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Die Regelwerke, insbesondere die DIN Normen, werden inflationär erneuert.

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Kellerabdichtung: alles Wanne oder was?
Wanne oder nicht Wanne - ist das hier die Frage?

Eigentlich schon (ein bisschen), wie ich das in einem eigenen Beitrag zum Thema darlege. Der Begriff "Wanne" für ein Abdichtungssystem hat sich eingebürgert, wobei er etwas von seiner ursprünglichen Bedeutung abweicht. Geht es um Bauwerksabdichtungen im Erdreich, spricht heute jeder von irgendeiner Wanne - wohl auch, weil es heute keine Seltenheit mehr ist, wenn ein Keller in WU-Beton errichtet wird. Aber sind das auch alles Wannen? Wie habe ich wo abzudichten? Was gilt eigentlich als Vorschrift? Was ist aktuell? Die Antworten finden Sie hier.
DIMaGB, 2003


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Dachabdichtungen

PS: Wenn ich Presseinformationen von Herstellern wiedergebe, bedeutet das keine Bewerbung.
Ich mag nur nicht so tun, als würde ich das Fahrrad neu erfinden. Das, was gut ist, kann ruhig
weitergesagt werden. Und außerdem muss ein guter Ingenieur nicht alles wissen - er muss nur
wissen, wo alles steht.


Eine Betrachtung zum Thema Bauwerksabdichtungen

Beginnen wir bei der Betrachtung in himmlischen Gefilden, denn alles Gute kommt von oben (Sprichwort). Es regnet und zuerst bekommt das Dach etwas ab. Damit man keinen Dachschaden hat, wurde das Regelwerk hierfür in der DIN 18338 Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten festgeschrieben.

Der Sturm zerrt am Dach, der Regen peitscht dagegen, die Sonne sengt und der Frost zwackt - und trotzdem soll es viele Jahre dicht halten. Wer kennt nicht das herrliche Filmklischee, wo in einer Wohnung etliche Gefäße das von der Decke rinnende Regenwasser auffangen sollen.

Letztendlich aber geht es nur darum, das anfallende Wasser fachgerecht abzuleiten und somit von den schützenswerten Bauteilen abzuhalten. Damit das auch beim ach so komplizierten Flachdach gelingt, haben pfiffige Leute die Weisheiten dazu in den Flachdachrichtlinien zusammengetragen (die aktuelle Version müsste mit Stand 11/2001 beim Müller-Verlag erscheinen). Dieses Heft gehört als Regelwerk zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik.

Was tun mit dem abgeleiteten Regenwasser? Man kann es in eine Regenwassernutzungsanlage / Regenwasseranlage leiten. Wozu das gut ist können Sie auch hier im Infobereich lesen. Ansonsten läuft es in die Kanalisation oder es versickert im Erdreich.

Auf der nächsten Station nach unten kommen wir zur Fassade. Die DIN 18350 Putz- und Stuckarbeiten hat zwar recht wenig mit Abdichtung zu tun, aber ein fachgerecht aufgebrachter mehrlagiger Außenputz hat auch eine wichtige Schutzfunktion. Natürlich wird die Fassade nass, wenn es regnet. Aber wichtig ist, dass sie die aufgenommene Feuchte schnell wieder an die Umgebung abgibt. Eine gute Putzfassade soll Feuchte besser abgeben als aufnehmen (Vorsicht Aberglaube: die atmende Fassade).

In der DIN 18355 Tischlerarbeiten gibt es Vorgaben für den fachgerechten Anschluss von Fenstern und Türen an das Bauwerk. "Die Abdichtung zwischen Außenbauteilen und Baukörper muss dauerhaft und schlagregendicht sein" wird unter 3.5.3 in der DIN 18355 gefordert (im Infobereich: Fenster anschließen). Die DIN 18351 Fassadenarbeiten verlangt unter 3.6.2: "Niederschlagswasser ist durch konstruktive Maßnahmen abzuleiten ...".

Nun wurde das Regenwasser immerzu abgeleitet, irgendwo muss es aber doch bleiben. Gehen wir jetzt noch eine Etage tiefer: in das Kellergeschoss bzw. in das Erdreich. Es geht um Wasser im Erdreich und um erdberührte Bauwerksteile. Jetzt wird es abdichtungsmäßig richtig interessant und es kommen auch "Wannen" zum Einsatz. Das Regelwerk hierzu ist in der DIN 18336 Abdichtungsarbeiten festgehalten.

Der grundlegende Unterschied besteht darin, ob es sich um

  • Bodenfeuchtigkeit
  • nichtdrückendes Wasser
  • drückendes Wasser

handelt.
Entsprechend ist die DIN 18336 Abdichtungsarbeiten gegliedert. An diese Systematik wollen wir uns in diesem Beitrag halten. Es soll zunächst um Bitumenbahnen gehen, die zentraler Gegenstand der DIN 18195 Bauwerksabdichtungen sind und um Kunststoff-Dichtungsbahnen aus PVC-P nach DIN 16938, weil wir noch im Rahmen der DIN 18336 verbleiben wollen.

Bei den Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit unterscheidet man

  • waagerechte Abdichtungen in Wänden
  • Abdichtungen von Außenwandflächen
  • Abdichtungen von Fußbodenflächen

Darunter kann sich wohl fast jeder etwas vorstellen: aufsteigende Feuchtigkeit. Kleckern Sie mit Ihrer Kaffeetasse und legen Sie ein Stück Zucker auf die Pfütze, der Kaffee steigt im Würfelzucker hoch, er wird aufgesogen.

Nicht anders verhält sich das im Bauwerk, die Bodenfeuchte wird durch Kapillarwirkung herauftransportiert. Das geschieht im Putz, im Mauerwerk, im Beton - je feiner und vernetzter die Kapillarporen, desto schneller und höher. Deshalb spricht man auch von einer kapillarbrechenden Schicht unter der Bodenplatte.

Man spricht auch von Abdichtungen gegen aufsteigende Feuchte, wobei man hier noch mit einlagiger Ausführung auskommt, eine G 200 DD (Bitumen-Dachdichtungsbahn) in Wänden bzw. eine V 60 S4 (Bitumen-Schweißbahn) genügt bereits. In Wänden und in Fußböden werden die Bahnen lose verlegt.

Ein Hinweis an den Selbermacher: Sie tun nichts Gutes, wenn Sie anfangen, die Abdichtung in der Wand (voll) zu kleben. Das ist sogar grundlegend falsch, weil man damit eine Gleitschicht ausbildet (auf der der Rest des Hauses "ausrutscht", statisch gesehen).


Im übrigen gilt die DIN 18195-4 Bauwerksabdichtungen -Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit; Bemessung und Ausführung.

Grundsätze der Ausführung sind z.B.: die Abdichtungsbahn im Kellermauerwerk kurz vor der Kellerdecke (Vorsicht: kein Gleitlager ausbilden!), die 2 Abdichtungslagen im Sockelmauerwerk (unter der ersten Schicht und noch mal ca. 30 cm weiter oben). Richtig interessant ist die Ausbildung der Abdichtung im Sockelbereich einer vorgemauerten hinterlüfteten Fassade.

Das Fehlen oder Versagen dieser Abdichtungen wird recht schnell deutlich in Form von Wasserflecken und -rändern in den Fußboden-Wand-Xeln (das Xel ist die 2-dimensionale Stossausbildung von Wand-Wand, Decke-Wand, Fußboden-Wand). Dauert die Feuchteeinwirkung lange, bildet sich Salpeter. Das sind die abgelagerten Salzkristalle, die mit der aufsteigenden Feuchte transportiert werden und dann zum auskristallisieren kommen.

Bei den Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser unterscheidet man nach mäßiger Beanspruchung und hoher Beanspruchung. Entsprechend ist ein- bzw. zweilagig abzudichten. Grundsätzlich ist immer an den Voranstrich aus lösungsmittelhaltigem Bitumen- Vorstrichmittel zu denken. Abgedichtet werden Kellerwände, Sohlplatten und Fußböden.

Im übrigen gilt die DIN 18195-5 Bauwerksabdichtungen -Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser; Bemessung und Ausführung.

Aber was bedeutet nichtdrückendes Wasser? Wie der Name es sagt: Wasser, das keinen Druck ausübt. Denken wir an das Regenwasser, welches in das Erdreich eindringt. Es versickert, je nach Bodenbeschaffenheit mehr oder weniger schnell. Zwar schadet es der Kellerwand, falls es eindringen kann, aber es drückt nicht.

Nun müssen wir aber endlich klären, wann Wasser drückt. Um es deutlich zu spüren, gehen Sie ins Schwimmbad und tauchen Sie am Sprungbrett zum Beckengrund. 3 Meter Wassersäule spüren Sie schon recht deutlich, tauchen Sie tiefer nimmt der Druck schmerzhaft zu.

Nicht anders ist es im Erdreich: sobald Wasser sich sammelt und somit eine Höhe aufbaut, beginnt es zu drücken. Hier ist das Einsatzgebiet für die Abdichtung gegen drückendes Wasser.

Hier nun gilt die DIN 18195-6 Bauwerksabdichtungen -Abdichtungen gegen drückendes Wasser; Bemessung und Ausführung. Teil 7 dieser DIN befasst sich übrigens mit von innen drückendem Wasser (Stichwort: Schwimmbadabdichtung).

Zur Verdeutlichung der Prinzipien sollen die folgenden Skizzen dienen.

In Bild (1) geht es um aufsteigende Feuchte und wir haben die drei abzudichtenden Fälle dargestellt: Wand horizontal, Wand vertikal, Fußboden.

In Bild (2) liegt der Fall wegen des Kellergeschosses anders, wir müssen den Baukörper regelrecht "einpacken". Allerdings besteht noch keine Not, weil der HGW (höchster Grundwasserspiegel = Bemessungsgrundwasserspiegel) unterhalb der Fundamente liegt.

In beiden Fällen handelt es sich nicht um drückendes Wasser. Selbst in Bild (2) erkennt man, dass einsickerndes Regenwasser lediglich an der Abdichtung vorbei nach unten sickert. Auch Wasser unterhalb der Bodenplatte (nicht verwechseln mit Sohlplatte = Flächengründung) würde gern nach oben steigen, drückt aber nicht.



In Skizze (3) und (4) liegt der HGW so hoch, dass ein Wasserdruck auf der Abdichtung lastet. Hält sie nicht stand, äußert sich das in einem mehr oder weniger starken Wasserstrahl Richtung Keller (aber keine Angst, nur so lange, bis innen die Höhe des HGW draußen erreicht ist, dann hört es auf).

Sie können sich sicher vorstellen, dass die Anforderungen an diese Abdichtung bedeutend höher sind. Sie benötigt einen festen Untergrund, Schutz vor mechanischer Beschädigung und eine Verwahrung, damit sie stabil auf dem Untergrund verbleibt.

Am besten erreicht man das mit der Wanne, Bild (4) stellt eine Schwarze Wanne dar (natürlich stimmen die Proportionen nicht, nur das Prinzip). Aufgrund des hohen Aufwandes baut man allerdings heute nicht mehr so, zumindest im Wohnungsbau nicht. Eher ist das eine Bauweise im Behälterbau, wo noch monströse Flansche, Klemmschienen und Manschetten dazu kommen.

Im Bild (3) ist das Prinzip Weiße Wanne dargestellt. Da Sie eh den hohen Abdichtungsaufwand haben, lassen Sie eine Sohlplatte und Wände aus Beton herstellen. Damit aus dem Beton ein WU-Beton wird, kommen Zusätze in die Mischung, welche die Wassereindringtiefe herabsetzen (der Grenzwert bei WU-Beton liegt bei 50 mm). In der Fuge zwischen Plattenaufkantung und Wand kommt eine Abdichtung in Form von

  • Quellbändern (sie quellen auf, wenn sie feucht werden)
  • Kunststoffbändern (auch Kautschuk)
  • Blechen (z.B. auch aus Edelstahl).

Rechnen Sie mit Mehrkosten von 40,- bis 60,- DM je cbm Beton für Zusätze und Verarbeitung und mit dem Kostenanteil für die Fugensicherung.

Rechnen Sie aber nicht damit, dass gar kein Wasser durch die Weiße Wanne kommt! Es wird immer Wasser (Wasserdampf grammweise) durch diffundieren, was man beim Fußbodenaufbau berücksichtigen muss. Kommt keine Dampfsperre unter den Estrich, wird mit Sicherheit das Linoleum hochkommen (z.B.).


Also, doch nicht alles Wanne, oder was? Aber auf die Bezeichnung kommt es weniger an. Wichtig ist, das richtige Abdichtungssystem zu wählen. Dabei kann man es auch übertreiben, denn wozu im Brandenburger Karnickelsand eine Weisse Wanne, wenn eine Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser völlig ausreicht? (Wenn nun aber das Angebot eines Kellers mit WU-Beton günstiger ist als andere, gibt es keinen vernünftigen Grund darauf zu verzichten).

Aber achten Sie darauf, was Sie als WU-Beton angeboten bekommen. Wir haben es schon erlebt, dass auf eine Sohlplatte aus WU-Beton Wandplatten aus WU-Beton gesetzt wurden. Anschließend wurden die Fugen von außen mit Combiflex abgedichtet. Das ganze mag ja in K. bei B. funktionieren, weil da nur Sand anliegt - aber ein WU-Beton-System nach DIN 1045 ist es nicht. Die DIN 1045 gibt dazu vor: "Ungeeignet sind die bei Außenwandfugen im Hochbau üblichen Abdichtungsmaßnahmen.".

Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, sei auf eine äußerst fachkundige Info-Adresse verwiesen: http://www.Beton-Lexikon.de.


Zum HGW habe ich etwas gesagt, jedoch erscheint mir ein Hinweis besonders wichtig: bei der planerischen Festlegung so weit zurückgehen, wie die historischen Quellen belegbar sind oder: Lieber eine Gebühr für eine schriftliche (!) Auskunft vom Amt, als einen Haftungsfall. Optimismus ist bei dem Thema eher fehl am Platze.

In Berlin sind Ende der 90er im Stadtteil Rudow Unmengen von Kellern unter Wasser gesetzt worden. Grund: das Wasserwerk Johannisthal hatte seine Förderung weitgehend reduziert bzw. eingestellt, was einen rapiden Anstieg des Grundwasserspiegels zur Folge hatte. Die Planer hätten damals diesen Fall bei der Planung der Kellerabdichtung in Betracht ziehen müssen.

In Ostdeutschland saufen seit 2001 Keller über Keller ab, nachdem die Braunkohleförderung eingestellt wurde und man mit dem Abpumpen des Grundwassers aufgehört hat.


Soviel zum Thema Grundwasser, das mal steigt und wieder fällt. Was gibt es sonst noch? Quellwasser in Gebirgs- und Hanglagen. Bauen Sie da dem Wasser ein Gebäude in den Weg, staut es auf und drückt. Hier wird man auch an eine gute Drainiage denken müssen.

Diese Erscheinung ist in Berlin und Brandenburg eher selten. Dafür ist aber oft Schichtenwasser anzutreffen. Hierbei handelt es sich um eine Hinterlassenschaft aus der Eiszeit und Sie können sich darauf verlassen: überall wo Geschiebemergel anzutreffen ist, ist mit Schichtenwasser zu rechnen. Und es ist zu bedenken: auch Schichtenwasser "lebt", das heisst es ist keine statische Grösse. Sowohl Lage und Verlauf als auch Strömungsgeschwindigkeit und -menge ändern sich. Der Effekt ist bei Nichtbeachten derselbe: anstauen, drücken, Schaden anrichten.


Soweit zur Übersicht hinsichtlich des Wasseranfalls. Betreffs der Abdichtungssysteme haben wir bislang erwähnt:
  • bituminöse Abdichtungen
  • Abdichtungen aus Kunststoffbahnen
  • Abdichtsysteme im Beton

Bis auf den WU-Beton sind sie durch Normen einheitlich beschrieben. Aber nur,weil es keine DIN für ein Abdichtsystem gibt, heisst das nicht, dass es nicht den Regeln der Technik entspricht.

"Panta rhei" sagten die alten Griechen: alles fliesst (verändert sich). Auch das technische Regelwerk verändert sich. Wer weiss, wie die DIN "gemacht" werden, versteht die Vorgänge (auch wenn er sie nicht unbedingt gut findet).

Z.B. sichert die EU-Normierung zumindest für Heerscharen von Beamten den Arbeitsplatz, insofern ist auch eine soziale Komponente nicht zu verkennen. Und bei allen Gelehrtenstreiten der Fraktionen ist immer wieder festzustellen, dass es wohl auch hier keine absolute Wahrheit gibt. Immerhin ist wissenschaftlich dementiert immer noch besser als profan zugegeben.

Wer kann sich noch an die Zeiten erinnern, da bei öffentlichen Aufträgen Abdichtungen stur nach DIN 18195 bituminös ausgeführt wurden? Stichwort: Dickbett - man stelle sich eine Duschanlage vor: Glattputz, Vorstrich, Bitumenbahnen 30 cm über Höhe Duschkopf gezogen, Putzträger angedübelt, Dübelstellen nachgedichtet, mind. 3 cm Mörtel MG III; Oberfläche glätten, jetzt endlich: Fliesen. Was da an Nettofläche verloren ging.

Alternative Abdichtungen gab es vor 10 Jahren aber auch schon - aber keine DIN dafür. Mittlerweile ist der Stand der Technik so weit, dass es diese DIN geben könnte, aber das lohnt nicht mehr, weil ja nun auf EU-Normen umgestellt wird - panta rhei.


