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Inhaltsverzeichnis

Aufsätze von Dr. Wolfgang Thüne



Dr. Wolfgang Thüne
Heizkosten sparendes Bauen
Ist der U-Wert ein Maß für optimalen Wärmeschutz?

Kennzeichen moderner Industrie- und Kommunikationsgesellschaften ist ein geradezu exponentiell zunehmender Strom an Informationen. Dies hat immense Vorteile, aber auch einen zu wenig beachteten Nachteil. Die politisch gerne aufgemachte Gleichung "Informationszunahme ist identisch mit Wissenszunahme" stimmt nämlich nicht. Prof. Dr. Hans-Jürgen Warnecke, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, hat es im Fraunhofer Magazin 3.2000 auf den "Punkt" gebracht:

"Das Informationszeitalter treibt uns mit seiner Datenschwemme in eine Zwickmühle: Je mehr Informationen wir ansammeln, desto unsicherer werden wir. Berge von Informationsmüll verstellen den Blick auf das Wesentliche... Das zwingt uns zu einem paradoxen Verhalten. Wir müssen Informationen vernichten, um etwas zu verstehen. Wir müssen Informationen ignorieren, um entscheiden zu können." Und noch etwas anderes stellt Warnecke fest: "Keiner kann mehr mit der Wissensexplosion Schritt halten. Während das Wissen jedes Einzelnen wächst, wird er gleichzeitig immer dümmer, denn das Nichtwissen wächst noch schneller."

Und noch etwas anderes wissen wir seit Francis Bacon: "Wissen ist Macht!" Mit dieser Wissensmacht wird heutzutage mehr denn je gewuchert und immer auf Kosten und zu Lasten der Unwissenden. Ihnen wird bildhaft "das Fell über die Ohren gezogen". Ganze Kolonnen von Werbefilmern und -textern sind rund um die Uhr beschäftigt, mit aller Kunst der Verführung aus dem Unwissen Kapital zu schlagen. "Marketing" ist das große Schlagwort! Ein lukrativer Markt zum Geldverdienen ist der Baumarkt. Hier werden die gewagtesten Versprechungen gemacht, bis hin zu dem weißer als weißen "Ökohaus". Es ist kein Doppelhaus, sondern ein "Haushaus", denn die Vorsilbe "Öko" kommt vom griechischen Wort ‚oikos’ und heißt bereits Haus.

Ein anderes viel angepriesenes Zukunftshaus ist das "Nullenergiehaus". Wenn das Haus nur schön gedämmt und luftdicht verpackt ist, kann man darin leben ohne "Energieverbrauch", d. h. ohne Inanspruchnahme irgendwelcher "Energieträger". Nun, die Werbung geht weiter: Der Architekt Rolf Disch aus Freiburg bietet bereits ein "plusenergiehaus", d. h. ein "Energiegewinnhaus" an: "Zukunftsorientiertes Bauen-Wohnen-Leben in fortschrittlichen, umweltfreundlichen, multifunktionalen Wohn-Atelier-Häusern, die extrem kostengünstig zu bewirtschaften sind und in der Gesamtbilanz sogar mehr Energie erzeugen können als ihre Bewohner verbrauchen." Für einen 3 Personenhaushalt errechnet er einen Energiegewinn von 3.722 kWh/Jahr. Dies muss ich unkommentiert lassen, weil die Berechnung in dem Werbeprospekt nicht nachvollziehbar ist!

Um eine gemeinsame Sprachplattform herzustellen, seien einige grundlegende physikalische Tatsachen, die man auch mit bester Propaganda nicht aus der Welt schaffen kann, ins Gedächtnis zurück gerufen.

Unabänderliche Tatsache ist, dass jeder Körper, ob tot oder lebendig, flüssig, fest oder gasförmig, unentwegt Energie in Form elektromagnetischer Strahlung abgibt, emittiert. Das liegt an der atomaren Struktur der Materie. Auch ein Eisblock strahlt Wärme ab, denn in der Natur gilt die absolute Temperaturskala. Diese fängt bei O Kelvin oder –273,16 °C, dem absoluten Nullpunkt, an. Die Natur kennt keine negativen Temperaturen, denn jede Temperatur setzt Bewegung voraus und damit die Existenz von Energie. Die Temperatur ist ein Maß für die Bewegungsenergie der einen Stoff zusammensetzenden Atome und Moleküle. Ist ein Körper "kalt", dann ist die emittierte Strahlung unsichtbar. Dies gilt für die Wärmestrahlung der Erde, die ein Wellenlängenspektrum zwischen 5 und 50 Mikrometern überdeckt. Die Strahlung eines Körpers erfolgt unabhängig von seiner Umgebung und ist ob ihrer Intensität nur von dessen Temperatur abhängig. Die Strahlung nimmt mit der 4. Potenz der absoluten Temperatur zu oder ab. Ist ein Körper sehr heiß, wie eine glühende Herdplatte, dann kühlt er zuerst extrem schnell ab. Wegen des Potenzgesetzes verlangsamt sich die Abkühlung, S wird geringer.

Dieser ewige Wärmeverlust ist Grund dafür, dass die Erde allein nicht lebensfähig ist. Ihr muss ständig von außen Strahlung zugeführt werden. Quelle des irdischen Lebens ist die Sonne, in deren Licht- und Wärmestrahlungskegel sich die Erde dreht. Während der Tagesstunden erhält die Erde mehr Energie, als sie selbst abstrahlt, sie erwärmt sich. Während der Nacht wird nur Strahlung emittiert, der Erdboden kühlt sich ab. Allein durch die Erdrotation können sich nie stationäre Verhältnisse einstellen, ein "Strahlungsgleichgewicht" ist grundsätzlich unmöglich, zumal auch die Strahlung der Sonne, deren Spektrum von 0,4 bis 3 Mikrometern reicht, eine völlig andere Qualität hat als die der Erde.

Die Urerfahrung "Energieverlust" hat Sir Isaac Newton als "Abkühlungsgesetz" formuliert. Danach kühlt jeder Körper in einer kältren Umgebung ab. Umgekehrt erwärmt er sich, wenn ihm aus der Umgebung mehr Energie zugestrahlt wird, als er selbst abstrahlt. Der Pudding auf der Fensterbank kühlt ab und wird steif. Das Eis schmilzt nicht nur in der Sonne, sondern auch in einem warmen Zimmer ohne solare Energieabsorption.

Ob dieser Naturgesetzlichkeit hat die Natur jedes Lebewesen mit einer inneren Heizquelle ausgestattet, um den ewigen Energieverlust zu kompensieren. Der Mensch muss täglich rund 2500 Kcal an kohlehydrathaltiger Nahrung zu sich nehmen und im Körper verbrennen, um den Strahlungswärmeverlust auszugleichen. Zur Verbrennung entnimmt er der Luft beim Einatmen etwa 5 % Sauerstoff, die als Kohlendioxyd wieder ausgeatmet werden. Um seine Körperwärme auf konstantem Niveau von etwa +36 °C (309 K) zu halten, ist der Mensch mit circa 200 000 Wärmesensoren ausgestattet, die jede Abweichung an das Großhirn weiterleiten und ihm signalisieren, ob man sich wohlfühlt, es zu kalt oder zu warm ist. Bei Hitze sondert der Körper Schweiß ab, er transpiriert, um sich herunterzukühlen. Ist es zu kalt, dann muss man sich anziehen, sich eine zweite "Strahlungshaut" zulegen. Diese kann dann auf –20, -30, -40 und mehr Grad Celsius abkühlen.

Dann kann man sich unter der Voraussetzung vor dem Erfrieren schützen, dass zwischen der Körperhaut und der Textilhaut der Wärmetransport weitestgehend unterbunden ist. In der Natur geschieht dies vor dem Winter, indem sich die Tiere ein "Flaumkleid" unterziehen, ein flauschiges "Unterfell" zulegen oder mit einer "Speckschicht" umgeben. Dies nennt man "Wärmedämmung" oder "Isolierung". Das physikalische Geheimnis ist, dass Luft an ihrer Bewegung gehindert und möglichst absolut stillgestellt werden muss. Luft ist einerseits der schlechteste Wärmeleiter in der Natur, andererseits ein sehr effektiver Wärmetransporteur, denn mit Luft wird Masse transportiert. Der Wärmetransport durch Konvektion oder Turbulenz ist 50 000-fach wirkungsvoller als der durch direkte Wärmeleitung, wie sie bei direktem Kontakt von Boden und Luft auftritt. Der Charakter einer Luftmasse bestimmt der Untergrund! Deswegen sprechen wir von maritimen oder kontinentalen Luftmassen.

Man kommt zu völlig falschen Schlussfolgerungen, wenn man auch nur einen Prozess ausklammert. In der Natur sind Wärmestrahlung, Wärmeleitung und Konvektion untrennbar miteinander verbunden und treten immer gleichzeitig auf. Am Tage überwiegt bei Sonnenschein neben der immerwährenden Wärmestrahlung die Konvektion, wie das Flimmern der Luft über heißen Asphaltstraßen zeigt. Der Abtransport der erwärmten Luft kann so intensiv sein, dass Verwirbelungen wie "Windhosen" entstehen. Doch bevor die Konvektion in Funktion treten kann, muss durch direkten Kontakt am Erdboden die Luft "leitend" erwärmt werden. Nachts "schützt" sich die Erde bei Mondschein vor zu schneller Unterkühlung, indem sie die Konvektion unterbindet und sich unterhalb einer Inversion eine isolierende "Kaltlufthaut" zulegt. Indiz dafür ist auch das abendliche "Einschlafen" des Windes. Zudem, die Ausstrahlung ist immer da.

Während die Erde die körpereigene Wärmestrahlung nicht unterbinden kann, kann sie auf die Wärmeleitung und die Konvektion regulierend wirken. Auch dem Menschen bleiben prinzipiell keine anderen Eingriffs- und Regulierungsmöglichkeiten wie der Natur. Als perfekteste Apparatur, um einen Stoff heiß oder kalt zu halten, erfand er die Thermoskanne. Selbst in ihr wird der heißeste Kaffe kalt, schmilzt Eis! Als der Mensch vom behaarten zum "nackten Affen" mutierte und die ganzjährig warmen Tropenzonen verließ, war er gezwungen, sich durch Kleidung vor Unterkühlung zu schützen, sich in wettergeschützte Höhlen zu verkriechen oder sich bewegliche oder feste Behausungen zu bauen. Weitaus älter als die Agrikultur dürfte daher die Baukultur sein. Ob Iglu oder Zelt, Holz- oder Steinhaus, der Mensch entwickelte die vielfältigsten Behausungen, die er optimal an die örtlichen Wetterverhältnisse adaptierte, um sie möglichst energiesparend "klimatisieren" und an seine Bedürfnisse anpassen zu können. Eine extrem ressourcensparende Bauform ist der Iglu des Eskimo.

Bevor ich auf die unter Bauphysikern heiß umstrittene Frage "Wärmespeicherung" oder "Wärmedämmung", letztere wird momentan vom Gesetzgeber bevorzugt, eingehe, muss ich den Begriff "Wärme" erläutern. Wärme ist keineswegs gleichbedeutend mit Temperatur! Während die Temperatur ein Maß für die Intensität der Molekülbewegung, physikalisch eine Qualitätsgröße ist, ist Wärme eine Quantitätsgröße. Wärme ist mit Masse verknüpft. Wärme ist zudem eine stoffspezifische Größe. Man spricht von der "spezifischen Wärme" oder "Wärmekapazität" eines Stoffes. Warum Warmwasserheizungen bevorzugt werden, liegt an der Tatsache, dass Wasser die höchste Wärmekapazität und damit Wärmespeicherfähigkeit hat.

1 kg Wasser und 50 kg Wasser von 100 °C haben dieselbe Temperatur. Trotzdem musste man zur Erreichung der Temperatur im 2. Fall 50mal mehr Gas verbrennen. Dafür enthalten diese 50 kg auch viel mehr Wärme. Wer viel Wärme speichern will, braucht zunächst viel Masse und dann einen Stoff mit möglichst großer Wärmekapazität. Ozeane erwärmen sich somit erheblich langsamer als Kontinente und kühlen auch viel langsamer ab. Dieser Unterschied führt im Tag-Nacht-Rhythmus zu den Land-See-Wind-Zirkulationen an den Küsten. Der atlantische Golfstrom ist so eine natürliche Warmwasserheizung. Die Einheit der Wärme ist die Kilogrammkalorie: Darunter versteht man die Wärmemenge, die notwendig ist, um 1 kg Wasser von 14,5 °C auf 15,5 °C zu erwärmen. Wasser hat die spezifische Wärmekapazität von 1,000. Vergleichbare Werte sind: von Erdboden 0,22, Beton 0,21, Mauerwerk 0,20 und Glas 0,18. Luft hat bei Atmosphärendruck und 20 °C einen Wert von 0,24! Für die einzelnen Bestandteile betragen die Werte: Stickstoff 0,25, Sauerstoff 0,22, Wasserdampf 0,44 und Kohlendioxyd 0,20.

Was bedeuten diese Zahlen konkret? Erwärmt man in einem Glasbehälter Luft auf 20 °C und trägt ihn in ein unbeheiztes Zimmer mit einer Lufttemperatur von 10 °C, dann dauert es nicht lange und die Luft im Glasbehälter hat sich auf die Umgebungstemperatur abgekühlt. Dies liegt nicht nur an der geringeren Wärmekapazität des Glases sondern auch an dessen gutem Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert). Dieser beträgt bei Einfachverglasung 5,8 W/m2. Bei einer Temperaturdifferenz von 10 Grad fließen ständig 58 W pro Quadratmeter Fläche durch das Glas nach außen. Wärme hat immer das Bestreben, einen Temperaturausgleich herbeizuführen und fließt dabei solange von der wärmeren zur kälteren Seite, bis sich die Temperaturen angeglichen haben. Auch ohne Berücksichtigung der Wärmestrahlung wird ersichtlich, dass man den Wärmeverlust durch ein Fenster nicht wesentlich verringern kann, indem man die Dicke der Scheibe verdoppelt, sondern indem man Fenster doppel- oder dreifach verglast und die geringe Wärmeleitfähigkeit der dazwischen eingesperrten und damit "konvektionsfreien" Luft ausnutzt.

Unter dem Aspekt des Wärmeschutzes und damit des sparsamen Energieeinsatzes ist jedes Glashaus einem Haus aus Steinen oder Beton unterlegen, ganz besonders, wenn man die Wandstärke und damit die Wärmespeicherfähigkeit berücksichtigt. Der Streit unter den theoretisch denkenden Bauphysikern und den praktisch ausgerichteten Architekten dreht sich um die Frage "Wärmedämmung oder Wärmespeicherung"? Teile des "Baustoffmarktes" propagieren die "schwere Bauweise" mit einer hohen Wärmespeicherfähigkeit der Haushülle, andere Teile favorisieren die Leichtbauweise mit hoher Wärmedämmung. Konkret geht es um zwei Fragen: Wie viel solare Energie kann eine 50 cm dicke Ziegelfassade speichern und wie "verwaltet" sie diese Wärme? Ist der durch "wärmegedämmte" Fassaden "eingesparte" Verlust größer oder kleiner als die kostenlose Sonneenergie? Bei der Massivbauweise bleibt nach Abschalten der Heizung der Raum noch längere Zeit angenehm warm, während Räume in Leichtbauweise schneller auskühlen, sich aber auch schneller wieder erwärmen lassen. Was ist kostengünstiger, was ist "energieeffizienter" und damit ressourcenschonender? Dieser ideologische Streit lässt sich am besten durch tatsächlich gemessene Verbrauchswerte entscheiden. In der Stadt Dietikon bei Zürich in der Schweiz hat man den mittleren Energieverbrauch öffentlicher Gebäude in den Jahren 1993 bis 2000 gemessen und verglichen. Am besten schnitt das "Alte Stadthaus" aus dem Jahre 1842, am schlechtesten das 1970 erbaute Schulhaus "Luberzen" ab, obgleich dieses 1995 "energiesaniert", d. h. mit Wärmedämmung und neuer Heizung versehen wurde. Der spezifische Energieverbrauch war mehr als doppelt so hoch!

Welches sind die Gründe, dass Theorie und Praxis so gewaltig auseinander klaffen, so extrem widersprüchlich sind? Dies liegt in einem tiefgreifenden Wandel unserer Denkstrukturen. Wir wollen die Zukunft bewältigen und verlieren dabei die Gegenwart mit ihren zu lösenden Problemen zunehmend aus dem Blickfeld. Alles muss "zukunftsfähig" sein. Doch da wir prinzipiell nicht in die Zukunft blicken können, entwickeln wir Modelle und Szenarien, erstellen Simulationen. Wir leben gedanklich weitgehend in theoretischen Modellwelten und ignorieren simple Erfahrungstatsachen. Nur so ist die Diskrepanz zu erklären zwischen dem hypothetischen Energieverbrauch und dem wirklichen bei den öffentlichen Gebäuden in Dietikon. Dieses Phänomen ist nicht auf die Schweiz beschränkt. Prof. Dr. Hermann Heinrich von der Universität Kaiserslautern fragte beim Energietag Rheinland-Pfalz 2000: "Der geplante Energieausweis wirft rechtliche Probleme auf. Was ist, wenn z.B. der tatsächliche Verbrauch die rechnerischen Werte übersteigt? Führt dies zu einer Flut von Zivilklagen?"

Das Problem liegt beim Wärmedurchgangskoeffizienten k, dem k- oder neuerdings U-Wert, der allen Wärmeschutzberechnungen zugrunde gelegt wird und gesetzlich als allein gültige Rechenmethode vorgeschrieben ist. Bei entsprechender Dämmung kann man jedes Haus zum "Nullenergiehaus" herunterrechnen. Der U-Wert hat einen Nachteil: er gilt ausschließlich nur bei "stationären Bedingungen" und ist damit wirklichkeitsfern! Der Architekt Prof. Dr. Claus Meier wirft der Bauphysik vor, nur stationär zu denken, zu rechnen und zu handeln. Seine These: "Wird jedoch instationär gedacht, dann wird für massive Bauweisen der ganze Gebäudewärmeschutz zu einer reinen Phantasterei."

Der Bauphysiker Prof. Dr. Gerd Hauser aus Kassel erläutert warum: "Gebäude unterliegen in der Regel instationären Randbedingungen, wie schwankenden Sonneneinstrahlungsintensitäten, Außenlufttemperaturen, Luftwechselraten und internen Wärmequellen, woraus auch schwankende Raumlufttemperaturen resultieren können." Etwas klarer ausgedrückt heißt das: Die Annahme stationärer Verhältnisse ist eine theoretische Fiktion, die der Wirklichkeit nicht entspricht. Die Rotation der Erde, die wechselnden Jahreszeiten, das chaotische, sich täglich, ja stündlich ändernde Wettergeschehen erzeugen permanent instationäre Randbedingungen, die jede stationäre Simulationsrechnung als zwar idealisierte aber unrealistische Modellannahme erscheinen lassen! Doch nicht nur die Außenbedingungen sind instationär, auch der interne Heizbetrieb, das Wohnverhalten des Menschen ist keineswegs stationär.

Prof. Hauser zum Massivhaus: "Hinsichtlich des sommerlichen Wärmeverhaltens führt eine hohe Wärmespeicherfähigkeit prinzipiell zu einer Glättung der Temperaturverläufe, sowohl hinsichtlich der täglichen als auch der mehrtätigen Temperaturschwankungen. Somit werden durch eine hohe Wärmespeicherfähigkeit Temperaturspitzen abgebaut und tagsüber behaglichere Verhältnisse geschaffen." Untersuchungen an freistehenden Einfamilienhäusern haben gezeigt, dass "die Ausführung mit der höchsten Wärmespeicherfähigkeit zu dem geringsten Jahres-Heizwärmebedarf führt". Noch einmal Hauser: "Bei der Wirkung der Wärmespeicherfähigkeit muss prinzipiell zwischen zwei gegenläufigen Phänomenen unterschieden werden: Die aus internen Wärmequellen und aus der Sonneneinstrahlung resultierenden Wärmegewinne können vom Massivbau besser genutzt werden als vom Leichtbau, weil beim Massivbau eine Überheizung der Räume entweder überhaupt nicht auftritt oder wesentlich geringer ausfällt. Somit bleiben zusätzliche Energieverluste durch Überheizung, die eine Erhöhung der Lüftungs- und Transmissionswärmeverluste zur Folge haben, beim Massivbau kleiner als beim Leichtbau."

Prof. Hauser zieht noch eine andere, ganz bedeutende Schlussfolgerung. Er sagt, dass die gemessenen Energieverbrauchswerte und die theoretisch berechneten überhaupt nicht vergleichbar sind. "Die Wärmeschutzverordnung 95 bilanziert über die Transmissions- und Lüftungswärmeverluste sowie die passiven Solarenergiegewinne und internen Energiequellen. Entsprechend werden Anforderungen an den Heizwärmebedarf gestellt, und die Einflüsse der Heizungs- und Anlagentechnik gehen nicht in die Anforderungsgröße ein. Den Heizwärmeverbrauch kann der Nutzer jedoch nicht ablesen. Ein Vergleich der tatsächlichen Ist-Verbräuche (Heizenergieverbrauch) mit dem rechnerisch ausgewiesenen Wert (Heizwärmebedarf) ist nicht möglich. Berechneter Bedarf und abgelesener Verbrauch können nicht übereinstimmen." Aus diesem Grunde sprach Prof. Heinrich von der möglichen Prozessflut, die auf die Anbieter zukommt, wenn die teuer erkaufte "Heizenergieverbrauchs-Senkung" nicht eintritt. Damit erklären sich auch die Diskrepanzen bei den öffentlichen Gebäuden in Dietikon.

Die hitzige Diskussion um "Wärmedämmung" oder "Wärmespeicherung" wird geführt vor dem Hintergrund der Vorstellung, dass die Erde ein "Treibhaus" sei und durch Zunahme der Treibhausgasemissionen aufgeheizt werden könne. Einen größeren Widerspruch zwischen der Wirklichkeit und den vielen virtuellen Modellwelten kann es nicht geben. Die Erde ist ein "offenes Ökosystem" fernab jedweden "Gleichgewichts". Von dem "oikos" existiert nur das Fundament, auf dem wir unsere Häuser bauen, um zu überleben.

Damit relativiert sich auch der Begriff "ökologisches Bauen", der nicht nur ein besonders umweltfreundliches Verhalten signalisieren soll. In der Werbesprache soll ein "Ökohaus" völlig in Einklang mit den Gesetzen des Naturhaushalts stehen und dessen Nachhaltigkeit garantieren. Doch die Natur "baut" keine Häuser, keine Dörfer, keine Städte. Alles "Gebaute" ist Menschenwerk, ist "Kulturarbeit", die einen "irreversiblen" Eingriff in die Natur wie den Naturhaushalt bedingt. Solche Eingriffe möglichst gering zu halten, ist das Gebot der Stunde. Der schlimmste Ressourcenverbrauch ist der Flächenverbrauch. In der Ökonomie des Bauens liegt die eigentliche ökologische Herausforderung!

Mainz, den 7. November 2001

Literatur:

  1. P. Bossert: Geht die Wärmedämmung in die falsche Richtung?, SIA-Zeitschrift "tec21" Nr. 37 (2001)
  2. Claus Meier: Entwickelt der Wärmeschutz sich zum Phantom?, Deutsches Ingenieurblatt 5(1999), S. 16-23.
  3. Gerd Hauser: Die Wirkung der Wärmespeicherfähigkeit von Bauteilen und ihre Berücksichtigung in der EnEV, Bauphysik 22 (2000), Heft 5, S. 308-312.

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Nein zur Ökodiktatur
von Dr. Wolfgang Thüne

Die global vernetzte "grüne Bewegung" hat sich vorgenommen, endlich im 3. Anlauf im japanischen Kyoto den "Klimaschutz" über feste CO2-Reduktionsquoten zur völkerrechtlich einklagbaren Norm zu erheben. Zweck ist es, durch "Selbstverpflichtungen" die Industrienationen permanent auf die Umwelt-Anklagebank zu locken. Die staatsanwaltliche Funktion übernehmen dabei "Nicht-Regierungsorganisationen" oder "Öko-Polizisten" wie WWF und Greenpeace: Ziel ist die Verwirklichung eines ökologischen Paradieses mit den Instrumenten dirigistischer Planwirtschaften.

Zur Erreichung der Macht ist den selbstauserkorenen "Umweltweisen" jedes Mittel dialektisch erprobter, raffinierter Propaganda und Desinformation recht. Die wichtigste Waffe ist die Erzeugung von "Klimaängsten" und "Schuldgefühlen". Verheimlicht wird, dass der Begriff "Klimaschutz" in Wahrheit nur ein Synonym für völlige Umgestaltung der "reichen" Industriegesellschaften zugunsten der "armen" Entwicklungsländer ist.

Die "Klima-Ideologen" selbst wissen am besten, dass das Wetter überall auf dem Globus noch nie CO2-abhängig war, auch jetzt nicht ist und nie sein wird. Es ist natürlich verständlich, dass alle Ideologien, die sich dem utopischen Weltverbesserungswahn, der Mensch könne in seiner Allmacht das komplexe globale Wettergeschehen so steuern, dass seine statistische Erfindung, das Klima, plötzlich "konstant" bleibt, nun "aufheulen" und ihrer "moralischen Enttäuschung" über die USA und Japan freien Lauf lassen, die ihnen nicht auf dem Weg in die von Armut gezeichnete "Knechtschaft" folgen wollen.

Schon ein einziger Blick in die jüngste 1000jährige Klimageschichte würde zeigen, dass weder "Sonntagsreden" noch kernige "CO2-Reduktionsbeschlüsse" etwas an der Klimavariabilität ändern würden. Die 1000jährige Konstanz des CO2-Gehalts zwischen 860 und 1860 hat das Wetter nicht daran gehindert, uns sowohl das hochmittelalterliche Klimaoptimum und anschließend die "Kleine Eiszeit" als Klimapessimum zu bescheren. Für beides konnte man nicht pauschal die Industrienationen "schuldig" sprechen, denn die gab es damals noch nicht. Der politische Glaube an den "Klimaschutz" ist als Ausfluß eines allzu reduktionistischen Denkens ein "Irrglaube", eine Kapitulation vor der Komplexität der Wirklichkeit. Da diese ob ihres Detailreichtums weder durchschaubar noch abbildbar ist, vereinfacht man sie, bis man ein Modell hat, das man intellektuell zu beherrschen meint. Das Problem ist, dass man einer derart sklavischen Modellhörigkeit verfallen kann, dass das virtuelle Modell im Bewußtsein die Stelle der realen Wirklichkeit einnehmen kann. Die Folge ist, dass man die borstige Wirklichkeit der idealisierten Modellwelt in ideologischer Versessenheit anpassen will, notfalls mit Zwang und Greenpeace-Ketten. Dies ist das Strickmuster aller fundamentalistischen Ideologien.

Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass in Kyoto die amerikanisch-britisch-japanischen Stärken - der pragmatische Blick für die Wirklichkeit und der "kühle" Rationalismus - sich durchsetzen gegen die blind "voranreitende" deutsche ideologische Modellhörigkeit sowie unsere Tendenz zu "heißem" Idealismus. Der Mensch wird dem globalen "Wettergott" mit seinen zahlreichen regionalen "Wettergöttern", welche die herrliche Klimadiversität auf der Erde zustandebringen, nie ins Handwerk pfuschen können. Ein einheitliches "Globalklima" würde jegliche Lust auf den reizvollen Genuß fremder Klimate nehmen. Es entspricht dem Wunschbild der "Ökodiktatoren", denen die physische und geistige Mobilität des freien und mündigen Bürgers ohnehin ein "Dorn im Auge" ist.

Es wird höchste Zeit, dass man den revolutionär-totalitären Impetus der "grünen Bewegung" erkennt und den Anfängen wehrt. Ökoparadies? Nein danke! Möge die "Vernunft" Immanuel Kants in Kyoto siegen!

Wolfgang Thüne, Meteorologe und Soziologe, ist Referent für Grundsatzfragen in einem Umweltministerium. Er moderierte 1971 bis 1986 nebenberuflich den ZDF-Wetterbericht.

Quelle: Das Ostpreußenblatt, Folge 44 vom 01. November 1997, Seite 1
Das Ostpreußenblatt, Postanschrift: Parkallee 84/86 - 20144 Hamburg
Fax Redaktion: 040 / 41400850, Telefon: 040 / 414008-0

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Leserbriefe zum Thema "Treibhauseffekt"
Quelle: T.A.Z. vom 18.05.1996

Die Betreiber des Karussells der Klimakatastrophe

Dem Brief von Leser Dr. Wolfgang Thüne ,,Ideologische Spiele mit der Klimakatastrophe" (F.A.Z. vom 29. August) ist voll zuzustimmen. Er wird zusätzlich gestützt durch den Brief von Dr. Falko Fell ,,Zumeist aus Vulkanen" (F.A.Z. vom 10. September), in dem einmal ausgesprochen wird, worauf man schon lange gewartet hat dass nur 7,4 Prozent des globalen Kohlenoxydeintrags anthropogenen Ursprungs sind. Betrachtet man hingegen den Brief von Leser Professor Heinloth ,,Kommissionsberichte über die Klimakatastrophe" (F.A.Z. vom 10. September), so muß man feststellen, dass er nur wenig objektive Substanz enthält. Es handelt sich lediglich um eine Aneinanderreihung von Berichten über Institutionen, die sich mit der Problematik des Risikos von menschen-verursachten Klimaänderungen befassen.
Lassen wir die Frage, ob es bei Anlegung strenger wissenschaftlicher Kriterien haltbar ist, die Gefahr einer Klimakatastrophe für die Zukunft vorherzusagen, so kommt man doch zu folgender Feststellung: Ein mit Umweltschutzgedanken angetriebenes ,,Klimakatastrophenkarussel", wie ich es nennen möchte, ganz im Sinne von Leser Dr. Thüne, wird in Fahrt gehalten: Unter anderem von Politikern, die keine Gelegenheit zur Profilierung auslassen; von verschiedenen Forschungsinstituten, bei denen Kosten und Personalstopp nun weniger Themen sind, ganz zu schweigen von Profilierungsmöglichkeiten; durch Ökoinstitute, bei denen die Klimakatastrophe einen nicht unwesentlichen Anteil an ihrer Existenz ausmacht, durch Meteorologen und andere Wissenschaftler, die vom Frust früherer Jahre erlöst und zum begehrten Fachmann werden mit wesentlich erweitertem Meßgerätepark.
Hinzu kommen Gesellschaften, Vereine und Stiftungen., die ein zusätzliches Identifikationsobjekt gefunden und damit weitere Argumente für Mitglieder- und Spendenwerbung haben, sowie nicht zu vergessen - Journalisten, die zu gefragten und beachteten Fachreportern geworden sind. Gegenkräfte gibt es praktisch kaum. Jeder wird durch den anderen bestätigt, angesteckt, gedeckt rückgekoppelt, in Resonanz versetzt. Der Brief von Leser Professor Heinloth bestätigt dies in anschaulicher Weise. Der Brief von Leser Dr. Thüne war dringend nötig. Hoffentlich wird durch ihn eine entideologisierte Diskussion in Gang gesetzt und auf eine breite Basis gestellt.
Professor Dr. Dr. Hans Hompesch, Dortmund

Was die Klimaforschung lenkt

Voller Nachdenklichkeit hatte ich Leser Dr. Wolfgang Thünes Brief ,,ldeologische Spiele mit der Klimakatastrophe" (F.A.Z. vom 29. August) gelesen, der mir als Nichtklimatologen manche dunkle Klimaforschungsnische offenbarte. Und dann folgte (F.A.Z. vom 10. September) der Brief von Leser Professor Dr. Klaus Heinloth, in dem dieser unter Berufung auf erlauchte wissenschaftliche Gesellschaften mit klangvollen Namen, auf Enquete-Kommissionen, auf Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), internationale Konferenzen und Verhandlungskomitees, aber ohne ein einziges inhaltliches Argument Leser Thüne vorwirft, er sei ,,wissenschaftlicher Erkenntnis nicht zugänglich". Dem Brief von Leser Thüne entnimmt man, was ohnehin zu vermuten war, nämlich dass Leser Heinloth selber einer der von ihm genannten Gesellschaften angehört, deren weiteres Wohlergehen davon abhängt, ,,dass nicht sein kann, was nicht sein darf"', nämlich keine Klimakatastrophe. Auf diese sensiblen Geldflußströmungen im Klimaforschungsbereich hatte ja verdienstvollerweise Rainer FIöhl bereits am 12. April 1995 in der F.A.Z. mit seinem Beitrag ,,Unsichtbare Hand lenkt Klimaforschung" aufklärend hingewiesen.

Professor Dr. Peter Cerwenka, Technische Universität Wien

Für die Umwelt bedrohlicher

Der Beginn der Klimakatastrophe war die Treibhausgaslüge, dass nämlich die Erhöhung der Anteile gewisser Spurengase in der Atmosphäre zu einer Erhöhung der bodennahen Lufttemperaturen führen sollte, und die nächste Lüge war, dass dies der gleiche physikalische Mechanismus sein soll, der im Sonnenschein für die erhöhte Innentemperatur des Autos verantwortlich sein soll. Die nächste Lüge besteht darin, zu behaupten, eine Erhöhung der Mittelwerte der bodennahen Lufttemperaturen wäre eine ,,Katastrophe", obwohl dies vermutlich der Menschheit Vorteile bringen würde. Diese Argumentationslinie wurde von vielen selbsternannten ,,Umweltwissenschaftlern" übernommen: Jede Veränderung irgendwelcher fiktiver Umweltmittelwerte muß eine Umweltkatastrophe sein. Dabei sind die Klimarechenzentren, die ja nichts produzieren können, was irgendeinen Wert für irgendeine Wissenschaft hat, sicher eine größere Bedrohung für die Umwelt als das lebensnotwendige Kohlendioxyd. Aber eine noch wesentlich größere Bedrohung für die Umwelt sind die von Leser Professor Heinloth genannten Klimakatastrophenkommissionen. Ich warte darauf, dass diese Kommissionen beschließen werden, dass zwei mal zwei gleich acht ist, und als gute Demokraten werden wir uns in Zukunft daran halten.

Professor Dr. Gerhard Gerlich, Technische Universität, Braunschweig

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Offener Brief des AGH-Mitgliedes Dr. Wolfgang Thüne an Hr. Trittin

Dr. phil. Wolfgang Thüne
Wormser Str. 22
55276 Oppenheim,

11.01. 2001

Herrn Jürgen Trittin
BM für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
11055 Berlin

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Trittin,

in der Propagandabroschüre "HALBZEIT! ZWISCHENBILANZ DER UMWELTPOLITIK 1998-2000" des BMU schreiben Sie persönlich im Vorwort:

"Klima: Der Klimawandel ist die globale umweltpolitische Herausforderung. Wollen wir den Klimawandel bekämpfen, müssen die Treibhausgase reduziert werden..."

Sodann erklären Sie voller Stolz:

"In zwei Jahren neuer Umweltpolitik haben wir die ökologische Erneuerung der Bundesrepublik eingeleitet. Wir möchten sie gemeinsam mit Ihnen in den nächsten Jahren vollenden."

Ich erkläre hiermit ausdrücklich und unwiderruflich, dass ich diesem Ihrem Wunsch nicht nur nicht folgen, sondern im Gegenteil Ihr Vorhaben mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln energischst bekämpfen werde. Von einem Naturwissenschaftler kann nicht verlangt werden, dass er ein a priori ebenso aussichtsloses wie unsinniges Vorhaben unterstützt.

In zwei ausführlichen Briefen Mitte vergangenen Jahres habe ich Ihnen auf triviale und damit leicht verständliche Art den Unterschied zwischen Wetter und Klima geschildert und die Unmöglichkeit, den "Klimawandel" stoppen oder bekämpfen zu wollen, erläutert. Eine Antwort habe ich erwartungsgemäß bis heute nicht erhalten. Bei Unklarheiten hätte Rückfrage gehalten werden können. Auch haben Sie im Hause wie im UBA genügend amtliche Fachkompetenz, um sich ideologiefrei informieren zu können.

Lassen Sie mich zum Vorhaben "Klimaschutz" durch Bekämpfung des "Klimawandels" nochmals kurz anmerken:

Man kann eine statistisch errechnete und damit un-natürliche Größe wie das "Klima" nicht unter Schutz stellen, wenn die Anfangsgröße, das natürliche Wetter, wo auch immer auf der Welt sich nicht nur unserer Kontrolle entzieht, sondern mit dem Menschen beliebig "Katz und Maus" spielt. Da das Wetter Grundvoraussetzung für die Definition dessen ist, was wir "Klima" nennen, und sich jeder "Klimawert" erst anhand des vorangegangenen Wetters, von dem wir übrigens nur einige Elemente messen und damit zahlenmäßig erfassen können, rechnerisch erfassen und zu einem Zahlenwert komprimieren lässt, entzieht sich prinzipiell jeder "Klimawert" jedwedem Zugriff und jedwedem Steuerungswunsch.

Klima ist Wetterstatistik; es hat kein natürliches Eigenleben wie das ungestüme Wetter.

Als überaus aktiver und weltweit umtriebiger Umweltminister haben Sie die globale Vielfalt des Wetters kennen gelernt. Es bleibt dem Menschen unbenommen, nun Zahlenakrobatik zu betreiben und aus den Werten von 1400 Wetterstationen (WMO, 1994!) arithmetisch eine "Globaltemperatur" zu berechnen. Dafür reicht Volksschulwissen!

Glauben Sie, dass die Natur dies Spielchen mitmacht, die Wetter- und Klimavielfalt der Erde aufhebt und der fiktiven "Globaltemperatur" ein real existentes "Globalklima" zuordnet? Das "Globalklima" ist ein reines Phantomgebilde und damit das Vorhaben, den globalen "Klimawandel" bekämpfen zu wollen, pure Utopie. Sie ist Resultat eines ideologisch pervertierten, ja a-theistischen Machbarkeitswahns, der alle christlich-abendländischen Wertmaßstäbe konterkariert und jegliches physikalisches Elementarwissen der Menschheit schlichtweg ignoriert. Ein indirekter Zugriff auf das "Klima" ist nur über das Wetter möglich.

Wenn Sie ruhig fliegen und Luftturbulenzen vermeiden wollen, dann ginge das nur über die Beeinflussung des Wetters. Doch das Wetter entzieht sich nicht nur der individuellen, sondern auch der staatlichen Kontrolle. Es richtet sich nirgends nach Mehrheitsbeschlüssen von Parlamenten. Auch Weisungen der UN-Vollversammlung gegenüber würde es sich absolut politisch inkorrekt verhalten.

Über das Wetter selbst wissen wir so wenig, dass es selbst im Kurzzeitbereich eklatante Fehlvorhersagen gibt. Die jüngste?

Am 9. Januar 2001 verkündete morgens im HR3 ein Meteorologe des Wetteramtes Frankfurt, dass es unmöglich sei, am Abend die Mondfinsternis in Hessen zu beobachten. Von der Nordsee sei feuchte Luft eingeflossen und die kompakte Wolkendecke reiche über die Kuppen der Mittelgebirge hinaus. Doch bereits mittags schien zeitweise die Sonne im Rhein-Main-Gebiet und abends war der Himmel wolkenfrei und sternklar!

Was passierte weiter? Noch während der Mondfinsternis waren die im Freien parkenden Autos voller Rauhreif. Die von ihnen wie dem Boden abgestrahlte Wärme war nicht unter Verstärkung als "Gegenstrahlung" zur Erde zurückgekehrt, um diese aufzuheizen, sondern schlichtweg in den Weltraum entschwunden.

Einen augenscheinlicheren Beweis für die Nichtexistenz des sogenannten Treibhauseffektes gibt es nicht. Man kann physikalisch ein Analphabet sein, doch jedes Lebewesen weiß von Natur aus, dass die Atmosphäre kein "wärmender Strahlungsmantel" ist, wie uns einige "Klimaexperten" und "Umweltphysiker" weismachen wollen.

Wenn Sie bisher aus Unkenntnis unter Berufung auf die Kompetenz der "Klimaexperten" an den "Treibhauseffekt" wie die Wirksamkeit der "Treibhausgase" wirklich geglaubt haben sollten, dann werfen Sie diesen Irrglauben aus Selbsterhaltungstrieb rasch über Bord. Der "natürliche Treibhauseffekt" von 33 Grad ist ein obskures Wissenschaftsmärchen, schlimmer, es handelt sich um einen gemeinschaftlichen "Konsensbetrug", der in der neueren Wissenschaftsgeschichte einmalig ist. Alle "Klimaexperten" wissen, dass es in der Atmosphäre ein "stets offenes Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 µm gibt, das von den "Treibhausgasen" nicht geschlossen werden kann. Der "liebe Gott" hat möglichen menschlichen Dummheiten in weiser Voraussicht vorgebeugt.

Außerdem, das Leben auf der Erde verdankt seine Existenz nicht dem "natürlichen Treibhauseffekt" sondern ausschließlich dem göttlichen Befehl "Es werde Licht!" Wo in regelmäßigem Rhythmus viel Licht einfällt, da kann sich eine üppige tropische Vegetation entfalten, wo halbjährig Nacht herrscht, da haben wir die polaren Eiskappen. Die Erde ist nur lebensfähig, weil das "Ökosystem Erde" offen ist und stets Luft von Warm nach Kalt fließt, um das zu erzeugen, was wir Wetter nennen.

Ich empfehle Ihnen dringendst die Lektüre meines Buches "Der Treibhaus-Schwindel" (s. http://www.treibhaus-schwindel.de/ ). Sodann erwarte ich, dass Sie das unsinnige Vorhaben "Kampf gegen den Klimawandel" sofort aufgeben und die von Hartmut Graßl als "Daumenschraube" bezeichnete "Ökosteuer" rückgängig machen. Sie ist naturgesetzwidrig und damit ethisch nicht zu rechtfertigen, zumal sie als "Bußsteuer" zum Zwecke des "Klimaschutzes" regelrecht vom Bürger erschlichen wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne

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Wolfgang Thüne:
Wächst Windenergie wie Spargel aus dem Boden ?
Zum Mythos vom Wind als unerschöpflicher Stromquelle

Doch: Ohne Wind kein Strom!

Wer kennt sie nicht, die mal stehenden mal sich drehenden Windräder, die wie riesige Spargel aus dem Boden wachsen. Einzeln sehen sie durchaus imposant aus, doch in Gruppen wirken sie beängstigend. Als Massenware stören sie unser ästhetisches Landschaftsempfinden, verschandeln sie das Landschaftsbild. Ihnen fehlt das gewisse Etwas, die vertraute Ästhetik, die die alten Windmühlen auszeichnete. Sie strahlen kalte Brutalität aus, die für so manchen Vogel zum Verhängnis wird. Wer gar der Geräuschkulisse wie dem penetranten Schattenwurf durch die Rotoren ausgesetzt, der empfindet die Windkolosse als dauerhafte Bedrohung. Eine mit Windrädern gesäumte Küste lädt wahrlich nicht zur Erholung ein.

Doch bei der Windkraft scheiden sich die Geister. Während grüne Umweltapostel in ihnen das Heil und mit ihm die Rettung vor der Klimakatastrophe erhoffen, sehen andere darin die technische Perversion des Naturschutzgedankens. Sie glauben den Versprechungen nicht, dass der Wind unsere energetischen Zukunftsprobleme je lösen wird. Schon über 700 Bürgerinitiativen laufen inzwischen Sturm gegen die Windmühlen! Und damit haben die Gegner instinktiv recht, ist der Mensch doch nicht Herr des Windes. Woher bezieht er seinen Strom, wenn der Wind nicht weht und das ausgerechnet bei einem Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft? Windrotoren sind wie Dynamos am Fahrrad. Diese liefern nur dann Strom und damit Licht, wenn das Rad sich dreht. Kann der Radfahrer die Drehzahl durch Muskelkraft bestimmen und damit die Helligkeit des Scheinwerfers, so bestimmt beim Wind das Wetter, ob er und wie heftig er weht. Soll Deutschland ein Land immerwährender Stürme werden, nur damit die Windstromrechnungen aufgehen? Nur für kapitalkräftige Investoren gehen die Rechungen schon heute auf. Dank günstiger Finanzierungskredite plus attraktiver öffentlicher Investitionsbeihilfen sowie hoher staatlich garantierter Strom-Einspeisevergütungen ist Windkraft wie ein "Klingelbeutel", in die ein reicher Geldsegen fließt. Er stammt aus den ökosteuergeleerten Geldbeuteln vieler Millionen an kleinen Stromkunden!

Doch woher kommt der Wind um den Wind? Seit Beginn der siebziger Jahre geht eine Sorge um, die Sorge um eine vom Menschen verursachte Klimakatastrophe! Wissenschaftler behaupten es, die Medien verbreiten es und die Politiker glauben, dass die fossilen Energieträger wie Kohle, Öl und Gas die Erderwärmung forcieren und ein geradezu höllisches Klima mit sintflutartigen Zuständen hervorrufen würden. Die Menschheit würde sich in eine Ausnahmesituation manövrieren, wenn sie nicht schleunigst von den das gasförmige Kohlendioxyd freisetzenden und die Luft mit Treibhausgasen anreichernden fossilen Energieträgern Abstand nehmen würde. Seit zehn Jahren setzt die internationale Politik alle Hebel in Bewegung, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Doch was sie auch immer unternehmen wird, die "Wettergötter" nehmen davon keine Kenntnis.

Als Ersatz bot sich schon früh die kohlendioxydfreie Kernenergie an. Sie allein wäre in der Lage, elektrische Energie in ausreichenden Mengen zu erzeugen, ohne dass die klimakillenden Treibhausgase in die Luft geblasen würden, um dort ihr Unheil anzurichten. Wem also ernsthaft an der Vermeidung und Abwendung der Klimakatastrophe gelegen sei, der müsse von dem billigen Slogan "Atomkraft? Nein danke!" Abschied nehmen. Doch selbst die Androhung, dass der Kollaps des Weltklimas, der globale Klima-GAU als größtem anzunehmendem Unfall, weitaus schlimmere Folgen für die 6-Milliarden-Menschheit hätte wie ein lokal begrenzter atomarer Unfall, - erinnert sei an den Reaktorunfall 1986 von Tschernobyl -, half der Kernenergie nicht aus der politischen Akzeptanzkrise. Die Kernenergie nutzte die Propaganda nichts, sie musste sich der politischen Stimmung beugen, den eigenen Ausstieg akzeptieren und dies gesetzlich verbriefen.

Doch wie soll eine moderne Welt leben, deren "Lebenssaft" der Strom ist, wenn die herkömmlichen Energieträger keine Akzeptanz mehr finden? Woher also soll der Strom kommen, der für eine Fabrikations-, Informations-, Kommunikations- und damit Konsum- und Spaßgesellschaft unverzichtbar ist? Natürlich aus der Steckdose! Doch wie kommt er in die Steckdose? Welche Energieträger gibt es? Als Alternativen wurden uns Sonne und Wind propagiert! In der Tat, die Sonne scheint "ewiglich"! Sie ist ein Kernfusionsreaktor, der noch Brennstoff für einige Milliarden Jahre hat. Ihre Energie übersteigt um das x-fache den Strombedarf der Menschheit. Eine "Solargesellschaft" bräuchte weder Treibhauseffekt und Klimakatastrophe fürchten, noch einen atomaren radioaktive Substanzen freisetzenden Unfall!

Die Alternative "Wind" ist ebenfalls solaren Ursprungs. Die Sonne allein liefert die Energie für das irdische Leben. Ohne ihre Energie würden keine Pflanzen wachsen, um Nahrung für Mensch und Tier zu erzeugen. Die Pflanzen benötigen zu ihrem Wachstum aber auch das Kohlendioxyd in der Luft und das Regenwasser im Boden. Dass beide einigermaßen gleichmäßig über die Erde verteilt werden, dafür sorgen die Luftströmungen, der Wind. Der Wind ist also nichts anderes als bewegte Luft. Da Luft eine wiegbare Masse hat, hängt ihre Arbeitsleistung von der Geschwindigkeit ab. Und welche Kraft in der Luft steckt, das zeigen die Stürme und Orkane, die Häuser abdecken und Wälder umknicken können. Warum also nicht diese ungeheuren Energien nutzen und in elektrische Energie verwandeln? Vom theoretischen Energiepotential her ließen sich alle Energieprobleme der Welt lösen, und das auch noch ganz klimaschonend.

Dieser Argumentation kann sich eigentlich kein vernünftiger und verantwortlicher Mensch verschließen. Ersetzen wir also all unsere Braunkohle-, Steinkohle- und Kernkraftwerke durch die umweltfreundlichen Windkraftanlagen, die zwar das Landschaftsbild verändern, doch ansonsten ein Geschenk des Himmels sind. Endlich sind wir soweit, den Wind, dieses "himmlische Kind", als kostenlosen und immerwährend regenerativen Energieträger in den Dienst des energiehungrigen Menschen zu stellen. Wer diese Chance nicht ergreife und sehe, sei blind oder vom Bösen geblendet und verschärfe die Umweltkrise.

