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Fenster richtig anschließen (nach DIN) Was einen vernünftigen Bauleiter immer wieder zum Wahnsinn treibt: Bauschaum in allen möglichen Ecken und Fugen. Da werden Türen und Fenster eingesetzt - und was wird in die Fugen geschmiert? Richtig: Bauschaum. Wer kennt sie nicht, die Masse in lustigen Farben: gelb, weiß, blau, rosa. Und kennen Sie auch das orange-braune Zeug, das nach ein paar Jahren versprödet und in sich zusammenkrümelt? Zurück bleiben Hohlräume in Fensterfugen und hinter Türzargen. Natürlich wird Ihnen erst mal jeder Handwerker entgegnen, dass er natürlich nur "hochwertigen" Bauschaum verwendet, was auch immer das sein mag. Wie ist Bauschaum zertifiziert? Hat dieses Allheilmittel - was haben die deutschen Handwerker nur gemacht, bevor man Silikon und Bauschaum erfunden hat? - zugesicherte Eigenschaften nach DIN? Gehen wir nun zum Kernthema: Wie ist ein Fenster richtig anzuschließen? Die meisten Verträge sind wohl VOB-Verträge. DIN 18 355 Tischlerarbeiten regelt bereits Mindestanforderungen.3.5.3 Die Abdichtung zwischen Außenbauteilen und Baukörper muss dauerhaft und schlagregendicht sein. Die auf der Rauminnenseite verbleibenden Fugen zwischen Außenbauteilen und Baukörper sind mit Dämmstoffen vollständig auszufüllen. Es handelt sich also um ein System, welches abdichtet und gleichzeitig dämmt. Es soll zwar dicht halten, aber nicht vollkommen dicht sein: das bedeutet, dass eine Dampfdiffusion bei gleichzeitiger Dichtwirkung abzusichern ist.
Dies garantiert Bauherren, Planern und Verarbeitern größte Sicherheit. Ich möchte jedem Bauherren dringend raten, sich die Eignung des vorgesehenen Systems nachweisen zu lassen. Sicher liegen Sie z.B., wenn eine ift-Zertifizierung gegeben ist. Das ift ist das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim und wie der Name es sagt, befasst man sich dort mit der Entwicklung und Dokumentation der Allgemein anerkannten Regeln der Technik. Da diese Einrichtung gewissenhaft arbeitet, können Sie sicher sein, dass die dort ausgesprochenen Empfehlungen nur im Sinne von Sicherheit am Bau in Bezug auf regelgerechte bauphysikalische und konstruktive Details ausgesprochen werden. Informieren Sie sich, was die DIN-Fraktion zu sagen hat:
Aus aktuellem Anlass habe ich diesen Teil erweitert. DIMaGB, 07.03.2002 |
Anforderungen (ein Exzerpt) Die Erhöhung der Anforderungen an den Wärmeschutz und an die Dichtheit der Gebäudehülle sowie eine Analyse der Bauschäden im Bereich der Gebäudehülle, erfordern die Einhaltung der geltenden Normen und die Berücksichtigung der bauphysikalischen Grundsätze beim Einbau von Fenstern. "Bauprodukte dürfen nur verwendet werden, wenn bei ihrer Verwendung die baulichen Anlagen bei ordnungsgemäßer Instandhaltung während einer dem Zweck entsprechenden angemessenen Zeitdauer die Anforderungen erfüllen und gebrauchstauglich sind". Übersicht der Einwirkungen auf Fenster und Fassaden mit Hinweisen zu geltenden Normen und Richtlinien