Weitere Abdichtsysteme sind:
  • Anstrichsysteme
  • Spachtelmassen (siehe unten, meine Aktualisierung zu Dickbeschichtungen)
  • Injektionssysteme
  • Metallbahnen

Die Basis-Materialien (PU, Epoxi, Latex, Bitumen, Kautschuk ...) sind so unterschiedlich wie die Anwendungsgebiete (innen, außen, säurebeständig, frostbeständig, chlorbeständig ...), wichtig ist, dass man allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen, Prüfzeugnisse, Zertifikate oder ähnliche Prüfbelege zur Hand bekommt. Außerdem gibt jeder vernünftige Hersteller eine Verarbeitungsanleitung mit.

Es sind auch nachträgliche Abdichtungen möglich, speziell im Bereich Kellerabdichtung.


So weit mein kleiner Abriss zu Bauwerksabdichtungen. Natürlich kann man zu dem Thema endlos debattieren und Beispiele und Varianten ins Feld führen, aber der Beitrag soll eine Übersicht darstellen und ausserdem gibt es ja noch mein Bau Forum und die Kontaktaufnahme. Ich freue mich auf Ihre Hinweise, Fragen und Anregungen.

Zahlreiche externe Informationen können Sie sich über meine LINKLISTEN BAU besorgen.

Lesen Sie auch den Beitrag: schwarze / weiße / braune Wanne (hier im Infobereich, nicht von mir und trotzdem gut). Lesen Sie auch meinen Beitrag: Braune Wanne, was ist Bentonit?

Wenn es um Ihr Dach geht, empfehle ich Ihnen: Martin Beisse, Trippestr. 3, 44149 Dortmund
Tel. 0231- 172044, www.gutachter-dach.de


Horizontalsperre Mauerwerk

Nicht alle Kunststoff-Folien sind für Abdichtungen in Mauerwerk geeignet. Viele als Horizontalsperren am Markt angebotene Kunststoff-Folien erfüllen, weil sie zu dünn sind, nicht die Anforderungen an Hotizontalsperren in Mauerwerksquerschnitten, die von DIN 18 195 Teil 4 gestellt werden. Dies hat das Ingenieurbüro Axel C. Rahn (Berlin) in seinem neuesten "Bauphysik-Newsletter" festgestellt.

Das Büro schreibt, DIN 18 195 Teil 4 enthalte keine Mindestdicke für Kunststoff-Folien. Sie führe vielmehr nur genormte Kunststoff-Folien auf und verweise dann auf die entsprechenden Material-Normen. Gehe man diesen Verweisen nach, so ergäben sich folgende Mindestdicken:
- DIN 16 729: ECB d = 1,5 mm,
- DIN 16 935: PIB d = 1,5 mm,
- DIN 16 937: PVC-P d = 1,2 mm,
- DIN 16 938: PVC-P d = 1,0 mm.

Aus DIN 18 195 Teil 4 ließe sich, so schreibt das Büro weiter, deshalb herleiten, dass nur solche Kunststoff-Folien für Horizontalabdichtungen geeignet seien, die entsprechend den in der DIN 18195 Teil 4 genannten Normen hergestellt wurden und diesen entsprechen.

Quelle : BBG News Juli 2001
Die BBG News können Sie hier bestellen: www.bbg-direkt.de.


Abdichtungsfolie

Auch beim BGB-Werkvertrag liegt ein Mangel vor, wenn die Werkleistung nicht den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Sachlage : Die Klägerin erwirbt von einem Bauträger eine Ferienwohnung, in der sich Feuchtigkeitsschäden bilden. Im Zuge der Überprüfung der Schäden werden weitere Mängel im Bereich des Abdichtungssystems des Objekts sowie eine unzureichende Abdichtung der Wandpunkte und im Verblendmauerwerk festgestellt.

Dort ist als Abdichtungsmaterial eine 0,3 mm dicke Kunststofffolie zur Verwendung gelangt. Dies wird als unzureichend und mangelhaft beanstandet, da die maßgeblichen DIN-Normen bei der Verwendung einer Kunststofffolienabdichtung eine Materialstärke von 1,2 mm vorschreiben. Die Klägerin verlangt für die Mängelbeseitigung einen Kostenvorschuss.

Das Landgericht entscheidet zu Gunsten der Klägerin auf der Basis des Beweissicherungsgutachtens. Das OLG weist die Berufung des Bauträgers zurück. Es führt aus, dass die Verwendung der 0-3 mm dicken Kunststofffolien ein Mangel ist, da der Erwerber einen Anspruch auf eine Abdichtung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hat, wonach eine Materialstärke von 1 bis 1,2 mm Dicke zu verwenden ist.

Quelle : BBG News August/September 2002
Die BBG News können Sie hier bestellen: www.bbg-direkt.de.


Bitumenverträgliche Mauerwerkssperre

Die neue Mauerwerkssperre Delta-Protect entspricht der überarbeiteten Abdichtungsnorm 18195. Das Material kann als waagerechte Abdichtung sowie als Z- und L-Sperre eingesetzt werden. Die aufkaschierte Vliesoberfläche garantiert eine hohe Scherfestigkeit, einen sicheren Verbund mit dem Mörtel und haltbare Klebeverbindungen.

Die überarbeitete DIN 18195 schreibt in Teil 4 vor, dass Mauerwerkssperren bitumenverträglich sein müssen, wenn sie auf eine bituminöse Flächenabdichtung auf der Kelleraußenwand oder im Bereich der Bodenplatte stoßen. Da zur Abdichtung der Kellerwand in aller Regel Kunststoff- modifizierte Bitumen-Dickbeschichtungen (KMBs), Kaltselbstklebe- (KSK-) Bahnen auf Bitumenbasis oder auch Bitumen-Schweißbahnen verwendet werden, ist der Einsatz einer normalen DIN-gerechten PVC-Mauerwerkssperre nach DIN 16938 in den meisten Fällen nicht möglich. Denn die DIN 18195 schreibt darüber hinaus ausdrücklich vor, dass die Flächenabdichtung an die waagerechte Abdichtung herangeführt oder sogar mit ihr verklebt werden muss, um Feuchtebrücken sicher zu vermeiden.

Die Mauerwerkssperre Delta-Protect der Ewald Dörken AG, Herdecke, bietet hier eine DIN-gerechte und zugleich wirtschaftliche Alternative. Das Material ist bitumenverträglich und wurde speziell auf die Anforderungen der neuen Abdichtungsnorm hin entwickelt. Die Bahn wird als horizontale Abdichtung in die Lagerfugen der Grundmauer eingelegt und schützt so wirksam vor aufsteigender Erdfeuchte. Aber auch in den Bereichen der Vormauerung, wo Schlagregen aufgefangen werden muss, wie zum Beispiel am Fußpunkt, an Fensterstürzen oder Fensterbänken, bildet das Material als so genannte Z- oder L-Sperre eine sichere Barriere gegen Feuchtigkeit.

Die neue Mauerwerkssperre besteht aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und ist zusätzlich mit einer Verstärkung aus einem HDPE-Monofilgelege und einer Vlieskaschierung auf der Ober- und Unterseite ausgerüstet. Die Gitterverstärkung verleiht dem Material eine Reißkraft von 650 N/5cm; die beiderseitige Vliesoberfläche vergrößert den Reibungswiderstand, was zu einer hohen Scherfestigkeit im Mauerwerk führt, und garantiert zugleich einen sicheren Verbund mit der Mörtellage.

Dabei entsteht durch das Ansaugen des Mörtels eine hohlraumfreie Lagerfuge. Beim Einsatz als L-Sperre bei zweischaligem Mauerwerk kann aufgrund der Faseroberfläche zudem auf Spezialkleber verzichtet werden. Bereits mit einem handelsüblichen lösemittelfreien Bitumenkleber wird eine sichere Verbindung hergestellt. Das Material ist hochflexibel und lässt sich auch bei extrem niedrigen Temperaturen "über Eck" verlegen, ohne dass Risse entstehen. Selbst bei Unebenheiten und Formänderungen des Untergrundes passt sich die Mauerwerkssperre problemlos an.

Sicher und schnell DIN-gerecht verlegt

Da die neue Abdichtungsnorm DIN 18195 als Horizontalsperre im einschaligen Mauerwerk nur noch eine waagerechte Abdichtung fordert, kann Delta-Protect direkt zwischen der Bodenplatte und der ersten Steinschicht verlegt werden. Als Z-Sperre im zweischaligen Mauerwerk wird die Bahn einlagig in der Lagerfuge des Rohbaumauerwerks im Mörtelbett verlegt. Als L-Sperre wird sie mit dem zum System gehörenden Delta-MWS-Clip am aufgehenden Mauerwerk befestigt. Die Bahnenbreite muss jeweils auf die Sockelbreite und die Verankerungsart abgestimmt sein. Bei Stößen werden die einzelnen Bahnen mit mindestens 5 Zentimeter überlappt und horizontal sowie aufsteigend verklebt.

Zum Anschluss der Kellerwand oder der Bodenplattenabdichtung an die Mauerwerkssperre reicht eine konventionelle Bitumenvoranstrich-Emulsion als Haftvermittler aus. Die griffige Vliesoberfläche stellt einen guten Verbund zwischen KMBs bzw. KSK-Bahnen und Mauerwerkssperre her. Beim Einsatz als L-Sperre erspart dies den Einsatz von HaWa-Schienen bzw. Kappleisten, so dass die Mauerwerkssperre durch nur einen Verarbeiter sicher und dabei zeit- und kostensparend eingebaut werden kann.

Quelle: Ewald Dörken AG, Internet: www.doerken.de
07/2001


Abdichtung mittels Dickbeschichtung

Dass es diese Abdichtungssyteme auch gibt, hat sich auch innerhalb der Bauherrschaft herumgesprochen. Was bei der Ausführung zu beachten ist, sagt uns die:

Richtlie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB)
- erdberührte Bauteile -

2. Ausgabe, Stand: November 2001, hrsg. von der Deutschen Bauchemie

Die 1. Ausgabe der Dickbeschichtungsrichtlinie aus Juni 1997 wurde inhaltlich an die überarbeitete DIN 18195 T. 1-6 aus August 2000 angepasst. Wenn man sich die Richtlinie hernimmt und danach baut, kann eigentlich nichts schief gehen. Eigentlich, denn diese Richtlinie und die DIN 18195 gibt es schon so lange, wie es nasse Keller gibt. Theoria cum praxi, geben wir nicht auf im Kampf gegen Murks und Pfusch am Bau.
DIMaGB 04.2002



(AMz-Bericht 5/2001)

Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) - erdberührter Bauteile - Ausgabe November 2001

Unter Mitwirkung der Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel wurde der aktuelle Wissenstand zur Abdichtung mit Bitumendickbeschichtungen in einer vollständig überarbeiteten Broschüre zusammengefasst. Die Federführung lag bei der Deutschen Bauchemie e.V.

Diese Broschüre ersetzt die 1. Ausgabe vom Juni 1997. Sie berücksichtigt die zwischenzeitlichen Entwicklungen in der Normung, insbesondere der DIN 18195 vom August 2000.

Im Teil A werden allgemeine Grundlagen in Bezug auf die Lastfälle, Abdichtungsstoffe und den Untergrund - hier vor allem die erforderlichen Vorarbeiten - erläutert. Darüber hinaus wird auf Arbeitssicherheit, Transport und Entsorgung eingegangen.

Der Teil B beschreibt die Ausführung der Abdichtungen mit Bitumendickbeschichtungen nach DIN 18195 mit vielen Detailskizzen zur Anordnung der Abdichtung, Durchdringungen, Fugen und Anschlüssen. Damit sollte die leidige Diskussion endlich beendet sein, ob diese seit 20 Jahren bewährte und nunmehr auch genormte Abdichtung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht.

Die Ausführung sollte aufgrund der erforderlichen speziellen Fachkenntnisse immer durch besonders qualifizierte Verarbeiter erfolgen. Hierzu werden unter Federführung des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) Lehrgänge angeboten. Informationen hierzu sind im Internet unter http://www.kmb-ausbildung.de/ erhältlich.

Im Anhang 1 werden Abdichtungen mit KMB behandelt, die nicht in der DIN 18195 enthalten sind, z. B. Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und Anschlüsse an Bodenplatten aus wasserundurchlässigem Beton. Einführend wird dabei ausführlich auf die korrekte Vertragsgestaltung eingegangen.

Der Anhang 3 enthält einen Vorschlag für ein Formblatt zur Dokumentation der Abdichtungsarbeiten mit allen relevanten Gesichtspunkten.

Die Broschüre kann bei der Deutschen Bauchemie, Karlstr. 21, 60329 Frankfurt, Tel. 069-25561318 bezogen werden. Darüber hinaus steht eine Version zum Herunterladen im Internet unter http://www.deutsche-bauchemie.de/ ‚Bereich Veröffentlichungen' bereit.

Bonn, Dezember 2001
Dr.My-GdJ AMz
Link zum Original:
Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) - erdberührter Bauteile
Quelle = Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel, Bericht


Überwachungsfehler des Architekten bei Bitumendickbeschichtung

OLG Hamm, Urteil vom 13.11.2001, Aktenzeichen 21 U 194/00

Ein Architekt plant und überwacht einen Einfamilienhausbau in feuchtem Baugrund. Zum Nässeschutz sieht er ein Ringdrainage und eine Bitumendickbeschichtung vor. Als sich während der Rohbauarbeiten im Keller Feuchtigkeit zeigt, bessert der Rohbauunternehmer auf Veranlassung des Architekten nach und führt eine neue Dickbeschichtung aus. Danach wird der Unternehmer insolvent. Der Keller bleibt undicht, weshalb der Bauherr den Architekten wegen Objektüberwachungsfehlern in Anspruch nimmt. Im Prozess stellt der Sachverständige fest, dass die Ringdrainage nicht am Fußpunkt des Kellermauerwerks liegt, sondern 40 cm zu hoch. Die Bitumendickbeschichtung ist nicht bis zum Fußpunkt ausgeführt, sondern nur bis der zu hoch liegenden Drainage.

Das OLG verurteilt den Architekten vollumfänglich, da zwar seine Planung zutreffend war, die Ausführungsüberwachung aber nicht ausreichend gewesen sei. Die Ausführungsfehler seien so krass, dass die Bauaufsicht ungenügend gewesen sein müsse.

Dieses Urteil bedeutet de facto, dass bei der Ausführung von Dickbeschichtungen der Architekt praktisch während der Ausführungen dabeistehen und diese fast lückenlos überwachen muss. Zudem ist besonderer Wert auf die Auswahl zuverlässiger Firmen zu legen.

Quelle : Info-Recht 07/2002 RA Heinicke&Kollegen
Die INFO-Recht können Sie hier bestellen: www.heinicke.com /info-recht


Die "neue" DIN 18195
Bauwerksabdichtungen DIN 18195 Teil 1 bis 6

bisher gültig: Ausgabe 08/83 und 02/84
Aktuelle Ausgabe 08/2000

Teil 1: Allgemeines, Begriffe
Grundsätze, Definitionen, Zuordnung der Abdichtungsarten

Teil 2: Stoffe
Stoffe

Teil 3: Verarbeitung der Stoffe
Anforderungen an den Untergrund und Verarbeitung der Stoffe

Teil 4: Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit - Bemessung und Ausführung
Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden – Bemessung und Ausführung

Teil 5: Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser – Bemessung und Ausführung
Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen, Bemessung und Ausführung

Teil 6: Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser – Bemessung und Ausführung Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser – Bemessung und Ausführung

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 1
Grundsätze, Definitionen, Zuordnung der Abdichtungsarten

1 Anwendungsbereich

Diese Norm gilt für die Abdichtung von nicht wasserdichten Bauwerken oder Bauteilen gegen
- Bodenfeuchte nach DIN 18195-4
- nichtdrückendes Wasser nach DIN 18195-5
- von außen drückendes Wasser nach DIN 18195-6 und
- von innen drückendes Wasser nach DIN 18195-7

mit Bitumenbahnen und –massen, Kunststoff-Dichtungsbahnen, Metallbändern, Asphaltmastix, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen und den für ihren Einbau erforderlichen
Werkstoffen nach DIN 18195-2.

4 Grundsätze, Zuordnung der Abdichtungsarten

Der Erfolg der Bauwerksabdichtung ist abhängig von der:
- fachgerechten Planung und Ausführung
- abdichtungstechnischen zweckmäßigen Planung und Dimensionierung des Bauteils.

Die Wahl der Abdichtungsart ist insbesondere abhängig von der Angriffsart des Wassers und der Nutzung des Bauwerks bzw. Bauteils (Tabelle 1).

Mit Bodenfeuchtigkeit ist immer zu rechnen.

Wenn Baugelände und Verfüllmaterial aus stark durchlässigem Boden bestehen, kann die Abdichtung von Sohle und Außenwänden nach DIN 18195-4 ausgeführt werden.

Bei wenig durchlässigen Böden k < 10-4 m/s muss damit gerechnet werden, dass in den Arbeitsraum eindringendes Oberflächen- und Sickerwasser vor den Bauteilen zeitweise aufstaut und diese als Druckwasser beansprucht. In solchen Fällen sind im Regelfall Abdichtungen nach DIN 18195-6 erforderlich.

Wird ein Aufstauen durch eine Dränung nach DIN 4095, deren Funktionsfähigkeit auf Dauer sichergestellt ist, verhindert, können Sohle und Außenwände auch in wenig durchlässigen Böden (k < 10-4m/s nach DIN 18195-4 abgedichtet werden.

Nach DIN 18195-5 sind alle waagerechten und geneigten Deckenflächen im Freien und im Erdreich, sofern sie nicht durch drückendes Wasser beansprucht werden, sowie die Fußböden und die spritzwasserbeanspruchten Wände in Nassräumen abzudichten.

Bei Einwirkung von Grundwasser und vergleichbarem Wasserangriff gilt DIN 18195-6 Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser.

