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Haustechnik
alias:
HLSE = Heizung / Lüftung / Sanitär / Elektro
HKS = Heizung / Klima / Sanitär
TGA = Technische Gebäude-Ausrüstung
Gebäudetechnik

Eigenberichte:

Querverweis:

Aus Fragen und Antworten:

Um sich in den eigenen vier Wänden wohlfühlen zu können, müssen einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Diese sollten bereits vor dem eigentlichen Bauvorhaben berücksichtigt und integriert werden. Ein ganz wesentlicher Punkt stellt die Gebäudetechnik dar, welche einwandfrei funktionieren sollte. Hierzu kann auch die jeweils eingesetzte Heizung gezählt werden, die gerade beim Thema Schlaf eine zentrale Rolle spielt. Ebenso wichtig stellt sich die richtige Einstellung der verwendeten Brennwerttechnik dar, die genau kalkuliert und angepasst sein will. Andernfalls kann es zu einem überhöhten Energieverbrauch kommen, was sich vor allem bei den anfallenden Kosten bemerkbar macht. Neben Wärmepumpen oder Solaranlagen ist auch die Holzheizung immer mehr in den Vordergrund der Verbraucher gerückt. Alle Systeme weisen unterschiedliche Vorteile auf, sodass man die jeweilige Verwendung auf den Einzelfall abstimmen sollte.

Verordnete Verjüngungskur fürs Haus
Welche Modernisierungen schreibt der Staat vor?

Der Staat hat allen Häusern mit erhöhtem Energieverbrauch eine Verjüngungskur verschrieben. Davon betroffen sind vor allem Gebäude mit veralteten Heizkesseln. Womit müssen Hauseigentümer rechnen und welche Unterstützung erhalten sie vom Gesetzgeber?

Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt weist darauf hin, dass der Staat mit zwei Verordnungen veralteter Heiztechnik den Garaus machen will. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung mustert bis Ende 2004 alle Kessel aus, die zu viel Energie ungenutzt mit den Abgasen durch den Schornstein pusten. Bis 2006 bringt die Energieeinspar- verordnung das Aus für Wärmeerzeuger, die vor 1978 installiert wurden. Zudem verlangt der Gesetzgeber die Dämmung von Geschossdecken über beheizten Räumen. Ferner müssen alle Leitungsrohre gedämmt werden, in denen warmes Wasser fließt.

Allerdings ist bei der Energieeinsparverordnung zu berücksichtigen, dass in Ein- und Zweifamilienhäusern die Modernisierungen nur bei einem Eigentümerwechsel Pflicht sind. Darüber hinaus müssen Heizkessel, die nach 1996 mit einem neuen Brenner ausgerüstet wurden, erst 2008 ausgetauscht werden.

Wer vor der Aufgabe steht, ein altes Haus zu modernisieren, kann vom Staat über die Kreditanstalt für Wieder- aufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen bekommen. Darüber hinaus gibt es sogar einen Krediterlass von 20 Prozent. Möglich macht dies das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW. Jedoch erhält man den Darlehens erlass nur unter der Voraussetzung, dass das Gebäude nach der Modernisierung die Anforderungen der Energie- einsparverordnung erfüllt.

Kostenlose Verbraucher-Informationen über Verordnungen und Fördermittel gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch), per E-Mail info@ieu.de oder unter der Adresse www.ieu.de im Internet.

Berlin und Essen, 10.05.2003
Herausgeber: Initiativkreis Erdgas & Umwelt


Rund 650.000 Heizkessel sind im nächsten Jahr fällig
Vorgezogene Modernisierung einer veralteten Heizung rechnet sich

Ab 1. November 2004 müssen alle Heizungen in Deutschland die niedrigeren Grenzwerte für Abgasverluste nach der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) einhalten. Mit diesem Termin ist die allerletzte Übergangsfrist für bestehende Anlagen abgelaufen. Heizungen mit einer Leistung bis 25 Kilowatt (kW) dürfen dann höchstens elf Prozent Abgasverlust aufweisen. Für Kessel zwischen 25 und 50 kW gelten zehn Prozent als Obergrenze, bei größeren Anlagen sind es neun Prozent.

Laut Statistik des Schornsteinfegerhandwerks sind rund 650.000 veraltete Heizkessel von dieser Vorschrift betroffen. Aber nur die wenigsten von ihnen können durch eine technische Nachbesserung die künftig geltenden Höchstwerte erreichen. Die Mehrzahl muss wohl durch neue Heizanlagen ersetzt werden. Das endgültige Aus dieser Kesselveteranen ist vom Gesetzgeber durchaus beabsichtigt: Denn heutige Heizkessel verbrauchen deutlich weniger Energie, verursachen somit auch erheblich weniger CO2- und Schadstoffemissionen. Moderne Heizanlagen schonen also Umwelt und Portemonnaie gleichermaßen. Deshalb raten Schornsteinfeger- und Heizungsbauhandwerk allen Besitzern von Heizkesseln, die ab November 2004 ihre Lizenz verlieren: „Warten Sie nicht bis zum nächsten Jahr, wenn die Frist abläuft, modernisieren Sie lieber noch vor dem kommenden Winter!“

Eine vorgezogene Sanierung der veralteten Heizung bringt Vorteile, erklärt dazu das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Vor allem kann bereits in der kommenden Heizsaison deutlich Energie eingespart werden, bis zu etwa 40 Prozent bei der Installation beispielsweise eines Öl-Brennwertkessels. Je früher also eine Modernisierung erfolgt, umso eher amortisiert sich die Investition aufgrund der geringeren Brennstoffkosten. Zudem können Modernisierer sogleich vom Komfort heutiger Heizungstechnik bei Bedienung, Regelung und Brauchwasserbereitung profitieren.

Wer frühzeitig vor dem Ablauf der letzten Frist modernisiert, riskiert auch nicht, in einen Liefer-Engpass zu geraten. Heizgerätehersteller und Heizungsbauhandwerk befürchten nämlich zum Herbst nächsten Jahres einen Auftragsstau, der womöglich kaum termingerecht zu bewältigen ist. Wer also schon jetzt eine Modernisierung in Angriff nimmt, kann die Handwerker zum Wunschtermin bestellen und hat zudem freie Auswahl unter den Kesselangeboten.

Ein weiterer guter Grund, die sowieso fällige Sanierung vorzuziehen: Bei älteren Heizkesseln erhöht sich erfahrungsgemäß die Störanfälligkeit. Eventuell noch anfallende Reparaturkosten wären somit schlecht angelegt. Und wenn sogar ein Totalausfall bei klirrendem Frost die Neuanschaffung von heute auf morgen erzwingt, könnte sich die Gesamtrechnung wegen voraussichtlich anfallender Überstunden nochmals erhöhen.

Aussender: IWO 11.2003


Presse-Dienst Modernes Heizen Nr.136, April 2004

Zum 1. November müssen alle Heizkessel strengere Abgaswerte einhalten
Fachhandwerk und Mineralölhandel bieten kostenlosen Heizungs-Check

Am 1. November 2004 kommt für viele Energie verschwendende Heizanlagen das endgültige Aus. Dann ist die allerletzte Übergangsfrist nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) abgelaufen. Heizkessel bis zu einer Nennleistung von 25 kW dürfen nach diesem Termin einen Abgasverlust von elf Prozent nicht überschreiten, bei Anlagen zwischen 26 und 50 kW liegt das Limit bei zehn Prozent, für größere Kessel ist bei neun Prozent Schluss. Die vom Gesetzgeber durchaus gewollte Konsequenz: Viele der Anlagen mit zu hohem Abgasverlust müssen gegen moderne, Energie sparende Heizanlagen ausgetauscht werden.

Besitzer einer mehr als 15 Jahre alten Ölheizung können ihre Anlage von einem Fachhandwerker ihrer Wahl einem kostenlosen Check unterziehen lassen, um zu prüfen, ob die Heizung den gesetzlichen Bestimmungen genügt. Bis zum 15. April wird dieser Service bundesweit vom SHK-Handwerk im Verbund mit dem Mineralölhandel angeboten. Einen entsprechenden Gutschein für den Heizungs-Check zum Nulltarif stellt der „Infoservice Ölheizung“ unter 0180 / 1 999 888 (Ortstarif) aus. Eine Anmeldung ist auch via Internet unter www.oelheizung.info möglich.

Die Fachleute vom Heizungshandwerk können beim Check klären, ob sich Einstell- oder Reparaturarbeiten überhaupt noch lohnen oder ob das Geld lieber gleich in eine moderne Heizanlage investiert werden sollte. Beim Austausch eines alten Standardheizkessels beispielsweise gegen ein hoch effizientes Öl-Brennwertgerät verringert sich der Heizölverbrauch um bis zu 40 Prozent. Bei einem bisherigen Verbrauch von beispielsweise 4000 Litern bedeutet dies eine Reduzierung von bis zu 1600 Liter und damit – auf Basis der gegenwärtigen Heizölpreise – eine Senkung der Heizkostenrechnung von annähernd 600 Euro pro Jahr.

Die Frage sollte also nicht sein, ob eine veraltete Heizanlage saniert wird, sondern wann. Deshalb der IWO-Tipp: Wer jetzt die kostenlose Beratung der Fachleute vom Heizungshandwerk in Anspruch nimmt, kann in Ruhe abwägen, verschiedene Angebote einholen und die Sommerpause der Heizung für eine Sanierung nutzen. Für den Herbst rechnen Heizgerätehersteller und Handwerk nämlich mit Termin-Engpässen.
IWO, 2004


Die Frist läuft ab: Alte Heizkessel müssen raus

Bis zum 31. Oktober 2004 müssen alle Heizanlagen modernisiert sein, die einen zu hohen Abgasverlust haben. Noch immer warten über eine halbe Million Heizkessel auf eine Verjüngungskur. Wer den Stichtag verstreichen lässt, riskiert ein Bußgeld. Die Stiftung Warentest hat für die Juli-Ausgabe der Zeitschrift test zehn moderne Ölheizkessel mit und ohne Brennwertnutzung geprüft. Ergebnis: Zwei erreichten ein "sehr gutes" Qualitätsurteil, sechs waren "gut" und zwei Kessel "befriedigend".

Wenn der Schornsteinfeger den Heizkessel mit einem Aufkleber versehen hat, auf dem als Termin das Jahr 2004 steht, muss man vor der nächsten Heizperiode die Heizanlage erneuern. Ende Oktober laufen alle Übergangsfristen der Immissionsschutzverordnung aus. Ab 1. November dürfen Anlagen mit einer Heizleistung von über 4 bis 25 Kilowatt den in der Verordnung vorgeschriebenen Abgasverlust von 11 Prozent nicht mehr überschreiten. Für Kessel von über 25 bis 50 Kilowatt liegt der Grenzwert bei 10 Prozent.

Nur in wenigen Fällen wird es ausreichen, den alten Kessel mit neuem Brenner oder anderen Anlageteilen auf die niedrigeren Abgaswerte zu trimmen. Viel eher steht eine Komplettumrüstung im Heizkeller an, die kostspieliger ist, aber Vorteile bietet. Mit modernen Kesseltypen sinken Verbrauch und Heizkosten deutlich, es gelangt weniger Kohlendioxid in die Luft und wegen der bequemeren Bedienung steigt der Heizkomfort. Kurz vor Toresschluss will test die Zögerer überzeugen - mit "sehr guten" und "guten" Heizkesseln der energiesparenden und umweltschonenden Heiztechnik endlich grünes Licht zu geben

Pressemitteilung der Stiftung Warentest
28.06.2004


Presse-Dienst Modernes Heizen Nr.136, April 2004

Wissenschaftliche Untersuchungen an zwei Universitäten belegen:
Heizungsmodernisierung ist die effizienteste Energiesparmaßnahme

Die größten Energiesparpotenziale liegen im Gebäudebestand. Durch eine umfassende energetische Modernisierung, also Wärmedämmung, Einbau von Iso-Fenstern und Heizungssanierung, können in einem Altbau insgesamt bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Deshalb werden Energie sparende Sanierungsmaßnahmen vielfach staatlich gefördert. Mit welcher Maßnahme aber soll man beginnen, um ein Gebäude Zug um Zug zu sanieren? Unter Experten ist die Antwort klar: Keine andere Energiesparmaßnahme ist so wirtschaftlich wie eine Heizungsmodernisierung. Das belegen auch Untersuchungen an den Universitäten Stuttgart und Dresden.

Danach betragen zum Beispiel die spezifischen Kosten zur Einsparung einer Kilowattstunde (kWh) in einem Reihenhaus beim Austausch eines veralteten Heizkessels etwa zwei Cent. Für die Wärmedämmung einer Außenwand muss hingegen das Dreieinhalbfache, nämlich knapp 7,7 Cent, aufgewendet werden, um eine Kilowattstunde einzusparen. Bei der wärmetechnischen Verbesserung von Dach, Kellerfläche und Fenstern fällt die Rechnung sogar noch ungünstiger aus.

Zu einer ähnlichen Bewertung kommt der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK). Für den Fall einer energetischen Komplettsanierung eines Gebäudes hat der ZVSHK einmal zusammengestellt, was einzelne Maßnahmen an Einsparung bringen und wie sich diese auf die Gesamtinvestitionen verteilen. Eine Heizungssanierung bringt – beispielsweise beim Einsatz der effizienten Öl-Brennwerttechnik – bis zu 40 Prozent Energieeinsparung, beansprucht aber nur 11 Prozent der Gesamtkosten. Eine verbesserte Wärmedämmung kommt auf beachtliche 30 Prozent Energieersparnis, diese muss aber mit 70 Prozent des finanziellen Gesamtaufwands erkauft werden. Werden alte Fenster durch Wärmeschutzfenster ersetzt, schlägt sich diese Maßnahme mit rund 10 Prozent Energieeinsparung bei einem Investitionsaufwand von ungefähr 19 Prozent der Gesamtkosten nieder.

Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung. e.V. (IWO) zieht daraus den Schluss: „Die wärmetechnische Sanierung eines Gebäudes sollte stets mit der Modernisierung der Heizungsanlage beginnen. Denn die Heizungserneuerung eröffnet nicht nur das größte Energieeinsparpotenzial, sondern erfordert auch verhältnismäßig geringe Investitionen.“ Zumal ein technisch veralteter und überdimensionierter Heizkessel nach einer Verbesserung der Wärmedämmung noch unwirtschaftlicher arbeitet, weil er weit mehr Wärme produziert als benötigt wird.
IWO,2004


Irritationen hinsichtlich der Heizungserneuerung:
Was muss wirklich getan werden?

(15. Oktober 2004) Neue Vorschriften zum Austausch alter Heizungen sorgen derzeit bei den Betreibern für Irritationen. Nicht immer muss gleich der Heizkessel erneuert werden. Auch mit kostengünstigeren Maßnahmen ist es möglich, die neuen gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Richtig ist folgendes: Laut Bundesimmissionsschutzverordnung darf ab 01.11.2004 der Abgasverlust von Öl- und Gasheizungen bis 25 kW Leistung nur noch 11 Prozent und bei Anlagen bis 50 kW Leistung nur noch 10 % betragen. Nach der Energieeinsparverordnung müssen bis Dezember 2006 alle Heizkessel ausgetauscht werden, die vor Oktober 1978 eingebaut wurden, soweit sie nicht in selbstgenutzten Ein- oder Zweifamilienhäusern stehen. Damit sollen der Schadstoffausstoß bei der Wärmeerzeugung gesenkt und die Energiekosten für die Nutzer verringert werden.

Falsch ist, dass deshalb - wie viele Kesselhersteller, Verbände des Heizungsbaugewerbes und kreditgebende Banken gern behaupten - alle betroffenen Anlagen mit neuen Heizkesseln ausgestattet werden müssen. Die geforderten Abgasverluste sind in vielen Fällen auch zu erreichen wenn bei den Kesseln nur eine neue Regelanlage eingebaut oder die Brennerleistung reduziert wird. Manchmal reicht auch schon eine Reinigung oder eine Veränderung der Brennereinstellung aus um die geforderten Werte einzuhalten. Zusätzlich können alte Kessel eine nachträgliche Dämmung erhalten.

Ob die Abgasverluste eines Kessels zu hoch sind, geht aus dem Messprotokoll des Schornsteinfegers hervor. Der Schornsteinfegergilde kommt damit eine große Verantwortung zu, und es steht die Frage, ob diese Ihrer Verantwortung auch gerecht wird. Wenn zu hohe Abgasverluste eingetragen werden, so sollte - insbesondere wenn eine große Abweichung zu den Messungen der vergangenen Jahre festgestellt wird - eine Nachprüfung der Messung veranlaßt werden. Fazit: Maßnahmen, mit denen der Schadstoffausstoß gesenkt und die Energiekosten verringert werden können sind außerordentlich wichtig. Doch es muß wirtschaftlich sinnvoll sein. Ein neuer Heizkessel kostet viel Geld und fördert den Umsatz der Anbieter. Für die Betreiber von Heizungsanlagen ist es deshalb wichtig zu wissen, dass es auch mit kostengünstigeren Maßnahmen möglich ist, die neuen gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.

Pressemitteilung des Bundes der Energieverbraucher
15. Oktober 2004


Heizungsanlagen: Altbestand und Mängel

1,4 Mio. Ölheizungen
0,9 Mio. Gasheizungen sind älter als 24 Jahre.

4,7 % der Ölheizungen und
3,1 % der Gasheizungen überschritten 2003 die gesetzlich zulässigen Grenzwerte für den Abgasverlust.
2,3 % der Ölheizungen wiesen zu hohen Rußausstoss auf.

1,3 Mio. "weitere Mängel" an häuslichen Feuerungsanlagen.

Quelle: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, 07.2004


Moderne Ölheizungen

oelhzkompsys.jpg (21912 bytes)IWO präsentierte marktnahe Studie
Ölheiz-Kompakt-System beansprucht nur 1,75 Quadratmeter Stellfläche

Mehr als ein Drittel aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland werden heutzutage ohne Keller errichtet. Da ist ein besonders Platz sparendes Heizsystem gefragt. Die Lösung: das „Ölheiz-Kompakt-System“ mit einem Stellplatzanspruch von nur 1,75 Quadratmetern einschließlich Tank. Die marktnahe Studie einer solchen Kompakt-Heizzentrale mit einer Heizöl-Lagerkapazität von mehr als 1000 Litern wurde vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) zur Internationalen Fachmesse ISH in Frankfurt vorgestellt.

Untergebracht ist das „Ölheiz-Kompakt-System“, das sämtliche Anforderungen gesetzlicher Verordnungen und technischer Regelwerke erfüllt, in einem 2,10 Meter hohen und 2,06 Meter breiten Stahlschrank. Da ist alles drin: ein Heizgerät mit untergebautem Warmwasserspeicher, ein Heizöllagerbehälter und eine moderne Anlagensteuerung.

Die Wärmeversorgung übernimmt ein wandhängendes, raumluftunabhängig betriebenes Öl-Brennwertgerät. Der Heizöltank ist doppelwandig und mit einer automatischen Leckage-Überwachung sowie zusätzlich mit einer Auffangwanne ausgestattet. Sämtliche Türen und Durchführungen des Schranksystems sind speziell abgedichtet, so dass den Anforderungen an einen dichten Aufstellraum entsprochen wird. Geräusche oder Geruchsbildung, die von dem Heizsystem ausgehen könnten, werden damit zuverlässig vermieden. Das ermöglicht die Aufstellung des „Ölheiz-Kompakt-Systems“ auch in unmittelbarer Nähe zu Wohnräumen, beispielsweise im Hauswirtschaftsraum.

Über ein Display lässt sich bei geschlossenem Schrank die Funktion der Sicherheitseinrichtungen überwachen, zudem können der Heizölvorrat und die daraus resultierende Reichweite des Wärmevorrats abgelesen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, via Datenleitung mit dem Heizöllieferanten oder dem Heizungsmonteur automatisch in Kontakt zu treten, sobald der Heizölvorrat zur Neige geht oder die Heizungswartung ansteht.

Die Modulbauweise des Schranksystems ermöglicht einen individuellen Ausbau nach Wunsch. So etwa können weitere Tankelemente integriert und das Heizöl-Lagervolumen zum Beispiel verdoppelt werden. Ebenso bietet ein Zusatzmodul den Platz für die Einbindung einer solarthermischen Anlage. Selbst andere Elemente der Haustechnik, etwa zur Strom- oder Wasserversorgung, können in Erweiterungsmodulen hinter den Türen des 85 Zentimeter tiefen Schranksystems untergebracht werden.

Die Umsetzung der von IWO vorgestellten Studie in ein marktreifes System dürfte nach Einschätzung von Experten nicht allzu lange auf sich warten lassen. Ein noch kleineres System mit einer Heizöl-Lagerkapazität von weniger als 1000 Litern, das dem Wärmebedarf heutiger Niedrigenergiehäuser gerecht wird, gibt es inzwischen zu kaufen.

ohksmodul.jpg (11682 bytes) Bild: IWO
Aussender: IWO
 


Abstandsregelungen gelockert
Heizöllagerung ohne Platzprobleme

Dank ihrer kompakten Bauform beanspruchen heutige Ölheizgeräte nur wenige Quadratmeter Platz, und zwar einschließlich der Vorratsbehälter für die flüssige Wärme. Denn bis zu 5000 Liter Heizöl dürfen im Aufstellraum des Heizkessels gelagert werden. Für doppelwandige Batterietanks sind diese Aufstellbedingungen soeben erleichtert worden.

Unter Berücksichtigung der hohen Sicherheitseigenschaften solcher Tanksysteme aus Kunststoff (PE und PA) mit integrierter Kunststoff-Auffangwanne oder mit einem Stahlblechmantel hat das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) die Vorschriften für die Wandabstände modifiziert. Bei ihnen ist an drei Seiten ein Mindestwandabstand von nur fünf Zentimetern und an einer Seite von 40 Zentimetern ausreichend. Diese Regelung gilt für bis zu fünf solcher Behälter in einreihiger Aufstellung.

Damit ergeben sich noch größere Freiheiten bei der eigenen Wärmebevorratung. So passt ein doppelwandiger Batterietank zusammen mit einem bodenstehenden Ölheizgerät problemlos in einen Haustechnikraum von noch nicht einmal vier Quadratmetern Größe. Bei der Verwendung eines wandhängenden Öl-Brennwertgerätes wird sogar noch weniger Platz benötigt. Auf einen solchen doppelwandigen Tank mit einem Fassungsvermögen von beispielsweise 1500 Litern entfallen dabei insgesamt weniger als 1,8 Quadratmeter Stellfläche.

IWO 2005
Nr. 142, April 2005


Günstige Brennstoffkosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit
Zahl der Ölheizungen erneut gestiegen

Bauherren und Modernisierer setzen verstärkt auf das Wärmesystem Ölheizung. So ist der Gesamtbestand der Ölheizungen in der Bundesrepublik in den letzten beiden Jahren um 132.500 auf knapp 6,5 Millionen Anlagen gestiegen. Das geht aus den statistischen Erhebungen des deutschen Schornsteinfegerhandwerks hervor.

Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO) kennt einen guten Grund für die Zunahme: die vergleichsweise günstigen Brennstoffkosten einer Ölheizung. Seit 1980 kostet Heizöl in Deutschland im Jahresschnitt beständig fast 30 Prozent weniger als beispielsweise Erdgas. Allein auf die letzten zehn Jahre bezogen ergibt das bei einem jährlichen Verbrauch von 3000 Litern Heizöl eine um 3155 Euro niedrigere Brennstoffkostenrechnung im Vergleich zu derselben Wärmemenge Erdgas (33.540 kWh). Die Berechnung basiert auf den amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Deshalb raten Experten, bei der Wahl eines Heizsystems nicht nur die einmaligen Investitionskosten, sondern auch die alljährlich anfallenden Betriebskosten zu beachten. Schließlich haben die Brennstoffkosten für die Wirtschaftlichkeit eines Heizsystems erhebliche Bedeutung, weil sie über die Gesamtlaufzeit betrachtet den größten Anteil an den Kosten eines Heizsystems ausmachen.

Die jüngsten Zahlen in der Statistik des Schornsteinfegerhandwerks zeigen allerdings auch auf, dass in vielen deutschen Haushalten unnötig Energie vergeudet wird, weil sie von hoffnungslos veralteten Heizkesseln mit Wärme versorgt werden. 1,54 Millionen Ölheizungen sind vor 1982 installiert worden. Solche mindestens 20 Jahre alten Heizkessel gelten nach heutigem Stand der Technik als Energieverschwender. Aufgrund ihrer geringen Wirkungsgrade belasten sie nicht nur Umwelt und Klima über Gebühr, sondern auch das Portemonnaie ihrer Besitzer. Anfang 2001 lag der Anteil solcher veralteten Ölheizanlagen am Gesamtbestand noch bei 30 Prozent, Anfang 2003 war er auf 23,8 Prozent gesunken. Mehr als 360.000 dieser Altanlagen sind also in den letzten beiden Jahren ausgemustert und durch moderne, effiziente Ölheizkessel ersetzt worden.

Aber auch die meisten der „erst“ 15 bis 2o Jahre alten Heizkessel gelten unter energetischen Aspekten als bedenklich. „Für ihre Besitzer lohnt sich eine Beratung durch den Heizungsfachmann“, empfiehlt IWO. Er kann klären, ob es Sinn macht, eine solche Anlage noch eine Zeitlang weiter zu betreiben, oder ob es vernünftiger wäre, möglichst bald mit moderner Ölheiztechnik auf Energiesparkurs zu gehen.

Die Investition rechnet sich. Denn mit dem Austausch einer veralteten Heizung gegen einen modernen Ölheizkessel senkt ein Hausbesitzer seine Heizenergiekosten beachtlich – um bis zu 40 Prozent. So viel weniger verbrauchen effiziente Öl-Brennwertgeräte im Vergleich zu technisch veralteten Anlagen. Wer einen im Preis etwas günstigeren Niedertemperaturkessel anschafft, kann mit einer Heizöleinsparung von bis zu 30 Prozent rechnen.

Quelle: Presse-Dienst Modernes Heizen Nr. 131, August 2003
Aussender: IWO
 


Studie zeigt die Anwendung in einer kompakten Brennstoffzelle
Heizöl – ein Brennstoff für die Zukunft


Heizöl ist ein moderner Brennstoff, der vielfältigen Anforderungen zukünftiger Anwendungsbereiche im Wärmemarkt gerecht wird. So zum Beispiel in einer Brennstoffzelle. Zur ISH in Frankfurt, der weltgrößten Fachmesse für Gebäude- und Energietechnik, zeigte das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) die Studie einer heizölbetriebenen Brennstoffzelle für den kleinen Leistunsgbereich. Entwickelt wurde das Modell mit vorgeschaltetem Reformer in Kooperation mit dem Oel-Wärme-Institut (OWI) in Herzogenrath.

Eine Brennstoffzelle wandelt im Gegensatz zur herkömmlichen Stromerzeugung chemisch gebundene Energie direkt in Strom und Wärme um. Als Brennstoff benötigt sie Wasserstoff oder Kohlenmonoxid. Da diese Gase jedoch als Primärenergieträger nicht vorkommen, müssen sie erst erzeugt werden. Das kann über die Elektrolyse von Wasser erfolgen, am meisten verbreitet ist aber die Reformierung aus Kohlenwasserstoffverbindungen wie Heizöl oder Erdgas.

In der Studie wird das Heizöl mit Hilfe des Phänomens der „Kalten Flamme“ vollständig verdampft und in ein Brenngas verwandelt, das sich in mehreren, teilweise parallel ablaufenden Prozessen direkt vor der Verwendung zu Wasserstoff reformiert. Vorteil der Wasserstoffgewinnung aus einem flüssigen Kohlenwasserstoff: Da Heizöl unabhängig von einer leitungsgebundenen Versorgungsstruktur überallhin problemlos zu transportieren ist, kann eine heizölbetriebene Brennstoffzelle an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden. Auch ein mobiler Einsatz, etwa in der See- und Luftfahrt, ist möglich.

Im Hinblick auf die Minderung klimarelevanter Emissionen jedoch bringt eine Brennstoffzelle im Vergleich zu der konventionellen Kraft-Wärme-Kopplung, etwa in einem Block-Heizkraftwerk (BHKW), „keine grundsätzlichen Vorteile, sofern die Wasserstoffherstellung nicht auf einer regenerativen Energiequelle basiert“, erklärt IWO-Geschäftsführer Professor Christian Küchen. Insofern sei eine solche kompakte Brennstoffzelle eher als zukünftige Ergänzung zu den marktüblichen Kraft-Wärme-Kopplungs-Systemen insbesondere im Leistungsbereich unterhalb von 10 kW zu verstehen.

IWO 2005
Nr. 142, April 2005


Für alle Fragen rund um das Heizen mit Öl
Kostenloser Rat per Telefon

„Ist es sinnvoll, eine alte Heizung schon vor dem gesetzlich vorgeschriebenen Termin auszutauschen?“ – „Wie hoch ist der Nutzungsgrad eines Öl-Brennwertgeräts?“ – „Ich will Heizkosten sparen, was können Sie mir empfehlen?“ Auf diese und alle anderen Fragen rund um das Heizen mit Öl gibt es jetzt telefonisch Antwort. Unter 0180 / 1 999 888 stehen im „Infoservice Ölheizung“ Experten für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, montags bis freitags zwischen 8 und 19 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr, zum günstigen Ortstarif.

Aussender: IWO


Bei der Heizungssanierung:
Alte Heizkörper vertragen sich meist gut mit einer modernen Ölheizung
Volumen gewährleistet gewohnten Wärmekomfort

Eine moderne, Energie sparende Ölheizung und voluminöse, womöglich jahrzehntealte Heizkörper harmonieren zumeist bestens. Deshalb müssen bei der energetischen Sanierung einer veralteten Ölheizung in aller Regel nur der Heizkessel und der Brenner erneuert werden, Heizkörper und Rohrleitungen bleiben erhalten. Das gilt nicht nur bei der Installation einer Öl-Niedertemperaturanlage, sondern auch für den Einsatz der Öl-Brennwerttechnik.

Da frühere Heizungsanlagen meistens großzügig ausgelegt wurden, sind die Flächen der Heizkörper auch groß genug, um den gewohnten Komfort wie Raumtemperatur oder Aufheizzeit nach einer Temperaturabsenkung zu gewährleisten. Beim Einsatz der Öl-Brennwerttechnik sollte der Heizungsbauer prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper für den Brennwertbetrieb geeignet sind. Erfordert das Heizkörpersystem nämlich hohe Vorlauftemperaturen – damit sind meistens auch hohe Rücklauftemperaturen verbunden, kann es sein, dass die Nutzung des Brennwerteffektes nicht möglich ist.

Zur Überprüfung der Heizkörper zählt auch, ob alle Heizkörper mit Thermostatventilen ausgerüstet sind, betont das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Diese sind seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben, ausgenommen sind nur Zimmer mit Raumthermostat. Durch den Heizungsfachmann voreinstellbare Thermostatventile ermöglichen eine Abstimmung der einzelnen Heizkörper. Dieser hydraulische Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper die für seine errechnete Leistung erforderliche Wassermenge erhält. Damit werden Strömungsgeräusche vermieden und der Stromverbrauch der Umwälzpumpe von vornherein auf das erforderliche Maß begrenzt.

Geprüft wird vom Heizungsbauer auch, ob der alte Schornstein noch zum neuen Heizkessel passt. Mitunter nämlich muss der Schornsteinquerschnitt den niedrigeren Abgastemperaturen und Abgasmengen moderner Ölheizkessel angepasst werden. Das klingt nach großem Aufwand, wird aber von den Fachleuten des Heizungshandwerks unkompliziert, relativ preiswert und ohne Schmutzanfall erledigt, denn Maurer- oder Stemmarbeiten sind gar nicht nötig. Stattdessen werden vom Dach aus korrosionsfeste Rohre in den alten Schornstein abgesenkt. Diese sind zwar vorgefertigt, aber so flexibel einsetzbar, dass sie ganz nach Bedarf angepasst werden können.

Wird im Zuge einer Heizungssanierung ein Öl-Brennwertgerät eingesetzt, muss in aller Regel eine feuchteunempfindliche Abgasleitung installiert werden. Auch diese wird unkompliziert vom Dach aus abgesenkt. Aufgrund der niedrigen Abgastemperaturen werden zunehmend Rohrsysteme aus Kunststoff eingesetzt.

Häufig wird die Abgasleitung für Brennwertgeräte als Doppelrohr ausgeführt: Durch das Innenrohr gelangen die Abgase ins Freie, durch das Außenrohr saugt das Brennwertgerät die Verbrennungsluft an. Dies ermöglicht einen raumluftunabhängigen Betrieb, außerdem wird durch die Vorerwärmung der Verbrennungsluft der Wirkungsgrad des Kessels nochmals erhöht.

Aussender: IWO


Doppelwandige Sicherheitstanks machen Ummauerung überflüssig
Auch der Platzanspruch für die Heizöllagerung wird genügsamer

Moderne Ölheizgeräte werden immer kompakter. Als so genannte Unit mit untergebautem Warmwasserspeicher beansprucht eine solche Ölwärme-Zentrale für ein Einfamilienhaus kaum mehr als einen Quadratmeter Stellfläche. Mit noch weniger Platz begnügt sich ein wandhängendes Ölheizgerät. Aber auch heutige doppelwandige Heizöllagerbehälter sind in ihrem Platzanspruch deutlich bescheidener geworden.

Neben einer konstruktiv optimierten Raumausnutzung bei modernen Behältern kennt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) einen weiteren Grund, weshalb heutige Tanksysteme immer weniger Platz beanspruchen: Moderne Ölheizanlagen verbrauchen deutlich weniger Heizöl als technisch veraltete Heizungen. Das Heizöllagervolumen kann daher kleiner ausfallen. Der Trend geht dabei zu doppelwandigen Sicherheitstanks aus Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder aus diesen Kunststoffen mit einer Stahlummantelung. Die sonst übliche gemauerte Auffangwanne kann bei derartigen Batterietanks entfallen.

Drei bis vier Quadratmeter Stellfläche beansprucht eine solche Öl-Wärmezentrale einschließlich der Heizöllagerbehälter heutzutage nur noch. Damit eignet sich das System Ölheizung auch sehr gut für Neubauten, die vielfach ohne Keller errichtet werden. Zumal die Heizöllagerung in doppelwandigen Sicherheitstanks oftmals preisgünstiger ist als ein einwandiges Lagersystem mit bauseitig gemauerter Auffangwanne und ölfestem Anstrich.

Kunststoff-Sicherheitstanks gibt es in unterschiedlichen Größen mit Fassungsvolumen bis zu jeweils 1500 Liter. Je nach Raumgröße und örtlichen Bedingungen können einzelne kleine Tankmodule zu einer größeren Tankanlage verbunden werden, womit der Begriff Batterietank erklärt ist.

Bis zu 5000 Liter Heizöl dürfen direkt in dem Raum gelagert werden, in dem auch das Heizgerät steht. Lediglich ein Meter Abstand muss zwischen Heizkessel und Tank eingehalten werden. Da können sich im Zuge einer Heizungsmodernisierung neue Möglichkeiten der Raumnutzung ergeben. Wird beispielsweise nach einer Heizungserneuerung der flüssige Wärmevorrat in doppelwandigen Kunststoff-Sicherheitstanks direkt im Heizraum gelagert, wird der bisherige Öllagerraum für andere Zwecke frei. Im Idealfall wird so zusätzlicher Platz für einen Hobby- oder Fitnesskeller oder eine Hausbar hinzugewonnen.

Die Kunststoffe für moderne Tankbehälter wurden ebenfalls weiter verbessert. Führende deutsche Hersteller von Kunststoff-Batterietanks bieten diese Behälter zudem mit einer zusätzlichen Diffusions- beziehungsweise Geruchssperre an. Daher ist eine Unterbringung der modernen Heizöllagerbehälter auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnräumen, zum Beispiel im Souterrain oder im Hauswirtschaftsraum, möglich.

Quelle: Presse-Dienst Modernes Heizen Nr. 131, August 2003


Öl-Brennwertgerät direkt neben dem Schlafzimmer
System Ölheizung als attraktive Alternative im Neubau

Flüsterleise, kompakt und wirtschaftlich: moderne Öl-Brennwertgeräte bilden im Neubau zunehmend eine attraktive Alternative zu anderen Heizsystemen. In einem Neubaugebiet im rheinland-pfälzischen Lingerhahn zum Beispiel versorgt ein wandhängendes Öl-Brennwertgerät einen nicht unterkellerten Satteldachbungalow mit Raumwärme und Warmwasser. Untergebracht sind Heizgerät und Tankanlage im Hauswirtschaftsraum, der unmittelbar an das Schlafzimmer der Hauseigentümerin angrenzt. Dennoch braucht sich die Hausherrin um ihre Nachtruhe nicht zu sorgen: Ein serienmäßig in das Wandheizgerät integrierter Abgasschalldämpfer gewährleistet einen nahezu geräuschlosen Betrieb der Anlage.

Ursprünglich hatte der Generalbauunternehmer für das freistehende Eigenheim im Hunsrück eine Beheizung mit Erdgas vorgesehen. Doch das Wissen der Bauherrin um die durchschnittlich rund 30 Prozent günstigeren Brennstoffkosten bei einer Ölheizung und ihre daraus resultierende Entscheidung für dieses Wärmesystem veranlassten die Änderung des Wärmekonzepts. Statt der Gastherme wurde ein kompaktes wandhängendes Öl-Brennwertgerät installiert. Es sorgt zugleich für die zentrale Warmwasserbereitung in einem 120-Liter-Speicher.

In dem Hauswirtschaftsraum neben dem Schlafzimmer fand sich auch genügend Fläche für zwei Kunststoffbatterietanks mit je 1500 Litern Fassungsvermögen. Die relativ großzügige Lagerkapazität nutzt die Hauseigentümerin, um die saisonalen Preisschwankungen beim Heizöl geschickt auszuschöpfen und so ihren Wärmevorrat noch preiswerter als zum rechnerischen Jahresmittel einzukaufen, und zwar für bis zu drei Jahre im Voraus.

Denn der theorethische Jahresheizölbedarf des Eigenheims beträgt einschließlich der Warmwasserbereitung nur rund 1000 Liter. Etwa 770 Liter davon entfallen bei 110 Quadratmetern Wohnfläche auf die Raumwärme. Der nach Niedrigenergiehaus-Standard errichtete Bungalow benötigt an reiner Heizwärme weniger als 70 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Quadratmeter, das entspricht etwa sieben Litern Heizöl.

Das Öl-Brennwertgerät arbeitet raumluftunabhängig, Abgas- und Verbrennungsluft werden über ein Luft-Abgas-System (LAS) geführt. Daraus ergibt sich ein weiterer positiver Nebeneffekt: Obwohl im selben Raum Waschmaschine und Wäschetrocknerständer stehen, gelangen weder Staub noch Waschmitteldämpfe in das Heizgerät. Der Brenner saugt die benötigte Luft ja von außen an.

Quelle: Presse-Dienst Modernes Heizen Nr. 131, August 2003


Verbrauchsarm, Platz sparend und wirtschaftlich
Die moderne Ölheizung ist eine clevere Lösung für Neubauten

Fehleinschätzungen in der Planung eines Neubaus können im Nachhinein teuer werden. Das trifft auch zu bei einer so langfristigen Entscheidung wie der Wahl des Heizsystems. Deshalb lohnt es sich, die verschiedenen Heizsysteme im Vorfeld gründlich miteinander zu vergleichen. Denn nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die alljährlich anfallenden Betriebskosten und dabei vor allem die Brennstoffkosten sind für die Wirtschaftlichkeit eines Heizsystems wesentlich.

Bei den Brennstoffkosten schneidet die Ölheizung sehr günstig ab. So kostet Heizöl seit Jahrzehnten im Durchschnitt beständig weniger als beispielsweise Erdgas; und eine monatliche Grundgebühr fällt bei der Ölheizung sowieso nicht an. Allein auf die letzten zehn Jahre bezogen, war Heizöl im Jahresdurchschnitt regelmäßig rund 30 Prozent günstiger zu beziehen als Erdgas. Das belegen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

„Lassen Sie sich schon in der ersten Planungsphase ausführlich von Experten des Heizungsfachhandwerks beraten“, empfiehlt daher das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) allen Bauinteressenten. Welche Gründe für das System Ölheizung sprechen, erläutert im Detail auch eine neue Broschüre, die soeben vom IWO herausgegeben wurde. Darin finden sich neben Informationen zu staatlichen Fördermöglichkeiten zahlreiche Anwendungs-Tipps, beispielsweise zur besonders Umwelt schonenden Kombination einer Ölheizung mit einer Solaranlage.

Aufgeräumt wird ferner mit dem althergebrachten Vorurteil, die eigene Wärmeenergiebevorratung beanspruche viel zu viel Raum. Aufgrund des geringen Energiebedarfs heutiger Neubauten und der hohen Effizienz moderner Ölheiztechnik reicht nämlich für ein Einfamilienhaus ein Tank mit einem Lagervolumen von 1.500 Litern zur Deckung eines Jahresbedarfs völlig aus. Was je nach Bauart des Lagerbehälters eine Stellfläche von höchstens 1,5 Quadratmetern ausmacht.

Für Neubauten ohne Keller gibt es mehrere attraktive Lösungen. Ein Erdtank ist eine mögliche, das innovative Ölheiz-Kompakt-System eine weitere Variante. Bei diesem System ist in einem Stahlschrank mit einer Stellfläche von weniger als zwei Quadratmeter alles untergebracht: Öl-Brennwertkessel, Warmwasserspeicher, Steuerung und Tank. Weil moderne Ölheizgeräte überdies sehr leise arbeiten und raumluftunabhängig betrieben werden können, lässt sich eine solche Kompakt-Heizzentrale sogar in direkter Nähe zu Wohnräumen aufstellen, etwa im Hausanschluss- oder im Hauswirtschaftsraum.

Bauinteressenten können die Broschüre beim „Infoservice Ölheizung“ unter Telefon 0180 / 1 999 888 oder im Internet unter www.oelheizung.info kostenlos anfordern.


Öl-Brennwertheizkessel:
Keine Neutralisationspflicht beim Einsatz von schwefelarmem Heizöl

Wird ein Öl-Brennwertkessel ausschließlich mit der neuen Sorte „Heizöl EL schwefelarm“ betrieben, braucht das in Brenn-wert-anlagen anfallende Kondenswasser nicht neutralisiert werden. Dies geht aus dem aktuellen Regelwerk der Abwassertechnischen Ver-eini-gung (ATV) hervor. Wie bei Gas-Brenn-wert-kesseln ist auch bei Öl-Brennwert-kesseln eine Neutralisation nur bei Anlagen mit einer Leistung von mehr als 200 Kilowatt (kW) vorgeschrieben.

In Brennwertkesseln wird das bei der Ver-brennung entstehende Abgas bis unter den Tau-punkt abgekühlt. Dadurch kommt es zu einer Kon--den-sation des im Abgas enthaltenen Was-ser-dampfes. Die frei werdende Kon-den-sa-ti-onswärme wird zusätzlich genutzt, das anfallende Kondenswasser – im Jahres-schnitt etwa 0,5 bis 0,8 Liter je Liter Heizöl – wird ins öffentliche Abwassersystem geleitet. Bei der Ver-wendung von „Heizöl EL Standard“ muss nach wie vor eine Neutralisationseinrichtung zwischengeschaltet sein.

„Wird also eine Öl-Brennwertanlage ohne Kondensatneutralisation betrieben, darf nur Heizöl EL schwefelarm verwendet werden“, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Selbst dann, wenn das Brennwertgerät laut Hersteller auch mit Heizöl EL Standard betrieben werden darf. Ein grüner Füllrohrverschluss am Tank und ein entsprechender Aufkleber am Heizgerät verdeutlichen: Nur Heizöl EL schwefelarm tanken!


Quelle: Presse-Dienst Modernes Heizen, Nr. 133, November 2003


Presse-Dienst Modernes Heizen Nr.136, April 2004

Hoch effizient und Umwelt schonend
Mit der Öl-Brennwerttechnik auf Energiespar-Kurs

Nahezu zwei Drittel des Energieverbrauchs entfallen im Privathaushalt auf Heizung und Warmwassererzeugung. Wo aber viel verbraucht wird, lässt sich auch viel sparen. Wenn etwa ein technisch veralteteter Heizkessel durch eine neue, energieeffiziente Heizungsanlage ersetzt wird, verringert sich der Energiebedarf deutlich.

Interessenten für eine Heizungsmodernisierung stehen dann vor der Entscheidung: einen sparsamen Öl-Niedertemperaturkessel oder ein noch effizienteres, aber etwas teureres Öl-Brennwertgerät anschaffen? Pauschal ist diese Frage nicht zu beantworten, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Die Mehrausgaben für die Anlagentechnik werden jedoch im Laufe der Betriebsjahre durch einen geringeren Verbrauch kompensiert. Außerdem kann die bei Heizungsmodernisierungen zumeist notwendige Schornsteinsanierung beim Tausch gegen ein Öl-Brennwertgerät relativ kostengünstig erledigt werden. In der Regel braucht nur ein Kunststoffrohr in den bisherigen Kamin eingezogen werden.

Öl-Brennwertgeräte setzen den eingesetzten Brennstoff praktisch zu 100 Prozent in Nutzwärme um. So ist eine Brennwertanlage um nochmals bis zu zehn Prozentpunkte sparsamer als moderne Niedertemperaturtechnik. Der Austausch eines veralteten Standard-Heizkessels gegen ein Öl-Brennwertgerät bringt mithin eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent.

Vom geringeren Verbrauch der Öl-Brennwertgeräte profitieren auch Umwelt und Klima, weil entsprechend weniger Kohlendioxid- und Schadstoffemissionen anfallen. Insbesondere bei der Verwendung der neuen Sorte „Heizöl EL schwefelarm“, die speziell für die Energie sparende Öl-Brennwerttechnik entwickelt wurde, werden Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduziert. Deshalb wird die Installation von Öl-Brennwertgeräten von einigen Förderprogrammen des Bundes und der Länder sowie von manchen Kommunen finanziell unterstützt. Bei Öl-Brennwertanlagen, die mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden, kann zudem die Neutralisation des Kondensats entfallen.

Öl-Brennwertkessel sind noch bescheidener im Platzanspruch, zumal es sie auch als wandhängende Geräte gibt. Da sie obendrein sehr leise arbeiten und zumeist raumluftunabhängig betrieben werden, können Öl-Brennwertgeräte auch im wohnnahen Bereich, etwa im Hauswirtschafts- oder Hausanschlussraum oder im Hobbykeller untergebracht werden. Und wegen ihres niedrigen Verbrauchs werden nur kleine Tankanlagen benötigt, die allenfalls 1,5 Quadratmeter Stellfläche beanspruchen, falls nicht ohnehin ein kleiner Erdtank gewählt wird.

IWO,2004


Öl-Brennwerttechnik:
Eingesetzte Energie wird zu fast 100 Prozent in Nutzwärme umgesetzt

Wer über eine Heizungsmodernisierung nachdenkt, um künftig umweltschonend und sparsam zu heizen, sollte Öl-Brennwerttechnik einplanen. Ein Energieeinsparpotenzial von insgesamt 40 Prozent gegenüber einem alten Standardheizkessel erfordert zwar zunächst eine höhere Investitionssumme als eine Niedertemperaturanlage, doch die Mehrkosten zahlen sich im Laufe der Betriebsjahre wieder aus. Nach Praxiserfahrungen von Heizungsexperten verbrauchen Brennwertgeräte gegen¸ber modernen Niedertemperaturkesseln nochmals zehn Prozent weniger Energie. Öl-Brennwerttechnik nutzt nämlich auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Energie, die bei konventionellen Heizkesseln ungenutzt durch den Schornstein entweicht. über einen externen oder internen Wärmeübertrager wird diese Energie durch Kondensation gewonnen und wieder in das Heizsystem eingespeist. So erreichen Brennwertgeräte Wirkungsgrade von nahezu 100 Prozent.

Im Detail funktioniert das Brennwertprinzip so: Die etwa 140 bis 200 Grad heiflen Abgase durchlaufen den zusätzlichen Wärmetauscher. Sobald sie auf eine Temperatur von unter 47 Grad Celsius abgekühlt sind, tritt der eigentliche Brennwerteffekt ein: Der im Abwasser enthaltene Wasserdampf erreicht den Taupunkt und kondensiert. Die dabei frei werdende Kondensationswärme wird zur Erwärmung des aus den Heizkörpern zurücklaufenden Heizwassers (Heizungsrücklauf) oder zur Erwärmung der von auflen angesaugten Verbrennungsluft genutzt. So wird praktisch der komplette Energieinhalt des Brennstoffs ausgenutzt. Für die Ableitung des nun abgekühlten Abgases sind preisgünstige Kunststoffrohre völlig ausreichend. Auch bestehende Niedertemperaturanlagen können durch die nachträgliche Installation eines nachgeschalteten Wärmetauschers zu einer Brennwertanlage umgerüstet werden. In diesem Fall erfolgt die Übertragung der Kondensationswärme stets auf den Heizungsrücklauf.

Öl-Brennwertgeräte zeichnen sich neben minimalem Energieverbrauch und geringen Emissionen auch durch ihre kompakten Abmessungen aus. Wandhängende Geräte können sogar in einer Raumnische installiert werden und bodenstehende Öl-Brennwertkessel benötigen genauso wenig Stellfläche wie eine Waschmaschine. Da sie sehr leise und raumluftunabhängig arbeiten, können Öl-Brennwertkessel auch innerhalb der thermischen Hülle eines Hauses im wohnnahen Bereich aufgestellt werden. Die benötigte Frischluft für den Ölbrenner wird bei diesen Geräten zumeist über ein Luft-Abgas-System (LAS) angesaugt und gleichzeitig vorgewärmt, was sich in nochmals vermindertem Verbrauch niederschlägt.

Besonders umweltschonend ist der Betrieb eines Öl-Brennwertgeräts mit der eigens dafür entwickelten Sorte "Heizöl EL schwefelarm". Deren saubere Verbrennung gewährleistet niedrigste Emissionen und wirkt sich zugleich positiv auf die Lebensdauer der Heiztechnik aus. Zudem kann beim Betrieb mit schwefelarmem Heizöl auf eine Neutralisation des anfallenden Kondensats verzichtet werden.

Beim Einsatz von Standard-Heizöl muss das anfallende Kondensat in der Regel zunächst in einer Neutralisationseinrichtung aufbereitet werden, ehe es in die Kanalisation eingeleitet wird. Pro verbranntem Liter Heizöl fällt bis zu ein Liter Kondenswasser an.

IWO, Nr. 141, Januar 2005


Neue Fachbroschüre erläutert ökologische und wirtschaftliche Vorteile
Brennwerttechnik schont Umwelt und Haushaltsbudget

Öl-Brennwerttechnik erreicht eine Energieausnutzung von praktisch 100 Prozent. Deshalb entscheiden sich immer mehr Bauherren und Heizungsmodernisierer für ein bodenstehendes oder wandhängendes Öl-Brennwertgerät. Eine neue Publikation des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) trägt dem wachsenden Interesse an den sparsamen Öl-Brennwertsystemen Rechnung. Erklärt werden neben den ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten die Funktionsweise und die technischen Details dieser Heiztechnik. Zudem enthält die Broschüre eine Liste der wichtigsten Hersteller von Öl-Brennwertgeräten.

Ein Öl-Brennwertgerät bietet ein Maximum an Effizienz, weil es auch die latente Wärme in den Abgasen für Heizzwecke nutzt. Dazu werden die relativ heißen Abgase bis unter den Taupunkt von 47 °C abgekühlt, so dass der im Abgas enthaltene Wasserdampf kondensiert. Die dabei frei werdende Kondensationswärme wird dem Heizkreislauf wieder zugeführt. Deshalb verbrauchen Öl-Brennwertgeräte noch einmal bis zu zehn Prozent weniger Energie als moderne Niedertemperaturkessel.

Erläutert werden in der IWO-Fachbroschüre überdies die unterschiedlichen Prinzipien der Kondensation, wobei verschiedene Varianten oftmals gleichzeitig Anwendung finden. So bringt beispielsweise die Kombination eines Öl-Brennwertkessels, der auf eine interne Kondensation ausgelegt ist, mit einem Luft-Abgas-System (LAS) eine weitere Energieersparnis. Denn die zusätzlich im Luft-Abgas-System über die Kondensation gewonnene Wärme wird zur Vorwärmung der Verbrennungsluft genutzt. Weiterer Vorteil des LAS: die damit verbundene raumluftunabhängige Betriebsweise erlaubt eine Aufstellung des Heizgerätes im Hauswirtschafts- oder Hausanschlussraum, also innerhalb der thermischen Hülle eines Gebäudes.

Ideal für den Betrieb eines Öl-Brennwertgerätes ist die Verwendung der speziell für diese Technik entwickelten Sorte „Heizöl EL schwefelarm“. Dieser Brennstoff schont nicht nur die Umwelt, sondern nachweislich auch die gesamte Heiztechnik. Außerdem darf in Anlagen bis 200kW bei Verwendung des schwefelarmen Heizöls das anfallende Kondensat wie bei Gas-Brennwertgeräten ohne Neutralisation in die Kanalisation geleitet werden.

Die neue Broschüre kann über den „Infoservice Ölheizung“, Tel. 0180 / 1 999 888, bestellt werden. Sie steht auch als Download unter www.oelheizung.info zur Verfügung.

IWO 2005
Nr. 142, April 2005
 


Neue Broschüre über Heizungswartung und -inspektion
Wärmeerzeuger richtig gepflegt

Heizungen sorgen für Wärme und Warmwasser im Haus. Damit sie das auch sicher und energiesparend tun, müssen sie ähnlich wie Autos regelmäßig überprüft werden. Bereits durch geringe Ablagerungen im Heizkessel können etwa sechs Prozent Energie verlorengehen, informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt in einer neuen kostenlosen Broschüre über Heizungswartung und -inspektion.

Darüber hinaus entsteht laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ein unnötiger Mehrverbrauch von Energie durch schlechte Einstellung der Vorlauf- und Kesseltemperatur. Damit alle Komponenten wie beispielsweise Regelung, Heizkörper oder Umwälzpumpe optimal zusammenarbeiten, empfiehlt der Initiativkreis Erdgas & Umwelt den Abschluss eines Inspektions- oder Wartungsvertrages. Inspektionsverträge werden für neue Heizungen abgeschlossen und umfassen die regelmäßige Überprüfung des Wärmeerzeugers, der Regelung und weiterer Komponenten. Wartungsverträge sind für Anlagen gedacht, die bereits seit einigen Jahren in Betrieb sind. Zusätzlich zur Überprüfung werden diese älteren Heizkessel gereinigt und nach Bedarf Klein- und Verschleißteile ausgetauscht.

Die kostenlose Broschüre „Heizungswartung und -inspektion“ kann man beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch) oder per E-Mail ieu@ecg-leipzig.de anfordern. Adressen von Innungsbetrieben des Heizungshandwerks gibt es auf der Homepage www.wasserwaermeluft.de.

Berlin und Essen, IEU, 04.09.2003


Mehr als Kochen und Heizen
Mit Erdgas betriebene Haushaltsgeräte schonen die Umwelt

Erdgas – das ist mehr als Kochen und Heizen! Neben Herd und Heizung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Leben mit Erdgas angenehm, günstig und vor allem ökologisch verträglich zu gestalten. Der Wäschetrockner ist schnell und Energie sparend. Der Terrassenstrahler verlängert die Outdoor-Saison, in der ein rauchschwadenfreier Erdgas-Grill auch den Nachbarn begeistert. Die Sauna stärkt die Abwehrkräfte jedes Menschen; Kachelofen und Kamin sorgen für wohlige Wärme und heimelige Atmosphäre. Gekoppelt mit der Erdgassteckdose bietet diese breite Palette ein Höchstmaß an Bequemlichkeit.

Nicht nur das: Erdgas hat im Vergleich mit anderen fossilen Energieträgern bei der Verbrennung den niedrigsten Kohlendioxid-Ausstoß, und der ist für Erderwärmung und Treibhauseffekt verantwortlich. Da schneidet leichtes Heizöl 30 Prozent schlechter ab, Steinkohle 65 Prozent, und bei Braunkohle sind es sogar bis zu 100 Prozent mehr CO2-Emissionen. Zweiter Trumpf für die Umwelt: Auch beim Ausstoß der für die Ozonbildung zuständigen Stickstoffoxide glänzt Erdgas mit Topwerten.

Ein praktisches Beispiel: Der Erdgas-Wäschetrockner verbraucht 40 Prozent weniger Energie als das Stromgerät und trocknet zudem schneller. Das überzeugte sogar die Stiftung Warentest, bei der das Gasgerät schon im Jahr 2000 als Testsieger hervorging.

Quelle für CO2-Emissionswerte: Schlussbericht der Enquète-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz der Erdatmosphäre“, 1994

Quelle: Pressemitteilung des BGW, 05/03


Heizungsausstellungen in Deutschland
Wie sieht eigentlich der neue Heizkessel aus?

Wenn eine neue Heizung angeschafft wird, wissen viele Hauseigentümer vor der Installation nicht, wie der künftige Wärmeerzeuger aussieht. Dabei spielen attraktive Optik und vorteilhafte Abmessungen beim Heizungskauf eine wichtige Rolle. Abhilfe schafft hier ein neues Informationsangebot des Initiativkreises Erdgas & Umwelt. Per Telefon oder Internet lassen sich die Heizungsausstellungen im regionalen Umfeld herausfinden.

Die Ausstellungen sind für Verbraucher geöffnet und ermöglichen dem Bauherren und Modernisierer, sich vorab über unterschiedliche Gerätetypen und Aufstellungsvarianten wie beispielsweise wandhängende Wärmeerzeuger oder Standgeräte in Kombination mit Solarkollektoren zu informieren. Organisiert werden die Ausstellungen vom Heizungsgroßhandel. Der Besuch ist kostenlos.

Adressen der Heizungsausstellungen vor Ort bekommt man beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) oder im Internet unter www.ieu.de, Rubrik „Heizkessel“.

Berlin und Essen, IEU, 12.08.2003


Bauherren aufgepasst: Erste Geräte mit neuem Anschluss
Neue Erdgassteckdose: Komfort und Sparen

Seit einigen Monaten gibt es sie auch in Deutschland: die Erdgassteckdose. Und die Hersteller von Erdgasgeräten ziehen nun nach. Bald wird jeder Verbraucher Gasgeräte selber anschließen können. Bauherren handeln deshalb vorausschauend, wenn sie über den Einbau von Erdgassteckdosen in Küche und Keller nachdenken. Dies lohnt sich insbesondere dann, wenn das Haus sowieso einen Gasanschluss hat.