Um Schäden im Anschlussbereich zu vermeiden, muss die Einbindung von Fenstern und Fassaden in die Gebäudehülle geplant werden. Das Bauteil muss im eingebauten Zustand den vg. Anforderungen genügen. Alle bisher genannten Anforderungen und Bewegungen aus der Rahmenkonstruktion und aus dem Bauwerk sind in der Anschlussfuge auf zunehmen und auszugleichen. Der fachgerechten Gestaltung der Anschlussfuge, d. h. Konstruktion, Fugengeometrie, Befestigung, Dämmung und Abdichtung, kommt also große Bedeutung zu, um obigen Anforderungen zu genügen. Die Gebrauchstauglichkeit des Fensters und der Fassade steht und fällt mit der Anschlussausbildung. Für die Beurteilung, ob und in welchem Umfang das Fenster oder die Fassade in der Außenwand den Anforderungen, die sich aus den Umgebungseinflüssen ergeben, gerecht wird, eignet sich das Ebenenmodell. Die grundsätzlichen bauphysikalischen Anforderungen werden in zwei getrennten Funktionsebenen erfüllt, die Funktionen im dazwischen liegenden Bereich zusammen gefasst und in technische Eigenschaften umgesetzt. Diese einzelnen Ebenen und Bereiche müssen in der Konstruktion erkennbar und ausführbar sein. Ebene 1, Trennung von Raum- und Außenklima: Die Trennung muss in einer Ebene erfolgen, deren Temperatur über der Taupunkttemperatur des Raumklimas liegt. Die Ebene muss über die gesamte Fläche der Außenwand erkennbar sein und darf nicht unterbrochen werden. Ausgehend von einem Raumklima von z. B. 20° C, 50 % rel. Luftfeuchte, muss wegen der zugehörigen Taupunkttemperatur von 9,3° C die Trennung in Bereichen über 10° C liegen. Damit wird unter den angenommenen Bedingungen, die gemäß DIN 4108-3 bei feuchteschutztechnischen Betrachtungen zugrunde zu legen sind, Tauwasser an der Oberfläche und in der Konstruktion vermieden. Für die Beurteilung der Gefahr der Tauwasserbildung ist die Betrachtung des Isothermenverlaufes hilfreich. Bereich 2, Funktionsbereich: In diesem Bereich werden insbesondere die Eigenschaften Wärme- und Schallschutz über einen angemessenen Zeitraum (siehe auch Bauproduktengesetz § 5 Brauchbarkeit) sichergestellt. Bei geschlossenen Systemen, wie z. B. Mehrscheiben-Isolierglas, Sandwich-Paneele, ist der Randbereich und bei offenen Systemen, wie z. B. Verbundfenster und Kaltfassaden, das gesamte System über den Wetterschutz mit dem Außenklima zu verbinden. Allgemein formuliert heißt dies, der Funktionsbereich muss "trocken bleiben" und vom Raumklima getrennt sein. Ebene 3, Wetterschutz: Die Ebene des Wetterschutzes verhindert weitgehend den Eintritt von Regenwasser (Schlagregen) von der Außenseite. Eingedrungenes Regenwasser muss kontrolliert und direkt nach außen abgeführt werden. Zugleich muss die Feuchtigkeit aus dem Funktionsbereich nach außen entweichen können. Eine Luftströmung von der Raum- zur Außenseite durch Anschlussfugen muss ausgeschlossen werden. Die Anschlussfuge muss raumseitig luftdicht sein. Die beschriebenen Modelle sind allgemeingültig auf mitteleuropäische Klimaverhältnisse und auf Räume mit normalem Innenklima abgestimmt. Bei gekühlten und klimatisierten Räumen ist das System Objekt bezogen zu überprüfen. In die Betrachtung und Bewertung muss die gesamte Außenwand einbezogen werden. Diese Modelle gelten nicht für Kühlräume und nicht für Gebäude in tropischen Breiten. Mit der Erfüllung