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Ihm steht ein (schlechter) Ruf gegenüber, der eigentlich nicht zu rechtfertigen ist. Sicherlich waren vor nicht allzu langer Zeit viele Flachdächer undicht und sicherlich gibt es auch heute noch eine Menge undichter Flachdächer. Warum ist das so? werden Sie sich fragen. Versuchen wir Antworten zu finden. Flachdächer kann man grob in zwei Ausführungen unterteilen. Das einschalige nicht belüftete Dach und das zweischalige belüftete Dach. Als Untergruppierung der einschaligen Konstruktionen ist noch das Umkehrdach zu erwähnen, bei dem die Wärmedämmung oberhalb der Abdichtung angeordnet ist. Der wesentliche Unterschied zwischen einschaligem (Warmdach) und zweischaligem (Kaltdach) besteht in der Tatsache, dass hier eine Belüftung der Dämmung entweder stattfindet oder nicht. Beim zweischaligen Dach kann eindiffundierte Feuchtigkeit mit dem Luftstrom abgeführt werden. Das setzt allerdings voraus, dass die Belüftung ausreichend dimensioniert ist, dass sie nicht behindert wird. Behinderungen können z. B. sein: Bäume vor den Lüftungsöffnungen, Rankgewächse an der Fassade, in der Konstruktion quer zur Lüftungsrichtung verlaufende Träger, aufgequollene Wärmedämmungen. Nachteil: Dämmungen können nur sehr aufwändig verbessert werden. Bei den hauptsächlich im Flachdachbereich eingesetzten einschaligen Dächern handelt es sich um eine Standardkonstruktion. Hier kann bei einer Sanierung ohne weiteres die Dämmstoffdicke erhöht werden. Hierin ist es auch zu begründen, dass gem. der EnEV bei Flachdächern im Zuge einer Sanierung ein U-Wert von 0,25 W/m²xK gefordert wird, wo hingegen beim Steildach weiterhin ein Wert von 0,30 W/m²xK angeordnet ist. Die Konstruktionen Flachdächer haben den Vorteil, dass der Arbeitsraum im Gebäudeinneren optimal genutzt werden kann, wobei die Gebäudehöhe je nach Bebauungsplan einfach einzuhalten ist. Weiterhin sind leichte Konstruktionen möglich. Hier sind insbesondere die Trapezbleche zu nennen, die ohne Probleme Bereiche von 5 m ohne Auflager überspannen können. Andere Möglichkeiten sind reine Holzkonstruktionen oder Betonflächen. Betonkonstruktionen haben den enormen Vorteil, dass es wesentlich einfacher ist, eine luftdichte Ausführung der Konstruktion zu erstellen. Im Grunde ist sie ja gleich gegeben, während bei Trapezblechen und Holzkonstruktionen die Luftdichtigkeit mit der Dampfbremse /-sperre erreicht werden muß. Trapezblechdachkonstruktionen und auch Holzkonstruktionen haben den Vorteil, dass es ohne großen technischen Aufwand möglich ist, ein leichtes Gefälle, wie es in den Fachregeln für Abdichtungen mit 2% gefordert ist, auszubilden. Bei Betonflächen muß dieses entweder durch einen Estrich, mit dadurch bedingtem erhöhten Gewicht, oder mittels einer Gefälledämmung erreicht werden. Dachflächen ohne Gefälle gelten im Sinne der Regeln als Sonderkonstruktionen, die eine erhöhte Anforderung an die Abdichtung gestellt wird. Der Aufbau Auf die Unterkonstruktion kommt in der Regel die Dampfbremse /-sperre. Bei Holzkonstruktionen mit Rauspundschalung ist allerdings erst eine Trennlage erforderlich. Sie soll verhindern, dass die Dampfbremse /-sperre bei Bewegungen des Holzes durch Trocknen oder Quellen beschädigt wird. Als Dampfbremsen oder Dampfsperren empfehlen sich grundsätzlich entsprechende PE-Folien oder Dachbahnen mit je nach Erfordernis unterschiedlichen Trägereinlagen. So muß in der Bauphysik des Flachdachs allerdings beachtet werden, dass die Abdichtungslagen selber dampfdichter sind, als es bei einem Ziegeldach der Fall ist. Daraus folgt, die Dampfbremsen müssen einen höheren Sperrwert aufweisen. Es gilt auch hier der Grundsatz: von innen nach außen muß die Konstruktion (der Systemaufbau) diffusionsoffener werden. Hier kommen die PE-Folien oft nicht in Frage, bituminöse Abdichtungen haben von Haus aus einen recht hohen Sperrwert. Dennoch werden Folien oft bei Trapezblechdachkonstruktionen eingesetzt. Ein problematischer Einsatz. Die Folien sind sehr dünn und damit nicht ausreichend geschützt gegen mechanische Beschädigungen während der Ausführungsphase. Die Randbereiche können nur mit Klebern luftdicht angeklebt werden, bei Folien ein Problem. Die Nähte und Stöße der Bahnen müssen untereinander verklebt werden, was im Bereich der Tiefsicken der Trapezbleche nicht immer gelingt. Hier eignen sich eindeutig bituminöse Dampfsperren besser. Zu erwähnen wäre als Beispiel die G 200 S4 + AL ( Bitumen-Schweißbahn mit 200 g/m² Glasgewebeeinlage + Alu-Band ). Die Nahtverschweißung erfolgt grundsätzlich