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Frage: N´abend zusammen, Hier die Ist-Situation: Antwort: Hallo, Herr S., So, wie Sie den Ist-Aufbau beschreiben, musste die Sache reissen. Oft werden Rohre wild verlegt, so dass für konstruktiv erforderliche Stärken einfach kein Platz mehr bleibt. Wird schon halten, ist dann die Devise. 2 Rohre übereinander schwächen die Dämmung so weit, dass hier eine Sollbruchstelle entsteht. Es fehlt das vollflächige Auflager für den Estrich. Gleichwohl sich jeder Dämmstoff etwas durchbiegt bzw. setzt, wirkt sich das bei vollflächig fugenfreier verlegung nicht nachteilig aus (siehe MiWo-Dämmmatte 22/20: 22 mm stark, nach Einbau auf 20 mm zusammenegdrückt). Zumindest müsste man den für die Rohre ausgeschnittenen "Kanal" dicht auffüllen mit Schüttung, z.B. Perlite, wobei man die Rohre nie übereinander kreuzend verlegt. Da muss man halt vorher dran denken. Wenn die Dämmstoffschicht durch die Auffüllung weitgehend homogen ist, kann sich der Estrich flächig drauflegen und die Auflast verteilt sich gleichmässig. Der 2. Fehler ist die Unebenheit des Betons, die hätte man mit Ausgleich (wie beim Bodenleger) beseitigen sollen. Wenn die Dämmstoffplatten (ich gehe von Styropor aus, bei MiWo ist es nicht ganz so wichtig) nicht vollflächig aufliegen, kippeln sie und sie werden unterscheidlich zusammengedrückt. Durch diese verformung fehlt dem estrich wiederum das vollflächige gleichmässige Auflager. Ihr Konstruktionsvorschlag ist ganz in Ordnung, wenn ich auch nicht weiss, was der Fliesenteppich sein soll. 0,8/0,6 bedeutet, er wird zusammengedrückt, deshalb vermute ich eine Matte. Es gibt da ja auch feuchteresistente, die faulen nichtgleich weg, wenn doch mal Wasser reinkommt. Ob Sie mit Porenbeton mehr erreichen, glaube ich nicht. Wichtig ist das Konstruktionsprinzip: Natürlich dämmt Porenbeton nicht so gut wie Styropor, aber auf wärmed#ämmung kommts ja vielleicht gar nicht an (entweder ist es in der Wohnung warm oder kalt). Ausserdem muss Ihr "Fliesenteppich" den Trittschall wegdämmen. Beim Aufbau sollten Sie ggf. an eine Dampfbremse denken, die Folie wird dann am rand hochgezogen. Wichtig ist ein randdämmstreifen. Die Variante mit Sand kenne ich nicht (ich gehe immer von diesen hellblauen oder weissen Streifen auf ner Rolle aus), aber Sand dämmt allemal besser, als wenn man nichts dazwischen legt. |
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Erläuterung zur Frage: Sehr geehrter Herr Bumann, Vorher wohnte über uns seit 18 Jahren ein älteres Ehepaar die auch den Parkettboden verlegen liessen, diese Leute waren sehr leise und man hörte unten so gut wie gar nichts. Als diese Herrschaften verstarben, erwarb eine junges Pärchen die ETW und die sind sehr laut, der junge Mann ist hobbymässig bei einer Rockband tätig und schleift tag und nachts diverse Verstärkerboxen, Kabeltrommeln usw. in der Wohnung herum, spielt laut Elektrogitarre, vor allem stört auch das laute Trampeln und Türenschlagen. Sämtliche Gespräche mit den Leuten und auch mit der Hausverwaltung führten zu keinem befriedigendem Ergebnis es wurde zwar etwas leiser aber immer noch ist ein ziemlicher Lärmpegel vorhanden. Darum meine Idee mit der Holzdecke in unserer ganzen Wohnung einziehen zu lassen und diese dazwischen schallisolieren dabei möchte ich natürlich dass dies richtig gemacht wird und wir am Ende nicht eine noch höhere Lärmbelastung erhalten. Antwort: Sehr geehrter Herr S., offensichtlich gehen sie den Weg des geringsten Widerstandes, weil alle anderen Bemühungen mit Streit verbunden wären. Ganz falsch ist diese Entscheidung aber auch nicht, denn wer weiss, wie ein Rechtsstreit ausgeht und vor allem: wie wollen Sie beweisen, wie oft es laut ist und wie laut es ist. Noch mal Frage: Ist eine abgehängte Decke mit diesem Abstandsmass möglich ? Wir hatten uns vorgestellt an der Decke Dachlatten ca. 3 cm und darauf Holzpaneele ca. 1 cm anzubringen und den Zwischenraum mit etwa 2 - 3 cm starken Schallisoliermatten auszufüllen. Ist diese Massnahme auch geeignet um wenigstens eine erträgliche Linderung der Lärmbelästigung zu erreichen ? Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen. Antwort: Sehr geehrter Herr S., wennn das Masz von 5 cm so zwingend ist, sehe ich keine Möglichkeit, eine Konstruktion mit Schallschutzwirkung einzubauen. Sie müssen also unbedingt abhängen. Da nun noch die eingebauten Möbel eine Rolle spielen, muss man alles genau ausmessen und dann die Decke abgestuft ausbilden. Das haben Sie bestimmt schon mal gesehen, egal ob Stuck- oder Leichtbaudecke. In Ihrem Fall beginnt die Decke am Rand so tief wie möglich an den Einbauten und - soweit es die Türhöhen (Dreh- oder Kipp?) hergeben, senken Sie die Decke zur Raummitte hin soweit ab, dass Sie ein Regeldetail ausbilden können:
Wenn Sie diese Konstruktionsprinzipien berücksichtigen, erreichen Sie wenigstens eine Dämmung, ohne dass man aufgrund der Kompromisslösung eine Bewertung nach DIN erreichen könnte. Noch mal Frage: Sehr geehrter Herr Bumann, ich möcht mich vielmals für Ihre sehr kompetenten Antworten bedanken. Eigentlich traue ich mich schon fast nicht mehr zu schreiben, aber auf die Gefahr hin Sie völlig zu nerven, hätte ich dennoch eine letzte Frage an Sie. Wie Sie ja inzwischen wissen ist meine gewünschte Deckenschall-Isolierung doch sehr problematisch. Beim Durchblättern des OBI-Baumarkt Kataloges fand ich auf Seite 182 unter der Art.Nr. 4 Wärme und Schall isolierende Deckenkassetten aus Polystyrolschaum mit Kunststoffoberfläche die man direkt auf die Decke klebt. Nun meine allerletzte Frage an Sie: Ist das Aufkleben solcher Kassetten geeignet, eine leichte bis mittlere Schalldämpfung zu erreichen, oder besteht auch hier die Gefahr wie bei der Holzlatten-Paneel-Montage dass der Lärmpegel noch lauter werden könnte? Nochmals vielen Dank für Ihre zeitaufwendigen Bemühungen, mit freundlichen Grüssen. G.S. / M. Antwort: ... Eine Schalldämpfung erreichen Sie auch, wenn Sie Tapete draufkleben, die Frage ist nur: wie stark? Bei Tapete kann es sich vielleicht um 1-2 dB handeln, also gar nicht sprübar. Wenn kein Schalldämmwert in dB angegegeben ist, handelt es sich um eine ideelle Sache. Nicht etwa, dass aus verkaufsstrategischer Sicht gelogen wurde (denn etwas gedämpft wird ja), aber wieviel Schalldämmung man für sein Geld bekommt, sollte schon angegeben werden. Die beste Schalldämmung hat man immer durch Masse (z.B. Massivdecke oder eine dicke gemauerte Wand) und durch Entkopplung. Bei den "dünnen" Konstruktionen geht es mehr darum, Frequenzgänge wegzunehmen. Dadurch empfindet man es auch als leiser. Diese Styroporplatten können also mit der beschriebenen Konstruktion nicht mithalten. Noch was zum Verständnis der Werte: 50 dB ist eine normale Unterhaltung, 80 dB ist Strassenlärm, 100 dB ein startender Jet. Fliessgeräusche in Wasserrohren oder beim Wassereinlassen in die Badewanne sollen nicht über 30 dB liegen. Sie brauchen werte von 40 dB, um spürbar was zu erreichen. Alternativ hilft vielleicht der Placebo-Effekt: man bildet sich was ein. ... oder besteht auch hier die Gefahr wie bei der Holzlatten-Paneel-Montage dass der Lärmpegel noch lauter werden könnte? Die Gefahr besteht nicht. Schall bedeutet Schwingung. Eine falsch angebaute "harte" Decke kann wie die Membran des Lautsprechers funktionieren. Das ist bei Styropor nicht der Fall, das ist "weiches" Material. Ich befürchte aber, dass es keine Werte für den von Ihnen beschriebenen Einbauzustand gibt. Man muss aber auch wissen: eine "weiche" haut auf den Wänden und an der Decke schluckt den Schall, so wird es in Tonstudios gemacht. Aber - diese "weiche Haut" ist auf der Seite, wo der Schall entsteht. Sie verhindert, dass er erst mal in die Bauteile reingeht. Ist er aber erst mal drin, geben ihn die Bauteile an die umgebenden Räume ab. Wie stark, das hängt von der Eigenmasse (Dämpfung) und den Steifigkeiten (Höhen, Flächen, Eigenfrequenz, Oberfläche) ab.
Die Blödsinnigkeit von DIN-Fanatismus erkennt man hieran, weil man nach DIN keine Lösung fände. Wenn man jedoch konstruktive Grundsätze kennt und anwendet, lässt sich eine Lösung finden - und wenn es eine Kompromisslösung ist. Eine Fachfirma (Trockenbau & Schallschutz) würde Sie darauf hinweisen, ein Abzocker würde Ihnen erzählen, wie kompliziert alles ist, sein Geld kassieren und sich für einen ausbleibenden Erfolg nicht in die Verantwortung nehmen lassen. Wenn Sie es selber machen, kostet es die Materialkosten. Die Arbeit fällt unter Freizeitbeschäftigung und Erfahrungen sammeln. Wenn der Erfolg deutlich spürbar ist, freuen Sie sich. Ist das Ergebnis nicht ganz so dolle - freuen Sie sich auch, nämlich weil Sie keinem Abzocker Geld in den Rachen geworfen haben. |
Eine fundierte Schallschutzplanung setzt voraus, dass folgende Frage beantwortet wird: "Welche Grenzwerte gelten im Hochbau für den Schallschutz ?" Über die Antwort wird schon seit geraumer Zeit leidenschaftlich und kostenträchtig gestritten. Kein verbindlicher Grenzwert für den Schallschutz, eine unglückliche Situation für den Architekten, den Normgemäß zu bauen ist heute im Schallschutz zu wenig. Ziel muß sein erstens ein baurechtlich einwandfreier und zweitens einen angemessener und nutzungsgerechter Schallschutz. Bauordnungsrecht: Die DIN 4109 ist bauaufsichtlich eingeführtes Regelwerk.
Zivilrecht : Die Vertragsparteien können einen höheren Schallschutz als die DIN 4109 vertraglich vereinbaren. Ein erhöhter Schallschutz steht einem Käufer auch ohne explizite Vereinbarung aufgrund von zahlreichen Urteilen zu. Für Käufer entspricht der nach DIN 4109 vorgegebene Mindestschallschutz nicht den anerkannten Regeln der Technik. Dieser Schallschutz unterschreitet die geschuldete Qualität "mittlerer Art und Güte". Auch ohne vertragliche Vereinbarung wird der erhöhte Schallschutz geschuldet; bei Bauteilen, die aufgrund ihrer konstruktiven Merkmale einen höheren Schallschutz ermöglichen, jedoch aufgrund von Mängeln nur den Mindestschallschutz nach DIN erreichen. Weisen Gebäude oder die Wohnung in anderen Ausstattungsmerkmalen oder Details (Wärmeschutz, Lösungsansatz = Zivilrechtliche Vereinbarung Auch der Mindestschallschutz der DIN 4109 sollte ausdrücklich vereinbart werden, wenn er als ausreichend erachtet wird. Vorhandene Erwartungen auf ein höheres Niveau im Schallschutz können somit begrenzt werden, denn Schallschutz nach DIN 4109 entspricht nicht einer mittleren Art und Güte. Mindestanforderungen an den Schallschutz gemäß DIN 4109 Die Mindestanforderungen von Reihenhaus- und Doppelhaustrennwänden liegen nicht wesentlich über den Anforderungen im Geschoßwohnungsbau. Derzeitigen Nutzeransprüchen wird dieser Schallschutz nicht mehr gerecht, geschuldet wird ein höherer Schutz. Erhöhter Schallschutz gemäß DIN 4109 Beiblatt 2 DIN 4109, Beiblatt 2, enthält Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz zwischen fremden Nutzungsbereichen. Das Beiblatt 2 ist nicht Bestandteil des Bauordnungsrechts, denn es ist nicht bauaufsichtlich eingeführt. Diese Empfehlungen können bei Bedarf vereinbart werden. Der erhöhte Schallschutz von Reihenhaustrennwänden ist eine nennenswerte Verbesserung und stellt eine mittlere Qualität dar. Kennwerte für den Schallschutz im Wohnungsbau gemäß VDI 4100 Quelle : BBG News Januar 2002 |
Frage: unser sohn will unser einfamilienhaus aufstocken und dort eine wohnung mit gipskartonzwischenwänden (mit ständerwänden) sein nest bauen. der sache stehen wir grundsätzlich sehr positiv gegenüber, es gibt gar ein eigenes stiegenhaus von außen. ein starkes bedenken haben wir,gelingt die schalldämmung über uns wirklich so, sodass wir friedlich "unter- übereinander" leben können; ich denke da an trittschall, türgeräusche, geräusche von wc, abwasser und kanal-fallrohre, dusche, badewanne .. die naßzellen jedoch liegen leider nicht übereinander. "es wir die installation und der auf- ausbau ausgeführt nach dem stand der technik - diese aussage ist schön und gut aber ich will optimalen schallschutz im geschoß darunter. wo kann ich mich verständlich (bin kein jurist und bautechniker)informieren (auch argumentationshilfen..) - im internet, literatur etc. - wer weiß rat und hat erfahrungenn Antwort: das problem reduzieren sie auf ein minimum, indem sie von vornherein eine starke massivdecke einziehen bzw. die vorhandene verstärken. leider kann ich nicht sagen, ob das geht, ich kenne ja das haus nicht. grundsatz bei schalldämmung: je mehr masse, desto mehr dämmung (sowohl pegel als auch frequenzen). haben sie eine ordentliche betondecke zwischen den geschossen und oben einen schwimmenden estrich, müssen die leute schon vom schrank hopsen, damit sie was mitbekommmen. der rest ist konstruktiver krümelkram, z.b. die gk-wände auf die rohdecke und dann ordentlich dämmstreifen zum estrich. zur abwasserleitung gibt es schallgedämmte rohre, die sind zwar teurer, aber dafür wirksam. ansonsten gibt es jede menge konstruktive grundsätze bei den einzelnen gewerken zu beachten, rohre kann man mit einer einfachen schelle anbringen, aber es gibt auch welche mit gummibezug. der zweite grundsatz lautet: alles schön entkoppeln, also übertragung vermeiden. viel erfahren sie im baumarkt, das kostet erst mal nichts und schlaue faltheftchen gibts da gratis. ansonsten können sie gern recherchieren, auch im internet. ihr suchwort sollte "din 4109" heissen. sie können ja mal in meinen linklisten bau reinschauen, in der rubrik rohbau werden sie fündig. ebenso bei ausbau. noch ein tipp: versuchen sie nicht ohne statik zu bauen, da würden sie am falschen ende sparen. |
Frage: Hallo Dimagb, Ich bin begeistert von der Vielfalt der hier zusammengetragenen Fakten zu allen möglichen Problemen bezüglich Bau und Nebensachen. Manche Erfahrung sehe ich jetzt unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Leider finde ich gerade zu meinem brennendsten Problem keine konkreten Hinweise: Überschreitung von Grenzwerten für Sanitärschall, vor allem mal so etwas wie eine in Worte gefasste Ausführung der allgegenwärtigen Anerkannten Regeln der Technik. Wo kann ich hierzu Hilfe finden (Immission von Installationsschall > 40dB durch neu installiertes Bad/WC in ehemaligem Ruheraum neben schutzbedürftigem Raum). Über einen kleinen Hinweis würden sich nicht nur ich, sondern auch meine 2 Kinder und meine Frau riesig freuen. Mit freundlichen Grüßen T.I. Antwort: Sehr geehrter Herr I., Schallschutz im Hochbau regelt die DIN 4109. Der Schallschutz ist durch eine körperschall- entkoppelnde Bauweise sicherzustellen. Die Frage muss sein: erfüllen die Installationen die Anforderungen der geänderten DIN 4109 mit nur noch maximal 30 db (A) zulässigem Geräuschpegel. Der Grenzwert von 30dB war jedoch im Bereich Mietrecht schon relevant, bevor die Anforde- rungen in der 4109 nach oben angepasst wurden. |
Frage: Muß eine nasse Dämmung in Flachdach immer saniert werden, oder reicht einfaches Überkleben aus? Antwort: Das kann man nicht pauschalisieren. Zunächst, was ist naß? Welcher Dachaufbau, welches Dämm-Material? Drüberschweißen geht jedenfalls nicht, weil dann Blasen kommen würden. (Martin Beisse) |
Frage: Hallo, in dem Beitrag "Fenster richtig anschliessen nach DIN" wird gegen Bauschaum argumentiert, doch die Alternative habe ich nicht kapiert: Antwort: Hallo, Herr H., nur weil es bei Ilbruck Schaum gibt, heisst das noch lange nicht, dass man den Mist ständig einsetzt. Und wenn bei ift was von Dämmstoffen zu lesen ist, ist das nicht falsch, aber wer sagt, dass Bauschaum ein Dämmstoff ist? Das Problem beginnt damit, dass viel zu grosse Öffnungen hergestellt werden - oder dass zu kleine Fenster für bestehende Öffnungen gebaut werden. Toleranzen müssen zwar sein (sonst bekommt man auch ein Fenster nicht montiert), aber wie sieht denn die Praxis aus? Das Fenster schwebt in der Öffnung und rundherum sind um die 5 cm Fuge. Dann wird das Ganze mit Bauschaum zugeschmiert, von aussen und von innen mit Putz überschmiert - und bereits nach wenigen Jahren gibt es die ersten Hohlräume, weil der Schaum in sich zusammenfällt. Vielleicht haben Sie schon mal so krümeliges braunes Zeug gesehen. Die Fensteröffnung hat so zu sein, dass der Rahmen gegen das Mauerwerk schlägt (es überdeckt, daher kommt ja auch der Name Anschlag). Zwischen Rahmen und Mauerwerk gehört ein Moosgummiband, kleine (!!!) Hohlräume stopft man am besten mit Mineralwolle aus (ein vernünftiger Fensterbauer weiss, was fest stopfen bedeutet), es soll keine Luftblasen geben. Von innen kann man mit Silikon o.ä. verfugen. Noch besser ist: ausser dem Moosgummi alles mineralisch, z.B. den Fensteranschlag beiputzen, damit der Rahmen gut anliegt. Kleine Fugen, die man mit Mörtel, schliessen kann. Schallschutz kann man weder mit Schaum, Fugenmaterial oder gar von aussen mit WDVS erreichen! Schallschutz kann man nur mit massivem Material erreichen, das ist beim Fenster der gemauerte Anschlag. Deshalb ist eine glatte Leibung schalltechnisch immer problematisch. Vor der Benutzung meiner Linklisten habe ich aber gewarnt: glauben Sie um Gottes Willen nicht alles, was Ihnen auf denm Seiten weisgemacht wird. Nicht alles, was modern ist, ist auch gut. Wie haben die Leute damals den Kölner Dom gebaut, ganz ohne den ganzen modernen Blödsinn von heute, ganz ohne Bauschaum, Silikon, Kunststofffenster, Bauchemie und EnEV? Aber danke für den Tipp, ich werde demnächst mal den Beitrag durch eine Ausführungsskizze ergänzen. PS: Gehen Sie noch mal in den Infobereich BAUTECHNIK. Auf der Seite zum Thema "Fensteranschluss" ist etwas ergänzt. |
Frage: Hallo, zunächst einmal freue ich mich, dass es ein Forum wie dieses gibt. Dank an den Initiator und Betreiber. Ich habe den Beitrag "Fenster richtig anschliessen nach DIN" gelesen. Richtig spannend scheint mir das Thema Kellerfenster zu sein. Mein Häuslebauer ist da derzeit anderer Meinung wie ich. Daher die bitte um Rat: Ich habe zwei Kellerfenster aus Kunstoff, die unterhalb der Erdoberfläche in Lichtschächten sitzen. Die Lichtschächte sind mit ca. 35 cm Kies aufgefüllt, der unmittelbar auf Fensterhöhe endet. Antwort: Sehr geehrter Herr L., natürlich muss auch ein Kellerfenster ordnungsgemäss eingebaut werden. Wenngleich die Anforderungen nicht so hoch sind wie im Wohnbereich. Damit meine ich: selten werden die Kellerfenster so ausgeführt wie die Fenster in den Etagen ab EG. Meist sind es einfache Kunststoffrahmen und Float- oder Plexiglas oder Mäusegitter. Demzufolge sind die Dämmeigenschaften (Schall- und Wärmeschutz) nicht zu vergleichen. Das muss aber aufgrund des geringen Flächenanteils nicht dramatisch sein. Schauen Sie mal im Wärmeschutznachweis nach (gibts das bei Ihrem GU/BT oder pfeift der aufs Gesetz?). Der Anschluss am Bauwerk muss aber schon dicht sein. Allerdings dürfte Ihre Sorge betreffs aufsteigenden Wassers unbegründet sein. 1. handelt es sich nur um einen Unterschied von höchstens 5 cm (Rahmenhöhe) bis Wasser reinlaufen kann und 2. passiert das nur, wenn der Ablauf nicht funktioniert. Der Kies im Lichtschacht dürfte meines Erachtens keine Rolle spielen, die wasserführnde Schicht liegt ja unten, also 35 cm unter OK Kies. Der Kies lässt Regenwasser ungehindert durch, wenn nicht gehört er gegen grosse Körnung ausgewechselt. Wichtig ist, dass Regenwasser aus dem LS gut ablaufen kann - wenn z.B. Lehm darunter ist und nichts versickert, nützen Ihnen 40 cm Wasserhöhe später die besten Fensteranschlüsse nichts mehr. Das Gemurkse mit Bauschaum scheint sich wie eine Seuche ausgebreitet zu haben. Das Fenster schwebt in einem Loch in der Wand und einen Anschlag gibts nicht und eine Fixierung mit Leibungsputz wäre zwar besser, ist aber nicht so schön schnell zusammengemurkst. |
Frage: Ich habe ein Problem mit einer Formulierung in einem Bauvertrag die lautet: "Die Wohngeschoße erhalten Fenster und Fenstertüren aus Kunststoff weiß mit Isolierverglasung und 16 mm Glasabstand, K-Wert 1,1." Antwort: Hallo, Herr R., die k-Wert-Angabe bezieht sich natürlich auf die Verglasung. Bei 4-16-4 einen Wert von 1,1 zu erreichen ist glaubhaft. Das sehen Sie ja dann auch auf dem Stempel der Glasinnenseite. Die Rahmenanteile an der Fensterfläche können bis 30% betragen und was für Rahmenmaterial genommen wird, beeinflusst den Gesamtwert von k nicht unwesentlich. Es gibt Fensterhersteller, die haben Tabellen mit k-Wert Glas und k-Wert Rahmen und dem resultuierenden k-Wert Fenster. Ulkig wirds nur, wenn man im Wärmeschutznachweis mit 1,1 rechnet (oder rechnet man den bei Ihrem Haus vorsichtshalber gar nicht?). Wenn Sie etwas mehr wissen wollen, gehen Sie in den Infobereich (oben Link zur HP) und sehen nach unter "Fenster richtig anschliessen". Frage 2: Die Baufirma hat im Wärmeschutznachweis eben mit 1,1 durchgängig gerechnet und miserable Rahmen (Temperaturdifferenz im Winter bis zu 10 Grad zw. Rahmen und Scheibe) eingebaut. Gibt es da eine Möglichkeit die Fa auf Gesamt K-Wert von 1,1 festzunageln ? Da der k-Wert im Vertrag nach dem Komma steht, macht es den Eindruck als beziehe sich der Wert auf den vorhergehenden Satz und damit auf das gesamte Fenster. Gibt es Richtlinien für einen Mindest-K-Wert Rahmen wenn eine Scheibe mit 1,1 eingebaut wird, oder kann der billigste Rahmen eingebaut werden ? Antwort 2: Lieber Herr R., Sie bringen mich mit Ihrer Frage in arge Bedrängnis. Der Status ist von einer Bagatelle zu weit abgerückt, als dass ich - ohne tiefere Kenntnis - Ihnen per Ferndiagnose helfen könnte. Das wäre zum einen unseriös und es würde mir wohl eher Abmahnungen einbringen als Dankbarkeit. Deshalb möchte ich das Thema hier im Forum nicht weiter behandeln. Einen Tipp mit auf den Weg: für Bauwerksteile gibt es Mindestanforderungen auch nach WSchV, z.B. wird da ein Fenster nicht nach Rahmen und Glas getrennt betrachtet. Zugabe: Auszug WSchV Alos, k(F) bedeutet k-Wert des Fensters. Das Fenster besteht aus Rahmen und Verglasung, man muss also k(V) und k(R) zu k(F) zusammenrechnen. Hierzu hatte ich Ihnen bereits gesagt, dass das vom Hersteller abhängt, was der einsetzt und welche technischen Spezifikationen anzusetzen sind. Aber was nützt das? Theoretisch ist der k-Wert der Rahmen niemals so schlecht, dass man mit k(F) über 1,8 kommt. Wie gesagt: theoretisch. Man kann zum einen schlechte Profile haben und zum anderen beim Einbau pfuschen, so dass Wärmebrücken enstehen. Sie haben dann meinetwegen 2 qm Verglasung mit vorbildlichem k-Wert - und rundum saust die Wärme raus, vielleicht zieht es sogar oder es bildet sich Tauwasser oder gar noch Schimmel. Ob das die Gesamtbeurteilung durcheinander bringt, wenn der Nachweis mit dem korrigierten k-Wert (> 1,1) gerechnet wird, kann ich nicht einschätzen. Das ist eher unwahrscheinlich. Vermutlich sollte die Fragestellung zu Ihrem Problem lauten: entsprechen die gelieferten und montierten Fenster den Regeln der Technik? |