der bauphysikalischen Anforderungen an den Anschlussbereich sind wesentliche Voraussetzungen geschaffen: - die dem Nutzer ein angenehmes und gesundes Raumklima ermöglichen Einbauebenen: Aus den gewonnenen Erkenntnissen leiten sich Empfehlungen an die, dem jeweiligen Außenwandsystem entsprechenden, Einbauebenen für Fenster im Leibungsbereich ab. Günstige Einbauebenen von Fenstern zur Vermeidung von Tauwasser sowie zur Reduzierung von Wärmeverlusten sind: - bei monolithischer Außenwand der mittlere Leibungsbereich Der Temperaturverlauf durch die Außenwand und durch das Bauteil Fenster ist hierfür bestimmend. Wasserdampfdiffusion: Im Winter ist die absolute Luftfeuchtigkeit in der Regel raumseitig höher als außenseitig, d. h. raumseitig stellt sich ein höherer Wasserdampfteildruck ein als außenseitig. Dies hat zur Folge, da sich ein Dampfdruckgefälle einstellt, was zu einem Wasserdampfstrom von innen nach außen führt. Bei nebeneinander liegenden Bauteilen mit unterschiedlichen m -Werten ist der Baustoff mit den niedrigsten m -Werten für den Diffusionsstrom maßgeblich. Wird beispielsweise ein Dichtstoff mit einem sehr hohen Wasserdampf-Diffusionswiderstand in die Fuge eingebracht, gleichzeitig aber ein poröser Außenwandstein verwendet, so wird der Diffusionsstrom über die Außenwand erfolgen. Eine Luftströmung von der Raum- zur Außenseite in der Anschlussfuge muss ausgeschlossen werden. Der Anschluss muss raumseitig luftdicht sein. Es gilt der Grundsatz: Zusammenfassung: - klare Trennung der Funktionsebenen und des Funktionsbereiches Die Konstruktion muss raumseitig umlaufend luftdicht ausgeführt werden (Ebene 1). Die Trennung von Raum- und Außenklima (Ebene 1) ist dampfdiffusionsdichter auszuführen als der Wetterschutz (Ebene 3). Die Regendichtheit der äußeren Wetterschutzebene (Ebene 3) ist sicherzustellen, eventuell eingedrungene Feuchtigkeit muß kontrolliert nach außen abgeführt werden können. Literaturquelle: "Leitfaden zur Montage" | ||||||||||||||||||
Neu ab 01.2005 ATV VOB/C): | ||||||||||||||||||
Änderung VOB/C | ||||||||||||||||||
Die neue Flachleiste von illbruck für die Sanierung Die innere und äußere Abdichtung sowie die Dämmung der Anschlussfugen werden nach dem Stand der Technik gefordert, das heißt: innen dichter als außen. Bei der Fenstererneuerung in der Sanierung suchen Planer und Entscheider Lösungen, die sich schnell, leicht und kostengünstig realisieren lassen. Für diesen Einsatzbereich hat illbruck die illmod i-Flachleiste neu entwickelt. Diese Innovation bietet bauphysikalische und optische Vorteile. Die Leiste ist für die innere Abdichtung bestimmt, die luftdichter als die äußere ausgeführt werden muss. Dadurch ist ein deutliches Dampfdruckgefälle von innen nach außen gegeben, was der RAL-gütegesicherten Fenstermontage entspricht. Quelle: Newsletter 25.03.2002 von newsbuilder.net | ||||||||||||||||||
