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Wer sich dafür interessiert, kann über meine Linklisten Bau zu Seiten surfen, die sich aus Sicht der Hersteller damit befassen. Da können Sie etwas über Gütesiegel, gute und weniger gute Mineralwolle erfahren, auch über Ökonomie und Ökologie usw. usf.

Mit dem Thema KMF (= künstliche Mineralfasern) befasst sich eine Internetseite aus der Schweiz, Mythen-Post Homepage, mit deren etwas anderer Sicht auf die Dinge ich Sie hier vertraut machen möchte. Vorsorglich weise ich darauf hin, wie bereits im Impressum mitgeteilt, dass ich mir fremde Auffassungen nicht zu eigen mache.

Aber Sachen und Meinungen interessant finden darf man und warum soll man Dinge nicht kontrovers in die Diskussion bringen? Vielleicht ist überall ein Stückchen Wahres dran? Die Zeit wird zeigen, wer recht hat. Asbest war viele Jahre unbedenklich und wird jetzt wie ein hochwirksames Gift behandelt. Letztendlich ist es Ihre Sache, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Und um sozusagen noch einen drauf zu geben,
zitiere ich auf dieser Seite einige Pro-Argumente.

Ich danke Urs Beeler für das zur Verfügung gestellte Material.
Quellenangabe:
Mythen-Post, Urs Beeler
Postfach 7, CH-6431 Schwyz
Mythen-Post Homepage, E-Mail an: Mythen-Post
Isolation: Hände weg von Glas- und Steinwolle!

Im folgenden sehen Sie die Themenübersicht. Von den interessantesten Artikeln habe ich hier den Text herausgezogen und dabei auf die Bilder verzichtet. Unter jedem Artikel steht der Link zur Originalseite, wo Sie ihn sich vollständig und mit Bildern ansehen können.

DIMaGB, 2002


Isolation: Hände weg von Glas- und Steinwolle!
Artikelsammlung mit Links zum Original

zeigen.gif (962 bytes)   KMF-Opfer packen aus

Das Baugewerbe isoliert weiter mit KMFs, als ob nichts wäre

Die Frage der Haftung

Die Schweizer KMF-Industrie setzt sofort Anwälte ein und droht mit Prozessen, wenn etwas Kritisches über Glas- und Steinwolle veröffentlicht wird

Es gibt nur einen Weg, um weiteren volkswirtschaftlichen Schaden zu verhindern: Ein Verbot für KMFs!

Juckreiz und Allergien, ausgelöst durch KMFs: Wer zahlt die Sanierung?

Justiz

Kampagnen der Mythen-Post gegen den weiteren Einsatz von KMFs

Mineralwolle und ihre Nebenwirkungen

Mythen-Center

Tricks der KMF-Industrie

Umweltbehördliche Irreführung (Schwyzer Umweltschutzkommission macht anfangs 2002 in ihrem Prospekt "Energiesparend bauen und sanieren" Werbung für gesundheitsschädigende Isolationsmaterialien)

Was Hauseigentümer und Bauherren zum Thema KMF unbedingt wissen müssen

Wenn Glas- und Steinwolle zum Sondermüll werden

Wie der KMF-Schwindel funktionieren kann: keine oder falsche Informationen an Bauherren und Hauseigentümer

Wo bleibt das Interesse der Gross-Medien?

  • Nachgefragt
    (Mythen-Post wendet sich in der KMF-Frage an "Facts")

Zur gerichtlich erzwungenen Gegendarstellung der Isolationslobby

Isolations-Streit eskaliert

Der guten Ordnung halber:


KMF-Markt boomt wie nie zuvor
Hat das Baugewerbe nichts gelernt?

Solange der Verkauf von künstlichen Mineralfasern nicht untersagt wird, werden diese Produkte weiterhin zu Isolationszwecken eingesetzt.
Dieselben Kreise, die heute mit Glaswolle isolieren, würden mit Sicherheit auch noch mit Asbest arbeiten, wenn es nicht ausdrücklich verboten wäre. Ob ein Produkt gut oder schlecht ist, interessiert die betreffenden Leute wenig: Hauptsache, es ist billig!
Glaswolle-Isolation (rechts im Bild erkennbar) beim SKB-Neubau in Brunnen. Alles redet heute von Baubiologie. In der Praxis hat sie aber leider immer noch einen viel zu geringen Stellenwert. Modernes Design geht vor.

(am) Trotz der Informationsarbeit der Mythen-Post werden problematische Produkte wie Glas- und Steinwolle weiterhin in grossem Umfang in unserer Region eingesetzt. Sogar mehr denn je! Gesundheitliche Nebenwirkungen interessieren offenbar nicht. Heutzutage gilt in der Baubranche: Hauptsache, es ist billig und man kann damit Geld verdienen.

Markt spielt im Talkessel nicht

Der Isolationsmarkt im Talkessel Schwyz funktioniert angebotsseitig nach Prinzipien der ehemaligen DDR, d.h. das Angebot besteht darin, dass es praktisch keine Auswahl gibt. Bei einem Brunner Baumaterialhändler: "Wir haben drei Isolationsmaterialien zur Auswahl: Glas- und Steinwolle sowie Styropor." Jedes der drei Produkte mit spezieller Problematik. Von Holzfaserdämmplatten, Kork, Zellulose usw. scheint man dort noch nie etwas gehört zu haben.

Weiter ist es eigenartig, wenn Handwerker, die Glas- und Steinwolle verarbeiten, zwar über Hautausschläge, Juckreiz, gerötete Augen etc. klagen, daraus aber keine praktischen Konsequenzen ziehen. Auch beim betreffenden Baumaterialhändler scheint man daraus bis heute keine Konsequenzen gezogen zu haben, obwohl dort bereits vor zwei Jahren ein Mitarbeiter offen gestand: "Wenn ich mit Glaswolle arbeite, bekomme ich immer Bläschen an den Händen."

Die "Unbelehrbaren"

Standardargumente gewisser Zimmerleute und Isoleure: "Wir setzen diese Materialien (Glaswolle) schon seit Jahren ein." Dieses Argument besagt nun aber absolut gar nichts. Asbest zum Beispiel und hochgiftiges DDT wurden auch "jahrelang" eingesetzt - bis sie schliesslich verboten wurden. Beim hochgiftigen DDT wurde der Erfinder damals sogar noch mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet!

"Das Material ist von der SUVA zugelassen." Für KMFs gelten strenge Anwendungsvorschriften (Mundschutz, Augenschutz, Overall, Handschuhe etc.). In der Praxis werden dieses Sicherheitsvorschriften selten eingehalten. Schauen Sie sich einmal auf Baustellen um und befragen Sie Handwerker. Und: "Good juck" beim Entsorgen!

Dass strenge Vorschriften für diese Isolationsmaterialien überhaupt nötig sind, zeigt deren Problematik. In den USA ist man diesbezüglich der Schweiz voraus. Laut der Zeitung "Der Bund" sind in Kalifornien KMFs in öffentlichen Gebäuden verboten.

Anders in der Schweiz: Dem Konsument wird weissgemacht, je dicker isoliert werde, umso besser sei das. Kein Wort über Partikelbelastung, Raumluftqualität, Krebsrisiko etc.

Isolieren: Hat das Baugewerbe nichts gelernt?

Da greift man sich an den Kopf
Juck-Isolation auch in neuem Brunner Supermarkt!

"Wie bescheuert sind eigentlich Bauherren bzw. ist das Baugewerbe, das immer noch mit Glaswolle isoliert?" fragte sich ein Passant spontan, als er diesen Rohbau an der Bahnhofstrasse in Brunnen sah.
Juckreiz, Allergien, Partikelbelastung, ev. sogar Krebs, "Plastiksackeffekt" sind typische Nebenwirkungen. Aber offenbar scheint dies niemand zu stören. Hauptsache, es ist billig!
(Die noch eingepackten Glaswolle-Matten sind rechts unten im Bild zu erkennen.)

(si) Gegenüber der Isolation des Mythen-Centers wurden beim neuen Coop-Supermarkt in Brunnen bedeutend weniger dieser problematischen Isolationsmaterialien eingesetzt. Wenigstens ein kleiner Fortschritt! Wie lange aber dauert es noch, bis Coop und Migros ihre Supermärkte ausschliesslich in Centren einmieten, die baubiologisch in Ordnung sind?

Holzfaserdämmplatten, Zellulose, Kork, Sand usw. heissen bekanntlich die Alternativen zu den berüchtigten KMFs.

Juck-Isolation in Brunner Supermarkt

3,1 Mio. Franken für Sanierung mit Juck-Isolation, Kastenfenstern, planerische Fehlleistungen etc.
Verkehrsamt: "Hurra, die Konservendose ist fertig!"

Nach baubiologischen Gesichtspunkten betrachtet eine einzige Katastrophe: das "sanierte" Verkehrsamt Schwyz.
Die ganze Aussenfassade des Verkehrsamtes Schwyz wurde mit berüchtigter Juck-Isolation (Steinwolle) isoliert. Über ein ungesundes Raumklima braucht sich dann im nachhinein auch niemand zu wundern...

(vo) Am 3.10.01 muss ich meinen Kleinwagen beim neuen, fast fertigen Verkehrsamt vorführen. Am 2.10.01 wird extra der Service gemacht: Ersatz von Luftfilter, Ölfilter, Öl, Kerzen etc. Auch neue Bremsklötze vorne werden montiert. Tags darauf gehe ich das Auto vorführen. Die Bremswerte stimmen. Doch der junge Experte kritisiert, die Bremsscheiben vorne hätten Rost angesetzt. Das haben wir beim Service auch gesehen. Aussen waren sie aber noch gut. Man hätte damit problemlos und sicher weiter fahren können. Und die Bremswerte haben es bestätigt.

Um Sicherheit besorgt

Er könne so das Auto nicht abnehmen, sagt der Experte Nr. 1. Also werden extra noch neue Bremsscheiben montiert und das Auto am 8.10.01 wieder vorgeführt. Ulkig: Die Bremswerte, die vorher mit den alten Bremsscheiben stimmten, stimmen nun nicht mehr! "Sie müssen noch einmal kommen", sagt der ältere 2. Experte. Sozusagen als Entgegenkommen gibt er die Spezialanweisung ab: "Sie können dann in 10 Tagen direkt zu mir kommen und das Auto zeigen, so müssen Sie nicht noch einmal Fr. 25.- zahlen" - an diese Aussage kann oder will er sich dann aber später nicht mehr erinnern, sondern erklärt am 17.10.01, dass so nicht vorgegangen werden könne, sondern das Ganze den ordentlichen Dienstweg gehen müsse, was ja auch stimmt...)

Ich muss also noch 10 Tage herumfahren, damit - vielleicht - die Werte für das Schwyzer Verkehrsamt stimmen...

"Während den nächsten Tagen werden die Werte streng genommen wohl auch noch nicht stimmen, aber das macht dann nichts..." denke ich mir. Ich muss ja als Schwyzer Kantonsbürger froh sein, dass das Auto wegen diesem Mangel nicht gleich behördlich beschlagnahmt wurde...

Was ist besser: alte oder neue Bremsen?

Eine von mir durchgeführte Bremsprobe auf der Steinerstrasse ergibt, dass der Wagen leicht nach rechts zieht. Das war vorher nicht so, das "verdanke" ich der Motorfahrzeugkontrolle. Man hätte halt die alten Scheiben drinlassen sollen, dann hätte es gar nie Probleme gegeben.

Abgesehen vom "Missverständnis" mit dem älteren Experten Nr. 2 (siehe oben) geht dann aber am 17.10.01 alles tipptopp. Experte Nr. 3 geht die Sache ruhig an und gibt auch sehr kompetent Auskunft über die Bremsen. Die Bremswerte stimmen zwar nicht perfekt überein wie beim ersten Test mit den alten Scheiben, liegen aber innerhalb der Toleranz. Positives ist hingegen von der Bremskraft zu verzeichnen: nie zuvor haben die vorderen Bremsen so kräftig zugepackt wie bei Test Nr. 3.

Happy End

Am Schalter dann eine gelöste Atmosphäre. Zufällig treffe ich dort meinen lieben, alten Renault-Garagisten Othmar Gwerder aus Ibach an, der zum Thema Bremsen auch noch einen Kommentar abgibt. Zum Schluss eine freundliche Bedienung durch den jungen Schalterbeamten, der nach erfolgter Barzahlung der Nachkontrolle den wohlverdienten Stempel in den Ausweis drückt. Happy End!

Verkehrsamt: Wenn man gegen andere so genau ist, wieso nicht gegen sich selbst?

Das Verkehrsamt Schwyz hat es bei meinem kleinen Auto sehr genau genommen. Wenn man doch bei der Sanierung des Verkehrsamtes Schwyz doch nur auch so genau vorgegangen wäre! Man verwendete das zweitschlimmste Isolationsmaterial (Steinwolle, Hersteller darf nicht genannt werden, ansonsten Busse oder gar Gefängnis droht), das auf dem Markt erhältlich ist. Das Gebäude wurde als Konservendose verpackt und erhielt berüchtigte Kastenfenster. Der ganze Mist kostet 3,1 Mio. Franken. Für die mit Juck-Isolation gefüllte Konserve kann der Steuerzahler blechen. Nach baubiologischen Gesichtspunkten fliegt dieses Gebäude in hohem Bogen durch! Viel schlimmer hätte man es gar nicht mehr machen können, höchstens, indem statt Steinwolle Glaswolle verwendet worden wäre. Der Unterschied: Obwohl von unzähligen Gewerbetreibenden zurecht beanstandet, bleibt dieser Sanierungsunsinn bestehen. Wo bleiben hier die Experten (siehe Beispiel Bremsen), dass das Gebäude so nicht abgenommen werden könne? Warum werden hier, bei dieser kantonalen Fehlkonstruktion, nicht die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen?

Der "Bote der Urschweiz": Immer auf mehreren Hochzeiten tanzen...
Auch beim Verkehrsamt Schwyz hat sich der typische Windfahnen-Journalismus des "Bote der Urschweiz" einmal mehr bestätigt. "Nach der Sanierung heisse Luft" titelte er noch in der Ausgabe vom 29. August 2001 und berichtete für "Bote"-Verhältnisse kritisch. Um dann aber am 19.10.01 wieder total regierungstreu zu verkünden, dass quasi "alles in Ordnung" sei, obwohl sich in den zwei Monaten ja gar nichts geändert hat...
Kommentar: Selbst ein Wackelpudding hat noch mehr Rückgrat als der "Bote der Urschweiz"!

Verkehrsamt: "Hurra, die Konservendose ist fertig!"

Die Glas- und Steinwolle-Mafia hat ihr Geschäft fest im Griff
Verkehrsamt Schwyz mit Juck-Isolation isoliert

Kritik ist nach wie vor nötig, denn problematische Steinwolle wird trotz ihrer Nachteile immer noch zu Isolationszwecken eingesetzt.

(vo) Dass die Glas- und Steinwollemafia ihr Geschäft fest im Griff hat, zeigt das aktuelle Beispiel des Verkehrsamts Schwyz. Wie schon bei den neuen Celfa-Bürogebäuden wurde auch hier mit berüchtigter Steinwolle (im Volksmund "Juck-Isolation") isoliert. Über die gravierenden Nachteile können Sie sich im Internet unter www.mythen-post.ch/ Stichwort "Isolation" informieren. Neuste Informationen zum KMF-Megaschwindel erfahren Sie in einer der nächsten Ausgaben. Wir bleiben für Sie am Ball!

Verkehrsamt Schwyz mit Juck-Isolation isoliert

Problematische KMFs - Frage der Haftung
Isolieren: Wie steht's mit der Sorgfaltspflicht?

Bild eines Umbaus: Der ganze Boden wurde mit Glaswolle isoliert. Beim Begehen des Holzbodens werden KMF-Partikel in den Raum unten freigegeben.Es heisst, Glaswolle (siehe Bildmitte) müsse sauber abgedeckt werden. Die Praxis sieht etwas anders aus. Der ganzen Länge nach hängt Glaswolle frei herunter.
Folge: Partikelbelastung im unteren Raum. Bekannte Symptome sind: Juckreiz, Allergien, Reizung der oberen Atemwege, Bindehautentzündung.
Ein Tip: Kontrollieren Sie Ihren Estrich auf schlampig verarbeitete KMFs. Sie werden mit grosser Wahrscheinlichkeit fündig!

(am) Anlässlich der Gerichtsverhandlung im KMF-Prozess im Sommer 1999 stellte eine Schwyzer Lokalzeitung heuchlerisch die Frage, ob die Mythen-Post die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt habe.

Wir fragen: Wenn die KMF-Lobby einen völlig einseitigen PR-Beitrag im "Schweizerischen Hauseigentümer" plazieren kann (was konkret passiert ist), der die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle unerwähnt lässt, verletzt dies nicht die Regeln einer ausgewogenen Berichterstattung? (Die Kenntnisse über die Nachteile von Glaswolle nützen dem Bauherren nämlich mehr als Propaganda über angebliche Vorteile!)

Gutgläubige Eigenheimbesitzer nehmen das, was im "Hauseigentümer" steht, für bare Münze. Sie lassen ihre Häuser mit KMFs isolieren - und können nachher die Nachteile selber tragen. Wo bleibt da die journalistische Sorgfaltspflicht des "Schweizerischen Hauseigentümers"?

Konkrete Fälle

Oder ein bekanntes Beispiel: Ein Ibächler Zimmermann verlegt einen ganzen Estrich offen mit Glaswolle, sodass nachher ein Betreten unmöglich geworden ist. Mehr: er bringt es fertig, Glaswolle bei den Sparren hineinzupressen und weiss später nicht, wie er diesen Mist herausnehmen soll. Wie steht's hier mit der Sorgfaltspflicht?

Ein anderer Fall: in einem Schwyzer Arzthaus hängt Glaswolle von der Küchendecke herunter. Grund: Schlampige Verarbeitung. Auch hier wurden die Bauherren seinerzeit über die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle nicht informiert. Was ist mit der Sorgfaltspflicht?

Wäre es nicht angebracht, die verantwortlichen Leute haftbar zu machen?

Die Produzenten verstecken sich hinter Anwendungsvorschriften, die in der Praxis gar nicht eingehalten werden. Doch nicht einmal darüber getrauen sich "K-Tip" und "Beobachter" zu berichten. Bitte ja keine Konfrontation mit der millionenschweren KMF-Lobby! Nur harmloser Pseudo-Konsumentenschutz, welcher (verantwortungslosen) Produzenten nicht weh tut, ist erlaubt. (Nur so ist es erklärbar, dass z.B. ein "Katastrophen"-Waschmittel wie Radion im "K-Tip" noch mit "gut" abschneidet!).

Warum werden die Produzenten und Verarbeiter nicht zur Rechenschaft gezogen?

Betreffend Glas- und Steinwolle müssten in Wirklichkeit die Produzenten, Architekten, Generalunternehmer, Isoleure etc. zur Rechenschaft gezogen werden, was selbstverständlich nicht geschehen wird, da der Profit über allem steht. So wird die breite Öffentlichkeit vielleicht erst in 20 oder mehr Jahren erfahren dürfen, was für ein isolationstechnischer Schwachsinn heute produziert wird. Und dann werden Produzenten und Isoleure vermutlich erzählen, man habe es halt damals nicht anders gewusst - und verdienen an der Entsorgung. Asbest und DDT lassen grüssen!

Krebsauslösend?

Die deutsche Zeitschrift Öko-Test schreibt aktuell zum Thema Mineralfasern: "Zwei von drei untersuchten Platten entsprechen (...) nicht der Norm KI 40 für Biolöslichkeit: Beim Einbau oder der Demontage könnten Fasern austreten und - wenn man sie einatmet - Krebs auslösen. Dazu kommt, dass diese Platten Formaldehydharze enthalten, bei zwei Produkten wurde der krebsverdächtige Stoff im Test freigesetzt." Bauherren in der Schweiz erfahren das in der Regel nicht.

Glaswolle: Wie steht's mit der Sorgfaltspflicht?

Um eine Aufarbeitung kommt man nicht herum
Wer ist für die KMF-Misere verantwortlich?

(vo) Am Freitag, den 11.5.01, besuchte die Mythen-Post die sich im Umbau befindliche "Weinkiste" an der Franzosenstrasse in Seewen. Berüchtigte gelbe Glaswollematten hängen beim Umbau (des neuen Ladengeschäfts) von der Decke herunter. "Wer ist denn für diesen Schwachsinn verantwortlich?" wird Filialleiter Gusti Lindauer gefragt. War es der Architekt? Der Holzbauunternehmer? Sonst irgendwer?

Man habe über die Isolation schon diskutiert, ist von Herrn Lindauer zu erfahren. Vermutlich seien aber "Kostengründe" ausschlaggebend gewesen.

Das Kostenargument stimmt nicht einmal, denn Zellulose zum Beispiel ist vom Preis her absolut konkurrenzfähig. Und was nützt eine Isolation, die so billig ist, dass sie bereits neu eine Altlast darstellt?

Wenn man dann wirklich so aufs Sparen aus ist, so hätte man gescheiter alles belassen. Besser keine Isolation als eine Juck-Isolation!

Man habe ja nie etwas in den Medien über KMFs lesen können, argumentiert Herr Lindauer weiter. Offenbar hat er die Mythen-Post nicht gelesen.

Weinkiste ist kein Einzelfall

Leider ist die Weinkiste kein Einzelfall. Bei einer Wohngalerie in Ibach hängt im neuen Ausstellungsanbau ebenfalls Glaswolle von der Decke herunter. Die Wände dieses kleinen Anbaus bestehen aus dicken Spanplatten (Formaldehyd!), welche man als solche heute nicht mehr erkennt, weil sie weiss überstrichen wurden.

Wann endlich wird aus den Fehlern gelernt?

Die Geschichte betr. einem Ibächler Zimmermann, der es fertig brachte, einen Estrich offen mit Glaswolle auszulegen (sodass er nicht mehr betreten werden kann), kennen Mythen-Post Leser aus vergangenen Beiträgen bzw. aus dem Internet. Isoliert derselbe Zimmermann, der nicht weiss, wie man diesen Isolationsmist im nachhinein herausnehmen soll und eine Kostenbeteiligung ablehnt, Ende März an der Herrengasse, Schwyz, mit Steinwolle? (Bilder S. 6) Wird nur verantwortungsbewusst gehandelt, wenn der Kunde dies ausdrücklich verlangt, wie an diesem Objekt in Brunnen?

Hier dürfte ausnahmsweise korrekt isoliert worden sein, aber wohl auch nur deshalb, weil die Bauherrin die KMF-Problematik bereits kannte!

Die Unbelehrbaren

"Natürlich setzen wir auch Glas- und Steinwolle ein", verkündete Zimmermann Ming, Holzbau Lüönd AG, Ibach, stolz anlässlich eines Gesprächs mit der Mythen-Post vor einigen Monaten. Würde dieser Herr auch noch mit Asbest isolieren, wenn der Architekt dies verlangt?

Ming behauptet sogar, dass man im Haus keinen Unterschied spüren könne, ob mit Glaswolle oder einem anderen Material isoliert wurde. So, so. Das sehen Baubiologen aber etwas anders. Spätestens, wenn die Abdeckung zu bröckeln beginnt oder KMF-Partikel durch Ritzen gelangen, würde wohl auch Herr Ming des Besseren belehrt.

Herr Ming wurde weiter gefragt, welches Material er in seinem eigenen Haus einbauen würde. "Holzfaserdämmplatten", war die Antwort. Offenbar muss da also doch ein Unterschied bestehen...

Wenn Sturheit zu Dummheit wird

Manche Zimmerleute und Dachdecker arbeiten trotzdem lieber weiter mit Glas- und Steinwolle. Die juckt so schön auf der Haut und hat noch viele weitere (gefährlichere) Nachteile. In der Beiz kann dann aber am Abend geprahlt werden, dass man schon "hunderte von Quadratmetern Glaswolle ohne jegliche Schutzvorkehrungen verlegt" habe und man "immer noch lebt". Fragt sich nur wie lange noch...

Die Tochter des Zynismus ist die Heuchelei

Vor der Werkstatt einer Ibächler Zimmerei und auf der Firmen-Homepage einer Muotathaler Holzbaufirma wird vorbildlich für Zellulose geworben, in der Praxis jedoch noch immer mit problematischer Glas- und Steinwolle isoliert. Wie geht das zusammen? Leiden diese Leute an Persönlichkeitsspaltung?

Warum bringt nicht einmal das Schwyzer Gewerbeblatt einen Beitrag zu diesem wichtigen Thema? Weil es "gewerbefeindlich" ist? Ist es "gewerbefeindlich", die Wahrheit zu schreiben?

Die Diskussion ist eröffnet

Fragen wir doch einmal die Herren Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Architekten etc., wieso sie - trotz allen Warnhinweisen - immer noch mit KMFs arbeiten. Vergleichen wir dann ihre Argumente mit jenen aus dem offenen Brief an den Bundesrat (S. 5ff).

"Wir führen ja nur aus", ist von Isoleuren zu hören. (Wo bleibt da aber die Verantwortung?) Sind die Bescheuerten bloss die Architekten? Haben sie die Isolationsmisere verursacht?

Schreiben Sie Ihre Meinung an: Mythen-Post, Thema "KMF-Debakel", Postfach 7, 6431 Schwyz.