Erdgasgeräte sparen Energiekosten

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) weist darauf hin, dass Erdgasgeräte oft mit niedrigeren Energiekosten arbeiten und mehr Komfort bieten: „Laut Stiftung Warentest spart ein Erdgas-Wäschetrockner in zehn Jahren mehrere hundert Euro Energiekosten.“ Die moderne Steckdosentechnik, so BGW-Experten, erleichtert es dem Verbraucher, Erdgasgeräte zu nutzen.

Hersteller von Gasherden setzen bereits auf den neuen Anschluss: So bietet der Heiz- und Kochtechnikhersteller Oranier ab Dezember 2002 alle Gas-Stand- und Einbauherde mit dem neuen Anschluss an. Auch die Küppersbusch Hausgeräte AG vertreibt ab 2003 alle neuen Gas-Einbau- und Kombinationsherde serienmäßig mit dem neuen Adapter. Und die Miele-Tochter Imperial hat ihre Einbaugeräte ebenfalls mit der neuen Technik ausgerüstet.

Vorteile nutzen

Die neue Erdgassteckdose lässt sich genauso einfach und sicher benutzen wie die herkömmliche Stromsteckdose, wobei eine Verwechslung mit dieser ausgeschlossen ist. Sie ist genauso groß und ermöglicht dem Nutzer einen einfachen Anschluss von Gasherden, Wäschetrocknern und Kaminöfen mit Erdgas. Einen großen Vorteil gibt es beispielsweise beim Erdgasherd: Während der herkömmliche Elektroherd noch vom Elektroinstallateur angeschlossen werden muss, ist das beim Erdgasherd mit dem neuen Steckersystem nicht mehr nötig.

Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, stehen preiswerte Rohr-Installationstechniken zur Verfügung. Auch ein Schlauch aus Kunststoff soll zukünftig als preiswerte Alternative zum Metallschlauch zur Verfügung stehen. Die neue Erdgassteckdose ist durch eingebaute Wächtersysteme gegen Brand und Beschädigung gesichert: In solch einem Fall würde die Gasleitung sofort geschlossen werden.


Die neue Erdgas-Steckdose: So einfach wie die Strom-Steckdose.

Quelle: Pressemitteilung des BGW, 11/02


Heizungsanlagen im Dachbereich:

Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden. Diese Variante wird so selten nicht ausgeführt, zumal wenn auf Unterkellerung verzichtet wird. Man muss nur bedenken, dass der Aufwand zum Verteilen des Heizwassers etwas grösser ist: Pumpen müssen nachhelfen, um gegen die Schwerkraft anzukämpfen, da heisses wasser normalerweise aufsteigen will und kaltes absinkt - hier ist es umgekehrt. Ausserdem ist u.U. an eine erhöhte Deckenlast aus dem Warmwasserspeicher zu denken.

Ein wichtiger Hinweis zum Thema Brandschutz: Die Brandgefahr bei Heizungsanlagen unter dem Dach ist grösser als bisher angenommen. Darauf hat der ZVEI hingewiesen. Brände werden erst viel später wahrgenommen. Abhilöfe schafft man, indem man zumindest einen Rauchmelder einbaut. Das ist wichtig, weil 80% der Barndopfer am Rauch ersticken.

Aussender: ZVEI


Neue Broschüre über Dachheizzentralen
Platz und Kosten sparen beim Heizen

Wer sein Haus sanieren möchte oder für einen Neubau eine Heizungsanlage plant, ist gut beraten, sich über die aktuelle Gerätetechnik zu informieren. Moderne Lösungen wie beispielsweise Dachheizzentralen ermöglichen eine bessere Raumnutzung. Die wichtigsten Vorteile dieses Systems vermittelt die kostenlose Broschüre „Erdgas-Dachheizzentralen“ des Initiativkreises Erdgas & Umwelt.

010308gr.gif (15673 bytes)Bei dieser Heizungsvariante ist ein zentrales Heizgerät im letzten Ober- oder Dachgeschoss eines Gebäudes installiert. Eine solche Unterbringung ist in vieler Hinsicht vorteilhaft. Keller- oder Erdgeschossräume stehen für eine wirtschaftlichere oder interessantere Nutzung zur Verfügung. So kann auf den Bau eines Kellers ganz verzichtet werden. Durch die kurze Abgasabführung bei der Dachheizzentrale sinken außerdem die Baukosten. Im Neubau wird der Schornstein eingespart, im Altbau ist eine Schornsteinsanierung nicht erforderlich. Die Nutzung des Dachraumes für das Heizsystem ist ebenfalls sinnvoll, wenn eine Solaranlage als Unterstützung vorgesehen ist oder die Heizungsanlage in hochwassergefährdeten Gebieten vor Überflutung geschützt sein muß. Dachheizzentralen mit oder ohne Brauchwassernutzung können in verschiedenen Größen als Standgerät oder wandhängend montiert werden.

Die kostenlose Broschüre „Erdgas-Dachheizzentralen“ kann man beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch) bestellen oder im Internet unter www.ieu.de  anfordern.

Berlin und Essen, 14.04.2003, Aussender: IEU


Auch "Stiftung Warentest" fordert: "Schluss mit der Verdummung"
Wirkungsgrade von über 100 Prozent sind physikalisch unmöglich

Es kann aus keinem Heizkessel am Ende mehr Wärme herauskommen, als am Anfang in Form von Brennstoff hineingesteckt wurde. Dieses eherne Naturgesetz gilt auch für Brennwertkessel." Mit dieser nüchternen Feststellung verbindet die "Stiftung Warentest" deutliche Kritik an Werbeaussagen über Brennwertkessel, die mit Nutzungsgraden von mehr als 100 Prozent operieren. "Derartige Wirkungsgrade sind in der Tat Augenwischerei", bestätigt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). "Solche technisch unsinnigen und physikalisch unmöglichen Wirkungsgrade", erklären die IWO-Fachleute, "beruhen auf der Verwendung der althergebrachten Bezugsgröße 'Heizwert' eines Energieträgers." Der Heizwert aber lässt den Fortschritt der Heizungstechnik außer Acht: In Brennwertgeräten nämlich kondensiert der Wasserdampf, der bei der Verbrennung entsteht. Dadurch erhöht sich die technisch nutzbare Wärmemenge. Um den Wirkungsgrad moderner Heizkessel zu bestimmen, ist nach IWO-Meinung also der "Brennwert" die geeignetere Bezugsgröße. Der Brennwert nämlich spiegelt den gesamten Energiegehalt eines Brennstoffs wider, mithin auch den "versteckten", latenten Anteil, der erst durch die Kondensation des bei der Verbrennung entstandenen Wasserdampfes frei wird. "Nachdem die Brennwerttechnik dem Stand der Technik entspricht", moniert deshalb die Stiftung Warentest schon seit mehr als zwei Jahren, "ist es längst überfällig, diese Verdummung der Verbraucher zu beenden." IWO erhebt diese Forderung ebenfalls seit langem und ergänzt: "Auf der Basis der Bezugsgröße 'Brennwert' nutzen sowohl öl- als auch gasbetriebene Brennwertkessel in der Praxis die eingesetzte Energie zu rund 96 Prozent aus, weil sich Auskühl- und Abgasverluste nicht ganz auf Null reduzieren lassen." Damit wird zugleich deutlich: Der Wirkungsgrad eines Brennwertkessels hängt nicht etwa von dem verwendeten Brennstoff ab, sondern ausschließlich von der Effektivität der eingesetzten Technik.

Quelle: IWO, 22.01.2003


Wie man feststellt, ob der Wärmeerzeuger veraltet ist
Energieverschwendern auf der Spur

Nach Informationen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt heizen in Deutschland über zwei Millionen Haushalte mit veralteter Heiztechnik. Die Kesseloldies fressen bis zu 40 Prozent mehr Energie als moderne Geräte. Doch zählt der eigene Wärmeerzeuger auch dazu?

Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt gibt eine kurze Anleitung, wie jeder den Zustand seiner Heizungsanlage feststellen kann. Die Frage nach dem Alter des Heizkessels ist leicht zu beantworten. Auf dem Typenschild des Gerätes steht das Baujahr. Ist demnach der Kessel älter als 15 Jahre, ist er technisch überholt.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Hinweise für unwirtschaftliche Wärmeerzeuger. Wenn der Schornsteinfeger bei seiner jährlichen Messung zu hohe Abgasverluste feststellt und der Kessel die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung nicht einhält, ist in den meisten Fällen die Modernisierung fällig.

Alte Kessel sind schlecht gedämmt und verlieren deshalb unnötig viel Energie an die Umwelt, so dass der Raum, in dem der Wärmeerzeuger steht, 20 Grad und wärmer werden kann. Fällt die Heizung überdies häufiger aus, sollte das Gerät ausgetauscht werden.

Für die Modernisierung bietet sich unter Umwelt- und Energiespar-Aspekten der Einbau einer Gas-Brennwertheizung an. Diese senkt den Energieverbrauch gegenüber Altgeräten um bis zu 40 Prozent. Dabei nutzt dieses Heizsystem auch die Wärme, die im Abgas enthalten ist.


Informationen über Heizungs- modernisierung bietet der Initiativkreis
Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch)
oder im Internet unter www.ieu.de an.

Bonn und Essen, 19.02.2003

Herausgeber:

Initiativkreis Erdgas & Umwelt
Huttropstraße 60, 45138 Essen
Redaktion: Calovini PR, Postfach 01 40, 58314 Schwelm

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Presse-Dienst Modernes Heizen Nr. 128, März 2003

Teilmodernisierung ist ein erster Schritt zum sparsameren Energieverbrauch
Neuer Brenner bringt rund zehn Prozent Heizöleinsparung


Die Heizung ist mit einem durchschnittlichen Anteil von gut 75 Prozent am Energieverbrauch eines Privathaushaltes beteiligt. Wo viel verbraucht wird, lässt sich aber auch viel sparen, etwa durch verbesserten Wärmeschutz oder durch eine Heizungsmodernisierung. Den höchsten Einspareffekt bei gleichzeitig relativ geringem Investitionsaufwand bietet die Erneuerung einer veralteten Heizung. Bis zu 40 Prozent weniger Energie verbraucht beispielsweise eine moderne Öl-Brennwertanlage im Vergleich zu einem Heizkessel, der vor 1983 installiert worden ist.

Die Sanierung einer veralteten Heizanlage muss aber nicht unbedingt in einem Zug erfolgen. Wer eine Komplettsanierung nicht sofort durchführen möchte, kann seine veraltete Ölheizung auch etappenweise auf den aktuellen technischen Stand bringen. Wird zunächst der alte Brenner durch einen Ölbrenner neuester Technik ersetzt, kann das bereits den Heizölverbrauch um rund 10 Prozent verringern, die Schadstoffemissionen reduzieren sich in diesem Fall sogar um 15 bis 20 Prozent.

Der Einbau eines neuen Ölbrenners sollte jedoch lediglich der erste Schritt einer umfassenden Heizungssanierung sein, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Sobald es das Haushaltsbudget zulässt, sollten unbedingt auch der veraltete Heizkessel erneuert und eine intelligente, witterungsgeführte Regelung eingebaut werden. Nur dann können sich die Einspareffekte beim Einsatz von Öl-Niedertemperaturtechnik auf bis zu 30 Prozent, bei der Installation von Öl-Brennwerttechnik auf bis zu 40 Prozent summieren.

In jedem Fall empfiehlt IWO, den Rat der Experten vom Heizungshandwerk einzuholen. Die Fachhandwerker können am besten beurteilen, wie es um die Effizienz einer alten Heizungsanlage steht, ob es sinnvoll ist, zunächst nur den Brenner zu erneuern und den Heizkessel noch eine Weile weiter zu betreiben, oder ob sich unterm Strich die möglichst baldige Komplettsanierung doch eher rechnet.

Die Adressen der regionalen Ölheizungs-Spezialisten vom Fachhandwerk finden Interessenten auch unter www.oelheizung.info


Entwicklungen im Heizungsbereich

  • Brennwerttechnik
  • Holzheizung
  • Luftheizung mit Wärmerückgewinnung
  • Niedertemperaturheizung
  • Solaranlagen
  • Wärmepumpen

Entwicklungen im Schornsteinbereich

  • Abgasleitungen aus Alu, Edelstahl, Keramik, Kunststoff
  • Feuchteunempfindliche Schornsteine
  • Schornsteine mit Zusatzfunktionen (Installationsschacht)
  • Verkürzte Abgaswege (Dachheizzentrale)
  • Zweitschornstein für Kamine und Kaminöfen
  • Zweitschornstein für Kachel- und Küchenofen


Heizen mit Holz

  • Ein Raummeter lufttrockenes Laubholz mit 15% Restfeuchte (rund 450 kg) enthält so viel Heizenergie wie 210 l Heizöl oder 385 kg Braunkohlebriketts.
  • Pellets sind Presslinge aus trockenem (max. 10% Wassergehalt), naturbelassenem Restholz. Sie sind genormt nach DIN 51731. Ihr Heizwert liegt bei ca. 5,0 kWh/kg. Energetisch entspricht 1,0 kg Pellets 0,5 l Heizöl.
  • Holzpellet-Heizungen sind so modern wie Gas- oder Ölheizungen, sie arbeiten mit elektronischer Steuerung und sie werden i.d.R. automatisch beschickt.
  • Den höchsten Heizwert haben Eichen-, Buchen-, Eschenholz mit ca. 2.100 kWh je Raummeter
  • Der Einsatz von Pellets betrifft: Kaminöfen, Etagenheizungen, Zentralheizungssyteme (bes. in NEH)
  • Heizholz wird am besten zwischen Dezember und Februar geschlagen, es hat nach 2-3 Jahren Lagerung eine Restfeuchte von 15-20%
zeigen.gif (962 bytes)   Linktipp: das Kachelofen-NEH

Kachelöfen und Kamine

  • Warmluftöfen produzieren ca. 70% Konvektionswärme und etwa 30% Strahlungswärme
  • Moderne Kachelöfen und Heizkamine werden auch erdgasbefeuert, der Wirkungsgrad liegt bei bis zu 90%

zeigen.gif (962 bytes)   Linktipp: das Kachelofen-NEH

Dezentrale Energieversorgung von Einfamilienhäusern mit Biomasse
Energieeinsparung durch Konstruktion und Strahlungswärme
Bioenergie für den Kleinhaushalt - Holzwärme im Einfamilienhaus


Bequeme und saubere Lösung
Tipp: Moderne Kachelöfen

Es ist nicht nur gemütlich, an frostigen Tagen am warmen Kachelofen zu sitzen: Kachelöfen heizen gerade auch in der Übergangszeit sehr wirtschaftlich, denn wenn die Abende etwas kühler werden, reicht die Wärme eines Kachelofens oft aus. Mit welchem Brennstoff geheizt wird, kann man bei Kachelöfen nicht erkennen. Deshalb bietet sich z. B. Erdgas, das per Knopfdruck zur Verfügung steht und keine Asche verursacht, besonders an.

Einfache Handhabung

Bei Erdgas-Kachelöfen entfällt nicht nur das umständliche Anfeuern der Scheite, sondern es muss auch kein Brennmaterial nachgelegt werden. Besitzer eines Erdgas-Kachelofens schätzen auch die Möglichkeit, die Wärme stufenlos und oft auch per Fernbedienung regeln zu können. Diese genaue Regelung spart Brennstoff und damit Geld. Ein weiterer Vorteil: Gerade in Eigentumswohnungen gibt es oft nicht genug Platz zur Lagerung von Holz oder Kohle. Erdgas steht dagegen immer aus der Leitung zur Verfügung. Es fällt keine Asche an, deren Entsorgung meist umständlich ist, denn sie muss erst vollständig abkühlen.

Vorteilhafte Strahlungswärme

Kachelöfen senden einen hohen Anteil an angenehmer Strahlungswärme aus. Diese Wärme ist auch für viele Allergiker gesund, da sie über die Kacheln in den Raum strahlt und kein Staub aufgewirbelt wird. Kachelöfen mit Erdgas garantieren zudem eine schadstoffarme Verbrennung - viele Heizeinsätze sind sogar mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Ideal sind Erdgas-Kachelöfen auch in Gebieten, in denen die Verwendung von festen Brennstoffen nur eingeschränkt erlaubt ist.

Kachelofen als Wohnungsheizung?

Erdgas-Kachelöfen lassen sich auch als Wohnungsheizung einsetzen: Per automatischer Regelung über Zeitschaltuhr und Raumthermostat können problemlos mehrere Räume oder ganze Etagen beheizt werden. Ökologisch interessant ist auch die Kopplung des Kachelofens mit einer Solaranlage. Informationsmaterial zu Erdgas-Kachelöfen und Adressen von Meisterbetrieben können bei der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft (AdK), Rathausallee 6, 53757 St. Augustin, per E-Mail (info@kachelofenwelt.de) oder auf der Website www.kachelofenwelt.de angefordert werden. bgw

Herstelleradressen zu Kachelöfen mit Erdgas finden Sie unter www.bgw.de/news.



Kachelöfen mit Erdgas spenden angenehme Wärme auf Knopfdruck.

Quelle:
Pressemitteilung des BGW, 09/02


Historisches

Das älteste bekannte Wasserklosett mit fuktionierrender Spülung ist über 4.000 Jahre alt und in Knossos zu besichtigen.

Die Römer erfanden das Türkische Bad.

Die erste Dampfheizung in Deutschland gab es 1815. 1877 wurde in New York die weltweit erste Städteheizung gebaut. Erfinder war Birdsill Holly (Hydranten, Wasserpumpe. 2000 wurde das Dampfsystem von Consolidated Edison mit dem Preis "System des Jahres" ausgezeichnet.


Erstaunliches:

Sonnenkollektoren wandeln Tageslischt bei 0°C mit einem Wirkungsgrad von 40% um.
Eisbärenfelle wandeln einstrahlendes Licht zu 95% in Wärme um.


GASAG-Planerseminar Nr. 1 2004
Gasströmungswächter

Das erste GASAG-Planerseminar 2004 fand am 29. März bei der GASAG in der Torgauer Str. statt. Wer nicht auf den letzten Drücker kam, nutzte die Gelegenheit, einen Blick in den ehemaligen Gasometer zu werfen, ein weithin sichtbares Wahrzeichen von Berlin Schöneberg.

Der Anlass: im Dezember 2003 hat der DVGW Ergänzungen zu den Arbeitsblättern G 459-1 "Gas-Hausanschlüsse" und G 600 „Technische Regeln für Gas-Installationen“ (TRGI '86/'96) veröffentlicht Beide Ergänzungen verfolgen das Ziel bei Einwirkungen Dritter Gasaustritte zu verhindern bzw. Manipulationen zu erschweren. Für Hausinstallationen bringt dies maßgebliche Änderungen mit sich, die bei Planung und Errichtung von Neuanlagen und bei wesentlichen Änderungen im Bestand berücksichtigt werden müssen.

In dem speziellen Seminar für Planer und Ingenieurbüros hat die GASAG die Neuerungen vorgestellt und erläutert, Referent war Herr Peter Clos (info@tuskulum.de), Lehrbeauftragter an der TFH Berlin und Geschäftsführer eines Berliner Installationsbetriebs, der die Zuhörer mit einem unverkrampften und praxisnahen Vortrag fesselte. Interessant waren auch die Randinformationen.

Gas kostet derzeit ca. 4 Cent/kWh, Strom ist rd. 4x so teuer. So hat ein Erdgas betriebener Wäschetrockner nur 39% der Energiekosten im Vergleich zum konventionellen Strombetrieb. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind: Erdgasgrill, Sauna, Terrassenheizer. Verwiesen wurde natürlich auch auf die Erdgasfahrzeuge.

Mit dem Arbeitsblatt G600-B vom Dezember 2003 verfolgte der DVGW das Ziel, die Installation zu vereinfachen. Z.B. unterliegt ein gaswäschetrockner nicht der Zuständigkeit des Schornsteinfegers. Bereits seit August 2000 gibt es Regelungen für die „Vereinfachte Aufstellung von Gas-Haushalts-Kleingeräten“.

Die Gassteckdose ist vom Vertragsunternehmen zu installieren, die Geräte kann jeder installieren. Voraussetzung ist eine komplette technische Lösung. Ein wichtiger Grundsatz ist, wenn möglich, immer raumluftunabhängig zu planen. Die Gassteckdose hat einen Gasströmungswächter, Hohlräume müssen noch belüftet werden. Voraussichtlich ab 2006 kommt hierzu die neue TRGI.

Für einen Gasherd sind mind. 20 cbm Raum sicher zu stellen, Außenfugen (Fenster mit Fugenbeiwert) sorgen für Zuluft, die Leistung ist auf 11 kW begrenzt. In Brandenburg muss man bezüglich einer Miniküche mit offener Tür zum Wohnzimmer (> 20 cbm durch Raumverbund) den Schoensteinfeger fragen. Ein Elektroherd ist billiger als ein Gasherd. Ein Erdgaswäschetrockner zieht 300 cbm Luft zum Trocknen.

Eine Schaden- und Unfallstatistik wird seit 1981 geführt, seit 1991 sind die neuen Bundesländer erfasst. Gasunfälle sind zwar medienwirksam, aber sehr selten und dann stets auf Manipulation oder Fahrlässigkeit zurück zu führen. Gassicherheitskappen, -stopfen und Strömungswächter sind Sicherheitselemente, wobei die sicherste Verwahrung ein verschlossener Hausanschlussraum ist.

Für Gasleitungen sind Edelstahlrohre zugelassen. Voraussichtlich ab 2006 werden Kunststoff- und Verbundrohre für Gasleitungen zugelassen.

Gasströmungswächter gibt es seit 20 Jahren. Der Hauptgrund für ihren Einsatz waren und sind Baggerangriffe, von denen pro Jahr 3.000 (!) gezählt werden. Sinnvoll ist eine Ausziehsicherung mit 10 mm Nachgebespiel, günstig ist die Anordnung von 3 90°-Bögen als Gelenk.

Einige Stichworte zum Arbeitsblatt G 600-B: DIN 459 und AVB GasV sind zu beachten; in der Steigeleitung hat man Druckgewinne (sonst sind es hydraulische Druckverluste in den Leitungen); in Tabelle 1 bedeuten K= Kunststoff und M= Metall; nimmt man den GSK, muss man nicht nachdimensionieren; niemals gegen eine HAE prüfen, stets eine lösbare Verbindung zu Prüfzwecken; waagerecht K3, senkrecht M3 wählen.

Noch einige Informationen am Rande: die „alten“ Heizraumvorschriften gelten seit 1996 nicht mehr. Notausschalter und dsT (Tür, dicht und selbst schließend) sind nur ab 50 kW erforderlich. Die erforderliche Zuluft beträgt 150 cm² bei 50 kW und + 2 cm² bei jedem weiteren kW.

Autor: Dipl.-Ing. M. Bumann
© DIMaGB, info@dimagb.de
Tel. 030 – 67 48 97 27
Berlin, 18.06.2004


GASAG-Planerseminar Nr. 2 2004
HAST, Brennwerttherme

Das zweite Planerseminar der GASAG fand am 10.06.2004 bei Bergmann & Franz statt. Themen waren diesmal: HAST-AKKU der MSR Service GmbH und Vorstellung der Brennwerttherme von Wolf, weiterer Heizgeräte und Schornsteinsysteme. Dazu gab es viele Rand- und Basisinformationen.

Legionellen werden ab 55°C abgetötet, bei 70 °C erfolgt ein schnelles Abtöten, die Vermehrung wird ab 50 °C behindert. Zur prophylaktischen Netzhygiene gehört neben der thermischen Desinfektion der Stränge die Netzspülung mit 50…60 °C. Man erreicht dies durch Warmwassertemperaturen von 60 °C mehrmals täglich für mind. 10 Min. oder eine WW-Vorlauftemperatur über 60°C. Es ist darauf zu achten, dass keine Miterwärmung der KW-Leitungen erfolgt, weil dies die Legionellenentstehung und -vermehrung begünstigt.

Der HAST-AKKU ist geeignet für große Wohngebäude, die Wirksamkeit nimmt mit Größe der Altanlage zu. Der vertrieb erfolgt über Buderus. Es wird eine Amortisationszeit von 3 Jahren angegeben. Ein Pilotprojekt wurde vorgestellt: HOWOGE, 262 WE, Senkung des Verbrauchs von 780 kW auf 377 kW (51 auf 24,5 W/m², Einsparung 23 T€ p. a.). Die 52% Einsparungen erfolgten durch Anschlusswertreduzierung.

Hierzu sei darauf verweisen, dass bei dem Referenzobjekt nicht die Marktkosten anzusetzen sind. Hier hat das Unternehmen für den Markteinstieg etwas draufgelegt. Die enorme Einsparung (gemessene Werte!) ist darauf zurück zu führen, dass es sich um eine ungünstig ausgelegte Anlage handelt. Das Alter betrug gerade einmal 8 Jahre, aber die gemessenen Taktungen (An- und Ausschaltzyklen) lagen bei 60.000 (!).

Viele Taktungen senken den Wirkungsgrad, der ohnehin unter Laborbedingungen bestimmt wird, stark. In Wirklichkeit beträgt der Jahreswirkungsgrad 0,6…0,8. Grund dafür sind DIN-verordnete Überdimensionierungen. Der DIN 4107 haben wir das zu verdanken, die noch bis Oktober 2004 gilt. Die berechneten DIN-Werte sind stets höher als die gemessenen Praxis-Werte.

Bei den Kennzahlen sollte man auch auf den Nutzungsgrad achten, welcher das Verhältnis zwischen Werten des Wärmemengenzählers und Werten des Gaszählers bzw. Fernwärme-Mengenzählers angibt. Ein weiteres Beispiel für den nicht unbeträchtlichen Unterscheid zwischen Theorie (DIN-Berechnung) und Praxis (gemessene Werte) ist die Trinkwasserspitze, die an einem Referenzobjekt mit ca. 4 m³ gemessen wurden, wobei dieser Wert selten auftrat. Nach DIN 4708 wären es 12,8 m³.

Das Unternehmen wäre gut, wenn es mit seinen gemessenen Werten im entsprechenden Normungsgremium etwas zur Annährung an Praxisnähe beitragen würde - selbst auf die Gefahr hin, auf taube Ohren zu stoßen.

Bleibt noch die Frage der Kostenvorteile durch die Einsparungen bei Fernwärme. Energieeinsparen genügt ökonomischen und ökologischen Aspekten und Zielen. Dennoch sollte man davon ausgehen, dass ein geringerer Verbrauch mittelfristig einen Anstieg der Grundpreise nach sich zieht. So ist das bei Wasser und Müll auch, denn es sollte als unrealistisch anzunehmen sein, dass ein Versorgungsunternehmen aus wohltätigen Zwecken auf Umsatz verzichtet.

Fa. Wolf stellte ihre Gasbrennwerttherme CGS vor, die mit rd. 22 kW bis zu 2 Einheiten ausreicht, also für das Einfamilienhaus gut geeignet ist. Sie wiegt rd. 100 kg und hat mit 50/50/150 cm kleine Abmessungen. Der integrierte 90-l-Speicher funktioniert infolge Schichtenspeicherung und Wärmetauscher wie ein 160-l-Speicher. Ab August 2004 kommt die CHW auf den Markt.

Mehr erfährt man aus der aktuellen CD-ROM, von der recht umfangreichen Planungsmappe hat sich der Autor die Preisliste Heizgeräte (Stand März 2004) mitgenommen. Dazu die CD-ROM der Firma SUR EDV-Service zur Schornsteinberechnung nach EN 13384 (DIN 4705) und die Notiz, dass Fa. Bergmann & Franz neben einer großen Bäderausstellung als kostenlosen Service die Berechnung nach DIN 4705 für die Kaminsanierung erstellt.

Autor: Dipl.-Ing. M. Bumann
© DIMaGB, info@dimagb.de
Tel. 030 – 67 48 97 27
Berlin, 18.06.2004


Aus Fragen und Antworten:
Brennwertheizgeräte Fabrikat XYZ

Frage: Hallo. Haben Sie Erfahrung mit Rotex Brennwertheizgeräten ?
Gibt es Systeme (Anbieter), die in Kombination mit Solarenergie für den "Do it yourselfer" optimaler sind. Vaillant, Viessman, Buderus, Brötje (Bosch) ? A. S.

Antwort: Sehr geehrter Herr S., Rotex kenne ich nur vom Namen her, mit V. und B. habe ich schon eher zu tun gehabt. Dazu muss ich aber sagen, dass ich mich nur ungern zu Fabrikaten äußere.
Auf keinen Fall treffe ich Wertungen dazu öffentlich, z.B. Fabrikat XYZ ist Sch.

Ich nenne Ihnen die Gründe:
1. ist das unlauter
2. wäre das rein subjektiv
3. bin ich kein Firmenvertreter
4. ist mir die VOB sozusagen heilig.

Ich gebe hier mal einen Auszug aus VOB/A wieder, weil der recht interessant und auch wichtig ist, gleichwohl gerade dies eine Passage ist, gegen die immer wieder verstoßen wird. Ich verweise insbesondere auf 5. (2).

§ 9 Beschreibung der Leistung

Allgemeines

1. Die Leistung ist eindeutig und so erschöpfend zu beschreiben, dass alle Bewerber die Beschreibung in gleichem Sinne verstehen müssen und ihre Preise sicher und ohne umfangreiche Vorarbeiten berechnen können. Bedarfspositionen (Eventualpositionen) dürfen nur ausnahmsweise in die Leistungsbeschreibung aufgenommen werden. Angehängte Stundenlohnarbeiten dürfen nur in dem unbedingt erforderlichen Umfang in die Leistungsbeschreibung aufgenommen werden.

2. Dem Auftragnehmer darf kein ungewöhnliches Wagnis aufgebürdet werden für Umstände und Ereignisse, auf die er keinen Einfluss hat und deren Einwirkung auf die Preise und Fristen er nicht im voraus schätzen kann.

3.
(1) Um eine einwandfreie Preisermittlung zu ermöglichen, sind alle sie beeinflussenden Umstände festzustellen und in den Verdingungsunterlagen anzugeben.
(2) Erforderlichenfalls sind auch der Zweck und die vorgesehene Beanspruchung der fertigen Leistung anzugeben.
(3) Die für die Ausführung der Leistung wesentlichen Verhältnisse der Baustelle, z. B. Boden- und Wasserverhältnisse, sind so zu beschreiben, dass der Bewerber ihre Auswirkungen auf die bauliche Anlage und die Bauausführung hinreichend beurteilen kann.
(4) Die "Hinweise für das Aufstellen der Leistungsbeschreibung" in Abschnitt 0 der Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen, DIN 18299 ff., sind zu beachten.

4.
(1) Bei der Beschreibung der Leistung sind die verkehrsüblichen Bezeichnungen zu beachten.
(2) Die technischen Anforderungen (siehe Anhang TS Nr. 1) sind in den Verdingungsunterlagen unter Bezugnahme auf gemeinschaftsrechtliche technische Spezifikationen festzulegen; das sind
-in innerstaatlichen Normen übernommene europäische Normen (siehe Anhang TS Nr. 1.3),
-europäische technische Zulassungen (siehe Anhang TS Nr. 1.4)
-gemeinsame technische Spezifikationen (siehe Anhang TS Nr. 1.5).
(3) Von der Bezugnahme auf eine gemeinschaftsrechtliche technische Spezifikation kann abgesehen werden, wenn
- die gemeinschaftsrechtliche technische Spezifikation keine Regelungen zur Feststellung der Übereinstimmung der technischen Anforderungen an die Bauleistung, das Material oder das Bauteil enthält, z. B. weil keine geeignete Prüfnorm vorliegt oder der Nachweis nicht mit angemessenen Mitteln auf andere Weise erbracht werden kann
- der Auftraggeber zur Verwendung von Stoffen und Bauteilen gezwungen würde, die mit von ihm bereits benutzten Anlagen inkompatibel sind oder wenn die Anwendung der technischen Spezifikationen unverhältnismäßig hohe Kosten oder technische Schwierigkeiten verursachen würde. Diese Abweichungsmöglichkeit darf nur im Rahmen einer klar definierten und schriftlich festgelegten Strategie mit der Verpflichtung zur Übernahme gemeinschaftsrechtlicher Spezifikationen innerhalb einer bestimmten Frist in Anspruch genommen werden
- das betreffende Vorhaben von wirklich innovativer Art ist und die Anwendung der gemeinschaftsrechtlichen technischen Spezifikationen nicht angemessen wäre.
(4) Falls keine gemeinschaftsrechtliche Spezifikation vorliegt, gilt Anhang TS Nr.2.

5.
(1) Bestimmte Erzeugnisse oder Verfahren sowie bestimmte Ursprungsorte und Bezugsquellen dürfen nur dann ausdrücklich vorgeschrieben werden, wenn dies durch die Art der geforderten Leistung gerechtfertigt ist.

(2) Bezeichnungen für bestimmte Erzeugnisse oder Verfahren (z. B. Markennamen, Warenzeichen, Patente) dürfen ausnahmsweise, jedoch nur mit dem Zusatz "oder gleichwertiger Art", verwendet werden, wenn eine Beschreibung durch hinreichend genaue, allgemeinverständliche Bezeichnungen nicht möglich ist.

Aber nun zurück zu Ihrer Frage. Die Anforderungen, die man nach Regeln der Technik an das Gerät und die Anlage zu stellen hat, erfüllen mehrere Fabrikate. Insofern soll man sich überlegen, warum man sich auf eines festlegen sollte. Oft lässt man sich doch nur durch Hörensagen beeinflussen?

Ein Problem sehe ich allerdings: ein Brennwertgerät kann der Laie nicht in Betrieb nehmen. Um das anschließen zu können, benötigen Sie zuvor die "Gutachterliche Stellungnahme" Ihres Bezirksschornsteinfegermeisters. Die Berechnungen, die für die Abnahme der Anlage erforderlich sind, akzeptiert der nur von einem Fachunternehmen. Der Gasversorger wird auch nur eine Anlage bedienen, die ein konzessioniertes Unternehmen installiert hat. Bei Ölanlagen würde spätestens der TÜV Theater machen.

Als Do-it-yourself können Sie lediglich das Rohrsystem und die Heizkörper selbst verlegen, dazu gibt es sozusagen Steckbausätze (auch im Elektro-Bereich), bei denen man aufgrund der Kennzeichnungen nichts falsch machen kann.

Viele Hersteller bieten eine gute (und trotzdem kostenlose) Beratung. Das können auch viele (aber nicht alle) Installateure, die binden sich aber nur Zeit ans Bein, wenn die Beauftragung klar ist.

Nun sind Sie ja nicht ganz ahnungslos, denn 4 Fabrikate nennen Sie oben. Rufen Sie dort an und bitten Sie um einen Beratungstermin durch den Fachberater. Dann wissen Sie zwar noch nicht, welches das "optimale" oder das "bessere" Gerät ist, aber so lernen Sie Unterschiede im kundenorientierten Serviceverständnis der Unternehmen kennen.


Aus Fragen und Antworten:
Warmwasser-Wandheizung mit Kamin kombinieren

Frage: Ich suche nach Informationen zu einer Kombination von Kamin (mit Sichtglasscheibe) und Warmwasser-Wandheizung. Es soll ein leichter Ofen mit wenig eigener Speicherfähigkeit (kleiner Raum) gebaut werden, an den eine mit durch den Kamin beheizte Wasser-Wandheizung angeschlossen werden kann. Wo gibt es Informationen zu geeigneten Kamineinsätzen und technische Schemata, anhand derer ein Ofen-Eigenbau konstruiert werden kann? Vielen Dank für Ihre Hilfe!!!

Antwort 1: Hallo, M., zunächst wäre das Konzept genauer zu umreißen. Denn vorab kann ich soviel sagen: nur mit Kamin funktioniert die Sache nicht. Man benötigt eine Permanent-Anlage, die dann durch den Kamin temporär unterstützt wird.

Diese Anlage für dauernden Betrieb könnte eine Pelletsanlage sein. Darauf komme ich, weil Sie sich für Holz als Heizmittel entschieden haben. Die Idee ist gut, jedoch nur mit einem Kamin nicht umsetzbar.

Wahrscheinlich läuft das auf eine Anlagen-Kombination hinaus, wie ich sie im Ko-Ne-Haus entwickelt habe. Wobei ich schon verstanden habe, dass Sie keinen Kachelofen haben wollen.

Ich glaube, am technischen Grundprinzip kommt man nicht vorbei, wobei die Spezifikation für die Kombination mit Wandheizung lösbar ist.

Allerdings hat die Sache nur Sinn vertieft zu werden, wenn Sie die Realisierung ernsthaft vorhaben und auch Vorstellungen zum Kostenfaktor haben.

Eine Lösung "von der Stange" kenne ich für Ihr Problem nicht, aber gemeinsam mit "meinem" Kaminbauer kann ich eine Lösung für Sie entwickeln.

Erläuterung: Erstmal vielen Dank für die Antwort!!! Also, ich beschreibe die Situation jetzt mal etwas genauer, vielleicht kommen wir dann schon weiter?

Es geht um das Haus meines Vaters, in dem auch bis jetzt ausschließlich mit Holz oder Kohle geheizt wurde. Es ist eingeschossig und hat nur 50qm Nutzfläche, unterteilt in Küche (eigener Ofen) und Wohnzimmer mit Kochnische, das durch eine Glasschiebetür vom Schlafraum abzutrennen ist. Die Wände wurden neu mit Lehm verputzt, darunter liegen die Heizungsschlangen.

Der Ofen soll Wärme für Wohn- und Schlafraum bringen, der Schornstein liegt genau am Übergang bei der Schiebetüre. Der Ofen soll nach Idee meines Vaters aus einer Kaminkassette selbst mit Lehm ummauert (leichte Bauweise) in beiden "Räumen" stehen und über Warmwasser auch Wärme an die Wände abgeben.

Also, es geht meinem Vater gar nicht so sehr um eine Lösung, die qualitativ einer Zentralheizung gleichkommt, sondern eher darum, das Beste aus seinen (leider eingeschränkten) Möglichkeiten und den vorhandenen Gegebenheiten zu machen - irgendwann soll auch mal eine Gasheizung eingebaut werden, aber das ist in absehbarer Zeit leider finanziell nicht realisierbar, da das ganze Haus (mittlerweile 80 Jahre alt...) eine ewige Baustelle ist. Er ist auf der Suche nach Angaben zu verwendbaren Kaminkassetten und die Besonderheiten des Anschlusses an die Warmwasser-Wandheizung - Ventil, Drucksicherheit etc. - und ganz allgemein nach möglichen Bauweisen. Umgesetzt werden soll - muss! - das Projekt auf jeden Fall, da der alte Ofen schon abgebaut ist und in 3-4 Monaten wird´ s wieder kühl...

Können Sie mir anhand dieser Informationen noch weiterhelfen? Nochmals vielen vielen Dank für Ihre Antwort sagt M.

Antwort 2: Hallo, M., nun bin ich doch eher dazu gekommen, auch hat es mich selbst interessiert. Ich mache keine Werbung, wenn ich nachher Fabrikate nenne, aber Beispiele kann ich nur anhand im Büro herumflatternder Prospekte nennen.

Fangen wir mit ein paar Grundlagen an. Zuerst mal eine kleine Preisübersicht. Wenn es spottbillig sein soll, geht man zum Baumarkt und kauft sich einen Kaminofen. Ein billiger kostet lächerliche 230 Euro (7 kW, bis 125 cbm RHV). Aber selbst 792 Euro für schönere Modelle sind noch human. Dann gibt es hin und wieder Aktionen z.B. bei HARK. Das geht mit 2.116 Euro los und geht bis 5.500 Euro bei Kachelkaminen (www.hark.de)

Mit 7,0 kW kann man 125 cbm beheizen, das reicht schon für Wohnen und Schlafen. Denn die Küche hat ja schon einen separaten Ofen. Ich hab mal aus den dürftigen Angaben folgendes Modell abgeleitet: 6,0 x 8,3 = 50 qm, rechnen wir für die Küche 1/4 und teilen die 2 Räume im Verhältnis 3,5 : 2,5 ( x 6,2 m) auf, kommt man auf folgende angenommene Werte:
Wohnen 22,0 qm, 57 cbm
Schlafen 15,5 qm, 40 cbm
zusammen 37,5 qm, 97 cbm

Da die Kamine i.d.R. mit 7,0 kW beginnen, reicht das also dicke. Aber nun müssen wir nach den berühmten Heizschlangen suchen, die ja integriert werden sollen. Sie kommen nicht umhin, sich einen Kaminbauer auszusuchen und den BSFM anzusprechen.

Der Kaminbauer baut Ihnen die Kiste ein, nachdem er Ihnen ein Angebot gemacht hat und Sie beauftragt haben. Das Angebot kann er nur machen, wenn er weiß, wie die Örtlichkeit aussieht und was so an Schornsteinzügen vorhanden ist.

Der BSFM (Bezirksschornsteinfegermeister) ist Ihr Gott in schwarz. Er befindet darüber, was zulässig ist. Man kann ja nicht jeden Ofen an jeden Schornstein anschließen. Er benötigt folgende Werte:
- vorh. Schornstein (kennt er aus seinen eigenen Unterlagen)
- Rauchrohrdurchmesser
- Abgasmassenstrom (g/s)
- Abgastemperatur (°C)
- notwendiger Förderdruck (Pa)

Der BSFM erstellt also eine "Gutachterliche Äußerung über die Möglichkeit der Errichtung oder Änderung einer Feuerstätte". Hierin sind enthalten:
- Angaben zum Schornstein
- Angaben über notwendige Arbeiten / bauliche Maßnahmen u. a.

Der Kaminbauer macht eine Schornsteinquerschnittberechnung nach DIN 4705 T.1 bzw. den entsprechenden Nachweis. Die Berechnung bekommt der BSFM zur Abnahme. Der Kamin sollte nach DIN 18890 bzw. DIN 18891 geprüft sein. Die Montage erfolgt nach der Feuerungsverordnung (FeuV) des jeweiligen Bundeslandes.

Soweit sei genug zum theoretischen Teil gelabert. jetzt kommen wir zum spannenden Teil:
KAMINEINSATZ MIT WASSERWÄRMETAUSCHER

Da gibt es den LEDA TOPAS W, der mit anschlussfertiger Komplettstation eingebaut wird. Das ist ein Kamin mit Sichttüre und einem Wasserwärmetauscher, der im Inneren des Ofens verschwindet. Alternativ: LEDA Karat W. Bestellen Sie unter Tel. 0491-xxxxxx oder im Internet.

Der Kamin ist immer nur der Einsatz, die Oberfläche ist dann weitgehend variabel, ob Sie nun Kacheln nehmen oder Naturstein ist Ihrem Geschmack (oder Kontostand) geschuldet. Ich würde als Oberfläche Lehm nehmen, weil die Wände ja schon lehmgeputzt sind. Abstrahlungsmäßig ist das auch super.

Sozusagen der Mercedes ist W., auch die haben Einsätze mit Wasser-Wärmetauscher. Sie bestellen per tel. 07071-xxxx-0 oder www....

Bestellen sie bei H. unter 01802-xxxxxx den ausführlichen Prospekt über Heizeinsätze und lassen Sie sich Unterlagen schicken zu den Kaminöfen Sky und Skyline mit Warmwasser, also zum Anschluss an die Zentralheizung.

Dann gibt es noch B., die haben den HWM-HKD 4 als Heizwärmekessel. Den gibt es auch mit aufgesetztem Brauchwasserboiler. Tel. 08721-xxxxx oder www....

Dann gibt es noch ... ein dutzend andere. Aber dazu kann Ihnen "Ihr" Kaminbauer mehr sagen (er will ja auch einen Auftrag haben). Obwohl ich nicht weiß, wo sie wohnen, empfehle ich Ihnen einen Kaminbauer, mit dem Sie sich nicht "anmeiern":

Kamin-Schulze

So, das soll genügen. Ich wünsche gutes Gelingen. Und: berichten Sie über das Ergebnis.


Aus Fragen und Antworten:
Lehmofen im solaren NEH

Frage: Ich möchte einen Lehmofen bauen, der mein zum Niedrigenergiehaus umgewandeltes altes Buernhaus alleinig beheizen und im winter warmwassererzeugen soll. im sommer geschieht dies über sonnenkollektoren.
vorgestellt habe ich mir, dass ich unter der großen oberfläche des ofens mit sitz/liegeplätzen kupferrohre einbaue, die ein steuern der ofenoberfläche ermöglichen soll. wird er zu heiss, beschleunige ich den wasserdurchsatz. in der übergangszeit kann so auch der nicht eingeheizte ofen über den pufferspeicher (sonnenkollektoren) erwärmt werden.
würde mich über erfahrungen und meinungen sehr freuen.
liebe grüsse m. aus tirol

Antwort 1: Hallo, Martin aus Tirol,
eine gute Idee ist das mit dem Lehmofen. Allerdings müssten sie das Konzept etwas genauer erklären:
- werden zusätzlich Heizkörper eingesetzt?
- oder Wandheizflächen?
- oder versorgt der Ofen zentral gelegen mit Strahlungswärme?
- erstreckt sich die beheizte Wohnfläche auf 1 oder mehrere Geschosse?
- womit soll geheizt werden?

Wahrscheinlich kommt das von Ihnen angedachte Konzept meinem KoNe-Haus (C) recht nahe. Ich gehe von automatischem Betrieb aus, man kann aber auch einen Brennvorrat einstapeln. Interessant finde ich, neben der optionalen Kombination mit ST, eine Kombination mit Kamin.

Zum Thema WW-Bereitung steht übrigens hier im Forum ein (hoffentlich) interessanter Beitrag vom 15.06.2002, wo Marie zur Kombination von Wandheizung und Kamin angefragt hatte. Hier ist der Link dazu:

Warmwasserheizung mit Kamin kombinieren

Und über diesen Link gelangt man zur Vorstellung des

Kachelofen-Niedrigenergiehauses

Wenn Sie sich alles mal angesehen haben, können wir gern weiter Gedanken dazu austauschen. Ich finde diese Thematik interessant und zukunfstweisend. Außerdem würde es mich interessieren, wie der Schornsteinfeger bei Ihnen an solche Dinge heran geht.

Erläuterung: Hallo Herr Bumann,
zuerst einmal ein herzliches dankeschön an den betreiber dieses forums, das einzurichten und zu betreiben sicher einen grossen aufwand darstellt. jedoch rechtfertigt das ergebnis sicherlich diesen aufwand und bringt viel information allen interssierten.
Habe auch die Links gelesen. Ein Punkt erscheint mir doch etwas fragwürdig und zwar ist dies der Energieverlust durch Wohnraumlüftung. Ich denke mir, dass bei einer hygienischen Luftraumwechselrate von durchschnittlich einmal pro stunde der energieverlust deutlich höher ist. Verschiedene Zungen gehen von ca. 30% Heizenergieverlust aus, wenn ich nun nicht ganz falschliege.
Aus diesem Grund möchte ich zumindestens aus Küche und Feuchträumen die Luft absaugen und durch die koaxiale Führung gemeinsam mit der frischen Luft in Wickelfalzrohren einen gewissen Wärmetauschereffekt produzieren. Betrachtet man die Funktionsweise der angebotenen Wärmetauscher ohne Wärmepumpe schätze ich den Wirkungsgrad durch die spezielle Luftführung und die zwangsläufig damit verbundene Wärmetauscherfläche vergleichbar hoch ein. Auf jeden Fall übertrifft die Aufwendung (Ventilatorstrom) die eingesparten Heizenergie bei weitem, mit dem vorteil der frischen luft und dem kühlungseffekt im sommer. (erdregister)
Sollte ich die Frischluft durch den Ofen direkt erwärmen? Optional? (siehe weiter unten!)

Meine hütte benötigt sicherlich noch viel ideen und energie, aber ich bin mir sicher, dass das endergebnis unsere erwartungen übertreffen wird.

Das haus mit der grundfläche von 9x9m wird in allen drei ebenen wohnmässig benützt. oben im ausgebauten dachboden zum schlafen, in der küchenebene zum kochen und aufhalten, und im gartengeschoss sind noch zwei büroräume und eine sauna/dampfbad/hammamlandschaft.

Die (mittlere) küchenebene wird direkt über die strahlungswärme versorgt, das obergeschoss wird hypokaustisch über gemmauerte Schächte (welcher Querschnitt?) mitversorgt.
tja, und hier bin ich nun am ende meiner kunst angelangt, im gartengeschoss müsste ich also mittels heizkörper oder fussbodenheizung die wärme verteilen. Oder soll ich den ofen zweistöckig anlegen? oder hypokaustisch die beiden oberen geschosse versorgen?

Brennmaterial soll in jedem Fall langes Stückholz sein (aus eigener Produktion.....)

Das wäre natürlich auch eine Variante: Einheizen im unteresten warmen Geschoss, Versorgung der oberen Räume durch Warmluftwandheizung...........

Wobei in diesem Fall trotzdem eine zusätzliche Wärmeverteilung erfolgen muss, schlieslich sollen die Büros mit Türen versehen sein. Komme ich also um eine Warmwasserheizung nicht herum?

Fragen über fragen, freue mich auf jedes Kommentar!

Liebe Grüsse aus dem regnerischen Tirol M.

Antwort 2: Hallo, M.,
ich kann Ihnen auch Beispiele nennen, wo die Lüftungswärmeverluste 40 oder gar 50% der Gesamtwärmeverluste betragen. Das sind Berechnungen nach EnEV. Bsp.: freistehendes, zweigeschossiges Einfamilienhaus mit 218 m² beheizter Wohnfläche,
Keller unbeheizt, NEH mit PUR. Anteil Lüftungswärmeverlust: 39,3 % (10.200 von 26.000 W/K). Rechnet man hier die Wärmegewinne i.H.v. 9.300 kWh/a dazu, kommt man auf einen Jahres-Heizwärmebedarf von 16.700 kWh/a bzw. 64,12 kWh/a x qm.

Aber was sagt Ihnen bei diesem Beispiel der Wert 39,3 %? Er drückt eine Relation zwischen zwei berechneten Werten aus. Dazu kommen weitere berechnete Werte, welche die Verluste kompensieren. Die Frage ist, inwieweit man diese berechneten Werte für sein eigenes EFH heranziehen sollte. Folgende Einflussgrößen sind bei diesen Berechnungen weitgehend unberücksichtigt geblieben: solare Gewinne der Wand, Einfluss des Speicherverhaltens.

Dieses Thema ist allerdings zu komplex, als dass ich es hier behandeln sollte. Wer mag, kann ja im Infobereich BAUPHYSIK sowie im Infobereich GESETZE (hier zur EnEV) nachlesen. Durch - mehr oder weniger - geistvolle Kommentare diverser Obergelehrter hier im Forum wird das Ganze noch etwas illustriert. Letztendlich finde ich es wiederum interessant, wenn man sich mehr mit gemessenen Werten gefasst. Deshalb bin ich ja noch auf der Suche nach Daten. Aber dennoch mein Grundsatz: glaube ein jeder, was er mag.

Auch finde ich, dass man niemandem Vorschriften machen soll, was er gut zu finden hat. Sie haben ein Faible entwickelt, viel Technik einzubauen und wenn ich es mir oben durchlese, wird aus einem Bauernhaus ein Hightec-Bunker. Aber warum nicht? Bei allem Verständnis für Technikbegeisterung und Sparwillen möchte ich dennoch empfehlen, auch zu überlegen, ob das Ganze wirtschaftlich ist.

Wie hoch sind die Investitionskosten für eine kontrollierte Wohnungslüftung? Eine einfache Abluftanlage kostete 1993 30-40 DM/qm Wfl. (EFH: 3.500-4.500 DM), mit Wärmerückgewinnung 80-120 DM/qm Wfl. (EFH: 9.000-15.000 DM incl. Planungskosten). Zum Vergleich: die damaligen Werte für den Wohnungsneubau lagen bei 1.800-2.200 DM/qm Wfl. Das sind doch auch recht interessante Werte?

Ich würde mich folgendes fragen:
1. was kostet der Spaß und was nützt er?
2. warum hat es über etliche Jahrzehnte funktioniert, indem man mit der Fenster-auf-Methode gelüftet hat?

Noch dazu, wo ein Lehmofen mit Holzscheitbefeuerung geplant ist, Holz nachwächst und wahrhaftig nicht die Welt kostet (und schon gar nicht die Preisentwicklung von Öl und Gas mitgemacht hat und mitmachen wird). Hier müssen sie doch mit ganz anderen Konzepten herangehen.

Zum einen beheizen Sie mit Strahlungswärme. Das ist doch ganz was anderes als Heizen mit Heizkörpern (Konvektion). Um Behaglichkeit zu erreichen, benötigen Sie geringere Temperaturen. Der Aufheizprozess der ausgewechselten Raumluft verläuft auch anders.

Wie die Ofenanlage aussehen soll, hängt weitgehend davon ab, wie Sie sich das Wohnen vorstellen. Dazu gehört eine prinzipielle Einstellung zum Schlafen: bei offenem oder geschlossenem Fenster. Das ist mehr ein "baupsychologisches" Thema und sicher für viele zu abstrakt, weil nicht in Formeln zu schmieden. Ich z.B. will bei offenem Fenster schlafen und da sind mir die paar Wärmeverluste Wurst.

Das bedeutet ja nicht, im kalten Winter das Fenster voll aufzureißen. In der Heizperiode genügt ein an gekipptes Fenster (auch bei windstille), um den Kohlendioxidgehalt unter 0,1 % Raumluftanteil zu halten. Wenn Sie im Schlaf um die 20 Liter CO2 je Stunde ausatmen und dazu ca. 45 g Wasser, sind das bei Hausarbeit schon um die 65 Liter CO2 und 90 g Wasser.

Das bedeutet, wenn ich mir schon eine teure Lüftungsanlage einbauen will, muss gut überlegt sein, wie die arbeiten soll, damit es effektiv ist. Dabei spielen Wirkungsgrad, technische Ausstattung, Belegungsgrade- und Intervalle sowie Nutzungsüberlegungen, hygienische Bedingungen eine Rolle.

Zurück zu den Kosten: Bei einer Luftwechselrate 1 verbraucht man in einer 75 qm Etagenwohnung knapp 700 l Öl im Winter, beim 140 qm EFH sind es schon 1.250 l. Das klingt beeindruckend, aber wie hoch soll denn die Luftwechselrate sein? Wer sagt denn: 1? Warum soll man nicht nach Bedarf lüften und stattdessen nach DIN (oder bei Ihnen: SIA)?

Fragen wir uns noch mal, wozu wir lüften. Das Ziel besteht darin, schädliche Stoffkonzentrationen in der Raumluft zu beseitigen:
- Wasser
- CO2
- Luftschadstoffe (Teppiche, Möbel, Farben usw.)

Dieses Problem dürfte für jeden Raum individuell zu definieren sein. Und zum Abschluss noch ein Denkanstoss: wie bringe ich die Lüftungsanlage dazu, gleichmäßig zu lüften, das heißt weitgehend alle Bereiche zu erfassen?

Nun zum Ofen, ich gehe von folgender Nutzungsverteilung aus:
- EG: Büros
- OG: Küche + Wohnen
- DG: Schlafen

Ich würde den Ofen im EG anordnen (was Sie Gartengeschoss nennen). Wenn es geht, wird er zentral angeordnet, um alle Räume mit Strahlungswärme zu versorgen. Die Sauna bekommt natürlich ein paar Fb-Heizung-Schleifen.

In der Küchenebene wird er durch eine Kombination von Koch- und Backofen ergänzt. Vielleicht ist auch noch ein kleiner Kamin möglich. Ich rede immer noch von Beschickung mit Scheitholz.

Im OG im Schlafbereich ist zu prüfen, ob die Abwärme vom Schornstein und der Wärmedurchgang durch die Decke zum unbeheizten Bereich genügen. Behaglichkeit bedeutet nach meiner Vorstellung hier: nur keine Heizung und Lüftung mittels Fenster.

So muss man sich sein eigenes Nutzungskonzept erarbeiten. Und wer soll es besser wissen als Sie selbst? Im nächsten Schritt werden die Erfordernisse zur Schornsteinanlage beleuchtet: wie viele Züge, Querschnitte, Zuluft, Material usw. Da werden Sie ohne Kaminbauer nicht glücklich und über Hypokaustenquerschnitte sollten wir uns hier nicht unterhalten.

Noch ein paar Tipps / Überlegungen:
- bei solarer Unterstützung sollte man einen Schichtenspeicher nehmen
- den Speicher sollte man nie nur in der Mindestgröße nehmen
- für Scheitholz gibt es auch die Möglichkeit der Vergasungsanlage (wie früher die Vergasungsmotoren)
- bei einer Lüftungsanlage soll man auch über hygienische Aspekte nachdenken


Aus Fragen und Antworten:
Frage:
Wie funktioniert ein Thermostat?

Antwort: Thermostatventile sind selbsttätig arbeitende Temperaturregler, sie benötigen weder einen elektrischen Anschluss oder sonstige Fremdenergie. Sie dienen der individuellen Raumtemperatur- Regelung (Einzelraum- Regelung) und sie bieten damit eine Möglichkeit zur Energieeinsparung. Es können einzelne Temperatur- Einstellungen markiert oder Temperaturbereiche begrenzt bzw. blockiert werden.

Sie bestehen aus dem Thermostat- Kopf und dem Thermostat-Ventilunterteil. Wenn die Raumtemperatur ansteigt,  dehnt sich die Flüssigkeit im Temperaturfühler aus. Ein Wellrohr wird zusammengedrückt und drosselt über die Ventilspindel im Ventilsitz die Wasserzufuhr zum Heizkörper.

Wenn die Raumtemperatur sinkt, verläuft der Vorgang umgekehrt. Die Betätigung des Thermostat- Kopfes ist also nur zur Änderung der individuellen Einstellung Raumtemperatur erforderlich. Voraussetzung ist, dass der Heizkörper ausreichend dimensioniert ist und die Vorlauftemperatur ausreicht.

Denn zum Warmhalten des Raumes (Raumluft und Wandoberflächen) benötigt man eine gewisse Wärmemenge. Ist der Heizkörper etwas zu klein, muss also mehr heißes Wasser durchströmen, um die Wärme konvektiv an die Raumluft abzugeben. Ist die Vorlauftemperatur etwas niedriger als SOLL, muss ebenfalls mehr Wasser durchströmen, um die erforderliche Wärmemenge einzutragen.

Welche Einstellung am angenehmsten ist, muss jeder selbst herausfinden. Es gibt kein Schema wie "Stufe 4 bedeutet 24°C". So gibt es Räume, die bekommt man auf Stufe 3,5 auf 24°C, ein anderer identischer Raum wird bei Stufe 4 so warm.