Theorie und Praxis: häufige Murksbeispiele Mittlerweile ist verschütt gegangen, dass man früher mal mit kleinformatigen Ziegeln gemauert hat. Das Normalformat NF beträgt 240 x 115 x 71 mm. Daraus wurden die Mauerwerksraster abgeleitet. Mit Fugenanteil 10 mm kommt man auf das Raster von 25 cm und die Maße an sich passen wiederum hierein: Steinbreite: 2 x 115 mm + 10 mm Fuge = 240 mm. Also sind zwei Läufer nebeneinander zzgl. 10 mm Fuge so breit wie ein Binder, nämlich 240 mm. Usw. usf. ergeben sich auch Maße für einen Fensteranschlag. | ||||||||||||||||||
An dieser selten schönen Skizze erkennen Sie, wie das Maß für einen Fensteranschlag mit einem Viertelstein entsteht. Das sind 250 mm : 4 = 62,5 mm - 10 mm Fuge = 52,5 mm für den Stein.Der Anschlag hat also die Rohmaße 6,25 cm in der Breite und 11,5 cm in der Tiefe. Dazu kommen dann noch die Putzstärken innen (15 mm z.B.) und außen (25 mm z.B.) und man kommt auf eine Wandstärke von 36,5 + 4,0 = 40,5 cm Fertigmaß. Hierein passt sehr gut das Rahmenprofil des Fensters, das bei 60 - 70 mm Bautiefe liegt und verschiedene Ansichtsbreiten hat. Klar muss immer sein, dass von den so genannten Ansichtsbreiten stets etwas verloren geht: nämlich das, was hinterm Anschlag liegt. Gekennzeichnet habe ich: mit (K) die Stelle für das Kompriband, (D) steht für Dämmung und (V) soll die Versiegelung sein. Diese Skizze stellt die ideale Einbausituation dar, sowohl diffusionstechnisch als auch hinsichtlich Wärmedurchgang und Schallschutz. Genau beschrieben nach Stand der Technik und Regeln der Technik ist alles weiter oben. | ||||||||||||||||||
| Auch der Laie dürfte erkennen, dass der Schallschutz am besten ist, je größer die Überlappung des Steins vom Mauerwerksanschlag ist. Auch dürfte nachvollziehbar sein, dass es der Schall am leichtesten hat, rein zu kommen, je größer die Fugen sind. Ohne Fugen wiederum gelingt es nicht, das Fenster in die Mauerwerksöffnung zu "fädeln". Aber wie sieht die Praxis aus? Ich sag´ s Ihnen: erschütternd.
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Merkblatt: Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Befestigung und Abdichtung von Fenstern und Außentüren im Neubau Um eine ordnungsgemäße Befestigung und Abdichtung von Fenstern und Außentüren durchführen zu können, müssen an der dafür vorgesehenen Bauwerksöffnung bestimmte Voraussetzungen gegeben sein: Die Bauwerksöffnungen sind unter Einhaltung der Toleranzen nach DIN 18202 Tabelle 1 und 2 erstellt worden.
Ist eine Abdichtung mit elastischem Dichtstoff oder Kompriband vorgesehen, müssen die Mauersteinfugen bündig abgestrichen und die Fugenflanken vollfugig hergestellt sein (in Anlehnung an DIN 18540 Abschnitt 5.1). Diese Leistung ist durch das entsprechende Vorgewerk zu erbringen. Für den vertikalen Lastabtrag und die Abdichtung des Fensters ist eine untere Auflagefläche erforderlich, sofern im Leistungsverzeichnis nichts anderes festgelegt ist. Beim Aufmass und vor der Montage sind die oben genannten Voraussetzungen zu überprüfen. Sind diese nicht gegeben, hat der Auftragnehmer im Sinne von VOB Teil C DIN 18355 Abs.3.1.2 schriftlich Bedenken geltend zu machen. Die Montage sollte erst dann durchgeführt werden, wenn die Gründe für die Bedenken beseitigt wurden, oder wenn eine ausdrückliche schriftliche Anordnung der Bauleitung vorliegt, trotz der geäußerten Bedenken die Montage fortzusetzen. Eine Gewährleistung für damit in Zusammenhang stehende