Doch so einfach ist es nicht! Die Fakten, ja die raue Wirklichkeit sehen anders aus! Der Wind ist vom Wetter abhängig und das einzig Beständige am Wetter ist seine Unbeständigkeit. Das Wetter macht, was es will und auch der Wind weht, wenn er es will und nicht, wenn der Mensch es möchte. Die Windmühlen konnten nur solange Wasser schöpfen oder Korn mahlen, wie der Wind wehte. Strom können sie nur erzeugen und ins Netz einspeisen, wenn die Rotoren sich kräftig drehen. Wann und wie viel Strom der Wind erzeugt, das liegt nicht in der Hand oder der Macht des Menschen, sondern ausschließlich der Natur, des Wetters! Einzig der Luftdruckgradient, die Großwetterlage, entscheidet über die Kraft des Windes.

Nun wird der Wunsch der Vater des Gedankens, wird mit Zahlen jongliert und manipuliert, siegt die Propaganda über die Fakten, beginnen die geschönten Milchmädchenrechnungen, die Windpotentialspekulationen. Die Tatsache, dass die mittlere Windgeschwindigkeit über den Eifel- oder Hunsrückhöhen bei 5 m/s liegt, bedeutet längst nicht, dass nun der Wind die 8760 Stunden eines Jahres konstant mit dieser Windgeschwindigkeit weht. Kein Windpark ist je in der Lage, ein Dorf kontinuierlich mit Strom zu versorgen. Bei Nacht und Windstille gäbe es in einer Wind- und Solargesellschaft den berühmten "Schwarzfall"! "Blackout – und tschüss"! Kein Strom käme mehr aus der Steckdose. Ohne Strom stünden wirklich alle Räder still, würde die Kommunikation zusammenbrechen! Der Begriff "Alternative" entpuppt sich als Etikettenschwindel. Die alternative Windenergie löst sich in Nichts auf, sie ist futsch. In solch einem Schwarzfall müssten sofort die so verteufelten Kohlenkraftwerke oder die noch gehassteren Atomkraftwerke angeworfen werden, um in den Elektrizitätsnetzen wieder Spannung aufzubauen und den Strom wieder fließen lassen zu können.

Was sagt uns das? Strom lässt sich nicht speichern oder ins Depot auf Vorrat anlegen. Elektrische Energie wird produziert, transportiert, verbraucht! Auch ein Mehr an Strom nützt nichts in Zeiten des Windmangels! Deswegen müssen die Kraftwerke, wenn der Bedarf von einem statistisch errechneten Wert abweicht, ständig hoch- oder heruntergefahren und dem tatsächlichen Bedarf einer Industriegesellschaft angepasst werden. Wer auf Wind und Sonne setzt, muss von der elektrifizierten Welt der weltumspannenden Information und Kommunikation Abschied nehmen und nach den vorgegebenen Rhythmen der Natur leben. Wollen und können wir das? Aus den Steckdosen käme nur noch sporadisch Strom. Das Wann und die Menge bestimmen wieder wie zu Urzeiten die Wettergötter. Wir wären wieder auf "Aeol", den von den griechischen Seefahrern verehrten Gott des Windes, und seine Gunst angewiesen. Schöne grüne Utopien vom naturangepassten Leben würden zwar wahr, aber zu welchem Preis in einer Welt der Ballung, der gigantischen stromhungrigen Metropolen? So wie man nicht in 10 000 Meter Höhe aus einem Flugzeug aussteigen kann, kann man nicht die kulturelle und zivilisatorische Entwicklung der Menschheit auf ein agrarisch-vorindustrielles Niveau zurückdrehen. Der Ausruf von Rousseau "Zurück zur Natur" mag wie Musik in den Ohren von Intellektuellen klingeln, ist jedoch eine pure Utopie.

Um diese düstere Apokalypse nicht grausame Wirklichkeit werden zu lassen, muss endlich energisch gegengesteuert werden, mit Klugheit und Vernunft. Insbesondere die Medienzunft, deren Existenz auf jederzeit verfügbaren Strom aufgebaut ist, müsste allen Irrationalitäten auf energetischem Gebiet vehement widersprechen. Hier setzt die moralische Verantwortung für das Gemeinwohl an. Doch dazu muss sie sich zuerst von dem Trugbild von der Erde als Treibhaus befreien, mit dem die Angst vor der Klimakatastrophe künstlich geschürt wird. Besonders die Politiker sind gefordert, zuerst die Privilegierung und Subventionierung der Windkraftanlagen aufzuheben, denn die Verschandelung der Landschaft bezahlen wir alle, den Profit stecken jedoch nur einige Wind-Profiteure ein. Dort klingeln für gut 1760 Stunden im Jahr die Kassen, während der Stromkunde den Rest von 7000 Stunden vor der dunklen "Glotze" absitzt.

Damit die Lichter nicht ausgehen und die Räder nicht stillstehen, ist eine rasche Rückbesinnung vonnöten. Die Chance hierfür besteht jederzeit, der Bürger muss sie nur ergreifen und energisch die notwendigen politischen Korrekturen einfordern.

Oppenheim, den 30. Juni 2002
gez. Wolfgang Thüne

Literatur zum Thema "Treibhaus" / "Klimaschutz":
Wolfgang Thüne: Der Treibhaus-Schwindel, Oppenheim 2000 (ISBN 3-9803768-6-9)
Wolfgang Thüne: Freispruch für CO2!", Wiesbaden 2002 (ISBN 3-9807378-1-0)

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Ökologie und Ökonomie müssen sich ideologischer Vereinnahmung entziehen - Ihre gemeinsamen Grundlagen finden sie in den meßbaren Zahlen und beobachtbaren Erfahrungen der Naturwissenschaften - Manche grünen Intellektuellen sind so stolz auf ihr abgehobenes Denken, dass sie sich vom Boden der Wirklichkeit immer weiter entfernen
Umweltphysik und Klimaforschung
von Dr. Wolfgang Thüne

Lange Zeit galten sie als Erzfeinde, die um den Primat in der Politik kämpften, die Ökologie und die Ökonomie. Nach der Deklaration der kulturrevolutionären »grünen Bewegung«, dass sich die Wirtschaft grundsätzlich den ökologischen Erkenntnissen unterzuordnen habe, weil nur so eine umweltfreundliche Zukunft gesichert werden könne, schienen sich beide Kontrahenten gegenseitig wie Feuer und Wasser auszuschließen. Doch inzwischen herrscht relativer Waffenstillstand, die Konfrontation wurde aufgegeben zugunsten der politischen Konsens-Forderung, Ökonomie und Ökologie miteinander zu versöhnen.

Doch was trennt eigentlich die beiden Wissenschaftszweige? Beide Begriffe verbindet die griechische Vorsilbe »oikos« - das Haus. Strittig bleibt nur, ob in dem Haus die Zahl, der »nomos«, oder das Denken, der »logos«, vorherrschen soll. Gerade an diesem Punkt beginnen die Probleme, die geistigen Hürden. Der »homo sapiens sapiens« ist, besonders in Gestalt des Intellektuellen, so stolz auf sein Denken, dass er sich weit über die Wirklichkeit abhebt. Zahlen kann man ermessen, errechnen, ordnen und objektiv werten, doch wie ist es mit der Wertung der Logik als »Lehre vorn richtigen Denken und Schließen«? Hierbei gerät man sofort in ideologisch verminte Felder.

Es ist der Bereich des Denkens, wo die diversen Weltanschauungen oftmals unversöhnlich aufeinanderprallen. Dies liegt an der Komplexität der Wirklichkeit und unserer Unfähigkeit, diese ganzheitlich zu erfassen. Der Mensch ist gezwungen, sich ein Abbild von der Wirklichkeit als Modellvorstellung derselben zu machen. Bei der Abstraktion von der Wirklichkeit oder ihrer Idealisierung lauert stets die Gefahr, bei der notwendigen Reduktion der Komplexität dem Reduktionismus zu verfallen. Diese ist immer dann gegeben, wenn man ein vereinfachtes Modell als Wirklichkeitsersatz verabsolutiert, kritikfrei stellt und zum weltanschaulichen Dogma erhebt. Vor dieser latenten Gefahr ist im Prinzip keine der Wissenschaften gefeit. Sie ist jedoch am größten bei den Geistes-, Gesellschafts- und Umweltwissenschaften. Die Diskrepanz zwischen Modell und Wirklichkeit offenbarte sich am deutlichsten beim dialektischen Materialismus von Karl Marx. Eine derart ideologisch fixierte Politik orientiert sich nicht an der realen, sondern nur an der eingebildeten virtuellen, der subjektiv empfundenen »guten« oder »schlechten« Wirklichkeit.

Aber auch die Physik, die Lehre von der Natur, ist als »Königin der Naturwissenschaften« keineswegs ideologieresistent, wie ihr neuer Zweig, die Umweltphysik, zeigt. Dieser Zweig der Physik hat sich aus den Niederungen der Realität in die Sphären abstrakten Modelldenkens erhoben. Per »Rechenknecht« Computer werden Modelle mit Modellen verifiziert oder falsifiziert ohne jegliche Adaption an die reale, meßbare und zählbare Wirklichkeit. Dies ist insbesondere in der numerischen Klimaforschung der Fall. Ignoriert wird dabei die Mahnung des großen Naturforschers Galileo Galilei. Er erklärte, dass die Physik eine Erfahrungswissenschaft ist und dass die letzte Entscheidung über die Richtigkeit einer physikalischen Aussage wiederum nur durch die Erfahrung, das heißt durch die Naturbeobachtung oder das Experiment, geliefert werden kann. Über das »Klima« kann als rein statistische Erscheinung unendlich spekuliert werden, weil es im Gegensatz zum realen Wetter nicht unmittelbar erfahren werden kann.

Noch größer als in der Physik ist die Gefahr jeglichen Erfahrungsverlustes in der Ökologie - vor allem dann, wenn das Bild eines abgeschlossenen oder abschließbaren Systems beschworen wird. Öko-Forderungen nach »Nullwachstum« zwecks Wahrung des ökologischen Gleichgewichts, das Öko-Streben nach einer Kreislaufwirtschaft beruhen auf der Idealvorstellung, unser »oikos« sei ein abgeschlossenes System. Dies ist ein fataler Denk- oder Modellfehler! Tatsache ist, dass das »Ökosystem Erde« als Ganzes »offen« ist, ja offen sein muß als Voraussetzung für das Leben auf unserem Planeten.

Bei allem seinem Denken und Handeln muß sich der Mensch bewußt sein: Gleichgewicht bedeutet Bewegungslosigkeit und Stillstand. Die Zukunft orientiert sich nicht an den Visionen wirklichkeitsferner Modellvorstellungen, noch werden die Gegenwartsprobleme bewältigt, wenn der notwendige Realitätssinn für das wirklich Machbare fehlt. Die Pendelschläge menschlichen Denkens schwingen zwischen utopischen Wunschvorstellungen und dem Wahn, alles sei machbar. Ideologien können zwar Gesinnungen befriedigen, aber sie können keine konkreten Energie- oder Ernährungsprobleme lösen. Zukunftsplanung muß auf dem Boden der Tatsachen stehen. Doch viel zu häufig ist für den Menschen nicht das wichtig, was ist, sondern das was empfunden wird. Das Problem für den Menschen als natürliches Geschöpf ist das »richtige Denken« über die Natur und seine Rolle in der Natur. Hierüber hat es immer Streit gegeben und auch die Zukunft wird nicht konfliktfrei sein. Doch bei aller Relativität der Wahrheit und allem weltanschaulichen Streit ist im Bereich der Naturwissenschaften das als »richtig« einzustufen, was wir objektiv messen, wägen, reproduzieren und überprüfen können. Diesem Kriterium für Realität hat sich die Ökonomie aber auch die Ökologie zustellen, wenn es darum geht, etwas wirklich nachhaltig zu gestalten. Nur über die meßbare Zahl wie die beobachtbare Erfahrung lassen sich Ökonomie und Ökologie in Übereinstimmung bringen.

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Dr. Wolfgang Thüne - Wormser Straße 22 - 55276 Oppenheim, dem 30. Juli 2002

Geozentrum Hannover
Stilleweg 2
30655 Hannover

Geostandpunkt "Klimaentwicklung"

Sehr geehrte Herren
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Friedrich-Wilhelm Wellmer,
Prof. Dr. Jens Dieter Becker-Platen,
Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel,

in der sicheren Annahme, in Ihnen mutige Mitstreiter für Wahrhaftigkeit in Politik und Wissenschaft zu wissen, sende ich Ihnen einen Vortrag, der Sie noch tiefer in die Geheimnisse von Wetter und "Klima" einweihen und hinter die Kulissen eines gigantischen wissenschaftlichen Betruges blicken lassen soll, dessen ökonomische, ökologische wie soziale Folgen schon jetzt düstere Schatten vorauswerfen.

Als Meteorologe möchte ich Ihnen sowie Herrn Dr. Ulrich Berner zuerst Dank sagen dafür, dass Sie die natürliche Variabilität des "Klimas" wie seine Unabhängigkeit vom CO2-Gehalt der Lufthülle hingewiesen haben. Doch "Klima" ist nicht unabhängig vom Wetter! Eines habe ich daher schmerzlichst vermisst, eine Definition dessen, was wir als "Klima" verstehen. "Klima" ist und bleibt ein menschliches Konstrukt. Es soll die Auswirkungen der Wirkung vergangenen Wetters über Baumringe oder Sedimente beschreiben und damit Aufschluss über die Witterung einer Vegetationsperiode geben. Solche Proxydaten sind wertvoll, doch nie exakt zu interpretieren, weswegen man den "Klimaverlauf" an einem Ort zwar einigermaßen rekonstruieren, aber nie erklären kann. Hierzu müsste man die Ursachen kennen, die zu der permanenten Instabilität wie Variabilität des Wetters geführt haben und führen. Ob der großen Unbekannte Wetter ist "Klima" per definitionem nicht vorhersagbar!

Eines lässt sich ganz objektiv sagen: alle "Klimaschutzmaßnahmen" werden an keinem Punkt der Erde am "Klima" etwas ändern, weil sie am Wetter nichts ändern, mag auch ein schwunghafter Ablass-Handel mit Emissionsrechten einsetzen und Geldströme wie Jet- oder Strahlströme die Erde umkreisen. Dies liegt schlicht und einfach an der Definition von "Klima" als "mittlerem Wettergeschehen" an einem bestimmten Ort über eine bestimmte Zeit. Da das Wetter variabel ist und vom Menschen nicht beeinflusst werden kann, ist auch das statistisch vom Wetter abgeleitete "Klima" variabel, wenn auch in den Ausschlägen als gleitendes 30-jähriges Mittel analog dem 200-Tage-Mittel beim DAX an der Börse entsprechend zeitversetzt gedämpft!

Der Rest ist und bleibt Politik! Die Frage ist nur, und die ist subjektiv zu beantworten, wie man die Politik am besten wieder auf den Tugendpfad der objektiven Fakten zurückführen kann, nachdem sie von Wissenschaftlern ins Klima-Abseits geführt worden ist. Hier gibt es diverse Wege, die zwischen Anpassung und Opposition liegen. Ich bevorzuge den Weg der nüchternen Aufklärung! Aber ob man damit die Politik aus ihrer ideologischen Verstrickung lösen kann, um sie wieder auf realistische Fundamente zu stellen, das wage ich zu bezweifeln, weil die Politik sich als solche nicht kritisiert und infrage stellt. Deswegen ist insbesondere die Wissenschaft gefordert, mit den Wissenschaftlern argumentativ ins Felde zu ziehen, welche die Welt über Horrorszenarien in die Klimaschutz-Phobie hineingetrieben haben. Hier muss der Reinigungsprozess ansetzen! Dafür meinen ganz herzlichen Dank.

Da Sie alle gleichzeitig auch als Professoren wirken, habe ich noch eine weitergehende Bitte: Regen Sie an, dass sich insbesondere die "Physik", die überall an den Hochschulen vertreten ist, sich des Themas "Treibhaus" annimmt. Wenn man sich der Suggestivkraft dieses verführerischen Gebildes entzogen hat, dann reicht nur ein wenig Logik, um mit dem gängigen physikalischen Grundwissen in Strahlungsphysik und Spektralanalyse das Gebilde "Treibhaus" zu erschüttern und die Hypothese von einem "natürlichen Treibhauseffekt" als a priori physikalisch unmöglich ad absurdum zu führen. Fundstelle hierfür ist z.B. das Buch "Experimentalphysik II" von Wolfgang Demtröder von der Universität Kaiserslautern.

Aber auch andere Fakultäten wären gefragt und gefordert. Hierzu zähle ich die Juristen, denn die werden ja eines Tages vor die Entscheidung gestellt, Personen oder Institution wegen eines objektiv nicht begehbaren Verbrechens, der Sünde am "Klima", anzuklagen und zu verurteilen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie den Themenkomplex intern besprechen und dann damit in die Universitäten gehen würden. Je länger die Wissenschaft in toto zu diesem lukrativen "Unsinn" einer verschwindend kleinen aber ideologisch bestens vernetzten und die Medien beherrschenden Gruppe von "Klimaexperten", die zudem ungeheure Mengen an Forschungsgeldern verschlingen, schweigt, um so schlimmer wird der Gesamtschaden an langfristigem Ansehensverlust sein.

Mit freundlichen Grüßen

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Dipl.-Met. Wolfgang Thüne 55276 Oppenheim, dem 8. Aug. 2002

Frankfurter Allgemeine Zeitung
-Leserbriefredaktion-
60276 Frankfurt am Main
Fax: 069 75 91 17 43

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei ein Leserbrief mit der Bitte um Veröffentlichung:

"Es ist ein Skandal (FAZ v. 8.8.02), den da Rainer Flöhl dankenswerterweise ans Tageslicht befördert hat. In der Tat, vorsätzlichen Betrug, das hätte man am allerwenigsten der "Physik", der exaktesten aller "Natur"wissenschaften, zugetraut. Doch die zwei Betrugsskandale sind nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges.

Es ist bekannt, dass die Physik schon immer mit idealisierten Modellen, die mehr oder weniger der Wirklichkeit entsprechen, als Arbeits-Hypothesen, die es dann experimentell zu verifizieren gilt, arbeitet. Solch ein gesichertes Erfahrungsgesetz ist beispielsweise das "Newton'sche Abkühlungsgesetz". Dass auch Newton einmal geschummelt haben soll, ist aber noch längst keine Rechtfertigung dafür, dass man dieses Gesetz bewusst umkehrt, um darauf eine Erderwärmungstheorie aufzubauen und die Menschheit in Angst und Schrecken vor der drohenden "Klimakatastrophe" zu versetzen.

Exakt dies hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft getan und zwar anlässlich einer Pressekonferenz am 22. Januar 1986! Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wie die Max-Planck-Gesellschaft haben tatenlos zugesehen, aber dafür um so erfreuter die Forschungsmilliarden eingestrichen, die nach dieser Horrormeldung in die "Klimaforschung" staatlicherseits flossen. Die Behauptung, die Erde könnte durch "Treibhausgase" wie das CO2 (Kohlendioxyd) erwärmt werden, ist physikalisch unsinnig! Jeder feste und flüssige Körper, und dazu gehört auch die Erde, kühlt sich in einer kälteren Umgebung ab. Dies erleben wir bei Sonnenfinsternissen, wenn Haufenwolken die Sonne abschirmen, in jeder Nacht! Die Erde wäre gemäß dem "Newton'schen Abkühlungsgesetz" längst erfroren, auf weit unter - 18°C (!), wenn sie sich nicht um die eigene Achse drehen würde, so dass sie während der Tagesstunden frische Energie von der Sonne auftanken könnte, um den ewigen Wärmeverlust durch Strahlung kompensieren zu können. Überwiegen die Tages- und damit Einstrahlungs-Stunden haben wir Sommer, werden die Nächte länger bekommen wir Winter.

Eine Erwärmung durch "Treibhausgase" ist auch deswegen von Natur aus oder physikalisch unmöglich, weil die "Erde" (Kontinente wie Ozeane) kontinuierlich Energie über ein breites Wellenlängenspektrum abgibt, mit einem Maximum bei 10 Mikrometern bei +15°C, die atmosphärischen Gase aber nur selektiv Strahlung ganz bestimmter Wellenlängen absorbieren und emittieren können. Die Absorptionslinien des CO2 liegen bei 15 Mikrometern. Obgleich die Enquete-Kommission in ihrem 1. Bericht vom 2. November 1988, eindeutig klarstellt, dass in der Lufthülle ein "offenes Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 Mikrometern existiert, das nicht durch Wasserdampf- oder Kohlendioxydmoleküle geschlossen werden kann, propagieren die "Klimaphysiker" die Erderwärmung durch "Treibhausgase". Hier ist eindeutig der Tatbestand des vorsätzlichen wissenschaftlichen Betruges gegeben.

Er lässt sich auch leicht nachweisen, und zwar anschaulich über die Infrarotthermographie. Jede Wärmebildaufnahme der Erdoberfläche von Wettersatelliten aus bestätigt die Existenz des "offenen Strahlungsfensters" und widerlegt die Behauptung, in etwa 6 km Höhe würden die "Treibhausgase" die unsichtbare Infrarotstrahlung der Erde komplett abfangen und zur Erde zurückschicken.

Betrug steckt allein schon in der Wortbildung "Klimakatastrophe". Wenn "Klima" so etwas wie das "mittlere Wettergeschehen" einer 30-jährigen Periode darstellen soll, mithin jeder "Klimawert" nichts ein statistisch mühsam errechneter Mittelwert ist, dann kann von ihm keine Gefahr, geschweige denn eine Katastrophe" ausgehen. Einem Mittelwert kann man auch nichts antun, wie das Wortungetüm "Klimakiller" suggeriert. Trotzdem müssen wir als Buße "Ökosteuern" zahlen, zum Zwecke des vorbeugenden "Klimaschutzes". Dabei hat das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 28. Februar 2002 festgestellt, dass die staatliche Schutzpflicht nicht den "Schutz vor hypothetischen Gefährdungen" betrifft, womit klar gesagt ist, dass das Ökosteuergesetz vom 1. April 1999 verfassungswidrig ist.

Dieses Gesetz erfüllt den klassischen Tatbestand des mittelalterlichen Ablasshandels! Das Versprechen "Klimaschutz" kann so lange nicht eingehalten werden, solange uns der Staat nicht vor dem Wetter schützt. Einzig vom Wetter gehen reale Gefahren aus, bis hin zu Flut- und Orkankatastrophen!"

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Thüne

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Dr. Wolfgang Thüne
Wormser Str. 22
55276 Oppenheim, dem 19. Aug. 2002

chefredakteur@bams.de

Sehr geehrter Herr Strunz,

ich habe aufmerksam die gestrige BamS gelesen und gebe Erstwähler Marcel Klapper völlig recht, dass die Politiker keine "Märchenversprechen" geben sollten.

Dies trifft auch auf die Industrie zu, wie die Anzeige "Deutsche Chemie - Spitzenreiter beim Klimaschutz" offenbart.

Kommentator Alfred Merta braucht keine Angst zu haben: das "Erdklima" kann vom Menschen nicht "ruiniert" werden!

Dazu müsste der hochnäsige und überhebliche "Macher" die übernatürliche Fähigkeit besitzen, das WETTER zu ruinieren! "Klima", das weiß jeder Schuljunge, ist ja nichts anderes als das über eine bestimmte Zeit gemittelte Wetter! Was allerdings ein "mittlerer Wetterzustand" ist, das weiß kein Mensch!

Das angebliche "Globalklima" ist eine pure rechnerische Fiktion! Es beinhaltet die unterschiedlichsten Klimate der Erde und kann sie doch nicht aufheben!

Ebenso wenig ist die Erde ein "Treibhaus"! In diesem fiktiven Gebilde gibt es auch kein einheitliches Klima, sondern es existieren alle Klimate gleichzeitig nebeneinander; es gibt auch gleichzeitig Sommer und Winter!

Nirgendwo auf der Erde hat sich je das Wetter darum gekümmert, was an CO2-Gehalt auf dem Mauna Loa (Hawaii) gemessen wird!

Der "Weltklimagipfel" in Johannesburg mag zwar eine megateure Luxusveranstaltung des internationalen Klima-Jetset werden, dort mag die Klima-Schickeria auf Steuerzahlerkosten
Ein rauschendes Fest feiern, doch ändern wird sich am Klima nichts, weil sich nirgendwo etwas am Wetter ändern wird!

Sie kennen den Spruch: Der Mensch denkt, Gott lenkt!

Dies tun insbesondere die Wettergötter! Noch nie haben sie auf menschliche Wünsche Rücksicht genommen; auch Betprozessionen haben nicht geholfen.

Immer musste und muss sich der Mensch vor dem Wetter schützen, vor Hitze, Kälte, Regen, Sturm etc.! Wetterschutz heißt Schutz vor dem Wetter!

Auch Hochwasserschutz heißt Schutz vor dem Hochwasser. Deiche sollen nicht das Hochwasser schützen, sondern den Menschen und seine Wohnstätten!

Warum hat noch kein pfiffiger Journalist auf den Wortbetrug "Klimaschutz" hingewiesen?

Hier wird uns von "Wissenschaftlern" eingeredet, wir könnten das Klima schützen, das es im Grunde gar nicht gibt!

Die Politik hat den "Klimaschutz" natürlich schnell aufgegriffen und zum Programm erhoben, um eine neue Steuerquelle zu erschließen.

Sie gibt vor, das Klima zu schützen und kassiert dafür von Uns die sog. Ökosteuern! Dies seit 1. April 1999! Diese Steuerquelle sprudelt munter und spült jährlich 15 Milliarden Euro in den Staatssäckel. Was passiert mit dem Geld?

Die bisher aufgelaufenen etwa 45 Milliarden Euro könnte, ja müsste der Staat, wenn er ein "Gewissen" hätte, zur Beseitigung der Hochwasserschäden zur Verfügung stellen. Doch er ist gewissenlos und fordert die ökosteuergeschädigten Bürger auf, Solidarität zu üben und zu spenden!

Mit meiner Eingabe an Sie als Chefredakteur möchte ich das kritische Bewusstsein der Journalisten wecken!

Glauben Sie nicht alles, was Ihnen Wissenschaftler und Politiker alles erzählen! Hinterfragen Sie die Behauptungen! Meistens reicht der gesunde Menschenverstand und die klassische Schulbildung, um Wahres von Unwahrem zu trennen.

Mit der Atmosphäre ist es wie mit einem durchlöcherten Eimer! Der eine kann das Wasser nicht halten, die andere die Wärme!

Jede Nacht entschwindet der tägliche Wärmeüberschuss wieder ungehindert in das Weltall!

Gehen Sie mal auf den 6000 Meter hohen Kilimandscharo in Afrika mit seiner ewigen Schneehaube und versuchen Sie, dort die "Spiegelfläche" auszumachen, an der die Wärmestrahlung der Erde wieder zur Erde zurückgestrahlt wird, um diese zu erwärmen!

Das ganze "Treibhaus" ist nichts als ein Lügengebäude, das erfunden wurde, um die Masse Mensch in Angst und Schrecken jagen, sie abkassieren und irgendwie disziplinieren zu können!

Wer hat Interesse an der ‚one world' mit dem ‚one man' und dem ‚one climate'???

Mit dieser offenen Frage möchte ich schließen und das "Treibhaus" zum ideologischen Wunschschloss erklären!

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Thüne

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Auf dieser Seite, Teil 2



Noch mal erklärt: Treibhauseffekt gibt es nicht

Faktum ist, es gibt feste, flüssige und gasförmige Körper. Den Unterschied machen nur die atomaren Bindungskräfte aus. Weiter ist bekannt, dass alle Materie elektrisch ist, d.h. dass jedes Atom aus einem positiven Kern und negativ geladenen Elektronen besteht. Daher strahlt alle Materie "elektromagnetische Strahlen" aus. Die Intensität der Strahlung hängt von der Temperatur (K) der Körpers ab und lässt sich grob vereinfacht mit dem T^4  Gesetz beschreiben.

Faktum ist, dass die Wärmestrahlung von festen und flüssigen Körpern kontinuierlich über ein breites Wellenlängenspektrum erfolgt, wobei die maximale Wellenlänge ebenfalls von der Temperatur (K) abhängt und nach Wien' Verschiebungsgesetz berechnet werden kann. Bei einer Körpertemperatur von 288 K oder 15° C liegt die max. Wellenlänge bei 10 Mikrometern.

Bei Gasen, die jeden Raum ausfüllen (Dalton Gesetz), stoßen sich die Atome/Moleküle gegenseitig ab. Da gibt es keine Kohäsionskräfte oder Gitterstrukturen. Deswegen zeigen sie auch ein völlig anderes Absorptions- und Emissionsverhalten. Sie absorbieren Strahlung nicht von allen Wellenlängen, d. h. kontinuierlich, sondern selektiv. So selektiv, dass jedes Atom/Molekül anhand seiner Absorptions- und Emissionslinien exakt identifiziert werden kann.

Wenn angenommen wird, dass die Erde nicht nur ein fester und flüssiger ist, sondern darüber hinaus noch als "schwarzer Körper" ist, dann ist es absolut undenkbar anzunehmen, dass eine Gashülle diese Erde um 33 Grad erwärmen könnte, um den behaupteten "natürlichen Treibhauseffekt" zu begründen. Dies ist logisch unmöglich! Schon Friedrich Nietzsche beklagte die Abnahme der Logik in den Wissenschaften, weil er deutlich erkannte, dass diese von Ideologien überlagert und verschüttet wurde.

Die Atmosphäre kann nicht einmal die Erde an ihrer Abkühlung hindern, wie eindeutig an dem Tagesgang der bodennahen Temperatur abzulesen ist. Ist der Himmel klar, dann sinken die Temperaturen besonders stark, und zwar ausgehend vom Erdboden, der Strahlungsfläche. Häufig bilden sich dabei Bodeninversionen aus. Die Luft verhält sich thermisch passiv; sie wird vom Boden erwärmt und vom Boden abgekühlt. Daher kommt es auch zu verschiedenen Luftmassen.

Ein Gas wie das Kohlendioxid, dessen Absorptions- und die damit nahezu identischen Emissionslinien bei 4,3 und bei 15 Mikrometern liegen, kann also keinen "Treibhauseffekt" ausüben, weil es nicht -selbst bei 100%iger  Konzentration - das stets "offene atmosphärische Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 Mikrometern schließen kann.

Einen "Treibhauseffekt" erhält man nur dann, wenn man ein "Treibhaus" künstlich errichtet als Glashaus, Gewächshaus oder Palmengarten. Auch ein Auto kann als solches dienen, wenn man die Scheiben schließt. Entscheidend ist immer, dass man einen geschlossenen Raum schafft, in dem man erwärmte Luft einsperren und am sofortigen Auftrieb hindern kann.

Die Natur hat die Konvektion, die Thermik "erschaffen", um die vom Erdboden aufgeheizte Luft möglichst schnell gen Himmel zu transportieren, damit am Boden erträgliche LebensTemperaturen herrschen.

Da die Erde ein "Offenes Ökosystem" ist, kann es also prinzipiell keinen "Treibhauseffekt" geben. Fällt auf, dass der Begriff "Ökosystem" schon falsch, weil bewusst manipuliert, ist? 'Oikos' heißt Haus und ein System ist immer ein abgeschlossenes Gedankengebäude.  Ökosystem ist wie Volksdemokratie! In beiden ist man eingeschlossen, zumindest ideologisch-gedanklich!

Die Erklärung des "Treibhauseffektes" durch das MPI für Meteorologie in Hamburg ist eine ideologische Erklärung, aber keine physikalische, natürliche, denn 'physis' bedeutet Natur!

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dies an geeigneter Stelle aufklärerisch unterbringen. (Gerne, M.B.)

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Thüne
22.09.2004

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Aus einem Brief zum Thema: Treibhauseffekt
von Wolfgang  Thüne, 19.01.2000

............ was ich so in Sachen "Treibhauseffekt" und "Klimaschutz" gelernt habe. Mein Schluß, das ganze Gerede über die "Treibhausgase" als Verursacher der "Klimakatastrophe" ist physikalisch purer Unsinn. Der Mensch kann prinzipiell keinen Einfluß auf das Klima nehmen, weil dies per definitionen ein rein statistisches Konstrukt ist, das einzig und allein vom Wetterablauf abhängt. Aber der Schwindel setzt schon bei der Physik an. Lesen Sie hierzu das, was ich als Leserbrief zu einem Artikel von Prof. Dr. Zellner, Reinhard unter "Physikalische Chemie der Atmosphäre: Klimaforschung bleibt spannend in Nachr.Chem.Tech.Lab. 47(1999) Nr. 7 geschrieben habe:

"Ist es schon sehr gewagt, einen direkten Bogen zu spannen zwischen der statistisch-numerischen "Klimaforschung" und der "Physikalischen Chemie der Atmosphäre", so ist es noch erstaunlicher, dass die Ausführungen von Reinhard Zellner vor der Deutschen Bunsen-Gesellschaft nicht auf vehemente Kritik gestoßen sind, aus grundsätzlichen physikalischen Erkenntnissen heraus. Wer die Arbeiten von Kirchhoff und Bunsen kennt und die Entwicklung der Spektralanalyse, angefangen mit der Zerlegung des weißen Sonnenlichts in einzelne Spektralfarben durch Newton (1672) über die Entdeckung der "Fraunhoferschen Linien" (1814), verfolgt und sich ein analytisch-logisches Denkvermögen erhalten hat, der muß allein schon bei dem Begriff "Treibhausgas" stutzig werden. Einzig auf diesen Aspekt möchte ich die Aufmerksamkeit lenken.

Was das Sonnenlicht betrifft, so können allen Wellenlängen Farben, die Spektralfarben, zugeordnet werden. Um 450 nm sehen wir Licht als blau, um 530 nm als grün und um 630 nm als rot. Längere Wellenlängen jenseits 780 nm werden als infra-rot bezeichnet. Noch weiter im "Roten" nehmen wir die Wellen nur mehr als Wärme wahr, man spricht auch von "Temperaturstrahlung". Die genaue Spektralverteilung der Temperaturstrahler hat Ende des 19. Jahrhunderts die Physiker sehr bewegt. Die Initialzündung hierfür gab Kirchhoff 1859 mit der Definition des "schwarzen Körpers". Er dient als Eichinstrument für alle Infrarotkameras und ist Grundlage für die Fernerkundung der Erde aus dem Weltraum. Gute Infrarotkameras haben, was die Temperaturstrahlung eines Körpers betrifft, ein Auflösungsvermögen von 0,1°C. Sie erlauben das thermische "Sehen" bei Dunkelheit.

Wenn man weiß, dass feste und flüssige Körper Temperaturstrahlung über ein breites kontinuierliches Spektrum emittieren, Gase dagegen stoffspezifisch nur Strahlung ganz bestimmter Wellenlängen absorbieren und wieder emittieren können, dann ergibt sich folgerichtig, dass keine Gashülle einen festen (29%) wie flüssigen (71%) Körper wie die Erde, die als annähernd "schwarzer Körper" anzusehen ist, an seiner permanenten Abkühlung hindern, geschweige denn erwärmen kann. Dies geht allein deswegen nicht, weil die elektromagnetische Strahlung zu ihrer Ausbreitung gar kein Medium wie die Atmosphäre benötigt. Es geht auch darum nicht, weil die Atmosphäre ob ihrer stoffspezifischen Zusammensetzung naturgegebene "offene Strahlungsfenster" hat, die anthropogen mangels entsprechender Absorptionslinien durch die "Treibhausgase" partout nicht geschlossen werden können. Wenn nun die Erde permanent in einem Wellenlängenbereich zwischen 5 und 30 m m Energie abstrahlt, bei einer Körpertemperatur von +15°C liegt das Maximum der Energieabstrahlung nach dem Wien’schen Verschiebungsgesetz bei 10 m m, und das Kohlendioxid alle Strahlung im Wellenlängenbereich bei 15 m m absorbiert, dann wird ersichtlich, dass nur ein extrem minimaler Anteil der abgestrahlten Gesamtenergie überhaupt vom CO2 absorbiert und damit re-emittiert werden kann. Auch eine reine CO2-Atmosphäre könnte das "stets offene atmosphärische Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 m m (Enquete-Kommission) nicht schließen.

Keines der von Reinhard Zellner genannten Gase verdient die Bezeichnung "Treibhausgas". Der Begriff "Treibhaus" ist mißbräuchlich und suggeriert, dass man mit Gasen wie bei einem Gewächshaus ein "geschlossenes System" erzeugen könne, das man dann beheizen und erwärmen, d.h. klimatisieren kann. Exakt dies ist nicht der Fall und physikalisch prinzipiell unmöglich. Die Erde ist von Natur aus ein stets "offenes Ökosystem" und hierin liegt seine Lebensfähigkeit begründet. Da die Erde unentwegt je nach Temperatur (Stefan-Boltzmann’sches Gesetz: S=s T4) Energie/Wärme über das infrarote Strahlungsfenster abstrahlt, muss sie ein zweites offenes Fenster im sichtbaren Spektralbereich haben, durch das frische hochwertige Sonnenenergie eingespeist wird, die insbesondere die Photosynthese, die CO2-Assimilation, antreibt. Unberücksichtigt bleibt auch, dass etwa ein Drittel der Sonnenenergie zur Wasserverdunstung benötigt, als latente Wärme im Wasserdampf gespeichert wird und damit nicht "ausgestrahlt" werden kann. Nur durch die Erdrotation und das Wechselspiel zwischen immerwährend ausgestrahlter und nur während der Tagesstunden eingestrahlter Energie läßt sich der Tagesgang der Erdboden- und damit der bodennaher Lufttemperatur sinnvoll erklären.

Die Verwendung des Begriffes "Treibhausgase" wie die Bezeichnung der Erde als "Treibhaus" sind eine wissenschaftliche Irreführung. Es kann weder einen "anthropogenen zusätzlichen" noch einen "natürlichen Treibhauseffekt" geben. Es ist völlig unmöglich, dass sich die Erde als Körper inmitten des temperaturlosen Weltraums und einer berechneten Mikrowellenstrahlungstemperatur von 2,7 K von einer berechneten "Effektivtemperatur" (-18°C) über die "Treibhausgase" auf eine statistisch berechnete "Globaltemperatur" von +15°C "erwärmt". Die Schlußfolgerung, dass erst die "Existenz" von "Treibhausgasen" den ansonsten "eiskalten" Planeten lebensfähig mache, ist naturwissenschaftlich völlig abwegig. Die Berechnung ist auch deswegen falsch, weil ihr die Erde sowohl als "Scheibe" als auch als "Kugel" zugrunde liegt. Man läßt die Sonnenenergie von S=1368 W/m2 nach Abzug einer Albedo von 30 Prozent auf die "Erdscheibe" (960 W/m2) senkrecht einfallen und verteilt sie dann mittels Division durch 4 auf die Erdkugel (240 W/m2). So erhält man mittels des Stefan-Boltzmann’schen Gesetzes die proklamierten -18°C! Sähe man die Erde gleich als Kugel an, die, wie jedes Satellitenbild zeigt, immer als Halbkugel bestrahlt wird, dann ergibt sich als "Effektivtemperatur" ein Wert von +30°C (480 W/m2). Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn man konsequent bei der zweiseitigen "Erdscheibe" bleibt. Der sogenannte "natürliche Treibhauseffekt" von +33°C kehrt sich um in einen natürlichen Kühleffekt von -15°C, im Vergleich zur "Globaltemperatur"! Damit kommt man der Wirklichkeit schon wesentlich näher, auch wenn die Modellbetrachtungen weit an ihr vorbei gehen.

Es wird höchste Zeit, dass die Hypothese vom "natürlichen Treibhauseffekt" auf den Müllhaufen naturwissenschaftlicher Irrtümer geworfen wird, bevor die politische "Daumenschraube" (Hartmut Graßl) namens "Ökosteuer" noch heftiger zugedreht wird als bisher schon. Es ist absolut aussichtslos: Eine rein statistische Größe wie das "Klima" kann man weder "schützen" noch "killen". Sie ergibt sich aus dem Wetterablauf und den kann der Mensch zum Glück nicht beeinflussen."

Sehr geehrter Herr Dr. Jägemann, alles Bemühen um politische Hörigkeit bei Befolgung des Zieles "CO2-Reduktion" ist aussichtslos, alle "Klimakonferenzen" sind rausgeschmissenes Geld, denn das WETTER ist unbestechlich und macht mit und ohne Autoverkehr gerade das, was es will. Es entzieht sich zum Glück menschlicher Steuerbarkeit. Wäre es anders, die Folgen wären nicht auszudenken.

Wissenschaft ist keine demokratische Mehrheitsveranstaltung, kein Konsensclub, in dem mehr Gesellschaftspolitik betrieben wird als Naturwissenschaft, wie es beim IPCC-Gremium der Fall ist. Dies mußte zu Beginn des Jahres 2000 gesagt werden.

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Was ist das eigentlich Wetter - Witterung - Klima ?
von Wolfgang  Thüne

Es gibt keinen Tag, keine Stunde, keine Sekunde ohne Wetter! Wetter ist objektiv immer vorhanden, die Atmosphäre unser wichtigstes Lebensmilieu. Man bezeichnet mit Wetter den augenblicklichen Zustand der Atmosphäre. Das Wetter an einem bestimmten Ort ist für alle gleich, dennoch wird es subjektiv sehr unterschiedlich empfunden und auch bewertet. Deswegen ist das Wetter im Alltag der häufigste Gesprächsstoff.

Vom frühen Morgen bis in die Nacht, ja rund um die Uhr ist das Wetter unser ständiger Begleiter. Überall auf dem Erdenrund sind wir ihm ausgesetzt. Es wirkt physisch und psychisch auf uns ein, bestimmt unsere Kleidung wie unser Verhalten. Deswegen haben wir auch ständig Wünsche an das Wetter, wohl wissend, dass diese nie oder nur rein zufällig in Erfüllung gehen. Das Wetter entzieht sich nämlich nicht nur unserer Machbarkeit, es ist in seinem Verhalten geradezu chaotisch. Unser größter Wunsch beschränkt sich daher darauf, es möglichst exakt und möglichst lange vorhersagen zu können. Doch menschlicher Vorhersagekunst sind prinzipielle Grenzen gesetzt. Wie schnell eine noch so sicher geglaubte Prognose daneben gehen kann, ist jedem „Wetterfrosch“ hinlänglich genug bekannt.

Das Wort Wetter ist indogermanischer Herkunft und heißt Bewegung. In der Tat, die Atmosphäre ist ständig in Bewegung und erzeugt das, was wir als Wetter empfinden. Das Wetter ist weit mehr und komplizierter, als die einzelnen Wetterelemente wie Luftdruck, Temperatur, Wind, Luftfeuchtigkeit ausdrücken. Die Atmosphäre ist deswegen immer in Bewegung, weil die Erde sich im Strahlungskegel der Sonne dreht und es immer Temperatur- und Luftdruckunterschiede auszugleichen gilt. Das Wetter ist ein ruheloser Geselle, der die Erkenntnis des Griechen Heraklit bestätigt: Alles fließt!

Die permanente Veränderlichkeit merkt man am deutlichsten, wenn man das Wetter über längere Zeit, über Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte, ja Jahrhunderte beobachtet und diese Beobachtungen aufzeichnet. Ob die Wetterelemente digital als Zahlen oder analog als Kurven vorliegen, so gut wie nichts deutet auf einen bestimmten Rhythmus hin. Natürlich findet man im Temperaturverlauf den Tag-Nacht-Rhythmus oder den jahreszeitlichen Rhythmus mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter, doch mehr auch nicht. Das Wetter läuft vor unseren Augen ab wie ein Film, der nie endet. Er kann vom Menschen nicht angehalten oder zurückgespult werden. Das Wetter kennt keine Wiederholung. Ein Einfluß auf das Drehbuch bleibt ein frommer aber unrealistischer Wunschtraum des Menschen.

Trotzdem will mit aller Macht der Mensch das Wetter verstehen, damit seine Launen ihn nicht gänzlich unvorbereitet treffen. Um der Natur in die Karten zu schauen, versucht er deren physikalische Gesetze zu erfassen und zu ergründen. Hierzu muß er eine Unmenge von Daten erfassen, sortieren und verarbeiten. Er muß über den örtlichen „Tellerrand“ schauen und einen größeren Raum betrachten. Wichtig beim Wetter ist also nicht nur das örtliche Geschehen, sondern die räumlich-geograhische Verteilung, die erst den Blick auf die großräumige Luftdruckverteilung und die das örtliche Wetter verursachende Großwetterlage freigibt.

Der Mensch lernte zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten zu unterscheiden, er lernte die Wechselwirkung zwischen Druckgradient und Windgeschwindigkeit verstehen. Er stellte fest, dass auch Druckgebilde nicht nur wandern, sondern einem bestimmten Lebensrhythmus unterliegen. Für die Lebensspanne mehrtägigen Tiefdruck- oder Hochdruckwetters erfand er den Begriff Witterung. Dieser hat nichts mehr mit dem augenblicklichen Wetter zu tun, es ist rein statistischer Natur. Die Witterung ist der Ausdruck für einen bestimmten Wettercharakter, nicht der Zustand des aktuellen Wetters. Zyklonales Wetter bedeutet nicht Dauerregen, antizyklonales nicht nur Sonnenschein. Im Winter sind Hochs häufig mit anhaltendem Hochnebel verbunden. Mit dem Schritt weg von der Wetterwirklichkeit hin zur Witterung entfernt sich der Mensch von der realen Natur und betritt „sein“ Reich der Statistik.

Das Reich der Statistik ist ausschließlich „sein“ Reich, das seinen Konventionen gehorcht. Der Mensch legt die Termine der Wetterbeobachtung fest und bestimmt, nach welchen Regeln die Tagesmitteltemperatur, die mittlere Windrichtung errechnet, Sonnenschein und Regen gemessen werden. Der Witterungsablauf darf also nicht mit dem tatsächlichen Wetterablauf verwechselt werden. Beide können zeitweise in gewisser Hinsicht übereinstimmen, aber das ist eher die Ausnahme und nicht die Regel. Lostage wie die „Eisheiligen“ treten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein, doch ob sie eintreffen, das liegt nicht in der Macht des Menschen.

Neben Wetter und Witterung ist noch ein dritter Begriff gebräuchlich, das Klima. Man muß sie streng unterscheiden; sie sind nicht austauschbar! Nach internationaler Übereinkunft ist Klima definiert als das „mittlere Wettergeschehen“ einer bestimmten Periode. Im Jahre 1935 definierten die in der Weltorganisation für Meteorologie vertretenen Staaten erstmalig die 30jährige Periode 1901 - 1930 als „Klimanormalperiode“. Man hegte die Hoffnung, dass eine so lange Mittelungsdauer am Ende Werte ergibt, die man als „konstant“ ansehen kann. Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. So folgten inzwischen auf die 1. „Klimanormalperioden“ die 2. und 3. Perioden 1931 bis 1960 und 1961 bis 1990. Derzeit befinden wir uns in der 4. „Klimanormalperiode“ 1991 -2020. Man muß ganze 30 Jahre „alle Wetter“ geduldig über sich ergehen lassen, bevor man zu einem Klimawert kommt. Im Griechischen bedeutet Klima gleich Neigung. Die „Klimapolitik“ kämpft letztendlich um politische „Neigunsverhältnisse“. Doch mit dem Wetter hat dies nichts zu tun, von dem das Klima ab- und hergeleitet wird.

Das Klima ist eine rein statistische Größe, die sich einzig und allein aus dem Wetter herleitet. Nicht der Mittelwert ist das „Normale“, sondern die Abweichung davon. Doch der Mensch fühlt sich so dominant, dass er von „Anomalien“ spricht, wenn Wetter, Witterung oder Klima nicht seinen Vorstellungen entspricht. Ein Klimawert wie die mittlere 30jährige Windgeschwindigkeit sagt nichts aus, über die Zahl der Orkantiefs, Sturmkatastrophen oder Windstillen. Ein Mittelwert ist nicht einmal der häufigste Wert. Im Tages- oder Jahresgang der Temperatur wird der Mittelwert zweimal „durchkreuzt“; sonst kommt er nicht vor. Klima kann erst berechnet werden, wenn die Beobachtungsperiode zu Ende, der Wetterfilm gelaufen ist. Das Wetter ist Voraussetzung und Ursache von Klima. Ein Klimawert ist invariant, er kann nicht verändert oder unter Schutz gestellt werden. Ihn bestimmt einzig und allein das Wetter, wo auch immer auf der Welt. Das Klima ist solange nicht prognostizierbar, wie sich das Wetter als „chaotisches System“ der Vorhersagbarkeit entzieht.!