Anmerkung für die Leser
Wir bitten die Leser um Verständnis, dass diesem Thema in vorliegender Ausgabe so viel Raum geschenkt wurde. In der Aufdeckung des KMF- Isolationsschwindels und der hervorgerufenen Schäden durch KMFs in der Schweiz, leistet die Mythen-Post Pionierarbeit. Währenddem grosse Zeitungen/Zeitschriften sich offenbar noch fürchten, dieses Thema zu bringen, ist unsere Haltung klar: nur ein Verbot von KMFs kann verhindern, dass weiterer volkswirtschaftlicher Schaden entsteht.
Wer ist für die KMF-Misere verantwortlich?

Glaswolle-Prozess: Nicht die Täter werden bestraft, sondern die Opfer
Fr. 3'000.-- Busse wegen Kritik am KMFs - Spendenaufruf!

Schwyz, im März 2000

Geschätzte Gönner und Abonnenten

Weil die Mythen-Post kritisch über künstliche Mineralfasern (Isolationsmaterialien) berichtete, wurde sie von den beiden grössten Schweizer Glas- und Steinwolleproduzenten wegen "unlauterem Wettbewerb" eingeklagt. Das Bezirksamt Schwyz forderte, Urs Beeler sei mit 30 Tagen Gefängnis (!) zu bestrafen. Das Bezirksgericht erliess schliesslich eine Busse von Fr. 3'000.--.

Diese Busse wurde nicht zur Bewährung ausgesetzt, sondern per 13.12.99 in Rechnung gestellt.

Dabei wurden - wohlgemerkt - nicht das mögliche Gesundheitsrisiko von KMFs untersucht, sondern lediglich der Tatbestand des "unlauteren Wettbewerbs". Hätte die Mythen-Post die Produzenten nicht namentlich genannt, sondern nur allgemein von künstlichen Mineralfasern gesprochen, wäre die Sache höchstwahrscheinlich unter "Meinungs- und Pressefreiheit" gelaufen und straflos geblieben.

Aufklärung im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten

KMFs haben unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. Partikelbelastung, vor allem wenn nicht richtig abgedeckt wird; Juckreiz, sog. Glasfaserdermatitis; Reizung der oberen Atemwege; Bindehautentzündung; "Plastiksackeffekt" etc.). Besonders problematisch sind die Produkte für Leute mit Hautkrankheiten, z.B. Neurodermitis und Psoriasis. Bauherren werden heutzutage über diese Nachteile nur ungenügend oder gar nicht in Kenntnis gesetzt. Dieses Informationsdefizit versuchte die Mythen-Post zu korrigieren.

"Die zentrale Frage lautet: Sind KMFs problematisch? Falls nein, wäre eine Kritik nicht gerechtfertigt. Sind KMFs jedoch mit einer Problematik behaftet - was aus verschiedenen Zeitungsberichten und Aussagen Betroffener hervorgeht - , ist es nötig, die Leute über diese Nachteile zu informieren. Ich habe selber Erfahrungen mit Glaswolle (Produkt in der Gerichtseingabe namentlich genannt) gemacht. Ich würde diese Produkte niemals mehr als Isolationsmaterialien einsetzen lassen, selbst, wenn ich dieses Material gratis bekäme. Die Nachteile sind dermassen gravierend, dass man in jedem Fall besser bedient ist, wenn man diese Produkte nicht verwendet."

(aus dem Plädoyer vor dem Bezirksgericht Schwyz vom 7. Juli 1999)

In den USA wird die Problematik ernst genommen

Die Zeitung "Der Bund" schreibt in einem Beitrag "Sind künstliche Mineralfasern krebserregend?": "Prominentester Warner in Sachen Karzenogenität künstlicher Mineralfasern ist der Amerikaner Richard Munson, ein ehemaliger Manager der Mineralfaserindustrie. Munson versucht seit 1987 bei den 'Victims of Fiberglass " (VOF), deren Präsident er ist, die Opfer der KMF zu organisieren. - Laut Munson ist schon seit rund zehn Jahren bekannt und erwiesen, dass 'Glasfasern genauso wie Asbestfasern eingeatmet werden und damit zu Lungen-, Brust- oder Bauchfellkrebs führen können.' (...)

Rückendeckung für seinem Kampf gegen die KMF holte sich Richard Munson unter anderem beim Nationalen Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (Niosh) der USA. In einer Stellungnahme schreibt das Niosh: 'Aus den veröffentlichten Versuchsunterlagen geht hervor, dass Mineralfasern die gleichen Voraussetzungen haben, Krebs hervorzurufen wie Asbestfasern der gleichen Stärke.' (...)

Aufgrund des Einsatzes von Richard Munson und der VOF müssen in den USA seit dem 1. Juli 1991 alle Mineralfaserprodukte einen Hinweis tragen, der auf die mögliche Krebsgefahr aufmerksam macht. (...)

Auch in Europa wird seit einiger Zeit über die mögliche Karzenogenität der KMF diskutiert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft beispielsweise schlägt vor, die künstlichen Mineralfasern als krebsverdächtig einzustufen. Die deutschen Forscher stützen sich dabei auf die Einstufung durch die Weltgesundheitsorganisation, welche die künstlichen Mineralfasern ebenfalls zur Klasse der krebsverdächtigen Materialien zählt."

Was Sie als Leser zusätzlich wissen müssen: Die Karzenogenität von Asbest zum Beispiel war bereits lange bekannt. Aber es dauerte vom Zeitpunkt dieser Feststellung noch rund 65 Jahre (!), bis Asbest in der Schweiz verboten wurde!

Quecksilber-Amalgam wird seit rund 150 Jahren in der Zahnmedizin verwendet. Erst in den vergangenen Jahren mehrten sich kritische Stimmen.

Die Argumente der KMF-Lobby

Im Gegensatz dazu betonen die KMF-Befürworter, dass bei Einhaltung aller Vorschriften (Mundschutz, Augenschutz, Overall, Handschuhe) betr. KMFs keine Krebsgefahr bestehe. Die Auskunftsstelle bei Fragen um die Arbeitssicherheit sei die SUVA und nicht Gewerbetreibende, Privatpersonen oder Eigenerfahrungen mit dem Produkt. Die MAK-Werte (maximale Arbeitskonzentration) würden immer eingehalten. Grobe Fasern könnten wohl Hautreizungen auslösen. Eine Dusche genüge aber, sich von solchen Fasern zu befreien. Die feinen Fasern, die der Körper einatme, würden von der Lungen absorbiert, aufgelöst oder herausgehustet, denn die Lunge funktioniere - so der Direktor der führenden Steinwolleherstellerin der Schweiz wörtlich - wie ein Staubsauger. Es gehe nicht an, ein Produkt schlecht zu machen und damit der Wirtschaft zu schaden. (vgl. auch die gerichtlich erzwungene Gegendarstellung in M.P. 11/98)

Die Mythen-Post stützt sich hier - aus bekannten Gründen - auf Aussagen in der Zeitung "Der Bund, "Bote der Urschweiz" bzw. Stellungnahmen vor Gericht. Denn wo bei einem Meinungsstreit die Argumente nicht reichen, werden Anwälte eingesetzt. Diese Methode finanzstarker Wirtschaftskreise ist nicht neu, ebensowenig wie die Erkenntnis, dass Recht haben und Recht bekommen nicht das Gleiche sind.

Nebenbei: Es mutet schon seltsam an, wenn in unserem Land über 1 Mio. Ferkel jährlich grausam ohne Narkose kastriert werden dürfen und diese mittelalterliche Folter, trotz Tierschutzgesetz, straffrei bleibt - dringend notwendige Warnung vor KMFs hingegen mit Busse bestraft wird.

Boykotte und Drohungen statt Kulanz

Wenn Leute mit einem Produkt schlechte Erfahrungen gemacht haben und zurecht reklamieren, sollten Hersteller diese Kritik ernst nehmen und sich kulant zeigen. Mit Anwälten und Prozessen zu drohen, ist eine merkwürdige Auffassung von Kulanz.

Sowohl bei Asbest wie bei der Produktion und Anwendung von Glas- und Steinwolle handelt es sich um isolationstechnische Fehlentwicklungen. Drohungen, Bussen, Gefängnis etc. nützen hier rein gar nichts - die kritisierten Materialien werden dadurch nämlich nicht besser.

Die Mythen-Post wird grösstenteils durch Werbung finanziert. Durch Boykotte gewisser Gewerbekreise, für die einzig der Profit zählt und der Begriff Verantwortung ein Fremdwort ist, entstanden der Mythen-Post im Jahre 1999 beträchtliche Umsatzeinbussen. Wir blieben jedoch wie gewohnt journalistisch auf Kurs und hielten allen Druck- und Erpressungsversuchen stand. Wir werden uns auch in Zukunft nicht erpressen lassen!

Zeigen Sie uns Ihre Solidariät, indem Sie sich mir Ihrer Spende auf PC 60-4619-5, Inpuls Verlag, Beeler Urs, Postfach 7, 6431 Schwyz an der Busse wegen der KMF-Berichterstattung in der Mythen-Post finanziell beteiligen. Sie ermöglichen uns damit, unsere dringend notwendige Konsumentenschutz-Arbeit erfolgreich fortzusetzen.

Zum voraus vielen Dank für Ihre finanzielle Unterstützung!
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler, Mythen-Post

PS: Neue Einzahlungsscheine können unter Fax 041 811 20 77 bestellt werden. Danke!

Fr. 3'000.-- Busse wegen Kritik an KMFs

Vor dem Schwyzer Bezirksgericht
Fr. 3'000.-- Busse wegen Kritik an KMFs

(sa/rt) Weil die Mythen-Post kritisch über künstliche Mineralfaserprodukte (KMF) berichtete, wurde Redaktor Urs Beeler von den beiden Schweizer Monopol-Produzenten wegen "unlauterem Wettbewerb" eingeklagt.

"Mit dem grossen Plus für Mensch, Haus und Umwelt!" preist der führende Schweizer Steinwollproduzent seine Produkte an. Und der Schweizer Glaswolle-Marktführer rührt noch tüchtiger die PR-Trommel: "I. lebt seit 60 Jahren vor, was verantwortungsbewusst Wirtschaften heisst. I. ist ein Industrieunternehmen, in dem sich Streben nach Qualität - wie die Zertifizierung nach ISO 9001 deutlich macht - Produktionserfordernisse und Umweltbewusstsein vereinigen."

Die Wirklichkeit sieht jedoch etwas anders aus und wird auch auf den Homepages (Stand 3.9.99) der beiden Monopolisten mit keinem Wort erwähnt: KMFs haben unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. Partikelbelastung, vor allem, wenn nicht richtig abgedeckt wird; Auslöser von Juckreiz, sog. Glasfaserdermatitis; Reizung der oberen Atemwege; Bindehautenzündung; "Plastiksackeffekt" etc.). Bauherren würden heutzutage über diese Nachteile nur ungenügend oder gar nicht in Kenntnis gesetzt. Dieses Informatiosdefizit wollte Beeler korrigieren.

Die Mythen-Post baute bei ihren Recherchen auf die Aussagen von Gewerbetreibenden der Region, Privatpersonen, Ärzten sowie Zeitungsberichten.

Praktische Erfahrungen gemacht

Beeler stützte sich bei seinen Recherchen aber nicht nur auf Fremdquellen, sondern auch auf eigene Erfahrungen. Vor Jahren habe Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, (so ist der Eingabe an die Vorinstanz zu entnehmen) in Kooperation mit Willy Kuster, Bauführer, Rickenbach einen Estrich mit Glaswolle isoliert. Der Boden wurde mit den bekannten gelben KMF-Matten ausgelegt (sehr "praktisch" zum nachträglichen Begehen...) und zusätzlich presste Zimmermann von Rickenbach das Material bei den Sparen hinein (Zitat von Rickenbach: "Nachträglich dürfte es bei einer Sanierung schwierig sein, das Isolationsmaterial dort herauszunehmen.")

Besagter Estrich kann heute nicht mehr benützt werden und musste auf Anraten eines Architekten sowie eines Umweltmediziners speziell abgedichtet werden, damit keine KMF-Partikel in den Nebenraum gelangen können.

Problematische KMF-Partikel

Auf die Thematik angesprochen, behauptet von Rickenbach heute: Früher sei in diesem Estrich Kohle gelagert worden und man spüre wahrscheinlich mehr den Kohlestaub, nicht die KMF-Partikel. Nachprüfungen ergaben jedoch folgendes: In diesem Estrich lagert schon seit über 30 Jahren (!) keine Kohle mehr. Ausserdem wurde der Estrich vor dem Auslegen mit den gelben Matten von einem Fachbetrieb blitzblank gereinigt (Beleg vorhanden).

Felix von Rickenbach weigerte sich, an einem warmen Sommertag die Isolation aus dem Estrich zu nehmen, weil das Material stark jucke. Derselbe Zimmermann arbeitet trotz allen Nachteilen ungeniert weiter mit KMFs. Diese Schizophrenie findet man heute überall im Baugewerbe. Als Standardargument kommt immer der billige Preis. Treten im nachhinein Probleme auf, ist niemand verantwortlich. Die Sanierung kann der Hauseigentümer aus dem eigenen Sack bezahlen.

Zimmermann von Rickenbach jedenfalls weigerte sich, für seinen Isolationsblödsinn nachträglich gerade zu stehen und sich an den Sanierungskosten zu beteiligen. Stattdessen empfahl er wegen der Partikelbelastung als Symptombekämpfung ebenfalls, das Schlupfloch zum benachbarten Raum luftdicht abzuschliessen. Diese Massnahme zeigt, wie "toll" das verlegte Isolationsmaterial ist.

Wirklich, eine Super-Isolation, wenn man nachträglich den isolierten Raum nicht mehr betreten darf!

Für eine künftige Entsorgung muss extra das Dach geöffnet und via Gerüst bzw. Lift das juckende Material fachmännisch entsorgt werden. Diese Entsorgung ersorgt von Rickenbach. In einem Fax vom 9.11.98 schreibt er: "Da bekanntlich die Poren der Haut beim Schwitzen offen sind, können die Staubpartikel der Isolation besser in die Haut eindringen und ein Jucken verursachen." Wenn diese Nachteile doch seit Jahren bekannt sind, wieso schieben die Herren Zimmerleute dann noch immer ein solches Material als Isolation den Bauherren unter?

Hauptsache, das Geschäft läuft

Wenn Zimmerleute betr. Isolation oder der Anwendung von Holzschutzmitteln jahrelang "Mist" bauten (wissentlich oder unwissentlich), fühlen sich die betreffenden Leute im nachhinein betroffen und mobilisieren zum Boykott. Nützt das nichts und ist (wie im Falle der Produzenten) viel Geld vorhanden, wird vor Gericht gegangen. Dies hat dann auch abschreckende Wirkung für die übrige Presse, damit es ja niemandem in den Sinn kommt, die Wahrheit zu schreiben.

Für die Mythen-Post hatte die Berichterstattung über KMFs postwendend finanzielle Konsequenzen:

Gipser M.B., Ibach, inseriert nicht mehr (machte 1998 noch einen 12er Abschluss), weil er selber mit KMFs seit Jahren arbeite.

Ebenso René Schibig, Inh. Spenglerei Annen + Schibig, Ibach. Sein Argument: Wenn man nicht billig offeriere, bekomme man den Auftrag nicht. Die billigsten Materialien seien nun einmal KMFs... Er wolle nicht in einer Zeitschrift inseriern, die dem Gewerbe in den Rücken falle (!) - [Und die Mythen-Post will nicht, dass gewisse Zimmerleute und GUs den Bauherren mit problematischen Produkten "in den Rücken fallen". Wer hat jetzt objektiv gesehen recht?]

Auch Zimmermann J.K., Inh. Holzbau A. AG, Goldau, fühlt sich über die kritischen Beiträge in der M.-P. betroffen.

Ebenso Holzbau Dettling, Brunnen, Betschart Flachbedachungen (hat die "tolle" MC-Isolation realisiert), Illgau, usw.

Standardargument dieser Leute: "Es wird gegen das Gewerbe geschossen!" (Vielleicht überlegen sich die betreffenden Herren einmal, warum das geschieht! Jemand, der saubere Arbeit leistet und gute Produkte verwendet, wurde von der Mythen-Post noch nie kritisiert!)

Die Liste könnte mit bekannten Baufirmen und Architekturbüros fortgesetzt werden. Und selbstverständlich werden nach dem Lesen dieses Beitrags sich irgendwelche Leute zu Wort melden und sagen, dass es sich nicht gehöre, die Dinge und vor allem Leute ("Persönlichkeitsschutz") einfach so beim Namen zu nennen. - Warum eigentlich nicht? Können Teile des Gewerbes nur noch rentieren, indem die Wahrheit unterdrückt wird? Ist die Wahrheit eine Gefahr?

Boykotte, Klagen, Drohungen, mundtot-machen etc. nützen hier rein gar nichts. Das kritisierte Material wird dadurch nämlich nicht besser!

Flumroc-Direktor Köhl: "Lunge funktioniert wie ein Staubsauger!"

Beeler warnte vor Gericht nochmals vor den feinen Fasern. In den USA müssten alle KMF's seit dem 1.7.91 eine Aufschrift tragen, die auf die mögliche Krebsgefahr hinweise. Der Kläger, Kurt Köhl, Direktor der Flumroc AG, Flums, spielte die Problematik herunter. Eine Dusche genüge, um sich von den Partikeln zu befreien. Auch für die Lunge seien die winzig kleinen Fasern kein Problem, die menschliche Lunge funktioniere - so Kohl wörtlich - wie ein Staubsauger. Die feinen Fasern, die der Körper einatme, würden von der Lunge absorbiert, aufgelöst oder herausgehustet. Es gehe nicht an, ein Produkt schlecht zu machen und damit der Wirtschaft zu schaden.

Urs Beeler wurde schliesslich zu einer Busse von Fr. 3'000.--. verurteilt. Nach einer Probezeit von zwei Jahren kann die Busse im Strafregister wieder gelöscht werden.

"Verkehrte Welt"

Zimmerleute, die jahrelang (wissentlich oder unwissentlich) "Mist" bauen, bleiben straflos (das war übrigens schon beim Asbest und hochgiftigen Holzschutzmitteln so!). Produzenten, welche fragwürdige Produkte herstellen, die anderswo (laut Zeitung "Der Bund") verboten sind, werden in der Schweiz mit Öko-Preisen, "ISO 9001" und "ISO 14001" ausgezeichnet. Und derjenige der den ganzen Schwindel aufdeckt, wird von den angeblich so grünen Isolations-Produzenten eingeklagt. Verkehrte Welt!

Hätte man 1960 vor Asbest gewarnt, wäre man höchstwahrscheinlich von den damaligen Produzenten in ähnlicher Weise wegen "unlauterem Wettbewerb" eingeklagt und mundtot gemacht worden. Erst, als die Industrie tüchtig verdient hatte und der Markt gesättigt war, wurde Asbest 1990 verboten. (Heute kann wieder an der Sanierung Geld verdient werden!)

Jetzt spielt sich ähnliches ab - und gewisse Leute verdienen erneut Millionen.

Dass sich die übrigen Medien so ruhig verhalten, hat wohl einen Grund: der Westschweizer KMF-Hersteller, der die Mythen-Post (neben dem Flumser Steinwolleproduzenten) einklagte, ist Mitglied der milliardenschwerden französischen St. Gobain-Gruppe.

Schlusswort

Kein anständiger Gewerbler muss sich über die Konsumentenschutz-Beiträge in der Mythen-Post betroffen fühlen, wenn er ehrliche Arbeit leistet und gute Produkte verwendet.

Betroffen fühlen müssen sich nur diejenigen, die - wie es Sylvia Schranz-Kessel, Boutique Top Two, Brunnen, formuliert - "selber Dreck am Stecken haben".

Beeler ist nach wie vor der felsenfesten Überzeugung, dass es nötig war, über diese problematischen Produkte zu berichten.

"Wenn ich deswegen von der KMF-Lobby eingeklagt und zu einer Busse verurteilt werde, muss ich das in Kauf nehmen", sagte Beeler gegenüber Redaktor Bert Schnüriger von der Neuen Schwyzer Zeitung.

Isolationslobby klagt gegen die Mythen-Post: Prozess vor dem Bezirksgericht Schwyz

Im Interesse der Bauherren
Glas- und Steinwolle verbieten!

Produkte, die über dermassen negative Eigenschaften verfügen wie Glaswolle, gehören konsequenterweise vom Markt genommen.

(ja) Aus aktuellem Anlass (Verhängung einer Busse wegen unserer Berichterstattung) und der unveränderten brisanten Problematik von KMFs (künstlichen Mineralfasern) kommen wir noch einmal auf dieses Thema zu sprechen.

Wir bleiben in dieser Sache hart, weil sich dahinter mehr versteckt, als heute von offizieller Seite zugegeben wird.

Dr. med. Gottfried Hofer, Küssnacht, hat mittels Bluttest eine Allergie auf Glaswolle nachweisen können. Dr. med. Andreas Beck, Bern, Dozent für Neuraltherapie an der Uni Bern, bestätigt der Mythen-Post gegenüber, dass Allergien auf KMFs bekannt sind. Hinzu kommen viele andere Nachteile von Glas- und Steinwolle. (Befragen Sie dazu verantwortungsbewusste Handwerker!)

Die Nachteile von KMFs sind dermassen gravierend, dass sie verboten gehörten. Dass die KMF-Lobby diese Forderung nicht einfach so hinnimmt, liegt auf der Hand. Denn es handelt sich um ein Millionengeschäft!

Wie entstanden die KMF-Beiträge der Mythen-Post?

Bauführer Willy K. und Zimmermann Felix v.R. hatten gemeinsam die schwachsinnige Idee, einen Estrich offen mit Glaswolle zu isolieren. Der Bauherr wurde dabei nicht über die Nachteile von KMFs informiert.

Die einfachste, kostengünstigste und sinnvollste Variante wäre gewesen, den betreffenden Estrich gar nicht zu isolieren (was auch nicht nötig gewesen wäre)! Doch Bauführer und Zimmermann wussten es besser... Und wie!

Nachträglich konnte der so isolierte Estrich nicht mehr betreten werden. Zur Symptombekämpfung wurde das Schlupfloch zum benachbarten Raum provisorisch abgedichtet.

Weil der Nebenraum nicht mehr wie gewohnt belüftet werden konnte, liess der Bauführer zusätzlich ein separates Lüftungsrohr einbauen. All diese Symptombekämpfungsmassnahmen erzeugten zusätzliche Kosten.

Ein verantwortungsbewusster Handwerker (die es im Talkessel zum Glück auch gibt!) hätte gesagt: "Tut uns leid, wir haben hier Mist gebaut. Wir nehmen diese unzumutbare Isolation heraus und saugen den KMF-Staub sauber ab. Wenn wir Fehler machen, stehen wir dafür auch gerade."

Doch anders in diesem Fall: der betreffende Bauführer ist in der Zwischenzeit verstorben und besagter Zimmermann lehnt eine Kostenbeteiligung ab.

Die Problematik blieb

Weil das Schlupfloch nicht hundertprozentig abgedichtet werden konnte, können KMF-Partikel in den Nebenraum gelangen, was bei den Nutzern die bekannten Symptome auslöst.

Ein verantwortungsbewusster Schwyzer Arzt erzählte Urs Beeler von ähnlichen Symptomen in seinem Haus. Diese wurden von seiner Gattin bestätigt. Der Estrich war (ist) auch mit Glaswolle Isoliert! In der Folge recherchierte Beeler bei verschiedenen Gewerblern (Isoleuren, Bauunternehmern, Zimmerleuten) der Region, welche die negativen Erfahrungen mit diesen Materialien teilten. Abgerundet wurde das Bild durch die Aussage eines Baubiologen sowie Zeitungsberichten. In der Folge entstanden Beiträge über das Thema in der Mythen-Post.

Isolationslobby reagierte auf Kritik mit Drohung

Statt dass die Produzenten auf die (berechtigte) Kritik eingegangen wären und gesagt hätten: "Sie sind mit unserem Produkt nicht zufrieden. Selbstverständlich kommen wir für den Ärger und die entstandenen Umtriebe auf", wurde sofort gedroht. Offenbar wissen die Produzenten sehr gut Bescheid über die Nachteile ihrer Produkte und wollen unter allen Umständen verhindern, dass diese bekannt werden.

Es darf aber nicht sein, dass Bauführer/Zimmerleute irgend einen Mist aufschwatzen, den dann der Bauherr nicht nur bezahlen, sondern dessen Nachteile er auch noch über Jahre tragen muss!

Ein vierstelliger Betrag für eine unbrauchbare, problematische Isolation, Kosten für Abdichtung, separates Lüftungsrohr - anschliessend ca. dreitausend Franken für eine fachmännische Entsorgung (weil dafür extra das Dach geöffnet und via Lift das Material entsorgt werden muss). Insgesamt tausende Franken unnötiger Kosten und Umtriebe, weil Bauführer und Zimmermann in besagtem Bereich Flaschen waren. Doch damit nicht genug: Wer die KMF-Lobby kritisiert, wird zusätzlich noch mit einer Busse bestraft! (Nebenbei: In den USA wäre ein völlig anderer rechtlicher Ausgang möglich, nämlich der, dass die KMF-Lobby Schadenersatz zahlen müsste!)

Wenn Medien Angst haben...