Frage: wir hoffen, hier jemanden zu finden, der uns Hilfestellung zu einem kontrovers diskutierten Thema geben kann. Kurz zu Problem: Antwort: Sehr geehrter Herr B., Da Sie sich offensichtlich etwas mit den DIN auskennen, kann ich mich kurz fassen: Ich zitiere: "Die Abdichtung zwischen Außenbauteilen und Baukörper muß dauerhaft und schlagregendicht sein." |
Frage: Hallo, wir wohnnen seit 6 Monaten in einem neuen Fertighaus. An einem der Fenster ist zwischen Außenputz und Kunststofffensterrahmen ein Spalt von bis zu 2mm entstanden. Auf Reklamation teilte die Frima mit, dass dies auf Grund der unterschiedelichen Wärmeausdehnungskoeffizietnen normal sei. Ist das tatsächlich normal oder müßte da keine dauerelastische Fuge o.ä. hergestellt werden. M. Antwort: Hallo, M., Dass die Koeffizienten der Wärmeausdehnung bei PVC, Holz (der Rahmen Ihrer Aussenwand) und Putz (mineralisch oder Kunststoffpampe?) unterschiedlich sind, ist als bekannt anzunehmen. Daher muss die Errichterfirma Vorkehrungen treffen, dass solche Ausdehnungen zu keinen Schäden führen. Bei dem von Ihnen geschilderten Fall denke ich, dass es eher um das Problem des Schwindens geht. Denn was müssen das für Temperaturen oder Abmessungen sein, die zu 2 mm führen? Noch dazu, wo sich die Stoffe bei Wärme ausdehnen. Das führt dann zu Zwängungsspannungen, Abplatzungen usw. Genaueres kann man nur sagen, wenn man das Detail des Fensteranschlusses incl. des Putzträgers kennt. Sicher ist jedoch, dass es sich um einen Mangel handelt. Denn nach VOB/B DIN 18355 muss nach 3.5.3. die Abdichtung zwischen Aussenbauteilen und Baukörper dauerhaft und schlagregendicht sein. Bei einer Fuge von 2 mm dürfte das nicht der Fall sein. Interessant wäre es nun zu wissen, was für ein Abdichtsystem ausgeführt wurde. Ist denn eine Abdichtung integriert, z.B. Kompriband, Moosgummi, Folien oder was auch immer? Das können Sie mit einem einfachen Selbsttest prüfen: Sie nehmen irgendwas, mit dem Sie Wasser in die Fuge bringen. Wenn eine Abdichtung vorhanden ist, muss ja das Wasser unten aus der Fuge wieder rauslaufen. Bedenklich wirds, wenn das Wasser "irgendwo" verschindet. Dann können Sie sich vorstellen, wie die Aussenwand in ein paar Jahren aussehen wird. Mit einer dauerelastischen Fuge wird man nicht viel erreichen. Das sind immer Wartungsfugen, die selten abdichten. Fragen Sie weiter, wenn Ihnen das nicht reicht. |
Frage: Hallo, ich habe noch eine Frage, die mich derzeit beschäftigt. Übergänge zwischen einer Wärmedämmfassade zu Hausteilen sind ja mit entsprechenden elastischen Dehnfuge/Dichtband zu versehen (z.B. am Übergang zum Fensterrahmen). Antwort: Sehr geehrter Herr L., natürlich gibt es nicht für alles eine Vorschrift, aber Regeln der Technik gab es schon, als kein Mensch was von WDVS wusste. Die Regeln der Baukunst (ich mag solche alten Bezeichnungen, zumal ja Regeln der Technik heutzutage und hierzulande keine sind, wenn sie nicht in die Liste aufgenommen sind) beinhalten solche grundlegenden Sachen wie Materialeigenschaften, Materialtrennung (früher ging das auch ohne Silikon), unterschiedliches temperaturbedingtes Ausdehnungsverhalten. Risse deuten i.d.R. darauf hin, dass gemurkst wurde, wie Sie selbst festgestellt haben wurde wohl direkt angearbeitet. Das Sprichwort sagt: wenn schon keiner was macht, arbeitet wenigstens das Holz. Da können schon mal ein paar Millimeter zusammenkommen - und immer wenn es Spannungen gibt, reisst irgendwann irgendwas. Da sich z.B. ein Fensterrahmen viel weniger bewegt als ein Sparren, fällt es hier nicht so schnell auf, wenn das Fugenband "vergessen" wurde. Glauben Sie nur nicht, dass diese theoretische Voraussetzung auch überall umgesetzt wird (ist erst mal der Putz draufgeschmiert, siehts ja keiner mehr und bis es reisst, sind wir schon über alle Berge [oder halt den Bach runter]). Aber da ich kein seniler Meckerkopp bin, verweise ich darauf, dass ich schon die eine oder andere Baustelle hatte, wo alle Anschlüsse des WDVS ordnungsgemäss mit Kompriband ausgeführt wurden. |
Frage: Bei unserem Haus (3 Wohneinheiten) muss der Aussenputz abgeschlagen werden. Vor ca. 15 Jahren wurde ein falsch gewählter Fassadenanstrich (Kunststoff) angebracht, der zu großen Schäden des Aussenputzes geführt hat. Nach einigen Gesprächen mit Handwerksbetrieben, die uns natürlich ihre WDV-Systeme verkaufen wollen, und Recherchen im Internet bin ich auch nicht schlauer, ob eine Wärmedämmung wirklich sinnvoll ist. Hier die Rahmenbedingungen: Baujahr 1914; Wandstärke 42 cm, inkl. Aussen- und Innenputz; Ziegelmauerwerk; das Dach wurde vor 5 Jahren ausgebaut und von innen gedämmt; Doppelglasfenster sind eingebaut. Antwort: Sehr geehrte Frau T., Ihre Schilderung betrifft einen Fall aus der Praxis, wo man eine an sich gesunde Substanz durch geistloses Überschmieren geschädigt hat. So wie Sie es beschreiben, scheint der alte Anstrich ein Filmbildner zu sein, der den Putz hat absterben lassen. Zu der Energieberatung (meinen Sie die in NRW?) möchte ich mich hier im Forum nicht äussern. Sie müssen abwägen, welches Ergebnis man Ihnen für wieviel Geld verspricht. Wozu eine Wärmedämmung bei 42 cm dicken Wändne gut sein soll, kann ich von hier aus nicht nachvollziehen. Aber wenn Sie schon von Experten beraten werden, haben die Ihnen bestimmt mitgeteilt: 1. seit 1.2. gilt die EnEV, die für gerade den Fall der Fassadenerneuerung Vorgaben trifft (können Sie auch im Infobereich nachsehen) Ganz wichtig: Ratschläge aus der Ferne sind unverbindlich und ersetzen keine planerische Leistung. Re: Sehr geehrter Herr Bumann, vielen Dank für Ihre Antwort. Die ENEV habe ich gelesen. Hierzu noch eine Frage, können wir bei einer Mauerstärke von 42 cm (Ziegelmauer, inkl. Innen- und Außenputz) davon ausgehen, dass wir den u-Wert von 0,9 einhalten oder sind wir tatsächlich verpflichtet, zu dämmen. Wir haben große Bedenken, da die Sanierung, die ein Vorbesitzer vor einigen Jahren gemacht hat (siehe meine Mail von Freitag) ja bereits ein Flop war. Außerdem würden mit einem WDV-System sämtliche Sandstein-Fensterbänke überdeckt werden und der Gesamteindruck des Hauses (Dachüberstand...) sehr zum Nachteil verändert werden. Freundliche Grüße A. T. Antwort 2: Sehr geehrte Frau T., Nehmen wir mal für ein Beispiel Vollziegel mit 1.600 kg/m3, dann ist mit 0,68 zu rechnen. 1 / 0,42 / 0,68 ergibt einen Wärmedurchlasskoeffizienten von 1,619 W/m2K. Das ist ein Wärmedurchlasswiderstand von 0,618 m2K/W. Alpha i und a dazugerechnet, macht das 1 / 0,788 W/m2K für den Wärmedurchgangskoeffizienten = 1,27. Sie haben vielleicht Hochlochziegel mit 900 kg/m3, dann können Sie mit 0,42 rechnen und Sie kommen überraschenderweise auf etwas unter 0,9. Vielleicht aber haben Sie sich ja auch nur vertan und Sie meinen, dass Sie den Putz nur reparieren statt erneuern? Und warum soll gleich alles auf einmal gemacht werden? Vielleicht haben Sie nur so wenig Geld , dass Sie die Arbeiten auf 5 x 20% strecken müssen? Ansonsten haben Sie in der EnEV etwas unaufmerksam gelesen, sonst hätten Sie sich über §§ 16 und 17 gefreut. Unwirtschaftlichkeit lässt sich genauso gut berechnen wie Wirtschaftlichkeit. Aber hier sind wir wieder bei der Frage: was soll die Dämmung nützen? Vielleicht kann man ja die Einhaltung der Grenzwerte für die Primärenergie nachweisen? Die EnEV soll ja dazu dienen, Energie einzusparen und nicht etwa Umsatz zu garantieren. Es sollen auch keine Härtefälle geschaffen werden, auch soll unangemessener Aufwand vermieden werden. Die Rechenbeispiele und Gedankenspiele stellen keinerlei Beratung oder Planung dar. Sie sind völlig unverbindlich. Suchen Sie sich einen erfahrenen Bauing./Arch. mit Faible für alte Gebäude in Ihrer Nähe. Der kann Ihnen auch was erzählen zu "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 13 der Energieeinsparverordnung (AVV Energiebedarfsausweis)". Rein Gefühslmässig würde ich sagen, ein Nachweis kostet nicht mehr als ein WDVS, und ein Tauwasserproblem hat er soweit ich weiss noch nicht verursacht. Auch wird mit einem Nachweis ein bestehendes Gebäude nicht verhunzt, mit WDVS wurde das aber schon tausende Quadratmeter weise. Oder warten Sie mal noch ein Jahr, bis man auch verwaltungstechnisch weiss wos langgeht (nach dem Motto: mal sehn was die Praxis bringt). In Berlin hat man sich seit Oktober 2001 damit befasst, leider z.T. noch ohne Erfolg: ZITAT Aber so ist es nun auch wieder nicht, dass gar nichts festgelegt wurde: ZITAT Quelle: Wie das in Ihrem Bundesland aussieht, weiss ich natürlich nicht. Aber dafür gibts ja Leute, dies wissen. |
Frage: Wer kann Erfahrungen und Tipps zum Thema Fachwerk weitergeben? Ich stehe vor der Wahl des geeigneten Heizsystems, evtl. Wandheizung um möglicher Tauwasserbildung im Bereich der Aussenwände bei einer Innendämmung entgegenzuwirken. Neben diesen speziellen Fragen bin ich auch für jede sonstige Hilfe dankbar! Antwort 1: Da brauchen Sie einen erfahrenen Planer vor Ort. Der sollte auch Referenzen aufweisen können. Denn einfach so ne Innendämmung reinsetzen kann böse Folgen haben. Bedenken Sie, dass ja dann keine Wärme mehr ans Fachwerk kommt und das somit nicht austrocknen kann. Es sind viele details, die beachtet werden müssen. Zuviele, um in einem Forum gelöst zu werden. (Martin Beisse) Antwort 2: Ich schliesse mich der Meinung von Martin Beisse an und ich möchte davor warnen, sich Wissen "zusammenzustoppeln", in der Hoffnung die richtige Lösung getroffen zu haben. Das von Ihnen geschilderte Problem ist viel zu komplex und zu sensibel, als dass man eine Ferndiagnose stellen darf. Ich halte jedoch von einer Innenwanddämmung gar nichts. Gerade Fachwerkwände werden darauf empfindlich reagieren, weil jegliche Homogenität in Material und im Stoff- und Temperaturfluss dadurch zerstört wird. Wenn Sie jetzt enttäuscht sind und sich in einem anderen Forum umsehen, werden Sie feststellen, dass sich (z.B. im Forum bei bau.de) etliche "Fachmänner" auf das Thema stürzen werden und sich im Beratschlagen übertrumpfen. Aber glauben Sie, dass ist genauso gut, wie wenn Sie sich den Telefonhörer an die Brust halten und der Arzt am anderen Ende der Leitung bestimmen soll, wie der Grad Ihrer Erkältung ist. Seriöse Beratung bedeutet auch, Grenzen aufzuzeigen. In dem Falle bedeutet das, dass jeder noch so gut gemeinte Rat ohne Kenntnis der Gebäudegeometrie und der konstruktiven Details völlig daneben liegen kann. Re: Hallo, erstmals schönen Dank für die Ernüchterung. Eigentlich wollte ich nur nachfragen um bereits gemachte Fehler nicht zu wiederholen. Ganz besonders interessiert mich der Aspekt der Wandheizung, da ich hierin eine günstige Taupunktverschiebung erreichen möchte. Schönen Gruß K. Antwort 3: Hallo, Herr H. Danke für die Nachricht. Aber warum so zaghaft, immer rein ins Forum. Ohne eine "Ersatzplanung" draus zu machen, interessiere ich mich rein neugierhalber, wo Sie das Problem des Taupunktes sehen. Die Aussenwand in Fachwerk ist doch weitgehend homogen, nämlich Mauerwerk oder Lehm oder Stroh-Lehm zwischen Holzbalken. Wie dünn soll denn die Wand sein, dass hier ein Problem auftritt? 2. Frage: wo soll die Wandheizung hin? Zuraten zu dem System kann ich allemal, wobei ich aber davon ausgehe, dass es um die Innenwände geht. Nehmen Sie sich um Gottes willen nicht vor, die Aussenwand auf der Inennseite zu dämmen und darauf eine Wandheizung aufzubringen! PS: Da fällt mir ein, dass in meiner Literaturempfehlung (der Link zur Seite liegt im Infobereich BAUEN IM BESTAND) auch Bücher zum Thema Fachwerk aufgeführt sind. Sogar speziell zum Thema innenliegende Dämmung (trotzdem halte ich nicht viel davon). |
Frage: Ich besitze ein Siedlungshaus Baujahr 1938. Die Außenwand besteht aus einer Ziegelschicht 250x150 mm (bxh). Der Ziegel besitz zwei getrennte Luftkammern. Von Innen ist eine 35 mm zementgebundene Holzwoll-Platte angebracht und mit Putzmörtel verputzt. Gibt es für diese Konstruktion eine bauphysikalisch saubere Möglichkeit die Außenwand nachträglich zu dämmen? Mit freundlichen Grüssen V. Antwort 1: Ja, gibt es. Das war die gute Nachricht. Jetzt die schlechte: das kann man nur vor Ort beurteilen. Vorsicht! Dämmung einer Wand kann dazu führen, dass auf einmal Kondenswasser an den Fenstern ausfällt. (Martin Beisse) Antwort 2: Sehr geehrter Herr V., wozu soll denn die zusätzliche Dämmung gut sein? Ich glaube nicht, dass die von Ihnen beschriebene gekammerte Ziegelwand so schlechte Eigenschaften hat, dass sich die Investition in ein WDVS lohnt. Wenn das Wandsystem bislang funktioniert hat und die Mindestwerte für die Wärmedämmung eingehalten sind (was ich ungesehen glaube), lassen Sie es doch einfach. Herr Beisse hatte schon den Daumen drauf: sobald Sie aussen noch ne Dämmlage draufklatschen, kann das problematisch werden. Und ein gekammerter Ziegel hat seeeeeehr viel Platz, Tauwasser aufzunehmen, bis Sie das irgendwann mal merken. Wie das mit Tauwasser, Kapillarwirkung und Diffusion zusammenhängt, können Sie hier auf der Homepage im Infobereich BAUPHYSIK nachlesen. Re: Sehr geehrte Herren, der Grund für die Dämmung ist in der Absicht zu suchen Heizoel zu sparen. Das alte Haus hat eine beheizte Wohnfläche von ca. 50 qm. Später habe ich einen Flachbau angebaut mit ca. 60 qm beheizter Wohnfläche. Dieser Bau von 1986 hat 360er Außenwände. Das Flachdach ist mit 100 mm Styrotect ähnlichen Material gedämmt. Für diese Fläche von 110 qm benötige ich etwa durchschnittlich 2.800 l Heizoel im Jahr. In dem alten Haus habe ich noch eine Reserve gesehen. Mit freundlichen Grüssen Antwort 3: Ich versuche einmal ohne genaue Kenntnis aller Bauteile eine überschlägige Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sollte ich deutlich daneben liegen, bitte ich die Experten im Forum um Verbesserung. Etwa 10%-15% Ihres Heizöles benötigen Sie für die Warmwasserbereitung, es verbleiben also 2500 Liter für die Heizung. Der Lüftungswärmebedarf dürfte davon 25%-30% ausmachen. Es verbleiben somit kanpp 1.900 Liter für die Deckung des Transmissionswärmeverlustes, als für das was durch die Umfassungsbauteile nach aussen abgegeben wird. Daran haben die Wände je nach Gebäudeabmessung und Ausbildung der Bauteile einen Anteil von 30-40%, maximal 'verschlingen' die Wände also 700-800 Liter Heizöl. Hiervon wird der Löwenanteil auf Ihren Altbau entfallen, sagen wir einmal gut 500-600 Liter. Durch eine Verbesserung des k-Wertes (seit 1.2.2002 U-Wert) um 100% oder auch noch darüber können Sie dann 300 bis 400 Liter Heizöl jährlich einsparen. Bei heutigen Energiepreisen entspricht dies weniger als 200 Euro im Jahr. Bei der gesamten eben gemachten Abschätzung habe ich einigermaßen großzügig gerechnet. Die Kosten für ein Wärmedämmverbundsystem für Ihren Altbau müssten Sie sich anbieten lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie unter 5.000 Euro damit hinkommen (meine Zahl ist mit grosser Unsicherheit behaftet, da ich die Fläche und den Preis nur grob abschätzen kann). Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird sich eine Investition von 5000 Euro bei Einsparung von max. 200 Euro p.a. schwer rechnen. Wenn Sie den Betrag langfristig mit 4% über der Inflationsrate anlegen können, holen Sie die Mehrkosten für die Beheizung herein, konstante Energiekosten vorausgesetzt. Die Bauphysik und die Wohnbehaglichkeit habe ich bei meinen Ausführungen ausser Acht gelassen. (Bruno Stubenrauch) Zugabe: Ich danke Kollegen Stubenrauch für die transparente Darstellung. Anhand aller unserer Gedanken zum Thema erkennt der Bauherr: Wenn ich von einer Baufirma wäre, würde ich Herrn V. dringend zu einem WDVS raten (das ist dann wenigstens für den Umsatz der Firma gut, wenn auch nicht für Herrn V.). Da ich aber einen Sinn fürs praktische habe, rate ich folgendes: wenn Sie handwerklich begabt sind oder Ihnen ein Freund helfen kann (aber bitte keine Schwarzarbeit!) verfahren Sie wie folgt: verbreitern Sie durch betonieren das Fundament und mauern Sie eine Ziegellage davor. Die ist so dick, wie es nur geht (an Verankerung und die Traufsituation denken!). Sie wird dicht angesetzt und ohne jede Trennlage dazwischen hochgezogen. Dann kommt ein mineralischer Aussenputz dran (am besten Kalkputz!). So ensteht eine dicke und weitgehend homogene Aussenwand aus Ziegelmauerwerk. Die dämmt besser als die bisherige, aber sie gestattet auch solare Wärmegewinne (ein WDVS nicht) und sie hat ein gutes Speichervermögen. Dadurch werden die Temperaturamplituden gesenkt, es ergibt sich eine gute Phasenverschiebung und Behaglichkeit stellt sich ein. Ausserdem lässt diese Wand Wasser in jeder Form raus (flüssig und dampfförmig), auch kapillar an der Aussenseite! das macht ein diffusionsoffenes WDVS nicht immer. Lesen Sie die Beiträge im Infobereich Bauphysik, dann werden Sie vieles besser verstehen. |
Frage 1: Wir möchten unser Alt-Dach ausbauen. Idee: die 140er Sparren entsprechend mit Glas-/Steinwolle WLG 035 voll dämmen (diffusionsoffene Unterspannbahn vorhanden), dann Dampfsperre/Luftdichtigkeitsschicht, dann Untersparrendämmung 40mm oder 50mm. Antwort 1: Sehr geehrter Herr L., Es kommt allerdings darauf an, was für eine Dampfbrenmse und was für eine Unterspannbahn genommen wird. Dann ist es wichtig zu wissen, ob die Ziegel auf einer Lattung liegen oder ob es eine Schalung mit Bahnen gibt (eher unwahrscheinlich). Man muss also die gesamte Konstruktion betrachten und dann ist zu entscheiden, ob der Nachweis zum Tauwasserschutz nach DIN 4108 oder nach dem ZDVH-Merkblatt geführt wird. Merke: Unterspannbahnen und Dampfsperren (-bremsen) können diffusionsoffen oder -dicht sein, je nach Material. Zur Giebelwand: im Prinzip gilt dasselbe. Man betrachte die gesamte Konstruktion (Putz, Ziegelmaterial, geplante Dämmung) und führe daraufhin die erforderlichen Nachweise. So etwas lässt sich durch Antwortensammeln in Foren nicht ersetzen. Wichtig sind hierbei auch wirtschaftliche Überlegungen (was ist vom Geldeinsatz her sinnvoll?), da muss man schon mal hin- und herrechnen, dazu sagt man auch optimieren. Frage 2: Danke, Herr Bumann, so richtig klar war mir nicht, wie kompliziert es ist und wie viel man wahrscheinlich falsch machen kann. Dachziegel liegen auf Lattung, Unterspannbahn Tyvek/Klöber HD Soft (SD < 0,02). Ausbauen wollten wir mit Produkten der Fa. Isover (oder vielleicht Rockwool??). Antwort 2: Das Fabrikat ist doch völlig Wurst. Mineralwolle ist Mineralwolle. Entscheidend sind die Eigenschaften, die der Hersteller mittels der technischen Blätter angibt. |
Frage: Hallo, ich habe noch eine Frage, die mich derzeit beschäftigt. Antwort: Sehr geehrter Herr L., Risse deuten i.d.R. darauf hin, dass gemurkst wurde, wie Sie selbst festgestellt haben wurde wohl direkt angearbeitet. Das Sprichwort sagt: wenn schon keiner was macht, arbeitet wenigstens das Holz. Da können schon mal ein paar Millimeter zusammenkommen - und immer wenn es Spannungen gibt, reisst irgendwann irgendwas. Da sich z.B. ein Fensterrahmen viel weniger bewegt als ein Sparren, fällt es hier nicht so schnell auf, wenn das Fugenband "vergessen" wurde. Glauben Sie nur nicht, dass diese theoretische Voraussetzung auch überall umgesetzt wird (ist erst mal der Putz draufgeschmiert, siehts ja keiner mehr und bis es reisst, sind wir schon über alle Berge [oder halt den Bach runter]). Aber da ich kein seniler Meckerkopp bin, verweise ich darauf, dass ich schon die eine oder andere Baustelle hatte, wo alle Anschlüsse des WDVS ordnungsgemäss mit Kompriband ausgeführt wurden. |
Frage: Wir planen ein EFH mit Keller. Der Keller ist für Hobbyraum, Wäscheraum und Vorrat sowie für Heizung vorgesehen. Die Kellerwände sollen mit KS gemauert werden und mit Hartschaum gedämmt. Wie sinnvoll ist es auch die Sohle zu dämmen? Gibt es hierfür fertige Systeme? Antwort 1: Das ist sehr sinnvoll. Spart nicht nur Energie sondern auch kalte Füße. Einesetzt werden können als Perimterdämmung zugelassene Stoffe, Z.B. Schaumglas oser extrudiertes Polystyrol. (Martin Beisse) Antwort 2: Wenn man statt der Perimeterdämmung, welche unter der Abdichtungsebene der Sohle, nämlich unter der Stahlbetonplatte, liegt, ganz normale Dämmung nimmt, die man im Fussbodenaufbau integriert, wirds etwas kostengünstiger. Bei der Wand muss die Dämmung schon aussen liegen, da wäre eine Innendämmung nachteilig. Zu Wärmedämmung unterm Estrich: wenn es einen Wasserschaden gibt, ist eh alles zu spät und getrocknet werden muss dann sowieso. Ein schwimmender Estrich trocknet sich besser als ein Verbundestrich oder ein Estrich auf Trennlage (das habe ich vergessen mit aufzuzählen, wobei auf Trennlage häufiger heutzutage ausgeführt wird als Verbundestrich, es sei denn es wird mal wieder etwas zusammengemurkst). Im übrigen bitte ich zu bemerken, dass ich den Sinn von Wärmedämmung schon zu bewerten weiss. Auch die Stahlbetonstürze, die ich 1979 als Maurer hochgewuchtet habe, hatten aus guten Gründen HWL-Dämmauflagen (bei ner 365er Wand der äussere innen, der mittlere aussen und der innere ohne, da gabs sogar ne TGL für). Ich bin nur gegen schöngerechneten und schöngeredten Unfug und gegen Bauherrenverklapse. |