Außerdem muss man wissen, dass moderne Heizungsanlagen mit geringeren Vorlauftemperaturen arbeiten, als die alten "Dampfheizungen". Hatte eine "Dampfheizungen" eine Vorlauftemperatur ab 90°C, so sind es heute nur noch 55°C (oder weniger). Da muss der Thermostat natürlich auf 4,5 oder 5 stehen, damit es warm wird. Dennoch wird keine Energie durch diese Einstellung "verschwendet", weil die Anlage ja entsprechend bemessen ist.


Hotelzimmer effizient kühlen
Absorptionswärmepumpe hilft Betriebskosten sparen

Ein wesentlicher Teil der Betriebskosten eines Hotels wird durch den Energieverbrauch – vor allem für die Heizung und Kühlung – bestimmt. Eine innovative Möglichkeit, diese Kosten zu minimieren, besteht in der Nutzung zurückgewonnener Wärme als Energiequelle zur Kühlung auf der Basis des Gas-Absorptionswärmeprozesses.

Energieeinsparung in der Praxis

Nach Informationen der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. kommt eine solche Lösung unter anderem im Hotel „Villa Magnolia“ am Gardasee in der italienischen Provinz Trento zum Einsatz. Dessen Besitzer stand im Jahr 2002 vor der Aufgabe, einen Teil der versorgungstechnischen Anlagen des vierstöckigen, etwa 1300 Kubikmeter umfassenden Gebäudes zu erneuern. Bis dahin erfolgte der Kühlbetrieb über an der Decke der Hotelzimmer angebrachte Ventilatorkonvektoren. Die Erwärmung des Brauchwassers wurde über einen konventionellen Heizkessel mit einer Leistung von etwa 35 kW realisiert. Das hinter dem Hotel im Freien befindliche Schwimmbecken sollte ebenfalls in das neue Technikkonzept einbezogen werden, um das Wasser bei zu kühler Witterung auf angenehme Temperaturen zu bringen. Außerdem gehörte eine elektrische Wärmepumpe zum bestehenden System, die aber schon vor der geplanten Sanierung 2002 demontiert worden war, da sie die Betriebskosten zu sehr in die Höhe trieb. Insgesamt verfolgte das Hotelmanagement mit der Erneuerung beziehungsweise dem Ausbau des Wärme- und Kälteversorgungssystems drei Ziele: Die Konzeptionierung und Realisierung eines energieeffizienten Wärmeversorgungssystems, eine energieökonomische Beheizung des Schwimmbadwassers sowie eine komfortable Kühlung der Hotelzimmer.

Für die praktische Umsetzung wurden zunächst zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen. Die erste Variante sah vor, den bestehenden Erdgas-Heizkessel um eine Absorptions-Kälteanlage zu erweitern. Als Alternative dazu stand eine neue Absorptions-Wärmepumpe für die gleichzeitige Bereitstellung von Wärme- und Kälteleistung, die ebenfalls mit Erdgas betrieben wird. Die Entscheidung fiel schließlich auf diese Variante mit einer Absorptions-Wärmepumpe der Firma Robur, Verdellino/Zingonia, Italien, als Herzstück, die auf dem Absorptionskälteprozess basiert. Der wichtigste Grund dafür war, dass die Erzeugung von Wärme- und Kälte mit einem Gerät realisiert werden sollte. Das System liefert – bei einem Energieverbrauch von 25 kW in Form von Erdgas – gleichzeitig fast 40 kW Heizleistung und 17 kW Kälteleistung, was einem Nutzungsgrad von 220 Prozent (bezogen auf das eingesetzte Erdgas) entspricht. Außerdem zeichnet sich diese Lösung, neben geringen Schadstoffemissionen und niedrigen Anlagenbetriebskosten, gegenüber einem System aus getrennten Einheiten zur Erzeugung von Wärme/Kälte auch durch geringe Wartungsarbeiten aus.
Der größte Teil der für den Betrieb der Wärmepumpe verwendeten Energie stammt aus der vom Erdgas gelieferten Primärenergie. Der elektrische Leistungsbedarf für Hilfsenergie beträgt lediglich 540 W, entsprechend rund 9,5 Watt elektrischer Leistung je Kilowatt an Wärme und Kälte.
Ein weiterer Vorteil der gewählten Lösung besteht darin, dass aufgrund des Absorptionsprozesses mit Wasser und Ammoniak kein Kältekompressor notwendig ist. Dadurch arbeitet das System im Vergleich zu einer Kompressor-Einheit wesentlich leiser (Geräuschemissionen < 45 db(A) laut Herstellerangaben).

Im Hotel „Villa Magnolia“ herrscht ein gleichzeitiger Bedarf sowohl an Kälte als auch an Wärme. Die Wärme wird für das Brauch- und das Schwimmbadwasser benötigt. Da eine Wärmepumpe eine „kalte“ und eine „warme“ Seite besitzt, kann mit ihrer Hilfe der Bedarf an Wärme und Kälte gleichzeitig gedeckt werden.
Die Absorptionswärmepumpe wird durch die Wärmenachfrage der Verbraucher gesteuert. Das Grundwasser dient der Vorkühlung und ist in den Kühlkreislauf der Wärmepumpe eingebunden.

GAHP-W   Wasser/Wasser

Heizleistung

kW

38,8

Kälteleistung

kW

18,4

Nutzungsgrad Heizbetrieb

%

155

Nutzungsgrad Kühlbetrieb

%

74

Anschlussleistung Gas

kW

25

Maximale Vorlauftemperatur

°C

65

Minimale Kaltwassertemperatur

°C

3

Hilfsenergie elektrisch

kW

0,54

Quelle: Pressemitteilung der ASUE, 26.02.2004


Ein System – zwei Nutzen
Gasklimagerät heizt und kühlt Verwaltungsgebäude

Im Oktober letzten Jahres nahm die Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG in Göppingen eine neue Klimaanlage in ihrem Verwaltungsgebäude in Betrieb. Zum Einsatz kommt hier eine gasmotorisch angetriebene Wärmepumpe mit Direktverdampfung/-kondensation. Entscheidende Vorteile dieser Lösung: Das eingesetzte Gasklimagerät kann sowohl heizen als auch kühlen und arbeitet darüber hinaus durch die Verwendung von Erdgas als Energieträger effizient und umweltschonend.

In den vergangenen Jahren ist der Klimatisierungsbedarf insbesondere in Bürogebäuden und Verwaltungsbauten angestiegen. Die Ursache dafür liegt zum einen in der modernen Architektur, die sich nicht selten durch einen hohen Glasflächenanteil in der Fassade auszeichnet. Dies führt durch die Sonneneinstrahlung zu einer erhöhten Kühllast im Gebäude. Die hohen Lasten werden durch die verschärften Wärmeschutzanforderungen der Energieeinsparverordnung an die Dichtheit einer Gebäudehülle noch verstärkt, wird doch dadurch die Abgabe der Raumwärme über das Mauerwerk an die Umgebung vermindert. Zum anderen heizt die zunehmende Anzahl elektronischer Geräte – wie Kopierer, Faxgeräte, Bildschirme und Computer –, die mittlerweile zur Standardausrüstung eines Büros zählen, die Innenräume zusätzlich auf. Die Folge: Insbesondere während der Sommermonate reichen die Möglichkeiten der passiven Kühlung nicht mehr aus – ein thermisch behagliches Raumklima ist nur mit einer raumlufttechnischen Anlage zu gewährleisten.

Im Verwaltungsgebäude der Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG übernimmt diese Aufgabe eine Wärmepumpe, die eine Wärme-/Kälteleistung von 67 beziehungsweise 56 kW liefert und von einem Gasmotor angetrieben wird. Diese beiden Komponenten bilden zugleich die Außeneinheit der Klimaanlage. Die Verbindung zu den Inneneinheiten in den einzelnen Räumen erfolgt über Kältemittelleitungen. Die Inneneinheiten selbst sind den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten angepasst und beispielsweise als Deckeneinbaugerät, Unterdeckengerät, Textilschlauch mit Luftaustrittsöffnungen oder als Wandgerät ausgeführt.

Ein entscheidender Vorteil dieser wärmepumpenbasierten Lösung liegt darin, dass das Gasklimagerät wahlweise heizen oder kühlen kann. Im Gegensatz zu vielen konventionellen Systemen wird also nur ein Gerät benötigt. Die Gasmotorwärmepumpe hat darüber hinaus noch einen weiteren Vorteil: Da sie im Heizmodus auch noch die Wärme der Umgebungsluft sowie die Abwärme des Motors nutzt, arbeitet sie besonders effektiv und erreicht entsprechend hohe Wirkungsgrade. Wird als Energiequelle Erdgas eingesetzt, profitiert auch noch die Umwelt. Denn nach Angaben der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. verursacht Erdgas im Vergleich zu den anderen fossilen Energieträgern die mit Abstand geringsten Schadstoffemissionen.

Generell besitzen Gasklimaanlagen noch weitere technische Vorteile wie eine hohe Regelgenauigkeit, einen relativ geräuscharmen Betrieb sowie eine hohe Zuverlässigkeit, die sich in entsprechend langen Wartungsintervallen niederschlägt. Außerdem ist keine Unterbrechung des Heizbetriebs wegen der Abtauung des Verdampfers notwendig, die Aufheizphase verkürzt sich durch die Nutzung der Motorabwärme und bei niedrigen Außentemperaturen tritt auch kein nennenswerter Abfall der Heizleistung ein. Hinzu kommen wirtschaftliche Vorteile wie das Entfallen einer elektrischen Leistungsanpassung und vergleichsweise geringe Energiekosten bei Verwendung von Erdgas. Das bestätigt auch eine Vollkostenrechnung entsprechend VDI-Richtlinie 2067.

Grundlage für das Kühlen und Heizen mit Gasklimageräten ist der Kaltdampfprozess: In einem geschlossenen Kreislauf nimmt ein Kältemittel beim Verdampfen auf niedrigem Druck- und Temperaturniveau Wärme aus der Umgebung auf. Der entstandene Kältemitteldampf wird in einem Verdichter unter Zufuhr von Antriebsenergie auf ein höheres Druckniveau komprimiert (mechanische Kompression mittels Gasmotor), wobei auch das Temperaturniveau ansteigt. Im Kondensator verflüssigt sich das Kältemittel anschließend wieder und setzt Wärme frei. Danach wird das flüssige Kältemittel über ein Druckreduktionsventil entspannt und kühlt sich dadurch weiter ab – nun kann der Kreislauf von neuem beginnen. Der Kaltdampfprozess kann sowohl für die Beheizung als auch für die Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden. Im Heizbetrieb nutzt der Verdampfer die Wärme aus der Umgebungsluft, um das Kältemittel zu verdampfen. Das so erwärmte Kältemittel wird danach im Verdichter auf ein noch höheres Temperatur- und Druckniveau gebracht, um anschließend diese Wärme über einen Kondensator – zusammen mit der Abwärme des Gasmotors – wieder abzugeben.

Beim Kühlbetrieb wird die Fließrichtung des Kältemittels einfach umgedreht: Das flüssige Kältemittel wird zunächst zu den Inneneinheiten der Klimaanlage transportiert, wo es durch Verdampfung dem Raum einen Teil der Wärme entzieht. Anschließend durchläuft das Kältemittel den Verdichter, ehe es in den Kondensator gelangt und dort seine Wärme an die Umwelt abgibt.

Außerdem können Gasklimageräte die Raumluft auch noch entfeuchten. Diese Zusatzfunktion besitzt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung, denn während Fachleute im Mittel bei Gebäuden ohne größere innere Wärmelasten von einem durchschnittlichen Kühlbedarf von 35 Tagen pro Jahr ausgehen, sehen die Experten einen durchschnittlichen Entfeuchtungsbedarf von rund 100 Tagen pro Jahr.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 21.06.2004


Für individuelle Behaglichkeit
Dezentrale Wärmeversorgungslösung für Mehrfamilienhäuser

Eine elegante Lösung für ein effizientes Heiz- und Warmwassersystem zur Versorgung von Mehrfamilienhäusern besteht in der Nutzung von Wärmeübergabestationen. Darauf weist die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch hin. Dabei versorgt eine Heizzentrale im Keller oder auf dem Dachboden über einen Heizungsstrang (Vor- und Rücklauf) sämtliche Wohnungen mit Heizwasser. Erst in den einzelnen Wohnungen wandelt dann eine Wärmeübergabestation die Wärme des zentral erzeugten Heizwassers in Raumwärme und Warmwasser um. Hauptvorteil dieses innovativen Konzepts: Da die Umwandlung der Wärmeenergie in Raumwärme beziehungsweise Warmwasser erst durch die Übergabestation erfolgt, ist bis zu dieser Stelle im Gegensatz zu gebäudeweiten getrennten Heizungs- und Warmwasserversorgungssystemen nur noch ein einziges Rohrleitungssystem erforderlich.

Dieses System erhielt zum Beispiel in Petkum bei Emden bei der Umgestaltung eines ehemaligen Schulgebäudes zu einer Wohnanlage den Vorzug vor anderen Wärmeversorgungslösungen. Hersteller des Systems ist die Firma Logotherm aus Gerichshain. Hier versorgen acht so genannte Satellitenstationen – die über ein aus Vor- und Rücklauf bestehendes Rohrleitungssystem mit der Heizzentrale, einem 70-kW-Brennwertkessel im Keller, verbunden sind – die einzelnen Wohnungen. Diese Satellitenstationen dienen dann ihrerseits für die in den Wohnungen befindlichen Verbraucher als Energiequelle, wobei je nach aktuellem Bedarf zwischen der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser umgeschaltet werden kann. Auf diese Weise können die einzelnen Nutzer ihren Energieverbrauch selbst regulieren.

Die Satellitenstation besteht im Prinzip aus einem Plattenwärmetauscher und einem zusätzlichen Pufferspeicher, dessen Größe sich nach dem jeweiligen Raumheizungsbedarf richtet. Im Plattenwärmetauscher erwärmt das etwa 65 °C warme, aus der Heizzentrale kommende Wasser im Durchflussprinzip Kaltwasser auf rund 55 °C. Die dabei zur Verfügung stehende Wärmemenge reicht übrigens auch dann aus, wenn von zwei Zapfstellen gleichzeitig warmes Wasser abgerufen wird. Die Umschaltung zwischen Raumheizung und Warmwasserbetrieb sowie die Regelung der Warmwassertemperatur erfolgt über ein hydraulisch gesteuertes, wartungsfreies Proportionalventil.

Wird bei Lastspitzen nun eine größere Menge Heizwassers aus dem Pufferspeicher abgerufen, ändert sich der Widerstand in diesem hydraulischen System. Die Regelung der Satellitenstation erkennt diese Widerstandsänderung und fährt daraufhin die Heizkreispumpe für die Dauer der Lastspitze auf die erforderliche Drehzahl. Dass dabei aber nicht die Vorlauftemperatur abfällt, ist wiederum Aufgabe der Regelung der Heizzentrale.

Der Vorteil der hier vorgestellten Lösung besteht vor allem darin, dass durch die Nutzung vorhandener Versorgungsstrukturen nicht nur geringere Investitionskosten anfallen, sondern sich auch die Belästigung der Hausbewohner durch den Umbau – etwa durch Staub und Lärm – mindert. So können etwa alte Thermen relativ einfach durch diese Wärmeübergabestationen ersetzt werden, wenn sich für deren Wärmeversorgung ein bereits bestehendes Leitungsnetz nutzen lässt. Auch beim Neubau profitiert der Bauherr von dieser Lösung, da nur ein gebäudeweites Rohrleitungssystem installiert werden muss. Eine individuelle Heizungsregelung durch die einzelnen Abnehmer sowie eine exakte Verbrauchserfassung sind weitere Vorteile, die in Verbindung mit einer erdgasbetriebenen Heizzentrale eine sehr umwelteffiziente Lösung darstellen.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 21.06.2004


Heizung & Trinkwasser: einige Daten und Fakten
Quelle: BGW


Beheizungsstruktur des gesamten Wohnungsbestandes 1988-2002


Anteil der Heizenergie in neuen Wohnungen 1980-2002


Primärenergieverbrauch 2002


Unnötiger Energieverbrauch und Strömungsgeräusche bei Heizkörpern
Heizkörper müssen „abgeglichen“ werden

Moderne Heizungsanlagen, wie etwa Erdgas-Brennwertheizungen, können Wirkungsgrade von rund 100 Prozent erreichen. Eine effiziente Gebäudebeheizung setzt jedoch auch voraus, dass die anschließende Wärmeverteilung im Gebäude ebenfalls optimal erfolgt.

Eine entscheidende Voraussetzung hierfür ist der so genannte „hydraulische Abgleich“ der Heizkörper durch den Installateur. Dieser Abgleich ist besonders in Mehrfamilienhäusern zu empfehlen. Er soll gewährleisten, dass jeder Heizkörper innerhalb des Systems mit der tatsächlich benötigten Wärmemenge versorgt wird (über den entsprechenden Heizwasserstrom). Ohne hydraulischen Abgleich kann der Betrieb der Anlage gravierend beeinträchtigt werden: Die Heizkörper mit dem geringsten Abstand zum Kessel beziehungsweise zur Pumpe werden überversorgt; die am weitesten entfernten Heizkörper dagegen unterversorgt, da hier zu wenig Heizwasser ankommt.

Ein fehlender hydraulischer Abgleich kann gravierende und ärgerliche Folgen – für Mieter wie Vermieter – haben:

  • ungleichmäßige Wärmeabgabe, schlechtere Regelbarkeit der Heizkörper über Thermostatventile
  • lästige Strömungsgeräusche (durch hohe Pumpenleistung)
  • höherer Energieverbrauch, dadurch höhere Heizkosten
  • zu hohe Pumpenleistung, um allen Nutzern den gleichen Heizkomfort zu gewährleisten, dadurch erhöhter Stromverbrauch.

Zudem kann bei zentralen Heizungssystemen ohne hydraulischen Abgleich das Heizkosten-Messsystem nicht ordnungsgemäß arbeiten: Verdunster und auch elektronische Heizkostenverteiler sind Verhältnismesser; die einheitliche Verhältnisgrundlage ist aber nicht gewährleistet. Durch diese Faktoren ist nach Aussage der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. unnötiger Ärger praktisch „vorprogrammiert”. Deshalb lohnt es sich meistens, seinen Installateur auf den hydraulischen Abgleich anzusprechen.

ASUE, 26.01.2005


Wäschetrocknen mit Erdgas: Schneller und günstiger im Betrieb

Erdgas wird aufgrund seiner günstigen Betriebskosten auch für bisher wenig bekannte Anwendungen immer interessanter. Neben den klassischen Anwendungen wie Heizen, Warmwasser, Kochen, Klimatisieren usw. bietet sich Erdgas auch zum Wäschetrocknen im Haushalt und im Gewerbe an.

Immer mehr SHK-Fachbetriebe bieten ihren Kunden neben Heizkesseln und Speichern auch Erdgas-Wäschetrockner an. Und die Vorteile der Erdgas-Wäschetrockner sprechen für sich. Die Betriebskosten sind nach einer Berechnung der Firma Miele rund 60 Prozent niedriger und der Trocknungsvorgang verkürzt sich um rund 40 Prozent. Zudem erfolgt der Trocknungsprozess komfortabel und Wäsche schonend.

Diese Vorteile konnten auch die Stiftung Warentest überzeugen. In einem Vergleich mit elektrisch beheizten Geräten erklärte die Stiftung die Gaswäschetrockner mit einem eindeutigen Urteil zum Sieger: Der Erdgastrockner arbeitet „am schnellsten und am billigsten". Elektrotrockner sind zwar günstig zu kaufen, dem niedrigeren Anschaffungspreis stehen jedoch höhere Energiekosten gegenüber.

Das Prinzip eines Erdgas-Wäschetrockners besteht darin, dass er die zum Trocknen erforderliche Wärme über einen Erdgasbrenner erzeugt, der sich in einer Brennkammer befindet. Die die Brennkammer umströmende Luft wird dabei erwärmt und anschließend in die Trommel geleitet. Die Zündung des Brenners erfolgt automatisch und ist durch das Aufleuchten einer Kontrolllampe ersichtlich.

Bei einem solchen Gerät wird Strom nur noch für den Antrieb von Wäschetrommel und Gebläse sowie für die Steuerung benötigt, die die Betriebstemperatur elektronisch durch Temperaturfühler überwacht und dem jeweiligen Bedarf automatisch anpasst. Maßgebend dabei ist die Feuchtigkeit der Wäsche, das heißt, erst wenn der gewählte Trocknungsgrad erreicht ist, schaltet das Gerät ab.

Der Gaswäschetrockner ist ein Gasgerät mit einer maximalen Wärmebelastung von 6 kW (Haushalt) beziehungsweise 6,5 kW (Kleingewerbe) zum Trocknen von Wäsche. Die bisher angebotenen Gaswäschetrockner sind Ablufttrockner und werden raumluftabhängig betrieben. Da das Abgas durch viel Abluft stark verdünnt wird, ist keine Abgasanlage erforderlich – es genügt viel mehr eine geeignete Abluftanlage. Daher ist eine Prüfung durch den Schornsteinfeger nicht erforderlich. Außerdem wurden durch die heutigen Gas-Anschlussverfahren (Gassteckdosen oder Gasschlauchleitung mit Strömungswächter) die Anschlussmöglichkeiten für Gaswäschetrockner deutlich vereinfacht.

Die in Deutschland verfügbaren Gaswäschetrockner – derzeit sind hierzulande nur Geräte der Firmen Miele und Crosslee auf dem Markt – besitzen ein CE-Zertifikat. Die Vertriebswege bei Miele sind der Fachhandel, die Miele-Vertragshändler und der Elektro-Sanitär-Großhandel. Weitere Hinweise zum Vertriebsnetz finden Sie unter www.miele.de, Rubrik Service, Rubrik „Händler in Ihrer Nähe". Miele & Cie. KG, Carl-Miele-Str. 29, 33332 Gütersloh, Telefon: (05241) 89-0, Fax: (05241) 89-2090, E-Mail: info@miele.de.

Crosslee Wäschetrockner sind über die AZ-Gastechnik GmbH, Kleinneuschönberger Str. 122, 09526 Olbernau, Telefon: (037360) 6602-0, Fax: (037360) 6602-444, E-Mail: info@az-gastechnik.de, Internet: www.az-gastechnik.de zu beziehen. Das Unternehmen verfügt zurzeit bundesweit über rund 20 Vertriebspartner. Weitere Vertriebspartner insbesondere aus der SHK-Branche werden hinzukommen. Die Absatzzahlen zeigen einen positiven Trend. So wurden in den letzten drei Monaten etwa 200 Geräte verkauft.

Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. stellt auf Anfrage kostenfrei Infomaterial über Erdgas-Wäschetrockner zur Verfügung. Im Frühjahr 2005 wird ASUE eine Broschüre, die sich auch zur Schulung und zur Kundenberatung eignet, herausgeben (ASUE, Telefon: 0631 360 90 70, E-Mail: info@asue.de, www.asue.de).

Vorteile von Erdgas-Wäschetrocknern im Vergleich zu Elektro-Wäschetrocknern:
Betriebskosten minus 59 %
Primärenergieverbrauch minus 43 %
Laufzeit minus 39 %
CO2-Ausstoß minus 48 %
Reduzierung verschiedener Werte durch die Substitution eines Elektro-Wäschetrockners
mit einem Erdgas-Wäschetrockner, Füllmenge: 5 kg (Baumwolle), Quelle: Miele & Cie. KG

ASUE, 19.01.2005


Das Erdgas-Komforthaus

Was ist eigentlich ein Erdgas-Komforthaus? Dass man mit Erdgas heizen und kochen kann, ist bekannt. Es gibt jedoch noch viel mehr bewährte Erdgas-Anwendungen. Diese kommen im Erdgas-Komforthaus zum Einsatz und bieten dadurch den Bewohnern mehr Komfort und dem SHK-Handwerk gute Geschäftschancen, informieren der Initiativkreis Erdgas & Umwelt und Viega.

Was bislang unter dem Begriff Erdgas vollversorgtes Haus zusammengefasst wurde, heißt jetzt Erdgas-Komforthaus. Dieses Haus versammelt alle möglichen und am Markt erhältlichen Gas-Anwendungen. Es ist im Neubau und Gebäudebestand realisierbar. Voraussetzung dafür sind mehr Gas-Installationen, da für die unterschiedlichen Geräte im Haus unter anderem Gas-Steckdosen und Gasleitungen vorgesehen werden müssen. Das bietet Chancen für das SHK-Handwerk.

Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt und Viega haben sich zusammengetan, um das Erdgas-Komforthaus nach vorne zu bringen. Endverbraucher werden über Presse-Arbeit auf die Vorteile des Erdgas-Komforthauses und die einzelnen Erdgas-Anwendungen aufmerksam gemacht. Interessenten können über eine Hotline oder das Internet Kontakt aufnehmen, wenn Sie weitere Informationen wünschen. Eine Endverbraucher-Broschüre wird kostenlos angeboten.

Für das SHK-Handwerk wird Viega mit Anzeigen auf die guten Geschäftschancen im Zusammenhang mit dem Erdgas-Komforthaus hinweisen. Im Rahmen der bewährten Viega-Schulungen wird auch das Erdgas-Komforthaus mit der Gas-Installationstechnik und den Gas-Anwendungen ein wichtiges Thema sein. Zudem wurde die SHK-Fachbroschüre „Erdgas-Komforthaus“ herausgegeben. Diese gibt es kostenlos beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch), per E-Mail info@ieu.de oder auch im
Internet zum Download unter www.viega.de, Rubrik „Service-Center“.

Attendorn, Berlin und Essen, 07.04.2005
Initiativkreis Erdgas & Umwelt, www.ieu.de


Haustechnik
alias:
HLSE = Heizung / Lüftung / Sanitär / Elektro
HKS = Heizung / Klima / Sanitär
TGA = Technische Gebäude-Ausrüstung
Gebäudetechnik

hier: Elektro, Automation, Sanitär, Trinkwasser
(aber nicht, weil Strom und Wasser so gut zusammenpassen)


Intelligente Technik im Haus
Was kommt an, was ist Spielerei?

Immer mehr technische Produkte im Haus versprechen eine Steigerung des Komforts, größere Sicherheit und Energieeinsparung. Doch welche Anwendungen sind für Verbraucher überhaupt interessant?

"Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll", meint Udo Wirges vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Eine Untersuchung des Berliner Instituts für Sozialforschung gibt Aufschluss über die Interessen der Verbraucher an Anwendungen im intelligenten Haus, dem sogenannten Smarthouse.

Danach steht das Energiesparen an erster Stelle. 94 Prozent aller Befragten wünschen sich, dass die Wärme bei Abwesenheit automatisch reduziert wird. 87 Prozent möchten ihren Energieverbrauch senken, indem sich die Heizung beim Lüften an den veränderten Wärmebedarf anpasst.

An zweiter Stelle des Verbraucherinteresses steht die Sicherheit. 88 Prozent finden einen Sicherheits-Check für die Wohnung attraktiv, 86 Prozent möchten, dass Anwesenheit simuliert wird, beispielsweise durch wechselnde Beleuchtung im Haus. Gerne würden Hauseigentümer auch Gerätestörungen unterwegs erkennen können. "Ein unentdeckter Heizungsausfall während des Winterurlaubs gehört dann der Vergangenheit an", erläutert der Fachmann vom ZVSHK.

Weniger gefragt ist die Wanne, die sich von alleine füllt oder die Abfrage des Kühlschrankinhalts von unterwegs. Auch eine selbststartende Waschmaschine ist nur für weniger als die Hälfte der Befragten interessant.


Bequem und hygienisch: Zentralstaubsauger
Staubsaugen ohne Last und Staub

Wer auf hygienische Sauberkeit Wert legt und beim Staubsaugen auf schweres Tragen und Lärm verzichten möchte, für den bieten sich Zentralstaubsauger an. In den skandinavischen Ländern, in Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika gehören Zentralstaubsauganlagen bereits zum Standard im Haus, informiert der Zentralverband Sanitär Heizung Klima(ZVSHK).

Die zentrale Anlage ist beispielsweise im Keller oder in der Garage installiert und über ein Rohrsystem mit Saugdosen in der Wohnung verbunden. Zum Staubsaugen steckt man einfach den Schlauch in eine dieser Dosen und beginnt zu saugen. Umständliches Rangieren mit schwerem Gerät entfällt.

Angenehm ist auch die geringere Geräuschbelastung, da sich Sauggebläse und Motor nicht im Wohnraum befinden. So ist zum Beispiel Musikhören während des Staubsaugens möglich. Die Saugkraft einer Zentralstaubsauganlage ist bis zu viermal stärker als die eines Einzelgerätes.

Anders als bei herkömmlichen Staubsaugern werden keine Staubpartikel aufgewirbelt, Feinststäube nicht durch die Abluft wieder in den Raum geblasen. Das Zentralgerät filtert die eingesaugte Luft und entsorgt diese über eine Leitung ins Freie. Das bietet besonders für Allergiker Vorteile.

Nach Informationen des ZVSHK liegen die Kosten für eine Zentralstaubsauganlage mit zwei bis drei Saugstellen im Einfamilienhaus bei etwa 2.000 Euro. Dies gilt für Neubauten und Modernisierungen. Für die Installation ist der Innungsfachbetrieb des Sanitär- und Heizungshandwerks Ansprechpartner.

Sankt Augustin, 25.04.2003
Herausgeber: Zentralverband Sanitär Heizung Klima


Trinkwasser - Alternative zum Mineralwasser

(vera) Wer seinen Durst löschen will, muss nicht zur Mineralwasserflasche greifen. Es reicht, den Wasserhahn aufzudrehen. Das unterstreichen aktuelle Untersuchungen der Stiftung Warentest. Bei der Analyse verschiedener Mineralwässer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" kommen die Verbraucherschützer zu dem Ergebnis: Trinkwasser braucht den Vergleich zum Mineralwasser nicht zu scheuen. Das Umweltbundesamt (UBA) ist davon nicht überrascht, denn: Die Qualität des Trinkwassers wird rund um die Uhr streng kontrolliert. Bund, Länder, Kommunen und die Wasserwirtschaft sichern gemeinsam, dass die hohen gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität eingehalten werden. UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge: "Trinkwasser ist fast überall in Deutschland ein gesunder Durstlöscher". Der Genuss von Trinkwasser entlaste zudem die Umwelt, weil für seinen Transport wenig Energie verbraucht und keine Verpackung benötigt werde. Allerdings - so VerbraucherNews.de - fehlen natürlich dem Trinkwasser die in Mineralwasser enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente.

Das UBA ist als obere Bundesbehörde an der Entwicklung der Standards für die Trinkwasserqualität beteiligt. In einem Kraftakt ist es Bund, Ländern, Kommunen und Wasserversorgern unter fachlicher und organisatorischer Mitwirkung des UBA bis Mitte der 90er-Jahre gelungen, die Trinkwasserversorgung in den neuen Ländern fast vollständig zu sanieren. Heute werden die Grenzwerte der Europäischen Union für unerwünschte Stoffe im Trinkwasser in ganz Deutschland nur in weniger als einem Prozent der Messwerte überschritten.

Einiges bleibt zu tun, denn gelegentlich hat Wasser aus dem Wasserhahn nicht mehr dieselbe Qualität wie noch am Ausgang des Wasserwerks. Blei, Kupfer und Zink aus den Rohrleitungen in den Häusern belasten mancherorts das Trinkwasser. Insbesondere Bleirohre bereiten den Wasserschützern Sorge: Wenn Trinkwasser direkt mit Bleirohren in Kontakt kommt, können die strengen Anforderungen an die Qualität des Trinkwassers in der Regel nicht eingehalten werden. Dauerhafte Abhilfe schafft nur der Austausch der Rohre. Er sollte im Rahmen von Programmen zur Altbausanierung verbindlich vorgeschrieben werden. Als Übergangslösung kommen auch eine zusätzliche Stichleitung von der Übergabestelle zum Hausnetz in die Küche in Frage oder als drittbeste Lösung bestimmte, unmittelbar vor dem Wasserhahn einzubauende Filter. Diese bedürfen einer sachkundigen und regelmäßigen Wartung. Falls Wasser aus dem Hahn zur Säuglingsernährung verwendet werden soll und es nicht durch Bleileitungen geflossen ist, genügt dagegen in den meisten Fällen ein kurzes Ablaufenlassen, um seine optimale Qualität zu gewährleisten.

Weitergehende Informationen erhalten Sie beim Umweltbundesamt

Quelle: Verbraucher-Newsletter: Artikel vom 11.02.2002
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LEITUNGSWASSER: Erhitzt sich das Leitungswasser in einer Mietwohnung erst nach mehreren Minuten auf Körpertemperatur und wird dadurch die Wasserrechnung in die Höhe getrieben, so kann die Miete gemindert werden. Spätestens nach 15 Sekunden muss eine Temperatur von 40 Grad erreicht sein. Im entschiedenen Fall betrug die Minderung fünf Prozent. (BLZ)

Quelle: LG Berlin, 64 S 108/01


Haushalte nutzen mehr warmes als kaltes Wasser
Wofür Wasser verbraucht wird


In deutschen Haushalten wird mehr warmes als kaltes Wasser genutzt. Die größte Menge verbraucht man beim Duschen und Baden. Hierfür werden nach Auskunft des Initiativkreises Erdgas & Umwelt pro Kopf täglich 46 Liter benötigt. Wer Energie sparen möchte, sollte daher beim Warmwasser ansetzen.

Beim Wäschewaschen fließen pro Haushaltsmitglied täglich etwa 16 Liter Warmwasser in die Kanalisation, beim Spülen ungefähr acht Liter. Die Spülmaschine läßt sich problemlos an die Warmwasserleitung anschließen. Das ist auch bei Waschmaschinen möglich, die mit einem getrennten Warm- und Kaltwasseranschluss ausgestattet sind. Das warme Wasser liefert dann ein zentraler Warmwasserspeicher, der mehrere Zapfstellen im Haus versorgt.

Wird der Inhalt des Speichers von einer Gas-Brennwertheizung erwärmt, so läßt sich vergleichsweise viel Energie einsparen. Dies hat der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt, indem er diesem Heizsystem sehr günstige Kennwerte zuschreibt.

Für das Trinken und Kochen werden pro Kopf täglich fünf Liter Wasser gebraucht. Hier lässt sich einfach Energie sparen, wenn man das warme Wasser aus der Leitung zapft, anstatt es auf dem Herd oder im Wasserkocher komplett aufzuheizen. Putzen, Autopflege und Gartenarbeit beanspruchen acht Liter, die WC-Spülung täglich circa 35 Liter pro Person.


Kostenlose Broschüren zum Thema "Energiesparen beim Heizen" kann man
beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt im
Internet unter www.ieu.de bestellen oder telefonisch unter 0 18 02/34 34 52
(6 Cent/Gespräch) anfordern. IEU

Bonn und Essen, Januar 2003
Herausgeber: Initiativkreis Erdgas & Umwelt www.ieu.de

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Leitungs-Check sorgt für Sicherheit
Gefahr durch Blei im Trinkwasser

Erhöhte Mengen von Blei im Trinkwasser gefährden die Gesundheit. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Trinkwasserverordnung verschärft. Ab Januar 2003 darf die Bleikonzentration den Grenzwert von 0,04 Milligramm pro Liter Wasser nicht überschreiten. Ende des Jahres 2003 und Anfang 2004 erfolgen weitere Verschärfungen.

Laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) können Leitungen in Gebäuden betroffen sein, die vor 1973 erbaut wurden. Franz-Josef Heinrichs, stellvertretender Geschäftsführer Technik beim ZVSHK, weist darauf hin, dass nicht in allen Häusern, die älter als 30 Jahre sind, Bleileitungen zu finden sind. Seit 1900 wurden häufig verzinkte Stahlrohre eingesetzt und seit 1955 auch Kupferleitungen. Nach 1955 installierte man immer weniger Bleirohre.

Um Gesundheitsgefährdungen auszuschließen, sollten Hauseigentümer und Mieter in älteren Gebäuden prüfen, ob Bleileitungen im Haus vorhanden sind. Um hier sicher zu gehen, kann ein Innungsfachbetrieb des Sanitär- und Heizungshandwerks zu Rate gezogen werden. Stellt dieser fest, dass Bleirohre installiert sind, ist es ratsam, eine Wasserprobe von einem Labor oder einer Prüfstelle untersuchen zu lassen.

Weitere Informationen gibt es bei der Haustechnik-Hotline des ZVSHK unter der Telefon-Nr. 0 18 05 /00 43 99 (12 Cent pro Gespräch) sowie unter www.wasserwaermeluft.de im Internet. Dort findet man auch Adressen von Fachbetrieben. Das kostenlose Faltblatt „Blei und Trinkwasser" erhält man beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Postfach 14 02 70, 53107 Bonn, Fax-Nr. 0 18 88/5 29 42 62.

Sankt Augustin, 08.01.2003 


Trinkwasser-Check sorgt für Sicherheit
Wie sich Verbraucher vor Legionellen schützen können

Legionellen sind Bakterien, die natürlicher Bestandteil des Süßwassers sind. Treten sie in erhöhter Konzentration auf, können sie zu der gefährlichen Legionärskrankheit führen, an der in Deutschland jährlich etwa 1.000 Menschen sterben. Besonders gefährdet sind Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Infizieren kann man sich durch Einatmen von Dämpfen, so genannten Aerosolen, die beispielsweise beim Duschen entstehen. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) informiert, dass sich Legionellen nur dann stark vermehren und gefährlich werden können, wenn die Temperatur des Warmwassers im Trinkwassersystem 50 Grad unterschreitet.

Franz-Josef Heinrichs vom ZVSHK weist darauf hin, dass bei sachgemäßer Einstellung der Warmwasser- temperatur am zentralen Trinkwasserspeicher oder an der Heizungsanlage Legionellen keine Gefahr darstellen. Falsches Sparen durch Absenken der Temperatur im Warmwasserspeicher ist die häufigste Ursache für die Vermehrung von Legionellen. Verbraucher können sich schützen, indem sie die Trinkwassertemperatur am eigenen Gerät auf 60 Grad einstellen, empfiehlt der ZVSHK. Zudem bieten die Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks Trinkwasser-Checks an, bei denen zum Beispiel auch geprüft wird, ob die Trinkwassertemperatur in den Rohrleitungen unter 50 Grad abfällt. Adressen von Handwerkern gibt es bei der Haustechnik-Hotline des ZVSHK unter der Telefon-Nr. 0 18 05 /00 43 99 (12 Cent/Gespräch) sowie unter www.wasserwaermeluft.de im Internet.

Sankt Augustin, 06.08.2003
Herausgeber: Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Sankt Augustin


Wasser- und Abwasser-Aufbereitung
(für Labore, Institute, Krankenhäuser, Industrie)

es gibt Anlagen für folgende Verfahren:

  • thermische Abwasserdesinfektion
  • Inaktivierung
  • Auffangen und Abklingen
  • Neutralisation
  • Fällung, Flockung
  • Membrananlagen
  • Ionenaustauscher-Vollentsalzungen
  • Umkehr-Osmose, Elektroentionisierung
  • Nassmüllentsorgung, Küchenwasseraufbereitung

Infos: www.dtsgmbh.de (dead link, 29.01.2005)


Wassernutzung in Deutschland, 2001

verfügbare Ressourcen 182,0 Mrd. m3  
ungenutzt 144,0 Mrd. m3 79,1 %
Wärmekraftwerke öff. Versorgung   24,8 Mrd. m3 13,6 %
Bergbau, verarbeitendes. Gewerbe     7,8 Mrd. m3   4,3 %
öffentliche Wasserversorgung     5,4 Mrd. m3   3,0 %

Trinkwasserverbrauch
Haushalte und Kleingewerbe 1990-2000


Grafik: BGW


Haushaltswasserverbrauch - Prognosen und Statistik

Grafik: BGW


Wasserpreise

Stadt Preis je cbm 2005 Kosten je Haushalt p.a.
Berlin 4,89 488,79
Wiesbaden 4,79 479,08
Hamburg 4,12 411,77
Stuttgart 3,83 382,81
Frankfurt a.M. 3,79 378,50
Dortmund 3,43 342,76
Köln 3,11 311,35
München 2,89 289,49


NUS-Wasserpreisvergleich irreführend
BGW: Weder Qualität des Trinkwassers noch Versorgungssicherheit
werden berücksichtigt

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) hält den jüngsten internationalen Wasserpreisvergleich der NUS Consulting Group für irreführend. „Der NUS-Wasserpreisvergleich lässt keine objektive Beurteilung über die tatsächliche Situation der deutschen und internationalen Wasserwirtschaft zu.“, so BGWVizepräsident Peter Rebohle. Es sei abwegig, anhand eines reinen Preisvergleichs und ohne Beachtung der Trinkwasserqualität und jeweiligen Rahmenbedingungen europäische sowie internationale Wassermärkte miteinander zu vergleichen.

„Zwar mag das Wasser in anderen Ländern auf den ersten Blick vielleicht billiger sein. Dort aber herrschen im Vergleich mit Deutschland gravierende Defizite bei der Trinkwasserqualität, Versorgungssicherheit und angemessenen Kostendeckung der erbrachten Dienstleistung“, erläutert Rebohle. Deutschland habe europaweit einen der niedrigsten Wasserverbräuche, ein Indiz für die hohe Qualität der Leitungsnetze. „In Deutschland steht unseren Kunden rund um die Uhr Trinkwasser in bester Qualität zur Verfügung – auch in extremen Hitzeperioden“, so Rebohle. Unter Beachtung des niedrigen Verbrauchs der Kunden lägen die absoluten Wasserpreise unter dem europäischen Durchschnitt.

Im Gegensatz zu zahlreichen EU-Mitgliedstaaten werden die deutschen Wasserpreise nach dem Vollkostendeckungsprinzip ermittelt. „Das heißt, dass sich die Aufwendungen der deutschen Wasserversorger für die qualitativ hochwertige, nachhaltige und sichere Wasserversorgung im Wasserpreis abbilden. Die Fixkosten für Wassergewinnung, Überwachung, Rohrnetzpflege und -erneuerung, Aufbereitung und Refinanzierung sind dabei weitgehend unabhängig von der gebrauchten Menge. Für Versorgungssicherheit und -qualität investieren die deutschen Wasserversorger jährlich über 2 Milliarden Euro in die Sanierung oder Erneuerung von Versorgungsanlagen und Rohrnetzen.“

Das Kostendeckungsprinzip ist nicht zwingend in Europa vorgeschrieben, so dass in anderen EU-Staaten der Wasserpreis pro Kubikmeter billiger sein kann, der Kunde jedoch über die allgemeinen Steuern oder Subventionen, die die Wasserunternehmen erhalten, indirekt zusätzlich zur Kasse gebeten wird. „Auch diesen Aspekt vernachlässigt die aktuelle NUS-Publikation“, stellt Rebohle klar.

Pressegrafiken zum Thema Wasserpreise stehen auf der BGW-Internetseite unter
www.bgw.de/presse zum Download bereit.

PresseInformation BGW, Berlin, den 24. August 2005

Kommentar DIMaGB:
in Berlin z.B. bedeutet das aber auch, dass teure Ausflüge des Versorgers in untypische Geschäftsfelder  den Endverbraucher teuer zu stehen kommen. Dazu gehören Immobiliengeschäfte, aber auch die millionenschwere Crashlandung im Internetbereich (BerliKomm, inzwischen von Versatel billig abgestaubt).


Berliner Trinkwasser

BWB, Berliner Wasser Betriebe, heißt der Versorger
Gesellschafter sind: Land Berlin, RWE, Veolia
18.269 km Rohre und Kanäle sind verlegt
2004 ging der Wasserverkauf um 28 Mio. m3 auf 201 Mio. m3 zurück
1996 betrug der Ø Tagesverbrauch 128 Liter
Preis dafür: 17,00 € im Monat für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser
2005 wird der Ø Tagesverbrauch nur 116 Liter betragen
Preis dafür: 18,70 € im Monat für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser
somit ergibt sich eine reale Verteuerung in 10 Jahren von ca. 10%
es kommt bereits zu Vernässungsschäden durch aufsteigendes Grundwasser
zukünftig soll ein System aus Grund- und Mengenpreis eingeführt werden

Quelle: Jörg Simon, BWB, im Interview für Redaktion Wohnen

117 l beträgt der Ø Pro-Kopf-Verbrauch (Ost: 110 l/d, West: 130 l/d)
in der Summe sind es 580.000 m3 (max. sind es 800.000 m3)
die Kapazität liegt bei 1,15 Mio. m3
im Osten der Stadt ist der verbrauch niedriger, weil die TGA moderner ist
9 Wasserwerke fördern das Wasser aus 30 bis 170 m Tiefe
das Rohrnetz beträgt über 7.830 km
Qualität: Platz 16 bei einer Untersuchung in 2003

Quelle: Berliner Zeitung, 16.07.2005


Nitratbelastung der Gewässer senken
Düngeverordnungsentwurf unzureichend

Der gegenwärtig im Bundesverbraucherschutzministerium diskutierte Entwurf einer Düngeverordnung wird einer boden- und gewässerschonenden Landbewirtschaftung nicht gerecht, teilt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit. Die diffuse Belastung mit Nährstoffen wie Nitrat sei weiterhin Hauptbestandteil der Gewässerbelastung. Insbesondere die nach der geplanten Verordnung zulässigen Stickstoffmengen, die auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden können, sowie die zulässigen Nährstoffüberschüsse seien deutlich zu hoch und würden die Wasserqualität gefährden.

„Der vorgelegte Entwurf wird nicht dem ursprünglichen Ziel der Bundesregierung gerecht, den Stickstoffüberschuss in der Fläche auf unter 80 kg Stickstoff pro Hektar zu senken“, so BGW-Vizepräsident Dr. Peter Rebohle. Mit der neuen Düngeverordnung solle die EUNitratrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. „Deutschland wurde bereits wegen Nichtumsetzung dieser Richtlinie verklagt. Ob der aktuelle Entwurf der Düngeverordnung hier Abhilfe schaffen wird, ist mehr als unsicher“, so Rebohle weiter.

„Eine neue Düngeverordnung muss klare und verbindliche Maßnahmen vorgeben, um mögliche Nitrateinträge in Gewässer zu reduzieren, die auch für die Gewinnung von Trinkwasser verwendet werden“, so der BGW-Vizepräsident. Verschmutztes Wasser führe zu einem erhöhten Aufbereitungsaufwand in den Wasserwerken und damit zu Kostenbelastungen für den Kunden. „Nur wenn jetzt gehandelt wird, können die Gewässerqualität verbessert und letztendlich die Vorgabe der EU-Wasserrahmenrichtlinie, bis zum Jahre 2015 einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen, erfüllt werden“, betont Rebohle.

Presseinfo BGW, 11.08.2005

Kommentar DIMaGB: wovor schützt das Verbraucherschutzministerium die Verbraucher?

 


Gas-Kaminöfen bei wechselhaften Temperaturen vorteilhaft
Wärme per Knopfdruck und Fernbedienung

In den Übergangszeiten, wenn die Tage mal kälter, mal wärmer sind, lohnt es sich laut Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) oft nicht, die Zentralheizung anzuwerfen. Kurzfristige Wärme ist erforderlich. Im Innenbereich bieten sich dafür Gas-Kaminöfen an. Sie heizen auf Knopfdruck und auf Wunsch sogar per Fernbedienung. Der BGW informiert, was bei der Planung zu beachten ist und welche Ausstattungen es gibt.
Bei einem Gas-Kaminofen ist wie bei einem Gasherd eine Gasleitung erforderlich, an die das Heizgerät angeschlossen wird. Dies ist besonders einfach, wenn von vornherein Gas-Steckdosen installiert sind. Zusätzlich ist ein Anschluss an den Schornstein vorzusehen. Ob der bestehende Kaminschacht genutzt werden kann, weiß der Schornsteinfeger.

Optisch unterscheidet sich ein Gas-Kaminofen kaum von einem holzbefeuerten Gerät. In der Hauptsache weisen die beiden Typen verschiedene Heizeinsätze auf. Entsprechend gibt es ein großes Geräteangebot für jeden Geschmack.

Was den Komfort anbelangt, so bieten die Hersteller mittlerweile sogar Gas-Kaminöfen mit Fernbedienung an. Dadurch lässt sich der Ofen mitsamt realistischem Flammenspiel direkt vom Sofa an- und ausschalten, Brennstoffbevorratung und Ascheentsorgung sind nicht erforderlich.

Informationen und Adressen von Herstellern, die Gas-Kaminöfen im Programm haben, gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 01802 343452 (6 Cent/Gespräch).





Mit einem Gas-Kaminofen steht die Wärme auf Knopfdruck und auf Wunsch per Fernbedienung zur Verfügung. Das ist besonders in den Übergangszeiten vor und nach der Heizsaison von Vorteil. Bild: BGW/Oranier

BGW,  Berlin, 01.10.2005

Querverweis: eine Alternative ist das Kachelofenniedrigenergiehaus: KoNe-Haus


Patentierte Lösung nutzt gespeicherte Abwärme/Kälte
Eisspeicher minimiert Energiekosten zum Heizen und Kühlen

Eine innovative Lösung zur Klimatisierung von Gebäuden hat die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. jetzt vorgestellt. Sie basiert auf Kombination einer Absorptions-wärmepumpe mit einem Eisspeicher, dem im Winter Wärme zu Heizzwecken und im Sommer Kälte zu Kühlzwecken entzogen wird. Da in diesem Eisspeicher der Energiestrom aus der jeweils nicht benötigten Seite der Absorptionswärmepumpe akkumuliert, also nicht ungenutzt an die Umgebung abgegeben, wird, kommt das System mit einem Minimum an zusätzlicher Energie aus.

Absorptionswärmepumpen kommen in der Klimatechnik schon seit längerem zum Einsatz. Wie im Kompres-sionskälteprozess wird auch im Absorptionskälteprozess die Kälte dadurch erzeugt, dass das Kältemittel bei einem niedrigen Druck verdampft. Die für die Verdampfung des Kältemittels erforderliche Wärme wird dem zu kühlenden Medium, beispielsweise der Raumluft, entzogen, wodurch der Kühleffekt entsteht. Der Unterschied zu Kompressionskälteanlagen besteht darin, dass die Absorptionswärmepumpen nicht durch einen Motor mit mechanischer Energie, sondern durch chemische Energie in Form von Wärme – am effizientesten durch einen mit Erdgas betriebenen Brenner – angetrieben werden. Dadurch arbeiten sie nicht nur nahezu verschleißfrei, wartungs- und geräuscharm, sondern nutzen die eingesetzte Energie auch wesentlich rationeller als elektrisch betriebene Anlagen. Ein weiterer Vorteil ist ihr hervorragendes Teillastverhalten.

Eine der wesentlichen Aufgaben von Klimaanlagen besteht darin, den zu kühlenden Räumen Wärme zu entziehen. Die patentierte Lösung der Firma isocal HeizKühlsysteme GmbH speichert nun diese Abwärme so, dass sie im Winter wieder für Heizzwecke genutzt werden kann, in dem sie eine Absorptionswärmepumpe mit einem Eisspeicher kombiniert. Dahinter verbirgt sich ein im Erdreich verborgener, mit Wasser gefüllter Behälter, dessen Größe von der Menge der aufzunehmendem Energiemenge abhängig ist. Im Winter wird diesem Eisspeicher über einen Wärmetauscher die im zunächst flüssigen Wasser enthaltene Wärme für die Gebäudeheizung entzogen, wodurch das Wasser gefriert. Bei dieser Wärme handelt es sich um jene Energie, die den zu kühlenden Räumen während des vergangenen Sommers entzogen wurde. Wechselt das System nun vom Heiz- in den Kühlbetrieb, wird dem Eis die Kälte wieder entzogen und gleichzeitig die den zu kühlenden Räumen entzogene Wärme zugeführt. Dadurch erwärmt sich das zunächst gefrorene Wasser im Laufe der Zeit immer mehr, bis zu Beginn der neuen Heizsaison der Kreislauf von neuem beginnt.

Da der Eisspeicher so angelegt ist, dass die Wassertemperatur im Jahresverlauf nur zwischen 0 und 10 °C schwankt, soll das System fast ohne Wärmeverluste arbeiten. Nach Angaben von isocal liegen weitere Vorteile in der Bereitstellung von Kälte im Sommer mit geringsten energetischen Aufwand und Kosten, einem auf rund ein Prozent gesenkten Energie- beziehungsweise Strombedarf für die Kühlung, einem drastisch reduzierten Kohlendioxid-Ausstoß sowie deutlich geringeren Investitions- und Betriebskosten. Durch den breiten Einsatz solcher Anlagen könnte dank des Primärenergieträgers Erdgas darüber hinaus der Anstieg der benötigten Stromkapazitäten gestoppt werden, wie er ansonsten zur Deckung des wachsenden Klimatisierungsbedarfs allein durch konventionelle Systeme zu erwarten wäre. Realisiert wurde eine solche Anlage bereits bei der isocal HeizKühlsysteme GmbH selbst für ein Gebäude mit einem Wärmebedarf von 40 kW (Jahresbedarf 72.000 kWh) und einer Kühllast von 17,5 kW (Jahresbedarf 8.750 kWh). Der Eisspeicher beinhaltet 150.000 Liter Wasser und kann mit einer Temperaturspanne von + 8 °C bis 0 °C somit 15.300 kWh Wärme speichern. Zusammen mit 16.200 kWh Wärme aus Erdkollektoren ergibt sich bei einer jährlichen Heizdauer von 1.800 Stunden eine Entzugsleistung von 17,5 kW. Die restlichen 22,5 kW (entsprechend 40.500 kWh) leistet der Gasbrenner
der Absorptionswärmepumpe, die damit zusammen 40 kW beziehungsweise 72.000 kWh Wärmeleistung erbringt. Da während des Kühlbetriebs dem Eisspeicher im Sommer aus dem Gebäude nur 8.750 kWh Wärme zugeführt werden, fehlen noch 6.550 kWh zum Erreichen des energetischen Gleichgewichts. Diese Wärmemenge
kann beispielsweise über das Kühlen weiterer Gebäudeteile oder Sonnenkollektoren bereitgestellt werden. Der Strombedarf des Systems beträgt nur 0,5 kW.

Laut isocal erreicht die hier beschriebene Kombination aus Gas-Absorptionswärmepumpe und Eisspeicher aufgrund der gleichzeitigen Nutzung von Wärme und Kälte eine Gesamtenergieeffizienz von 200 Prozent – bezogen auf die eingesetzte Primärenergie. Bei getrennter Betrachtung von Sommer und Winter ergäbe dies im Winter beim Heizbetrieb eine Effizienz von rund 160 Prozent, während im Sommer die im Eisspeicher vorhandene Kälte nahezu ohne weiteren Energieeinsatz zum Kühlen genutzt werden könne.

Die Kosten für die Errichtung einer Anlage mit 40 kW Heiz- und 20 kW Kälteleistung betragen nach Angaben von isocal zwischen 20.000 und 30.000 Euro in Abhängigkeit davon, ob das ausgehobene Erdreich für den Eisspeicher auf dem Gelände verbleiben kann oder abgefahren werden muss. Damit erkaufe man sich für den ungefähren Preis einer Erdsonde den Vorteil einer preiswerten bis kostenlosen Kälteversorgung im Sommer.

ASUE, 08.09.2005


Wie viel Liter verbraucht werden
Wo bleibt das warme Wasser?

Der Verbrauch von warmem Wasser hängt wesentlich von den Waschgewohnheiten ab. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt fasst zusammen, welche Mengen Warmwasser anfallen und wie jeder dabei Energie sparen kann.

Die Badewanne ist mit durchschnittlich 160 Litern der Spitzenreiter im Haus. Etwa 6,5 Kilowattstunden Energie sind zur Erwärmung des Wassers notwendig. Betrachtet man die Energiekosten, so ist eine Kilowattstunde Strom deutlich teurer als eine Kilowattstunde Erdgas. Laut Aussage des Initiativkreises Erdgas & Umwelt können Hauseigentümer ohne Komfortverzicht Energie einsparen, wenn sie das richtige Heizsystem einsetzen, beispielsweise eine Gas-Brennwertheizung mit angeschlossenem Warmwasserspeicher.

Beim Duschen fallen je nach Dauer zwischen 40 und 75 Liter Warmwasser an, beim Waschen am Waschtisch nur 17 Liter. An einem Handwaschbecken im Gäste-WC werden durchschnittlich neun Liter verbraucht, bei der Reinigung von Geschirr in der Küchenspüle fließen 30 Liter.

Wie Verbraucher Energie beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung einsparen können, darüber informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/ 34 34 52 (6 Cent/Gespräch). Informationen gibt es auch im Internet unter www.ieu.de.

Berlin und Essen, 23.08.2005



Wer mit der richtigen Heiztechnik warmes Wasser erzeugt, spart Energiekosten ein.
Bild: IEU


Holzpelletkessel
Nicht auf dem Holzweg

Angesichts steigender Rohoelpreise wird Heizen mit Gas oder Oel immer teurer. Eine vom Oelpreis unabhaengige Alternative bieten seit einigen Jahren Holzpellets. Das sind kleine, zylinderfoermige Holzstuecke, die meist regional aus Saegespaenen und Holzresten gepresst werden. Das Plus dieser Heiztechnik: Der Brennstoff waechst immer wieder nach. Ihr Manko: Die noetigen Heizkessel sind teuer und heizen noch nicht effizient genug. STIFTUNG WARENTEST online zeigt die besten Modelle.

Die vollstaendige Meldung finden Sie unter:
http://www.test.de/online/umwelt_energie/1276882.html

Aussender: Stiftung warentest, 19.08.2005



BHKW-Kenndaten 2005:
Topaktuelle Übersicht zu BHKW-Anlagen

Kaiserslautern/Frankfurt am Main, Juli 2005 – Die von der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. herausgegebene und vom Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main erstellte Broschüre „BHKW-Kenndaten“ wurde in diesem Jahr aktualisiert. Entstanden ist aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit wieder eine topaktuelle Übersicht des BHKW-Angebotes: In der neuen Broschüre wird potenziellen Investoren, Planern und Betreibern von Blockheizkraftwerken ein umfassender Überblick über die derzeit erhältlichen Module, deren Preise und Unterhaltskosten sowie die zugehörigen Anbieter gegeben.