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 2
Stoffe

Wesentliche Änderungen:

  • Die Listen der zu verwendenden Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen wurde aktualisiert und um Polymerbitumenbahnen und Elastomer-Dichtungsbahnen ergänzt.
  • Kunststoff-Dichtungsbahnen aus EVA, selbstklebende Elastomer-Dichtungsbahnen sowie kaltselbstklebende Bitumen-Dichtungsbahnen und kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen wurden aufgenommen.

Für die neu aufgenommenen Werkstoffe wurden Eigenschaften und Anforderungen definiert und die Art der Überwachung festgelegt. Bei kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen u. a. Rissüberbrückung,
Druckbelastung, Wasserdurchlässigkeit.

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 3
Anforderungen an den Untergrund und Verarbeitung der Stoffe

4 Anforderungen an den Untergrund

.... Vertiefungen größer 5 mm, wie beispielsweise Mörteltaschen, offene Stoss- und Lagerfugen oder Ausbrüche, sind mit geeigneten Mörteln zu schließen.

Mauerwerk, offene Stoßfugen bis 5 mm, Putzrillen bei Ziegeln sind bei Abdichtungen mit nicht überbrückenden Werkstoffen (Bahnen) entweder zu verputzen, vermörteln oder mit einer Dichtungsschlämme (keine abdichtende Funktion!) oder einer Kratzspachtelung zu egalisieren.

Kanten müssen gefast und Kehlen sollten gerundet sein. Bei zweikomponentigen kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen kann die Ausrundung mit kunststoffmodifiziertem Bitumendickbeschichtungsmaterial erfolgen soweit der Hersteller dies zulässt.

5.2 Bitumen-Voranstrich; Grundierung; Versiegelung; Kratzspachtelung

Die Kratzspachtelung wird entweder auf eine erhärtete Grundierung oder frisch in frisch auf eine mit Reaktionsharz gleichmäßig dünn vorbehandelte Oberfläche aufgetragen.

Bei kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen kann die Kratzspachtelung aus dem Beschichtungsmaterial selbst bestehen. Die Kratzspachtelung stellt keinen Abdichtungsauftrag dar. Vor dem Auftrag der Abdichtungsschicht muss die Kratzspachtelung soweit getrocknet sein, dass sie durch den darauf folgenden Auftrag nicht beschädigt wird.

5.4 Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen

5.4.1 Verarbeitung

Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen sind in mindestens zwei Arbeitsgängen lastfallbedingt mit oder ohne Verstärkungseinlage auszuführen. Der Auftrag muss fehlstellenfrei, gleichmäßig und je nach Lastfall entsprechend dick erfolgen.

Im Bereich Boden/Wandanschluss mit vorstehender Bodenplatte ist die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung aus dem Wandbereich über die Bodenplatten bis ca. 100 mm auf die Stirnfläche der Bodenplatten herunterzuführen.

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 4
Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit

(Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden – Bemessung und Ausführung

6 Anordnung

6.1 Wände

Alle vom Boden berührten Außenflächen der Umfassungswände sind gegen seitliche Feuchtigkeit abzudichten. Diese Abdichtung muss planmäßig im Regelfall bis 300 mm über Gelände hochgeführt werden, um ausreichende Anpassungsmöglichkeiten der Geländeoberfläche zu gewährleisten. Im Endzustand darf dieser Wert das Maß von 150 mm nicht unterschreiten.

Ist dies im Einzelfall nicht möglich (Terrassentüren, Hauseingänge), sind dort besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser oder das Hinterlaufen der Abdichtung einzuplanen (z. B. durch ausreichend große Vordächer, Rinnen mit Abdeckungen oder Gitterrost.)

Außen- und Innenwände von Gebäuden sind durch mindestens eine waagerechte Abdichtung (Querschnittsabdichtung) gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen. Die Abdichtung nach 6.1.1 muss unten bis zum Fundamentabsatz reichen und so an die waagerechte Abdichtung nach 6.1.2 herangeführt oder mit ihr verklebt werden, dass keine Feuchtigkeitsbrücken, insbesondere im Bereich von Putzflächen entstehen können (Putzbrücken).

6.2 Bodenplatten

Die Bodenplatte ist grundsätzlich gegen aufsteigende Feuchtigkeit nach 7.4 abzudichten. Dabei muss die Abdichtung des Fußbodens an die waagerechte Abdichtung der Wände so herangeführt oder mit ihr verklebt werden, dass keine Feuchtigkeitsbrücken insbesondere im Bereich von Putzflächen entstehen können (Putzbrücken).

Bei Raumnutzungen mit geringen Anforderungen an die Trockenheit der Raumluft kann die Abdichtung nach 7.4 entfallen, wenn durch eine kapillarbrechende Schüttung k > 10-4 m/s) von mindestens 150 mm Dicke unter der Bodenplatte der Wassertransport durch die Bodenplatte vermindert wird (alt).

7.2 Waagerechte Abdichtungen in Wänden

Für die waagerechte Abdichtung in Wänden sind
- Bitumen-Dachbahnen mit Rohfilzeinlage nach DIN 52128
- Bitumen-Dachdichtungsbahnen nach DIN 52130
- Kunststoff-Dichtungsbahnen nach DIN 18195-2 : 1999-MM, Tabelle 4.5
zu verwenden.

7.3.2 Abdichtungen mit Deckaufstrichmitteln

Diese Abdichtungen sollten für unterkellerte Gebäude nicht verwendet werden.

7.3.3 Abdichtung mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen

Die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung nach DIN 18195-2 : 1999-MM, Tabelle 4.9, ist in zwei Arbeitsgängen aufzubringen. Die Aufträge können frisch in frisch erfolgen. Die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung muss eine zusammenhängende Schicht ergeben, die auf dem Untergrund haftet. Die Mindesttrockenschichtdicke muss 3 mm betragen. Das Aufbringen der Schutzschicht darf erst nach ausreichender Trocknung der Abdichtung erfolgen.

7.3.4 Abdichtung mit Bitumenbahnen

- kaltflüssiger Voranstrich
- einlagige Bitumenbahn

7.4 Abdichtungen der Bodenplatte

7.4.1 Allgemeines

Abdichtung mit Bitumenbahnen, Bitumen-KSK-Bahnen, Kunststoff-Dichtungsbahnen, Bitumendickbeschichtungen oder Asphaltmastix.

Als Untergrund für die Abdichtungen ist eine Betonschicht oder ein gleichwertiger standfester Untergrund erforderlich. Kanten und Kehlen sind, falls erforderlich, zu fasen bzw. zu runden. Die fertig gestellten Abdichtungen sind vor mechanischen Beschädigungen zu schützen, z. B. durch Schutzschichten nach DIN 18195-10.

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 5
Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen – Bemessung und Ausführung

6 Bauliche Erfordernisse

Das Entstehen von Rissen im Bauwerk, die durch die Abdichtung nicht überbrückt werden können (Entstehungszeitpunkt nicht breiter als 0,5 mm, durch spätere Bewegung max. Breite 2,0 mm und Versatz max. 1,0 mm), ist durch konstruktive Maßnahmen, z. B. durch Anordnung von Bewehrung, ausreichender Wärmedämmung oder Fugen zu verhindern.

Können sich selbst geringfügige, aber länger einwirkende Mengen stehenden Wassers (z. B. Pfützen) schädigend auf Schutz- und Belagsschichten auswirken (z. B. bei Plattenbelägen im Mörtelbett) oder wird dadurch das Fehlstellenrisiko wesentlich erhöht (z. B. an Durchdringungen und Dehnfugen), so ist durch eine planmäßige Gefällegebung oder andere Maßnahmen (z. B. Abläufe in den durch Durchbiegung entstandenen Mulden) für eine vollständige Wasserableitung zu sorgen. Dies gilt dann besonders auch für die Kehlen zwischen Gefälleflächen.

Abläufe zur Entwässerung von Belagsoberflächen, die die Abdichtung durchdringen, müssen sowohl die Nutzfläche als auch die Abdichtungsebene dauerhaft entwässern.

7 Arten der Beanspruchung

Zu den mäßig beanspruchten Flächen zählen u. a.:
- Balkone und ähnliche Flächen im Wohnungsbau:
- unmittelbar spritzwasserbelastete Fußboden- und Wandflächen in Nassräumen

(siehe DIN 18195-1) des Wohnungsbaus – soweit sie nicht durch andere Maßnahmen, deren Eignung nachzuweisen ist, hinreichend gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt sind.

Bei häuslichen Bädern ohne Bodenablauf mit feuchtigkeitsempfindlichen Umfassungsbauteilen (z. B. Holzbau, Trockenbau, Stahlbau) muss der Schutz gegen Feuchtigkeit bei der Planung besonders beachtet werden.

Zu den hoch beanspruchten Flächen zählen u. a.:
- Dachterrassen, intensiv begrünte Flächen, Parkdecks, Hofkellerdecken und Durchfahrten, erdüberschüttete Decken
- durch Brauch- oder Reinigungswasser stark beanspruchte Fußboden- und Wandflächen in Nassräumen wie: Umgänge in Schwimmbädern, öffentliche Duschen, gewerbliche Küchen u. a. gewerbliche Nutzungen.

8 Ausführung

Die Abdichtung von waagerechten oder schwach geneigten Flächen ist an anschließenden, höher gehenden Bauteilen im Regelfall mindestens 150 mm über die Schutzschicht, die Oberfläche des Belages oder der Überschüttung hochzuführen und dort zu sichern (siehe DIN 18195-9). Ist dies im Einzelfall nicht möglich, z. B. bei Balkon- oder Terrassentüren, sind dort besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser oder das Hinterlaufen der Abdichtung einzuplanen.

8.2 Abdichtung für mäßige Beanspruchung

z. B. eine Lage Bitumen oder Polymerbitumenbahnen, falls erforderlich mit Voranstrich und Deckanstrich.

Abdichtung mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen

Die kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung ist in zwei Arbeitsgängen aufzubringen. Die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung muss eine zusammenhängende Schicht ergeben, die auf dem Untergrund haftet. Vor dem Auftrag der zweiten Abdichtungsschicht muss die erste Abdichtungsschicht soweit getrocknet sein, dass sie durch den darauffolgenden Auftrag nicht beschädigt wird.

Die Mindesttrockenschichtdicke muss 3 mm betragen. An Kehlen und Kanten sind Gewebeverstärkungen einzubauen. Sie sollten auch auf horizontalen Flächen verwendet werden, um die Mindestschichtdicke sicherzustellen. Das Aufbringen der Schutzschichten darf erst nach ausreichender Trocknung der Abdichtung erfolgen.

8.3 Abdichtungen für hohe Beanspruchungen

z. B. Abdichtung mit Bitumen- oder Polymerbitumenbahnen. Die Abdichtung ist aus mindestens zwei Lagen Bahnen mit Gewebe-, Polyestervliesoder Metallbandeinlage herzustellen.

Bauwerksabdichtungen
DIN 18195 Teil 6
Abdichtungen gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser - Bemessung und Ausführung

5 Anforderungen

Die Abdichtung ist im Regelfall auf der dem Wasser zugekehrten Bauwerksseite anzuordnen; sie muss eine geschlossene Wanne bilden oder das Bauwerk allseitig umschließen. Die wasserdruckhaltende Abdichtung ist bei stark durchlässigem Boden (k > 10-4 m/s nach DIN 18130-1) mindestens 300 mm über den Bemessungswasserstand zu führen; darüber ist das Bauwerk durch eine Abdichtung gegen Sickerwasser im Wandbereich und Bodenfeuchtigkeit nach DIN 18195-4 oder bei anschließenden Decken nach DIN 18195-5 zu schützen

Bei wenig durchlässigem Boden (k < 10-4 m/s) ist die Abdichtung wegen der Gefahr einer Stauwasserbildung mindestens 300 mm über die geplante Geländeoberfläche zu führen. Soll die Abdichtung gegen Hinterlaufen durch Niederschlagswasser auf Höhe GOK gesichert werden, sind für die Außenwände bis etwa 300 mm über GOK ausreichend wasserabweisende Bauteile zu verwenden.

....Risse zum Entstehungszeitpunkt nicht breiter als 0,5 mm sind. Bei Bahnenandichtungen (außer Polymerbitumen-Schweißbahnen) max. weitere Öffnung des Risses in der Breite bis 5 mm entstehender Risskanten-Versatz max. 2 mm.

Bei kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen max. weitere Öffnung des Risses in der Breite bis 1 mm entstehender Risskantenversatz max. 0,5 mm.

6 Bauliche Erfordernisse

Beim Nachweis der Standsicherheit für das zu schützende Bauwerk darf der Abdichtung keine Übertragung von planmäßigen Kräften parallel zu ihrer Ebene zugewiesen werden. Sofern dies in Sonderfällen nicht zu vermeiden ist, muss durch Anordnung von Widerlagern, Ankern, Bewehrung oder durch andere konstruktive
Maßnahmen dafür gesorgt werden, dass Bauteile auf der Abdichtung nicht gleiten oder ausknicken.

Es werden 2 Abdichtungsarten unterschieden:
- Abdichtungen gegen drückendes Wasser
- Abdichtungen gegen aufstauendes Sickerwasser;

sind Abdichtungen von Kelleraußenwänden bei Gründungstiefen bis 3,0 m unter GOK in wenig durchlässigen Böden (k < 10-4 m/s) ohne Dränung nach DIN 4095, bei denen Bodenart und Geländeform nur Stauwasser erwarten lassen. Die Unterkante der Kellersohle muss mindestens 300 (1000) mm über dem nach Möglichkeit langjährig ermittelten Bemessungswasserstand liegen.

9 Ausführung von Abdichtungen gegen aufstauendes Sickerwasser

Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen Die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung ist in zwei Arbeitsgängen aufzubringen. Um die Mindestschichtdicke sicherzustellen, ist nach dem ersten Arbeitsgang eine Verstärkungslage einzulegen. Vor dem Auftrag der zweiten Abdichtungsschicht muss die erste Abdichtungsschicht soweit getrocknet sein, dass sie durch den darauffolgenden Auftrag nicht beschädigt wird. Die kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung muss eine zusammenhängende Schicht ergeben, die auf dem Untergrund haftet. Die Mindesttrockenschichtdicke muss 4 mm betragen. Die Abdichtung ist grundsätzlich mit einer Schutzschicht zu versehen. Diese darf erst nach ausreichender Trocknung der Abdichtung aufgebracht werden.

Quelle: Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken
Verfasser: Blaschka (PDF-Dokument)


Neue DIN 18195 schließt Lücke bei der Bauwerksabdichtung

Mit der Verabschiedung der neuen DIN 18195 wurde endlich die Lücke zwischen Baupraxis und Regelwerk geschlossen. Architekten, Verarbeitern und Bauunternehmern als Vertragspartner der Bauherren bringt die neue Norm mehr Rechtssicherheit. Gemäß der neuen DIN kann die Verarbeitung von kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbeschichtungen jetzt normgerecht vertraglich vereinbart werden. Mit einem umfangreichen Beratungsangebot schließt Deitermann, Marktführer im Bereich der kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbeschichtungen, Informationslücken.

In der Praxis überzeugten kunststoffmodifizierte Bitumen-Dickbeschichtungen als Alternative zu bahnenförmigen Abdichtungen schon lange. Jetzt wurde diese zeitgemäße Abdichtungstechnik auch in das Regelwerk übernommen. Mit der Neuregelung kamen auch eine Reihe von wichtigen Änderungen, die Einfluss auf die tägliche Baupraxis haben. Dazu zählt sicherlich die neue Zuordnung der Lastfälle. Die Belastung schwachdurchlässiger Böden in Verbindung mit einer Dränung wurde bisher als "nicht drückendes Wasser" beschrieben. Zukünftig wird diese Einbausituation als "nichtstauendes Sickerwasser" in die Bestimmungen aufgenommen und gemeinsam mit dem Lastfall Bodenfeuchte im Teil 4 der DIN 18195 geregelt.

Diese Zusammenlegung beider Lastfälle ergab sich aus der Überlegung, dass die Wirkung des Wassers auf die Abdichtungsschicht identisch ist: In beiden Fällen kann das Wasser vor der Abdichtung drucklos ablaufen. Auch die bisher kontrovers diskutierte Frage der Querschnittsabdichtung wurde eindeutig beantwortet. Gefordert wird heute eine einzige Querschnittsabdichtung unter der ersten Steinschicht.

Normgerechte Verarbeitung

Bei der Verarbeitung von kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbeschichtungen müssen Planer und Verarbeiter neben der sorgfältigen Prüfung des Untergrundes einige Neuerungen beachten. Der Auftrag muss grundsätzlich in zwei Arbeitsgängen erfolgen. Beim Lastfall Bodenfeuchte/ nichtstauendes Sickerwasser ist die Mindesttrockenschichtdicke von 3 mm gefordert, die Nassschichtdicke ist zu überprüfen. Bei aufstauendem Sickerwasser sind 4 mm und die Einarbeitung einer Verstärkungseinlage, z. B. Gewebe, vorgeschrieben. Zusätzlich sind bei dieser Beanspruchung die Nass-Schichtdickenmessungen, z. B. mit einem Schichtdickenmesser, und Durchtrocknungsprüfungen anhand von Referenzproben zu dokumentieren.

Quelle: HEIDELBERGER BAUCHEMIE GMBH, Marke Deitermann, Internet: www.deitermann.de

     

Bilder: Deitermann (Heidelberger Bauchemie)


Deitermann informiert: Die neue DIN 18195 ist da
Neue DIN 18195 bringt mehr Klarheit für Planer und Fliesenleger

Die neue DIN 18195 ist da und damit auch mehr Klarheit für die Abdichtung von Nassräumen. Beantwortet werden z. B. zwei schon lange gestellte Fragen: Müssen übliche Wohnbäder überhaupt abgedichtet werden? Müssen Nassräume immer mit Bitumenbahnen abgedichtet werden? Und was ist überhaupt ein Nassraum?