Und über eine solche Sache, die sich handfest dokumentieren lässt, getrauen sich die meisten Medien nicht einmal zu berichten, weil sie selbst Angst haben, von der betreffenden mächtigen Lobby unter Druck gesetzt zu werden. So z.B. unterliess es der "Beobachter" in seinem Beitrag über die KMF-Verhandlung peinlichst, die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle zu erwähnen. Warum wohl?

Zensur gibt es in unserem Land offiziell nicht. In der Schweiz diktiert nur die Wirtschaft, was geschrieben werden darf und was nicht!

Und das "neutrale" Schweizer Fernsehen, das heute über solche skandalösen Vorgänge schweigt, darf dann in 50 Jahren darüber berichten. Und vielleicht wird bis dahin extra noch eine Historikerkommission eingesetzt. Und im ähnlichen Stil wird im Jahre 2050 Mist gebaut, der dann im Jahre 2100 von neuen Historikerkommissionen aufgearbeitet werden kann. Aber bitte: nie aus den Fehlern in der Gegenwart lernen! Das wäre ja viel zu gefährlich und könnte sofortige (vor allem wirtschaftliche!) Konsequenzen haben!

Die Mythen-Post hat sich in dieser Sache keineswegs verrannt, sondern - im Gegenteil - erkannt, "was los ist": Eine ganze Industrie lebt von einem Material, das nichts taugt, und muss ständig auf der Hut sein, damit ja nichts Kritisches über dieses Produkt erscheint.

Die Mythen-Post steht mit ihrer Position nicht allein da

Dr. Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken, hat unabhängig von Urs Beeler negative Erfahrungen mit Steinwolle als Isoliermaterial gemacht. (Das betreffende Produkt wird namentlich nicht genannt, ansonsten Busse oder gar Haft droht.). Kessler schreibt: "Kritik an krebsverdächtigen Produkten ist nur schon allein deshalb berechtigt, weil solche Stoffe in grausamen Tierversuchen untersucht werden müssen. (...) Diese Praxis, krebsverdächtige Materialien in grausamen Tierversuchen zu testen, anstatt auf sie zu verzichten, finde ich absolut verkehrt und unethisch, insbesondere wo es unbedenkliche und kostengünstige Alternativen gibt wie z.B. Zellulosedämmstoffe aus Altpapier statt Mineralfaserwolle. Urs Beeler kritisierte nach meiner Ansicht auch zu Recht, dass strenge Anwendungsvorschriften ein Witz sind für Materialien, die in jedem Hobby-Markt frei erhältlich sind. Wieviele Monate Gefängnis erhalte ich für diese Meinung?"

Zimmerleute und andere Personen aus dem Baugewerbe bestätigen gegenüber der Mythen-Post, dass sie mit ihrer Berichterstattung recht hat. Glas- und Steinwolle würden beim Isolieren extremen Juckreiz auslösen. Mit KMFs isolierte Dachstühle würden bei Menschen auch Allergien hervorrufen (was die KMF-Lobby bis heute tunlichst verschweigt bzw. abstreitet).

Betr. KMFs gibt es deshalb nur eine vernünftige Lösung, wie sie bereits vor Jahren betr. dem Asbest realisiert wurde: ein generelles Verbot für die Produktion, den Import und für die Anwendung von Glas- und Steinwolle-Produkten in der Schweiz. Dadurch erübrigen sich automatisch auch alle Sicherheitsvorschriften, auf die sich die Hersteller alibimässig so gerne berufen, die aber in der Praxis sowieso nicht eingehalten werden. 

Leserumfrage
Haben auch Sie negative Erfahrungen mit Glas- und Steinwolle gemacht? Juckt es Sie z.B. beim Betreten Ihres Estrichs? Traten nach dem Verarbeiten von Glas- und Steinwolle Ekzeme und Allergien auf? Wurden in Ihrem Haus KMFs schlampig verarbeitet? Reagieren Sie allergisch auf "gelbe Isolationsmatten"?
Die Mythen-Post sucht in der ganzen Schweiz KMF-Opfer, die über ihre Erfahrungen berichten können: Schreiben Sie an: Mythen-Post, Redaktion, Postfach 7, 6431 Schwyz, Fax 041 811 20 77.
Glas- und Steinwolle als Isolationsmaterial verbieten!

Beim Thema Glas- und Steinwolle werden nicht die Täter bestraft, sondern die Opfer
Rechtsstaat Schweiz: Produzenten- statt Konsumentenschutz

(jp/vo) In diesem Rechtsstaat werden nicht Bauherren und Konsumenten vor gefährlichen Produkten geschützt, sondern die Produzenten werden vor Kritik geschützt. Weil Urs Beeler KMF-Produzenten im Jahre 1998 namentlich kritisierte, verhängte das Bezirksamt Schwyz eine Gefängnisstrafe von 1 Monat (kein Witz!). Das Bezirksgericht "milderte" schliesslich das Urteil auf Fr. 3'000.-- Busse. (Merke: Wer vor gefährlichen, untauglichen Isolationsmaterialien warnt, dem drohen Busse oder gar Gefängnis! Die KMF-Hersteller dürfen hingegen ihren gesundheitsgefährdenden Mist brav weiter produzieren.)

Was Sie als Hauseigentümer und Bauherren zudem wissen müssen: einheimische Gewerbler, die mit diesem Müll weiter isolieren wollen, boykottieren die Mythen-Post (Profit ist diesen Leuten wichtiger als die Gesundheit!).

Fragen Sie z.B. René Schibig (Spenglerei Annen + Schibig, Ibach), Gipser Mario Bianchi (Ibach), Karl Brusa (Steinen) und Peter Gwerder (Transporte, Muotathal), wie ihre Meinung zum Thema Glas- und Steinwolle ist.

Oder noch einfacher: Stellen Sie fest, welche Schwyzer Gewerbler (inkl. Architekten) in den vergangenen Jahren mit Glas- und Steinwolle isoliert haben. Dann wissen sie automatisch Bescheid, wie es um die Verantwortung der betreffenden Firma bestellt ist.

Falls Sie die alte Platte hören, das Gewerbe werde angegriffen, so antworten sie, dass die Mythen-Post gute, ehrliche und verantwortungsvolle Gewerbler noch nie kritisiert hat.

Rechtsstaat Schweiz: Produzenten- statt Konsumentenschutz

Wer bezalt die Entsorgung der berüchtigten KMFs?
Offener Brief an die Firma xy (Schweizer Hersteller von Glaswolle, der aber aus juristischen Gründen nicht genannt werden darf)

Schwyz, im Juni 2000

Sehr geehrte Damen und Herren

Zur Vorgeschichte: Bauführer W. K. und Zimmermann F. v. R. hatten seinerzeit die Idee, einen Estrich offen mit Glaswolle (Ihrem Produkt) zu isolieren. Der Bauherr wurde dabei nicht über die Nachteile von KMFs informiert.

Die einfachste, kostengünstigste und sinnvollste Variante wäre gewesen, den betreffenden Estrich gar nicht zu isolieren (was auch nicht nötig gewesen wäre)! Doch Bauführer und Zimmermann wussten es besser... Und wie!

Nachträglich konnte der so isolierte Estrich nicht mehr betreten werden. Zur Symptombekämpfung wurde das Schlupfloch zum benachbarten Raum provisorisch abgedichtet.

Weil der Nebenraum nicht mehr wie gewohnt belüftet werden konnte, liess der Bauführer zusätzlich ein separates Lüftungsrohr einbauen. All diese Symptombekämpfungsmassnahmen erzeugten zusätzliche Kosten.

Da das Schlupfloch nicht hundertprozentig abgedichtet werden konnte, können KMF-Partikel in den Nebenraum gelangen, was bei den Nutzern die bekannten Symptome auslöst.

Diese Glaswolle-Isolation hat sich in den vergangenen Jahren alles andere als bewährt!

Am 21.1.00 wurde Zimmermann F. v. R. angefragt, wie die Isolation zu entfernen sei. Ja nicht an einem heissen Sommertag, weil dann das Material auf der Haut besonders stark jucke! Und überhaupt sei das im nachhinein sehr schwierig, weil er seinerzeit Glaswollematten auch bei den Sparren hineingepresst habe. Es sei mit einer sehr starken Partikelbelastung zu rechnen. Auf die Frage, wie man diesen KMF-Staub am besten absaugen lassen könne, wusste der Zimmermann keine eindeutige Antwort. (Das ist wirklich grandios: Zuerst wird problematische Glaswolle als Isolationsmaterial angedreht und nachher weiss man nicht, wie man diesen Mist herausnehmen soll!). Für eine perfekte Lösung müsse wohl eine Spezialfirma beauftragt werden, die mit einer dafür geeigneten Anlage - ähnlich wie bei der Asbestentsorgung - die Partikel absauge.

Ein vierstelliger Betrag für eine unbrauchbare, problematische Isolation, Kosten für Abdichtung, separates Lüftungsrohr - anschliessend wieder ein paar tausend Franken für eine fachmännische Entsorgung (weil dafür extra das Dach geöffnet und via Lift das Material entsorgt werden muss). Insgesamt tausende von Franken unnötige Kosten und Umtriebe, weil Bauführer und Zimmermann in besagtem Bereich nichts überlegten.

Mit diesem Schreiben frage ich Sie an, ob Sie bereit sind, sich an den Entsorgungskosten Ihres Isolations-Produkts (Glaswolle) zu beteiligen bzw. welche Massnahmen aus der Sicht des Herstellers für eine einwandfreie Entsorgung nötig sind.

Ziel ist es, dass dieser Estrich wieder in dem Zustand ist, bevor er mit problematischen KMFs isoliert wurde. Solange die KMF-Problematik in diesem Estrich bleibt, werde ich mich mit unverminderter Energie und Hartnäckigkeit in aller Öffentlichkeit gegen KMFs aussprechen und immer wieder die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle nennen. Weder Boykotte, Drohungen, Bussen, Gefängnis etc. werde mich davon abhalten können.

Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler, Mythen-Post

Wer bezahlt die Entsorgung der berüchtigten KMFs?

Warnung an alle Hauseigentümer und Bauherren
Alptraum Glaswolle-Isolation

Dieser Estrich wurde von Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, und Bauführer Willy K. offen mit Glaswolle (Isover) isoliert. Die Bauherrschaft wurde dabei über die gravierenden Nachteile von KMFs nicht informiert. Wäre das geschehen, wäre das betreffende Material niemals eingesetzt worden!

(vo) Erinnern Sie sich an die Alptraum-Glaswolle Isolation von Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, und Bauführer Willy K.? (siehe Mythen-Post 7/01)

Zimmermann von Rickenbach hat bei dieser Isolation soviel studiert, dass der betreffende Estrich im nachhinein nicht mehr betreten werden kann. Wenn man einen Estrich nicht mehr betreten kann, bedeutet dies, dass auch ein Reinigen (Saugen des Bodens) unmöglich geworden ist.

Fragen Sie doch einmal Zimmermann von Rickenbach, ob von ihm isolierte Dachstühle anschliessend immer zur "toten Zone" erklärt werden müssen oder ob es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelt. Fragen Sie ihn vorsorglich auch, wie es mit der Kulanz in solchen Fällen steht.

Die Lehre daraus?

Wählen Sie Handwerker mit Wissen und Gewissen.

Und denken Sie vor allem daran: Hände weg von Glas- und Steinwolle! Sie sind als Bauherr, Hauseigentümer und Mieter ohne Juck-Isolation besser bedient! Informieren Sie sich über den KMF-Isolationsschwindel umfassend im Internet unter www.mythen-post.ch/ (Stichwort "Isolation").

Helfen Sie mit!

Orientieren Sie Ihren Freundes- und Bekanntenkreis über die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle.

Setzen auch Sie sich für ein Verbot dieser potentiell gesundheitsgefährdenden Produkte ein und unterstützen Sie uns im Kampf gegen die skrupellose KMF-Industrie mit einer Spende auf PC 60-4619-5, Inpuls Verlag, Beeler Urs, PF 7, 6431 Schwyz. (Benützen Sie dazu den Einzahlungsschein in diesem Heft. Zum voraus vielen Dank!)

Alptraum Glaswolle-Isolation

Budgetversammlung der Kirchgemeinde Schwyz am 14. Dezember 2000
Darf der Pfarrhaus-Seewen-Kredit bewilligt werden?

Am 14. Dezember, 20.00 Uhr, steht im Pfarreisaal in Seewen (Untergeschoss der Pfarrkirche Seewen) die Bewilligung eines Kredites von Fr. 390'000.-- für den Umbau und die Innensanierung des Pfarrhauses von Seewen zur Abstimmung.

"Im Erd- und Obergeschoss sollen die vorhandenen Fenstergläser durch neue, in Bezug auf Energie und Dämmung optimierte Isoliergläser ersetzt werden." Kommentar dazu: Viele ältere Häuser zeichnen sich dadurch aus, dass sie noch über ein gesundes Wohnklima verfügen. Unter dem Zauberwort "Wärmedämmung" wird heute einem zu sanierenden Gebäude oft ein regelrechter Plastik übergestülpt. Schlechtes Raumklima, Pilzbefall usw. sind nur einige mögliche Folgen.

Weiter heisst es in der Broschüre: "Im Untergeschoss werden, wo nötig, die fehlenden Wärmedämmungen angebracht." Die Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer würden hier gut daran tun, vorgängig abzuklären, was für eine Wärmedämmung gemeint ist. Sollte es sich - wie mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist - um Glas- bzw. Steinwolle handeln, empfehlen wir den anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, den gesamten Kredit von Fr. 390'000.-- abzulehnen.

Gerade bei der Renovierung von Kirchen, Kapellen, Pfarrhäusern usw. müssen hohe Qualitätsmassstäbe gelten. Die Bewohner/Besucher sollen sich nachher in sanierten Gebäuden wohlfühlen können und nicht unter Wohngiften (giftige Holzschutzmittel, Farben, Lacke; Schadstoffe in Verputzen; juckende Isolationen etc.) zu leiden haben.

Ferner sollen bei der Arbeitsvergabe ausschliesslich Firmen (Architekt inklusive!) berücksichtigt werden, die ein baubiologisches Wissen und Gewissen haben. Da der Talkessel Schwyz in Sachen Baubiologie noch ein Entwicklungsland ist, wäre der Beizug eines kompetenten und unabhängigen Baubiologen für alle Beteiligten von Vorteil. Wenigstens der Geistlichkeit sollte es in Schwyz vergönnt sein, in Häusern zu wohnen, die baubiologisch in Ordnung sind.

Unabhängige Bürger Schwyz

Darf der Pfarrhaus-Seewen-Kredit bewilligt werden?

Warnung an alle Hauseigentümer und Bauherren
Der Glaswolle-Isolationsschwindel

(vo) Erinnern Sie sich an die Alptraum-Glaswolle Isolation von Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, und Bauführer Willy K.? (siehe Mythen-Post 7/01)

In einem Gespräch vom 21.1.00 stellt Zimmermann von Rickenbach die kuriose Vermutung auf, dass es unklar sei, wieviel Glaswolle noch in diesem Estrich übriggeblieben sei. Wieso diese unglaubliche Hypothese?

Wie heute bekannt ist, gast das giftige Phenolformaldehyd, mit dem die künstlichen Mineralfasern gebunden sind, aus. Die Folge: Die potentiell krebsauslösenden KMF-Partikel haben freien Flug!

Eine geringen Teil isolierte Zimmermann von Rickenbach zusätzlich mit Styropor. Von diesem Material weiss man, dass es ebenfalls ausgast und bei der Verbrennung in KVAs hochgiftige Substanzen entstehen.

Von einer nachträglichen Haftung oder Kostenbeteiligung für die Entsorgung seines Isolations-Pfusches will Zimmermann von Rickenbach nichts wissen. Und die Glas- und Steinwollemafia droht sofort mit Prozessen, wenn die Namen ihrer Firmen öffentlich genannt werden. Die Justiz ihrerseits interessiert dann nicht die Gesundheitsgefährdung durch diese Produkte und der volkswirtschaftliche Schaden, der durch KMFs entsteht, sondern, ob "unlauterer Wettbewerb" gegen die Glas- und Steinwollehersteller vorliegen könnte. Ein Megaschwindel!

Helfen Sie mit!

Setzen auch Sie sich für ein Verbot dieser potentiell gesundheitsgefährdenden Produkte ein und unterstützen Sie uns im Kampf gegen die skrupellose KMF-Industrie mit einer Spende auf PC 60-4619-5, Inpuls Verlag, Beeler Urs, PF 7, 6431 Schwyz. (Denken Sie bitte auch bei Vermächtnissen an uns. Zum voraus vielen Dank für Ihre Unterstützung!)

Der Glaswolle-Isolationsschwindel

Warnung an alle Hauseigentümer und Bauherren
Hände weg von Glas- und Steinwolle!

Dieser Estrich wurde von Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, und Bauführer Willy K. offen mit Glaswolle (Isover) isoliert. Die Bauherrschaft wurde dabei über die gravierenden Nachteile von KMFs nicht informiert. Wäre das geschehen, wäre das betreffende Material niemals eingesetzt worden!

(vo) Im nachhinein kann dieser Estrich nicht mehr betreten werden, obwohl sich darin ein Boiler befindet, der periodischer Wartung bedarf. Die eingangs erwähnten "Isolationsfachleute" (oder treffender -nieten?) "übersahen" das. KMF-Partikel gelangen in Nebenräume, was bei den Nutzern die bekannten gesundheitlichen Nebenwirkungen auslöst.

Bauführer Willy K. liess für diesen Estrich auch extra noch eine giftige Holschutzbehandlung anordnen. In der Zwischenzeit ist K. an Krebs verstorben und Zimmermann von Rickenbach lehnt eine Kostenbeteiligung an der notwendigen Entfernung der KMFs ab. Ausserdem weigert er sich, das Material an einem warmen Sommertag aus dem Estrich zu nehmen, weil dann die Glaswolle auf der Haut stark jucke. Auch weiss er nicht, wie er die Mineralwolle, die er zwischen den Sparren hineinpresste im nachhinein herausnehmen soll. Ein weiteres Hauptproblem besteht im sauberen Absaugen der potentiell krebsauslösenden KMF-Stäube. Für die Entsorgung muss extra das Dach abgedeckt und via Lift das Material entsorgt werden.

Diese problematische Glaswolle-Isolation und unnötige Giftbehandlung des Dachstuhles kostete mehrere tausend Franken. Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Nebenwirkungen bzw. der Beeinträchtigung der Lebensqualität der Bewohner. Zur Zeit laufen behördlicherseits Abklärungen, wie diese KMF-Isolation fachmännisch entsorgt werden soll. Die Sanierung selbst wird nochmals eine Stange Geld kosten.

Die Lehre daraus?

Hände weg von Glas- und Steinwolle! Sie sind als Bauherr, Hauseigentümer und Mieter ohne Juck-Isolation besser bedient! Informieren Sie sich über den KMF-Isolationsschwindel umfassend im Internet unter www.mythen-post.ch/ (Stichwort "Isolation").

Hände weg von Glas- und Steinwolle!

Aus: 50 Antworten zur modernen Dämmung,
hrsg. von der Gütegemeinschaft Mineralwolle e.V.

  • Seite 26:
    "Muss man besondere Schutzmaßnahmen bei der Verarbeitung von Mineralwolle beachten?
    Nein. ... empfiehlt es sich dennoch ... locker sitzende, geschlossene Arbeitskleidung und Arbeitshandschuhe zu tragen."
  • Seite 10:
    "Setzt Mineralwolle nach dem Einbau Faserstaub frei?
    Nein. Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes belegen, dass in Wohnräumen und öffentlichen Einrichtungen, die mit Mineralwolle gedämmt sind, keine signifikante Faserstaubfreisetzung erfolgt."
  • Seite 15:
    "Ist Mineralwolle recyclebar/wieder verwertbar?
    Ja. ..."
  • Seite 15:
    "Wie und wo kann man alte Mineralwolle-Dämmstoffe entsorgen?
    Mineralwolle kann wie jeder andere Bauschutt entsorgt werden. ..."
Wer sich dafür interessiert, kann über meine Linklisten Bau zu Seiten surfen, die sich aus Sicht der Hersteller damit befassen. Da können Sie etwas über Gütesiegel, gute und weniger gute Mineralwolle etwas erfahren, auch über Ökonomie und Ökologie usw. usf.

Mit dem Thema KMF (= künstliche Mineralfasern) befasst sich eine Internetseite aus der Schweiz, Mythen-Post Homepage, mit deren etwas anderer Sicht auf die Dinge ich Sie hier vertraut machen möchte. Vorsorglich weise ich darauf hin, wie bereits im Impressum mitgeteilt, dass ich mir fremde Auffassungen nicht zu eigen mache.

Aber Sachen und Meinungen interessant finden darf man und warum soll man Dinge nicht kontrovers in die Diskussion bringen? Vielleicht ist überall ein Stückchen Wahres dran? Die Zeit wird zeigen, wer recht hat. Asbest war viele Jahre unbedenklich und wird jetzt wie ein hochwirksames Gift behandelt. Letztendlich ist es Ihre Sache, sich eine eigene Meinung zu bilden.
 

Ich danke Urs Beeler für das zur Verfügung gestellte Material.
Quellenangabe:
Mythen-Post, Urs Beeler
Postfach 7, CH-6431 Schwyz
Mythen-Post Homepage, E-Mail an: Mythen-Post
Isolation: Hände weg von Glas- und Steinwolle!

Themenübersicht: auf Seite 1

Verbot für KMFs gefordert
Offener Brief an den Gesamtbundesrat

An den
Gesamtbundesrat
Bundeshaus
3003 Bern

Betr. Durchsetzung eines Verbots für KMFs

Schwyz, den 1. Juni 2001

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrte Damen und Herren Bundesräte

Sie kennen die Thematik problematischer Abfälle und gefährlicher Altlasten: Asbest, PCB, Dioxin etc. Bis anhin ist es praktisch immer so gewesen, dass die jeweilige Problematik zwar seit Jahren (wenn nicht Jahrzehnten) bekannt war, man jedoch immer erst dann zu handeln begann, wenn es bereits zu spät war. Nachträglich geht jeweils ein Riesenaufschrei durch die Medien, Betroffenheit wird zelebriert, der Ruf nach Aufarbeitung, Untersuchungskommissionen etc. wird laut. Dies alles - wohlgemerkt - immer erst im nachhinein!

Zwangsläufig stellt sich die Frage: Warum müssen eigentlich immer 20, 30 oder 50 Jahre vergehen, bis reagiert wird?

Genauso wie früher werden auch heute noch im grossen Stil Produkte hergestellt, die gesundheitlich problematisch sind und die verboten gehören. Ich bringe hier als Beispiel die berüchtigten KMFs (künstliche Mineralfasern), die heutzutage im grossen Stil zu Isolationszwecken eingesetzt werden. Ich gelange mit diesem Schreiben explizit an den Bundesrat, nicht, dass irgendwer in 10 oder 20 Jahren kommen und sagen kann, man habe ja von alledem "damals" gar nichts gewusst.

Im folgenden werde ich Ihnen ausführlich die Problematik dieser Produkte schildern. Zusätzliche Informationen zum Thema erhalten Sie im Internet unter www.mythen-post.ch.

Glas- und Steinwolleindustrie - Parallelen zur Asbestindustrie

In den USA existiert das "Fiberglass Information Network", kurz FIN. Über die KMF-Industrie schreibt das FIN: "The fiberglass manufacturing industry includes many of the same corporations which created the asbestos tragedy, except now these corporations are larger and operate in many countries. (...) Their long fingers reach into universities and medical centers, where their money pays for 'research' on the safety of their products. This 'research' may sound scientific, but always determines the product cannot be proven hazardous."

Dass Mediziner auch in Europa von der KMF-Lobby bezahlt werden, um die angebliche "gesundheitliche Unbedenklichkeit" von Glas- und Steinwolle zu bestätigen, ist bekannt.

Objekt an der Herrengasse, Schwyz. Aufnahme Ende März 2001. Oben neben den beiden Personen liegen Steinwolle-Matten zur Verarbeitung bereit.
Dipl.-Ing. G. Meyers vom Umweltanalytischen Dienst Mönchengladbach, Deutschland, schreibt (Stand: Juli 2000): "Mineralfasern, wie Stein- und Glaswolle, werden als Dämmaterialien eingesetzt und können Hautreizungen hervorrufen. Lungengängige Asbest- oder Mineralfasern stehen unter dem Verdacht eines krebserzeugenden Potentials."
Deshalb unser Tip: Diese Produkte gar nicht erst einsetzen!

Links vom roten Transporter zu erkennen: Die noch verpackten Steinwolle-Matten.

Warum hört man in der Schweizer Presse und von Umweltschutzorganisationen nichts betr. der KMF-Problematik?

Ganz einfach: Die milliardenschwere KMF-Lobby droht sofort mit Anwälten und Prozessen, wenn irgend etwas Kritisches über Glas- und Steinwolle geschrieben wird. Und wie sagte doch Tucholsky: "In der Schweiz gibt es keine Zensur, aber sie funktioniert."

Werbeeinnahmen von der Isolationslobby entgegenzunehmen ist einfacher als gegen diese journalistisch vorzugehen!

Ein Schweizer Steinwollehersteller tritt als Sponsor des WWF in Erscheinung. Dass dann von dieser kommerziellen Umweltschutzorganisation nichts Kritisches über KMFs berichtet wird, liegt auf der Hand. Gutgläubige WWF-Mitglieder werden von der irreführenden Steinwolle-Werbung zusätzlich an der Nase herumgeführt.