Die Publikation gliedert sich gemäß der verwendbaren Brennstoffe in die Bereiche Erdgas, Biogas, Klärgas, Heizöl und Rapsöl und berücksichtigt Anlagen mit einer elektrischen Leistung im Bereich von 3 bis 6.800 kW. In der umfassenden Richtpreisübersicht finden sich neben den Kostenfunktionen für die Motormodule auch die Preiskonditionen für Vollwartungsverträge, die Generalüberholung sowie für zusätzliche Brennwertnutzung. In der Angebotsübersicht werden die mehr als 270 einzelnen Module, geordnet nach der elektrischen Leistung, einschließlich aller relevanten Leistungsdaten wie Wirkungsgrade und Angaben zur Schadstoffminderung, aufgelistet. Darüber hinaus sind auch die Abgaswerte, die Geräuschpegel sowie die jeweiligen Abmessungen angegeben. Abgerundet wird die Unterlage durch ein Anschriftenverzeichnis der Anbieter, mit deren Hilfe das Datenmaterial zusammengestellt wurde.

Die Broschüre „BHKW-Kenndaten 2005“ (DIN A 4, 48 Seiten) kann beim Verlag Rationeller Erdgaseinsatz, Postfach 25 47, 67613 Kaiserslautern, Tel. (06 31) 360 90 70, Fax: (06 31) 360 90 71, E-Mail: info@asue.de, zum Preis von 2,50 Euro (zzgl. Verpackung, Versandkosten und Mehrwertsteuer) bezogen werden.  Bei der Bestellung von ASUE-Broschüren bitten wir um Beachtung des Mindestbestellwertes von zehn Euro. Einzelexemplare der Broschüre werden kostenlos abgegeben.

ASUE, 11.07.2005


Für jedes Gebäude gibt es ein passendes Öltanksystem
Wärmevorrat ohne Platzproblem

Die Wärmebevorratung im eigenen Tank bietet Ölheizungsbetreibern eine Menge Vorteile, insbesondere die freie Wahl des Lieferanten und die Möglichkeit zum Einkauf, wenn der Heizölpreis günstig ist. Für jeden Gebäudetyp, ob Neu-oder Altbau, gibt es ein passendes platzsparendes Tanksystem. Alle Tanks bis zu 5000 Litern benötigen keinen eigenen Aufstellraum, sondern dürfen im selben Raum wie der Heizkessel stehen. Zudem können Tankanlagen dem geringen Verbrauch heutiger Ölheizgeräte angepasst werden und viel kleiner ausfallen.

Unter Platzsparaspekten ist ein Erdtank die ideale Lösung – und gerade beim Neubau relativ kostengünstig zu realisieren, da er im Zuge der ohnehin anfallenden Erdarbeiten installiert werden kann. Bei Verwendung eines Erdtanks wird im Haus für einen bodenstehenden Ölheizkessel nur ein Quadratmeter Stellfläche beansprucht, für ein wandhängendes Öl-Brennwertgerät noch weniger. Doppelwandige Erdtanks aus Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), die permanent über ein Leckwarnsystem überwacht werden, sind genauso sicher wie ein U-Boot. Mit eigens dafür entwickelten Konstruktions- und Verankerungssystemen können sie auch bei hohem Grundwasserpegel und in hochwassergefährdeten Gebieten eingesetzt werden.

Standortgefertigte Tanks aus GFK oder aus Stahl mit einer Innenhülle ermöglichen eine optimale Raumausnutzung, weil sie den örtlichen Gegebenheiten individuell angepasst werden können. Sie lassen sich beispielsweise unter Treppen oder in sonst kaum nutzbaren Nischen installieren.

Moderne Batterietanks bieten ebenfalls hohe Flexibilität. Diese Tank-in-Tank-Systeme aus Kunststoff mit integrierter Auffangwanne aus Kunststoff oder mit einer Stahlblechummantelung können auch nachträglich durch Tür-oder Fensteröffnungen ins Gebäude gebracht werden. Mehrere Einzelbehälter lassen sich ganz nach Bedarf zu einer größeren Lagereinheit verbinden. Für sämtliche doppelwandigen Lagerbehälter ist ebenso wie für GFK-Batterietanks kein gemauerter Auffangraum erforderlich.

Alle modernen Tanksysteme eignen sich nicht nur für einen Neubau, sondern auch bei einer Sanierungsmaßnahme im Zuge einer Heizungserneuerung. Wird die verkleinerte oder neue Tankanlage im selben Raum wie der Heizkessel untergebracht, kann der bisherige Lagerraum künftig für andere Zwecke genutzt werden.

Heizöltanks sind über Jahrzehnte hinweg wartungsarm. Deshalb wird ihnen manchmal zu selten Aufmerksamkeit geschenkt. Um ganz sicher zu sein, dass sich bei älteren Lagerbehältern im Laufe der Jahre keine kleineren Mängel eingeschlichen haben, empfiehlt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), diese bei Gelegenheit einmal vom Fachhandwerker checken zu lassen, etwa im Zuge der nächsten Kesselwartung. Regionale Ölheizungsfachleute finden sich unter www.oelheizung.info.

Quelle: IWO Pressedienst, Nr. 144, Juni 2005




Das Heimkraftwerk
Die stromerzeugende Heizung – schon bald in deutschen Kellern?

„In vielen deutschen Heizungskellern könnte es in einigen Jahren ganz anders aussehen: Kleine KWK-Anlagen in der Größe von Waschmaschinen oder Wandschränken könnten einen wichtigen Schritt hin zur dezentralen Stromerzeugung darstellen,“ war auf der Messe ISH 2005 zu vernehmen. So wurde die stromerzeugende Heizung für Wohnhäuser und kleine Gewerbebetriebe in den Blickpunkt des Messepublikums gerückt.

Es kommt immer mehr Bewegung in das Thema: Dieser Trend ist nicht nur in der Fachpresse oder bei Fachtagungen ablesbar, sondern bestätigte sich auch in Frankfurt. Wer sich einen Überblicküber die Entwicklungsfortschritte und das technische Potenzial der Mikro-KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) verschaffen wollte, war auf der ISH richtig. Die Messe zeigte das gesamte Spektrum: Entwicklungsstudien ebenso wie Geräte, die kurz vor der Markteinführung stehen oder bereits am Markt verfügbar sind (Tabelle). Als Antrieb dienen Dampf-Kraft-Maschinen, Stirling-Motoren oder Gasmotoren, als Antriebsenergie in der Regel Erdgas. Die Präsentation auf diversen Ständen

in Frankfurt machte auch deutlich, warum die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme selbst im Ein- und Zweifamilienhaus zunehmend interessant wird. Der hohe Wirkungsgrad der Mikro-KWK-Anlagen ermöglicht erhebliche Einsparungen an Energie und klimaschädlichen CO2-Emissionen – vor allem durch die Verwendung von umweltschonendem Erdgas. Für günstige Rahmenbedingungen sorgen der wachsende Bedarf an energetischer Modernisierung (Stichwort Gebäudeenergiepass), der vielen Hausbesitzern den Wechsel zu einer neuen Heizungstechnologie erleichtert, ebenso wie steigende Energiepreise oder Einspeisevergütungen für „hausgemachten“ KWK-Strom.

Gefördert wurde das Interesse der Messebesucher nicht zuletzt durch die Tatsache, dass sich die stromerzeugende Heizung zum attraktiven Geschäftsfeld für das SHK-Fachhandwerk entwickeln kann. Man darf also sicher sein: Auch nach der ISH 2005 wird die Mikro-KWK ein aktuelles Thema bleiben – nicht nur für die ASUE-„Transferstelle neue Produkte“, sondern ebenso für die Heizungsbranche und die Gaswirtschaft.

Quelle: ASUE, 03.06.2005





Warmwasserbereitung bedarfsgerecht planen
Warmes Wasser mit Komfort

Die Anforderungen an das warme Brauchwasser im Haushalt sind schnell auf den Punkt gebracht: Überall im Haus soll es verfügbar sein, immer in der gewünschten Temperatur und der benötigten Menge. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt stellt Systeme für Haus und Etagenwohnung vor, die diesen Komfort bieten – und dabei höchst wirtschaftlich arbeiten.

Beim Neubau eines Ein- oder Zweifamilienhauses ist die zentrale Bereitung des warmen Brauchwassers klarer Favorit. Dabei werden alle Zapfstellen im Haus vom zentralen Speicher bedient. Wichtig ist die angemessene Größe dieses Speichers: Er muss genug Volumen haben, um den optimalen Komfort zu gewährleisten. Andererseits wird bei zu großen Speichern unnötig viel Energie für die Vorratshaltung verbraucht.

Das Speicherwasser sollte möglichst bedarfsgerecht erwärmt werden. Gas-Brennwertheizungen mit einem großen Modulationsbereich sind hier eine besonders wirtschaftliche Lösung für alle anfallenden Aufgaben: Sie haben genug Wärmeleistung, um problemlos das warme Wasser fürs Wannenbad im Winter bereit zu stellen und gleichzeitig die Raumheizung zu versorgen. Im Sommer, wenn keine Raumheizung erforderlich ist, sorgt das Brennwertgerät für wirtschaftliches Warmwasser. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt weist darauf hin, dass die Gas-Brennwertheizung bei einem zentralen System hervorragend von einer Solarwärmeanlage unterstützt werden kann.

Auch bei der Heizungsmodernisierung sprechen Komfortgewinn und Energieeinsparung für die Einrichtung einer zentralen Warmwasserbereitung – auch wenn zuvor ein dezentrales System installiert war.

In kleineren Etagenwohnungen ist ein indirekt beheizter Speicher oft überdimensioniert. Hier sind häufig Gas-Kombiwasserheizer eine maßgeschneiderte, kostengünstige und platzsparende Lösung. Diese Geräte liefern wahlweise Wärme für Raumheizung oder warmes Wasser.

In der Broschüre „Heizen mit Erdgas“ stellt der Initiativkreis Erdgas & Umwelt anschaulich und allgemeinverständlich alle Möglichkeiten der energiesparenden Warmwasserbereitung mit Erdgas vor. Sie ist kostenlos erhältlich, per E-Mail unter info@ieu.de oder bei der Info-Line 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch).

Berlin und Essen, 15.06.2005
Aussender: IEU



Heizen und Kühlen mit Gaswärmepumpen immer beliebter
Umweltschonende Klimatisierungslösung

Gasklimageräte auf Basis von gasmotorischen Wärmepumpen finden in Deutschland eine immer größere Verbreitung. Nach Angaben der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. waren im April 2005 inzwischen 51 derartige Anlagen in Deutschland in Betrieb. Die damit installierte Kälteleistung summiert sich auf rund 1,5 MW, die Wärmeleistung auf etwa 2 MW.

In Deutschland sind derzeit Gasmotorwärmepumpen von drei Herstellern auf dem Markt mit einer Kühlleistung gestaffelt von 8 - 56 kW und einer Heizleistung von 11 - 67 kW erhältlich. Nachgefragt sind vor allem Anlagen, die nach dem Direktverdampfungsprinzip arbeiten; sie machen zwei Drittel aller Gasklimageräte in Deutschland aus. Das restliche Drittel sind Systeme, die mit Wasser als Übertragungsmedium arbeiten. Hinsichtlich der auszurüstenden Gebäude sind Gasklimageräte technisch uneingeschränkt einsetzbar, unabhängig ob Neubau oder Bestand. Gut 80 Prozent der installierten Gasklimageräte wurden in bestehende Gebäude integriert, allerdings auf Basis einer neuen Leitungsinfrastruktur. Zukünftig wird erwartet, dass der Anteil der in Neubauten eingesetzten Gasklimageräte ansteigen wird, da die Technik sowohl bei Planern und Architekten als auch bei potenziellen Bauherren immer bekannter wird.

Und der Markt für Klimageräte ist auch in Deutschland groß: Laut Herstellerangaben wurden im Jahr 2003 rund 3.000 Direktverdampfungssysteme und etwa 50.000 Raumklimageräte verkauft. Bei ersteren können sowohl gasmotorische Systeme wie auch strombetriebene Anlagen eingesetzt werden. Beim Austausch von Bestandanlagen ist der Einsatz gasbetriebener Geräte ebenso möglich, denn hierbei können in der Regel die Leitungsinfrastruktur und die Innengeräte ohne irgendwelche Umbauten weiter genutzt werden, lediglich die Außeneinheit wird ausgetauscht. Im Bereich der Raumklimasysteme, die üblicherweise mit konventioneller Heiztechnik gekoppelt sind, muss im Einzelfall geprüft werden, ob im Falle des Ersatzes der Einbau einer Gasmotorwärmepumpe – unter Umständen in Verbindung mit einer Hydraulikstation – eine wirtschaftliche Alternative darstellt.

Der Hauptvorteil von Gasklimageräten liegt darin, dass sie sehr effizient Heizen als auch Kühlen können. Im Vergleich zur bisher in Deutschland üblichen technischen Gebäudeausrüstung, in deren Rahmen in der Regel zwei getrennte Systeme fürs Heizen und Kühlen zuständig sind, muss dabei nur ein einziges System installiert werden. Außerdem ist dafür dann auch nur noch eine gebäudeweite Leitungsinfrastruktur erforderlich. Aufgrund der Kopplung dieser zwei Funktionen in einem einzigen System verringern sich die Investitionskosten erheblich. In vielen Fällen ist nicht einmal ein zusätzlicher Heizkessel notwendig. Dann muss allerdings die vom Gasklimagerät bereitgestellte Heiz- und Kälteleistung dem Gebäudebedarf entsprechen, was immer dann zutrifft, wenn sich in einem Gebäude der Wärme- und der Kältebedarf in etwa die Waage halten. Gasklimageräte arbeiten nach dem Prinzip der Gasmotorwärmepumpe sehr effizient, da sie im Heizbetrieb neben der Motorabwärme auch Wärme der Umgebungsluft nutzen, was den Energieverbrauch senkt und den Nutzungsgrad beträchtlich erhöht. Und schließlich profitiert auch die Umwelt vom Konzept der Gasklimageräte. Denn zum einen entfallen beim Einsatz von Erdgas, das ja eine Primärenergie dargestellt, gegenüber einer elektrisch – also mittels einer Sekundärenergie – betriebenen Kompressionskälteanlage die Umwandlungsverluste von einer Energieart zu anderen. Zum anderen handelt es sich bei Erdgas aufgrund der verhältnismäßig geringen Emissionen um den saubersten aller fossilen Energieträger überhaupt.

Der Vergleich von elektromotorisch angetriebenen Klimageräten mit Kältemittelkreislauf mit gasmotorisch betriebenen fördert aber noch weitere vorteilhafte Eigenschaften von Gasklimageräten zutage. So fällt etwa deren Heizleistung auch bei Temperaturen im Frostbereich kaum ab, während Elektroklimageräte unterhalb von + 7 °C diesbezüglich deutlich nachlassen und beispielsweise bei - 15 °C nur noch rund die halbe Heizleistung erbringen. Dieser Effekt beruht darauf, dass Gasklimageräte die Motorabwärme nutzen und diese nicht von der Außentemperatur abhängig ist. Weiterhin spricht für Gasklimageräte, dass sie eine geringere Anlaufzeit im Heizbetrieb benötigen und der Heizbetrieb bei frostigen Außentemperaturen nicht für das Abtauen von Eisansätzen am Verdampfer des Außengerätes unterbrochen werden muss, was bei Elektroklimageräten der Fall sein kann. Außerdem überzeugen Gasklimageräte noch durch eine hohe Regelgenauigkeit, eine relativ geräuscharme Betriebsweise sowie eine hohe Zuverlässigkeit beziehungsweise lange Wartungsintervalle.

Eine weitere gute Nachricht fördert die Nachfrage nach Gasklimageräten: Denn bislang stand eine Regelung zur steuerlichen Einstufung des eingesetzten Erdgases nach dem Mineralölsteuergesetz noch aus. Hier konnte inzwischen eine zufrieden stellende Lösung mit dem Bundeswirtschaftsministerium gefunden werden. Die ASUE unterstützt die Verbreitung dieser Geräte und hält Informationsmaterial bereit. Die Broschüre „Heizen und Kühlen mit Gasklimageräten“ kann über die ASUE,
Tel.: (0631) 360 90 70, E-Mail info@asue.de, bezogen werden. Einzelexemplare werden kostenfrei abgegeben.

Aussender: ASUE, 03.06.2005


Das Heimkraftwerk
Die stromerzeugende Heizung – schon bald in deutschen Kellern?

„In vielen deutschen Heizungskellern könnte es in einigen Jahren ganz anders aussehen: Kleine KWK-Anlagen in der Größe von Waschmaschinen oder Wandschränken könnten einen wichtigen Schritt hin zur dezentralen Stromerzeugung darstellen,“ war auf der Messe ISH 2005 zu vernehmen. So wurde die stromerzeugende Heizung für Wohnhäuser und kleine Gewerbebetriebe in den Blickpunkt des Messepublikums gerückt.

Es kommt immer mehr Bewegung in das Thema: Dieser Trend ist nicht nur in der Fachpresse oder bei Fachtagungen ablesbar, sondern bestätigte sich auch in Frankfurt. Wer sich einen Überblicküber die Entwicklungsfortschritte und das technische Potenzial der Mikro-KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) verschaffen wollte, war auf der ISH richtig. Die Messe zeigte das gesamte Spektrum: Entwicklungsstudien ebenso wie Geräte, die kurz vor der Markteinführung stehen oder bereits am Markt verfügbar sind (Tabelle). Als Antrieb dienen Dampf-Kraft-Maschinen, Stirling-Motoren oder Gasmotoren, als Antriebsenergie in der Regel Erdgas. Die Präsentation auf diversen Ständen in Frankfurt machte auch deutlich, warum die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme selbst im Ein- und Zweifamilienhaus zunehmend interessant wird. Der hohe Wirkungsgrad der Mikro-KWK-Anlagen ermöglicht erhebliche Einsparungen an Energie und klimaschädlichen CO2-Emissionen – vor allem durch die Verwendung von umweltschonendem Erdgas. Für günstige Rahmenbedingungen sorgen der wachsende Bedarf an energetischer Modernisierung (Stichwort Gebäudeenergiepass), der vielen Hausbesitzern den Wechsel zu einer neuen Heizungstechnologie erleichtert, ebenso wie steigende Energiepreise oder Einspeisevergütungen für „hausgemachten“ KWK-Strom.

Gefördert wurde das Interesse der Messebesucher nicht zuletzt durch die Tatsache, dass sich die stromerzeugende Heizung zum attraktiven Geschäftsfeld für das SHK-Fachhandwerk entwickeln kann. Man darf also sicher sein: Auch nach der ISH 2005 wird die Mikro-KWK ein aktuelles Thema bleiben – nicht nur für die ASUE-„Transferstelle neue Produkte“, sondern ebenso für die Heizungsbranche und die Gaswirtschaft.

Aussender: ASUE, 03.06.2005



Kochen, Backen, Heizen und Kühlen mit Erdgas
Betriebskosten senken in einem Tankstellenbistro

Der erfolgreiche und effiziente Betrieb einer gastronomischen Einrichtung hängt nicht nur von einem angenehmen Ambiente oder der Auswahl eines ansprechenden Speise- und Getränkeangebots ab, sondern auch von einem effizienten Umgang mit der eingesetzten Energie. Dabei spielt sowohl die Wahl eines kostengünstigen Energieträgers als auch der passenden Versorgungstechnologie eine Rolle. Am einfachsten lässt sich dies bei einem Neubau berücksichtigen – dort können noch vor dem Baubeginn die Planungen den genannten Erfordernissen angepasst werden, wie das Beispiel der Errichtung des Bistros „Merl“ an der Autobahnabfahrt Meckenheim der A 565 zeigt.

Das Bistro wurde vom Betreiber eines dort bereits angesiedelten Tankstellenkomplexes errichtet, um den Kunden noch mehr Service bieten zu können. Neben der „traditionellen“ Anwendung von Erdgas zum Backen und Kochen sollte es hier auch gleichzeitig als Energieträger zum Heizen und Kühlen zum Einsatz kommen. Bei der Planung waren unter anderem folgende Kriterien zu berücksichtigten:

• Die Räumlichkeiten, die sich auf zwei Etagen verteilen, müssen bei möglichst geringen Betriebskosten sowohl geheizt als auch gekühlt werden können,
• einfache Abrechenbarkeit der Betriebskosten getrennt vom
restlichen Gebäudekomplex,
• Einbau eines Be- und Entlüftungssystem für die Küche sowie
• ein möglichst geringer Platzbedarf für die Haustechnik.

Denn aufgrund der baulichen Gegebenheiten musste der Technikraum direkt neben der Küche errichtet werden, so dass dessen Platzbedarf nach den ursprünglichen Planungen zu Lasten der Küche ging. Mit den Planungen zur Klimatechnik wurde die Firma Berndt Kälte GmbH aus Gelsdorf beauftragt, die dem Bauherren dann mehrere mögliche Versorgungskonzepte vorstellte.

Unter den verschiedenen Varianten favorisierte man schnell ein Konzept, das auf dem Einsatz einer Gaswärmepumpe basierte, zumal ein Gasanschluss bereits vorhanden war. Neben der Forderung nach niedrigen Betriebskostenüberzeugte diese Lösung durch weitere Vorteile. So war beispielsweise für Heizungs- und Kühlsystem nur die Installation eines einzigen Leitungsnetzes erforderlich, was zu niedrigeren Investitionskosten führte. Außerdem konnte durch die Außenaufstellung der Gaswärmepumpe auf dem Dach der benachbarten Autowaschanlage gänzlich auf einen Technikraum sowie einen Schornstein verzichtet werden, wodurch nun für die Küche doch die maximal mögliche Fläche zur Verfügung stand. Da sich die Außeneinheit auf diese Weise sehr nahe beim Bistro befindet, ließen sich dessen Räumlichkeiten mit kurzen Leitungswegen erschließen.

Ein weiterer Vorteil der gewählten Lösung besteht darin, dass sie leistungsfähig genug ist, um auch bei extremen Witterungsverhältnissen noch ein angenehmes Raumklima sicherzustellen – die Installation von unterstützenden Systemen entfiel somit. Durch den Betrieb mit Erdgas, dessen Verbrauch über einen separaten Zähler abgelesen werden kann, wurde darüber hinaus die Forderung nach einer einfachen, von den restlichen Tankstellengebäuden getrennten Abrechnung der Betriebskosten Rechnung getragen.

Der Wärmebedarf des Bistros wurde mit 30 kW errechnet. Da die Anlage auf den Heizfall ausgelegt werden sollte, entschied man sich für eine AISIN-Gaswärmepumpe des Typs TGMP 280 mit einer nominalen Heizleistung von 33,5 kW sowie einer Kühlleistung von 28 kW. Der Heiz- beziehungsweise Kühlprozess erfolgt durch Direktverdampfung beziehungsweise -kondensation. Der Luftaustausch in den Räumen geschieht über vierseitig ausblasende Deckenkassetten im Obergeschoss, im Untergeschoss übernehmen Unterdeckenmodelle diese Aufgabe. Zusätzlich installierte man über der Eingangstür ein Wandgerät, das das Eindringen von Kaltluft in den Eingangsbereich verhindern soll. Für die Steuerung des Systems wurden Einzelfernbedienungen in Bereichen installiert, die nicht für die Kundschaft zugänglich sind, um eventuelle Manipulationen zu vermeiden. Mit Hilfe dieser Fernbedienungen lässt sich jedes Innengerät separat einstellen.

Inhaber Uwe Heinen zeigt sich denn auch mit der gefundenen Lösung sehr zufrieden. Er lobt insbesondere die Zuverlässigkeit der Anlage und sieht die Klimatisierung über das Gaswärmepumpensystem als einen sehr wertvollen Komfort für seine Kunden.

Dieses hohe Maß an Kundenzufriedenheit zeigt, dass die Firma Berndt Kälte GmbH eine weitgehend optimale Versorgungslösung für den Betreiber des Bistros „Merl“ gefunden hat, die außerdem noch gegenüber herkömmlichen Systemlösungen eine gesteigerte Effizienz aufweist. Da das Anlagenschema weitgehend übertragbar sei, sieht das Unternehmen weitere Einsatzmöglichkeiten für ähnlich gelagerte Anwendungsfelder.

Das Kochen erfolgt in der Küche mit einem Gasherd und das Backen, Braten und Garen mit einem Gas-Umluftbackofen. Für Herrn Heinen spricht für Erdgas, dass die Gasgeräte nach dem Einschalten sofort ihre volle Wärmeleistung abgeben, so dass keine Wartezeiten für das Aufheizen entstehen. Außerdem ist die Wärme sofort wieder weg, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Dadurch sei man mit den beiden Gasgeräten sehr flexibel, was einem rationellen Betriebsablauf sehr entgegen kommt.

Aussender: ASUE, 03.06.2005


Erdgas-Dachheizzentralen:
Gebäudefläche optimal genutzt

In vielen Gebäuden geht wertvolle Wohnfläche verloren, weil Räumlichkeiten für den Heizkessel zur Verfügung gestellt werden müssen. Darüber hinaus beansprucht die Lagerung der Brennstoffe zusätzlichen Platz, zum Beispiel in Form eines Öltanks oder eines Depots für Holz-Pellets. Doch es gibt eine Alternative: Erdgas-Dachheizzentralen.

Im Gegensatz zu Heizsystemen, deren Brennstoffversorgung über ein eigenes Brennstofflager erfolgt, besteht bei Erdgasheizungen hinsichtlich ihres Installationsortes im Prinzip freie Wahl, da sich die Gasleitung in fast jeden Raum verlegen lässt. Ein besonders günstiger Platz ist aber das Dachgeschoss. Dafür bietet die Industrie eine Reihe spezieller Dachheizzentralen an, die zum Beispiel in Form eines Wandgerätes nur sehr wenig Fläche beanspruchen und sich daher in kleinen Nischen oder hinter Verkleidungen sehr unauffällig einbauen lassen. Die Installation der Heizung direkt unter dem Dach hat aber noch einen weiteren bedeutenden Vorteil: Der Einbau eines Schornsteins ist nicht mehr erforderlich! Dies ist nicht nur bei der Errichtung von Neubauten von Bedeutung, auch Besitzer von Altbauten profitieren von diesem Umstand, wenn sie damit die in vielen Fällen im Zusammenhang mit dem Austausch von Heizungen erforderliche Sanierung des Schornsteins umgehen können. Außerdem bieten sich Dachheizzentralen für die Sanierung jener Altbauten an, die für die Heizung mit Nachtspeicheröfen konzipiert waren und deshalb keinen Schornstein besitzen.

Die Integration einer Solaranlage in das Heizungssystem lässt sich bei einer Erdgas-Dachheizzentrale durch die räumliche Nähe am einfachsten realisieren. Aufgrund der kurzen Wege muss das Warmwasser aus dem Sonnenkollektor nämlich nicht erst durch das ganze Haus bis zum üblicherweise im Keller installierten Speicher geleitet werden. Das spart Strom für eine entsprechende Pumpe und verringert natürlich auch den Installationsaufwand.

Zu diesem Thema bietet die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. eine spezielle Informationsbroschüre an. Sie trägt den Titel „Erdgas-Dachheizzentralen“ und enthält Informationen sowohl für Hausbesitzer als auch für Installateure. Die Publikation kann im ASUE-Internetauftritt www.asue.de, Rubrik „Energie im Haus/Veröffentlichungen“, heruntergeladen werden oder ist als Einzelexemplar kostenlos anzufordern bei der ASUE,
Tel.: (0631) 360 90 70, Fax: (0631) 360 90 71, E-Mail: info@asue.de.

Aussender: ASUE, 02.06.2005


Brennwerttechnik ist bei Heizungen Standard
Höheres Einsparpotenzial bei Erdgas

Rund 40 Prozent aller neuen Heizkessel in Deutschland arbeiten mit  Brennwerttechnik. Im Jahr 2003 wurden hierzulande rund 300.000 dieser Geräte verkauft. Brennwertgeräte sind sparsam im Energieverbrauch, da sie die im Abgas enthaltene Wärme nutzen können.

Bei Verwendung von Erdgas können so bis zu 13 Prozent Energie eingespart werden, bei Heizöl sind es maximal acht Prozent. Der Grund: Der Wasserstoffgehalt von Erdgas ist höher.

Ob ein Brennwertgerät das Einsparpotenzial tatsächlich erschließen kann, hängt von der richtigen Einbindung in das Heizungssystem ab. Wichtig dabei ist die Temperatur des Heizungs-Rücklaufs. Diese muss niedriger als die Taupunkt-Temperatur des Abgases sein. Erst wenn das Abgas durch den Heizungs-Rücklauf unter seine Taupunkt- Temperatur abgekühlt wird, entsteht Kondenswasser und der Brennwerteffekt setzt ein.

Bei Heizöl müssen die Abgase stärker abgekühlt werden als bei Erdgas. Brennwertgeräte können mit Erdgas auch bei vergleichsweise hohen Temperaturen des Heizungs-Rücklaufs und niedrigen Außentemperaturen noch den Brennwerteffekt nutzen. Je mehr Kondenswasser entsteht, umso effizienter arbeitet das Brennwertgerät. Das Kondenswasser hat einen leichten Säuregehalt und muss grundsätzlich neutralisiert werden. Für die Bildung der Säure ist der Schwefelanteil im Energieträger verantwortlich. Standard-Heizöl EL enthält pro kg bis zu 2 g Schwefel. Erdgas-Brennwertgeräte unter 200 kW Heizleistung sind von der Pflicht zur Neutralisation in der Regel ausgenommen, weil Erdgas nur geringe Mengen an Schwefel enthält. Das gleiche gilt bei der Verwendung von schwefelarmem Heizöl.

Weitere kostenfreie Informationen über die Heizung mit Brennwerttechnik sind über die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.
(Telefon: 06 31 / 36 09 070, E-Mail: info@asue.de) erhältlich.

Aussender: ASUE, 15.03.2005


Unnötiger Energieverbrauch und
Strömungsgeräusche bei Heizkörpern
Heizkörper müssen „abgeglichen“ werden

Moderne Heizungsanlagen, wie etwa Erdgas-Brennwertheizungen, können Wirkungsgrade von rund 100 Prozent erreichen. Eine effiziente Gebäudebeheizung setzt jedoch auch voraus, dass die anschließende Wärmeverteilung im Gebäude ebenfalls optimal erfolgt.

Eine entscheidende Voraussetzung hierfür ist der so genannte „hydraulische Abgleich“ der Heizkörper durch den Installateur. Dieser Abgleich ist besonders in Mehrfamilienhäusern zu empfehlen. Er soll gewährleisten, dass jeder Heizkörper innerhalb des Systems mit der tatsächlich benötigten Wärmemenge versorgt wird (über den entsprechenden Heizwasserstrom). Ohne hydraulischen Abgleich kann der Betrieb der Anlage gravierend beeinträchtigt werden: Die Heizkörper mit dem geringsten Abstand zum Kessel beziehungsweise zur Pumpe werden überversorgt; die am weitesten entfernten Heizkörper dagegen unterversorgt, da hier zu wenig Heizwasser ankommt.

Ein fehlender hydraulischer Abgleich kann gravierende und ärgerliche Folgen – für Mieter wie Vermieter – haben:

- ungleichmäßige Wärmeabgabe, schlechtere Regelbarkeit der Heizkörper über Thermostatventile
- lästige Strömungsgeräusche (durch hohe Pumpenleistung)
- höherer Energieverbrauch, dadurch höhere Heizkosten
- zu hohe Pumpenleistung, um allen Nutzern den gleichen Heizkomfort zu gewährleisten,
  dadurch erhöhter Stromverbrauch.

Zudem kann bei zentralen Heizungssystemen ohne hydraulischen Abgleich das Heizkosten-Messsystem nicht ordnungsgemäß arbeiten: Verdunster und auch elektronische Heizkostenverteiler sind Verhältnismesser; die einheitliche Verhältnisgrundlage ist aber nicht gewährleistet. Durch diese Faktoren ist nach Aussage der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. unnötiger Ärger praktisch „vorprogrammiert”. Deshalb lohnt es sich meistens, seinen Installateur auf den hydraulischen Abgleich anzusprechen.

Aussender: ASUE, 28.01.2005



Sonderthema: Heizen - Energie - Kosten, Teil 1

Querverweis:


Heizwerte

Heizöl 10,0 kWh / l
Erdgas 11,1 kWh / m3
Flüssiggas 6,57 kWh / l

Hinweis:
Rechnen Sie noch mit dem Faktor für den Wirkungsgrad, um die nutzbare Wärmemenge zu bestimmen.
Dabei ist zu beachten, dass der Jahreswirkungsgrad nicht mit dem Prospektwert übereinstimmt.
Setzen sie 0,8 bis 0,6 an, um realistisch zu liegen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aufwandsrelation

Heizung 78%
WW-Bereitung 12%
Elektro usw. 10%

Hinweis:
Das sind Richtwerte, wobei der Anteil der Heizung auch mal nur 75% betragen kann.
Hat man den Gesamtverbrauch an Öl oder Gas, kann man überschlägig anteilig
umrechnen: Heizung : WW = 78 : 12 und S = 90 >>> WW / Hz = 1 : 6,5
Hz = 78/90 und WW = 12/90

Heizwerte und Umrechnungsfaktoren für Energieeinheiten

Quelle: Energiedaten des BMWA (ehem. BMWi)


Heizsysteme / Heizkosten

Die Heizkosten fallen bei verschiedenen Systemen zur Heizung und WW-Bereitung unterscheidlich aus. Beispielprojekt: EFH für einen 4-Personen-Haushalt, freistehend, 150 qm Wfl.

Verglichen wurden von der ASUE folgende Systeme:
- Gas-Brennwertgerät als Dachheizzentrale, 150-l-Speicher für WWB
- Ölkessel mit Gebläsebrenner als Kellerzentrale (Niedertemp.), 150-l-Speicher für WWB
- elektrische Wärmepumpe mit Nachheizung, WWB mittels elektr. Durchlaufwasserheizer

Die Kostenunterschiede sind nicht gering:

Anlage Kosten kapital-
gebunden
betriebs-
gebunden
verbrauchs-
gebunden
gesamt
Erdgas BW im Dach 2.971 DM/a 250 DM/a 1.540 DM/a 4.761 DM/a
Öl-NT im Keller 3.327 DM/a 560 DM/a 1.386 DM/a 5.273 DM/a
Elt. Wärmepumpe 4.451 DM/a 130 DM/a 1.315 DM/a 5.896 DM/a

Heizkostenentwicklung 2001-2002

Heizkostenentwicklung 98/99 2001 2002  
bei Heizöl Ø     +10 %  
bei Erdgas Ø     +17 %  
Ø Kosten, 68 m² Wfl., Ölhz. 335 € 499 €   das sind + 49 % in 3 Jahren
Ø Kosten, 68 m² Wfl., Gashz. 403 € 550 €   das sind + 36 % in 3 Jahren
Brennstoffpreis Heizöl     +  9 %  
Brennstoffpreis Erdgas     +17 %  
Nebenkosten     +  2 % Strom, Wartung, Kaminreinig.
Quelle: techem, 02.2004, nach Auswertung von der Heizkosten von 800.00 Wohnungen

zeigen.gif (962 bytes)   Linktipp: Aktuelle Heizölpreise bei Esyoil


In 75 % aller neuen Wohngebäude wird mit Gas geheizt

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde Gas im Jahr 2001 in Deutschland in 75 % (132 500) der fertig gestellten Wohngebäude als vorwiegend verwendete Heizenergie genutzt. Öl wurde am zweithäufigsten zum Heizen verwendet, und zwar in 30 800 Gebäuden (17 %). Fernwärme erreichte einen Anteil von knapp 4 % (7 000 Gebäude). Eine ähnliche Verteilung auf Gas, Öl und Fernwärme gab es für das frühere Bundesgebiet (73 % / 20 % / 4 %). Dagegen wurden in den neuen Ländern und Berlin-Ost 81 % aller neu errichteten Wohngebäude mit Gas geheizt, gefolgt von Öl mit 7 % und Fernwärme mit 4 %.

Aufgeteilt auf die Gebäudearten hat Gas den höchsten Anteil bei der vorwiegend verwendeten Heizenergie. Im Jahr 2001 wurde in 78 % der neu errichteten Mehrfamilienhäuser, 75 % der Einfamilienhäuser und 68 % der Zweifamilienhäuser in Deutschland Gas zum Heizen genutzt.

Quelle: Statistisches Bundesamt
03. September 2002


Presse-Dienst Modernes Heizen Nr. 128, März 2003

Im Einfamilienhaus betrug die Differenz zu Erdgas 420 Euro
Heizöl blieb preisgünstiger Wärmeenergieträger


Heizöl hat sich im vergangenen Jahr erneut als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger Deutschlands behauptet. Dies geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Danach kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl im Jahresdurchschnitt 420 Euro weniger als beispielsweise die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh).

Während die Heizölrechnung 2002 für die Wärmeversorgung eines Einfamilienhauses in den alten Bundesländern durchschnittlich 1034 Euro betrug, musste ein Gasheizungsbesitzer im vergangenen Jahr gut 40 Prozent mehr, nämlich 1454 Euro, für die gleiche Wärmemenge bezahlen. Dieser beachtliche Preisunterschied zwischen Deutschlands wichtigsten Wärmeenergieträgern Heizöl und Erdgas war 2002 kein Einzelfall. Vielmehr kostet Heizöl seit 1980 in Deutschland im Jahresschnitt stets weniger als Erdgas.

Allein ein Rückblick auf die letzten zehn Jahre zeigt, dass Heizöl im Jahresdurchschnitt fast 30 Prozent preisgünstiger zu haben war. Insgesamt 3155 Euro weniger als sein Nachbar mit einer Gasheizung musste der Betreiber einer Ölheizung in diesem Zeitraum für seine Brennstoffversorgung ausgeben. Basis dieser Berechnungen sind ebenfalls die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Clevere Ölheizungsbesitzer hatten aufgrund ihrer eigenen Wärmebevorratung die Chance, ihren Jahreswärmebedarf sogar noch billiger einzukaufen. Wenn sie nämlich die saisonal schwankenden Preise, die sich beim Heizöl tagtäglich an Angebot und Nachfrage orientieren, genutzt und sich zu einem günstigen Zeitpunkt eingedeckt haben.

Diese Freiheit, einkaufen zu können, wann und wie es beliebt, sowie die vergleichsweise niedrigen Brennstoffkosten einer Ölheizung sind für viele Hausbesitzer ein triftiger Grund, auch bei einer notwendig werdenden Heizungssanierung beim bewährten System Ölheizung zu bleiben. Denn neben den Anschaffungskosten für die Heizanlage bestimmen die laufenden Betriebskosten, mithin vor allem die Aufwendungen für den Brennstoff, maßgeblich die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Heizsystems. Deshalb empfehlen auch Heizungsbauer und Schornsteinfeger in aller Regel, dem bewährten System Ölheizung treu zu bleiben. Zumal die Umstellung auf einen anderen Energieträger zusätzliche Investitionen verursacht, etwa die Kosten für einen Hausanschluss.

Dass im Falle der Modernisierung alter Ölheizungen verstärkt auf moderne Ölheiztechnik gesetzt wird, belegt auch der aktuelle „Marktreport Heizungswirtschaft“. Zu den wenigen positiven Produktsegmenten, die im Jahr 2001 zugelegt haben, „gehört nicht ganz überraschend der Ölkessel, wo sich offensichtlich bereits verstärkt Modernisierungsnachfrage auswirkt“, so heißt es in der Marktstudie, die im Auftrag der deutschen Heizungswirtschaft erstellt wurde. Die Umstellung von Öl zu Gas erfolge also keineswegs automatisch, „zumal die Ölbrennertechnologie hinsichtlich Effizienz und ökologischer Verträglichkeit Wettbewerbsfähigkeit demonstrieren kann und auch der Ölbrennwertmarkt langsam anläuft“, heißt es in der Studie weiter.

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Text und Bild:
Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), Suederstrasse 73a, 20097 Hamburg
Internet: www.iwo.de


Schotten würden mit Erdgas heizen
Top-Werte im Heizkosten-Vollvergleich des BGW

Eins ist klar: Schotten würden mit Erdgas heizen. Denn Schotten sind sparsam, und Erdgas ist es auch. Der Beweis: Im „Vergleich der Gesamtkosten verschiedener Systeme zur Heizung und Warmwasserbereitung im Neubau“ der Technischen Universität Dresden kommt die Energie aus den gelben Rohren im Einfamilienhausbereich am besten weg.

Entgegen vieler anderer Studien und Vergleiche, die lediglich die Brennstoffkosten berücksichtigen, bezieht die vom Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V. (BGW) in Auftrag gegebene Analyse jeden anfallenden Euro ein – begonnen bei den kapitalgebundenen Kosten wie beispielsweise der Anschaffung des Kessels über die betriebsgebundenen Kosten mit Wartung und Schornsteinfeger bis hin zu den verbrauchsgebundenen Kosten direkt für Energie und Hilfsenergien. Auch die seit Beginn der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahre 2002 zu berücksichtigenden Mehrkosten für den baulichen Wärmeschutz fallen hier nicht unter den Tisch. Die Ergebnisse stellen den bundesdeutschen Durchschnitt dar.

Bezogen auf ein frei stehendes, neu gebautes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche müssten die Bewohner jährlich 2146 Euro für Heizung und Warmwasserbereitung durch einen Erdgas-Brennwertkessel ausgeben. Das ist mit Abstand der beste Wert. Bei Öl wurde zum Vergleich die billigste und dadurch am Markt meistverkaufte Variante herangezogen: der Niedertemperaturkessel. Mit 3020 Euro pro Jahr liegt dieser aber deutlich über der Erdgas-Heizungsanlage, der Heizöl-Brennwertkessel schneidet durch seine hohen Investitionskosten noch schlechter ab.

Zwar ist Heizöl bei den verbrauchsgebundenen Kosten jährlich noch gut 100 Euro günstiger als Erdgas, doch dann ist es mit der flüssigen Herrlichkeit auch schon vorbei: Bei den kapitalgebundenen Kosten ist Gas etwa 320 Euro billiger, bei den betriebsgebundenen Kosten sind es noch mal 138 Euro. Den Löwenanteil des Preisunterschiedes machen allerdings die Mehrkosten für den baulichen Wärmeschutz aus. Hier erfüllt Erdgas die Vorgaben der EnEV, weshalb keine zusätzlichen Dämmungen notwendig sind. Bei Öl hingegen kommt man um diese Investition nicht herum: Das schlägt mit 528 Euro zu Buche. Macht in Summe knapp 900 Euro im Jahr Einsparung durch Erdgas.

Auch andere Heizenergien wurden im BGW-Vergleich berücksichtigt. Fernwärme (jährlich 2398 Euro) ist allerdings weniger relevant, da sie ausschließlich lokal begrenzt angeboten wird und ein Vergleich mit Erdgas daher eher theoretisch bleibt. Holzpellet-Kessel (3999 Euro) werden wie die Elektro-Wärmepumpen (3254 Euro) relativ selten eingesetzt. Keiner dieser drei Kandidaten kann Erdgas preislich das Wasser reichen.

Deshalb: Beim Neubau wirklich an alle Kosten für die Heizung denken. So wie der Schotte. Denn Schotten sind sparsam, und Erdgas ist es auch. Der Beweis: Rund 75 Prozent aller Neubauten heizen inzwischen mit Erdgas.

Diesen Vergleich stellte die TU Dresden auch für Reihenhäuser sowie Sechs- und Zwölf-Familien-Häuser an. Mehr Informationen zu diesem Thema finden sich in der Rubrik Studien unter www.bgw.de/mm-erdgas. Das komplette Werk ist für 17,34 Euro bei der Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (wvgw), Josef-Wirmer-Straße 3, in 53123 Bonn zu erwerben.

Quelle: Pressemitteilung des BGW, 02/02


Erdgasimportwerte steigen um 34 Prozent
BGW: Weiterer Anstieg zu erwarten

Die deutschen Erdgasimportwerte sind im Juni 2005 weiter gestiegen, teilt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit. Laut einer Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) liegt der Wert im Juni 33,9 Prozent über dem Vergleichswert im Juni 2004. Nach aktuellen Prognosen wird sich diese Entwicklung auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen.

Damit vollziehen die Erdgasimportwerte den deutlichen Anstieg der Energiepreise an den Weltmärkten nach. Der Ölpreis hat in diesen Tagen mit 67 Dollar pro Barrel einen neuen Höchststand erreicht. Die Preise für Heizöl, den größten Wettbewerber von Erdgas auf dem Markt der Heizenergien, sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen 12 Monaten um mehr als 41 Prozent angestiegen. Beim Erdgas verzeichnet die Statistik dagegen eine deutlich niedrigere Steigerung der Haushaltspreise. Pressegrafiken zur Entwicklung der Erdgasimportwerte sowie zum Thema Gaspreise finden Sie unter www.bgw.de/gaspreise.

Presseinformation BGW, Berlin, den 18. August 2005


Presse-Dienst Modernes Heizen Nr.136, April 2004

In den letzten zehn Jahren zahlten Haushalte mit einer Ölheizung
im Schnitt 3254 Euro weniger Brennstoffkosten
Heizöl behauptet sich als preisgünstiger Wärmeenergieträger

Seit mehr als zwei Jahrzehnten kostet Heizöl in Deutschland im Jahresschnitt beständig weniger als Erdgas. Das lässt sich aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ablesen. Auch im vergangenen Jahr erwies sich der Wärmeenergieträger Heizöl erneut als vergleichsweise günstig: Die Brennstoffkostenrechnung eines Ölheizungsbetreibers fiel im Bundesdurchschnitt um 419 Euro niedriger aus als die eines Haushalts mit einer Gasheizung.

Diese Summe bezieht sich auf eine 3000-Liter-Partie Heizöl und die entsprechende Menge Erdgas, nämlich 33 540 Kilowattstunden (kWh) einschließlich Grundpreis. Ein Gasheizungsbetreiber zahlte dafür im Schnitt 1512 Euro, ein Ölheizungsbesitzer brauchte für die gleiche Wärmemenge nur 1093 Euro ausgeben.

Noch deutlicher wird die Preisdifferenz zwischen den beiden wichtigsten Wärmeenergieträgern bei einem Rückblick auf die letzten zehn Jahre. Zusammenaddiert zahlten die Haushalte mit einer Ölheizung in diesem Zeitraum bundesdurchschnittlich 3254 Euro weniger als die mit einer Gasheizung.

Die relativ günstigen Brennstoffkosten der Ölheizung sind offenbar auch ein Grund, warum Modernisierer und Bauherren verstärkt auf dieses Wärmesystem setzen. Nach den Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks ist der Gesamtbestand der installierten Ölheizungen in Deutschland innerhalb von zwei Jahren um mehr als 100 000 auf fast 6,5 Millionen Anlagen gestiegen. „Denn neben den einmaligen Anschaffungskosten“, so erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), „wird die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Heizsystems von den laufenden Betriebskosten beeinflusst, insbesondere also von den Aufwendungen für den Brennstoff.“

Zudem haben die Haushalte mit einer Ölheizung aufgrund ihrer eigenen Lagerhaltung die Möglichkeit, ihren Wärmevorrat einzukaufen, wann, wo und wie es beliebt. Und alle, die das nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionierende Auf und Ab der Heizölpreise geschickt zu nutzen wissen, können ihren Wärmevorrat sogar noch günstiger als zum Jahresdurchschnittspreis beziehen.
IWO, 2004


Heizölverbrauch 2002/2003 in 129 deutschen Städten

durchschn. 16,05 l/m² Wfl. benötigten die westdeutschen Haushalte
in Mehrfamilienhäusern in der Heizperiode 2002/03 - Vorjahr: 16,25 l/m²
Basis der Analyse: 206.000 Wohnungen in westdt.129 Städten
regionale Unterschiede: Streuung von 11,73 ...23,52 l/m²
in Ostdeutschland wird überwiegend mit Gas oder Fernwärme geheizt
seit 1978 Rückgang um 30% beim dt. Heizenergieverbrauch
bemerkenswert: es gab in den letzten Jahren nur noch marginale Bewegungen nach unten

Quelle: Studie von Techem "Energiekennwerte, Ausgabe 2004"


Trotz gestiegener Rohölpreise ist Heizöl weiterhin vergleichsweise günstig
Energiekosten von Erdgas liegen um 30 Prozent höher

Trotz gestiegener Rohölpreise hat sich Heizöl auch im ersten Halbjahr 2004 als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger in Deutschland behauptet. So kostete im Juni die 3000-Liter-Partie Heizöl im Bundesdurchschnitt 1.154,41 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh) mussten dagegen einschließlich Grundpreis rund 30,6 Prozent mehr, nämlich 1.507,50 Euro bezahlt werden. Auf den Literpreis umgerechnet waren im Juni für Erdgas 50,24 Cent und für Heizöl 38,48 Cent fällig. Zugrunde liegen diesen Zahlen die regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift "Brennstoffspiegel".

Mit der Differenz von 353,09 Euro für eine im Juni bezogene 3.000-Liter Partie wird der seit zweieinhalb Jahrzehnten andauernde Brennstoffkostenvorteil einer Ölheizung fortgeschrieben. Seit Ende der siebziger Jahre ist Heizöl bei einer Abnahme von 3.000 Litern beziehungsweise der entsprechenden Menge von 33.540 kWh Erdgas jahresdurchschnittlich um jeweils gut 300 Euro preisgünstiger zu beziehen als Erdgas. In den vergangenen 20 Jahren musste ein Ölheizer mithin im Bundesdurchschnitt insgesamt 6.085 Euro weniger für den Brennstoff ausgeben als sein Nachbar mit einer Erdgasheizung. Für weniger als eine solche Summe ist übrigens schon ein modernes Öl-Brennwertgerät zu haben.

Wahrscheinlich wird sich die Differenz zwischen Erdgas- und Heizölpreis bald nochmals vergrößern. Denn die Gaspreise sind in Deutschland an die Heizölpreise gekoppelt und werden mit einer Verzögerung von sechs Monaten angepasst. Daher müssen sich Gasheizungsbetreiber ab Herbst auf höhere Erdgaspreise einstellen, genau zu Beginn der Heizsaison.

Ölheizungsbetreiber hingegen haben aufgrund ihrer eigenen Wärmebevorratung die Möglichkeit, weitgehend selbst zu entscheiden, wann sie sich mit Brennstoff eindecken. So können sie das von Angebot und Nachfrage geprägte Auf und Ab der Heizölpreise zu ihren Gunsten in blanke Münze umwandeln. Zeiten höherer Preise lassen sich durchaus "aussitzen". Und Niedrigpreis-Phasen, die in den vergangenen Jahren immer wieder auf Preisspitzen folgten, können sie geschickt nutzen, um sich noch unterhalb des statistischen Jahresmittelpreises mit Wärme zu versorgen.

So schwankte der Preis für einen Liter Heizöl in den vergangenen sechs Monaten zwischen 33,36 Cent im Februar und 39,87 Cent im Mai. Wer also seinen Jahresbedarf an Heizöl von 3.000 Litern im Februar eingekauft hat, bezog ihn um durchschnittlich 195,30 Euro günstiger als derjenige, der sich im Mai für das Nachtanken entschieden hat. "Für Heizölkunden lohnt es sich deshalb, stets die aktuelle Preissituation zu beobachten", erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO).

Viele Tageszeitungen veröffentlichen im fortlaufenden Vergleich die Heizölpreise. Zudem kann der Heizölhändler wertvolle Entscheidungshilfe geben. Branchenexperten empfehlen angesichts eines erwarteten Anstiegs der Heizölnachfrage zum Herbst, die Ferienzeit zum Nachfüllen des Wärmevorrats zu nutzen. Denn zurzeit sind die privaten Heizöltanks in Deutschland nur zu 48 Prozent gefüllt.

Quelle: IWO, 07.2004


Im Vergleich zu Erdgas
Heizöl behauptet sich als der preiswertere Brennstoff

Seit 25 Jahren behauptet sich Heizöl in Deutschland regelmäßig als einer der günstigsten Wärmeenergieträger. Daran hat sich auch 2004 trotz Achterbahnfahrt der Rohölpreise nichts geändert: Heizöl war übers Jahr gesehen erneut deutlich preiswerter als beispielsweise Erdgas. Während eine 3000-Liter-Partie Heizöl im Jahresdurchschnitt für 1227 Euro zu haben war, mussten für die entsprechende Energiemenge Erdgas (33.540 kWh) 302 Euro mehr, nämlich 1529 Euro bezahlt werden.

Auf einen Liter umgerechnet kostete Heizöl im Jahresschnitt 40,90 Cent, die entsprechende Menge Erdgas einschließlich anteiliger Grundgebühr dagegen 50,97 Cent, mithin fast 25 Prozent mehr. Diese Preise basieren auf den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“, Stichtag der Datenerfassung war der 13. Dezember.

Ein eigener Tank erwies sich im Jahresverlauf immer wieder als Vorteil. So nutzten viele Ölheizungsbesitzer die Anfang Dezember deutlich gesunkenen Heizölpreise, um sich noch vergleichsweise günstig mit Wärme für diesen Winter einzudecken. Gegenüber Oktober war Heizöl in der ersten Dezemberhälfte um rund 20 Prozent preiswerter zu beziehen.

Da sich Gasheizungsbetreiber bei niedrigeren Preisen nicht selbst bevorraten können, müssen sie ihre Wärme zu den Konditionen beziehen, wie sie ihnen von den Versorgungsunternehmen just in time geliefert wird. Aufgrund der zeitverzögerten Tarifanpassung im Zuge der Ölpreiskopplung nämlich kommen die Gastariferhöhungen bei den Endkunden mitten im Winter an. Die Differenz zwischen Heizöl- und Erdgaspreisen könnte sich daher zu Beginn des neuen Jahres nochmals vergrößern.

IWO,  Nr. 141, Januar 2005

Energiedienstleister-Analyse:
Niedrige Heizkosten mit Öl

Mit Heizöl lässt sich preisgünstig heizen. Das bestätigt auch die jüngste Analyse des Energiedienstleistungsunternehmens Techem für die zuletzt abgerechnete Heizperiode 2002/2003. Demnach mussten für eine mit Heizöl versorgte Wohnung von 68 qm durchschnittlich 473 Euro an jährlichen Heizkosten bezahlt werden, eine mit Gas versorgte Wohnung derselben Gröfle kostete 525 Euro. In den Heizkosten erfasst der Energiedienstleister die Aufwendungen für den Brennstoff und die Heiznebenkosten wie Betriebsstrom, Wartung und Kaminreinigung, nicht jedoch die Investitionskosten einer Heizungsanlage.

Die Wärmespezialisten von Techem hatten bereits im vergangenen Sommer festgestellt: "Im Hinblick auf ihre Betriebskosten ist die Öl-Zentralheizung noch immer die günstigste Beheizungsart." Denn auch in der Heizsaison 2001/2002 lag die Differenz zwischen den beiden Energieträgern beinahe gleich hoch: Die Beheizung einer 68-Quadratmeter-Wohnung mit Erdgas kostete im vorausgegangenen Winter durchschnittlich 550 Euro, bei einer Beheizung durch eine Öl-Zentralheizung fielen nur 499 Euro an. Alle Angaben basieren auf der Heizkostenabrechnung von rund 800.000 zentral beheizten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in der gesamten Bundesrepublik.

Den stärksten Einfluss auf die Höhe der Heizkosten haben laut Techem neben Energieverbrauch, Größe und Nutzung der Wohnung "natürlich die Brennstoffpreise". Gerade in dieser Disziplin kann Heizöl punkten: Seit Ende der siebziger Jahre ist Heizöl in Deutschland im Jahresdurchschnitt preisgünstiger zu beziehen als Erdgas. Bei einer 3000-Liter-Partie Heizöl beziehungsweise der entsprechenden Menge Erdgas (33.540 kWh) musste ein Ölheizungsbetreiber in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt insgesamt 6269 Euro weniger für seine Wärmeenergie bezahlen als ein Erdgasbetreiber. Diese Zahlen lassen sich aus den Daten des Statistischen Bundesamtes und den regelmäfligen Erhebungen der Fachzeitschrift "Brennstoffspiegel" ableiten.

IWO, Nr. 141, Januar 2005
 


Vergleich der Brennstoffkosten Erdöl - Erdgas 1994-2003
 

 

Im Dezember 2004 kostete der Liter Heizöl umgerechnet durchschnittlich 43,09 Cent (inkl. MwSt.). Für eine 3000-Liter-Partie Heizöl musste der Verbraucher rund 1.293 Euro bezahlen. Der Durchschnittspreis für die entsprechende Energiemenge Erdgas lag im Dezember 2004 bei rund 1.593 Euro (inkl. MwSt. und Grundpreis). Die 3000-Liter-Partie Heizöl war somit durchschnittlich 300 Euro günstiger als die entsprechende Energiemenge Erdgas. Den aktuellen ortsbezogenen Heizölpreis erfahren Sie von den Mineralölhändler in Ihrer Nähe.

Quelle: IWO-Berechnungen bis Dezember 2002 auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes, Fachserie 17, Reihe 7 und Internet-Zeitreihenservice (www.statistik-bund.de), alte Bundesländer, bei Abnahme von 3.000 l Heizöl bzw. 2300 kWh (Hs) Erdgas/Monat. Ab Januar 2003 auf Basis der Erhebungen des "Brennstoffspiegel" bei Abnahme von 3.000 l Heizöl EL bzw. 33.540 kWh (Hs) Erdgas/Jahr inkl. Grundpreis.

Ein Gesamtkostenvergleich zwischen der Ölheizung und anderen Heizsystemen lässt sich nur aus Ihrer individuellen Situation heraus berechnen. Die laufenden Energie- und Betriebskosten einerseits sowie die einmaligen Kosten für die Anlagentechnik und deren Installation andererseits sind hierbei gegeneinander abzuwägen. Informieren Sie sich rechtzeitig über konkrete Vergleichsangebote.



Wovon ist der Heizölpreis abhängig?

Die Preisbildung bei Heizöl basiert auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Preisschwankungen sind deshalb nicht ungewöhnlich. Ausschlaggebend für den Heizölpreis sind eine Reihe unterschiedlicher Faktoren, die sich teilweise wechselseitig beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem auch das Kaufverhalten und die Heizöllagerbestände der privaten Verbraucher: Als Ölheizungsbesitzer entscheiden Sie dank Ihres Öltanks selbst, wann, wo und wie viel Heizöl Sie kaufen. Ihr Heizölvorrat gibt Ihnen die Möglichkeit dann Heizöl zu ordern, wenn der Preis günstig ist. Zur aktuellen Preissituation geben die Mineralölhändler in Ihrer Nähe gerne Auskunft!