auf den Obergurten der Bleche. Stöße können recht gut auch über den Tiefsicken ausgebildet werden. Bei der Verlegung auf Trapezblechen muß darauf geachtet werden, dass die Bleche nicht mit dem Schweißbrenner beschädigt werden. Dachbahnen für das Gieß- und Einrollverfahren mit Heißbitumen sind als Dampfsperren auf Trapezblechen ungeeignet, bei Betonkonstruktionen und bei Holzkonstruktionen mit der Trennlage ausführbar. Dampfbremsen oder Dampfsperren werden im Randbereich an Attiken oder aufgehende Bauteile grundsätzlich bis zur Oberkante der Dämmungen hochgezogen. Als Dämm-Material eignet sich:Mineralfaser, Polystyrol PS, Expandierters Polystyrol EPS, extrudiertes Polystyrol XPS und.Schaumglas. Alle Produkte außer dem Schaumglas gibt es sowohl mit einer Wärmeleitgruppe von 035 W/mxK als auch mit 040 W/mxK. Mineralfaserdämmungen haben den Vorteil, dass sie etwas einfacher fugenfrei zu verlegen sind, nicht ausgasen oder Reaktionen mit den Abdichtungen eingehen. Weiterhin tragen sie aufgrund des höheren Gewichtes etwas mehr dem sommerlichen Hitzeschutz und dem Schallschutz bei. Polystyrole sind leichter und feuchtigkeitsunempfindlicher. Es gibt sie sowohl als Klappbahnen, Rollbahnen oder Plattenware, letztere mit einer Kaschierung oder ohne. Bei Klappbahnen und Rollbahnen kann u. U. die Kaschierung als erste Lage der Abdichtung gezählt und verwendet werden. Extrudiertes Polystyrol gibt es nur als Plattenware unkaschiert. Hier sind Trennlagen zwischen der Dämmung und den Abdichtungen anzuordnen. Extrudiertes Polystyrol kann auch als Umkehrdämmung verwendet werden. Bei Schaumglas auf Betonkonstruktionen ist eine Dampfsperre nicht erforderlich. Es ist stark druckbelastbar und nach dem Einbau feuchteunempfindlich. Abdichtungen werden grob in zwei verschiedene Ausführungen unterteilt
Bituminöse Aufbauten sind mindestens zweilagig, während die Folienabdichtungen grundsätzlich einlagig ausgeführt werden. Bei den Bitumenbahnen unterscheidet man zwischen den Dachdichtungsbahnen und den Schweißbahnen. Eine weitere Unterteilung gibt es für die Normalbitumen-Bahnen, die Elastomerbitumen-Bahnen und die Plastomerbitumen-Bahnen. Normalbitumen-Bahnen und Elastomerbitumen-Bahnen lassen sich untereinander kombinieren, ebenso wie Normalbitumen-Bahnen und Plastomerbitumen-Bahnen. Elastomer- und Plastomerbitumen sollte man nicht kombineren. Die immer höher werdenen Ansprüche an die Abdichtungen haben dazu geführt, dass die Dachdichtungsbahnen, die ja mit Heißbitumen verklebt werden müssen, mehr und mehr vom Markt verdrängt werden, weil es Elastomer- oder Plastomerbitumen nicht als Blockware gibt. Es würden also hochwertige Bahnen mit minderwertiger Masse verklebt werden. Ein weiterer Nachteil des Heißbitumens ist, dass das Bitumen im Bereich der Nähte und Stöße der Oberlagen herausquillt und deshalb bei Dachflächen mit einer beschieferten Oberlage ohne zusätzliche Kiesschicht abgestreut werden muß. Die Erfahrung zeigt, dass die nachträglich aufgebrachte Bestreuung nicht lange hält und oftmals zu verstopften Dachabläufen geführt hat. Es ist also ein Trend zu Schweißbahnen erkennbar, die auch technisch ohne viel Equipment zu verarbeiten sind. Das gilt auch für die Vielzahl an Folienabdichtungen. Hier gibt es die Möglichkeiten des Quellschweißens, des Heißluftschweißens, Nahtbänder, Verklebens und der vorkonfektionierten Folien, die vorgefertigt angeliefert werden und nur noch auf der Dachfläche ausgebreitet werden müssen. Abichtungsaufbauten werden bei Folien grundsätzlich lose verlegt mit mechanischer Fixierung der Oberlage durch den Aufbau in der Unterkonstruktion oder mit Auflast, wie Kiesschüttungen oder Plattenbelägen oder einer Kombination aus allem. Bituminöse Aufbauten können lose verlegt werden mit mechanischer Fixierung der Oberlage durch den Aufbau in der Unterkonstruktion, sie können als verklebte Aufbauten ausgeführt werden oder nur mit Auflast oder mit einer Kombinationaus allem. Grundsätzlich müssen die Anforderungen der Windzonen gem. der Regelwerke eingehalten werden. Als Oberflächenschutz und Auflast eignen sich Kiesschüttungen, Schiefer- oder keramische Bestreuungen, Plattenbeläge, Begrünungen. Kiesschüttungen, Schiefer- oder keramische Bestreuungen und Plattenbeläge erfüllen die Anforderungen als harte Bedachung im Sinne der DIN 4102. Kiesschüttungen haben den Nachteil, dass sie regelmäßig verschmutzen und dass dadurch der Wasserablauf nachhaltig gestört wird. Das kann wiederum zu unkontrolliertem Pflanzenwuchs führen. Wurzeln können bei nicht den FLL-Richtlinien