Frage: Wie dick muß die Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit (Z-FOLIE ) sein. Antwort: Hallo "a.", gehen Sie in den Infobereich BAUTECHNIK, und da zur Seite zum Thema Bauwerksabdichtungen. Dort habe ich vor kurzem einen kleinen Beitrag genau zu dem Thema ergänzt (ganz unten auf der Seite). Diese Folien sind in der 18195 noch nicht richtig drin, d.h. Mindestdicken sind nicht festgeschrieben, es sind nur genormte Folien aufgeführt. |
Frage: Hallo, habe fließend Wasser im Keller. (kommt nach mehrtägigem Regen auf einer Länge von ca. 1,0m als Rinnsal an der Boden- Wandgrenze aus der Außenwand.) Es ist Oberflächenwasser, denn der Grundwasserspiegel liegt etwa 3m tiefer. Ausschachten ist an dieser Position kaum / garnicht möglich. Das angefüllte Erdreich ist stark tonhaltig. Wer kennt eine seriöse Firma im Postleitzahlenbereich 4xxxx R., welche fachlich kompetent ist und sich nicht auf meine kosten sanieren möchte. Ich brauch reelle Hilfestellung zu diesem Problem MfG S. K. Antwort 1: Hallo, nach Ihrer Beschreibung kann es sich um Schichtenwasser handeln, das sich aufgrund des bindigen Bodens ansammeln kann. Wenn Aufschachten nicht geht, muss man von innen versuchen abzudichten. Offensichtlich ist die Abdichtung im Bereich des Fussboden-Xels kaputt. Die Fuge mit PU o.ä. abzudichten, dürfte erst mal genügen. Lassen Sie sich die Leistung von mehreren Firmen anbieten, in den Gelben Seiten werden wohl ein paar stehen. Dann können Sie die Angebote vergleichen. Interessant wird, ob Ihnen jemand Gewährleistung gibt. Re: Danke für die Antworten zum meinem Problem Nasser Keller. Zur Erklärung: das Gebäude stammt aus 1980, Die Kelleraußenwände bestehen aus Hohlkammerschwerbetonsteinen. MfG S. K. Antwort 2: Holhkammersteine bedeutet, dass jede Menge Verpressmaterial erst mal in den Hohlräumen der Steine verschwindet, ehe die eigentliche Stelle abgedichtet wird. Aber über den Zustand der Aussenwandabdichtung braucht man sich wohl keine Gedanken mehr machen. Statt PU o.ä. Kunstharzen kann man es da vielleicht besser mit Schleierinjektionen mit Polyacrylat-Injektionsgel versuchen. Fragen Sie mal unter 0351-4963802 nach, ob die Fa. T. Ihr PLZ-Gebiet bedient. |
Frage: Hallo, habe fließend Wasser im Keller. (kommt nach mehrtägigem Regen auf einer Länge von ca. 1,0m als Rinnsal an der Boden- Wandgrenze aus der Außenwand.) Es ist Oberflächenwasser, denn der Grundwasserspiegel liegt etwa 3m tiefer. Ausschachten ist an dieser Position kaum / garnicht möglich. Das angefüllte Erdreich ist stark tonhaltig. Zur Erklärung: das Gebäude stammt aus 1980, Die Kelleraußenwände bestehen aus Hohlkammerschwerbetonsteinen. Antwort: Hallo, nach Ihrer Beschreibung kann es sich um Schichtenwasser handeln, das sich aufgrund des bindigen Bodens ansammeln kann. Wenn Aufschachten nicht geht, muss man von innen versuchen abzudichten. Offensichtlich ist die Abdichtung im Bereich des Fussboden-Xels kaputt. Die Fuge mit PU o.ä. abzudichten, dürfte erst mal genügen. Holhkammersteine bedeutet, dass jede Menge Verpressmaterial erst mal in den Hohlräumen der Steine verschwindet, ehe die eigentliche Stelle abgedichtet wird. Aber über den Zustand der Aussenwandabdichtung braucht man sich wohl keine Gedanken mehr machen. Statt PU o.ä. Kunstharzen kann man es da vielleicht besser mit Schleierinjektionen mit Polyacrylat-Injektionsgel versuchen. Fragen Sie mal unter 0351-4963xxx nach, ob die Fa. T. Ihr PLZ-Gebiet bedient. |
Frage: Hallo. Auf einer Bodenplatte eines 56er Siedlungshauses wurde eine Sandsteinmauer erstellt, diese auf der Außenwand mit "Sandputz" verputzt und mit Bitumen (Teer ?) gestrichen. Sehr krumm alles. Der Teer ist durch Wurzeln zerstört und die Wand ist feucht. Ich habe außen aufgegraben und möchte nun folgendes tun: Die Wand vom Teer befreien, mit Zementmörtel auf dem bereits vorhandenen Sandputz verputzen oder einschalen und Zementmörtel in die Verschalung laufen lassen. Anschließend mit Bitumen abdichten und mit 60 mm Styrodur und Kunststoffnoppenbahn abschließen. Antwort: Sehr geehrter Herr S., das Abdichtungssystem beginnt mit dem tragfähigen Untergrund. Ohne die Sache gesehen zu haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass der "Sandputz" halten wird. Besser dürfte sein, das lose und krümelige Zeug zu entfernen und einen Pinselglattstrich auszuführen. Dann ist der Untergrund eben und tragfähig. Was Sie mit Bitumen meinen, weiss ich nicht, aber insgesamt ist die Grundidee zum Aufbau schon i.O. Zum Thema Bauwerksabdichtungen können Sie im Infobereich jede Menge nachlesen: schwarze Wanne, braune Wanne usw. Jede Menge über Bauwerksabdichtungen Noch ein wichtiger Hinweis: vergessen Sie über der vertikalen Abdichtung nicht die horizontale, sonst wird die Sache sinnlos. Horizontale Abdichtung in KG-AW nachträglich Frage: Hallo Hr. Bumann, wie kann ich ein bestehendes Mauerwerk aus Sandsteinen denn nach Ihrer Meinung noch nachträglich horizontal abdichten ? Gruß A. S. Antwort: Hallo, Herr Schroth, wenn Sie eine Firma beauftragen, werden Ihnen die Augen tränen, wenn Sie erfahren, was das kostet. Solche Verfahren sind aufwändig, teuer und nicht immer und selten zu 100% wirksam. Entweder erfolgt eine Injektion (Bohrlöcher mit Einpressnippeln, Epoxi, PU o.ä. oder Schleierinjektion) oder die Wand wird aufgeschnitten oder aufgesägt und dann kommt Bitumenpappe rein oder Edelstahlblech. Je nach handwerklicher Fertigkeit können Sie sich entscheiden, selbst eine nachträgliche Abdichtung einzubringen. Dazu kommen Sie nicht umhin, eine Schicht Steine herauszunehmen. Am besten geht das, wenn Sie sowieso aussen aufbuddeln. Als Abdichtung nehmen Sie eine Folie, Bitumenpappe (Dachpappe oder auch Elefantenhaut genannt) oder eben Edelstahlbleche. Der Untergrund muss eben sein. Danach kommen die Steine wieder rein und es muss alles vollfugig ausgeführt werden. Da man nur ca. 75-100 cm - Abschnitte so bearbeiten kann, weil man sonst Setzungszerstörungen provoziert, ist klar, das das eine entsetzliche Fummelarbeit ist. Aber wenn Sie die Zeit und das Geschick haben, warum nicht? |
Frage: Was kann man tun, wenn nach Fertigstellung eines Hauses festgestellt wird, dass statt einer Bitumendickbeschichtung wohl der Qualitätsstandard einer "weißen Wanne" bedarfsgerecht gewesen wäre ? Wie läßt sich der Qualitätsstandard trotzdem erreichen ? Über Informationen würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im voraus. Freundliche Grüße, M.G. Re: Hallo, ich kann mich gern kurz damit befassen. Sie müssen vorab 2 Dinge klären/beantworten: Info: Hallo Herr Bumann, danke für die schnelle Info. Antwort: Sehr geehrter Herr G., hier geht es nicht bloss um ein Mängelchen. Es wurde grob gemurkst, wenn der saloppe Ausdruck mal gestattet sei. Ehe man sich technischen Einzelheiten zuwendet, verweise ich auf den baurechtlichen Aspekt: es liegt ein Verstoss gegen grundlegende baugesetzliche Reglungen vor. Ich zitiere als Beispiel §14 BauOBln: Bauliche Anlagen ... müssen so abgeordnet und beschaffen sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit ... Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen. Wo liegt das Problem? Bei bindigen Böden (Lehm) bilden sich Wasserschichten und -säcke, es entsteht drückendes Wasser. Das war vor Baubeginn bekannt, das geplante Abdichtungssystem muss zu den Bodenverhältnissen passen. Hier hätte eine sogenannte Wanne (schwarz / weiss / braun) ausgeführt werden müssen. Es ist alles freizulegen und es ist eine nachträgliche geeignete Abdichtung anzubringen, z.B. 2-lagig bituminös. Oder man baut eine Drainige ein oder oder oder. Das Sanierungskonzept kann man nur vor Ort erstellen. Behalten Sie bei der nächsten Zahlung 20.000 EURO ein und fordern Sie mit Frist auf, ein einwandfreies Werk herzustellen. |
Frage 1: Hallo, nach dem Ausschachten unseres Kellers haben wir uns aufgrund von Wasseransammlungen dafür entschieden, die Kelleraussenwände 1,5m hoch in WU-Beton auszuführen, darüber wird dann mit Poroton weitergemauert. Zusätzlich will das Bauunternehmen den Ich habe bei einigen gelesenen Artikeln den Eindruck, dass WU- Keller mit einer zusätzlichen Abdichtung nicht gerne gesehen werden. Daher meine Frage: Hat die zusätzliche Abdichtung eines WU-Kellers irgendwelche Nachteile? Eigentlich kann es doch nur gut sein, sich zusätzlich abzusichern. Vielen Dank, J. M. Antwort 1: Hallo. Der erste Nachteil: Sie bezahlen zu viel für eine doppelt-gemoppelte Sache. Wenn Sie WU-Beton haben, benötigen Sie keinen anderen Firlefanz. Der Fehler besteht im Materialmix. Ich sehe keinen Sinn, nicht die Wand komplett in WU auszuführen. Sparen werden sie nichts und gewährleistungsmässig ist das ungünstig, weil eine WU-Wand entweder über OFG geführt wird oder nicht als solche richtig einzuordnen geht. Grundsatz: entweder 100% WU oder Firlefanz, die Regeln der Technik sehen keinen Mix von Wand material und keinen Mix des Abdichtungssystems vor. Fragen Sie mal die Forma, ob die Ihnen auch 10 Jahre Gewährleistung auf dieses Experiment gibt. Im Infobereich steht einiges dazu, aber auch in einem Fallbeispiel (GU/BT-Verträge) , wo es um Wasser im Keller geht. Am schnellsten finden Sie es mit Stichwortsuche. Wüncshe gute Unterhaltung. Frage 2: Hallo Herr Bumann, Normalerweise hätten wir am liebsten gar keinen Betonkeller genommen, da zumindest nach unserem Wissensstand das Raumklima darunter leidet (Wände nehmen keine Feuchtigkeit auf). Daher finden wir den Kompromiss mit dem weiteren hochmauern ganz gut. Desweiteren ist der WU-Beton ja auch nicht wasserdicht, sondern nur wasserundurchlässig. Mit der zusätzlichen Beschichtung dürfte doch gar kein Wasser(dampf) von aussen nach innen dringen. Was ist eigentlich mit einem WU-Keller nach 20 Jahren? Ist dieser immer noch genauso dicht wie am Anfang oder lässt die Dichtigkeit evtl. nach? Wenn ich Ihren Kommentar richtig verstehe, gibt es aber grundsätzlich mit der zusätzlichen Beschichtung des WU-Anteils keine Probleme, bis auf die zusätzlichen Kosten? Antwort 2: Herr Bumann hat Recht. Lassen Sie den Quark sein. Entschuldigung, dass ich es so deutlich sage. Wenn überhaupt was feuchte aufnimmt (wozu eigentlich?), dann der Putz. Abdichtung ist bei "weißer Wanne" nicht erforderlich, Dampfsperre aber schon. Wie sieht es denn mit der Dämmung aus? Alternativ können Sie eine "schwarze Wanne" ausbilden, also komplett gemauert und "schwarz" eingepackt. (Martin Beisse) Frage 3: "Wie sieht es denn mit der Dämmung aus?" Das wäre die nächste Frage. Die Betonwände sind 30 cm dick. Gedämmt werden soll auf jeden Fall, zumal ein Raum als Büro oder Hobbyraum genutzt werden soll. Was wäre denn da zu empfehlen? Antwort 3: Das Thema hatten wir schon mal im Forum behandelt: entweder aussen eine Perimeterdämmung (die dämmt auch, wenn sie in feuchter Erde liegt) oder innen eine Dämmung bei dem einen Raum. Wenn der Keller nur zum Teil im Lehmboden steckt, ist das aus meiner Sicht trotzdem Unsinn mit dem geplanten System. Wenn ich als Planer Ihnen so was gezeichnet hätte, dann könnten sie mich dafür in die Haftung nehmen, eben weil es nicht regelkonform ist. Wenn Sie es sich so von einer Firma andrehen lassen, ist das natürlich Ihr Ding. Ich rate ab. Frage 4: Hallo Herr Bumann, erst mal Vielen Dank für Ihre Antworten. Ich möchte halt nur wissen, worauf ich mich einlasse. Leider habe ich dieses Forum erst heute entdeckt. Das Verfahren ist aber bereits mit dem Bauunternehmen abgesprochen. Antwort 4: Wie man auf solch wirres Zeug kommt, erscheint mir nicht nachvollziehbar. Im Zweifelsfall würde ich mal in der Statik nachsehen. Falls es keine Statik gibt, würde ich einen Baustopp aussprechen. Zum Thema "Bauen ohne Statik" informieren Sie sich im Infobereich GESETZE BAU. Absprechen können Sie alles mögliche, jedoch sind Sie Laie und Sie verlassen sich darauf, was Ihnen die Fachleute der Fachfirmen so auftischen. Sollte ein gewähltes Verfahren oder eine geplante Konstruktion nicht den Regeln der Technik enstprechen oder gar gegen Baurecht verstossen, trägt die Firma die Verantwortung - und nicht Sie, der sich hat in Unwissenheit überreden lassen. Noch mal: ich sehe keinerlei Sinn darin, eine Kellerwand nicht in einer Stärke mit ein und demselben Material - wie in der Statik nachgewiesen - hochzuziehen. Da können Sie jeden Statiker fragen. Antwort+: Diese Unsitte stirbt wohl nie aus? Also erstmal natürlich Ríßbildung, alleine schon wegen Kriechen und Schwinden und auch aus unterschiedlichen Dämm- und Temperaturverhalten. Dazu noch die Gefahr der Undichtigkeiten. Also: alles rückgängig machen und anständig planen. (Martin Beisse) |
Frage: Sehr geehrter Herr Bumann, stieß gerade auf Ihre informative Seite und erhoffe mir nun Antwort auf folgenden Fragenkomplex. Beim derzeit im Bau befindlichen EFH bemängelte ich im Erdgeschoss Fugenbreiten (vertikal) von bis zu 7,5cm bei einer Nuth- Feder- Poroton- Ziegel- Verbauung. Aufgrund dessen behielt ich einen Teil der geforderten Teilzahlung ein. In der Folge bekam ich gestern einen mittleren Schock, denn nun sind viele der ursprünglich mit Mörtel verfüllten Vertikalfugen herausgeklopft worden, was teilweise zu einer weiteren Verbreiterung führte, und die entstandenen Hohlräume wurden mit Bauschaum ausgefüllt. Es handelt sich um Außenwände!!! Antwort: Sehr geehrte Frau M., sind Sie sicher, dass Sie sich nicht vertippt haben? Ich meine 7,5 mm statt 7,5 cm. Da es sich um Aussenwände handelt, nehme ich an, dass mit einem POROTON Planziegel gemauert wird. Fugen von 7.5 cm wären dann grösser als die Nut und Feder, von Mauerwerk könnte man da gar nicht mehr sprechen (Abbruch wäre erforderlich). Planziegel mit Nut und Feder sind sehr masshaltig, sie werden entweder in Mörtel eingetaucht oder der Mörtel wird mit Hilfe der Mörtelrolle aufgebracht. Die Stossfugen bleiben trocken, sie werden nicht ver- mörtelt. Bauschaum hat in Mauerwerk überhaupt nichts zu suchen. Hier wird wahrscheinlich gepfuscht, dass die Heide wackelt. Aber mit Ferndiagnosen ist das so ein Ding. Am besten, Sie rufen morgen beim Hersteller an: (i.O. Tel.-Nr.). Verlangen Sie einen Fachberater vor Ort, der kann Ihnen da weiterhelfen. Mit freundlichen Grüssen M. Bumann |
Frage: Sehr geeherter Herr Bumann, was wissen Sie über die Langlebigkeit von Gasbeton / Porenbeton- Häusern und wie sieht es mit Renovierungsfähikeiten aus ? Viele Dank für Ihre Hilfe, M. Antwort: Sehr geehrter Herr R., ich bin von der Langlebigkeit und der vielfältigen Eignung des Materials Porenbeton überzeugt. Leider werde ich weder von YTONG noch von HEBEL gesponsert, sonst würde ich diese Meinung im neuen DIMaGB-Newsletter verbreiten. "Mein erstes Haus" baute ich Anfang 1985 und man sagte damals nur Gasbeton zu dem Material. Also kann ich persönlich immerhin 15 Jahre belegen, in denen das Material der Wände keinen Schaden genommen hat. Ich habe aber schnell erkannt, wie wichtig es ist, dieses Material vor Nässeeinwirkung zu schützen. Das ist aber bei vielen Baumaterialien so: schnell aufgenommen aber schlecht bzw. langsam wieder abgegeben. Für den eingebauten Zustand bedeutet das: hat man eine ordnungsgemässe horizontale Abdichtung (gegen auf- steigende Feuchte) eingebaut und auch an passiven bzw. konstruktiven Feuchteschutz (Wasserableitung, keine grossen Gesimse, Spritzwasservermeidung) gedacht, wird es auf ewig keine Sorgen geben. Für die Fassade bedeutet das, wie bei jedem Massivbau: den Putz schön in Ordnung halten (keine Risse und Abplatzungen oder Beschädigungen längere Zeit unbehandelt lassen), dann gibt es auch keine Feuchteschäden. Ausserdem haben mich die Materialeigenschaften überzeugt. Angesichts des um sich greifenden u-Wert-Wahnes hat Porenbeton eine Eigenschaft, von der leider niemand mehr redet: er speichert (was Mineralwolle ehr nicht vermag). Deshalb habe ich für mein Projekt Ko-Ne-Haus © DIMaGB auf Porenbeton für Wände, Decken und Dach zurückgegriffen. Mit dem Langzeitverhalten haben sich natürlich bereits Fachleute befasst. dazu empfehle ich Ihnen folgende Literatur: Ich war - trotz positiver Annahmen - besonders von den tollen Werten zum Feuchteverhalten angenehm überrascht. Sie bekommen diese Unterlagen kostenlos frei Haus vom Bundesverband Porenbetonindustrie. Die Internetadresse finden Sie im Infobereich unter LINKLISTEN BAU bei Rohbau. Was Sie unter Renovierungsfähigkeit verstehen, weiss ich nicht, aber eines ist sicher: einmal vernünftig gebaut, ist nur noch der Aussenputz unterhaltungsbedürftig. Re: Sehr geehrter Herr Bumann, vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Hausfassade ist verklinkert - dies sollte eigentlich doch einen guten Nässeschutz bieten - oder ? Ansonsten lese ich erstmal die entsprechenden Berichte, nochmals vielen Dank und viele Grüße, M.R. Antwort 2: Hallo, Herr R., natürlich ist eine Klinkerfassade am besten. Irgendwann werden mal die Fugen ausgebessert - und das wars. Aber bei Porenbeton genügt bereits ein zweilagiger Aussenputz. |
Frage: Der Keller unseres Hauses liegt komplett im Fels und besteht aus einer 30 cm starken Bodenplatte und einer weissen Wanne 24 cm stark. Von außen wird eine 12 cm starke Perimeterdämmung angebracht. Mit (Grund-) Wasser wird nicht gerechnet - nur mit dem normalen Oberflächenwasser. Es wird uns empfohlen, auf Drainage zu verzichten - da nicht notwendig. Es soll nur die Baugrube mit Kies aufgefüllt werden, der besonders gut das Oberflächenwasser abführen kann. Muss noch etwas besonders beachtet werden? Antwort: Der Kies ist bei geeigneter Körnung eine Drainage. Wichtig ist, dass die sicher ableitung des gesammelten Wassers gesichert ist. Sonst haben Sie den Effekt einer "Wasserfalle". es sammelt sich in der Drainage und steht an der Hauswand - falscher geht es kaum. Bei der Peimeter dämmung ist darauf zu achten, dass sie nicht wasserhinterläufig ist, aber das vermeidet man durch sorgsames Ankleben und Fugenverschluss. Schützen würde ich meine Perimeterdämmung allemal Antwort+: Dampfsperre vergessen. Ja, die muß an der Wand außen direkt auf den beton und auf den Fußboden innen, bevor der Estrich reinkommt. (Martin Beisse) |
Regenentwässerung an Drainage angeschlossen - kann das richtig sein? Antwort: |
Frage: Lt. Baugrundgutachten für mein geplantes EFH mit Keller besteht der Baugrund aus Gehängelehm und aus von über 3 bis auf ca. 2,10m "unter 0" ansteigenden verwitterten Fels bzw. Felszersatz. Der Gutachter empfiehlt eine Gründung mit Streifenfundamenten auf den Felszersatz. Da die Baufirma nur eine normale (doppeltbewehrte) Bodenplatte giessen will, gab der Gutachter an, die Bodenplatte nach Bettungszahl 10.000 kN/m² zu bemessen. Antwort: Hallo, Herr H., Am sichersten ist es allemal, auf festen Untergrund zu gründen, hier der Fels. Nun kann ich nicht nachvollziehen, warum die Firma das nicht "machen will". Dazu kenne ich die Vertragssituation zu wenig. Eine "doppeltbewehrte" Platte ist gar nichts besonderes, man führt immer eine untere und eine obere Bewehrungslage aus, dazu kommen noch Bügel und diverse Zulagen (Momente. Querkräfte, Durchstanzsicherung usw.). In Ihrem Fall wird die Platte eben stärker bewehrt, damit sie sich nicht so stark verformt. Bettung bedeutet, sie liegt auf dem Baugrund auf, also gebettet. Und je nachdem wie weich sie gebettet ist, kann es zu Absenkungen kommen, die noch dazu ungliech ausfallen. Wenn später mal was schief gehen sollte, sind beide in die Haftung zu nehmen (Firma und Gutachter und eigentlich noch ein Dritter: der Statiker, wer auch immer das ist), weil beide einen Werkvertrag haben und einen Erfolg schulden. |
Frage: Ich suche nach Informationen zu einer Kombination von Kamin (mit Sichtglasscheibe) und Warmwasser-Wandheizung. Es soll ein leichter Ofen mit wenig eigener Speicherfähigkeit (kleiner Raum) gebaut werden, an den eine mit durch den Kamin beheizte Wasser-Wandheizung angeschlossen werden kann. Wo gibt es Informationen zu geeigneten Kamineinsätzen und technische Schemata, anhand derer ein Ofen-Eigenbau konstruiert werden kann? Vielen Dank für Ihre Hilfe!!! Antwort 1: Hallo, M., Erläuterung: Erstmal vielen Dank für die Antwort!!! Also, ich beschreibe die Situation jetzt mal etwas genauer, vielleicht kommen wir dann schon weiter? Antwort 2: Hallo, M., Fangen wir mit ein paar Grundlagen an. Zuerst mal eine kleine Preisübersicht. Wenn es spottbillig sein soll, geht man zum Baumarkt und kauft sich einen Kaminofen. Ein billiger kostet lächerliche 230 Euro (7 kW, bis 125 cbm RHV). Aber selbst 792 Euro für schönere Modelle sind noch human. Dann gibt es hin und wieder Aktionen z.B. bei H.. Das geht mit 2.116 Euro los und geht bis 5.500 Euro bei Kachelkaminen (www.) Mit 7,0 kW kann man 125 cbm beheizen, das reicht schon für Wohnen und Schlafen. Denn die Küche hat ja schon einen separaten Ofen. Ich hab mal aus den dürftigen Angaben folgendes Modell abgeleitet: 6,0 x 8,3 = 50 qm, rechnen wir für die Küche 1/4 und teilen die 2 Räume im Verhältnis 3,5 : 2,5 ( x 6,2 m) auf, kommt man auf folgende angenommene Werte: Der Kaminbauer baut Ihnen die Kiste ein, nachdem er Ihnen ein Angebot gemacht hat und Sie beauftragt haben. Das Angebot kann er nur machen, wenn er weiss, wie die Örtlichkeit aussieht und was so an Schornsteinzügen vorhanden ist. Der BSFM (Bezirksschornsteinfegermeister) ist Ihr Gott in schwarz. Er befindet darüber, was zulässig ist. Man kann ja nicht jeden Ofen an jeden Schornstein anschliessen. Er benötigt folgende Werte: Der BSFM erstellt also eine "Gutachterliche Äußerung über die Möglichkeit der Errichtung oder Änderung einer Feuerstätte". Hierin sind enthalten: Der Kaminbauer macht eine Schornsteinquerschnittberechnung nach DIN 4705 T.1 bzw. den entsprechenden Nachweis. Die Berechnung bekommt der BSFM zur Abnahme. Der kamin sollte nach DIN 18890 bzw. DIN 18891 geprüft sein. Die Montage erfolgt nach der Feuerungsverordnung (FeuV) des jeweiligen Bundeslandes. Soweit sei genug zum theoretischen Teil gelabert. jetzt kommen wir zum spannenden Teil: Da gibt es den L. TOPAS W, der mit anschlußfertiger Komplettstation eingebaut wird. Das ist ein Kamin mit Sichttüre und einem Wasserwärmetauscher, der im Inneren des Ofens verschwindet. Alternativ: LEDA Karat W. Bestellen Sie unter Tel. xxxx-xxxxxx oder im Internet. Der Kamin ist immer nur der Einsatz, die Oberfläche ist dann weitgehend variabel, ob Sie nun Kacheln nehmen oder Naturstein ist Ihrem Geschmack (oder Kontostand) geschuldet. Ich würde als Oberfläche Lehm nehmen, weil die Wände ja schon lehmgeputzt sind. Abstrahlungsmässig ist das auch super. Sozusagen der Mercedes ist W., auch die haben Einsätze mit Wasser-Wärmetauscher. Sie bestellen per tel. xxxxx-xxxxx oder www.. Dann gibt es noch B., die haben den HWM-HKD 4 als Heizwärmekessel. Den gibt es auch mit aufgesetztem Brauchwasserboiler. Tel. xxxxx-xxxx oder www.. |