Die Heuchelei der KMF-Industrie geht weiter: Ein Schweizer Hersteller von Glaswolle preist sein Produkt damit an, dass 50 Rappen an Bedürftige gingen. Wenn diese 50jährige Fabrik wirklich etwas für die Umwelt und die Mitmenschen tun will und es tatsächlich ernst meinen würde, dann müsste sie mit der Produktion und dem Vertrieb ihrer problematischen umweltbelastenden Bau- und Isolationsprodukte aufhören!

Glas- und Steinwolle werden trotz ihrer gravierenden Nachteile noch immer im Bau eingesetzt. Bild: Auch die Aussenfassade des Mythen-Centers, Ibach/Schwyz, wurde auf diese Art isoliert.

Neuste Informationen über Asbest und KMFs aus den USA

Wie Ihnen vermutlich bekannt sein dürfte, wurde Asbest erst im Jahre 1990 verboten, obwohl dessen Problematik bereits vor über 60 Jahren (!) bekannt war! Zuerst müssen offenbar immer gewisse Kreise Millionen verdienen, bis ein Fehler eingesehen und entsprechend gehandelt wird.

Einem Pressebeitrag von Bloomberg ist zu entnehmen: "In all, health experts calculate, more than 400'000 Americans will die of diseases related to asbestos fibers they inhaled."

Das sind die Asbestopfer. Wie aber sieht es mit den KMF-Opfern aus? In einem Brief (vom 3. Juni 2000) an Smart Money schreibt Richard Munson, ein ehemaliger Manager der KMF-Industrie und heute bekanntester Gegner der Glas- und Steinwolleindustrie in den USA: "The asbestos bogeyman is only the beginning of Owens Corning's financial nightmares. Fiberglass ist nothing less than man-made cloned asbestos and that is also a deadly fraud made by the same greed-driven KILLERS that manufactured asbestos. In fact I have no doubt that one day fiberglass insulation will be revealed to be one of the top ten manufacturing BLUNDERS of the past century."

Und Ted Estey, Besitzer und Manager von Polar Insulation in Crestview, Florida sagt: "We are sitting of a powder keg ready to explode."

Estey an anderer Stelle zum Thema KMF-Haftung: "The jury ordered builders of Dina Melamed's homes to pay her $ 55'850 because she suffers permanent, asthma-like breathing problems because she inhaled fiberglass."

Weiter ist zu lesen: "The Branstetter family settled for $ 125'000 in an out-of-court agreement. The jury was going to award them over $ 1'000'000 but the Branstetters couldn't afford to fight any longer. They had to get out of their home. There is nothing worse than finding out that your home ist making you sick. And on top of that, $ 125'000 will never replace their daughter's health!"

Zum enormen von der Glas- und Steinwolleindustrie erzeugten volkswirtschaftlichen Schaden sagt Richard Munson: "Builders are waking up to the fact that fiberglass is a deadly fraud that has cost Americans astronomical sums in wasted energy, financial resources, and human lives."

Eine grosse Hoffnung besteht darin, dass in den USA bald Sammelklagen in Milliardenhöhe gegen die Glas- und Steinwollehersteller eingereicht werden. Vielleicht bewegt sich dann auch endlich etwas in Europa bzw. der Schweiz.

Gefahr bekannt - aber es geschieht nichts!

Bereits im Jahre 1970 stellte Dr. Mearl F. Stanton vom National Cancer Institute fest, "that glass fibers less then 3 micrometers in diameter and greater than 20 micrometers in length are 'potent carcinogens'."

Und was man in Amerika bereits vor Jahren erkannte: "Fiberglass - a material that nature does not make - is now measurabe everywhere in the air. The air in cities, rural areas and remote mountain tops now contains measurable concentrations ob fiberglass."

Die Ärzte für den Umweltschutz warnen seit Jahren von der zunehmenden Feinstaubkonzentration in der Schweiz. Warum zieht man daraus nicht endlich auch praktische Konsequenzen? Warum nicht schon längst ein Verbot für Glas- und Steinwolle?

Naturkost.de schreibt in einer Meldung vom 25.8.1997 mit dem Titel "Gifte in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden": "Die Innenraum-Belastung vieler Schulen und sonstiger öffentlicher Gebäude ist katastrophal hoch. Die Behörden tun so gut wie nichts mehr." Im Beitrag wird von mehreren Krebsfällen sowie einer an MCS (multiple chemical sensivity) erkrankten Lehrerin berichtet, welche das Kasseler Wilhelmsgymnasium verlassen musste. Naturkost.de weiter: "In einer anderen Schule wurden die künstlichen Mineralfasern (Glaswolle mit PCB, Pentachlorphenol- und Lindan-Belastung) mit offenem Zugang zu den Innenräumen bei laufendem Unterricht entfernt. Anschliessend wurden künstliche Mineralfaser-Platten (Steinwolle) wieder eingebaut mit der zusätzlichen Belastung durch neurotoxische Substanzen wie z.B. Alkane." Fazit: Man hat einen Giftstoff einfach durch einen anderen ausgetauscht mit der Folge, dass Kinder weiterhin gesundheitlichen Belastungen mit ungewissem Ausgang ausgesetzt sind und demnächst wieder eine kostspielige Sanierung ansteht. (Auf derart schizophrene Weise wird heute vielerorts die Bauwirtschaft künstlich in Schwung gehalten. Man führt eine Sanierung durch und anschliessend muss die Sanierung saniert werden...)

Naturkost.de schreibt im Beitrag "Warnung vor Mineralfasern in Dämmstoffen" am 25.5.98: "Wärmedämmende Mineralfasern sind gesundheitsschädlich. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Frauhofer-Instituts. - Berlin, 25. Mai. Dämmstoffe zur energiesparenden Isolierung von Häusern sind alles andere als unbedenklich. Dies betrifft vor allem Glas- und Steinwolle, aber auch Schaumstoffe, wie Wissenschaftler des Frauhofer-Institus für Bauphysik feststellten. Ihre Studie entstand im Auftrag des Umweltbundesamts und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Intensiv untersucht wurden Faserstäube, die vor allem bei der Verarbeitung von Mineralfasermatten, -platten oder -formteilen entstehen. Bei bestimmten Fasern wiesen die Forscher krebserregende Eigenschaften nach. Faserstäube künstlicher Mineralfasern werden bereits seit 1980 wegen ihres krebserzeugenden Potentials kritisch betrachtet. (...) Fasern mit hoher Biobeständigkeit verbleiben, einmal eingeatmet, sehr lange in der Lunge und können so Krebs verursachen." (Quelle: Altmut Bruschke-Reimer, Umweltbundesamt, Deutschland)

Trotzdem gehören Glas- und Steinwolle noch immer zu den bevorzugten Isoliermaterialien von Schweizer Zimmerleuten und Dachdeckern. Vermutlich würden besagte Kreise auch noch mit Asbest arbeiten. Aber der wurde ja 1990 verboten.

Die ungeschminkte Wahrheit über KMFs schreibt ein deutscher Ingenieur

Dipl. Ingenieur Bernd Wagner (Adresse: Postfach 800 142, D-45501 Hattingen) zum Thema Glasfasermatten:

Gesundheitliche und wirtschaftliche Nachteile sind vorprogrammiert:

  • Bekannt ist, dass sie Atemwegserkrankungen wie insbesondere chronische Bronchitis erzeugen
  • mit der Folge von Frührente der Erkrankten
  • Formaldehyd (das Bindemittel von Glaswolle) erzeugt: Allergien (einmal AllergikerIn - immer AllergikerIn)
  • Störung des Vegetativen Nervensystems, Störungen des Immunsystems
  • Krebs."

Dies alles seien Einschränkungen in die Persönlichkeit der Betroffenen, die nicht hingenommen werden könnten. Wagner weiter: "Es kann nicht angehen, dass mit unzutreffenden Sicherheitsversprechungen die Gesundheit und Volkswirtschaft so nachhaltig geschädigt werden darf!"

Eine Kernaussage Wagners: "Das Krebsforschungszentrum Heidelberg sagt, dass die erste Stelle der Lungenkrebserkrankungen als Todesursache bald zurückgedrängt sein wird durch Asbest-Krebs. Das befürchte ich ebenso in Folge von Steinwolle, Glasfaser und anderen Mineralfasern."

So werden die "strengen" Vorschriften in der Praxis eingehalten...
Helmut Peters vom Columns-Medienbüro, Deutschland, schreibt: "Dämmstoffe aus Glas- oder Steinwolle sind (...) in den letzten Jahren besonders arg in Bedrängnis gekommen. Bei Glasfasern wurde in Tierversuchen eine krebserregende Wirkung festgestellt."

In seinem aufschlussreichen Artikel schreibt Wagner weiter: "Ich finde es nicht richtig, die Erkrankungen an Krebs durch Asbest zu beschränken auf nachweislich 25 Faser-Jahre Umgang damit. Das hilft hier nur den Politikern, sich frei zu halten von Schuld, da sie ja in ihren Kommunalbetrieben der Wärme- und Energieversorgung die Kollegen nicht geschützt haben gegen diese Gefahr, die seit 1937 öffentlich bekannt war.

Wenn jetzt mindestens 25 Faser-Jahre Arbeit in solchen belasteten Bereichen und die Exposition vom Arbeiter nachträglich zu beweisen sind, wird der Erkrankte jedesmal der Dumme sein. Ihm entgegen stehen die Gewerbeaufsichtsämter und Technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft (BG), die mit Nichtwissen argumentieren. Mit ihnen wehren sich die Verantwortlichen der Betriebe und verneinen möglichen Kontakt mit dem Schadstoff und geben Beweise zu den Schadstoffen nicht heraus. Sie haben ein Interesse, ihr verantwortungsloses Handeln nicht offenzulegen."

Wagner weiter: "Asbest wird jetzt überall herausgerissen. Im Austausch dafür kommen andere Mineralfasern an die gleiche Stelle. Von den Mineralfasern weiss man aber seit mindestens 1972, dass sie u.a. Mesotheliom erzeugen können wie Asbest. Wir haben gesehen, dass die Arbeiter bei den Sanierungsfirmen mit Mundschutz arbeiten, von dem wir aus den DIN-Blättern wissen, dass sie 25% und mehr an ungefilterter Umgebungsluft in die Lungen lassen.

Ich betrachte den ganzen Austausch und Neueinbau solcher Mineralfasern als Arbeitsbeschaffungsmassnahmen bei denen die Arbeiter ihre Gesundheit verlieren und die Industrie sich eine 'goldene Nase' verdient!"

Der deutsche Diplomingenieur zum Thema Formaldehyd in Glaswollematten: "Besonders das Formaldehyd, mit dem die Glasfasern in Matten zusammengeklebt sind, wirkt reizend auf die Atmungsorgane und wirkt allergisierend. (In der Umgebung werden also Allergiker erzeugt.)

Es ist wasserlöslich. Wird also mit der Luftfeuchtigkeit das Formaldehyd gelöst und dampft es anhaftend an den Wassernebeln mit aus, kommt es bei Menschen in der Umgebung womöglich zu Reizungen der Schleimhäute, Atemwege und Atmungsorgane.

Die so entzündeten Zellen sind dann leichter von den Fasern durchdringbar. Das gilt auch für gleichzeitiges Auftreten anderer Reizstoffe in der Umgebungsluft. Ist dann der Klebstoff in der Glasfasermatte nicht mehr wirksam, haben die Glasfasern freien Flug. Die ehemals dichten Fugen sind dann kein Hindernis mehr!"

Bernd Wagner bringt in seinem Beitrag die ganze KMF-Problematik auf den Punkt. In der Schweiz darf dies jedoch niemand erfahren, weil sonst das Bombengeschäft der KMF-Industrie platzen könnte!

Ein Dämmstoff - im Bild Glaswolle am MC - ist nicht schon allein dadurch "umweltfreundlich", weil er der Dämmung dient.
Augenschutz, Mundschutz, Overall, Handschuhe etc. - die vorgeschriebene Arbeitsausrüstung für die Verarbeitung von KMFs - wirken alles andere als vertrauenserweckend.

Als Minimalschutz eine Schutzbrille.

Der Ibächler Zimmermann Felix von Rickenbach weigerte sich, Glaswollematten an einem warmen Sommertag aus einem Estrich zu nehmen, weil das Material auf der Haut stark jucke. Zehntausende von Häusern sind mit diesen juckenden Isolationsmaterialien isoliert! Welche riesigen Mengen an potentiell krebsauslösenden Feinstäuben hier eines Tages bei der Sanierung freigesetzt werden, lässt sich nur erahnen!

Riesige Altlast

Die Altlast, welche die KMF-Industrie in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren untauglichen Produkten erzeugt hat, ist gewaltig. Dass sich diese Problematik auf die Dauer (trotz allen diesbezüglichen Bemühungen) langfristig gar nicht verschweigen lässt, liegt auf der Hand.

Ein besorgter Mieter schreibt am 20.11.00 an "Umwelt und Gesundheit", Deutschland: "Im Dachgiebel über unserer gemieteten Wohnung liegen riesige Mengen Glaswolle unisoliert. Die Glaswolle ist auch in den Kniestockkammern zu finden. Zwischen Giebel und Kniestock gibt es Verbindungen. Aus den Kammern zieht es ins Wohnzimmer und ins Kinderzimmer. Werden wir hier mit Glasfaserstaub gefährdend belastet? Können wir die Kammern überhaupt nutzen? Die Wolle stammt aus den 70er Jahren. Was können wir tun, um eine Kontamination der Raumluft festzustellen?"

Derartige Anfragen werden demnächst auch zu Tausenden in der Schweiz kommen. Was werden dann die zuständigen Behörden sagen? Dass man - wie z.B. beim Asbest und PCP - Jahrzehnte verschlafen hat und die Gewinne der KMF-Industrie Vorrang hatten?

Der Kampf gegen die KMF-Industrie hat begonnen

In den USA haben sich die Opfer der KMF-Industrie zu Selbsthilfe-Organisationen zusammengeschlossen. Mit Vorträgen, Leserbriefen, Interviews im Fernsehen wird auf die Gesundheitsgefährdung durch Glas- und Steinwolle aufmerksam gemacht. Auch in Deutschland ist man diesbezüglich aktiv. So existiert dort die Interessengemeinschaft der Mineralfasergeschädigten Deutschland, c/o Susanne Falkenhain, Sonnenbergweg 7, D-69493 Hirschberg-Leutershausen. In der Schweiz informiert die Mythen-Post über die KMF-Problematik.

An der Tagesordnung: Konsumententäuschende Aussagen von konventionellen Baumateriallieferanten

Global News schreibt in der Ausgabe 4/99: "Üblicherweise werden zum Dämmen meist bedenkliche Materialien verwendet - Chemieprodukte wie Mineralwolle oder Styroporplatten, die äusserst energieintensiv hergestellt werden. Hinzu kommen noch gesundheitliche Minuspunkte. Während Mineral- oder Glaswolle die Bronchien und Lungen enorm belastet, gibt Styropor während der gesamten Lebensdauer schädliche Dämpfe ab. Bei der Verbrennung entstehen hochgiftige Gase."

Als ich im Jahre 1998 Recherchen betr. KMFs anstellte, sagte mir der Filialleiter einer Baumaterialfirma in Brunnen: "Wir verkaufen drei Isolationsmaterialien: Glas- und Steinwolle sowie Styropor." (Jedes dieser drei Materialien mit spezieller Problematik, siehe oben!) Von Zellulose, Holzfaserdämmplatten etc. schien man dort noch nie etwas gehört zu haben. Verhältnisse wie im ehemaligen Ostblock!

Ein VERBOT solcher Produkte bringt mehr als billige Alibi-Warnhinweise auf der Verpackung! Anmerkung: Aus juristischen Gründen müssen die Firmen-Signete abgedeckt sein.
"Wenn heute die KMF-Hersteller kommen und heucheln, sie hätten ihre Produkte angeblich 'verbessert', dann antworte ich darauf: 'Und was ist mit den tausenden von Tonnen alten KMFs mit krebsauslösenden Eigenschaften, die in zehntausenden von Schweizer Estrichen liegen und die von Euren Fabriken stammen? Wer kommt für diesen ungeheuren volkwirtschaftlichen Schaden auf? Wer bezahlt die Sanierung KMF-belasteter Häuser?'" (Zitat von Urs Beeler, Schwyz)

Ein Arbeiter dieser Firma gestand mir, dass er immer stark juckende Bläschen an den Händen bekomme, wenn er mit Glaswolle zu tun habe. Anders sein Chef: Glas- und Steinwolle würden über "sehr gute Wärmedämmeigenschaften verfügen". Ausserdem seien sie "umweltfreundlich". Nachforschungen (auf sie komme ich später zu sprechen) ergaben genau das Gegenteil!!!

Die angebliche "Umweltfreundlichkeit" und "Unbedenklichkeit" von KMFs - pure Heuchelei!

Bei Glaswolle und Steinwolle wird eine "gute Durchlüftung (Fenster und Türen)" empfohlen. Das heisst konkret: Die problematischen Partikel werden dann einfach an die Umgebungsluft abgegeben!

Der Arbeitsschutz umfasst: Handschuhe, geschlossene Arbeitskleidung, Staubmaske P1 oder P2, Schutzbrille. Wie kann ein Produkt angeblich "umweltfreundlich" sein, wenn ein derartiger Schutzaufwand vorgeschrieben ist? Ist das verwendete Bindemittel - allergieauslösendes Phenol-Formaldehydharz - umweltfreundlich oder gar besonders hautfreundlich? Wie lange geht es noch, bis der Staat endlich gegen diese skrupellosen Konsumententäuschungen vorgeht? Sollen gutgläubige Bauherren und Eigenheimbesitzer weiter angelogen und an der Nase herumgeführt werden können?

Nicht einmal die Behauptung der "sehr guten Wärmedämmeigenschaften" des zitierten Filialleiters stimmt. Die Entfeuchtungsfähigkeit ist schlecht (nicht kapillarfähig) und der sommerliche Wärmeschutz wird von Fachleuten als "ungünstig" bezeichnet. Sagen wir doch, wie es ist: Die Propagierung von Glas- und Steinwolle als "umweltfreundliches, gutes Isolationsprodukt" ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein gigantischer Betrug am Bauherrn!

Die Praxis

Dass derart untaugliche Produkte wie Glas- und Steinwolle z.B. im Kanton Schwyz noch immer die "Marktführerschaft" besitzen, heisst nichts anderes, als dass beim verantwortlichen Gewerbe (Zimmerleute, Dachdecker etc.) offenbar überhaupt nichts studiert wird und der Begriff Verantwortung ein Fremdwort ist. Dabei gäbe es ja genügend Alternativen, so z.B. Holzfaserdämmplatten (nachwachsender Rohstoff, kompostierbar, wiederverwertbar, guter Schallschutz) mit sehr guter Entfeuchtungsfähigkeit und sehr gutem sommerlichen Wärmeschutz. Oder Zellulosedämmstoff-Platten (Recyclingprodukt, wiederverwertbar, deponiefähig) mit guter Entfeuchtungsfähigkeit und sehr gutem sommerlichen Wärmeschutz. (Quellnachweis: AgV: Wärmedämmung vom Keller bis zum Dach, Schulungsunterlage zum Energieberater des LIV + ZDS Niedersachsen)

Glas- und Steinwolle im direkten Vergleich mit anderen Isolationsprodukten

Zellulose z.B. ist 38% effizienter als Glaswolle, dämpft den Schall besser und ist nicht giftig.

Zum Thema Zellulose schreibt Global 2000, Österreich: "Ausgangsmaterial ist sortiertes Altpapier, das zu Fasern zerrissen und zermahlen wird. Die Umweltbelastung bei der Herstellung ist äusserst gering. Zellulosedämmstoff eignet sich besonders zur Dämmung von Hohlräumen zwischen Sparren im Dachbereich, Balkendecken und Holzständerwänden. Die Dämmeigenschaften sind hervorragend."

Von "www.surfmed.at" in Österreich wurden alle Dämmstoffe einem Vergleich unterzogen. Punkto Umweltbelastung sieht das Ergebnis dort so aus: Glas- und Steinwolle schneiden schlechter ab als: Blähperlit, Blähglimmer, Hüttenleichtsplitt (-bims), Zellulose, Kork, Holzwolle, Kokosfaser, Stroh, Schilf, Schafwolle und Flachs. Punkto Gesundheitsbelastung sieht das Ergebnis noch ausgeprägter aus, hier sind Glas- und Steinwolle nämlich deutlich schlechter als Blähperlit, Blähglimmer, Hüttenleichtsplitt (-bims), Zellulose, Kork, Holzwolle, Kokosfaser, Stroh, Schilf, Schafwolle und Flachs. Mit dem schlechtestmöglichen Wert schneiden Glas- und Steinwolle im Bereich Anwendung ab!

Der österreichischen Quelle ist zu entnehmen: "Zur Stabilisierung werden die Fasern mit dem Bindemittel Phenolformadehydharz versetzt, was die typische Gelbfärbung verursacht. Phenole und Formaldehyd können bei ungenügender Abgasreinigung entweichen. (...) Bei Glaswolle beträgt der Gehalt an gesundheitsgefährdendem Formaldehyd drei bis zehn Prozent, bei Steinwolle ein bis drei Prozent. (...) Das grösste Gesundheitsrisiko sind feine Fasern, die bei der Verarbeitung, aber auch danach über die Atemwege in die Lunge gelangen können. Ein Teil dieser Mineralfasern mit bestimmten Abmessungen kann das Lungengewebe durchstossen und wirkt so krebserregend. (...) Derzeit ist Mineralwolle als krebsverdächtig eingestuft."

Eine typische isolationstechnische Katastrophe: Glaswolle-Isolation beim Felchlin-Fabrikationsgebäude an der Gotthardstrasse in Ibach/Schwyz. Tausende von Fabrikationsgebäuden sind heutzutage mit diesen unsinnigen Isolationsprodukten versehen. Eine gigantische Altlast!

Praktisch ebenso unklug: Steinwolle-Isolation an zwei neuen Gebäuden der Celfa an der Bahnhofstrasse in Seewen/Schwyz.

Der Plastiksackeffekt von Glaswolle

Ein weiterer interessanter Aspekt wird von www.jugendumwelt.de angesprochen. Die Autoren schreiben: "In den meisten Räumen im Wohn- und Arbeitsbereich ist die Luft innen schlechter als die Aussenluft. (...) Die Atmung der Wände wird insbesondere durch die Dämmung mit Kunststoffschaum oder durch Glaswolle mit Alufolie eingeschränkt." (sog. Plastiksackeffekt)

Wie konnte das KMF-Debakel überhaupt entstehen?

Wie sagt doch der bekannte Schweizer Autor Hans A. Pestalozzi: "Die Wirtschaft hat sich in der Praxis immer als stärker erwiesen als die Politik."

Die riesige europäische KMF-Industrie hat sich europaweit unter der Bezeichnung EURIMA (European Insulation Manufacturers Association) zusammengeschlossen, verfügt heute über Ableger in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Holland, Norwegen, Spanien, Schweden, Türkei, Grossbritannien und natürlich der Schweiz. Der Hauptsitz der EURIMA befindet sich - wie könnte es auch anders sein - in Brüssel. Was hier europaweit dahintersteckt, würde Alt-Nationalrat Jean Ziegler wohl treffend als "international tätige Isolationsma..." bezeichnen. Tatsächlich zieht sich das Vertriebsnetz der KMF-Industrie wie ein riesiger unheimlicher Krebs über Europa.

Katastrophale Informationspolitik: Schweizer Bauherren werden über die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle in der Regel gar nicht informiert!

Bauherren und Hausbesitzer werden heutzutage in der Schweiz nur ungenügend oder gar nicht über die gravierenden Nachteile von KMFs informiert. Dies ist ein Skandal, denn

"Fiberglass insulation products on the market today are:

  • Synthetic mineral fibers with some percentage of fiber diameters less than 3.5 microns, and some percentage of fiber diameters less than 1 micron. The latter are asbestos-sized fibers.
  • Routinely coated with carcinogens like resins of phenol and formaldehyde.
  • When ingested an inhaled over a period of years in an occupational environment, able to produce debilitating, permanent lung disease including cancer.
  • When ingested and inhaled in an overdose situation over a short period of time, able to induce severe, chronic respiratory infections and allergy-like symptoms, headaches, nausea, dizziness, insomnia, bloody noses, sore throat, laryngitis, rhinitis, bronchitis, lack of energy, depression and extreme chemical sensivity. These symptoms may be due to resinous coatings.
  • Capable of damaging cellular DNA in all types of tissue with which it contacts, a probable first step toward cancer." (Quelle: The Fiberglass Roots of Cancer, August 1997, issue: VOF's position on fiberglass)

Was soll der Bundesrat tun?

Die ganze KMF-Problematik lässt sich lösen, indem man die Herstellung, den Vertrieb und die Anwendung dieser untauglichen und gesundheitsgefährdenden Produkte in der Schweiz verbietet und mit der Altlastsanierung beginnt. Die Behebung des Schadens, den die KMF-Industrie mit ihren Produkten in den vergangenen Jahrzehnten verursacht hat, wird Unsummen verschlingen, d.h. Gesamtkosten in Milliardenhöhe (!) verursachen. Hierbei ist es erforderlich, dass die Kosten auf die Verursacher (Glas- und Steinwolleindustrie und ausführende Betriebe inkl. Architekten!) abgewälzt werden können. Mit dem Schonen von skrupellosen Produzenten und ihren Handlangern muss ein- für allemal Schluss sein! Ebenso mit Kniefällen der Justiz vor der mächtigen Industrie! (wie z.B. damals im Fall Contergan in Deutschland, wo nicht einmal ein Schuldspruch erfolgte!)