Das Klima selbst hat kein Eigenleben wie das Wetter. Jeder Klimawert ist eine nicht wirkliche und damit nicht erfahrbare oder meßbare „errechnete“ Kunstgröße. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass natürlich dem Rechenwert auch Messungen der einzelnen Wetterelemente zugrunde liegen müssen. Dies beginnt mit dem kleinsten Wert wie der Tagesmitteltemperatur. Sie wird in Deutschland errechnet aus den Temperaturen (t in ° C) um 7, 14 und 21 Uhr nach der Formel (7t + 14t + 2 x 21t) : 4. In Frankreich rechnet man (tmin + tmax) : 2! In der Schweiz liest man das Thermometer um 7, um 13 und schon um 19 Uhr ab. Die Tagesmitteltemperatur allein gibt als Zahlenwert keine Auskunft mehr über den tatsächlichen Temperaturverlauf.

Mit der Zunahme der Mittelungsdauer wird die Entfernung von der Wirklichkeit immer größer. Eine Jahresmitteltemperatur gibt keinerlei Auskunft über den Wetterablauf des Jahres. Ein solcher Wert gewinnt nur „Wert“ im direkten Vergleich zu anderen Mitteltemperaturen an anderen Orten. Die Klimatologie arbeitet das Wetter statistisch auf, um anhand von Isolinien geographische Felder herzustellen, Felder gleicher Temperatur, gleichen Luftdrucks, gleicher Feuchtigkeit etc. zu zeichnen und so Klimaklassifizierungen und Klimazonierungen vorzunehmen. Solche Karten findet man in jedem Atlas. Für die räumliche Erfassung des Stadt- und Geländeklimas sind stationäre Meßnetze wie mobile Meßfahrten unerlässlich.

Die Erdkugel zeichnet durch eine Vielzahl von Klimaten aus. Es wird unterschieden zwischen kontinentalem und ozeanischem, tropischem, subtropischem und polarem Klima. Die Unterteilung kennt auch Feucht-, Trocken-, Wüsten- und Urwaldklimate. Die Klassifizierung des Klimas richtet sich ganz nach dem gewählten Maßstab und den angelegten Kriterien. Das Klima ist des Menschen „Geschöpf“. Es ist kein Naturvorgang. Das Klima ist folglich eine ortsgebundene Größe. Es ist nicht verschiebbar, weder von einem Ort zum anderen oder einer Region zu anderen, weil aufgrund der Kugelgestalt der Erde überall verschiedene Neigungsverhältnisse bestehen. Der Großraum Mitteleuropa liegt im Bereich der Westwindzone, ist aber zugänglich für Luftmassen atlantischen, arktischen, sibirischen und subtropischen Ursprungs. Folge ist ein extrem unbeständiger und variabler Wetterablauf. Selbst in der Westwindzone haben die Westwinde keine absolute, sondern nur eine relative Mehrheit.

Den höchsten Abstraktionsgrad und damit die größte Natur- oder Wirklichkeitsferne erreicht man, wenn man alle geographischen Unterschiede eliminiert, die Werte aller Wetterstationen der Erde zusammenfügt und dann eine „Globaltemperatur“ berechnet. Selbstverständlich kann man dieser ein „Globalklima“ zuordnen, aber dieses ist rein fiktiver, statistischer Natur. Solch ein arithmetischer „Globalwert“ ist ein Wert ohne Wert. Er ist keineswegs repräsentativ das globale Wettergeschehen und spiegelt es auch nicht wider. Folglich orientiert sich das Wetter auch nirgends auf der Welt in seinem Verhalten an der errechneten „Globaltemperatur“. Das errechnete Globalklima mit einer „Globaltemperatur“ von +15° Celsius „schützen“ oder sogar „beeinflussen“ zu wollen, ist ein allein vom Gedanken her aussichtsloses und unmögliches Unterfangen. Solch ein „Globalwert“ ist ein „Glaubenswert“, zumal wenn er als „Richtwert“ als „Zielwert“ der „Klimapolitik“ ausgegeben und zum Dogma erhoben wird. „Klimaschutz“ ist nicht Schöpfungsschutz, außer der Mensch will sein ureigenstes Geschöpf, das Klima, schützen! „Klimaschutz“ als Schutz des „Globalklimas“ würde voraussetzen, dass der Mensch an jedem Ort der Erde zu jeder Zeit Einfluß auf das Wettergeschehen nehmen könnte. Doch der Mensch ist nicht Gestalter und Lenker des Wetters, im Gegenteil, es ist ausschließlich „Opfer“ des Wetters. Einzig und allein das Wetter beschert uns Katastrophen, seien es Wirbelstürme, Starkniederschläge, Dürren, Hochwässer, Überflutungen. Aber auch Nebel und Glatteis können katastrophale Folgen nach sich ziehen.

Die zutreffendste und kürzeste Definition von Klima lieferte der Meteorologe K. Bernhardt im Jahre 1987: „Klima ist die statistische Gesamtheit der atmosphärischen Zustände und Prozesse in ihrer räumlich-zeitlichen Verteilung“ (zit. nach: Balzer, K. u. a.: Wettervorhersage, Berlin 1998, S. 133). Diese Definition erklärt, warum zwar viele Wissenschaftler das Klima der Vergangenheit durchaus treffend beschreiben können, es aber noch Niemandem gelungen ist, die permanenten Klimaveränderungen in der Erdgeschichte wirklich zu erklären. Der Grund liegt einzig und allein beim Wetter.  Solange es zutrifft, dass das Wetter ein chaotisches System ist und damit seine Veränderlichkeit prinzipiell nicht erklärt werden kann, solange bleiben alle Fragen nach den Ursachen der Klimaschwankungen grundsätzlich „offen! Am Wetter vorbei einen Blick in die „Klimazukunft“ erhaschen zu wollen, ist pure Utopie!  Das Problem ist: Jede Ursache hat eine bestimmte Wirkung, aber eine Wirkung kann die unterschiedlichsten Ursachen haben.

Oppenheim, den 11. April 2000

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Dr. phil. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.
Wormser Str. 22, 55276 Oppenheim
Fax: 06133-933796
Internetseite von Herrn Thüne

Literaturhinweis:
Titel: Der Treibhaus-Schwindel
Autor: Wolfgang Thüne
343 Seiten März 1997 DM 49,90
ISBN 3-9803768-6-9

Kurztext: Wolfgang Thüne beweist, dass es einen C02-bedingten Treibhaus-Effekt nicht gibt und sich demzufolge die Klimaschutz-Politik auf dem Holzweg befindet.

Wie im Märchen ,,Des Kaisers neue Kleider" präsentiert Wolfgang Thüne die ,,nackten Tatsachen" über die sogenannte Klima-Katastrophe. Es gibt ihn nicht, den Treibhaus-Effekt. Der Autor führt den Beweis, dass die Treibhaus-Hypothese wissenschaftlich nicht haltbar ist, weil sie gegen fundamentale Naturgesetze verstösst. Thüne versteht es, die physikalischen Prozesse in der Erdatmosphäre in klar verständlichem Deutsch zu erklären und dabei das Niveau wissen-schaftlicher Argumentation nicht zu verlassen.

So kann man und darf man gasförmiges Kohlendioxid nicht im Ernst mit einer festen Glas-scheibe vergleichen, hinter der man Wärme wie in einem Auto aufstauen kann. Kohlendioxid kann wie jedes Gas unter ganz bestimmten Voraussetzungen Wärme absorbieren oder ,,reflektieren", aber diese Effekte können niemals den natürlichen Abkühlungsprozess umkehren und dafür sorgen, dass sich die Erde erwärmt. Jeder Schüler, der Physik nicht nach der 10. Klasse abgewählt hat, kann dieses so wie die vielen anderen Argumente von Thüne überprüfen - und bisher war noch kein einziger ,,Klima-Experte" in der Lage, Thüne einen Fehler in seiner Argumentation nachzuweisen.

In diesem Buch werden alle physikalischen Fakten des Wetter-Geschehens anschaulich und verständlich erläutert und das Ergebnis lautet unmissverständlich: An dem ganzen Treibhaus-Schwindel ist absolut nichts dran! Thüne geht es nicht nur darum, den Schwindel an sich aufzudecken, sondern er beschreibt ausführlich, wie der mündige Staatsbürger in unserer medialen Scheinwelt mit solchen erdichteten Horror-Szenarien zum schuldbewussten Umwelt-Sünder erzogen wird. In erster Linie geht es dabei gar nicht um's Klima, sondern um Macht und um's Geld, um sehr viel Geld!

Ursprünglich wurde dieses Treibhaus-Märchen von der Atom-Lobby in die Welt gesetzt, um auf diese Weise die herkömmliche Stromerzeugung als den ,,Klima-Buhmann" zu diskreditiren. Das war Wasser auf die Mühlen der "alternativen Öko-Bewegung" die ohnehin den gesamten Industriestaat abschaffen will und zu ihrer politischen Existenzabsicherung nichts besser ge-brauchen kann als die permanente ,,Öko-Katastrophe", den globalen ,,Klima-Gau".

Es ist deshalb absolut keine Übertreibung, die politische Szene in Deutschland mit einer Seilschaft von ,,korrupten Amigos" zu vergleichen, die sich hochbezahlte Professoren eingekauft hat, um diesen geistigen Unfug ,,wissenschaftlich abzusichern" und dem Volk über die Medien pausenlos in den Schädel zu hämmern. Die Politiker aller Parteien haben erkannt, dass sich mit den künstlich geschürten Öko-Ängsten so etwas wie ein mittelalterlicher Ablasshandel etablieren lässt nach dem Motto: Büsse für Deine Öko-Sünden und zahle kräftig Steuern!

Der Autor: Wolfang Thüne ist Diplom-Meteorologe und bekannt als Moderator des ZDF-Wetterberichts. Heute arbeitet er als Leiter des Referates ,,Naturwissenschaftlich-technische Grundsatzfragen des Umweltschutzes" im rheinland-pfälzischen Umweltministerium.

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Wolfgang Thüne
FREISPRUCH FÜR CO2 !

Seit vielen Jahren warnen "Klimaexperten" über die Medien vor der "Erderwärmung", die - von den reichen Industrienationen verursacht - in eine "Klimakatastrophe" münden soll. Schuldbewusst haben wir uns dem Urteilsspruch gebeugt und sie hingenommen, - die Ökosteuern! Sie sind das Bußgeld für unser klimaschädigendes Verhalten und sollen dem "Klimaschutz" dienen. Ist dieser Vorwurf berechtigt, kann man "Klima" schädigen oder schützen? Sind die Erde in Wirklichkeit vielleicht kein riesiges Treibhaus und die Menschen wie Kohlendioxid keine "Klimakiller" ?

Wer ruhig nachdenkt, braucht vor dem "Klima" keine Angst zu haben, denn es existiert nur als statistische Größe. Das "Klima" ist Menschenwerk und drückt nichts anderes aus als das "mittlere Wettergeschehen" eines Ortes. Nur das Wetter bestimmt das "Klima", in den Tropen wie der Westwindzone und nicht der Mensch!

Das Wetter jedoch kann man weder lenken noch schützen, ihm sind alle Menschen gleichermaßen hilflos ausgeliefert. Das wissen auch die Staaten! Auch sie müssen sich dem Wetter fügen, das die Natur ihnen beschert. Warum also das internationale Bemühen um "Klimaschutz" ?

Weil "Klima" auch Neigung heißt! Der "Kampf ums Dasein" ist ein "Kampf um Neigung", im Kleinen wie im Großen! Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, alles steht in ewiger Konkurrenz unter- und zueinander, kämpft um Macht, Meinungen und Märkte. Es herrscht ein globaler Krieg um die Herrschaft über das "Klima".

Wie bei jedem Krieg ist auch bei dem globalen "Klima-Krieg" das erste Opfer nicht das Wetter, sondern die Wahrheit! Das zweite ist der Bürger! Er kann diesen "Spaß" weiter finanzieren oder sich wehren - mit dem FREISPRUCH für CO2 ! (ISBN 3-9807378-1-0)

Vorwort von Gerhard Gerlich, Universitätsprofessor für Theoretische Physik am Institut für Mathematische Physik der Universität Braunschweig
Preis 19,95 Euro (frei Haus)
Bestellung: Dr. Wolfgang Thüne, Wormser Str. 22, 55276 Oppenheim
Tel: 06133 - 926 259; Fax: 06133 - 933 796; e-mail: wolfgang@thuene.com

Noch lieferbar: "Der Treibhaus-Schwindel", Oppenheim 2000, 25 Euro

FREISPRUCH FÜR CO2 !
Kurzbeschreibung

"Wir" haben sie relativ widerstandslos hingenommen, die "Ökosteuern", als Strafe für unser klimaschädigendes Verhalten.

Doch können wir uns überhaupt am "Klima" versündigen?
Kann es eine "Klimaerwärmungi" geben, ist CO2 ein "Klimakiller"?
Ist die Erde ein riesiges "Treibhaus"?
Gibt es ein "Globalklima"?

Auf all diese Fragen finden Sie schlüssige und wissenschaftlich erhärtete, weil von der "Natur" tagtäglich bestätigte, Antworten. Sie erfahren, warum es überhaupt keinen "Treibhauseffekt" geben kann, warum Sie nachts und im Winter besonders frieren, wenn der CO2-Gehalt der Luft regelmäßig ansteigt. Dies liegt daran, dass in der Atmosphäre riesige "Strahlungsfenster" sind, die sperrangelweit offen sind von keinem "Treibhausgas" geschlossen werden können. Die Erde ist kein "Haus", bei dem man Fenster einbauen kann, um sie beim Heizen zu schließen und beim Lüften zu öffnen. Weil kein "Luft-Spiegel" die Wärmestrahlung der Erde jemals zur Erde zurückwirft, müssen für frostempfindliche Pflanzen künstlich "Gewächshäuser" gebaut werden, müssen wir Menschen Schutz vor dem Wetter in beheizbaren Räumen suchen! Pflanze, Tier und Mensch - alles Leben ist schutzlos dem Wetter ausgesetzt, muss sich vor dem Wetter schützen. Vor dem "Klima" braucht keiner Angst zu haben, es existiert nur als statistische Größe, als "mittleres Wettergeschehen"!

Das "Globalklima" ist ein theoretisches Konstrukt, wie es der "Globalmensch" ist. Real auf der Erde ist einzig das chaotische Wetter! Dass man Wetter weder "lenken" noch "schützen" kann, weiß jeder.

Warum daher das internationale Bemühen um "Klimaschutz"?

Weil "Klima" auf deutsch Neigung heißt! Wer will nicht, dass das "Klima" ihm zu-geneigt ist? Politik, Wirtschaft und Wissenschaft - jeder für sich wünscht sich ein so optimal geneigtes "Klima", damit ihm möglichst viel an Geld, Gunst, Macht zufließt. Daher die steigenden "Ökosteuern", der milliardenschwere "CO2-Emissionshandel". Beide ändern nichts am Wetter und dessen Folgekonstrukt "Klima", beide ändern jedoch das gesellschaftspolitische Klima, das Wirtschafts- und Wissenschaftsklima. Wie bei jedem Krieg ist auch bei dem globalen "Klima-Krieg" das erste Opfer die Wahrheit! Ein weiteres Opfer ist der Bürger, er muss diesen "Spaß" finanzieren. Muss er??? Nein! Er sollte sich friedlich bewaffnen und geistig aufrüsten, - mit dem FREISPRUCH!

Autor: Dr. Wolfgang Thüne, Vorwort von Gerhard Gerlich, Professor für Mathematische Physik, Universität Braunschweig.
Erscheinungstermin April 2002 bei edition steinherz c/o Geoffry Steinherz, Pfälzer Str. 4, D-65203 Wiesbaden, Telefon: 0611-9600 425; e-mail: geoffsybil@aol.com, EURO 19,95 + Porto.

"Freispruch" - aus der Einleitung von Prof. Gerhard Gerlich

Ich glaube, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gebührt das Verdienst, dass sie als erste überregionale deutsche Tageszeitung einen Artikel publiziert hat, der mit dem Unsinn des Kohlendioxid-Treibhauseffekts (leider ohne Wirkung) aufgeräumt hat. Von dem damaligen FAZ-Wissenschaftsredakteur K. Rudzinski erschien in der FAZ vom 15. 9. 1976 ein Beitrag mit dem Titel "Kein Treibhauseffekt durch Kohlensäure", der sich auf einen Artikel von Prof. A. Schack in den Physikalischen Blättern 1, 26 (1972) stützte. Die Physikalischen Blätter sind das offizielle Publikationsorgan der o. g. Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Bei Prof. A. Schack muss man ergänzen, dass er der Autor des Standardlehrbuchs "Der industrielle Wärmeübergang" ist, das 1983 in der 8. Auflage erschienen ist.

Er hat als erster erkannt, dass die Emission der Kohlensäure und des Wasserdampfes für den hohen Wärmeübergang in den Brennkammern verantwortlich ist. Dieses Emissionsverhalten wird von den Treibhaushysterikern zu einem Reemissionsverhalten (zwei Vorsilben!) umfunktioniert, das bei den Atmosphärentemperaturen der Erde aber vollständig zu vernachlässigen ist.

Mit seinen guten Kenntnissen des Strahlungsverhaltens dieser Gase kam Prof. Schack sehr schnell zu dem Ergebnis, dass ein unterschiedlicher Gehalt an Kohlendioxid nur den Höhenbereich beeinflusst, in dem die Kohlendioxidlinien absorbieren, was aber keine Auswirkungen auf die bodennahen Lufttemperaturen hat. Etwas vereinfacht kann man sich vorstellen, dass die Gesamtmenge einer vom Licht durchlaufenen Substanz angibt, wie groß der Anteil des absorbierten Lichts ist.

Wenn der Anteil klein ist, ist der Weg lang, bis die Intensität auf einen kleinen Bruchteil abgefallen ist.

Wenn die Konzentration groß ist, ist der Weg kurz. Da Wasserdampf meist in einem wesentlich höheren Anteil in der Atmosphäre vorhanden ist, ist dessen Absorption auch wesentlich stärker in den bodennahen Luftbereichen.

Braunschweig im Oktober 2001,
Gerhard Gerlich, Professor für Mathematische Physik, Universität Braunschweig

Wolfgang Thüne:

..... es ist für einen Autor das Schönste, wenn er erfährt, dass sein Buch auch wirklich gelesen und verarbeitet wurde, ganz herzlichen Dank für Ihre Kommentare. Es ist nur zu hoffen, dass der FREISPRUCH eine weite Verbreitung findet. Erfreulich ist die von-Mund-zu-Mund-Propaganda.

Nun einige Anmerkungen zu zwei Punkten:

1. Meeresspiegelanstieg. Hier kommt noch das Kuriosum hinzu, dass Wasser bei plus 4°C seine größte Dichte aufweist. Wenn auch das schwimmende Eis am Nordpol abschmelzen und die Wassertemperaturen auf +1, +2 oder +3 Grad ansteigen sollten, dann würde das Wasser dichter, das Volumen kleiner und der Meeresspiegel sinken statt zu steigen.

2. Strahlende Körper. Es ist eine Tatsache, dass jeder Körper, tot oder lebendig, dauernd Energie in Form elektromagnetischer Wellen abgibt, d.h. unentwegt strahlt. Lebendige Körper müssen diesen ewigen Verlust kompensieren und energiespendende Nahrung zu sich nehmen, um eine konstante Betriebstemperatur zu halten. Auch ein Eisklotz strahlt Energie ab! Die Intensität steigt und fällt mit der 4. Potenz der abs. Temperatur. Trotz dieser Tatsache fließt die messbare Wärme von warm nach kalt, weil der kältere Körper mehr absorbiert als er selbst emittiert.

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Interview von Markus Hanneken vom Westfaelischen Anzeiger
mit Thuene, Wolfgang Dr. (MUF)
Rohabzug vom Donnerstag, 15. August 2002

Jahrhundert-Hochwasser, Klima, Wetter, Treibhaustheorie

Mit welchen Gefühlen verfolgen Sie die Hochwasser-Dramen und die Berichterstattung darüber?

Thüne: Ich weiß um die "Gefühls- und Rücksichtslosigkeit" des Wetters dem Menschen und all seinen Werken gegenüber! Umso mehr gilt mein Mitgefühl den von der Naturkatastrophe betroffenen Menschen. Die journalistische Berichterstattung finde ich durchaus seriös!

Sind die Vorgänge in Ostdeutschland, Bayern, Tschechien und Österreich Ihrer Ansicht nach als Zufall oder als logische Konsequenz - weil hausgemacht -, zu begreifen?

Thüne: Hochwasser hat es zu allen Zeiten in völlig irregulären Abständen gegeben. Sie sind zufallsbedingt, weil Folge des chaotischen Wetters. Solange das Wetter nicht "hausgemacht" ist, solange ist es völlig unseriös, den Menschen für jedwede "Wetterkapriole" verantwortlich zu machen.

Wo liegen die wahren Gründe für das, was jetzt als Jahrhunderthochwasser bezeichnet wird?

Thüne: Es gibt keinen Menschen auf der Erde, auch keinen Staat, den man für das Wetter bei ihm oder sonstwo auf dem Globus verantwortlich machen könnte. Wenn einer "verantwortlich" ist, dann die Großwetterlage, die zur Ausbildung der berühmten "Genuatiefs" führt, die beladen mit der Feuchte des Mittelmeeres dann die teils verheerenden Starkniederschläge über Oberitalien, den Alpen, Böhmen- und Mähren wie Schlesien auslösen. Alle Sommerhochwasser von Donau, Elbe und Oder sind hierauf zurückzuführen. Die Genuatiefs wiederum sind Folge von kalter Nordseeluft, die über Frankreich ins westliche Mittelmeer fließt. Die Ursachenkette ließe sich weiter spinnen, doch nirgendwo tritt der Mensch
als Verursacher in Erscheinung!

Gehen Ihre Kollegen und die Umweltschutz-Verbände, die allüberall nun zitiert werden, seriös mit der Problematik um?

Thüne: Nein, sie treiben Effekthascherei und wollen auf Gedeih und Verderb ihr Vorurteil "beweisen", der Mensch sei an allem schuld. Doch warum wird der Mensch immer nur für das "schlechte" Wetter verantwortlich gemacht, nie für das "schöne"? Wenn er das "Klima" verändert, dann in jede Richtung, denn "Klima" ist ja nichts anderes als das "mittlere Wettergeschehen". Wenn "Klima" Folge des Wetters ist, dann
kann es nicht gleichzeitig Ursache sein. Hier liegt die wissenschaftliche Unseriosität begraben. Man vertauscht willkürlich Ursache und Wirkung und glaubt, es wird ja schon keiner merken.

Welche Interessen verfolgen Wissenschaftler und Politiker mit ihrer Treibhaus-Theorie?

Thüne: Leider gehen Wissenschaft und Politik immer mehr Hand in Hand. Diese unglückselige Verzahnung begann in den 60-er Jahren mit dem Schlagwort "Sozialpflichtigkeit der Wissenschaften". In dieser Zeit entstand die wetterunabhängige "Klimaforschung". Man erfand die "Klimakatastrophe" und gab damit der Politik den Vorwand, den "Klimaschutz" zu einem globalen Anliegen zu erheben. Die Wissenschaft hält bei der Politik die Hand auf, die Politik beim Bürger. Die zum Zweck des "Klimaschutzes" erhobenen "Ökosteuern" spülen inzwischen jährlich 15 Milliarden Euro in die Staatskasse. Hat sich am Wetter etwas geändert? Nein, es ist unbestechlich.

Der Deutsche Naturschutzring wirft den USA einen "Krieg gegen die Natur" vor, weil sie 25 Prozent aller "Treibhausgase" produzieren und gleichzeitig das Protokoll von Kyoto boykottieren...

Thüne: Dies ist wieder so ein verflixtes Klischee. Wir wissen: "Weltbilder entstehen im Kopf!" Auch das "Treibhaus" ist so ein Bild. Doch die Erde ist weder ein "Treibhaus" noch ein "Wohnhaus", wie jetzt der Unep-Chef Klaus Töpfer verkündete. Die Erde mit ihrer Fläche von 510 Millionen Quadratkilometern bietet eine Plattform für das Leben. Um zu überleben und um sich vor dem Wetter zu schützen, muss der Mensch Häuser bauen. Nur diese kann er beheizen, nach seinen Wünschen klimatisieren! Dies gilt auch für die Gewächshäuser eines Gärtners, in denen man unter hohem Energieaufwand auch in Alaska Bananen züchten kann! Die Erde ist kein "Treibhaus", ein Leben unter freiem Himmel unmöglich!

Die Umweltschützer vom BUND behaupten: "Die immer häufigeren Wetterextreme lassen sich nur einschränken, wenn der Energieverbrauch vor allem in den Industriestaaten drastisch sinkt." Wie stehen Sie dazu?

Thüne: Erstens, Energie kann man nicht verbrauchen, nur entwerten. Zweitens hat der "Energieverbrauch" nichts mit dem Wetter zu tun. Er steigt mit der Wetter, wenn's im Winter kälter wird. Der höhere Heizenergiebedarf bei einer Kälteperiode hat diese noch nie beendet, wie man schließen müsste, wollte man den BUND-Parolen glauben. Das macht das nächste Tief vom Atlantik.

Müssen Sie mit Ihren streitbaren Ansätzen bei den Kollegen nicht als Scharlatan gelten?

Thüne: Ich gelte keineswegs als Scharlatan, sonst würde man mich öffentlich an den Pranger stellen, mich lächerlich machen. Genau das Gegenteil ist der Fall: Weil man mein Fachwissen so hoch einschätzt, muss man jede Diskussion vermeiden.

Auf welche Wetter- und Natur-Verhältnisse müssen sich die Menschen in ganz Deutschland in den nächsten Jahren einstellen?

Thüne: Darauf kann ich keine Antwort geben, um ehrlich zu sein. Ich kann nicht wie Mohib Latif vom Max-Planck-Institut sagen, dass Wettervorhersagen über sieben Tage hinaus "unseriös" sind, und gleichzeitig spekulative "Wetterkaffeesatzleserei" betreiben. Es ist doch wunderschön, dass uns die Wetterzukunft verschlossen ist und auch kein Mensch an der Wetterschraube drehen kann!

Was können die Menschen vorbeugend tun?

Thüne: Nichts, denn auch Beten hilft beim Wetter nichts!

Empfinden Sie es als hilfreich, wenn Klimapolitik und Klimawandel nun plötzlich im Wahlkampf thematisiert werden?

Thüne: Die Politik sollten ihre Schulaufgaben machen und das Konsumklima, das Beschäftigungsklima, das Wirtschaftsklima verbessern, um ein gesellschaftspolitisches Klima allgemeiner Zufriedenheit zu schaffen. Den erdgeschichtlich immerwährenden "Klimawandel" stoppen zu wollen, ist unsinnig, das lassen die "Wettergötter" nicht zu.

Was versprechen Sie sich vom Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg Ende August in Sachen Umwelt- und Klimapolitik?

Thüne: Unter dem Aspekt des "Klimaschutzes" halte ich den Weltgipfel für überflüssig. Mag auch ein gigantisch lukrativer "Treibhausgas-Emissionshandel" beschlossen werden, die Zugbahnen der Tief- und Hochdruckgebiete werden weiterhin durch Strahlströme bestimmt, nicht durch Geldströme.

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Pressemitteilung zum "Weltklimagipfel" in Johannesburg/Südafrika
Schluss mit "Klimaschutz", die Welt will bessere Wettervorhersagen!

Bei seiner Gipfel-Rede hat Bundeskanzler Gerhard Schröder wie bereits beim 1999-er Klimagipfel in Bonn Deutschlands "Vorreiterrolle beim Klimaschutz" unterstrichen. Doch gleichgültig, was auch immer die globalen Klimaunterhändler beschließen mögen, eines wird sich nirgendwo auf der Welt ändern, - das WETTER!

WETTER ist die Voraussetzung für "Klima". Erst muss das WETTER ertragen und über viele Jahrzehnte beobachtet werden, damit man daraus auf statistischem Wege eine Synthese ziehen und das "mittlere Wettergeschehen", abgekürzt "Klima", berechnen kann. Was immer man auch mit diesem "Klimawert" vor hat, er ist und bleibt auch ohne staatlichen Schutz unveränderlich, denn das vergangene WETTER lässt sich nicht rückgängig und ungeschehen machen. Wer das WETTER nicht beeinflussen und den ewigen WETTERwandel nicht stoppen kann, der kann unmöglich den "Klimawandel" stoppen.

"Klimaschutz" ist allein von der Begriffsdefinition her unsinnig, jede "Klimakonferenz" daher eine unverantwortliche Verschwendung von Ressourcen zu Lasten der Armen dieser Erde. Das Vorhaben ist auch Ausdruck einer geistigen Verarmung der Wissenschaften oder ihrer totalen Ideologisierung und Politisierung! Warum hat sich keiner der über 100 Nobelpreisträger der Physik ab 1900, angefangen mit Albert Einstein, Wilhelm Wien und Max Planck, mit dem "natürlichen Treibhauseffekt" befasst? Sie kannten das NEWTONsche Abkühlungsgesetz und wussten seit Entwicklung der Spektralanalyse durch Kirchhoff und Bunsen 1858, dass so ein "Erwärmungseffekt" grundsätzlich unmöglich ist.

UNO, WMO und UNEP sollten alles tun, um das Verständnis des WETTERs zu vertiefen und die Wettervorhersagen zu verbessern. Damit wäre der Menschheit mehr und nachhaltiger gedient.

Oppenheim, dem 4. September 2002 – Dipl.- Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne (V.i.S.d.P)
Autor: Der Treibhaus-Schwindel, Oppenheim 2000; Freispruch für CO2!, Wiesbaden 2002
WfW - Werkstatt für Wetterkunde
Bädergasse 67 – D-55276 Oppenheim

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Die ,,Klimakatastrophe" -ein ,,Hohlraum"-Phänomen
Wolfgang Thüne, Oppenheim

Welcher vernünftige, verantwortungsbewußte und nach ethischen Maßstäben handelnde Mensch versinkt den heutigen apokalyptisclien Klima-,,Prognosen" nicht in schuldhafte Betroffenheit, zumal meist betont wird, dass die Klimaänderungen überwiegend von den Industrieländern verursacht werden. Wenn auch diese politischen Schlußfolgerungen ob ihres apodiktischen Charakters keine kritische Hinterfragung mehr zu tolerieren scheinen und zudem das eingängige Bild "Treibhaus" jegliche investigative Lust aufs Nachprüfen ruhigstellt, so sind und bleiben es Schlußfolgerungen, die auf "Modell"vorstellungen beruhen. ,,Modelle" sind aber automatisch variable Hilfskonstruktionen des menschlichen Geistes, der die Wirklichkeit in ihrer synthetischen Komplexität nicht erfassen kann, ohne sie vorher analytisch in Teilaspekle zerlegt zu haben.

Einem Wissenschaftler muß stets und immer die Frage erlaubt sein, wie die "Modelle" beschaffen sind und auf welchen konkret nachprüfbaren und nachvollziehbaren Approximationen und Prämissen somit die Schlußvolgerung von der sich abzeichnenden ,,Klimakatastrophe" beruht. Da sind 1. die seit 1958 erfolgenden C02-Messungen von Keeling auf dem Mauna Loa in Hawaii. Da ist 2. die schon 1972 vom Club of Rome aufgestellte Behauptung, der C02-Anstieg unterliege einem exponentiellen Wachstum, prognostisch und retrospektiv. Da sind 3. die Eisenbohrkernuntersuchungen von Oeschger (1978) und Barnola (1988) mit der Rekonstruktion von C02-Konzentration und relativer Temperaturänderung. Da ist 4. die Definition "Globaltemperatur" und deren Rekonstruktion nach Jones (1982) und Hansen (1987) mit dem "Anstieg" nach 1860, mit dem "Rückgang" nach 1940 und dem "Anstieg" nach 1975.

Was verbindet diese diversen ursächlich zusammenhanglosen Befunde? Was verbindet den in 3000 m Höhe auf dem Vulkankegel Mauna Loa gemessenen C02-Wert mit der irgendwie berechneten "Globaltemperatur"? Eine "Kausalbeziehung" kann es offensichtlich nicht geben, wenn man sich die jahreszeitliche Variabilität und die interannuelle Irregularität des Wetters in den diversen Klimazonen der Erde anschaut. Wie soll ein Einzelwert, auch wenn man ihn für ubiquitär und global repräsentativ erklärt, einerseits ein absolutes "Chaos" an Wetter erlauben, aber dies andererseits wieder so disziplinieren und koordinieren, dass ihm am Jahresende die "Globaltemperatur" auf wenige Hundertstel Grad folgt? Nach Meinung der "Klimaexperten" müßte man sich den Mauna-Loa-Wert bildhaft als "Thermostat" vorstellen, der die unterschiedlichsten Temperaturen in den Räumen des Hauses Erde erlaubt, aber dennoch die "strahlende" Außentemperatur als "Globaltemperatur" exakt regelt. Nur so ist die These zu verstehen, dass ein Anstieg der "Globaltemperatur" dann und nur dann gestoppt und die sich abzeichnende "Klimakatastrophe" nur verhindert werden kann, wenn die Industrienationen ihre CO2-Emissionen drastisch reduzieren.

"Eiszeithypothese"

Zur Absicherung der behaupteten "Kausalität" wird amtlich auf Svante Arrhenius und seine 1896 aufgestellte "Eiszeithypothese" [1] verwiesen. Diese besagt schlicht, dass eine in etwa 6 km Erdnähe gedachte, alles Kohlendioxid der Atmosphäre enthaltende und die Erde umhüllende "Kohlensäureschicht" mit einer Temperatur von etwa -16oC je nach Kohlensäuregehalt die mit einer "Weltmitteltemperatur" von einheitlich +15 oC versehene Erdkugel veranlassen könnte, sich abweichend von diesem "Grundwert" eiszeitlich abzukühlen oder warmzeitlich zu erwärmen.

Das von Arrhenius erfundene und 1901 [2] gegen Kritik vehement verteidigte "neue Princip", dass "je niedrigere Temperatur also die strahlenden Kohlesäureschichten besitzen, desto kräftiger ist ihr Wärmeschutz für die Erde", widerspricht allen damaligen und heutigen Erkenntnissen der Physik, angefangen mit dem von Fourier (1768-1830) im Jahre 1811 formulierten Grundgesetz des molekularen Wärmetransports, das den Zusammenhang zwischen der Ursache eines Wärmetransports, einem räumlichen Temperaturgradienten in einer Raumrichtung und der in einer Zeitspanne durch eine Grenzfläche transportierten Wärme beschreibt [3]. Auf Fourier geht auch die Definition der Wärmeleitfähigkeit zurück. Gilt in elektrisch gut leitenden Metallen das Wiedemann-Franzsche Gesetz, so sind nichtmetallische Baustoffe schlechte Wärmeleiter. Ruhende Gasschichten in Poren oder zwischen Mineral-, Glas-, Holz- oder Korkfasern vermindern die Wärmeleitfähigkeit weiter. Bei einer Wärmeleitfähigkeit unter 0,1 W/mK werden letztere als Wärmedämmstoffe bezeichnet.

Auch wenn Arrhenius bei seinem "Modell" den analytischen Reduktionismus auf die Spitze treibt, indem er die Luftschicht zwischen Erdoberfläche und seiner hypothetischen "Kohlensäureschicht" für absolut kohlensäure- und wasserdampffrei, homogen, isotrop, unbeweglich und diatherm deklariert -alles von der Wirklichkeit wegführende idealisierende und simplifizierende Modellannahmen - und praktisch unausgesprochen die Atmosphäre zu einem Vakuum reduziert, so entrinnt er dennoch nicht den Gesetzen der Physik, wie es Max Planck (1858 1917) unmißverständlich aufzeigte: "Ein Körper A von l00 oC emittiert gegen einen ihm gegenüber befindlichen Körper B von 0 oC genau die Wärmestrahlung, wie gegen einen gleich großen und gleich gelegenen Körper B' von 1000 oC, und wenn der Körper A von dem Körper B abkühlt, von dem Körper B' aber erwärmt wird, so ist dies nur eine Folge des Umstandes, dass B schwächer, B' aber stärker emittiert als A" [4]. Man kann das Modell Arrhenius mit einer Thermosflasche vergleichen. Wenn man diese in ein Eisbad legt, müßte der Kaffee im Vergleich zur Zimmertemperatur nicht nur langsamer kalt, sondern sogar "wärmer" werden. Ein paradigmatisches Paradoxon!

Was ist Wärme?

Der Mensch kann sich bei seinen Gedankenexperimenten zwar hypothetisch-idealisierend der Natur "entfremden" und fiktive "Treibhauseffekte" [5] erfinden, doch entrinnen kann er den Naturgesetzlichkeiten nicht, wie dies das Wetter tagtäglich vormacht. Man braucht nur ein x-beliebiges Physikbuch aufzuschlagen, um Arrhenius ad absurdum zu führen. Gerthsen und Vogel antworten auf die Frage: ,,Was ist Wärme?" - Die ganze Wärmelehre läßt sich in einem Satz zusammenfassen: "Wärme ist ungeordnete Molekülbewegung" [6]. Von dieser Definition leitet sich der Begriff der Temperatur als Maß für die mittlere kinetische Energie der Moleküle, das 1842 von Mayer formulierte ,,mechanische Wärmeäquivalent", die Kalorimetrie, die kinetische Gastheorie, die Brownsche Molekularbewegung, die Boltzmann-Verteilung, die Maxwell-Verteilung, die Wärmekraft- und Kraftwärmemaschine, die Gesetze der Wärmeleitung und Diffusion, die Hauptsätze der Thermodynamik etc. ab. Kann ,,Energie" auch per elektromagnetischer Strahlung in einem Vakuum transportiert werden wie beispielsweise das Licht von der Sonne durch den Weltraum zur Erde, so ist ,,Wärme" notwendigerweise und unverzichtbar an die Existenz von Materie in Form von Atomen und Molekülen gebunden. Im Vakuum gibt es zwar elektromagnetische Strahlung jedweder Wellenlänge aber keine Wärme und damit kein Leben, kein Wetter und auch nicht das davon abgeleitete menschliche Konstrukt ,,Klima". Im Vakuum könnten wir uns zwar noch optisch wahrnehmen, aber nicht mehr akustisch verständigen.

Der von Planck geprägte Begriff "Wärmestrahlung" bedeutet nicht den tatsächlichen Transport eines "Wärmestoffes", der Begriff beschreibt die erzeugte Wirkung "Wärme" nach Absorption der elektromagnetischen Strahlung. Energie muß zuerst von einem Körper "absorbiert" und in "Wärme" transportiert werden, bevor sie unter Verlust als Strahlung größerer Wellenlänge wieder "emittiert" wird. Absorbtion und Emission erfolgen immer "auf Kosten von", wie Max Planck schreibt.

"Idealer schwarzer Körper"

Einzig bei dem Modell ,,idealer schwarzer Körper" soll nach Definition von Kirchhoff (1824-1887) die abgegebene Strahlung identisch mit der aufgenommenen sein. Diese Idealbedingung erfüllen nicht einmal schwarz berußte rauhe Flächen, so dass man zwecks Simulation zu dem Modell ,,Hohlraum" [6] als ,,schwarzem Körper" gegriffen hat. Die Strahlung aus dem ,,Loch" eines beheizten Hohlraumes, der mit mehreren Luftmänteln zur Wärmeisolation umgeben ist, also ein isoliertes und abgeschlossenes System darstellt, soll also identisch sein mit der Strahlung einer schwarzen Fläche gleicher Temperatur. Bei Heiztemperaturen von etwa 600 oC wird Rotglut als Glühfarbe, bei 1000 oC wird gelb und bei 1300 oC weiß erreicht. Erst dann wird die elektromagnetische Strahlung für das Auge sichtbar.

Nach der spektralen Intensitätsverteilung der ,,schwarzen Strahlung" steigt die Gesamtemission nach dem Planckschen Strahlungsgesetz sehr schnell mit wachsender Temperatur. Nachdem alle Versuche gescheitert waren, das Spektrum der ,,schwarzen Strahlung" aus den herkömmlichen thermo- und elektrodynamischen Gesetzen zu erklären, führte Max Planck 1900 eine der klassischen Physik grundsätzlich fremde Annahme ein, nämlich die Quantenhypothese.

Sie beinhaltet als Grenzfall auch das vorher von Wien (1864-1928) aufgestellte Strahlungsgesetz, welches die Existenz des Wellenlängenmaximus beschreibt. Die Gesamtenergiedichte, welche der Fläche unter der Planck-Kurve entspricht, wird mit Hilfe des Stefan Boltzmannschen Gesetzes berechnet.

Mit diesem physikalischen Gesetzesinstrumentarium, das für den Idealfall "schwarzer Körper" konzipiert ist, operiert man in der "Klimaforschung". Der Modellvorstellung nach muß man sich die ,,Klimaerde" als einnen ,,schwarzen Körper" in einem perfekt isolierten und abgeschlossenen "Hohlraum" vorstellen, der von der Sonne beheizt wird, und innen mit einem diathermanen und unbeweglichen Medium ausgefüllt ist und in welchem zudem "thermodynamisches Gleichgewicht" herrscht. Diese Modellannahmen sind so fern jeglicher Realität - das Ökosystem Erde ist offen (!) -, dass sie völlig ungeeignet erscheinen, um daraus irgendwelche klimatischen Idealzustände abzuleiten wie den ,,natürlichen Treibhauseffekt". Allein die Bildung der Differenz zwischen der mittels des Stefan Boltzmannschen Gesetzes berechneten ,,Strahlungstemperatur" von -18 oC bei einer solaren Heizleistung von 240 W/m3 mit der zusammengemittelten ,,Globaltemperatur" von +15 oC und die Deklaration dieser Differenz von +33 oC zum natürlicher ,,Treibhauseffekt" ist nicht statthaft. Beide Temperaturen sind nicht kompatibel, wie ein Blick auf die Definition der Lufttemperatur als Maß der ungeordneten Molekülbewegung zeigt und bei Max Planck nachzulesen ist.

Die Stefan-Boltzmann-Temperatur ist nicht mit der Wien-Temperatur und beide sind nicht mit der Lufttemperatur vergleichbar. Diese in 2 m Höhe in einer Englischen Hütte gemessene Temperatur darf wiederum nicht mit der Oberflächentemperatur der Erde gleichgesetzt werden.

Die wichtigste und praktisch alleinige Energiequelle für die Erde ist die Sonne. Deren elektromagnetische Strahlung - Lichtstrahlen und Wärmestrahlen unterscheiden sich einzig durch ihre unterschiedlichen Wellenlängen -, bedingt direkt und indirekt die Lufttemperatur und beeinflußt damit den Luftdruck, die Stärke und Richtung der Winde, die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit und die Niederschläge. In das ,,Chaos" unterschiedlicher Luftdruck-und Temperaturwerte bringt die Natur ,,Ordnung" als Tief- und Hochdruckgebiete, welche nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik die Aufgabe haben, zwischen verschieden temperierten Raumpunkten einen Temperaturausgleich herzustellen. Dies macht die Natur nicht rechnerisch, indem sie Temperaturen als Qualitätsgrößen zu ,,Globaltemperaturen" mittelt, sondern "Wärmequantitäten" in Form von Luftmassen verfrachtet und durchmischt. In der horizontalen wie vertikalen Verfrachtung von Luftmassen und deren Tendenz zur Verwirbelung sind Ursprung und Ablauf des Wettergeschehens zu sehen. Ohne Konvention gäbe es weder Schönwettercumuli noch die majestätischen Gewitterwolken.

Das Wesen der "Wärme" war zur Zeit von Arrhenius 1896 schon bestens erforscht. In einer "Denkschrift über die Wärme" schrieben im Jahre 1783 Lavoisier und Laplace an der Pariser Akademie, dass die Physiker nicht einer Meinung über die Wärme seien. "Mehrere unter ihnen betrachteten sie als eine Flüssigkeit", andere glauben, sie sei "die lebendige Kraft, welche sich aus den unmerklichen Bewegungen eines Körpers ergibt. Sie ist die Summe der Produkte aus der Masse eines Moleküls und dem Quadrat der Geschwindigkeit [7]. Dies erinnert an Einsteins berühmte Formel E = m . c2. Und Rudolf Clausius (1822-1888) formulierte bereits 1850: "Energie kann spontan längs eines Temperaturgefälles von Warm nach Kalt fließen, aber nicht umgekehrt".

Ideologische Falle und ,,Suffizienzrevolution"

Durch die Idealisierung ,,diatherman" reduzierte Arrhenius die Atmosphäre zu einem Vakuum, durch die Idealisierung ,,unbeweglich" unterband er jegliches Wetter und durch die Idealisierung ,,wasserdampffrei" entzog er jeglichem Leben die Existenzgrundlage. Arrhenius abstrahierte solange vom Konkreten, bis er seinen ,,Beweis" hatte, der Kolensäurehehalt ist für Eis- und Warmzeiten verantwortlich. Es wird allerlhöchste Zeit, dass die ,,Experten", welche vor gut zehn Jahren als wetterunerfahrene ,,Zauberlehrlinge" die unsinnige Gefahr der treibhausbedingten, CO2- induzierten "Klimakatastrophe", den globalen Klima-GAU, heraufbeschworen und sich auf Arrhenius beriefen, ihre eigentlichen Motive offenlegen, bevor die ideologische Falle ,,Suffizienzrevolution" zuschlägt und die Industrienationen zu ,,grünen Paradiesen " reduziert werden. Diese ,,Ökogeister" wollten sie sicher nicht heraufbeschwören.

Anmerkungen

[1] Arrhenius, S.: On the Influence of Carbonic Acid in the Air upon the Temperature of the Ground. Phil. Mag. S. 5. Vol. 41. No. 251. April 1896.
[2] Arrhenius, S.: Ueber die Wärmeabsorption durch Kohlensäure und ihren Einfluss auf die Temperatur der Erdoberfläche, Olversight of Kongl. Vetenskaps-Akademiens Förhandlingar 1901. No. 1. Stockholm, S. 25-58.
[3] Hering, H.: Martin, R.; Stohrer, M.: Physik für Ingenieure, Düsseldorf 1992, S. 204.
[4] Planck, M.: Wärmestrahlung, 5. Aufl., Leipzig 1993, S. 7.
[5] Gerlich, G.: Die physikalischen Grundlagen der Treibhauseffekte, in: Europäische Akademie für Umweltfragen e.V. (Hrsg.I: Treibhaus-Kontroverse und Ozon-Problem, Tübingen 1996, S. 115-148.
[6] Gerthsen, Ch.; Vogel, H.: Physik, 17. Aufl.; Berlin 1993, S. 193-272.
[7] Verband Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Robert Mayer und das Energieprinzip 1842-1942. Gedenkschrift zur 100. Wiederkehr der Entdeckung des Energieprinzips. Berlin 1942, S. 140.

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Die ,,KIimakatastrophe" ist paradox

Auf unserer Erde ist das Wetter frei - es macht was es will und reagiert weder auf Klimarahmenkonventionen noch auf Energiesteuern.
Also: Was verursacht den sogenannten Treibhauseffekt, den das Wetter gar nicht kennt?
Er ist nicht nur ein ,,anthropogenes Phantasieprodukt", sondern auch ein naturwissenschaftliches Paradoxon.

Von Dipl. Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

Seit der wissenschaftlichen Erstwarnung durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. am 22. Januar 1986 sowie der amtlich politischen Bestätigung über den 1 Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre"' vom 4 November 1988 wird sie nicht mehr als potentielle virtuelle Gefährdung betrachtet, sondern als reale Leib und Leben der Menschheit bedrohende Gefahr, die vom Menschen selbst über den anthropogenen Treibhauseffekt ausgelöste ,,Klimakatastrophe". Als wichtigstes "Treibhausgas" wird das Kohlendioxid angesehen, welches sich in dem zweifelhaften Ruhm des eigentlichen "Klimakillers" sonnen darf.

Die Wärmerückstrahlung wird effektiv überbewertet

Zur Ehrenrettung des Kohlendioxids ist voranzuschicken, dass es sich um eines der wichtigsten Nahrungsbausteine überhaupt handelt. Dies ist am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin in dem Satz festgehalten: ,,Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!" Die grüne Pflanzenzelle ist die älteste lichtchemische Fabrik - die älteste photochemische Apparatur - die es gestattet, das Licht und die elektromagnetische Energie der Sonne aufzufangen und in Biomasse einzubinden Man nennt diesen Vorgang daher Photosynthese oder CO2-Assimilation. Von dem Produkt der grünen Pflanzenzelle -Rohmaterial sind die anorganischen Stoffe CO2 und H2O oder Wasser, sei es zunächst in Form von Zucker oder Stärke oder Zellstoff oder später Eiweiß oder Fett - lebt die Pflanze als Primärproduzent und auch alle Konsumenten wie Mensch und Tier. Man mag aus ideologischer Verblendung mehrheitlich zu dem politischen Konsens kommen die C02-Emissionen der Industrieländer auf ,,Null" zu reduzieren oder gar das ,,Killergas" ganz aus der Luft zu eliminieren, doch dann würde man zwar jeglichem Leben auf der Erde die Existenzbasis entziehen, aber das Wetter würde dennoch keine Notiz davon nehmen!