Die alte DIN 18195 verlangte ausschließlich bahnenförmige Abdichtungen in Nassräumen. Gerade dies aber erforderte so viel Aufwand, dass sich viele Ausführende diese Arbeit sparten und andere Wege der Abdichtung fanden. Obwohl man damit von der Norm abwich, waren erstaunlicherweise keine Schadensserien zu verzeichnen.

Belastungsklassen neu definiert

Die neue DIN 18195 kommt den Fliesenlegern und der Baupraxis einen entscheidenden Schritt näher. Im Teil 1 der Norm wird der Begriff Nassraum definiert. "Ein Nassraum ist ein Raum, in dem nutzungsbedingt Wasser in solcher Menge anfällt, dass zu seiner Ableitung eine Fußbodenentwässerung erforderlich ist." Dies bedeutet, dass herkömmliche Bäder im Wohnungsbau nicht zu den Nassräumen zählen. Nur wenn hier z. B. eine niveaugleiche Dusche ohne separate Duschtasse ist, müssen sie immer abgedichtet werden. Diese Definition eines abzudichtenden Nassraums wird im Teil 5 der DIN 18195 "Abdichtungen ..." dahingehend um den wichtigen Hinweis ergänzt, dass auch bei der Verwendung von feuchtigkeitsempfindlichen Untergründen (Gipsputz, Gipskartonplatten, Holzbau, Stahlbau) eine Abdichtung erforderlich ist. Dieses unabhängig davon, ob ein Bodeneinlauf vorhanden ist, oder nicht.

Hinweis auf spachtel- und rollfähige Abdichtungen

In diesem für den Fliesenleger maßgeblichen Teil 5 der Norm wird für den Bereich Wohnungsbau zwischen mäßig beanspruchten Flächen und hoch beanspruchten Flächen unterschieden. Zu den mäßig beanspruchten Flächen zählen beispielsweise Balkone und auch spritzwasserbelastete Bereiche in Nassräumen des Wohnungsbaus. In die Definition der mäßig beanspruchten Flächen wurde eine wichtige "Öffnungsklausel" integriert. Danach müssen Flächen nur dann abgedichtet werden, wenn sie nicht durch andere Maßnahmen hinreichend gegen Feuchtigkeit geschützt sind. Hierin versteckt ist ein klarer Hinweis auf andere geeignete Abdichtungstechniken, wie z. B. die im Verbund mit keramischen Belägen. Diese Vorgehensweise ist bereits seit 1988 für den Innenbereich in einem Merkblatt des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) geregelt und hat sich bewährt. Dieses Merkblatt 1997 für den Außenbereich ergänzt und liegt nunmehr in einer aktualisierten Fassung (August 2000) vor. Dieses Merkblatt geht in den Forderungen weiter, als die aktuelle Ausgabe der DIN 18195 und empfiehlt grundsätzlich eine Abdichtung. Die Abdichtung soll unabhängig vom Untergrund ausgeführt werden, um schädliche Durchfeuchtungen zu vermeiden.

Kontrollen zur Sicherheit Aber die neue DIN 18195 bringt nicht nur Erleichterungen, sondern nimmt den Fliesenleger auch in die Pflicht. Schon bei der Planung besteht eine Prüfungs- und Hinweispflicht. Ermittelt er bei der sorgfältigen Untergrundprüfung Abdichtungsbedarf, muss er darauf hinweisen und Bedenken anmelden. Es ist zu erwarten, dass die Abdichtung im Verbund mit keramischen Belägen mittelfristig in die weiter zu entwickelnde DIN 18195 integriert wird. Bis dahin liefert das beschriebene ZDB-Merkblatt weitere Orientierung.

Positiv zu vermerken ist, dass die neue DIN 19195 Planern und Fliesenlegern klare Hinweise gibt, wann und wie abzudichten ist. Es ist zu erwarten, dass auch die häufig angewendeten spachtelbaren und rollfähigen Abdichtungen im Verbund mit keramischen Belägen in die DIN aufgenommen werden. Wie das Beispiel der nun nach allen Regeln der DIN legitimierten kunststoffmodifizierten Bitumen-Dickbeschichtungen zeigt, ermöglichen sie hervorragende Ausführungskontrollen, wie z. B. die Schichtdickenmessung.

Quelle: HEIDELBERGER BAUCHEMIE GMBH, Marke Deitermann, Internet: www.deitermann.de


Immer noch ist die im August 2000 erschienene DIN 18195 - Bauwerksabdichtungen - in der Diskussion. Sowohl in der Literatur als auch auf Fachveranstaltungen erfährt sie häufig viel Kritik und wenig Lob....

An dieser Stelle soll herausgestellt werden, dass mit der Neufassung der DIN 18195 die Anwendung von Kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) nun auch im Rahmen der Bauwerksabdichtungsnorm
möglich ist.

Der Einfluss des verwendeten Materials auf die Qualität darf jedoch nicht vergessen werden. Die KMB unterliegen keiner Stoffnorm! Solange es noch keine derartige Norm für KMB gibt, ist auf die unterschiedlichen Eigenschaften der Produkte verschiedener Hersteller zu achten.

Fazit : Bereits in der Planung muß auf die Kriterien des Herstellers der KMB für die geplante Verwendung am Bauwerk Rücksicht genommen werden.

Quelle: BBG News Dezember 2002
Die BBG News können Sie hier bestellen: www.bbg-direkt.de


Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile
mit flexiblen Dichtungsschlämmen
1.Ausgabe, Stand: Januar 1999

Verfasser und Herausgeber sind:

  • Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel im Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V.
  • Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.
  • Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.
  • Deutsche Bauchemie e.V.
  • Deutscher Holz- und Bautenschutzverband e.V.

Diese Richtlinie ersetzt hinsichtlich der flexiblen Dichtungsschlämmen das ibh-Merkblatt „Bauwerksabdichtungen mit zementgebundenen starren und flexiblen Dichtungsschlämmen“, Juli 1993.

Die RiLi regelt Abdichtungen von erdberührten Bauteilen mit flexiblen Dichtungsschlämmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nichtdrückendes und drückendes Wasser. Zusätzlich erfasst die Richtlinie die Abdichtung
gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit und gegen Spritzwasser im Sockelbereich sowie Behälterabdichtungen.

Die RiLi dient:

  1. als Grundlage für die Planung von Abdichtungen mit Dichtungsschlämmen,
  2. der Festlegung von Grundanforderungen und Grenzwerten,
  3. der Erhöhung der Verarbeitungssicherheit,
  4. als Grundlage zur Beurteilung von ausgeführten Abdichtungen mit Dichtungsschlämmen.

Bei der Ausführung von Abdichtungsarbeiten mit Dichtungsschlämmen unter Einbeziehung der VOB/B ist darauf zu achten, dass gemäß der ATV DIN 18 336 „Abdichtungsarbeiten“ die Verwendung von Dichtungsschlämmen eindeutig und im einzelnen in der Leistungsbeschreibung anzugeben ist.

Folgende Lastfälle werden betrachtet:

  • Lastfall Bodenfeuchtigkeit
  • Lastfall nichtdrückendes Wasser mit funktionstüchtiger Dränung nach DIN 4095
  • Lastfall drückendes Wasser, ohne anstehendes Grundwasser, bei bindigem Boden, ohne funktionstüchtige Dränung
  • Lastfall drückendes Wasser bei anstehendem Grundwasser
  • Lastfall von innen drückendes Wasser
  • Lastfall rückseitig einwirkendes Wasser


Praxisbeispiel
Dichtungsschlämme

Superflex D1: Die 1-komponentige, hochflexible Dichtungsschlämme, bei der Wasser keine Chance hat

Superflex D 1 ist die 1-komponentige Dichtungsschlämme, die sich sogar für die Abdichtung von Schwimmbecken eignet. Im Einsatzbereich von mineralischen Abdichtungen gibt diese Dichtungsschlämme Sicherheit eine neue Dimension. Auch bei höchster Belastung, z.B. bei Druckwasser, bleibt sie dauerhaft wasserundurchlässig und flexibel. Aufgrund ihrer mineralischen Basis ist sie als umwelt- und verarbeiterfreundlich einzustufen. Darüber hinaus erfüllt sie die Anforderungen gemäß der KTW- Empfehlungen unter keramischen Belägen.

Nur mit Wasser anmischen

Ein weiteres Plus ist ihre besondere Wirtschaftlichkeit, die aus der schnellen und leichten Verarbeitung resultiert. Das 1-komponentige Produkt kommt im Sack auf die Baustelle und wird dort einfach mit Wasser angerührt. In der Praxis bedeutet dies: Keine zusätzlichen Dispersionsgebinde, kein umständlicher Transport, keine Frostproblematik und vor allen Dingen, keine Restmengen, die getrennt entsorgt werden müssen.

Einfach aufschlämmen

Im zeitsparenden Schlämmverfahren entsteht eine flexible, hydraulisch abbindende Abdichtung, die sich durch eine hervorragende Untergrundhaftung auszeichnet. Zwei bis drei voll deckende Aufträge mit dem Maurerquast ergeben eine sichere, dauerhafte Bauwerksabdichtung im Innen- und Außenbereich.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Abdichtung von Kellerwänden, Fundamenten, Behältern, Terrassen, Wand- und Bodenflächen in Feucht- und Nassräumen fallen in ihren Einsatzbereich. Besonders geeignet ist sie zur Sockelabdichtung gegen Spritzwasser und zur Horizontalabdichtung in und unter Wänden. Im Sockelbereich kann Superflex D 1 auch mit einem Putz versehen werden. Hierfür wird in den letzten Schlämmauftrag ein kunststoffvergüteter Spritzbewurf aufgetragen. Unter keramischen Belägen dient sie als direkte Ansetz- und Verlegefläche für Fliesen und Platten. Zur Eck- und Fugenabdichtung dienen die praxisbewährten Superflex AB Abdichtbänder.

Rissüberbrückung ausgezeichnet

Bei vorgegebener Schichtdicke härtet Superflex D 1 eigenspannungs- und rissfrei aus. Nach 24 Stunden ist die Abdichtung im Innen- und Außenbereich durchgehärtet, Wasser jeglicher Belastungsklassen hat keine Chance.

Quelle: HEIDELBERGER BAUCHEMIE GMBH, Marke Deitermann, Internet: www.deitermann.de


Drainagen - wie ausgeführt, wie nützlich?

Ich gebe zu, ich mach es mir hier recht einfach, indem ich einfach Beiträge aus meinem Bauherren Forum wiedergebe. Aber, warum das Fahrrad erfinden? Und außerdem schreibt das wahre Leben die interessantesten Beiträge. Aber, lesen Sie selbst, dann verstehen Sie meine Intentionen.

Frage: In unserem 40er Jahre Einfamilienhaus ist der Keller sehr feucht und wir wollen dort nun eine Drainage legen. Das Haus liegt am Hang. Wie tief müssen wir buddeln, was für eine Art Rohr nimmt man, was kommt darauf (Sand, Kies), was kommt als Abdichtung an die Wand, kommt unter das Rohr auch was???
Viele Fragen, im Voraus herzlichen Dank für Antworten und Materialtipps und Links oder Literaturtipps...
D., 19.10.2002
 

Antwort 1: Hallo, Wenn Sie es richtig machen wollen, und das setzte ich mal voraus, haben Sie sich sehr viel vorgenommen.

1.) Mut fassen, und Urlaub nehmen, eventuell Minibagger mieten.

2.) Mit der Ausschachtung an einer Seite beginnen. Sie müssen bis aufs Fundament der
Kellerwände ausschachten. Der Graben muss unbedingt mindestens einen Böschungswinkel von ca. 60° haben, und sollte unten ca. 70 cm haben. Das muss unbedingt eingehalten werden, nicht einfach gerade runter. Es sind schon etliche "Selbermacher" in nicht Fachgerechten Gräben verschüttet worden, und nicht wenige sind dabei umgekommen. !!! Achtung keinesfalls tiefer graben als Oberkante Fundament!!!. Auf Kabel und Rohre achten.

3.) An einer Stelle mal mit dem Spaten das Fundament überprüfen, ist es tiefer als 50 cm, können Sie an dem Fundament entlang mit dem Spaten noch mal Spatenbreite und 15 bis 20 cm tiefer graben. Schritt 3 würde ich aber unbedingt einem Fachmann überlassen, unbedingt mal einen Statiker fragen, wenn es alte Baupläne gibt mitnehmen zum Statiker.

4.) Wände, Sockel und die jetzt freiliegenden 15 bis 20 cm vom Fundament mit einem Drahtbesen gründlich abkehren.

5.) Alle Löcher, Risse und große Unebenheiten mit Mörtel (Mörtelgruppe 2a) schließen. Trocknen lassen.

6.) Alles mit Deiterman Eurolan 3K vorstreichen (1:10 verdünnen, dient als Haftgrund). Trocknen lassen.

7.) Auf den Wände, Sockel und obere Seite des Fundaments Deitermann Superflex 100 ca. 4 bis 5 mm stark auftragen. In dem Bereich wo die Kellerwand auf das Fundament trifft, kommt ein Streifen Gittex rein, damit an dieser exponierten stelle keine Risse entstehen. Gittex wird in das noch weiche Superflex 100 gedrückt und damit abgedeckt. In diesen Kanten machen sie eine kleine Hohlkehle, das heißt Sie runden die Ecke ab, damit dort kein Wasser stehen bleibt.

8.) An den Wänden kommen nun Dainage-Platten, 6 cm Stark. Diese Platten leiten das Wasser das von oben und seitlich kommt nach unten ab, und sie dienen dem Schutz der Isolierung.

9.) Nun zur Drainage, eine Dainage macht nur Sinn, wenn das Wasser das sich darin sammelt, auch irgendwo hin abgeleitet werden kann. Das ist in der Regel ein Sickerschacht. Der ist in der Regel nicht vorhanden, und müsste von einer Firma erstellt werden. Das Drainage Rohr ( Gelbes Rohr, mit vielen kleinen Löchern) sollte einen Durchmesser von 10 cm haben. In der in Schritt 3 gemachten Vertiefung am Fundament entlang kommt nun 10 cm Körnung, dann kommt das Drainagerohr darauf. An jeder Richtungsänderung (An jeder Ecke) müssen sie ein T-Stück einbauen, und ein Drainagerohr nach oben verlegen. Das ist das Spühlrohr, es dient dazu Verunreinigungen die sich im laufe der Zeit ansammeln von oben wegspülen zu können.
Nun kommt auf die Drainage noch mal eine Lage von 20-30 cm Körnung. Das ganze wird nun mit einem Filtervlies abgedeckt. Optimal wäre es, wenn dieses Filtervlies auch die Kellerwand herauf bis oben geht.
Wenn kein Sickerschacht vorhanden ist, könnten Sie auch Alternativ an jeder Hausecke ein Loch neben dem Fundament graben, 60 cm breit und 60 cm lang, und so tief, bis Sie auf einer Wasser durchlässigen Schicht stoßen, mit einem Eimer Wasser testen. Dort können Sie dann die Drainagerohre reinleiten. Die Löcher werden dann auch mit Körnung angefüllt.

10.) Nun wird angefüllt, mit guten Füllstoff der das eventuell auftretende Wasser nach unten absickern lässt.

Diese Arbeiten sind alle recht umfangreich, Kosten und Nutzen sollten sorgfältig abgewogen werden.
Es könnte auch sein, das die Feuchtigkeit auch von unten kommt. Die Feuchtigkeit kommt dann von unten und steigt im Mauerwerk hoch. Die geschieht, wenn in den Wänden keine Waagerechte Isolierung vorhanden ist, oder diese zerstört ist. Darauf hat man früher nicht so geachtet.
Dann nützt das Vertikale Isolieren der Kellerwände auch nicht viel. Dann müssen die Wände auch Horizontal isoliert werden, durch Impfen oder ähnlichem.

T.