Frage: Ich möchte in unsere Garage einen Zwischendecke aus Holz einziehen. Ich muß dabei einen Abstand von 6,45m mit Balken überspannen. Die Garage ist 4,80m breit. Nun möchte ich wissen wie ich Balken und Bretter bemessen muß (und in welchem Abstand verlegen) um eine Tragfähigkeit von 100 kg/m² zu erzielen. Kann mir jemand weiterhelfen? Danke Antwort: Hallo, Herr S., In den Formeln bedeutet z.B. ^2: hoch 2 also zum Quadrat q = g + p = ((6,0 x 0,10 x 0,20 x 5,04 x 9 / 30,96) + (0,04 x 6)) + 1 M = q x l^2 /8 = 1,133 x 5,04 x 5,04 / 8 = 3,59 kN m erf W = M / zul sigma (b) = 3,59 x 10^6 / 10 = 359 x 10^3 mm3 W = b x h^2 / 6 = 100 x 200 x 200 / 6 = 667 x 10^3 mm3 Das reicht ganz offensichtlich, sogar fast doppelt. Schnell noch nachgesehen, ob die Bretter halten: M = 2,228 x 0,8 x 0,8 / 8 = 0,178 kN m erf W = M / zul sigma (b) = 0,178 x 10^6 / 10 = 17,8 x 10^3 mm3 W = 1000 x 38 x 38 / 6 = 241 x 10^3 mm3 h = \/ 17,8 x 10^3 x 6 / 10^3 = \/ 106,8 = 10,33 mm Also genügen bereits 16 mm Bretter und Balken 10/24 mit e = 0,8 m, damit man 200 kg/m2 lagern kann. Das sind handelsübliche Masze. Man kann nun noch hin- und herrechnen, z.B. mit Kanthölzern 8/16 usw. usf. Am Ende spart man wenig. Mit der hier nachgewiesenen Tragkonstruktion (ohne Auflager und Befestigungsmittel !) geht man aber sicher, dass die Flächenlast nicht zu hoch wird. Denn wer garantiert denn, dass sich die 100 oder 200 oder sonstwieviel kg auch auf den vollen qm verteilen? Ausserdem habe ich nicht nach zul. Durchbiegung gerechnet, weil das Ihnen in der Garage wohl Wurst sein wird. |
Frage: Hallo Forum, in der Außenwand (Beton) des Kellers (1FH 60er Jahre) ist ein durchgehender Riß. Die Wand grenzt außen aber nicht gegen das Erdreich, sondern an einen kleinen Geräteraum, der nur von außen über einer Treppe nach unten zugänglich ist, und dessen Decke die Terrasse bildet. man kann den Riß also von beiden Seiten aus sehen. Der Riß verläuft vom Fenster (Lichtschacht) zum Fußboden und klafft nicht, d.h. man kann nichts dazwischenschieben (Messer oder dergl.). Das dumme ist nur: Ab und zu dringt von oben durch den Riß Regenwasser von außen ein, und das ist dumm. Antwort: Hallo, RR, so wie Sie es beschreiben, handelt es sich um einen Harriss. Interessant wäre noch zu wissen, ob der riss senkrecht oder diagonal verläuft (zumindest fast, weil er meist den Stossfugen des Mauerwerks folgt). Kaufen Sie sich etwas Gips und bringen Sie ein paar Plomben an, das kostet nicht viel und bringt interessante Erkenntnisse. Wenn in ein paar Wochen die Plombe(n) anfangen zu reissen, melden Sie sich noch mal. Abdichten ist natürlich wichtig, am besten ist immer verpressen mit PU oder Epoxi. Das ist aber sinnlos, wenn sich Setzungen einstellen. Also: erst mal die Plomben beobachten, ob die reissen. Solange kann man provisorisch mit Klebeband das Eindringen von Wasser Verhindern. Gemeint ist z.B. alukschiertes Klebeband, das dürfte halten, der Untergrund muss glatt sein. Ansonsten schmieren Sie provisorisch Silikon rein (das ist zwar Murks, aber im Bereich EFH achtet man erst mal auf die Kosten, ehe man sinnlos teuer investiert). Gipsplombe bedeutet in der einfachen Ausführung: Gips anrühren und dann an mehreren Stellen einen dickeren fladen über den Riss klatschen, den man etwas später glatt streicht. Datum daneben schreiben. Bei grossen BV nimmt man Rissmonitore, das hatten wir damals im Altbau vom Berlin Museum in grossem Umfange getan. Wenn die Plome reisst, bewegt sich z.. Ihr Fundament und dann mus sman mal sehen, was los ist. Aber erst mal genügt es ja, mit einfachen Mitteln etwas festzustellen. |
Frage: Bei unserem vor 6 Jahren fertiggestellten 2-FH treten starke Risse auf (Mauerwerk 36cm Poroton, Wärmedämmputz). Innen wurde vor 2 Jahren notdürftig repariert (Tapete ausgebessert). Im Aussenputz waren einige kleinere Risse, bei denen wir auf Ausbesserung verzichteten wg. des Aussehens. Seit diesem Frühjahr ist gegenüber eine grosse Baustelle. Es fahren schwere LKWs vorbei und die Baugrube ist mind. 5 Meter tief. Seither knackt es im Haus, die reparierten Risse sind wieder offen und es gibt neue, breite Risse in der Aussenwand, die tw. auch innen zu sehen sind. Fragen: Muss saniert werden, um die Wärmedämmung zu erhalten? Könnten statische Probleme bestehen? Es wäre nett, wenn sie mir sagen könnten, wo meine Chancen am grössten sind. Es sind wirklich sehr viele Risse und einen Neuputz nach 6 Jahren können wir uns nicht leisten. Vielen Dank für Ihre Tipps. Antwort: Sehr geehrte Frau T., die Problemstellung ist zu komplex, als dass man sie per Ferndiagnose beurteilen kann. Durchgehende Risse bedeuten Luftdurchlass und somit Wärmeverlust (was nutzt der Mantel, wenn man nicht zuknöpft?). Durchgehende Risse bedeuten auch, dass es ein Problem mit der Statik gibt (denn ein richtig gebautes Haus reisst ja nicht). Die Baugrube dürfte zu weit weg sein ("gegenüber" und nicht nebenan), als dass dies eine Rolle spielen dürfte. Wenn bereits vorbeifahrende Lkw genügen, dass die Risse grösser werden, könnte die Gründung unzureichend sein. Ob der Bauträger haftbar gemacht werden kann, ist - mal eben so - nicht zu sagen. Wenn er gravierende Mängel produziert hat (Statik), haftet er bis 30 Jahre. Aber man muss den Einzelfall beurteilen. Irgendwie muss das Gebäude saniert werden, dabei ist der Putz noch das wenigste. Ohne einen Fachmann werden Sie nicht weiter kommen. vielleicht sollte man mal die Fundamente freilegen und nachsehen, ob es Setzungen gibt. Wenn Sie zu einem Anwalt gehen, sollten Sie nicht gleich eine Vollmacht unterschreiben, eine Erstberatung tuts auch und 200 Euro sind weniger als eine Geschäftsgebühr nach BRAGO. |
Frage: EFH Massiv (KS) 80qm ohne Keller. Der Baugrund besteht bis in 8m tiefe aus Feinsand der bis in 2,5m tiefe schluffig ist. Auf dem 1,2 m tiefen Streifenfundament wird auf den äußeren Rand Schalsteine gemauert die mit Zement verfühlt werden und eine Eisenstrebe ringsum enthalten. Der Stein ist 25 cm hoch und 17 cm breit. Innerhalb dieser Schalsteine wird die Bodenplatte gegossen, die dann nur 15cm auf dem Streifenfundament aufliegt und außerdem durch eine dünne Folie von diesem sowie den Steinen und der Sandschicht (Boden) getrennt ist. Es gibt also keine Verbindung zwischen Bodenplatte und Streifenfundament. Da ich diese Bauweise noch nirgendwo gesehen habe, frage ich mich ob diese Bauweise üblich ist und was der Grund für diese Ausführung sein kann? Und bevor mir der Bauunternehmer was vom Pferd erzählt wollte ich mich hier Sachkundig machen. Antwort: Ich denke, es handelt sich nicht um Streifenfundamente. Das Tragsystem ist wohl eine Sohlplatte, also eine Flächengründung. Das erkennen Sie aus dem Schnitt bzw. aus der Statik. Die Sohle dürfte 20-25 cm stark sein und eine obere und eine untere Beweherungslage haben. Wenn die Sohle aus WU-Beton gegossen wird, braucht man nur noch eine Dampfsperre obenauf. Was Sie als Streifenfu. bezeichnen, sind m.E. Frostschürzen, die verhindern sollen, dass der Frost unter die Sohle kriecht und Zerstörungen auslöst. Ein Streifenfu. soll ja mindestens 80 cm tief gegründet werden, Wasserleitungen sollten bei 1.40 m liegen. Bei dem von Ihnen beschriebenen Erdstoff wüsste ich nicht, was eine Streifengründung bewirken soll, ausser mit der Zeit abzusacken. Jeder kennt den Ausdruck "auf Sand gebaut", das hat was damit zu tun. Sicherheit würde bei Feinsand nur eine Pfahlgründung (hier: 8 m tief) bieten, aber die ist sauteuer und überflüssig. Bei der Sohle ist auf die Bettungszahl zu achten, d.h. unter Berücksichtigung aller Elastizitätsmodule (der Sand ist labberig, die Sohle biegt sich durch und wölbt sich) darf es nur gleichförmige Setzungen geben, die mit der Zeit abklingen. Wenn Ihnen der Bauunternehmer in diser Richtung "was vom Pferd erzählt", könnte er sogar richtig aufzäumen. Aber beachten Sie bitte: Ferndiagnosen sind reine Vermutungen. Beim Hausbau gilt: Wissen statt Vermuten. |
Frage: Hallo , ich stehe kurz vor der Abnahme meines EH. Wärend des Abspachteln meiner Stoßfugen der Filigran Betondecken habe ich einen Riss entdeckt. Der Riss durchzieht die ges. Platte und ist an der breitesten Stelle ca. 1mm stark. Mit einer Richtlatte (alu) konnte ich einen Versatz festellen. Auch an der Stoßfuge. Frage : Sind solche Risse normal ? ( Setzrisse ) oder muß ich jetzt einen Gutachter beauftragen ( teures Geld). Wir wäre denn die fachgerechte Sanierung auszuführen? Antwort: siehe hier (Link zu bauteam.org) Mit Betonsanierungsspachtel. Wenn mit gipshaltigen Spachtelmassen gespachtelt wird. ist Rosten garantiert (dauert ggf. ein paar Jahre). Es gibt es extra Anleitungen zur Betonsanierung - aber die Praktiker wissen das z.T. besser (?) und nach ein paar Jahren ist die Gewährleistung abgelaufen. Vielleicht ist es das Beste hier: unten Einschalen und Haftmittel auftragen und dann beim Gießen darauf achten, dass der Beton voll in den Riss läuft. Wenn erforderlich, muss dann der letzte Rest nach dem Ausschalen fachgerecht saniert werden. (J. E.) |
Frage: Hallo, wir haben eine Doppelhaushälfte gekauft und bekommen in Kürze den Estrich. Was muss ich beachten hinsichtlich Trocknung und Überprüfung (ist alles in Ordnung). Antwort: Hallo, D., ich rate mal: Sie erhalten einen ZE20 mit 4-5 cm Stärke auf MiWo 22/20 oder auf Styropor 4 cm gelegt? Dünner als 3 cm geht schon mal nicht, Bewehrung ist vorteilhaft, muss aber nicht sein - außer bei Fliesen, wobei eine Mindeststärke von 4,5 cm einzuhalten ist. Interessant ist vor dem Estrichlegen zu sehen, wie ordentlich die Trittschalldämmung verlegt ist. Dasselbe gilt für die Folie. Für die Dicke ist es sinnvoll, wenn vor dem Einbringen Höhenmarkierungen an die Wände gezeichnet wurden. So kann man am besten die Höhe kontrollieren. Die Oberfläche muss eben, waagerecht und glatt ausgerieben sein. Interessant ist, wie bzw. womit ausgerieben wird. Kontrollieren können Sie während der Herstellung nichts, weil ja die Flächen blockiert sind. Und wenn es keine Höhenmarkierungen gibt, kann man nur mittels Bohrkern nachträglich kontrollieren. Sie können nach 3 Tagen selbst mit einer großen Wasserwaage nachsehen, ob Beulen und Senken vorhanden sind. Die DIN 18202 gibt die Toleranzen vor. Sie müssen von einer Trockenzeit von 4-6 Wochen ausgehen. Eine Kontrolle erfolgt, indem der Bodenleger mit dem Gerät eine CW-Messung macht. Über 2% wird er sicher nicht anfangen. |
Frage: Hallo, nachdem unser Estrich nun im Haus ist habe ich laienhaft mit einer langen Wasserwaage überprüft ob dieser auch gerade ist, bzw. im Wasser. Leichte Abweichungen konnte ich feststellen. (Man konnte einen Umschlag unter der Waage durchschieben (ab und zu). Welche Abweichungen sind normal und berechtigt bzw. welche Abweichungen muss die Estrich-Firma beheben???? Antwort: Hallo, D., das ist doch eine gute Oberflächengüte, wenn man gerade mal einen Umschlag durchschieben kann. Das bisschen spachtelt der Bodenleger ohne weiteres weg. Die Toleranzen regelt die DIN 18202, wie ich unten schon mitgeteilt habe. da geht es aber nicht nach der Länge der Wasserwaage oder des Richtscheites, sondern nach dem Abstand zwischen zwei "Bergen". Das wären bei 1 m Abstand 4 mm zulässige Senke. |
Frage 1: Hallo! Bei unserem Neubau wurde ein Anhydrit-Estrich verwendet. Es wurden keine Fugen eingearbeitet - ist die nicht ein Risiko? Wer ist Zuständig für die Entfernung der Schlacke? Antwort 1: Dann müssen die Fugen nachträglich hergestellt werden. Sonst wird der Estrich reissen, wenn man Glück hat nur in den Türbereichen (schmalste Stelle). Was ist mit Schlacke gemeint? Dreck wegräumen und den Vorzustand herzustellen, gehört zu den Nebenleistungen des AN. Frage 2: Mir wurde gesagt, dass bei Anhydrit-Estrich keine Fugen benötigt werden, da dieser Estrich nicht reißt.??? Unter Schlacke verstehe ich die Oberfläche des Estrichs, der vor der Bodenverlegung entfernt werden muß (laut Aussage des Parkettlegers). Gruß, M.Z. Antwort 2: Ich weiß nicht, was der Parkettleger meint. Wenn ich einen Estrich nach DIN bestelle, hat der waagerecht, eben und glatt ausgerieben zu sein. Da gibt´ s keine "Schlacke", nur glatte Oberflächen und rundum einen Randdämmstreifen. Das einzige Problemchen: die Genauigkeit (Toleranzen der Oberfläche) bei Estrich und Belägen (Fliesen, Parkett, Teppich) sind nach DIN unterschiedlich, weswegen i.d.R. eine Spachtelung vorm Verlegen erfolgt (es sei denn eine Dämmmatte kommt unter Parkett bei schwimmender Verlegung). Das "glatt ausreiben" entfällt natürlich bei Anhydrit, da sich das Zeug selbst nivelliert. Auf die Fugen kann man u.U. verzichten, wenn der Estrich bewehrt ist. Aber das kann man nur beurteilen, wenn man weiß, was dazu genommen wurde. Diese Bewehrung kann in Form von Fasern erfolgen. Dennoch kann das nicht unendlich große Flächen bedienen, weil jeder mineralische Baustoff, der nass/feucht eingebracht wird, schwindet. |
Frage: Wir bauen aus gesundheitlichen Gründen ein schadstofffreies Holzständer- Haus das diffusionsoffen gehalten werden soll.( von außen nach innen: Weichfaser, 24mmHolzfasereinblasdämmung, 14mm Rauspund, Fermacell, Lehmputz). Nun möchte der Fensterbauer ein Kompriband einbauen. Meines Wissens ist dieses Material nicht baubiologisch unbedenklich. Darüber hinaus arbeitet das Fenster bekanntlich im Holzrahmen. Es wird mit Stopfhanf befestigt. Hier gibt es sicher große "Holzarbeit". Daher zwei Fragen: Antwort 1: Was sagt denn Ihr Architekt dazu? Lassen Sie sich doch von dem beraten, am besten schriftlich, dann haftet er "ewig" für vielleicht entstehende böse Folgen. Wer daran glaubt, dass Synthetikprodukte mehr als ein paar Jährchen irgendwas können, ist noch mehr auf dem Holzweg, als Ihre Holzschnipseln mit schimmelgefährlichen Lehmpampen. Oh, die Ökokrise! Normalerweise verleistet man den Anschluss und stopft Hanf. Doch was bei Ihnen normal ist, kann ich nicht beurteilen. Warum eigentlich kein Bauschaum, wenn Sie schon auf Isofenstermüll (gar natur lasiert, oder?) - da gehe ich doch richtig, wat? setzen? Sparen Sie schon mal an auf das Austauschen der kondensierten Scheiben. Tipp: Augen zu und durch! (Konrad Fischer) Antwort 2: Die beschriebene Konstruktion ist sicherlich diffusionsoffen, der Wasserdampf dürfte kein Problem haben, sich in der Außenwandkonstruktion nach außen zu bewegen. Die Entstehung von Tauwasser sollte man für recht wahrscheinlich halten. Aber es gibt ja jemanden, der das so geplant hat. Was ist "baubiologisch" und was ist "schadstofffrei"? Dazu fällt mir nur ein: so bauen, wie man vor langer Zeit 100e von Jahren lang gebaut hat bzw. bevor die Chemie Ihren "Siegeszug" begann. Heutzutage lässt man sich von blauen Engeln, Zertifikaten usw. usf. einlullen. Manchem reicht schon die Versicherung, dass kein blankes Zyankali aufgetragen wurde. Ob es polige Tischlerplatten sind oder sonst was: überall ist irgendwelcher Mist beigemischt. Formaldehyde, Weichmacher, Chlor ... Leider gelten viele Produkte als unbedenklich, wenn man nicht beim ersten Mal einatmen tot umfällt. Man kann nach DIN bauen und man kann nach traditioneller Baukunst bauen, man muss sich nur entscheiden, was einem lieber ist. |
Frage: Ich habe mir vor ca. 4 Jahren ein Holzständerwerkhaus bauen lassen. Eigentlich bin ich sehr zufrieden, da der Pfuschanteil (bis jetzt zu erkennender) sehr gering und die Wohnqualität hoch ist.(Kein Ökoschuppen!) Die Hausabdichtung besteht aus Bitumenfaserplatten. Die Holzfassade ist mit Doppelverlattung vorgehängt. Nun mein Problem: Keiner hat die Windlage so extrem eingeschätzt. Ca. 1 - 2 mal im Jahr, bei ungünstigen Wetterlagen tropft Wasser ins Haus. Der Wind drückt Wasser über die Fassade auf die Bitumenwand bzw. an den "Stellbrettern?" den Fassaden-Rahmen an den Fenstern vorbei. (Kein Kompriband eingebaut.) Die Fenster sind nur mit Bauschaum (ich hab Ihre Ausführungen dazu schon gelesen) eingedichtet. Die Fenster liegen ca. 1 cm hinter der Bitumenfaserplatten-Aussenkante. Und nach langem Suchen habe ich festgestellt, dass genau dort das Wasser eindringt. Der Fensterbauer schiebt alles auf den Fassadenbauer. Der Architekt ist sich nicht sicher. Der Fassadenbauer (Der Zimmermann, der das komplette Haus gebaut hat) ist pleite. Ich war freier Bauherr ohne Baufirma und hasse es vor Gericht ziehen zu müssen. Der Dachdecker sagt, dass die Fenster mit speziellen Bändern verklebt werden müssen. Die Fassade wird bei der Nachbesserung zum Teil zerstört werden. Meine 1. Frage nun: Wer ist für die Dichtigkeit zuständig, wo gibt es entsprechende Vorschriften und Hilfen. 2. Frage: Meine Holz-Fenster bestehen aus keilverzapften kurzen Stücken. Diese Verzapfungen treten aus der glatten Oberfläche aus. Ist das so in Ordnung? 3. Frage Ich habe große Fensterelemente, die bis auf das Betonfundament reichen. Die unteren Holzteile sind jetzt ausgetauscht worden, weil verfault. Wie kann ich diesen Anschluß besser hinbekommen. Der Fensterbauer hat bei Neueinbau wieder gemurxt. (Dafür aber innerhalb 1 Woche eine Rechnung mit 5 Tagen Zahlungsziel geschrieben, die natürlich nicht bezahle.) Er hat jetzt aber ein Blech davorgesetzt, damit man die Faulstellen erst nach der Garantie sieht. J.W. Antwort: Sehr geehrter Herr W., zunächst wäre zu prüfen, ob es sich um Planungs- und Ausführungsfehler handelt. Von einem Architekten schrieben Sie ja. Kommen noch Überwachungsfehler dazu? Zur Dichtigkeit gibt es zig DIN, hier die wichtigsten: Für den dichten Anschluss der Fenster ist der zuständig, der sie einbaut. Wenn sich Keilverzapfungen etwas verziehen, ist das weniger schlimm, solange die Oberfläche nicht aufreisst (nur die Struktur wird sichtbar). Da hilft noch beischleifen und nachbehandeln. Wenn Holzfenster bis zur Betonsohle heranreichen und verfaulen, war der Korrosionsschutz falsch. Z.B. keine bituminöse Trennlage. Oder keine vernünftige Wasser- ableitung (passiver Korr.schutz). |
Frage: Wie sollten Fenster in ein Fachwerkhaus eingebaut werden - aussen bündig, innen bündig oder mittig der Laibung? Zu finden sind mehrere Varianten. Mir sind die Vor- und Nachteile unklar bzgl. z.B. Taupunktbildung. Antwort: Sehr geehrter Herr H., die genaue Einbauposition ergibt sich zuerst einmal aus der Fensterart: - Kasten - Verbund - Einfach (ISO) Steht das Gebäude unter Denkmalschutz, braucht man nicht nachdenken, weil dann die Vorgabe da ist. Typisch für Fachwerkhäuser sind fassadenbündig eingebaute Fenster. Hat man gestalterischen und konstruktiven Spielraum, sollte man zusehen, ob man in der Planung Fenster- öffnungeen mit Anschlag hinbekommt. Daraus ergibt sich ein günstigerer Isothermenverlauf durch Leibung und Rahmen. Ansonsten dürfte es hinsichtlich Taupunkt weitgehend egal sein, wo das Fenster sitzt, wenn man sowieso eine stumpfe Leibung hat. Denn wie sieht die Einbausituation aus? Seitlich (o/u) das Wechselprofil als Leibung, wo mehr oder weniger gekonnt das Rahmenprofil anschliesst. Wenn dann noch ein paar Vollidioten Bauschaum in die Fugen schmaddern und dann fix verleisten, ist jede geistige Betätigung hier für umsonst. Die Anschlusssituation ist ein hochsensibles Detail. Der Idealzustand ist nach meiner Auffassung: - etwas eingerückt (passiver Korrosionsschutz) - möglichst Anschlag - ersatzweise Verleistungen - korrekter Anschluss an das Bauwerk. |
Frage: hallo zusammen, ich bin interessiert an informationen zur dichtigkeit im industriebau nach enev. Antwort: Zitat: "Es gibt nun zwei wichtige Neuerungen zur Fugendichtheit, die zukünftig zumehr Beachtung des Themas führen müssen. Seit Erscheinen der DIN 18542 "Abdichten von Außenwandfugen mit imprägnierten Dichtungsbändern aus Schaumkunststoff" im Januar 1999, ist endlich klar, was "Stand der Technik" bezüglich der erforderlichen Luftdichtheit solcher Dichtbänder ist. Dort steht nämlich zu lesen, dass bei beiden Beanspruchungsgruppen der a-Wert der Dichtbänder < 0,1 m3/(h m (da Pa)n) zu sein hat. Mehr dazu findet man unter http://www.ifbs.de/ hier findet man jede Menge CAD-Details als pdf und dxf, wo insbesondere die Dichtbänder dargestellt sind. |