Mängel und Folgeschäden (z.B. Undichtigkeiten, Feuchteschäden) sollte unbedingt abgelehnt werden. Sollten sich aufgrund fehlender, oben beschriebener Voraussetzungen Behinderungen und Unterbrechungen/Wartezeiten beim Montageverlauf ergeben, müssen diese dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich angezeigt (VOB Teil B § 6 Abs.1) und können entsprechend in Rechnung gestellt werden. Dies gilt ebenfalls für aus der Bausituation heraus zu leistende Mehrarbeiten des Auftragnehmers. Im Falle einer Altbausanierung sind besondere Bedingungen zu beachten. Dennoch ist auch hier mindestens Schlagregendichtheit außen und Luftdichtheit innen herzustellen. Viel mehr erfahren Sie unter www.fensterberater.de, zwar mit einer unglaublich unübersichtlichen Navigation, dafür mit gutem Hintergrundwissen und einigen Details. | ||||||||||||||||||
Was war der Anlass? Eine Frage im Bauherren-Forum: Bauschaum Hallo, Mit was für einem System macht man denn nun einen vernünftigen Fensteranschluss? | ||||||||||||||||||
Antwort: Hallo, Herr H., nur weil es Schaum gibt, heißt das noch lange nicht, dass man den Mist ständig einsetzt. Und wenn bei ift was von Dämmstoffen zu lesen ist, ist das nicht falsch, aber wer sagt, dass Bauschaum ein Dämmstoff ist? Das Problem beginnt damit, dass viel zu große Öffnungen hergestellt werden - oder dass zu kleine Fenster für bestehende Öffnungen gebaut werden. Toleranzen müssen zwar sein (sonst bekommt man auch ein Fenster nicht montiert), aber wie sieht denn die Praxis aus? Das Fenster schwebt in der Öffnung und rundherum sind um die 5 cm Fuge. Dann wird das Ganze mit Bauschaum zugeschmiert, von außen und von innen mit Putz überschmiert - und bereits nach wenigen Jahren gibt es die ersten Hohlräume, weil der Schaum in sich zusammenfällt. Vielleicht haben Sie schon mal so krümeliges braunes Zeug gesehen. Die Fensteröffnung hat so zu sein, dass der Rahmen gegen das Mauerwerk schlägt (es überdeckt, daher kommt ja auch der Name Anschlag). Zwischen Rahmen und Mauerwerk gehört ein Moosgummiband, kleine (!!!) Hohlräume stopft man am besten mit Mineralwolle aus (ein vernünftiger Fensterbauer weiß, was fest stopfen bedeutet), es soll keine Luftblasen geben. Von innen kann man mit Silikon o.ä. verfugen. Noch besser ist: außer dem Moosgummi alles mineralisch, z.B. den Fensteranschlag beiputzen, damit der Rahmen gut anliegt. Kleine Fugen, die man mit Mörtel, schließen kann. Schallschutz kann man weder mit Schaum, Fugenmaterial oder gar von außen mit WDVS erreichen! Schallschutz kann man nur mit massivem Material erreichen, das ist beim Fenster der gemauerte Anschlag. Deshalb ist eine glatte Leibung schalltechnisch immer problematisch. Vor der Benutzung meiner Linklisten habe ich aber gewarnt: glauben Sie um Gottes Willen nicht alles, was Ihnen auf den Seiten weis gemacht wird. Nicht alles, was modern ist, ist auch gut. Wie haben die Leute damals den Kölner Dom gebaut, ganz ohne den ganzen modernen Blödsinn von heute, ganz ohne Bauschaum, Silikon, Kunststofffenster, Bauchemie und EnEV? Aber danke für den Tipp, ich werde demnächst mal den Beitrag durch eine Ausführungsskizze ergänzen.