Die wichtigsten Einflußgrößen des Heizölpreises:
 

Text und Bilder: IWO

Günstige Brennstoffkosten einer Ölheizung erneut bestätigt
Im Zehn-Jahresvergleich: Erdgas 34 Prozent teurer als Heizöl


Wer mit Öl heizt, muss für seine Wärmeenergie seit Jahrzehnten weniger tief in die Tasche greifen als andere. Daran hat sich trotz allgemein gestiegener Energiekosten weder im vergangenen Jahr noch in den beiden ersten Monaten dieses Jahres etwas geändert: Heizöl erwies sich im Vergleich etwa zu Erdgas wiederum als der preisgünstigere Brennstoff. Bezogen auf eine Menge von 3000 Litern beziehungsweise 33.540 kWh plus Grundgebühr kostete Erdgas im Bundesdurchschnitt im Januar und Februar 2005 gut 25 Prozent mehr als Heizöl. Dies geht aus den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“ hervor.

Im Mittel war die 3000-Liter-Partie Heizöl im vergangenen Februar für rund 1315 Euro zu bekommen. Die entsprechende Menge Erdgas hingegen kostete einschließlich der Grundgebühr 1644 Euro. Mithin war Heizöl um 329 Euro preiswerter.

Noch deutlicher ist die Differenz zwischen den beiden meist verbreiteten Wärmeenergieträgern bei einem geringeren Verbrauch, wie er beispielsweise in neuen Einfamilienhäusern üblich ist, die nach dem Niedrigenergiehaus-Standard errichtet worden sind. Bei einer Abnahme von 1600 Litern Heizöl beziehungsweise der entsprechenden Menge von 17.888 kWh Erdgas mussten Erdgasbezieher im Februar 2005 einschließlich Grundgebühr bundesdurchschnittlich 958 Euro für ihren Brennstoff ausgeben, während die Betreiber einer Ölheizung für die gleiche Wärmemenge nur 722 Euro bezahlen brauchten. Damit war Erdgas bei dieser Abnahmemenge um fast 33 Prozent teurer.

Der aktuelle Preisvorteil ist keine Ausnahme, sondern die Regel, wie sich auch anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes im Rückblick allein auf die letzten zehn Jahre ablesen lässt. Demnach zahlte ein Ölheizungsbesitzer zwischen 1995 und 2004 durchschnittlich insgesamt 3187 Euro weniger für seine Wärmeenergie als ein Gasheizungsbesitzer. Während sich die Brennstoffkostenrechnung in diesem Zeitraum für einen Ölheizungsbetreiber auf 9381 Euro addiert, fiel sie für einen Gasheizungsbetreiber mit 12.568 Euro um 34 Prozent höher aus.

Nr. 142, April 2005
IWO 2005
 


Auch in den beiden letzten Heizperioden:
Energiekosten der Ölheizung günstiger als bei der Gasheizung


Heizkosten sind stets der größte Posten in der Nebenkostenrechnung fürs Wohnen. Umso deutlicher zahlt sich ein günstiger Energieträger aus. In der vergangenen Heizsaison hat sich Heizöl erneut als preiswertester Brennstoff behauptet, trotz beachtlich gestiegener Rohölpreisnotierungen. In gasbeheizten Häusern und Wohnungen zum Beispiel fiel die Energiekostenrechnung um 17 Prozent teurer aus. Bei einer Jahresverbrauchsmenge von 3000 Litern beziehungsweise 33.540 kWh Erdgas blieben einem Ölheizungsbesitzer durchschnittlich 231 Euro mehr in der Haushaltskasse als einem Gasheizungsbetreiber. Zugrunde liegt dieser Berechnung der Zeitraum von Juni 2004 bis Mai 2005.

Die Vergleichsdaten ergeben sich aus den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“. Daraus lässt sich auch ablesen: In der vorletzten Heizperiode, also zwischen Juni 2003 und Mai 2004, war die seit zweieinhalb Jahrzehnten anhaltende Preisdifferenz von Erdgas gegenüber Heizöl mit gut 42 Prozent wesentlich auffälliger. Während die 3000-Liter-Partie Heizöl in der Heizperiode 2003/2004 bundesdurchschnittlich 1066 Euro kostete, zahlten Gasheizer für die gleiche Wärmemenge (33.540 kWh) einschließlich Grundgebühr 452 Euro mehr, nämlich 1518 Euro. In der soeben abgelaufenen Heizsaison kostete Heizöl im Jahresschnitt 1356 Euro, verteuerte sich damit um rund 27 Prozent, während der Gaspreis auf 1587 Euro stieg und damit vorerst nur um 4,6 Prozent zulegte.

Ein weit höherer Preissprung dürfte Gasheizern nach Einschätzung von Marktexperten in der kommenden Heizperiode bevorstehen. Denn die Gaspreise sind in Kontinentaleuropa an die Heizölpreisnotierungen gekoppelt und folgen diesen zeitlich versetzt. Dementsprechend haben einige Gasgesellschaften bereits für dieses Jahr zweistufige Preiserhöhungen angekündigt.

Da ein Ölheizungsbetreiber dank des Tanks den Zeitpunkt seiner Wärmebevorratung selbst bestimmen kann, konnte er durch cleveren Einkauf aber auch in der vergangenen Heizsaison seine Energiekostenrechnung günstig beeinflussen. Denn im Juni und Juli 2004 war Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern bundesdurchschnittlich für 38,5 beziehungsweise 40 Cent zu haben. Bei Bevorratung im Juni betrug die Heizölrechnung mithin nur 1154 Euro und im Juli 1201 Euro. Sogar mitten im Winter, von Dezember 2004 bis Februar 2005, konnte der Liter Heizöl bei Notierungen um 43 Cent unter dem Jahresdurchschnittspreis bezogen werden.

Quelle: IWO Pressedienst, Nr. 144, Juni 2005



Gaspreise in Deutschland marktgerecht

Vorgehen des Bundeskartellamtes nicht im Widerspruch zu Gaspreisanpassungen

Berlin, den 21. Dezember 2004 – Das Vorgehen des Bundeskartellamtes steht nicht im Widerspruch
zu der Anpassung der Gaspreise an die gestiegenen Ölpreise, stellt der Bundesverband
der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) fest. „Grundsätzlich wird eine
gleichgerichtete Entwicklung der Gas- und Ölpreise nicht in Frage gestellt. Die Gaspreise in
Deutschland sind marktgerecht, Erdgas und Heizöl stehen auf dem Wärmemarkt in einem
intensiven Wettbewerb zueinander“, betonte BGW-Präsident Uwe Steckert. „75 Prozent aller
Bauherren haben sich in den letzten Jahren für eine Erdgasheizung entschieden. Damit ist
Erdgas bei den Haushalten die Wunschenergie Nummer 1“, so Steckert weiter.
Es sei deshalb unverantwortlich, dass staatlich finanzierte, eigentlich zur Objektivität verpflichtete
Verbraucherschützer die Kunden zu Rechnungskürzungen aufriefen. „Hier will man
sich auf einer angeblichen Welle der Entrüstung in Szene setzen. Das alles hat mit stichhaltigen
Argumenten nichts zu tun“, kritisierte Steckert.
Der Preis für Erdgas ist zeitverzögert an den Ölpreis gekoppelt. Bei dieser Ölpreisbindung
handelt es sich um eine internationale Branchenvereinbarung, die sowohl in den Importverträgen
zwischen Erdgasproduzenten und den deutschen Importeuren, als auch in Lieferverträgen
zwischen den Importeuren und den Endverteilern enthalten ist. Langfristige Lieferverträge
bieten den Verbrauchern auf Dauer Sicherheit für die Erdgaslieferung. Andererseits
sind durch die Ölpreisbindung die hohen Investitionen der Förderländer in die Erdgasförderung
abgesichert. Die Ölpreisbindung verhindert, dass die wenigen Ergasproduzenten bei
sinkenden Ölpreisen ihre Marktmacht ausspielen und die Gaspreise hoch halten können.
Also: Die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstrasse nach oben, denn wenn die Ölpreise sinken,
sinken zeitverzögert auch die Gaspreise. Angesichts des steigenden Erdgasbedarfs
bieten langfristige Verträge dem deutschen Verbraucher auf Dauer die höchste Versorgungssicherheit
bei kalkulierbaren Preisen.

Quelle: Presseinfo des BGW, 21.12.2004


Gaspreise für Verbraucher um das Sechsfache der Importpreise gestiegen

Nach Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stieg der durchschnittliche Einfuhrpreis für Erdgas zwischen Februar 2004 und März 2005 im Vergleich zur Referenzperiode ein Jahr zuvor um 7,5% von 1,19 Ct/kWh auf 1,27 Ct/kWh um 0,08 Ct/kWh.

Die Gaspreise für Haushalte sind lt. einer Erhebung der Zeitschrift Brennstoffspiegel von 4,5 Ct/kWh im März 2004 auf 4,96 Ct/kWh im März 2005 und damit um 0,46 Ct/kWh gestiegen - bei einem Bezug von 33.540 kWh Gas jährlich. Die Erdgaspreise für Haushalte sind damit in diesen zwölf Monaten um rund das Sechsfache der Gasimportpreise der zwölf davorliegenden Monate angestiegen.

Der Bund der Energieverbraucher weist alle Verbraucher darauf hin, dass die Gaspreissteigerungen der vergangenen Monate eindeutig überhöht sind und von den Verbrauchern nicht gezahlt werden brauchen. Unter Berufung auf die fehlende Billigkeit können Verbraucher die Zahlung der Erhöhungen verweigern, ohne sich ins Unrecht zu setzen. Informationen und Musterbrief im Internet unter www.energiepreise-runter.de. Bisher haben sich erst rund 250.000 Verbraucher zu diesem Schritt entschlossen, während 99 Prozent aller Gasverbraucher die überhöhten Preise weiter bezahlen.

Quelle: Bund der Energieverbraucher e.V, 17.05.2005


Gaspreise in Deutschland 1980-2002

Grafik: BGW

Die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben: Verbraucher profitieren bei einem niedrigeren Ölpreisniveau von dann auch wieder niedrigeren Gaspreisen. Diesen Zusammenhang belegt die Tatsache, dass der Gaspreis zwischen 1985 und 2002 um 3 % Prozent gesunken ist; während die Inflationsrate in diesem Zeitraum insgesamt rd. 38 % betrug. Ohne Erdgassteuer wäre der Gaspreis zwischen 1985 und 2002 sogar um 16 % gesunken. Ohne Ölpreisbindung wäre die Realisierung solcher Preissenkungen gegenüber den wenigen Produzenten kaum durchsetzbar.



Gaspreise folgen der Ölpreisentwicklung
Preisanpassungen beim Erdgas in den nächsten Monaten notwendig

Berlin, den 19. November 2004 – Die seit Frühjahr deutlich steigenden Ölpreise machen eine
Anpassung der Erdgaspreise in den nächsten Monaten notwendig, teilt der Bundesverband
der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit. Diese Preisanpassungen finden vor
dem Hintergrund generell steigender Preise auf den Energiemärkten statt. So sind die Preise
für einzelne Energieträger seit Januar 2004 zum Teil erheblich angestiegen. Kohle kostet
beispielsweise momentan 23 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, noch höher liegen die Steigerungsraten
bei leichtem Heizöl (+ 31 Prozent), Rohöl (+ 38 Prozent) oder Koks (+ 150
Prozent). Die so genannte Ölpreisbindung koppelt den Gaspreis zeitverzögert an den Ölpreis.
Eine Reihe von Gasversorgungsunternehmen werden ihre Preise in den nächsten Monaten
anpassen. Die Steigerungsraten liegen jedoch nach jetzigen Informationen unter denen
bei leichtem Heizöl.
„Die Ölpreisbindung ist zudem keine Einbahnstraße nach oben: Fallen die Ölpreise, fallen
auch die Gaspreise“, betont BGW-Präsident Uwe Steckert. Man dürfe auch nicht vergessen,
dass etwa 30 Prozent des Gaspreises, den Haushalte heute zahlen, vom Fiskus abgeschöpft
werden. Im letzten Jahr summierte sich die Steuer- und Abgabebelastung von Erdgas durch
den Staat auf 4,3 Mrd. Euro, so Steckert weiter.
Weitere Informationen zur Ölpreisbindung sowie Pressegrafiken zum Thema Preise finden
Sie unter www.bgw.de/gaspreise.

Quelle: Presseinfo des BGW, 19.11.2004


Preisentwicklung Heizöl/Gas bei Haushalten 1990-2004

Grafik: BGW


Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben

Berlin, den 09. September 2004 – „Die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben:
Verbraucher profitieren bei einem niedrigeren Ölpreisniveau von dann auch wieder niedrigeren
Gaspreisen“, stellt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW)
angesichts der aktuellen Preisdiskussion beim Erdgas fest. Dies belege die Tatsache, dass
der Gaspreis zwischen 1985 und 2002 um 3% gesunken ist, während die Inflationsrate in
diesem Zeitraum insgesamt rund 38% betrug. Ohne Erdgassteuer wäre der Gaspreis zwischen
1985 und 2002 sogar um 16% gesunken.
„Etwa 30 % des Gaspreises, den Haushalte heute zu zahlen haben, schöpft der Fiskus ab.
Im letzten Jahr summierte sich die Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas durch den
Staat auf 4,3 Mrd. € - das sind 90 % mehr als 1998“, so Uwe Steckert, Präsident des BGW.
Der wesentliche Grund für das 2003 gestiegene Preisniveau sei die beinahe 60%ige Erhöhung
der Erdgassteuer zu Beginn des Jahres 2003. „Das hat die Verbraucher mit mehr als 1
Milliarde Euro zusätzlich belastet und den Erdgaspreis nach oben getrieben.“

Quelle: Presseinfo des BGW, 09.09.2004


Langfristige Entwicklung von Öl- und Gaspreisen

Quelle. Statistisches Bundesamt, BMWA
Grafik: BGW

Die Ölpreisbindung verhindert, dass die wenigen ausländischen Ergasproduzenten bei sinkenden Ölpreisen ihre Marktmacht ausspielen und die Gaspreise hoch halten können. Also: sinken die Ölpreise, sinken mit Verzögerung auch die Gaspreise. Die Ölpreisbindung ist marktgerecht, weil Erdgas und Heizöl im scharfen Wettbewerb zueinander stehen. Langfristige Lieferverträge bieten den deutschen Importeuren auf Dauer Sicherheit für die Bezüge. Andererseits sind durch die Ölpreisbindung die hohen Investitionen der Förderländer in die Erdgasförderung abgesichert.


Ölpreisbindung wirksamer Verbraucherschutz
BGW weist irreführende Behauptungen des Bundes der Energieverbraucher zurück.

Berlin, 27. August 2004 - Mit aller Entschiedenheit weist der Bundesverband der deutschen
Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) die irreführenden Behauptungen des Bundes der
Energieverbraucher zurück, die Gasversorgungsunternehmen würden ohne Grund ihre
Gaspreise erhöhen. Dabei verkennt der Bund der Energieverbraucher Sinn und Zweck der
Ölpreisbindung, die bewirkt, dass der Erdgaspreis dem aktuellen Preis des Öls im Abstand
von etwa einem halben Jahr folgt. Die Ölpreisbindung ist seit Beginn der Erdgaslieferungen
nach Deutschland grundlegender Vertragsbestandteil der langfristigen Lieferverträge
zwischen den ausländischen Produzenten und deutschen Importeuren und darüber hinaus
auch international üblich.
Die Zahlen des Bundes der Energieverbraucher entsprechen nicht der aktuellen
Preisentwicklung. So sind nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle die aktuellen Grenzübergangspreise für Erdgas seit März 2004
kontinuierlich angestiegen. Im Juni 2004 lagen die Grenzübergangspreise um 3,7 Prozent
höher als im März 2004.
Es sei unverantwortlich, wenn der Bund der Energieverbraucher die Kunden dazu aufrufe,
ihre Gasrechnungen nicht zu bezahlen. „Dies ist eine Aufforderung zum Vertragsbruch und
bewirkt lediglich eine Verunsicherung der Verbraucher. Dies nützt niemandem“, kritisierte
BGW-Hauptgeschäftsführer Wolf Pluge.
Die Ölpreisbindung ist zudem keine Einbahnstraße nach oben, sondern gewährleistet, dass
die Gaspreise bei fallenden Ölpreisen ebenfalls sinken“, betont Pluge. „Und dass dieser
Mechanismus funktioniert, belegt die Tatsache, dass die Gaspreise zwischen 1985 und
2002 um rund 3 Prozent gesunken sind, während die Inflationsrate in diesem Zeitraum
insgesamt rund 38 Prozent betrug.“

Quelle: Presseinfo des BGW, 27.08.2004



Steuer- und Abgabenbelastungen von Erdgas in Deutschland

Grafik: BGW

Etwa 30% des Gaspreises, den Haushalte heute zu zahlen haben, schöpft der Fiskus ab. Im letzten Jahr summierte sich die Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas durch den Staat auf 4,3 Mrd. € - das sind 90 % mehr als 1998, dem Jahr vor der Einführung der Ökosteuer. Der wesentliche Grund für die 2003 gestiegenen Verbraucherpreise ist die beinahe 60%ige Erhöhung der Erdgassteuer zu Beginn des Jahres 2003. Das hat die Verbraucher mit mehr als 1 Milliarde Euro zusätzlich belastet und den Erdgaspreis nach oben getrieben.


Preisvorteil der Erdgasheizung nutzen
TU-Neubau-Studie belegt: Erdgas im Vollkostenvergleich klar günstiger als Heizöl

Für viele Menschen ist die Frage nach der Heizenergie eine Frage der Kosten. Doch wer sich für eine Ölheizung entscheidet, nur weil der reine Brennstoffpreis günstiger ist, kann am Ende draufzahlen. Das beweist der „Vergleich der Gesamtkosten verschiedener Systeme zur Heizung und Warmwasserbereitung im Neubau“ der Technischen Universität Dresden, die diese Studie im Auftrag des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) erstellte. Die Analyse setzt bundesweite Preisdurchschnitte als Basis und zeigt, dass bei Berücksichtigung aller Kosten Erdgas im Einfamilienhausbereich klar die Nase vorn hat.

Das Ergebnis der Studie: 2.146 Euro jährlich muss der Verbraucher für das Beheizen eines frei stehenden 150-Quadratmeter-Hauses durch ein Erdgas-Brennwertgerät mit indirekt beheiztem Warmwasserspeicher ausgeben. Dagegen kostet die gängigste und günstigste Öl-Variante, der Niedertemperaturkessel mit indirekt beheiztem Speicher, schon 3.020 Euro. Das sind in dem Berechnungsbeispiel pro Jahr fast 900 gesparte Euro durch Erdgas!

Wie kommen diese Summen zustande? Die Dresdner Wissenschaftler addierten drei Bereiche: verbrauchsgebundene, kapitalgebundene und betriebsgebundene Kosten. Der erste Punkt geht noch an das Heizöl; Posten wie Energie und Hilfsenergien summieren sich auf jährlich 807 Euro, während für Erdgas 919 Euro angelegt werden müssen. Diesen Rückstand macht die Energie aus den gelben Rohren schon bei den Betriebskosten, wie zum Beispiel für die Wartung, mehr als wett: 62 Euro stehen hier den 200 Euro beim Heizöl gegenüber. Zwischenstand: 26 Euro Vorsprung für Erdgas.

Den großen Unterschied machen allerdings die kapitalgebundenen Kosten aus. Denn in diesen Bereich fallen die Mehrkosten für den baulichen Wärmeschutz, die seit Beginn der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit berechnet werden müssen. Die finanziellen Aufwendungen hierfür schlagen bei dem in der Studie berücksichtigten Heizöl-Niedertemperaturgerät mit 528 Euro zu Buche, während beim Erdgas-Brennwertgerät kein Cent angelegt werden muss. Dazu kommt bei Öl noch ein Mehr von 320 Euro für die Geräteinvestitionen – macht genau 874 Euro im Jahr Preisvorteil für Erdgas.

BGW-Experten empfehlen deshalb moderne Brennwerttechnik, weil sie energetisch effizient und ökologisch verträglich ist. Zieht man einen Vergleich dieser Technik für beide Energieträger, so wird der Vorsprung von Erdgas noch deutlicher. Es bleibt dabei: Preisvorteil für die Erdgasheizung.

Quelle: Pressemitteilung des BGW, 11/02


Kostenvergleich Heizöl - Erdgas:
Erdgas Bei Gesamtkosten Nase vorn

Wenn die Modernisierung der Heizungsanlage ansteht, stellt sich auch die Frage nach den Kosten einer neuen Anlage bzw. nach dem preiswertesten Brennstoff: Erdgas wird als platzsparend, umweltschonend und sauber bewertet. Doch wie sieht es mit den Kosten aus? Ist Heizöl preiswerter? - Wird nur der Brennstoffpreis verglichen, trifft dies im Moment zu. Betrachtet man dagegen alle anfallenden Kosten der Heizsysteme, sehen die Ergebnisse im Durchschnitt anders aus: Experten des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) haben die jährlichen Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung näher unter die Lupe genommen.

Dabei haben sie sämtliche Kosten eines Gas-Spezial-Heizkessels und eines Öl-Heizkessels mit Gebläsebrenner – jeweils mit indirekt beheiztem Warmwasserspeicher – untersucht: Neben den reinen Brennstoffkosten wurden z.B. auch die Kosten für den neuen Heizkessel, für Brennstofflagerung und Wartung mit in den Vergleich einbezogen.

Legt man die Brennstoffpreise vom April 2002 zugrunde, hat die Ölheizung bei den Verbrauchskosten einen Vorsprung. Dagegen schneidet die Erdgasheizung bei den Kapitalkosten (z.B. für den neuen Heizkessel) als auch bei den Betriebskosten (für Wartung und Reinigung) deutlich besser ab. Die Ursache: Erdgas-Niedertemperatur-Heizkessel kosten im Vergleich zur Heizölvariante in der Regel weniger und lassen sich preiswerter warten. Zudem fallen bei Erdgas keine Kosten für die Versicherung des Brennstofflagers an.

Bei den Jahresgesamtkosten für ein freistehendes Einfamilienhaus ist die Erdgasheizung schließlich mit 1950 € etwa acht Prozent preiswerter als die Ölheizung (2124 €). Ein BGW-Experte empfiehlt: „Spätestens wenn sowohl bei der Ölheizung als auch beim Öltank ein Austausch ansteht, sollte über einen Wechsel zu Erdgas nachgedacht werden.“ Unterstützt wird die Umstellung auch durch die zahlreichen Fördermaßnahmen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Viele Gasversorger unterstützen die Umstellung, indem sie sich an den Kosten der Öl-Tank-Entsorgung und des darin verbliebenen Heizöls beteiligen.

Die Verbraucherzentralen bieten eine Broschüre zum Thema "Heizung und Warmwasser" an: Sie kann für 7,80 € (einschl. Porto und Versand gegen Rechnung) unter Tel. 05 11/ 9 11 96-0 und Fax 05 11/ 9 11 96-10 bzw. beim VZN-Versandservice, Postfach 61 26, 30061 Hannover oder per E-Mail unter info@vzniedersachsen.de bestellt werden.

Bei den Gesamtkosten gewinnt die Gasheizung

Quelle: Pressemitteilung des BGW, 09/02

Zum Vergrössern anklicken. Erdgas am günstigsten in Neubauten (06.2003)

Noch 8 Monate zuvor wurde Erdgas als kostengünstigere Variante bekannt gegeben, allerdings von einer anderen Stelle.

Die Initiative Erdgas und Umwelt ( www.ieu.de ) bezieht ihre Aussage aus einer ASUE-Broschüre ( www.asue.de  ).

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Energie im Haushalt
(Quelle: ASUE)

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Was kosten Dusche und Vollbad?

Heizung und Warmwasserbereitung sind die "Energie-Großverbraucher" im Haushalt. Rund 90 Prozent des gesamten Haus-Energiebedarfs fallen auf sie. Während der Heizenergiebedarf der Gebäude durch den Austausch veralteter Heizkessel und verbesserte Dämmung seit Jahren rückläufig ist, bleibt der Energie- und Wasserbedarf für Warmwasser konstant hoch oder zeigt sogar ansteigende Tendenz. Der Grund: Die Sanitärausstattung der Wohnungen wird immer besser und die Lebensgewohnheiten ändern sich. Tägliches Duschen ist heute für viele Menschen selbstverständlich. Deshalb sind Energie sparende und kostengünstige Lösungen für die Erwärmung von Trinkwasser gefragt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Speichersystemen und Durchlauferhitzern. Bei einem Speichersystem wird Warmwasser in einem Speicher, der vom Heizkessel mit erwärmt werden kann, ständig auf Temperatur gehalten. Durchlauferhitzer bevorraten dagegen kein warmes Wasser. Das Wasser wird erst dann erwärmt, sobald ein Nutzer einen Warmwasserhahn öffnet. Durchlauferhitzer werden mit Erdgas oder Strom betrieben.

Was kosten Duschen und Baden?Wer über die Kosten für Warmwasser nachdenkt, sollte neben den Anschaffungskosten für die Warmwasserbereitungs-Systeme vor allem die Energiekosten berücksichtigen, denn sie fallen nicht einmalig an, sondern belasten als verbrauchsgebundene Kosten kontinuierlich die Haushaltskasse. Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch, Kaiserslautern, hat nun in einem Vergleich die verbrauchsgebundenen Kosten für eine Dusche und für ein Vollbad mit Strom und Erdgas gegenübergestellt. Betrachtet wurden dabei die Wasser- und die Energiekosten.

Für diesen Vergleich wurden zwei gängige Warmwasserbereitungs- Systeme ausgewählt: ein Gas-Kombiwasserheizer (Durchlaufverfahren) und ein mit Strom betriebener Durchlauferhitzer. Für einen Kubikmeter Trinkwasser sind bundesweit durchschnittlich 1,72 Euro (einschl. MWSt., ohne Grundpreis) zu zahlen. Daraus ergeben sich für eine Dusche (50 Liter) Wasserkosten in Höhe von 9 Cent und für ein Vollbad (120 Liter) von 21 Cent. Als Energiebedarf wurde für das erdgasbetriebene System von 2,42 kWh (Dusche) und von 5,80 kWh (Vollbad), beim elektrisch betriebenen System von 1,69 kWh (Dusche) und von 4,05 kWh (Vollbad) ausgegangen. Für die Energiepreise wurden bei Strom 15,31 Cent/kWh und bei Erdgas 3,31 Cent/kWh ermittelt.

Daraus resultieren beim Vollbad Gesamtkosten in Höhe von 83 Cent bei elektrischer Warmwasserbereitung gegenüber 40 Cent bei der Warmwasserbereitung mit Erdgas. Beim Duschen betragen die Kosten 35 Cent (Strom) beziehungsweise 17 Cent (Gas) - das entspricht einer Ersparnis von 66 Euro pro Jahr für eine Person, die täglich einmal duscht. Für Erdgas sprechen außerdem die deutlichen Umweltvorteile: Die Verbrennung ist schadstoffarm, und Erdgas muss nicht, anders als Strom, mit großen Verlusten in Sekundärenergie umgewandelt werden.

Quelle: ASUE, Meldung vom 20.05.2003


Wie man feststellt, ob der Wärmeerzeuger veraltet ist
Energieverschwendern auf der Spur

Nach Informationen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt heizen in Deutschland über zwei Millionen Haushalte mit veralteter Heiztechnik. Die Kesseloldies fressen bis zu 40 Prozent mehr Energie als moderne Geräte. Doch zählt der eigene Wärmeerzeuger auch dazu?

Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt gibt eine kurze Anleitung, wie jeder den Zustand seiner Heizungsanlage feststellen kann.Die Frage nach dem Alter des Heizkessels ist leicht zu beantworten. Auf dem Typenschild des Gerätes steht das Baujahr. Ist demnach der Kessel älter als 15 Jahre, ist er technisch überholt.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Hinweise für unwirtschaftliche Wärmeerzeuger. Wenn der Schornsteinfeger bei seiner jährlichen Messung zu hohe Abgasverluste feststellt und der Kessel die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung nicht einhält, ist in den meisten Fällen die Modernisierung fällig.

Alte Kessel sind schlecht gedämmt und verlieren deshalb unnötig viel Energie an die Umwelt, so dass der Raum, in dem der Wärmeerzeuger steht, 20 Grad und wärmer werden kann. Fällt die Heizung überdies häufiger aus, sollte das Gerät ausgetauscht werden.

Für die Modernisierung bietet sich unter Umwelt- und Energiespar-Aspekten der Einbau einer Gas-Brennwertheizung an. Diese senkt den Energieverbrauch gegenüber Altgeräten um bis zu 40 Prozent. Dabei nutzt dieses Heizsystem auch die Wärme, die im Abgas enthalten ist.


Informationen über Heizungs- modernisierung bietet der Initiativkreis
Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch)
oder im Internet unter www.ieu.de an.

Bonn und Essen, 19.02.2003

Herausgeber:

Initiativkreis Erdgas & Umwelt
Huttropstraße 60, 45138 Essen
Redaktion: Calovini PR, Postfach 01 40, 58314 Schwelm

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Elektrodirektheizungen - ein teures Vergnügen

(vera - 11.11.2002) In dieser Jahreszeit wünscht sich jeder eine warme Stube. So auch die von den Überschwemmungen betroffenen Verbraucher, deren Heizung kaputt gegangen ist. Gerade sie, die schon genügend Probleme haben, sind jetzt Zielgruppe von Anbietern von Heizungen, die keine Brennstoffe benötigen und ohne Schornstein auskommen. So werden die Vorteile einer "Heizung aus der Steckdose" angepriesen. Heizlüfter, Infrarotstrahler, elektrische Radiatoren und Konvektoren gehören dazu. Nach Anschluss an die Steckdose geben sie die Wärme direkt an den Raum ab. Sie werden deshalb auch als Direktheizgeräte bezeichnet. Ihre elektrische Leistung liegt gewöhnlich nur bei 1,5 bis max. 2 kW, denn bei höheren Leistungen müsste eine Genehmigung vom Energieversorgungsunternehmen vorliegen.

"Diese Direktheizgeräte sollten nicht als Hauptheizung eingesetzt werden", so Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS), "weil sie zum einen in ihrer Leistung nicht ausreichend sind, zum anderen die Betriebskosten ca. 2 - 3 mal so teuer wie bei Öl- oder Gasheizungen sind. Das versuchen manche Anbieter allerdings schön zu rechnen. Hierbei sollte jeder Verbraucher gesunde Skepsis an den Tag legen."

Hat man dennoch gekauft, und die Heizleistung reicht schließlich nicht aus, ist ein Zurück vom Kaufvertrag nur selten möglich. Sachsens Verbraucherschützer empfehlen jedoch, unbedingt Rechtsrat einzuholen.

Elektrodirektheizgeräte, zu denen auch Ölradiatoren gehören (die man schon für unter 50 € erhält), sollten nur als Übergangslösung dienen, wenn die sonst übliche Heizung ausgefallen ist. Solche Geräte sollte man nicht mit so genannten Nachtspeicherheizgeräten verwechseln, die nachts eine bestimmte Wärmemenge aufnehmen und sie tagsüber wieder abgeben. Die Leistungen solcher Geräte sind wesentlich höher. Sie sind durch das Energieversorgungsunternehmen genehmigungspflichtig und dürfen nur von einer Installationsfirma fest angeschlossen werden. Für diese Heizungen gibt es einen besonderen Nachtstromtarif, und die Betriebskosten liegen bei nur ca. einem Drittel der mit Tagstrom betriebenen Geräte.

Heizen mit Strom ist vor allem auch aus ökologischen Gründen nicht zu empfehlen. Wenn man den Gesamtwirkungsgrad betrachtet, liegt er weit unter dem einer modernen Öl- oder Gasheizung.

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät deshalb, vor dem Kauf von Heizungsanlagen den Fachmann zu konsultieren, z.B. die Energieberater der Verbraucherzentralen.

Weitergehende Informationen erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
Quelle: www.Verbrauchernews.de


Heizung größter „Energiefresser“ im Haus!
In den kalten Monaten viele Sparmöglichkeiten

In deutschen Privathaushalten werden nach Angaben des BINE-Informationsdienstes beim Fachinformationszentrum Karlsruhe mehr als drei Viertel der Endenergie für die Bereitstellung von Raumwärme aufgewendet. Da Heizung und Warmwasser mit zusammen fast 90 Prozent den mit Abstand größten Energieverbrauch im Haus verursachen, liegt hier auch das höchste Potenzial zur Energieeinsparung.

Als derzeit meistverkaufte und sehr effiziente Möglichkeit zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser bietet sich die Gas-Brennwertheizung an, da sie auch die im Abgas enthaltene Wärme nutzt. Tauscht man eine alte Heizungsanlage gegen eine moderne Gas-Brennwertanlage aus, können bis zu 30 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

Der Heizwärmebedarf lässt sich darüber hinaus durch ein bewussteres Lüften und eine angepasste Raumtemperatur weiter senken. So sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 20 °C betragen. Während der Nachtstunden wird eine Absenkung der Temperatur um 5 °C empfohlen. Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizkosten. Ein kurzer und kräftiger „Durchzug“ ist besser als Dauerlüften, denn beim Dauerlüften kühlen Wände und Möbel aus. „Dauer-Kippfenster“ sollten also auf jeden Fall vermieden werden.

Diese und viele weitere Spartipps können in einer Broschüre des Umweltbundesamtes nachgelesen werden, die kostenlos auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch unter www.asue.de heruntergeladen werden kann.

Quelle: ASUE, Januar/Februar 2004

Kommentar DIMaGB:
Wenn jedes Grad weniger 6% Heizkosten spart, warum geht man dann nicht von der konvektiven Heizung zur Strahlungsheizung über (bzw. zurück)? Hier erreicht man mit 3-4 °C weniger dasselbe thermische Empfinden (thermische Behaglichkeit = Raumlufttemperatur : Hüllflächentemperatur) wie mit der konvektiven Luftwalze.

Querverweis:
Dezentrale Energieversorgung von Einfamilienhäusern mit Biomasse
Energieeinsparung durch Konstruktion und Strahlungswärme
Bioenergie für den Kleinhaushalt - Holzwärme im Einfamilienhaus


Wann verbraucht man am meisten Heizenergie?
 - Das ganze Jahr wirtschaftlich heizen

Fast 50 Prozent der benötigten Heizenergie eines Jahres werden in Deutschland zwischen Dezember und Februar verbraucht. Wer in dieser Zeit bewusst mit Wärme umgeht, kann effektiv sparen, informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt. Aber auch außerhalb der kältesten Jahreszeit ist es möglich, den Energieverbrauch wirksam zu senken.

Wer die Raumtemperatur jährlich um ein Grad senkt, kann seinen Heizenergieverbrauch um sechs Prozent reduzieren. Besonders der Winter bietet hierzu gute Möglichkeiten, da die Außentemperatur in der Regel konstant kalt ist und etwa die Hälfte der benötigten Heizenergie eines Jahres während dieser Zeit verbraucht wird.

In den Übergangszeiten, also im Frühling und Herbst, fällt das Energiesparen durch Verhaltensanpassung schwerer. Die Temperatur schwankt häufig. Ältere Heizkessel sind dann nicht in der Lage, sich schnell auf neue Witterungsverhältnisse einzustellen und ihre Betriebstemperatur einem niedrigeren Wärmebedarf anzupassen.

Im Gegensatz dazu arbeiten Gas-Brennwertheizungen modulierend. Sie passen ihre Betriebstemperatur flexibel der Witterung an und produzieren nur so viel Wärme wie nötig. Auch im Sommer macht sich die Brennwerttechnik bezahlt, da sich diese Wärmeerzeuger nur bei Bedarf elektrisch einschalten. Außerdem sind alte Heizkessel in der Regel überdimensioniert und schlecht isoliert, so dass sie außerhalb der Heizperiode unnötig Wärme an den Aufstellraum abgeben. Über das ganze Jahr betrachtet können Hauseigentümer, die ihren veralteten Wärmeerzeuger gegen eine Gas-Brennwertheizung austauschen, bis zu 40 Prozent Energie einsparen.

Kostenlose Informationen über das Energiesparen beim Heizen gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch) oder im Internet unter www.ieu.de.

Quelle: Presseinfo IEU
Berlin und Essen, 15.11.2003


Heizung durchschnittlich größerer Posten als das Auto
- Wofür Energie verbraucht wird

In den Privathaushalten Deutschlands ist nicht das Automobil, sondern die Heizung der größte Energieverbraucher, informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt. Die Wärmeversorgung benötigt durchschnittlich 49 Prozent der privat eingesetzten Ressourcen. Zusammen mit der Warmwasserbereitung, die häufig mit der Heizung gekoppelt ist, sind es sogar 57 Prozent.

Für das Autofahren werden hingegen nur 35 Prozent Energie eines Privathaushalts verbraucht. Dabei erfreuen sich kraftstoffsparende Motoren eines größeren Interesses als energiesparende Heiztechnik. Angesichts des großen Energiebedarfs für Wärme und Warmwasser ist es ratsam, auch bei der Heiztechnik auf sparsame Geräte zu setzen.

Gas-Brennwertheizungen nutzen die Wärme, die im Abgas enthalten ist, für die Beheizung und sparen so gegenüber herkömmlichen Geräten ohne Brennwertnutzung etwa zehn Prozent Energie ein.

Andere Energieverbraucher im Haus sind gemessen an der Heizung und dem Automobil vergleichsweise unbedeutend. Haushaltsgeräte schlagen mit sieben Prozent zu Buche, Licht hat nur einen Anteil von einem Prozent am privaten Energiehaushalt. Sparmaßnahmen sollten daher dort ansetzen, wo sich viel Energie einsparen lässt.

Informationen über energiesparende Heiztechnik gibt es kostenlos beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt im Internet unter www.ieu.de oder per Telefon unter
0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch).

Quelle: Pressemitteilung IEU
Berlin und Essen, 30.03.2004


Womit heizen die Deutschen?
Heizenergiestatistik 2003: Neuer Rekordwert für Erdgas

46,6 Prozent der deutschen Haushalte wurden im Jahr 2003 mit Erdgas beheizt. Von bundesweit 37,5 Millionen Wohneinheiten sind das fast 17,5 Millionen – 300.000 mehr als 2002. Diesen neuen Rekordwert veröffentlichte jetzt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW). In der Statistik folgen leichtes Heizöl mit 31,6, Fernwärme mit 12,4, Strom mit 5,8 und Kohle mit 3,6 Prozent.

Dieses Ergebnis bedeutet für Erdgas gegenüber dem Jahr 2002 einen Ausbau der Spitzenposition um sechs Zehntel Prozentpunkte. Fernwärme und Strom bleiben stabil, Heizöl und feste Brennstoffe wie Kohle oder Holz bauen leicht ab. Der Vormarsch der Energie aus den gelben Rohren geht also weiter. Im Neubaubereich werden bereits 75 Prozent der zum Bau genehmigten Wohneinheiten mit Erdgas beheizt.

Fazit: Der Trend hält an. Vergleicht man die heutigen Zahlen mit denen von vor acht Jahren, so hat Erdgas auf dem Wärmemarkt 7,6 Prozentpunkte hinzu gewonnen, Heizöl indes hat um 2,1, Kohle sogar um 5,5 Punkte verloren.

Quellen der Zahlenangaben: BGW Statistik „Wohnungsbeheizung Deutschland 2003“; Statistisches Bundesamt „Bautätigkeitsstatistik 2003“.

Quelle:
Pressemitteilung des BGW, 02/02


Höhere Wirkungsgrade mit Erdgas
Bei Hauswärme jährlich 300 Euro sparen

Jeder Haushalt kann durch Verhaltensanpassungen jährlich im Durchschnitt etwa 370 Euro einsparen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Fraunhofer-Instituts, des Öko-Instituts und der TU München. Besonders effizient sind dabei Maßnahmen, die den Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser reduzieren.

So können bei Wärme und Warmwasser ca. 300 Euro eingespart werden, bei elektrischen Geräten 60 Euro (z.B. Beleuchtung, Haushaltsgeräte). Das hohe Einsparpotenzial bei der Wärmeerzeugung können Verbraucher z.B. dadurch erreichen, dass sie Heizkörper nicht mit Möbeln zustellen, die Fenster nicht bei aufgedrehter Heizung aufreißen und auf eine angemessene Raumtemperatur achten.

Raumtemperatur absenken
Allein mit der Absenkung der Raumtemperatur um zwei Grad könne nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V. (BGW) schnell eine jährliche Energiekosteneinsparung im dreistelligen Euro-Bereich erreicht werden: "25 Grad im Schlafzimmer kosten nicht nur Geld, sondern sind auch überflüssig." Die durch die DIN empfohlene Raumtemperatur liegt in Wohn- und Schlafräumen, Küche und WC bei 20 Grad, in Nebenräumen (Flur, Vorräume) bei 15 Grad und in Bädern bei 24 Grad.

Höhere Wirkungsgrade mit Erdgas
Neben dem richtigen Heizverhalten bietet auch eine moderne Heizungsanlage Sparpotenziale: Brennwertgeräte nutzen die in den Abgasen anfallende Wärme, die bei herkömmlichen Geräten durch den Schornstein entweichen würde. Besonders hohe Wirkungsgrade lassen sich dabei mit Erdgas erreichen. Die Stiftung Warentest hat berechnet, dass moderne Gas-Brennwertgeräte im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Kesselveteran ca. 200 Euro Gaskosten im Jahr sparen. bgw

Quelle:
Pressemitteilung des BGW, 11/01
Bild: Am meisten Energie kann man mit der Heizung einsparen.


Die richtige Heizung für den Neubau:
Kosten vergleichen lohnt sich!

Beim Bau eines Hauses steht der Bauherr vor der Entscheidung für ein langfristig sicheres, energetisch effizientes und ökologisch sinnvolles Heizungssystem. Aber welches der vielen, derzeit auf dem Markt befindlichen Systeme entspricht diesen Anforderungen? Hier hilft der kostenfreie Ratgeber „Wärmeversorgung im Neubau“, den die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. herausgegeben hat.
Der Anteil von Heizung und Warmwasser am gesamten Energieverbrauch eines Haushaltes beträgt fast 90 Prozent. Deshalb lassen sich durch die Wahl eines effizienten Heizsystems die Energiekosten eines Haushalts besonders deutlich reduzieren.

So hat die ASUE bei einem ebenfalls in dieser Broschüre veröffentlichten Vergleich von vier gängigen Heizsystemen bei den Gesamtvollkosten – dabei werden nicht nur die einmalig anfallenden Investitionskosten, sondern auch die jährlichen Energiekosten berücksichtigt – Unterschiede von bis zu rund 800 Euro pro Jahr festgestellt. Danach stellt ein Gas-Brennwertgerät als Dachheizzentrale mit einer Warmwasserbereitung über einen Speicher das günstigste System dar, während eine auf einer Elektrowärmepumpe basierende Heizungsanlage am schlechtesten abschneidet.

Da in Neubauten Erdgas mittlerweile in über 70 Prozent der Haushalte zum Einsatz kommt, stellt in diesen Gebäuden der Einbau von Gas-Brennwerttechnik eine langfristig sichere Entscheidung dar. Diese moderne Technologie arbeitet besonders effizient, da sie auch die im Abgas enthaltene Wärme für Heizzwecke nutzen kann. Bei der Warmwasserbereitung bietet für Einfamilienhäuser ein zentrales System mit einem Speicher die ideale Lösung. In diesen Speichern können größere Mengen Wasser aufgeheizt und vorgehalten werden.

Neben den Themen „Heizungsanlage“ und „Warmwasserbereitung“ geht die ASUE-Broschüre unter anderem noch auf die „Kontrollierte Wohnungslüftung“ ein, erläutert die in der Energieeinspar-Verordnung (EnEV) zusammengefassten gesetzlichen Vorschriften und beschreibt detailliert die Vorteile einer Dachheizzentrale. Darüber hinaus enthält die Publikation noch ein Formblatt zur Erstellung einer individuellen Vollkostenrechnung und stellt weitere Nutzungsmöglichkeiten von Erdgas vor.

Die Broschüre kann unter www.asue.de aus dem Internet heruntergeladen oder kostenlos angefordert werden: Tel. (0631) 360 90 70 oder per E-Mail an ratgeber@asue.de.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 08.03.2004


Verbraucht die Heizung zuviel?

Über den Energieverbrauch im Haushalt denken die meisten erst nach, wenn die Heizkostenabrechnung kommt oder der Öltank aufgefüllt werden muss. Dabei verbrauchen viele Heizkessel unnötig viel Energie, was nicht nur den Geldbeutel belastet, sondern auch die Umwelt. Und da ein Großteil des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland – rund ein Drittel – zu Lasten von Heizung und Warmwasser geht, liegt gerade hier ein großes Einsparpotenzial.

Woran erkennt man nun, ob die Heizung zuviel verbraucht? Als Faustregel gilt: Dringender Handlungsbedarf besteht bei einem jährlichen Verbrauch ab 18 Litern Heizöl je Quadratmeter Wohnfläche (nur Heizung) beziehungsweise ab 22 Litern Heizöl je Quadratmeter Wohnfläche (Heizung und Warmwasserbereitung). Dann sollte unbedingt etwas getan werden. Zum Vergleich: Nach einer Studie der Frankfurter Firma Techem lag der durchschnittliche Heizenergieverbrauch in der Heizsaison 2001/2002 bei 16,25 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche.

Wenn der Heizkessel veraltet ist, dann ist ein Austausch in vielen Fällen die einzig richtige Entscheidung. Nach der Technischen Regel VDI 2067/1 beträgt die Nutzungsdauer von Heizkesseln etwa 18 bis 20 Jahre und von Gebläsebrennern rund 12 bis 15 Jahre.

Alte Kessel (bis etwa Baujahr 1980) mit einer konstanten Kesseltemperatur haben einen schlechten Wirkungsgrad, wenn die volle Heizleistung nicht benötigt wird, und das ist der Regelfall. Moderne Heizkessel, zum Beispiel Erdgas-Niedertemperatur- oder -Brennwertgeräte, passen dagegen die Leistung automatisch dem Bedarf an. Außerdem sind Erdgasheizungen besonders umweltschonend und sparsam im Verbrauch: Ein Haushalt, der von einem alten Heizkessel auf einen modernen Erdgas-Brennwert- oder Erdgas-Niedertemperaturkessel umstellt, spart rund 30 Prozent Energie pro Jahr ein.

Der Energieverbrauch kann weiter gesenkt werden, wenn man folgende einfache Regeln beachtet. Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Deshalb sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 20 °C betragen und in der Nacht um etwa fünf Grad abgesenkt werden. Außerdem sollten schlecht regelbare Thermostatventile ausgetauscht werden, damit sich diese Temperaturwerte sicher einhalten lassen. Weitere Tipps enthält die Broschüre „Energiesparen im Haushalt“, die aus dem Internetauftritt der ASUE (http://www.asue.de, Rubrik „Veröffentlichungen“ unter „Energie im Haus“) heruntergeladen werden kann.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 10.05.2004


Saunaanlagen umweltschonend und energieeffizient betreiben

Im Zuge der gesundheitsorientierten Wellness-Bewegung spielt die Sauna mit ihren medizinisch anerkannten positiven Effekten eine tragende Rolle. In Hotels, Wellness- und Fitness-Einrichtungen gehören Saunaanlagen vielerorts zum Standard. Bei allen positiven gesundheitlichen Aspekten dürfen aber deren großer Energiebedarf und damit die umwelt- und energierelevanten Auswirkungen nicht unterschätzt werden. Eine noch wenig bekannte Möglichkeit, eine Sauna umweltschonend zu beheizen, bietet die Nutzung von Erdgas. Dieser Energieträger hat aber nicht nur hinsichtlich der Umwelt Vorteile; mit ihm lassen sich die Betriebskosten gegenüber einem strombeheizten Saunaofen deutlich reduzieren! Das teilte jetzt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. mit.

Einer der Anbieter von erdgasbeheizten Saunen ist die Firma Westenberg Sauna Equipment aus 48703 Stadtlohn. Das Unternehmen bietet diese Anlagen in verschiedenen Konfigurationen insbesondere für gewerbliche Anwender an.

Die Pyramiden-Saunagasöfen wurden speziell für den Einsatz in größeren, kommerziell betriebenen Anlagen entwickelt. Sie sind in den Leistungsstufen 24 kW, 48 kW, 72 kW und 96 kW erhältlich. Drei dieser Öfen mit einer Gesamtleistung von 198 kW kommen zum Beispiel im Freizeitbad „Monte Mare“ in Kaiserslautern zum Einsatz.
Die Pyramiden-Saunagasöfen arbeiten nach dem Prinzip der finnischen Sauna: Es werden Steine erhitzt, die wiederum ihre Wärme an die Umgebung abgeben. Durch die großflächige Abstrahlung wird die Hitze gleichmäßig in der gesamten Saunakabine verteilt.

Ein Pyramiden-Saunagasofen besteht aus einem Rohrsystem, das im Bereich der Saunakabine wie eine Pyramide geformt und dort von Steinen umgeben ist, einem Gasbrenner, einem Ventilator sowie einem Kamin. Der Ventilator befindet sich kurz vor dem Kamin am Ende des Rohrsystems und erzeugt dadurch in den vor ihm befindlichen Rohrleitungen einen Unterdruck. Die auf diese Weise angesaugte Außenluft gelangt zunächst zum Gasbrenner, wo sie erhitzt wird und sich mit den Abgasen des Brenners vermischt. Danach durchläuft das Rauchgas-Luft-Gemisch die Pyramide sowie unter den Saunabänken befindliche Rohre, bevor sie schließlich durch den Kamin entweicht. Da die Heißluft vom Pyramidenofen nicht direkt in den Kamin gelangt, sondern erst noch die unter den Bänken verlegten Rohre passiert, betragen die Abgastemperaturen nicht mehr als etwa 80 °C.

Dieser effizienten Abwärmenutzung haben die Pyramidenöfen ihren hohen Wirkungsgrad mit zu verdanken und kommen daher mit etwa einem Drittel der Betriebskosten aus, die eine mit Strom betriebene Anlage vergleichbarer Leistung verursachen würde. Zum Beispiel für eine Saunakabine mit einem Leistungsbedarf von 24 kW sowie einer täglichen Öffnungszeit von zehn Stunden an 350 Tagen im Jahr gibt der Hersteller ganz konkret eine Ersparnis von mehr als 5.000 Euro pro Jahr an! Außerdem besitzen die Pyramidenöfen den Vorteil, dass ihre Wartung ohne Unterbrechung des Betriebes der übrigen Anlagen durchgeführt werden kann, da sich alle technischen Einrichtungen außerhalb der Saunakabine befinden.

Bei der Entwicklung des Systems wurden natürlich Sicherheitsbelange berücksichtigt. So läuft beim Einschalten zunächst nur der Ventilator an und spült für mindestens 30 Sekunden das gesamte Rohrsystem mit Frischluft – was einem dreifachen Luftwechsel entspricht –, ehe die Gaszuleitung zum Brenner freigegeben wird. Erst wenn der erforderliche Unterdruck erreicht ist, zündet der Brenner, wobei anschließend eine Ionisationssicherung dessen Betriebsweise laufend überwacht. Da praktisch im gesamten Rohrsystem Unterdruck herrscht – der Ventilator befindet sich ja erst kurz vor dem Kamin – sorgt dieser für zusätzliche Sicherheit: Sollte während des Betriebes ein Leck im Rohrleitungsnetz entstehen, können die Abgase nicht in den Saunainnenraum entweichen. Mit erdgasbetriebenen Saunen können die Betriebskosten nachhaltig gesenkt werden.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 21.06.2004


Energiesparen - für 91 Prozent der Deutschen eine Herzensangelegenheit.
Tipp: Auf Erdgas-Brennwerttechnik umsteigen

Energiesparen - für 91 Prozent der Deutschen eine Herzensangelegenheit. Das brachte eine EMNID-Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) ans Licht. Ein weiteres Ergebnis dieser Studie: Die Bundesbürger sind falsch informiert. Im Irrglauben, Strom sei der größte Verbraucher im Haushalt, wird beispielsweise das Licht beim Verlassen des Raumes ausgeschaltet. Lobenswert. Doch Energiefresser Nummer eins ist mit ca. 75 Prozent die Heizung. Deshalb lohnt das Sparen dort besonders.

Ein Beispiel: Nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) bedeutet eine Absenkung der Raumtemperatur um zwei Grad immerhin zwölf Prozent weniger Heizenergieverbrauch.

Die Wohlfühltemperaturen sind zwar individuell verschieden, empfohlen werden jedoch fürs Badezimmer 22 Grad, im Wohnbereich 20, in der Küche 18 und im Schlafzimmer 17 Grad.

Weitere Spar-Tipps:
- Nutzung von Thermostatventilen an Heizkörpern und programmierbaren Heizungsregelungen mit Tages- und Wochenkurven. Absenkung der Raumtemperaturen in der Nacht oder während Zeiten längerer Abwesenheit.
- Keine Möbel vor Heizkörper stellen. Dadurch bleibt die ungehinderte Ausbreitung der Wärme im Raum gewährleistet.
- Regelmäßiges Stoßlüften max. 10 Minuten. Und nicht vergessen, während des Lüftens das Heizkörperthermostat zu schließen.

Soweit kann jeder Mensch die Heizkosten durch sein Verhalten senken. Die größte Einsparung wird jedoch durch eine kluge Investition realisiert: Die BGW-Experten empfehlen deshalb den Einbau eines modernen Erdgas-Brennwertgerätes. Im Vergleich zu einem 30 Jahre alten Kessel können über 30 Prozent Heizenergie gespart werden. Von der Stiftung Warentest bekamen Erdgas-Brennwertgeräte im Bereich Energieausnutzung in neun von zehn Fällen ein "Sehr gut". Damit werden dem Energiefresser Heizung dann endgültig die Zähne gezogen.

Quelle: BGW
Berlin, September 2004

Kommentar DIMaGB.de: Wohl eher eine Angelegenheit des Kontostandes, egal ob mit Vernunft oder nur mit Geiz verbunden. Vielleicht doch ein Hoffnungsschimmer nach Pisa? Und obwohl anscheinend immerhin 91% den richtigen geistigen Reifegrad erreicht haben, brauchen wir Verordnungen zum Sparen? Dank DIN 4108 u.a. sparen wir höchst unwirtschaftlich, und das auch noch gefördert.


Spar-Tipps rund um die Heizung
Wie ein Haushalt die Heizkosten um bis zu 300 Euro drosseln kann

Gerade in Zeiten gestiegener Energiepreise zahlt sich energiebewusstes Beheizen von Haus und Wohnung aus. Nach Schätzung des Umweltbundesamtes kann ein durchschnittlicher Haushalt in einem Altbau bis zu 300 Euro pro Jahr allein durch cleveres Heizverhalten einsparen, ohne Abstriche beim Wärmekomfort machen zu müssen.

Eine effiziente Heizanlage ist freilich die wichtigste Voraussetzung für sparsames Heizen. Deshalb drängt sich für Betreiber einer technisch veralteten Heizung die Modernisierung als lohnendste Maßnahme regelrecht auf. „Alle neueren Geräte sparen gegenüber alten extrem an Energie“, hat Stiftung Warentest herausgefunden und empfiehlt Altanlagenbesitzern, unbedingt über einen Austausch nachzudenken. Was „extrem sparen“ konkret heißt, erläutert ein Sprecher des Ins-tituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO): „Wer einen alten Standardheizkessel beispielsweise gegen ein Öl-Brennwertgerät austauscht, kann künftig mit bis zu 40 Prozent weniger Heizölverbrauch rechnen.“ Weil in Öl-Brennwertgeräten auch die heißen Abgase als Wärmeenergie genutzt werden, erzielen diese Kessel einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent.

Aber selbst die effizienteste Heizanlage bleibt unter ihren Möglichkeiten, wenn sie in der Pflege vernachlässigt wird. Bis zu zehn Prozent mehr verbraucht eine Heizung, die lange Zeit nicht gewartet wurde. Eine jährliche Inspektion vom Fachhandwerker sorgt dafür, dass die Heizanlage dauerhaft sparsam arbeitet.

Wenn Heizkörper gluckern, müssen sie entlüftet werden. Bleibt ein Heizkörper beständig gleich warm, deutet das auf ein defektes Thermostatventil hin. Lassen sich Thermostatventile nur noch schwer drehen, sind sie wahrscheinlich defekt. In beiden Fällen sollten die Ventile durch neue ersetzt werden, am besten gleich durch solche mit Zeitschaltuhr. Sie regeln nachts und während Abwesenheit die Temperatur automatisch herunter.

Durch falsches Lüften wird oft viel Geld zum Fenster hinausgeworfen. Statt Dauerbelüftung über Fenster in Kippstellung stoßlüften: Dreimal am Tag für etwa fünf Minuten die Fenster weit öffnen und am besten Durchzug erzeugen. Währenddessen sollten die Thermostatventile unbedingt geschlossen werden, sonst schalten sie auf volle Leistung.

Schwere Vorhänge oder Möbel vor den Heizkörpern sowie Heizkörperverkleidungen behindern die Wärmeabgabe. Dadurch können bis zu 40 Prozent Energie verloren gehen. Andererseits sollten Fensterflächen im Winter zusätzlich durch Rolladen und Vorhänge vor Wärmeverlusten geschützt werden.

In Altbauten geht durch die Wand hinter den Heizkörpern viel Wärme nach außen verloren. Eine wärmereflektierende Isoliertapete, die hinter die Heizkörper geklebt wird, verhindert solche Wärmeverluste.

Und schließlich: Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten im Schnitt um rund sechs Prozent. Deshalb ist es sinnvoll, die Temperaturen in den einzelnen Räumen den Bedürfnissen anzupassen. Im Durchschnitt genügen 20 Grad, im Bad dürfen es ruhig 23 Grad sein, während im Schlafzimmer 16 Grad völlig ausreichen. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten natürlich geschlossen sein.

IWO, 2004
Nr. 140, November 2004


Günstige Energiekosten sind ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl eines Heizsystems
Ölheizung im Aufwind

Die Ölheizung erlebt gegenwärtig eine Renaissance. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich für die Ölheizung, wenn sie ihre technisch veraltete Heizanlage erneuern müssen. Zugleich gewinnt die Ölheizung bei Bauherren zunehmend an Attraktivität. Bestätigt wird dieser Trend von den jährlichen Erhebungen des deutschen Schornsteinfegerhandwerks. Seit 2000 steigt der Bestand der Ölheizungen in der Bundesrepublik an und lag zuletzt bei rund 6,4 Millionen Anlagen.

Die besonders sparsame Öl-Brennwerttechnik und die neue umweltschonende Heizölsorte „Heizöl EL schwefelarm“ dürften der Ölheizung in den nächsten Jahren weiteren Zuwachs bringen. Zu dieser Einschätzung kamen die Spitzenvertreter des Zentralverbandes Sanitär-Heizung-Klima (ZVSHK), der Heizgerätehersteller und der Mineralölwirtschaft am Rande der Jahresversammlung des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Andreas Lücke, Geschäftsführer des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), prognostizierte für die kommenden Jahre eine „deutliche Ausbreitung der Öl-Brennwertgeräte“.