Frage 1: Ich möchte einen Lehmofen bauen, der mein zum Niedrigenergiehaus umgewandeltes altes Buernhaus alleinig behizen und im winter warmwassererzeugen soll. im sommer geschieht dies über sonnenkollektoren. Antwort 1: Hallo, M. aus T., Wahrscheinlich kommt das von Ihnen angedachte Konzept meinem KoNe-Haus (C) recht nahe. Ich gehe von automatischem Betrieb aus, man kann aber auch einen Brennvorrat einstapeln. Interessant finde ich, neben der optionalen Kombination mit ST, eine Kombination mit Kamin. Zum Thema WW-Bereitung steht übrigens hier im Forum ein (hoffentlich) interessanter Beitrag vom 15.06.2002, wo Marie zur Kombination von Wandheizung und Kamin angefragt hatte. Hier ist der Link dazu: Und über diesen Link gelangt man zur Vorstellung des Kachelofen-Niedrigenergiehauses Wenn Sie sich alles mal angesehen haben, können wir gern weiter Gedanken dazu austauschen. Ich finde diese Thematik interessant und zukunfstweisend. Ausserdem würde es mich interessieren, wie der Schornsteinfeger bei Ihnen an solche Dinge heran geht. Frage 2: Hallo Herr Bumann, Meine hütte benötigt sicherlich noch viel ideen und energie, aber ich bin mir sicher, dass das endergebnis unsere erwartungen übertreffen wird. Das haus mit der grundfläche von 9x9m wird in allen drei ebenen wohnmässig benützt. oben im ausgebauten dachboden zum schlafen, in der küchenebene zum kochen und aufhalten, und im gartengeschoss sind noch zwei büroräume und eine sauna/dampfbad/hammamlandschaft. Die (mittlere) küchenebene wird direkt über die strahlungswärme versorgt, das obergeschoss wird hypokaustisch über gemmauerte Schächte (welcher Querschnitt?) mitversorgt. Brennmaterial soll in jedem Fall langes Stückholz sein (aus eigener Produktion.....) Wobei in diesem Fall trotzdem eine zusätzliche Wärmeverteilung erfolgen muss, schlieslich sollen die Büros mit Türen versehen sein. Komme ich also um eine Warmwasserheizung nicht herum? Antwort 2: Hallo, M., ich kann Ihnen auch Beispiele nennen, wo die Lüftungswärmeverluste 40 oder gar 50% der Gesamtwärmeverluste betragen. Das sind Berechnungen nach EnEV. Bsp.: freistehendes, zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 218 m² beheizter Wohnfläche, Aber was sagt Ihnen bei diesem Beispiel der Wert 39,3 %? Er drückt eine Relation zwischen zwei berechneten Werten aus. Dazu kommen weitere berechnete Werte, welche die Verluste kompensieren. Die Frage ist, inwieweit man diese berechneten Werte für sein eigenes EFH heranziehen sollte. Folgende Einflussgrössen sind bei diesen Berechnungen weitgehend unberücksichtigt geblieben: solare Gewinne der Wand, Einfluss des Speicherverhaltens. Dieses Thema ist allerdings zu komplex, als dass ich es hier behandeln sollte. Wer mag, kann ja im Infobereich BAUPHYSIK sowie im Infobereich GESETZE (hier zur EnEV) nachlesen. Durch - mehr oder weniger - geistvolle Kommentare diverser Obergelehrter hier im Forum wird das Ganze noch etwas illustriert. Letztendlich finde ich es wiederum interessant, wenn man sich mehr mit gemessenene Werten gefasst. Deshalb bin ich ja noch auf der Suche nach Daten. Aber dennoch mein Grundsatz: glaube ein jeder, was er mag. Auch finde ich, dass man niemeandem Vorschriften machen soll, was er gut zu finden hat. Sie haben ein Faible entwickelt, viel technik einzubauen und wenn ich es mir oben durchlese, wird aus einem Bauernhaus ein Hightec-Bunker. Aber warum nicht? Bei allem Verständnis für Technikbegeisterung und Sparwillen möchte ich dennoch empfehlen, auch zu überlegen, ob das Ganze wirtschaftlich ist. Wie hoch sind die Investitionskosten für eine kontrolioerte Wohnungslüftung? Eine einfache Abluftanlage kostete 1993 30-40 DM/qm Wfl. (EFH: 3.500-4.500 DM), mit Wärmerückgewinnung 80-120 DM/qm Wfl. (EFH: 9.000-15.000 DM incl. Planungskosten). Zum Vergleich: die damaligen Werte für den Wohnungsneubau lagen bei 1.800-2.200 DM/qm Wfl. Das sind doch auch recht interessante Werte? Ich würde mich folgendes fragen: Noch dazu, wo ein Lehmofen mit Holzscheitbefeuerung geplant ist, Holz nachwächst und wahhaftig nicht die Welt kostet (und schon gar nicht die Preisentwicklung von Öl und Gas mitgemacht hat und mitmachen wird). Hier müssen sie doch mit ganz anderen Konzepten herangehen. Zum einen beheizen Sie mit Strahlungswärme. Das ist doch ganz was anderes als Heizen mit Heizkörpern (Konvektion). Um Behaglichkeit zu erreichen, benötigen Sie geringere Temperaturen. Der Aufheizprozess der ausgewechselten Raumluft verläuft auch anders. Wie die Ofenanlage aussehen soll, hängt weitgehend davon ab, wie Sie sich das Wohnen vorstellen. Dazu gehört eine prinzipielle Einstellung zum Schlafen: bei offenem oder geschlossenem Fenster. Das ist mehr ein "baupsychologisches" Thema und sicher für viele zu abstrakt, weil nicht in Formeln zu schmieden. Ich z.B. will bei offenem Fenster schlafen und da sind mir die paar Wärmeverluste Wurst. Das bedeutet ja nicht, im kalten Winter das Fenster voll aufzureissen. In der Heizperode genügt ein angekipptes Fenster (auch bei windstille), um den Koheldioxidgehalt unter 0,1 % Raumluftanteil zu halten. Wenn Sie im Schlaf um die 20 Liter CO2 je Stunde ausatmen und dazu ca. 45 g Wasser, sind das bei Hausarbeit schon um die 65 Liter CO2 und 90 g Wasser. Das bedeutet, wenn ich mir schon eine teure Lüftungsanlage einbauen will, muss gut überlegt sein, wie die arbeiten soll, damit es effektiv ist. Dabei spielen Wirkungsgrad, technische Ausstattung, Belegungsgrade- und Intervalle sowie Nutzungsüberlegungen, hygienische Bedingungen eine Rolle. Zurück zu den Kosten: Bei einer Luftwechselrate 1 verbraucht man in einer 75 qm Etagenwohnung knapp 700 l Öl im Winter, beim 140 qm EFH sind es schon 1.250 l. Das klingt beeindruckend, aber wie hoch soll denn die Luftwechselrate sein? Wer sagt denn: 1? Warum soll man nicht nach Bedarf lüften und stattdessen nach DIN (oder bei Ihnen: SIA)? Fragen wir uns noch mal, wozu wir lüften. Das Ziel besteht darin, schädliche Stzoffkonzentratuionen in der Raumluft zu beseitigen: Dieses Problem dürfte für jeden Raum individuell zu definieren sein. Und zum Abschluss noch ein Denkanstoss: wie bringe ich die Lüftungsanlage dazu, gleichmässig zu lüften, das heisst weitgehend alle Bereiche zu erfassen? Nun zum Ofen, ich gehe von folgender Nutzungsverteilung aus: Ich würde den Ofen im EG anordnen (was Sie Gartengeschoss nennen). Wenn es geht, wird er zentral angeordnet, um alle Räume mit Strahlungswärme zu versorgen. Die Sauna bekommt natürlich ein paar Fb-Heizung-Schleifen. In der Küchenebene wird er durch eine Kombination von Koch- und Backofen ergänzt. Vielleicht ist auch noch ein kleiner Kamin möglich. Ich rede immer noch von Beschickung mit Scheitholz. Im OG im Schlafbereich ist zu prüfen, ob die Abwärme vom Schornstein und der Wärmedurchgang durch die Decke zum unbeheizten Bereich genügen. Behaglichkeit bedeutet nach meiner Vorstellung hier: nur keine Heizung und Lüftung kittels Fenster. So muss man sich sein eigenes Nutzungskonzept erarbeiten. Und wer soll es besser wissen als Sie selbst? Im nächsten Schritt werden die Erfordernisse zur Schornsteinanlage beleuchtet: wieviele Züge, Querschnitte, Zuluft, Material usw. Da werden Sie ohne kaminbauer nicht glücklich und über Hypokaustenquerschnitte sollten wir uns hier nicht unterhalten. Noch ein paar Tipps / Überlegungen: |
Frage 1: Hallo, wir wohnnen seit 6 Monaten in einem neuen Fertighaus. An einem der Fenster ist zwischen Außenputz und Kunststofffensterrahmen ein Spalt von bis zu 2mm entstanden. Auf Reklamation teilte die Frima mit, dass dies auf Grund der unterschiedelichen Wärmeausdehnungskoeffizietnen normal sei. Ist das tatsächlich normal oder müßte da keine dauerelastische Fuge o.ä. hergestellt werden. Antwort 1: Hallo, M., ich glaube, man hat Ihnen erzählt, im Himmel wäre Jahrmarkt. Natürlich ist der Hinweis auf die Wärmeausdehung richtig, aber gerade das ist ja eine Sache, die konstruktiv zu berücksichtigen ist. Dass die Koeffizienten der Wärmeausdehnung bei PVC, Holz (der Rahmen Ihrer Aussenwand) und Putz (mineralisch odeer Kunststoffpampe?) unterschiedlich sind, ist als bekannt anzunehmen. Daher muss die Errichterfirma Vorkehrungen treffen, dass solche Ausdehnungen zu keinen Schäden führen. Bei dem von ihnen geschilderten Fall denke ich, dass es eher um das Problem des Schwindens geht. Denn was müssen das für Temperaturen oder Abmessungen sein, die zu 2 mm führen? Noch dazu, wo sich die Stoffe bei Wärme ausdehnen. Das führt dann zu Zwängungsspannungen, Abplatzungen usw. Genaueres kann man nur sagen, wenn man das Detail des Fensteranschlusses incl. des Putzträgers kennt. Sicher ist jedoch, dass es sich um einen Mangel handelt. Denn nach VOB/B DIN 18355 muss nach 3.5.3. die Abdichtung zwischen Aussenbauteilen und Baukörper dauerhaft und schlagregendicht sein. Bei einer Fuge von 2 mm dürfte das nicht der Fall sein. Interessant wäre es nun zu wissen, was für ein Abdichtsystem ausgeführt wurde. Ist denn eine Abdichtung integriert, z.B. Kompriband, Moosgummi, Folien oder was auch immer? Das können Sie mit einem einfachen Selbsttest prüfen: Sie nehmen irgendwas, mit dem Sie Wasser in die Fuge bringen. Wenn eine Abdichtung vorhanden ist, muss ja das Wasser unten aus der Fuge wieder rauslaufen. Bedenklich wirds, wenn das Wasser "irgendwo" verschindet. Dann können Sie sich vorstellen, wie die Aussenwand in ein paar Jahren aussehen wird. Mit einer dauerelastischen Fuge wird man nicht viel erreichen. Das sind immer Wartungsfugen, die selten abdichten. Fragen Sie weiter, wenn Ihnen das nicht reicht. Frage 2: Hallo, laut Aussage des Herstellers wurde ein "Teerband" zwischen Armierungsputz und Fensterrahmen gelegt. Beim Putz handelt es sich um einen Acrylputz. Die Sache mit dem Wasser einspritzen werde ich noch ausbrobieren. Antwort 2: Ja früher, da hat man mineralisch gebaut: Steine, Ziegel, Putz, Mörtel. Und was für schöne Gründerzeithäuser es noch heute im Stadtbild zu bewundern gibt. In einem massiv erreichteten Altbau wurden weitgehend maszhaltige Fensteröffnungen gemauert, dort wurden passgerechte Fenster eingesetzt, welche sauber eingeputzt wurden. Alles ohne Chemie-Firlefanz - und es hat viele Jahre gut funktioniert. Übrigens: der name Moosgummi stammt schon von der alten Überlieferung her, dass man früher auch mit Moos abgedichtet hat. In unseren "modernen" Regeln der Technik werden solche Verfahren, die über hunderte von Jahren Bestand hatten, nicht mehr geführt. das liegt aber auch daran, dass sich die definition geändert hat: "eingeführte Bestimmungen" ersetzen heute das, was mal etliche Jahrzehnte lang angewendet wurde. Das von Ihnen erwähnte "Teerband" kann aber nur die halbe Wahrheit sein. Es handelt sich um ein Fertighaus, das bedeutet im Werk werden Holzrahmen vorgefertigt, die man mit Dämmung, Wind- und Dampfsperre füllt und dann mit Platten bekleidet (oft GK innen und OSB o.ä. aussen). Dann sitzt das Fenster in einem Loch in der Wand, welches durch einen Wechsel gebildet wird. Das heisst, eine rechteckige Öffnung wird durch die Kanthölzer gebildet. Interessant ist doch nun: wie sitzt denn das Fenster darin? Wie wird abgedichtet, wie wird die Dampfsperre angeschlossen? Das ist schon etwas anders als in einer Massivwand, wo vielleicht sogar noch ein Anschlag gemauert wurde. Das sog. Teerband mag ja den Anschluss Putz - Fenster abdecken, aber was ist mit den Fugen Fenster - Rahmen? |
Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, an den Giebel eines bestehenden, alten Gebaeudes aus Blaustein (Baujahr 1890) soll ein Holzanbau angeschlossen werden. Die Wandoberflaeche des Blausteinmauerwerks hat eine Oberflaechenrauhigkeit von 3-4 cm. Dagegen sollen Holzbalken wind- und wasserdicht angeschlossen werden. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen und es stellt sich die Frage, wie das Problem am besten zu loesen ist. Antwort: Wer macht denn diese Planung, die noch nicht abgeschlossen ist? Ich würde das Mauerwerk schlitzen und ein U-Profil aus Alu einsetzen. Das wird angedübelt und mit speziellem Mörtel eingesetzt. Das ist dann 100% dicht. Dann kann man beim Holztragwerk ebenfalls ein U-Profil einsetzen. Wenn man nun ein Paneel einschiebt, dürfte erstens genug Toleranz da sein, dass Bewegungen des Holzes nicht stören und dicht dürfte es auch sein. Das ist natürlich nur eine prinzipielle Lösung, das Detail kann man nur genau definieren, wenn man die örtlichen Verhältnisse kennt, so wie es SI oben schon gesagt hat. Aber es gibt eben auch Lösungen ohne Fugen, die man mit irgendwas zuschmiert. Die U-Profile stehen mit der offenen Seite gegenüber und sie sollten etwas tiefer als breit sein. Man darf sich keine Riesenprofile vorstellen und auch der abstand zueinander beträgt nur ein paar Millimeter, das Abdichtpaneel wird reingeschoben. Es ist elastisch und passgenau oder es ist ein wenig kleiner, damit der Raum der U-Profile weitgehend ausgefüllt ist und dennoch keine Zwängungsspannungen entstehen. Eine Alternative: an beiden Bauwerksteilen kommen Winkel ran, deren Rückenschenkel 100% dicht zum Untergrund ist. Die Seitenschenkel überlappen einige cm, so dass kein Regen rein kann und trotzdem ist die Beweglichkeit gesichert. Noch eine Alternative: Fugenausbildung wie bei den Plattenbauten (die sowohl in Ost als auch West errichtet wurden) mit Kompriband oder Fugendichtband. Dennoch benötigt man auf der seite mit dem sehr unregelmässigen Mauerwerk irgendeinen ebenen Untegrund, den man m.E. nur mit einem eingelassenen Profil erzielen kann. Genauer kann man nur etwas sagen, wenn man sowohl Schnitt- als auch Grundrissdarstellungen und einige wenige wichtige Details kennt. Es gibt Unternehmen, die sich auf Fugenabdichtungen spezialisiert haben, viellleicht werden sie da fündig, was Ihr spezielles Problem betrifft. |
Frage: hallo, geschätztes forum, will meine alte hütte mit stroh fassaden und dachseitig dämmen. Antwort 1: Hallo, M. aus NT, so langsam scheinen viele Bauherren zu uralten Bauweisen zurückzufinden. Hier spendiere ich Ihnen einen Link zu einer hochinteressanten Internetseite, die sich mit Öko-Baustoffen befasst. Ausser Styro und MiWo finden sie hier jede Menge "natürliche" Dämmstoffe. Dämmstoffdatenbank bei NaBu (dead link, 29.01.2005) Melden Sie sich, wenn Sie weitere Ideen oder Fragen haben. Übrigens: Stroh an der fassade würde ich so verwenden, dass es aussen aufgebracht wird und dann mit Holz (Paneele, Bretter oder Schindeln) überdeckt wird. So kommt man nach Jahren gut wieder ran. Eine interessante Variante habe ich vor ein paar Wochen in Dänemark bei Ökofritzen gesehen: die Wände aus Stroh und dann aussen und innen mit Lehm verschmiert. Die sind dann natürlich nichttragend und die Dachlast haben Stützen vor der Aussenwand abgefangen. Demnächst müsste ich auch ein paar Bilder dazu haben. Antwort 2: Hallo, .. so langsam scheinen viele Bauherren zu uralten Bauweisen zurückzufinden. ... Antwort 3: Sie meinen sicher die Sturzausbildung bei vorgemauerten Klinkerfassaden. Hier werden Edelstahlwinkel genommen, Sparversion verzinkte. Warum? Weil die alte handwerkliche Kunst Zeit kostet. Keiner will diese Zeit bezahlen. Traditionell gibt es 2 Varianten: Antwort 4: Morgen, alles immer billig, billig... warum will man den eine Klinkeraußenwand haben? wegen dem Aussehen? wegen der Haltbarkeit? Habe mir ein Haus angesehen, wo es keinen gemauerten Sturz gab, aber auch keine Grenadiere(die Senkerechten), es wurde einfach auf der Schiene weitergemauert. Die Anschlüsse an den Fenstern und Fenstern sind bis heute noch nicht gemacht(schon gar nicht nach RAL). Fensterbänke(Alu) sind lieblos vorgesetzt und mit Silikon verschmiert.(Besser wäre ja, Wasserrinnen(auf Steinfensterbänke) und in den Klinker passend geschnitten, eingesetzt. Haltbarkeit und Aussehen trifft da wohl kaum zu, und dann möchte der Bauunternehmer mir erzählen, wie man baut? aber zurück zu Ausgangsfrage mit Stroh. |
Frage: Hallo Forum, in einer früheren Anfrage hatte ich nach möglichen Wärmeisolierungen für Heizungsrohre, die frei im unisolierten, durchlüfteten Dachboden eines EFH verlaufen, gefragt. Besonderheit: Außendurchmesser der Rohre incl. Alt-Dämmung (die ich nicht abmachen will): ca 8-9cm ! Mit diesen Innendurchmesser bieten die üblichen Rohrdämm-Hersteller (Isover oder Polyurethanschaum) nichts mehr an. 1. Hraschan GmbH, Österreich, bietet unter dem Produktnamen "Austroflex" Wärmedämmschalen aus alukaschierter Mineralwolle (ähnlich Isover) an, Wärmeleitfähigkeit ca 0,037 W/Km, Dämmstärke 10cm, zwecks Montage seitlich aufgeschlitzt und mit überlappender Alukaschierung verklebbar, ca 24 EUR/lfdm 2. Firma Aeroflex bei Chemnitz bietet Schläuche aus Kautschuk-Schaum an, Wärmeleitfähigkeit ca 0,038 W/Km, Dämmstärke 5cm, wird zwecks Montage seitlich mit Messer aufgeschlitzt und dann wieder direkt verklebt. ca 40 EUR / lfdm 3. Noch nicht ganz aus dem Rennen ist meine do-it-yourself Lösung mit einer Styropor-Verkleidung, die durch zu Kästen verklebten Styropor-Platten gebastelt werden kann. Kostet bei 10cm Dämmstärke ca nur 10 EUR/lfdm Für die Mineralwoll-Lösung spricht der deutlich geringere Preis und die doppelte Dämmstärke. Und nun die Frage ans Forum: Stimmt das, dass bei alukaschierten Mineralwolldämmungen sich nach 2-3 Jahren die Alukaschierung löst und dann Feuchtigkeit eindringt ??? Antwort: Hallo, RR, ich verweise zunächst auf den unerhört lehrreichen und unterhaltsamen Beitrag von Rudolf Rippler vom 10.06.2002: Wärmedämmung für freiliegende schlecht gedämmte Heizungsrohre. Damals schrieb ich zu dem von Ihnen erwähnten Phänomen: "Aufgrund von Temperaturwechseln entstehen beim An- und Ausschalten der Heizung erstaunliche Druckunterschiede und es wird feuchte Luft regelrecht angesaugt (in den gedämmten Raum um die Rohre herum). Zum Thema "feuchte Luft + Gips + Mineralwolle" brauchen wir uns sicher nicht weiter austauschen? Übrigens: das Thema Korrosion funktioniert auch schon ohne Zuhilfenahme von Gips (der ein Vielfaches seiner Masse an Wasser zu binden vermag, also praktisch Wasser aus der Luft ansaugt). In Deutschland und anderswo sind im Laufe der Zeit km von gedämmten Leitungen wegkorrodiert, auch in Kellerräumen mit weniger tiefen Temperaturen als aussen. Wenn man es also genau machen will, nimmt man Dämmschalen aus Foamglas und man muss aber noch alle Stösse bituminös kleben, eben damit kein Luftaustausch stattfinden kann. In Ihrem Fall brauchen wir uns über Kosten-Nutzen-Analysen erst gar keine Gedanken machen." So ähnlich funktioniert das auch bei der kaschierten Dämmung: es entsteht der separate Luftraum und durch Luftdruckunterschiede wird Luft angesaugt. Es kommt zur Druchfeuchtung und MiWo reagiert darauf z.B., indem sie sich von der Kaschierung löst. Entweder Sie können die Kaschierung an den Stössen gut abdichten (Alu-Klebeband) oder Sie nehmen Styro und dann entstehen nicht diese Lufträume. Viel Erfolg. |
Frage 1: Hallo, folgendes Problem: In habe in meinem Haus vor etwa 12 Jahren nachträglich Dachfenster einbauen lassen. Das Dachfenster sowie die Decken wurden mit Holz verkleidet. Das Dach wurde seiner Zeit (ca. 1955) mit Stein- oder Glaswolle isoliert. Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass bei nicht richtigem Einbau der Dachfenster (fehlende Abdichtung) unter Umständen Glaswollepartikel in den Wohnraum gelangen und entsprechende gesundheitliche Probleme hervorrufen können. Meine Frage: Wie kann ich erkennen, ob damals die entsprechenden Abdichtungen eingebaut wurden, ohne dass die Holzverkleidung entfernt werden muss? (Der Handwerker, der die Fenster damals eingebaut hat, ist leider nicht mehr greifbar) Gibt es evtl. entsprechen Tests für die Wohnraumluft? Antwort 1: Hallo, M., wer´s ganz genau wissen will, lässt einen Blower-Door-Test durchführen. Das hat aber nur einen Sinn, wenn man dann auch noch die Leckagen orten lässt. Das kostet Sie ca. 400 + 400 Euro (je nach Aufwand). Bleibt die Verkleidung dran, kann das auch nur ca. erfolgen. Ist Ihnen das zu teuer, kaufen Sie sich ne Schachtel Zigaretten oder Räucherstäbchen o.ä. Dann nehmen Sie sich die Zeit und suchen alle Wand- und Deckenflächen ab: wo etwas undicht ist, müsste ein Luftzug entstehen, den Sie dann erkennen. Die gröbsten Stellen werden Sie so bestimmt finden. Frage 2:Vielen Dank Herr Bumann, was muss ich mir unter dem Blower-Door-Test vorstellen? Werden bei diesem Test nur Undichtigkeiten oder der Eintritt von Glasfaserpartikeln in den Wohnraum festgestellt? Antwort 2: Es wird der Grad der Luftundichtigkeit gemessen. Fasern und Partikel können Sie mit dieser Methode nicht bestimmen lassen. Sicher ist jedoch: gibt es eine Undichtigkeit und der gedämmte Raum hat Luftverbund mjit dem Wohnraum, dann gehen mit Sicherheit Fasern über. Die werden in ppm gemessen, man benötigt also sehr feine Messgeräte. |
Frage: Guten Tag Herr Bumann, auf der Suche nach Informationen zur Wärmedämmung von Altbauten bin ich auf das Lichtenfelser Experiment gestoßen. Dort werden ausführlich die Nachteile von Leichtdämmstoffen diskutiert. Leider habe ich keine klaren Hinweise zur wirtschaftlich sinnvollen Dämmung von Altbauten gefunden. Ich besitze ein Einfamilienhaus (Baujahr 1936). Die Außenwände bestehen aus 24er Lochziegeln, das Dach ist ungedämmt und soll demnächst ausgebaut werden. Für die Dämmung des Daches kenne ich nur die Zwischensparren- und Aufsparrendämmung, beide basieren auf Leichtdämmstoffen mit den dargestellten Nachteilen. Wie kann ich dann das Dach sinnvoll dämmen? Die Außenwände müßten auf eine 36er Stärke aufgemauert werden, damit ein TAV von 0,1 erreicht wird. Diese Vorgehensweise erscheint mir technisch schwierig und sehr teuer. Wie kann ich dann meine Außenwände dämmen ohne der Gefahr der Schwitzwasserbildung? Antwort: Guten Tag, Herr Z., das Lif.Ex. zeigt auf, dass der vielbeschworene U-Wert nicht alles ist. Das wäre derselbe Blödsinn, als würde man den neuen VW R32 nur anhand der Leistung in kW vorstellen. als wenn ein Auto nicht zig andere technische Kennwerte hätte! Selbst der "Laie" weiss aus dem eigenen Erleben, dass gerade auch ein Haus eine Summe von vielen Eigenschaften hat, die sich unterschiedlich vorteilhaft auswirken. Wenn Sie 24er Lochziegel haben, kann das gar nicht schlecht sein, die dämmen und speichern gleicherzeitig. Wenn Sie eine Dämmung aufbringen würden, wäre der Unfug vermutlich komplett. Ich geb ungern Ferndiagnosen ab, aber bei dem Mauerwerk kann die energetische Verbesserung kaum signifikant ausfallen. Anders ist das beim DG. Wie war dass denn früher? Da war das DG als Speicher gedacht und es wirkte sozusagen als Pufferzone zwischen Wohn- und Aussenbereich. Oft war eine dicke Decke mit Balken und Stampflehm dazwischen. Wenn Sie auf die Idee kommen, das DG auszubauen, wird das wohl wirtschaftliche Überlegungen zugrunde liegen haben (Ausbau ist billiger als ein Neubau). Also muss man mit Kompromissen heran gehen. Wie wollen Sie denn ein Massivdach nachträglich einbauen? Die logische Konsequenz ist dann die Leichtbauweise, man darf nur keine übersteigerten Erwartungen haben. Wenn ich Ihnen jetzt raten würde, ein DG ohne Dämmung wäre so gut wie ein DG mit Dämmung, dürften Sie mich mit Recht für schwachsinnig halten. Besser wäre natürlich ein Massivdach, aber wenn man ausbaut statt neu zu bauen, gehts nun mal nicht anders. Man muss nur in Kauf nehmen, dass man im Sommer ein Barackenklima hat. Für den Winter haben Sie doch wenigstens eine massive Decke und die massiven Giebelwände. Also werden Sie mit einer Zwischensparrendämmung ganz gut hinkommen. Wichtig ist eine gewissenhafte Ausführung, weil Undichtigkeiten zu Tauwasser führen. |