Ergänzung dazu: Aus technischer Sicht hätte ich vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu den Ausführungen meines Vorredners.

zu 2.) Der notwendige Böschungswinkel hängt von der Schichtung und Art des Bodens ab. Die Angabe des Winkels von ca. 60° ist eher als globaler Wert anzusehen. Evtl. sollten Sie je nach Bodenart den Boden vor Feuchtigkeitszutritt z. B. abdecken schützen. Ansonsten stimme ich meinem Vorredner voll und ganz zu.

zu 3.) Üblicherweise liegt der Rohrscheitel der Drainageleitung an der höchsten Stelle mindestens 20 cm unter der OK der Bodenplatte liegen. Dies hat den Hintergrund, dass die Hersteller ihre Drainrohre auf der Grundlage der DIN 4095 nachweisen. Üblicherweise wird die Abflussspende des Dränrohres für den „Regelfall“ nach DIN 4095 nachgewiesen. Bei „voller“ Abflussspende“ kann sich das Wasser normgemäß bis 20 cm über das Dränrohr stauen. Weitere Ausführungen können m. E. der DIN 4095 und der einschlägigen Literatur zu diesem Thema entnommen werden. In Bezug auf die Sondierungen der Fundamentetiefe schließe ich mich meinem Vorredner an, da bei der Verlegung der Dränage vor allem darauf zu achten ist, dass Fundamente nicht untergraben bzw. unterspült werden.

zu 8.) Soll hier nicht besserwisserisch klingen, sollte es statt „Schutz der Isolierung“ nicht besser „Schutz der Abdichtung“ heißen. Die Dränschicht vor der Wand ist ein essentieller Bestandteil einer funktionstüchtigen Dränage. Bitte vergessen Sie bei der Dränschicht auf alle Fälle nicht das Filtervlies, da sich sonst die Dränschicht, je nach Bodenverhältnissen, mit der Zeit mit Feinstteilen zulegen kann.

zu 9.) Zum Thema gelbes Dränagerohr und Stangenwahre oder Rollenwahre will ich mich mal hier nicht auslassen, müsste sich ja in den Fachkreisen hinlänglich als bekannt rumgesprochen haben. Bitte sehen Sie mal in die Zulassungen der Hersteller, für welche Bettungen (Körnung Begriff des Vorredners) der Hersteller seine Abflussspende nachgewiesen hat. In Bezug auf die empfohlenen Schichtstärken Verweise ich vorsorglich z. B. auf die DIN 4095. Bitte legen Sie das Filtervlies nicht nur über die Bettung sonder Umhüllen Sie die Bettung der Dränleitung damit. Mittlerweile müsste sich ja herumgesprochen haben, das der Dränageleitung das meiste Wasser von unten zutritt. Was nützt es da, wenn ich oben das Filtervlies habe. Das Wasser sickert größtenteils am Rohr vorbei und staut sich dann von unten auf. Liegt unten keine Filtervlies, so werden aller Voraussicht nach Feinstteile in die Dränage bzw. Filterschicht eingeschwemmt. Zu der Ausführung mit den Spülrohren gebe ich keinen Kommentar ab, sollten Sie es jedoch so ausführen, dann vergessen Sie bitte nicht die Rohre auch mit einem Filtervlies zu umhüllen. In Bezug auf das Filtervlies ist noch zu erwähnen, dass nicht jedes Vlies ein Filtervlies ist. Handelsübliche Vliese für Dränmaßnahmen sollten nämlich filterstabil sein. Der Vollständigkeit halber weise ich noch darauf hin, dass man auch nach DIN 4095 einen Stufenfilter aus mineralischen Material bzw. einen Mischfilter ausführen könnte. Beim Sickerschacht wäre noch anzumerken, dass die Dimensionierung weitestgehend von den Bodenverhältnissen abhängt. Darüber hinaus ist im Vorfeld die wasserrechtliche Situation zu klären, d. h. wo bzw. wohin das anfallende Wasser abtransportiert werden kann. Je nach Bodenverhältnissen kann es auch vorkommen, dass die Ausführung eines Sickerschachts gar nicht möglich ist. Empfehlenswert ist es nicht den Elektroanschluß für eine Pumpe und einen Notüberlauf zu vergessen. Das von meinem Vorredner alternativ aufgeführte Loch neben den Fundamenten würde ich persönlich nicht ausführen.

zu 10.) Bitte verwenden Sie hier keinen Rollkies, Sie bauen sich damit evtl. nur Ihren eigenen Swimmingpool. Die Verfüllung des Arbeitsraums wirkt dann wie eine offene Grube, in die das Wasser gesammelt und konzentriert einläuft. Das Verfüllmaterial ist m. E. entsprechend den Gegebenheiten auszuwählen.

Wie mein Vorredner bereits ausgeführt hat kann sich das Wasser auch von unten stauen, würde daher einen Fachmann auf alle Fälle zu rate ziehen.

Die hier von mir gemachten Angaben geben meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder. Da das Thema der Abdichtung und Gebäudedränung sehr komplex ist, empfehle ich Ihnen ein Beratung durch einen Fachmann vor Ort. Aus rechtlichen Gründen weise ich darauf hin, dass die vorgenannten Ausführungen keine Beratung im Einzelfall und im rechtlichen Sinne darstellen. Eine exakte Einschätzung ist nur nach Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten möglich.

Literaturempfehlung „Schäden an Dränanlagen“ erschienen im IRB-Verlag


Antwort 2: Drainagen - wie sie nicht gebaut werden sollten
Betragsserie von M. Reisinger, Planungsbüro für gesundes Bauen, Radebeul

Das Thema rund um die Drainagen ist eine heikle Angelegenheit. Auch hier offenbart sich der Zwiespalt, in dem die heutige Bauindustrie steckt - soll doch gerade an dieser Stelle der Grundstein für ein solides Haus gelegt werden. Viele übernehmen für diesen Bereich bedenkenlos die Vorgaben aus den DIN-Vorschriften und überblicken nicht, welche Gefahren letztendlich im ausgeführten Detail liegen. Ich selbst habe erfahren müssen, dass ebenso Fachberater, die Drainagematerialien anbieten und vertreiben, Wissen zur richtigen Wasserableitung nur unzureichend besitzen. Wenn ich auf Baustellen oder in Fachseminaren schildere, dass in einer Drainage kein Wasser fließt, wenn man dieses direkt darüber schüttet, denken die meisten, dies sei ein schlechter Scherz. Erst nach einem kleinen vorgeführten Modellbeispiel wird so mancher sehr nachdenklich. Probieren Sie es selbst!

Viele werden den hier dargestellten Detailvorschlag nach DIN sicherlich kennen. Darin sind nach meiner Meinung 5 grobe Fehler vorhanden. Machen Sie selbst einen kleinen Test und Sie werden schnell herausfinden, ab welchem Zeitpunkt Wasser in der Drainage überhaupt fließen kann. Doch nur, wenn das Wasser höher als die Rohrsohle steht. Wenn es unterhalb der Sohle steht und nicht abfließen kann, wird der anstehende Boden durchfeuchtet. Bindige Böden können so unzulässig aufgeweicht werden und es kann zu nachträglichen Setzungen am Gebäude kommen. Gerade bei alten Häusern ist dies ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Bei fehlerhaften Dichtungen und/oder Rissen kann das stehende Wasser für die Baukonstruktion zudem ernsthafte Feuchtigkeitsprobleme darstellen. Nicht selten wird das Drainagerohr auch direkt auf dem Boden verlegt. Da in der Überzahl orangefarbene oder gar die falschen gelben gelochten Rohre verwendet werden, muss auch hier mit Durchfeuchtungen des Bodens gerechnet werden. Denn alles anfallende Wasser kann dort nicht ordnungsgemäß abgeleitet werden. Fehler werden jedoch nicht nur im Fundamentbereich eingebaut.

Warum lassen wir überhaupt erst zu, dass das Regenwasser über die hausumlaufende Kieselsteinfläche zum Fundamentbereich fließen kann? Kieselsteine bieten nur geringfügigen Schutz gegen aufspritzendes Wasser. Mit den Jahren veralgen und verschmutzen diese so sehr, dass sie den einst gewünschten Effekt und Schutz nur noch sehr unzureichend erfüllen. Kosten für Reinigung oder gar Austausch könnten zweckdienlich anderweitig eingesetzt werden. Auch die Betonrasensteinkante kostet nur Geld und erfüllt ihren Zweck in falscher Richtung.

Viele suchten nach Lösungen und so manches wurde probiert. Es wurde Neues entwickelt und vorgeschlagen, aber leider nur sehr wenig wirklich verbessert. In manchen Fällen wurde sogar mehr Schaden als Nutzen herbeigeführt, so auch im Bereich der Drainage. Nicht selten wurden Betonplatten direkt am Haus verlegt. Ein jeder, der ein bisschen Zeit zum Beobachten hat und sich kritisch mit dieser Problematik auseinandersetzt, wird sich rasch erklären können, warum es auch bei dieser Variante immer zu Feuchtigkeitsproblemen im Fassadenbereich kommen wird und muss. Bei alten Häusern ist dies gravierender als bei Neubauten.

Gerade während der Hochwasserkatastrophe wurde einigen Hausbesitzern die Drainage richtig zum Verhängnis. Denn durch diese wurde das Wasser erst zugeführt, anstatt es vom Haus fern zu halten. Das reißende Wasser hatte ein leichtes Spiel, diesen Bereich auszuspülen. So mancher Neubau in leichter Bauweise und mit dichtem Keller aus WU-Beton schwamm so einfach auf.

Wer neu bauen oder auch sanieren will, braucht gute, zuverlässige und verständliche Grundlageninformationen - unbeeinflusst von fragwürdigen Ideologien, fehlerhafter Bauphysik oder massiven Marktinteressen.
(Mehr dazu auch unter: http://www.gesundes-bauen.com/ publikationen.htm)

[ Hier sollte das Bild der Drainage nach DIN eingefügt werden. ]

Dabei geht es wesentlich einfacher, preiswerter und vor allem langlebiger.
Die eingesparten Gelder könnten für höherwertige Materialien, wie z.B. für die Gestaltung von Innenräumen ausgegeben werden. Mancher Wunsch könnte erfüllt werden, so z.B. der Einbau von Dielen. Diese sind nicht nur schöner für das Auge, sondern auch gut für unsere Füße, da die Oberflächen wärmer sind als Fliesen oder PVC. Selbst bei diffusionsoffenen Fußbodenunterbauten sind sie ideal einsetzbar und haltbarer als so mancher, heute neu eingeführter Konstruktionsaufbau.

Nicht selten werden bei alten Häusern Drainagen vorgesehen. Man erhofft sich, dass damit die Ursache für Feuchteschäden im und am Mauerwerk beseitigt werden. Für den Bauherren ist es eine teure Entscheidung, die weitere und ggf. weit größere Schäden nach sich ziehen wird. Doch meist liegt auch hier die Ursache in falsch verwendeten Materialien. Nicht selten wurden Fußböden bei Altbauten abgedichtet, die Wände mit Zementputzen und dichten Farbanstrichen versehen sowie innenseitig tapeziert. Folgeschäden sind nur zu logisch. Die Suche nach der wirklichen Ursache sollte gewissenhaft und konsequent erfolgen und nicht jedes vorgeschlagene Detail bedenkenlos umgesetzt werden.

Viele Grüße, Michael Reisinger
 

comment.gif (1022 bytes) Hier haben Sie nun 2 recht gegensätzliche Auffassungen zur Kenntnis nehmen dürfen. "Wem soll ich nun glauben?", werden sich jetzt viele fragen. Eigentlich haben alle recht. Zum einen sind die technischen Inhalte recht gut wiedergegeben, so dass auch der Laie eine Ausführungsbeschreibung bekommt, die er versteht. Zum anderen aber wird darauf verwiesen, dass das, was technisch machbar ist und auch richtig sein mag, nicht in allen Fällen auch zum Erfolg führt oder sinnvoll ist. Hier sind wir wieder beim Thema: die DIN ist kein Allheilmittel. Nach wie vor ist Sachverstand und schöpferische Anwendung der Regeln der Technik gefragt, Nachdenken geht vor Vorschriften- Hörigkeit.


NEU: ”Technische Regeln” – jetzt überarbeitet!
Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen

Die ”Bibel” für alle Dachprofis mit aktuellen Normen, Verarbeitungsrichtlinien, Detailskizzen u.v.m.

Das auf mehr als 50 Jahre Tradition zurückblickende ”abc der Bitumenbahnen” wurde umfangreich aktualisiert und ist mittlerweile über 200 Seiten stark. An der Überarbeitung waren alle wichtigen deutschen Hersteller von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen beteiligt. Sie haben ihre Erfahrungen aus der Praxis eingebracht und gemeinsam diese Herstellerrichtlinie erarbeitet.

Die ”Technischen Regeln – abc der Bitumenbahnen” sind auch heute noch die zentrale Informationsschrift für alle Dachfachleute. 1951 als Mappe konzipiert, die dem Sammeln einer technischen Heftreihe diente, wurden sie mehrfach aktualisiert und haben so stetig an Bedeutung für Dachprofis gewonnen. Sowohl Verarbeiter als auch Architekten und Baubehörden haben mit den ”Technischen Regeln” ein umfangreiches Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch. Alle Kapitel wurden redaktionell an den Stand der Stoff- und Anwendungstechnik angepasst. ”Das Regelwerk wurde umfangreich überarbeitet und mit zwei zusätzlichen Kapiteln ergänzt. So ist das gesamtheitliche Buch eine praxisnahe Hilfe für jeden Dachprofi. ”, berichtet Dr. Rainer Henseleit, Geschäftsführer des vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.

Entsprechend der Neuausgabe der DIN 18195 komplett neu erarbeitet wurde das Kapitel “Bauwerksabdichtung”. Während dieses Thema in der vorherigen Ausgabe der “Technischen Regeln” im Anhang untergebracht war, werden nun auf 20 Seiten die Einsatzmöglichkeiten von Polymerbitumen- und Bitumenbahnen beim Schutz von Bauwerken gegen eindringendes Wasser dargestellt. Neben Bauteilbezogenen Ausführungsempfehlungen in Form von sieben Tabellen ist auch das “Merkblatt für kaltselbstklebende Bitumen-Dichtungsbahnen mit Trägereinlage” mit Festlegungen von Mindesteigenschaften für diese Bahnengruppe und Verarbeitungsvorschriften für die Anwendung im Geltungsbereich der DIN 18195 in dieses Kapitel aufgenommen worden.

Die Zusatzmaßnahmen mit Bitumenbahnen unter Dachdeckungen im Steildach erhielten Raum in einem weiteren neu aufgenommenen Kapitel. Der Einsatz von Bitumenbahnen bei Unterdächern, Unterdeckungen und Unterspannungen wird hier aufgegriffen und Verwendung und Verarbeitung werden beschrieben.

Bis auf wenige Kapitel wurden die aus der vorigen Auflage übernommenen Kapitel stark überarbeitet.

Schwerpunkt bei der Überarbeitung war unter anderem die komplette Erneuerung und Aktualisierung sämtlicher Zeichnungen und Detailskizzen. Da insbesondere die Detailskizzen für die Arbeit von Verarbeitern und Planern überaus wichtig sind, wurde das Kapitel um acht neue Detailskizzen erweitert.

Neu aufgenommene Detailskizzen:

·    Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen – Sanierung
·    Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen – Mauerwerk mit Wärmedämm-Verbundsystem
·    Wandanschluss mit Polymerbitumenbahnen – beweglich – mit Betonaufkantung
·    Einfassung mit Polymerbitumenbahnen
·    Türanschluss mit Polymerbitumenbahnen – barrierefrei
·    Dachrandanschluss mit Polymerbitumenbahnen und mehrteiligem Profil
·    Lichtkuppelanschluss mit Polymerbitumenbahnen mit Einfassung des Aufsetzkranzes
·    Anschlüsse mit Polymerbitumenbahnen an Rohrdurchführung mit Klebeflansch – Sanierung

Erheblich ausgeweitet wurde das Kapitel “Instandhaltung”. Es berücksichtigt den Beratungsstand der DIN 18531-4 und beinhaltet detaillierte Informationen über die für Instandsetzung und Erneuerung notwendigen Voruntersuchungen und die - abhängig vom vorgefundenen Zustand der Dachabdichtung - erforderlichen Maßnahmen.

Weitere Schwerpunkte der Überarbeitung bildeten die Kapitel “Dachbegrünung” und “Regeln für die Deckung mit Bitumenschindeln”.

Infolge des Inkrafttretens der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 1. Februar 2002, die die Wärmeschutzverordnung abgelöst hat, sind auch die Hinweise zur Bauphysik im Anhang völlig aktualisiert.

Erstmalig fanden einlagige Abdichtungen mit Bitumenbahnen Eingang in die “Technischen Regeln”. Im Kapitel Stoffe sind in einer Tabelle die Anforderungen an Polymerbitumenbahnen für die einlagige Verlegung festgehalten. Die gegenüber der DIN 52133 wesentlich höheren Anforderungen sollen verhindern, dass einlagige Abdichtungen mit Standardbahnen ausgeführt werden.

Die Nachfrage nach der neuen Auflage der “Technischen Regeln” ist enorm. ”Die enge Zusammenarbeit mit den Anwendungstechnikern garantiert die Benutzerfreundlichkeit der Technischen Regeln. So werden sie häufig sogar direkt vor Ort zur Hand genommen.”, erklärt Dr. Henseleit.

Die “Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen” können kostenlos beim vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Karlstraße 21, 60329 Frankfurt am Main, Tel.: 069/2556-1314, Fax: 069/2556-1602 oder unter www.derdichtebau.de angefordert werden.

Quelle: vdd-Info 02/2003


Bauwerksabdichtung hält Gebäude gesund
Bauwerksabdichtung mit Elastomerbitumenbahnen
Dauerhafter Schutz und Werterhaltung

Bitumenbahnen sind nicht nur geeignet für Flachdächer: Die Elastomerbitumenbahnen der Icopal GmbH aus Werne eignen sich auch für die Abdichtung des gesamten Bauwerks, vom Keller bis zum Dach. Sie schützen dauerhaft gegen Feuchtigkeit und garantieren so ein trockenes und gesundes Wohnklima. Das Material und die Verlegetechnik sind seit vielen Jahrzehnten bewährt, zum Beispiel für die Abdichtung von Flach- und Gründächern.

Kellerabdichtung.gif (34582 bytes)Bei der Abdichtung im Erdreich bieten Elastomerbitumenbahnen gegenüber den gängigen spachtelbaren Abdichtungsmassen viele Vorteile. Sie werden in einem Arbeitsgang aufgebracht. Dadurch entfallen Trocknungszeiten und die sonst vorgeschriebenen komplizierten Kontrollmessungen der einzelnen Schichtaufträge. Mit ihrer gleichmäßigen Dicke und den hochreißfesten und dehnfähigen Trägereinlagen gewährleisten sie einen effektiven Schutz gegen mechanische Beschädigung wie beispielsweise beim Auffüllen des Erdreichs.

Für die Abdichtung von Außen- und Innenwänden bei nicht drückendem Wasser, zum Beispiel von Kellerwänden und –sohlen, werden die Schweißbahnen POLAR und VILLADRIT® empfohlen. Ebenfalls einsetzbar sind sie für Fußböden und Wandflächen in privat genutzten Nassräumen und für die Abdichtung von Balkonen. Hierfür eignet sich besonders auch die kaltselbstklebende Bahn POLAR SK.