Die volle Erkenntnis, was es damit auf sich hat, dass grüne Pflanzen mit ihren Blättern Kohlendioxid aufnehmen. es bei Licht verarbeiten, dadurch wachsen und Sauerstoff abgeben, hat zum ersten Mal der Genfer Naturforscher Theodor de Saussure im Jahre 1804 dargelegt. Das Projekt mit Kohlensäure zu düngen, ist bereits in dem Reichspatent 32194 vom 19. November 1884 fixiert: c. Braune in Biendorf in Anhalt meldete ein Verfahren an zum Züchten von Samen für große, zuckerreiche Rüben. Die Düngung stellte er sich wie folgt vor: "Endlich müssen zwischen den Reihen der Rübenpflanzen Röhren angebracht werden, welche perforiert sind und zur Zuleitung von gasförmiger Kohlensäure zu den Pflanzen dienen ..." Dieses Patent beruhte u.a. auf der Erkenntnis, dass im Vergleich zur Gasdichte der Luft von 1,000 die Gasdichte von CO2 gleich 1,520 beträgt, mithin ein extremer CO2-Gradient unmittelbar in Bodennähe besteht. Ganz in der Nähe der Erde ist fast ausnahmslos der höchste Gehalt an CO2 und davon profitieren die niedrigen Kulturpflanzen. Wenn man also 2-3mal soviel ernten will, dann muß man mit der 2-3fachen Kohlensäuremenge düngen. Der CO2-Düngeeffekt ist seit über 100 Jahren bekannt!

Hierzu erfand man die Frühbeetkästen und die Gewächshäuser. Man wußte von der etwa 15%igen Schwächung, welche das Sonnenlicht beim Durchgang durch Glas erfährt, doch dies wurde wettgemacht durch die Erhöhung des CO2-Gehaltes der Gewächshausluft. Das Gewächshaus hat primär die Funktion, das Aufsteigen der wie auch immer erwärmten Luft durch Konvektion oder Thermik zu verhindern und den Abtransport durch seitliche Winde zu unterbinden. Es ist ein vorübergehendes Wärmegefängnis und bestand nur deswegen aus Glas, weil man das Sonnenlicht direkt oder als diffuses Himmeislicht zur Photosynthese braucht und dieses nicht durch künstliche Lichtquellen ersetzen konnte. Die heute so hochgepriesene Bedeutung der lang-welligen Rückstrahlung im Treibhaus spielt zwar in 'ldeologia' eine zentrale, aber in ,Natura' eine äußerst marginale Rolle, denn 2 mm dickes Glas hat einen extrem hohen Wärmedurchgangskoeffizienten oder k-Wert von 6 W/m2 im Vergleich zu Luft mit einem k-Wert von 0,01 W/m2. Glasfenster sind die Schwachstellen im baulichen Wärmeschutz! Die extrem hohe Isolierfunktion ruhender Luft nutzt man durch Doppel- und Dreifachverglasung im Wohnbau oder im Gewächshausbereich dadurch aus, dass man aus Gründen der Senkung der Heizkosten die Glashäuser durch ebenso lichttransparente Doppelfolienhäuser ersetzt. Die Blickverengung auf die Wärmestrahlung und die Vernachlässigung der Wärmeübertragung durch Leitung und Konvektion hat zu der physikalisch unsinnigen Modellfiktion von Svante Arrhenius (1896) geführt, dass man mittels der Temperaturvariation einer im Idealzustand -16° C "kalten" Kohlensäureschicht die +15° C "warme" Erde entweder abkühlen (Eiszeitklima) oder erwärmen (Treibhausklima) könne. Dies widerspricht total dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik! Nach dem Prinzip von Clausius ist es unmöglich, durch einen Kreisprozeß Wärme aus einem kälteren in einen wärmeren Körper zu transportieren, ohne dass eine gewisse Menge Arbeit in Wärme verwandelt wird. Nach dem Prinzip von Thomson ist es unmöglich, durch einen Kreisprozeß einem Wärmereservoir Wärme zu entziehen und in Arbeit zu verwandeln, ohne dass zugleich eine gewisse Wärmemenge von einem wärmeren zu einem kälteren Körper übertragen wird. Es ist also unmöglich, ein Perpetuum mobile zweiter Art zu konstruieren! Schon Fourier hatte 1811 festgestellt, dass Wärme immer nur von einem wärmeren zu einem kälteren Körper fließt und nie umgekehrt. Doch gerade dies wird seitens der Klimakatastrophisten über das Bild von der Erde als Treibhaus zu suggerieren versucht -erstaunlicherweise mit Erfolg!

Auch in einem Gewächshaus hat die eingeschlossene Wärme immer das Bestreben, einen Temperaturausgleich herbeizuführen und fließt dabei so lange von der wärmeren bis zur kälteren Seite, bis ein Temperaturausgleich erreicht ist. Wer's nicht glaubt, möge sich im Vertrauen auf die heizende Wirkung durch das Glasdach wirksam werdende Gegenstrahlung an einem sonnigen aber frostigen Sylvestertag in ein unbeheiztes Treibhaus begeben und den Neujahrsmorgen abwarten. Der Treibhauseffekt ist aber auch aus einem anderen physikalischen Grund unsinnig. Dieser ist spektralanalytischer Natur.

Das "Strahlungsfenster" der Erde steht Tag und Nacht weit offen

Die Vorstufe des Beginns allen irdischen Lebens kann in dem Befehl Gottes gesehen werden: "Es werde Licht!" um das Verständnis der Natur des Lichts hat die Menschheit jahrtausendelang gerungen, bevor zwei Erklärungen aufkamen: Newton, der Erfinder des G ravitationsgesetzes, stellte sich vor, dass das Licht aus einem Strom winziger Teilchen bestehe (Korpuskulartheorie), und Huygens meinte, das Licht sei ein Wellenvorgang (Wellentheorie). Dieser Disput wurde salomonisch dadurch entschieden, dass man sich für den Welle-Teilchen-Dualismus entschied und Licht als elektromagnetische Welle erkannte. Die elektromagnetischen Strahlen bilden eine ganze Familie und sind alle der Natur nach gleich. Sie breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus und unterscheiden sich sonst durch Wellenlänge und Frequenz. Am langwelligen Ende des Energiespektrums liegen die Lang-, Mittel-und Kurzwellen des Radios. Dann folgen die ultrakurzwellen des Fernsehens, die Radarwellen, die Wärmestrahlen, die Lichtstrahlen, die Ultraviolettstrahlen, die Röntgenstrahlen etc.

Licht ist also sowohl Teilchen als auch Welle! Newton hatte 1704 noch eine andere Entdeckung gemacht. Er hatte Sonnenlicht auf ein Prisma scheinen lassen, wodurch es je nach dem Brechungsindex in seine Spektral- oder Regenbogenfarben zerlegt wurde. Bei näherer Betrachung des Sonnenlichts stellte 1814 Fraunhofer darin dunkle Linien fest. Das war die Entdeckung der Absorptions- und Emissionslinien. Hieraus entwickelten Kirchhoff und Bunsen 1859 die sog. Spektralanalyse. So entdeckten sie die Elemente Helium, Rubidium, Caesium. Die Spektralanalyse, die sich zur lnfrarot-Spektroskopie entwickelte, ist ein wirkungsvolles Instrument, um chemische Elemente sowohl qualitativ als auch quantitativ aufzuspüren und zu diagnostizieren. Jedes Element hat ganz stoffspezifische Absorptions- und damit identische Emissionslmien, wenn man von der Compton-Verschiebung absieht und Kirchhoffs Definition des "schwarzen Körpers" zugrundelegt. Über 150.000 Elemente sind spektroskopisch katalogisiert!

Was die Absorptionslinien des CO2 betrifft, so benannte Arrhenius drei und zwar bei 2,8 Mikrometer, bei 4,5 Mikrometer und bei 14,5 Mikrometer. Die Enquete-Kommission wie das IPCC (Intergovemmental Panel on Climate Change) geben die letztere mit 15 Mikrometer an. Das Kohlendioxid kann also, will man die anerkannte Spektroskopie nicht ad absurdum führen, nur bei 15 Mikrometer Wärmestrahlung absorbieren und emittieren. Arrhenius kannte auch das Wiensche Verschiebungsgesetz, welches erlaubt, die einer Wellenlänge zugehörige Strahlungstemperatur zu berechnen. Der Wellenlänge LAMBDA = 15 Mikrometer ist eine Temperatur von -73° C zuzuordnen. Wenn man die Erde als "schwarzen Körper" deklariert und ihr eine Globaltemperatur von einheitlich +15° C verpaßt, dann beträgt das LAMBDAmax nach Wien exakt 10,05 Mikrometer. Eine Wärmestrahlung, die so weit weg von der Absorptionslinie liegt, kann aber das CO2 von Natur aus nicht absorbieren; diese Strahlung geht an ihm vorbei in den Weltraum. Dies bestätigt auch eindeutig die Enque?te-Kommission in ihrem Bericht vom 4. November 1988, indem sie erklärt, dass es von der Erde zum Weltraum ein "stets offenes Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 Mikrometer gibt, das selbst nicht bei 100 % Luftfeuchtigkeit geschlossen werden kann. Damit wird aber der "Treibhaushypothese" die letzte ideologische Krücke entzogen, es bricht unter der Macht physikalischer Argumente wie ein Kartenhaus bei leichtem Pusten in sich zusammen.

Es gibt nur einen einzigen logischen Schluß und der lautet: Es gibt gar keinen Treibhauseffekt! Nun wird auch erklärlich, warum trotz des einheitlichen CO2-Diktats von dem Berg Mauna Loa auf Hawaii, dem ja die Globaltemperatur bis auf 1/lOOtel Grad genau gehorchen soll, das Wetter überall auf der Erde gerade macht, was es will. 355 ppm erlauben gleichermaßen arktische wie subtropische Temperaturen, Kälte-wie Hitzeperioden, Dürren und Überschwemmungen, Orkane wie Roßbreitenflauten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Doch am Ende eines Jahres kommt der große Buchhalter und rechnet uns vor, dass die Globaltemperatur treu gehorchte und um 1/lOOtel Grad gestiegen ist. Dabei bekannte die WMO (World Meteorological Organization) 1995, wie sie die 1994er Globaltemperatur errechnet habe. Dieser lagen ganze 1400 (!) Beobachtungsstationen auf den Kontinenten zugrunde. Bei den 71 Prozent der Erdoberfläche, die mit Meeren bedeckt sind, wurden "Schätzwerte" zugrunde gelegt! Es ist also kein Wunder, dass die Treibhausrechnung immer wieder am Jahresende aufgeht - theoretisch! Das erklärt auch, dass die "Weltmitteltemperatur" des Arrhenius von 1896 identisch ist mit der Globaltemperatur der Enquete-Kommission von 1988 mit jeweils +15° C.

Das Wetter braucht keinen Klimaschutz

Niemand registrierte das Paradoxon, als die University East Anglia in Großbritannien wider alle Konvention das Jahr 1995 zum wärmsten seit 1850 mit einer Globaltemperatur von 14,84° C erklärte natürlich als Beweis des Treibhauseffektes!

Wenn auch der Treibhauseffekt physikalisch nicht haltbar ist und auch das Wetter jeden Tag aufs Neue vorführt, dass es einen derartigen Effekt nicht kennt, der ideologische Glaube an den Treibhauseffekt wird nicht so schnell auszurotten sein. Man mag in "Kyoto" beschließen, was man will, das Wetter wird davon wie von der Klimarahmenkonvention 1992 in Rio de Janeiro auch künftighin nicht die geringste Notiz nehmen. Wenn es auch absoluter Unsinn ist, über CO2-Reduktionsbeschlüsse irgendwelche Einflüsse auf das Wettergeschehen im Sinne des Klimaschutzes meinen ausüben zu können, so entbindet dies den homo sapiens nicht von der ethisch-moralischen Pflicht, mit allen Ressourcen dieser Erde effizient, gewissenhaft, sorgfältig und sparsam hauszuhalten, d.h. "öko" - nomisch umzugehen.

Autor: WoIfgang Thüne, Diplommeteorologe, Dr. phil. (Soziologie) Leiter des Arbeitskreises ,, Klima" am Institut für Demokratieforschung in Würzburg

Kohlendioxid und Methan sind keine "Treibhausgase", und der Mensch ist kein "Klimakiller"
Von Dipl. Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

Im Prinzip besteht kein Unterschied: Der Mensch emittiert wie jeder Gas-, Holz-, Kohle- und Ölofen Kohlendioxid = CO2. Einzig das Temperaturmilieu bei der Verbrennung ist jeweils unterschiedlich. Zeit seines Lebens atmet im statistischen Mittel jeder Mensch täglich 1 kg CO2 aus. Die jährlich "neu" hinzukommenden 90 Millionen Erdenbürger "belasten" die Atmosphäre pro Jahr mit rund 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid. 6 Milliarden Menschen bringen es bei der körperinternen Verbrennung von Kohlenhydraten auf jährlich 2,2 Milliarden Tonnen CO2. Ist also der Mensch ein "Klima killer"? Ist das Gatttungswesen Mensch, ist der homo sapiens als "Geschöpf" oder "Evolutionsprodukt" unentrinnbar dazu verurteilt, die Welt klimatisch in den Ruin zu führen? Steuert er zudem beschleunigt durch seine Lebensweise autonom und automobil in den "Größten Anzunehmenden Unfall", den globalen "Klima-GAU"? Dies ist im Klartext die These von einigen Wissenschaftlern, die sich "Klimaforscher" nennen. Sie fordern die sofortige "Transformation der Industriegesellschaften", umgehende "CO2-Reduktionsmaßnahmen" um 25, 80 ja 100 Prozent, die "Suffizienzrevolution". Die Forderungen gehen gar soweit, die CO2-Emissionen auf 2 Tonnen pro Kopf weltweit zu reduzieren und kontingentieren! Würde dies Realität, die durch Sturmfluten ausgelöste Flucht der Kimbern und Teutonen um 100 v.Chr. wäre ein marginaler Vorgeschmack dessen, was passieren würde, wenn die Bewohner der polaren und subpolaren Breiten bei Erschöpfung des 2-Tonnen-Kontingents. angesichts der arktischen Wintertemperaturen vor die Alternative gestellt würden - erfrieren oder wandern?

Jedenfalls gelang es den "Klimaforschern", nicht nur ein neues lukratives "Forschungsgebiet" zu etablieren und Milliarden zu kassieren, sie zogen auch mit dem werbepsychologisch perfekt inszenierten und über die Medien millionenfach verstärkten Bild "Treibhaus" erst die Öffentlichkeit und dann die Politik derart in ihren Bann, dass letztere eigens ein neues Arbeitsfeld, die "Klimapolitik", einrichten mußte. Nach jahrelangem außer- und innerparlamentarischen Druck, - wenn die "Klimaangst" nicht die gehörige Betroffenheit auslöste, dann setzte man die Waffe "Sintflut-Angst" durch Meeresspiegelanstieg ein -, versammelten sich weit über 100 Staatsmänner 1992 in Rio de Janeiro und unterzeichneten die "Klimarahmenkonvention". Darin verpflichteten sie sich vorsichtig unverbindlich doch feierlich, den CO,-Gehalt der Luft auf einem Niveau zu stabilisieren, bei dem so gerade noch die "Kliniakatastrophe" verhindert werden kann.

Würde man dieselben Staatsmänner fragen, was sie unter "Klima" verstehen, so würden sie "durchschnittliches Wetter" sagen und jeder an "sein Heimatwetter" denken.

»Wenn die "Klimaangst" nicht die gehörige Betroffenheit auslöste, dann setzte man die Waffe "Sintflut-Angst" durch Meeresspiegelanstieg ein.«

Vielleicht würden sie auch merken, dass jeder in seinem politischen Alltagsleben den Begriff "Klima" in völlig anderen Wortkombinationen verwendet wie: Arbeitsklima, Börsenklima, Gesprächsklima' Handelskl ima, Konferenz- und Konjunkturklima Wirtschaftsklima oder auch politisches und soziales Klima. Dieses "Klima" hat offensichtlich mit dem Wetter nichts zu tun.

Das Wort "Klima" stammt nämlich von dem "Vater der Heilkunde", von Hippokrates und bedeutet "Neigung". Nur in dieser Bedeutung machen obige Begriffskombinationen einen Sinn. Gutes "Klima" bedeutet "Zu-Neigung" und schlechtes "Ab-Neigung".

Der hippokratische Begriff "Klima" hat originär weder etwas mit dem Wetter zu tun noch mit dem Begriff' "Meteorologie", der von Aristoteles geprägt wurde als Bezeichnung einer Wissenschaft, die sich mit der Atmosphäre befaßt. Das sich darin abspielende Wetter war Domäne der, "Götter", deren "Zu-Neigung" man sich mit Opfergaben zu erkaufen versuchte. Das komplexe Wetter wie der Blick hinter seine Kulissen entzogen sich dem Menschen, bis er entsprechende Meßinstrumente hatte, um Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit etc. zu messen.

Doch die physikalische Erfassung einiger Wetterelemente bedeutet noch längst nicht, dass der Mensch auch wirklich die Geheimnisse des Wettergeschehens durchschaut hätte. Täglich hängt über der Wettervorhersage das Damoklesschwert "Fehlvorhersage".

Da wiederum auch der Wetterablauf Antriebsenergie benötigt und deren Zustrom wiederum von der "Neigung", dem "Klima" der Sonnenstrahlung abhängt, läßt sich. eine Brücke von Hippokrates zu Aristoteles konstruieren. Alexander von Humboldt, der Vater der Geographie, kombinierte beide. Humboldt schreibt: "Der Ausdruck Klima bezeichnet in seinem allgemeinsten Sinne alle Veränderungen in der Atmosphäre, die unsere Organe merklich affizieren: die Temperatur, die Feuchtigkeit, die Veränderungen des barometrischen Druckes, den ruhigen Luftzustand oder die Wirkung ungleichnamiger Winde, die Größe der elektrischen Spannung, die Reinheit der Atmosphäre oder ihre Vermengung mit mehr oder minder gasförmigen Exhalationen, endlich den Grad. habitueller Durchsichtigkeit und Heiterkeit des Himmels, welcher nicht bloß wichtig ist für die vermehrte Wärmestrahlung des Bodens, die organische Entwicklung der Gewächse und die Reifung der Früchte, sondern auch für die Gefühle und ganze Seelenstimmung des Menschen."

Humboldt benutzt den Briff "Klima" im Sinne von Wetter denn nur dieses ist in der Lage unsere Sinne direkt zu affizieren. Der Mensch wird affiziert durch die Kühle des Morgens, die Hitze des Mittags, die Milde des Abends und nicht durch eine wie auch immer errechnete "Tagesmittel temperatur".

Alexarider von Humboldt war der Erfinder der "Isolinien" und zeichnete im Jahre 1817 die erste Isothermenkarte. In dieser verband er Orte gleicher Mittelternperatur, um damit Räume gleichen "Klimas" geographisch voneinander abzugrenzen und die Erde klimatisch in Zonen einzuteilen. Später kamen Linien gleichen Luftdrucks (Isobaren), gleichen Niederschlags, gleichen Sonnenscheins etc. hinzu. Von Europa ausgehend dehnte sich über die besiedelten Gebiete der Erde ein immer dichteres Meßnetz von Klimastationen aus.

Zur Dichte stellte man auf der 1. Weltklimakonferenz der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) im Jahre 1979 fest, dass sie in weiten Teilen der Erde völlig unzureichend sei, um das Wetter über die Anordnung derTief- und Hochdruckgebiete geographisch einigermaßen präzise erfassen zu können.

Alexander von Humboldt war ein vorurteilsloser Naturforscher und unterschied klar zwischen zwei Klimaten, dem "solaren Klima" und dem "realen Klima". Das "solare Klima" werde von der Neigung der die Sonnenenergie zur Erde transportieren-den elektromagnetischen Wellen bestimmt. Die Neigung wiederum hänge von der täglichen Rotation der Erde um ihre eigene Achse ab wie der wechselnden Neigung der Erdachse bei der jährlichen, die Jahreszeiten erzeugenden Rotation der Erde um die Sonne.

Mit dem sich stets ändernden Neigungswinkel der einfallenden Sonnenstrahlen ändert sich auch der Energieinput auf den Boden. Das "solare Klima" ist rechnerisch-theoretisch für gleiche Breitenkreise gleich. Dies gilt aber schon nicht mehr für die Längengrade, denn die Erde ist keine "Scheibe", sondern hat Kugelgestalt.

Bei Auswertung der realen Klimadaten merkte Alexander von Humboldt, dass die Isothermen nicht breitenkreisparallel verliefen, sondern ausgehend von dem Pariser Längengrad nach West und Ost abfielen, selbst wenn man einheitlich alle Temperaturen auf Meeresniveau reduzierte. Er führte dies auf die Unterschiede zwischen dem ozeanischen und kontinentalen Klimatyp zurück. Die Erde ist eben nur fiktiv-idealisierend ein ebener, homogener "schwarzer Körper". Real ist die Erdoberfläche zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt und die Kontinente sind extrem strukturreich. Jedenfal!s resultiert daraus eine Vielzahl diverser "Klimata".Das Wetter an sich war noch kein gesonderter Forschungsgegenstand. Seine Kenntnis und Erforschung setzt nämlich die Möglichkeit der Synoptik, der großräumig simultanen Wetteranalyse voraus. Diese war erst mit der Erfindung des Telegraphen, der telephonischen Datenfernübertragung möglich. Ab 1935 setzte man Radiosonden ein und integrierte so auch die höhere Atmosphäre in Wetterbeobachtung, Wetteranalyse und Wetterprognose.

Die technischen Innovationen schufen nicht nur den Zweig "synoptische Meteorologie", sondern hatten auch einen Sprachwechsel zur Folge. Aus dem Humboldtschen "Klima" wurde das unsere Sinne affizierende Wetter und das "Klima" wurde nun zu einem Mittelungsprodukt des Wettergeschehens für eine längere Periode an einem bestimmten Ort. Das "Klima" wurde zu einem jenseits der direkten Erfahrung und meßtechnischen Erfassung liegendes Mittelwert-Phänomen. Der Weg zu seinem Verständnis führte fortan über die Statistik und die Beschreibung.

»Hier wird seitens der "Klimaforschung" ein unverantwortliches Spiel mit "Zahlen" gespielt, die zwar nie nachprüfbar, aber stets manipulierbar sind.«

Die im Rahmen der Geographie operierende "Klimatologie" wurde als "angewandte Meteorologie" ein eigenständiger, mittlere Wetterzustände und -abläufe beschreibender Wissenschaftszweig. Man kann den Unterschied so fassen: Wetter gibt es von Natur aus immer, aber "Klima" nicht ohne Wetter! Es ist ein definitionsabhängiges anthropogenes Hilfskonstrukt.

Im Laufe des 19. und mit Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs die Fülle der weltweit gesammelten Daten derart an, dass man einen neuen "Ordnungsfaktor" in das stets fluktuierende Wettergeschehen einführte. Im Jahre 1935 versammelten sich :die in der Weltorganisation für Meteorologie vereinigten Staaten und verständigten sich im "Konsens" darauf, die dreißigjährige Meßperiode 1901 bis 1930 zur "Klimanormalperiode" zu erklären. Man glaubte damit, das chaotische Wetter als Klima "beruhigt" zu haben, und tatsächlich führte dies zu dem Irrglauben, das so gemittelte Klima sei fortan "konstant". Dieses Vorurteil steckt auch in der Wunschvorstellung "Klimaschutz"' die man durch Reduktion der "Treibhausgase" zu erreichen trachtet. Dabei entfernt man sich mit jeder Mittelwertbildung - vom Tagesmittel zum Pendaten- und Dekadenmittel, vom Monats- zum Jahreszeiten-und Jahresmittel und von diesen zum Dreißigjahresmittel - immer mehr von der Wirklichkeit und begibt sich in eine statistisch "konstante" Traumwelt, die einen "stationären Zustand" vortäuscht, den anzustreben man zum Ziel der ,Klimapolitik" erhebt. Doch Utopien haben es an sich, koste es was es wolle, Utopien zu bleiben! Das dem statistischen Mittel "Klima" vorangehende und autonom agierende Wetter weiß von diesen "Plänen" nichts, ihm fehlt der die Botschaft übermitteln sollende "Engel Aloysius".

Wenn auch eine "Dreißigiahresmitteltemperatur" als genormter und zu einem nackten Zahlenwert degradierter "Klima-wert" nichts darüber aussagt, was sich tatsächlich in dieser Zeitspanne an "Wetter" abgespielt hat, und als solcher wenig "Sinn" hat, so ist er dennoch im Humboldtschen Sinne nicht wertlos, wenn man ihn geographisch dort beläßt, wo er ermittelt wurde, und ihn zur Zeichnung von "Isohnien" verwendet.

Wenn man allerdings soweit geht, dass man alle 1000, 2000 oder auch 10 000 gebildeten und diskontinuierlich über den Globus verstreuten "Klimawerte" in einen Topf oder teuren Computer wirft, dem man das Etikett "Superhirn" anheftet, das arithmetische Mittel errechnet und dieses willkürlich zur "Globaltemperatur" deklariert, dann ist ein Maximum an Naturferne erreicht. Dann hat man bei der Suche nach dem "komplexreduzierenden Punkt" das Ufer des Rubikon überschritten und das Reich ideologischer Traumwelten betreten. Die Behauptung von Prof. Dr. Christian D. Schönwiese, dass man die "Globaltemperatur" "tatsächlich gemessen" habe, muß wie purer Zynismus wirken. Dies umso mehr, weil jeder Meteorologe weiß, dass das Wetter nicht aus einer arithmetischen Mittelung der Qualitätsgröße "Temperatur" resultiert, sondern Folge des Durchmischens von Luftmassen unterschiedlichen Wärmegehalts ist. In der Physik unterscheidet man Quantitätsgrößen und Qualitätsgrößen die sich bei Mischung völlig anders verhalten. Beim atmosphärischen Wettergeschehen werden also nicht Temperaturen und Geschwindigkeiten ausgetauscht, sondern Wärmegehalte und Bewegungsgrößen!

In ihrem 1. Bericht 1988 stellte die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre" fest, dass die "Globaltemperatur" 15 Grad Celsius betrage und in den vergangegen 100 Jahren um 0,7 Grad angestiegen sei, eben aufgrund der anthropogen bedingten Zunahme der Treibhausgase. Die nachfolgende Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" erhöhte 1992 die "Globaltemperatur" auf 15,5 Grad. Als die Universität East Anglia (UK) verkündete; dass das Jahr 1995 das bisher wärmste seit 1850 gewesen sei, mit einer Globaltemperatur von 14,84 Grad, da zeigte sich keine "Betroffenheit", im Gegenteil, da meldete sich Prof. Dr. Hartmut Graßl zu Wort und mahnte, dass es nun allerhöchste ,Zeit sei, mit der "Transformation der Industriegesellschaft" ernst zu machen.

Die Zunalune der Informationsquantität korreliert offensichtlich gut mit einer Abnahme der Gedächtnisqualität. Es sei daran erinnert, dass 1995 kurz vor der Klimakonferenz in Berlin der "Klimaforscher" Prof Dr. Klaus Hasselmann der Öffentlichkeit seinen "Beweis" präsentierte, dass der Mensch zu "95 Prozent" die "Klimaerwärmung" verursacht habe. Dabei hatte die Universität East Anglia bei der "Hitzerekordmeldung" nicht vergessen zu betonen, dass die "Globaltemperatur" der 3. "Klimanormalperiode" dieses Jahrhunderts (1961-1990) bei 14,44 Grad liege.

Hier wird seitens der "Klimaforschung" ein unverantwortliches Spiel mit "Zahlen" gespielt, die zwar nie nachprüfbar, aber stets manipulierbar sind. An diesem Punkt ist daran zu erinnern, dass der Begriff "Globaltemperatur" nichts anderes als die von Svante Arrhenius benutzte "Weltmitteltemperatur" ist. Der Chemiker Svante Arrhenius hatte im Jahre 1896 eine Arbeit publiziert, in der er die Entstehung von Eiszeiten erklären versuchte. Seine Hypothese lautete, dass die erdgeschichtlichen Schwankungen des Klimas auf die Schwankungen des atmosphärischen Kohlensäuregehaltes ursächlich zurückzuführen seien. Daher rührt sein heutiger Ruf als "Vater ,der Treibhaushypothese". Arrhenius gab seiner Modellerde eine "Weltmitteltemperatur" von 15 Grad, wäs exakt dem 1988 von der Enquete-Kommission festgestellten Wert entspricht. Damit gerät selbst die "Erwärmungshypothese" ins Zwielicht, was die Wertung untermauert, dass es sich bei der "Globaltemperatur" um einen "Glaubenswert" oder "Spielwert" handelt. Wohl deswegen gab Prof. Dr. Christian-D. Schönwiese dem IPCC-Report 1990 den Nimbus "Klimabibel". Doch dieser Mißbrauch ist nicht Arrhenius anzulasten. Auf wieviel Meßstationen wirklich die "Globaltemperatur" von 1994 basiert, das ist einer Publikation der WMO in Genf zu entnehmen. Die Zahl beträgt 1400! Würde man diese Stationen gleichmäßig über die 510 Millionen Quädratkilometer der Erde verteilen, was die Ozeane vereiteln, so müßte jede der 1400 , "Mitteiwerte" für ein Gebiet von knapp 365000 km2 repräsentativ sein. Deutschland wäre mit einem Meßpunkt , "repräsentiert" und diesen könnte man relativ zentral auf die Wasserkuppe/Rohe Rhön positionieren, wobei die topographische Höhe keine Rolle spielte, da ja alle Temperaturen ohnehin auf Meeresniveau reduziert werden und nichts mit der "strahlenden" Oberflächentemperatur zu tun haben.

Ist die zeitliche Mittelung der diversen meteorologischen Elemente an einem gegebenen Ort im Sinne von Humboldt zwecks Erkennung und Abgrenzung der Klimagunst bestimmter Räume und zur Erstellung von stadt- und geländeklimatologischen Gutachten durchaus sinnvoll, so hat die darüber hinausgehende regionale oder globale Mittelung keinen ,praktischen Nutzwert mehr. Es gibt keine sinnbehaftete "Mitteltemperatur" für Europa, Amerika oder Asien und schon gar keine "Globaltemperatur". Damit vollzieht man erkenntnistheoretisch im Sinne der Geographie einen Rückschritt vor Alexander von Humboldt zurück.

»Die bildhafte Vorstellung suggeriert, dass auf dem Vulkankegel Mauna Loa auf Hawaii im Pazifik der "Klimagott" thront.«

Die von Svante Arrhenius 1896 postulierte und seiner Eiszeithypothese zugrunde gelegte "Globaltemperatur" war nichts als ein fiktiver Schätzwert und das ist sie noch heute. Er ist ein "Glaubenswert" ohne physikalischen Wert und daran ändert auch kein wissenschaftspolitischer "Konsens" etwas. Gerade deswegen schwankt die "Globaltemperatur" seit 100 Jahren so vehement um konstante 15 Grad.

Gerade wegen der Mahnung, den IPCC-Report als "Mehrheitsmeinung" gemischter Gremien und "Klimabibel" nicht weiter kritisch zu hinterfragen, sollte die Wissenschaft, die um die Relativität ihrer Erkenntnisse weiß, mißtrauisch werden. Sie ist der Wahrheitssuche verpflichtet und hat der Frage auf den Grund zu gehen, ob Kohlendioxid wirklich das Etikett "Klimakiller" verdient. Die bildhafte Vorstellung suggeriert, dass auf dem Vulkankegel Mau-na Loa auf Hawaii im Pazifik sozusagen der "Klimagott" thront, der mittels seines ubiquitär und global repräsentativ gesetzten CO2-Wertes die "Globaltemperatur" steuert. Der in 3000 Meter Höhe gemessene Kohlendioxidgehalt sei anthropogen "unbefleckt" und daher prädestiniert, um zukünftige "Klimatrends" von ihm abzuleiten. Die "Mauna-Loa-Kurve" ist also der auserkorene Korrelationsparmer für die bis zum Jahr 1860 rekonstruierte Kurve der jährlichen "Globaltemperatur". Da beide Kurven "linear" ansteigen, wenn man eine Linie vom Anfangspunkt 1860 bis zum Punkt 1996 zieht, so ist nach herrschender Mehrheitsmeinung "bewiesen", dass ein weiterer Anstieg des CO2-Gehaltes auf Hawaii automatisch und "kausal" zu einem weiteren Anstieg der "Globaltemperatur" und damit in die "treibhausbedingte Klimakatastrophe" führe.

Läßt man sich von der stimmigen "Jahresendbilanz" nicht blenden und versucht, nicht das statistische, sondern das reale Zustandekommen der "Kausalbeziehung" zu ergründen, so gibt das "Wetter" enorme Rätsel auf. Der gestrenge "Klimagott" zeichnet sich hinsichtlich des globalen Wettergeschehens als über alle Grenzen liberal und tolerant aus. Die , Mauna LoaSägezahnkurve" mit einem CO2-Minimum im Sommer und einem CO2-Maximum im Winter auf der Nordhalbkugel erlaubt der "Nordhemisphärentemperatur" einen entgegengesetzen Verlauf mit einem Maximum im Sommer und einem Minimum im Winter, obgleich im Winter aufgrund der größeren Sonnennähe der Erde die "Solarkonstante" um fast 100 W/m2 höher ist als im Sommer. Dies widerspricht eindeutig der These von der , "kausalen" Steuerung. Erklärungsbedürftig ist auch, dass überall auf dem Globus das Wetter sich autonom-chaotisch verhalten und sprichwörtlich tun kann, was es will. In Sibirien ist es sibirisch, in den Tropen tropisch, in Indien monsumhaft, in Alaska arktisch -und das bei stets dem gleichen "Mauna Loa-Steuerwert". Offensichtlich anerkennen die "Wettergötter" keinen dirigierenden "Klimagott" über sich. dass am Jahresende statistisch der "Gehorsam" wieder da ist und die "Erwärmungsbilanz" wieder stimmt, das zu erklären hat die "Klimaforschung" bisher tunlichst unterlassen.

Svante Arrhenius war als Chemiker auch bekannt, dass glühende feste oder flüssige Stoffe Licht aussenden, das sich mit dem Prisma in ein kontinuierliches Spektrum zerlegen läßt. Er wußte auch, dass das Licht glühender Gase kein kontinuieniches Spektrum gibt, sondern ein Linienspektrum. Die charakteritischen Spektrallinien der chemischen Elemente waren schon sehr gut vermessen. Die chemische Zusammensetzung eines Stoffes kann man daher spektralarialytisch durch Untersuchung seines Linienspektrums finden. In seiner 1896er Arbeit gibt er an, dass die Kohlensäure drei Absorptionsbanden bei 2,8 Mikrometer, bei 4,5 Mikrometer und bei 15 Mikrometer besitzt. Wenn man das CO2 Molekül als "schwarzen Körper" definiert, dann ist gemäß der Definition von Kirchhoff die Absorption exakt gleich der Emission. Ein Gas kann also im Idealfall des "schwarzen Körpers" nur auf exakt der gleichen Wellenlänge Strahlung emittieren, auf der es Strahlung absorbiert. Für seine Eiszeithypothese zieht Arrhenius nur die Absorptionsbande bei 15 Mikrometer ins Kalkül. Auch die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages bezieht sich wie auch IPCC ausdrücklich auf diese Linie und/oder Bande. Die Enquete Kommission erklärt außerdem expressis verbis und mit Nachdruck, dass in dem Wellenlängenbereich zwischen 7 und 13 Mikrometer ein "stets offenes Strahlungsfenster" von der Erde in den Weltenraum besteht, das deswegen nicht geschlossen werden könne, weil praktisch keine nennenswerten Absorptionsbanden in diesem "Fenster" liegen. Das "Fenster" könne auch nicht durch 100 Prozent Wasserdampfgehalt geschlossen werden; was in klaren Strahlungsnächten den starken Temperaturabfall erklärt, trotz Bodeninversion, Taubildung und Bodennebel.

Kohlendioxid kann den Temperaturabfall nicht bremsen, weil seine Absorptionsbande nicht aktiviert wird. Dies tritt nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz erst dann ein, wenn die Strahlungstemperatur von -73° C erreicht wird. Die von dem absorbierenden CO2-Molekül wieder emittierte "Gegenstrahlung" kann theoretisch auch nur wieder die Temperatur von -73° C haben. Dies muß Arrhenius bekannt gewesen sein und erst recht den "Physikern" und "Klimaforschem", welche die Eiszeithypothese aufgegriffen und in eine "Treibhaushypothese" modifiziert haben. Das CO2 wird also bewußt als "Treibhausgas" diffamiert, obgleich es weit außerhalb des irdischen "Strahlungsfensters" am äußersten langweIligen Rand des Infrarot absorbiert und richtigerweise eher die Bezeichnung "Unterkühlungsschutz" verdiente. Wenn überhaupt, dann verhindert Kohlendioxid zusammen mit dem Wasserdampf eine Unterkühlung der Erde signifikant unter -70° Celsius!

Das ebenfalls als "Klimagas" und damit als "Klimakiller" diffamierte Methan (CH4) wird auch zu unrecht beschuldigt, denn seine beiden Absorptionsbanden liegen bei 3 und bei 8 Mikrometer und damit praktisch auch außerhalb des "stets offenen Strahlungsfensters". Der abstrahlende "schwarze Körper" Erde müßte eine Temperatur von etwa 90° C haben, damit das Wellenlängenmaximum exakt die Absorptions- und Emissionslinie von 8 Mikrometer des Methan trifft. Da bisher nirgendwo auf der Erde eine Oberflächentemperatur von auch nur angenähert 90° C beobachtet wurde, ist es ebenso abwegig und wissenschaftlich völlig unhaltbar, das Methan als "Treibhausgas" zu bezeichnen. Die von der Erdoberfläche im "normalen" Temperaturbereich zwischen -60 und +60° C abgestrahlte elektromagnetische Strahlung geht gradlinig praktisch ungehindert in den Weltraum als "unendliche" Wärmesenke. Sie läßt sich mit dem Poynting-Vektor berechnen.

Kohlendioxid, das war der große Trugschluß von Arrhenius und ist die bewußte Falschaussage der "Klimaforscher", kann ebenso wie Methan aus ganz prinzipiellen physikalischen Erwägungen heraus niemals ein "Treibhausgas" sein, das mit seiner kalten "Gegenstrahlung" die wärmere Erde erwärmt und so die "Klimakatastrophe" auslöst. Die gebetsmühlenartig behauptete These der Kausalität zwischen dem Anstieg der CO2-Kurve des Mauna Loa und der "Globaltemperatur" gibt es nicht.

»Wahrheit und wissenschaftliche Seriosität haben offenbar keine Chance, wenn die Beugung der Wahrheit die Kassen klingeln läßt.«

Der kurz vor der Klimakonferenz 1995 in Berlin durch Prof. Dr. Klaus Hasselmann mittels "Fingerprint-Methode" präsentierte "95 %-Beweis" ist ein Korrelationskunststück, aber mitnichten ein "Beweis". Welche Beweiskraft Korrelationen haben, möge,tolgendes Beispiel illustrieren: In den Jahren 1919 bis 1921 korrelierte man in Norddeutschland die Zahl der Neugeborenen mit der Zahl der Storchennester und erhielt einen Korrelationskoeffizienten von 0,9. Doch niemand zog daraus "kausal" den Schluß, dass 90 % der Kinder vom Storch gebracht werden. Das Stück "Klimakatastrophe" ist eine theatralisch perfekt inszenierte "Show"' die zwar schon Milliarden "global" ver-schlungen hat, die aber zudem den "Beweis" geliefert hat, dass es auch heute bestens gelingt, mittels wirkungsvoller und "Urängste" aktivierender "Bilder" nicht nur Politik und Öffentlichkeit in ihren Bann zu ziehen, sondern ,auch den kritischen Sachverstand der Fachwelt zu paralysieren. Was die Kulturrevolution der 60er Jahre mit, dem Druck der "Außerparlamentarischen Opposition" vergebens versuchte, soll nun als "Suffizienzrevolution" mittels der globalen Kontrolle der ebenfalls außerparlamentarischen "Nichtregierungsorganisationen" realisiert werden. Ein Mittel ist die "CO2-Reduktionsstragegie", welche, sollte sie in Kyoto/Japan zu quantitativ völkerrechtlich verbindlichen Reduktionsnormen führen, die Industrienationen in den Zustand von "Dauerangeklagten" versetzen würde.

Das Wetter kann auch ganz ohne Schaden auf Kohlendioxid in der Atmosphäre verzichten, doch ohne das Grundnahrungsmittel CO2 wäre alles Leben auf der Erde, unmöglich. Zuerst das pflanzliche und damit auch das tierische und menschliche! Ob diese Verantwortung die Schreiber des Stückes "Treibhauskatastrophe" zu tragen gewillt sind? Schon jetzt haben sie sich eine gewaltige Bürde aufgeladen!
Und das kommt uns alle teuer zu stehen. Vor der "Klimakonferenz" in Berlin 1995 meldete das Bundesforschungsminissterium (BMFT) stolz: "Bis heute wurde die Klimaforschung mit rund 520 Millionen Mark gefördert. Derzeit mit etwa 100 Millionen Mark pro Jahr." Nur die USA investierten mehr in ein gutes "Politklima": 971,7 Millionen Dollar allein in den Jahren 1980-1986 (Quelle: BMFT 1987).

Als Begründung für das am 14. November 1979 vom Bundeskabinett beschlossene deutsche Klimaforschungsproramm schrieb das BMFT 1987: "Einige Spurengase wirken - bildlich gesprochen - wie die Glasfenster eines Gewächs- und Treibhauses. Man spricht deshalb vom 'Treibhauseffekt'. Durch diesen Effekt beträgt die mittlere Oberflächentemperatur +l5° C. Ohne ihn läge sie bei -18° C. Nähmen die Konzentrationen solcher Gase weiter zu, so könnte sich unter Umständen der Treibhauseffekt verstärken, d.h. die mittlere Temperatur ansteigen." Dies war eine politische Entscheidung und ist es auch heute noch. Physikalisch war der "Treibhauseffekt" damals wie heute eine Fata Morgana. Doch Wahrheit und wissenschaftliche Seriosität haben offenbar keine Chance, wenn die Beugung der Wahrheit die staatlichen Förderungsmittel fließen und die Kassen klingeln läßt. Können und wollen wir uns diesen utopischen Luxus samt Folgekosten noch leisten?

Der Autor, Meteorologe und Soziologe, ist Referent für naturwissenschaftlich-technische Grundsatzfragen im Umweltministerium Rheinland-Pfalz. Von 1971 bis 1986 moderierte er nebenberuflich den ZDF-Wetterbericht.

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Und hier mal nicht von, sondern über Thüne:
Der Treibhauseffekt - Was ist Legende und was ist Wirklichkeit
Von Michael Richter - Volksstimme vom 21.Juni 1997

Dr. Wolfgang Thüne, Meteorologe und Soziologe, schwimmt gegen den "Klimastrom"

Mit den Fragen "Was ist dran am Treibhauseffekt?" und "Was hat der Verkehr damit zu tun?" hatte kürzlich Dr. Wolfgang Thüne einen Gastvortrag an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität überschrieben. Weil Thüne, Meteorologe und Sozialwissenschaftler, schon die erste Frage kurz und bündig mit "gar nichts", beantwortete, erledigte sich die zweite Frage von selbst.

Dr. Wolfgang Thüne ist heute "Referent für naturwissenschafttich-technische Grundsatzfragen" in einem Landesumweltministerium. Den "Klimaastrologen" wirft er vor unter dem Deckmantel des Umweltschutzes eine unredliche Transformation der Industriegeseltschaft" zu betreiben.

Wolfgang Thüne ist nicht irgendwer. Als Wetterfrosch stand er bis 1986 beim ZDF in Mainz unter Vertrag. Danach folgte er einer Berufung der Bundesregierung und leitete bis 1990 die Dependance der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brasilien. Er studierte Geologie, Physik und Soziologie, ist Diplommeteorologe und promovierter Philosoph.

Thune trägt einen in der Fachwelt geachteten Namen, und den wieder trägt er gewiß nicht leichtfertig zu Markte. Umso beachtenswerter daher die Vehemenz, mit der er sich im hitzig geführten "Hitzekrieg" gegen den Strom stemmt. Die ganze modern gewordene Klimadebatte hält er rundheraus für Unfug. "Ich kenne Wind, Luftdruck, Wolken und Sonne", sagt er. "Ich kenne also Wetter, ein grandioses Phänomen." Mitdem Begriff "Klima" allerdings könne er schon erheblich weniger anfangen und mit Klimavorhersagen" so gut wie gar nichts.

Der ,Treibhauseffekt' ist reiner Mumpitz"

"Wetter kann man seriös für etwa 14 Tage prognostizieren. Danach beginnt das Reich der reinen Spekulation." Mit den Horrorszenarien über weltweite Klimaveränderungen geht es ihm wie mit dem "Treibhauseffekt", den heute jeder gern im Mund führt: Beides sei ausgesprochener "Mumpitz".

Thüne trug seinen Frontalangriff in der Magdeburger Universität vor sachkundigem, wissenschaftlichem Publikum vor. Er erntete mit seiner ebenso sachkundigen und wissenschaftlichen Beweisführung keinen ernsten Widerspruch. Dem eher unbedarften Beobachter bleibt infolge dessen nur, höchst beeindruckt zu sein von einer höchst ungewöhnlichen, vielleicht sogar unpopulären, in jedem Falle aber reichlich originellen Argumentation.

Einen globalen Treibhausetfekt, der eine zwar langsame, gleichwohl stetige und damit immerhin nicht ungefährliche Erwärmung der Erdatmosphäre mit sich bringen soll, einen solchen Treibhauseffekt gibt es nach Thünes Uberzeugung nicht.

Mehr noch: Es kann ihn gar nicht geben, wenn nicht substantielle Gesetze der Thermodynamik Makulatur sein sollen.

Das thermoenergetische Arrhenius-WeItmodell

Als einer der Väter der "Treibhauslegende" gilt international der schwedische Physiker und Chenuker Swante Arrhenius. Unter Berufung auch auf JeanBaptiste Furier entwickelte Arrhenius 1896 ein ebenso idealtypisches wie abstraktes thermoenergetisches Weltmodell und legte - einigermaßen willkürlich - die Weltjahresmitteltemperatur bei 15 Grad Celsius fest. Er erhielt 1903, allerdings für eine ganz andere wissenschaftliche Leistung, den Nobelpreis.

So dekoriert galt er offenbar als eine Autorität, der zu widersprechen nicht eben eine übliche Tugend unter Wissenschaftlern ist. So geistern diese 15 Grad Celsius noch heute durch die Klimalandschaft, und was also darüber liegt, ist wenigstens verdächtig.

Prinzipiell gibt es natürlich einen Treibhauseffekt. Jeder Hobbygärtner kennt ihn. Er besteht kurz gesagt darin, dass sich innerhalb eines glasumschlossenen Raumes infolge der Licht- und Sonnenscheinstrahlung eine höhere als die den glasgedeckten Raum umgebende Außentemperatur einstellen kann.

Auf Frühbeeten und in Gewächshäusern wird diese seit langem bekannte Erscheinung ausgenutzt. Zustande kommt sie, weil die Wärmestrahlung als Anteil des sichtbaren kurzwelligen Lichtes ungehindert durch das Glas in das Frühbeet gelangt und dort für wohlige Wärme sorgt. Umgekehrt aber ist die reine Wärmestrahlung, die sich nach physikalischer Regelmäßigkeit mit der etwas kühleren Umgebungstemperatur auszugleichen betrebt ist, von größerer Wellenlänge. Genau diese Wellenläge wird aber vom Glasdach absorbiert. Die Wärme ist praktisch eingesperrt, das Frühbeet heizt sich auf. Für etwaige Regulierungen müssen schon mal Fenster angeklappt werden.

Diesen ganz punktuellen Effekt hatte Arrhenius rechnerisch auf die Verhältnisse der gesamten Erde und ihrer Atmosphäre übertragen. Seine Jünger tun dies noch heute. Für das "irdische Glasdach" haben sie ein Substrat entdeckt, das seither als klimatischer Beelzebub an jede passende Wand gemalt wird, das CO2. Dem Kohlendioxid wird nach Thünes Meinung dadurch schweres Unrecht zugefügt.

Der Stoff gehört seit jeher zum natürlichsten aller Energie- und damit Lebenskreisläufe. In ihrem Chlorophyll gewinnen die Pflanzen aus ihm jene Kraft, aus der sie leben. Und ganz nebenbei erzeugen sie für alles, was auf der Erde sonst noch kreucht und fleucht, in Kooperation freilich mit den Meeresalgen, den lebensnotwendigen Sauerstoff.