entsprechenden Aufbauten und Abdichtungs-Materialien zu schweren Schäden führen. Fazit Das Flachdach richtig ausgeführt - und nicht mit Billig-Qualitäten abgedichtet - ist sehr langlebig. Standard-Bahnen der meisten Hersteller genügen zwar den Normen, aber nicht mehr den Ansprüchen an ein gutes Dach. Aber Vorsicht nicht alles, was Hersteller versprechen, können sie auch halten. Hochtrabene Bezeichnungen entpuppen sich bei näherem Hinsehen als mindere Qualität. Es gibt mittlerweile für nahezu jede Beanspruchung die richtige Qualität. Leider wird es im Zuge der Europäisierung demnächst vollkommen andere Bezeichungen der Materialien im Sinne ihrer Eigenschaften geben. Hier sind die Fachleute gefordert, dem Verbraucher zu helfen und gut zu beraten, ein Laie wird die Qualitätsunterschiede nicht mehr erkennen können. © 2002 by stefan ibold planungsgruppe dach |
Das Flachdach heißt eigentlich flach geneigtes Dach, wobei es Sonderkonstruktionen gibt, die ganz ohne Gefälle auskommen. Das ist nicht unproblematisch. Kommt ein Gründach zum Einsatz, ist das schon wieder in Ordnung, dass man kein Gefälle hat. Gründächer sind von unerhörtem Vorteil: Grünfläche wird geschaffen, sie sind Teil des Regenwasser- Managements, die Oberfläche wirkt schallabsorbierend, der Aufbau schützt die Abdichtung und verlängert somit deren Lebensdauer, sie wirken als Puffer und verbessern somit das Gebäudeklima. Gründächer sind etwas teurer (Investition), aber dafür langlebiger (Amortisation). Bereits hier im Infobereich: |
Neues Abdichtungssystem für Flachdächer Mit dem neuen Triflex ProTect erweitert Triflex seine Flüssigkunststoffpalette um ein PMMA-Produkt, das als vliesarmierte Flächenabdichtung auf dem Dach zum Einsatz kommt. Der Vorteil: Durch das schnell reaktive Harz ist die Oberfläche bereits nach 30 Minuten regenfest und nach einer Stunde wieder begehbar. Ohne zusätzliche Grundierung haftet die elastische und rissüberbrückende Abdichtung auf über 90 % aller auf dem deutschen Markt üblichen Bitumen- und Kunststoffbahnen. Die mechanisch hoch widerstandsfähige Oberfläche ist verschleißfest und hoch witterungsstabilisiert. Da Triflex ProTect bis 5 °C Untergrundtemperatur verarbeitbar ist, empfiehlt sich dieser Flüssigkunststoff auch für die Anwendung während der kälteren Jahreszeit. Das vielseitig verwendbare Material kann zudem auf Balkonen unter Fremdbelägen, wie zum Beispiel unter Fliesen, eingesetzt werden. Das neue Abdichtungssystem ist nach dem FLL-Verfahren geprüft und gilt daher als wurzel- und rhizomenfest. Triflex ProTect besitzt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis und ist damit ein anerkanntes Material im Sinne der Landesbauordnungen. UP-Harze nur noch 2-komponentig Neben der Einführung von Triflex ProTect wurden die klassischen Abdichtungsharze für Flachdächer und Balkone, Triflex D und Triflex BT, neu formuliert. Das ungesättigte Polyesterharz wird jetzt als 2-, anstatt als 3-Komponetenprodukt geliefert. Die Vorteile liegen in einer verbesserten Verarbeitungssicherheit mit weniger Gebinden auf der Baustelle. Beim Anmischen entfallen 15 Minuten Wartezeit bei sonst gleicher Handhabung der Produkte. Hersteller: Triflex, www.triflex.de, Datum: 24.09.2002 |
Sicherheitseinrichtung "Diese Norm gilt für Sicherheitseinrichtungen und für Vorrichtungen zu deren Anbringung zur Instandhaltung baulicher Anlagen - Absturzsicherungen - , wie sie nach UVV Bauarbeiten (VBG37) für Dachbauarbeiten 3.2.1.1 "Für die vom Dach aus vorzunehmenden Arbeiten und die hierzu erforderlichen Verkehrswege sind Vorrichtungen zum Anbringen von Umwehrungen an den Absturzkanten dauerhaft in die bauliche Anlage einzubauen. Von diesen Vorrichtungen darf abgesehen werden, wenn - Brüstungen von min. 1,00 m Höhe oder 3.2.1.4 An Verkehrswegen müssen die Anschlagpunkte mitlaufend ausgeführt sein." Quelle: BBG News Dezember 2002 Ergänzung vom 05.05.2004: |
Sicherung des Dachaufbaus
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Kostenvergleich: Sanierung - Aufsattelung
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Neue Norm für Bitumenbahnen mit Trägereinlage für Dachabdichtungen Quelle: Presseinfo vom 16.01.2003 |
Neues abc der Bitumenbahnen erschienen Quelle: Presseinfo vom 19.02.2003 |
Wirtschaftliche Dachsanierung |
Flachdach-Inspektion |
Der Frühling ist da! Im Oberstübchen alles dicht? |
Sanierung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes |
Die richtige Entscheidung bei der Erneuerung eines Flachdaches |