Als einen entscheidenden Grund für die derzeitige Entwicklung bewerten Branchenexperten die günstigen Energiekosten der Ölheizung. Denn niedrige Brennstoffkosten und niedriger Verbrauch, so geht aus einer aktuellen Marktforschungsstudie hervor, genießen bei Hausbesitzern obersten Stellenwert, wenn es um die Anforderungen an eine Heizanlage geht.

Genau in diesem Punkt schneidet der Wärmeenergieträger Heizöl im Vergleich zu anderen Energieträgern besonders gut ab. Seit Ende der siebziger Jahre ist Heizöl günstiger zu beziehen als beispielsweise Erdgas, im jährlichen Bundesdurchschnitt kostete Heizöl gut ein Viertel weniger. So zahlte ein Ölheizungsbetreiber bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern allein in den letzten zehn Jahren insgesamt 3254 Euro weniger für seinen Brennstoff als ein Gasheizungsbetreiber für die entsprechende Menge Erdgas (33.540 kWh). Auch im Jahr 2004 war Heizöl trotz gestiegener Rohölpreise im Jahresdurchschnitt erneut preiswerter als Erdgas.

IWO, 2004
Nr. 140, November 2004


Fünf Wärmeenergieträger für Neubauten im Vergleich:
Heizöl mit Preisvorteil

Welches Heizsystem im neuen Eigenheim? Vor einer so langfristig gültigen Entscheidung sollten Bauherren die einmaligen Investitionskosten und die tatsächlichen laufenden Energie- und Betriebskosten gründlich miteinander vergleichen. Erst dann lassen sich die Gesamtkosten für die gesamte Betriebszeit absehen. Den jährlich anfallenden Brennstoffkosten kommt dabei ein hoher Stellenwert bei. Im Rückblick schneidet Heizöl als günstigster Energieträger ab, zum Teil mit erheblichem Abstand zu anderen Energieträgern. Dies geht aus einem Brennstoffkostenvergleich des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) für den Zeitraum zwischen 1998 bis 2003 hervor.

Dem Vergleich liegen 1600 Liter Heizöl beziehungsweise der entsprechende Energiegehalt anderer Energieträger zugrunde. Denn eine solche Menge reicht als Jahresbedarf für Raumwärme und Warmwassererzeugung in heutigen hochgedämmten Niedrigenergiehäusern allemal aus. Basis der IWO-Berechnungen sind die Daten des Statistischen Bundesamtes sowie die regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.

Demnach mussten im Vergleichszeitraum bundesdurchschnittlich für Heizöl insgesamt 3370 Euro, für Holzpellets 3943, für Erdgas 4127, für Fernwärme 5113 und für Flüssiggas 7430 Euro bezahlt werden. Der Ölheizungsbetreiber sparte also im Vergleich zum Nachbarn mit einer Erdgasheizung jedes Jahr im Schnitt 126 Euro, im Vergleich zum Bezieher von Fernwärme alljährlich 290 Euro. Und der Betreiber einer Flüssiggasheizung musste pro Jahr durchschnittlich 676 Euro mehr für seinen Wärmeenergieträger zahlen als der Heizölkunde.

Die günstigen Brennstoffkosten der Ölheizung haben im Übrigen nicht nur für den in diesem Vergleich zugrunde gelegten Zeitraum Gültigkeit. Seit Ende der siebziger Jahre ist Heizöl in der Bundesrepublik im Schnitt um gut ein Viertel günstiger zu beziehen als beispielsweise Erdgas, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Optimal genutzt wird der Wärmeenergieträger Heizöl in einer hoch effizienten Öl-Brennwertanlage, die auch die heißen Abgase als Wärmeenergie nutzt. Öl-Brennwertkessel beanspruchen nicht mehr Platz als eine Waschmaschine, wandhängende Ausführungen noch weniger. Da sie zudem raumluftunabhängig und sehr leise arbeiten, können Öl-Brennwertgeräte sogar im wohnnahen Bereich, etwa im Hauswirtschaftsraum, aufgestellt werden – eine ideale Lösung in nicht unterkellerten Häusern.

IWO, 2004
Nr. 140, November 2004
 


Energiekosten sparen:
Die wichtigsten Tipps

Der gestiegene Ölpreis hat vielfältige Auswirkungen. So wurde beispielsweise nicht nur das Autofahren teurer, auch die Kosten für Heizung und Warmwasser sind in vielen Fällen nach oben geklettert. Doch während man den schwankenden Kraftstoffpreisen relativ hilflos ausgesetzt ist, hat man bei den Aufwendungen für Heizung und Warmwasserbereitung – die etwa 40 Prozent der gesamten Nebenkosten ausmachen – mit den folgenden Tipps der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. deutlich mehr Einflussmöglichkeiten.

• Den größten Einfluss auf die Heizkosten hat die eingesetzte Heizungsanlage. Moderne Systeme wie etwa Erdgas-Brennwertgeräte verbrauchen im Vergleich zu alten Anlagen bis zu 40 Prozent weniger Energie. Eine Erneuerung amortisiert sich daher innerhalb weniger Jahre.

• Eine weitere technische Maßnahme zur Energieeinsparung ist die Wärmedämmung eines Gebäudes. Dabei ist vor allem auf die Dämmung von Heizkörpernischen zu achten, da hier die Hauswand in der Regel am dünnsten ist und daher die Wärmeverluste am größten sind. Die wichtigste Kennzahl im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz eines einzelnen Bauteils ist der so genannte U-Wert, der so klein wie möglich sein sollte.

• Nutzen Sie die Möglichkeiten aus, die die Steuerungen moderner Heizungssysteme bieten! Denn durch eine witterungsgeführte Temperaturregelung sowie eine automatische Temperaturabsenkung während der Nachtstunden oder mehrstündiger Abwesenheit auf ca. 15 °C ergeben sich zum Teil deutliche Einsparpotenziale, da jedes Grad weniger die Heizkosten um rund sechs Prozent verringert. Auch sollten die Raumtemperaturen nicht unnötig hoch gewählt werden. Die in diesem Zusammenhang empfohlenen Temperaturen betragen für Wohn- und Arbeitsräume 20 °C, für Küche und Schlafzimmer 18 beziehungsweise 17 °C sowie für Flure 10 bis 15 °C.

• Achten Sie darauf, dass alle Heizkörper ihre Wärme ungehindert an die Raumluft abgeben können. Eine Abdeckung durch Gardinen, Vorhänge, Möbel oder gar Verkleidungen verhindert nämlich einen optimalen Wärmetransport und ist daher unbedingt zu vermeiden.

• Auch auf das richtige Lüften kommt es an. Dauerlüften bei gekipptem Fenster und aufgedrehter Heizung ist nämlich die mit Abstand ineffizienteste Methode der Frischluftversorgung. Statt dessen sollte mehrmals kurzzeitig (nie mehr als zehn Minuten) mit weit offenem Fenster gelüftet oder ein System zur Wohnungslüftung installiert werden, das belastete Luft mittels Ventilatoren absaugt.

Wärmeverluste über die Glasflächen von Fenstern oder Balkontüren lassen sich verringern, in dem man nachts die Vorhänge oder Rollladen schließt. Zusätzlich kann sich eine Wärmedämmung für die Rollladenkästen lohnen

ASUE, 10.12.2004


Erdgaspreise Import 2001-10.2004

Preise = €/TJ, Quelle = Bafa


Verbraucher Initiative empfiehlt Brennwerttechnik
Heizung mit Zukunft

Sparen liegt im Trend. Das gilt auch fürs Heizen. Immer mehr Hauseigentümer statten ihre Gebäude mit einer Gas-Brennwertheizung aus: Insgesamt 300.000 Geräte wurden nach Auskunft des Initiativkreises Erdgas & Umwelt im Jahr 2003 installiert.

Der Grund für die Erfolgsgeschichte der Brennwerttechnik liegt in den allgemein anerkannten Vorteilen dieser Wärmeerzeuger. Hierzu die Verbraucher
Initiative: "Die Brennwerttechnik ist die zurzeit effizienteste Form mit fossilen Brennstoffen zu heizen."

Gegenüber herkömmlichen, neuen Heizgeräten erzielen Gas-Brennwertheizungen bis zu 15 Prozent höhere Nutzungsgrade. Dabei wird aus dem Abgas durch Kondensation Wärme gewonnen. Der Jahresheizenergieverbrauch eines durchschnittlich gedämmten Einfamilienhauses mittleren Altern liegt nach Informationen des Initiativkreis Erdgas & Umwelt zwischen 20.000 und 25.000 Kilowattstunden (kWh) Energie pro Jahr. Kommt statt eines herkömmlichen Niedertemperaturgerätes eines mit Brennwerttechnik zum Einsatz, liegt die Einsparung zwischen 3.000 und 3.750 kWh. Noch größer ist der Effekt bei der Modernisierung eines alten Kessels. Hier können bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden, also schätzungsweise maximal 10.000 kWh.

Weitere Informationen über das Energiesparen beim Heizen gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter www.ieu.de oder bei der Hotline 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch).

Berlin und Essen, 03.01.2005

Jahr 1993 1994 1996 1998 2000 2003
Tsd. Stück 44 55 130 180 240 300

verkaufte Gas-Brennwertgeräte, Quelle: IEU


Kostenanalyse von Fußbodenheizungssystemen
und Radiatorheizungssystemen

Kurzfassung

Fast 50% der Neubauten von Einfamilienhäusern werden heute mit Fußbodenheizungen ausgestattet.
Die Kosten für Fußbodenheizungen im Vergleich zu Heizungen mit Heizkörpern werden von
verschiedenen Stellen und in der einschlägigen Literatur unterschiedlich bewertet. Im Auftrag des
Bundesverbandes Flächenheizungen e.V. hat das Institut für Erhaltung und Modernisierung von
Bauwerken e.V. an der TU Berlin, Abteilung Energieeinsparung und Emissionsminderung/
Bauphysik, einen unabhängigen Kostenvergleich der Investitionskosten von Fußboden- und
Radiator- oder Plattenheizungen (im Folgenden zusammenfassend Radiatorheizungen genannt)
durchgeführt. Die Studie basiert auf bundesweit eingeholten Angeboten für die Installation von
Fußboden- und Radiatorheizungen in einem Beispielgebäude sowie der Berechnung der jeweiligen
Verbrauchskosten. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass
· Fußbodenheizungen in der Praxis nicht teurer sind als Radiatorheizungen.

Methodisches Vorgehen

In fünf Regionen wurden im Zeitraum November 2000 bis Januar 2001 nach dem Zufallsprinzip
aus einer größeren Liste Angebote von Heizungsbaufachbetrieben eingeholt. Ziel war es, aus
jeder Region

- zwei Angebote für die Fußbodenheizung
- zwei Angebote für die Radiatorheizung
- zwei Angebote für die Fußboden- und die Radiatorheizung

zu erhalten. Die Auswertung erfolgte schließlich für 35 Angebote für Fußboden- und Radiatorheizungen
von insgesamt 27 Firmen. Es liegen 18 Angebote für Fußbodenheizungen und 17 für Radiatorheizungen
vor: Je acht Angebote wurden im Raum Dresden und im Raum München erstellt,
je sieben Angebote stammen aus dem Ruhrgebiet und dem Raum Stuttgart sowie fünf Angebote
aus dem Raum Hamburg.

Die Leistungsverzeichnisse basieren auf einem vorgegebenen freistehenden Einfamilienhaus als
Beispielgebäude. Die Auslegung des baulichen Wärmeschutzes wurde entsprechend der seit
1995 gültigen Wärmeschutzverordnung errechnet. Die Erstellung sämtlicher Leistungsverzeichnisse
erfolgte auf Basis derselben Heizlastberechnung. Für die Wärmeübergabesysteme wurden in
den Leistungsverzeichnissen folgende Daten zugrunde gelegt:

Fußbodenheizung:
max. Vorlauf-/Rücklauftemperatur 35°C/28°C, Einzelraumtemperaturregelung, Systemplatte,
Randdämmstreifen, Estrichzusatzmittel, Zusatzwärmedämmung 20 mm im Erdgeschoss.

Radiatorheizung:
max. Vorlauf-/Rücklauftemperatur 55°C/45°C, Profil-Ventilheizkörper, Einzelraumregelung durch
Thermostatventile, 2-Rohr-Heizungssystem, etagenweise Verteilung über Ringleitung, Cu-
Installationsrohr, Verlegung auf der Rohdecke mit Dämmhülsen.

Auswertung der Angebote

Die Angebote der ausführenden Firmen enthalten jeweils das Wärmeverteilungs - und –
übergabesystem für eine Fußboden- bzw. eine Radiatorheizung. Da die Systemgrenzen von Fußbodenheizungen
und Radiatorheizungen unterschiedlich sind, müssen die Angebote zunächst um
Differenzen in den angebotenen Leistungen bereinigt werden. Das bedeutet im Einzelnen, dass
den Angeboten folgende Kosten hinzugerechnet werden müssen:

  • den Angeboten für Fußbodenheizungen die Kosten für die erforderliche, um 2cm größere
    Estrichdicke, Zusatzkosten: 3 DM/qm* ,
  • den Angeboten für die Radiatorheizung für das Erdgeschoss die Kosten des Anteils
    der Wärmedämmung, der bei der Fußbodenheizung bereits im Angebot (Systemplatten)
    enthalten ist: Polystyrol, d=30mm, Zusatzkosten 6 DM/qm, sowie Trennfolie PEFolie,
    d=0,2mm, zwischen Dämmung und Estrich, Zusatzkosten: 2,27 DM/qm,
  • den Angeboten für die Radiatorheizung für das Obergeschoss die Kosten einer Trittschalldämmung,
    die bei der Fußbodenheizung bereits im Angebot (Systemplatten)
    enthalten ist, sowie der notwendigen Ausgleichsschicht: Polystyrol PST, d=43/40mm,
    Zusatzkosten: 14,98 DM/qm, sowie Trennfolie zwischen Dämmung und Nassestrich,
    Zusatzkosten 2,27 DM/qm.

    * Alle im Bericht angegebenen Kosten enthalten 16% MWST.

Ergebnisse

Die Auswertung der Angebote unter Berücksichtigung gleicher Systemgrenzen ergibt folgende
Ergebnisse:

1. Die Angebotspreise sowohl für Radiator- als auch für Fußbodenheizungen weisen eine
große Streuung auf. Ohne Berücksichtigung von Ausreißern, d.h. Angeboten mit deutlich
erhöhten Preisen, liegen die höchsten Angebote um 45% (Radiatorheizung) bis 60%
(Fußbodenheizung) über den jeweils niedrigsten. Im Einzelfall können die Kosten für die
Fußbodenheizung durchaus ca. 2.000 DM unter, aber auch über den Kosten für die Radiatorheizung
liegen.

2. Die Art der Angebotsabgabe beeinflusst die kalkulierten Kosten für Fußbodenheizungen
maßgeblich. Einige Firmen wurden um Angebote für beide Heizsysteme, andere nur um
ein Angebot, entweder für die Fußbodenheizung oder die Radiatorheizung gebeten. Die

Auswertung der Angebote unter diesem Aspekt erbringt folgendes Ergebnis:
Werden die Kosten für Fußbodenheizungen und Radiatorheizungen getrennt von
verschiedenen Firmen kalkuliert, so ist die Fußbodenheizung durchschnittlich um
ca. 500,- DM billiger als die Radiatorheizung.

Gibt eine Firma hingegen Angebote für beide Heizsysteme ab, sozusagen in Konkurrenz
zu sich selbst, so ist die Fußbodenheizung erheblich – durchschnittlich um ca. 1.300 DM –
teurer als die Radiatorheizung. Die Heizungsbaufachbetriebe stellen den Verbrauchern also
einen Mehrwert an Wohn- und Heizkomfort in Rechnung, der nicht in tatsächlichen
Mehrkosten, etwa von Arbeitsleistung, Material oder Systemkomponenten, begründet ist.

3. Selbst bei der Auswertung aller Angebote – d.h. ohne Berücksichtigung der Art der Angebotsabgabe
– liegen die Kosten für Fußbodenheizungen nur um ca. 300 DM über den
Kosten für Radiatorheizungen.

4. Regionale Preisunterschiede konnten mit Ausnahme der Region Dresden, in der alle abgegebenen
Angebote unter dem Mittelwert lagen, nicht festgestellt werden. Auch innerhalb
einzelner Regionen sind die Streuungen erheblich.

Aussender: Bundesverband Flächenheizungen e.V.
www.flaechenheizung.de


ASUE informiert –
Umweltfreundliche Gasklimageräte steuerbegünstigt

Wie die Oberfinanzdirektion Karlsruhe mitteilt, gibt es jetzt eine bundesweit einheitliche Regelung für die Besteuerung von Gasklimageräten:

Gasklimageräte werden steuerlich wie Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (Blockheiz-kraftwerke) behandelt und bedürfen vor ihrer Inbetriebnahme der Erteilung einer Erlaubnis durch das jeweils zuständige Hauptzollamt.

Bei Jahresnutzungsgraden von über 70 % wird die Mineralölsteuer zurückerstattet. Hierzu ist ein Antrag beim zuständigen Hauptzollamt zu stellen und der Jahresnutzungsgrad nachzuweisen. Da Gasklimageräte den Wärmepumpeneffekt nutzen, wird der geforderte Jahresnutzungsgrad i.d.R. erreicht. Hierdurch verringern sich die Energieeinsatzkosten unter heutigen Rahmenbedingungen um mehr als 10 %.

Hiermit folgt die Finanzverwaltung einem Vorschlag der ASUE - Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. – zur Besteuerung der in Großserien gefertigten Gasklimageräte.

Mit dieser Regelung honoriert der Gesetzgeber die ressourcenschonende Technik, die sich sowohl zur Beheizung als auch zur Kühlung von Räumen eignet. Bei der in Deutschland dominierenden Beheizung erreichen die Geräte über den Wärmepumpeneffekt COP-Werte von bis zu 1,4. Dieses entspricht einem „Wirkungsgrad“ – bezogen auf die eingesetzten Brennstoffenergie - von 140 %. Die hohen Wirkungsgrade über 100 % werden durch die Nutzung von Umweltwärme erreicht.
Zusätzlich können die Geräte – z.B. im Sommer - zum Kühlen eingesetzt werden.

Berücksichtigt man, dass der Antriebsmotor der Wärmepumpe direkt mit dem Primärenergieträger Erdgas betrieben wird, ergibt sich ein zusätzlicher Bonus, da keine Umwandlungsverluste, wie z.B. in Kraftwerken, auftreten.

Bisher war die steuerliche Einordnung der Gasklimageräte nicht einheitlich geklärt, da es sich bei ihnen in Deutschland um eine neue Anwendungstechnik handelte. Mittlerweile sind Geräte von großen Herstellern auf dem deutschen Markt erhältlich; weltweit werden seit mehreren Jahren mehr als 500.000 Gasklimageräte eingesetzt.

Mit der steuerlichen Einordnung liegt nun eine klare Grundlage für Investoren und Pla-ner vor. Die Unsicherheit, die seit der Markteinführung in Deutschland bestand, ist somit beendet. Einer weiteren Verbreitung dieser umweltfreundlichen Technik steht somit nichts mehr im Wege.

Über weitere Details und das Berechnungsverfahren werden wir Sie in Kürze detailliert informieren.
Ferner stehen Ihnen unter www.asue.de umfangreiche Informationen zu Gasklimageräten zur Verfügung.

Aussender: ASUE, 27.06.2005


Informationen zur Besteuerung von Gasklimageräten

Kaiserslautern, August 2005 – Wie die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. bereits am 27.06.2005 mitteilte, wird beim Einsatz von gasmotorischen Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen bei einem jährlichen Nutzungsgrad von mehr als 70 Prozent die Mineralölsteuer zurückerstattet. Damit werden die Ressourcen schonenden Gasklimageräte steuerlich wie Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung behandelt. Vor der Inbetriebnahme der Gasklimageräte ist aber eine Erlaubnis durch das zuständige Hauptzollamt erforderlich, um dort später die Rückerstattung der Mineralölsteuer beantragen zu können. Eine Hilfestellung dazu bietet die ASUE jetzt auf ihrer Homepage unter dem Link: http://www.asue.de/steuer_gasklimageraete

Dort findet sich die Darstellung des vollständigen Ablaufs von der Erlaubnis der Inbetriebnahme bis zum Nachweis des Jahresnutzungsgrades. Erläuterungen und Hintergrundinformationen werden unter anderem ergänzt durch:
· die notwendigen Formulare zum Download,
· ausgefüllte Musterformulare,
· ein Berechnungsprogramm zum Nachweis des Jahresnutzungsgrades,
· Links zur Ermittlung des zuständigen Hauptzollamts.

Dank dieses ASUE-Services haben die Betreiber von Gasklimageräten eine verlässliche Anlaufstelle, die alle benötigten Unterlagen und Formulare bereithält und darüber hinaus weitere Informationen zu Gasklimageräten bietet. Dazu gehört zum Beispiel eine neue, von der ASUE erarbeitete „Marktübersicht Gasklimageräte, Gaswärmepumpen, Gasabsorptionskälteanlagen“. Sie gibt einen Überblick über die auf dem deutschen Markt erhältlichen motorischen Gasklimageräte, Gaswärmepumpen und Gasabsorptionskälteanlagen einschließlich der jeweiligen Hersteller und Vertriebsunternehmen und listet die spezifischen technischen Kenndaten jedes einzelnen Produktes auf. Dazu zählen beispielsweise der Kälte- und Wärmeleistungsbereich, die nutzbaren Wärmequellen, die eingesetzten Kältemittel sowie die erzielbaren Leistungszahlen. Die Online-Version dieser Marktübersicht ist unter www.asue.de in der Rubrik „Veröffentlichungen“ in der Kategorie „Gaswärmepumpen und Kältetechnik“ zu finden. Gedruckte Exemplare (16 Seiten, DIN A4) sind zudem über den Verlag rationeller Energieeinsatz, Postfach 2547, 67613 Kaiserslautern oder über die ASUE: Tel. 0631 – 360 90 70, Fax: 0631 – 360 90 71, E-Mail: info@asue.de, zum Preis von 2,50 E uro pro Exemplar (plus Porto, Verpackung und MwSt., Mindestbestellwert zehn Euro) erhältlich. Einzelexemplare werden kostenlos abgegeben.

Presseinfo ASUE, 10.08.2005


Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas 4,2 Milliarden Euro
Fiskus schöpft rund 30 Prozent des Haushalts-Gaspreises ab

Berlin, den 25. Juli 2005 – Die Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas durch den Staat summierte sich nach ersten Schätzungen im Jahr 2004 auf 4,2 Milliarden Euro, teilt der Bun-desverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit. Dieser Betrag bedeutet eine Steigerung von rund 280 Prozent gegenüber dem entsprechenden Wert von 1990. Ge-genüber 1998, dem Jahr vor der Einführung der Ökosteuer, sind die Einnahmen des Staates aus Erdgasförderung und -absatz um rund 80 Prozent gestiegen.

Insgesamt schöpft der Fiskus heute rund 30 Prozent des Haushalts-Gaspreises ab. Allein die Einnahmen aus der Erdgassteuer beliefen sich 2004 auf rund 3,1 Milliarden Euro. Die Erd-gas-Förderabgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Millionen Euro auf 0,4 Mil-liarden Euro. Die Einnahmen aus Konzessionsabgaben erhöhten sich leicht auf knapp 0,7 Milliarden Euro.

Presseinfo BGW, 25. Juli 2005




Studie „Energiekennwerte“ untersucht zentral beheizte Mehrfamilienhäuser
Betriebskostenvorteil für die Ölheizung

„Trotz gestiegener Preise für fossile Energie ist die Öl-Zentralheizung im Hinblick auf ihre Betriebskosten noch immer die günstigste Beheizungsart“. Mit diesem Fazit in der jüngsten Studie „Energiekennwerte“ bestätigt die Techem AG erneut ihre bisherigen Analysen. Auch für die zuletzt abgerechnete Heizperiode 2003/2004 ermittelte das Eschborner Energiedienstleistungsunternehmen Betriebskostenvorteile der Ölheizung gegenüber der Gasheizung und dem Fernwärmebezug.

Die aktuelle Studie basiert auf den Verbrauchsdaten aus 100.000 zentralbeheizten sowie 164.000 zentral mit Raumwärme und Warmwasser versorgten Mehrfamilienhäusern in der gesamten Bundesrepublik. Seit nunmehr 26 Jahren untersucht Techem als Dienstleister für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft regelmäßig den Energieverbrauch und die Kosten für Heizung und Warmwasser im Wohnungsbestand Deutschlands.

Und zum wiederholten Mal erweisen sich die Zahlen dieser Dokumentation als Indiz für die Wirtschaftlichkeit der Ölheizung: „Bei den spezifischen Heizkosten“, so heißt es in der aktuellen Studie, „liegt sie um rund 1,25 Euro pro Quadratmeter niedriger als eine Gasheizung und um 1,38 Euro pro Quadratmeter niedriger als Fernwärmeversorgung.“ Unter den spezifischen Heizkosten erfasst Techem die Energiekosten sowie die Heiznebenkosten wie Wartung, Reinigung und Betriebsstrom, nicht jedoch die Investitionskosten der Heizanlage.

Der maßgebliche Faktor für die insgesamt niedrigeren Betriebskosten der Ölheizung sind ihre vergleichsweise günstigen laufenden Brennstoffkosten, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). In den vergangenen 25 Jahren, so belegen unter anderem die Daten des Statistischen Bundesamtes, kostete Heizöl im Jahresdurchschnitt fast 30 Prozent weniger als Erdgas.

Presseinfo IWO, Nr. 145, August 2002


Globale Rekord-Nachfrage treibt Energiepreise nach oben
Effiziente Heiztechnik senkt die Heizkosten

Wer auf die Ölheizung setzt, kann langfristig auf eine zuverlässige Energieversorgung vertrauen. Denn die in diesem Sommer erreichten Höchststände bei den Rohöl- und damit auch bei den Heizölpreisen spiegeln nicht etwa mangelnde Erdölvorräte wider. Im Gegenteil: Die sicheren, bestätigten Rohölreserven bewegten sich zum Jahresbeginn auf einem neuen Rekordniveau mit einer Reichweite für gut 50 Jahre. Insgesamt reichen die konventionellen und unkonventionellen Rohölvorräte der Welt für mehrere Jahrhunderte.

„Rohöl ist nach wie vor ausreichend vorhanden“ betont der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) und erklärt den Ölpreisanstieg mit der generell hohen Auslastung von Förder-und Verarbeitungskapazitäten, die seit Monaten an den Ölbörsen für Verknappungsängste sorge. Die weltweit hohe Nachfrage nach Primärenergie treibt aber nicht nur die Ölpreise. So stieg beispielsweise der Henry Hub US-Gaspreis im letzten Jahr auf den Rekord-Jahresdurchschnitt von 5,85 Dollar je mBtu (millions British thermal units), der europäische Richtpreis für Kohle stieg 2004 sogar um 69 Prozent und legte damit unter allen gehandelten fossilen Brennstoffen am schnellsten zu. Der hohen Nachfrage entsprechend ist auch die globale Energieerzeugung aus Atomkraftwerken um 4,4 Prozent und aus Wasserkraft um 5 Prozent gestiegen. Nach einer globalen Verbrauchssteigerung im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent erreichte die Nachfrage nach Erdöl, Erdgas und Kohle mittlerweile einen historischen Höchststand. Allein der chinesische Energiebedarf ist innerhalb der letzten drei Jahre um 65 Prozent nach oben geschnellt, wie aus dem statistischen Jahresbericht einer internationalen Mineralölgesellschaft hervorgeht.

Prognosen über die Energiepreisentwicklung driften weit auseinander, doch weitgehend einig sind sich die Experten in diesem Punkt: Die Zeiten billiger Energie scheinen vorerst vorbei zu sein. Effizientere Energienutzung ist also gefragter denn je. Eine Möglichkeit, höheren Spritpreisen zu begegnen, ist der Umstieg auf ein verbrauchsarmes Fahrzeug. Ein Mittel, steigende Heizkosten abzufedern, ist die Anschaffung verbrauchsarmer Heiztechnik.

„Wer als Betreiber einer technisch veralteten Heizung in ein sparsames Öl-Brennwertgerät investiert, macht bestimmt nichts verkehrt, auch wenn die Heizölpreise wieder auf ein moderates Niveau fallen“, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung. e.V. (IWO). Denn das Einsparpotenzial der Öl-Brennwertanlage macht die Anschaffung in jedem Fall lohnend: Sie verbraucht bis zu 30 Prozent weniger als der alte Heizkessel. Zudem kann der Modernisierer sicher sein, einen der preisgünstigsten Wärmeenergieträger zu nutzen. In den letzten 25 Jahren jedenfalls war Heizöl im Jahresdurchschnitt nachweislich preisgünstiger zu beziehen als Erdgas, im Mittel um knapp 30 Prozent.

Presseinfo IWO, Nr. 145, August 2002



Sonderthema: Heizen - Energie - Kosten, Teil 2

Querverweis:


Heizwerte

Heizöl 10,0 kWh / l
Erdgas 11,1 kWh / m3
Flüssiggas 6,57 kWh / l

Hinweis:
Rechnen Sie noch mit dem Faktor für den Wirkungsgrad, um die nutzbare Wärmemenge zu bestimmen.
Dabei ist zu beachten, dass der Jahreswirkungsgrad nicht mit dem Prospektwert übereinstimmt.
Setzen sie 0,8 bis 0,6 an, um realistisch zu liegen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aufwandsrelation

Heizung 78%
WW-Bereitung 12%
Elektro usw. 10%

Hinweis:
Das sind Richtwerte, wobei der Anteil der Heizung auch mal nur 75% betragen kann.
Hat man den Gesamtverbrauch an Öl oder Gas, kann man überschlägig anteilig
umrechnen: Heizung : WW = 78 : 12 und S = 90 >>> WW / Hz = 1 : 6,5
Hz = 78/90 und WW = 12/90

Heizwerte und Umrechnungsfaktoren für Energieeinheiten

Quelle: Energiedaten des BMWA (ehem. BMWi)

Heizen mit Holz
 
Wasser-
gehalt [%]
Heizwert [kWh/kg]
Nadelholz Laubholz
00 5,20 5,00
05 4,91 4,72
10 4,61 4,43
15 4,32 4,15
20 40,2 3,86
25 3,73 3,58
30 3,44 3,30
35 3,14 3,01
40 2,85 2,73
45 2,55 2,44
50 2,26 2,16
55 1,97 1,88
60 1,67 1,59

Heizwert in Abhängigkeit vom Wassergehalt

Wasser-
gehalt [%]

  Raumgewicht [kg/fm]

  Heizwert [kWh/fm]

Buche

Eiche

Kiefer

Fichte

Buche

Eiche

Kiefer

Fichte

0

558

571

431

379

2.790

2.855

2.241

1.971

15

692

672

507

446

2.723

2.786

2.189

1.925

20

698

714

539

474

2.695

2.758

2.168

1.906

25

744

761

575

505

2.664

2.726

2.144

1.885

30

797

816

616

541

2.627

2.689

2.116

1.860

35

858

878

663

583

2.586

2.646

2.083

1.832

40

930

952

718

632

2.537

2.596

2.046

1.799

45

1.015

1.038

784

689

2.480

2.537

2.001

1.760

50

1.116

1.142

862

758

2.411

2.467

1.948

1.713

55

1.240

1.269

958

842

2.326

2.380

1.883

1.656

60

1.395

1.428

1.078

948

2.221

2.273

1.802

1.584

Gewicht und Heizwert in Abhängigkeit vom Wassergehalt

Der Heizwert von Nadelholz beträgt bei 15% Wassergehalt (lufttrocken) ~ 4,3 kWh.
Pro Ster Fichte (310 kg) sind das 1.330 kWh, was 130 l Heizöl entspricht.
Pro Ster Kiefer (360 kg) sind das 1.530 kWh, was 150 l Heizöl entspricht.


Der Heizwert von Laubholz beträgt bei 15% Wassergehalt (lufttrocken) ~ 4,1 kWh.
Pro Ster Buche/Eiche/Esche (460 kg) sind das 1.890 kWh, was 189 l Heizöl entspricht.
Pro Ster Birke (420 kg) sind das 1.720 kWh, was 172 l Heizöl entspricht.
Pro Ster Schwarzerle (350 kg) sind das 1.440 kWh, was 144 l Heizöl entspricht.
Pro Ster Pappel (300 kg) sind das 1.230 kWh, was 123 l Heizöl entspricht.

Umrechnung: 1 Festmeter Rundholz (fm)
= 1,4 Raummeter (Ster) Scheitholz (rm)
= 2,0 Schüttraummeter lose geschüttete Scheite (sm)

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft


Energiekosten sparen – mit „Kilowattstunden“ geizen!
Was bedeutet 1 kWh?

Beim Telefonieren ist es üblich: Viele Anrufer achten auf Anzahl sowie Höhe der Telefoneinheiten und senken so ihre Gebühren. Bei der Verwendung von Energie sieht das bisher noch ganz anders aus, stellt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. fest. Nur wenige wissen, was Energie kostet und wie hoch der eigene Verbrauch tatsächlich ist. Dabei bringt die Nebenkostenabrechnung den Verbrauch an den Tag. Der Energieverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Wer Energiekosten sparen will, muss wissen, wie viel Kilowattstunden er wofür verbraucht. So ist rund eine Kilowattstunde nötig, um einen Hefekuchen zu backen und ebenso viel, um mit einer sparsamen Waschmaschine eine Ladung Wäsche bei 60 Grad zu waschen. Ein Kühlschrank mit einem Volumen von 300 Litern kann mit einer Kilowattstunde Strom zwei Tage lang laufen. Eine Energiesparlampe mit einer Leistung von zehn Watt spendet 100 Stunden Licht, eine herkömmliche 100-Watt-Glühlampe schafft damit gerade mal zehn Stunden. Wer ohne Licht auskommt, kann dafür auch fünf Stunden am Computer arbeiten. Richtig anspruchsvoll zeigt sich dagegen eine elektrische Herdplatte – sie kommt mit dieser Energie nur etwa eine halbe Stunde aus. Auf die Spitze treibt es aber ein elektrischer Durchlauferhitzer – nach nur drei Minuten gibt er bloß noch kaltes Wasser ab, wenn man ihm keine zusätzliche Energie liefert.

Für eine Kilowattstunde Strom zahlen deutsche Haushalte derzeit rund 16 Cent, für eine Kilowattstunde Erdgas sind es etwa fünf Cent. Die Dusche am Morgen kostet daher mit Strom erwärmt 27 Cent, mit Erdgas 14 Cent. Dabei ist berücksichtigt, dass zur Erwärmung von 50 Litern Wasser um 30 Grad für eine Dusche mit einem Durchlauferhitzer rund 1,7 Kilowattstunden Strom oder 2,9 Kilowattstunden Erdgas nötig sind.

Der Bund der Energieverbraucher hat aufgelistet, auf welch unterschiedliche Art und Weise sich eine Kilowattstunde präsentieren kann. Sie steckt beispielsweise in einer halben Schaufel Steinkohle oder jener Menge an Strahlung, die die Sonne im Hochsommer innerhalb von 45 Minuten auf einen Quadratmeter Erdoberfläche niedergehen lässt. Ein Kubikmeter Erdgas enthält sogar ganze zehn Kilowattstunden. Und wer will, kann eine kWh auch per Muskelkraft erzeugen, muss dafür aber etwas Zeit mitbringen, denn beispielsweise auf einem Hometrainer muss man sich dafür etwa zehn Stunden lang abstrampeln.

Das ist mit 1 kWh möglich:
3 Minuten einen elt. Durchlauferhitzer betreiben
30 Minuten eine Herdplatte anlassen
1 Hefekuchen backen
1 Maschine Wäsche bei 60°C waschen
4 tage eine E-Sparlampe 10 W brennen lassen
2 tage einen Kühlschrank (300 l) betreiben
10 Stunden eine Glühbirne 100 W brennen lassen
5 Stunden am Computer arbeiten

ASUE, 04.11.2005
 


Wo bleibt das warme Wasser - wie viel Liter verbraucht werden

Der Verbrauch von warmem Wasser hängt wesentlich von den Waschgewohnheiten ab. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt fasst zusammen, welche Mengen Warmwasser anfallen und wie jeder dabei Energie sparen kann.

Die Badewanne ist mit durchschnittlich 160 Litern der Spitzenreiter im Haus. Etwa 6,5 Kilowattstunden Energie sind zur Erwärmung des Wassers notwendig. Betrachtet man die Energiekosten, so ist eine Kilowattstunde Strom deutlich teurer als eine Kilowattstunde Erdgas. Laut Aussage des Initiativkreises Erdgas & Umwelt können Hauseigentümer ohne Komfortverzicht Energie einsparen, wenn sie das richtige Heizsystem einsetzen, beispielsweise eine Gas-Brennwertheizung mit angeschlossenem Warmwasserspeicher.

Beim Duschen fallen je nach Dauer zwischen 40 und 75 Liter Warmwasser an, beim Waschen am Waschtisch nur 17 Liter. An einem Handwaschbecken im Gäste-WC werden durchschnittlich neun Liter verbraucht, bei der Reinigung von Geschirr in der Küchenspüle fließen 30 Liter.

Wie Verbraucher Energie beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung einsparen können, darüber informiert der Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/ 34 34 52 (6 Cent/Gespräch). Informationen gibt es auch im Internet unter www.ieu.de.

IEU, Berlin und Essen, 24.08.2005



Wer mit der richtigen Heiztechnik warmes Wasser erzeugt, spart Energiekosten ein. Bild: IEU


Energietipp: Handspülung nicht effizient genug

Wer glaubt, mit guter Hände Arbeit preiswerter zu sein als die Maschinen, irrt heutzutage doch oftmals. Mindestens in jedem zweiten Haushalt in Deutschland findet sich derzeit eine Geschirrspülmaschine. Und diese erleichtern den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur das Alltagsleben, sie können, wenn es sich um moderne, energieeffiziente Geräte handelt, sogar zum Energiesparen und zum Umweltschutz beitragen. Denn bei der Handspülung des Geschirrs sind der Wasserverbrauch um das 3,5fache und der Energieverbrauch um das 2fache höher als bei dem Reinigungsvorgang im Energiesparprogramm einer Geschirrspülmaschine. Hierbei wird natürlich vorausgesetzt, dass das Fassungsvermögen der Spülmaschine optimal ausgenutzt und das Geschirr nicht vorab per Hand angespült wird, denn dies ist unnötig.

Den Einsparungen bei Wasser und Energie stehen allerdings die Anschaffungskosten eines Geschirrspülers und die teurere "Spülchemie" gegenüber. Letztendlich lohnen sich diese Geräte, gerade bei großen Familien, in erster Linie wegen der Zeitersparnis. Ist die Entscheidung für einen Geschirrspüler einmal gefallen, dann rät Ramona Siefke von der Verbraucher-Zentrale Thüringen beim Kauf auf die Energieeffizienzklassen zu achten und die Geräte mit dem A-Label zu bevorzugen. Bei vorhandenen Spülmaschinen sollten der Energieverbrauch und der Wasserverbrauch geprüft werden. Bei der Energieberatung kann man dann die ermittelten Werte mit den Angaben in der Liste der energieeffizienten Haushaltsgeräte vergleichen und erhält eine Einschätzung über das vorhandene Einsparpotential.

Die Verbraucher-Zentrale Thüringen e.V. bietet in ihren Beratungsstellen eine kostenfreie Energieberatung durch Fachingenieure an. Weitergehende Fragen zum Sparen im Haushalt werden hier gerne beantwortet. Selbstverständlich gibt es dort auch kompetenten Rat zu allen anderen Themen rund um die Energie. Bitte vereinbaren Sie dafür einen Termin in Ihrer Beratungsstelle oder unter Tel.: 0361 / 55 51 40.

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
04.12.2005


Wohn-Nebenkosten im Haus - Wo bleibt das Geld?

„Nachzahlungen wegen gestiegener Nebenkosten? Ist denn wieder alles teurer geworden?“ Solche Fragen stellen sich viele Hauseigentümer und Mieter. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt informiert, wie sich die Wohn-Nebenkosten zusammensetzen und welchen Anteil sie durchschnittlich haben.

In der Regel bestehen die Wohn-Nebenkosten aus acht Positionen. Dabei haben Heizung und Warmwasserbereitung mit etwa 40 Prozent den größten Anteil. „Sorgt ein veralteter Kessel für Wärme im Haus, kann dieser Kostenpunkt durchaus noch größere Dimensionen annehmen.

An zweiter Stelle der Nebenkosten beim Wohnen steht die Wasserversorgung mit 15 Prozent, gefolgt von Gebühren für die Entwässerung. Darauf entfallen 14 Prozent. Für Versicherungen müssen zusätzlich 13 Prozent einkalkuliert werden. Weitere Abgaben machen die Wohn-Nebenkosten komplett:für Müllabfuhr neun Prozent, Grundsteuer sieben Prozent, ein Prozent für Straßenreinigung und allgemeinen Stromverbrauch wie Treppenhausbeleuchtung.

„Wer sparen möchte, sollte daher am besten bei Heizung und Warmwasserbereitung beginnen“, empfiehlt der Initiativkreis Erdgas & Umwelt. Durch ein effizientes Heizsystem mit Gas-Brennwerttechnik lassen sich die Verbrauchskosten für das Heizen ohne Komforteinbußen senken.

Weitere Informationen über Möglichkeiten des Energiesparens gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) und im Internet unter www.ieu.de.

Berlin und Essen, 03.02.2005



An den Wohn-Nebenkosten haben Heizung und Warmwasserbereitung den größten Anteil. Bild: IEU



Aktueller Vergleich individuell anwendbar
Kosten für Heizungen im Vergleich

Beim Bau eines Hauses steht der Bauherr vor der Entscheidung für ein langfristig sicheres, energetisch effizientes und ökologisch sinnvolles Heizungssystem. Aber welches der vielen, derzeit auf dem Markt befindlichen  Systeme entspricht diesen Anforderungen? Hier hilft der kostenfreie Ratgeber „Wärmeversorgung im Neubau“, den die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. herausgegeben hat.

Der Anteil von Heizung und Warmwasser am gesamten Energieverbrauch eines Haushaltes beträgt fast 90 Prozent. Deshalb lassen sich durch die Wahl eines effizienten Heizsystems die Energiekosten eines Haushalts besonders deutlich reduzieren. So hat die ASUE bei einem ebenfalls in dieser Broschüre veröffentlichten Vergleich von sechs gängigen Heizsystemen bei den Vollkosten – dabei werden nicht nur die einmalig anfallenden  Investitionskosten, sondern auch die jährlichen Energiekosten berücksichtigt – Unterschiede von bis zu rund 1.000 Euro pro Jahr festgestellt. Danach stellt ein Gas-Brennwertgerät als Dachheizzentrale mit einer Warmwasserbereitung über einen Speicher das günstigste System dar. Da in Neubauten Erdgas mittlerweile in über 70 Prozent der Haushalte zum Einsatz kommt, stellt in diesen Gebäuden der Einbau von Gas-Brennwerttechnik eine langfristig sichere Entscheidung dar. Diese moderne Technologie arbeitet besonders effizient, da sie auch die im Abgas enthaltene Wärme für Heizzwecke nutzen kann. Bei der Warmwasserbereitung bietet für Einfamilienhäuser ein zentrales System mit einem Speicher die ideale Lösung. In diesen Speichern können größere Mengen Wasser aufgeheizt und vorgehalten werden.

Neben den Themen „Heizungsanlage“ und „Warmwasserbereitung“ geht die ASUE-Broschüre unter anderem noch auf die "Kontrollierte Wohnungslüftung“ ein, erläutert die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) zusammengefassten gesetzlichen Vorschriften und beschreibt die Vorteile einer Dachheizzentrale. Darüber hinaus enthält die Publi-kation noch ein Formblatt zur Erstellung einer individuellen Vollkostenrechnung.

Die kostenlose Broschüre kann unter www.asue.de in der Rubrik „Ratgeber Neubau“ aus dem Internet heruntergeladen oder angefordert werden unter Tel.: (0631) 360 90 70 beziehungsweise  per E-Mail: info@asue.de.



ASUE, 04.11.2005


Studien
Was beeinflusst den Energieverbrauch im Haushalt?

Wärmeschutz- und Energieeinsparverordnung greifen sehr langfristig

Private Haushalte und der Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbrauchten im Jahr 2002 rund 45 Prozent der Energie in Deutschland. Trotz der großen energiewirtschaftlichen Bedeutung war die Datenlage in diesen beiden Bereichen unbefriedigend. Aus diesem Grund erstellte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in zwei Jahren eine Studie, die im April 2004 veröffentlicht wurde. Zielsetzung war es, belastbare, repräsentative und international vergleichbare Ergebnisse über die Energieverbräuche in den genannten Sektoren zu gewinnen.

Das BMWA stellte gemeinsam mit ihren Projektpartnern Fraunhofer ISI, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, GfK Panel Services Consumer Research GmbH, GfK Marketing Services GmbH, Institut für Energetik und Umwelt und Technische Universität München überaus umfassende Untersuchungen an. Neben technischen Basisdaten (Gebäudeart, -größe, -alter und Ausstattung der Haushalte mit Elektrogeräten sowie Heizungs- und Warmwassersystem) wurden soziodemografische Daten (Haushaltsgröße, Alter, Beruf, Hauseigentum etc.) erfasst. Zudem wurden energierelevante anwendungsbezogene Angaben wie Heizungs- und Lüftungsverhalten abgefragt. Die Ergebnisse wurden durch die Integration der Werte der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2002 gestützt.

In dieser Auswertung werden ausschließlich die „Privaten Haushalte“ berücksichtigt. Im Rahmen einer Mehrthemenumfrage der GfK wurden hierfür im Dezember 2002 schriftliche Erhebungen in 20.325 Haushalten vorgenommen. Obwohl die Zahlen in den vergangenen Jahren erhoben wurden, können sie als repräsentativ angesehen werden, da Energieverbräuche keinen kurzfristigen Schwankungen unterworfen sind.

Durchschnittlich befinden sich laut BMWA-Umfrage 2,24 Personen in jedem Haushalt. In knapp zwei Drittel der Wohneinheiten leben eine oder zwei Personen, in weniger als 4 Prozent (%) der Fälle sind es fünf oder mehr. Der Trend zum „Wenig-Personen-Haushalt“ ist im Osten der Republik noch ausgeprägter als im Westen.

... weiter bei der BGW
Link: http://www.eks-kundenlogin.de/m_und_m/mmarketing/select.php?s=6000/6000.php
Kommentar: lesenswert!


Erdgaspreise für Haushalte in Deutschland im europäischen Mittelfeld
Fiskus schöpft rund 30 Prozent des Haushalts-Gaspreises ab

Die Erdgaspreise für Haushalte in Deutschland liegen im europäischen Mittelfeld, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Energy Advice, London. „Die Ergebnisse der Untersuchung sind ein klarer Beleg dafür, dass die deutschen Haushaltskundenpreise für Erdgas keinen internationalen Preisvergleich zu scheuen brauchen“, kommentiert der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW). In Dänemark, Schweden, Italien oder den Niederlanden müssten die Kunden wesentlich tiefer in die Tasche greifen.

In Deutschland schöpft der Staat derzeit 30 Prozent der Haushaltsgaspreise ab. „Ohne diese Steuer- und Abgabenbelastung könnten die Erdgaspreise allerdings noch niedriger sein“, kritisiert der BGW. Die Steuer- und Abgabenbelastung von Erdgas durch den Staat summierte sich nach BGW-Schätzungen im Jahr 2004 auf 4,2 Milliarden Euro.

Nach Angaben von Energy Advice sind in allen untersuchten Ländern in den letzten 12 Monaten
die Erdgaspreise erheblich gestiegen. „Das zeigt, dass sich kein Land von der weltweiten
Energiepreisentwicklung abkoppeln kann“, so der BGW.

BGW, 26.09.2005



Gaspreise in Europa - Haushalte
 

Aktueller europäischer Gaspreisvergleich - Haushaltskunden, Index
Abgabemenge: 30.000 kWh, indexierte Preise mit Steuern
Quelle: Energy Advice, Juli 2005

Grafik: BGW, 31.08.2005

Gaspreise in Europa, Industrie


Aktueller europäischer Gaspreisvergleich - Große Industriekunden, Index
Abgabemenge: 529 Mio. kWh, indexierte Preise ohne Steuern
Quelle: Energy Advice, Juli 2005
Grafik: BGW, 26.10.2005

Statement des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW)
zu  Aussagen des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.
zum Thema Gaspreise

„Die Erdgaspreise für große Industriekunden in Deutschland sind im europäischen Vergleich vor Steuern nach den finnischen die zweitbilligsten in Europa. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung von Energy Advice, London. Große Industrieunternehmen müssen für ihren Gaseinkauf in allen anderen großen europäischen Ländern zum Teil deutlich mehr für ihr Gas zahlen. So ist Gas beispielsweise in Frankreich 33,1 Prozent und in Italien 41,9 Prozent teurer. Auch in Großbritannien liegt der Verkaufspreis vor Steuern für große Industriekunden mit gut 35 Prozent deutlich über dem deutschen Niveau.

Die Energiepreise haben sich in den vergangenen Jahren weltweit stetig nach oben entwickelt. Ursache ist der steigende Energiebedarf in aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien. Die starke Nachfrage hat zwangsläufig eine Erhöhung der Preise zur Folge. Der Energieträger Erdgas kann sich von der schwierigen Lage auf den internationalen Rohstoffmärkten nicht abkoppeln. In allen Ländern wirkt sich diese Entwicklung auf die Preise aus. So werden amerikanische Haushalte in diesem Winter bis zu 50 Prozent mehr für ihr Gas bezahlen müssen. Der englische Gasversorger British Gas hat seine Gaspreise bereits um 14 Prozent, der Energiekonzern Scotish Power um 12 Prozent angehoben.“

BGW, Berlin, 26.10.2005



Besteuerung von Erdgas in Deutschland
Grafik: BGW, 2005

Steuer- und Abgabenbelastung bei Erdgas für Haushalte bei rund 30 Prozent


Grafik: BGW, 12.04.2005

Welche fiskalischen Belastungen gibt es beim Erdgas?

Die Erdgaspreise in Deutschland sind durch Steuern und Abgaben stark belastet. Ihr Anteil am Haushaltsgaspreis beträgt 30 Prozent. Haushalts- und Gewerbekunden werden neben der Erdgassteuer/Ökosteuer in Höhe von 0,55 Cent/kWh durch die Konzessionsabgabe und die Förderabgabe mit insgesamt durchschnittlich 0,76 Cent/kWh fiskalisch belastet. Die Erdgassteuer wurde zum 1.1.2003 von 0,3476 Cent/kWh auf 0,55 Cent/kWh (+51%) erhöht. Das spülte dem Staat über eine Milliarde Euro Mehreinnahmen in die Kasse, die von den Verbrauchern zu tragen waren. So ist auch die Erdgassteuererhöhung zum 01. Januar 2003 im Wesentlichen ursächlich für die Erhöhung der Gaspreise gewesen.

Insgesamt betrug im Jahr 2003 die Steuerbelastung beim Erdgas 4,26 Milliarden Euro (2002: 3,13 Mrd. €). Davon entfielen auf die Erdgassteuer 3,21 Mrd. € (2002: 2,16 Mrd. €), auf die Förderabgabe 0,35 Mrd. € (2002: 0,32 Mrd. €) und auf Konzessionsabgaben 0,70 Mrd. € (2002: 0,65 Mrd. €).

Quelle: BGW, Gaspreise - Fragen und Antworten


Preisentwicklung Heizöl / Gas bei Haushalten 1990 – 09/2005

Die Grafik zeigt die Preisentwicklung (indizierte Preissteigerungsraten – keine nominalen Preise) bei Heizöl und Gas für Haushalte seit 1990. Deutlich wird, dass aufgrund der Ölpreisbindung der Gaspreis dem Ölpreis jeweils mit einer zeitlichen Verzögerung folgt. Hierbei fallen die Preisausschläge beim Erdgas deutlich geringer aus als beim Heizöl.
 

Indizierte Werte: 1995 = 100, Quelle: Statistisches Bundesamt FS 17/R7

Grafik: BGW, 20.10.2005

Die Ölpreisbindung verhindert, dass die wenigen ausländischen Ergasproduzenten bei sinkenden Ölpreisen ihre Marktmacht ausspielen und die Gaspreise hoch halten können. Also: sinken die Ölpreise, sinken mit Verzögerung auch die Gaspreise. Die Ölpreisbindung ist marktgerecht, weil Erdgas und Heizöl im scharfen Wettbewerb zueinander stehen. Langfristige Lieferverträge bieten den deutschen Importeuren auf Dauer Sicherheit für die Bezüge. Andererseits sind durch die Ölpreisbindung die hohen Investitionen der Förderländer in die Erdgasförderung abgesichert. Die Grafik zeigt die Preisentwicklung bei Heizöl und Gas für Haushalte seit 1990. Deutlich wird, dass aufgrund der Ölpreisbindung der Gaspreis dem Ölpreis jeweils mit einer zeitlichen Verzögerung folgt. Hierbei fallen die Preisausschläge beim Erdgas deutlich geringer aus als beim Heizöl.

Wie haben sich die Gaspreise in den letzten 20 Jahren entwickelt?

Zwar ist das Energiepreisniveau derzeit relativ hoch. Aber die Ölpreisbindung ist keine Einbahnstraße nach oben: Verbraucher profitieren bei einem niedrigeren Ölpreisniveau von dann auch wieder niedrigeren Gaspreisen. Diesen Zusammenhang belegt die Tatsache, dass der Gaspreis zwischen 1985 und 2002 um 3 Prozent gesunken ist; während die Inflationsrate in diesem Zeitraum insgesamt rd. 38 % betrug. Ohne Erdgassteuer, die die Gaspreise im Jahr 2002 in Höhe von 0,3476 Cent/kWh belastete (heute beträgt die Erdgassteuer schon 0,55 Cent/kWh), wäre der Gaspreis zwischen 1985 und 2002 sogar um 16 % gesunken. Die Realisierung solcher Preissenkungen wäre ohne Ölpreisbindung gegenüber den wenigen Produzenten kaum durchsetzbar

Quelle: BGW, Gaspreise - Fragen und Antworten



Durchschnittserlöse Erdgas in Deutschland 1980-2003
- gesamte Gasabgabe; ohne Mwst. -



Grafik: BGW, 06.04.2005


Erdgas Statistiken 2004/2005

Durchschnittswerte für Erdgasimporte um fast 30% gestiegen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden 2,9 Millionen Terajoule Erdgas im Wert von 12,1 Milliarden Euro im Zeitraum Januar bis September 2005 nach Deutschland importiert. Der Durchschnittswert für importiertes Erdgas ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2005 um 29,1% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gestiegen: Von Januar bis September 2005 wurde ein Terajoule Erdgas für 4 140 Euro eingeführt, während von Januar bis September 2004 der Durchschnittswert 3 208 Euro je Terajoule betrug. Gegenüber dem Jahr 1995 (1 857 Euro je Terajoule) stieg der Durchschnittswert für importiertes Erdgas um 122,9%.

Statistisches Bundesamt, 29. November 2005

62% der dt. Haushalte sind mit ihrer Erdgasheizung sehr zufrieden
53% beträgt dieser wert bei Ölheizungen
Erdgas deckt z.Z. knapp 1/4 des Primärenergieverbrauchs in Dt.
2004: 300.000 Wohnungen neu mit Erdgasheizung
somit heizen 47,2% des Wohnungsbestandes mit Erdgas

Quelle: GfK-Umfrage
Aussender: BGW, 30.11.2005



Erdgasaufkommen und -verwendung in Deutschland in 2003 u. 2004


aus: Erdgas in Deutschland 2004, BGW, 06.04.2005

Auszug 1: Der deutsche Erdgasverbrauch war im Jahr 2004 mit rund 996 Mrd. kWh bzw. 110,4 Mio. t SKE geringfügig höher als im Vorjahr (+ 0,3 %); der Erdgasanteil am PEV lag bei 22,4 % (2003: 22,3 %). Die Durchschnittstemperatur war mit 9,01 °C etwas höher (um 0,06 °C) als in 2003, aber deutlich höher (um 0,41° C) als im langjährigen Mittel (1970 bis1999). Bei Normaltemperaturen – bezogen auf dieses Mittel - wären im vergangenen Jahr vergleichsweise rund 1025 Mrd. kWh Erdgas verbraucht worden; dies entspricht einem Anstieg des temperaturbereinigten Erdgasverbrauchs um 0,6 %.

Auszug 2: Der Erdgasverbrauch der privaten Haushalte sowie der Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen (HuK-Sektor) ging aufgrund der höheren Temperaturen in der Heizperiode leicht zurück– schätzungsweise um 1 %. Der Bestand an erdgasbeheizten Wohnungen nahm wie im Vorjahr um ca. 0,3 Mio. Wohnungen zu. Bei den zum Bau genehmigten neuen Wohnungen hatte die Erdgasheizung wiederum einen Marktanteil von rund 75 %. Insgesamt waren am Jahresende 2004 rund 17,8 Mio. Wohnungen oder 47,2 % (2003: 46,6 %) des Bestands mit einer Erdgasheizung ausgestattet.

Quelle: ebenda

Erdgas - Reserven mit Zukunft

Wie steht es um die Reichweite des Erdgaseinsatzes? Zunächst ein Blick auf den Unterschied zwischen Reserven und Ressourcen. Reserven sind die Mengen, die in einer Lagerstätte hinreichend sicher nachgewiesen sind und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gefördert werden können. Dagegen handelt es sich bei den Ressourcen um die Mengen, die darüber hinaus nachgewiesen sind, die aber momentan aus finanziellen oder technischen Gründen nicht gefördert werden können. Die statische Reichweite der Erdgasreserven beträgt rund 60 Jahre. 130 Jahre beträgt die statische Reichweite der Erdgasreserven und -ressourcen. Fundierte Schätzungen gehen davon aus, daß der weltweite Erdgasverbrauch zwischen 2000 und 2020 um rd. 3 % pro Jahr ansteigt. Für das Jahr 2020 kommt man auf eine noch bestehende Reichweite der Erdgasreserven und -ressourcen von rd. 115 Jahren.

BGW, 13.10.2004

Erdgas - die Herkunftsländer

Woher stammt unser Erdgas? 16% werden in Deutschland selbst gefördert, der Rest wird aus Russland (35 %), Norwegen (24 %), den Niederlanden (19 %) sowie aus Großbritannien, Dänemark und anderen Ländern(6 %) importiert. Die Diversifizierung der Bezugsquellen und die langfristigen Lieferverträge bedeuten hohe politische Versorgungssicherheit, ein weiterer Pluspunkt für das Erdgas.