Für Thüne sind CO2-Konzentrationen denn auch alles andere als ein rotes Tuch. Eine austarierte Biosphäre vorausgesetzt, bedeuten Kohlendioxid-Abweichungen vom "Normalmaß" (was immer das ist) lediglich, "dass bei Sonnenaufgang und einsetzender Photosynthese der Frühstückstisch für die Pflanzenwelt ganz besonders reich gedeckt ist." Er ist entschieden kein Freund der wüsten Abholzungen im Regen- und in jedem anderen Wald. Aber noch entschiedener streitet er mit jenen Katastrophen-Szenaristen, die dem CO2 eine Schuld zuschieben, die diesem Gas einfach nicht zukommt.

Sicherlich habe das CO2 auch "Absorptionsfähigkeiten" räumt der Meteorologe ein. Er belegt dies sogar anhand von Spektralbildern, die sowohl von der Erde als auch von außerirdisch stationierten Satelliten stammen. Denen zufolge können bestimmte Kohlendioxid-Konzentrationen sehr wohl langwellige Wärmestrahlen zuriickhalten und so im freien Gelände die natürliche, beispielsweise nächtliche Ab-kühlung der Erdatmosphäre beeinträchtigen.

"Aber sehen Sie", triumphiert der Experte und deutet auf seine Schaubilder. "Das Absorptionsspektrum weist eindeutig einen Bereich auf, der um 200 Grad Kelvin herum liegt." Diesen 200 Grad Kelvin entspricht ein Celsiuswert von etwa minus 70 Grad. "Solche Temperaturen, in denen Kohlendioxid überhaupt nur imstande ist, einen Treibhauseffekt zu stiften, finden Sie höchstens alle Jubeljahre mal für wenige Augenblicke an den letzten Winkeln Nordostsibiriens. Meist aber nicht einmal dort. Und anderswo schon gar nicht."

In den höheren Schichten der Atmosphäre hingegen sind solche Temperaturen schon eher der "Alltag". Allerdings lassen die dortigen ausgesprochen dünnen Luftverhältnisse die notwendigen Konzentrationen nicht zu. Vielmehr ist die Lufthülle der Erde in sich in einer ständigen Auf- und Abbewegung begriffen. Die einstrahlende Sonnenenergie leistet hier eine wahre Titanenarbeit, indem sie obere und untere Luftschichten in gigantischen Mengen- und Gewichtsverhältnissen gegeneinander aus-tauscht.
Erdnah erwärmte Luftmassen steigen auf und zwingen die oberen Schichten in den meteorobgischen Fahrstuhl nach unten, um dieses Spiel sofort von vorn zu beginnen. Ein "Glasdach" für das "Treibhaus Erde" sei so nicht installierbar.

Wirklich ein Anstieg der Erdmitteltemperaturen?

Und der so häufig beschworene Anstieg der jährlichen Erdmitteltemperaturen? Für Thüne sind auch dies Statistiken von allerhöchster Fragwürdigkeit.

Erst seit 1860 gebe es überhaupt eine halbwegs verläßliche Temperaturregistratur. An verschiedenen Punkten der Erde werde nach durchaus verschiedenen Schemata dreimal am Tag - in Deutschland beispielsweise um sieben, um 14 und um 21 Uhr-in jeweils zwei Metern Höhe in "englischen Kästen" die Temperatur gemessen. Heute seien das laut Thüne "ungefähr 10000 Meßpunkte. "Alle diese Punkte befinden sich auf dem Festland. Was ist" ,fragt er, "eine Temperaturstatistik wert, die von vornherein mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche - nämlich die Ozeane und alles sonstige Wasser - ausbiendet, oder höchst spekulativ berechnet?"

Aber selbst wenn diese Tabellen irgendetwas belegen können, dann für Thüne nur dies: "Die aktuellen Durchschnittstabellen weisen für 1996 Werte zwischen 14,2 und 14,8 Grad Celsius aus. Verglichen mit der von Arrhenius 1896 postulierten magischen Marke von 15 Grad Celsius, erwärmt sich die Erde derzeit nicht nur nicht, sondern sie kühlt sich sogar ab!"

Die Meteorologie - sie existiert als Wissenschaft eigentlich erst seit der Entwicklung praktikabler Themometer, Barometer und anderer Meßwerkzeuge in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts - sei erstens eine noch viel zu junge Disziplin und zweitens auf viel zu viel Hochrechnungen anstelle von handfester Naturbeobachtung angewiesen, als dass sie einen Boden hergeben könnte für Weltuntergangsgeschichten, meint Thüne. "Schon in 66 Kilometern Höhe gibt es pro Kubikmeter Rauminhalt nur noch vereinzelte Luftmolekule. Ein mechanischer Wärmeaustausch zwischen diesen wenigen Molekülen und dem Meßkörper findet sozusagen nicht mehr statt. Die Folge: Man kann Temperaturen im herkömmlichen Sinne nicht mehr ablesen."

Alles, was über die Wärme und deren Veränderungen bei schon so relativ geringer Höhe notiert werde, sei notgedrungen hochgerechnet. Wie kommt es, dass bei so viel Sinnfälligkeit und Überzeugungskraft die Argumente der Thüne-Fraktion" in der Treibhaus- und Kohlenstoff-Debatte öffentlich kaum wahrgenommen werden? Noch immer beherrschen die Visionäre von Hitzetod oder Eiszeit-Starre in den Diskussionen um die Perspektive der Menschheit souverän die Szene.

"Die Leute mögen vielleicht den Grusel"

Thüne nennt ein ganzes Bündel möglicher Gründe. In den Medien lande man eben nicht so leicht mit der Botschaft, dass alles halb so schlimm ist. In unserer reizüberfluteten Zeit habe stets der die besseren Karten der den diffusesten Horrortrip anbiete. Dagegen sähen die Gelassenheits-Apostel nur selten einen Stich. "Die Leute mögen vielleicht den Grusel", spekuliert nun seinerseits der sonst kühle Fachmann.

Außerdem gebe es substantielle geschäftliche und politische Interessen. "Beispielsweise haben jene 18 Experten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die 1986 massiv die Kohlendioxid-Lawine in Deutschland lostraten, allen Grund gehabt, den Stoff zu verteufeln. Wie sich herausstellte, waren sie alle mehr oder weniger mit der Atomlobby verbandelt. Bekanntlich ist die Kernkraft die einzige thermodynamische Art der Stromerzeugung, bei der kein CO2 entsteht. Den Rest kann man sich denken ..."

Auch politisch seien die Klimathese und das Kohlendioxid nach allen Regel der Kunst ausgeschlachtet worden. Sie gehören heute zum politischen Fundament ganzer Parteien und ideologischer Konstrukte. "Es ist aber trotzdem nichts dran." Man müsse sich, so Thüne, nur einmal die Statistiken der Endzeitprediger genauer anschauen. Da werde mit Ausstoßmengen und entsprechenden Zuwachsraten ein ziemlich wildes Spiel veranstaltet:

Thüne bringt ein Gegenbeispiel: "Um Christi Geburt lebten schätzungsweise 100 Millionen Menschen auf der Erde, heute sind es etwa sechs Milliarden. Die Erdbevölkerung hat sich also versechzigfacht. Die heutigen sechs Milliarden Menschen atmen jährlich mehr als zwei Gigatonnen (zwei Milliarden Tonnen) Kohlendioxid aus. Auch dies ist natürlich eine Versechzigfachung. Dieser Wert taucht aber in keiner einzigen der Drohstatistiken auf."

Das kann er wohl auch nicht, es sei denn, der betreffende Rechenkünstler wollte seinem Publikum den verhältnismäßig absurden Gedanken verkaufen, dass die Menschheit dabei ist, sich geradewegs zu Tode zu atmen.

Und der ganz normale Bürger? Was ist mit dem autofahrenden Zeitgenossen, der, vom eingeimpften schlechten Gewissen zermartert, kaum noch seinen Zündschlüssel richtig herumdrehen kann? Hat er sich nun ganz umsonst einen teuren Katalysator unters Auto geschraubt? Umsonst war das wohl weniger, meint Thüne der Soziologe: Zahllose Erfinder, Hersteller, Gesetzesformulierer, Kontrolleure und nicht zuletzt der Steuerstaat haben fürstlich daran verdient.

Und weil sie allesamt nicht ausgestorben sind, so tun sie dies noch heute.

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Kosmische Strahlung verantwortlich für Treibhauseffekt
Wasserkreislauf ist Klimatreiber Nummer Eins

Bochum (pte, 1. Jul 2003 12:41) - Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum http://www.ruhr-uni-bochum.de/ und der Hebrew University in Jerusalem haben Beweise gefunden, dass kosmische Strahlung (cosmic ray flux, CRF) der Hauptmotor der Erwärmung und Abkühlung der Erde sein könnte. Bei ihrem Auftreffen auf die Erdatmosphäre beeinflusst sie die Wolkenbildung und dadurch den Wasserkreislauf der Erde. Die beiden Forscher haben die Klimadaten der letzten 600 Mio. Jahre mit der Intensität der kosmischen Strahlung in dieser Zeit untersucht und eine übereinstimmende Periodizität gefunden, berichten sie in der Fachzeitschrift der Geological Society of America "GSA Today" http://www.geosociety.org/.

Nach den jüngsten Erkenntnissen der beiden Forscher, dem Bochumer Geologen Jan Veizer und dem israelischen Astrophysiker Nir J. Shaviv, sind zwei Drittel der Temperaturschwankungen auf der Erde durch die kosmische Strahlung erklärbar. "Das Klima auf der Erde wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst, die in verschiedenen großen und kleinen, sichtbaren und unsichtbaren Kreisläufen voneinander abhängen", erklärt Veizer. Bisherige Klimamodelle betrachteten oft kleine Zyklen, ohne größere zu berücksichtigen. "Wir dürfen keinen statischen Hintergrund für irdische Zyklen annehmen", führt der Experte aus, der bei seinen Berechnungen die vergangenen 4,5 Mrd. Jahre bis an den Anfang unseres Sonnensystems mit ein bezog. Der Forscher untersuchte das Erdklima und die Zusammensetzung der Atmosphäre anhand von Sedimenten wie Kohlen und Salzen, Fossilien und so genannten Drop Stones, das sind Steine, die in Kälteperioden in Eisbergen eingeschlossen Richtung Äquator wanderten und beim Schmelzen des Eises zu Boden sanken. "Je näher am Äquator diese Drop Stones zu finden sind, desto kälter muss das Klima gewesen sein", führt der Wissenschaftler aus.

Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass sich das Klima auf der Erde im Rhythmus von ca. 140 Mio. Jahren zyklisch erwärmt und abgekühlt hat. Der Kontakt mit dem Astrophysiker Shaviv brachte Veizer auf eine neue Spur, denn der israelische Forscher hat den Einfall kosmischer Strahlung auf die Erde für die letzten 600 Mio. Jahre untersucht. Dabei hatte er eine Zyklizität festgestellt, die mit der des Erdklimas übereinstimmte. In Experimenten in Gaskammern zeigte sich, dass Strahlungspartikel beim Auftreffen auf das Gas auf bisher nicht ganz geklärte Weise so genannte Keime erzeugen, die zur Kondensation und somit zur Wolkenbildung im Gas führen. Diese Kausalität steht in Einklang mit den Ergebnissen von Satellitenbeobachtungen der letzten Jahre.

Diese Unterschiede allein sind aber zu schwach, um die Klimaschwankungen zu erklären. Verstärkt werden diese aber dadurch, dass bei größerer Sonnenaktivität auch das Magnetfeld der Sonne wächst und kosmische Strahlung von der Erde weglenkt. Es treffen dann weniger kosmische Partikel auf die Atmosphäre, es entwickeln sich weniger Wolken und es wird wärmer. Diese neuen Funde belegen die große Bedeutung des Wasserkreislaufs als Klimafaktor und stellen die weitverbreitete Annahme infrage, dass CO2 die treibende Kraft der Erderwärmung sei. "Der Fall liegt umgekehrt", so Veizer, "CO2 reitet quasi Huckepack auf dem Wasserkreislauf, denn bei der Photosynthese müssen Pflanzen fast 1.000 Wassermoleküle ausatmen, um ein einziges CO2-Molekül aufzunehmen." Wenn es wärmer wird, beschleunigt sich der Wasserkreislauf, die Bioproduktivität erhöht sich, Bodenorganismen atmen vermehrt CO2 aus. Eisbohrungen zeigten, dass in Phasen der Erwärmung der CO2-Gehalt der Luft erst rund 800 Jahre nach dem Temperaturanstieg wuchs. Der Bochumer Forscher meint aber dennoch, dass CO2 ein Treibhaus-verstärkender Faktor sein könnte.

Aussender: pressetext.austria, Redakteur: Wolfgang Weitlaner
pte030701013, Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

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Aufsätze von Wolfgang Thüne, Teil 3

Informationen



Der "Treibhauseffekt"? - Eine physikalische Unmöglichkeit!
von Wolfgang Thüne

Der moderne Mensch ist wie sein Urahn vor Zehntausenden von Jahren unbarmherzig dem Wetter ausgeliefert. Trotz Erschließung der gigantischen Kernkraftenergie fehlt ihm die Kraft, steuernd in das globale Wettergeschehen einzugreifen. Die der Allgemeinen Zirkulation und damit der Wettermaschinerie zur Verfügung stehenden Energien sind nahezu unerschöpflich. Wetter und Leben bedurften des Befehls: "Es werde Licht!" In der Tat, ohne Sonne läuft nichts auf Erden. Rund um den Globus gehen pro Tag durchschnittlich allein 45 000 Gewitter nieder. Nur in diesen werden elektrische Energien mit der Sprengkraft von 20 A-Bomben des "Hiroshima" Typs umgesetzt. Pro Jahr sind dies fast 33 Millionen A-Bomben; sie würden mit ihren radioaktiven Strahlen jegliche Zivilisation auf Erden auslöschen, das Wetter benötigt jedoch noch weit mehr Energie, um richtig in Schwung zu kommen.

Im ursprünglichen Wortsinn heißt Wetter "Bewegung" und diese ist das Ergebnis der unermüdlichen Arbeit der Wärmekraftmaschine namens Atmosphäre, die wiederum des Motors Sonne bedarf. Sie hat keine leichte Arbeit zu leisten, denn spüren wir auch den Luftdruck nicht, so entspricht er doch einem Gewicht von etwa 1 kg/m2. Bei einer Oberfläche von 510 Millionen km2 entspricht dies einem Gesamtgewicht von 5600 Billionen Tonnen. Diese Masse will ständig in Bewegung gehalten werden und dazu braucht man enorm viel Energie. Woher erhält nun die Atmosphäre diese die ungeheuren Energiemengen? Ist die Atmosphäre selbst der Generator oder Motor, sind die "Treibhausgase" diese Energiequelle oder bedarf es einer externen Energiequelle, der Sonne?

Nach offizieller Meinung der internationalen Elite an "Klimaexperten", die in den Berichten des 'Intergovernmental Panel on Climate Change' der Vereinten Nationen niedergelegt ist, kommt die Sonne als Energiequelle kaum infrage. Nach ihren Berechnungen würde die Sonne bei der Annahme "Strahlungsgleichgewicht" auf der Erde nur eine "Strahlungstemperatur" von -18°C erzeugen. Die wirkliche "Globaltemperatur" betrage aber +15°C. Die Differenz von +33°C wird als "natürlicher Treibhauseffekt" bezeichnet und sei einzig und allein der "Gegenstrahlung" der "Treibhausgase" zu verdanken. Daraus leitet man ab, dass der Anstieg der "Globaltemperatur" um 0,7°C in den vergangenen 100 Jahren mit einer Sicherheit von 95 Prozent ursächlich auf den parallel dazu verlaufenden Anstieg des Kohlendioxid(CO2)-Gehaltes zurückzuführen sei und damit eindeutig den Industrienationen zugeordnet werden könne. Der drohenden globalen "Klimakatastrophe" infolge der anthropogenen CO2-Emissionen und der dadurch provozierten "Erderwärmung" könne, wenn überhaupt, nur noch durch eine international koordinierte und völkerrechtlich verpflichtende drastische CO2-Reduktionspolitik entgegen gesteuert werden. Andernfalls drohten der Menschheit "Sintflut" und "Treibhaushölle" zugleich!

Im Schutze dieses internationalen "Konsenses", niedergelegt in der 1992 in Rio de Janeiro verabschiedeten "Klimarahmenkonvention", gehen manche "Klimaexperten" gar soweit zu behaupten, die Atmosphäre hätte die Funktion eines "wärmenden Strahlungsmantels". Diese Aussage wird mit dem Hinweis untermauert, dass ohne "natürlichen Treibhauseffekt" der Planet "eiskalt" wäre, wir also der Arbeit der "Treibhausgase" das Leben auf der Erde verdanken würden. An diesem natürlichen "Wetter- und Klimagleichgewicht" versündige sich der Mensch durch seinen unersättlichen "fossilen" Energiehunger und unterminiere damit die Existenzvoraussetzungen für nachfolgende Generationen. Solche als "wissenschaftlich nachgewiesen" deklarierten Schuldvorwürfe verfehlten ihre publizistische Wirkung nicht. Zum Zwecke des "Klimaschutzes" wurde 1987 die Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre" einberufen und eigens ein neuer Politikzweig, die "Klimapolitik", ins Leben gerufen. Das hierfür von der Politik auserkorene Instrument heißt "Ökosteuer". Sie soll fortan das Klima schützen und die "Globaltemperatur" bei +15°C stabilisieren.

Doch "Wissenschaft und Politik" sollen hier strikt getrennt werden! Lassen wir also mal das Modell "Treibhaus" beiseite und befassen uns mit der Wirklichkeit. Die Hauptenergiequelle für alles Leben auf Erden ist die Sonne mit ihrer elektromagnetischen Strahlung. Das Strahlungsmaximum der Sonnenstrahlung liegt bei 0,47 m m im sichtbaren Bereich. Zum ultravioletten Teil des Spektrums nimmt die Strahlungsenergie rasch ab. Im Infrarot-Bereich ist die Energieabnahme durch eine flache Kurve gekennzeichnet und reicht bis etwa 3 m m. Die von der Erdoberfläche im Laufe des Tages aufgenommene oder absorbierte Strahlungsenergie wird in Wärme umgewandelt. Wasser, Felsen, Böden und Wälder erwärmen sich unterschiedlich und emittieren Objekt für Objekt sekundäre Wärmestrahlung in Wellenlängenbereichen des sogenannten für unsere Augen unsichtbaren Thermal-Infrarot. Das jeder Oberflächentemperatur zugehörige Wellenlängenmaximum läßt sich mit Hilfe des Wienschen Verschiebungsgesetzes berechnen. Nach Aussage der "Klimaexperten" kann diese Wärmestrahlung nicht in den Weltraum entweichen, weil sie wie an den Scheiben eines Gewächshauses durch die "Treibhausgase" absorbiert und dann zur Erde "re-emittiert" würden. Eine Zunahme an "Treibhausgasen" würde den schon gemessenen "Hitzestau" vergrößern.

An diesem Punkt drängt sich zunächst die Frage auf, wo die tagsüber eingestrahlte, von der Erdoberfläche absorbierte und dort gespeicherte Energie bleibt, warum nachts bei Windstille und wolkenlosem Himmel gerade in Bodennähe die Luft besonders stark abkühlt und sich regelmäßig Temperaturumkehrschichten oder Bodeninversionen ausbilden. Noch nie hat ein Meteorologe angesichts einer sternklaren Nacht eine Temperaturerhöhung vorhergesagt. Umgekehrtes ist auch noch nie gemessen worden, weil es ihn nicht gibt, den "wärmenden Strahlungsmantel" Atmosphäre. Jedes Gewächshaus kühlt nach Sonnenuntergang nachts aus, weil es den "Treibhauseffekt" nicht gibt. Auch das als Modell zitierte Auto kühlt empfindlich aus und keine "Gegenstrahlung" verhindert die Tau- und Reifbildung auf dem Auto oder die Vereisung der Scheiben im Winter. Der Sprachgebrauch, mein Mantel "wärmt" mich, ist nicht korrekt. Physikalisch muß es heißen, mein Mantel verhindert eine zu rasche Abkühlung meines stets "Energie" abgebenden Körpers. Ein Auto ist zwar in praller Sonne geparkt ein momentanes "Wärmegefängnis", weil es erhitze Luft am schnellen konvektiven Entweichen verhindert. Es schützt seine Insassen aber keineswegs vor dem Erfrieren, wenn es ohne Benzin in Schneeverwehungen steckenbleibt, obgleich die Insassen kräftig Wasserdampf und Kohlendioxid ausatmen und eigene Körperwärme thermisch abstrahlen. Laut "Modell" sollte die infrarote Temperaturstrahlung einerseits vollständig von den Glasscheiben reflektiert und zudem von den "Treibhausgasen" wieder "re-emittiert" werden. Doch es kommt partout zu keinem "Hitzestau", im Gegenteil!

Zur Erklärung dieses "Treibhausparadoxes" ist nach dem Wesen "Wärme" zu fragen. Wärme ist eine Energieform, die bis ins 19. Jahrhundert hinein als gewichtsloser und unsichtbarer Stoff angesehen wurde. Erst Robert Mayer (1842) und mit ihm Joule, Helmholtz und Rumford erkannten, dass Wärme in mechanische Energie und mechanische Energie in Wärme verwandelt werden können. Das elektrische Wärmeäquivalent beträgt 1 Kalorie = 4,186 Joule. Nach heutiger Ansicht ist die Wärme gleich der Bewegungsenergie von atomaren Teilchen. Wärme ist also immer an die Existenz von Materie gebunden. Bei Kristallen besteht sie aus den Schwingungen der Atome gegeneinander, in Flüssigkeiten und Gasen a) aus der ungeordneten Bewegung oder Vibration der Moleküle, b) aus der Rotation der Moleküle und c) aus der gegenseitigen Schwingung (Oszillation) ihrer Atome. Eine gemessene Lufttemperatur hat nichts zu tun mit einer berechneten Strahlungstemperatur eines schwarzen Körpers!

Die Existenz von Wärme setzt die Existenz von beweglicher Materie voraus. Im Vakuum und beim absoluten Nullpunkt von -273°C oder O Kelvin gibt es keine Wärme. Wärme und Temperatur sind nicht identisch. Die Temperatur ist ein Qualitätsmaß und gibt die Intensität der Molekülbewegung an. Die Wärme ist ein stoffabhängiges Quantitätsmaß und wird durch dessen Wärmekapazität beschrieben. Wenn von der Erdoberfläche eine Temperaturabnahme mit der Höhe gemessen wird, sie beträgt in der "Standardatmosphäre" O,65°C pro 100 Meter, so kann nie und nimmer Wärme von "oben nach unten", d. h. von kalt nach warm fließen. Das verbietet eindeutig der 2. Hauptsatz der Wärmelehre! Schon Clausius formulierte um 1860, dass Wärme freiwillig nur von warm nach kalt aber nie umgekehrt fließen kann. Das ist auch Inhalt der 1822 von Fourier formulierten Wärmeleitungsgleichung. Es läßt sich festhalten: Die Erde gibt unentwegt Energie ab, sei es über die Wärmeleitung, die Wärmestrahlung oder die Konvektion!

Doch betrachten wir speziell die elektromagnetische Strahlung und den Einfluß von Gasen auf sie. Sie läßt sich als räumliche Ausbreitung von Energie in Form von Wellen oder als geradliniger Strom von Lichtteilchen (Photonen) auffassen. Der Grundcharakter aller elektromagnetischen Wellen ist gleich. Sie breiten sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit aus und unterscheiden sich allein durch ihre Wellenlänge oder Frequenz und durch ihre Energie. Die Wellenstrahlung, die in der Natur ein kontinuierliches Band bildet, wird für die Fernerkundung in verschiedene Spektralbereiche aufgeteilt: Ultraviolett (O,27 bis 0,4 m m), sichtbares Licht (0,4 bis 0,78), nahes oder photographisches Infrarot (0,7 bis 0,9), reflektiertes oder mittleres Infrarot (0,7 bis 3), thermales Infrarot (3,5 bis 5 und 8 bis 14 m m) und Mikrowellen (0,3 bis 10 cm).

Beim Durchgang durch die Atmosphäre wird die von der Sonne kommende elektromagnetische Strahlung durch Partikel der Atmosphäre beeinflußt. Es kommt zu Absorptionsvorgängen und Streuprozessen, welche die Intensität der Strahlung abschwächen und den Spektralcharakter der Strahlung verändern. Dies wird deutlich, wenn man die Spektralkurve der Sonnenstrahlung vor dem Erreichen der Atmosphäre und nach deren Durchqueren vergleicht. Neben einer allgemeinen Intensitätsminderung durch Streuung, der wir die blaue Himmelsfarbe verdanken, findet man in Teilbereichen des Spektrums eine mehr oder minder starke Auslöschung (Extinktion) der Strahlung. Sie wird hervorgerufen durch die Absorption von Strahlung durch atmosphärische Gase wie Ozon, Wasserdampf, Kohlendioxid und Sauerstoff. Die Absorption elektromagnetischer Strahlung in der Atmosphäre ist wellenlängenabhängig und stoffspezifisch.

Dasselbe gilt für die von der Erdoberfläche ausgesandte längerwellige oder infrarote elektromagnetische Strahlung. Auch für die Strahlung im Thermal-Infrarot ist die Atmosphäre in gewissen Wellenlängenbereichen transparent (diatherman) oder durchsichtig. Für Geländeaufnahmen oder die Objekterkundung von Flugzeugen oder Satelliten nutzt man das Fenster 3,5 bis 5 m m, aber insbesondere das Fenster 8 bis 14 m m. Insbesondere das letzte Fenster bezeichnete die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages als stets "offenes atmosphärische Strahlungsfenster", das Oberflächentemperaturen von etwa -20 bis +50°C entspreche. Hier ist die Ursache für den starken nächtlichen Temperaturabfall bei Strahlungsnächten in Bodennähe zu suchen. Hier liegt auch die Begründung dafür, dass es keinen "natürlichen Treibhauseffekt" von +33°C geben kann und auch keinen zusätzlichen "anthropogenen Treibhauseffekt". Wenn das Kohlendioxid in dem 8 bis 14 m m - Fenster keine nennenswerten Absorptionslinien hat, dann kann es dieses unmöglich schließen.

Für die Fernerkundung im Thermal-Infrarot ist entscheidend, dass sich Materialien, die größere Mengen der einfallenden Sonnenenergie absorbieren, stärker erwärmen als Materialien, die einfallende Sonnenstrahlung weitgehend reflektieren. Von Bedeutung ist auch, dass sich die verschiedenen Untergründe in Abhängigkeit von ihren jeweiligen Materialeigenschaften im Tagesverlauf schneller oder langsamer erwärmen und die tagsüber gespeicherte Wärme im Laufe der Nacht schneller oder langsamer wieder abgeben. Gesteine, Böden und Vegetationseinheiten unterschiedlichen Typs haben daher auch wie Gewässer zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten unterschiedliche Oberflächentemperaturen. Dies macht man sich bei Gelände- und Stadtklimauntersuchungen zunutze, indem man gerne mittags zu Zeiten maximaler Einstrahlung und frühmorgens bei maximaler Ausstrahlung Geländeüberfliegungen mit Thermalbildaufnahmen mit Multispektral-Scannern macht. Bei Thermal-Scanner-Aufnahmen , bei denen die von den Geländeobjekten emittierte IR-Strahlung (8 bis 14 m m) erfaßt wird, werden Schwarzkörper mit bekannter Temperatur als Referenzquelle benutzt, beim Bendix-Flugzeug-Scanner z. B. zwei zwischen -10° und +40°C temperaturkontrollierte Schwarzkörper.

Die NASA benutzt für Testflüge zur Ermittlung der Spektraleigenschaften von Geländeobjekten einen 24-Kanal-Scanner. Der Spektralbereich, in dem Spektralintensitäten gemessen werden können, reicht bei diesem Aufnahmesystem vom UV (0,34 m m) bis zum Thermal-Infrarot (13 m m). Die emittierte Strahlung kann dabei mit einer Genauigkeit von 0,26 bis 0,72°C erfaßt werden. Bei modernen Infrarot-Kameras liegt die kleinste noch erfaßbare Temperaturdifferenz in der Größenordnung von 0,1°C. Spionagesatelliten, die mit solchen hochauflösenden Kameras ausgerüstet sind, bleibt sprichwörtlich nichts verborgen, weder am Tage noch in der Nacht, denn sie sind auf das sichtbare Licht nicht angewiesen. Kein unterirdisches Raketensilo, kein getarnter Panzer bleibt dem Infrarot-Auge verborgen. Es ist unbestechlich!

Die These, es gäbe in etwa 6 km Höhe bei etwa -18°C bildhaft so etwas wie eine die Temperaturstrahlung der Erde total reflektierende Schicht, wird rein spektroskopisch ins Reich der Fabel verwiesen. Unwiderlegbare Fakten widerlegen die Behauptung, es gäbe einen "natürlichen Treibhauseffekt". Er ist physikalisch nicht vorhanden, ja er ist unmöglich, weil keine Gashülle die elektromagnetische Strahlung eines Schwarzkörpers wie die Erde total absorbieren und unter Verstärkung "re-emittieren" kann. Der "Treibhauseffekt" ist nur als perpetuum mobile der 2. Art vorstellbar, doch dieses bleibt für ewig ein anthropogener Wunschtraum. Hätte die Erde im "Strahlungsgleichgewicht" mit der Sonne eine Temperatur von -18°C, dann würde sie als Schwarzkörper eine Energie von 240 W/m2 emittieren oder abstrahlen. Die "Treibhausgase" müßten aber der Erde eine Energie von 390 W/m2 zustrahlen, damit diese auf eine "Globaltemperatur" von +15°C kommt. Dieses Wunder mag im Computer herbeigezaubert werden, die Natur und das Wetter jedenfalls vollbringen solch ein Wunder nicht.

Es geht spannend zu im "Treibhaus"! Es steckt voller Kuriositäten und Paradoxa!
Mehr dazu in meinem Buch "Der Treibhaus-Schwindel"!

Oppenheim, den 18. März 1999, Dr.Wolfgang Thüne, ehemaliger ZDF Wetterberichterstatter, jetzt Fachreferent im Umweltministerium RLP

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Die Erde ist kein "Treibhaus"
Aus FUSION 3/96: Interview

Ein Wissenschaftler, der sich energisch weigert, die Prämissen der heutigen Klimamodelle zu akzeptieren, mit denen weitreichende Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft begründet werden, ist der Diplommeteorologe Dr. Wolfgang Thüne aus Oppenheim. FUSION fragte Dr. Thüne, seine wichtigsten Argumente einmal darzustellen.

FUSION: Die kommende Klimakatastrophe sei unausweichlich, das kann heute jeder in der Zeitung lesen, und die Ursache davon sei der "Treibhauseffekt". Wie muß man sich das vorstellen? Ist die Erdatmosphäre ein Treibhaus?

Thüne: Beide Begriffe "Klimakatastrophe" und "Treibhaus" deuten darauf hin, dass wir uns hier mehr auf ideologischem denn auf naturwissenschaftlichem Terrain bewegen. Wenn das "Klima" definitionsgemäß erst ein nach 30jährigen Beobachtungen statistisch mühsam zu berechnender Zahlenwert von Temperatur, Feuchtigkeit, Wind, Sonnenscheindauer etc. ist, dann sollte man "Klima" sprachlich nicht mit einem Impulsbegriff wie "Katastrophe" kombinieren. Katastrophen wie Flugzeugabstürze sind in der Regel plötzliche, unerwartete und ebenso unvorhergesehene wie unvorhersagbare Ereignisse.

Eine "Klimakatastrophe" kann es als rechnerisches Kunstprodukt in der Kürze menschlichen Lebens für ein Individuum nicht geben. Dieses Individuum kann aber zahlreiche "Wetterkatastrophen" in Form von Gewittern mit Hagelschlag, Sturmtiefs mit Windwurf oder Überschwemmungen, gefrorenem Regen mit Glatteis, Hitze- und Kältewellen, usw. erleben.

Der Begriff "Treibhaus" ist ebenso ideologisch aufgeladen. Hier wird das gärtnerische "Gewächshaus", das in kühlen Nächten oder kalten Jahreszeiten mit enormem Kostenaufwand künstlich beheizt werden muß, schlicht mißbraucht, um den tagsüber bei Sonnenschein kurzfristig erzwungenen "Hitzestau" wiederum als "Treibhauseffekt" für ein politisches "Katastrophenszenario" zu mißbrauchen.

Die Erde ist kein "Treibhaus", und die Funktion der Atmosphäre kann nicht mit der eines "Glasdaches" verglichen werden. In der Physik ist bekannt, dass sich bis auf wenige Ausnahmen wie Kautschuk fast alle bekannten Stoffe bei Erhitzen ausdehnen. Der Betrag der Ausdehnung ist aber bei den festen Stoffen stets viel kleiner als bei Flüssigkeiten und bei diesen wieder ganz bedeutend kleiner als bei Gasen. Ein meterlanger Glasstab würde sich bei Erwärmung um 100 Grad nur um 0,8 mm, ein meterlanger Gasraum sich aber unabhängig von der Art des Gases um 370 mm verlängern. Wenn auch viele physikalische Eigenschaften allen Stoffen gemeinsam sind aufgrund der vorgegebenen Atom- und Molekülstrukturen, so verbietet es sich, die Analogien ideologisch zu übertreiben und die Erde bildhaft gleichsam in eine "Glaskugel" zu verbannen.

Die Atmosphäre ist als der überhitzte Dampf der flüssigen Luft ein Gas, das sich gegen Druckänderungen und gegen Temperaturschwankungen gänzlich anders verhält als ein Glas. Die Tatsache, dass sich Licht- wie Wärmestrahlen durch Brenngläser sammeln und durch Spiegel zurückwerfen lassen, rechtfertigt nicht, die Erde in ein "Treibhaus" zu verwandeln. Die Reduktion komplexer Ursache-Wirkungszusammenhänge auf nur wenige Einflußfaktoren und dann deren Verabsolutierung ist Kennzeichen jedweder Ideologie. Der Glauben an die "Treibhausideologie" ist nach 10jähriger Propaganda so implementiert wie der Glaube an den "Hundertjährigen Kalender". Sich auf rationaler Ebene mit unterbewußt Geglaubtem auseinanderzusetzen, ist Sisyphusarbeit.

FUSION: Man hört aber immer wieder von "Treibhausgasen", wobei dem sogenannten "Klimagift" Kohlendioxid ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Was muß man sich unter einem "Klimagift" vorstellen? Und welche Rolle spielt Kohlendioxid in der Atmosphäre und in der Biosphäre?

Thüne: Jeder weiß, dass durch Reibung, Stoß oder Druck Wärme erzeugt wird. Schon unsere Urahnen machten Feuer, indem sie trockene Holzstücke aneinander rieben. Der Deutsche Mayer und der Engländer Joule stellten fest, dass mechanische Arbeit, Wärme, Licht und Elektrizität von gleichem Wesen sind. Diesem Wesen gaben sie den Namen "Energie" und entdeckten das "Gesetz der Erhaltung der Energie".

Das Gesetz von der "Erhaltung der Energie" ließ viele irdische Vorgänge in neuem Licht erscheinen. Man erkannte, dass alles tierische und pflanzliche Leben sowie fast alle chemischen und physikalischen Vorgänge auf der Erde durch die Energiezufuhr von der Sonne her bedingt sind. Denn wie entstehen die riesigen Energiemengen des fließenden Wassers, der Flüsse, Wasserfälle, Stauseen? Doch nur dadurch, dass die Sonnenwärme Wasser verdampft und als Wasserdampf in die Höhe hebt. Dieser kondensiert in großen Höhen und kommt als Regen wieder zur Erde zurück. Die Energie der Sonne ebnet also nicht nur Berge ein, sondern erzeugt auch elektrischen Strom.

Denselben Ursprung hat alles pflanzliche Leben der Erde, denn Licht ist bekanntlich für die Pflanzenwelt der unentbehrlichste "Treibstoff". Mit Hilfe des Lichts scheiden die Pflanzen aus dem Kohlendioxid, welches sie aus der Luft entnehmen, den gesamten Kohlenstoff ihres Körpers ab. Über 90% vom Gewicht des trockenen Holzes bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, welche sich ehemals als Kohlensäuregas und Wasserdampf in der Luft befanden. Man kann mit vollem Recht behaupten, dass 9/10 der gewaltigen Holzmassen der Wälder aus "Luft und Licht" aufgebaut sind, nur etwa 1/10 des Gewichts entstammt dem Boden und besteht aus Mineralstoffen.

Die Pflanzen bezeichnet man nicht ohne Grund als "Primärproduzenten". Sie allein sind in der Lage, aus anorganischen Stoffen hochwertige, Lebensenergie spendende organische Stoffe zu produzieren. Mensch und Tierwelt als "Konsumenten" und dann die "Destruenten" sind ohne "Primärproduzenten" nicht möglich. Einer der wichtigsten Grundbausteine für unsere Nahrung, das Kohlendioxid, als "Gift" zu bezeichnen, kann nur ideologischer "Natur" sein.

Über die Rolle des Kohlendioxids in der Biosphäre ist weiter nichts zu sagen, es ist absolut lebensnotwendig.

FUSION: Für die "Erhöhung des Treibhauseffektes" durch das "Klimagift" Kohlendioxid, so wird immer wieder behauptet, sei der Mensch durch seine Industrie verantwortlich. Welche Rolle spielt der Mensch bezüglich der Veränderung des Wetters und des Klimas?

Thüne: Die Vorverurteilung des Kohlendioxids als "Klimagift" beruht auf der unbewiesenen Behauptung, es gebe einen "natürlichen Treibhauseffekt". Diese beruht wiederum auf einem fiktiven "Beweis". Dafür gibt man der Erde eine durchaus willkürlich berechnete globale "Mitteltemperatur" von 15 Grad. Dies sei der eine Randwert. Dann gibt man dem "schwarzen Körper" Erde eine Atmosphäre, da ohne diese nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz unerträgliche 120 Grad herrschen würden. An der Obergrenze des Systems Erde-Atmosphäre läßt man 30% der Sonnenstrahlung als "planetare Albedo" reflektieren.

Die Höhe dieser "Reflexionsschicht" für die Sonnenenergie nimmt man gedanklich in 20 km Höhe an, argumentierend, dass sich darunter 90% der Masse der Luft befinden. Die 10% Unsicherheit seien konzediert. Zieht man also von der "Solarkonstante" 30% ab und berechnet man dann die "effektive Strahlungstemperatur", dann erhält man -18 Grad. Man hat zwei fiktive "Globaltemperaturen": am Erdboden +15 und in 20 km Höhe -18 Grad. Da man in dieser Höhe statt der berechneten -18 Grad Temperaturen um -50 Grad vorfindet, hat man die Schicht für die "planetare Albedo" einfach auf 6 km Höhe heruntergezoomt! Die Differenz zwischen "Bodenwert" und "Höhenwert" von 33 Grad erklärt man zum "natürlichen Treibhauseffekt".

So werden unsinnige Modellbetrachtungen zu kaschieren versucht! Durch das Herunterholen der "Albedoschicht" von 20 auf 6 km Höhe verstärkt man zwangsläufig die Temperaturabnahme mit der Höhe. Nicht die Erniedrigung, nein, die Erhöhung des Temperaturgradienten wird als "natürlicher Treibhauseffekt" deklariert. So produziert ein Paradoxon das nächste! Spätestens an diesem Punkt verliert die "Treibhaushypothese" jegliche Glaubwürdigkeit.

Noch unglaubwürdiger werden die "Klimaexperten", welche die -18 Grad als die Temperatur deklarieren, welche die Erdoberfläche ohne Atmosphäre hätte, und dass nur dank der Existenz von "Treibhausgasen" Leben auf der Erde möglich sei. Vom 'Salto mortale' bis zum 'Perpetuum mobile' ist es dann nicht mehr weit. Fazit: Die Atmosphäre hat eindeutig eine "Kühlfunktion" und das wichtigste Pflanzenleben ermöglichende Gas, der Wasserdampf, auch! Die Ozeane verdunsten in Unmengen Wasserdampf, weil sie der drohenden Überhitzung durch die Solarstrahlung einen Widerstand entgegensetzen wollen. Dies tut unser menschlicher Körper bei Hitze durch das Aussondern von Schweiß auch.

Die "Wärmestrahlung" ist ein Faktum. Es ist aber "Ideologie", in der Luft als Gas, das seit Torricelli (1643) keinen "horror vacui" mehr ausübt, wo das Boyle-Mariottsche Gesetz, das Daltonsche Gesetz wie der Satz von Avogadro ebenso gelten wie das Gesetz von Gay-Lussac, alle Wärmeübertragungsmechanismen auf die Wärmestrahlung zu reduzieren und mit Strahlungsgleichgewichtsbetrachtungen zu operieren.

Die Luft selbst ist ein ganz schlechter Wärmeleiter. Doch als Kompensation ist sie ein ausgezeichneter Wärmetransporteur. Ein- und dasselbe Hochdruckgebiet kann im Sommer bei wolkenlosem Himmel gänzlich verschiedene Temperaturen erzeugen, je nach Ursprungsort der von ihm herangeführten Luftmasse. Liegt das Hoch über den Britischen Inseln, dann schwanken die Lufttemperaturen bei nördlichen Winden zwischen 5 und 20 Grad, zieht dieses Hoch nach Ungarn, dann pendeln sie bei Südostwind zwischen 15 und 30 Grad. Wo ist die "Gegenstrahlung", die selbst im Hochsommer bei maximaler Sonneneinstrahlung nachts Bodenfrost verhindert?

Der Transport der Wärme per Masse, sei es konvektiv oder advektiv, kann und darf nicht, wenn man Wetter und damit "Klima" richtig verstehen will, einfach "modellgedanklich" wegreduziert werden. Wenn man, wie schon Arrhenius in seinem "Eiszeitmodell", die Luft als "diatherm" und "unbeweglich" postuliert, dann verbaut man sich den Zugang zur real existierenden Atmosphäre, in der an der unteren Begrenzung auch die Wärmeleitung eine erhebliche Rolle spielt. Es ist völlig normal in der Physik, dass jeglicher Beschreibung der Natur ein Arbeitsmodell zugrunde liegt. Doch ein Modell ist nur solange gut, als es widerspruchsfrei die Erscheinungen zu erklären vermag und durch Beobachtungen bestätigt wird. In jeder Strahlungsnacht baut sich vom Boden her eine Inversion auf!

Das "Treibhausmodell" ist so strahlungsfixiert, dass es die kinetische Theorie der Gase nahezu ignoriert. Gase haben nicht nur eine unbegrenzte Ausdehnungsfähigkeit und erfüllen augenblicklich jeden leeren Raum. Erwärmt man 1 Liter eines Gases von 0 auf 1 Grad, so dehnt es sich um 1/273 seines Raumes aus. Dabei wird das Gas leichter. Deshalb steigt erwärmte Luft in kalter empor. Diese Erkenntnis brachte die Gebrüder Montgolfier zur Erfindung des Luftballons. Auch Berg- und Talwind sind darauf zurückzuführen. Gemäß der kinetischen Gastheorie hat jede Erwärmung bei vorgegebenem Druck in einem Gefäß zur Folge, dass sich die Geschwindigkeit der Gasmoleküle erhöht. Ein Gas kann sich also sowohl durch Temperaturerhöhung als auch durch Druckverminderung ausdehnen, ebenso wie es sich bei Temperaturerniedrigung oder Druckerhöhung zusammenzieht. Beide Vorgänge können auch zusammenwirken. Bei Föhn gerät die absteigende Luft unter höheren Druck, zieht sich also zusammen und erwärmt sich. Für alle Prozesse ist ständig hochwertige Energie nötig.

Wenn einer das Wetter und damit das Mittelungsprodukt "Klima" steuert, dann ist es die Intensität und die Variabilität der Solarstrahlung. Nur mittels der ungeheuren Sonnenenergie läßt sich die Masse der Luft mit einem Gewicht von gut 5 Billiarden Tonnen in permanenter Bewegung halten. Würde nicht ständig neue Energie zugeführt, dann wäre nach etwa 1 Woche der Energievorrat der Atmosphäre aufgebraucht, das Wetter könnte nicht mehr "verrückt" spielen.

FUSION: Wieso messen die Medien und viele Politiker dem Treibhauseffekt eine relativ große Bedeutung bei?

Thüne: Der erfundene "Treibhauseffekt" fasziniert insbesondere die Medien, weil er ständig neue "Sensationen" verspricht. Die Journalisten werden als "nützliche Idioten" ebenso belächelt wie als Transporteure von "bad news" hofiert. In Wirklichkeit finden über die "Klimakatastrophe" wichtigste Interessen- und Verteilungskämpfe statt, bei denen es wechselweise "winner" und "looser" gibt.

Mit der "Klimakatastrophe" kann man für die Kernenergie kämpfen, man kann gegen Kohle und Erdöl als "fossile Energien" kämpfen, man kann für "alternative Energien" kämpfen, man kann gegen Auto und Mobilität kämpfen, man kann für Steuererhöhungen kämpfen, man kann für höhere Versicherungsprämien kämpfen, man kann gegen die Industriegesellschaft schlechthin kämpfen, man kann für die neomarxistische oder grüne Kulturrevolution kämpfen etc. Dieses Schlachtgetümmel an allen Fronten birgt die Gefahr, dass man als Kämpfer gegen den "Treibhausunsinn" plötzlich mitten im Kampfgetümmel zwischen allen Fronten steht und unter Beschuß gerät, denn der mächtigste unter den Göttern ist laut Erasmus von Rotterdam "Pluto, der Gott des Reichtums".

FUSION: Wie funktioniert eigentlich die von der Sonne angetriebene globale "Wettermaschine" auf unserem Planeten?

Thüne: Die Sonne liefert nicht nur die Energie für alles Leben auf der Erde, sie treibt mit ihrer Energie auch die Allgemeine Zirkulation an und erzeugt über die Verschiedenartigkeit der Wettervorgänge die Mannigfaltigkeit der daraus abgeleiteten Klimate. Wenn die Enquete-Kommission korrekterweise "Klima" als den über ein Zeitintervall von 30 Jahren über einem Ort gemittelten Zustand der Atmosphäre beschreibt, dann verbietet es sich, diese klimatische Mannigfaltigkeit wieder per "Globalklima" aufzuheben, um es dann besser beliebig über eine ebenso nichtssagende wie bei Bedarf manipulierbare "Globaltemperatur" im Sinne des "Klimaschutzes" steuern zu können. Noch herrscht in Berlin und Bonn "Treibhausklima", doch wie lange kann man ohne frische Luft noch aushalten?

Was wir konkret über das Funktionieren der "Wettermaschine" wissen, das entlarven die Wettervorhersagen täglich aufs neue. Von der mit jedem neuen Computer behaupteten Verbesserung der "Prognosegüte" merkt man im Alltag bitter wenig.

FUSION: Wie kann man angesichts dieser komplexen "Wettermaschine" das globale Klima besser verstehen?

Thüne: Zunächst, es gibt kein "Globalklima", das mit einer "Globaltemperatur" zu beschreiben wäre! Als durchschnittliches Wettergeschehen über einen 30jährigen Zeitraum bleibt "Klima" regional ortsgebunden. "Klima" kann man nur im Rahmen der "Klimageographie" beschreiben und als angewandte Meteorologie zu erklären versuchen.

Zugang zum "Klima" gewinnt man nur über ein Studium des Wetters. Wenn man über 30 Jahre die täglich gemittelten Luftdruckverteilungen nimmt und diese wiederum über den Gesamtzeitraum mittelt, dann erhält man eine Luftdruckverteilung, wie man sie in jedem Schulatlas findet mit Islandtief, Azorenhoch, Aleutentief etc. Dies ist natürlich eine völlig künstliche und damit unnatürliche Konstellation, eine rein rechnerische Luftdruckverteilung. Errechnet man mit so einer bis zur Unbeweglichkeit erstarrten Luftdruckverteilung bei geschickter Wahl der Randparameter das "Hundertjährige Klima", dann erhält man überall die vorgegebene "Erwärmung". Nur an zwei Stellen erhält man - erstaunt! - eine Abkühlung: südwestlich von Island- und Aleutentief!

Der "Computer" hat keinen Fehler gemacht, er hat stur gerechnet und anhand des vorgebenen Temperatur- und Druckgradienten 100 Jahre lang immer an derselben Stelle arktische Polarluft nach Süden geführt. Der "Computer" gibt diesen Befehl weisungsgemäß vom Atmosphärenmodell weiter an das Ozeanmodell. Dieses rechnet mit diesem Falschbefehl weiter und bestätigt die vorprogrammierte "Klimakatastrophe". Doch die "Computer" trifft keine Schuld, die eigentliche "Katastrophe" findet in den Köpfen der ihn programmierenden "Klimaexperten" statt.

FUSION: Eine entscheidende Rolle in der Treibhaustheorie spielt die globale Durchschnittstemperatur. Wie kann man diese Größe ermitteln und was ist ihr Aussagewert?