Bei stark beanspruchten Flächen wie Böden und Wände in Großküchen oder in Schwimmbädern empfiehlt sich eine zweilagige Abdichtung, zum Beispiel mit POLAR und der Spezialbahn MISTRAL® C. Eine gute Wahl sind belastbare Bahnen aus Elastomerbitumen auch für die Bauwerksabdichtung bei drückendem Wasser. Um hierbei jedoch alle entscheidenden Gegebenheiten und Vorschriften zu berücksichtigen, empfiehlt Icopal immer eine objektbezogene Beratung.

Weitere Informationen zum Thema Bauwerksabdichtung mit Elastomerbitumenbahnen erhalten Interessenten kostenfrei bei:
Icopal GmbH
Postfach 1351, 59356 Werne
Telefon (0 23 89) 79 70-0
per Fax (0 23 89) 79 70 20
oder per E-Mail icopal@icopal.de
www.icopal.de


Türanschlüsse auf Balkonen und Terrassen

Die Rechtspraxis zeigt, dass Türanschlüsse auf Balkonen oder Terrassen für Verarbeiter und Architekten schnell zu einer juristischen "Stolperfalle" werden können: Schon kleine Planungs- und Ausführungsmängel, die im Innenbereich meistens ohne Folgen bleiben, führen im Außenbereich zu erheblichen Schäden und Mängelfolgekosten.

Bei der Planung von Tür- und Wandanschlüssen auf Balkonen, Loggien und Terrassen geraten Architekten und ausführende Unternehmen häufig in ein Dilemma zwischen regelgerechten Normen und praktischen Anforderungen: Vorgeschrieben sind Anschlusshöhen von 15 cm (DIN 18195, Teil 5, Abs. 7.1.6), um zuverlässig vor Feuchteschäden zu schützen. Viele Bauherren wünschen jedoch keine Stolperstufen zwischen Außen- und Wohnbereich – oder scheuen im Sanierungsfall den damit verbundenen Mehraufwand.

Das kann Verarbeiter und Architekten teuer zu stehen kommen: Denn nach gängiger Rechtsprechung
steht den Bauherren sogar dann ein Reklamationsanspruch zu, wenn das Werk zwar schadensfrei, aber nicht regelgerecht ausgeführt wurde. Und hat das ausführende Unternehmen nach Vorgaben des Planers gearbeitet, haftet dieser mit.

Ein intelligenter Ausweg aus dem Dilemma zwischen DIN 18195 und praktischen Anforderungen ist die Ausführung gemäß Flachdachrichtlinien (Pkt. 10.3 (4)): Danach lassen sich Türanschlüsse auf fünf Zentimeter reduzieren, wenn sich im unmittelbaren Türbereich Terrassenabläufe oder andere Entwässerungsmöglichkeiten befinden.

Eine ebenso regelgerechte wie einfach realisierbare Lösung bieten hier stufenlos höherverstellbare Drainroste in Verbindung mit einer Flächendrainage. Solche Komplettsysteme leiten das Oberflächen- und Sickerwasser nachweislich sicher ab und haben sich übrigens auch beim zunehmend wichtiger werdenden Sonderfall "barrierefreies Wohnen" vielfach bewährt. Der Einbau von Drainrosten ist hier die einzige Möglichkeit, um eine nahezu schwellenlose Ausführung der Türen gemäß DIN 18025, Teil 2 "Barrierefreie Wohnungen" zu ermöglichen.

Angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen werden sich Planer und Verarbeiter künftig intensiv mit diesem Thema beschäftigen müssen.

Quelle: BBG News Februar/März 2004
Die BBG News können Sie hier bestellen: www.bbg-direkt.de


Bauwerksabdichtungen, Historisches

Die Normen der Reihe 18195 wurden erstmals 1983 herausgegeben (Bsp.: DIN 18195-1:1983-08). Im August 2000 wurde eine Überarbeitung vorgenommen, die wesentlichen Inhalte sind oben genannt. Als Begründung nennt das DIN eine Anpassung an die wesentliche Entwicklung im Bereich der Bauwerksabdichtungen.

Einen kleiner Nachteil hat die Sache: die Überarbeitung betrifft zunächst die Teile 1-6:
Teil 1: Grundsätze, Definitionen, Abdichtungsarten
Teil 2: Stoffe
Teil 3: Untergrund, Verarbeitung
Teil 4: Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser
Teil 5: nichtdrückendes Wasser (Decken, Nassräume)
Teil 6: von außen drückendes Wasser, aufstauendes Sickerwasser

Die Teile 8 bis 10 sollten in die geänderten Teile 1 bis 6 angeglichen werden, wobei für Teil 7 eine umfangreiche Änderung vorgesehen ist.

Teil 7: von innen drückendes Wasser
Teil 8: Bewegungsfugen
Teil 9: Durchdringungen, Übergänge, Abschlüsse
Teil 10: Schutzschichten, Schutzmaßnahmen

DIN 18195 Teil 1 verweist auf folgende
"Frühere Ausgaben":
DIN 4031 1932x-07, 1959x.11, 1978-03
DIN 4117: 1950-06, 1960-11
DIn 4122: 1968-07, 1978-03
DIN 18195-1: 1983-08

Schauen wir also, was vor der DIN 18195, also bis 1983, galt. Die wesentliche Regelungen zum Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit und Druckwasser trafen die DIN 4117 "Abdichtung von Bauwerken gegen Bodenfeuchtigkeit; Richtlinien für die Ausführung" sowie die DIN 4031 "Wasserdruckhaltende bituminöse Abdichtungen für Bauwerke; Richtlinien für Bemessung und Ausführung".

Man beachte, dass die DIN 4117 aus dem Anfang der 50er stammt, wobei die DIN 4031 bereits 1932 aufgestellt wurde. Die Ausgabe November 1959 der DIN 4031 wurde per Runderlass (RdErl.) zur verbindlichen Norm erklärt - Bsp. RdErl. des Ministers für Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen vom 07.12.1960 - d.h. bauaufsichtlich eingeführt.

Zugelassene Stoffe waren für wasserdruckhaltende bituminöse Abdichtungen nach DIN 4031:
- nackte Teerpappen nach DIN 52126
- nackte Bitumenpappen nach DIN 52129
- Metallbahnen: mind. 0,1 mm dickes Weichkupfer
- Aufstriche: Klebemassen aus Bitumen oder Steinkohlenteersonderpechen

Interessant die Vielfalt der nach DIN 4117 zugelassenen Stoffe für Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser:

Als kalt zu verarbeitender Voranstrich:
- Bitumen-Lösung
- Steinkohlenteerpech-Lösung
- Bitumen-Emulsion
- Steinkohlenteerpech-Emulsion

Als kalt zu verarbeitende Deckaufstrichmittel:
- Bitumen-Lösung ungefüllt
- Bitumen-Lösung gefüllt
- Steinkohlenteerpech-Lösung ungefüllt
- Steinkohlenteerpech-Lösung gefüllt
- Steinkohlenteerpech-Emulsion

Als heiß zu verarbeitende Deckaufstrichmittel:
- Bitumen ungefüllt
- Bitumen gefüllt
- Steinkohlenteerpech gefüllt
- Steinkohlenteerpech ungefüllt

Als kalt zu verarbeitende Spachtelmassen:
- Spachtelmassen auf Bitumenbasis als Lösung o. Emulsion, gefüllt
- Spachtelmassen auf Steinkohlenteerpechbasis als Lösung o. Emulsion, ungefüllt

Als heiß zu verarbeitende Spachtelmassen:
- Spachtelmassen auf Bitumenbasis, gefüllt (z.B. Asphaltmastix)
- Spachtelmassen auf Steinkohlenteerpechbasis, gefüllt

Als Klebemassen, die nur heiß zu verarbeiten waren:
- Bitumen ungefüllt
- Bitumen gefüllt
- Steinkohlenteer-Sonderpech ungefüllt
- Steinkohlenteer-Sonderpech gefüllt

Die Regelungen umfassten Vorgaben für min. Gew.-% sowie für die Erweichungspunkte.
nach dem Ring- und Kugelverfahren. Hier unterscheid man wie folgt: "Die Erweichungspunkte entsprechen einem Erweichungspunkt Kraemer-Sarnow ( K S), der bei
- Destillationsbitumen* ~ 13 ... 15 °C
- geblasenes Bitumen ~ 16 ... 20 °C
- Steinkohlenteerpechen ~ 10 ... 14 °C
unter dem Erweichungspunkt nach R.u.K. liegt."
(* = Norm-Bitumen, DIN 1995)

Als Pappen:
Nackte Pappen
- nackte Teerpappen nach DIN 52126
- nackte Bitumenpappen nach DIN 52129
Dachpappen
- Bitumendachpappen mit beiderseitiger Bitumen-Deckschicht nach DIN 52128
- Teerdachpappen, beiderseitig besandet nach DIN 52121
- Teer-Sonderdachpappen mit beiderseitiger Sonderdeckschicht nach DIN 52140
- Teer-Bitumendachpappen mit beiderseitiger Sonderdeckschicht nach DIN 52140

Als fabrikfertige Dichtungsbahnen:
- mit Rohfilzpappe-Einlage
- mit Jutegewebe-Einlage
- mit Glasgewebe-Einlage
- mit Metalleinlage: mind. 0,1 mm Kupfer, mind. 0,2 mm Alu

Als weitere:
- Sperrmörtel (DIN 18550, 1:2 Zement : Sand, Dichtungsmittelzusatz, 3 mm Größtkorn)
- Sperrbeton (DIN 1047, 1045, Sieblinie D u. E, mind. 300 kg Zement/m3 Beton)
- Mauerwerk in MG III (DIN 1053, Hochbauklinker KMz 350 nach DIN 105)
- thermoplastische Kunststoff-Folien (mit nachgewiesener Eignung)

© DIMaGB, 05.2004


Erste mineralische, bitumenfreie Dickbeschichtung

Mit AQUAFIN-DIC bietet SCHOMBURG die erste mineralische, bitumenfreie Dickbeschichtung (Hybridabdichtung) an. Das innovative Produkt kombiniert die Vorteile der flexiblen Dichtungsschlämmen wie, z. B. die Wärmebeständigkeit und Einsatz als Horizontalabdichtung, mit den Vorteilen der Bitumendickbeschichtung wie z. B. hohe Rissüberbrückung und einlagige Verarbeitung. Bestätigt werden die Eigenschaften der Hybridabdichtung durch das bauaufsichtliche Prüfzeugnis nach den Richtlinien für flexible Dichtungsschlämme als auch durch das Prüfzeugnis nach DIN 18195-2, Tab. 9, Pos. 1.4 - 2.6.

Nicht jeder Bauherr toleriert die üblich schwarze Bitumendickbeschichtung, die beim Abdichten über die Kelleroberkante hochgeführt wird. Dies hat zum Teil optische Gründe, in erster Linie ist es aber der hohe Aufwand, der beim Aufbringen eines Sockelputzes o. ä. anfällt. Durch den Einsatz von AQUAFIN-DIC wird hier Abhilfe geschaffen. Ohne das der Ausführende auf die Vorteile eines dickschichtigen Systems verzichten muss, kann auf AQUAFIN-DIC im Sockelbereich auch ein Buntsteinputz oder eine geeignete lösemittelfreie Farbe aufgetragen werden. Flächen lassen sich so nachhaltig gestalten. Darüber hinaus findet AQUAFIN-DIC auch Anwendung als Horizontalsperre unter Mauerwerk.

AQUAFIN-DIC wird je nach Lastfall in einem oder zwei Arbeitsgängen, mit oder ohne Verstärkungseinlage aufgetragen. Im Gegensatz zu Bitumendickbeschichtungen verfügt AQUAFIN-DIC über eine höhere Druckbelastbarkeit und ein besseres Kaltbiegeverhalten. Eine höhere Wärme- und UV-Beständigkeit sowie die Möglichkeit der einfachen Nacharbeitung sind weitere Vorteile, die AQUAFIN-DIC auszeichnen.

Mit der Hybridabdichtung AQUAFIN-DIC ermöglicht SCHOMBURG dem Anwender einen weiteren Schritt zu einer handwerkergerechten Abdichtung. Erhältlich ist AQUAFIN-DIC in Einheiten zu 25 kg.

Quelle: Pressemitteilung SCHOMBURG, 27.01.2004


Umfang der Planung zur Abdichtung gegen drückendes Wasser
Veröffentlicht durch: Baurechtsurteile.de Kampa 09.01.2005 - 19:00 Uhr

OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.06.2004 - 21 U 225/03

Der Architekt schuldet eine mangelfreie, funktionstaugliche Planung, die dem ausführenden Unternehmer insbesondere die schadensträchtigen Details einer Abdichtung gegen drückendes Wasser in einer jedes Risiko ausschließenden, nicht auslegungsbedürftigen Weise verdeutlichen muss.

Diese Aussage ist der Angelpunkt in einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf. In dem betreffenden Fall war ein Architekt mit dem Bau eines Wohnhauses beauftragt worden. Nach kurzer Zeit waren im Keller Feuchtigkeitsbildungen feststellbar. Ursache hierfür war eine unzureichende Abdichtung des Außenmauerwerks gegen drückendes Wasser. Der Bauherr nahm den Architekten auf Schadenersatz in Anspruch, da dieser die Feuchtigkeitsschäden durch vorwerfbare Planungsfehler (mit-) verursacht habe.

Das OLG gab der Klage statt. Der Architekt schulde eine mangelfreie, funktionstaugliche Planung. Die sich hieraus ergebenden Anforderungen an eine vertragsgerechte Planung der Mauerwerksabdichtung bei drückendem Wasser seien besonders hoch. Die Planung des Architekten müsse ein in sich schlüssiges Abdichtungskonzept einer funktionstauglichen Abdichtung der unterirdischen Teile des Baukörpers gegen Grundwasser, Erdfeuchtigkeit und Oberflächenwasser gewährleisten. Dieses Abdichtungskonzept müsse im Leistungsverzeichnis detailliert, vollständig und nicht auslegungsbedürftig beschrieben werden. Vorliegend habe die Tätigkeit des Architekten diesen Anforderungen nicht genügt. So habe er die für eine taugliche Detailplanung erforderliche vorherige Erforschung des Baugrunds und dessen Versickerungsfähigkeit nicht vorgenommen. Ohne diese Klärung der Bodenverhältnisse habe die Abdichtungsplanung nicht gelingen können. Das Versäumnis sei dem Architekten daher als Verschulden anzurechnen und verpflichte ihn zum Schadenersatz.

Quelle: Rolf Meer aus der Kanzlei Dr. Schmel & Partner GbR, www.drschmel.de
Baurechtsurteile.de Beitrag 423
DIMaGB.de empfiehlt Ihnen: www.Baurechtsurteile.de (dead link, 29.01.2005)


So werden Keller trocken:
Zuverlässiger Schutz gegen Wasser von außen und innen

Hochwertig nutzbare Keller erweitern den Lebensraum: Hier finden Familien Platz für Hobbys, Fitness, Arbeit, Spielen usw. Allerdings müssen erstens die Abdichtung gegen Wasser von außen und zweitens der Tauwasserschutz gegen Feuchte von innen stimmen. Die kostenlose Informationsbroschüre "Planungshilfe" der Initiative PRO KELLER e.V. enthält wertvolle Tipps zum Kellerbau. Sie kann unter 0821-7849774 oder info@prokeller.de angefordert werden.

"Die heute am Markt erhältlichen Abdichtungssysteme garantieren bei fachgerechter Verarbeitung immer, dass Keller auf Dauer dicht sind" erläutert Reiner Pohl, Geschäftsführer der Initiative Pro Keller. Für gemauerte Keller empfiehlt er kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen oder kaltselbstklebende Bitumenbahnen einzusetzen.

Bitumendickbeschichtungen werden 3 bis 4 mm dick auf die Wände aufgespachtelt und bilden nach dem Aushärten eine geschlossene Haut. Kaltselbstklebende Bitumenbahnen werden von der Rolle direkt auf den Untergrund geklebt. Eine Kunststoffnoppenbahn als Schutz gegen Beschädigungen und bei entsprechenden Bodenverhältnissen eine Dränage vervollständigen die Abdichtung.

Eine Alternative, vor allem bei hohem Grundwasserstand, ist ein Keller aus WU- Beton, eine sogenannte "weiße Wanne". Durch besondere Betonmischungen und Verarbeitung wird der Beton Wasser undurchlässig (WU) gemacht.

Wasserdichte Kunststoff- oder Betonlichtschächte verhindern, das Wasser über die Fenster in den Keller eindringt. Ihre Abflüsse sind mit Ventilen ausgestattet, die bei zu hohem Grundwasserabstand selbstständig schließen. Lichtschachtabdeckungen aus Sicherheitsglas halten Regenwasser und Schmutz fern.

Eine Schwachstelle können durch die Kellerwand geführte Hausanschlussleitungen sein. Sicherheit bieten Hauseinführungssysteme für Gas-, Wasser-, Elektroinstallation und Telekommunikation. Ist bei Hochwasser oder starken Regenfällen die Abwasserkanalisation überlastet, kann selbst bei sonst niedrigem Grundwasserstand das Kanalwasser in den Keller zurückstauen. Davor schützen automatische Rückstausicherungen, die den Keller zum Abwasserkanal abschotten.