Die Schweiz muss hier mutig den positiven Alleingang gehen!

Batterie-Haltung von Hühnern ist heute in der Schweiz verboten. Das war nicht immer so. Vorbildlich hat hier unser Land einen Alleingang umgesetzt. Ein solcher positiver Alleingang ist im Interesse der Öffentlichkeit und muss zum Schutz von Bauherren, Hauseigentümern und Mietern jetzt auch in Bezug auf KMF's realisiert werden.

Aus all den dargelegten Gründen ersuche ich den Bundesrat, dringend ein Verbot für die Produktion, den Import, Verkauf, Handel und die Anwendung von KMFs in der Schweiz zu erlassen. Die Altlast, die heute in zehntausenden von Estrichen, Kellern und Fassaden von Schweizer Gebäuden (Ein- und Mehrfamilienhäuser, Schulen, Einkaufszentren etc.) hängt, genügt. Jeder Tag, an dem mit Glas- und Steinwolle weiter isoliert wird, ist ein Tag zuviel!

Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler, Mythen-Post

Verbot für KMFs gefordert! - Offener Brief an den Bundesrat

Glas- und Steinwolle
Isolationsmaterial mit Nebenwirkungen

(rz) Gedankenlos werden seit Jahren Glas- und Steinwolle zur Wärmedämmung eingesetzt. Zwar ist kaum jemand, der diese Matten montieren muss, begeistert. Baumateriallieferant-Mitarbeiter Hauser (Name von der Redaktion geändert): "Wenn man das Material verschneidet, bekommt man nachher immer Bläschen und rote Flecken an den Händen."

Beim Filialleiter der Firma (welche namentlich nicht genannt werden möchte) nachgefragt: "Wir verkaufen seit Jahren dieses Material. Es juckt zwar bei der Montage, verfügt aber über gute Wärmedämmeigenschaften. Ausserdem ist es umweltfreundlich."

Auf der Verpackung steht tatsächlich "umweltfreundlich". Ist es aber nicht schlicht gelogen, von einem umweltfreundlichen Wärmedämm-Material zu sprechen, wenn dieser Werkstoff Hautausschläge und Asthma auslösen kann?

Die Mythen-Post frägt nach Alternativen. Die Antwort des Filialleiters: "Wir verkaufen nur F. oder I." Und auf die Frage, dass es doch sicher noch andere Isolationsmaterialien geben müsse: "Styropor, aber der eignet sich nur für Flächen, bei Balken und Sparren lassen sich diese Platten schlecht anpassen."

Ganze drei Isolationsmaterialien in der Schweiz zur Auswahl? Die Mythen-Post forscht nach und findet eine Firma, die sich auf Baubiologie spezialisiert hat. Der befragte Fachmann meint: "Wir kennen die Probleme mit Glas- und Steinwolle. Natürlich gibt es zu diesen Isolationsmatten Alternativen."

Auf die Frage, wieso denn heute immer noch Mineralwolle-Matten zur Isolation eingesetzt würden, antwortet der Baubiologe: "Das hat mit Filz zu tun..."

Der WWF-Trick

(rz) Man muss sich fragen, wie jahrelang Wärmedämm-Material verkauft werden kann, das über bedenkliche Eigenschaften verfügt - und Umweltschutzorganisationen etc. dazu schweigen. Ein Grund haben wir gefunden: Die Firma F. (darf namentlich nicht genannt werden, ansonsten Busse oder gar Haft droht) ist Sponsor des WWF!

Eine ähnliche Geschichte kennen wir aus der Region. Der WWF schwieg seinerzeit wohlwollend zum Thema Fallenbach-Kaverne, Brunnen. Nachträglich stellte sich heraus, dass die Firma Käppeli Sponsor des WWF ist (der "Bote" berichtete darüber).

Leider ist es heute nicht selten so, dass zur Beruhigung der Konsumenten Produkte als "umweltfreundlich" verkauft werden, die es gar nicht sind.

Nachprüfungen ergaben: Hohe Staubpartikel-Belastung in Dachstühlen

(nc) Glas- und Steinwolle müssten abgedeckt werden und man setze diese Materialien ja nicht im Wohnbereich ein, ist immer wieder zu hören. Tatsache ist: in den vergangenen Jahren wurde viele Dachstühle offen mit diesen Wärmedämm-Materialien isoliert. Folge: Durch die Luftzirkulation entstand/entsteht eine permanent hohe Staubpartikel-Belastung. Entweichen diese Partikel aus dem Dachstuhl in benachbarte Räume, entsteht dort eine staubige, unangenehme Raumatmosphäre. (KMF-Partikelbelastung führt zu lästigem Juckreiz und Allergien!)

Fachberater H.R. Kaiser vom Schweizerischen Zentrum für Baubiologie HAGA, Rupperswil: "Untersuchungen in Amerika ergaben, dass diese gelben Matten lungengängige Partikel ähnlich wie Asbest aufweisen. Man vermutet sogar, dass die Matten Krebs auslösen können. Das verwendete Bindemittel jedenfalls gilt als hochgiftig. Dass die winzig kleinen Glaspartikel dieser gelben Matten auch nicht gut für die Augen sind, liegt auf der Hand."

Riesiger Sanierungsbedarf
Tausende von Häusern in der Schweiz wurden in den vergangenen Jahren gedankenlos mit Glas- und Steinwolle ausgestattet. Irgendwann müssen diese Häuser saniert und die Materialien entsorgt werden. Eine mühsame und gesundheitlich problematische Arbeit!

Baubiologie-Fachberater Kaiser: "Kleinste Partikel dieser Matten haben sich über die Jahre im Innern des Estrichs abgelagert. Eine hundertprozentig sauberes Absaugen ist schier unmöglich. Ein Rest wird immer übrig bleiben. Das ist aber jedenfalls besser, als 'nichts tun'."

Glas- und Steinwolle: Isolationsmaterial mit Nebenwirkungen

Was Sie selber feststellen können
Verstärkte KMF-Partikelbelastung bei Föhnstürmen

(ja) Tausende von Estrichen und Dächern sind in der Schweiz mit problematischer Glas- und Steinwolle isoliert. Häufig sind die KMF-Matten schlampig oder gar nicht abgedeckt. Heimtückischer KMF-Staub befindet sich nach der Verarbeitung/Montage fein verteilt auf dem Estrichboden.

Ein hundertprozentiges Entfernen bzw. Absaugen der lungengängigen Partikel ist in der Praxis äusserst schwierig. Ausserdem bröckelt das Material über die Jahre immer wieder ab und die Partikelbelastung bleibt so als Dauerproblem bestehen.

Bei Föhnstürmen, wie man es z.B. am 8.2.01 in der Zentralschweiz erlebt hat, ziehen starke Winde durch die Dächer. Folge: der problematische KMF-Staub wird aufgewirbelt und kann durch Spalten, Ritzen etc. in benachbarte Wohnräume gelangen, wo die Nutzer/Bewohner dann unter lästigem Juckreiz zu leiden haben.

Wie heimtückisch Glaswolle-Partikel sind, zeigt die Tatsache, dass empfindliche Menschen noch auf die Stäube in einem Raum reagieren können, wenn die Matten selbst schon seit Monaten entfernt wurden.

Frau Sonja S. aus Ibach erzählt gegenüber der Mythen-Post von einem Fall, wo ein Pferd aufgrund der KMF-Partikelbelastung in einem Stall starb; der betr. Stall sei zuvor offen mit Glaswolle isoliert worden.

Frau Denise Z. berichtet von einem Wohnhaus, dessen KMF-Problematik dermassen gravierend gewesen sei, dass die betr. Familie unter starken gesundheitlichen Auswirkungen (Hauterkrankung) zu leiden begann, bis sie schliesslich auszog. Danach verbesserte sich der Gesundheitszustand der Mitglieder schlagartig.

In der Schweiz wird die KMF-Problematik noch grösstenteils totgeschwiegen. Die Glas- und Steinwollemafia hat hier ihr Millionengeschäft (noch) fest im Griff.

Eigentlich unglaublich: denn die negativen Eigenschaften (Juckreiz, Allergien, Asthma, Krebsrisiko etc.) dieser Produkte sind geradezu niederschmetternd.

Was können Sie als verantwortungsbewusster Konsument dagegen tun? Klären Sie Freunde/Bekannte über die negativen Eigenschaften von Glas- und Steinwolle auf. Information ist die wichtigste Waffe im Kampf gegen die skrupellose KMF-Lobby!

Warnung: Verstärkte KMF-Partikelbelastung bei Föhnstürmen!

Was manche ahnten - jetzt ist es bewiesen
Isolation: Das Mythen-Center ist nicht ganz dicht!

In Deutschland wurde das Hattinger Finanzamt wie im Bild das Mythen-Center mit berüchtigter Glaswolle isoliert. Was für Auswirkungen das hat, wird im Artikel von Dipl.-Ingenieur Bernd Wagner beschrieben. Zitat: "Wie Sie schon lesen konnten, wird sich das Formaldehyd durch die nasse Aussenluft zersetzen und die nur hinter Steinplatten [beim MC Metallfassade] mit offenen Zwischenabständen befindlichen Fasern werden in die Lebensumgebung der Stadt ausfliegen."
Analog funktioniert es beim Mythen-Center und anderen mit Glaswolle isolierten Gebäuden.

Auf dem Bild zu erkennen: Der lange Spalt an einer MC-Aussenfassade. Darunter befindet sich die berüchtigte Glaswolle-Isolation (Hersteller darf namentlich nicht genannt werden, ansonsten Busse oder Gefängnis droht). Der deutlich sichtbare Spalt belegt: das Mythen-Center ist nicht ganz dicht.

(sc) All diejenigen, die ob diesem Titel eine "Ehrverletzungsklage" erhoffen, müssen enttäuscht werden. Denn das Mythen-Center ist tatsächlich nicht ganz dicht. Es verfügt über eine sogenannte hinterlüftete Fassade, einem langen Spalt unten an der Metallfassade, wo berüchtigte KMF-Partikel an die Umgebung freigesetzt werden bzw. wie in Heft 5/01 beschrieben, giftiges Formaldehyd ausgast.

Problematik bis heute totgeschwiegen - zum Schutz der KMF-Produzenten

In der Schweiz wird diese Problematik totgeschwiegen, weil sonst das Millionengeschäft der einheimischen KMF-Industrie gefährdet wäre.

Zeitschriften wie der "K-Tipp", "Facts" und der "Beobachter" verschweigen die gravierenden Nachteile von KMFs und der Bundesrat erlässt grosszügige Vorschriften, die von der Glas- und Steinwolleindustrie problemlos eingehalten werden können.

Schauen wir doch einmal, was der unabhängige Fachmann sagt.

Der deutsche Diplomingenieur Bernd Wagner schreibt:

Hallo, Herr Beeler!

Ich finde es gut, dass Sie die Forderung zum Verbot von künstlichen Mineralfasern an die Regierung richten. (siehe Heft 5/01)

Ich glaube aber, dass das nur ein Anfang sein kann. Sie beziehen sich dabei auf Glaswolle. Wir haben 1992 hier in Deutschland das Verbot von Asbest gefordert. Wir haben dazu alle Bundesländer in der BRD angeschrieben und deren Arbeitskreise Umweltschutz und Arbeitsschutz. Ausserdem haben wir die mitwirkenden Sachverständigengremien des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) dazu angeschrieben. Alle bekamen eine umfangreiche Dokumentation dazu, wie sie im Brief der Selbsthilfegruppe benannt sind.

Im Jahr darauf wurde anlässlich einer Tagung der Umweltminister und Fachgremien das Asbest verboten. Wir hatten auch ein Verbot für Glasfasern und Steinwolle gefordert. Soweit sind sie aber nicht gegangen. Sie haben die Steinwolle und Glaswolle in die TRK- Bereiche (Technische Regeln krebserregender Stoffe) eingestuft mit neuen Grenzwerten. Gleichzeitig kamen Gutachter darauf, dass Glasfaser mit einer bestimmten Zusammensetzung kein Mesotheliom verursacht und es wurden die Kategorien KI > oder < 40 neu geschaffen.

Behörden-Ignoranz wie in der Schweiz

Dass Mineralstaub, wie auch Glasfaserstaub Silikose herbeiführen kann und in gleich grausamer Art zum Tode führt, liessen die RegierungsvertreterInnen ausser Betracht.

KMFs sind krebserregend!

Nun habe ich in "Rachels WEEKLY" Aufsätze gefunden, die beweisen, dass auch Glasfasern krebserregend sind.

So wie die Arbeiter in den Fabriken zur Herstellung von Glasfasermatten dem Staub aus der Produktion ausgesetzt sind, wird sich m.M. an der Erkrankungssituation nichts ändern!

Nachdem ich hier das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt auf die Tatsache aufmerksam machte, dass das Hattinger Finanzamt mit normalen Glasfasermatten wärmegedämmt wurde und die Arbeiter dort ohne Atemschutz arbeiteten, wurde auf die neue KMF-Art KI < 40 umgestiegen und weiter ohne Atemschutz gearbeitet. Nach kurzer Zeit hatte die Firma dort die Arbeit abgebrochen und eine neue Firma für die Aussenisolierung kam und vollendete die Arbeit - mit den krebsgefährlichen Glasfasern.

Wirkungsweise

Wie Sie schon lesen konnten, wird sich das Formaldehyd durch die nasse Aussenluft zersetzen und die nur

hinter Steinplatten mit offenen Zwischenabständen befindlichen Fasern werden in die Lebensumgebung der Stadt ausfliegen.

Es ist ein Umdenken in der Wärmeisolationstechnik notwendig, um solche Freisetzung von Mineralfasern unmöglich zu machen. Dazu habe ich mir als Ingenieur etwas zur AGENDA-Euphorie ausgedacht: die Wärmedämmung soll durch belüftbare Zwischenräume hergestellt werden.

Isolations-Alternative

Schallschutz kann mittels kartonbeschichteter Gipsplatten mit besonders ausgebildeter Oberfläche verwirklicht werden. Ich denke dabei an eine Oberfläche der Art von Eierkartons. So haben die Fachleute den Schall diffus gemacht und z.B. Sendestudios im Rundfunk oder Bürgerfunk ausgestattet.

Eine Isolation muss durchdacht sein!

Es sollen nicht Materialien verwendet werden, die zusätzlich noch gesundheitsschädliche Flammschutzhemmer aus Chemie-Schadstoffen benötigen. Das wäre der Fall bei Kokosmatten, Papierschnipseln, Stofffetzen oder anderen brennbaren Materialien.

Der Trick mit den "neuen Vorschriften"

Ich glaube aber, dass die Einstufung des KMF KI < 40 ein Politikum ist und durch die Lobby der KMF-Hersteller vorbereitet wurde, um weiter so etwas herstellen zu können.

Die Entscheidung fand dann bestimmt als "Mehrheitsbeschluss" ohne genügende Würdigung von Nachprüfungen und Einwendungen kritischer Wissenschaftler statt.

Gutachter vorgeschlagen

Als einen in der Sache sehr wahrhaften Wissenschaftler halte ich Dr. Pott von der Universität Düsseldorf.

Er hat schon früh kritische Aufsätze zu KMF geschrieben.

Dies wäre ein Gutachter, dem die Regierung folgen sollte. Vielleicht schlagen Sie ihn ja als Gutachter für die Schweiz vor.

Mit freundlichen Grüssen
Bernd Wagner

Kontaktadresse:
Dipl.-Ing. Bernd Wagner, Postfach 800 142, D-45501 Hattingen
e-mail: bwagnerhattingen@yahoo.com
Kopie dieses Briefes an: BBU Bonn, BBU-BONN@t-online.de

Wann lernt das Schwyzer Baugewerbe? Statt endlich aus begangenen Fehlern zu lernen und weiteren volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden, arbeitet das Schwyzer Bau- und Isolationsgewerbe gegenwärtig immer noch mit der Glas- und Steinwollemafia zusammen. Wie lange noch?

Isolation: Das Mythen-Center ist nicht ganz dicht!

Vorsicht vor "Minergie"
Warnung an alle Bauherren

(bk) Die Öko-Heuchler sind wieder unterwegs! Mit Zauberworten wie "Minergie" suchen sie ahnungslose Hauseigentümer und Bauherren über den Tisch zu ziehen. Sie treten an Eigenheimseminaren (organisiert z.B. von einer Kantonalbank) auf, geben vor, "neutral" zu informieren. Die professionelle Inszenierung dient lediglich dem Ziel, Gutgläubigen ihren Isolationsmist (juckende, potentiell allergie- und krebsauslösende Glas- und Steinwolle) anzudrehen, mit dem Argument, damit Energie sparen zu können.

Gravierende Nachteile

Die Zeche können Sie später als Hauseigentümer berappen. KMFs bewirken nicht nur gesundheitliche Nebenwirkungen - wenn Sie dieses problematische Material später fachmännisch entsorgen lassen (müssen), kostet Sie das nochmals einige tausend Franken!

Unser Tip: Lassen Sie sich vom Modewort "Minergie" nicht täuschen. Hände weg von Glas- und Steinwolle! Sie sind ohne Juck-Isolation besser bedient!

Vorsicht vor "Minergie"!
Da greift man sich an den Kopf
Werbung für Juck-Isolation!

Der ganz normale Wahnsinn: Werbung für Juck-Isolation anlässlich einer Gewerbe-Ausstellung im Talkessel Schwyz. Offenbar gibt es noch immer Zimmerleute, die es nicht juckt, ein problematisches Produkt anzudrehen, solange dafür Geld in die eigene Kasse fliesst. (Firmensignet wurde im Bild wegretouchiert)

(ks) Weil Hausbesitzer in der Regel über die Nachteile von Glas- und Steinwolle nicht informiert werden, sind sie letztlich die Geprellten. Selbst intelligente Leute können so zu Opfern werden.

Ein konkreter Fall: Dr. Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken, wollte seinen Estrich isolieren. Er kaufte dazu gutgläubig Steinwolle-Matten (das Produkt darf namentlich nicht genannt werden, ansonsten Busse oder gar Haft droht) in einem Baumarkt. Während der Isolationsarbeit traten anschliessend die typischen Symptome auf. Kessler erzählt, dass es ihn nach der Arbeit mit Steinwolle "noch 1 Woche lang gejuckt" habe.

Tipp für den Bauherren

Machen Sie den Handwerker-Schnelltest: Lassen Sie sich eine Offerte für eine Isolation machen. Wird Glas- oder Steinwolle offeriert, wissen Sie zum vornherein, dass der betreffende Architekt, Bauleiter, Zimmermann, Schreiner etc. nichts taugt.

Werbung für Juck-Isolation!
Prospekt "Energiesparend bauen und sanieren"
Umweltbehördliche Irreführung

Die Mythen-Post hat den Prospekt der Schwyzer Umweltkommission genau unter die Lupe genommen.

(vo) Vor einigen Wochen erhielten alle Schwyzer Haushaltungen einen Farb-Prospekt, in dem für energiesparendes Bauen und Sanieren Werbung gemacht wird. Baubiologischen Aspekten wurde dabei nicht Rechnung getragen. "Wir wollten nicht zu weit gehen", so die Aussage eines Sprechers der Schwyzer Umweltkommission.

Wohin es führt, wenn eine Umweltkommission nicht weit denkt, illustriert ihre Werbung für gesundheitsgefährdende und umweltschädigende Isolationsmaterialien. - Die Mythen-Post fordert echte Verantwortung statt billige Pseudo-Oeko-Sprüche.

(vo) Einleitung: Im vergangenen Januar lässt die Umweltkommission der Gemeinde Schwyz Informationsmaterial in sämtliche Haushaltungen von Schwyz, Seewen, Ibach und Rickenbach streuen. Neben dem gewohnten sinnvollen Merkblatt betr. Entsorgung gab's im unadressiert zugestellten Couvert auch einen Farbprospekt zum Thema "Energiesparend bauen und sanieren".

Warnung an alle Hauseigentümer und Bauherren!
Vom Einsatz von Glas- und Steinwolle (Nachfolgeprodukte von Asbest!) zu Isolationszwecken muss aus folgenden Gründen dringend abgeraten werden: Lungengängigkeit der Partikel; krebsförderndes Potential (die Diskussion ist hier noch längst nicht abgeschlossen!); Reizungen der Haut, der Bindehaut des Auges und des oberen Atemtraktes; Phenolformaldehydharz als Bindemittel kann Hautallergien und Asthma auslösen; lästige, juckende Irritationen der Haut (sog. Glasfaserdermatitis) in mit KMFs isolierten Räumen.
Der sogenannte Plastiksackeffekt von KMF-isolierten Gebäuden fördert ein schlechtes Raumklima (Sick-Building-Syndrom).

Beim ersten Bild auf Seite 2 dieses Prospekts sieht man ein Werbebild für eine Glaswolle-Isolation. Und auf Seite 3 liest man die Empfehlung, möglichst dick zu isolieren. - Aus welcher Küche stammen wohl diese Falsch-Empfehlungen?

Zum Thema Glaswolle sagt die bekannte deutsche Zeitschrift Oeko-Test:

"Die TRGS 905 schreibt zur Vermeidung eines Krebsverdachts entweder eine bestimmte stoffliche Zusammensetzung der Mineralfasern vor, den sogenannten KI mindestens 40, oder eine experimentell nachgewiesene hohe Bio-Löslichkeit der Fasern. Die Fasern sollen sich in der Lunge so schnell auflösen, dass sie keinen Schaden anrichten. Nachweise dafür konnten die betroffenen Firmen nicht erbringen.

Rockwool, der nach eigenen Angaben weltweit grösste Hersteller von Steinwolle-Dämmstoffen, sieht das anders. So behauptete die Deutsche Rockwool wie auch die Deutsche Heraklith in ihrem Sicherheitsdatenblatt, 'die Faserstäube sind aufgrund ihrer hohen Bio-Löslichkeit weder als krebserzeugend noch als krebsverdächtig eingestuft.' Diese Auffassung wird aber von den deutschen Behörden nicht geteilt. Nur wenn eine Fasersorte in einem sogenannten Intratracheal-Test, bei dem die Fasern in die Lunge gespritzt werden, eine Halbwertszeit von weniger als 40 Tagen erreicht, gilt sie nach Ansicht des Ausschusses für Gefahrstoffe als unverdächtig. Dieser Ausschuss berät das Bundesarbeitsministerium. Die Firma Rockwoll legte aber OekoHaus selbst Zahlen aus einem Intratracheal-Test vor, wonach auch ihre neuen, verbesserten Fasern eine Halbwertszeit von 65 Tagen erreichen."

Unglaublich, aber wahr: Auf Seite 2 des Prospekts der Umweltkommission der Gemeinde Schwyz ein Werbe-Bild für Glaswolle!
Es wird suggeriert, die abgebildete Wärmedämmung sei optimal - und dass mit Glaswolle ein "gutes Raumklima" geschaffen werde. Genau das Gegenteil ist wahr!
Fazit: Die Umweltkommission der Gemeinde Schwyz empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern potentiell gesundheitsschädliche Isolationsmaterialien! Der Bauherr zahlt dreifach: Erstens für den Einbau dieser unbrauchbaren Isolation, zweitens für die Entsorgung und drittens mit seiner Gesundheit.
Für derartige Irreführung wird extra noch ein teurer Farb-Prospekt gedruckt, den Sie als SteuerzahlerIn finanzieren!

Besser keine Information als eine falsche!

Am 9.1.02 wurde der Energieberater des Kt. Schwyz, Beat Voser, gefragt, ob er wisse, um welches Material es sich beim ersten Bild oben auf S. 2 des Prospekts der Umweltkommission handle. "Mineralwolle", war die Antwort. "Und wissen Sie etwas über die Nachteile dieser Materialien?" wurde Voser gefragt. Langes Schweigen. "Können Sie zumindest etwas über die angeblichen Vorteile dieser Materialien sagen?" Wieder langes Schweigen.

Glas- und Steinwolle sind die Nachfolgeprodukte von Asbest!
Prof. Dr. Jan Olaf Gebbers: "Asbest herauszureissen und anschliessend mit Mineralwolle zu isolieren, bedeutet, den Teufel mit dem Belzebub auszutauschen." (Zitat vom 8.1.02 anlässlich eines Gesprächs mit Urs Beeler)

Fünf typische Nebenwirkungen der Mineralwolle:

  • potentieller Krebsauslöser
  • allergieauslösendes Phenolformaldehyd, das ausgast
  • Asthmaauslöser (durch den feinen Staub)
  • Juckreiz (sogenannte Glas- faserdermatitis)
  • "Plastiksackeffekt"

Was braucht es eigentlich noch? Müsste das Material auch noch radioaktiv verstrahlt sein, damit es von den Schwyzer Umweltbehörden nicht empfohlen wird?