Thüne: Bei einem so flüchtigen und zeitlich wie räumlich so stark fluktuierenden Element wie der Temperatur ist es stets problematisch, selbst mit Tagesmittelwerten zu operieren. Jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch erlebt nur die tatsächlich im Tages- oder Wochenverlauf gemessene Temperatur. Letzterer erlebt die 10 Grad am Morgen und die 30 Grad am frühen Nachmittag "live" und kleidet sich entsprechend.

Mittelwerte sind Hilfskonstrukte, um "Ruhe" in die Fluktuation der Einzelwerte zu bringen und um besser räumliche "klimatische" Unterschiede aufgrund von Bewuchs, Topographie und Bebauung aufzeigen zu können. Je enger die Meßnetze gesteckt sind, um so besser ist die Aussagefähigkeit für z.B. stadtplanerische Zwecke.

Abgesehen davon, dass die "Globalisierung" des "Klimas" mittels "Globaltemperatur" der Formulierung eines ideologischen "Glaubenswertes" gleichkommt, welches sollte ihr Aussagewert sein? Man kommt dann dazu, dass Arrhenius 1896 mit 15 Grad rechnete, die Enquete-Kommission 1988 die 15 Grad bestätigte, aber einen "treibhausbedingten" Anstieg von 0,7 Grad errechnete, dass die Enquete-Kommission 1992 das Jahr 1990 mit 15,5 Grad zum wärmsten Jahr erklärte, dass die Universität East Anglia dagegen 1995 mit 14,84 Grad zum wärmsten Jahr seit 1850 deklarierte, dass IPCC mehrheitlich im Oktober 1995 in Madrid feststellte: Die "Globaltemperatur" beträgt etwa 15 Grad - "excluding Antarctica"!

Es gibt selbst heute kein genügend dichtes globales Meßnetz, das über 30jährige Meßreihen verfügt, um auch nur angenähert so etwas wie eine "Globaltemperatur" berechnen zu können. Dies wird es auch nie angesichts der Tatsache geben, dass 360 der 510 Millionen qkm der Erde von Ozeanen bedeckt werden. An den Gitterpunkten über den Meeren stehen keine "Englischen Hütten". Doch Hütten-Temperaturen wären immer noch keine Oberflächentemperaturen!

FUSION: Wir haben recht zuverlässige Daten über die Klimageschichte, welche weit vor die Zeit, als der Mensch existierte, zurückreichen. Gibt es eine Erklärung für die Klimaschwankungen der Vergangenheit?

Thüne: Es gibt zahlreiche paläoklimatologische Arbeitsmethoden mit diversen Proxydaten, die Hinweise über die Klimageschichte zu geben in der Lage sind. Man hat über 50 verschiedene Hypothesen zur Erklärung entwickelt, mit inflationär zunehmender Tendenz. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn bei komplexen aufeinander einwirkenden und sich wechselseitig wiederum in komplexer Weise beeinflussenden Systemen kann man prinzipiell keine simple monokausale Ursachen-Wirkungskette erwarten.

Wer behauptet, der CO2-Gehalt der Mauna-Loa-Atmosphäre steuere das Ding "Globaltemperatur", der outet sich als "Klimaideologe". So wie wir die Witterungsanomalien der Vergangenheit, die zu "Klimaschwankungen" wie "Klimaoptimum des Mittelalters" oder "Kleine Eiszeit" verdichtet wurden, zwar registrieren, aber nicht erklären können, so fehlt uns auch heute jedwede Möglichkeit zu erklären, warum der letzte Sommer heiß oder kühl, trocken oder naß war. Was der nächste Winter bringen wird, das weiß kein Mensch!

FUSION: Es werden Zigmillionen Steuergelder für "Klimamodelle" auf Großcomputern ausgegeben. Während wir trotz großen Computeraufwandes bei der kurzfristigen Wettervorhersage nur wenige Tage weit in die Zukunft rechnen können, sagen diese "Klimamodelle" voraus, was in vielen Jahrzehnten sein wird. Wie kann man diesen Widerspruch erklären?

Thüne: Die numerische Wettervorhersage und das, was sich "Klimaprognose" nennt, kann man nicht auf eine Stufe stellen. Bei der Wettervorhersage liegt ein ehrliches Bemühen zugrunde, anhand aktueller gemessener Felder mit einem Satz von Differentialgleichungen ohne Manipulation eine Vorhersage zu machen. Dies gelingt für höhere Atmosphärenschichten mit glatten und reibungsarmen Strömungsfeldern, d.h. für Zwecke der Luftfahrt, recht gut. Am Boden ist alles komplizierter!

Jedenfalls bringen die Wetterprognostiker den Mut und die Ehrlichkeit auf zu sagen, dass die numerische Wetterprognose nach 5 bis 7 Tagen derart an Qualität verliert, dass eine Veröffentlichung unverantwortlich ist. Die "Klimaprognostiker" nehmen zunächst dieselben Gleichungssätze. Da diese über so lange Rechenzeiten ob des deterministischen sowie stochastischen Chaos nicht stabil lösbar sind, werden sie nicht nur "entkompliziert", es werden beim Rechnen auch unstatthaft "Flußkorrekturen" vorgenommen. Das "Ergebnis" wird als objektive "Hundertjährige Klimaprognose" verkauft. Die "Randbedingungen" sind politisch wünschbar, doch die "Anfangsbedingungen" bleiben ein wohlgehütetes Geheimnis. Deshalb habe ich gefordert, dass unter notarieller Aufsicht zwecks Verifizierung der bisherigen "Klimamodelle" zumindest die Luftdruck- und Temperaturverteilung des Januar 1995 in diejenige des Januar 1996 mal numerisch überführt werden möge.

FUSION: Warum haben Sie sich persönlich in Ihrem Leben so ausführlich mit Fragen des Wetters und des Klimas beschäftigt, was reizt Sie daran?

Thüne: Mich reizt die permanente Veränderlichkeit des Wetters und die damit täglich aufs neue verbundene Herausforderung, die Ursachen hierfür mit dem Instrumentarium von Analyse, Diagnose und Prognose zu ergründen. Man steht zwar als "Wetterfrosch" in einem Umfeld von "Experten" stets am Abgrund zur "Lächerlichkeit", ich halte es aber bei einer Fehlvorhersage für keine Schande zuzugeben, dass das menschliche Erkenntnisvermögen Grenzen und Unzulänglichkeiten aufweist, die nur "ideologisch" scheinbar überwunden werden können. Mein Bestreben zielt darauf hinaus, wenigstens die "Meteorologie als Wissenschaft" wieder zu einer "ideologiefreien Zone" zu machen und damit die "Klimapolitik" wieder auf eine rationale Entscheidungsgrundlage zu stellen.

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Zum "atmosphärischen Treibhauseffekt"
Seine "Erklärung" und physikalische Widerlegung
Wolfgang Thüne

1. Offizielle Darstellung

Mit der "Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe" durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. am 22. 01. 1986 wurde der "atmosphärische Treibhauseffekt" ("aT") zum Gegenstand öffentlicher Wahrnehmung und damit der Politik. Die Politik reagierte auf diese neuartige "Umweltgefahr". Der Deutsche Bundestag installierte gemäß Beschlüssen vom 16. 10. 1987 und 25. 04. 1991 zwei Enquete-Kommissionen zum "Schutz der Erdatmosphäre".

Die 2. "Enquete" kam in ihrem 1. Bericht vom 31. 03. 1992 zu dem unmißverständlichen Ergebnis: "Wir stehen vor einer Klimaänderung, die in den letzten Jahrtausenden ihresgleichen sucht. - Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen keinen anderen Schluß mehr zu: Anthropogene Emissionen verursachen die zunehmende Erwärmung der Erdatmosphäre. - Soll die Katastrophe noch abgewendet werden, muß unverzüglich gehandelt werden."

In einer offiziellen vom Umweltbundesamt verteilten Broschüre "Klimaänderung: Ein wissenschaftlicher Popanz?" werden die Eigenschaften der "Treibhausgase" wie folgt beschrieben: "Sie lassen die von der Sonne (vor allem im sichtbaren, kurzwelligen Bereich) auf die Erde fallende, energiereiche Strahlung nahezu ungehindert passieren, absorbieren teilweise aber die im Gegenzug von der erwärmten Erde ausgehende langwellige Strahlung. - Ohne die natürlicherweise vorkommenden Treibhausgase wäre ein Leben auf unserem Planeten gar nicht möglich. Statt einer globalen Erdmitteltemperatur von ca. 15°C, wie wir sie heute messen, würde eine mittlere Temperatur von etwa -18°C auf der Erde zu verzeichnen sein. Der natürliche Treibhauseffekt sichert also unser irdisches Leben. Durch die Konzentrationszunahme der Treibhausgase kommt es zu einer Verstärkung des (natürlichen) Treibhauseffektes und damit zu einem Anstieg der bodennahen Temperatur."

Zu der "Absorption der Treibhausgase" schreibt die 1. "Enquete" in ihrem 3. Bericht vom 25. Mai 1990: "Beim Wasserdampf erkennt man das bekannte "Fenster" zwischen 8 und 12 mm,... Andere Treibhausgase tragen dann besonders effektiv zur Strahlungsabsorption bei, wenn sie in jenen Bereichen optisch aktiv sind, in denen der Wasserdampf die Wärmestrahlung nahezu ungehindert passieren läßt. Neben dem eben beschriebenen "Fenster", in dem die infrarote Ausstrahlung bei Erdoberflächentemperaturen zwischen -20°C und +50°C ihr Maximum hat, ist dies der Spektralbereich zwischen 12 und 18 mm, in dem der Wasserdampf noch nicht vollständig absorbiert." Dann wird summarisch festgestellt: "Da alle diese Gase im Bereich des Wasserdampf-"Fensters" im infraroten Spektralbereich optisch aktiv sind, ist durch die höhere Konzentration der genannten Gase ein zusätzlicher Treibhauseffekt entstanden, zu dem das Kohlendioxid 55 Prozent, ..." beiträgt.

Dies ist der derzeit dominante und politisch auf nationaler wie internationaler Ebene anerkannte sowie in den diversen IPCC-Reports fixierte wissenschaftliche Sachstand, der 1992 in Rio de Janeiro zur Verabschiedung der "Klimarahmenkonvention" geführt hat. Auch bei den Klima-Folgekonferenzen 1995 in Berlin sowie 1997 in Kyoto hat sich an diesem wissenschaftlichen Erkenntnisstand nichts geändert. Im Gegenteil, es wird angestrebt, die Industrienationen zu sehr unterschiedlichen, gleichwohl völkerrechtlich verbindlichen CO2-Reduktionsquoten aus Gründen des "Klimaschutzes" vertraglich zu verpflichten.

2. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz und der Mythos "Klimagleichgewicht"

In langjähriger Arbeit wurden die diversen Behauptungen, die dem Begriff "aT" und seinen "physikalischen" Begründungen zugrundeliegen, überprüft, zumal hieraus "monokausal" die "Klimakatastrophe" abgeleitet wird. Das ganze Treibhaus- Modellgebäude ("TM") entpuppte sich als völlig wirklichkeitsfremde "Idealisierung", als ein artifizielles meteorologisch- physikalisches "Scheinproblem" mit verführerischer Bildmächtigkeit und ungeheurer gesellschaftspolitischer Suggestionskraft.

Trotz des wissenschaftlichen "Konsenses" sowie der Propagierung des "aT" durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf, wurde ob der offensichtlichen Unwirksamkeit des "aT" im meteorologischen Alltag der Frage nachgegangen, wo der Grundirrrtum bei der Herleitung des "aT" liegen könnte. Hierzu wurden die "wissenschaft-lichen Grundlagen", wie im 1. Zwischenbericht der Enquete- Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre vom 02. 11. 1988 (Bt.-Drs. 11/3246, S.185-89) nachzulesen, kritisch auf ihre Anwendbarkeit geprüft.

Die auch in dem IPCC-Report von 1990 übernommene Kernannahme ist das Postulat eines "Strahlungsgleichgewichts" zwischen Sonne und Erde/Atmosphäre mit der Folge eines natürlichen "Klimagleichgewichtes". Hieraus wurde der Schluß gezogen: "Jede Abweichung von diesem Gleichgewicht führt zu einer Erwärmung oder zu einer Abkühlung der Erde."

Das "Gleichgewicht" ergibt sich aus der Anwendung des Stefan-Boltzmannschen Gesetzes (SBG) S = s T4. Hier liegt der alles entscheidende Gedankenfehler! Mit dem SBG wird das offene Ökosystem Erde in einen abgeschlossenen "Hohlraum" gesteckt und die strahlend helle Punktquelle Sonne zu einer dunklen "Wandbeheizung" degradiert. Ausgehend von der Erde als senkrecht bestrahlter "Scheibe" wird in simplen mathematisch korrekten aber physikalisch unsinnigen Rechenschritten die "Wandbeheizung" auf 240W/m2 heruntergerechnet, was eine "Strahlungstemperatur" von Teff = -18°C ergibt. Diese virtuelle für die "Obergrenze der Atmosphäre" errechnete "Strahlungs- oder Effektivtemperatur" wird in Beziehung zu einer wie auch immer gemittelten "Globaltemperatur" von +15°C gesetzt. Beide "T-Werte" sind inkompatibel, abgesehen davon, dass man einen vertikalen T-Gradienten nicht zu einer horizontalen T-Differenz namens "natürlicher Treibhauseffekt" umdeklarieren darf.

Ganz auf den "Hohlraum" fixiert, wird dem gasförmigen "selektiven Strahler" CO2 mit seiner Absorptionsbande bei 15 mm die Eigenschaft eines "schwarzen Strahlers" zudiktiert. Das CO2 erhält somit eine "radiative forcing", die die Strahlungsleistung der "Wandbeheizung" bei Anstieg erhöht und bei Abnahme vermindert. Wie irrtümlich 1896 Svante Arrhenius konstruiert man daraus einen "aT". Die Zunahme des CO2-Gehalts soll zu einer Abkühlung der "effektiv strahlenden Schicht" in 6 km Höhe führen und als "Kompensation" zu einer Erwärmung der bodennahen Luftschichten. Man baut ein perfektes ‘perpetuum mobile’ der zweiten Art, wohlwissend, dass kein "selektiver Strahler" einen Kirchhoffschen "schwarzen Strahler" wie die Erde an der Abkühlung hindern kann! Eine "Erwärmung" durch "Re-Emission" der bei lmax = 15 mm absorbierten Strahlung auch unter Berücksichtigung des Wienschen Verschiebungsgesetzes ist völlig ausgeschlossen.

Das "TM" könnte nur dann funktionieren, wenn der 1850 von Clausius formulierte Satz, dass Wärme freiwillig nur von Warm nach Kalt fließt, auch umgekehrt werden könnte. Dies widerspräche jedoch der Erkenntnis, dass alle Naturprozesse irreversibel sind. Fazit: In der realen Atmosphäre, in welcher Druck, Dichte und Temperatur mit der Höhe abnehmen, ist es prinzipiell unmöglich, dass "Wärme", die aus der kinetischen Energie aller Luftmoleküle resultiert, gegen einen T-Gradienten von Kalt nach Warm oder von Oben nach Unten fließt. Völlig unterschlagen wird bei dem "TM", dass die Luft kein luftleeres Vakuum ist, sondern pro cm3 etwa 1019 Moleküle enthält, die bei 20°C eine mittlere Geschwindigkeit von 500m/s haben. Diese pochen permanent gegen die "Glasscheibe", so dass bei dessen hoher Wärmeleitfähigkeit jedes Gewächshaus sehr rasch auskühlt, wenn die Sonne untergeht und nicht mehr geheizt wird.

Das "TM" ist ein völlig reduktionistisches Modell, das mit der Wirklichkeit Erde als "offenem Ökosystem" keinerlei Übereinstimmung hat und selbst in dieser "Idealisierung" keiner physikalisch objektiven Wertung standhält. Bereits Max Planck wies nach, dass auch dann, wenn sich zwei unterschiedlich temperierte "schwarze Körper" in einem luftleeren Raum gegenüberstehen, der kältere einen Nettoenergiegewinn erfährt und sich erwärmt, während sich der wärmere unter Bruttoenergieverlust abkühlt.

Um das "TM" dennoch einigermaßen plausibel zu machen, muß man das hohlraumbedingte "thermodynamische Gleichgewicht" stören. Man gibt der Erde als "winzigem Kohlestäubchen" (M.Planck) im "Hohlraum" eine geschätzte "Globaltemperatur" von +15°C, wonach sich ein S=390W/m2 ergibt. Die Differenz von +33°C, den "natürlichen Treibhauseffekt", führt man einzig und allein auf die Existenz der "Treibhausgase" zurück. Eigens zu diesem Zweck muß man sich eine "Gegenstrahlung" ausdenken und erfindet hierzu ein symbolisches "Glasfenster" in 6 km Höhe, das die von der 15°C warmen Erde über ein breites Wellenlängenspektrum emittierte elektromagnetische T-Strahlung vollständig "reflektiert". Die von dem -18°C kalten "Glasfenster" reflektierte "Gegenstrahlung" wird zur solaren "Wandbeheizung" addiert, um das permanente Strahlungsdefizit der Erde von 150W/m2 zwecks Wahrung des "Klimagleichgewichts" zu kompensieren.

Sodann wird verkündet, dass "physikalisch" die "Treibhausgase" die gleiche Funktion erfüllten wie das "Glasfenster". Die Erfindung "aT" führt dazu, dass man zur Glaubhaft- Machung der "Re- Emission" gezwungen ist, weitere physikalische Grundaxiome zu negieren. Dies betrifft die von Kirchhoff und Bunsen 1859 entwickelte Spektralanalyse, die auf den 1814 von Fraunhofer im Sonnenspektrum entdeckten "schwarzen Linien" aufbaut. Hierauf beruht die gesamte Infrarot-Spektroskopie und -Fotographie als Sichtbarmachung der unsichtbaren "infraroten" T- Strahlung der festen wie flüssigen Erdoberfläche.

Durch die Fehlannahme "Klimagleichgewicht" hat man sich in der "Globalisierungsfalle Hohlraum" verfangen und muß immer neue "Effekte" erfinden, um die fixe Idee "aT" vordergründig "physikalisch" plausibel erscheinen zu lassen. Man fokussiert bewußt den Blick des Betrachters auf den "heat transfer" durch Strahlung und lenkt ihn bewußt von den meteorologisch-physikalisch weitaus bedeutenderen Prozessen des "heat transfers" durch Leitung und insbesondere durch Konvektion ab. Der konvektive oder turbulente Energietransport durch Massentransport ist jedoch die alles entscheidende "Größe" beim realen Wettergeschehen, der Allgemeinen Zirkulation. Untrennbar damit verbunden ist der Wasserkreislauf und damit der ständige Transport von latenter Wärme, die in den Wasserdampfmolekülen gespeichert ist. Alle drei Wärmeübertragungsprozesse spielen sich simultan in der Atmosphäre ab und sind daher immer gemeinsam zu betrachten.

Das "TM" für die Erde mitsamt ihrer Gashülle Atmosphäre erweist sich als ein völlig "idealistisches Modell", das keinerlei Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit besitzt. Das "TM" verstößt gegen nahezu alle allgemein anerkannten Grundprinzipien der Physik. Das "TM" verletzt insbesondere die Gesetze der Thermodynamik, der Quantenphysik wie der IR- Spektroskopie. Die Lehre vom "aT" ist eine Irrlehre, deren Stärke (noch) auf der globalen politischen Akzeptanz wie der medialen Allgegenwärtigkeit beruht. Ihr größter Feind ist die physikalische "Wahrheit", zu der sich mutig zu bekennen alle Naturwissenschaftler ethisch verpflichtet und aufgefordert sind.

Oppenheim, den 27. Okt. 1998 Dipl.- Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

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Wettersatelliten, Infrarotfotographie und der "Treibhauseffekt"
von Wolfgang Thüne

Das Wetter ist der häufigste Gesprächsstoff im Alltag! Die Fernsehwetterberichte haben offensichtlich deswegen mit die höchsten Einschaltquoten, damit der Gesprächsstoff "Wetter" nicht ausgeht. Neben den ZDF-Wetterberichten zählt auch die RTL-Präsentation des gelernten Meteorologen Christian Häckel zu den "Hits". Er erzählte am 19. 10. 1998, dass es in weiten Teilen Deutschlands nachts sehr kühl werden würde und örtlich gar mit Bodenfrost zu rechnen sei, weil, so die Begründung, die Wolkendecke aufreiße und damit die Wärme ungehindert in den Weltraum entschwinden könne. Was dies mit dem "Treibhauseffekt" und der immer wieder beschworenen "Klimakatastrophe", zu deren Abwendung uns nun die "Ökosteuer" aufgezwungen wird, zu tun hat, dazu ein anderes meteorologisches Hilfsmittel, die erdumkreisenden Wettersatelliten.

Deren imposante Wolkenbilder sind aus den Wetterberichten nicht mehr wegzudenken, ob ihrer Anschaulichkeit wie des hohen Unterhaltungswertes. Die Ära dieser neuen Art der Erdsicht aus der Weltraum begann praktisch mit dem Start des russischen Sputnik am 4. Oktober 1957. Beschränkten sich die ersten Bilder auf den optisch sichtbaren Bereich, so erschloß man bald weitere Frequenzbereiche des elektromagnetischen Wellenlängenspektrums, insbesondere den infraroten Spektralbereich, den geheimnisvollen Sektor der unsichtbaren "Temperatur- oder Wärmestrahlung".

Doch woher rührt die Temperaturstrahlung? Schon die Griechen vermuteten, dass alle Körper aus kleinsten, unteilbaren Bausteinen, den Atomen, bestehen. Heute weiß man, dass diese kleinsten Bausteine zwar chemisch unteilbar aber dennoch physikalisch spaltbar sind und aus noch winzigeren elektrisch geladenen Elementarteilchen, den Elektronen, Neutronen und Protonen, zusammengesetzt sind. Diese sind in ständiger Bewegung und in dieser Bewegung steckt Energie. Ein Maß für diese Bewegungsenergie ist die Temperatur, über die wir die Wärme eines Körpers messen können.

Je nach dem Wärmegehalt der Atome und damit der Höhe des Energieinhalts senden diese Strahlung aus. Diese hat wie alle elektromagnetische Strahlung einen Doppelcharakter, sie ist Welle und Teilchen oder Photonen zugleich. Dabei ist jeder Temperatur eine ganz bestimmte Wellenlänge zugeordnet. Empfängt man mit einer Infrarotkamera die unsichtbare Temperaturstrahlung und bringt sie auf eine photographische Platte, so kann man die unsichtbare Temperaturstrahlung sichtbar machen und "Wärmebilder" herstellen. Moderne Infrarotkameras haben ein Auflösungsvermögen von +/- 0,1°C, können also gestochen scharfe Temperaturbilder herstellen. Die Temperaturstrahlung macht man sich mittels Nachtsichtgeräten bei der "Verbrecherjagd" zunutze.

Mit hochempfindlichen IR-Kameras ausgestattete militärische Spionagesatelliten können also auch im Dunkeln getarnte Panzer "thermisch" enttarnen. Von Vorteil ist auch die Tatsache, dass die jede Körperstrahlung wie die der flüssigen und festen Erdoberfläche angenähert der Energieverteilung eines "Schwarzen Körpers", wie ihn im Jahre 1859 Gustav Kirchhoff definierte, entspricht. Nach dem aus dem Physikunterricht bekannten Stefan-Boltzmannschen Gesetz ist die Leistung eines derartigen "Schwarzen Strahlers" der 4. Potenz seiner absoluten Temperatur proportional. Diese wird in Grad Kelvin gemessen. Null Grad Kelvin entsprechen 273 Grad Celsius. Hat ein Körper eine Temperatur von 255°Kelvin oder -18°C, dann strahlt er eine Energie ab, die einer Strahlungsleistung von 240 Watt pro Quadratmeter entspricht. Die abgegebene Strahlung entspricht einer Glockenkurve, deren Maximum nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz bei 11,8 Mikrometern liegt. Erhöht man die Temperatur des Körpers auf +15°C, dann verschiebt sich das Wellenlängenmaximum in den kürzeren Wellenlängenbereich. Es liegt bei 10,4 Mikrometern und die abgestrahlte Energie erhöht sich auf 390 Watt pro m2. Sinkt die Temperatur des Körpers, dann wandert das Wellenlängenmaximum in den immer längerwelligen fernen Infrarotbereich und liegt bei einer Temperatur von -73°C bei 15 Mikrometern.

Wir wissen, dass unsere Atmosphäre für Strahlung weitgehend durchsichtig ist, sowohl für das Sonnenlicht wie auch die Wärmestrahlung der Erde, denn sonst würde es nachts nicht automatisch kälter werden. Diese durchsichtigen Bereiche nennt man daher auch "Fenster". Im infraroten Bereich hat die Atmosphäre ein stets offenes "Fenster" zwischen 7 und 13 Mikrometern. Durch dieses "Fenster" kann von der Erdoberfläche unentwegt Energie und damit Wärme in den eiskalten Weltraum entschwinden. Dies ist gleichzeitig genau der Wellenlängenbereich, in dem das angeblich "klimakillende" sogenannte "Treibhausgas" Kohlendioxid keine Absorptionslinien hat und folglich auch keine Temperaturstrahlung absorbieren kann. Das Kohlendioxid hat eine Absorptionsbande bei 15 Mikrometern und läßt daher zwangsläufig die Wärmestrahlung der Erdoberfläche durch das stets offene "Strahlungsfenster" zwischen etwa 7 und 13 Mikrometern ungehindert passieren. Auch durch Verdreifachung des Kohlendioxidgehaltes der Atmosphäre könnte das "Fenster" nicht geschlossenen werden. Und exakt durch dieses "Fenster" blicken auch die IR-Kameras der geostationären Satelliten aus 36000 Kilometern Höhe auf die Erde, fangen über entsprechende Infrarotsensoren deren Temperaturstrahlung auf und setzen diese Informationen in Bilder um.

Seit 1972 betreibt die amerikanische Weltraumbehörde NASA das "Landsatsystem". Dabei wird während eines Satellitenumlaufs die Erdoberfläche aus 700 Kilometer Höhe in einer Breite von 185 Kilometern mit Bildelementen von 30 Metern Durchmesser mit empfindlichen Sensoren abgetastet. Drei der Kanäle empfangen Signale im sichtbaren und vier im für menschliche Augen unsichtbaren Bereich und zwar im nahen, mittleren und fernen thermischen Infrarot. Der letzte Bereich von etwa 7 bis 13 Mikrometern umfaßt die Temperaturstrahlung der Erdoberfläche zwischen etwa +60°C und -30°C.

Die Temperaturstrahlung der Erdoberfläche erreicht aber nur dann den Satelliten, wenn der Himmel wolkenfrei und damit die atmosphärischen "Strahlungsfenster" offen sind. Eine aus Milliarden kleinster Wassertröpfchen bestehende Wolke ist ein "schwarzer" flüssiger Körper und damit undurchsichtig. Eine kompakte Wolke absorbiert die gesamte Wärmestrahlung der Erde, strahlt natürlich auch selbst Energie ab und mindert damit die nächtliche Abkühlung der Erde. Wolken sind mit einer Bettdecke vergleichbar! Sind keine Wolken am Himmel, dann kann, etwas anderes hat noch nie ein Meteorologe im Wetterbericht verkündet, praktisch ungestört die Wärmestrahlung in den Weltraum entweichen. Dort wird sie von den Infrarotradiometern des Satelliten aufgefangen und in schwarzweiß Bilder umgesetzt. Mit Hilfe der "Falschfarbentechnik" kann man aus Grauschattierungen bunte fernsehgerechte Aufnahmen herstellen.

Wenn wir auch in einer Medien- und damit Informationsgesellschaft leben, so scheinen dank erfolgreicher 68er Kulturrevolution in den Schulen mangels Physikunterricht vielfach über das "Medium", das die globale Kommunikation erst ermöglicht, die elektromagnetischen Wellen, unklare Vorstellungen zu herrschen. Dies betrifft insbesondere die unsichtbare "Temperaturstrahlung", die ja nur ein schmaler Bereich aus dem elektromagnetischen Wellenlängenspektrum ist, das von den Gammastrahlen über die UV- und Sonnenstrahlen bis zu den Radiowellen reicht. Das Besondere an der elektromagnetischen Strahlung ist, dass sie keines Transportmediums bedarf, sich wechselseitig ein elektrisches und magnetisches Feld schafft und sich mit Lichtgeschwindigkeit, das sind 300000 Kilometer in der Sekunde, auch im luftleeren Raum ausbreiten kann. Eine Temperaturinformation von der Erde ist in 0,12 Sekunden in 36000 Kilometer Höhe beim Wettersatelliten.

Bei der astronomischen Erforschung des Weltalls von der Erde aus oder der Fernerkundung der Erde über Satelliten vom Welttraum aus ist man auf die Transparenz oder Durchsichtig-keit der Atmosphäre, auf die Existenz von offenen "Fenstern" angewiesen. Störend wirken nur die "Absorptionslinien" der einzelnen Gase in der Lufthülle, doch diese sind spektroskopisch ausgemessen und wohlbekannt. Die Spektralanalyse wurde von Kirchhoff und Bunsen 1859 entwickelt und ist als "Infrarot-Spektroskopie" ein wichtiger Anwendungsbereich der Physik. Die "Thermographie" ist ein zerstörungsfreies und berührungsloses Meßverfahren, das die bildhafte Darstellung einer Wärmeabstrahlung und Oberflächentemperatur ermöglicht. Sie ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, auch wenn es darum geht, Schwachstellen in der Wärmeisolation von Gebäuden aufzudecken. Dieses Meßverfahren ist ob seiner Genauigkeit und Unbestechlichkeit gerichtlich anerkannt. Temperaturstrahlen lügen nicht!

Ein wichtiger Anwendungsbereich der Thermal-Infrarot-Fotographie ist die flächenhafte Erforschung des Gelände- und Stadtklimas über Flugzeuge. Dabei wird von dem ehernen, doch von den "Klimaexperten" geleugneten, physikalischen Prinzip ausgegangen, dass alle Körper entsprechend ihrer Oberflächentemperatur kontinuierlich Wärmestrahlung unter-schiedlicher Frequenz oder Wellenlänge abgeben. Bei den auf der Erde vorkommenden Temperaturen reicht das Wellenlängenspektrum von 5 bis 60 Mikrometern. Bei +15°C liegt das Wellenlängenmaximum bekanntlich bei 10,4 Mikrometern. Je nach Art, Farbe und Beschaffenheit der bebauten oder unbebauten Erdoberfläche ergeben sich deshalb bei gleichen solaren Einstrahlungsbedingungen erhebliche Unterschiede in der Oberflächentemperatur. Ein Park mit Rasen verhält sich "thermisch" anders als ein Teich oder eine Asphaltfläche, wie man mit nackten Füßen leicht feststellen kann. Die IR-Thermographie ist auf sonniges Wetter und wolkenlosen Himmel, auf "Strahlungswetter", angewiesen. Jede größere Stadt hat für Planungszwecke inzwischen Aufnahmen der Oberflächentemperaturen bei Tag zur Zeit des Temperaturmaximums und bei Nacht zur Zeit des Minimums. Das für die Fernerkundung wichtigste "Fenster" ist das stets offene "große atmosphärische Fenster" zwischen etwa 7 und 13 Mikrometern.

Zur Strahlungsabsorption in diesem Bereich stellte die Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre" in dem Zwischenbericht vom 9. März 1989 physikalisch korrekt fest: "Die Gase in der Atmosphäre absorbieren die IR-Strahlung der Erdoberfläche in den meisten Spektralbereichen stark, in einigen dagegen nur geringfügig, wie etwa im Spektralbereich 7 bis 13 mm. In diesem Bereich stammt der größte Anteil der IR-Strahlung von der Erdoberfläche. Er wird als "offenes atmosphärisches Strahlungsfenster" bezeichnet, da hier am wenigsten Wasserdampf- und Kohlendioxidabsorption stattfindet. 70 bis 90 Prozent der Abstrahlung von der Erde gelangen hier direkt in den Weltraum." Liegt keine schützende Wolkendecke über dem Erdboden, dann gehen nachts im Sommer wie im Winter die Temperaturen besonders stark zurück. Es ist meteorologisches Elementarwissen, dass die tagsüber vom Erdboden aufgenommene Energie bei klarem Himmel nachts unsichtbar und ungehindert "direkt" mittels "Temperaturstrahlung" wieder in den Weltraum entschwinden kann.

Insbesondere die CO2-Moleküle mit ihren besonderen stoffspezifischen Absorptionsbanden bei 2,8, bei 4,5 und bei 15 Mikrometern, die so unabänderlich und charakteristisch wie ein menschlicher "Fingerabdruck" sind, haben auf den täglichen Temperaturgang keinen Einfluß, weil sie das "offene Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 Mikrometern nicht schließen können. Dies gilt auch dann, wenn die CO2-Konzentration sich von 300 auf 600 verdoppeln oder 900 Teile pro Million (ppm) verdreifachen würde oder die Erde von einer reinen Kohlendioxidatmosphäre umgeben wäre.

Es kann also aus rein physikalischen Axiomen heraus keinen wie auch immer gearteten "Wärmestau" unter dem fiktiven "Glasdach" in 6 Kilometer Höhe geben. Der "Treibhauseffekt" ist eine pure Erfindung. Selbst wenn man die Atmosphäre wegdenken und wie weiland Svante Arrhenius bei seiner "Eiszeithypothese" 1896 rein modelltheoretisch annehmen würde, dass der gesamte CO2-Gehalt der Atmosphäre wie ein "Schwarzer Körper" in 6 Kilometer Höhe die Erde umhülle, selbst dann kann es keinen "Treibhauseffekt" geben, denn die -18°C kalte "Kohlendioxidschicht" würde mit einer Leistung von 240 Watt pro m2 die Erde "anstrahlen", während die +15°C warme Erde permanent Energie in der Größenordnung von 390 Watt pro m2 abstrahlen würde. Wer nur 240 Mark verdient, aber stets 390 Mark ausgibt, kann nie reicher werden! Ob ohne oder mit Atmosphäre, der 2. Hauptsatz der Thermodynamik läßt prinzipiell nicht zu, dass freiwillig "Wärme" von kalt nach warm fließt.

Das gasförmige Kohlendioxid als "Treibhausgas" zu bezeichnen, das wie ein "Glasdach" in einem Gewächshaus die Wärmestrahlung "reflektiert" und am Entweichen in den Weltraum hindert, ist physikalisch völlig unhaltbar. Auch Gewächshäuser kühlen nachts aus und müssen im Winter beheizt werden! Wenn, wie die Enquete-Kommission zurecht feststellt, bei wolkenlosem Himmel 70 bis 90 Prozent der im Erdboden gespeicherten Wärme ungehindert ins Weltall entweichen und im "Idealfall" rein hypothetisch 10 bis 30 Prozent von den "Treibhausgasen" absorbiert werden, um dann zur Erde "re-emittiert" zu werden, selbst dann könnte die stete Abkühlung der Erde nicht verhindert werden. Eine "Erwärmung" der Erde über die eigene an sie zurückgereichte Energie ist völlig ausgeschlossen!

Damit bricht die IPCC-Hypothese, die Erhöhung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre würde eine "Erderwärmung" hervorrufen und eine "Klimakatastrophe" zur Folge haben, die nur durch eine drastische Reduzierung der "CO2-Emissionen" verhindert werden könnte, in sich zusammen. Fazit: Das CO2 kann mangels geeigneter Absorptionslinien das atmosphärische "Strahlungsfenster" nicht schließen und hat daher keinerlei Einfluß auf das Wetter und sein statistisches Folgekonstrukt "Klima"! Anders formuliert: Es ist physikalisch unmöglich, dass ein "Schwarzer Körper", der kontinuierlich über ein breites Wellenlängenspektrum Energie abstrahlt, von einer atmosphärischen Gashülle, die nur selektiv und diskret Strahlung absorbiert, an seiner Abkühlung gehindert werden könnte. Wäre dies nicht so, dann hätte sich die Erde im Laufe ihrer Geschichte mit einem "anfänglichen" Kohlendioxidgehalt von 30 und mehr Prozent nicht auf ein "Temperaturmilieu" abkühlen können, um Leben zu ermöglichen. Der stets variable CO2-Gehalt der Atmosphäre ist Folge (!) der bewegten Klimageschichte und keinesfalls Ursache (!).

Oppenheim, den 27. Okt. 1998 Dipl.- Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

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Erwärmung - Thermik - Verdunstung - Abkühlung - Konvektion
aus einer Korrespondenz

Sehr geehrter Herr Franz,

haben Sie besten Dank für Ihr Fax vom 23. Sept. 2002 sowie Ihre Anregungen und Anmerkungen. Was mein Buch "Freispruch für CO2!" betrifft, so danke ich für dessen Verbreitung. Da es dem "Zeitgeist" widerspricht, unterliegt es einer rigorosen Medienzensur, von der FAZ über FOCUS und SPIEGEL bis zur WELT!

Nun zu Ihren Fragen: Welche Auswirkungen der Assuan-Stausee über die Verdunstung auf das Wetter in der Sahelzone hat, diese Frage lässt sich nicht beantworten. Dies gilt für die ganze Mittelmeerregion. Bei schönstem Wetter und den höchsten Temperaturen, hat man die stärkste Verdunstung. Es müsste Regnen wie aus Eimern, doch regnen tut es dann und nur dann, wenn ein Tiefdruckausläufer über das Mittelmeer hinwegzieht oder Kaltluft einströmt, die zur Genuazyklone führt! Die Milchmädchenbehauptungen der "Klimaexperten" gehen an der Natur vorbei, denn sie haben alle vom Wetter keine Ahnung !!!!

Ähnlich ist es mit dem nicht existenten "Treibhauseffekt": Neben der elektromagnetischen Strahlung und der molekularen Leitung gibt es noch eine dritte Art der Wärmeübertragung, die durch Masse oder Konvektion, die total unterschlagen wird. Dieser Wärmetransport geschieht durch horizontale Meeres- oder Luftströmungen oder auch vertikale Strömungen, den Auftrieb oder die Thermik. Mit dieser werden ganze Luftblasen vom Boden abgehoben mit allem, was drin ist, also auch den schweren CO2-Molekülen.

Dieses turbulente Aufsteigen sieht man häufig im Sommer über stark erhitzten Straßen am Flimmern der Luft. In solchen Aufwindschläuchen schrauben sich nicht nur Bussarde, sondern auch Segelflugzeuge in die Höhe! Deswegen nennt man die unterste Atmosphärenschicht auch Troposphäre oder Durchmischungsschicht. Sie endet an der Tropopause, die eine regelrechte Sperrschicht darstellt, an der die stärksten Gewittertürme anstoßen und sich zum zirrusförmigen Amboss abplatten.

Das Anheben der Luft gegen die Schwerkraft erfordert Energie, die einzig von der Sonne kommt, vom Boden absorbiert wird, der dann per Leitung die aufliegende Luft erwärmt. Diese dehnt sich aus, verliert an Dichte und damit an Gewicht und steigt unter Abkühlung auf, weil sie Ausdehnungsarbeit leisten muss. Lässt die Sonneneinstrahlung gegen Abend nach, dann beginnen die Kumuluswolken, der Schwerkraft folgend, zusammenzusinken. Dabei erwärmt sich die Luft "adiabatisch", wird wärmer und die Wolken lösen sich auf.

Meistens ist es bei solchen Konvektionswetterlagen nachts wolkenlos und über dem ausstrahlenden Boden bildet sich eine Temperaturumkehrschicht, eine Inversion, weil die "Gegenstrahlung" nur eine ideologische Fiktion ist. Wenn diese Stunden nach Sonnenaufgang vom Boden her abgebaut ist, dann kann, die Lärchen signalisieren es dem Landwirt, wieder Thermik einsetzen.

Ein Weiteres gibt es im "Treibhaus" auch nicht, die allgegenwärtige Verdunstung. So wie die Pflanzen sich durch den Entzug der Verdunstungswärme kühlen, so kühlt sich auch ständig die Erdoberfläche durch Verdunstung. Der Atmosphäre wird auf diese Art ständig latente Wärme zugeführt, die beim Kondensationsprozess und der Wandlung vom unsichtbaren Wasserdampf in die sichtbaren Wasser- oder Wolkentröpfchen wieder freigesetzt! Circa 30 % der Sonnenenergie gehen allein durch die Verdunstung der Erdoberfläche verloren und müssen von der Wärmestrahlung abgezogen werden. Doch in den Strahlungsbilanzmodellen taucht die Verdunstung überhaupt nicht auf.

Durch Thermik und Verdunstung werden gewaltige Wärmemengen von der Erdoberfläche abgeführt, doch dies alles wird dem kulturrevolutionär umerzogenen PISA-Bildungsbürger vorenthalten, damit ihm mit Medienverstärkung der Unsinn von der "Gegenstrahlung" verkauft und die "Erderwärmung" plausibel gemacht werden kann.

Weil man das chaotische Wettergeschehen nicht erklären und auch nicht die Frage nach der Variation der Zugbahnen der Tiefdruckgebiete beantworten kann, ist es noch lange nicht erlaubt, irgendwelche Klima-Märchen mit metaphysi(kali)schen Pseudoerklärungen in die Welt zu setzen, um diese in Angst und Schrecken versetzen und dann besser abkassieren zu können.

Ich hoffe, Ihre Fragen kurz und erschöpfend beantwortet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne 55276 Oppenheim, dem 24. 09. 2002

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Ein bisschen Physik für den Alltagsgebrauch

Es gibt neben der elektromagnetischen Strahlung und der molekularen Leitung noch eine dritte Art der Wärmeübertragung, die durch Masse oder Konvektion. Dies geschieht durch horizontale Meeres- oder Luftströmungen oder auch vertikale Strömungen, den Auftrieb oder die Thermik.

Mit dieser werden ganze Luftblasen vom Boden abgehoben mit allem, was drin ist, also auch den schweren CO2-Molekülen. Dieses turbulente Aufsteigen sieht man häufig im Sommer über stark erhitzten Straßen am Flimmern der Luft. In solchen Aufwindschläuchen schrauben sich nicht nur Bussarde, sondern auch Segelflugzeuge in die Höhe!

Deswegen nennt man die unterste Atmosphärenschicht auch Troposphäre oder Durchmischungsschicht. Sie endet an der Tropopause, die eine regelrechte Sperrschicht darstellt, an der die stärksten Gewittertürme anstoßen und sich zum zirrusförmigen Amboss abplatten.

Das Anheben der Luft gegen die Schwerkraft erfordert Energie, die einzig von der Sonne kommt, vom Boden absorbiert wird, der dann per Leitung die aufliegende Luft erwärmt. Diese dehnt sich aus, verliert an Dichte und damit an Gewicht und steigt unter Abkühlung auf, weil sie Ausdehnungsarbeit leisten muss.

Lässt die Sonneeinstrahlung gegen Abend nach, dann beginnen die Kumuluswolken, der Schwerkraft folgend, zusammenzusinken. Dabei erwärmt sich die Luft adiabatisch, wird wärmer und die Wolken lösen sich auf. Meistens ist es bei solchen Konvektionswetterlagen nachts wolkenlos und über dem ausstrahlenden Boden bildet sich eine Temperaturumkehrschicht, eine Inversion, weil die "Gegenstrahlung" nur eine ideologische Fiktion ist.

Dr. Wolfgang Thüne

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via E-Mail vom 26.11.2002
Fragen und Antworten

... für Ihren Infodienst noch ein paar Fragen und Antworten, die helfen sollen, der Utopie "Klimaschutz" den Garaus zu machen, bevor die "Daumenschraube" - dies ist ein Begriff von Prof. Graßl in Kyoto 1997 ! - Ökosteuern noch schärfer angezogen wird.

Mit den besten Grüßen
Wolfgang Thüne

Wohin verschwindet die Wärmestrahlung der Erde?

Lässt sich eine Strahlungsbilanz erstellen?

Die Erde strahlt wie jeder andere temperierte Körper auch permanent Energie ab, die sich in Form elektromagnetischer Wellen geradlinig in alle Raumrichtungen mit einer Geschwindigkeit ausbreitet, die mit der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum von etwa 300 000 km/s übereinstimmt. Dieser Energiestrom wird im allgemeinen als "elektromagnetische Strahlung" bezeichnet. Die Intensität der Strahlung hängt von der absoluten Temperatur des Körpers ab, ihr Spektrum reicht von der Gammastrahlung über die Röntgen- und Ultraviolettstrahlung sowie den Bereich des "sichtbaren Lichts", in dem der Mensch über das Auge etwa 80 Prozent seiner Informationen aufnimmt, über das Infrarot bis in den Bereich der Radio-Wellen.

Von meteorologisch besonderem Interesse ist der Infrarot-Bereich des Spektrums, über den die Wärme- oder Temperaturstrahlung emittiert wird. Diesen Spektralbereich unterteilt man in das nahe, mittlere und ferne sowie das extreme Infrarot jenseits von Wellenlängen von 20 m m. Was den Einfluss der Atmosphäre auf die Ausbreitung der Infrarotstrahlung betrifft, so zeigen sich drei Bereiche im Spektrum, in denen praktisch keine Dämpfung der Wärmestrahlung stattfindet. Man spricht von "atmosphärischen Fenstern", die im nahen Infrarot zwischen 1 und 2 m m, im mittleren Infrarot zwischen 3 und 5 m m und im fernen Infrarot zwischen 8 und 14 m m liegen. Diese "Strahlungsfenster", in denen für IR-Strahlung die Atmosphäre nahezu transparent ist, sind essentiell für die Fernerkundung der Erde von Flugzeugen oder Satelliten.

Nach der Entdeckung der thermischen Strahlung der Sonne durch F. W. Herrschel um 1800 und einer reihe von grundlegenden Arbeiten im Laufe des 19. Jahrhunderts gelang es Max Planck im Jahre 1900, den Zusammenhang zwischen der spektralen Verteilung der Wärmestrahlung und der absoluten Temperatur herzuleiten. Das Planck’sche Gesetz gilt jedoch nur für den "Schwarzen Körper" oder "Schwarzer Strahler", d. h. für einen Körper, der die gesamte einfallende Strahlung absorbiert und gemäß dem Kirchhoff’schen Gesetz auch emittiert. Es handelt sich hierbei um eine Idealisierung, von dem alle realen Körper mehr oder weniger stark abweichen, da sie weniger Strahlung emittieren. Ist der Emissionsgrad über alle Wellenlängen konstant, aber kleiner als 1, dann spricht man von einem "Grauen Strahler". Variiert dagegen der Emissionsgrad mit der Wellenlänge, so handelt es sich um "Selektive Strahler". Zu dieser Gruppe gehören die meisten Gase mit ihren durch Molekül-Eigenschwingungen hervorgerufenen charakteristischen Absorptions- und Emissionslinien wie –banden.

Bei der Infrarot-, Temperatur- oder Wärmestrahlung handelt es sich um eine nichtionisierende Strahlung, die im absorbierenden Stoff thermische Effekte hervorruft. IR-Strahlung entsteht durch Schwingungen und Rotation von Atomen oder Molekülen in Materialien, deren Temperaturen über dem absoluten Nullpunkt (O K) liegen. Alle Objekte emittieren IR als Funktion ihrer Temperatur, wobei die Intensität mit der Temperatur ansteigt und die Wellenlänge für die maximale Intensität mit dem Wien’schen Verschiebungsgesetz (1896) zu kürzeren Wellenlängen verschoben ist. Die über alle Wellenlängen integrierte Gesamtstrahlung eines "Schwarzen Körpers" wurde empirisch 1898 von Stefan ermittelt und theoretisch von Boltzmann 1884 bestätigt.