Frage: Wir bauen derzeit ein Haus und es wird nach Süden eine breite Terasse mit grossen Schiebe/Kippfenstern geben. Ist eine Aussenfensterbank ratsam oder notwendig ? bei 15 cm Abstandfläche zur OK Terasse und 8,5 cm Rahmenhöhe Schiebefenster. Ist eine anders gearterte Abdichtung zum Mauerwerk gleichwertig in Bezug Nässeschutz ? Kann ein z.B. Betonstein, der ans Mauerwerk geführt wird und als Tritt dienen soll die gleichen Aufgaben übernehmen wie eine Aussenfensterbank ? Sind die gleichen Höhen zu berücksichtigen ? Optisch erscheint uns der Tritt schöner. Unser Archtekt meint jedoch eine Alufensterbank auf Stein müsse es schon sein. Bitte um Stellungnahmen, Ideen und Meinungen. Antwort: Naaa, Sie trauen wohl Ihrem Architekten nicht? Ich werd mich bemühen, Ihre Frage zu beantworten, ohne ins Fettnäpfchen zu treten. An erster Stelle stehen die Interessen udn Wünsche des Bauherrn (zumindest ist das bei mir so). Die Pflicht des Planers besteht in der Beratung (Hinweispflicht), das betrifft sowohl technische als auch finanzielle Belange. Das läuft vereinfacht so: Lieber bauherr, Du kannst natürlich eine Kellerwand mit Blattgoldauflage bekommen. Aber, erstens ist das sinnlos teuer und zweitens dichtet das nicht ab. Mit den 15 cm meinen Sie bestimmt die Mindestaufkantungshöhe für eine Terrassen- oder Balkonabdichtung. Da ist Ihr Architekt gut beraten, auf diese Forderung zu bestehen. Jedoch gibt es auch hier einen "Trick 17": man legt vor die gefährdeten Bereiche - in Ihrem Fall die Fensterfront - eine Drainagerinne, von da geht ein Entwässerungsrohr in sichere Bereiche. Die Rinne liegt auf einer bautenschutzmatte auf der Abdichtung und man hat die geforderten 15 cm Abdichtungsaufkantung. Somit erreicht man es, dass nur noch die 8,5 cm Rahmen als "Schwelle" verbleiben. Und die sollten Sie schon belassen, denn Wind kann Wasser förlich "den Berg hoch" treiben. Das kann Ihnen Ihr Architekt im Detail erklären und auch eben mal so freihand skizzieren. Ansonsten gilt: über "Schönheit" und Geschmack lässt sich streiten. Sie müssen sich doch jahrelang die Oberflächen ansehen - und da muss es schon gefallen. |
Frage: Hallo, Antwort: Nein |
Frage: Sehr geehrter Herr Bumann, vielen herzlichen Dank für Ihre Ausführung zu meinem Problem. Ich hoffe ich kann mich noch kurz mit folgender Frage an Sie wenden: "Auf meine Beton-Außenwand wurde eine Bitumendickbeschichtung und Styropormatten, durch die das Wasser in die vorhandene Drainage laufen soll (entschuldigen Sie die laienhafte Beschreibung)angebracht. Gibt es überhaupt Sanierungsmöglichkeiten mit denen der Qualitätsstandard der von Ihnen angesprochenen "weißen Wanne" erreicht werden kann ??? Antwort: Nein, aber schwarze Wanne ist u.U. möglich. |
Frage: Hallo H. Bumann, Wir lassen einen Keller bauen mit dem Abdichtungssystem "weiße Wanne - System Wolf", Bodenplatte in WU-Beton, Außenwände d = 24 cm und Ortbeton in WU-Beton, Abdichtung der Wand-Sohlenfuge mit Pentaflex, Wandstöße mit FTS-Element. Die Baugrube soll, sobald der Keller steht, wieder verfüllt werden. Benötigen wir an den Kelleraußenwänden noch einen zusätzlichen Schutz (z.B. Bitumenanstrich und Noppenfolie) oder können wir ohne weitere Maßnahmen die Baugrube auffüllen. Die Kellerbaufirma sagt, dass keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Wir sollten lediglich, die Kellerräume, die evtl. beheizt werden sollen, entsprechend von innen isolieren (6-8 cm). M.G. Antwort: Hallo, Frau G., eine Weisse Wanne sollte dicht sein. Zusätzliche Abdichtung wäre doppelt-gemoppelt. Das mit der Dämmung stimmt. |
Frage: In unserem 40er Jahre Einfamilienhaus ist der Keller sehr feucht und wir wollen dort nun eine Drainage legen. Das Haus liegt am Hang. Wie tief müssen wir buddeln, was für eine Art Rohr nimmt man, was kommt darauf (Sand, Kies), was kommt als Abdichtung an die Wand, kommt unter das Rohr auch was??? Viele Fragen, im Voraus herzlichen Dank für Antworten und Materialtipps und Links oder Literaturtipps... Antwort 1: Hallo, Wenn Sie es richtig machen wollen, und das setzte ich mal Voraus, haben Sie sich sehr viel vorgenommen. 1.) Mut fassen, und Urlaub nehmen, eventuell Minibagger Mieten. 2.) Mit der Ausschachtung an einer Seite beginnen. Sie müssen bis aufs Fundament der Kellerwände ausschachten. Der graben Mus unbedingt mindestens einen Böschungswinkel haben von ca. 60° haben, und sollte unten ca. 70 cm haben. Das muß unbedingt eingehalten werden, nicht einfach gerade runter. Es sind schon etliche "Selbermacher" in nicht Fachgerechten Gräben verschüttet worden, und nicht wenige sind dabei umgekommen. !!! Achtung keinesfalls tiefer graben als Oberkante Fundament!!!. Auf Kabel und Rohre achten. 3.) An einer Stelle mal mit dem Spaten das Fundament überprüfen, ist es tiefer als 50 cm, können Sie an dem Fundament entlang mit dem Spaten noch mal Spatenbreite und 15 bis 20 cm tiefer graben. Schritt 3 würde ich aber unbedingt einem Fachmann überlassen, unbedingt mal einen Statiker fragen, wenn es alte Baupläne gibt mitnehmen zum Statiker. 4.) Wände, Sockel und die jetzt freiliegenden 15 bis 20 cm vom Fundament mit einem Drahtbesen gründlich abkehren. 5.) Alle Löcher, Risse und große Unebenheiten mit Mörtel (Mörtelgruppe 2a) schließen. Trocknen lassen. 6.) Alles mit Deiterman Eurolan 3K vorstreichen (1:10 verdünnen, dient als Haftgrund). Trocknen lassen. 7.) Auf den Wände, Sockel und obere Seite des Fundaments Deitermann Superflex 100 ca. 4 bis 5 mm stark auftragen. In dem Bereich wo die Kellerwand auf das Fundament trifft, kommt ein Streifen Gittex rein, damit an dieser exponierten stelle keine Risse entstehen.Gittex wird in das noch weiche Superflex 100 gedrückt und damit abgedeckt. In diesen Kanten machen sie eine kleine Hohlkehle, das heißt Sie runden die Ecke ab, damit dort kein Wasser stehen bleibt. 8.) An den Wänden kommen nun Dainage-Platten, 6 cm Stark. Diese Platten leiten das Wasser das von oben und seitlich kommt nach unten ab, und sie dienen dem Schutz der Isolierung. 9.) Nun zur Drainage, eine Dainage macht nur Sinn, wenn das Wasser das sich darin sammelt, auch irgendwo hin abgeleitet werden kann. Das ist in der Regel ein Sickerschacht. Der ist in der Regel nicht vorhanden, und müsste von einer Firma erstellt werden. Das Drainage Rohr ( Gelbes Rohr, mit vielen kleinen Löchern) sollte einen Durchmesser von 10 cm haben. In der in Schritt 3 gemachten Vertiefung am Fundament entlang kommt nun 10 cm Körnung, dann kommt das Drainagerohr darauf. An jeder Richtungsänderung (An jeder Ecke) müssen sie ein T-Stück einbauen, und ein Drainagerohr nach oben verlegen. Das ist das Spühlrohr, es dient dazu Verunreinigungen die sich im laufe der Zeit ansammeln von oben wegspülen zu können. 10.) Nun wird angefüllt, mit guten Füllstoff der das eventuell auftretende Wasser nach unten absickern lässt. Diese arbeiten sind alle recht umfangreich, Kosten und Nutzen sollten sorgfältig abgewogen werden. Antwort 2: Aus technischer Sicht hätte ich vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu den Ausführungen meines Vorredners. zu 2.) Der notwendige Böschungswinkel hängt von der Schichtung und Art des Bodens ab. Die Angabe des Winkels von ca. 60° ist eher als globaler Wert anzusehen. Evtl. sollten Sie je nach Bodenart den Boden vor Feuchtigkeitszutritt z. B. abdecken schützen. Ansonsten stimme ich meinem Vorredner voll und ganz zu. zu 3.) Üblicherweise liegt der Rohrscheitel der Drainageleitung an der höchsten Stelle mindestens 20 cm unter der OK der Bodenplatte liegen. Dies hat den Hintergrund, dass die Hersteller ihre Drainrohre auf der Grundlage der DIN 4095 nachweisen. Üblicherweise wird die Abflussspende des Dränrohres für den Regelfall nach DIN 4095 nachgewiesen. Bei voller Abflussspende kann sich das Wasser normgemäß bis 20 cm über das Dränrohr stauen. Weitere Ausführungen können m. E. der DIN 4095 und der einschlägigen Literatur zu diesem Thema entnommen werden. In Bezug auf die Sondierungen der Fundamentetiefe schließe ich mich meinem Vorredner an, da bei der Verlegung der Dränage vor allem darauf zu achten ist, dass Fundamente nicht untergraben bzw. unterspült werden. zu 8.) Soll hier nicht besserwisserisch klingen, sollte es statt Schutz der Isolierung nicht besser Schutz der Abdichtung heißen. Die Dränschicht vor der Wand ist ein essentieller Bestandteil einer funktionstüchtigen Dränage. Bitte vergessen Sie bei der Dränschicht auf alle Fälle nicht das Filtervlies, da sich sonst die Dränschicht, je nach Bodenverhältnissen, mit der Zeit mit Feinstteilen zulegen kann. zu 9.) Zum Thema gelbes Dränagerohr und Stangenwahre oder Rollenwahre will ich mich mal hier nicht auslassen, müsste sich ja in den Fachkreisen hinlänglich als bekannt rumgesprochen haben. Bitte sehen Sie mal in die Zulassungen der Hersteller, für welche Bettungen (Körnung Begriff des Vorredners) der Hersteller seine Abflussspende nachgewiesen hat. In Bezug auf die empfohlenen Schichtstärken Verweise ich vorsorglich z. B. auf die DIN 4095. Bitte legen Sie das Filtervlies nicht nur über die Bettung sonder Umhüllen Sie die Bettung der Dränleitung damit. Mittlerweile müsste sich ja herumgesprochen haben, das der Dränageleitung das meiste Wasser von unten zutritt. Was nützt es da, wenn ich oben das Filtervlies habe. Das Wasser sickert größtenteils am Rohr vorbei und staut sich dann von unten auf. Liegt unten keine Filtervlies, so werden aller Voraussicht nach Feinstteile in die Dränage bzw. Filterschicht eingeschwemmt. Zu der Ausführung mit den Spülrohren gebe ich keinen Kommentar ab, sollten Sie es jedoch so ausführen, dann vergessen Sie bitte nicht die Rohre auch mit einem Filtervlies zu umhüllen. In Bezug auf das Filtervlies ist noch zu erwähnen, dass nicht jedes Vlies ein Filtervlies ist. Handelsübliche Vliese für Dränmaßnahmen sollten nämlich filterstabil sein. Der Vollständigkeit halber weise ich noch darauf hin, dass man auch nach DIN 4095 einen Stufenfilter aus mineralischen Material bzw. einen Mischfilter ausführen könnte. Beim Sickerschacht wäre noch anzumerken, dass die Dimensionierung weitestgehend von den Bodenverhältnissen abhängt. Darüber hinaus ist im Vorfeld die wasserrechtliche Situation zu klären, d. h. wo bzw. wohin das anfallende Wasser abtransportiert werden kann. Je nach Bodenverhältnissen kann es auch vorkommen, dass die Ausführung eines Sickerschachts gar nicht möglich ist. Empfehlenswert ist es nicht den Elektroanschluß für eine Pumpe und einen Notüberlauf zu vergessen. Das von meinem Vorredner alternativ aufgeführte Loch neben den Fundamenten würde ich persönlich nicht ausführen. zu 10.) Bitte verwenden Sie hier keinen Rollkies, Sie bauen sich damit evtl. nur Ihren eigenen Swimmingpool. Die Verfüllung des Arbeitsraums wirkt dann wie eine offene Grube, in die das Wasser gesammelt und konzentriert einläuft. Das Verfüllmaterial ist m. E. entsprechend den Gegebenheiten auszuwählen. Wie mein Vorredner bereits ausgeführt hat kann sich das Wasser auch von unten stauen, würde daher einen Fachmann auf alle Fälle zu rate ziehen. Die hier von mir gemachten Angaben geben meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder. Da das Thema der Abdichtung und Gebäudedränung sehr komplex ist, empfehle ich Ihnen ein Beratung durch einen Fachmann vor Ort. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass die vorgenannten Ausführungen keine Beratung im Einzelfall und im rechtlichen Sinne darstellen. Eine exakte Einschätzung ist nur nach Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten möglich. Literaturempfehlung Schäden an Dränanlagen erschienen im IRB-Verlag (Bruster19) |
Frage: In unserem Keller EFH Bj. 95 haben wir jetzt zum zweiten Mal Wasser, laut Gutachter ist die Bitumendickbeschichtung mangelhaft aufgetragen worden etc. Er regt eine Komplettsanierung mit Aufgraben, neu isolieren, Drainagelegen, an. Das ist erfahrungsgemäß sehr teuer. Vertreter der Fa. Remmers meinen, dass in unserem Fall davon Abstand zu nehmen sei, da an den Kellerinnenwänden keine entsprechenden Feuchtigkeitsschäden sichtbar sind, das Wasser offensichtlich durch die horizontale Sperre auf der ersten Kellersteinreihe in das Haus eindringt. Kostengünstiger und ähnlich effektiv sei eine nachträgliche Abdichtung in diesem Bereich von innen. Antwort: Eine interessante Situation: Fachmann1 sagt: Totalsanierung, Fachmann 2 sagt: nur ein bisschen von innen. Nun ist zwar Meinungsvielfalt eine schöne Sache, aber in Ihrem Fall nicht gerade förderlich. Der Gutachter hat natürlich nicht unrecht mit dem, was er vorschlägt. Das ist dann bombensicher (wenn es richtig gemacht wird), aber entsprechend teuer. Was hat denn der Gutachter dafür ausgerechnet? Oder kann der das nicht? So ein Überschlag dauert 1/2 Stunde. Was den anderen Vorschlag betrifft, muss erst beschrieben werden, was mit Abdichtung "von innen" gemeint ist. Ich kann mir nur vorstellen, dass die eine Verpressung der Fuge, wo die hor. Abdichtung liegt, meinen. Dazu nimmt man Epoxi oder PU. Das hat nur Sinn, wenn man sich sicher sein kann, dass die hor. Abd. die Schwachstelle ist. Sind die Wandflächen an sich trocken, wäre das schon ein Hinweis darauf. Lassen Sie sich die Kosten jeweils angeben, damit Sie eine Entscheidungsgrundlage haben. Remmers bietet das nicht an, kann aber einen Verarbeiter empfehlen, dazu haben die eine Liste von Firmen. |
Frage: EFH Massiv (KS) 80qm ohne Keller. Der Baugrund besteht bis in 8m tiefe aus Feinsand der bis in 2,5m tiefe schluffig ist. Auf dem 1,2 m tiefen Streifenfundament wird auf den äußeren Rand Schalsteine gemauert die mit Zement verfühlt werden und eine Eisenstrebe ringsum enthalten. Der Stein ist 25 cm hoch und 17 cm breit. Innerhalb dieser Schalsteine wird die Bodenplatte gegossen, die dann nur 15cm auf dem Streifenfundament aufliegt und außerdem durch eine dünne Folie von diesem sowie den Steinen und der Sandschicht (Boden) getrennt ist. Es gibt also keine Verbindung zwischen Bodenplatte und Streifenfundament. Da ich diese Bauweise noch nirgendwo gesehen habe, frage ich mich ob diese Bauweise üblich ist und was der Grund für diese Ausführung sein kann? Und bevor mir der Bauunternehmer was vom Pferd erzählt wollte ich mich hier Sachkundig machen. Bedankt im Voraus für die Aufklärung Antwort: Ich denke, es handelt sich nicht um Streifenfundamente. Das Tragsystem ist wohl eine Sohlplatte, also eine Flächengründung. Das erkennen Sie aus dem Schnitt bzw. aus der Statik. Die Sohle dürfte 20-25 cm stark sein und eine obere und eine untere Beweherungslage haben. Wenn die Sohle aus WU-Beton gegossen wird, braucht man nur noch eine Dampfsperre obenauf. Was Sie als Streifenfu. bezeichnen, sind m.E. Frostschürzen, die verhindern sollen, dass der Frost unter die Sohle kriecht und Zerstörungen auslöst. Ein Streifenfu. soll ja mindestens 80 cm tief gegründet werden, Wasserleitungen sollten bei 1.40 m liegen. Bei dem von Ihnen beschriebenen Erdstoff wüsste ich nicht, was eine Streifengründung bewirken soll, ausser mit der Zeit abzusacken. Jeder kennt den Ausdruck "auf Sand gebaut", das hat was damit zu tun. Sicherheit würde bei Feinsand nur eine Pfahlgründung (hier: 8 m tief) bieten, aber die ist sauteuer und überflüssig. Bei der Sohle ist auf die Bettungszahl zu achten, d.h. unter Berücksichtigung aller Elastizitätsmodule (der Sand ist labberig, die Sohle biegt sich durch und wölbt sich) darf es nur gleichförmige Setzungen geben, die mit der Zeit abklingen. Wenn Ihnen der Bauunternehmer in diser richtung "was vom Pferd erzählt", könnte er sogar richtig aufzäumen. Aber beachten Sie bitte: Ferndiagnosen sind reine Vermutungen. Beim Hausbau gilt: wissen statt vermuten. |
Frage 1: Sehr geehrte Damen und Herren, unter www.dimagb.de/info/bautec/swbrwa01.html weist der Autor auf ein Problem der "weissen" wanne hin. Auf Seite zwei wird aufgrund der Difussionsfähigkeit des WU-Betons auf die Notwendigkeit von aufgeständerten Fußböden ohne luftdicht Beläge hingewiesen, damit das diffundierende Wasser verdunsten kann. Ich will aber in meinem Neubau eine WU-Keller errichten und einige Räume mit Fußbodenheizung ausstatten. Dabei werden die Wände frei von Möbeln etc. sein, aber was ist mit dem Fußboden? Diffundiert auch Feuchtigkeit über die Bodenplatte? Und wie kann man das verhindern? An den Aussenwänden könnte man vieleicht Betumenschichten anbringen - aber wie dichte ich die Bodenplatte gegen Feuchtigkeit ab? Im Übrigen hat auch die sog. "schwarze" Wanne keine wasserdichte Bodenplatte. Hier entsteht doch das Problem der diffundierenden Feuchtigkeit doch genauso! - oder nicht? Bitte informieren Sie mich bitte kostenfrei. Im Keller entsteht u.a.mein Büro und zwei Wohnräume sowie ein Badezimmer. Muß ich auf eine weisse Wanne verzichten und mit einer schwarzen Wanne bauen? Der Grundwasserstand ist bei ca. 4 Metern und kann aber bei Hochwasser deutlich ansteigen. Ich baue in P. bei Straubing und die Donau ist nur ca. 1,5 Km entfernt. Vielen Dank. H.P.B. Antwort 1: Sehr geehrter Herr B., Eindiffundieren kann Wasser nur in gasförmigem Zustand, also als Wasserdampf. Mit einer Dampfsperre verhindert man, dass der in den Fussbodenaufbau eindringt. Bedenkt man das nicht, kommt z.B. Lino mit riesigen Blasen hoch. Ausserdem muss konstruktiv sichergestellt sein, dass der Wasserdampf an den Seiten raus kann (im Bereich des Sockels). Frage 2: Nochmals vielen Dank für die Antwort, jetzt habe ich aber noch eine Frage: kann ich bei eingebrachter Dampfsperre und bei Sicherstellung dass der Sockel an den Seiten "abdampfen" kann im Keller in der Hälfte der Räume eine Fußbodenheizung verlegen mit Fließen als Bodenbelag? H.P.B. Antwort 2: Hallo, Herr B., bei Fliesen ist es dasselbe Prinzip. Man muss eine Dampfsperre (auf die Dicke der Folie achten und auf die Überlappung; bombensicher ist natürlich eine Schweissbahn, wo 100% nur an den Seiten der Wasserdampf raus kann. Schichtenaufbau: - Fliesen mit Dünnbettkleber (fb-hz-geeignet) - Estrich mit mind. 4,5 cm über den Rohren (Zusatz für Fb-Hz!) - Trittschalldämmung (evtl. auch als Wärmedämmung im KG) - Dampfsperre, an den Rändern aufgekantet - WU-Beton (Kellersohle) Ich würde mir Drainagematten zuschneiden und mit am Rand einbauen. Denn dann enstehen Kanäle, wo der WD sicher austreten kann. Mehr Informationen auf der Seite zu WU-Beton im Infobereich BAUTECHNIK. |
Frage: Die Sohlenplatte meines Hauses wurde aus WU-Beton hergestellt, sie liegt jedoch nicht im Grundwasserbereich, muß ich meinen Fußbodenaufbau trotzdem belüften oder mit Epoxidharz beschichten? Es sind 10 cm Dämmung und 5 cm Estrich vorgesehen und als Nutzschicht Fliesen (Wohnräume). Welche Maßnahmen empfehlen Sie mir? Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort. H.C. |
Frage 1: Mein Haus ist von 1936. Die Kellerwände sind aus Beton gegossen. Der Kellerboden besteht aus einer dünnen (ca. 2 cm) Schicht Estrich. Da die Deckenhöhe aber gerade einmal 1,75 hoch ist und ich den Keller gerne ausbauen möchte ist meine Frage ob ich den Estrich einfach raus hauen kann und den gesamten Kellerboden noch weiter 15cm ausgraben kann? Antwort 1: Achtung! Hier ist allerhöchste Vorsicht geboten. Bevor Sie anfangen abzubrechen und auszuheben, müssen Sie die Lage der Fundamente überprüfen. Wenn Sie einfach die Sohle absenken, kann es passieren, dass Ihnen die Aussenwände nach innen rutschen, weil der Erdgegendruck der Gebäudeinnenseite fehlt. Frage 2: Vielen Dank für ihre Antwort. Soetwas hatte ich schon befürchtet und dachte frag erst einmal. Da ich vom "Bau" und Statik nicht viel Ahnung habe weiß ich nicht was sie mit der Lage der Fundameten meinen. Kann ich das selber machen oder wen kann ich hinzuziehen? Antwort 2: Bei allem Verständnis für das Motiv des Selbermachens: hier rate ich Ihnen ab. Sie würden ein zu hohes Risiko eingehen. Ohne Statik und professionelle Ausführung dürfte das zum Fiasko führen, denn eine Fundamentunterfangung ist eine sensible Sache. Man arbeitet abschnittsweise (Aushub, Bewehrung, Beton), muss sorgfältige Anschlüsse herstellen und Quellbeton einsetzen. Antwort 3: Hallo, hier muß ich Herrn Bumann mal Recht geben (Ausnahmsweise). Und er hat ja nichts zum absenken, er hat doch gesagt, auf dem Erdreich liegen 2 cm Estrich und sonst nix. Als Laie sollten, ja müssen Sie die Finger weg lassen. Ein tiefer legen des Kellers ist meistens nicht einfach. Früher hat man nicht so gebaut wie heute, und nicht immer wurde unter Betonwände ein Fundament gemacht. Oftmals wurde die Betonwand einfach aufs Erdreich Betoniert, oder das Fundament wurde für heutige ansprüche viel zu niedrig gemacht. In unserem Stadtteil meinte mal ein Eigentümer, was die teuren Handwerker und Planer können, kann ich schon lange. Er wollte seinen Keller ebenfalls Tieferlegen, nun hat er keinen Keller mehr, die reste des Hauses liegen nähmlich drin. Was ich sagen will, es gibt vieles was der Heimwerker selber machen kann, einen Keller tiefer legen gehört aber bei weitem nicht dazu, es gibt eben viel zu viele dinge, die dabei beachtet werden müssen. Einfach 15 cm ausschachten, damit hätten Sie auch nichts gewonnen, wenn Sie ausgeschachtet haben, müssen Sie den Boden ja neu aufbauen, Beton und Estrich würden dann schon mehr als 15 cm brauchen, und damit wären Sie da schon höher wie vor der Ausschachtung. Deshalb muß erheblich tiefer geschachtet werden, was noch gefährlicher ist. Hier gehört ein Statiker ran. |