Zuerst sagte Voser noch, Bild 1 sei "ein Fehler", es müsste dort ein anderes Foto sein. Offenbar habe der Graphiker etwas falsch gemacht. "Was für ein Bild sollte dann dort sein?" wurde der Energieberater gefragt. Hierauf kam die (unsichere) Antwort, dass das Foto doch stimmen müsse. So, so... Werbung für gesundheitsgefährdende Glaswolle in einem Prospekt der Schwyzer Umweltkommission!

Besser als die telefonische Auskunft funktionierte die Beantwortung via E-Mail."Es dient den Hauseigentümern und Bauherren nicht, wenn die Schwyzer Umweltbehörden Werbung für gesundheits- und umweltbelastende Isolationsprodukte machen."
Urs Beeler

Energieberater nimmt Stellung

Die von der Mythen-Post am 10.1.02 gestellten Fragen wurden vom Energieberater wie folgt beantwortet: "Gemäss den eco-devis Unterlagen sind Wärmedämmungen mit Glaswolle geringer Dichte als 'ökologisch interessant' einzustufen. [Anmerkung: Allergieauslösende Isolationsmaterialien seien 'ökologisch interessant'. Was soll man hier noch sagen?!] Der Trägerverband eco-devis ist eine von öffentlichen und privaten Institutionen getragene unabhängige Vereinigung zur Unterstützung des ökologischen Bauens im Sinne der Nachhaltigkeit." - Glaswolle als "ökologisch interessante Produkte" andrehen zu wollen, ist nicht nur fachlich falsch, sondern schlichtweg verantwortungslos. Derartige "Empfehlungen" schaden mehr als sie nützen.

Wer ist für die Falsch-Empfehlungen verantwortlich? Die Mythen-Post recherchierte bei der Gemeinde und bekam Auskunft. Der Prospekt sei eingesehen und für i.O. erklärt worden. Ein Herr Hauri und noch eine Person hätten den Text gemacht. Die Auflage betrage 8'000 Exemplare. Die Unterlagen seien nicht grad zur Hand, aber soviel man wisse, sei der Prospekt bei Triner gedruckt worden.

Werbung für möglichst dickes Dämmen (Plastiksackeffekt - schlechtes Raumklima) im Prospekt der Schwyzer Umweltkommission. Von Atmungsaktivität einer Gebäudehülle scheint man noch nie etwas gehört zu haben. Was den Leserinnen und Lesern verschwiegen wird: Der gesamte Gebäudeteil rechts wurde mit berüchtigter Glaswolle isoliert.

Warum dieser "Rückenschuss" durch die Umweltkommission der Gemeinde Schwyz?

Die ganze KMF-Problematik wurde von der Mythen-Post in der Vergangenheit umfassend abgehandelt und international bestätigt, z.B. durch den deutschen Diplomingenieur Bernd Wagner, Richard Munson (USA) etc.

Der bekannte Mediziner und Pathologe am Kantonsspital Luzern, Prof. Dr. Jan Olaf Gebbers, sagte am 8.1.02 anlässlich eines Gesprächs mit der Mythen-Post, dass der Ersatz von Asbest durch Mineralwolle gleichzusetzen sei, "den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben". Gebbers bestätigt genau das, was Beeler seit Jahren sagt! Das hindert die Umweltkommission der Gemeinde Schwyz aber nicht daran, für gesundheitsgefährdende Glaswolle noch Werbung zu machen! (Merke: Sie als Bürgerin bzw. Bürger finanzieren derartige behördliche Falschinformationen noch mit Steuergeld!!)

Auf die Frage, wieso das Schwyzer Gewerbe trotz dem Wissen über die Nachteile und Gesundheitsgefährdung von KMFs weiter mit Glas- und Steinwolle isoliere, antwortete René Schibig, Spenglerei Annen + Schibig, Ibach: wer heute nicht billig offeriere, bekomme den Auftrag nicht. (Hinweis: Herr Schibig ist nicht für den Umbau unten verantwortlich.)

Auf diese Weise "saniert" resp. umgebaut werden heutzutage gigantische Altlasten erzeugt. - "Denn sie wissen nicht, was sie tun..."

Die Gesundheitsgefährdung durch Glas- und Steinwolle ist bekannt - wieso nicht bei den Schwyzer Behörden?

Prof. Gebbers und Urs Beeler führten ein interessantes Gespräch über verschiedenste Umwelt-Themen. Die Ergebnisse der Analysen sind praktisch identisch, obwohl beide von total anderen Bereichen her kommen. Für Gebbers und Beeler ist im Prinzip "alles klar".

Weniger Klarheit scheint da bei der Umweltkommission der Gemeinde Schwyz zu herrschen. Da weiss man offenbar gar nicht so genau, worüber man eigentlich informiert. Die Lüge der Baumafia, mit KMFs "günstig und umweltfreundlich" zu isolieren wird naiv übernommen. Ebenso die PR-Schlagworte wie "Minergie" etc.

Unterstützen Sie unseren Kampf gegen die Glas- und Steinwolle-Industrie!

Der Kampf der Mythen-Post gegen die skrupellose Glas- und Steinwolle-Mafia wird in den nächsten Wochen und Monaten an Intensität zulegen. Diese berüchtigten Isolationsprodukte haben in einem Gebäude nichts zu suchen! Ein Verbot für KMF-Produkte ist überfällig. Unterstützen Sie unsere Aktivitäten mit einer Spende auf PC 60-4619-5, Inpuls Verlag, Beeler Urs, Postfach 7, 6431 Schwyz. Je schneller dieser Isolationsmüll vom Markt verschwindet, desto besser für die Bauherren und das Image der Bauwirtschaft.

Die Realität bezüglich Glas- und Steinwolle sieht anders aus
Eine Pflichtlektüre für jeden Hauseigentümer und Bauherr
Merkblatt zum Thema Glas- und Steinwolle
nach Diplomingenieur Bernd Wagner, Hattingen, Deutschland
  • "Bekannt ist, dass sie [Glas- und Steinwolle] Atemwegserkrankungen wie insbesondere chronische Bronchitis erzeugen mit der Folge von Frührente der Erkrankten
  • Formaldehyd (das Bindemittel von Glaswolle) erzeugt: Allergien (einmal AllergikerIn - immer AllergikerIn)
  • Störung des Vegetativen Nervensystems, Störungen des Immunsystems
  • Krebs."

Dies alles seien Einschränkungen in die Persönlichkeit der Betroffenen, die nicht hingenommen werden können. Wagner weiter: "Es kann nicht angehen, dass mit unzutreffenden Sicherheitsversprechungen die Gesundheit und Volkswirtschaft so nachhaltig geschädigt werden darf!"

Fragen Sie doch einmal die Herren Nietlisbach, von Rickenbach, Dettling, Suter, Ming, Koch, Strüby, Freitag, Pfyl, Mettler, Räth, Lagler, Schnüriger, Betschart & Heinzer, Achermann, Küttel - und wie sie auch immer heissen -, womit das Dach/der Estrich des Hauses, in dem Sie wohnen, isoliert wurde.
Allein der durch KMFs im Talkessel Schwyz erzeugte isolationstechnische Schaden geht in die Millionen!

Eine Kernaussage Wagners: "Das Krebsforschungszentrum Heidelberg sagt, dass die erste Stelle der Lungenkrebserkrankungen als Todesursache bald zurückgedrängt sein wird durch Asbest-Krebs. Das befürchte ich ebenso in Folge von Steinwolle, Glasfaser und anderen Mineralfasern."

In seinem aufschlussreichen Artikel schreibt Wagner weiter: "Ich finde es nicht richtig, die Erkrankungen an Krebs durch Asbest zu beschränken auf nachweislich 25 Faser-Jahre Umgang damit. Das hilft hier nur den Politikern, sich frei zu halten von Schuld, da sie ja in ihren Kommunalbetrieben der Wärme- und Energieversorgung die Kollegen nicht geschützt haben gegen diese Gefahr, die seit 1937 öffentlich bekannt war.

Wenn jetzt mindestens 25 Faser-Jahre Arbeit in solchen belasteten Bereichen und die Exposition vom Arbeiter nachträglich zu beweisen sind, wird der Erkrankte jedesmal der Dumme sein. Ihm entgegen stehen die Gewerbeaufsichtsämter und Technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft (BG), die mit Nichtwissen argumentieren. Mit ihnen wehren sich die Verantwortlichen der Betriebe und verneinen möglichen Kontakt mit dem Schadstoff und geben Beweise zu den Schadstoffen nicht heraus. Sie haben ein Interesse, ihr verantwortungsloses Handeln nicht offenzulegen."

Wagner weiter: "Asbest wird jetzt überall herausgerissen. Im Austausch dafür kommt andere Mineralfasern an die gleiche Stelle. Von den Mineralfasern weiss man aber seit mindestens 1972, dass sie u.a. Mesotheliom erzeugen können wie Asbest. Wir haben gesehen, dass die Arbeiter bei den Sanierungsfirmen mit Mundschutz arbeiten, von dem wir aus den DIN-Blättern wissen, dass sie 25% und mehr an ungefilterter Umgebungsluft in die Lungen lassen.

Ich betrachte den ganzen Austausch und Neueinbau solcher Mineralfasern als Arbeitsbeschaffungsmassnahmen bei denen die Arbeiter ihre Gesundheit verlieren und die Industrie sich eine 'goldene Nase' verdient!"

Die grösste isolationstechnische Altlast im Talkessel Schwyz stellt das erweiterte Mythen-Center dar. Der Bau wurde tonnenweise mit berüchtigter Glaswolle isoliert. Auch innen (siehe Bild).

Der deutsche Diplomingenieur zum Thema Formaldehyd in Glaswollematten: "Besonders das Formaldehyd, mit dem die Glasfasern in Matten zusammengeklebt sind, wirkt reizend auf die Atmungsorgane und wirkt allergisierend. (In der Umgebung werden also Allergiker erzeugt.)

Es ist wasserlöslich. Wird also mit der Luftfeuchtigkeit das Formaldehyd gelöst und dampft es anhaftend an den Wassernebeln mit aus, kommt es bei Menschen in der Umgebung womöglich zu Reizungen der Schleimhäute, Atemwege und Atmungsorgane. Die so entzündeten Zellen sind dann leichter von den Fasern durchdringbar. Das gilt auch für gleichzeitiges Auftreten anderer Reizstoffe in der Umgebungsluft. Ist dann der Klebstoff in der Glasfasermatte nicht mehr wirksam, haben die Glasfasern freien Flug. Die ehemals dichten Fugen sind dann kein Hindernis mehr!"

Merkblatt zum Thema Glas- und Steinwolle

KKS-Ost-Umbau
Lastwagenweise KMFs entsorgt

(um/vo) Anlässlich des zur Zeit stattfindenden KKS-Ost-Umbaus wurden am 10./11.7.00 lastwagenweise berüchtigte Glaswolle-Matten entsorgt. Die juckenden Isolationsmaterialien wurden ums Jahre 1980 herum (Renovation) zu Isolationszwecken in der KKS eingesetzt.

KKS-Ost-Umbau: Lastwagenweise KMFs entsorgt
Offener Brief an die ARD

Programmdirektion
Erstes Deutsches Fernsehen ARD
Postfach 20 06 65
D-80006 München

Schwyz, im Dezember 2000

ARD-Ratgeber im Dienste der KMF-Lobby? (Offener Brief)

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir beziehen uns auf die ARD-Sendung "Ratgeber Bauen & Wohnen" vom Samstag, 11.11.00, 17.03-17.30 Uhr, Thema: "Dämm-Materialien im Test". Ziel sei die Reduktion des Energiebedarfs von Gebäuden um 25-30 Prozent. In diesem Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass viele Dachstühle in Deutschland nicht gedämmt seien. Da können wir nur sagen: besser nicht gedämmt als mit problematischen KMFs! In diesem Beitrag wurde indirekt Werbung für Glas- und Steinwolle als Isolationsmaterial gemacht - ohne die Problematik dieser Produkte auch nur mit einem Wort zu erwähnen! Eine grobe Irreführung Ihrer Zuschauerinnen und Zuschauer!

Szenen im Beitrag

Im Beitrag wurde ein Handwerker gezeigt, der mit Mundschutz an einer Hausfassade Steinwolle-Matten montierte. Die Szene erinnerte an den "Palast der Republik" in Berlin, wo zur Zeit durch Spezialisten mit dicken Schutzanzügen eine millionenteure Asbestsanierung durchgeführt wird. Schutzbekleidung für die Verarbeitung von KMFs sind bekanntlich: Augenschutz, Mundschutz, Overall, Handschuhe, Stiefel. Allein diese Ausrüstung sollte eigentlich betr. diesen Materialien skeptisch stimmen. Doch weit gefehlt!

In einer anderen Szene von "Bauen & Wohnen" wurde gezeigt, wie ein Heimwerker ohne all diese Sicherheitsmassnahmen mit Glaswolle-Matten (sog. Juck-Isolation) einen Estrich isolierte. Sollte der betr. Mann eines Tages an Krebs sterben, wird selbstverständlich niemand die Ursache kennen. Im Gegenteil wird dann mit Sicherheit gefordert, dringend mehr Geld in die Entwicklung von neuen Krebsmedikamenten zu investieren... (Motto: "Bitte ja nicht die Ursachen nennen! Nur an der Symptombekämpfung verdienen wir Geld!")

Die Nachteile von Glas- und Steinwolle

Die Nachteile von KMFs lassen sich wie folgt stichwortartig umschreiben: Lungengängigkeit der Partikel; ev. krebsförderndes Potential (die Diskussion ist hier noch längst nicht abgeschlossen!); Reizungen der Haut, der Bindehaut des Auges und des oberen Atemtraktes; Irritationen an Haut und Schleimhäuten (sog. Glasfaserdermatitis); Plastiksackeffekt führt zu einem schlechten Raumklima (Schadstoffkonzentration!); Plastiksackeffekt von KMFs fördern die Bildung von Pilz-Sporen; Plastiksackeffekt steigert die Radonkonzentration im Haus; Glas- und Steinwolle sind eine "Zeitbombe" (vgl. abbröckelnde Abdeckungen); spezielle Probleme (Juckreiz) im Estrich bei höheren Temperaturen im Sommer; hohe Partikelbelastung beim Umbau, bei einer Sanierung oder beim Abbruch. All diese Nachteile blieben in Ihrem Beitrag unerwähnt!

Was Wissenschaftler und Ärzte von KMFs halten

Nach dem bekannten Komplementärmediziner (und Dozent an der Uni Bern) Dr. med. Andreas Beck sind KMFs bekannte Allergieauslöser.

Die Zeitung "Der Bund" schreibt in einem Beitrag "Sind künstliche Mineralfasern krebserregend?": "Prominentester Warner in Sachen Karzenogenität künstlicher Mineralfasern ist der Amerikaner Richard Munson, ein ehemaliger Manager der Mineralfaserindustrie. Munson versucht seit 1987 bei den 'Victims of Fiberglass' (VOF), deren Präsident er ist, die Opfer der KMF zu organisieren. - Laut Munson ist schon seit rund zehn Jahren bekannt und erwiesen, dass 'Glasfasern genauso wie Asbestfasern eingeatmet werden und damit zu Lungen-, Brust- oder Bauchfellkrebs führen können.' (...)

Rückendeckung für seinem Kampf gegen die KMF holte sich Richard Munson unter anderem beim Nationalen Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (Niosh) der USA. In einer Stellungnahme schreibt das Niosh: 'Aus den veröffentlichten Versuchsunterlagen geht hervor, dass Mineralfasern die gleichen Voraussetzungen haben, Krebs hervorzurufen wie Asbestfasern der gleichen Stärke.' (...)

Aufgrund des Einsatzes von Richard Munson und der VOF müssen in den USA seit dem 1. Juli 1991 alle Mineralfaserprodukte einen Hinweis tragen, der auf die mögliche Krebsgefahr aufmerksam macht. (...)

Auch in Europa wird seit einiger Zeit über die mögliche Karzenogenität der KMF diskutiert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft beispielsweise schlägt vor, die künstlichen Mineralfasern als krebsverdächtig einzustufen. Die deutschen Forscher stützen sich dabei auf die Einstufung durch die Weltgesundheitsorganisation, welche die künstlichen Mineralfasern ebenfalls zur Klasse der krebsverdächtigen Materialien zählt."

Anmerkung hierzu: Die Karzenogenität von Asbest zum Beispiel war bereits lange bekannt. Aber es dauerte vom Zeitpunkt dieser Feststellung rund 60 Jahre (!), bis Asbest in der Schweiz verboten wurde!

Es läuft immer nach demselben Schema ab: Zuerst müssen gewisse Kreise Millionen verdienen. Erst, wenn dann wirklich "nichts mehr geht" und alles überfällig ist, wird aufgedeckt. (Haben Sie sich eigentlich auch schon überlegt, wieso es immer Jahre - wenn nicht Jahrzehnte - geht, bis problematische Produkte/Substanzen aus dem Verkehr gezogen werden? Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Produzenten im nachhinein praktisch nie zur Rechenschaft gezogen werden? Dass Produkte erst verboten werden, wenn es eigentlich schon zu spät ist?)

Hauseigentümer kostet die unbrauchbare, juckende Mineralwolle-Isolation zigtausend Mark. Danach müssen sie gesundheitliche Nebenwirkungen in Kauf nehmen und eines Tages die Entfernung der berüchtigten KMFs noch aus dem eigenen Sack bezahlen. Mit diesem gigantischen Schwindel auf Kosten gutgläubiger Bauherren und Hauseigentümer muss ein- für allemal Schluss sein!

Bei der Propagierung von Glas- und Steinwolle-Produkten handelt es sich (neben dem verbotenen Asbest) um eine beispiellose Täuschung und Irreführung der Öffentlichkeit. Die Mythen-Post fordert ein Verbot für die Produktion, den Verkauf, den Import und die Anwendung dieser Produkte in der Schweiz. Allein die Sanierung mit KMFs belasteter Gebäude dürfte in der Schweiz in die dreistellige Millionenhöhe gehen. Geradezu absurd ist es, wenn für Produkte, die sich als untauglich und höchst problematisch erwiesen haben, im Deutschen Fernsehen noch Werbung gemacht wird!

Es ist unbedingt eine Richtigstellung in der nächsten Ausgabe des Ratgebers "Bauen & Wohnen" ( 27.1.01, 17.03 Uhr) notwendig, der die gravierenden Nachteile von Glas- und Steinwolle erwähnt. Ansonsten vermutet werden muss, dass hinter diesem einseitigen Beitrag die KMF-Lobby steht. Wie sonst wäre es z.B. erklärbar, dass im Beitrag auf Stäube von Zellulose hingewiesen wird, nicht aber auf die viel problematischere Belastung durch KMF-Partikel, die Asthma, Allergien, ev. Krebs - und mit Sicherheit Juckreiz - auslösen?

Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler, Mythen-Post

Kopie an: ARD-Ratgeber Bauen und Wohnen, D-50608 Köln

ARD-Ratgeber im Dienste der KMF-Lobby?
Mythen-Post wendet sich in der KMF-Frage an "Facts"
Nachgefragt

Schwyz, den 12.11.01

Sehr geehrter Herr Britschgi
An den Folgen von Glas- und Steinwolle (Isolationsmaterial) erkranken europaweit x-mal mehr Leute als an Milzbrand. Wieso erfahren das die Leser von "Facts" nicht?
Mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

Nachgefragt
Leserbrief
Ergänzungen zur Mineralwolle-Diskussion

Wir möchten aus unserer Sicht zur in der Mythen-Post stattfindenden Mineralwolle-Diskussion auch noch ein paar ergänzende Gedanken vorbringen. Wie kam und kommt es überhaupt zu diesem "Isolations-Desaster"? Mineralfaserplatten sind spottbillig. Ihr zweifelhafter "Erfolg" besteht darin, dass Zimmerleuten, Bauleuten etc. jahrelang eingetrichtert wurde, man könne mit diesen Isolationsmaterialien problemlos bis 40% (!) Heizenergie (und damit auch Kosten) sparen. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes wurde weiter gesagt, dass z.B. durch die Herstellung von Mineralfaserplatten Altglas sinnvoll verwertet werden könne. Diese Argumente haben dann im Baugewerbe eingeschlagen und dazu geführt, dass heute mit absoluter Selbstverständlichkeit überall und an jedem Ort Mineralfaser-Produkte eingesetzt werden. Weil Aufträge knapp geworden sind, schuf man mit Isolieren künstlich eine neuen Markt. Architekten schreiben diese Isolationsmaterialien sogar vor, um ihrerseits gegenüber Bauherrn "günstig" offerieren zu können.

Der Dumme ist anschliessend der Bauarbeiter, der mit diesen ach so umweltfreundlichen Materialien arbeiten muss. Bezahlen aber tut vor allem der Bauherr. Herr Robert Schmidlin, Holzbauunternehmer aus Steinen, bemerkt in einer Sendung von "Tele Tell" anlässlich der Luzerner Altbausanierungsmesse '98 völlig richtig, dass durch die Dampfbremse (sprich Mineralfasern) ein Wohnklima wie in einem Plastiksack erzeugt werde. Obwohl dieser Plastiksack-Effekt bei Handwerkern und Architekten seit Jahren bekannt ist, werden daraus keine Konsequenzen gezogen. Ja, man fährt mit dieser "günstigen", ach so "umweltfreundlichen" und seit Jahren praktizierten Methode weiter.

Ein Wohnklima wie in einem Plastiksack heisst nichts anderes, als dass kein oder nur ein geringer Luftaustausch stattfindet. Wie (un)gesund ein solches Raumklima ist, muss nicht speziell ausgeführt werden.

Weiter wird auch immer argumentiert, dass Mineralfaserplatten abgedeckt würden und so das Problem der asbestähnlichen Partikel gelöst sei. Es frägt sich, wie lange ein so abgedeckter Estrich hält. - Und was bei einem Abbruch oder Umbau?

Obwohl die Mythen-Post mit ihrer Argumentation recht hat, würden wir an ihrer Stelle nicht weitermachen. Zwar wäre es interessant zu sehen, wenn die Isolationslobby die Schwyzer Zeitschrift (wieder) einklagt. Dann müsste das Ganze nämlich sorgfältig aufgerollt werden und würde - wie damals bei den Schwyzer Schweinefabriken - für nationales Aufsehen sorgen. Das wäre eine grosse Chance! Umgekehrt muss man sagen: Wozu sich "aufopfern"? Wenn die Leute sich von der Isolationslobby täuschen lassen wollen, dann sollen sie doch.

Wir schlagen der Mythen-Post vor, statt auf Konfrontation zu gehen, mit guten Alternativen zu kommen. So wird die Isolationslobby automatisch ausgebremst; Zimmerleute etc. fühlen sich ob ihrer jahrelang gemachten Fehler nicht länger betroffen. Vor allem aber ist den Bauherren gedient.

Akquirieren Sie doch Firmen, die gesundheitlich unbedenkliche Isolationsmaterialien herstellen und verkaufen. Dann wird der Idealismus der Mythen-Post auch noch honoriert und die Bauherren bekommen endlich eine echte Auswahl!

E.v.H., Ibach; R.V., Goldau; P.W., Schwyz

Ergänzungen zur Mineralwolle-Diskussion

Auf dieser Seite:

a.a.O


Mythen-Post
Postfach 7
CH-6431 Schwyz

Schwyz, den 18.2.03

Liebe Dämmstoffinteressierte,

KMF-Opfer packen aus, siehe

http://www.mythen-post.ch/datei_archiv_18_2_03/kmf_erfahrungsberichte_18_2.htm

Mit herzlichen Grüssen
Urs Beeler


Isolations-Streit eskaliert
Mythen-Post erstattet Strafanzeige gegen einen Glaswollehersteller

(vo) Vorbemerkung: Sämtliches Beweismaterial wurde dem Bezirksamt Schwyz am 27.5.02 zugestellt sowie Kopien davon einem Redaktor einer bekannten Zeitschrift. Es wird in diesem Fall also nicht möglich sein, dass irgendwer später behaupten kann, man habe von dem KMF-Isolationsbetrug "im Jahre 2002 nichts gewusst".
Medien wie das Schweizer Staatsfernsehen, Beobachter, Facts, NZZ, Hauseigentümerzeitung, sämtliche RinGIER-Titel etc. schweigen bis heute zu diesem brisanten Thema. Charakteristisch für den heutigen Schweizer Medien-Einheitsbrei ist: Über wirklich wichtige Dinge werden Sie als Konsument nicht informiert! Zum Glück gibt's die Mythen-Post!

Mythen-Post Bezirksamt Schwyz
Urs Beeler Herr Untersuchungsrichter
Postfach 7 Brüöl 7 / Postfach
6431 Schwyz 6431 Schwyz
Tel./Fax 041 811 20 77 EINSCHREIBEN

Schwyz, den 25.5.02

Sehr geehrter Herr Untersuchungsrichter
Hiermit erstatte ich gestützt auf StGB Art. 146 gegen die Firma St. G. I. SA, R. d. P., L, Strafanzeige wegen möglichem Betrug und Irreführung. Im weiteren mache ich Schadenersatzansprüche (zum Schluss beschrieben) geltend.