Flachdächer auf Dauer dicht Als zeitgemäße Dienstleistung empfiehlt es sich für den Handwerker, Hauseigentümern Wartungsverträge für eine regelmäßige Dachinspektion im Frühjahr und Herbst anzubieten. Neben einem dauerhaft dichten Dach führen solche Kontrollen zu einer erhöhten Kundenbindung und -zufriedenheit. Bei der Inspektion werden die Abdichtung, alle An- und Abschlüsse sowie die Durchdringungen geprüft. Aber auch Gullys, Rinnen, Laubfänge und Fallrohre sind zu inspizieren, weiterhin sollte Laub und Fremdbewuchs entfernt werden. Für die Sanierung eines Daches müssen zunächst einige elementare Punkte berücksichtigt werden. So sind bei bestimmten Größenordnungen zwingend die gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung zu berücksichtigen. Generell ist auch die bauphysikalische Situation des Daches zu prüfen. Dies gilt besonders, wenn das Gebäude eine neue Nutzung erfährt, beispielsweise wenn eine ehemalige Fabrikhalle in einen Bürokomplex umgewandelt wird. Aufgrund des vorgefundenen Befundes ist dann zu prüfen, ob bestehende Abdichtungsschichten belassen werden können. Bei der einfachsten Art der Flachdachsanierung wird auf die bereits vorhandene Dachabdichtung einfach eine weitere Abdichtungslage aufgebracht. Dieses Verfahren kann nur dann Anwendung finden, wenn das Dach überholungsbedürftig, aber in seiner Funktion einwandfrei ist. Wenn die alten Schichten auf dem Dach verbleiben können, ist immer zu prüfen, ob die alten und die neuen Abdichtungsmaterialien miteinander verträglich sind. Bei Bitumen- und Elastomerbitumenbahnen ist das in der Regel der Fall. Bei anderen Abdichtungsmaterialien kann dies zu Problemen führen oder ist teilweise überhaupt nicht möglich. Bei Dachabdichtungen sind noch weitere Gegebenheiten zu berücksichtigen. So ist u.a. die DIN 1055-4 zu beachten. Sie regelt die Sicherung der Bahnen gegen Abheben durch Windsog. Das ist heutzutage bei den zunehmend stärker werdenden Stürmen wichtiger denn je. Je nach Windgefährdung sollte die Dachabdichtung gegebenenfalls mechanisch befestigt werden. Auch die in den letzten Jahren verstärkt auftretenden Hagelunwetter sollten bei der Wahl des Abdichtungsmaterials beachtet werden. Mechanisch stark belastbare Bahnen aus Polymerbitumen und Bitumen bieten die notwendige hohe Durchschlagfestigkeit. Auch bei der Verlegung der Dachbahnen gibt es Einiges zu beachten. So sollten Dachbahnen in Gefällerichtung verlegt werden. Bei Dachneigungen ab rund drei Grad (5,2 Prozent) sind zusätzliche Maßnahmen gegen Abrutschen erforderlich. Bei mehrlagigen Abdichtungen sind Bahnen versetzt anzuordnen, Kreuzversatz ist zu vermeiden. Auf Nummer Sicher gehen Planer und Verarbeiter, wenn sie die einschlägigen Fachregeln beachten (– „Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen - abc der Bitumenbahnen“ des vdd und die Flachdachrichtlinien des ZVDH) sowie die jeweiligen Herstellervorschriften. Das Aufbringen von hochwertigen, modernen Kaltselbstklebebahnen aus speziellen Elastomerbitumen-Mischungen sind sehr zuverlässig in der Anwendung. Hierbei werden diese Bahnen ohne offene Flamme verlegt, da sie auf der Unterseite mit Kaltselbstklebebitumen belegt sind, die mit einer Trennfolie abgedeckt ist. Auf der Oberseite ist der Nahtbereich auf rund acht Zentimeter ebenfalls kaltselbstklebend. Nach Abziehen der Trennfolie wird die Bahn durch Andrücken auf den Untergrund aufgeklebt. Nach dem Entfernen der Nahtfolie ist die Bahn dann sofort dicht. Nachträgliche Korrekturen sind allerdings nicht mehr möglich, deshalb muss bei diesem Verfahren das Ausrichten präzise erfolgen. Zur Vermeidung von Kapillaren, insbesondere an Nähten und Stößen, sind gesonderte Maßnahmen zu ergreifen. Dies kann beispielsweise am T-Stoß durch einen 45°-Schnitt der unterdeckenden Bahn erfolgen. Im Stoßbereich ist gegebenenfalls ein Bitumenkaltkleber flächig aufzubringen. Oft kann eine optimale Verklebung auch durch einen Heißluftfön erreicht werden. Die Nähte sollten sicherheitshalber immer mit einem speziellen Nahtroller angedrückt werden. Sowohl regelmäßige Inspektionen wie auch die gründliche Vorbehandlung der Dachfläche legen den Grundstein für eine erfolgreiche und dauerhaft dichte Flachdachsanierung. Erst wird der genaue Ist-Zustands des Daches fachmännisch festgestellt, dann kann entschieden werden, welches Sanierungsverfahren Anwendung findet. Generell muss dabei die Verträglichkeit von alten und neuen Dachschichten berücksichtigt werden. Moderne Verlegetechniken, wie das Kaltselbstklebeverfahren, helfen dabei nicht nur Arbeitszeit und Energie einzusparen, sondern sorgen für ein zukunftssicheres dichtes Dach. Ausführliche Informationen zum Thema Flachdach bei Neubau und Sanierung hält der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. auf der Internetseite www.derdichtebau.de bereit. Dort können u.a. die Broschüren „Halten Sie die Kosten flach – Flache Dächer wirtschaftlich sanieren“ und „Technische Regeln für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit Polymerbitumen- und Bitumenbahnen“ kostenlos bestellt werden. |