Frage: Hallo! Ist es möglich für eine Fertiggarage ein Streifenfundament auch im Winter (Frost) zu legen? Wenn ja, welchen Beton empfehlen Sie? Antwort: Das geht, wenn man Winterbaumassnahmen sicherstellen kann und dazu besonderen beton nimmt, welcher durch Zuschlagstoffe eine höhere Abbindewärme entwickelt, sich sozusagen selbst heizt. Winterbau: Abdecken mit Matten, Schutz vor Wind usw. |
Frage 1: Ich plane gerade eine Garage mit Werkstatt,teils unterkellert. Antwort 1: Ich: nämlich Beton, der tausalzbeständig, öl-, benzin- und säurebeständig ist. Bei Pflaster bleibt die Frage: wo bleibt das Zeug, das in die Fugen geht? Frage 2: Was soll das für ein Beton sein ? Antwort 2: Diese Eigenschaften erreicht man nur durch Zuschlagstoffe und ab einer bestimmten Güte, respektive entsprechender Oberflächenbehandlung. Dieses Material wird beim Bau von Parkhäusern eingesetzt, oder in Tiefgaragen. Ich geh mal davon aus, dass Sie keine Tiefgarage bauen wollen und auch kein Parkhaus. Ausserdem gehe ich davon aus, dass die Frequentierung sich auf 1 Auto beschränkt. Also würde ich die Kirche im Dorf lassen und normalen Beton nehmen. Die Oberfläche würde ich mit Zement pudern und dann glatt reiben, in dem Fall sogar mit Filzbrett. Das dürfte viele Jahre halten bei nornmaler Belastung. Antwort 3: Garage unterkellert? Wen das mal genehmigt wird, am ende soll der Keller eine Grube sein um besser unterm Auto zu arbeiten, lol. Antwort 4: Dieses Granulat ist die sogenannte Korund-Einstreuung. Die nimmt man, um eine bessere Griffigkeit des Bodens herzustellen. Das Glattreiben hat den Vorteil, eine Oberfläche herzustellen, die Schadstoffe weitgehend blockt, hat aber den Nachteil, rutschig für Autoreifen zu sein. Aber da ich schon mal am Besserwissen und Klugsch. bin: es gilt mittlerweile ein überarbeitetes Regelwerk für Beton, das mit höhren Anforderungen als die DIN 1045: 1988 herangeht. Das geht natürlich einher mit neuen Bezeichnungen und weil die DIN 1045 nicht genug ist, ist auch noch die DIN EN 206-1 zu berücksichtigen. Das aber nur am Rand, Herr S. muss sich darum nicht kümmern. So wie es oben beschrieben ist, reicht das schon. |
Frage 1: Gibt es eine einfache Möglichkeit, zu Prüfen, ob der Verdichtungszustand des Untergrundes ausreichend ist. Erdreich/Schotteraufbau Antwort 1: Es gibt relativ einfache Geräte, mit denen man die Proctor-Dichte messen kann. Ich glaube nur nicht, dass man die im Baustoffprüflabor ausleihen kann. Antwort 1.b: Hallo, Alles weitere ist nur noch Logik, Mut zum Risiko (der manchem Bauherrn viel Geld und Nerven sparen kann) und MACHEN! Man beachte: Statiker berechnen immer mit mindestens 100% Sicherheit (also da doppelte als nötig) und geologische Gutachten sind i.d.Regel reziprok genauso zu betrachten (beim Klinikum in Aachen lagen die Jungs zwar voll daneben, aber nur weil Sie den Fliesssand nicht berücksichtigt hatten). Mfg Khz Frage 2: Tag zusammen, Die besten Erfahrungen habe ich durch frühzeitige Schotterung erreicht. Zeit Zeit und nochmal Zeit ist hier das wichtigste. Die Beste Rüttelplatte ist ein voller Mischer-LKW. Trotzdem , man kann nicht immer 2 Jahre Warten. Drum, wie oft abrütteln? Wässern? Frost? usw. Da gibt`s doch bestimmt klare `Richtlinien`. Antwort 2: Wie gesagt, prüfen können Sie es richtig nur mit der Proctor-Messung. verzichten können Sie, wenn Sie selbst verdichten. Dazu leihen Sie sich eine Rüttelplatte aus. Grundsatz: je kleiner die Platte, desto dünner die zu verdichtende Lage. Ausserdem nie mehr als 30 cm als 1 Lage verdichten. Sonst wird nur oberflächlich verdichtet. Geheimtipp: früher hatten die Jungs vom Bau einen fiesen Trick, wenn sie zu faul waren. Nen C-Schlauch und dann volle Pulle eingeschwämmt. Ist aber nicht die feine Art. Funktioniert auch nur bei sickerfähigem Boden. |
Frage: Hallo, Antwort: Sie können sich ja mal das Kachelofen-NEH von DIMaGB ansehen, da ist ein Prototyp vorgestellt. Nur einen Haken hat die Sache: die Anlage läuft automatisch, Handbefeuerung wäre also optional: in der Küche (Koch- und Backofen) bzw. im Wohnzimmer (Kamin). Hier der Link. |
Frage: Habe folgendes Problem: Antwort 1: Das ist ein Problem, das man auch mit den modernsten Anlagen (Öfen und Schoensteine) nicht in den Griff bekommt. Ist es draussen wärmer, "steht" die Sonne auf dem Schornstein, ausserdem kommen ungünstige Luftdruckverhältnisse dazu. Dadurch wird der Zug verringert, eben weil das Gefälle vom Brennraum zur Schornsteinmündung fehlt (das betrifft sowohl das Temperatur- als auch das Luftdruckgefälle). Abhilfe schafft man, indem man zum Anheizen etwas nimmt, was so richtig Dampf macht, d.h. kräftige Flammen nach oben überwinden die Trägheit des Schornsteins. Allerdings muss man auch sehen, dass es am Schornstein liegen kann, z.B. wenn der nicht tief genug runter geht. Noch ein Tipp: wenn Sie bei DIMaGB.de auf die HOME gehen und da das Bild vom Kachelofen-Niedrigenergiehaus anklicken, kommen Sie zu der Seite mit dem Ko-Ne-Haus. Unten sind dann Links platziert, wo Sie zu den Profis gelangen (Z.B. Kamin-Schulze). Vielleicht sagen die Ihnen mehr. Antwort 2: Ist eigentlich traurig, dass Kachelofensetzer und Schornsteinfeger nicht den Grund des Anfangsrauchens kennen. Im heißen Schornstein geschieht dasselbe wie im Heißluftballon, die Heißluft steigt auf (wie schon Herr Bumann geschrieben hat). Diese Tatsache ist der Zug des Ofens. Wenn der Schornstein noch kalt ist, fehlt der Zug, dann steigt außen am Haus die warme Luft auf und im Schornstein fällt die kalte Luft nach unten aus dem Ofen heraus - und wenn da Rauch ist, kommt auch der Rauch mit. Wenn dann genügend Bereiche warm geworden sind, kehrt sich die Strömungsrichtung um und der Rauch nimmt seinen vorgesehenen Weg. Vor dem Problem steht auch der Ballonfahrer. Der nimmt ein großes Gebläse um die liegende Ballonhülle zu füllen. (E.) Antwort 3: Wenn der Kachelofenbauer nachgeschaut hat sollte der Ofen sauber sein (innen) keine Flugasche u.ä. Schauhen Sie nach ob beim Schornstein alle Schieber (im Keller event. auch auf den Boden) geschlossen sind. Bitte prüfen Sie ob unverschlossene Ofenlöcher vorhanden sind. Das kann Falschluft verursachen. Ansonsten in diesem Ofen mit Papier und wenig dünnen Holzspänen anheizen damit sich der Ofen langsam erwärmt und sich Zug bilden kann. Danach immer mehr auflegen. Also kleines Feuer -----> großes Feuer. Schöne Grüße Peter Schulze / http://www.kamin-schulze.de |
Frage: Kann mir jemand den Unterschied zwischen den beiden Marken "tulikivi" und "nunna uuni" sagen? Wir mir gesagt wurde, lieben die beiden Steinbrüche für Speckstein nebeneinander. Also ein und der gleiche Stein. Tulikivi ist teurer als nunna uuni. Der Unterschied könnte doch nur in der Verbrennungstechnik liegen?! Wer hat Erfahrung mit Specksteinöfen? Antwort: Hier finden Sie die Informationen: |
Frage: Hallo, als Miteigentümer eines alten Gemäuers mit ziemlich viel Blaustein habe ich das Problem, dass normaler Zementmörtel auf Blaustein nur unzureichend oder gar nicht haftet. Aktuell muss ich eine Türschwelle ausbessern. Befragte Handwerker würden das zwar gerne machen, aber haben exorbitante Preise wobei mir klar ist, dass die lediglich wissen womit sie arbeiten müssen. Wer kann mir verraten, welchen Mörtel oder Mörtelzusatz man bei Blaustein verwenden muss? [Blaustein: Es handelt sich um einen Naturstein, den ich leider nicht anders titulieren kann. An sich sieht der Stein graublau bis stahlblau (frischer Bruch) aus. Wird im Gebiet um Aachen als Tür- und Fenstereinfassung von älteren Gemäuern angetroffen und findet auch bei exklusiven Neubauten immer mehr Liebhaber. Nix Plastik, nix Beton - Blaustein eben!] Antwort: Plastik hätte ich am wenigsten vermutet. Aber wieder mal was dazu gelernt. Bei Naturstein wird man natürlich mit Zement keine Freude haben. Zementmörtel hält nur ab Stärken von 3 cm und dann aber nicht auf jedem Untergrund. So schlimm es klingt: Sie müssen auf Chemie zurückgreifen. Mit Epoximaterial kann man abgeplatzte Ecken und Kanten modellieren. Dazu gibt es auch eingefärbtes Material, das - wenn auch nicht zu 100% - auch zu Naturstein passt. |
Frage: Sehr geehrter Herr Bumann, wir kauften vor drei Monaten eine Altbauwohnung, die komlett neu renoviert übergeben wurde. Das Fliesenmaterial inklusive Mosaikbordüre für den Badbereich wurde von uns ausgesucht. Ein uns nicht bekannter Fliesenleger flieste relativ uneben und schief, in der Dusche zeigten sich nach ca. 6 Wochen Risse in den Fugen der Wandfliesen, einzelne Mosaiksteine in der Bordüre lösten sich. Weiterhin verfärbten sich die weissen Fugen blau und braun!!! Erklärung des Verkäufers in Absprache mit einem Fliesenlegermeister: 1. Die Fugen verfärben sich aufgrund chemischer Reaktion mit Desinfektionmitteln, Shampoo, Duschgel, Lappen, Schwämmen etc. Sein Vorschlag ist es nun, die Fliesen mit neuen Fliesen zu überfliesen, aber dann ohne Bordüre. Die Fugen reissen aber nicht nur an der Bordüre, sondern auch an den Wandfliesen. Unsere Frage an Sie: Kann es nicht sein, dass etwas mit dem Untergrund nicht stimmt, wenn sich Fugen verfärben? Das mit dem Duschgel ist ja wohl eher ein Scherz, oder? Ist das Überfliesen von offensichtlichem Pfusch anzuraten? Er meint, der Untergrund sei vernünftig gemacht worden, wir glauben das nicht. Können Sie uns Ursachen auf die genannten Mängel nennen und haben Sie eine Idee für einen Lösungsvorschlag? Wir bedanken uns schon im voraus bei Ihnen, MfG P.B. Antwort: Sehr geehrte Frau B., im Himmel ist also wieder mal Jahrmarkt. Weisse Fugen können höchstens vergilben, so nach 2-3 Jahren. Verfärbungen nach rot oder blau dürfen überhaupt nicht auftreten. Für die Ebenheiten gilt DIN 18202. Risse dürfen sich nicht bilden. Wenn ich einen verlegreifen Untergrund habe und ordentlichen Kleber nehme, können sich keine Risse bilden. Wird der (neue) Untergrund durch Überfliesen besser? Wohl kaum. Fugenmaterial dichtet nicht ab, das kann nur eine Abdichtung, daher auch der Name. Wie gross eine Fuge ist, ist dabei völlig egal.Einen Lösungsvorschlag kann man per Blinddiagnose nicht geben. |
Frage 1: Ich plane zum Auffangen des Regenwassers ein Becken in Tränkenform aus Beton evtl. mit Sandsteinaußenschale zu bauen. Das Wasserbecken soll dazu dienen, Gießkannenwasser zu speichern oder es soll Spielbecken für Kinder bzw. Kühl-Wasser für Flaschengetränke sein. Um Unfälle oder Mückenbrut zu vermeiden, soll ein Klappdeckel aus (Aluminium Riffelblech wahrscheinlich zu schwer) evtl. Lärchenholz den Brunnen abdecken. Antwort 1: Jede Menge Fragen, aber ich möchte auch den Selber-Macher nicht unbeantwortet lassen. Zumindest hoffe ich, dass ich nicht bei irgendeinem Kollegen in Ungnade falle, dem nun ein saftiger Planungsauftrag flöten gegangen ist. )* Frage 2: Hallo Herr Bumann, Ihre prompte Antwort und natürlich der Nachsatz, zum Abschluss zu grillen mit jeder Menge lecker Bier dazu, hat mich sehr gefreut und macht Lust, dieses Projekt im nächsten Sommer zu realisieren. Eine Unsicherheit bereitet mir immer noch Kopfzerbrechen: Antwort 2: Hallo, Herr G., wenn Sie so weiter machen, werden Sie noch ein richtiger Baufuzzi. Die Ansätze sind vorhanden, wie ich an Ihren Überlegungen erkenne. |
Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, meine Frage: in einem WU-Beton (Wand + Bodenplatte) Dicke 20 cm werden Spreizdübel zur Befestigung verschiedener Geräte eingesetzt. Die Bohrlochtiefen liegen zwischen 5 -10 cm. Wird hierdurch die Funktion des WU-Beton beeinträchtigt bzw gibt es technische Vorschriften für Einbau von Dübeln im WU-Beton ? |
Wärmedämmung beim Dachgeschossausbau Antwort 1: 20er Sparren, dann 18er WäDä und 2 cm Hinterlüftung. Kommentar 1: wozu soll denn der Dämmstoff zwischen den Sparren dienen, Herr Bumann??? Sie haben wohl das Lichtenfelser "Experiment" nicht verstanden??? Oder glauben Sie den Dummforschern gar nicht, dass Dämmung nicht dämmt? Ich bin verblüfft und verunsichert. e. Kommentar 2: ...vielleicht soll der Dämmstoff retten, was zu retten ist, da sich zwischen den Sparren selten ´ne massive Wand befindet? |
Frage: Hallo, ich habe in Dachgeschoß (EFH,Bj. 99/00) diverse Risse und immer noch "knackst" es: |
Frage: Hallo, wir haben ein Spitzdach und der tragende mittestehender Balken (20x20cm Höhe ca. 120cm) im Dachstuhl weist Risse auf. Ich lese immer wieder das Risse normal wären, aber der Riss ist schon 5cm tief. Sollte ich da nicht besser jemanden kommen lassen? Das Haus ist sieben Jahre alt. Was könnte mir im schlimmsten Fall passieren? Danke im voraus. Gruß B. |
Frage: Wir hatten bislang vor das Dach unseres Neubau-EFH mittels Sichtschalung und Aufdachdämmung "auszustatten". Nun meint die Rohbaufirma, dass die Anschlüsse und Ecken der Trempelwände um die Sparren und der raumhohen Wände um die Zangen problematisch werden. Auf kurz oder lang würden sich Risse um das Holz im Putz bilden. Als Wände sind 11,5 cm Ziegelwände geplant, da diese gleichzeitig die Zangen und Pfetten mittragen können. |
Frage: Hallo, ich baue zur Zeit ein Haus. Letzte Woche habe ich erschrocken festgestellt (ich wollte gerade die Dampfbremse anbringen), dass die Dämmwolle (Isover Integra ZKF 1-035) im Spitzboden auf der Außenseite nass ist. Mein Dachaufbau ist folgendermaßen: Kann es sein dass, es an der Feuchtigkeit vom Estrich aus dem unterliegenden Dachgeschoss liegt (Dachluke war aber geschlossen). Ich habe noch einen Bereich, wo keine Wolle zwischen den Sparren ist. Dort ist alles trocken!! Nur die Wolle ist nass. Bitte um schnellstmöglichen Rat!!!! Antwort: Es ist schon gut möglich, dass es sich um Schwitzwasser / Tauwasser handelt. Selbst wenn Sie inzwischen die Firstentlüftung hergestellt haben, wird das wohl noch eine Weile dauern, bis alles weg ist. Es sei denn, Sie helfen nach z.B. mit einem Heizer. Alle feuchte Luft von unten, aller Wasserdampf von unten wird zu Tauwasserbildung führen. Natürlich auf der Oberseite der Dämmung, d.h. auf der nach aussen gewandten, weil es da kälter ist als innen. Erst wenn eine funktionierende Dampfsperre eingebaut ist, wird das nachlassen. Übrigens: gute Idee mit Hinterlüftung, das ist allemal sicherer. |
Frage: Hallo, ich möchte bei unserem alten Bauernhaus den Dachstuhl ausbauen. Antwort: Eine Unterspannbahn ist zwar Stand der Technik, aber wenn die Ziegeleindeckung dicht genug ist (Flugschnee), kann man darauf verzichten. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit der Zwischensparrenmontage: links und rechts anheften und leicht durchhängen lassen, damit Wasser ggf. abläuft. |
Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, Antwort: Einen Blower Door-Test können Sie in jedem abgeschlossenen Raum durchführen, egal ob ganzes EFH, Anbau, DG oder nur ein großer Raum. |
Frage: Hallo, wir haben vor kurzem ein Haus gekauft, hatten auch jemanden da , der das Haus auf Asbest und eventuelle Wohngifte untersucht hat, auf die Messungen haben wir dann verzichtet, weil es sehr unwahrscheinlich war, dass etwas dabei heraus kommt. Antwort: Die Fusseln können nur nicht stören, wenn sie dauerhaft und sicher von der Raumluft separiert sind. Ob und wie das geht, kann man nur beurteilen, wenn man den Deckenaufbau kennt. So lässt sich nur vermuten, dass man sich gleich die Mühe machen kann und alles raus nimmt, ehe man sich mit Folieneinbauten verrenkt. |
Antwort: Wieder mal ist im Himmel Jahrmarkt, Feuchteflecken sind normal. Ist es dann außergewöhnlich, wenn es keine Flecken gibt? |
Frage 1: Schimmelpilzsporen können sich ab einem bestimmten Wert der Wasseraktivität z.B. 0,79% gut vermehren! Wie kann man die Wasseraktivität im Keller ausrechnen? Danke schön MS Antwort 1: Die Wasseraktivität entspricht der relativen Luftfeuchte an der betrachteten Baustoffoberfläche. Sie ist (wie die relative Luftfeuchte) eine einheitenlose Zahl zwischen 0 und 1, bzw. in Prozent ausgedrückt eine Zahl zwischen 0% und 100%. Frage 2: Können die Schimmelpilzsporen im Keller im Winter bei der Temperatur 12 -14 °C und bei der relativen Feuchtigkeit von 70 % ohne Nährstoffangebote trotz regelmäßiger Kellerlüftung wachsen? Antwort 2: Moin, die Parameter stimmen, aber weshalb meinen Sie, es wäre kein Nährboden vorhanden? Antwort 3: An der kältesten Stelle im Keller darf die Wasseraktivität 0,80 bzw. 80% nicht überschreiten (sicherheitshalber 70..75%, da es einige seltene xerophile Schimmelpilzspezies gibt, die auch unterhalb von 80% noch wachsen). |
Frage: Mein von einem Bauträger gebautes Haus besitzt nach Leistungsbeschreibung eine Bodenplatte und Kelleraußenwände aus WU-Beton. Wie wir jetzt festgestellt haben, hat die Bodenplatte im Bereich der Treppe aber eine Öffnung, die unseres Erachtens aber nur notdürftig mit Mörtel verschlossen wurde. Nach Aussage des Bauleiters diente diese Öffnung zur Entwässerung während der Bauphase. Ist ein solches Vorgehen üblich (schließlich könnte dieses Wasser auch abgepumpt werden) und kann/muss bis zum Einbringen des Estrichs noch Abhilfe geschaffen werden? Antwort 1: Eine WU-Platte mit Mörtelloch ist wie ein Panzer mit Kunststoffpanzerung an der Front. Stellen Sie sich eine Badewanne vor, die auf dem Wasser schwimmt: zieht man den Stöpsel, kommt das Wasser rein. Und woran ist Siegfried hops gegangen? Ein Lindenblatt auf der Schulter war die Schwachstelle. Antwort 3: Sehr geehrter Herr G., Ihre Geschichte ist geradezu ungeheuerlich. Selbstverständlich ist sowas ganz und gar nicht üblich und eine fachgerechte Sanierung dieses schweren Baumangels ist unabdingbar! Es stellt sich allerdings ernsthaft die Frage, ob zur Mangelbeseitigung das bisher ausführende Unternehmen betraut werden sollte. M.f.G. gez: A. Heine |
Frage: Hallo! Ich möchte mein Bad mit einer Paneelendecke ausstatten. Nun weiß ich nicht, wie man diese wegen der Dampfsperre befestigen soll. Bei der üblichen Art und Weise durchlöchert man die Dampfsperre mit den Nägeln, welche dadurch doch wieder undicht wird. Oder gibt es eine andere Möglichkeiten bzw. Techniken? Ich habe zwischen den Dachsparren und Kehlbalken 16 cm Dämmkeilen verlegt (Obergeschoß des Hauses). Hierauf kam die Dampfsperre aus PE-Folie die an den Dachsparren bzw. Kehlbalken befestigt wurde. Nun zu den Paneelen und zu meiner Frage. Sollet ich unter die Dampfsperre noch eine Lattung gegen die Sparren und Kehlbalken schrauben, an der ich wiederum die Paneelen befestige, oder kann man die Paneelen direkt auf die Dampfsperre (d. h. direkt an den Sparren und Kehlbalken) nageln? Antwort: Sie sind selbst drauf gekommen. Es kommt eine Lattung dazwischen, damit man nicht die Dampfsperre perforiert. man muss aber an den Befestigungspunkten ebendieser Lattung zusehen, dass man diese Stellen dicht bekommt, z.B. mit einer Dichtungspaste für Dampfsperrfolien. Leichtbauweise ist halt immer empfindlich. |
Materialwahl bei Erneuerung von Wasserleitungen Frage: Ich möchte die Wasserleitungen in meinem Haus erneuern. Meine Frage ist nun was soll ich nehmen? Kupfer hart/weich löten? Edelstahl verschraubt (Schneidringverschraubung) ? Es sind nicht viele Meter, so dass der Preisunterschied nicht sehr zum Tragen kommt. Die bisherigen Wasserleitungen sind aus verschraubten und Verzinkten Wasserleitungen. Diese möchte ich komplett von der Wasseruhr erneuern. Nur das Badezimmer muss vorerst noch bleiben (Kacheln) und eventuell der Außenwasseranschluß. Letzterer ist schon aus Kupfer. |
Frage: Wir sind zur Zeit in der Planung unseres EFH und stehen vor der Entscheidung über den massiven Wandbaustoff Porotonziegel oder Porenbeton. Beide Varianten sollen im Dünnbettverfahren für alle Außen- und Innenwände gemauert werden, eine zusätzliche Außendämmung möchten wir vermeiden. |
Frage 1: Hallo Miteinander. Ich habe vor 2 Jahren ein Haus gekauft. Es besitzt einen großen Keller, komplett im Erdreich. Die Kelleraußenwände sind aus Beton gegossen, 25 cm start mit Noppenbahn und Bitumen außen isoliert. Da der Boden sehr steinig ist und Wasser sehr gut abfließt, war eine Drainage nicht notwendig. Der Keller ist bis jetzt immer trocken gewesen. Die Kellerinnenwände sind aus Kalksandsteinen. Nun möchte ich 2 Kellerräume stärker nutzen. Damit ich auch im Winter darin Arbeiten kann (Studioaufnahmen) möchte ich sie beheizen, mit 2 Elektroöfen. Dabei habe ich an eine Innendämmung gedacht (Auch wegen der Akustischen Dämmung). Mit ist jedoch das Problem der Kondenswasserbildung bewusst. Jeder Raum hat ein Fenster. Habt ihr Rat zu Materialwahl, Vorgehen, Dampfsperre etc...? Herzlichen Dank. A.M. Frage 2: Herzlichen Dank für die prompte Antwort. 2 Fragen noch: was meinten Sie mit unvermeidbaren Fehlern und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit von Feuchte wenn ich den Raum nur temporär elektrisch heize ? Können Sie mir auch ein spezifisches Produkt empfehlen (Calciumsilikat) ? Herzlichen Dank A.M. Antwort 2: Hallo, Herr M., ich möchte nun doch noch meinen Senf dazu geben. Zunächst gehe ich kühn davon aus, dass sie folgenden ähnlichen Beitrag bereits gelesen haben: |
Frage: Ich habe in meiner Wohnung Thermoplus-S-Scheiben von Gloetzer. Die Scheiben, bis auf eine, sind so eingesetzt, dass ich die Scheibenbezeichnung in dem Fensterfalz von innen lesen kann. Nur bei einer Scheibe ist diese Bezeichnung von außen zu lesen. Bedeutet dies, dass meine Scheibe falsch eingesetzt wurde ? Vielen Dank für die Hilfe. R. |
Antwort 1:Heutzutage gibt es auch Gipsputze, die für den Sanitärbereich geeignet sind. Dazu kann man die paar qm im Duschbereich wasserbeständig streichen. Das muss man ja nicht auf die gesamte Wandfläche anwenden, gönnen sie Wand- und Deckenflächen die Funktion als Feuchtepuffer. |