Alle "Klimaexperten" der Erde und auch das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UNEP gehen bei der Berechnung des "Strahlungshaushaltes der Atmosphäre und des Treibhauseffektes" gehen davon aus, dass sich Sonne und Erde "in guter Näherung als schwarzer Körper" ansehen lassen. Sie berechnen eine Strahlungsgleichgewichtstemperatur, stellen ihr eine berechnete Weltmitteltemperatur gegenüber und erklären die Differenz zum "natürlichen Treibhauseffekt". Zur Erklärung wird angefügt: "Diese Differenz von etwa 34°C wird durch den Treibhauseffekt der klimarelevanten Spurengase, des Wasserdampfes und der Wolken bedingt. Die wärmeabsorbierenden Spurengase spielen hier also in grober Näherung die Rolle des Glasfensters eines Treibhauses. Sichtbares Sonnenlicht durchstrahlt das Glas fast ungehindert und wird erst dann durch die Körper im Innern des Treibhauses absorbiert und erwärmt diese dadurch. Die von den erwärmten Körpern im IR-Bereich abgestrahlte Wärme wird vom Glas absorbiert und danach zum Teil nach außen, zum Teil zurück nach innen gestrahlt. Diese Wärmerückstrahlung führt zu einer gegenüber außen erhöhten Innentemperatur des Treibhauses"

Diese Behauptung widerspricht jedweder Naturerfahrung, insbesondere dem von Isaac Newton formulierten "Abkühlungsgesetz". Es lautet: "Die Abkühlungsgeschwindigkeit eines Körpers ist näherungsweise proportional zur Differenz der Temperaturen von Körper und Umgebung." Ist die Temperatur der strahlenden Erdoberfläche höher als die der Atmosphäre mit der vertikalen Dichte-, Druck- und Temperaturannahme, dann ist eine Erwärmung über einen "Treibhauseffekt" von vornherein auszuschließen. Dies bestätigt expressis verbis auch die Enquete-Kommission: "Da die Atmosphäre kälter ist als die Erdoberfläche, ist die Wärmestrahlung der Atmosphäre, die die Erdoberfläche erreicht, entsprechend geringer." Die Enquete-Kommission wird sogar noch präziser: "Die Gase in der Atmosphäre absorbieren die IR-Strahlung der Erdoberfläche in den meisten Spektralbereichen stark, in eineigen dagegen nur geringfügig, wie etwa im Spektralbereich 7 bis 13 m m. In diesem Bereich stammt der größte Teil der IR-Strahlung von der Erdoberfläche. Er wird als "offenes atmosphärisches Strahlungsfenster" bezeichnet, da hier am wenigsten Wasserdampf- und Kohlendioxidabsorption stattfindet. 70 bis 90 Prozent der Abstrahlung von der Erdoberfläche und von den Wolken gelangen hier direkt in den Weltraum."

Was speziell die Rolle des Kohlendioxids betrifft, das bei jeglicher Atmung wie auch allen Verbrennungsprozessen von fossilen Energieträgern wie Holz, Kohle, Erdöl und Erdgas freigesetzt wird, so schreibt die Enquete-Kommission: "Der Treibhauseffekt durch CO2 wird im wesentlichen durch seine Absorptionsbande bei 15 m m bewerkstelligt." Diese Meinung vertritt auch Kondratyev:

"The band near 15 m is the only practically important absorption band." Er listet auch alle anderen Absorptions- und damit Emissionslinien des CO2 auf: "To the main frequencies correspond two intensive absorption bands near 4.3 and 14.7 m . Besides these main bands, CO2 absorption bands, centered at 1.4, 1.6, 2.0, 2.7, 4.3, 4.8, 5.2, 5.4, 10.4 m , are also found."

Dieses Wissen um die den CO2-Molekülen charakteristischen Absorptionslinien findet sich in allen klassischen Lehrbüchern der Meteorologie:

"The radiation from the earth is approximately black-body radiation whose intensity is given by s T4, where T is the temperature of the emitting surface. The long-wave radiation from trhe cloudless atmosphere is always less than the black-body radiation corresponding to the temperature of the surface air."

Sie bestätigen auch die Existenz des "Strahlungsfensters" im fernen Infrarot:

"Complete transparency is in aq certain region of intermediate wave lengths, say from 7 m to 14 m . The part of the black-body radiation which is situated within this spectral region will be called T-radiation."

Die Kenntnis der Absorptions- wie Emissionslinien der "Treibhausgase" wie das Wissen um die "offenen atmosphärischen Strahlungsfenster" verbieten bei logischer Betrachtung die Behauptung, die Erde sei ein "Treibhaus" und es gäbe einen "natürlichen Treibhauseffekt" von etwa 33°C, denn "dieser Treibhauseffekt macht erst das Leben auf der Erde möglich, denn ohne ihn wäre die Erde weitgehend vereist". Diese Behauptung ist um so erstaunlicher, da der Enquete-Bericht sogar annäherungsweise die Breite des "offenen Strahlungsfensters" angibt. Sie schreibt: "Die energetisch wichtigsten Fensterbereiche sind das offene atmosphärische Wasserdampffenster (7 bis 13 m m), in dem die IR-Ausstrahlung der Erdoberfläche zumindest für Temperaturen zwischen –20°C und +50°C am größten ist, und der Spektralbereich 13 bis 18 m m, in dem Wasserdampf IR-Strahlung noch nicht vollständig absorbiert."

Die Existenz des offenen Strahlungsfensters zwischen etwa 7 und 13 m m ist eine ebenso unleugbare wie unstrittige Tatsache, die selbst von den "Klimaexperten" nicht infrage gestellt wird. Allerdings lässt sich die Breite des Fensters noch exakter bestimmen und zwar mit Hilfe des Wien’schen Verschiebungsgesetzes. Es besagt, dass mit steigender Temperatur des Körpers das Maximum seiner Energieabstrahlung in Richtung kürzerer Wellenlängen verschoben wird, was eine Farbänderung des Körpers bewirkt. Man benutz das Wien’sche Verschiebungsgesetz daher dazu, um die Temperatur heißer Körper wie Öfen oder Sterne dadurch zu bestimmen, dass man die Wellenlänge bestimmt, bei der die Strahlungsintensität ihr Maximum hat. Das Wien’sche Verschiebungsgesetz hat die Form

l max T = const. (2896 m m Grad)

Bei einer Temperatur von 15°C oder 288 K ist l max = 10 m m. Temperatur und Wellenlänge sind also exakt einander zuzuordnen. Nimmt man die Wellenlängen für die Breite des Fensters wie die Enquete-Kommission von 7 und 13 m m als l max, dann ergibt das Temperaturen von etwa 414 K und 223 K. Das "Fenster" ist also offen für einen Temperaturbereich zwischen –50°C und +141°C. Damit kann praktisch die gesamte Wärmestrahlung der Erde ungehindert in den Weltraum entweichen. Der Vergleich der Atmosphäre mit einer "Glasscheibe" und der bildhafte Erde mit einem "Treibhaus" oder Gewächshaus sind unstatthaft. Dies auch deswegen, weil man mit der Konstruktion eines Gewächshauses einen geschlossenen Raum schaffen will, denn man künstlich beheizen und klimatisieren kann, insbesondere im Winter. Hauptzweck des Gewächshauses ist zu verhindern, dass die drinnen ob über Sonnen- und/oder Bodenheizung erwärmte Luft infolge ihres thermischen Auftriebs durch das Glasdach entweicht oder horizontal vom Winde verweht wird.

Dies lässt sich auch optisch überzeugend darstellen, indem man die Kurven der Schwarzkörperstrahlung für verschiedene Temperaturen aufzeichnet und für CO2 die den "Treibhauseffekt" verursachen sollende Absorptionsbande bei 15 m m einzeichnet. (Abb. 1) Die spektrale Transmission der Atmosphäre durch die Strahlungsfenster wird in Abb. 2 gezeigt.

Eine "Strahlungsbilanz" lässt sich zwischen Sonne und Erde nicht berechnen, da es sich um zwei extrem unterschiedlich temperierte und zudem völlig autonom ins Weltall strahlende Körper handelt, die einzig durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind. Während die Temperatur- oder Wärmestrahlung der Erde ein ausschließlich von ihrer Oberflächentemperatur abhängender immerwährender Prozess ist, beschränkt sich die Einstrahlung der Sonne auf die jeweilige jahresperiodisch wechselnde Tageslänge. Sie hängt auch in Hohem Maße von Grad, Dichte und Höhe der Bewölkung ab. Nur während der Tagesstunden wird der ausgehende Energiestrom der Erde durch ein Mehr an Sonnenenergie überboten. Unterbleibt dieser nur für wenige Minuten wie anlässlich der Sonnenfinsternis am 11. August 1999, so zeigt sich nahezu unmittelbar ein Rückgang der bodennahen Temperatur, durch die Ausstrahlung. Der ewige Energieverlust im fernen Infrarot über das "Fenster" 7 bis 13 m m wird nur am Tage unterbunden durch hochwertige solare Strahlung im sichtbaren Spektrum (0,4 – 0,7 m m) und dem nahen Infrarot bis 3 m m. Diese unterschiedlichen Energieströme bewirken die Erwärmung und Abkühlung des Erdbodens und damit den Tagesgang der bodennahen Lufttemperaturen. Ein Diagramm anhand einer Periode klarer Strahlungstage (Abb. 3) möge dies illustrieren. Ein direkter Vergleich der Strahlungsströme von Sonne und Erde ist allein auch deswegen unstatthaft, weil die Intensitäten um den Faktor 106 verschieden sind.

Fazit: "Es gibt keine Rechnungen, die erlauben, eine mittlere Oberflächentemperatur eines Himmelskörpers zu bestimmen, ob mit oder ohne Atmosphäre, ob mit oder ohne Rotation, ob mit oder ohne infrarotes Licht absorbierende Gase. Die regelmäßig erwähnten 33 Grad Temperaturdifferenz beim fiktiven Treibhauseffekt der Atmosphäre sind deshalb eine reine Fiktion." Das erklärt, warum sich Max Planck, Albert Einstein, Wilhelm Wien, Niels Bohr, Arnold Sommerfeld, Werner Heisenberg etc. nie mit der "Eiszeithypothese" des Svante Arhennius von 1896 auseinandergesetzt haben.

Oppenheim, dem 25. Oktober 2002 Dipl.-Met. Dr. Wolfgang Thüne

Was ist CO2 und welche Bedeutung hat es im Naturhaushalt ?

Folgt man der Klimaexperten- und Medienmeinung, dann ist das Kohlendioxyd (CO2) ein geradezu mörderisches Gas. Mal wird es gezielt als "klimakillend", mal pauschal als "umweltschädlich" bezeichnet; aber immer wird ihm unterstellt, es würde die "Erderwärmung" beschleunigen" und eine globale "Klimakatastrophe" verursachen.

Zunächst zum Pauschalvorwurf "umweltschädlich": CO2 besteht aus zwei Sauerstoff- und einem Kohlenstoffatom und ist unverzichtbar für alles Leben auf der Erde. Vor allem ist es Grundnahrungsmittel für alle "grünen" Pflanzen, auch "Primärproduzenten" genannt, weil sie am Anfang jeder Nahrungskette stehen. Einzig die "grünen" Pflanzen sind in der Lage, Sonnenenergie aufzunehmen, in "Biomasse" zu speichern und dabei den lebensnotwendigen Sauerstoff zu produzieren. Zum Aufbau von einem Mol Traubenzucker aus CO2 und H2O sind 2875 kJ Sonnenenergie erforderlich. Der CO2-Gehalt der Luft beträgt nur "noch" etwa 0,035%, so dass ein jeder mehr dem Pflanzenwachstum zugute kommt. CO2 ist ein natürlicher "Dünger" und kein "Umweltgift"!

Die elementare Bedeutung des CO2 für den Naturhaushalt wird offenkundig in dem Satz: "Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!" Natürlich, denn alle Lebensvorgänge benötigen Energie und die kommt von der Sonne. Nur die grüne Pflanze besitzt die Fähigkeit, aus Kohlendioxyd und Wasser mit Sonnenenergie Kohlenhydrate aufzubauen und dabei Sauerstoff auszuscheiden. Wer CO2 aus der Atmosphäre eliminieren und unterirdisch sequestrieren will, der entzieht dem oberirdischen Leben dringend notwendige Grundnahrung.

Nun zu dem Vorwurf, CO2 sei "klimaschädlich": Dieser Vorwurf ist deswegen abwegig und unhaltbar, weil es gar kein "Klima" gibt. Auch der Mensch kann kein "Klimakiller" sein! "Klima" ist eine vom Menschen erfundene gedankliche Hilfskonstruktion, die das "mittlere Wettergeschehen" der Vergangenheit an einem Ort über eine 30-jährige Periode "beschreiben" soll. Als Naturvorgang, den man körperlich erfahren und physikalisch messen kann, gibt es "Klima" nicht. Die Natur kennt und beschert nur Wetter, nichts als Wetter. Mag sich auch der Mensch im Geiste zum Schützer seines rechnerischen Konstruktes "Klima" aufschwingen, als Kreatur ist er von Natur aus dazu verdammt, vor dem Wetter Schutz zu suchen. "Klima" ist Statistik und ein statistischer Wert ein "toter" Wert", der weder eines Schutzes bedarf noch "Katastrophen" auslösen kann, schon gar keine "Wetterkatastrophen".

In welcher Beziehung steht der CO2-Gehalt der Luft zur Lufttemperatur?

Wann und wo auch immer "Adam & Eva" anzusiedeln sind, sie lebten unter freiem Himmel in direktem Kontakt mit dem Wetter. Solange sie in den feuchtwarmen Tropen mit einem schwach ausgeprägten täglichen wie jährlichen Temperaturgang auf hohem Niveau lebten, war für sie die "Lufttemperatur" von geringer Bedeutung. Doch mit dem Fortzug aus dem "Paradies" und der Besiedlung der gesamten irdischen Ökumene sank die Behaglichkeit, wurde die Diskrepanz zwischen Luft- und Körpertemperatur immer größer. Sowohl zum Schutz vor übermäßiger Hitze als auch Kälte ersann der Mensch die Kleidung, die er der Umgebungstemperatur anzupassen wusste.

Ohne die Temperatur messen zu können und auch ohne zu wissen, was Luft überhaupt ist, lernte der Mensch, dass 1. die Temperatur einen Tagesgang hatte, indem es morgens am kältesten und nachmittags am wärmsten war, dass sie 2. auch einen Jahresverlauf mit den höchsten Werten im Sommer und den tiefsten im Winter hatte und 3. auch stark mit der Windrichtung schwankte. Die Unterlage und die Jahreszeit bestimmen den "Charakter" einer Luftmasse. Während sich über den Kontinenten im Winter die Luft extrem abkühlt und im Sommer stark erhitzt, sind über den Ozeanen die Temperaturschwankungen nicht sonderlich groß. Das Leben in den strahlungsreichen Subtropen lehrte den Menschen zweierlei: Die Energiequelle von "Licht und Wärme" ist die Sonne und die Erde selbst gibt auch dauerhaft "Wärme" ab. Nur als Bilanz zwischen Ein- und Ausstrahlung mit der Erdoberfläche als "Umsatzfläche" kann der jahreszeitlich unterschiedliche Tagesgang der Lufttemperatur erklärt werden.

Nachdem die "Kohlensäure" entdeckt, als Grundnahrungsmittel für die grünen Pflanzen erkannt und CO2 schließlich wie schon die Lufttemperatur gemessen werden konnte, da erkannte man, was auch logisch zwingend ist, dass der Tagesgang beider Messwerte nichts miteinander zu tun hatten. Man stellte fest, dass die Bodentemperatur immer der Lufttemperatur vorauseilte und zwar sowohl nach Sonnenaufgang in der Erwärmungs- als auch zum Abend hin in der Abkühlungsphase. Sodann stellte man fest, dass der tages- und auch der Jahresgang des CO2-Gehalts völlig gegenläufig verlief, eine "kausale" Verbindung nicht existierte. Zwar hängen beide Messwerte von der Sonne ab, doch die Photosynthese ist ein biologischer Prozess. Die "chemische Fabrik" Pflanze bedarf des "Lichts" und beginnt mit Sonnenaufgang zu arbeiten, indem sie der Luft CO2 entzieht und "Biomasse" aufbaut. Die Produktion steigert sich mit zunehmendem Licht, lässt am Nachmittag nach, um während der Nacht ganz zu ruhen. Derweil produzieren die Bodenorganismen fleißig CO2, damit die Pflanzen am Morgen frische Assimilationsmasse haben. CO2 ist ein und ein halb mal so schwer wie die Luft, um am Boden in Reichweite der Pflanzen zu bleiben.

Während also bei Sonnenaufgang immer ein Minimum der Temperatur zu verzeichnen ist, hat der CO2-Gehalt ein Maximum. Am späteren Nachmittag kehren sich die Verhältnisse um, dann beginnt bereits die Temperatur zu sinken bei wieder ansteigendem Kohlendioxydwerten. Im Jahresverlauf sind die Verhältnisse noch krasser, wenn im Herbst die Laubverfärbung beginnt, die Bäume die Blätter abwerfen und "Vegetationsruhe" einsetzt. Mit Beginn der winterlichen Heizperiode sinken die Temperaturen und steigen die CO2-Werte. Obgleich beide Werte ursächlich von der Sonne wie der Erdrotation mitsamt der "Schiefe der Ekliptik", dem Neigungswinkel der Sonnenstrahlen zur Energie absorbierenden Erdoberfläche, abhängen, haben sie selbst nichts miteinander zu tun. Im Frühjahr, wenn sich die ersten Knospen zeigen, die Bäume "ausschlagen" und die Natur ergrünt, dann kehren sich die Verhältnisse um. Dann sinkt über der Nordhemisphäre wieder der CO2-Gehalt der Luft, während die Temperaturen mit zunehmendem Sonnenstand ansteigen, rascher über den Kontinenten oder Landmassen und langsamer über den Ozeanen oder Wasserflächen.

Fazit: Die gemessenen Lufttemperaturen und CO2-Gehalte stehen in keinerlei direkter Beziehung zueinander!

Kann CO2 eine "Klimakatastrophe" verursachen ?

"Klima" ist ein Allerweltswort, das in unzähligen Begriffskombinationen vorkommt. Das Wort "Klima" entspringt nicht dem deutschen Sprachgebrauch, sondern kommt aus dem Griechischen und leitet sich her von dem Verb "klinein", das "neigen" bedeutet. Als "Neigung" ist das ganze Leben ein ewiger "Kampf" um "Zuneigung", um ein möglichst gutes persönliches "Klima". Auch Kollektive sind immerwährend bemüht, das gesellschaftliche und politische "Klima" möglichst spannungsfrei zu gestalten. Dazu gehören ein gutes Arbeits- und Arbeitsmarktklima, ein gutes Beschäftigungs- und Börsenklima, ein gutes Konsum- und damit Wirtschaftsklima.

Das wichtigste "Klima" hat jedoch die Natur vorgegeben, indem sie der Erde nicht die Gestalt einer "Scheibe", sondern die einer rotierenden "Kugel" gab, die sich täglich um die eigene Achse und jährlich in einer Ellipse um die Sonne dreht. Jeder Punkt der Erde ändert damit im Tages- wie um Jahresverlauf unentwegt seinen Neigungs-(Klima)winkel zu den einfallenden Sonnenstrahlen. Mit dem Winkel ändert sich auch von Breiten- zu Breitengrad die Größe der bestrahlten Erdfläche, wie man anhand des jahreszeitlich wechselnden Schattenwurfs sehen kann. Je schräger der Einfallswinkel ist, desto größer ist die zu erwärmende Fläche. Die Kugelform der Erde bedingt einen hohen Energieeintrag am Äquator und einen geringen an den Polen. Diese Temperaturunterschiede erzeugen Luftdruckunterschiede und setzen die globale Luftzirkulation in Gang.

Die Klima-(Neigungs)vielfalt auf der Erde ist zusammen mit deren Rotation Ursache für die Mannigfaltigkeit des irdischen Wetters. Nachdem der Mensch die diversen meteorologischen Messinstrumente erfunden und systematische Messungen begonnen hatte, stand er vor der Aufgabe, was er mit dem in vielen Jahrzehnten angehäuften "Zahlenwust" anfangen sollte. Im Jahre 1780 wurden die "Mannheimer Stunden" festgelegt als Grundlage für die Berechnung der Tagesmitteltemperatur. Sie ist ein abstrakter Wert, der anhand der Beobachtungen um 7, 14 und 21 Uhr (Schweiz 7, 13, 19 Uhr) berechnet wird. Der Abstraktionsgrad erhöht sich "exponentiell", wenn man eine Monatsmittel oder Jahresmitteltemperatur berechnet und dann noch ein über die Fläche eine "Mitteltemperatur" für Deutschland konstruiert.

Einen "Klimawert" erhält man erst dann, so im Jahre 1935 die Weltorganisation für Meteorologie, wenn man an einem Ort über 30 Jahre hinweg das Wetter beobachtet, statistisch bearbeitet und Mittelwerte errechnet. Damals wurde die Zeitspanne zischen 1901 und 1930 zur "Klimanormalperiode" erkoren, zu dem Maßstab, an dem der Mensch das Wetter "misst" und "beurteilt". "Klima" erwächst aus der Wetterstatistik, ist Statistik! "Klima" ist sozusagen bis zur Unkenntlichkeit komprimierte Wettervergangenheit. Diese geht total verloren, wenn man die Mittelbildung über die ganze Erdoberfläche erstreckt und eine "Globaltemperatur" errechnet, die dann für keinen Punkt der Erde repräsentativ ist. "Klima" ist eine "Synthese des Wetters". Eine "Globaltemperatur" generiert kein "Globalklima", hebt die tatsächliche Vielfalt der Klimate dieser Erde nicht auf! Das anthropogen geschundene "Klima" gibt auch dem Wetter keinen Befehl, die Rolle des Richters zu übernehmen und den Menschen für seine "Klimasünden" zu bestrafen.

Das Wetter kennt keine menschlichen Gefühle und agiert völlig autonom, wenn es uns Menschen auch bisweilen chaotisch vorkommt. Es unterliegt wie alles Geschehen auch dem "Zeitpfeil", dem ewigen ‚tempus fugit’, und kann daher nicht rückgängig oder ungeschehen gemacht werden. Ein aufgrund des Wetters einmal errechneter "Klimawert" ist ein historischer Wert. Er ist für alle Zukunft unabänderlich und bedarf keines wie auch immer gearteten politischen Schutzes. Das Versprechen "Klimaschutz" ist ein nichtssagendes Nullversprechen, für das "Ökosteuern" einzuziehen unsittlich und verwerflich ist. Die Staatenwelt sollte sich auf ihre ureigensten Aufgaben konzentrieren und das "Gemeinwohl" stärken. Jeder Staat sollte in seinem Hoheitsgebiet jeweils solche Neigungs(Klima)-Verhältnisse schaffen, die ein nachhaltig optimales Konsumklima und damit Wirtschaftsklima allgemeiner Prosperität begünstigen.

Warum friert die Erde und erfriert dennoch nicht ?

Nach einhelliger Meinung der "Klimaexperten" wäre die Erde trotz der immensen Energie von der Sonne ein toter eiskalter Planet mit einer Mitteltemperatur von –18°C. Erst die Existenz der "Treibhausgase" mache sie bewohnbar. Diese würden die "Globaltemperatur" um 33°C auf +15°C anheben und so erst pflanzliches, tierisches und menschliches Leben ermöglichen.

Diese wissenschaftliche Aussage steht in völligem Gegensatz zu der Naturerfahrung, dass es automatisch kühl wird, wenn die Sonne verdunkelt wird. Dieses uralte Erfahrungswissen der Menschheit hat Sir Isaac Newton zu der physikalischen Erkenntnis verdichtet, dass sich jeder Körper in einer kälteren Umgebung zwangsläufig abkühlt. Auch die Erde macht von diesem "Newton’schen Abkühlungsgesetz" keine Ausnahme. Sie wäre nicht lebensfähig und hätte sich längst auf die "Weltraumtemperatur" von –270°C (3 Kelvin) abgekühlt, wenn es nicht den Befehl gegeben hätte "Es werde Licht!", der dieses Erfrieren verhindert.

Wie jeder andere feste und flüssige Körper, sei er tot oder lebendig, hat auch die Erde eine "Temperatur". Sie hat gemäß der Formel E = m c2 von Albert Einstein einen Energievorrat. Die Temperatur eines Körpers ist ein Maß für die Bewegungsenergie der einen Körper zusammensetzenden atomaren Bausteine. Aufgrund des elektrischen "Wesens" der Atome sendet jeder Körper demzufolge eine elektromagnetische Strahlung aus. Sie hat sowohl Wellen- als auch Teilchencharakter, breitet sich gradlinig in alle Raumrichtungen mit Lichtgeschwindigkeit aus und bedarf keines Transportmediums wie die Schallwellen. Alle Körper am "Himmel wie auf Erden" strahlen sich gegenseitig permanent Energie zu. Die Intensität ist abhängig von der absoluten Temperatur und steigt mit deren 4. Potenz. Körper mit höherer Temperatur geben mehr Energie ab als sie empfangen und kühlen ab, die mit niedriger Temperatur empfangen mehr als sie geben und werden erwärmt. In einem Zimmer wird der Kaffee kalt, während das Eis schmilzt.

Die Erde wäre längst total "erfroren", wenn es die Heizquelle Sonne nicht gäbe. Von der Sonne erhält nicht nur alles Leben seine Energie, sie allein treibt auch die gigantische globale Wettermaschinerie an. Durch ihre Eigenrotation und die elliptische Umlaufbahn um die Sonne bei geneigter Erdachse wird die Sonnenenergie möglichst "gleichmäßig" über die Erdkugel verteilt. Die Sonnenenergie gleicht den ewigen Wärmeverlust der Erde aus. Scheint die Sonne längere Zeit nicht, wie an den Polkappen, so unterkühlt sehr rasch die Erde und "vereist". Kein "Treibhauseffekt" verhindert, dass die Temperaturen auf –40, -50, ja –70°C in den dunklen arktischen Wintern absinken. Wie die Sonnenfinsternis am 11. August 1999 zeigte, genügen bereits zwei Minuten "Schatten", um die Lufttemperatur um mehrere Grad absinken zu lassen. Die Wärme- oder Infrarotstrahlung der Erde ist nämlich ein immerwährender Vorgang, während die solare Energiezufuhr auf die Tagesstunden beschränkt ist. In der Natur werden Ist-Bilanzen zwischen "Input und Output" gezogen und keine Jahresbilanzen.

Das Wetter reagiert sofort, auf jede kleinste Änderung. Dies macht sein Verhalten so schier chaotisch und, schlimmer noch, unberechenbar. Wird im Laufe des Nachmittags die Ausstrahlung größer als die Einstrahlung, die Differenz negativ, dann sinkt sofort die Oberflächentemperatur und mit ihr die Lufttemperatur. Dies geht unaufhaltsam weiter, bis zum Sonnenaufgang. Dann kehren sich die Bilanzverhältnisse um, Erdoberfläche und Luft erwärmen sich wieder. Und damit die Luft in Bodennähe nicht unerträglich heiß wird, steigt die erwärmte Luft automatisch auf und wird durch kühlere Luft aus der Höhe ersetzt. Diesen Vorgang nennt man turbulente Durchmischung oder Thermik. Sichtbarer Ausdruck solcher aufsteigender Warmluftblasen sind die Haufenwolken am Himmel.

Es ist einzig und allein die Sonne, die ein Erfrieren der Erde verhindert. Auch das Wetter hängt zu 100 % von der Sonnenenergie ab. Da das "Klima" statistisch vom Wetter abgeleitet ist und das "mittlere Wettergeschehen" das jeweilige "Klima" an einem Ort bestimmt, hängt auch dieses zu 100 % von der Sonne ab. Würde man für etwa 7 Tage die Sonne "abschalten", dann bliebe die Wettermaschinerie wegen Energiemangels "stehen". Wetter und "Klima" gingen in einen "Gleichgewichtszustand" über!

Literatur
  1. Alonso, M.; Finn, E. J.: Quantenphysik, Bonn 1988, S. 5
  2. Breuckmann, B.: Bildverarbeitung und optische meßtechnik in der industriellen Praxis, München 1993, S. 5
  3. Kössler, F.: Umweltbiophysik, Berlin 1984, S. 219
  4. McAdams, W. H.: Heat Transmission, New York 1954, S. 4
  5. Deutscher Bundestag, Drs. 11/3246 v. 02. 11. 1988, S. 186 (Erster Zwischenbericht der Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre)
  6. Deutscher Bundestag, ebd., S. 187 bzw. 20
  7. Tipler, P. A.: Physik, Heidelberg 1994, S. 553
  8. Deutscher Bundestag, ebd., S. 187
  9. Deutscher Bundestag, ebd., S. 188
  10. Deutscher Bundestag, ebd., S. 190
  11. Kondratyev, K. Ya.: Radiation in the Atmosphere, New York 1969, S. 125
  12. Godske, C. L.; Bergeron, T.; Bjerknes, J.; Bundgaard, R. C.: Dynamic Meteorology and Weather Forecasting, Washington 1957, S. 91
  13. Godske u. a.: ebd., S. 92
  14. Deutscher Bundestag, ebd., S. 189
  15. Deutscher Bundestag, ebd., S. 190. Die Absorptionsbanden von CH4 liegen bei 3 mm und bei 8 mm am Rande des offenen atmosphärischen Fensters , die des N2O bei 4 mm und ebenfalls bei 8 mm... (S. 191)
  16. Neuert, H.: Physik für Naturwissenschaftler II, Mannheim 1991, S. 182
  17. Meteorologische Zeitschrift Vol. 10, 2001, no. 3. In dieser Spezialausgabe werden die Messergebnisse der BAYSOFI-Kampagne vorgestellt.
  18. Gerlich, G.: Die physikalischen Grundlagen der Treibhauseffekte und fiktiver Treibhauseffekte, in: Euro-päische Akademie für Umweltfragen e. V.: Treibhaus-Kontroverse und Ozon-Problem, Tübingen 1996, S. 134

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Thermodynamik und idealisierte Systeme

Ich möchte empfehlen, sich einmal das Springer Lehrbuch von Hans Dieter Baehr "Thermodynamik Grundlagen und technische Anwendungen", 11. Auflage, Berlin 2002 vorzunehmen und wirklich zu studieren.

Wir alle wissen, das die Erde ein zum Weltraum "offenes System" ist ! Was schreibt Baehr zum Begriff "System und Systemgrenzen"?

S. 11: Eine thermodynamische Untersuchung beginnt damit, dass man den bereich im Raum abgrenzt, auf den sich die Untersuchung beziehen soll... Das System wird von seiner Umgebung durch materielle oder gedachte Begrenzungsflächen, die Systemgrenzen, getrennt ;... Den Systemgrenzen ordnet man häufig idealisierte Eigenschaften zu, insbesondere hinsichtlich ihrer Durchlässigkeit für Materie und Energie."

Solch eine phantasiebewehrte Systemgrenze ist die "Spiegelschicht" oder "Reemissionsschicht" mit der sog. "Gegenstrahlung", obgleich jeder weiß, dass es im IR drei offene "Strahlungsfenster" gibt.

W f W - Werkstatt für Wetterkunde PM 02/03
Dr. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met. 55276 Oppenheim, dem 24. 01. 2003
Bädergasse 67
wolfgang@thuene.com

Deutsche Klimawissenschaftler sind Weltspitze
(wie man Klimakatastrophen wissenschaftlich herbeiredet,
journalistisch vermarktet und politisch ausnutzt - M.B.)

Die Medien sind das Medium, das Öffentlichkeit und „Superstars“ erzeugt, auch auf wissenschaftlichem Gebiet. Dieses Schicksal widerfuhr nun auch Mohib Latif. Mehr als 10 Jahre war er als Pressesprecher des Max-Planck-Institutes für Meteorologie in Hamburg eine ebenso medienwirksame wie gefragte Klima-Kassandra. Es gab keine Wetterkapriole, die er nicht im Sinne der drohenden „Klimakatastrophe“ uminterpretierte. Nun hat er den Ab- und Hochsprung geschafft auf den Stuhl eines Professors für Meteorologie an der Universität Kiel.

Mohib Latif geht den umgekehrten Weg wie sein großer Mentor Hartmut Graßl, der sich selbst als „Forscher, Priester und Politiker“ bezeichnet. Graßl’s Karriereweg führte von München über Mainz und Kiel, wo auch ihm die Professorenwürde verliehen wurde, nach Hamburg zum Max-Planck-Institut. Einige Jahre koordinierte er von Genf aus das Klimaprogramm der Vereinten Nationen und sorgte maßgeblich dafür, dass in dem internationalen Schiedsgericht IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) die Doktrin vom „Treibhauseffekt“ stets Konsens- und damit Mehrheitsmeinung blieb.

Welche Tugenden haben ausgerechnet Wissenschaftler aus Deutschland, zu ihnen zählt auch der erste Direktor des Max-Planck-Institutes Klaus Hasselmann, um so an die Weltspitze katapultiert zu werden? Ist es unsere alles überragende Logik, ist es schlicht unbändiger Fleiß, der bis zur Besessenheit ausarten kann? Oder ist es vielmehr unser Hang zum Perfektionismus bei der Verfolgung eines Ziels? Man sagt, dass wir Deutschen die geistigen Schöpfer des „Idealismus“ seien. Hätte wir uns einmal in eine „Ideologie“ verliebt und verbissen, dann würden wir sie nicht mehr loslassen. In der Sage kennen wir dies als „Nibelungentreue“.

Bevor die „Klimaexperten“ wie Hasselmann, Graßl oder Latif die öffentliche Bühne betraten, hatten Physiker, allen voran die Professoren Fricke aus Würzburg und Heinloth aus Bonn, am 22. Januar 1986 die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ ausgesprochen. Zuerst reagierte das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und dann die deutsche Politik, indem sie 1987 auf nationaler Ebene aufgrund öffentlichen Mediendrucks die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ ins Leben rief. Die internationale Staatengemeinschaft folgte 1988 und installierte über die Vereinten Nationen das Schiedsgericht IPCC. Völlig zu recht konnte sich Bundeskanzler Helmut Kohl bei der ersten internationalen „Klimakonferenz“ der UN im Jahre 1992 im brasilianischen Rio de Janeiro als „Vorreiter“ in Sachen Klimaforschung und Klimaschutz feiern lassen.

Seit dieser Zeit findet ein regelrechter Klimatourismus statt; eine Klimakonferenz jagt die andere. Zum 10-jährigen „Gipfel“ traf sich die politische Klimaelite Ende August 2002 im südafrikanischen Johannesburg. Während die Politik mühsam und verkrampft versucht, das „Globalklima“ vor dem Kollaps zu retten, tritt die Klimawissenschaft seit Jahrzehnten auf der Stelle. Mit jedem neuen Großrechner werden die alten Vorurteile neu bestätigt, wird für die nächsten 100 Jahre ein Anstieg der Globaltemperatur von 3 bis 6 Grad Celsius vorhergesagt. Doch diese Zahlen sind Schall und Rauch.

Die ganze Klimadiskussion ist in Wahrheit ein wissenschaftlicher Seiltanz ohne Netz und doppelten Boden. Man spekuliert wild über etwas, was es in Natur gar nicht gibt. Der Unterschied zwischen Wetter und „Klima“ liegt einfach darin, dass das Wetter sich wirklich abspielt, ein Naturvorgang ist, während das „Klima“ bei Kerzenlicht im stillen Kämmerlein entsteht, errechnet wird. Wenn ein Wetterbeobachter seine Pflicht erfüllt und morgens um 7 Uhr, mittags um 14 Uhr und abends um 21 Uhr das Thermometer abgelesen hat, dann kann er sich nächstens dranmachen, die Tagesmitteltemperatur zu berechnen. Er erhält so eine statische Größe, eine virtuelle Temperatur, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Jeder „Klimawert“, ob er in New York, Rio oder Tokio gebildet wird, setzt Wetter voraus und ergibt sich aus dem Wetter. Die unendliche Fülle an täglichem Wetter bestimmt das langjährige „mittlere Wettergeschehen“ und damit das jeweilige „Klima“. Solange der Mensch nicht das Wetter manipulieren und nach seinen Wünschen gestalten kann, solange kann er auch nicht das „Klima“ beeinflussen oder schützen. Zum Glück entzieht sich das Wetter dem menschlichen Machbarkeitswahn, denn als Waffe hätte dies verheerende Folgen. Wo auch immer auf der Welt, der Mensch muss sich vor dem Wetter schützen. Ohne Wetterschutz, ohne Schutz vor Sonne, Wind, Regen, Hitze oder Kälte könnte er nirgends leben. Wer sich vor dem täglichen Wetter schützen muss, muss sich auch vor dem langjährigen Wettergeschehen, abgekürzt „Klima“, schützen.

Es gehört schon ein hohes Maß an demagogischen Fähigkeiten dazu, den Begriff „Klimaschutz“ in seiner ursprünglichen Bedeutung „Schutz vor dem Klima“ umzudeuten und daraus „Schutz des Klimas“ zu machen. Dieser wissenschaftliche Trick konnte erst gelingen, nachdem man geschickt die elementaren Wesensunterschiede zwischen Wetter und „Klima“ verwischt und alltägliche Wetterkatastrophen emotional mit dem Begriff „Klimakatastrophe“ gleichgesetzt hatte. Jede Wetterkapriole konnte somit publizistisch als Vorbote wie „Beweis“ der drohenden „Klimakatastrophe“ herangezogen und vermarktet werden. Man nutzte das unbändige Wetter, um uns „Klimaängste“ einzureden und damit den „Klimaschutz“ zu einer weltpolitisch unverzichtbaren Aufgabe zu machen. Wenn dann die politisch-publizistische Agitation dazu führte, dass die breite Masse sich als „Klimakiller“ fühlte, dann konnte man den nächsten Schritt tun und von Staats wegen ein Bußgeld einführen. Dieses Bußgeld heißt „Ökosteuern“!

Zu deren Eintreibung wurde eigens ein Ökosteuergesetz geschaffen und am 1. April 1999 vom Deutschen Bundestag in kraft gesetzt. Ein wichtiger Bestandteil war die stufenweise Erhöhung der Mineralölsteuern. Die Hauptlast des „Klimaschutzes“ wurde damit den Autofahrern aufgebürdet. Sie allein fahren sprichwörtlich jährlich 18 Milliarden Euro für die Staatskasse ein. Es ist eine gigantische Umverteilung nach dem Motto: Kohle gegen Klimaschutz! Für 18 Milliarden Euro könnten 90 000 Mittelklassewagen zu 20 000 Euro gekauft werden. Dieser staatlich eingeführte Ablasshandel trifft natürlich am stärksten die sozial schwächsten Familien.

Es wird allerhöchste Zeit, dass wir uns nicht mehr von „Klimaexperten“ Gefahren einreden und Schuld aufbürden lassen. Allein der gesunde Menschenverstand genügt, um die „Klimakatastrophe“ als das zu entlarven, was sie ist: ein betrügerisches Lügenmärchen. Doch nicht allein um die in den unmöglichen „Klimaschutz“ volkswirtschaftlich verplemperten Milliarden ist es schade, viel schlimmer trifft es unseren akademischen Nachwuchs, wenn er solche „Professoren“ vorgesetzt bekommt. Nach der TIMMS-Studie im gymnasialen Bereich wie der PISA-Studie im Grundschulbereich wird es bald eine Akademiker-Studie geben, an der Deutschland das Bildungs-Schlusslicht unter den Industriestaaten spielen darf. Wer sich als Staat solche Professoren leistet, hat sich von der Leistung verabschiedet. Wie soll ein Professor der Meteorologie seinen Studenten Wetterkunde beibringen, wenn er die elementarsten physikalischen Grundregeln völlig negiert, wenn er „Klima“ als physikalischen Vorgang ansieht?

Einem Staat, der Scheinwissenschaften fördert und elementare Grundtatsachen durch seine ideologische Brille nicht mehr wahrnehmen will, bleibt zur Unterhaltung seiner Bürger dann nur noch der mittelmäßige Spaß: „Brot und Spiele“! Es ist an der Zeit, dass der „deutsche Michel“ endlich seine Schlafmütze abzieht und der Realität in die Augen sieht.

Oppenheim, dem 24. Januar 2003 Dr. Wolfgang Thüne (v.i.S.d.P.)

Literatur:
Wolfgang Thüne: Der Treibhaus-Schwindel, Oppenheim 2000
Wolfgang Thüne: Freispruch für CO2!, Wiesbaden 2002

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18.12.2002
Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft, Berlin
mit Buchvorstellung "Freispruch für CO2"

Veranstalter: Axel. E. Fischer, MdB, CDU
Gast: Dr. Wolfgang Thüne

Buchpräsentation "Freispruch für CO2"

Gut verständlich und unterhaltsam präsentierte der ehemalige Wetterfrosch beim ZDF, Dr. Wolfgang Thüne, auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer (Karlsruhe-Land) sein neuestes Buch "Freispruch für CO2" am 18.12.2002 in der Parlamentarischen Gesellschaft beim Deutschen Bundestag in Berlin.

Interessierte Bürger, Journalisten, Abgeordnete, Wissenschaftler, hohe Beamte und Vertreter des Diplomatischen Korps folgten interessiert seinen Ausführungen über die grundlegenden Bestimmungsfaktoren und Zusammenhänge für die Entwicklung des Wetters.

Thüne beschrieb ausführlich und anschaulich den bestimmenden Einfluss der Sonne auf unser Wetter, räumte mit Unschärfen beim Begriff des "Klimas" auf und ging auf die Eigenschaften von Kohlendioxid (CO2) und dessen Bedeutung für das Wetter, das Pflanzenwachstum und den Wärmehaushalt der Atmosphäre ein.

In mehr als zwei Stunden mit anregenden und teilweise sehr heftigen Diskussionen wurde das weit verbreitete Bild des Klimakillers CO2, das von kleinen, mit Forschungsmitteln gut ausgestatteten Wissenschaftskreisen medienwirksam verbreitet wird, heftig erschüttert.

Bericht: Kai Marcus Bickel

W f W - Werkstatt für Wetterkunde
10. 12.2002
Dr. Wolfgang Thüne, 55276 Oppenheim,  Bädergasse 67
Pressemitteilung zur Präsentation des Buches „Freispruch für C02 !"

Veranstalter: Axel E. Fischer, MdB (CDU)
Ort: Parlamentarische Gesellschaft Friedrich-Ebert-Platz 2, 10 117 Berlin
Datum: 18. Dezember 2002 Zeit: 16.00 -18.00 Uhr

Mein Buch „Freispruch für CO2 ist ein Enthüllungs- und Entlastungsversuch zugleich Freigesprochen werden soll nicht nur das Kohlendioxyd von dem Verdacht. "Klimakiller" und „Luftschadstoff" zu sein. Freigesprochen und von Schuld- und Angstgefühlen befreit sollen aber auch wir alle werden. Wir alle sind verurteilt worden, die wir bei allen Verbrennungsprozessen, ob sie in unseren Körpern, in den Heizkraftwerken den Autos oder Flugzeugen ablaufen, das gasförmige Molekül CO2 an die Luft abgeben. .,Klimasünder`' zu sein.

So vehement diese Vorwürfe auch seitens der „Wissenschaft" über eine international vernetzte Gruppe von „Klimaexperten" erhoben werden, sie sind naturwissenschaftlich und auch tatsächlich nicht haltbar. Insofern ist mein Buch auch eine Kampfansage, eine bewusste Provokation. Ich will eine herrschende Lehrmeinung zur offenen Diskussion zwingen, doch sie entzieht sich bisher jedem Dialog durch Schweigen.

Die Luft ist nicht nur zum Atmen von existentieller Bedeutung für den Menschen. Aber auch reinste Luft produziert ein ständiges Ärgernis, das Wetter. Das Wetter ist allgegenwärtig und begleitet uns vom ersten bis zum letzten Atemzug. Das Wetter ist eine Naturgewalt, die der Mensch bisher nicht bändigen konnte und - hoffentlich - nie wird „lenken" und damit in großem Stil manipulieren können. Der Mensch ist dem Wetter ausgesetzt, ja ausgeliefert, wo auch immer er auf dem Erdenrund lebt. Seine kulturelle und zivilisatorische Leistung besteht
darin, sich der Naturgewalt Wetter anzupassen und sich optimal vor ihm zu schützen. Ob vor Sonne, Regen, Hagel, Sturm, Hitze, Kälte, Eis und Schnee, immer muss sich der Mensch vor dem Wetter in Sicherheit bringen. Der Begriff „Wetterschutz" bedeutet „Schutz vor dem Wetter"!

Angesichts dieser grundsätzlichen Faktenlage ist es erstaunlich, dass über die Vereinten Nationen sich die internationale Staatenwelt mit überwältigender Mehrheit hat dazu bewegen lassen, dem „Schutz des Globalklimas" absolute Priorität zukommen zu lassen. Wer das Wetter nicht schützen kann, im Gegenteil. sich vor ihm schützen muss, wie soll der das Meisterstück vollbringen und das „Klima`' schützen?

Der Gedanke an den „Klimaschutz`' verbietet sich allein aus definitorischen Gründen, denn dem „Klima" geht das Wetter voraus. Das Wetter konstituiert ,,Klima". Alle Wetterdienste dieser Erde wie auch die ..Weltorganisation für Meteorologie" (WMO) als UN-Institution definieren das ..Klima" als das ..mittlere Wettergeschehen" an einem Ort über eine bestimmte Zeit. die auf 30 Jahre festgesetzt ist. 30 Jahre lang muss man geduldig und kontinuierlich an einem Ort das Wetter messen und registrieren, bevor man es statistisch zu ..Klima" verdichten kann. "Klima" ist W'etterstatistik Zudem sagt jeder „Klimawert" nur etwas über die Wettervergangenheit aus, ohne irgendeine Auskunft über das Wettergeschehen selbst geben zu können. Eine über 30 Jahre gemessene und dann gemittelte Temperatur sagt nichts aus über den tatsächlichen Temperaturverlauf während dieser 30 Jahre. Da ein „Klimawert" immer nur historischen Charakter hat, erübrigt sich seine Unterschutzstellung!

Wetter und „Klima" sind strikt voneinander zu trennen. Während das Wetter ein tatsächlicher, physikalisch spürbarer und messbarer dynamischer Naturvorgang ist, ist ein „Klimawert" ein statischer Wert, der mittlere Zustände beschreibt. Ein solcher Wert entzieht sich jeglichem Zugriff, jeglicher Beeinflussung, solange nicht der Anfangswert, das Wetter, beeinflusst oder verändert werden kann. Die aus der Meteorologie über Alexander von Humboldt erwachsene Klimatologie ist keine Naturwissenschaft, sondern eine rein beschreibende, deskriptive Wissenschaft im Rahmen der Erdbeschreibung oder Geographie. In diesem Zusammenhang hat die Klimatologie eine nützliche Hilfsfunktion.

Zeichnet man die an möglichst vielen Orten berechneten „Klimawerte" in eine Landkarte und verbindet die Orte gleicher Temperatur, gleichen Luftdrucks, gleichen Niederschlags miteinander, so erhält man Zonen gleichen „mittleren Wetters", die ein buntes Mosaik von „Klimazonen" widerspiegeln. In den Luftdruckkarten des Juli sehen wir über dem Atlantik das „Azorenhoch", in denen des Januar das „Islandtief". Beide Gebilde sind jedoch nur statistische Scheingebilde und keine real existierenden Druckgebilde. Sie mögen zwar die menschliche Phantasie anregen und psychisch in uns wirkmächtig sein, haben aber auf das wirkliche Wetter nicht den geringsten Einfluss. Sie sind sozusagen „Folge" des Wetters und nicht Ursache!

Natürlich kann man im Zuge der „Globalisierung", in Befolgung des ökologischen Imperativs „think global'`, alle errechneten ,,Klimawerte" der Erde in einen Topf werfen und rein arithmetisch einen globalen Mittelwert errechnen. Solch eine „Weltmitteltemperatur" oder „Globaltemperatur" generiert schon gar kein „Globalklima". Dies ist eine pure Fiktion, ein reines Kunstprodukt menschlicher Phantasie! Welchen Aussagewert man auch immer einer Globaltemperatur zumessen mag, sie gibt es nicht und sie ist für keine der meteorologischen Stationen auch nur annähernd repräsentativ. Wenn die Staatengemeinschaft sich aufgrund der Einflüsterungen des internationalen Klimaexpertengremiums IPCC zu dem utopischen Vorhaben ,,Schutz des Globalklimas" hat überreden und überzeugen lassen, dann sollte sich sie dessen bewusst sein, dass dies ein rein utopisches, nie zu realisierendes Vorhaben ist.

Fazit: Solange „Wetterschutz" Schutz vor dem Wetter bedeutet, solange bedeutet auch „Klimaschutz" Schutz vor dem „Klima" als langjährigem Wettergeschehen und auf keinen Fall „Schutz des Klimas"! Wenn gilt: Nichts ist so beständig beim Wetter wie sein Wandel, dann gilt dies auch für das „Klima", das als 30jährig geglättetes Mittel dem stets volatilen Wetter nachfolgt. „Klima" ist aus sich heraus beschreib- aber nicht erklärbar!

Nach Darlegung der prinzipiellen Unmöglichkeit von „Klimaschutz", insbesondere im regionalen wie globalen Maßstab, möchte ich nun ein wenig ins Detail gehen. Nach Durchsicht der Fachliteratur sowie aller von der Enquete-Kommission wie vom IPCC erstellten Berichte sind drei Aussagen unstrittig als korrekt zu bezeichnen:
1.    Sonne und Erde sind als nahezu ,.schwarze Körper" anzusehen.
2.    Die Hauptabsorptionslinien des CO2 liegen bei 1 5 Mikrometern (µm).
3.    In der Atmosphäre gibt es ein „stets offenes Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 bzw. 8 und 14 µm.

Die Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre" kommt demzufolge in ihrem Ersten Zwischenbericht vom 02.11.88 (BT-Drs. 11/3246) zu dem Schluss, dass durch das „stets offene atmosphärische Strahlungsfenster" 70 bis 90 % der Wärmestrahlung der Erdoberfläche ungehindert ins Weltall entweichen und dass die Wasserdampf- und C02Absorptionslinien das „Fenster" nicht schließen können. Diese Aussage wurde in Verbindung mit dem Gesamtbericht von allen Abgeordneten des Bundestages einstimmig angenommen.