Infoline Flachdach |
Flachdächer halten selbst Hagel stand |
Neue Normen für Lichtkuppeln |
Flachdachentwässerung nach DIN EN 12056 |
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| Wie man eine Flachdachabdichtung richtig ausbildet, geben konkret die Flachdachrichtlinien vor. Dazu können Sie im Beitrag über Bauwerksabdichtungen etwas nachlesen. Weitere Beiträge im Infobereich: Gründach und begrüntes Umkehrdach. Hier zeige ich Ihnen, wie man es nicht machen sollte. Getreu dem Motto: Jeder und alles ist für etwas gut, und wenn es als abschreckendes Beispiel ist. Ausgeführt wurde ein flach nach innen geneigtes Dach mit innen liegender Entwässerung. Als erstes fällt das stehende Wasser auf, egal wo man auf die Dachfläche schaut. Außerdem sieht man die Gullys, die zwar mitten im Wasser stehen, aber dennoch nichts abzuleiten scheinen. Es widerspricht dem Grundsatz, Wasser stets sicher abzuleiten. Jeder kann sich unschwer vorstellen, was im Winter bei Frost-Tau-Wechsel geschieht: zu Eis gefrorenes Wasser greift die Abdichtung an. Einige interessante Details werden unten dargestellt. |
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Nicht zu feucht, nicht zu kalt: Begrünte Umkehrdächer mit XPS-Wärmedämmstoffplatten können wärmeschutztechnisch wesentlich günstiger beurteilt werden, als die rechnerische Wärmeleitfähigkeit es nahe legt, die in den Zulassungen ausgewiesen sind. Solche Dachkonstruktionen leiden nämlich weder an einer unzulässigen Feuchtigkeitsaufnahme noch an einer unzulässigen Erhöhung der WärmeLeitfähigkeit. Das haben Langzeituntersuchungen gezeigt, mit denen auch ein jahrelanger Expertenstreit entschieden worden sein dürfte. Befasst man sich mit der Langzeiterfahrung von begrünten Umkehrdächern, sollte auch die geschichtliche Entwicklung des Umkehrdaches betrachtet werden. Anfang der 50erJahre wurde extrudierter Polystyrol-Hartschaum erstmalig im Rahmen der wärmeschutztechnischen Verbesserung von Dachkonstruktionen als Zusatzdämmung verwendet. Wir kennen heute eine derartige Bauweise als so genanntes "Plus-Dach". | |
Sieben Dachkonstruktionen wurden präzise untersucht Für die Untersuchungen des Langzeitverhaltens von begrünten Umkehrdächern und hiermit verbunden der Feuchtigkeitsaufnahme von XPS-Wärmedämmstoffplatten wurden insgesamt sieben Dachkonstruktionen unterschiedlicher Gebäude ausgewählt, die in den Jahren 1978 bis 1989 errichtet wurden. Die Probenentnahme sowie die Dokumentation der örtlichen Randbedingungen und der Dachaufbauten wurde von folgenden Büros vorgenommen: IBS Dipl-Eng. Wolfgang Schäfer (Gießen): Sachverständiger für Statik und Bauphysik, von Rekowski und Partner (Weinheim), Beratende Ingenieure VBI, Sachverständige, Prof. Dipl.-lng. Axel C. Rahn, (Potsdam/Berlin), VOfl der Industrie- und Handelskammer zu Berlin öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden. Die Probenentnahme und Probenuntersuchungen erfolgten im Jahre 1997. Bei den sieben untersuchten Dächern handelte es sich um zwei intensiv begrünte Dächer und fünf extensiv begrünte Dächer. Die einzelnen Dachkonstruktionen wiesen hierbei unterschiedlichste Dachaufbauten auf (Abb. 1a bis 1g). Die vor Ort entnommenen Wärmedämmstoffproben wurden luftdicht verpackt, gekennzeichnet und dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz in München zur Ermittlung folgender Kennwerte übersandt: Rohdichte, Geschlossenzelligkeit, Druckfestigkeit bei vorgegebener Stauchung, Mindestwert der Druckfestigkeit entsprechend der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung, Feuchtegehalt, Wärmeleitfähigkeit der Probe im feuchten Zustand. | |