Ursache der Feuchtigkeit muss nicht eine fehlerhafte Abdichtung, sondern kann zu geringer Wärmeschutz sein. Wichtig ist es deshalb auch, Schwitzwasser von innen zu verhindern. Nur ausreichend warme Oberflächen verhindern, dass sich der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf wie auf einem kalten Spiegel niederschlägt. Auf feuchten Flächen siedelt sich schnell Schimmel an. Die Folge ist die typische muffige Luft in alten Kellern. Ein Mindestwärmeschutz ist auf jeden Fall einzuhalten, um Tauwasserniederschlag zu verhindern. Am sinnvollsten ist, den Keller in den wärmegedämmten Bereich einzubeziehen. Die Dicke der Wärmedämmung beim beheizbarer Keller sein muss, ist im Wärmeschutznachweis nach Energieeinsparverordnung zu ermitteln. Empfohlen werden mindestens 8 cm Dämmstoff oder ein entsprechend Wärmedämmendes Mauerwerk.

Muss nicht sein: muffige alte Keller
Broschüre zur Kellermodernisierung

Viele Keller sind feucht und riechen muffig. Häufig lassen sie sich nicht einmal als Lagerraum nutzen, weil alles schimmelt oder rostet. Der Schimmel in feuchten Kellern verursacht auch die muffige Luft. Dabei bieten diese brachliegenden Räume fantastische Möglichkeiten zur Nutzung als Hauswirtschafts- oder Hobbyraum, für Fitness und Spiel oder als Arbeitszimmer.

Die Feuchtigkeit im Keller kann zwei grundverschiedene Ursachen haben: entweder ist die Abdichtung gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich mangelhaft oder die Kellerwände sind so kalt, dass sich auf ihnen wie auf einem kalten Weinglas der in der Luft enthaltene Wasserdampf niederschlägt. Ein neuer Heizkessel vergrößert das Problem, denn durch seinen hohen Wirkungsgrad gibt er kaum noch Wärme ab. Eine Dämmung der Kellerdecke verhindert zusätzlich eine Temperierung.

Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit können nachträglich von außen oder von innen angebracht werden. Für die Innenabdichtung eignen sich am besten so genannte Dichtungsschlämme. Die Wärmedämmung lässt sich nachträglich z.B. mit Styrodur- Dämmstoffplatten verbessern. Zum hochwertig nutzbaren Untergeschoss gehören auch wärmegedämmte Kellerfenster und Lichtschächte mit hohem Lichteinfall.

Anregungen und Einzelheiten zur Modernisierung von Untergeschossen zeigt die kostenlose Broschüre „Aufwertung“ des Infozentrums PRO KELLER e.V., Falkensteinstr. 9, 86316 Friedberg. Sie kann unter Tel.: 0821 7849774 oder im Internet unter info@prokeller.de angefordert werden.

Quelle: prokeller.de


Kellerabdichtungen mit Polymerbitumenbahnen
Optimaler Schutz vor Schimmelpilz & Co.

Wasserdichte Lösungen statt feuchter Albträume Sind in Kellerräumen erste Anzeichen von Schimmelpilzen zu entdecken, dann nagt die Feuchtigkeit aus Sicker-, Stau- und Grundwasser schon lange von außen am "Fuß des Gebäudes"! Der Grund kann eine unzureichende Abdichtung der Kellerwände und des Kellerbodens sein. Selbst wenn Kellergeschosse mit wasserundurchlässigem Beton, der so genannten "weißen Wanne", umschlossen sind, garantiert dies keinen 100%-tigen Schutz vor Feuchtigkeit und gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen, denn wasserundurchlässiger Beton ist nicht auch wasserdicht! Unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass eine 33cm dicke Wand trotz "weißer Wanne" bei 2-3 Metern anstehendem Wasser pro Quadratmeter und Tag ungefähr ein Schnapsglas Wasser durchlässt. Das Wasser kann durch winzige Poren oder Risse auf der Außenseite der Wand eindringen und verdunstet auf der Innenseite. Die Folgen sind Modergeruch, erhöhte Luftfeuchtigkeit und schlimmstenfalls Pilze. Um die Folgen der Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte schon bei der Planung des Gebäudes an eine sichere Abdichtung gedacht werden. Gerade hier ist eine solide handwerkliche Ausführung von äußerster Wichtigkeit. Hierbei sind die Abdichtungswerkstoffe Bitumen- und Polymerbitumenbahnen seit vielen Jahrzehnten die erste Wahl der Bauprofis. Durch den erhöhten Perforationswiderstand und die unkomplizierte Verarbeitung des Materials kann sich der Bauherr so manchen Stress und Euro sparen. Info- und Service-Portal hilft weiter Weitere Informationen zum Thema sowie viele Anregungen rund um die Flachdach- und Bauwerksabdichtung finden Sie unter www.derdichtebau.de. Überzeugen Sie sich selbst von den vorbildlichen Eigenschaften der Bitumenbahnen. Infos und Broschüren gibt es kostenlos per Mausklick oder direkt vom vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Tel. 069 2556-1314.

Quelle: Pressemitteilung vdd, 05.11.2004
www.derdichtebau.de

Kommentar DIMaGB.de: wasserundurchlässig bedeutet nicht wasserdicht, mehr dazu hier


Mit der Problematik der Fugenabdichtung an Gebäuden befassen sich die Merkblätter des BFS. Der Bundes-ausschuss Farbe und Sachwertschutz e.V. Er sitzt in Frankfurt, Mitgliedre sind u.a. die meisten Innungen und Handwerksbetriebe. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, "die Öffentlichkeit über die Bedeutung der Farbe und
des Sachwertschutzes in volkswirtschaftlicher, ökologischer sowie kultureller Beziehung aufzuklären."
 

BFS Merkblatt 23
Technische Richtlinien für das Abdichten von Fugen im Hochbau und von Verglasungen

Stand: 02.2005

Dieses Merkblatt gilt für das Abdichten von Fugen im Hochbau und das Abdichten von Verglasungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
1.1 Geltungsbereich
1.2 Begriffsbestimmungen
1.2.1 Zusätzliche Begriffe aus der Fensterverglasung
2. Abdichtungsmaterialien
2.1 Dichtstoffe
2.1.1 Einteilung der Dichtstoffe
2.1.1.1 Chemische Merkmale
2.1.1.2 Physikalische Merkmale
2.1.2 Anwendungen von Dichtstoffen
2.2 Elastomer-Fugenbänder unter Einsatz von Klebstoffen
2.2.1 Einteilung von Elastomer-Fugenbändern
2.2.2 Anwendungsbereich von Elastomer-Fugenbändern
2.3 Dichtprofile (Zugluftdichtprofile)
2.3.1 Einteilung von Dichtprofilen
2.3.2 Anwendung von Dichtprofilen
2.4 Dichtfolien (Anschlussfugen)
2.4.1 Einteilung von Dichtfolien
2.4.2 Anwendung von Dichtfolien
2.5 Butylbänder
2.5.1 Einteilung von Butylbändern
2.5.2 Anwendung von Butylbändern
2.6 Fugenprofile (Außenwandfugen/Bauteilfugen)
2.7 Dichtprofile für die Trockenverglasung
2.8 Imprägnierte Dichtbänder aus Schaumkunststoff
3 Fugenabdichtung
3.1 Allgemeines zur Ausführung von Fugenabdichtungen
3.2 Fugendimensionierung
3.2.1 Fugendimensionierung für Bauteilfugen-Abdichtung mit Dichtstoffen
(Außenwandfugen)
3.2.2 Fugendimensionierung bei der Glasversiegelung
3.3 Verarbeitung von Dichtstoffen
3.3.1 Erstabdichtung
3.3.1.1 Vorarbeiten
3.3.1.2 Dichtstoffauswahl
3.3.1.2.1 Anstrichverträglichkeit
3.3.1.2.2 Überstreichbarkeit (Prüfmethode A3)
3.3.1.2.3 Verträglichkeit mit Baustoffen
3.3.1.3 Einbringen des Dichtstoffs
3.3.2 Fugensanierung mit spritzbaren Dichtstoffen
3.3.2.1 Erkennen des alten Dichtstofftyps
3.3.2.2 Erkennen der Schadensursache
3.3.2.3 Ausführung
3.3.2.3.1 Sanierung von Glasversiegelungen
3.3.2.3.1.1 Dichtstoffe für die Nachversiegelung
3.3.2.3.1.1 Ausführung von Nachversiegelungen
3.4 Verarbeitung von Elastomer-Fugenbändern unter Verwendung von Klebstoffen
3.5 Verarbeitung von Dichtprofilen (Zugluftdichtprofile)
3.6 Verarbeitung von Butylbändern
3.7 Verarbeitung von Dichtprofilen für die Trockenverglasung
3.8 Verarbeitung von Fugenprofilen (Außenwandfugen/Bauteilfugen)
3.9 Verarbeitung von imprägnierten Dichtbändern aus Schaumkunststoff
3.10 Verarbeitung von Dichtfolien
4 Besondere Anwendungsbereiche
4.1 Abdichtung von Bodenfugen
4.2 Fugen im Trockenbau
4.3 Glasabdichtung (Erstversiegelung)
4.4 Fugen an nicht und begrenzt maßhaltigen Bauteilen
4.5 Fugen im Innenbereich
4.6 Fugen in Sanitärräumen
4.7 Anschlussfugen im Außenbereich
4.8 Fugenabdichtung im Fachwerk
4.9 Abdichtung im Bereich wassergefährdender Flüssigkeiten
5 Umwelt und Entsorgung
6 Abrechnung
7 Normen und Richtlinien
Anhang A Fugenabdichtung mit Dichtstoffen falsch und richtig
Anhang B Dichtstoffgruppen nach DIN 18545
Anhang C Verglasungssysteme

BFS Merkblatt Nr. 21
Technische Richtlinien für die Verarbeitung von Wärmedämm-Verbundsystemen
Stand 2005

Es gibt Besondere Hinweise zum Abdichten von Wärmedämm-Verbundsystemen. Es befasst sich mit Wärmedämm- Verbundsystemen (WDVS) aus Wärmedämmstoffen, Klebemassen/Klebemörteln, Bewehrung/Armierung, Putzen und Beschichtungsstoffen, Flachverblendern sowie keramischen und sonstigen Belägen. Es behandelt die Planung und die Ausführung von WDVS (s. a. DIN 55699 - Verarbeitung von Wärmedämm-Verbundsystemen.
Die bauphysikalischen Gesichtspunkte werden hier insoweit behandelt, als sie für die fachgerechte Verarbeitung der WDVS erforderlich sind. Berechnungen des gebäudebezogenen Jahres-Primärenergiebedarfs nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind nicht Gegenstand dieses Merkblattes.
aus dem Inhalt:
4.4 Ergänzungsarbeiten
4.4.1 Abschlussprofile
4.4.2 Eckausbildung
4.4.3 Panzergewebe
4.4.4 Fugenausbildung
4.5 Verarbeitungstemperaturen
4.6 Werkzeuge
5 Konstruktive Details
5.1 Dachanschluss am geneigten Dach mit Dachtraufe
5.2 Anschluss an Flachdach
5.3 Attikabrüstung
5.4 Rolladenkasten aus Beton
5.5 Fenster ohne Anschlag, Leibung gedämmt
5.6 Fenster fassadenbündig eingebaut
5.7 Metallfensterbank auf vorhandener Steinfensterbank
5.8 Sockelabschluss Balkon/Terrasse
5.9 Sockelabschluss und Perimeterdämmung
5.10 Vertikale Bewegungsfuge

BFS Merkblatt Nr. 18
Beschichtungen auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz, insbesondere Fenstern und Außentüren

Stand: 1996

Es gibt Besondere Hinweise für Fensterabdichtungen.
aus dem Inhalt:
2.7 Verglasen, Verkitten, Abdichten
2.7.1 Verglasung
2.7.2 Dichtstoffe
2.7.3 Dichtprofile
2.7.4 Abdichtung zum Baukörper

BFS Merkblatt Nr. 11 - Beschichtungen, Tapezier- und Klebearbeiten auf Porenbeton
Stand: 1981, Redaktionell überarbeitet 1994

Es gilt speziell für die Abdichtung von Fugen in Porenbeton. Verwiesen wird auf das Berichtsheft Nr. 6 – Merkblatt für die Fugenausbildung bei bewehrten Wandbauteilen aus Porenbeton – des Bundesverbandes der Porenbetonindustrie.

Das BFS Merkblatt Nr. 11gilt für erste Beschichtungen außen auf Gasbeton-Wandplatten und -tafeln sowie für Beschichtungen, Tapezier- und Klebarbeiten innen auf Gasbeton-Wandplatten, -tafeln und Plansteinmauerwerk. Es gilt nicht für Mauerwerk aus Gasbeton-Blocksteinen in herkömmlicher Vermauerungsart mit 10 bzw. 12 mm dicken Fugen und Gasbeton-Plansteinen im Dünnbett verlegt, das entsprechend DIN 18550 Putze und DIN 18350 Putz- und Stuckarbeiten innen und außen verputzt werden muss. Es gilt auch nicht für Beschichtungen bei besonderer Beanspruchung, z.B. bei starken chemischen Belastungen.


Mit der Problematik der Fugenabdichtung an Gebäuden befassen sich die Merkblätter des Industrieverband Dichtstoffe e.V. (IVD).
Übersicht: IVD-Merkblätter, Stand Januar 2005

Nr. 1 (Ausgabe 05/04)
Abdichtung von Bodenfugen mit elastischen Dichtstoffen

Nr. 2 (Ausgabe 03/99)
Dichtstoff-Charakterisierung

Nr. 3 (Ausgabe 11/00)
Konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen in Sanitärräumen

Nr. 4 (Ausgabe 07/01)
Abdichten von Außenwandfugen im Hochbau mit Elastomer-Fugenbändern unter Verwendung von Klebstoffen

Nr. 5 (Ausgabe 08/98)
Butylbänder

Nr. 6 (Ausgabe 06/96)
Abdichten von Bodenfugen mit elastischen Dichtstoffen im befahrbaren Bereich an Abfüllanlagen von Tankstellen

Nr. 7 (Ausgabe 02/96)
Elastischer Fugenverschluss bei Fassaden aus angemörtelten keramischen Fliesen

Nr. 8 (Ausgabe 07/96)
Konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen im Holzfußbodenbereich

Nr. 9 (Ausgabe 11/03)
Spritzbare Dichtstoffe in der Anschlussfuge für Fenster und Außentüren

Nr. 10 (Ausgabe 02/00)
Glasabdichtung am Holzfenster mit Dichtstoffen

Nr. 11 (Ausgabe 06/04)
Erläuterungen zu Fachbegriffen aus dem "Brandschutz" aus der Sicht der Dichtstoffe bzw. den mit Dichtstoffen ausgespritzten Fugen

Nr. 12 (Ausgabe 06/00)
Die Überstreichbarkeit von Dichtstoffen im Hochbau

Nr. 13 (Ausgabe 01/03)
Glasabdichtung am Holz-Alu-Fenster mit Dichtstoffen

Nr. 14 (Ausgabe 12/02)
Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall

IVD-Fachinformationen zu IVD-Merkblättern

Nr. 01/2003 zu Merkblatt Nr. 14
Dichtstoffe und Schimmelpilzbefall


Experten im Gespräch:
Bodenfugen – die Stiefkinder am Bau

Wenn das Thema Bodenfugen regelmäßig und durchaus auch kontrovers diskutiert wird, zeigt das zweierlei. Erstens: Es ist immer dann ein hochsensibles Thema, wenn es z.B. um Abdichtungen gegen wassergefährdende Stoffe geht. Zweitens: Es ist ein Thema, bei dem vielfach die Unsicherheit nur von der Unkenntnis übertroffen wird. Wie ist die Gesetzeslage? Wie sind die Ausführungsbestimmungen? Wer ist wofür zuständig? Welcher Dichtstoff darf wo eingesetzt werden? Wer darf überhaupt ausführen? Diese Fragen diskutierten Vertreter von Investoren, aus Handwerk und Industrie im Rahmen einer Expertenrunde des INDUSTRIEVERBANDES DICHTSTOFFE E.V. (IVD) in Düsseldorf. Thema: „Bodenfugen – die Stiefkinder in Planung und Ausführung“.

Die Abdichtung von Bodenfugen stellt besonders hohe Anforderungen an alle Beteiligten und ist von ihnen deshalb gemeinsam zu verantworten. Schon die Anforderungen an Fugen ohne chemische Belastung sind ebenso hoch wie vielfältig: Ob auf nur begehbaren oder auch befahrenen Bodenflächen, ob auf Balkonen und Terrassen oder in großen Lagerhallen – die möglichen Belastungen sind exakt zu planen. Das gilt erst recht, wo z.B. chemische Belastungen hinzutreten: auf HBV- (Herstellen, Behandeln, Verwenden) oder LAU-Anlagen (Lagern, Abfüllen, Umschlagen wassergefährdender Stoffe). Konstruktion, Berechnung und Auswahl des einzusetzenden Dichtstoffsystems (Fugendichtstoff, Voranstrich, Hinterfüllmaterial) im Rahmen der Aufgabenstellung sind Planungsaufgaben. Der Dichtstoffhersteller ist verantwortlich für die Qualität und die Konformität der Eigenschaften und Daten seiner Produkte, Angaben, auf die Planer und Verarbeiter angewiesen sind. An den ausführenden Betrieb schließlich sind besondere Anforderungen auch im Blick auf die notwendigen Vorarbeiten gestellt. Deshalb sollten mit der Abdichtung von Bodenfugen nur erfahrene Fachbetriebe beauftragt werden. „Soweit der Sollzustand“, stellte Louis Schnabl, Moderator der Expertenrunde, fest. „Doch wie sieht die Realität aus?“

Im Dschungel der Regeln
Im Idealfall sind Regeln dazu da, sich im Dschungel zurechtzufinden. Was aber, wenn die Regeln selbst zum Dschungel werden? Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und die Landesbauordnungen – 16 Stück –sind die Grundlage für die Ausführung. Dann gibt es die Zulassung für die eingesetzten Produkte nach der Bauproduktenrichtlinie auf nationaler Ebene, wobei im Zuge der Harmonisierung auf europäischer Ebene auch die CE-Kennzeichnung gebraucht wird. „Bei Fugenabdichtungen sind Systeme dringend nötig“, so Prof. Dr. Horst Bossenmayer, Präsident des DIBt Berlin. „Dem DIBt liegt eine ganze Reihe entsprechender Anträge auf europäische technische Zulassungen vor. Unter der Flagge der Bauproduktenrichtlinie haben wir nicht nur physikalisch, sondern auch ökologisch ein internationales Mandat – mit wachsender Bedeutung.“ Welche gesetzlichen Bestimmungen sind grundsätzlich in welchem Bereich der Bodenfugen zu beachten? Kann der „Normalverbraucher“, ob Dichtstoffhersteller, Planer oder Ausführungsbetrieb, überhaupt noch das Wirrwarr der Bestimmungen durchschauen und beherrschen? Wo gibt es Information? Wer ist zuständig? International? Bundesweit? Regional? „Es gab erhebliche Unsicherheiten und einen ganzen Wust an Vorschriften, bevor das DIBt tätig wurde“, legte Dipl.-Ing. Ullrich Kluge, Abt. Gewässerschutz beim DIBt, dar, „ganz unterschiedliche Regelwerke bei teilweise gleicher technischer Beanspruchung.“ „Den Verarbeitern wie den Planern wird eindeutig zuviel zugemutet“, meint auch IVD-Vorsitzender Heinz Ohm. „Einerseits sind die Anforderungen berechtigt, andererseits ist die Menge und sind die Inhalte dieser Papiere kaum zu bewältigen. Überall ist Unsicherheit festzustellen. Nicht, weil es nicht geht, sondern weil es nicht überschaubar ist.“ Wir brauchen offensichtlich neue Wege der Kommunikation.