Antwort: Gehen wir von einem Rechenwert der Bauteilrohdichte von 350 kg/m3 aus (Rohdichteklasse 0,4), dann ergibt sich eine flächenbezogene Masse von 2x 61,25 kg/m2, dazu noch 2x Glättputz >= 5 mm. Das ergibt 122,5 kg/m2 + 14 kg/m2 = 136,5 kg/m2. Nach "alter" DIN 4109 ergibt das ein bewertetes Schalldämmmaß von 40 dB, wobei Porenbeton 42 erbringen mag. Den Korrekturwert für biegesteife (Wände=0) Decken mit +2 können wir vernachlässigen. |
Hallo, ich habe eine Doppelhaushälfte gekauft und befürchte eine schlechte Trittschalldämmung da von Bauträgerseite keine Dämmwolle zwischen den Haustrennwänden (zweischalig 15er - KS -Stein mit 5 cm Fuge ) eingebracht wird. Der Bauträger behauptet das es nichts bringt, würde uns aber für 1000,00 Aufpreis eine Dämmung einbringen. Lohnt die Investition oder bringt es wirklich nichts? Um genau zu sein: es geht hier um Luftschall, das heisst ob die Schallwellen der Raumluft beim Nachbarn über die beiden Wände übertragen werden. Die Trittschalldämmung übernimmt ein fachgerecht ausgebildeter schwimmender Estrich, weitere Verbesserungen erhält man durch den Belag (z.B. ca. 22 dB bei Lino, bei Teppich noch mehr). |
Frage: In unserem Doppelhaus aus den 1920ern haben wir folgendes Problem: Bisher hielt unser Nachbar das Klavierspiel meiner Frau immer klaglos aus, obwohl die beiden Hälften nur durch eine 26er Ziegelwand getrennt sind. |
Das Thema DG-Ausbau ist, egal ob es sich um bestehende Gebäude oder um Neubauten handelt, ein Dauerbrenner. Die Fragen im BauherrenForum sind meist dieselben. Einige habe ich zusammen getragen und auf der Sonderseite zum DG-Ausbau veröffentlicht, mit den Antworten natürlich. |
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Frage: Wir haben im Februar 2003 eine neue Doppelhaushälfte gekauft. |
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Antwort: Holz ist grundsätzlich von Beton oder Mauerwerk zu trennen. Das ist konstruktiver Holzschutz. Das muss in der DIN 68800 stehen. |
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Frage: Auf der Wand meines Hauses habe ich die Tapete entfernt. Darunter war eine Styroportapete. Diese habe ich auch entfernt. Nur weiß ich nicht, wie ich den Kleber entfernen kann. Gibt es Mittel dagegen oder muß ich das Schleifen oder den Putz abschlagen? Wer kann mir Tipps geben. Danke. |
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Frage: Hallo zusammen, mein Haus ist jetzt 20 Jahre alt. Wandaufbau: Gasbeton, Luftschicht, Klinker. Meine Frage: Macht es Sinn in die Luftschicht eine zusätzliche Dämmung (Perlite) einzubauen, um Heizkosten zu sparen? |
Frage: Ich meine wirklich, dass Zellulose oder Holzfaserplatten ökologischer sind. Lt. Bauratgeber Ökotest ist nix Giftiges drin, im Gegensatz zu Styropor und Mineralwolle. |
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Frage: Hallo, ich habe versucht, verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung von Holzwurm-befallener Holzbalken herauszufinden. Normalerweise bekommt man in Baumärkten diverse chemische Holzschutzmittel ("Holzwurm-Ex" & Co.) angeboten. Ich denke, dass diese Mittel - auf größeren Innenraum-Flächen angewendet - ein gewisses Gefahrenpotential mit sich bringen. |
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Frage 1: Hallo, ich habe nochmals eine Frage bezüglich dem Dachausbau eines Altbaus. |
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Gemauertes Treppengeländer stabilisieren Frage: Hallo, ich möchte ein Treppengeländer maueren. Das Geländer hat eine Breite von 2 m und eine Höhe von 3,50 m fallend auf 2 m. Meine Fragen: 1. Welche Steine soll ich benutzen? Ich selbst denke an Ytong, da ich dann das Gefälle schneiden kann. Was meint ihr dazu? 2. Wie bekomme ich Stabilität in das Geländer? Danke für eure Mithilfe. LG J. Antwort: Stabilität bringt man mit Stielen und Bewehrung rein. Die Bewehrung ist ein Flachstahl und die Stiele U-Profile z.B. |
Frage: Wir planen im März mit dem Bau eines EFH zu beginnen (Baugenehmigung und -planung abgeschlossen). Bisher haben wir auf eine Ausführung des Mauerwerkes mit dem relativ neuen Stein LIAPLAN ULTRA 010 gesetzt, aber nun hat der Bauleiter uns von Problemen bei anderen Baufirmen mit diesem Stein erzählt, dass ca. 3 bis 4 Jahre nach dem Neubau Risse im Außenputz wegen zu hoher Wärmespannungen aufgetreten sind. Er empfiehlt uns (ein durchaus noch möglichen) Wechsel auf YTONG, da dieser in Dicke (30cm) und Dämmwert sehr ähnlich sei. Eine Verwendung des LIAPLAN-Steines und Vermeidung solcher Risse wäre durch Aufbringen von zusätzlichem Gewebe unter dem Außenputz (ca. 1000 € für das ganze Haus) evtl. vermeidbar. - Ich glaube nicht, dass es hier um eine Abzocke geht, da die Baufirma sonst sehr seriös ist. |
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Frage: Hallo, in den nächsten Wochen werde ich mein Haus innen neu verputzen. Bevor ich jedoch damit beginne, muss ich noch in einem Ecken die Leitung von 2 Heizungsrohren verkleiden. Wie mache ich das am besten und mit welchem Material. Als Putz werde ich einen Lehmputz verwenden. Die Heizungsrohre sind 5cm x 10cm breit. |
Fliesen auf WU-Beton? Frage: Sie schreiben, dass Fliesen nicht direkt auf WU-Beton aufgebracht werden dürfen. Das würde heißen, Fliesen sind dampfdiffusionsdicht - was m.E. nicht richtig ist. Antwort: Schade, dass Sie nicht die Zitatstelle genant haben, dann könnte ich mich besser darauf beziehen. Ich weise immer darauf hin, dass man Feuchte nicht einsperren darf. Das trifft auch auf einen Fliesenbelag zu. Die Fliese kann man als praktisch dampfdicht betrachten, egal ob glasiert oder nicht. Diffusion findet durch den Fugenanteil statt, der i.d.R. nicht abdichtend ausgeführt wird. Die Fliese an sich kann man nur kapillar betrachten, der Grad der Wasseraufnahme als wesentliches Merk- mal für Güte respektive Frostbeständigkeit liegt im kapillaren Verhalten begründet. Mein Hinweis ist damit begründet, dass man mit Fußbodenfliesen die Oberfläche weitgehend versiegelt und man sollte sich nicht auf das bisschen Fugenanteil verlassen. Zumal unter dem Aspekt der Tauwasserbildung ist das nicht zu unterschätzen. Eine sicher Methode ist das Verwenden von Drainagematten o.ä. und offenen Randfugen über dem Sockel. Hier kann der Wasserdampf garantiert raus. Die technische Regel, mit einer Abdichtung trocken zu haltende Flächen zu schützen und die Fliesen zwischen Abdichtung und Wasserquelle (i.d.R. Dusche usw.) liegen zu haben, kann man hier nicht anwenden. |
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Zahlenspielereien, Taschenspielertricks, Werbegags & Fragen, die (manchmal / oft) keiner beantwortet In anderen Infobereichen gibt es die Rubrik Fragen und Antworten. Da werden die (hoffentlich) interessantesten Themen der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Frei von Werbeschmus. Es gibt aber auch Fragen, auf die bekommt man keine Antworten. Ob das z.B. ein Hersteller von Systembauten (Containern) ist, der in baunetz.de wirbt und gefragt wird, wie der Sicherheitsaspekt zu bewerten ist bei einer Trockenbaukonstruktion für eine Sparkasse. Leider habe ich solche unbeantworteten Fragen früher oder später gelöscht. Das kommt nicht mehr in Frage. Ich werde sie in loser Reihenfolge, und sofern allgemeinen Interesses für würdig befunden, an dieser Stelle veröffentlichen. Manchmal sagt eine unbeantwortete Frage mehr als eine "Ministeriums-" oder eine "Ausschuss- Antwort" (wir haben Ihre Fragen und Hinweise an ...xyz... zur Prüfung weitergegeben. Im Ergebnis der Prüfung ist festzustellen, dass ...blablabla). Wurden noch vor wenigen Jahren unbequeme Fragesteller erbittert bekämpft, geht man heute mit Renitenten viel subtiler um: man schweigt tot. Meine These: gerade im Bereich der Energieeinsparung wird oft nur theoretisiert, mit tatsächlichen (also gemessenen) Werten geht man um wie mit Staatsgeheimnissen. Es gibt kaum Quellen mit verlässlichen und objektiven Werten, was nach 5 Jahren WSchV ein Unding ist. Es wird zwar mit Zahlen gespielt, aber mehr zu Werbezwecken. Nachtrag aus 12.2003: jetzt heißt der Schmarrn EnEV, aber der Hokuspokus geht weiter. Mal sehen, ob sich diese These in praxi belegen lässt.
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| Einsparungen - aber wo und wie? Anlass: Ein Artikel in Energie-ImpulsE, zeitschrift des Berliner ImpulsE Programms, Ausgabe 4.01 mit der Überschrift Kluge sparen, aber die Einsicht braucht Zeit. Die Wohnungsbaugesellschaft Marzahn bleibt dran wird über 2 Seiten berichtet, dass die WBG tolle Kampagnen fährt und seit 1996 insgesamt 253.786.980 kWh an Fernwärme eingespart hat. Frage: Sehr geehrte Frau Kröber,
Gibt es bei Ihnen Vergleichswerte (gemessene Werte) zu den theoretischen Werten, die in der Modernisierungsankündigung errechnet wurden? Mit freundlichen Grüssen Antwort: bis jetzt ausstehend Kommentar: überflüssig. Eingeweihte Kreise wissen aber, woher das Einsparpotenzial kommt. Die Versorgung mit Fernwärme war nicht neu. Neu ist hierbei nur, dass man die Übergabestationen in die Hand von Contractoren gegeben hat und die haben dann effiziente Anlagen ohne riesige Verluste installiert. Die Umformungs- und Verteilungsverluste wurden somit auf ein Minimum gebracht. Auf die Langzeiterfahrungen bei der Gebäudedämmung darf man gespannt sein. Die Aussenwände der Plattenbauten (die übrigens im Westen genauso errichtet wurden: Märkisches Viertel, Rudow) bestehen aus einer inneren Tragplatte aus Beton und einer äusseren Wetterschale aus Beton, dazwischen Wärmedämmung. Eine interessante Sandwich-Konstruktion ensteht, wenn man aussen eine Schicht Wärmedämmung aufbringt. Hoffentlich verhält sich die Konstruktion hinsichtlich Tauwasserbildung auch so, wie sie soll. |
Einsparung < Investition, trotzdem amortisiert Anlass: Ein Artikel im Deutschen Ingenieurblatt, Heft 12/01, in der Rubrik "Produkt & Markt" unter der Überschrift Waterkotte. Energieverbrauch halbiert wird mit theoretischen Erfolgen einer 0,5 Mio DM teuren Modernisierungsinvestition geworben. Dafür wurde eine Amortisationszeit von 5 Jahren angegeben. Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, mit Interesse habe ich Ihren Beitrag zur Heizungsmodernisierung bei DYWIDAG im Deutschen Ingenieurblatt gelesen. Für das Gebäude wurde eine Senkung der Jahresenergiekosten von 200 TDM auf 130 TDM prognostiziert. Wie errechnet man eine Amortisation innerhalb von 5 Jahren, wenn die Einsparung dann noch geringer ist, als die Investition? Wird es zukünftig möglich sein, den Berechnungsalgorithmus der Jahresenergiekosten zzgl. der zugrundeliegenden Daten zu erfahren? Oder bleibt alles, weil es sich ja um betriebsinterne Daten von DYWIDAG handelt, geheim und somit fiktiv? Mit freundlichen Grüssen Antwort: bis jetzt ausstehend Kommentar: "Stets über 200 TDM" kann zwischen 201 TDM und 299 TDM liegen. Nun gibt es aber unendlich viele Werte über 200 TDM, weshalb man sich fragen darf, was dieses Zahlenspiel soll. Und, meiner These folgend: die Daten der Zukunft werden geheim und somit fiktiv bleiben. |
Beim Tanz um die EnEV wird zu sehr auf den u-Wert gesehen Anlass: Im Deutschen Ingenieurblatt, Heft 12/01, wird in der Rubrik "Produkte & Software" unter der Überschrift Neuer Planstein durchbricht den Wärmeleitfähigkeitswert von 0,1 über den PPW2-0.35 von der Fa. Hebel Porenbeton, Fürstenfeldbruck berichtet. Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, im Deutschen Ingenieurblatt wurde Ihr neuer Stein vorgestellt. Die Werte sind ja tatsächlich beachtlich. Betrachtet werden Wie aber ist es um solche Größen wie Beim Tanz um die EnEV wird zu sehr auf den u-Wert gesehen, was ich für eine einseitige Betrachtung halte. Übrigens ist es wahrhaftig kein Problem, mit HEBEL ein NEH zu bauen. Dazu habe ich ein Kachelofen-NEH kreiert, was man auf meiner Homepage "bewundern" kann. Gerade die vg. Größen dürften bei Porenbeton einen erheblichen Vorteil darstellen. Wenn man dann noch in die energetische Betrachtung einbezieht, was für Energie aufgewendet wird, um das Material herzustellen, und wie es um den Recycling-Aufwand bestellt ist, wird doch erst mal deutlich, was wirklich energetisch dem Optimum nahe kommt und somit wirklich "der Umwelt zuliebe" eingesetzt werden kann - Styropor und Mineralwolle dürften eher nicht dazu- gehören, trotz der guten u-Werte. Mit freundlichen Grüssen Kommentar: Vielleicht hat sich Hebel ja vorgenommen, beim Wettstreit "Weg vom massiven Bauteil und hin zum Dämmstoff aus Ziegel oder Beton" Poroton zu überholen? Doch ne Antwort: Inzwischen habe ich eine Antwort bekommen. Das Marketing läuft über die FELS Werke. Die Thematik "Speichervermögen, TAV usw." wird im "Hebel Porenbeton Handbuch" recht gut behandelt bzw. zumindest erwähnt (Speicherverhalten). Empfehlenswert. |
Das 1x1 des Wärmeschutzes (verblüffende Arithmetik) Anlass: Im Deutschen Ingenieurblatt, Heft Januar/Februar 2002 steht auf Seite 69 in der Rubrik "Produkte & Software" ein Bericht über einen Öko-Ziegel mit neuem Dämmkern von der Firma Schlagmann Baustoffwerke aus Lanhofen, der bis zu 44 Prozent Energie spart. Dieser Ziegel ist "EnEV-fähig" und hochwärmedämmend, neu daran ist, dass die Wärmekammern nicht lugftgefüllt sind, sondern mit hydrophobiertem Perlit. Aber nun kommt´ s dicke: "Eine Wandkonstruktion mit dem T9 erziele im Vergleich zu einem Ziegel mit 0,16 W/(mK) einen rund 44 Prozent besseren Wärmeschutz." Das mag ja ganz in Ordnung sein, aber soll jetzt diese Verbesserung um 44% beim Wärmeschutz der Wand 44% Energie sparen? Das würde die Nachweise revolutionieren, weil drastisch vereinfachen. Man setzt nämlich: - Anteil der Transmission an den Energieverlusten = 100 % Und schon lässt sich die EnEV doch auf drei Seiten reduzieren. Ich werd mal bei Schlagmann nachfragen, ob die Methode schon beim DIN angemeldet wurde. MB, 07.03.2002 E-Mail vom 10.03.2002, Frage: Doch ne Antwort: |
Energieeinsparung durch Absenkung? Anlass: ein Prospekt (3-teiliges Faltblatt) kündigt Einsparungen durch Absenkung an Frage: am 14.04.2002 an Sehr geehrte Damen und Herren, Dazu interessiert mich, wie das geht und wie man das berechnet. Vielleicht bin ich als Hochbauing. in Fragen der Gebäudetechnik zu unerfahren, weswegen ich so eine Frage stelle. Eigentlich müsste doch gem. Energieerhaltungssatz eine Einsparung nicht möglich sein, weil man den Minderbetrag an Energie durch Absenkung beim Hochfahren erst wieder ausgleichen muss? Mit freundlichen Grüssen |
| Hurra, wir verblöden oder eine Begegnung mit Werbung der Dritten Art | ||
| Hier der Originaltext der Postwurfsendung, erhalten Ende April 2002 | Hier mein abschnittsweiser Kommentar zu dem Schwachsinn. | |
| A. EINE IDEALE HEIZUNG Fordern Sie gratis und unverbindlich den neuen Farbprospekt "Die 10 Vorteile des A. Systems" an. H., diesen Donnerstag | oder war es voriger Donnerstag? | |
| Lieber Leser, Erlauben Sie mir, Ihnen gleich zu Anfang zwei kleine, einfache Fragen zu stellen: Gehören Sie zu den Leuten, die es zu Hause gerne gemütlich haben, besonders, wenn es um Ihre Heizung geht? ... Aber gehören Sie auch zu den Leuten, die glauben, dass ein leistungsstarkes und komfortables Heizgerät zwangsläufig teuer ist? Sei es bei der Installation oder im Gebrauch? Ich denke, dass Sie diese beiden Fragen mit "Ja" beantworten werden, nicht wahr? Sicherlich, das ist völlig normal, denn diese Situation entsprach bis heute auch der Realität. Ja, ganz richtig, bis heute, denn ... ... ja, denn es gibt endlich etwas Neues in Sachen Heizung! | na, da hat der Onkel recht - also ich will´ s auch nicht ungemütlich haben und leider glaube ich, dass viel Scheißdreck viel zu teuer verhökert wird | |
| Stellen Sie sich nur vor ... stellen Sie sich ein Heizgerät vor, das man nur noch an eine Steckdose anschließen müsste ... und das dann sofort ohne besondere Installation oder andere Arbeiten betriebsbereit wäre. Ein Heizgerät, das Sie ganz nach Ihren Bedürfnissen da aufstellen könnten, wo Sie es brauchen. Ein Heizgerät, das eine sanfte und sehr angenehme Wärme verbreitet ... und dabei noch Ihre Stromrechnung schont. | also, das ist ja geradezu unvorstellbar, genial, sensationell, einzigartig ... | |
| Dieses Traumgerät wäre außerdem noch sehr elegant und würde sich perfekt Ihrer Wohnungseinrichtung anpassen. Und außerdem würde es, dank seiner Spitzentechnologie und dem punktgenauen Thermostat, Ihr Zimmer sofort bis zur gewünschten Temperatur aufheizen ... Und weiterhin könnten Sie es ganz einfach "programmieren", so dass es auch dann mit dem Aufheizen beginnt, wenn Sie mal nicht da sind. | man stelle sich vor: ein punktgenauer Thermostat! was ist das eigentlich? | |
| Aber das ist noch nicht alles! Vielleicht träumen Sie auch von einem Heizgerät, das Rollen hat, damit Sie es in Ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung problemlos hin und her schieben können. | nee, is das suuuper, man kann den Heizkörper hin und her schieben! | |
| Und wäre es nicht ausgesprochen beruhigend zu wissen, wenn dieses Heizgerät auch noch eine sehr lange Garantiezeit auf Gerät, Ersatzteile und Reparaturkosten hätte? (zum Beispiel 10 Jahre) | wenn es Euch dann noch gibt? | |
| Als krönenden Abschluss hätte dieses Heizgerät auch noch einen sehr erschwinglichen Preis, und das trotz seiner herausragenden Eigenschaften ... | und warum nennt Ihr Pfeifen den dann nicht? | |
| Nun denn, ich habe eine großartige Neuigkeit für Sie: Dieses Heizgerät ist nicht länger eine Wunschvorstellung, sondern es gibt dieses Gerät schon! Es nennt sich A. und wird bereits von zahlreichen Haushalten in Deutschland genutzt. | nun denn, haben wir ein Glück, in dieses Geheimnis eingeweiht zu werden! | |
| Übrigens wurde vor kurzem von einem unabhängigen Institut eine Umfrage unter einigen hundert Benutzern des A. Systems durchgeführt. Das Ergebnis ist fantastisch, da eine überwältigende Mehrheit mit dem Heizsystem ausgesprochen zufrieden ist. (Unter den Befragten befanden sich Personen jeden Alters!). | das Institut ist so unabhängig, dass es erst gar nicht genannt wird | |
| Außerdem haben schon mehr als 60% das A. System ihren Eltern oder Freunden weiterempfohlen. Und mehr als 20% haben bereits beschlossen, zusätzlich noch ein oder mehrere A. Heizgeräte zu kaufen... | also wurden 10 gefragt? | |
| Wissen Sie, angesichts dieser hervorragenden Ergebnisse würde ich Ihnen gerne einen guten Rat geben: Treffen Sie keine Entscheidung in Sachen Heizung, bevor Sie nicht mehr Über das A. System wissen! Deshalb möchte ich Ihnen folgendes vorschlagen: Wir haben gerade eine große Informationskampagne über die Vorteile, die man heute in Sachen Heizung in Anspruch nehmen kann, gestartet. Zu diesem Zweck wurde ein durchgehend farbig illustrierter Prospekt gedruckt ... Würde es Ihnen gefallen, diesen Farbprospekt (mit dem Titel "Die 10 Vorteile des A. Systems") gratis und unverbindlich zu erhalten? | jetzt hat er mich gepackt - ich muss den (farbigen!) Prospekt haben | |
| Also, um diesen Gratisprospekt auf schnellstem Wege anzufordern, reicht es, wenn Sie einfach den beigefügten "Gutschein für einen Gratisprospekt" an uns zurückschicken. Füllen Sie den Gutschein sorgfältig aus und werfen Sie ihn dann einfach in den nächsten Briefkasten. | au weia, und ich hab ihn beinahe in den Papierkorb geworfen | |
| Wenn Sie heute noch antworten, erhalten Sie Ihren Gratisprospekt in spätestens zwei oder drei Tagen! Ich wünsche Ihnen schon heute viel Spaß beim Lesen und noch einen schönen Tag. Mit freundlichen Grüßen | danke, Herr Direktor! | |
| PS: Die Anzahl der Prospekte ist begrenzt. Antworten Sie mir schnell, wenn Sie Ihren Prospekt auf jeden Fall erhalten möchten. Anlage: Gutschein für den Gratisprospekt, den Sie schnellstmöglich zurückschicken sollten. | na, hoffentlich bekomme ich diesen herrlichen Prospekt | |
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Berlin, 04.12.2003 Ihre Verbraucherinformation vom August 2003 |
Gefunden Mitte April in einer Berliner Wochen-Zeitung, wie sie mittwochs kostenlos unter die Leute gebracht werden. Die Immobilien-Teile sind brechend voll guter Ratschläge und todsicherer Tipps. Hier erfährt der verblüffte Leser, dass man mit "der hochwertigen Polystyroldämmung" eine "hohe Heizkostenersparnis bis 50%" erzielen kann. Das ist sensationell! Das schlägt die hehren Ziele der EnEV um Längen. Nur darf man sich fragen, was eine "hochwertige" Dämmung ist und wie man auf 50% Heizkostenersparnis kommt.
Stützen wir unsere Überlegungen auf ein Mustergebäude: frei stehendes EFH, 8,5 x 8,5 m und 2 Etagen, die Dämmebene liege hier über dem OG, so dass das Dach aus der Betrachtung heraus fallen kann. Die Raumhöhen betragen 2,50 m und der Fensteranteil 30%. Auf Decke und Sohle entfallen je ca. 72 qm. Auf die Außenwände 5,6 x 34 x 0,7 = rd. 133 qm. Das sind 40 % der gesamten Hüllfläche von rd. 335 qm. Das bedeutet, dass diese 40 % der Hüllfläche mit "der hochwertigen Polystyroldämmung" dermaßen energetisch aufgepeppt werden, dass die Heizkosten halbiert werden, ohne dass an den 60 % restlicher Hüllfläche etwas verändert wird. Diese Rechnung sollte man sich einmal darlegen lassen. Wahrscheinlich braucht es dann über 30 cm "der hochwertigen Polystyroldämmung", um den lieben U-Wert derart hoch zu pushen. rechnerisch mag es dann vielleicht hinkommen, aber wie ist dann mit der Wirtschaftlichkeit? Adresse, Telefon und Fax möchte ich dennoch hier nicht angeben, sonst hätte ich mir das Entfernen des Namens sparen können. Aber, klinkern Sie ruhig ein bisschen mit! Wenn ´s geht mit garantierter Heizkostenersparnis! DIMaGB, 29.04.2004 |
Was ein "Baumwoll-Dekorputz" für beeindruckende Eigenschaften hat, konnte man in einem
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DiB Heft April 2005, Special WDV-Systeme Kommentar DIMaGB: Die Seiten: |