Neu seit 2005: doch wieder MiWo statt Schaum | ||||||||||||||||||
Der richtige Einbau macht’s Gemäß der Energieeinsparverordnung (EneV) muss die äußere Gebäudehülle luftundurchlässig ausgeführt werden. Das heißt, auch Fenster und Türen müssen luftdicht schließen. Heutige Konstruktionen erfüllen diese Anforderungen auch. Jedoch wird bei der Planung oft nicht an die Bauanschlussfuge gedacht. Bei der heute vorgeschriebenen Bauweise reicht ein reines Abdichten mit wärmedämmenden Materialien in den allermeisten Fällen nicht aus. Die Fuge zwischen Mauerwerk und Fenster muss neben der äußeren Abdichtung gegen Schlagregen auch innenseitig luftdicht abgeschlossen sein. Wird dies versäumt, entsteht ein regel-rechter „Düseneffekt“: Die feuchte Luft strömt in die mangelhaft abgedichtete Fuge förmlich hinein, kondensiert dort und sammelt sich als Wasser zwischen Fenster und Wand an. Die Folge sind Schimmelpilzbildung oder sogar Feuchteschäden an der Bausubstanz. Doch diese unangenehmen Folgen lassen sich vermeiden. Voraussetzung ist, der Fenstereinbau wird nach dem Stand der Technik ausgeführt. Zuerst wird die Fuge zwischen Fenster und Wand mit Montage-Schaum, Mineralwolle oder Hanf ausgefüllt. Die luftdichte Abdichtung von innen erreicht man am besten, indem man die Fuge zusätzlich mit einer speziellen Klebefolie oder einem Dichtband umklebt. Wind- und schlagregendicht von außen, luft- und diffusionsdicht von innen ist also die ideale Lösung. Auch für Sanierungsfälle gibt es passende Möglichkeiten. Bei geringen Fugenbreiten ist innen die Abdichtung mit Silikon oder anderen spritzfähigen Dichtstoffen geeignet. Spezielle Deckleisten mit diffusionsdichten, vorkomprimierten Dichtbändern sind ebenfalls eine gute Lösung. Diese Grundregeln gelten unabhängig vom Fensterrahmenmaterial und sollten bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Beim fachgemäßen Abdichten der Bauanschlussfuge handelt es sich um eine zusätzliche Leistung, die sowohl vom Fensterhersteller als auch vom Folgehandwerker – zum Beispiel vom Putzer – ausgeführt werden kann. Weitere Informationen zu Fenster aus Holz: Initiative ProHolzfenster e.V., Kandlstr. 26, 93098 Mintraching, Tel. 09406 / 959906, E-Mail: info@proholzfenster.de, Internet: www.proholzfenster.de. |
Fenster anschließen, Teil 2 |
So schön kann man Fensterbänke auf Bauschaum verlegen. |
Es dürfen auch schon mal verschiedene Sorten sein.Das geht schnell, spart Mörtel und Arbeit - und taugt nichts. |
Das Fenster ist mit einem Klebeband "dicht" an derRohbauwand angeschlossen. Zumindest hat es den Anschein. Oben sieht man den Deckenanschluss (Gipskarton), der blaue Streifen ist die Schnittkante der Dampfsperre.
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Hier ein Blick hinter die Kulissen: erstklassiger Murks.Auf dem rauen und löcherigen Untergrund hat das Dichtband natürlich keinen Sinn, außer den Baupfusch zu überdecken. Was der Bauschaumklops in der Ecke soll - wer weiß? |
| Hier dasselbe traurige Bild: offene Löcher in der Ecke, raue Untergründe, wo kein Dichtband Halt finden kann, und immer mal wieder Bauschaum. |
Moderne Holzfenster – die pflegeleichten Möbelstücke Den hohen Verbraucher-Anforderungen kommen die heutigen Holzfenster insbesondere in Sachen Pflegeleichtigkeit entgegen. Fensterhersteller wie Lackhersteller verknüpft eine enge Partnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Pflege der wertvollen Holzoberflächen so einfach wie möglich zu machen. Neue Oberflächenverfahren wie zum Beispiel Hydrohobeln, Fugenversiegelung oder Vierschicht- statt der früher üblichen Zweischicht-Systeme machen die Fenster widerstandsfähig. Auch technische Neuerungen in Konstruktion und Verarbeitung tragen dazu bei. Quelle: Pressedienst "Fenster aktuell" 04.2004 |