BGW, 12.04.2005


Staat verteuert die Stromrechnung

Verbraucher zahlen 12 Milliarden Euro Sonderlasten / Die Hälfte der Ausgaben für die Stromsteuer
Berlin, 10. Oktober 2005 - Der Staatsanteil am Strompreis ist kräftig gestiegen: Rund 12 Milliarden (Mrd.) Euro Steuern und Abgaben zahlen die Verbraucher 2005 mit ihren Stromrechnungen. Das ist mehr als fünfmal so viel wie 1998 zu Beginn des Wettbewerbs im Strommarkt, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Die Mehrwertsteuer, die für Haushalte nochmals 16 Prozent ausmacht, sei dabei nicht berücksichtigt.

Der größte Posten bei den staatlich verursachten Belastungen sei die Stromsteuer mit rund 6,6 Mrd. Euro. Weitere 2,7 Mrd. Euro entfallen nach Angaben des Branchenverbandes auf die Förderung von Ökostrom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung schlage mit knapp einer Mrd. Euro zu Buche. Weitere zwei Mrd. Euro machten Konzessionsabgaben aus. Sie würden Kommunen dafür gezahlt, dass Straßen und Wege für den Betrieb der Stromnetze genutzt werden dürfen.

Bei einem Drei-Personen-Musterhaushalt, so der VDEW, entfallen 2005 rund 40 Prozent seiner Stromrechnung auf Steuern und Abgaben. Zu Beginn der Liberalisierung 1998 habe der Staatsanteil erst knapp ein Viertel des Rechnungsbetrages ausgemacht.


Belastung der Strompreise seit 1998 verfünffacht
Durch den Staat verursachte Belastungen aller Stromkunden
in Milliarden Euro (ohne Mehrwertsteuer)


 
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004

 
20051)
Stromsteuer5)

 
--
 
1,82
3,36
4,32
5,10
6,53
6,60
6,606)
Konzessionsabgabe1)

 
2,00
2,00
2,05
2,04
2,08
2,15
2,22
2,07

 
Erneuerbare-
Energien-Gesetz2)

 
0,28
0,26
0,90
1,15
1,63
1,91
2,30
2,70
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
--
--
0,613)
0,99
0,674)
0,76
0,72
0,79
zusammen
2,28
4,08
6,92
8,50
9,48
11,35
11,84
12,16
Steigerung zu 1998
in Prozent
+ 79
+ 204
+ 273
+ 316
+ 398
+ 419
+ 433

1) geschätzt
2) seit April 2000, zuvor Stromeinspeisungsgesetz
3) Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz alt seit Mai 2000
4) Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz neu seit April 2002
5) Rückerstattung an Industrie ist abgezogen
6) laut Monatsbericht des Bundesministeriums für Finanzen, August 2005

Quelle: Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin
10.10.2005


Industrie: Kostenfaktor Strom wird überschätzt
Zementindustrie besonders stromintensiv / Stromkostenanteil insgesamt gering

Die Stromkosten haben in vielen Wirtschaftszweigen nur einen geringen Anteil an den Gesamtkosten. Die Spanne reicht von sechs Prozent bis unter 0,3 Prozent. "Die Zahlen zeigen, dass die Stromkosten für die deutsche Wirtschaft insgesamt nur eine untergeordnete Rolle spielen", erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, zu jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2002. Für die wenigen stromintensiven Produktionsprozesse müssten die staatlichen Belastungen reduziert werden.

Mit einem Stromkostenanteil von sechs Prozent an den Gesamtkosten liege die Zementindustrie an der Spitze. Auch die Aluminiumindustrie sei mit 3,2 Prozent noch relativ stromintensiv. Bei der Kupferindustrie schlage der Strom mit einem Anteil von 1,4 Prozent zu Buche. Noch geringer seien die Anteile in der Automobilindustrie und im Maschinenbau. Material- und Personalkosten machten in den meisten Wirtschaftszweigen rund drei Viertel der Gesamtkosten aus.


"Kostenfaktor Strom wird überschätzt"
Stromkostenanteil an den Gesamtkosten 2002
in Prozent

Wirtschaftszweige
Gesamtkosten
in Milliarden Euro
Anteil Stromkosten an Gesamtkosten
in Prozent
Herstellung von Zement
2,1
6,0
Herstellung von Papier, Karton
und Pappe
13,0
3,4
Erzeugung und erste Bearbeitung
von Aluminium
11,0
3,2
Erzeugung von Roheisen, Stahl
und Ferrolegierungen
21,3
3,0
Erzeugung und erste Bearbeitung
von Kupfer
5,8
1,4
Chemische Industrie
131,8
1,2
Ernährungsgewerbe
125,6
0,7
Maschinenbau
156,7
0,4
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen
279,0
0,3
Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2005
VDEW, Berlin, 22.08.2005


Jede vierte Kilowattstunde Strom für Haushalte
Die Hälfte des Stroms nutzt die Industrie / Handel und Gewerbe sind drittgrößter Verbraucher

Gut ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland entfällt auf die rund 39 Millionen Haushalte: 2004 bezogen sie 140,4 (2003: 139,1) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom. Das war knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr, ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Größter Stromverbraucher blieb nach Angaben des Branchenverbandes die Industrie: Die rund 300.000 Betriebe nutzten mit 246,5 (244,8) Mrd. kWh fast die Hälfte des Stroms. Drittgrößte Verbrauchergruppe seien mit 73,3 (72,9) Mrd. kWh und einem Anteil von 14 Prozent Handel und Gewerbe gewesen. Der Stromverbrauch der öffentlichen Einrichtungen habe mit 43,2 (42,9) Mrd. kWh acht Prozent ausgemacht.

Der gesamte Netto-Stromverbrauch in Deutschland betrug 2004 - wie bereits gemeldet - 528 (524) Mrd. kWh. Das entspricht einem leichten Plus von 0,7 Prozent, berichtet der VDEW. Der geringe Zuwachs spiegele die steigende Energieeffizienz bei allen Kundengruppen.


Stromverbrauch ist 2004 leicht gestiegen
Netto-Stromverbrauch* der Kundengruppen
in Milliarden Kilowattstunden

2004
2003
Anteile 2004
in Prozent
Industrie
246,5
244,8
47
Haushalte
140,4
139,1
27
Handel und Gewerbe
73,3
72,9
14
Öffentliche Einrichtungen
43,2
42,9
8
Verkehr
16,2
16,1
3
Landwirtschaft
8,1
8,2
1
Gesamt
527,7
524,0
100
* vorläufig

Quelle: VDEW, 04.07.2005



Musterhaushalt 1998/2004 13.12.2004
Strompreise stiegen weniger als Inflation














Rationalisierungserfolge im Wettbewerb /
40 Prozent Staatsanteil an der Rechnung
Grafik: VDEW

Trotz deutlich gewachsener staatlicher Sonderlasten sind die Strompreise seit 1998 weniger stark gestiegen als die Kosten der Lebenshaltung. Grund dafür waren vor allem Rationalisierungserfolge im Wettbewerb. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Rund 52 Euro habe ein Drei-Personen-Musterhaushalt 2004 für Strom gezahlt. Das waren zwei Euro oder vier Prozent mehr als 1998, ermittelte VDEW. Die Inflationsrate habe in diesem Zeitraum neun Prozent betragen. Für 2005 erwartet der Branchenverband einen Anstieg der Strompreise insbesondere durch steigende Brennstoffkosten.

Der Staatsanteil an der Rechnung des Musterhaushaltes sei auf nahezu das Doppelte geklettert. 1998 machten Steuern und Abgaben 25 Prozent der Rechnung aus. 2004 ergaben Stromsteuer, Erneuerbare Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer zusammen 40 Prozent, berichtet VDEW.


Stromrechnung: Rund 40 Prozent Staatsanteil
Durchschnittliche Stromrechnung eines Drei-Personen-Musterhaushalts
im Monat in Euro

1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Stromrechnung
49,95
48,20
40,66
41,76
46,99
50,14
52,38
davon:
Mehrwertsteuer (16 Prozent)
6,90
6,65
5,60
5,75
6,48
6,92
7,24
Konzessionsabgabe**
5,22
5,22
5,22
5,22
5,22
5,22
5,22
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz***
0
0
0,38
0,58
0,76
0,90
0,85
Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG)****
0,23
0,28
0,58
0,70
1,02
1,23
1,58
Stromsteuer (Ökosteuer)
0
2,25
3,73
4,46
5,22
5,97
5,97
Stromerzeugung, -transport und -vertrieb
37,60
33,80
25,15
25,05
28,29
29,90
31,52
Basis: Mittlerer Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr

Energiesparen: Mit jeder gesparten Kilowattstunde Strom sparte ein Haushalt 2004
durchschnittlich rund 16 Cent (ohne Grundpreis).

** regional sehr unterschiedlich: ab 2002 je nach Gemeindegröße 1,32 bis 2,39 Cent/kWh; einige Gemeinden verzichten auf diese Einnahme

*** ab 2002 nach dem neuen KWK-Gesetz, das seit 1. April 2002 in Kraft ist. Anstieg durch Minderbelastung des Produzierenden Gewerbes.

**** löste im April 2000 das Stromeinspeisungsgesetz ab

Quelle: Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin
Stand: Dezember 2004
VDEW, 13. Dezember 2004 –



Private Haushalte:
Die meiste Energie für Heizung und Auto













Grafik: VDEW
Foto: Diaphor/Schuster/f1 online
Hausgeräte mit acht Prozent Anteil /
Beleuchtung beim Verbrauch Schlusslicht

Rund 53 Prozent ihres Energieverbrauchs nutzen die deutschen Haushalte zum Heizen. Das Auto macht den zweitgrößten Posten mit einem Anteil von rund 30 Prozent aus. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach Daten für 2002.

Jeweils rund acht Prozent der Endenergie seien von den Haushalten für warmes Wasser sowie für Hausgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank, Gefriergerät oder Herd verbraucht worden. Schlusslicht beim Energieverbrauch der Haushalte sei die Beleuchtung mit einem Anteil von einem Prozent. Alle privaten Haushalte zusammen hatten nach VDEW-Angaben einen Anteil von rund 43 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland.

VDEW, 24.11.2003


Stromverbrauch im Jahresverlauf
Der Winter ist Stromsaison
















Quelle: VDEW
Foto: Klaus-Peter Wolf/f1 online
Geringster Stromverbrauch im Sommer /
Verbrauch ausgeglichener als vor 30 Jahren


Die Stromverbrauchskurve im Sommer liegt in Deutschland etwa zehn Prozentpunkte unter der Verbrauchskurve im Winter. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach neuesten Daten des Verbandes der Netzbetreiber für 2002.

Die Netzbetreiber messen den Stromverbrauch in der Mittagszeit an jedem dritten Mittwoch im Monat. Im Dezember 2002 sei diese "Starklast" mit 75.100 Megawatt (MW) Stromanforderung besonders hoch gewesen. Am dritten Maimittwoch 2002 seien nur 66.500 MW Kraftwerkskapazität angefordert worden. Der Kraftwerkspark decke neben der Starklast auch notwendige Reserven für konjunkturelle oder witterungsbedingte Verbrauchsschwankungen ab.

Die Starklastunterschiede im Jahresverlauf seien in den letzten 30 Jahren geringer geworden. Zwischen den Extremwerten im Winter und Sommer habe 1972 ein Unterschied von rund 20 Prozentpunkten bestanden.

Geringster Stromverbrauch im Sommer
Starklast* in der allgemeinen Stromversorgung
jeweils am dritten Mittwoch im Monat um 11 Uhr
 

2002
Megawatt
Prozent
Januar
73 400
97,7
Februar
69 500
92,5
März
69 400
92,4
April
69 500
92,5
Mai
66 500
88,5
Juni
68 800
91,6
Juli
68 100
90,7
August
68 200
90,8
September
70 800
94,3
Oktober
69 700
92,8
November
71 600
95,3
Dezember
75 100
100,0

* Die Starklast beziffert die Anforderungen an die Kraftwerke. Die notwendigen Reserven für Verbrauchsschwankungen bei Wetter- und  Konjunktursprüngen sowie für nicht verfügbare Anlagen und Kraftwerksausfälle sind in diesem Werten nicht enthalten.

Quelle: Verband der Netzbetreiber – VDN - beim VDEW, Berlin
VDEW, 20.10.2003


Preisgestaltung seit jeher transparent
Wettbewerb prägt den Heizölmarkt

Steigende Rohölpreise ziehen Heizölpreise mit in die Höhe. Doch Ölheizungsbetreiber können sich darauf verlassen, dass bei nachgebenden Rohölnotierungen sogleich auch die Heizölpreise fallen. Dafür sorgt schon der Wettbewerb unter den rund 4.000 – zumeist mittelständischen – Heizölanbietern. Und im Gegensatz zu manch anderem Energieträger ist die Zusammensetzung des Heizölpreises seit jeher transparent. So betrug der bundesdurchschnittliche Verbraucherpreis nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) beispielsweise im August bei einer Abnahme von 3000 Litern 58,2 Cent je Liter. Davon entfielen 39,8 Cent auf den reinen Produktenpreis. Die Mineralölsteuer schlug mit 6,1 Cent und die Mehrwertsteuer mit 8 Cent zu Buche. Insgesamt lag der Steueranteil also bei 14,1 Cent je Liter. Dem Mineralölhandel verblieb mit einem Deckungsbeitrag von 4,3 Cent weitaus weniger.

Einzig dieser Deckungsbeitrag lässt sich von den Mineralölhandelsunternehmen beeinflussen. Enthalten in diesem Posten sind unter anderem die Kosten für Transport, Lagerhaltung, gesetzliche Bevorratung, Personal, Vertrieb und Verwaltung, der Aufwand für Neu- und Ersatzinvestitionen und schließlich der Gewinn. Der Produktenpreis hingegen richtet sich ausschließlich nach der Entwicklung auf den internationalen Ölmärkten, da Deutschland für seine Ölversorgung zu fast 100 Prozent auf Importe angewiesen ist.

Die Börsen werden allerdings oft weniger von fundamentalen Marktaten als von psychologischen Faktoren bestimmt. Denn das gegenwärtig hohe Preisniveau ist keinesfalls auf mangelnde Ölvorräte zurückzuführen. Rohöl ist nach Angaben des MWV nach wie vor ausreichend vorhanden. Sowohl 2004 als auch im ersten Halbjahr 2005 überstieg die weltweite Ölförderung jeweils den globalen Ölverbrauch. Und die weltweit bestätigten Rohölreserven lagen mit 173,3 Milliarden Tonnen zu Beginn des Jahres so hoch wie niemals zuvor.

Ursächlich für die Preisentwicklung in den letzten Monaten sind vor allem eine weltweit starke Nachfrage nach Ölprodukten sowie die generell hohe Auslastung der Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Die Produktionsunterbrechungen durch die Wirbelstürme in den USA haben den Ölpreisanstieg kurzzeitig verstärkt.

IWO, Nr. 146, Oktober 2005


Jährl. Brennstoffkosten HEL : Erdgas 1995-2004
 


Preisentwicklung bei Heizöl und Erdgas seit 1997
 

Im Juli 2005 kostete der Liter Heizöl umgerechnet durchschnittlich 56,46 Cent (inkl. MwSt.). Für eine 3000-Liter-Partie Heizöl musste der Verbraucher rund 1.694 Euro bezahlen. Der Durchschnittspreis für die entsprechende Energiemenge Erdgas lag im Juli 2005 bei rund 1.702 Euro (inkl. MwSt. und Grundpreis). Die 3000-Liter-Partie Heizöl war somit durchschnittlich 8 Euro (0,47 %) günstiger als die entsprechende Energiemenge Erdgas. *

*Quelle: IWO-Berechnungen bis Dezember 2002 auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes, Fachserie 17, Reihe 7 und Internet-Zeitreihenservice (www.statistik-bund.de), alte Bundesländer, bei Abnahme von 3.000 l Heizöl bzw. 2300 kWh (Hs) Erdgas/Monat. Ab Januar 2003 auf Basis der Erhebungen des "Brennstoffspiegel" bei Abnahme von 3.000 l Heizöl EL bzw. 33.540 kWh (Hs) Erdgas/Jahr inkl. Grundpreis.

Ein Gesamtkostenvergleich zwischen der Ölheizung und anderen Heizsystemen lässt sich nur aus Ihrer individuellen Situation heraus berechnen. Die laufenden Energie- und Betriebskosten einerseits sowie die einmaligen Kosten für die Anlagentechnik und deren Installation andererseits sind hierbei gegeneinander abzuwägen. Informieren Sie sich rechtzeitig über konkrete Vergleichsangebote.

Quelle: IWO


Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Durchschnittspreis für Heizöl (Rheinschiene) im Oktober mit 52,11 €/hl erneut leicht angestiegen (September 51,14 €/hl).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Wert im Oktober 2005 um rund 16% höher. Damit hat sich der Anstieg bezogen auf den Vorjahreswert deutlich abgeschwächt. Der Septemberwert lag noch bei +36% über dem des Jahres 2004.

Die Angaben sind die Indexwerte für die so genannte "Rheinschiene".
An diese Preise sind vielfach Preisänderungsklauseln von Gaspreisen und auch Wärmelieferpreise gekoppelt.
Auch bei den Einfuhrpreisen für Erdgas vermeldet das Statistische Bundesamt einen weiteren Anstieg. So stieg der Indexwert für Gaseinfuhren (2000 = 100) von 164,7 im September 2005 auf 176,6 im Oktober.

Quelle: vme-Energieverlag, 25.11.2005


Renaissance der deutschen Braunkohle
Kaminbriketts brennen länger

Köln. Angesichts dramatisch steigender Öl- und Gaspreise entdecken mehr und mehr Verbraucher die Vorteile heimischer Brennstoffe neu. Vor allem in ländlichen Gebieten wird Brennholz inzwischen verstärkt im Wortsinn genutzt. Doch auch die ungleich ergiebigere Braunkohle boomt wieder. Als Hauptgrund wird aus Branchenkreisen das gegenüber anderen Energieträgern auffallend hohe Sparpotenzial der Braunkohlenbriketts aus dem Rheinischen bzw. Lausitzer Revier genannt.

So errechneten Experten der Rheinbraun Brennstoff GmbH, dass eine mit Kaminbriketts beheizte Wohnung gegenüber Heizungen auf Öl- oder Gasbasis erhebliche Kostenvorteile aufweist. Während Kohle für 50 Euro das Heim elf Tage lang warm hält, ist bei Öl bzw. Gas schon nach sieben bzw. acht Tagen buchstäblich der Ofen aus.

Produktion und Handel haben längst auf den Nachfrageschub reagiert und bieten Kaminbriketts in handlichen Zehn-Kilo-Portionen jetzt sogar über Lebensmittelhändler und Getränkemärkte an. Die in Papier oder Folie verpackten Briketts von der Palette ersparen weite Wege und sichern stets einen Handvorrat.

50 Prozent der westdeutschen Haushalte sind bereits mit spartauglichen Heizgeräten ausgestattet, im Osten wächst der Bestand an Kachel- und Kaminöfen schrittweise wieder an. Selbst in Reihen- und Mehrfamilienhäusern werden sie häufig als Zweitheizgerät für die Übergangszeit installiert. Nach Auskunft von Michael Toplak, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Kachelofenwirtschaft (AdK), ist seine Branche deshalb in vielen Regionen „auf Monate“ mit Aufträgen ausgelastet. Moderne, kohlegeeignete Festbrennstoffgeräte erkennt man am DIN- bzw. DIN plus-Qualitätszeichen und einem stabilen Rost sowie dem von außen bedienbaren Aschekasten; der zugelassene Brennstoff wird vom Gerätehersteller in der Bedienungsanleitung angegeben. Diese preiswerten, modernen Heizgeräte sind im Fachhandel und zunehmend auch in Baumärkten erhältlich.

Weitere Informationen: Esser, Rheinbraun Brennstoff GmbH
Internet www.heizprofi.com




Lesehilfe, rechts steht geschrieben:
Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von
3.000 ltr. HEL, 33.540 kWh Erdgas, 5,5 t Braunkohlenbriketts
Quelle: Rheinbraun Brennstoff GmbH


Mit einer Fördermenge von fast 182 Mio. t (2004) ist die Braunkohle zu über 40 Prozent an der Primärenergiegewinnung in Deutschland beteiligt und damit wichtigster heimischer Energieträger.

Rund 93 Prozent der gesamten Gewinnung werden zur inländischen Erzeugung von Strom und Fernwärme eingesetzt. Sämtliche Kraftwerke verfügen über hochwirksame Anlagen zur Entschwefelung, Entstickung und Entstaubung der Rauchgase.

Kraftwerke auf Braunkohlenbasis erzeugten im Jahre 2004 rund 159 Mrd. Kilowattstunden Strom. Mehr als jede vierte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom basiert auf dem Einsatz der heimischen Braunkohle.

aus: 10 Fakten rund um die Braunkohle
Quelle: DEBRIV

Mit dem Grad der Inkohlung nimmt auch der Brennwert der Steinkohle zu; ihr Heizwert beträgt 33 bis 35 Megajoule pro Kilogramm. Der Heizwert von Braunkohle beträgt 17 211 Kilojoule pro Kilogramm.
Quelle: schornsteinfegermeister.de


Solar


Solarthermie (ST)

ist die Gewinnung von Wärme aus Sonnenenergie. Lohnt sich das? Welche Anlage ist für mich optimal? Das sind auch hier die ersten Fragen, denn den Bauherrn interessiert in erster Linie die Ökonomie. Nicht dass ihm die Ökologie egal wäre ...

Nehmen wir es vorweg: ja, es lohnt sich. Auch hier gilt. unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Anlagen "rechnen sich", weil die Technik mittlerweile ausgereifter ist, weil sich die Preise dank steigender Fertigungszahlen nach unten bewegen, weil es auch hierfür Fördermöglichkeiten gibt, weil Teile der Anlage zur Sowieso-Ausrüstung im konventionellen Bereich gehören und weil sich ST-Anlagen optimal integrieren lassen.

Hierbei müssen Sie davon ausgehen, dass ein seriöser Anbieter davon spricht, dass man ST zur Warmwasser-bereitung und zur Heizungsunterstützung verwendet, wenn es um EFH geht. Solarkompaktstationen in großen Wohnanlagen dienen auch nur der Heizungsunterstützung.

Wer etwas anderes erzählt, scheint mehr zu wissen, als es der Stand der Technik zulässt. Denn auch hier gilt: nicht alles, was theoretisch möglich ist, ist auch praktisch umsetzbar oder sinnvoll. Natürlich kann man ein Passivhaus mit einer ST-Anlage beheizen - aber dasselbe können Sie mit einer Glühlampe erreichen.

Jedem Laien ist das Grundprinzip klar: wenn die Anlage die höchste Leistung bringt, ist der Bedarf am geringsten und während der Heizperiode liegt die Leistungskurve im Minimalbereich.

Genau das ist der Grund, warum vorrangig die Warmwasserbereitung als Ziel steht und die Heizung nur unterstützt werden soll. Vom Endenergiebedarf im durchschnittlichen Haushalt entfallen ca. 75% auf die Raumwärme und ca. 13% auf das Warmwasser.

Der mögliche solare Deckungsanteil bei WW liegt bei 60-65 %, das heisst man kann lediglich 8,45 % des Endenergiebedarfs zzgl. eines Anteils aus der Heizungsunterstützung (bis zu 20 %) abdecken.
Rechnung: ( 13 % x 60 % ) + ( 75 % x 20 %) = 7,8 % + 15,0 % = max. 23 %.

Und selbst wenn es nur um diese 8 - 23 % geht - es lohnt sich. Dies liegt u.a. im Verhalten der Gasbrenner begründet. Zwar schreitet die Entwicklung auch im Bereich Brennwerttechnik voran, jedoch liegt der tatsächliche Wirkungsgrad der Gasbrenner weiter unter dem angegebenen (der Nennleistung), als Ihnen lieb sein könnte.

Es sind auch die Übergangszeiten, März/April und September/Oktober, in denen der Gasbrenner trotz Modulation nicht optimal arbeiten kann. Und im Sommer arbeitet die Brenner-Anlage am unwirtschaftlichsten, weil der Anteil für Heizung bedarfsgemäß bei 0 liegt - deshalb ist die Heizanlage unzureichend ausgelastet und sie verbraucht überproportional viel Energie.

Hier ist der Ansatzpunkt für die Solaranlage zur Unterstützung. Der solare Deckungsgrad liegt i.M. bei 60%, wobei es im Juli fast 100% sind und im Dezember immerhin noch ca. 20%. Das kennen Sie sicher von Ihrem Mittelmeerurlaub her: schwarz angestrichene Behälter auf den Dächern erzeugen das Warmwasser.

Nun ist die ST-Anlage natürlich etwas moderner: Auf dem Dach sind die Kollektoren angebracht und im Haus der gedämmte Speicher, ohne den übrigens die konventionelle Heizanlage auch nicht funktioniert. Optimal ist für die Kollektoren eine Südausrichtung bei 30° Neigung.

Im Bereich EFH und ZFH sind übliche Dimensionierungen: 4-6 qm Kollektorfläche für WW und 10-15 qm für die Heizungsunterstützung. Der Speicher soll zwischen 300 und 500 l liegen und gut gedämmt sein. Günstige Temperaturen sind 60°C für den Speicher und 45°C für die am Kesselregler eingestellte Solltemperatur.

Preis-Leistungs-Verhältnis von Kollektoren
Berechnungsbeispiel:
Einstrahlung 800 W/m2, Außentemperatur 10°C, Absorbertemperatur 60°C
Kollektor 1: Vakuumröhrenkollektor
Kollektor 2: Flachkollektor, 1 Scheibe, selektiver Absorber
Kollektor 3: Flachkollektor, 2 Scheiben, mattschwarzer Absorber

Beispiel-
rechnung
für die
Ermittlung
der Kosten
pro kW
Kolektor-
leistung
Wirkungs-
grad, abge-
lesen aus
Kennlinie
Nutzleistung
pro m2
Kollektor-
fläche
Kosten
pro m2
Kollektor-
fläche
Preis pro
Kilowatt
Kollektor-
leistung
bei 800 W/m2 und einer
Temperaturdifferenz von
50 K
  in W/m2 in DM/m2 in DM/kW
Kollektor 1 59 % 472 1.200 2.542
Kollektor 2 50 % 400 500 1.250
Kollektor 3 36 % 288 400 1.389

Quelle: Brauchwasserbereitung mit Sonnenenergie
Hrsg. Hessisches Umweltministerium, ISBN: 3-89274-116-6

Die Kosten liegen bei 700 DM/m2 bei Flach- und bei 1.800 DM/m2 bei Vakuum-Röhrenkollektoren.
Die Kosten der Gesamtanlage verteilen sich wie folgt:
36 % Kollektorfeld
30 % Montage
27 % Speicher
_7 % Regelung, Zubehör
Für einen 4-Personen-Haushalt liegen die Kosten einer Solaranlage bei ca. 12.000 DM (Streuung: von 8.500 bis 20.000 DM), wobei man noch den Anteil des Speichers herausrechnen müsste.

Noch liegen die Kosten für 1 kWh Wärme mit 0,30 DM bei einer Solaranlage ohne Förderung auf dem Niveau der Wärmeerzeugung mit Strom. Noch beträgt dieser Wert bei Heizöl/Erdgas 0,07 DM/kWh Wärme. Noch.

Letztendlich liegt die Entscheidung bei Ihnen, aber klar ist: es ist eine Entscheidung mit Perspektive. Wer soll prophezeien, wie sich die Preise für Erdgas und Öl entwickeln? Sicher ist nur: nach unten entwickeln sie sich nicht.

Solaranlagen lassen sich mit allen möglichen Heizungsanlagen kombinieren.
Ein Prinzip mit Zukunft stellt mein Ko-Ne-Haus dar, welches Ihnen Behaglichkeit und Unabhängigkeit von Öl und Gas sichert. Informieren Sie sich hier.

Noch ein Wort zum Abschluss: prüfen Sie gut, von wem Sie sich informieren lassen. Lassen Sie sich nicht von Zahlenspielen täuschen oder blenden. Holen Sie sich den Rat Dritter ein.

Weil die Hersteller so genannter solarer Kombi-Anlagen, die neben warmem Wasser auch Wärme für die Heizung liefern, einen verwirrenden Variantenreichtum anbieten, hat der Informationsdienst BINE des Fachinformationszentrums KarIsruhe die Herausgabe einer kostenlose Broschüre über Solare Heizungsunterstützung mit Kombi-Anlagen bekannt gegeben.
Fax: 0228/92379-29 www.bine.fiz-karlsruhe.de/bine/presse/presse-info.html (dead link, 29.01.2005)
Quelle: Deutsches Ingenieurblatt, Heft 12/2001, Baumedien.de

Ich erwarte nicht, dass sich alle vorbehaltlos meiner Auffassung anschließen.


Unterschied zwischen Fotovoltaik und Solarthermie

Strom oder Wärme mit Solar?

Etwa jeder fünfte Hauseigentümer hat großes oder sehr großes Interesse an der Solarthermie, so das Ergebnis einer Verbraucherstudie der Initiative Solarwärme Plus. Doch viele Eigenheimbesitzer kennen den Unterschied zwischen Solarwärme und Solarstrom, Fotovoltaik genannt, nicht genau. Die Initiative Solarwärme Plus erläutert die beiden Arten der Sonnenenergienutzung.

Eine Fotovoltaik-Anlage wandelt die Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Diese wird in der Regel gegen eine Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Eine solarthermische Anlage hingegen gewinnt aus der einfallenden Sonnenstrahlung Wärmeenergie, die direkt im Haus zur Warmwasserbereitung genutzt wird.

Besitzer einer Solarwärmeanlage reduzieren so ihre Heizenergiekosten und werden unabhängiger von der Energiepreisentwicklung. Selbst bei schlechtem Wetter liefert die Anlage Jahr für Jahr Energie für warmes Wasser. Zusätzlich ist eine Unterstützung der Raumheizung möglich.

Solarwärmeanlagen mitsamt den Kollektoren unterscheiden sich auch optisch von Fotovoltaik-Anlagen. „Ob eine Anlage Solarstrom oder Wärme erzeugt, kann man ganz einfach feststellen“, klärt Experte Thomas Drinkuth von der Initiative Solarwärme Plus auf. „Solarmodule für die Stromerzeugung sind flacher als Kollektoren für die Wärmegewinnung. Zudem sind die kleinen Solarzellen der Fotovoltaik-Anlage deutlich erkennbar, während Solarwärme-Kollektoren entweder eine einheitlich dunkle Oberfläche haben oder aus einzelnen Glasröhren bestehen.“

Informationen über Solarwärme und Adressen von Fachbetrieben gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus im Internet unter www.solarwaerme-plus.info oder telefonisch unter der Nummer 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch).


 

 

 


Während eine Fotovoltaik-Anlage den Solarstrom ins Netz einspeist, wird die von einer Solarthermie-Anlage gewonnene Wärme im eigenen Haushalt genutzt. Bild: Initiative Solarwärme Plus

Leipzig, 13.08.2004
Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus
Fon: 0 18 02/00 08 70 (6 Cent/Gespräch)



Brennstoffverbrauch senken mit Solarenergie
Wie viel Energie spart ein Kollektor?

030301gr.gif (31120 bytes) Wer bei der Warmwasserbereitung auf Solarenergie setzt, senkt seinen Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent. Doch welche Mengen Brennstoff lassen sich mit einem Quadratmeter Kollektorfläche tatsächlich einsparen?

Die Initiative Solarwärme Plus hat errechnet, dass ein Quadratmeter Kollektorfläche in Deutschland jährlich etwa 1.125 Kilowattstunden Energie liefert. Dies entspricht einer Brennstoffmenge von 208 Kilogramm Braunkohlenbriketts, 108 Kubikmetern Erdgas oder 108 Litern Heizöl.

Für einen Vier-Personenhaushalt empfehlen Experten die Installation von etwa fünf Quadratmetern Kollektorfläche. Das reicht aus, um etwa 60 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung zu decken.

In Deutschland ist grundsätzlich der Einsatz einer Zusatzenergie notwendig, damit das ganze Jahr ausreichend Warmwasser zur Verfügung steht. Hier bietet sich beispielsweise die Kombination der Solaranlage mit einer Gas-Brennwertheizung und einem Warmwasserspeicher an. Diese Geräte lassen sich im Dachgeschoss aufstellen. Das hat den Vorteil, dass der Leitungsweg vom Kollektor zum Speicher kurz ist und auf diese Weise nur wenig Energie beim Transport verloren geht. Darüber hinaus nutzen Gas-Brennwertheizungen die Wärme, die im Abgas enthalten ist.  Dadurch lassen sich gegenüber herkömmlichen Gasheizungen zusätzlich bis zu 15 Prozent Heizenergie einsparen.

Weitere Informationen zur Solarenergie gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter der Telefon Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder unter der Internetadresse www.solarwaerme-plus.info.

Leipzig, 01.03.2003
Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus, Postfach 24 12 64, 04332 Leipzig
Redaktion: Calovini PR, Postfach 01 40, 58314 Schwelm
Fon 07 00/22 56 84 64, Fax 07 00/22 56 84 66, Mail presse@solarwaerme-plus.info

Der kluge Bauherr nimmt sich einen Taschenrechner und einen Zettel, dann rechnet er: eine 5 qm - Kollektor - Anlage kostet ca. 3.500 €. 108 l Heizöl kosten ca. 37,8 €. Das sind bei 5 qm Kollektorfläche 189 €. Nun rechnet man 3.500 / 189 = 18,5, das bedeutet, wenn man die Zinsbetrachtung außer acht lässt, hat man nach etwas über 18 Jahren die Investition wieder "reingeholt". Wartungs- und Reparaturkosten sind hierbei noch nicht berücksichtigt, auch nicht der mit den Jahren abnehmende Wirkungsgrad der Anlage. Auch ist es recht unwahrscheinlich, dass innerhalb dieser Zeit keinerlei Ersatzbeschaffungen notwendig werden. So werden aus den 18 Jahren schnell 25 und mehr.

Dann überlegt der kluge Bauherr, ob er Ökonom oder Ökolog ist. Wie würden Sie entscheiden? "Der Umwelt" - oder Ihren Finanzen zuliebe? Nebenher: auf Förderung besteht kein Rechtsanspruch.


Solarenergie das ganze Jahr nutzbar
Auch bei Kälte und Bewölkung liefert die Sonne Wärme.

Wer glaubt, dass die Nutzung von Solarenergie nur im Sommer Sinn mache, ist im Irrtum. Die Initiative Solarwärme Plus macht darauf aufmerksam, dass selbst bei schlechter Witterung und in kalten Jahreszeiten Wärme für die Warmwasserbereitung gewonnen wird.

solarjahr.jpg (22934 bytes)Auch bei Bewölkung und niedrigen Temperaturen erreichen die Sonnenstrahlen den Kollektor. Ein Absorber sorgt dafür, dass die Energie eingefangen und an Röhrchen weitergegeben wird, die mit Wärme leitendem Frostschutzmittelgemisch gefüllt sind. Heizungsrohre transportieren die Heizenergie bis zum Wärmetauscher, der das Wasser im Trinkwasserspeicher erhitzt.

Von Mai bis August sparen Hauseigentümer nach Informationen der Initiative Solarwärme Plus hierzulande fast 100 Prozent Heizenergie für die Warmwasserbereitung, wenn sie Solarwärme nutzen. Im März, April, September und Oktober liefert die Sonne mehr als die Hälfte der benötigten Energie. In den kalten Monaten von November bis Februar gewinnt man immerhin zwischen 6 und 48 Prozent Wärme.

Damit das ganze Jahr über warmes Wasser zur Verfügung steht, wird eine zweite Heizenergie benötigt, zum Beispiel Erdgas oder Holzpellets. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert sowohl den Einbau von Solarkollektoren als auch den Einsatz von Pellet-Öfen.

Weitere Informationen gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus im Internet unter www.solarwaerme-plus.info oder unter der Telefonnummer 01802/000870 (6 Cent/Gespräch).

Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus (s.o.), 16.05.2003


Wie viel Warmwasser liefert eine Solarwärmeanlage?
Sparen beim Duschen und Baden

In Deutschland liefert eine Solarwärmeanlage mit sechs Quadratmetern Kollektorfläche bei durchschnittlicher Sonneneinstrahlung pro Jahr etwa 2.000 Kilowattstunden Energie für die Warmwasserbereitung. Doch wie vielen Dusch- oder Wannenbädern entspricht das? Die Initiative Solarwärme Plus hat errechnet, wie häufig Besitzer einer Solarwärmeanlage warmes Wasser verbrauchen können, ohne dafür auch nur einen Cent für Heizenergie zu bezahlen.

Die solar gewonnenen 2.000 Kilowattstunden Heizenergie reichen aus, um das Wasser für etwa 400 Wannenvollbäder mit je 150 Litern oder für 2.000 Duschgänge mit je 30 Litern zu erwärmen.

Alternativ liefert die Sonne circa 50 Prozent des Energiebedarfs für die Wassererwärmung von 5.000 Waschmaschinen- oder 3.300 Spülmaschinengängen, die übrigen 50 Prozent werden elektrisch nach beheizt. Voraussetzung ist, dass die Geräte an die Warmwasserleitung angeschlossen sind.

Fragen zum Anschluss der Spül- und Waschmaschine an die Warmwasserleitung sowie zur Nutzung von Solarenergie beantwortet der Heizungsfachbetrieb. Die Kosten für eine Solarwärmeanlage, die für einen Vier-Personenhaushalt ausreicht, liegen inklusive Montage bei etwa 4.500 Euro. Handwerker-Adressen und Informationen über Fördermittel gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder im Internet auf der Homepage www.solarwaerme-plus.info.

Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus (s.o.), 21.10.2003


Energieverbrauch in privaten Haushalten
Wo Solarwärme beim Sparen hilft

Die Raumheizung macht in Privathaushalten durchschnittlich etwa 77 Prozent des gesamten Endenergie-verbrauchs aus. Weitere elf Prozent werden für warmes Wasser benötigt. Anders als viele glauben ist damit in privaten Haushalten der Bedarf an Wärmeenergie deutlich größer als der an elektrischer Energie, die nur ca. zwölf Prozent ausmacht. Eine Solarwärmeanlage hilft, den Verbrauch von Energieträgern zur Wärmeerzeugung zu senken, informiert die Initiative Solarwärme Plus.

Eine Solarwärmeanlage liefert im Jahresdurchschnitt bis zu 60 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie. Wird die Sonnenkraft zusätzlich für die Heizung genutzt, so spart sie je nach Dämmung des Gebäudes weiterhin 5 bis 18 Prozent der Heizenergie. Insgesamt kann eine Solarwärmeanlage also bis zu 25 Prozent der gesamten Wärmeenergie eines Haushaltes liefern, so die Initiative Solarwärme Plus. Betrachtet man die einzelnen Energieverbraucher im Haus, so kann Solarwärme vielseitig und effektiv genutzt werden: für die Raumheizung, die Trinkwassererwärmung und zur Vorheizung des Wassers in Spül- und Waschmaschinen. Durch den Anschluss dieser Geräte an die Warmwasserleitung kann der Verbrauch von elektrischer Energie zum Aufheizen des Wassers reduziert werden.

Weitere Informationen über das Energiesparen mit Solarwärmeanlagen und Adressen von Fachhandwerksbetrieben vor Ort gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus: im Internet unter www.solarwaerme-plus.info oder über die Solar-Hotline unter der Nummer 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch).
Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG – Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima.

Leipzig, 20.05.2005


Kollektoranlagen in O.

Ein O. baut auf sein Dach eine Sonnenkollektoranlage. Kommt ein Passant vorbei und schaut ihm belustigt zu. Nach einer Weile fragt er den geschäftigen O.: "Wieso bauen Sie denn auch auf die Nordseite Ihres Hauses einen Sonnenkollektor?!"
Antwortet der O.: "Ha, man braucht ja schließlich auch kaltes Wasser!"


Photopholtaik (PV)

Was werden doch für kontroverse Diskussionen geführt: pro und kontra. Das nimmt schon mal verbissene und verbitterte Züge an. Klar ist doch: fragen Sie Hersteller von Solaranlagen, werden Sie nicht viel schlechtes erfahren - fragen Sie hingegen andere, werden Ihnen z.T. völlig anderslautende Informationen und Wertungen zuteil.
Können Sie sich noch an Zeiten erinnern, da PVC und Aluminium quasi auf dem Index standen (Materialverbot bei öffentlichen Aufträgen!)? Und heute? Heute ist z.B. PVC ein vielgelobtes Material, das selbst in Zeitschriften von Kammern über den Klee gelobt wird (weil es der Werbeetat der Industrie hergibt).

Nun fragen Sie sich: wo bleibt die Objektivität? Woran soll man sich halten? Was soll man glauben? Ich möchte Ihnen mit diesem Beitrag einige grundlegende Überlegungen nahebringen, die Ihnen bei der Beurteilung etwas helfen sollen.

PV: Es geht um die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie. Lohnt sich das? Welche Anlage ist für mich optimal? Das sind die ersten Fragen, denn den Bauherrn interessiert in erster Linie die Ökonomie. Nicht dass ihm die Ökologie egal wäre, aber darum kümmert sich bereits der Bund als Retter der Welt.

Zunächst muss man vom Standort ausgehen. Jedem wird wohl einleuchten, dass der Ertrag in Berlin nicht dem in Freiburg im Breisgau gleichkommen kann. Es gibt nun mal geografische Unterschiede, auch bei der Sonneneinstrahlung.

Als nächstes wird auch dem Laien klar sein, dass ein verschatteter Standort ungünstig ist und dass man die Kollektoren eher nicht auf der Nordseite des Daches anbringt.

Also muss es Rahmenbedingungen geben, die für die Beurteilung der Investition entscheidend sind? Ja, die gibt es. Aber man kann sie nicht verallgemeinern, man muss sie berechnen.

Ihnen muss klar sein, dass eine Berechnung immer mit Ertragsprognosen zu tun hat. In der Praxis werden die erzielten Werte immer von den berechneten abweichen. Das erfolgt nach unten und nach oben, egal um was für technische Anlagen es geht. So auch bei unserer PV-Anlage.

Übersteigt der Ertrag die Berechnung, freuen Sie sich. Liegt er darunter, werden Sie den Installateur, den Hersteller und alle Protagonisten verfluchen. Gibt es etwas dagegen? Ja, die Lösung heisst Ertragsgarantie als vertraglich zugesicherte Eigenschaft. Vereinbaren Sie diese mit einem Partner, der im nächsten Halbjahr noch nicht pleite sein wird - dann kann Ihnen die tatsächliche Höhe fast egal sein.

Was für eine Anlage in Betracht kommt, sollte das Ergebnis eines Variantenvergleiches sein. Überlegen Sie, was so in Frage kommt: Aufdachmontage oder Indachmontage, Integration im Neubau oder im Altbau, angebracht an der Fassade oder auf dem Dach, in Form von Kollektoren oder in Dachziegeln oder in Dachfolien ...

Für die richtige Entscheidung sind mehrere Faktoren einzubeziehen. Selbst wenn der Preis das wichtigste Kriterium sein soll, gilt es zu optimieren. dazu benötigen Sie folgende Daten:

  • Standort, Lage, Ausrichtung
  • Art und Wirkungsgrad der Anlage
  • Anschaffungs-, Montage- und Nebenkosten
  • Preisindizes
  • Zinsentwicklung
  • Fördermöglichkeiten

Nehmen wir ein realistisches Beispiel: 2-Personen-Haushalt im Berliner Raum, Stromkosten 0,24 DM/kWh + 0,025 DM/kWh Stromsteuer + 16% Umsatzsteuer (im Volksmund auch MWSt. genannt), Jahresverbrauch ca. 1.800 kWh (Stand: 2001).

Das macht bei einem Strompreis von 0,31 DM/kWh Jahresstromkosten von 558,00 DM. Unterstellen wir konstanten Verbrauch und eine Inflationsrate (das ist die drastische Version von "Preisindex" der Lebenshaltungskosten) von 3% sind das nach 5 Jahren rd. 3.000 DM, nach 10 Jahren rd. 6.600 DM und nach 15 Jahren rd. 10.700 DM.

Dem müsste eine so kleine Investitionssumme entgegenstehen, der keine PV-Anlage gerecht werden kann. Ökonomisch also völlig sinnlos, würde es nicht die gesetzlich garantierte Vergütung von 94 Pf./kWh ab 2002 geben (bis 2001 waren es noch 99Pf./kWh!). Das regelt das EEG in §8 und jedes Jahr werden es 5 Pf. weniger. Der Zeitraum der Abnahmeverpflichtung ergibt sich aus 100 Pf. / 5 Pf. = 20 mit 20 Jahren.

Die ideale Aufstellung der Anlage erfolgt mit 30° Neigung in Südrichtung. Möglich sind noch ± 45° (SO bzw. SW) bei 10° bis 50° Neigung. Mit einer 1,0-kWp-PV-Anlage lassen sich hierzulande 700 - 900 kWh/a an Strom erzeugen. Für den durchschn. Stromverbrauch einer 4-köpfigen Familie geht man von 4.000 kW/a aus.

Eine netzgekoppelte Anlage mit 1 kW Leistung hat rd. 10 m2 Modulfläche, die Kosten liegen im Schnitt bei etwa 16.000 DM (fertig installierte Anlage). Wenn nur 700 kWh/a Strom erzeugt werden, ergibt das eine Vergütung von 658 DM/a.

In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie eine vergleichende Berechnung. Was einem die Werbung sagt, stimmt erst mal: die Vergütung über 20 Jahre liegt über den Kosten. Aber: sie liegt nicht deutlich darüber und wenn man die Kosten des Eigenverbrauchs weglässt, wird die ganze Sache ökonomisch völlig sinnlos. Übrigens besteht kein Rechtsanspruch auf alle Fördermassnahmen.

Fazit: in der Grössenordnung EFH ist eine PV-Anlage eher was für Ökologen als für Ökonomen. Es rechnen sich also nur sehr grosse Anlagen, wenn die Förderung sicher und der Eigenverbrauch relativ niedrig ist. Übrigens rechnet sich die Sache besser, wenn man den Eigenverbrauch weglässt - aber wozu investiert man in so eine Anlage? Um Gewinn zu erwirtschaften oder um zur Senkung des CO2-Ausstosses beizutragen? Die gesamte Wirtschaft funktioniert nur mit Gewinn und für die Umwelt tun wir bereits genug, wenn man nur mal an die "Öko"-Steuer denkt.

Ich erwarte nicht, dass sich alle vorbehaltlos meiner Auffassung anschliessen. Ganz im Gegenteil erwarte ich, dass dieser Beitrag zur Diskussion anregt. Auch Ihre Meinung ist gefragt: im Bau Forum.

Ich will auch keine Anti-Haltung propagieren. Schliesslich gibt es ja viele Leute mit eigenem Haus, die solche Anlagen haben. Dass die bereuen, ist eher unwahrscheinlich. Denn es gibt Menschen, die müssen beim Bauen nicht jede Mark vorher dreimal umdrehen - so lässt sich vieles anders betrachten. Dann ist eine PV-Anlage eben Bestandteil des Lebensgefühls, genauso wie eine Anlage zur Regenwassernutzung oder 120 qm Wohnfläche für 2 Personen. Will man nur noch ökonomisch (und ökologisch herangehen), würde es gar keine EFH geben.

Für den Masseneinsatz der PV-Anlagen ist wegen der noch hohen Investitionskosten nur die Zeit noch nicht reif, aber die Preise werden sich auch hier nach unten bewegen. Und: die Sonne wird bedeutend länger für umsonst scheinen, als die Erde Öl und Gas hergibt.


2001: 130.000 Solaranlagen in Deutschland installiert

Im Jahr 2001 sind in Deutschland rund 130.000 neue Solaranlagen installiert worden. Vor allem Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung verzeichneten einen starken Zuwachs

Gegenüber 1999 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des 100.000-Dächer-Programmes 20.000 und damit sechs Mal mehr Anträge bewilligt, als zum Programmstart, so ein Bericht der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) http://www.solarwirtschaft.de . Derzeit stehen in Deutschland Solaranlagen mit einer Leistung von über 100.000 Megawatt. 2001 wurden mehr als 100.000 Solarwärmeanlagen gebaut, dies bedeutet eine Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

"Der im Jahr 2000 begonnene Einstieg ins Solarzeitalter wurde konsequent fortgesetzt", erklärte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung. Insgesamt erzielte die Solarbranche 2001 einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Die Solarbranche in Deutschland zählt bereits 20.000 Beschäftigte. Für 2002 ist der Bau zahlreicher neuer Produktionsstätten in Deutschland geplant. Körnig rechnet für 2002 mit einem weiteren Wachstum von 25-30 Prozent im Bereich Photovoltaik. Keine Prognosen wagt er im Bereich Solarwärme. Aufgrund der gesunkenen Öl- und Gaspreise sei ein Wachstum noch ungewiss. Nach wie vor gibt es innerhalb Deutschland ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beim Bau von Solaranlagen. Rund 40 Prozent der Anlagen wurden in Bayern, weitere 20 Prozent in Baden-Württemberg errichtet. Schlusslicht ist Bremen mit 0,2 Prozent. Begründet wird dies mit der besseren Einkommenssituation süddeutscher Haushalte.

Ermöglicht wird der Solarboom durch die Förderprogramme der Bundesregierung, vor allem durch das im Jahr 2000 verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das EEG garantiert jedem Besitzer einer Photovoltaik-Anlage eine Mindestvergütung von 48,11 Cent für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde. (Infos zu Fördermöglichkeiten im WWW unter http://www.solarfoerderung.de ) .

Der UVS ist ein Zusammenschluss von 330 Solarunternehmen, darunter u.a. Anbieter wie BP-Solar, Congergy, S.A.G., SolarWorld und Thyssen.

Quelle: Pressetext Austria, 31.01.2002, e-Mail: standhartinger@pressetext.at
Weitere Infos finden Sie unter http://www.solarfoerderung.de

Und was sagt die Mehrheit der Steuerzahler, die keine Solaranlage hat, dazu?


Wärmepumpen

Das Funktionsprinzip:
Die Wärmepumpe arbeitet wie ein Kühlschrank, nur anders herum. Das Arbeitsmittel strömt durch die Verdampferrohre und nimmt dabei Wärme auf. Dabei genügen schon 8° C, wie man sie im Erdinnern vorfindet. Der Verdichter (Kompressor) verdichtet das Arbeitsmittel, wodurch es auf eine Temperatur gebracht wird, mit der man heizen kann (Niedertemperatursysteme sowie WW).

Das Funktionsschema:


verdampfen

verdichten

verflüssigen
<<<<< <<<<<
Umwelt Wärmepumpe Heizsystem
>>>>> >>>>>
Umweltwärme
3/4 (75%)
Endenergie/Strom
1/4 (25%)
Nutzwärme
4/4 (100%)

Die Wärmequellen: Erdreich | Wasser | Luft

Erdreich: die Temperaturen sind das ganze Jahr über nahezu konstant mit 8 - 12°C. Es werden Erdsonden senkrecht eingebracht, bis zu 60 m tief. Als Alternative werden Erdkollektoren waagerecht verlegt.

Wasser: wie beim Erdreich betragen die Temperaturen selbst an kältesten Tagen 7 - 12 °C. Das Grundwasser wird über einen Förderbrunnen entnommen, das abgekühlte Wasser über einen Schluckbrunnen zurückgeführt. Die Brunnen liegen mindestens 10 m auseinander, die Grundwasserschicht soll nicht tiefer als 15 m liegen. Eine Zustimmung der örtlichen Wasserbehörde ist erforderlich.

Luft: als Wärmequelle kann ohne grossen baulichen Aufwand erschlossen werden, nach dem Prinzip unterscheidet man Aussen- und Innenaufstellung. Es ist eine Unterstützung mit Heizstab erforderlich, da die Leistung der Wärmepumpe mit fallenden Aussentemperaturen sinkt.

Die Anlagenbestandteile:
Kollektorsystem wie vor beschrieben | Wärmepumpe | Kompaktverteiler | Speicher | Heizunssystem
Leistungsgrössen: von ca. 5 bis ca. 90 kW (je nach System und Hersteller)
Für das Heizungssystem bietet sich eine Fussbodenheizung an (auch Wandheizung ist möglich).

Der Kosten-Nutzen-Vergleich:
Bsp.: Wenn Sie von einer herkömmlichen Heizungsanlage mit Niedertemperaturkessel ausgehen, können Sie ca. 25.000 DM Mehrkosten bei einer Wärmepumpe mit Erdsonden auf 48 m Tiefe veranschlagen. Sie müssen aber auch die Kosten für den Schornstein, die Rohbaukosten hierfür und die entfallende Wartung (Schornsteinfeger) gegenrechnen. Überhaupt ist die Wartung billiger, weil es keinen Brenner zu warten gibt und weil die Wärmepumpe nur ein drehendes Teil hat, das verschleisst. Ausserdem benötigen Sie keine Brennstofftanks oder -einspeisung. Gehen wir bei einer Wfl. von 120 qm von Heizkosten in einer Grössenordnung von 2.600 DM/a aus und berücksichtigen die vorgenannten Faktoren überschlägig, kann man von einem Amortisationszeitraum von 8-10 Jahren ausgehen. Wie sich die Preise für Erdgas und Öl entwickeln, vermag niemand zu prognostizieren - billiger wird jedenfalls nichts. Also kann es nicht falsch sein, zu heizen ohne das Heizmittel zu kaufen.


Gelesen im BauherrenForum bei DIMaGB.de:
Möglichkeiten und Grenzen der Solartechnik

Die Solartechnik wird sich neben der IT und Gen-Technik, zu einer weiteren Wachstumsbrache entwickeln. Von den Fachleuten werden ihr mittel- und langfristig Expansionsraten vorausgesagt, die in keiner anderen Branche auch nur annähernd erreicht werden können. Dabei spielt primär die Entlastung der Atmosphäre von Schadstoffen und erst sekundär die Ressourcenverknappung eine Rolle. Ein weiterer wichtiger energiewirtschaftspolitischer Aspekt ist die Unabhängigkeit vom Erdöl.

In der Praxis wird aber immer wieder aufgezeigt, dass es bei Einzelkomponenten Probleme mit der Wirtschaftlichkeit gibt und die Branche sich mehr und mehr auf solare Systeme konzentriert. Dabei spielt die kostengünstige Speicherung der Solarenergie eine immer wichtigere Rolle. Da in Deutschland ca. 80 % der Solaranlagen thermische Anlagen sind, ergibt sich in diesem Bereich folgendes Bild:

1. Heizen stellt mit 51 % des Gesamt-Primärenergieeinsatzes bei weitem den größten Faktor beim Durchschnittsenergieverbrauch einer Familie dar. Läßt man das Kfz unberücksichtigt, ergibt sich sogar
76 % Heizenergie
10 % Strom
14 % Brauchwassererwärmung

Bei letzterer ist es durchaus möglich, in effizienten Anlagen eine Deckungsrate von 60 % im Jahresdurchschnitt zu erreichen und auch darüber hinaus zur Heizungsunterstützung einzusetzen. Die Technologie der solaren Wärmeerzeugung war bis jetzt nicht in der Lage, einen nennenswerten Beitrag für die erforderliche Heizenergie zu leisten. Ein gewisser Anteil zur bivalenten Gebäudeerwärmung ließ sich gewinnen, wenn hochwertige und teurere Spezial-Kollektoren (z. B. Vakuum-Röhrenkollektoren) eingesetzt wurden und die Wärmedämmung der Gebäude einem hohen Standard entsprach, z. B. Niedrigst-Energie-Gebäude in denen Flächenheizungen (bauteilintegriert, z. B. Fußboden- oder Wandheizung) mit entsprechend niedrigen Vorlauftemperaturen installiert wurden.

2. Das Sommer-/Winterverhältnis der Solar-Einstrahlung beträgt in Deutschland 4 : 1 bis 6 : 1, d.h. während im Sommer solarthermische Anlagen besonders bei der Brauchwassererwärmung Stillstandsprobleme haben, ist der Solarenergie-Eintrag im Winter äußerst gering. Wir haben genau wie bei der Windkraft das Problem, Angebot und Abnahme der Energie stimmen nicht überein. Eine saisonale Speicherung von Wärme ist mit üblichen Solarspeichern nicht erreichbar, sondern erfordert Sonderlösungen, die schon in einigen Pilotprojekten in der Praxis umgesetzt wurden, wie z. B. das Solargebäude Leinefelde 2000 oder das solare Geschäftshaus in Altglienicke im Bezirk Treptow-Köpenick u. a.

3. Durch den Einsatz von Wärmepumpen ist es auch möglich, völlig unabhängig vom Vorhandensein eines Heizkessels oder einer thermischen Solaranlage, durch Wärmeentzug aus der Umwelt ( z. B. Erdreich, Oberflächengewässer) den Heizwärmebedarf ganzjährig zu decken, wenn eine entsprechende Niedertemperatur-Flächenheizungen installiert wird. Bei einer Erdwärme-Temperatur um ca. 10o C können Leistungsfaktoren der Wärmepumpe über 4,0 erreicht werden. Die Kosten derartiger Heizungsanlagen mit Sole-/Wasser-Wärmepumpen und Sonden (Erdspießen) liegen, wenn man die derzeitigen Förderungen mit einrechnet, in ihren Betriebskosten erheblich unter und in den Gesamtkosten bei den gleichen Kosten wie für herkömmliche Öl- oder Gasheizungen.

4. Dem Nutzer bietet sich nun an, besonders solarthermische Anlagen mit derartigen Wärmepumpen-Systemen zu koppeln dabei wird die solarthermische Energie, soweit sie nicht der Brauchwassererwärmung (Vorrangschaltung) zugeführt wird, im Sommer im Erdreich (Erdabsorber) oder in hochgedämmten Behältern gespeichert und von dort in der Heizperiode mittels Wärmepumpe dem Heizungssystem zugeführt. Derartige kombinierte Systeme sind bereits schon in den erwähnten Pilot-Projekten und auch anderswo realisiert worden.
Dabei wurde ihre Wirtschaftlichkeit im Gesamtverhalten des Systems noch nicht genügend untersucht, um umfassende Aussagen zu machen, dazu gibt es noch zu wenig Langzeit-Studien. Die einzelnen Komponenten sind auf dem Markt erhältlich, jedoch fehlt es an kostengünstigen Anbietern für optimierte und standardisierte Gesamtsysteme.