Anforderungen klar beschreiben
Und zwar von Anfang an. Konstruktion, Berechnung und Auswahl des einzusetzenden Dichtstoffsystems sind Planungsaufgaben. Aber erfüllt der Planer diese Aufgabe wirklich? Ullrich Kluge stellt große Defizite bei Planern und Ingenieuren fest: „Die häufig komplexen Anforderungen in ingenieurtechnischer Hinsicht führen zu Unsicherheit, auch wenn es sich bei den Planungsbüros ja um Fachbetriebe handelt.“ Es gibt offenbar zu wenig Schulungsangebote, oder die Schulungsangebote werden nicht ausreichend wahrgenommen. Kurt Haaf, Technischer Vorsitzender des Fachverbandes Fugenabdichtung e.V., beobachtet das vor allem an den Ausschreibungen. „Viele Planer sind offensichtlich schon bei praxisgerechten Ausschreibungen mit den genau zu beschreibenden Anforderungen unter Angabe des anzuwendenden Dichtungssystems überfordert.“ Kein Wunder also, wenn in diesem Bereich zwar die Produkte der Industrie Spitze sind, aber die Schäden infolge Planungs- und Ausführungsmängeln teilweise alarmierende Anteile von 60% und mehr erreichen.

Weniger Qualifikation = mehr Bauschäden
Den Bereich Fliesen und Platten haben die ausführenden Betriebe in der Regel im Griff. „Aber was über 08/15 hinausgeht, liegt im Argen“, so Kurt Haaf. „Denn wenn es um Tankstellen, Waschplätze, Chemieanlagen oder LAU-Anwendungen geht, dann wird es schwierig. Erstens, weil oft dafür schon in der Ausschreibung praktisch alle Grundlagen fehlen. ‚Chemikalienbeständig und abwassergesichert‘ ist als Anforderungsprofil einfach zu wenig. Und zweitens, weil viele Investoren aus Kurzsichtigkeit in dieser Ausschreibung nicht auf die Qualifikation des Auftragnehmers achten, sondern nur auf den Preis. Vor allem Generalunternehmer, die nicht über den Gewährleistungshorizont hinaus denken wollen, tun sich hier oft unrühmlich hervor. Wer die Daumenschrauben Zeit- und Preisdruck anlegt, programmiert Applikationsfehler.“

Wo keine Qualifikation gefordert wird, ist es quasi „Naturgesetz“, dass die Nachfrage das Angebot regelt, also eine große Zahl von Anbietern hervorbringt, die nicht wirklich Fachbetriebe sind und deren Hauptqualifikation der niedrige Preis ist. „Hier hat uns die Politik im Stich gelassen“, klagte Haaf. Es gab eine gemeinsame Initiative von IVD und FVF, den Beruf des Baufugenabdichters als Ausbildungsberuf in die Handwerksrolle B eintragen zu lassen, so dass eine Mindestqualifikation Bedingung geworden wäre. Diese allgemeine Qualifikation ist gescheitert. Ergebnis: eine Zweiklassengesellschaft mit einer Masse gering qualifizierter Betriebe und einer Elite von Fachbetrieben, so zum Beispiel die Mitglieder des FVF, die sich u.a. bei den Schulungen des IVD in Jüterbog und Dortmund und den Qualifizierungslehrgängen des FVF in Fulda fortgebildet haben.“

Investoren brauchen sachkundige Partner
Sachkundige Partner auf Seiten der Ausführenden wie der Planer sind für die Investoren unumgänglich. „Die schleichende Verschlankung in der Industrie hat auch das Outsourcing unseres eigenen fachkundigen Personals mit sich gebracht, so Dr. Dieter Lange, Leiter Forschung/Entwicklung bei AKZO Thioplast Chemicals. „Vielfach fehlt in der Industrie das Ingenieurpotential. Wenn wir z.B. eine neue Abfüllanlage errichten wollen, haben wir das Produktions-Know-how, müssen uns aber angesichts der unzähligen Auflagen und Vorschriften auch auf die Sachkunde der Planer und Ausführenden verlassen.“ Denn wenn etwas schief geht – wer soll dann haften?

Fugen warten
Ein sensibles Thema, zumal im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz. Reinhard G. Rischer, Sales- und Marketing-Manager AKZO Thioplast Chemicals: „Gerade die chemische Industrie hat häufig Standorte an exponierten Lagen, z.B. an Flüssen, und hat infolgedessen mit Auflagen ohne Ende zu tun. Damit alles stimmt, ist es eben nicht damit getan, dass diese Auflagen beim Bau eingehalten werden, wir reden über Wartung. Hier brauchen wir noch klarere Regelungen. Wer prüft ggf. die Abdichtung hinsichtlich Einsatz neuer Medien? Wer sorgt für die nachhaltige Kontrolle, nicht nur der Fuge, sondern des ganzen Systems? Für die Richtigkeit der Planung ist der Planer verantwortlich, für die fachgerechte Ausführung der Verfuger, für die Produktleistung des Dichtstoffs der Hersteller. „Doch dann kommt der Betreiber ins Spiel“, so Lunkwitz. „Und der kann sich eben nicht so einfach aus der Verantwortung stehlen wie die Tankstellenbetreiber, die durch Aushang den Kunden auffordern, Tropfverluste selber aufzunehmen.“


Dabei liegt das eigentliche Problem gar nicht bei den Tropfverlusten – solange die Fugenabdichtungen intakt sind. Wer – ob hier, ob in der Industrie – mit kritischem Blick über die Fugen geht, wird immer wieder auf Kleinteile wie z.B. Schrauben in den Fugen stoßen, und solchen mechanischen Angriffen ist auf Dauer der beste Dichtstoff nicht gewachsen. „Das ist dann auch kein Fall für die Gewährleistung mehr, auch wenn die Versuchung für den Investor groß ist“, so Haaf, „wohl aber ein Fall für die Wartung. Denn jeder Betrieb fällt aus der Gewährleistung heraus, wenn er die Wartung nicht vornimmt.“ Und das kann durchaus bedeuten, die abgedichteten Flächen ggf. täglich zumindest optisch zu kontrollieren. Schließlich kann man eine Wartungsfuge mit Recht als eine Fuge definieren, bei der man auf Beschädigungen warten kann, wenn man sie nicht wartet. „Oder man lässt sie sinnvollerweise über die optische Prüfung hinaus regelmäßig von einem Fachbetrieb warten“, so Haaf. „Zumindest in meinem Betrieb halte ich es so, dass ich bei Wartungsfugen dem Betreiber oder Auftraggeber generell Wartungsverträge nach DIN 52460 anbiete. Natürlich ohne dabei den Betreiber aus seiner Verantwortung zu entlassen.“ Denn Wartung heißt auch, Betreiberfehler zu überwachen – in seinem Interesse. Lunkwitz: „Die Wartungsfuge dient ja nicht dazu, den Pfusch des Ausführenden zu verbergen, sondern die Investition des Investors zu erhalten.“

Qualitätspartnerschaft Bodenfuge
Louis Schnabl: „Man sieht: Alle sind irgendwie und irgendwo verantwortlich, die Dichtstoff herstellende Industrie, die Betreiber, die Zulassungsbehörden, die Planer, die Ausführenden. Aber wie können wir Verantwortung für das Ganze wahrnehmen, nämlich die im Sinne des Umweltschutzes dauerhaft funktionierende Fuge?“ Wenn viele nur ein bisschen wissen, ist klar, wo die Richtung hingeht. „Wir brauchen die umfassende Qualifizierungsoffensive.“ Für Kluge ist auch klar, wo diese herkommt: „Am besten sind die Hersteller informiert. Sie und ihre Verbände sind gefragt! Wir brauchen den IVD in Sachen Kommunikation als Vorreiter und Koordinator. Wir brauchen den fachkundigen Planer und die autorisierten Verarbeiter. Und zwar nicht nur mit produktbezogenen Schulungen.“ Das ist eine Aufgabe, die sich der IVD seit seiner Gründung gestellt hat und die neben der Qualität der Dichtstoffe oberste Priorität hat. „Mit der Qualifizierung der gesamten Branche wäre unser Verband überfordert“, so Ohm. „Aber wir sind sicherlich die richtige Institution, Grundlagenkonzepte zu machen, für die Kommunikation in der Fachöffentlichkeit zu sorgen und Schulungen fachlich zu begleiten. Da sind wir gern die treibende Kraft.“ Was die gemeinsamen Schulungen mit dem FVF seit vielen Jahren auch beweisen. „Aber unsere Realität ist“, gab Haaf zu bedenken, „dass das Gütesiegel FVF bei der Auftragsvergabe oft weniger Wert hat als die scheinbar und zu Anfang geringeren Preise der Billiganbieter. Wo soll da die Motivation zur Qualifizierung herkommen?“ „Wahrscheinlich brauchen wir einfach mehr Druck“, so Rischer. „Das funktioniert nur, wenn es den Zwang gibt, die Qualifikation auch nachzuweisen.“ Oder wenn die Industrie die Verarbeitung ihrer Produkte mit der Autorisierung der Fachbetriebe verknüpft. Oder der – nach entsprechender Qualifizierung – fachkundige Ingenieur die Fuge tatsächlich verantwortlich von der Planung über die Abnahme bis zur Wartung begleitet. „Die bessere Ausbildung für Planer und Ausführende ist unbe-stritten wichtig – einen Teil davon könnte man sich aber sparen, wenn die rechtlichen Grundlagen vereinfacht würden.“ Damit rannte Ohm bei Ullrich Kluge offene Türen ein. „Wir sind zwar formal eine Behörde, von der Aufgabe her allerdings auch Ihr technischer Partner, der gerne Ihren Input umsetzt. Es ist in der Tat nicht einzusehen, dass wir bei gleicher Beanspruchung verschiedene Regeln haben. In Teilbereichen ist es uns schon jetzt gelungen, aus zwei einzelnen eine Regel zu machen, etwa für Tankstellen (TRwS 781 bis 784), wo wir jetzt endlich einheitliche Regeln haben. Diese Tendenz setzt sich auch in den europäischen Zulassungen fort, die zum Teil in Vorbereitung bzw. kurz vor der Erteilung im DIBt sind. Auch auf diesem Gebiet ist das DIBt Wegbereiter.“

Bodenfuge im Fokus
Im Verlauf der Diskussion war eines sicher deutlich geworden: Es ist Zeit für einen Bewusstseinswandel. „Wir können es uns auf Dauer nicht leisten“, so Schnabl, „den Preis aufs Podest zu heben und die Kosten am Boden zu lassen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Aber nur, wenn wir nicht einzeln, sondern konzertiert daran arbeiten, dass Qualität und Qualifikation sich ohne Ausnahmen und Ausfälle über alle Stufen hinweg durchziehen. Von den Rohstoffherstellern über die Dichtstoffhersteller bis zur anwendenden Industrie. Und von den ausschreibenden Stellen über die Planer und die Ausführenden bis hin zu den Betreibern.“

Quelle: Pressemitteilung IVD 698, HS



Literatur



Regelwerke* für Abdichtungsarbeiten
sind u.a.:
* ( - Hinweis - )

  • DIN 18 195 „Bauwerksabdichtungen“
  • "Richtlinie für die Planung und Ausführung von Dächern mit Dachabdichtungen" - Flachdachrichtlinie
  • “Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen” vom vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.
    "abc der Bitumenbahnen" (neu seit 11.2002)
  • DIN 4095 „Dränung zum Schutz baulicher Anlagen“
  • DIN 18 336 „Abdichtungsarbeiten“ (VOB/C)
  • DIN 18 336 "Bauwerksabdichtungen" (VOB/C)
  • DIN 18 338 "Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten" (VOB/C)
  • DIN 18 531 "Dachabdichtungen – Begriffe, Anforderungen, Planungsgrundsätze“
  • DIN EN 13707 "Abdichtungsbahnen -
    Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen - Definitionen und Eigenschaften" (ab 2Vj. 2003)
  • „Richtlinie zur Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile
    mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen“
  • "Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen
    erdberührter Bauwerksflächen oberhalb des Grundwasserspiegels"
    hrsg. vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, ISBN 3-87199-171-6, 03.2004
  • DIN 18540, Ausgabe:1995-02
    Abdichten von Außenwandfugen im Hochbau mit Fugendichtstoffen
    inzwischen neu als Norm-Entwurf DIN 18540, Ausgabe:2005-09

Für die Abdichtung weiterer besonderer Bereiche gelten folgende
Merkblätter bzw. Richtlinien:

  • Trinkwasserbehälter: DVGW-Merkblätter W 270, W 311, W 312 ggf. KTW-Empfehlung,
  • „Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen von Bauteilen mit mineralischen Dichtungsschlämmen“ (Entwurf)

    Bestandsbauten:
  • WTA-Merkblatt 4-9-98-D (Entwurf) „Nachträgliche Abdichtung erdberührter Bauteile“
  • WTA-Merkblatt 4-5-97-D „Mauerwerksdiagnostik“

    Fliesen:
  • Keramische Beläge im Schwimmbadbau
    Merkblätter für das Fliesengewerbe (gedruckte Fassung)
    Hrsg.: Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.
    1994
  • Bewegungsfugen in Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten
    Merkblätter für das Fliesengewerbe (gedruckte Fassung)
    Hrsg.: Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.
    1995
  • Belagskonstruktionen mit Fliesen und Platten außerhalb von Gebäuden
    Merkblätter für das Fliesengewerbe (gedruckte Fassung)
    Hrsg.: Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.
    2002, Stand 07/02
  • Hinweise für die Ausführung von Verbundabdichtungen für den Innen- und Außenbereich
    Merkblätter für das Fliesengewerbe (gedruckte Fassung)
    Hrsg.: Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.
    2005, Stand 01/2005 (seit April als gedruckte Ausgabe lieferbar)

    Weiße Wanne / WU-Beton:
  • es gilt NICHT die DIN 18195
  • mehr Infos dazu: hier !

    Fugenabdichtung an Gebäuden
    BFS Merkblätter
  • # 23: Technische Richtlinien für das Abdichten von Fugen im Hochbau und von Verglasungen
  • # 21: Technische Richtlinien für die Verarbeitung von Wärmedämm-Verbundsystemen
  • # 18: Beschichtungen auf maßhaltigen Außenbauteilen aus Holz, insbesondere Fenstern und Außentüren
  • # 11: Beschichtungen, Tapezier- und Klebearbeiten auf Porenbeton
  • mehr Infos dazu: hier !
    andere Verbände
  • IVD-Merkblatt Nr. 4: Abdichten von Außenwandfugen im Hochbau mit Elastomer-Fugenbändern
    unter Verwendung von ausreagierenden Klebstoffen
  • Informationsblatt I 001 des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB)
    Abdichten der Fugen mit vorkomprimierten Dichtbändern
  • speziell bei Fenstern: VFF-Merkblätter
    (Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V.. )

Technischen Regeln online

Die Technischen Regeln - abc der Bitumenbahnen gibt es als Print- und CD-ROM-Version.
Der vdd meldet in seinem Newsletter 11.2003: Sie sind nun auch online zu finden unter

http://www.vdd-technische-regeln.de

weitere Linktipps: BauLinks bei DIMaGB.de / Rohbau / Abdichtungen


Hinweis zu "Regelwerke"

Speziell in Deutschland ist eine ausgeprägte Normenhörigkeit festzustellen. Dabei hat der BGH ganz klar festge-stellt, dass DIN Normen Vereinbarungen interessierter Kreise sind, die herangezogen werden können, aber nicht zwangsläufig müssen. Sie können die allgemein anerkannten Regeln der Technik widerspiegeln. Viele Merkblätter und Richtlinien tragen nur empfehlenden Charakter, Vorschriften sind es nicht, Regelwerke können sie sein.

Informationen zu
allgemein anerkannte Regeln der Technik
Stand der Technik
Stand der Wissenschaft
erhalten Sie ► hier: Wichtige technische Regeln und: Sinn und Unsinn der DIN-Normen

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