Fenster können auch anders! Schiebefenster zum Beispiel lassen sich nicht nur zur Seite schieben, sondern – wie man es aus amerikanischen Filmen kennt – ganz einfach nach oben. Dabei wird meist nur der untere Fensterflügel über einen weiteren Flügel oder eine Festverglasung hochgeschoben. Neue Techniken ohne Seilzug und Bleigewichte machen diese Systeme mit hohem Bedienungskomfort nahezu wartungsfrei und von der Preisgestaltung her interessant. Praktisch: Selbst beim Lüften steht kein Fensterflügel störend im Raum, und er kann auch nicht bei einem Windstoß unerwartet zuschlagen. Schwingfenster drehen sich um eine mittlere Achse und können in verschiedenen Stellungen arretiert werden. Gut ist es, wenn sie sich zum Reinigen um 180 Grad wenden lassen. Sie werden gerne im Dachbereich eingesetzt, sind aber auch eine interessante Variante für Großflächenfenster. Es gibt sie übrigens auch in ovaler oder kreisrunder Form. Beim Senk-Klapp-Fenster ist der Flügel unten nach außen ausklappbar, was ebenfalls Platz im Innenraum spart. Zum schnellen Lüften wird er waagrecht gestellt und zum Reinigen um 180 Grad geschwenkt. Senk-Klapp-Fenster haben eine schmälere Rahmenansicht als Schwingflügel. Sie lassen sich auch flächenbündig in moderne Fassaden bestens integrieren. Parallel-Abstell- oder Ausstellfenster sind eine intelligente Lösung insbesondere als Lüftungselement für Fassaden-Systeme: Parallel zum Blendrahmen wird der Fensterflügel nach außen abgestellt. Der umlaufende Öffnungsspalt bringt genügend Frischluft nach innen, selbst wenn von außen nicht sichtbar ist, dass soeben gelüftet wird. Gerade auch bei anstehenden Renovierungsmaßnahmen lohnt es sich darüber nachzudenken, welche Anforderungen man an sein neues Fenstersystem stellt. Alle Lösungen lassen sich mit Holzfenstern oder Holz-Alu-Fenstern umsetzen. Holzfenster-Fachbetriebe geben zu den unterschiedlichen Möglichkeiten kompetente Auskunft. Quelle: Pressedienst "Fenster aktuell" 04.2004 |
Informationen zu Fenstern aus Holz und ein Fachbetriebsverzeichnis gibt es hier: |
Beispiel: Fensterliste für ein EFH (06.2004) Bauvorhaben:
Insgesamt = 12 Fensterelemente + 1 Haustürelement |
Sicherheit fürs Cocooning |
Neue Fenster sparen Geld Verschiedene Systeme sind inzwischen auf dem Markt, vom reinen Holzfenster bis hin zu Holzfenstern mit einem Kern aus Kork oder Holzfasern. Damit werden Dämmwerte mit einem U-Wert von 0,8 W/(m2K) und weniger erreicht. Mit ihrer hohen Dämmwirkung helfen Holzfenster dabei, im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen zu halten. Und man weiß: Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben. Das ist gut fürs Wohnraumklima. Quelle: Pressedienst "Fenster aktuell" 07.2004 |
Die Haustür – Ihre Visitenkarte! In Sachen Sicherheit gilt: An Tür und Fenster sollten die Anforderungen stets gleich hoch sein. Alles andere macht wenig Sinn. Denn jede Kette kann nur so stark sein wie ihr schwächstes Glied. Hat der Bauherr einbruchhemmende Fenster gewählt, sollte selbstverständlich auch die Haustür einbruchhemmende Merkmale aufweisen. Auch dazu wissen Fenster- und –türenfachbetriebe kompetenten Rat. |
Wohnen mit Stil Quelle: Pressedienst "Fenster aktuell" 07.2004 |