Die Proben befanden sich in sehr verschiedenen Zuständen Die untersuchten Umkehrdachkonstruktionen stellten sich in einem unterschiedlichen visuellen Zustand dar. Gleichwohl war hei allen Umkehrdachkonstruktionen die Dachbegrünung "aktiv". Die Begrünung reichte hierbei von Grasflächen über Sedum-Bepflanzung, Gräserbepflanzungen, Kräutem und Gehölzen bis zu Sträuchern und Bäumen (Abb. 2 a bis 2 c). Nachdem die Wärmedämmung freigelegt worden war, wurde festgestellt, dass die Wärmedämmplatten keine Beschädigungen aufwiesen. In Abhängigkeit vom Dachaufbau und insbesondere von der Abdeckung der Wärmedämmplatten waren diese zum Teil nur äußerst geringfügig durch Erdreich verschmutzt. Interessant war, dass auch bei extensiv begrünten Dachflächen und trotz einer Abdeckung der Wärmedämmung mit textilen Filtervliesen in einigen Bereichen sehr feine Wurzeln durch die Plattenstöße hindurch gewachsen waren. So konnte selbst unterhalb der Wärmedämmplatten vereinzelt ein fein verteiltes Wurzelgeflecht vorgefunden werden. Eine Durchwurzelung oder ein Wurzelwachstum in die Wärmedämmplatten hinein zeigte sich jedoch nicht. Andere Schädigungen der Wärmedämmplatten, zum Beispiel durch tierische Organismen, konnten nicht vorgefunden werden. Bei einer der Dachkonstruktionen, bei der Noppenplatten als Drainage zur Anwendung gekommen sind, zeigte sich jedoch, dass diese Noppen sich bereichsweise in die Wärmedämrnplatten eingedrückt hatten. Das Eindrücken der Noppenplatten war jedoch nur begrenzt, sodass die Drainagewirkung nicht verhindert wurde. Unterhalb der Wärmedämmplatten stellte sich die Dachabdichtung stets in einem sehr guten Zustand dar. Hier konnten weder Krakelee-Rißbildungen noch Risse oder Versprödungen sonstiger Art vorgefunden werden. | |
Die Untersuchungsergebnisse wurden tabellarisch festgehalten Die Untersuchungsergebnisse sind in Tab. 1 und Tab. 2 zusammengefasst. In Tab. 1 sind hierbei die Ergebnisse für die untersuchten Umkehrdächer mit intensiver Begrünung und in Tab. 2 die Ergebnisse für die untersuchten Umkehrdächer mit extensiver Begrünung zusammengestellt.
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Alle Dachkonstruktionen waren volt funktionstüchtig Betrachtet man nun die im Hinblick auf die wärmeschutztechnische Bewertung maßgebliche Wärmeleitfähigkeit der untersuchten Baustoffproben, so ergibt sich, dass die Wärmeleitfähigkeit der untersuchten Baustoffproben jeweils deutlich geringer ist als der Rechenwert, der zum Zeitpunkt des Einbaus dem Wärmedämm-Material zugewiesen war. Auf Grund der Ergebnisse lässt sich aussagen, dass alle der bis zu 18 Jahre alten Dachkoitstruktionen im Hinblick auf die Anforderungen, die an ein Umkehrdach gestellt werden, voll funktionstüchtig waren. Bei keinem der untersuchten Dächer bestätigten sich die Befürchtungen, die im Rahmen der Fachdiskussion geäußert wurden, dass bei hegrünten Umkehrdachkonstruktionen der extrudierte Polystyrol-Hartschaum unzulässige Feuchtegehalte mit der Standzeit annehmen könnte und dadurch der ursprünglich nachgewiesene Wärmeschutz nicht sichergestellt werden kann. Die für die entnommenen Wärmedämmstoffproben ermittelten Wärmeleitfähigkeiten waren stets niedriger als die für die jeweiligen Produkte ausgewiesene rechnerische Wärmeleitfähigkeit. Zudem lässt sich aussagen, dass auf Grund des festgestellten Zustandes der Dachabdichtung auch die der Wärmedämmung zugewiesene Schutzfunktion bestätigt wurde. Gleichwohl muss festgestellt werden, dass bei begrünten Umkehrdächern eine Wurzelschutzschicht unmittelbar oberhalb der Abdichtung erforderlich ist, sofern die Dachabdichtung selbst nicht durchwurzelungssicher ist, da über die Stöße der Wärmedämmplatten ein Wurzelwachstum bis zur Ebene der Dachabdichtung möglich ist. | |
Was sollten die Fachingenieure bei Umkehrdächern beachten? Wärmedämmungen, die außerhalb von Abdichtungen in feuchtebeanspruchten Bereichen angeordnet werden, benötigen eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. Für den Bereich der begrünten Umkehrdächer ist hier eine Zulassung für das Wärmedärnmsystem Umkehrdach erforderlich, aus der auch hervorgeht, dass sich der Zulassungsgegenstand auch auf begrünte Dachsysteme bezieht. Die allgemeinen hauaufsichtlichen Zulassungen enthalten hierbei neben einer grundsätzlichen Spezifikation des Zulassungsgegenstandes und des Anwendungsbereichs genauere Bestimmungen für das Bauprodukt, dessen Prüfung, den bautechnischen Entwurf, die Bemessung und die Ausführung. Für den Fachingenieur, der den Wärmeschutz plant, und für den Planer, der die Ausschreibung tätigt, sind hierbei insbesondere die Bestimmungen für den Entwurf und die Bemessung sowie für die Ausführung von maßgeblicher Bedeutung. Hier wird in der jeweiligen Zulassung auch geregelt, ob der jeweilige Wärmedämmstoff auch für den Anwendungsbereich Begrünung geeignet ist. Derzeit ist die Eignung für die Begrünung nur bei Produkten von zwei Herstellern nachgewiesen. Im Hinblick auf die Planung von Umkehrdächern und insbesondere begrünten Umkehrdächem ist