Tatbestand Betrug
Wenn es sich (wie die konsultierten unabhängigen Fachleute einhellig feststellten) herausstellt, dass es sich bei der Propagierung von Glas- und Steinwolle (sowie Styropor) zu Isolationszwecken um einen Betrug handelt (Beweis: E-Mail vom 7. März 2002 von Dipl.-Ing. und Architekt Paul Bossert, Dietikon; Prof. Dr. Ing.-habil. Claus Meier, Nürnberg, siehe http://www.konrad-fischer-info.de/7waefe.htm, Ausdruck S. 32, Untertitel "Strafgesetzbuch"), so muss dieser Tatbestand strafrechtlich verfolgt werden. Es darf nicht sein, dass gutgläubige Hauseigentümer und Bauherren von der KMF-Industrie weiter getäuscht und über den Tisch gezogen werden. Mit diesem Schwindel muss ein- für allemal Schluss sein!

StGB Art. 146 lautet:
"1Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis bestraft.
2Handelt der Täter gewerbsmässig, so wird er mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft.
3Der Betrug zum Nachteil eines Angehörigen oder Familiengenossen wird nur auf Antrag verfolgt." (siehe http://www.admin.ch/ch/d/sr/311_0/a146.html )

Vorgeschichte
Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, hat seinerzeit zusammen mit Bauführer Willy K. (in der Zwischenzeit verstorben), Rickenbach, eine unbrauchbare I.-Glaswolle-Isolation in unserem Estrich eingebaut (entsprechende Unterlagen bei den Akten bzw. im Internet), ohne die Bauherrschaft über die gravierenden Nachteile dieser Isolation zu informieren. Weil die Glaswolle frei liegt, gelangen Partikel in Nebenräume, was bei den Bewohnern die bekannten Symptome auslöst. Neben diesen gesundheitlich negativen Eigenschaften bzw. Beeinträchtigung der Lebensqualität in den Wohnräumen bringt diese unbrauchbare Isolation weder eine Einsparung an Heizkosten noch einen guten sommerlichen Wärmeschutz (diesbezügliches Beweismaterial bei den Akten). Das KMF-Isolationsmaterial kostete nur Geld und brachte nichts anderes als Nachteile.
Obwohl K./von Rickenbach als Berufsleute über die typischen Nachteile der I.-Glaswolle Bescheid wissen mussten, wurde niemand von der Bauherrschaft darüber informiert. Das Material wurde uns von Zimmermann Felix von Rickenbach einfach "untergejubelt" mit den KMF-typischen Mängeln. Dass diese Isolation ein einziger Mist ist, überhaupt nichts nützt (weder Energieeinsparung noch sommerlicher Wärmeschutz! Siehe dazu auch den Bericht von Dipl.-Ing. Paul Bossert unter http://www.universe-architecture.com/Bericht1.html, Ausdruck S. 2), durch die Partikelbelastung die Wohnqualität in den benachbarten Räumen beeinträchtigt wird und der Estrich selbst nicht mehr betreten werden kann, obwohl sich darin ein Boiler befindet, der eigentlich periodischer Wartung bedarf - damit dürfte wohl der Tatbestand des BETRUGS erfüllt sein!
Zusätzlich sei zu überprüfen, ob in vorliegendem Fall nicht auch StGB Art. 229 (Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde) anwendbar ist.
Wie stark Zimmermann Felix von Rickenbach bewusst war, was für einen handwerklichen Blödsinn er fabriziert, konnte trotz eingehender Befragung bisher nicht eindeutig geklärt werden. Auf jeden Fall wurde hier eine "Arbeit" ausgeführt, die mehr geschadet als genützt hat. Auf Anfrage hat sich Zimmermann Felix von Rickenbach geweigert, die Kosten für die Entsorgung seines Isolationspfusches zu übernehmen. Auch scheint er fachlich (Problem: fachmännisches Öffnen bzw. Schliessen des Daches; saubere Entfernung sämtlicher Glaswolle inkl. bei den Sparren; hohe Partikelbelastung - Schutzmassnahmen!) dazu nicht in der Lage zu sein.
Fazit: Durch die I.-Glaswolle-Isolation ist hier ein Schaden entstanden, wofür die Verursacher haftbar gemacht werden müssen!

Mit Geduld am Ende
Ich habe es satt, von der St. G. I. SA und Konsorten, die seit Jahren (Jahrzehnten) Glaswolle- bzw. Steinwolle-Isolationsmüll herstellen, wegen angeblich "unlauterem Wettbewerb" eingeklagt zu werden, währenddem diese Firmen mit ihren untauglichen Produkten milliardenschweren volkswirtschaftlichen Schaden anrichten (siehe Beilage: Bericht von Paul Bossert unter http://www.universe-architecture.com/Bericht1.html, Ausdruck S. 2 und Beweis http://www.universe-architecture.com/ch/KritikGebh.html, Ausdruck S. 1, Titel "Polystyrol ist für die Hausisolation nicht geeignet", Abschnitt 5 "Energie-Verbrauchs-Analysen belegen, dass Bauten mit Aussendämmungen aus Polystyrol und Mineralfasern im allgemeinen das Zwei- und Mehrfache an Heizenergie benötigen als Altbauten mit Baujahr 1850 bis 1950, welche keine Wärmedämmungen im heutigen Sinne aufweisen"; Abschnitt 7 "...den materiell angerichteten Schaden am Volksvermögen in der Höhe von etwa 100 Milliarden Franken..."; Abschnitt 8 "...an eigentlich untauglichen Fassaden-Dämmstoffen 'dumm und dämlich' verdient haben".
Fazit: Es ist nötig, dass die Justiz diesem vermutlich grössten Betrug in der Bau-Nachkriegsgeschichte endlich den Riegel schiebt.

Anzeige zum Schutz aller Hauseigentümer und Bauherren
Ich lasse nicht zu, dass gutgläubige Hauseigentümer und Bauherren von der Glas- und Steinwolle-Industrie sowie dem angeschlossenen Gewerbe, das munter mitverdient, weiter getäuscht und betrogen werden. Es geht darum, "Schaden vom Volk abzuwenden" (siehe dazu auch den Brief vom 5.1.2001 von Prof. Dr. Ing.-habil. Claus Meier an den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder unter http://www.sancal.de/kanzler.htm, Ausdruck S. 2, Schlussabsatz.)

Klage wegen Körperverletzung in Vorbereitung
Sollte auf diese Klage aus irgendwelchen Gründen nicht eingegangen werden, werde ich in absehbarer Zeit gegen die genannte Firma eine Anzeige wegen Körperverletzung einreichen. In den USA sind diesbezüglich bereits Summen zugunsten von KMF-Opfern geflossen (http://www.mythen-post.ch/datei_mp_4_02/schadenersatz_mp_4_02.htm). Es ist höchste Zeit, dass sich KMF-Opfer organisieren und Schadenersatzklagen gegen die KMF-Industrie in Europa und speziell der Schweiz laufen. So, wie Private erfolgreich Prozesse gegen Asbest-Hersteller in den USA führten und führen, mit derselben Härte und Ausdauer muss ab heute gegen die Glas- und Steinwolle-Industrie vorgegangen werden.

*

Darf ein Hersteller auf seiner Homepage lügen?
I. bezeichnet sich selbst als "Ökologie-Pionier". (siehe Beilage).
Wie aktuellen Unterlagen zu entnehmen ist, gilt Mineralwolle, die vor dem Jahre 1996 produziert wurde, als krebsverdächtig. Auch die sogenannte neue Mineralwolle setzt Fasern frei, juckt und das Bindemittel kann Allergien auslösen.
Es sei hier zu überprüfen, ob die Firma St. G. I. SA mit solchen und ähnlichen Aussagen gegen das Bundesgesetz betr. unlauterem Wettbewerb (Art. 3b und 3i) verstösst.

Weitere Beispiele
"I., die leichte aber leistungsfähige Dämmung, die die Umwelt respektiert."
Richtig ist: Glaswolle-Matten unterliegen mit den Jahren einem Zersetzungsprozess und es werden Fasern an die Umgebung freigesetzt (http://www.mythen-post.ch/datei_mp_2_02/merkblatt_zu_kmfs_mp_2_02.htm). Die verwendeten Glaswolle-Bindemittel sind hochgiftig.
Respektieren Sondermüll-Altlasten bzw. KMF-Partikel die Umwelt?

"I., die vorteilhafte Dämmung, ist einfach in der Anwendung."
Handelt es sich um eine einfache Anwendung, wenn der Anwender bei der Innenverarbeitung auf Augenschutz/Filtermaske, Handschuhe, Schutzanzug und Stiefel angewiesen ist?
Wenn die Anwendung laut I. angeblich so einfach ist, müsste auch die Entsorgung (vgl. Glaswolle-Alptraum-Isolation von Zimmermann Felix von Rickenbach) kein Problem sein. Die Realität sieht auch hier total anders aus.

Tatsache ist, dass seit Jahrzehnten gigantische Isolations-Altlasten hergestellt werden, an denen gewisse Herren Millionen verdient haben wieder an der Entsorgung verdienen werden.

*

Der Handlungsanleitung im Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen (bei den Akten des Bezirksamts, Quellenhinweis: http://www.google.de/search?q=cache:aC6s5__O-qwC:
www.gisbau.de/aktuelles/Mineralwoll_Daemmstoff.pdf+Glaswolle&hl=de) ist folgendes zu entnehmen:

"2.1 Juckreiz
Hautreizungen: Beim Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen können durch die Fasern mechanische Hautreizungen auftreten. Hierfür sind gröbere Fasern (Durchmesser über 5 Mikrometer) verantwortlich, die sich aufgrund ihrer Steifheit in die Haut einspiessen und einen unangenehmen Juckreiz hervorrufen können. (...) Bereits bestehende Hautprobleme können sich durch den Umgang mit Mineralwolle-Produkten verstärken."
I. schreibt auf ihrer Homepage: "I., die vorteilhafte Dämmung, ist einfach in der Anwendung". Das trifft offensichtlich nicht zu.

"2.2 Allergien
Allergische Reaktionen aufgrund der Glas- und Steinwollefasern sind nicht bekannt. Für Allergiker können jedoch die Zusatzstoffe in den Mineralwolle-Dämmstoffen problematisch sein."
Warum werden darüber die Leute auf der I.-Homepage nicht informiert? Warum bleiben sämtliche Nachteile von KMFs unerwähnt? Wo bleibt hier die "ausgewogene Information", wie sie von der Mythen-Post gefordert wird?

"2.3 Staubbelastungen
Bei der Verarbeitung wird Staub freigesetzt. Dieser Staub aus Mineralwolle-Dämmstoffen kann wie jeder andere mineralische Staub Augenreizungen hervorrufen.
Ferner sind vorübergehende entzündliche Reizungen der grossen Atemwege, des Rachenraumes und der Nasenschleimhaut bekannt. Insbesondere kann es beim Abriss, d.h. dem nicht zerstörungsfreien Ausbau von Mineralwolle-Dämmstoffen, zu einer erheblichen Staubbelastung kommen. Infolge dieser Staubeinwirkungen kann es (...) zur Beeinträchtigung der Funktion der Atmungsorgane kommen."
Die Schutzbehauptung des von der KMF-Lobby in ihrer Gegendarstellung zitierten Prof. Dr. Gruber, die Staubbildung sei gering, entpuppt sich als .... Das WAS darf man nicht schreiben, gäbe es dann vermutlich eine Klage, weil man die "Autorität" dieser "Fachperson" untergrabe...

"2.4.2 Beurteilung der Fasereigenschaften
(...) Bei Produkten, die vor 1996 eingebaut worden sind, muss von einem Krebsverdacht ausgegangen werden. Dieser Verdacht kann nur durch einen Einzelnachweis widerlegt werden."
Wie kann die Firma I. auf ihrer Homepage (www.i...ch) grossspurig verkünden, dass bei ihr seit über 60 Jahren "der Mensch und die Natur im Mittelpunkt" stünden? Leiden die PR-Fachleute von I. an Realitätssinn-Verlust oder gehört Lügen einfach zum Job?
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der von der KMF-Lobby in ihrer Gegendarstellung zitierte Suva-Arzt Dr. Rüegger, der 1996 behauptete, es bestehe keine Krebsgefahr!!
Im Jahre 2000 gibt dann selbst die Mineralfaserindustrie (siehe zitierte Handlungsanleitung) zu, dass bei "alten" Mineralwolle-Dämmstoffen (bis 1996!) von einer Krebsgefahr auszugehen sei.
Wenn die Firma I. von 1937 bis 1996 solche "alte", krebsverdächtige Glaswolle hergestellt hat, ist es wohl kaum möglich, dass "seit über 60 Jahren der Mensch und die Natur im Mittelpunkt" stehen (Homepage vom 7.4.2002). Der Schwindel ist dermassen offenkundig. Hier wird die Öffentlichkeit schamlos getäuscht und über den Tisch zu ziehen versucht.

"3. Umgang mit 'neuen' Mineralwolle-Dämmstoffen
Auch für Glas- und Steinwollefasern, die als unbedenklich gelten, müssen Mindestschutzmassnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor Stäuben ergriffen werden. Die Anwendung der Mindestschutzmassnahmen schützt insbesondere vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Atmungsorgane und vor hautreizenden Einwirkungen der Fasern."
Wenn auch sogenannte neue Mineralfasern die Atmungsorgane und die Haut beeinträchtigen, dann ist die Darstellung von Küken auf Glaswolle (I.-Homepage vom 7.4.02) irreführend und täuschend. Damit wird potentiellen Kunden der Eindruck erweckt, es handle sich um hautfreundliche, sanfte Produkte, was in Tat und Wahrheit gar nicht zutrifft!

"4. Umgang mit 'alten' Mineralwolle-Dämmstoffen
Seit dem 1.6.2000 dürfen 'alte' Mineralwolle-Dämmstoffe nicht mehr verwendet werden. Durch das Verwendungsverbot ist der Umgang mit 'alten' Mineralwolle-Dämmstoffen daher nur noch im Zuge von Demontage-, Abbruch-, Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten möglich bzw. zulässig.
Durch das Verwendungsverbot dürfen auch ausgebaute 'alte' Mineralwolle-Dämmstoffe grundsätzlich nicht wieder eingebaut werden. (...)"
Der I.-Isolations-Müll, der Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, im Jahre 1990 einbaute, dürfte heute aus gesundheitlicher Sicht gar nicht mehr verwendet werden! Es handelt sich um nichts anderes als eine Altlast.
Mit obigem Text (siehe Punkt 4) wird genau meine These bestätigt, dass man die Produktion, den Verkauf, die Anwendung etc. von KMFs schon vor Jahrzehnten hätte verbieten sollen! Damit das nicht geschehen konnte, wurden eben extra grosszügige Vorschriften erlassen, die von der KMF-Industrie problemlos eingehalten werden konnten. Ein RIESENBETRUG! Praktisch derselbe Schwindel findet heute wieder statt, mit "neuen, strengeren Vorschriften". Einziges Ziel: dass weiterhin KMF-Isolations-Altlasten produziert werden können und gewisse Herren Millionen verdienen!
Hätte ich z.B. im Jahre 1990 vor diesen "alten" KMFs (die heute offiziell als krebsverdächtig gelten!) gewarnt, hätte es sofort eine Klage wegen "unlauterem Wettbewerb" gegeben. Es wären Gefälligkeitsgutachten (vermutlich noch mit "Unterstützung" der Suva und des Bundesamtes für Gesundheit...) der Glas- und Steinwollehersteller vorgelegt worden, die Gerichte hätten den Produzenten recht gegeben und ich wäre zu Gefängnis oder Busse verurteilt worden. Nach Jahrzehnten ist dieser Isolationsschwindel aber dermassen offenkundig, dass allmählich auch die Justiz merken müsste, wo hier die tatsächlich Schuldigen sitzen!

Prof. Dr.-Ing.-habil. Claus Meier, wissenschaftlicher Direktor und Chef des Hochbauamtes der Stadt Nürnberg a.D. weist nach [vgl. Lichtenfelser Experiment, "Dämmstoff im Vergleich", S. 1-9, http://www.prof-meier-bauphysik.de/ , Navigationsseite, "Ganz AKTUELL: Das Lichtenfelser Experiment "(pdf)], dass es sich bei der Propagierung von nicht sorptionsfähigen Isolationsmaterialien (Glas- und Steinwolle, Styropor) zur Aussendämmung um einen Betrug handelt. Nur die konsequente Abkehr von diesen Wärmedämmstoffen könne die Gebäude noch retten (http://www.mythen-post.ch/datei_mp_4_02/prof_dr_c_meier_mp_4_02.htm). Derselben Auffassung ist Dipl.-Ing. und Architekt Paul Bossert, heute sozusagen die Koryphäe und der Spezialist auf dem Gebiet der Wärmedämmung (befasst sich seit 1964 mit diesem Thema). Bosserts empirische Untersuchungen werden durch den bekannten deutschen Experimentalphysiker Prof. Dr.-Ing. P.-M. Weinspach bestätigt.

Nach StGB Art. 1462 wird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft, wer den Betrug gewerbsmässig betreibt. Die Firma I. stellt sein Jahrzehnten Glaswolle her.
Eine Bestrafung der Täter nach StGB Art. 146 (Zuchthaus bzw. Gefängnis) bringt mir persönlich jedoch nicht allzu viel. Ich verlange primär in einem Vergleich, dass der geschilderte I.-Glaswolle-Isolationspfusch von Zimmermann von Rickenbach bzw. sämtliche Glaswolle im/am Haus fachmännisch (d.h. ohne Gesundheitsgefährdung/-beeinträchtigung) von Bewohnern und Handwerkern entsorgt und von den genannten Verursachern vollumfänglich bezahlt wird. Ausserdem erwarte ich von der Firma St. G. I. SA (Produzent der Glaswolle) eine finanziell angemessene Genugtuung als Folge der verminderten Wohnqualität/Gesundheitseinbusse in den vergangenen Jahren. Als praktischer Anhaltspunkt können die zugesprochenen Summen der bei einem KMF-Vergleich bezahlten Beträge in den USA dienen (diesbezügliche Unterlagen beim Gericht).

Der Inhalt der I.-Homepage stammt vom 7.4.02. Die Klage wird fristgerecht eingereicht.

Anträge:
1. Falls der Tatbestand/die Tatbestände nach StGB Art. 146 sowie dem Bundesgesetz betr. unlauterem Wettbewerb (Art. 3 b und Art. 3i) erwiesen ist/sind, habe eine angemessene Bestrafung zu erfolgen.
2. Die Firma St. G. I. SA sei zu verpflichten, alle Kosten für den fachmännischen Ausbau/Entsorgung sämtlicher I.-Glaswolle, die im/am Gebäude der Liegenschaft GB 845, Schwyz, verbaut wurde, zu übernehmen.
3. Ausserdem sei die Firma St. G. I. SA zu verpflichten, für die in den vergangenen Jahren erlittene Einbusse an Wohnqualität/Gesundheitseinbusse an Urs Beeler, Schwyz, eine angemessene Genugtuung (vgl. ähnliche Schadenersatzfälle in den USA) zu zahlen. Sollte eine Einigung in diesem Sinne nicht erzielt werden können, wird der Firma St. G. I. SA eine Klage wegen Körperverletzung in Aussicht gestellt.
4. Der Nachweis des möglichen Betrugs bzw. der Täuschung und Irreführung durch St. G. I. SA hat einen Arbeitsaufwand von 60 Stunden à Fr. 75.- = Fr. 4'500.-- verursacht. Gegenüber der St. G. I. SA, L., wird deshalb als zivilrechtliche Forderung zusätzlich eine Prozessentschädigung im erwähnten Betrag für meine Aufwendungen geltend gemacht.
5. Allfällige Verfahrenskosten zu Lasten der Beklagten.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen zum voraus bestens und verbleibe

mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

Beilagen erwähnt

Quellennachweise:

- "Wer Wärmedämmstoffe für Fassaden propagiert, begeht Irreführung < Betrug!" (Zur Klage der KMF-Hersteller - E-Mail vom 7. März 2002 von Dipl.-Ing. Paul Bossert, Dietikon )

- Gesundheitsfalle Energiesparverordnung (Eine Stellungnahme von Dipl.-Ing. Paul Bossert, Dietikon)

- Die Fehlentwicklung der Bauhaus-Idee (Was heutzutage potentiellen Bauherren verschwiegen wird - ein Beitrag von Dipl.-Ing. und Architekt Paul Bossert, Dietikon)

- "Polystyrol ist für die Hausisolation nicht geeignet!" (Ein Fassaden-Dämmstoff mit unakzeptablem Brandrisiko - Artikel von Paul Bossert, Dipl.-Ing. und Architekt, Dietikon)

- MINERGIE-Standard bedeutet: Energie verschleudern, Geld vergeuden und Gesundheit ruinieren! (Dipl.-Ing. und Architekt Paul Bossert entlarvt den MINERGIE-Schwindel)

- Mineralwolle: "Ich glaube, dass man mit dieser Dämmung sowohl Häuser als auch Lungen kaputt machen kann" (E-Mail vom 16. März 2002 von Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann, Berlin)

 - Brief von Prof. Dr. Ing.-habil. Claus Meier an den deutschen Bundeskanzler:
"Bauen gerät immer mehr in das Fahrwasser gewinnsüchtiger Industrien."

- Aktuelle Informationen zum Thema KMF bietet das amerikanische Fiberglass Information Network unter http://www.sustainableenterprises.com/fin/news.htm

- Symptome einer KMF-Partikelbelastung werden unter http://www.sustainableenterprises.com/fin/Health/symptoms.htm beschrieben

- Zwischen der KMF-Lobby und dem IARC (International Agency for Research on Cancer) scheint es "enge Beziehungen" zu geben. Das FIN (Fiberglass Information Network) stellt dem IARC kritische Fragen, nachzulesen unter http://www.sustainableenterprises.com/fin/News/iarcretreat.htm

- Wirkung von Formaldehyd, Phenol, Styrol unter http://www.gbu-net.de/quellen.htm

Themen-Übersicht Isolation | Startseite Mythen-Post | E-Mail an: Mythen-Post


Der Standpunkt der KMF-Hersteller
Gegendarstellung

(jp/vo) Aus rechtlichen Gründen muss die Mythen-Post darauf hinweisen, dass es sich beim Thema KMF um ein "umstrittenes Thema" handle, wo die Experten-Meinungen auseinander gingen. Würden wir das nicht tun, begingen wir mit dieser Ausgabe wieder "unlauteren Wettbewerb", verbunden mit Gefängnisandrohung und Busse.

Deshalb nochmals der Gegendarstellungstext aus der Mythen-Post 11/98:

"Im Zusammenhang mit den beiden Artikeln über Mineralfasern in den Ausgaben der Mythen-Post vom Juli und September 1998 verlangen die Isover SA und die Flumroc AG, beides Mitglieder Swissisol, die nachfolgende Gegendarstellung, welche aus der Feder von Herrn Prof. Dr. med. Ulrich F. Gruber stammt. Herr Prof. Dr. Gruber beschäftigt sich seit 15 Jahren ausschliesslich mit Fragen der Fasertoxikologie und der Arbeitsmedizin. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees 'Fasern' der Internationalen Kommission für Arbeitsmedizin (ICOH):

Die Krebsdiskussion hat Dr. med. M. Rüegger von der Abteilung Arbeitsmedizin Suva kürzlich in der Schweizerischen Rundschau für Medizin, 85, 961 (1996) zusammengefasst. Er schreibt: 'Man darf deshalb aufgrund des aktuellen Wissensstandes davon ausgehen, dass der Umgang mit künstlichen Mineralfasern bei den heutigen Expositionsverhältnissen keine Krebsgefahr darstellt.'

Zusammenfassend kann man festhalten, dass Glas- und Steinwolleisoliermaterialien sehr sinnvolle Produkte zur Wärmedämmung und Schallisolation darstellen. Auch aus umweltschützerischen Überlegungen handelt es sich um nahezu ideale Produkte. Die Staubbildung bei der Herstellung sowie an den Arbeitsplätzen ist ausserordentlich niedrig. Menschen, welche sich im Räumen aufhalten, die mit diesen Dämmstoffen isoliert wurden, sind keinen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass Mitarbeiter in den Werken, wo Mineralwolledämmstoffe hergestellt werden, gesund sind."


Wo sachliche Argumente fehlen, werden Anwälte eingesetzt
KMF-Lobby droht mit Anwalt - die Reaktion der Mythen-Post

(vo) Mit Fax vom 10.6.02 fordert der Anwalt der KMF-Lobby, die Strafanzeige gegen einen Glaswollehersteller sofort vom Internet zu nehmen, ansonsten rechtliche Schritte eingeleitet würden. Wir sehen dazu keinen Anlass, da der betreffende Hersteller ja nicht einmal namentlich genannt wird.

Die Antwort der Mythen-Post an den Anwalt der KMF-Lobby lautet wie folgt:

Schwyz, den 25.6.02

Sehr geehrter Herr B.

Wenn I. die in meiner Strafanzeige genannten Forderungen erfüllt (speziell die Kostenübernahme für die komplette fachmännische Entfernung/Entsorgung sämtlicher I.-Glaswolle), kann über eine Entfernung des Strafanzeige-Links gesprochen werden. Falls I. jedoch nicht einlenkt, sehe ich als Geschädigter absolut keine Veranlassung, mich in meiner Meinungsäusserungsfreiheit, welche durch die Bundesverfassung garantiert ist, einschränken zu lassen.

Durch die von Zimmermann Felix von Rickenbach, Ibach, ausgeführte Glaswolle-Pfusch-Isolation herrscht aktuell in diesem Estrich ein starker Hitzestau (das Lichtenfelser Experiment wird in der Praxis bestätigt), was mich in meiner konsequenten Haltung gegenüber der KMF-Industrie noch bestärkt.