Auf vier spezielle Vorteile eines derartigen, weitgehend autonomen Energieversorgungs-systems von Häusern ist abschließend hinzuweisen:

  • Für die flächige Wärmezuführung und -entnahme im Erdreich muß das benötigte Speichervolumen für die zu beheizende Wohnfläche errechnet werden. So sind im solaren Wohn- und Geschäftshaus in Berlin-Altglienicke für die Einspeicherung der Solarwärme unterhalb des Fundamentes 4.000 m gasdichtes PE-Rohr in zwei Lagen als Erdabsorber eingebracht worden.
  • Im Wohnbereich werden z. B. Kunststoff-Rohrsysteme als Flächenheizung (Wand- oder Fußbodenheizung) und im Dachbereich Solarkollektoren benötigt. Weitere Systemkomponenten sind die Wärmepumpe, ein Pufferspeicher mit Durchflußerwärmung (Wärmetauscher) des Brauchwassers und eine intelligente Systemsteuerung über Mikroprozessoren.
  • Hochwertige Kollektoren im Dachbereich sind nicht erforderlich; im Gegenteil, die Solarwärme kann mit geringerer Temperatur dem Dachkollektor entnommen werden, wenn dieser Kreislauf im Winter über die Wärmepumpe geführt wird. Die Leistungszahl der Wärmepumpe dürfte im Winterbetrieb sehr hoch liegen, weil die Sole-Temperatur wegen der sommerlichen Speicherung von zusätzlicher Wärme im Erdboden nahe der von Flächenheizungen benötigten Vorlauftemperatur liegt.
  • Das Dach bietet sich zusätzlich durch Integration von elektrischen Solarmodulen und thermischem Solarkollektoren als Dachkonstruktionsmaterial, sozusagen als moderne Dachabdeckung an - es entwickelt sich mit seiner Solarenergie-Auffang-Fläche langsam zum „Energiedach“.

Es wird uns somit die Möglichkeit in die Hände gegeben, dass durch die Zusammenfassung der Bauwerkshülle, der Solartechnik, der Wärmepumpen-Technik und einer Erdreich-Speicherung, Hausenergie-Versorgungssysteme entstehen zu lassen, die einen erheblichen Beitrag zur Umweltentlastung durch Schadstoff-Emissionssenkung und zur Ressourcenschonung leisten. Gleichzeitig kann die Solartechnik-Branche damit auch Arbeitsplätze schaffen und zur Infrastrukturentwicklung beitragen. Mit der preisgünstigen Weiterentwicklung der Solarsystemtechnik, kann sie gegenüber den konventionellen Gas-und Heizungsanlagen in Zukunft kostenmäßig überlegen sein.

Burckhard H. Adam
Dipl.-Ing.(FH) für Energetik

IBASOLAR im KUBUSZ-Infopunkt
Alt Köpenick 12, 12555 Berlin


Zur Effizienz der Photovoltaik-Nutzung
von Ufer-L@t-online.de

Auf dem Dach der Nikolaikirche im Zentrum von Leipzig wurde 2000 eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 5 kW in Betrieb genommen. Gefördet wurde die Anlage von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Sparkasse Leipzig und dem Regierungspräsidium Leipzig. Auf einer digitalen Anzeigetafel lässt sich u. a. die augenblickliche Leistungsaufnahme und die Elektroenergieerzeugung seit der Inbetriebnahme im Juni 2000 ablesen.

Am 23. Juni 2003 wurde angezeigt, dass mit dieser Anlage bisher 10.514 kWh elektrische Energie erzeugt worden ist.  Damit erreichte diese Anlage im Durchschnitt der drei Betriebsjahre eine Benutzungsdauer der Nennleistung von rund  700 h/a. Die Investitionskosten betrugen nach Angaben des Vorsitzenden des Kirchenvorstandes von St. Nikolai, Superintendent Vollbach, 120.000 DM, d. h. 24.000 DM/kW.

Bei einer angenommenen Amortisationszeit von 20 Jahren und einem Zinssatz von 4 %/a beträgt allein der Kapitaldienst für die PV-Anlage 2,52 DM/kWh bzw. 1,26 EUR/kWh. Nicht einbezogen sind Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie die Kosten für die Absicherung der Regelleistung (Reserveleistung).

Quelle: E-Mail vom 27.06.2003

Manch einer mag nun sagen: na ja, eben nur EIN Beispiel.
         Na, ja - sag ich, aber ein gutes.


SFV Aachen schrieb: [sfv-politmail] 11.10.2002
Mehr als ein Wahlversprechen

Wie steigert man 'Ehrenwort'?
Etwa so?
Ehrenwort - Wahlversprechen - Offenbarungseid
Oder besser so:
Ehrenwort - Koalitionsvereinbarung - Gesetzliche Verpflichtung

Sehr geehrte Solarfreunde,

Vor zweieinhalb Jahren hat sich die jetzt wiedergewählte rot-grüne Koalition einstimmig - sogar gesetzlich - zu folgendem Vorgehen bei der Solarstrom-Einspeisevergütung verpflichtet:

"Vor Entfallen der Vergütungsverpflichtung nach Absatz 1 trifft der Deutsche Bundestag im Rahmen dieses Gesetzes eine Anschlussvergütungsregelung, die eine wirtschaftliche Betriebsführung unter Berücksichtigung der inzwischen erreichten Kostendegression in der Anlagentechnik sicherstellt."

Diese Verpflichtungserklärung steht so wörtlich im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) § 8 Abs. 2, 2. Satz.

Im Klartext: Wenn das 100.000 Dächerprogramm ausläuft, gibt es endlich auch für die Photovoltaik eine Einspeisevergütung, mit der ein wirtschaftlicher Betrieb ihrer Anlagen möglich wird. Und im Anhang zum EEG wird erläutert, was unter einer wirtschaftlichen Vergütung zu verstehen ist, nämlich:

"(...) Grundlage für die Ermittlung der Vergütung sind insbesondere die Investitions-, Betriebs-, Mess- und Kapitalkosten eines bestimmten Anlagentyps bezogen auf die durchschnittliche Lebensdauer, sowie eine marktübliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals."

Die Solarszene wäre - so denken wir - gut beraten, wenn sie nun genau die Einlösung dieser gesetzlichen Zusage von der Bundesregierung fordern würde; mehr brauchen wir nicht!

Mit freundlichen Grüßen
Wolf von Fabeck
Solarenergie-Förderverein, Bundesgeschäftsstelle
Herzogstraße 6, D-52070 Aachen
zentrale@sfv.de | http://www.sfv.de
Tel. 0241-511616, Fax 0241-535786

Hierzu fühlte sich Architekt Konrad Fischer herausgefordert,
ein paar Gedanken dazu niederzuschreiben:

Aber, aber, Herr von Fabeck, prunkt Ihr Schild nicht mit der Devise: "Erneuerbare Energien kosten nicht die Welt".

Dann lassen Sie bitte uns Steuerzahler in Ruhe. Wer seinen Spleen nur mit Steuergeld am Laufen hält, sollte nicht so große Sprüche machen.

Und eines ist doch klar: Der Betrieb so dermaßen aufwendiger und unwirtschaftlicher Technik schädigt die Umwelt. Denn unrentierliche Kosten sind ein Maß auch für verlorenen Energieaufwand. Und warum soll man so viel bösen Atomstrom und so viele stinkende Ölbarrels verpulvern, nur dass hier ein doofes Windrädlein und dort ein glänziges Photovoltaikchen energetisch sinnlos die Umwelt verschandelt. Das müssen Sie mal in sich klären.

Entweder betreiben Sie also Ihren Kram als eingestandener Umweltfeind und Technikspinner weiter und schreien nach Steuersubventionen, oder verschonen unsere brüchige Wirtschaft mit derartig sozialfindlicher Abzocke. Dann hätten wir meinetwegen auch ein bißchen mehr Geld, um der auch von Ihrem Industriewahnsinn gebeutelte 3. Welt ein paar mehr Brocken in die verhungernden Mäuler zu stopfen. Aber das ist den Wind- und Solarbauern total egal: Hauptsache, ihr Weizen blüht, gelle? Das ist halt echt Junker.

Vielleicht ist ja auch etwas zu viel Sonne auf Ihren Helm gefallen? Dann empfehle ich ein schattigeres Plätzchen!

Mit freundlichem Gruß
Konrad Fischer

Architektur-&Ing.büro Konrad Fischer Hauptstr.50 D-96272 Hochstadt/Main
Tel.:09574-3011            Mob.:0170-7351557            Fax: 09574-4960
Altbau&Denkmalpflege Info:  http://www.konrad-fischer-info.de

Soll ich noch meinen Senf dazu geben? Ja? Bitte: Ich meine dazu:
Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Stellen Sie die Frage: "Wem nützt es?".


030301gr.gif (31120 bytes) Bundesregierung erhöht Solarförderung
125 Euro Zuschuss pro Quadratmeter

 

Die Bundesregierung gibt mehr Zuschüsse für die Warmwasserbereitung mit Sonnenenergie. Nach Informationen der Initiative Solarwärme Plus erhalten Hauseigentümer nun 125 Euro pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche.

Wer von den Zuschüssen profitieren möchte, muss den Förderantrag allerdings bis zum 15.10.2003 gestellt haben. Die Initiative Solarwärme Plus empfiehlt, rechtzeitig die Zuschüsse zu beantragen.

Laut Auskunft des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist der Posteingangsstempel entscheidend für die Fristeinhaltung. Um das Formular korrekt ausfüllen zu können, benötigt man ein Angebot des Heizungs- Fachbetriebes.

Die Zuschüsse sind sowohl für Bauherren als auch für Hauseigentümer nutzbar. Die Beauftragung des Handwerksbetriebes darf jedoch erst erfolgen, wenn der Bewilligungsbescheid eingetroffen ist. Die Kombination mit anderen staatlichen Fördermitteln ist nicht möglich. Allerdings darf man zusätzlich Förderprogramme von privaten Institutionen wie Energieversorgungsunternehmen in Anspruch nehmen.

Das Antragsformular und Informationsmaterial über Solarwärme erhält man bei der Initiative Solarwärme Plus auf der Homepage www.solarwaerme-plus.info   oder unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent/Gespräch).

Leipzig, 31.01.2003
Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus


Was bei der Planung von Solaranlagen zu beachten ist

Sonnenwärme richtig einfangen

Eine Solaranlage für die Brauchwassererwärmung lässt sich fast überall installieren. Die Initiative Solarwärme Plus gibt Tipps, wie man durch richtige Aufstellung Sonnenwärme optimal nutzen kann.

Für den Warmwasserbedarf eines Vier-Personenhaushaltes reicht eine Kollektorfläche von fünf bis sechs Quadratmetern aus. Diese sollte möglichst nach Süden, Südwesten oder Südosten ausgerichtet sein. Der Ort für die Aufstellung kann das Hausdach, die Garage oder auch die Balkonüberdachung sein. Am meisten Sonnenwärme liefert die Solaranlage, wenn der Neigungswinkel des Kollektors etwa 45 Grad beträgt und keine Bäume oder andere Gebäude die Fläche beschatten.

Um Kosten zu sparen und Energieverluste zu vermeiden, sind kurze Leitungswege vom Kollektor zum Warmwasserspeicher vorteilhaft. Dazu wird in neuen Häusern oftmals ein Gasheizkessel im Dach installiert. In Deutschland kann eine Solarwärmeanlage in den Sommermonaten bis zu 100 Prozent des Warmwasserbedarfs decken. In den übrigen Monaten ist eine Zusatzenergie notwendig. Eine besonders umweltfreundliche und platzsparende Lösung stellen direkt auf dem Dachboden installierte Erdgasheizungen mit Brennwerttechnik und Solarkollektoren dar. Der Warmwasserspeicher wird dann von der Sonne und dem Heizkessel erwärmt.

Für die Planung und Installation von Solarkollektoren und Wärmeerzeugern ist der Heizungsfachbetrieb der richtige Ansprechpartner. Handwerkeradressen sowie Planungshilfen gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter der Telefonnummer 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder im Internet auf der Homepage www.solarwaerme-plus.info.

Leipzig, 04.07.2003
Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus


Wie intensiv scheint die Sonne?
Solarwärme bundesweit nutzbar

Die Sonne scheint in ganz Deutschland so intensiv, dass bundesweit der Einsatz von Solarenergie sinnvoll ist. Von München bis Hamburg reicht die Sonneneinstrahlung aus, um bis zu 60 Prozent Energieeinsparung bei der Warmwasserbereitung zu erzielen. Die Initiative Solarwärme Plus zeigt, wie stark die Sonne in einzelnen Regionen scheint.

In Freiburg werden die Bundesbürger am meisten von der Sonne verwöhnt. 1.150 Kilowattstunden (kWh) Energie treffen hier jährlich auf einen Quadratmeter Erdoberfläche, 1.100 kWh sind es zum Beispiel in Stuttgart und Nürnberg. Wer im südlicher gelegenen München lebt, kann mit 1.050 kWh rechnen. Dabei fällt auf, dass die Unterschiede zwischen südlichen und nördlichen Regionen eher gering sind: So bringen es Berlin und Dresden auf Werte von 1.000 kWh, wie sie beispielsweise auch in Köln erreicht werden. Zum Vergleich: Mit dieser Menge kann man das Wasser für 185 Vollbäder erwärmen.

Auch in Hannover und Hamburg, wo 950 beziehungsweise 900 kWh Solarenergie gemessen wurden, reicht nach Auskunft der Initiative Solarwärme Plus die Sonneneinstrahlung aus, um mit einer Kollektorfläche von fünf Quadratmetern etwa 60 Prozent des jährlichen Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung eines Vier-Personenhaushaltes zu decken. Nicht die Anzahl der Sonnenstunden ist entscheidend, sondern die Energiemenge, die insgesamt auf die Erde strahlt. Denn: Selbst bei Bewölkung fängt der Kollektor Solarenergie ein.

Voraussetzung für die optimale Nutzung der Sonnenwärme ist die richtige Installation der Solarwärmeanlage. Hierfür ist der Heizungsfachbetrieb Ansprechpartner. Adressen, Informationen über Fördermittel sowie kostenlose Broschüren gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder im Internet unter www.solarwaerme-plus.info.

Leipzig, 01.08.2003

030303gr.gif (25441 bytes)

In ganz Deutschland lohnt sich die Warmwasserbereitung mit Solar.
Bild: Initiative Solarwärme Plus


12 Argumente zur Nutzung von Solarkollektor-Anlagen

Der Sonne Kraft uns Nutzen schafft ! ® by ibasolar

  1. Sonnenenergie ist unerschöpflich, schadstoffrei, risikolos und als Primärenergie kostenlos
  2. Eine Solaranlage kann bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs je nach Anlagengröße im Jahr decken (von Mai bis September fast vollständige Deckung)
  3. Unter durchschnittlichen Bedingungen erbringen 5 m2 Kollektorfläche einen Energieertrag von ca. 1.750 kWh/a (Warmwassererwärmung für einen 4-Personen-Haushalt; 40 % solare Deckung) und bei Nutzung von Warmwassergeräten wie Geschirrspüler und Waschmaschine noch einmal ca. 300 kWh/a an Strom
  4. Durch die Verminderung von Schadstoffemissionen wie SO2, NOX ,und Ruß verhindert 1 m2 Kollektorfläche Umweltfolgekosten (sogenannte externe Kosten) von über 500 € /a.
  5. Solaranlagen arbeiten auch bei bewölktem Himmel, denn sie nutzen auch das diffuse Licht. Der Pufferspeicher liefert Tag und Nacht Warmwasser.
  6. Konventionelle Heizanlagen arbeiten im Sommer mit schlechteren ökologischen und ökonomischen Kennwerten (Teillastbetrieb und Schaltintervalle).
  7. Solaranlagen sind mit allen beliebigen Heizungsanlagen kombinierbar; besondere Vorteile ergeben sich bei ungeregelten Wärmeerzeugern (z. B. Holz-, Pellets- oder Strohkessel)
  8. Solaranlagen amortisieren sich energetisch in 1 bis 2 Jahren (Herstellungs-Energie) je nach Größe der Anlage.
  9. Sonnenenergie schafft eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber kommenden Preis- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen bei Gas und Öl und macht von Energie-Importen unabhängig.
  10. Es ist technisch und wirtschaftlich sinnvoller, eine Kollektoranlage in einen Neubau gleich einzuplanen und auch für die Heizungsunterstützung einzusetzen, dadurch erhält man höhere Solargewinne.
  11. Im Niedrigenergiehaus (< 50 kWh/m²a) ist es möglich, mit einer Niedrigtemperaturheizung (max. 35 Grad Vorlauf) als Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung (thermoaktive Bauteile) sowie der Solaranlage, einem Saisonspeicher (Erd- oder Fundamentspeicher) und einer bivalenten Wärmepumpe, ein von Heizöl und Erdgas unabhängiges, wirtschaftliches System anzubieten.
  12. Der Betreiber hat damit einen Nutzen von der Solaranlage, auch bei der etwas höheren Investition. Zusätzlich erhält er einen Imagegewinn durch sein sichtbares aktives Handeln für die Verbesserung der Umweltbedingungen.

    Burckhard H. A d a m, Dipl.-Ing.(FH) für Energieanwendung
    IBASOLAR Berlin-Köpenick, Energie- und Bauberatung im KUBUSZ-Infopunkt
    Alt-Köpenick 12, 12555 Berlin, Fon: 030 / 65 47 – 03 37
     
Verwechseln Sie aber die energetische Amortisation nicht mit der wirtschaftlichen!
Für die eine dürfen sie sich auf die Schulter klopfen - die andere befasst sich mit dem Nutzen des Geldausgebens.


Solarkritik

Unter www.solarkritik.de finden Sie nicht nur ausführlich kritische Anmerkungen über dieses "betrügerische Thema" (Zitat R. Hoffmann, hierbei geht es um Werbung mit irreführenden Aussagen), sondern auch wertvolle Hinweise und nützliche Tipps.

Website1: http://www.rh26.de
Website2: http://www.solarkritik.de

Solarer Deckungsgrad des jährlichen Warmwasserbedarfs

Dieses Bild verdeutlicht das Grundanliegen,
ich denke es bedarf keiner Erläuterung.
Link zum Original.

Solartipps

Themen:

  1. Nutzungsgrad der solaren Raum- Heizungsunterstützung
  2. Frostschutzmittel
  3. solaren Wärmemengenzähler
  4. Komplettinstallation aus 1 Hand
  5. Referenzobjekte
  6. Komponenten, Dichtungsmaterial
  7. Abnahme der Anlage (Probebetrieb)
  8. Nachkontrolle
  9. Amortisation
  10. Förderung
  11. Gewährleistung
  12. Rolle von Gutachtern
  13. effektive Speichermethoden
  14. Erfahrungsberichte
  15. Checkliste
  16. objektive Beratung

  Diese Informationen finden Sie hier: Solartipps von Rainer Hoffmann


Hallo, nachfolgend die aktuellen Daten über die Erzeugung und die Jahresbenutzungsdauer der PVA auf dem Dach der Nikoaikirche in Leipzig. Mit besten Grüßen, D. Ufer, 23.06.2004

Photovoltaik-Anlage Nikolaikirche Leipzig

Auf dem Dach der Nikolaikirche im Zentrum von Leipzig wurde im Juni 2000 eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 5 kW in Betrieb genommen. Gefördert wurde die Anlage u. a. von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Sparkasse Leipzig und dem Regierungspräsidium Leipzig.

Auf einer digitalen Anzeigetafel lässt sich u. a. die augenblickliche Leistungsaufnahme und die Elektroenergieerzeugung seit der Inbetriebnahme im Juni 2000 ablesen.

Erzeugung
- bis 23. Juni 2003: 10.514 kWh
- bis 22. Juni 2004: 14.254 kWh

Jahresbenutzungsdauern:
- Kumulativ bis Juni 2003: 700 h/a (8,0 % des Jahres)
- Juni 2003 bis Juni 2004: 748 h/a (8,5 % des Jahres)
- Kumulativ bis Juni 2004: 713 h/a (8,1 % des Jahres)

(Der über dem Durchschnitt liegende Ertrag 2003/2004 ist auf den "Jahrhundert"-Sommer zurückzuführen.)

Investitionskosten:
120.000 DM, d. h. 24.000 DM/kW.
(Angaben des Vorsitzenden des Kirchenvorstandes von St. Nikolai, Superintendent Vollbach)

Kapitaldienst:
2,52 DM/kWh bzw. 1,26 €/kWh
(angenommene Amortisationszeit von 20 Jahren und Zinssatz von 4 %/a)

Nicht einbezogen sind Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie die Kosten für die Absicherung der Regelleistung (Reserveleistung).


Energiekosten senken
Solar- und Brennwerttechnik: Sparsame Wärmeversorgung das ganze Jahr

Die deutlich gestiegenen Rohölpreise werden in so manche Haushaltskasse ein großes Loch reißen, da die Heizung und Warmwasserbereitung durchschnittlich rund 90 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes verschlingen. Eine elegante Möglichkeit, Energiekosten einzusparen, ist nach Ansicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. die Nutzung von kostenlos verfügbarer Sonnenenergie.

Solarkollektoranlagen zur Heizung und Warmwasserbereitung kommen in immer breiterem Umfang zum Einsatz: Allein in Deutschland rechnet man bis 2006 mit rund zehn Millionen Quadratmetern installierter Kollektorfläche – 2001 waren es noch rund 4,2 Millionen. Und das aus gutem Grund, lässt sich doch mit einer Anlage üblicher Größe – also 1 bis 1,5 m2 Kollektorfläche pro zu versorgender Person – das Warmwasser von Frühjahr bis Herbst bei entsprechender Sonneneinstrahlung erwärmen. In den Monaten Mai bis September kann die Solaranlage den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung fast vollständig decken. Auf diese Weise lassen sich jährlich etwa 60 Prozent der für die Trinkwassererwärmung notwendigen Energie einsparen!

Als ergänzendes konventionelles Heizsystem raten Experten zu einem Erdgas-Brennwertgerät. Es zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Wirkungsgrad aus, sondern nutzt darüber hinaus den aufgrund seiner vergleichsweise geringen Emissionen umweltschonendsten fossilen Energieträger.

Der günstigste Zeitpunkt für die Installation einer Solarwärmeanlage liegt in der Neubauphase eines Gebäudes. In der Regel können dabei etwa 20 Prozent jener Kosten eingespart werden, die bei einem nachträglichen Einbau anfallen würden. Soll ein bereits bestehendes Gebäude mit einer Solaranlage ausgerüstet werden, bieten sich eine anstehende Heizungsmodernisierung oder Dachsanierung an. Für eine solche Ein- oder Umbaumaßnahme ist in Deutschland in der Regel keine spezielle Baugenehmigung erforderlich.

Die Installation einer neuen Solarkollektoranlage und auch die Erweiterung eines bestehenden Systems können auf Antrag staatlich gefördert werden, wobei unterschiedliche Fördersätze zur Anwendung kommen. Bei einer Neuinstallation beträgt die höchstmögliche Förderung 110 EUR/m2 Kollektorfläche, bei der Erweiterung einer bestehenden Anlage sind es maximal 60 EUR/m2. Förderanträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn (www.bafa.de) gestellt werden. Informationen über weitere Fördermöglichkeiten finden Sie auch auf den Internetseiten der ASUE unter www.asue.de in der Rubrik „Fördermittel“.

Quelle: Pressemitteilung ASUE, 21.06.2004


Solarwärmeanlagen nachträglich einbauen
Richtig Modernisieren mit Solar

Die nachträgliche Installation einer Solarwärmeanlage ist grundsätzlich in jedem Haus möglich. Fünf Anlässe gibt es, die den zusätzlichen Einsatz von Sonnenwärme besonders kostengünstig möglich machen, informiert die Initiative Solarwärme Plus.

Austausch des Heizkessels: Muss der alte Heizkessel raus, weil er entweder defekt ist, die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr erfüllt oder im Zuge einer Haussanierung ohnehin die Wärmeversorgung erneuert wird, läßt sich die Installation einer Solarwärmeanlage kostengünstig verwirklichen. Anstelle eines Warmwasserspeichers, der nur über den Heizkessel beheizt werden kann, investiert man in einen sogenannten bivalenten Speicher, der zusätzlich Solarenergie zur Warmwasserbereitung nutzt. Hinzu kommen die Kosten für eine Solarkreisleitung, die Regelstation, den Kollektor sowie für die Montage. In diesem Fall liegt laut Initiative Solarwärme Plus der Mehraufwand für ein System, das einen Vier-Personenhaushalt überwiegend mit solar erwärmtem Wasser versorgt, bei etwa 3.500 Euro. Diese Kosten verringern sich jedoch deutlich durch die staatliche Förderung: Derzeit zahlt der Staat einen Zuschuss von 125 Euro pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche.

Modernisierung der Warmwasserbereitung: Wer die Warmwasserbereitung erneuert, weil beispielsweise die Elektroboiler durch einen zentralen Speicher ersetzt werden sollen, kann künftig auch Solarwärme nutzen. Technische Voraussetzung dafür ist die Installation eines Solarspeichers, der sowohl vom Heizkessel, als auch von der Solaranlage aufgewärmt wird. Eine Brauchwasser-Vorrangschaltung in der Regelung des Wärmeerzeugers sorgt dafür, dass der Heizkessel auch Wärme für den Warmwasserspeicher liefert.
Errichtung von Garagen und Anbauten: Wer zum Beispiel den Neubau einer Garage oder einen Anbau plant, der kann die Kollektoren sowie die notwendigen Rohrleitungen gleich mitinstallieren.

Neueindeckung des Daches: Auch ein neu einzudeckendes Dach bietet sich für die Installation von Kollektoren an. Hier hat man die Wahl, die Kollektoren in die Dachhaut zu integrieren oder mit einer speziellen Halterung über den Dachziegeln zu montieren.

Modernisierung des Rohrleitungsnetzes: Wer das Rohrleitungsnetz im Haus erneuern muss, also Trinkwasser- und Heizungsrohre modernisiert, der sollte auch die Leitungen für den Solarkreislauf vom Warmwasserspeicher bis zum zukünftigen Aufstellungsort der Solarkollektoren verlegen lassen. Auf diese Weise ergeben sich für Hauseigentümer gute Gelegenheiten, nachträglich eine Solarwärmeanlage zu installieren. Laut Auskunft des Bundesamtes für Wirtschaft beeinträchtigt eine frühere Rohrinstallation nicht die Förderung. Alle anderen Komponenten dürfen vor der Antragstellung weder beauftragt noch installiert sein.

030314gr.gif (34825 bytes)Adressen von Solar-Fachbetrieben, Fördermittel-Informationen und Planungshilfen gibt es kostenlos bei der Initiative Solarwärme Plus unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder unter www.solarwaerme-plus.info im Internet.

Leipzig, 12.09.2003

Es gibt viele Anlässe, Solarwärmeanlagen nachträglich einzubauen.

Bild: Initiative Solarwärme Plus

Kommentar DIMaGB.de: die Betonung liegt auf RICHTIG modernisieren. Dabei sollte der Wirtschaftlichkeitsaspekt im Vordergrund stehen.
 


Was tun bei hohen Heizkosten?
Solarwärme gegen steigende Energiekosten

Auf die steigenden Energiepreise reagieren viele Hausbesitzer mit Verärgerung. Wer clever ist, modernisiert jetzt seine Heizung und installiert eine Solarwärmeanlage. Durch Nutzung der Sonnenwärme gewinnen Hausbesitzer mehr Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung, rät die Initiative Solarwärme Plus.

Solarwärmenutzer sparen im Jahresdurchschnitt bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung. Größere Anlagen, die zusätzlich die Raumheizung unterstützen, liefern sogar zwölf bis 25 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie. Der Staat fördert die Anschaffung einer Solarwärmeanlage mit 110 Euro pro installierten Quadratmeter Kollektorfläche.

Besonders sinnvoll ist die Installation einer Solarwärmeanlage in Kombination mit einer neuen Heizung. Wer beides gleichzeitig einbaut, spart im Vergleich zur späteren Installation der Solarwärmeanlage zusätzliche Kosten ein. Hinzu kommt die Energieeinsparung der neuen Heizung: Beispielsweise benötigt ein neuer Erdgas-Brennwertkessel bis zu 40 Prozent weniger Energie als ein alter Kessel mit einem Wirkungsgrad von 65 Prozent. Anlagen mit Solarwärme- und Brennwertnutzung sind zuverlässig, technisch ausgereift und wartungsarm und haben eine lange Lebensdauer, informiert die Initiative Solarwärme Plus.

Überdies können Hausbesitzer durch richtiges Heizen den Energiebedarf weiter reduzieren. Kurzes Stoßlüften bei abgeschalteter Heizung ist beispielsweise deutlich sinnvoller als ein ständig gekipptes Fenster. Auch nächtliches Drosseln der Heizung spart viel Energie.

Weitere Informationen über Solarwärme und Kontakt zum Fachhandwerker gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter www.solarwaerme-plus.info im Internet oder per Telefon 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch).

Leipzig, 01.10.2004

Kleine Heizung auf dem Dach: Wer Solarwärme zur Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung nutzt, gewinnt Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen.

Bild: Initiative Solarwärme Plus/Paradigma

Kommentar DIMaGB.de: Danke, liebe Solarwärme-Plus, endlich mal jemand der klar nach WW-Bereitung und Heizung unterscheidet und nicht die Zahlen durcheinander würfelt. Interessant wäre allerdings eine Erklärung dafür, wieso man durch Nachtabsenkung Energie einspart. Unter Zugrundelegung des Energieerhaltungssatzes sollte dies nicht möglich sein.


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Flop 50 solar

Solarberatung darf nicht kritisch sein
und Realismus ist auch nicht gefragt

Folgende Mail erhielt ich am 12.04.2002:

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider mußten wir Ihren Account bei den Top50-Solar löschen, da Ihr Inhalt zu wenig solarspezifisch. Wir können Ihnen in Zukunft leider nicht mehr den kostenlosen Service der Top50-Solar anbieten. Wenn Sie Interesse haben, können wir Ihnen gerne ein Angebot über die verschiedenen Werbemöglichkeiten auf den 3 Bannerflächen außerhalb der Tabelle machen.
Mit freundlichem Gruß
Martin Staffhorst
webmaster@top50-solar.de

Anmerkung: die stilistische Kostbarkeit im ersten Satz ist original.
Interessant finde ich die Begründung: "zu wenig solarspezifisch".
Was bedeutet das? Nun, im Zweifelsfall gibt es ja AGB, schauen wir mal nach.

Regeln der "TOP50-Solar":
(Allgemeine Geschäftsbedingungen)

  • Die teilnehmende Homepage muss sich zumindest teilweise mit dem Thema Solarenergie befassen!
  • Bei der teilnehmenden Homepage müssen alle Inhalte nach deutschem Recht legal sein!
  • Es darf nur eine Seite einer Homepage angemeldet werden! Das Anmelden von mehreren Seiten einer Homepage ergibt für die Nutzer der "TOP50-Solar" keinen Sinn.

Das ist natürlich nur ein Auszug. Ich habe ja nie behauptet, dass DIMaGB.de eine reine Solarseite ist, aber Solarenergie im Wohnbereich ist mit ein Thema. Deshalb habe ich mich im Februar 2002 als 638. Account eingetragen, der Account wurde nach Prüfung frei geschaltet. Im März lag meine Seite bereits unter den ersten 20, so dass ich mir ein Banner gebastelt habe. Dann pegelte sich mein Rang bei Nr. 6 - 10 ein. Offensichtlich hat das einigen nicht so recht gepasst.

Das muss ja auch deprimierend sein, wenn man auch übers Internet krampfhaft versucht, seine Produkte zu verhökern - und dann kommt eine Seite daher, auf der auch noch zum Thema Wirtschaftlichkeit gepredigt wird. Das ist dann zu anti-solar. Die Leute sollen kaufen und nicht über Amortisation nachdenken. Also wird gelöscht.

Dann schon lieber Seiten zum Thema Treibhauseffekt (siehe auch im Infobereich Bauphysik), auch wenn damit die Menschen verklapst werden. Womit wir wieder beim Haupt-Thema sind: wem nützt es?

Nun brauche ich Top 50 Solar gottseidank nicht, um die Seite DIMaGB.de weiter erfolgreich sein zu lassen. Das einzig ärgerliche: ich muss nun nach und nach das Logo entfernen. Nicht entfernen werde ich die Seiten zum Thema Solarenergie. Übrigens: wie viele es sind, erfahren Sie, wenn Sie zur Suchfunktion gehen und "solar" eintippen.


Wie der Bundesgerichtshof den „solaren Schwindel“ legalisiert
recherchiert von Rainer Hoffmann, www.solarkritik.de, Stand: 25.09.2004

BGH-Urteil VIII ZR 76/03 vom 03.03.2004

...“Rechtsfehlerfrei hat das Amtsgericht ... die eingeschränkte Bereitstellung von Warmwasser im Sommer ... aber nicht als Mangel der Solaranlage gewertet, sondern ausgeführt, die Solaranlage habe nur in der Lage sein können und sollen, andere Energieträger zu entlasten, nicht aber sie zu ersetzen.“

Es ist also, lt. BGH, „kein Mangel“, wenn Solaranlagen im Sommer nicht ordnungsgemäß funktionieren... Denn es propagiert die mit Steuergeldern finanzierte politische Solarkampagne SOLAR-WÄRME-PLUS eine „100%ige Ersparnis in den „Sommer-Monaten“. So wird mit Hilfe einer vermeintlich unabhängigen Justiz Politik gemacht. Es ist das Ende einer freiheitlichdemokratischen Grundordnung und das Ende des bundesdeutschen Rechtsstaates, und das alles „Im Namen des Volkes“.

von Rainer Hoffmann, www.solarkritik.de
Original als PDF: Dokument C.263: http://people.freenet.de/solarkritik/BGH_20040303_Kommentar.pdf

Kommentar DIMaGB:
Ich lese auf der Grafik für den Zeitraum Mai - August je 100% ab. Das bedeutet eine 100%ige Versorgung über die ST-Anlage. Aber laut BGH können wohl auch 50% 100% sein. Wer glaubt an die Unabhängigkeit der Justiz?

Dieser Personenkreis dürfte spätesten seit dem Urteil zu Schrottimmobilien geschrumpft sein. Dieses Urteil kam vom Senat für Bankenangelegenheiten. Diese Richter haben Nebeneinkünfte durch Seminare, Auftraggeber sind Banken. Also: aufgepasst, wer die nächsten Solar-Referate hält.


Solarwerbung, ein Beispiel

Eine interessante Offerte macht die Fa. S. GmbH aus P (der Flyer liegt hier in Kopie vor). Sie bietet ein "Solarpaket Warmwasserversorgung" (für EFH bis 4 Pers.) mit 15% Rabatt an.

Beeindruckend der Preisvergleich: vorher waren es 3.459,00 €. Der neue Preis beträgt nur noch 2.170,15 €. 3.459 -15% sind aber nicht 2.170,15. Das liegt daran, dass der neue Preis abzgl. 770 € staatlicher Förderung ausgewiesen wird, der alte nicht.

Es wird damit geworben, dass man die Solaranlage über die Heizkostenersparnis finanzieren können. Die weiteren Werbeaussagen lauten:
- staatliche Förderung
- extrem hohe Effizienz
- ganzjähriger Ertrag möglich
- 15% Sonderrabatt bis 30.09.2004

Verblüffend ist das Rechenbeispiel, anhand dessen die Finanzierung belegt wird. Die Kaufsumme ist angegeben mit 2.170,15 €. Die "Einsparung an Heizkosten bei angenommener Ölheizung pro Jahr" und unter "Berücksichtigung der derzeitigen Energiepreissteigerungen" wird mit 428,00 € angegeben.

Daraus wird eine Amortisationszeit von 5,07 Jahren ausgerechnet: 2.170,15 : 428,00 = 5,07. Zinsen und Gegenrechnungen (Geldanlage mit 3...4%) gibt es nicht. Es sind auch keine Wartungs- und Betriebskosten erfasst.

Die monatliche Belastung für das Bedienen des KfW-Kredites (3,5% p.a., 5 Jahre Laufzeit) wird mit 39,48 € angegeben und der monatlichen Ersparnis in Höhe von 35,66 € gegenüber gestellt.

Die Anlage kostet also 39,48 x 12 x 5 = 2.368,80 € und im Verhältnis zum Anlagenpreis ergeben sich 9,15% Effektivzins.

Die verbrauchsgebundenen Kosten betragen 660 bis 770 € im Jahr (Angaben ASUE für Gas, Öl, Wärmepumpe, 2001; ähnliche Werte aus anderen Quellen liegen vor). Seien wir großzügig und rechnen mit 1.000 €. Das sind aber Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung. Die Warmwasserbereitung wird EnEV-genormt mit 12,5 kWh/m2a angesetzt und der Jahres-Heizwärmebedarf liegt - je nach Gebäudezustand - bei 85 - 125 kWh/m2a.

Nehmen wir einen rel. hohen Jahres-Heizwärmebedarf an: 125 kWh/m2a. Dann stehen Heizung und Warmwasserbereitung im Verhältnis 125 : 12,5 = 10 : 1. Für unser Beispiel bedeutet das: 100 € kostet die Warmwasserbereitung und 900 € die Heizung. Dann würde man gem. dem Rechenbeispiel oben knapp über 50% Heizkosten einsparen.

Stellt sich nun die Frage, wie das gehen mag. Hierzu sei die Initiative Solarwärme Plus zitiert: "Damit das ganze Jahr über warmes Wasser zur Verfügung steht, wird eine zweite Heizenergie benötigt, ..." (16.05.2003). Das ist zwar auch dem Laien klar, aber aus berufenem Munde klingt das eben besser. Das Problem mag darin bestehen, dass man im Winter heizt und dass da die Sonne nicht so stark scheint wie im Sommer. Bleiben also noch die betriebs- und die kapitalgebundenen Kosten der Heizanlage.

Interessant wäre es schon gewesen zu erfahren, wie man auf den Wert von 428 € kommt. Und wer einem den Ertrag garantiert. Und wie man auf die 770 € Förderung kommt. Und wie man die ganze Sache richtig rechnet. Aber macht nix: am Ende steht "Irrtümer und Änderungen vorbehalten".
Das nehme ich für mich auch in Anspruch.

DIMaGB.de, 25.09.2004
nach einer Info von R. Hoffmann


Neue Solarwärmeförderung des Bundes
Starke Förderung von Solaranlagen zur Heizungsunterstützung


Die Förderbedingungen des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien des Bundesumweltministeriums ändern sich zum 1. Juli 2005, informiert die Initiative Solarwärme Plus. Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung werden mit 105 statt 110 Euro pro installierten Quadratmeter Kollektorfläche gefördert. Die Absenkung geht laut Auskunft des Bundesumweltministeriums mit einem Preisrückgang bei Solarkollektoren einher. Eine besondere Förderung von 135 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche gibt es dafür bei Solarwärmeanlagen, die zusätzlich die Heizung unterstützen.

Diese sogenannten Kombi-Anlagen liefern im Jahresdurchschnitt etwa 12 bis 25 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie – deutlich mehr als Anlagen, die ausschließlich das Trinkwasser erwärmen. Dazu benötigen sie eine größere Kollektorfläche und einen aufwändigeren und größeren Speicher. Während die solare Trinkwassererwärmung für einen Haushalt mit vier Personen schon ab circa 4.000 Euro inklusive Installation erhältlich ist, kostet die zusätzliche Heizungsunterstützung mindestens 2.500 Euro mehr. Daher wird sie nun intensiver gefördert.

Mit der höheren Förderung sind Auflagen verbunden, die eine fachmännisch installierte Kombi-Anlage jedoch in der Regel erfüllt: So muss z.B. die Kollektorfläche mindestens zehn Quadratmeter bei Flachkollektoren und acht Quadratmeter bei den leistungsfähigeren Röhrenkollektoren betragen. Auch für die Warmwasserspeicher ist eine sinnvolle Mindestgröße vorgeschrieben. Kleinere Anlagen sind nur förderfähig, wenn sie nachweisbar mindestens 20 Prozent des Jahresheizwärmebedarfs liefern.

Förderanträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle entgegen. Antragsformulare, Beratung, Planungshilfen sowie Adressen von Fachhandwerksbetrieben vor Ort bietet die Initiative Solarwärme Plus unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) an. Informationen gibt es auch unter www.solarwaerme-plus.info im Internet.

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG – Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Leipzig, 22.06.2005
Herausgeber: Initiative Solarwärme Plus
Internet www.solarwaerme-plus.info


Kostenlose Sonnenwärme senkt die laufenden Heizkosten
Solarprämie vom Staat kassieren

Sparsame Heiztechnik und die Einbindung eines kostenlosen alternativen Energieträgers können gestiegene Energiepreise teilweise kompensieren. Deshalb sollten Hausbesitzer jetzt den Einbau einer solarthermischen Anlage prüfen. „Erst recht, wenn eine veraltete Heizung in absehbarer Zeit ohnehin modernisiert werden muss oder eine Dachsanierung ansteht“, rät das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Denn der Staat hat die Förderung für solarthermische Anlagen soeben erhöht. Bei Installation einer Solaranlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung steuert der Bund pro Quadratmeter Kollektorfläche 135 Euro als nicht rückzahlbaren Direktzuschuss bei. Für eine Anlage zur reinen Brauchwassererwärmung gibt es 105 Euro pro Quadratmeter.

Mit den zum 1. Juli 2005 geänderten Förderkonditionen will das Umweltministerium die Nutzung der umweltschonenden Sonnenenergie weiter forcieren. Bisher nämlich wird hierzulande die Solarenergie zumeist nur zur Warmwasserbereitung genutzt. Im Jahresdurchschnitt können rund 60 Prozent der dafür benötigten Energie solar erzeugt werden. Weit mehr Einsparpotenzial bietet die Sonnenenergie allerdings, wenn sie in der Übergangszeit auch die Raumheizung unterstützt. Die Kollektorfläche muss zwar entsprechend größer ausgelegt werden, nach Berechnungen der deutschen Energieagentur (dena) können dann aber je nach Dämmung des Hauses bis zu 25 Prozent des gesamten Jahreswärmebedarfs von der Sonne gedeckt werden. Besonders geeignet für die Nutzung der Solarthermie zur Heizungsunterstützung sind Heizsysteme mit niedrigen Betriebstemperaturen wie Fußboden- oder Wandheizungen.

Derzeit lässt sich keine andere alternative Energie im Einzelhaushalt so effektiv nutzen wie die Sonnenwärme. Solarthermische Kollektoren haben mittlerweile einen Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent. Photovoltaikanlagen zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom erreichen gegenwärtig nur etwa 15 Prozent.

Ganz allein jedoch kann in unseren Breiten die Sonne ein Haus nicht mit Wärme versorgen. Effiziente Heiztechnik ist der beste Partner der Solarthermie. Vielfach bewährt hat sich die Kombination mit einer modernen Ölheizung, insbesondere mit einem sparsamen Öl-Brennwertgerät. Im Sommer schaltet sich die Ölheizung automatisch ab, weil die Sonne allein die Warmwasserversorgung übernimmt, und zwar zum Nulltarif. Denn im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energieträgern fallen bei der Ölheizung keine Grundgebühren an.

Finanziell erleichtert wird der Einbau von Solaranlagen zudem durch Darlehen der KfW-Förderbank, deren Zinssätze erheblich unter dem Marktniveau liegen. Der Effektivzins beispielsweise für den Austausch eines veralteten Standardkessels gegen die Kombination eines Öl-Brennwertkessels und einer Solarthermieanlage liegt zurzeit bei nur 1,61 Prozent (Stand 22. Juni 2005).

Quelle: IWO Pressedienst, Nr. 144, Juni 2005


Die richtige Heizung für den Neubau
Mit Brennwert und Solar die Heizkosten drosseln

Wer ein Haus baut, kann seit der Energieeinsparverordnung frei entscheiden, wie er den gesetzlich geforderten Primärenergieverbrauch einhält. Dabei bietet auch die Wahl der Heizungsanlage viele Möglichkeiten. Die Initiative Solarwärme Plus zeigt, wie Hauseigentümer im Neubau mit Brennwerttechnik und Solar den Energieverbrauch senken können.

In Neubauten gehören Brennwertheizungen, die zum Beispiel mit Erdgas betrieben werden, zu den Standardlösungen. Die Brennwerttechnik nutzt die eingesetzte Energie besonders effizient, da sie auch dem Abgas Wärme entziehen kann. In Kombination mit einer Solarwärmeanlage bieten sich zusätzliche Einsparmöglichkeiten.

So liefert schon eine kleine Solarwärmeanlage zur Trinkwassererwärmung durchschnittlich 60 Prozent der hierfür benötigten Energie. Dies entspricht in einem Neubau einer Einsparung von etwa 16 Prozent an den gesamten Heizkosten. Eine größere Anlage, die zusätzlich die Raumheizung unterstützt, senkt den Heizenergiebedarf um insgesamt etwa 22 Prozent. In energieeffizienten Neubauten kann eine Solarwärmeanlage also mehr als ein Fünftel der Heizenergiekosten sparen, was angesichts des hohen Ölpreises sehr attraktiv ist. Solarwärme ist daher in Neubauten ein selbstverständlicher Bestandteil der Heizungsanlage, so die Initiative Solarwärme Plus.

Zudem wird die Solarthermie vom Staat durch einen Zuschuss zu den Installationskosten gefördert: Wer sich für eine kleine Anlage zur Trinkwassererwärmung entscheidet, erhält 105 Euro pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche. Für eine große Anlage zur zusätzlichen Heizungsunterstützung bekommen Hausbesitzer sogar einen Zuschuss von 135 Euro pro Quadratmeter.

Informationen zur Energieeinsparung mit Solarwärme und zur Förderung sowie Kontakt zu Installationsbetrieben vor Ort gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus im Internet unter www.solarwaerme-plus.info oder unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch).

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG – Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).


Initiative Solarwärme plus, 09.09.2005


Neue Internetpräsenz der Initiative Solarwärme Plus
Erste Adresse für Solarwärme

Alle wichtigen Informationen zur Solarwärme, übersichtlich aufbereitet und mit zahlreichen interaktiven Serviceleistungen – das bietet die neue Internetpräsenz der Initiative Solarwärme Plus. Unter www.solarwaerme-plus.info finden interessierte Hausbesitzer ebenso wie das installierende Handwerk nun die ideale Anlaufstelle zu allen Fragen rund um die Solarthermie.

Insbesondere für Hausbesitzer stellt das Internetangebot einen gut verständlichen Einstieg in die Welt der Solarwärme dar. Spielerisch lässt sich die Solartechnik mit einem animierten Anlagenmodell erkunden. Wer schon etwas mehr über eine mögliche Anlage auf dem eigenen Haus wissen möchte, kann einen interaktiven Planungsberater nutzen: Mit wenigen Angaben errechnet er die geeignete Kollektorfläche und Speichergröße, je nach Dachneigung, Haushaltsgröße, Verbrauchsgewohnheiten, Klimazone und Kollektortyp.

Stets aktuell und komfortabel auswählbar sind die Fördermittel für Solarwärmeanlagen. Der Förderratgeber liefert nicht nur eine Übersicht über die Programme des Bundes und der Bundesländer, sondern auch über die notwendigen Details, um den nächsten Schritt für die Antragstellung gehen zu können. Sogar für den Kontakt zum Fachhandwerk ist gesorgt. Über eine Solar-Expertensuche per Postleitzahlen finden Interessierte den Solarbetrieb in der Nähe. Zudem können sie weitere Informationsmaterialien kostenlos bestellen.

Den installierenden Handwerksbetrieben bietet die Initiative Solarwärme Plus auf der Internetpräsenz die Möglichkeit, sich kostenlos als Teilnehmer anzumelden und so in die Handwerksdatenbank aufgenommen zu werden.

Im Bereich „Presse“ finden nicht nur Journalisten attraktive Info-Grafiken und Texte zur Solarthermie. Diese Materialien können beispielsweise auch von Handwerksbetrieben für ihre eigene Internetpräsenz eingesetzt werden.

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG – Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Leipzig, 10.10.2005












Eine gute Adresse für Solar-Interessierte ist die völlig neu gestaltete Homepage www.solarwaerme-plus.info. Bei der Konzeption der Seite wurde besonders Wert auf Service-Orientierung und zeitgemäße Darstellung gelegt. Bild: Initiative Solarwärme Plus




Energieberatung

Bei der Planung eines Gebäudes, beschränken wir uns auf ein Wohnhaus, spielen die Folgekosten eine u.E. eine wichtige, jedoch noch zu wenig betrachtete Rolle. Dies trifft neben der baulichen Hülle auch auf die Haustechnik zu.

Nicht die Errichtungskosten allein können Entscheidungskriterium sein. Ihre Tilgungsphase zur Finanzierung läuft viele Jahre und selbst wenn Sie den Bau cash bezahlen, können die Betriebskosten nicht uninteressant sein. Diese stellen neben Tilgung und Rücklage für Instandhaltung eine wichtige Größe dar und: sie sind bereits in der Planungsphase beeinflussbar.

Dazu kommt, dass die ab 2002 geltende EnEV dem Bauherren höhere Vorgaben auferlegt, als es die bisherige Wärmeschutzverordnung und/oder die Heizanlagenverordnung tun. Die Ansprüche an einen bedeutend höheren Grad der Energieeinsparung resultieren angeblich aus umweltpolitischen Zielen, jedoch wird die Preisentwicklung am Weltmarkt für Erdöl mittelfristig jeden zum Umdenken zwingen.

Erneuerbare Energien kosten nichts, deshalb geht die Entwicklung in diese Richtung, wobei sich die Herstellkosten perspektivisch aufgrund großer Serien nach unten bewegen werden.

Allerdings vollziehen sich auch höchst verwunderliche Entwicklungen, wo man sich einfach mal fragen muss, wem sie etwas nützen. Damit sind wir wieder da angelangt, wo Interessen im Hintergrund zu vermuten sind. Deshalb steht auch die Frage, wer in der Lage ist objektiv zu beraten. Denn: beraten = schönreden = aufschwatzen?


Der Energieberater berät Sie zu diesen Themen:

Dichte Bauten, Bauphysik, Abdichtung

Wärmedämmung, Wärmebedarfsberechnung

Planungen, Berechnungen, Nachweise, Blower Door

Energieeinsparverordnung EnEV (löst in 2002 die WSchVO ab!)

Niedrigenergiehaus, Passivhaus

Energiesparende Heizungsanlagen: Brennwerttechnik, kombiniert mit Holz befeuertem Kamin, mit Solarthermie, mit Fußbodenheizung, Blockheizkraftwerk, Brennstoffzellen

Kontrollierte Lüftung: Be- und Entlüftung mit und ohne Wärmerückgewinnung, Raumlüftungssysteme (dezentral) und Wohnungslüftungssysteme (zentral)

Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen, Wärmetauscher, Erdreichwärmetauscher

Solaranlagen: Solarthermie ST = Wärme aus Sonne, Photovoltaik PV = Strom aus Sonne (autarke / Netz gekoppelte Anlagen), auf dem Dach und auf der Fassade, aufgesetzt und integriert

Wassersparende Systemtechnik, Wasserbehandlung, Regenwassernutzung

Gebäudeautomation, Bus-Systeme, Intelligente Häuser

Kosten, Fördermöglichkeiten, Nutzen (auch hier gilt: was und wie nützt wem, wo und wann)


Energieberatung: Begriffe, Aussichten

Die wichtigsten Grundlagen zum Thema Energieeinsparung habe ich hier - mit möglichst wenigen Worten - für Sie zusammengefasst. Versuchen Sie bitte, dieses Thema komplex zu betrachten. Es geht um die Kombination baulicher und technischer Maßnahmen am Gebäude.


Blockheizkraftwerk (BHKW): Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): ein (erd)gasbetriebener Verbrennungsmotor treibt einen Generator an und erzeugt elt. Strom, gleichzeitig entsteht Wärme zur Hausversorgung. Die kleinsten Einheiten sind denkbar z.B. für MFH ab 1.000 qm (also auch geeignet für typische Berliner Altbauten mit z.B. 2.500 qm oder 30 WE). Ein BHKW erzeugt ca. 1/3 Strom und 2/3 Wärme. Das Ziel besteht in einer hohen Laufleistung, damit viel Strom erzeugt wird. Bei einem Stromerzeugungspreis von 12 Pf/kWh ist eine Amortisation innerhalb von 5-6 Jahren möglich.

Brennstoffzelle (BZ): man unterscheidet 5 Typen von BZ. Zu Zwecken der Substitution von Heizkesseln, d.h. zum Zwecke der Hausenergieversorgung, wird die PEMFC zum Einsatz kommen. Sie arbeitet mit einer Polymer-Membran bei 80-100 °C. In 30-50 Jahren wird sie mit Wasserstoff (H) betrieben, bis dahin mit Erdgas. Der Einsatzfall wird das Mehrfamilienhaus (MFH) sein, für das Einfamilienhaus (EFH) wird es sie ab 2006/2007 geben. Die elektrische Leistung liegt bei 1 - 4,6 kW und die thermische Leistung bei 1,5 - 7 kW plus ca. 25 - 50 kW (VL/RL 70/55 °C). Eine Amortisation wird in ca. 6,5 Jahren möglich sein. Als Pilotserie wird Fa. Vaillant 2003 ca. 400 Anlagen errichten, Serienstart ist da erst 2004. Das System wird eine Lebensdauer von 15 Jahren haben. Der erzeugte Strom wird mit 9,0 Pf/kWh vergütet. Keine Förderung.

Brennwerttechnik: eine spezielle Form der Niedertemperaturtechnik. Gehört schon eher in den Bereich der konventionellen Haustechnik (Heizung). Das besondere Merkmal ist eine relativ niedrige Temperatur der Rauchgase, weil eine gewisse Rückgewinnung beim Verbrennungsprozess den Wirkungsgrad gegenüber der Niedertemperaturanlage erhöht. Die einzige nachteilige Folge ist eine Kondensation, weshalb man spezielle Schornsteine, z.B. aus Edelstahl, einsetzt.

EnEV: die Anfang 2002 in Kraft tretende Energieeinsparverordnung ist sozusagen die Fortsetzung der WSVO 84 und WSVO 95. Es werden höhere Vorgaben gemacht und es wird der Ganzheitliche Primärenergieverbrauch betrachtet und limitiert (Strom, Wärme, Warmwasser, Kühlung, Lüftung usw.). Sie löst auch die bestehende Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) ab. Der zulässige Heizenergiebedarf von Neubauten wird 30% gegenüber den derzeitigen Anforderungen sinken. Der NEH-Standard wird zur Regel gemacht. der Bauherr entscheidet selbst, wie er über bauliche und/oder technische Massnahmen den Standard erreicht. Für den Nachweis ist ein "Energieausweis" vorgesehen. Vorher aber sollten Sie sich mit dem Beitrag zur EnEV im Infobereich befassen.

Heizspiegel: der durchschn. Heizenergieverbrauch und die Kosten für Heizung und WW-Bereitung werden erfasst. Es wird eine flächenbezogene (Wfl) Kennzahl ermittelt, anhand derer man tendenziell feststellen kiann, wie der Verbrauch einzuschätzen ist.

NEH: für das Niedrigenergiehaus gibt es verschiedene Definitionen, also keine einheitliche Normierung. Der RAL definiert für sein "NEH-Gütezeichen" als NEH ein Haus, das den nach WSchV 95 bestimmten Heizwärmebedarf um mindestens 30% unterschreitet.

Passivhaus: der jährliche Primärenergiebedarf beträgt weniger als 15 kWh / m2a, eine Heizungsanlage gibt es nicht mehr, es erfolgt eine "passive" Nutzung der Wärme von Sonneneinstrahlung, Geräten und Personen. Wichtig ist hier eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Photovoltaik (PV = Stromgewinnung von der Sonne): neudeutsch auch Fotovoltaik (FV), die Gewinnung von elt. Strom aus Sonnenenergie. Einige Faustformeln: 1 kW(p) [Kilowatt peak] = ca. 850 kWh, 1 kW(p) x 10 = ca. 10 m2 erforderliche Fläche x 3 = 30 m2 (mit Verschattungsfaktor, hier 3 für Flachdach); Grossanlagen: ab 50 kW(p), staatliche Förderung z.B. 100.000-Dächer-Programm; der Wirkungsfaktor einer PV-Anlage liegt derzeit max. bei 16%, Errichtungskosten: ca. 12.000 DM je kW(p); neueste Technologie: CIS-Module von Würth-Solar; die Einspeisevergütung beträgt noch 99 Pf/kWh, d.h. bei noch in 2001 errichteten Anlagen.

Preise: ob für Strom, Erdgas oder Heizöl liegen im spekulativen Bereich. Eine Prognose wird ein seriöser Anbieter höchstens auf 5 Jahre treffen. Wer weiß schon, wie sich der Weltmarkt entwickelt und was für weitere Steuern kommen? Was nützt es uns zu wissen, dass es noch 50 Jahre lang Gas und Öl in der Erde gibt (manche sprechen von 70 Jahren für Gas)? Das eigentliche Problem liegt vielmehr im Förderaufwand; irgendwann wird die Förderung eingestellt, wenn die Kosten zu hoch werden. Die Frage ist nur: wie schnell entwickeln sich die Kosten nach oben? Eins ist gewiss: nach unten entwickeln sie sich nicht.

Solaranlagen: thermische Solaranlagen gewinnen Wärmeenergie aus der Sonneneinstrahlung (ST = Solarthermie = Wärmegewinnung von der Sonne). Dazu wird ein Wasser-Frostschutz-Gemisch in Kollektoren (Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren) erwärmt. Diese Anlagen sind heute so weit entwickelt, dass sie auch die Raumheizung unterstützen. Nachteil: wenn man sie am meisten benötigt (nämlich im Winter), wirken sie am geringsten. Also können sie nur unterstützend, und nicht autark, arbeiten. Vgl. PV weiter oben.

u-Wert: was der K-Wert nach DIN war, ist nach Euro-Norm nun der u-Wert: er ist das Maß für den Wärmedurchgang, d.h. welche Wärmemenge fließt durch einen qm eines Bauteils bei einer Temperaturdifferenz der angrenzenden Luftschichten von 1 Kelvin.

Wärmepumpe: eine W. funktioniert wie ein Kühlschrank, nur andersrum, d.h. das Kühlmittel dient dazu Wärme zu übernehmen und sie der Gebäudeheizung zuzuführen; die Wärme gewinnt man z.B. durch Rohrschlangen im Erdreich, aus Betonflächen als Speicher oder auch mittels Sonden im Erdreich. Siehe Beitrag "Wärmepumpen" im Infobereich.

3-Liter-Haus: der jährliche Primärenergiebedarf beträgt weniger als 34 kWh / m2a, dies entspricht dem Primärenergiegehalt von 3 l Heizöl.



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