es von besonderer Bedeutung, dass der Planer sich mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung auseinander setzt. Dies begründet sich dadurch, dass sich die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für die einzelnen angebotenen Produkte zum Teil nachhaltig unterscheiden können. In der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung ist auch der für das jeweilige Produkt anzusetzende Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit angegeben. Ferner können der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung die bei derartigen Dachkonstruktionen zu herücksichtigenden delta-U-Werte entnommen werden. Der delta-U-Wert ist ein Zuschlagswert, der bei der wärmeschutztechnischen Bemessung zu berücksichtigen ist. Durch diesen Wert werden die Auswirkungen möglicher Unterspülungen der Wärmedämmung durch Niederschlagswasser und die hiermit verbundenen Wärmeverluste berücksichtigt. Der delta-U-Wert kann in bauaufsichtlichen Zulassungen unterschiedlich geregelt sein. So gibt es gegenwärtig nur einen Hersteller, bei dem ein System mit delta-U = 0 zugelassen ist. | |
Worauf muss der Planer bei der Ausschreibung achten? Bei der Ausschreibung ist Folgendes zu beachten: Es dürfen nur nachweislich geeignete Wärmedämmstoffe mit einer gültigen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung für den vorgesehenen Anwendungsfall zur Ausführung kommen. Mit der Arigebotsabgabe hat der Bieter auch die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für den von ihm vorgesehenen Wärmedämmstoff einzureichen, damit eine Vergleichbarkeit im Rahmen der Prüfung der Angebote möglich ist. Als technische Kennwerte für die Wärmedämmung sind in der Ausschreibung folgende Kennwerte anzugeben: Rechenwert der Wärmeleitfähig maximal zulässiger delta-U-Wert, Druckfestigkeit beziehungsweise Druckspannung bei 10 Prozent Stauchung nach DEN EN 826, Langzeitdruckspannung bei 2 Prozent Stauchung nach DIN EN 1606. Vor der Vergabe müssen die eingereichten hauaufsichtlichen Zulassungen auf ihre Vollständigkeit und auf die Einhaltung der in der Ausschreibung gemachten Vorgaben eingehend geprüft werden. Im Hinblick auf die Anwendung von Wärmedämmstoffen aus Schaumkunststoff ist generell zu beachten, dass ab dem 1. Januar 2002 die Verordnung des Rates der EU über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen gilt. Das heißt, ab dem 1. Januar 2002 gilt ein generelles Verbot für die Herstellung und für das lnverkehrbringen von HFCKW. Das hat zur Folge, dass Wärmedämmstoffe, die aus Schaumkunststoffen unter Anwendung von Treibmitteln hergestellt werden, keine HFCKW oder FCKW beinhalten dürfen. Dies muss hei der Auswahl der Wärmedämmplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum zwingend beachtet werden. Die Wärmedämrnplatten der beiden schon erwähnten Hersteller, für die auch die Ausführung mit Begrünung nachgewiesen ist, erfüllen schon heute diese Anforderung. | |
Die Befürchtungen der Fachwelt waren unbegründet Fazit: Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass die auf Grund der Diskussion in Fachkreisen befürchtete unzulässige Feuchtigkeitsaufnahme und hiermit verbundene unzulässige Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit bei den untersuchten Objekten nicht festgestellt werden konnte. Vielmehr zeigte sich, dass die Dachkonstruktionen auf Grund der ermittelten Wärmeleitfähigkeiten in wärmeschutztechnischer Hinsicht als wesentlich besser zu beurteilen sind, als dass dies die in den jeweiligen allgemeinen bauaufsichttichen Zulassungen ausgewiesenen Rechenwerie für die Wärmeleitfähigkeit hätten erwarten lassen. | |
Quelle: Deutsches IngenieurBlatt, DIB, Oktober 2001, S. 26-32 Autor: Axel C. Rahn, Prof. Dipl.-Ing., Beratender Ing., öbv Sachverständiger |
Neue Dachbegrünungsrichtlinie Die FLL Richtline für die Planung und Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen, Ausgabe 2002 ist jetzt erhältlich. Die Richtlinie wurde in Teilen überarbeitet und ist bei der FLL unter Fax 0228-690028 oder unter www.fll.de erhältlich. |
Teuer, dafür aber schön: Der Betrachtungszeitraum, welcher der folgenden Analyse der Herstellkosten grüner Dächer zu Grunde liegt, beträgt 40 Jahre. Dieser Zeitraum ist, wie weiter unten gezeigt werden wird, nicht willkürlich sondern mit Bedacht gewählt worden. Im Interesse einer einfacheren Darstellung sind die Abschreibungen und Kapitalverzinsungen, die in diesem Zeitraum angefallen wären, indes nicht berücksichtigt worden. Basis der Untersuchung bildet eine 1000 Quadratmeter große Dachfläche.
