sportanlagen oder in Hotels durch Dauernutzung selbst bei permanenter Lüftung die Feuchtigkeit nicht wegzukriegen ist. „Das wäre dann ein Fall für eine Wartungsfuge nach DIN 12460“, so Haaf, „die man eigentlich besser Pflegefuge nennen müßte. Beim Auto gibt´s ja auch regelmäßig Wartungen und TÜV-Prüfungen, bei deren Nichtbestehen die Haftung erlischt. Aber beim Auto wie an der Fuge kann ein Handwerksbetrieb dem Nutzer nicht alles abnehmen. Die regelmäßige Reinigung der Fugenoberflächen ist unabdingbar.“ Eine „Pflegeversicherung“ für Fugen als Angebotsbestandteil des Handwerks?

Frischluft für die Hausgesundheit
Ausreichende Hygiene ist Aufgabe des Nutzers. Ebenso die ausreichende Lüftung. Louis Schnabl: „Im Baubereich hat sich doch das Problem in dem Maße verschärft, in dem das Bewusstsein für die richtige Lüftung nicht mit dem Fortschritt in Sachen Wärmedämmung und Gebäudedichtheit Schritt hält.“
Was sicher gelungen ist, ist die Sensibilisierung für die Notwendigkeit des Energiesparens. Kein Mensch heizt mehr zum Fenster hinaus. Denn das Geld, das im Beutel fehlt, erzeugt Phantomschmerzen. Schlechte Luft hingegen tut nicht weh.
Davon können die Hausbesitzer ein Liedlein singen. Ingo Apel: „Breiten Schichten der Bevölkerung fehlt jedes Problembewusstsein. In den besser gestellten Schichten mag es noch angehen. Die kann man zur Not mit Merkblättern aufklären. Aber was machen Sie mit den Schichten, die kaum in der Lage sind, den Mietvertrag zu verstehen? Die Hausbesitzer sind doch doppelt gestraft. Erst zwingt der Gesetzgeber sie zu teuren Investitionen in die luftdichte Gebäudehülle. Dann bestraft er sie durch allzu mieterfreundliche Gesetzgebung. Der Nutzer profitiert gern von den geringeren Heizkosten, sieht aber nicht ein, sein Lüftungsverhalten so zu ändern, dass die Mietsache ihren Wert behält. Im Gegenteil: Wenn als Folge schlechter Lüftung und Hygiene ein sichtbarer Pilzbefall auftritt, ruft er nach dem Hausbesitzer, der die Sanierung bezahlen soll. An ihm bleibt es meist hängen, weil mangelnde Hygiene und schlechtes Lüften sich ja in der Regel nicht nachweisen lassen.“ Und wenn doch, bleibt es letztlich wieder häufig am Sozialamt hängen.
Ein Dilemma, für das es keine wirkliche Lösung gibt.

Konzertierte Aktion gegen Pilzbefall
„Es ist offensichtlich“, so Ohm, „dass wir zu konzertierten Aktionen finden müssen. Dazu kann diese Runde allerdings den nötigen Anstoß geben.“ Eindeutig ist, dass zum Thema Lüftungsverhalten und Pflege eine Kommunikationsoffensive vonnöten wäre, die auch von Regierungsseite mit ebensoviel Verve betrieben werden müsste wie seinerzeit die Kommunikationsoffensive zugunsten der Wärmedämmung und des Energiesparens. Und vergleichbar dem Informationsblatt an Endverbraucher, das der IVD dem Handwerk bereits als Aufklärungsinstrument zur Verfügung stellt. „Da mit dem Staat aber nicht zu rechnen ist“, so Ohm, „müssen wir selbst die Initiative ergreifen und jeder an seinem Platz, aber gewerkübergreifend tätig werden. Diese Gesprächsrunde war ein wichtiger erster Schritt, der sicher deutliche Impulse in den Markt bringt. Diese Impulse gilt es jetzt aufzugreifen und zu verstärken.“

Quelle: Pressemitteilung IVD 605, HS

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