Das Deutsche Fenstermuseum In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Gebäuden, in denen Holzfenster vergangener Epochen vorzufinden sind. Darunter auch bedeutende Fenster, die einige hundert Jahre sind. Ortsansässige Schreiner und Kunsthistoriker sind nur selten in der Lage, eine qualifizierte Bewertung dieser handwerklichen Kostbarkeiten vorzunehmen. Von welcher Stelle kann der interessierte Bauherr kompetenten Rat erwarten? Wer kann historische Fenster seriös datieren, schätzt seine Bedeutung ein und ermittelt gegebenenfalls seinen Wert? Wo gibt es vergleichbare Funde? Welche Sanierungsmöglichkeiten gibt es? Nicht nur auf diese Fragen gibt es im Internet unter www.das-deutsche-fenstermuseum.de Antworten. Im Internetmuseum haben interessierte Besucher auf bislang einmalige, fast spielerische Weise die bequeme Möglichkeit, sich in grafisch aufwändig eingerichteten, dreidimensionalen Räumlichkeiten mit der Entwicklung des Fensters zu beschäftigen. In einer ständigen Ausstellung, untergebracht in sechs (Zeit-) Räumen, informieren ausgesuchte Fensterexponate über die Geschichte und die Eigenarten der jeweiligen Konstruktionen. Basierend auf einer Sammlung von mehreren hundert Ausstellungsstücken ist bereits für zukünftige Sonderausstellungen gesorgt. Besonders erwähnenswert ist der im Museum ansässige, aus anerkannten Experten verschiedener Fachgebiete bestehende Beirat. Jeder Interessierte kann diesem Gremium Fragen zu historischen Fenster stellen und von dort kompetente Antworten erwarten. Ob reine Neugier oder gezielte Suche: Der Besuch im Deutschen Fenstermuseum lohnt sich in jedem Fall. Quelle: Pax Fenster, PaXclassic GmbH |
PaXClassic bietet zehn Jahre Oberflächengarantie auch auf Denkmalschutzfenster Quelle: PaXclassic GmbH |
Neu! PaXclassic „Fenster im Baudenkmal“ 2002, Tagungsbeiträge PaXclassic, „Fenster im Baudenkmal“ 2000, Tagungsbeiträge PaXclassic, „Fenster im Baudenkmal“ 1998, Tagungsbeiträge PaXclassic, „Fenster im Baudenkmal“ 1996, Tagungsbeiträge Bei einem verantwortungsvollen Umgang erfordern alte Fensterkonstruktionen ein hohes Maß an Fachwissen aller Beteiligten. Als Ratgeber will dieser Band Grundkenntnisse zu denkmalpflegerischen Aspekten bei Erhalt und Ersatz von Fenstern vermitteln. Die Bedeutung und Entwicklung von Farbe, Glas und Beschlägen historischer Fenster ist eine wesentliche Grundlage für den Umgang mit diesen anspruchsvollen Bauteilen. Fundiertes Fachwissen vermittelt das Förderprojekt des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau "Erhaltung der Kastenfenster durch gezielte Verbesserungsmaßnahmen". Ein Maßnahmenkatalog zur Renovierung historischer Fensterkonstruktionen mit einer Auswertung der Zeitdaten aus bereits erfolgten Sanierungen hilft bei der Kostenschätzung anstehender Arbeiten. "Müssen moderne Normen immer beachtet werden?" oder "Muß eine Regenschutzschiene sein"? Antworten zu diesen Fragen finden sie neben weiteren interessanten Themen in dieser Broschüre. Umfang 102 Seiten, 97 farbige Abbildungen, 30 S/W- Abbildungen, zahlreiche Tabellen, 10 Autoren Erschienen im Lukas Verlag, Preis: €17,50/Exemplar + €3,58/Versand per Postnachnahme zu bestellen: mit dem Bestellformular oder per Fax: 03 43 45/ 2 33 41 |
Eiche und Lärche auf dem Vormarsch | |
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Äußerst standhaft – auch wenn’s brennt | |
Die Fensteranschlußfugen – Nur eine "Rand"-Erscheinung? |
Glasabdichtung am Holzfenster mit Dichtstoffen |
Fachbeitrag zum IVD-Merkblatt Nr. 9 |
Dichtstoffe für Verglasungsarbeiten Die Seiten: |