Dachbegrünung für die Schadensverhütung Grüne Dächer bieten Schutz vor den Unbilden des Wetters Gründächer senken die Abwasserkosten Gründächer verbessern die Wärmedämmung Im Modell ergibt sich ein deutliches Plus für´s Gründach Vor allem bei Großprojekten ergeben sich erhebliche Vorteile Quelle: Deutsches Ingenieurblatt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kosten-Nutzen-Analyse Quelle: Optigrün, 07.2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Grüne Dächer sparen mehr Energiekosten als gedacht | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Gründach: Alternative für Sanierung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Klimaanlage und Hochwasserschutz auf dem Dach Die Befürchtung, die Pflanzen könnten der Dachabdichtung schaden ist falsch. Voraussetzung ist natürlich, dass die richtigen Abdichtungsmaterialien gewählt wurden. Besonders geeignet für Dachbegrünungen sind zweilagig verlegte durchwurzelungsfeste Polymerbitumenbahnen, die jeweils zwischen vier und fünf Millimeter dick sind. Sie sind seit über 100 Jahren bewährt und halten doppelt dicht. Jede einzelne Schicht ist zwischen 4 und 5 Millimeter dick. Je dicker der Pflanzenteppich, desto größer die ökologische Wirkung. Am Beispiel Kühleffekt wird gezeigt, dass die ökologische Wirkung auch von der Pflanzenwahl abhängt. An einem heißen Sommertag verdunstet ein Quadratmeter Blattoberfläche ca. einen halben Liter Wasser. Dadurch wird der Luft Wärme entzogen (2,2 MJ = 530 kcal pro Liter Wasser). Je nach Pflanzenart ist der Kühleffekt sehr unterschiedlich. Den Kühleffekt der unterschiedlichen Bepflanzungen finden Sie in folgender Tabelle:
(Tabelle in Anlehnung an Dürr: Dachbegrünung - Ein ökologischer Ausgleich; Bauverlag) Im Sommer flirrt die Luft über den Dächern. Heiße Luft steigt auf, reißt Staub, Schadstoffe und Rußpartikel mit, und lagert sich als Dunstglocke über den Städten ab um später wieder abzusinken. So entsteht ein Kreislauf, der die Schadstoffe ständig durch die Atemluft transportiert. Die Dunstglocke wirkt dabei wie die Scheibe eines Gewächshauses und lässt die Temperatur in den Städten noch weiter steigen. Der Kühleffekt mindert die Thermik und den Schadstofftransport durch die Luft. Unterschiedliche Pflanzen erzielen unterschiedliche Wirkung, Rasendächer isolieren besser gegen Wärme und Moosdächer bilden gute Sekundärbiotope, wie diese Tabelle zeigt.
Tabelle: Auszug aus: Schriftenreihe Umwelt NR 216; Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern, 1995 Von grünen Dächern profitiert die Umwelt, der Eigentümer und die öffentliche Hand. Diese spart viel Geld, da weniger Niederschlagswasser als Abwasser behandelt werden muss. Zahlreiche Städte und Gemeinden fördern deshalb Dachbegrünungen. In Stuttgart beispielsweise wird jeder Quadratmeter Dachgrün mit fast 18 EUR bezuschusst. In Nordrhein-Westfalen gibt es sogar Landeszuschüsse. immerhin 15 EUR pro Quadratmeter (Info unter: www.murl.de). Je nach Kommune sind verschiedene Ämter zuständig: das Gartenbauamt, das Grünordnungsamt, das Amt für Umweltschutz oder das Bauamt. (Über Fördermittel informiert auch: www.energiefoerderung.info oder telefonisch unter 0228- 9237914). In ca. 35% der Kommunen Deutschlands sparen Hausbesitzer, die Grün über ihren Köpfen wachsen lassen, jedes Jahr bares Geld bei der Abwassergebühr. Nämlich überall dort, wo es eine sogenannte „gesplittete Abwassergebühr“ gibt. Normalerweise wird die Abwassergebühr einfach nach dem verbrauchten Frischwasser berechnet. Die gesplittete Abwassergebühr berücksichtigt neben dem Trinkwasserverbrauch die versiegelte Fläche. Dachbegrünungen vermindern die versiegelte Fläche und damit die jährliche Abwassergebühr. (Info unter: www.bund-nrw.de). Neben Baukostenzuschüssen und Gebührennachlässen steigern die bauphysikalischen Vorteile wie erhöhter Schall- und Wärmeschutz oder angenehme Sommertemperaturen unterm Dach den Wert ihrer Immobilie. Außerdem: Grüne Dächer bieten 365 Tage, im Jahr Naturerlebnis pur. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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