Ein weiterer Unsinn ist eine vom gleichen Zimmermann im erwähnten Estrich isolierte Wand mit Polystyrol. Ich werde nicht zulassen, dass Hauseigentümer und Bauherren weiter mit solcher untauglichen "Arbeit" bzw. untauglichen Materialien eingedeckt werden. Mit derartigen Betrügereien muss ein- für allemal Schluss sein!

Es ist Aufgabe der Mythen-Post, die Öffentlichkeit korrekt zu informieren. Wenn Sie selber ein Haus bauen, möchten Sie sich (davon gehe ich einmal aus) später darin wohl fühlen können. Ein Studium der Fakten wird Ihnen zeigen, dass KMFs und Polystyrol der falsche Weg sind.

Argumentationsmässig steht die KMF-Industrie auf verlorenen Posten. Würde es der Öffentlichkeit dämmern, um was für untaugliche Isolationsmaterialien es sich bei Glas- und Steinwolle sowie Styropor handelt, würde der Markt innert kürzester Zeit wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
Wie ich von Herrn Bossert gehört habe, wissen die Dämmstoffhersteller sehr wohl Bescheid, dass ihre Produkte nichts taugen. Doch Umsatz geht vor. - Warum hört man mit diesem Schwindel nicht endlich auf?

Ziehen Sie die Klage wegen "unlauterem Wettbewerb" zurück und versuchen Sie dahingehend zu vermitteln, dass die Firma I. die Entsorgung sämtlicher Glaswolle übernimmt und für den Schadenersatz aufkommt. Ich meine, das ist ein faires Angebot.

Falls Sie jedoch glauben, ich würde stillschweigend auf der I.-Glaswollesondermüll-Altlast sitzen bleiben, muss ich Sie enttäuschen.

Sollten Sie eine dritte Klage gegen mich anstreben bzw. die Verursacher sich weigern, die Kosten für die Entsorgung sämtlicher Glaswolle zu übernehmen, werde ich gegen die Firma I. zusätzlich eine Anzeige wegen Körperverletzung mit entsprechender Schadenersatzforderung einreichen.

Der Glaswollehersteller I. und Zimmermann Felix von Rickenbach haben es in der Hand, in der Sache Frieden zu stiften. Sollte der angerichtete Schaden nicht zur vollsten Zufriedenheit behoben werden, bleibt als einziger Weg die Konfrontation. Die Verursacher können wählen: Krieg oder Frieden.

Hoffen wir, dass Glas- und Steinwolle wie vormals Asbest möglichst schnell verboten werden. Der Umwelt und den Menschen zuliebe. In diesem Sinne verbleibe ich

mit freundlichen Grüssen
Urs Beeler

*

Die Präambel der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (Stand am 14. Mail 2002) lautet:

"Im Namen Gottes des Allmächtigen! Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, (...) im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen (...)" (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/index.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: Die Praxis sieht in der Schweiz so aus, dass derjenige, der seine Freiheit zum Positiven gebraucht, zu Gefängnis oder Busse verurteilt wird. Beispiele: Erwin Kessler, Urs Beeler)

Art. 6 Individuelle und gesellschaftliche Verantwortung

"Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei." (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a6.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: Wieviel Verantwortung ist "erlaubt", um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu kommen?)

Art 16 Meinungs- und Informationsfreiheit

"1 Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.

2 Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.

3 Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten." (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a16.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: Die garantierte Meinungs- und Pressefreiheit nur auf dem Papier nützt nichts - sie muss auch in die Praxis umgesetzt werden können .)

Art. 17 Medienfreiheit

"1 Die Freiheit von Presse, Radio und Fernsehen sowie anderer Formen der öffentlichen fernmeldetechnischen Verbreitung von Darbietungen und Informationen ist gewährleistet.

2 Zensur ist verboten.

3 Das Redaktionsgeheimnis ist gewährleistet." (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a17.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: Hier stellt sich für die Justiz die Frage, was mehr gelten soll - die Meinungs- und Pressefreiheit nach "bestem Wissen und Gewissen" durch verantwortungsbewusste Journalisten oder die Manipulation und Desinformation durch Teile der Grossindustrie?)

Art. 20 Wissenschaftsfreiheit

"Die Freiheit der wissenschaftlichen Lehre und Forschung ist gewährleistet." (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a20.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: Die Bevölkerung hat also auch ein Recht, von Baufachleuten - z.B. Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier, Dipl-Ing./Architekt Paul Bossert, Dipl.-Ing./Architekt Konrad Fischer, Dipl.-Ing. Matthias G. Bumann und anderen - korrekt informiert zu werden, auch dann, wenn diese Erkenntnisse möglicherweise gewissen Industriekreisen nicht passen.)

Art. 74 Umweltschutz

"1 Der Bund erlässt Vorschriften über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen. (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a74.html)

(Anmerkung der Mythen-Post: In Bezug auf KMFs nimmt der Bund seine Verantwortung eben nicht wahr. Es bleibt also nichts anderes übrig, als dass Private dafür schauen, dass die Umwelt 'vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen geschützt' wird.
Der Bund hat schon betr. Asbest, PCB etc. seine Verantwortung nicht wahrgenommen bzw. versagt. Die Initiative muss - so zeigt die Geschichte - immer von aussen kommen, sonst geschieht GAR NICHTS!)

2 Er sorgt dafür, dass solche Einwirkungen vermieden werden. Die Kosten der Vermeidung und Beseitigung tragen die Verursacher.

(Anmerkung der Mythen-Post: Genau das wollen wir ja, dass KMF-Altlasten auf Kosten der Verursacher entsorgt werden!)

3 Für den Vollzug der Vorschriften sind die Kantone zuständig, soweit das Gesetz ihn nicht dem Bund vorbehält."

Strafanzeige gegen einen Glaswollehersteller | Themen-Übersicht Isolation | Startseite Mythen-Post

E-Mail an: Mythen-Post


Steht die Problematik KMF im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses?
Wird dazu publiziert?

- Eine Recherche und Gedanken zum Thema -

Unter der Suchanfrage "kmf allergie" erhält man bei Google lediglich 33 Ergebnisse. Ein trauriges Beispiel fand ich unter http://www.free.de/WiLa/Berufskrankheit/mesoth3.htm:

### Beginn Auszug ###

Ich war als Schlosser von 1947 bis 1985 bei den Gemeinschaftswerken Hattingen im Elektrizitätswerk beschäftigt. Hauptsächlich führte ich Reparaturen an undichten Flanschen an Hochdruckleitungen und an Wasserstandsgläsern durch. Auch gehörte zu meinen Aufgaben das Nachdichten von undichten Armaturen. Die Kessel, Rohrleitungen, Flanschen und Armaturen waren in Wärmedämmmaterial eingepackt und mit Blechen ummantelt zur besseren Halterung der weichen faserförmigen Dämmstoffmatten.

Die Asbestfasern schwebten als feiner Staub in der Maschinenhalle.Auch noch während der Neueinführung der Steinwolle als Wärmedämmmaterial wurde als Aussenabdeckung schwieriger Konturen wie Armaturen, Flanschen und Bögen, Asbestmatten verwendet, weil sie besser verarbeitbar waren. Alle Maschinen, ausser Maschine 10 und 11 arbeiteten bis zuletzt (Abriss des Kraftwerks ca. 1990). In der Übergangszeit des Austauschs Asbest - Steinwolle wurde über mehrere Jahre auch Glasfasermatte verwendet. Sie blieb dort bis zur nächsten Reparatur von ca. 1960 bis 1985.

Bei einer Gewebeentnahme bei Herrn Klinker stellte der Sachverständige Dr. Reichel vom Bergmannsheil Bochum, in seinem Gutachten fest, dass keine Asbestfaser im Gewebe von ihm gefunden wurde. Dies tat er in gleicher Weise bei Wilhelm Tackenberg. Obwohl Krebs im Mesothelium nachgewiesenermassen nur durch Asbestfasern oder ähnliche nicht vom Körper abbaubare spitze kleinste Fasern erzeugt wird, konnte er auch nicht aufgrund der Arbeit bei den Gemeinschaftswerken Elektrizitätswerk Hattingen als Reparaturschlosser eine Berufskrankheit wahrscheinlich machen.Dies tat er, obwohl er das Mesotheliomregister in Nordrhein-Westfalen im Bergmannsheil leitet und all die anderen Mesotheliomfälle und andere Erkrankungen dadurch kennt.

Soweit mir von anderen bekannt ist, hat Herr Reichel immer Schwierigkeiten, bei Asbestexposition die Erkrankung durch Asbest festzustellen.

Nachdem Herr Klinker später von anderen operiert wurde und eine erneute Gewebsentnahme stattfand haben andere Ärzte sofort seine Krankheit als Ursache der Arbeitsumgebung erkannt und der Brufsgenossenschaft vorgetragen, sodass Herr Klinker von der BG noch im Krankenhaus einen Vorschuss wegen seiner jetzt bewiesenen BK erhielt.

Ich möchte Ihnen dringend empfehlen, Herrn Prof. Dr. Reichel und Prof. Dr. Müller wegen deren erwiesener Parteilichkeit zur Berufsgenossenschaft (weil er im Berufsgenossenschaflichen Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum quasi von der BG angestellt ist) auf diesem Gebiet nicht mehr als Gutachter zuzulassen.

Darstellung eines Verstorbenen, die in seiner Akte zur Berufskrankheitsanmeldung bei der BG vorliegen und im Sozialgerichtsstreit SG Dortmund Gegenstand des Verfahrens waren.

### Ende Auszug ###

Hier geht es schwerpunktmässig um Asbest, jedoch bitte ich zu beachten: "Obwohl Krebs im Mesothelium nachgewiesenermassen nur durch Asbestfasern oder ähnliche nicht vom Körper abbaubare spitze kleinste Fasern erzeugt wird..." - das heisst ähnliche Fasern kommen von Mineral- / Glas- / Stein-Wolle !!!

Weiterführende Informationen findet man auf S. 8 der Zeitschrift "Sicherheit für Haus + Hof" 1/01, Hrsg. Land- und
forstwirtschaftliche Sozialversicherungsträger Franken und Oberbayern:

### Beginn Auszug ###

Zur Wärmedämmung werden in der Landwirtschaft oft Glas-, Stein- oder Schlackenwolle eingesetzt. Diese aus mineralischen Rohstoffen hergestellten künstlichen Mineralfasern (KMF) stehen aber seit einigen Jahren im Verdacht, krebserregend zu sein. Seit dem 01. Juni 2000 sind in Deutschland krebserregende und biopersistente (= Aufenthaltsdauer der Fasern im Körper) Dämmstoffe verboten.

Die Industrie hat daraufhin Fasern entwickelt,die sich im Körper schnell auflösen und damit keine krebserregende Wirkung haben. Für den Laien ist es aber schwer zu erkennen, welche Fasern er gerade verarbeitet. Gerade wenn älteres Dämmmaterial ausgebaut werden muss, sind folgende Schutzmaßnahmen zu ergreifen:

- Arbeitsplatz sauber halten und regelmäßig reinigen!
- Material nicht werfen und in geeigneten Behältern sammeln!
- Tragen von P2-Filtermasken, Handschuhen und Schutzbrillen (bei starker Staubentwicklung und Arbeiten über Kopf)!
- Abwaschen des Staubes nach der Arbeit!

### Ende Auszug ###

Die Frage steht nun, wie es der Industrie gelungen ist, sich schnell auflösende Fasern herzustellen, welche keine
krebsauslösende wirkung haben. Das sollte man einmal recherchieren. Die Gütegemeinschaft Mineralwolle e.V. hat ein Heftchen herausgebracht "50 Antworten zur modernen Dämmung". Hier erfährt man:

### Beginn Auszug ###

Setzt Mineralwolle nach dem Einbau Faserstaub frei?

Nein. Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes belegen, dass in Wohnräumen und öffentlichen Einrichtungen, die mit Mineralwolle gedämmt sind, keine signifikante Faserstaubfreisetzung erfolgt.

Sind besondere Schutzmassnahmen beim Aus- und Umbau zu ergreifen?

Mineralwolle mit dem RAL-Gütezeichen „Erzeugnisse aus Mineralwolle" ist gesundheitlich unbedenklich zu verarbeiten und setzt keine Schadstoffe frei. Trotzdem sollten bei der Verarbeitung von Mineralwolle locker sitzende, geschlossene Arbeitskleidung und Handschuhe getragen und die Staubfreisetzung so gering wie möglich gehalten werden. Für den Umgang mit Mineralwolle unbekannter Herkunft gibt es eine Handlungsanleitung, die u.a. von der Fachvereinigung Mineralfaserindustrie e. V.   herausgegeben wurde (Ausg. Okt. 2000).

Was ist die sogenannte Verbotsverordnung und was hat sie mit dem RAL-Gütezeichen zu tun?

Die Verbotsverordnung heißt korrekt „Verordnung zur Änderung chemikalienrechtlicher Verordnungen" und ist am 01.06.2000 in Kraft getreten. Sie beinhaltet das Verbot des Inverkehrbringens, der Herstellung und der Verwendung von biopersistenten künstlichen Mineralfäsern für die Wärme- und Schalldämmung im Hochbau und für die technische Isolierung. Gleichzeitig enthält sie eine Ausnahmeregelung für nicht biopersistente, also biolösliche Fasern, die, wenn sie eines der drei Freizeichnungskriterien erfüllen, vom Verbot ausgenommen, also erlaubt sind.

Die drei Freizeichnungskriterien sind eindeutig definiert, stammen aus der deutschen Gefahrstoffverordnung und sind zugleich die Kriterien, die auch von Mineralwolle-Erzeugnissen mit dem RAL-Gütezeichen erfüllt werden müssen. Mit dem RAL-Gütezeichen ausgezeichnete Mineralwolle-Produkte sind von den Verboten der Verbotsverordnung nicht betroffen.

Sollte man alte Mineralwolle-Dämmstoffe durch die mit dem RAL-Gütezeichen ausgezeichneten Mineralwolle-Dämmstoffe ersetzen?

Nein, denn korrekt eingebaute Mineralwolle setzt keine Schadstoffe und auch keine Faserstäube frei, wie Untersuchungen (siehe auch Seite 10) ergeben haben. Darauf wird deutlich in der Verbotsverordnung hingewiesen (siehe auch Seite 19), in der es in Artikel 2 Abs. 2a heißt: „Das Verwendungsverbot (...) beinhaltet kein Gebot des Entfernens, (...)". In der Handlungsanleitung „Umgang mit Mineralwolle-Dämmstoffen" (Ausg. Okt. 2000) werden ausführlich notwendige Schutzmaßnahmen bei Sanierungen erläutert. Dass es kein Gebot des Entfernens alter Mineralwolle-Dämmstoffe gibt, wird auch hier deutlich gesagt. Beim Renovieren sollte man aber auf Dämmstoffe achten, die das RAL-Gütezeichen tragen.

### Ende Auszug ###

Als Laie fragt man sich nun:
- Wie können sich Partikel aus Glas oder Stein im menschlichen Organismus auflösen?
- was sind denn die "Freizeichnungskriterien" in der Verordnung vom 01.06.2000?
- Wieso gibt es Ausnahmeregelungen für nicht biopersistente Fasern, wo doch biopersistente Fasern verboten werden?
- Wie sehen die Ergebnisse und Rahmenbedingungen der vom Umweltbundesamt beauftragten Untersuchungen aus?
- Warum werden Filtermasken bei völlig unschädlichem Material empfohlen?

Als neugieriger Mensch probiert man die Suchfunktion von Internetseiten aus.
Beispiele:
1. Bauministerium: www.bmvbw.de
Suchergebnisse:
"kmf" = 0
"allergie" = 0
"asbest" = 22, aber vorw. Palast der Republik
"mineralwolle" = Datei Hochwasserschutzfibel
2. Bundesministerium für Gesundheit: www.bmgesundheit.de
"kmf" = 0
"mineralwolle" = 0
"asbest" = 0
"allergie" = 7, aber nichts zu MKF

Zum Schluss: darf man jetzt zu der Schlussfolgerung kommen, alles wäre in Butter?
Das würde ja bedeuten, dass man KMF-Geschädigte als Hypochonter hinstellt.
Wieviele mussten dran glauben, bis Asbest verboten wurde?
Wieviele litten und leiden noch unter PCP, Formaldehyd, Lindan ...

DIMaGB, 10. Februar 2003


BERICHT ÜBER DEN STAND DER UMSETZUNG DER MAßNAHMENVORSCHLÄGE DER
"KONZEPTION DER BUNDESREGIERUNG ZUR VERBESSERUNG DER LUFTQUALITÄT
IN INNENRÄUMEN"
Stand 9.2.96

### Beginn Auszug ###

Vorbemerkungen

Die Konzeption der Bundesregierung zur Verbesserung der Luftqualität in Innenräumen aus dem Jahre 1992 enthält eine Vielzahl von Vorschlägen für Maßnahmen, von Prüfaufträgen sowie Anregungen zur Intensivierung der Forschung. ...

2. Institutionalisierung

Der Vorschlag, bei den wissenschaftlichen Bundesoberbehörden Aufgabenbereiche, die sich mit dem Problem der Luftverunreinigung in Innenräumen befassen, einzurichten, wurde bisher noch nicht umgesetzt. Die Konzeption verweist an anderer Stelle darauf, dass die Einrichtung solcher Arbeitsbereiche insbesondere im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsamtes (BGA) dringlich sei. Die mit der Auflösung des BGA durch das Gesetz über die Neuordnung zentraler Einrichtungen des Gesundheitswesens im Jahre 1994 verbundenen Umstrukturierungen und organisatorischen Maßnahmen in den Nachfolgeeinrichtungen sind jedoch noch nicht vollständig erfolgt.

3. Beurteilung von Innenraumluftschadstoffen

Die grundlegende Richtlinie VDI 4300 Blatt 1 "Messen von Innenraumluftverunreinigungen; Allgemeine Aspekte der Meßstrategie" ist im Dezember 1995 als Weißdruck veröffentlicht worden.

Besonderer Teil
- Maßnahmenvorschläge -
(September 1992)
D 1 Bauprodukte

4. Schaffung der sachlichen und personellen Kapazitäten für die Prüfung von Bauprodukten in den fachlich zuständigen Behörden auch des Bundes;

Bislang keine Umsetzung

5. Prüfung, ob und ggf. welche Regelungen im Gefahrstoffrecht, insbesondere hinsichtlich der Beschränkung oder des Verbots bestimmter gesundheitsschädlicher Stoffe in Bauprodukten getroffen werden können, z.B. für den Einsatz organischer Lösungsmittel oder künstlicher Mineralfasern;

2) Künstliche Mineralfasern

Im Herbst 1992 veranlaßte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Einvernehmen mit den Bundesministerien für Arbeit und Sozialordnung (BMA) und für Gesundheit (BMG) die Einrichtung einer Arbeitsgruppe "Künstliche Mineralfasern". Die beteiligten Bundesoberhörden Umweltbundesamt (UBA), das damalige Bundesgesundheitsamt (BGA) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz (BAU) wurden beauftragt, das von künstlichen Mineralfasern (KMF) ausgehende Risiko zu bewerten.

Nach Auswertung einer im Dezember 1993 durchgeführten "Expertenanhörung zur Kanzerogenität künstlicher Mineralfasern" legten die Bundesoberbehörden den zuständigen Ressorts ihre Bewertung vor. Der Bericht wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es finden sich darin folgende Kernaussagen:

  • Zahlreiche der künstlichen Mineralfasern erfüllen die Kriterien zur Einstufung als krebserzeugende Stoffe der
    Kategorie 2 entsprechend der EG-Richtlinie 93/21/EWG.
  • Eine Belastung durch künstliche Mineralfasern findet vor allem an Arbeitsplätzen statt, an denen Fasern hergestellt, weiterverarbeitet und eingebaut werden.
  • Schutzmaßnahmen sind nicht zuletzt auch für den Heimwerker erforderlich. Hierzu zählt auch eine produktbezogene Aufklärung des Heimwerkers, z. B. durch Kennzeichnung der Erzeugnisse sowie Angabe von Sicherheitsratschlägen in einer Gebrauchsanweisung, um Faserexpositionen beim Einbau der Schall- und Wärmedämmstoffe und somit mögliche Gesundheitsgefahren zu minimieren.

Unter Zugrundelegung der Bewertungen künstlicher Mineralfasern durch die MAK-Kommission und durch die Bundesoberbehörden hat der Ausschuß für Gefahrstoffe (AGS) nach eingehender Beratung Kriterien aufgestellt, nach denen künstliche Mineralfasern zu beurteilen sind, und dem Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung vorgeschlagen, bestimmte Faserstäube (natürliche und künstliche Mineralfasern) in das Verzeichnis krebserzeugender Stoffe (Technische Regeln für Gefahrstoffe - TRGS 905) aufzunehmen. Eine Bekanntgabe dieser Kriterien durch das Bundesarbeitsministerium erfolgte im Bundesarbeitsblatt 6/1994.

Eine EG-weite Legaleinstufung erfolgte bisher nicht. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Heimwerker während
des Einbaus und insbesondere Ausbaus erhöhten Faserbelastungen - vergleichbar denen gewerblicher Arbeitnehmer - ausgesetzt ist. Sicherheitsvorschriften und Gebrauchsanweisungen sind daher auch vom Heimwerker zu beachten.

Bei gemäß den Bauvorschriften eingebauten Wärmedämmungen aus künstlichen Mineralfasern (z. B. zum Innenraum dampfdicht abgeschlossene Dämmaterialien in der Dach- und Wandisolierung) ist in der Regel keine erhöhte Innenraumbelastung zu beobachten. Dies gilt sowohl für von Handwerkern als auch von Heimwerkern eingebaute Wärmedämmungen. Ein Risiko für den späteren Bewohner oder Nutzer dieser Räume ist daher nicht erkennbar.

Bevor die Forderung erhoben wird, krebserzeugende künstliche Mineralfasern durch andere Dämmstoffe zu substituieren, gilt es zu prüfen, in welchem Ausmaß der Verzicht auf den Einsatz von künstlichen Mineralfasern mit Einbußen auf der Seite der Energieeinsparung, der Brandsicherheit und anderer bautechnischer Anforderungen führen würde. Das Thema "Substitutionsprodukte" stand daher auch auf einer von den Bundesoberbehörden im Juni 1994 durchgeführten Anhörung zur Diskussion. Es wurde festgestellt, dass zahlreiche Dämmstoffe (Schafwolle, Schaumglas, Zellulose) mit z.T. ebenfalls bauphysikalisch guten Eigenschaften angeboten werden. Es muß jedoch festgehalten werden, dass die Datenlage für eine vergleichende Bewertung der technischen und vor allem der toxischen Eigenschaften in den meisten Fällen unzureichend ist.

Angestoßen durch die Diskussion zwischen Behörden, Ministerien und Herstellern künstlicher Mineralfasern wurden und werden in jüngster Zeit künstliche Mineralfasern mit geänderter Zusammensetzung entwickelt. Diese künstlichen Mineralfasern haben nach Aussagen der Hersteller vergleichbare bauphysikalische Eigenschaften wie die bisher verwendeten.

Sie wirken aufgrund ihrer geringeren Biobeständigkeit jedoch nicht krebserzeugend (Kanzerogenitäts-Index KI>40).
Acht von neun deutschen Herstellern haben die Produktion auf derartige Dämmstoffe umgestellt. Der Marktanteil der Dämmstoffe, die noch einen KI-Index < 40 haben, wird auf 20 % geschätzt.

10. Aufforderung an die Hersteller bzw. Vertreiber von Bauprodukten, alle verfügbaren toxikologischen Daten über die gefährlichen Inhaltsstoffe bzw. Emissionen von im Innenraum eingesetzten Materialien und Produkten bereitzuhalten und im Bedarfsfall den für den Gesundheitsschutz zuständigen Behörden zugänglich zu machen. Prüfung, ob eine rechtliche Regelung notwendig ist.

Auf einer Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene des BGA (jetzt beim UBA angesiedelt) beruhend, wurde 1993 eine gemeinsame Empfehlung des Bundesgesundheitsamtes, der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und des Umweltbundesamtes im Bundesgesundheitsblatt Nr. 2/93 veröffentlicht. In der Empfehlung mit dem Titel "Kontrolle von Schadstoffemissionen aus Baumaterialien und anderen im Innenraumbereich eingesetzten Produkten" appellieren die Bundesoberbehörden an die Hersteller bzw. Vertreiber von Produkten und Materialien, die im Innenraum eingesetzt werden, auf freiwilliger Basis

  • die entsprechenden vollständigen Rezepturen zu sammeln, aufzubewahren und bei Bedarf den zuständigen Behörden offenzulegen
  • die relevanten toxikologischen Daten für die in ihren Erzeugnissen enthaltenen und in der Luft zu erwartenden Substanzen bereitzuhalten, insbesondere für solche Stoffe, die nicht in der MAK-Werte-Liste aufgeführt sind
  • nachprüfbare Angaben darüber bereitzuhalten, auf welche Art ihre Erzeugnisse bei sachgerechter Anwendung die Innenraumluft belasten, und
  • den gewerblichen und privaten Anwendern ihrer Erzeugnisse ausreichende Informationen anzubieten (Anwendungshinweise, Schulungen usw.).

### Ende Auszug ###

ergänzt 11. Februar 2003

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