Wenn die Atmosphäre so ein breites „offenes Strahlungsfenster" hat, das nahezu alle Wärmeoder Temperaturstrahlen ungehindert ins Weltall entweichen lässt, dann ist das Bild von der Erde als „Treibhaus" ein Trugbild. Dann gibt es auch keine „Treibhausgase", die das „Treibhaus" Erde aufheizen und eine „Klimakatastrophe" heraufbeschwören könnten. Es ist daher ein Rätsel, wieso die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. am 22. Januar 1986 nach Bonn zu einer Pressekonferenz einladen und den Journalisten die ,,Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe" präsentieren konnten. Diese „Warnung" wurde von den Medien aufgegriffen und am 11. August 1986 von dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zu einem politischen Problem erhoben, denn als Folge anhaltender „Treibhausgasemissionen" sollte der Meeresspiegel ansteigen, um den „Kölner Dom" in den Nordseefluten versinken zu lassen. Erst danach reagierte die „Politik" und berief 1987 die Enquete-Kommission ein.

Die Vereinten Nationen zogen nach und beriefen 1988 das ,Intergovernmental panel on climate change". Der 1990 herausgegebene ,IPCC-Report' diente als Entscheidungsgrundlage für die 1992 in Rio de Janeiro bei der UN-Konferenz .Umwelt und Entwicklung- von über 160 Staaten ratifizierte .,Klimarahmenkonvention". Man kam überein. dass die „Erderwärmung" nur durch eine drastische Reduzierung der Emissionen von „Treibhausgasen", allen voran des von den reichen Industrienationen emittierten CO,. gestoppt werden könne. Konkrete Quoten wurden 1997 in Kyoto festgeschrieben, allerdings 2001 in Marrakesch stark aufgeweicht, um möglichst viele Staaten zur Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls zu bewegen.

Auch wenn alle Staaten inklusive der Vereinigten Staaten von Amerika den Kompromissen zustimmen und 1. dem Kyoto-Protokoll zu völkerrechtlicher Qualität verhelfen sollten, wenn sich 2. ein schwunghafter Handel an Treibhausgas-Emissionsrechten etablieren sollte, auch dann würde das eigentliche politische Ziel „Schutz des Globalklimas" unerreichbar bleiben. Das Vorhaben ist auch aus dem Grund utopisch, weil es gar keinen „natürlichen Treibhauseffekt" gibt. Auch er ist ein intellektuelles ..wissenschaftliches" Kunstwerk. ohne jegliche reale Basis.

Als bei der ersten „Weltklimakonferenz" der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) 1979 in Genf der „Treibhauseffekt" wissenschaftlich erörtert wurde, um dann 1985 in Villach als „Konsensmeinung" der Weltöffentlichkeit über die Medien präsentiert zu werden, war dessen Nichtexistenz technisch und wissenschaftlich bewiesen. Was Deutschland betrifft, so wurden erstmalig im Rahmen der „Lufthygienisch-meteorologischen Modelluntersuchung in der Region Untermain" am 23. Oktober 1971 Wärmebild-Messflüge durchgeführt. Über einen in den USA ausgeliehenen Infrarot-Scanner wurden durch das „offene Strahlungsfenster" 8 bis 13 pm die Erdoberflächentemperaturen gemessen und in ein „Wärmebild" umgesetzt.

Seit 1977 sind alle Wettersatelliten der Serie METEOSAT nicht nur mit bei Tageslicht funktionierenden optischen Kameras ausgerüstet, sondern auch mit Infrarotkameras. Diese können bei Tage und bei Nacht die für das menschliche Auge unsichtbare Temperatur- oder Wärmestrahlung sichtbar machen. Die Infrarotfotographien haben den großen Vorteil, dass man rund um die Uhr den Gang der Bodentemperaturen und der sich auf der Erde befindenden festen oder beweglichen Gegenstände aufnehmen und verfolgen kann. Sehr erfolgreich wird übrigens die IR-Aufklärung für die militärische Spionage eingesetzt.

Nur über die Existenz des „stets offenen atmosphärischen Strahlungsfensters" zwischen 7 und 13 µm ist überhaupt der Tagesgang der Temperaturen zu erklären. Sie steigen, sobald morgens die Sonne aufgegangen und den Erdboden erwärmt hat und sie sinken von dem Moment an, wenn am Nachmittag die Ausstrahlung des Erdbodens die Einstrahlung der Sonne überwiegt Der Boden verliert Wärme und kühlt ab. Noch schneller als der Boden kühlen Grashalme ab, an denen sich dann im Sommer Tau, im Winter Reif niederschlagen kann. Nirgendwo auf der Erde ist je die behauptete „Gegenstrahlung" gemessen worden. Sie wird auch nie gemessen werden, weil sie ein fiktives Gedankenkonstrukt ist. In den ariden wie semiariden Wüsten- und Halbwüstenregionen der Erde können nur deswegen Pflanzen und Tiere existieren, weil es die „Gegenstrahlung" nicht gibt! Sie leben von dem bisschen Kondensniederschlag an unterkühlten Körpern.

Aus rein physikalischer Sicht ist die Hypothese, die Erde sei ein „Treibhaus", das durch spezielle „Treibhausgase" aufgeheizt werden könnte, völlig unhaltbar! Die Erde ist ein „offenes System" und kein abgeschlossener, klimatisierbarer Raum. Noch utopischer ist die daraus abgeleitete Hypothese, man könne einen statistisch errechneten Wert wie das ,,Globalklima" schützen und den erdgeschichtlichen ,.Klimawandel" stoppen, indem man die ,.Globaltemperatur" konstant hält.

Wenn die Bundesregierung erklärt, weiterhin Vorreiter in der „Klimaschutzpolitik" zu sein, und der Bundesumweltminister uns alle auffordert, „durch eine aktive Klimaschutzpolitik das fortgesetzte Auftreten solcher Wetterphänomene wie dieses Jahr (gemeint ist die Elbeflut) zu vermeiden-, dann kann ich nur nüchtern feststellen: er wird sein Ziel verfehlen und uns von dem ewigen Ärgernis Wetter nicht befreien. Gleichgültig, wie stark die „Ökosteuern" noch angehoben werden, das Wetter wird nicht die geringste Notiz davon nehmen und weiterhin machen, was es will. Die gesamte Politik ist in der Rolle des „Zauberlehrlings", der Probleme hat die Geister, die er rief, wieder loszuwerden. Die Geister sind die „Klimaexperten", die sich hinter ihren riesigen Computern verschanzt haben, um an einem Ding zu forschen, das nicht existieret, das „Klima". Hier sollte mit Sparen begonnen, der Rotstift angesetzt werden.

Zusatzliteratur: Wolfgang Thüne, Der Treibhaus-Schwindel, 3. Aufl., Oppenheim 2000

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Dr. Wolfgang Thüne, Teil 4



Leserbrief an den FOCUS

Dr. phil. Wolfgang Thüne 55276 Oppenheim, dem 20. 01. 2005

Nachrichtenmagazin FOCUS
Herrn Chefredakteur
Helmut Markwort
Arabellastr. 23
81925 München

via e-mail: leserservice@focus-r.de
Betr.: Nr. 3 v. 17. Januar 2005 „Der große Wissenstest“

Sehr geehrter Herr Markwort,

der Krug geht bekanntlich solange zu Wasser, bis er bricht. Ich möchte mit FOCUS brechen und das Abonnement mit Ablauf des Bestelljahres kündigen.

Sie und die gesamte Redaktion sollten sich nicht auf’s hohe Roß setzen und fragen „Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?“, sondern zuerst einmal sich selbstkritisch fragen, ob Sie das auch verstanden haben, was Sie so alles aus akademischen Stuben serviert bekommen und ungeprüft ebenso belehrend wie (des)informierend weitergeben.

Und da habe ich wiederholt einen naturwissenschaftlichen Analphabetismus festgestellt, denn weder wurde von mir je ein Leserbrief abgedruckt, noch wurde auch nur im geringsten darauf inhaltlich eingegangen. Der stereotype Hinweis auf die herrschende Konsens- oder Mehrheitsmeinung ist kein Ausdruck von selbständiger Intelligenz, sondern eher eine Offenbarung des meinungs- und orientierungslosen Nichtwissens.

Seit der Erstausgabe von FOCUS wird über über die drohende „Klimakatastrophe“ wie den ach so gefährlichen „Treibhauseffekt“ palavert, wie die dringende Notwendigkeit, die „Erderwärmung“ und den „Klimawandel“ stoppen zu müssen. Auch der FOCUS hat sich ob seiner publizistischen Unterstützung an der Einführung der „Ökosteuern“ schuldig gemacht. 17 Milliarden Euro werden derzeit vom Staat vereinnahmt, zum Zwecke des „Klimaschutzes“. Mit welchem Erfolg?

Ist Ihnen eigentlich einmal in den Sinn gekommen, daß es sich hierbei um eine Betrugssteuer handelt, die nur dazu dient, die maroden Staatskassen zu füllen und dem Bürger noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen? In Ihrem Leben werden Sie nie erleben, daß das Wetter auch nur im geringsten auf die illegale „Klimaschutzsteuer“ reagieren wird. Das Wetter reagiert nicht auf menschliche Wünsche oder Befehle und „Klima“ gibt es in natura nicht.

Um dies zu überprüfen genügt ein Blick in ein beliebiges Lexikon oder auch nur ein Erdkundebuch. Jeder kann lesen, daß „Klima“ eine berechnetes Konstrukt ist, das sich aus der statistischen Bewältigung der gemessenen Wettervergangenheit ergibt. Um auch nur ein „Klimaelement“ zu berechnen, muß man 30 Jahre das Wetter beobachten und aufzeichnen. Über die zeitliche Mittelung kommt noch die räumliche Mittelung, um zu so einem Unding zu kommen wie der „Globaltemperatur“. Über diese gemittelte „Globaltemperatur“ zu spekulieren, ist genauso fruchtbar, wie über die Ursachen und Veränderungen des gemittelten „Globaleinkommens“ zu fabulieren. Man kann nur festhalten, Wärme und Kälte sind ebenso „ungerecht“ über die Erde verteilt wie Reichtum und Armut.

Jedenfalls häufen die wenigen „Klimaexperten“ einen Reichtum auf sich, man muß sich nur einmal die nationalen wie internationalen Forschungsausgaben wie den Klimakonferenztourismus ansehen, der geradezu unanständig ist. Die Ursachen über den erdgeschichtlichen „Klimawandel“ wird man nie ergründen, weil man die Ursache hierfür nicht kennt, das Wetter und sein Verhalten. Auch zweihundertjährige Wetteraufzeichnungen haben uns noch nicht dazu gebracht, einigermaßen zuverlässige Wetterprognosen zu machen. Die Frage, warum Jahr für Jahr der Wetterablauf so völlig unterschiedlich ist und nicht den statistischen Vorgaben gehorcht, ist völlig offen.

Die Frage ist ebenso offen wie das „Ökosystem“ Erde. Die Erde ist kein „Treibhaus“ und das lernt jeder Schüler in der gymnasialen Oberstufe in Physik. In meinem Schulbuch „Grimsehls Lehrbuch der Physik“ für höhere Lehranstalten, Teil 2 vom Ernst Klett-Verlag in Stuttgart 1955 steht im Kapitel „Elektromagnetische Strahlung“ (S. 168ff), daß feste und flüssige Stoffe „kontinuierliche Spektren“ aussenden, „Stoffe im gasförmigen Zustand unter gleichen Bedingungen immer dasselbe, nur für dieses Element charakteristische Linienspektrum“ zeigen.

Was bedeutet das für einen logisch denkenden Schüler? Keine Gashülle kann einen festen/flüssigen Körper an seiner Abkühlung durch die temperaturabhängige Eigenstrahlung hindern. Hierin liegt die Bestätigung des von Sir Isaac Newton formulierten Abkühlungsgesetzes. Die Behauptung ,die Erde könne sich mit ihrer eigenen Temperaturstrahlung von -18°C um 33 Grad auf +15°C erwärmen, ist ein Märchen. Schlimmer, es ist der größte willentliche Wissenschaftsbetrug,, den man sich vorstellen kann. Jedem, der den „natürlichen Treibhauseffekt“ predigt, müsste sofort die venia legendi entzogen werden!

An dem Wissen von 1955 hat sich nicht geändert. In dem Schulbuch meines Sohnes „Einführung in die Physik, Sekundarstufe I, Ausgabe E“ von Bergmann/Schröder im Diesterweg-Verlag 1979 heißt es im Kapitel „Zerlegung des Lichtes in Farben –Spektren“ (S. 24ff): Ein Gas absorbiert gerade die Lichter, die es, wenn es zum Leuchten gebracht wird, selbst emittiert. Das absorbierende Gas muß kälter sein als der emittierende Stoff.“

Auch hier keine neue physikalische Erkenntnis! Es bleibt dabei: So wie die Sonnenstrahlung mühelos die etwa 25000 dunklen „Fraunhoferschen Linien“ passiert,
so mühelos passiert die unsichtbare/infrarote Wärmestrahlung der Erde die wenigen Absorptionslinien der „Treibhausgase“ und entfleucht ins Weltall. Den Beweis liefern in jeder klaren Sternennacht die Boden- und Lufttemperaturen. Man sieht es auch, wenn die Autos als Symbole für den „Treibhauseffekt“ nach sternklarer Nacht unter freiem Himmel am Morgen vereist sind.

Glauben Sie mir noch nicht und halten mich gar für einen Spinner? Dann schauen Sie sich doch einmal Infrarotfotos an, die von Wettersatelliten oder militärischen Aufklärungssatelliten wie hochfliegenden Flugzeugen gemacht werden. Wie ist solch ein Foto möglich, wenn die Wärmestrahlung der Erde in 6 km Höhe von einer imaginären Spiegelschicht, angeblich von den bösen „Treibhausgasen“ gebildet, reflektiert und unter Verstärkung als „wärmende Gegenstrahlung“ zur Erde zurückgesandt wird?
Das von den USA geplante NFIRE-Weltraum-Projekt (Near Field Infrared Experiment) mit Aufklärungs-Satelliten als „kill vehicle“ wäre a priori ein Flop.

Wenn ich der Redaktion in toto physikalischen Analphabetismus vorwarf, dann nicht um zu beleidigen, sondern nur um tatsächliche Defizite aufzuweisen. Sitzt kein einziger in der 15-köpfigen Redaktion „Forschung&Technik“, der physikalisches Basiswissen mitbringt und die Gesetze der Spektralanalyse beherrscht? , etwas mit den Namen Newton, Herrschel, Fraunhofer, Kirchhoff und Bunsen, Wien, Planck, Bohr,… anzufangen weiß? Man kann als Publizist wie Politiker wunderbar über Einstein parlieren, ohne auch nur eine Arbeit von ihm gelesen zu haben, geschweige die „Relativitätstheorie“ verstanden zu haben.

Ich werde die nächsten Ausgaben des FOCUS ebenso aufmerksam verfolgen wie die bisherigen, doch habe ich wenig Hoffnung, daß der FOCUS den Mut aufbringt, auch kontroverse Meinungen zu veröffentlichen und vor allem das zu sagen, was eigentlich vornehmste Pflicht einer freien und geistig unabhängigen Presse wäre, daß nämlich die These vom „Treibhauseffekt“ ein einziges Lügengebäude ist.

Eben weil die Erde kein „Treibhaus“ ist, müssen wir Schutz vor Kälte und Unterkühlung suchen, indem wir Häuser bauen und darin Zuflucht suchen. Bei den Pflanzen nennt man diese Gebilde „Gewächshäuser“. Sie sind deshalb aus Glas, weil die Pflanzen zur Photosynthese oder CO2-Assimilation „Licht“ brauchen. Zur Wärmeisolation ist Glas denkbar ungeeignet ob seiner hohen Wärmedurchgangszahlen.

Wenn schon die „Klimaexperten“ die Dummheit der „Politiker“, genauer ihr enormes physikalisches Unwissen, brutal ausnutzen, dann sollten wenigstens die Medien die mit Koch „brutalst mögliche Aufklärung“ betreiben, und den Schwindel auffliegen lassen. Sie sollten die Verdummung nicht noch fördern und sich den „Experten“ anbiedern in dem Bemühen, der im Sinne von Lenin „nützlichere Idiot“ als der andere Presseorgane wie zum Beispiel WELT, FAZ, SPIEGEL, … zu sein und diese noch an Unwissen und Sensationshascherei übertreffen zu müssen.

Sie brauchen sich die Mühe einer Antwort nicht zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne

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Leserbrief an den SPIEGEL
zu "Windige Rechnungen“ + „Klima inszenierter Angst“

Dr. phil.Wolfgang Thüne 55276 Oppenheim, dem 25. 01. 2005

DER SPIEGEL
Herrn
Chefredakteur Stefan Aust
Brandswiete 19
20457 Hamburg
via e-mail: spiegel@spiegel.de

DER SPIEGEL Nr. 4/24.1.05: Windige Rechnungen“ + „Klima inszenierter Angst“

Sehr geehrter Herr Aust,

zunächst möchte ich Ihnen danken, dass DER SPIEGEL den weiteren Ausbau der Windkraft zunehmend kritisch sieht und die bisherigen Trittinschen Milchmädchenrechnungen offen legt.

„Wind“ wird nie Versorgungssicherheit mit Öko-Strom schaffen, auch wenn wir die ganze Bundesrepublik „verspargeln“ sollten. Und auch wenn jedes Haus zwangsweise mit einer Photovoltaikanlage versehen würde, bliebe dieses Ziel eine realitätsferne Illusion.

Dies tangiert eine weitere Illusion, die utopische Illusion, wir Menschen könnten das Klima schützen und den Klimawandel stoppen. Hier distanziert sich DER SPIEGEL zwar auch etwas von der herrschenden Meinung, doch viel zu zaghaft. Um diesen Prozess etwas von außen anzustoßen und zu beschleunigen, habe ich einen Leserbrief zu dem Debattenbeitrag von Hans von Storch und Nico Stehr geschrieben, den zu veröffentlichen ich Sie herzlich bitte.

Hierzu eine Frage: Hätten Sie den Mut, mir den Raum für einen adäquaten Debattenbeitrag zu geben? Am 22. Januar 1986 propagierten Atomphysiker als „Klimaexperten“ erstmals die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ und setzten eine verhängnisvolle politische Entwicklung in Gang, die endlich gestoppt werden sollte. Da die Politik unfähig dazu scheint, könnte sich die Presse positiv in Szene setzen, zumal sie sich von den „Klimaforschern“ bisher unkritisch und unbedacht für deren Zwecke hat missbrauchen lassen. Jeder Cent, der bisher als Ökosteuer zum Zwecke des Klimaschutzes vom Staat abkassiert wird, könnte das Konsum- und Medienklima verbessern helfen.

Doch nun zu meinem Leserbrief:

„Nachdem beide Autoren über die „Klimakatastrophe“ Karriere gemacht und sich eifrig als Brandstifter betätigt haben, scheinen sie nun Gewissensbisse zu bekommen und versuchen, in die schlichtenden Biedermannes zu schlüpfen und sich als ehrliche Makler und „nüchterne Klimarealisten“ zu präsentieren.
Doch auch diese Rolle gibt es nicht, weil es von Natur aus kein in der Natur selbständig agierendes Klima gibt. Klima ist eine rein menschliche Hilfskonstruktion, die sich von dem Naturprodukt Wetter ableitet. Klima ergibt sich, so die offizielle und international anerkannte Definition, aus der statistischen Vergangenheitsbewältigung des Wetters. So wie Einstein sagte: „Der liebe Gott würfelt nicht!“, so kann man auch sagen: „Der liebe Gott mittelt nicht!“

Der Mensch könnte dann und nur dann einen „Klimawandel“ verursachen, wenn er vorher einen Wetterwandel herbeiführen könnte. Als Wetterrealisten wissen wir, dass wir Menschen nicht „Herren des Wetters“ sind, sondern uns ihm zu fügen haben. Zeit Lebens sind wir dazu verdammt, Schutz vor dem Wetter zu suchen, ob als Einzelner, als Staat oder globale „Weltgemeinschaft“. So wie Niemand ein Seebeben oder einen Wirbelsturm auslösen kann, so kann auch Niemand Naturkatastrophen verhindern. Und die häufigsten Naturkatastrophen sind Wetterkatastrophen!

Wetterextreme rechzeitig zu erkennen, um frühzeitig warnen zu können, das wäre eine realistische wissenschaftliche Herausforderung. Doch gerade diese meiden tunlichst die „Klimaforscher“. Sie haben nämlich erkannt, dass es weitaus lukrativer ist, vor der Klimakatastrophe zu warnen, Ängste vor dem bedrohlichen Klima zu schüren, uns als Klimakiller zu verurteilen und uns bei Bußgeldzahlung ein „prima Klima“ zu versprechen, als sich dem harten und undankbaren Geschäft der Wettervorhersage zu widmen. Doch auch wenn wir jede angeblich das Klima schädigende Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft aufgeben würden, das Wetter würde hiervon nicht die geringste Kenntnis nehmen und sanfter ablaufen.

Solange der Begriff Wetterschutz „Schutz vor dem Wetter“ bedeutet, solange kann logischerweise Klimaschutz auch nur „Schutz vor dem Klima“ bedeuten. Oder glaubt Jemand, die Sonne und den Schnee zu schützen, wenn er in den Bergen beim Skifahren eine Gletscherbrille aufsetzt? Auch bei der UN-Konferenz im japanischen Kobe ging es um den „Schutz vor Naturkatastrophen“.

Sehr geehrter Herr Aust, Sie würden sich und dem SPIEGEL ein Denkmal setzen, wenn Sie helfen würden, die Politik von dem Irrweg „Klimaschutz“ abzubringen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim

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Cryosat-Mission und Presseerklärung der EADS

Sehr geehrter Herr "xyz",

ich habe mit großem Interesse den Start wie das Scheitern der Cryosat-Mission verfolgt und via Internet auch die Presseerklärung der EADS vom 05 Oktober 2005 dazu gelesen. Ich nehme nicht an, dass ein "Klimaexperte" oder ein "Wissenschaftsjornalist" daran wird Kritik üben.

Dennoch möchte ich Sie, denn ein Unternehmen wie die EADS sollte strengste wissenschaftliche Seriosität wahren, auf einige Unrichtigkeiten hinweisen.

Wenn "Klima" offiziell über die WMO in Genf definiert ist als das "mittlere Wetter" über eine 30-jährige Periode, dann kann eine 3-jährige Mission unmöglich "den Zusammenhang zwischen dem Abschmelzen des Polareises und dem Anstieg des Meeresspiegels genauer" bestimmen.

Seit es Eiszeiten auf der Erde gibt, sind die Ränder der Landeismassen immer wieder abgeschmolzen oder abgebrochen. Dieses "Gletscherkalben" ist kein neues Problem mit "unvorhersehbaren Folgen für das Weltklima"!

Jeder Eiszeit folgte bisher eine Warmzeit und die Welt ist nicht "untergegangen", im Gegenteil, Warmzeiten werden als "Optimumzeiten" bezeichnet! Warum wohl? Weil mehr wächst, die Ernten besser sind und die Menschen mehr zu futtern haben. Der Aufstieg der Wikinger (Nordmänner) zur zeitweisen Weltherrschaft ist so einem "Klimawunder" (Erwärmung), beginnend im 8. Jahrhundert n Chr., zu verdanken. Im Jahre 860 entdeckten sie das Eisland "Island" und 982 das Grünland "Grönland" wie das Weinland "Neufundland". Wie für alle Wunder gibt es hierfür keine einzige wissenschaftliche Erklärung, wirklich keine einzige!

Die gibt es übrigens auch nicht für den Abstieg in die "Kleine Eiszeit" wie die neuerliche Tendenz zur Erwärmung ab Mitte des 19. Jahrhunderts.

Physikalisch völlig unsinnig ist der Satz: "Offenes Wasser strahlt in der Nacht eine große Wärmeleistung von etwa 90 Watt pro Quadratmeter ab." So etwas darf einfach nicht passieren.

Wasser ist in großer Näherung im Infrarot nach Kirchhoff als ein "schwarzer Körper" anzusehen. Dessen Energieabstrahlung lässt sich mit Hilfe des Stefan-Boltzmann-Gesetzes berechnen. Die Strahlung ist danach proportional der 4. Potenz der absoluten Temperatur (Kelvin).

Ein Körper, der +15°C = 288 K warm ist, strahlt 390 Watt pro Quadratmeter ab. Ein Körper, der -18°C = 255 K warm ist, strahlt 240 Watt pro Quadratmeter ab. Die Preisfrage ist: Welche Temperatur hat ein Körper, der 90 Watt pro Quadratmeter abstrahlt?

Ohne zu rechnen, kann man sagen: Sie muss erheblich unter -18°C liegen. Das ruft die Frage hervor: Gibt es bei solch einer Temperatur "offenes Wasser"? Da "offenes Wasser" als "Eiswasser" mindestens eine Temperatur von O°C = 273 K hat, strahlt es ungefähr 300 Watt pro Quadratmeter ab und keineswegs 90. Solch ein Kardinalfehler darf einfach nicht passieren.

Doch gerade da liegt die Wurzel aller heutigen Probleme: "Wissenschaftler", besonders die politisch korrekten, können heute den allergrößten Unsinn verzapfen, es wird geglaubt und unkritisch verbreitet. Niemand rechnet einfach mal nur überschlägig nach, ob das, was aus Wissenschaftlermund kommt überhaupt plausibel sein kann. Dafür hatten wir früher in der Schule den Rechenschieber, für einfache Überschlagsrechnungen.

Es gibt noch etliche Aussagen, die einer logisch-kritischen Überprüfung nicht standhalten, doch ich will mich nicht als "Erbsenzähler" betätigen.

Nur noch eine Aussage, die alle "Klimaexperten" als reine Spekulanten entlarvt. Da steht: So vermuten Experten, dass das Meer-Eis seit 1950 um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen ist. Die Dicke des arktischen Eises soll in den letzten Jahrzehnten sogar um 40 Prozent abgenommen haben. Die Aussagen sind aber äußerst unsicher,..."

Ist aufgefallen, dass das "Meer-Eis" und das "arktische Eis" identisch sind? Nur am Nordpol (Arktis) schwimmt das Eis (wie im Whiskyglas). Am Südpol (Antarktis) liegt es auf Festland auf, ebenso wie bei Grönland. Was gilt nun 10-15 oder 40 %, oder ist ohnehin alles nur spekulative Kaffeesatzleserei?

Die EADS, die sicher einen guten Satellit gebaut hat, der leider nun irgendwo im -111°C kalten "offenen Wasser" liegt, sollte sich ihren guten Ruf durch "Klimawahrsager" nicht missbrauchen lassen. Sie sollte klimapolitische Propagandatexte zukünftig kritischer lesen!

Anbei ein Vortrag, den ich unlängst in Salzburg gehalten habe.  Wünsche Ihnen beste Gesundheit und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr Wolfgang Thüne
Oppenheim, dem 15. Oktober 2005

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Finanzkammer der Erzdiözese Salzburg
Diözesane Bauämtertagung vom 5. – 7. 10. 2005 In Salzburg - St. Virgil

Die Klimakatastrophe – ein Phantom?
Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

Sehr geehrte Damen und Herren,

für „Klimawissenschaftler“ ist allein die Überschrift eine Provokation, ja eine zielgerichtete Kriegserklärung. Die „Öffentlichkeit“ reagiert auf die Frage mit Erstauen bis Unverständnis. Nach 30jähriger Belehrung hat sie den „Klimaschutz“ verinnerlicht. Sie konsumiert jede neue Hiobsbotschaft und fügt sich ergeben in ihr Schicksal in der Hoffnung, die Strafe für ihre „Klimasünden“ werde nicht zu hart ausfallen. Die „Politik“ fühlt sich attackiert und reagiert aggressiv, denn sie hat den „Klimaschutzzug“ derart auf Hochtouren gebracht, dass sie nicht mehr unbeschadet abspringen kann. Ihr größtes Dilemma ist: Wie rechtfertigt sie die völlig ungerechtfertigten „Ökosteuern“?

Doch lassen Sie mich gleich die nächste Provokation begehen. Bevor ich beginne, möchte ich das Fragezeichen durch ein klares Ausrufezeichen ersetzen: „Die Klimakatastrophe ist ein Phantom!“

Das griechische Wort „Phantom“ umschreibt ein Trugbild, eine unwirkliche Erscheinung. Das „Klima“ begegnet uns Menschen nicht als wirklicher Naturvorgang, sondern nur als geistiges Phantombild. So wie uns abgetrennte Körperteile „Phantomschmerzen“ bereiten können, so verursacht auch das Wetter nachhaltige Schmerzen. In dem Bild von der „Klimakatastrophe“ werden unterbewusst alle Schmerzen aktiviert, die das Wetter uns je bereitet hat. Das beginnt bei Blitz, Donner und Hagel und reicht bis zu Orkanen, Sturmfluten oder Wirbelstürmen.

So sehr wir Menschen vor unserem geistigen Auge auch glauben, das „Klima“ sehen und spüren zu können, es ist ein Trugbild, ein Phantom. Das „Klima“ hat keine Wirklichkeit, ganz im Gegensatz zu dem ihm zugrunde liegenden Wetter. Dies ist quicklebendig, es ist von Natur aus unbeständig und ändert sich meist rascher, als wir es uns wünschen. Das Wetter lässt sich nur bedingt vorhersagen und steht außerhalb jedweder menschlichen Kontrolle. Es macht, was es will! Wir haben es noch nie beeinflussen und lenken können und können dies auch heute nicht. Das Wetter entzieht sich der Macht des Menschen, und das ist auch gut so. Selbst Raumfähren können nur dort landen, wo es das Wetter erlaubt.

Das Wetter zeigt dem Menschen tagtäglich seine Ohnmacht, kränkt damit seinen Größen- und Machbarkeitswahn. Wetterbeeinflussung bedeutet nicht, dass man eine einzelne Haufenwolke impft in der Hoffnung, Hagel verhindern zu können. Wetterbeeinflussung würde bedeuten, dass man die allgemeine Zirkulation verändern und die beiden Hauptakteure, die Tiefdruck- und Hochdruckgebiete, nach Gutdünken abschwächen, verstärken, umlenken könnte. Diesen Traum hegte Josef Stalin. Er versprach dem Sowjetvolk, mit „Konzentratoren“ das Wetter beherrschen und nach Belieben Sonne, Regen, Wärme, Kälte machen zu können. Er wollte mit Hilfe der Elektrizität aus der Sowjetunion einen blühenden „Garten Eden“, ein Paradies machen.

Wer das Wetter nicht „machen“ kann, kann erst recht nicht das „Klima“ beeinflussen, wie es uns permanent über die Medien suggeriert wird. Man kann sich also weder am „Klima“ versündigen, noch kann man es schützen. Dies gilt weder im lokalen noch im regionalen und erst recht nicht im globalen Maßstab. Dies weiß jeder Mensch, wenn auch nur intuitiv. Ein logisch und rational denkender „Klimaexperte“ muss es wissen, wenn er nicht als Schamane, Medizinmann, Wahrsager oder Zauberer gelten will. Die Behauptung der Klimaexperten, auch ohne um das zukünftige Wetter zu wissen, das Klima für 100 und mehr Jahre „exakt“ vorhersagen zu können, ist reines Schamanentum. Die Computer spielen dabei die Rolle von Zauberkisten. Der Input bestimmt den Output!

Um das Kapitel Phantombild abzuschließen: Die deutsche Sprache kennt drei verschiedene Begriffe – Wetter, Witterung und Klima. Das Wetter ist der augenblickliche Zustand der Atmosphäre. Wetter ist eine Tatsache, ist raue Wirklichkeit. Witterung beschreibt einen „mittleren jährlichen Wetterablauf“, wie er durch den ewigen Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten geprägt wird. Mit Witterung beschreibt man einen wirklichkeitsnahen, wenn auch nicht wirklichen Zustand. Klima hat mit der Wetterwirklichkeit nichts zu tun, es eliminiert auch den Witterungsverlauf. Klima umschreibt nach internationaler Übereinkunft das über 30 Jahre beobachtete und dann gemittelte Wetter an einem Ort. Warum nimmt man nicht 100 Jahre als Bemessungsgrundlage? Dann könnte man wirklich festlegen, was „Jahrhundertereignis“ genannt werden kann oder nicht. Ein über 30 Jahre gemittelter Luftdruckwert, ein über 30 Jahre gemittelter Temperaturwert, eine über 30 Jahre gemittelte Windgeschwindigkeit, sind abstrakte Zahlenwerte, die keinerlei Rückschlüsse auf das vergangene geschweige denn das zukünftige Wetter zulassen.

Die Klimatologie wurde im Jahre 1814 von Alexander von Humboldt als Hilfswissenschaft der Geographie begründet. Sie ist ein „statistisches Abfallprodukt“ aus der Beobachtung und Messung von Wetterdaten. Ohne Windmesser, Barometer, Thermometer, Hygrometer, ohne Messinstrumente gäbe es keine Klimatologie. Doch nicht nur die Instrumente sind notwendig. Es müssen auch Beobachtungsnetze eingerichtet und kontinuierlich betrieben werden. Das europaweit erste meteorologische Messnetz stammt von Kurfürst Friedrich von der Pfalz. Es wurde im Jahre 1780 ins Leben gerufen, ging aber bereits 12 Jahre später bei den Wirren der Französischen Revolution zugrunde. In Deutschland gelten als Wetterbeobachtungszeiten immer noch die „Mannheimer Stunden“. Um 7, um 14 und um 21 Uhr wird die Temperatur abgelesen und daraus die Tagesmitteltemperatur berechnet. Der Sinn der Klimatologie ist eine Einteilung der Erde in diverse Klimazonen, die Beschreibung mittlerer Wetterzustände. Klimatologie ist Statistik und hat mit Physik nichts zu tun. Die vor einigen Jahren begründete „Klimaphysik“ ist nichts als Etikettenschwindel. Die Beschreibung und Erklärung der Bewegungsdynamik der Atmosphäre, dies obliegt der Meteorologie, die von Aristoteles begründet wurde.

Es ist absolut unwahr, wenn behauptet wird, „Klimawerte“ könnte man messen. Nein, es sind errechnete, berechnete Werte. Es sind Hausnummern, die über den Inhalt eines Hauses und das Leben darin nichts aussagen. Natürlich kann kein berechneter Wert seinen Anfangswert beeinflussen. Wenn von „Klimaexperten“ ständig behauptet wird, wir würden das „Klima“ beeinflussen und diese Beeinflussung würde das Wetter veranlassen, sich zu verändern und „extremistischer“ zu werden, dann mag dies ein guter dialektischer Salto Mortale sein, mit naturwissenschaftlicher Logik hat dies aber nichts zu tun. Wahr ist im Gegenteil: ein Klimawert kann erst dann berechnet werden, wenn das Wetter vorbei ist. „Klima“ umschreibt die statistisch komprimierte Wettervergangenheit. Wenn geschehenes Wetter nicht mehr verändert werden kann, warum stellt man das daraus errechnete Klima unter Schutz? Und da das Wetter an jedem Punkt der Erde anders ist, ergibt sich aus der unendlich dynamischen Wettervielfalt deren statische „Klimavielfalt“. Symbolgebilde des Klimas sind für uns Mitteleuropäer das sommerliche „Azorenhoch“ wie das winterliche „Islandtief“. So sehr jeden Sommer das „Azorenhoch“ unsere Phantasie anregt, es ist nur ein Scheingebilde.

Im Erdkundeunterricht lernt man, dass es eine Vielzahl von „Klimaklassifikationen“ gibt, je nachdem, ob man den Schwerpunkt auf meteorologische, biologische oder botanische Daten legt. Was es auf gar keinen Fall gibt, das ist ein „Globalklima“. Es ist keine intellektuelle Leistung, aus 1000, 2000 oder 10000 Tagesmitteltemperaturen eine Jahresmitteltemperatur zu berechnen und diese zu einer „Weltmitteltemperatur“ zu komprimieren. Aber diese fiktive „Globaltemperatur“ gebiert noch längst kein „Globalklima“. Dieses Unding „Globalklima“ zum Schutzgut zu erklären und konstant halten zu wollen, das ist Ausdruck einer noch nie da gewesenen ideologischen Naturentfremdung, einer Hybris ohnegleichen. In den Augen der „Wettergötter“ degradiert sich der hochmütige Mensch zu einer absolut lächerlichen Figur. Was, wie die „Klimatologie“, seine Existenz auf statistischen Daten aufbaut, ist ohnehin keine Naturwissenschaft. Über „Kyoto“ wie den Handel mit Emissionszertifikaten wird Geld und Macht verschoben, doch kein Einfluss auf das Wetter gewonnen. Die Starkwindströmungen orientieren sich nicht an Geldströmen.
Albert Einstein hat einmal bemerkt: „Gott würfelt nicht!“ Ich sage: „Gott mittelt auch nicht!“ So wie die Soziologie das freie Individuum über Bord warf und die humane Vielfalt in der sozialen Einfalt aufgehen ließ, so komprimiert die Klimatologie die Vielfalt des Wetters zum „Klimaeinerlei“. Wer mittelt, das ist der Mensch, nicht die Natur. Sie kennt keine mittleren Zustände, sie bewegt sich zwischen Werden und Vergehen. Alles ist vergänglich, auch die Tief- und Hochdruckgebiete erleben so etwas wie Geburt und Tod. Nur der Mensch errechnet Mittelwerte, erklärt sie zur Norm, und wundert sich dann in seiner selbstherrlichen Blindheit, dass das Wetter sich nicht nach irgendwelchen Normen richtet, sondern gerade das tut, was es schon immer gemacht hat: es verhält sich „chaotisch“! Die „Klimaexperten“ sind so mittelwertfixiert, dass sie mit jeder Abweichung, jedem Extrem ein Problem haben und dahinter finstere Machenschaften vermuten. Wenn Klimapropheten wie Dr. Franz Alt allen Ernstes behaupten, dass es ohne Menschen der Welt besser ginge, dann ist dies Ausdruck einer zutiefst menschenfeindlichen und unnatürlichen Gesinnung.

Die moderne Klimawissenschaft ist ganz im Gegensatz zur klassischen Klimatologie eine Pseudowissenschaft. Es gibt kein Klima als beobachtbaren, messbaren, aktiven Naturvorgang. Das zum Schutzgut erklärte Klima existiert nicht. Die Aussage, die Globaltemperatur beträgt 15° Celsius ist statistisch so exakt wie die Aussage: Jeder Deutsche baut im Leben 0,3 Häuser oder die Reproduktionsrate beträgt 1,3 Kinder. In der Universitätsstadt Heidelberg liegt sie bei 0,88 Kindern. Derlei Beispiele gibt es zahlreiche. Dies zu statistischen Werten. Sie sind nichts als Mittelwerte, aus einer Punktwolke von völlig unterschiedlichen Einzelwerten errechnet. Statistisch gesehen ist „der“ Deutsche eine „sie“, eine Frau namens „Norma“.

Wir Menschen sind keine statistischen Geschöpfe, wir sind mit Würde ausgestattete Einzelwesen, bildlich Geschöpfe Gottes und als solche beauftragt, den „Garten Eden“ zu hegen und zu pflegen, die Erde zu kultivieren. Neben der Agrikultur ist als gleich alt oder sogar älter die Baukultur anzusehen. Wo auch immer die Wiege der Menschheit stand und wohin auch immer sich der Mensch auf der Erde bewegte, eines war vor ihm da: Das Wetter! Er musste sich ihm anpassen, sich ihm fügen, vor ihm Schutz suchen. Der Begriff „Wetterschutz“ erlaubt keine andere Auslegung als „Schutz vor dem Wetter“. Kein Mensch käme je auf die Idee, mit dem Sonnenschirm die Sonne, mit dem Regenschirm den Regen schützen zu wollen. Es ist immer nur der Mensch, der sich schützen muss, vor Blitz, Hagel, Sturm und Hochwasser, Schnee und Lawinen. Auch „Klimaschutz“ kann nach allen Regeln der Logik nur als „Schutz vor dem Klima“ interpretiert werden, nie dialektisch verbogen und zum „Schutz des Klimas“ umgedeutet werden. Was sind das für Naturwissenschaftler, die selbstherrlich die Natur auf den Kopf stellen und bewusst Ursache und Wirkung vertauschen? Im Geschäftsleben würde man solche Leute Betrüger, Lügner nennen.

Die Klimaexperten haben mit dem Phantom „Klimakatastrophe“ ein gigantisches Geschäft mit der Angst in Gang gesetzt. Sie wissen um die Ängstlichkeit und Schutzbedürftigkeit, auch der Leichtgläubigkeit der Menschen und nutzen dies schamlos aus. Es war die Wissenschaft, die einst versprach, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Heute fordern Wissenschaftler in ideologischer Besessenheit unbedingten Glaubensgehorsam, selbst wenn es sich um die absurdesten Ideen handelt. Wer sich als Wissenschaftler nicht bedingungslos der herrschenden Meinung, dem ‚common sense’ unterwirft, der wird „ausgeblendet“. Was das in einer Mediengesellschaft mit ihrem Wissensverbreitungsmonopol bedeutet, kann sich jeder leicht ausmalen. Seine Meinung wird nicht gehört, gelesen, gesehen; er existiert nicht! Die „Klimawissenschaft“ hat den ‚point of no return’ zum Aberglauben längst überschritten.

Der Mensch hat seit Urzeiten Angst und Respekt vor dem Wetter. Jedes Wetterextrem deutete er als Strafgericht der „Wettergötter“. In keiner der zahlreichen Weltuntergangsvisionen, angefangen mit der „Apokalypse des Johannes“, fehlen Prophezeiungen über irreversible Wetterumschwünge. Wenn heute im Auftrag des Bundesumweltministeriums Klimaexperten wie Prof. Dr. Schönwiese und Prof. Dr. Cramer extremere Wetterlagen beschwören und von gleichzeitig längeren Trockenperioden, stärkeren Regenfällen und zerstörerischen Stürmen faseln, ohne jedwede Zeit- und Ortsangabe, dann ist das nichts als Kaffeesatzleserei. Das ist Scharlatanerie, reine Wetterastrologie, die mit Wissenschaft nichts zu tun hat.

Die Klimapolitik ist nichts als eine „Politik der Angst“. Natürlich hat der Mensch Angst vor dem Wetter und seiner Kraft, doch das Spiel mit potentiellen Wetterkatastrophen ist verwerflich, ethisch und moralisch nicht vertretbar. Blickt man in die Geschichte, dann ist dies sogar geistiger Diebstahl. Bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. prophezeite Cyprianus von Karthago: „Wer sieht es nicht, dass das Universum im Niedergang begriffen ist… Die Welt selbst sagt es, indem sie durch den Verfall aller Dinge genügend Zeugnis davon ablegt, dass sie an ihr Ende gelangt. Im Winter fällt weniger Regen, der die Saat in den Feldern nährt. Im Sommer scheint die Sonne nicht mehr so warm, um die Früchte zum Reifen zu bringen. Das Frühjahr ist nicht mehr so angenehm und der Herbst weniger fruchtbar.“ Im Jahr 998 n. Chr. glaubte man wieder an den Weltuntergang. Als Vorboten der Apokalypse galten die langen Hitzeperioden und die sintflutartigen Regenfälle. Nichts, aber auch wirklich nichts, was die Klimaexperten der Welt prophezeien, ist neu; alles bewegt sich im Rahmen natürlicher Fluktuationen oder Schwankungen. Sie gab es immer und wird es immer geben.

Je weniger der Mensch die Ursachen des Wetters ergründen kann, umso größerer Spielraum bleibt für seine Phantasie. Und die kennt wahrlich keine Grenzen. Eine internationale Karawane von Klimaexperten reitet von „Klimagipfel zu Klimagipfel“, um in eintönigem Ritual, immer dieselben Gefahren an die Wand zu malen und die entsprechenden Geister zu beschwören. Angst ist schon immer, zu allen Zeiten ein Zuchtmittel der Mächtigen in der Politik gewesen. Außerdem hat der Mensch bis heute seelisch nicht die Vertreibung aus dem Paradies verkraftet. Sonst hätten Ideologien, die paradiesische Zustände propagieren, nicht so regen Zulauf. Dabei macht es prinzipiell keinen Unterschied, ob man die „Gleichheit“ der Menschen oder das „Gleichgewicht“ in der Natur zum Götzen oder Fetisch erhebt. Nichts ist gleich auf der Erde, nichts im Gleichgewicht. Das Gesetz des Lebens ist Bewegung und die setzt Ungleichgewicht voraus. Schon Heraklit Wusste: „Panta rei“ – Alles fließt! Ohne Druckgefälle weht kein Wind, ohne Neigung fließt kein Wasser und ohne Potentialgefälle kein Strom.

Das Postulat eines „Strahlungsgleichgewichts“ zwischen Sonne und Erde ist absolut naturfern und naturfremd. Die Sonne hat eine völlig andere Temperatur als die Erde, sie strahlt in völlig anderen Wellenlängenbereichen und mit einer Intensität, die erst Leben auf der Erde möglich macht. Es ist eine Perversion physikalischen wie biologischen Denkens, das Leben auf der Erde auf die Existenz von „Treibhausgasen“ und den „Treibhauseffekt“ zurückzuführen und nicht auf den göttlichen Befehl: „Es werde Licht!“ Es ist eine bewusste Irreführung und Manipulation, die Erde bildhaft zu einem „Haus“ zu machen, das von einer imaginären Glashülle umgeben sei. Die Erde soll ein „Treibhaus“ sein, dessen „Glasdach“ zwar die Sonnenstrahlen durchlasse, aber die Wärmestrahlung der Erde abfange, sie als wärmende „Gegenstrahlung“ zur Erdoberfläche zurückstrahle und am Entweichen in das Weltall hindere. Dies sei, so die einhellige Meinung der weltweiten Klimaexperten-Gemeinschaft, unstrittig. Der „natürliche Treibhauseffekt“ wird mit „33 Grad“ angegeben und als „real“ und damit wirklich bezeichnet.

Um diese Behauptung zu überprüfen, nach Karl Popper zu falsifizieren oder zu verifizieren, beziehen wir einmal Position im Weltall, auf einem Wettersatelliten in 36 000 km Höhe. Diese sind seit 1977 alle ausgerüstet mit zwei Kameras, einer für die Photographie am Tage, einer für die Nacht und den Tag. Letztere photographiert die für unser Auge unsichtbare, infrarote Temperaturstrahlung. Jedwede Strahlung, von den Röntgenstrahlen bis zu den Radiowellen, ist elektromagnetischer Natur und pflanzt sich mit Lichtgeschwindigkeit fort. Während die optische Kamera nur beleuchtete Objekte erfasst, bei Tageslicht funktioniert, kann man mit der Infrarotkamera die Temperaturverteilung auf der Erde tags und nachts messen und in Wärmebilder umwandeln. Kein Gegenstand auf der Erde bleibt bei wolkenlosem Himmel der IR-Kamera verborgen. Jeder Körper verrät sich durch seine absolute Temperatur. Sie ist ein Maß für die Intensität der Molekülbewegung, die kinetische Energie. Die thermisch betriebene Eigenbewegung der Moleküle entdeckte Robert Brown im Jahre 1827. Sie trägt nach ihm die Bezeichnung „Brownsche Molekularbewegung“. Da zudem alle Atome positive wie negative Ladungen enthalten, senden sie elektromagnetische Strahlung aus. Nach dem von Wilhelm Wien hergeleiteten „Verschiebungsgesetz“ kann man der Maximumtemperatur eine Wellenlänge zuzuordnen. Über die Infrarotstrahlung eines Körpers ist dessen Temperatur bestimmbar. Die berührungslose Temperaturmessung nutzt man zur Fernerkundung und die hat sich bestens bei der militärischen Nachtaufklärung bewährt.

Die elektromagnetische Strahlung benötigt kein Transportmedium wie die Schallwellen. Sie breitet sich auch im Vakuum aus, also im luftleeren Weltall. Bei ihrer Geschwindigkeit benötigt sie etwa achteinhalb Minuten, um die 150 Millionen Kilometer von der Sonne zur Erde zurückzulegen. Die Atmosphäre ist praktisch durchlässig, Max Planck sagte diatherman, für die elektromagnetische Strahlung. Dies gilt bereits für die Sonnenatmosphäre, trotz der etwa 25 000 dunklen „Fraunhoferschen Linien“. Sie wurden von Josef Fraunhofer im Jahre 1814 entdeckt und von Kirchhoff und Bunsen 1859 als Absorptionslinien von Gasen entdeckt. Daraus entwickelte sich als Spezialzweig der Physik die Spektralanalyse. Jedem Molekül lassen sich ganz bestimmte Absorptionslinien und identisch dazu Emissionslinien zuordnen. Wer die Gaszusammensetzung der Atmosphäre kennt, kennt automatisch die Absorptions- und Emissionslinien der „Treibhausgase“.

Wenn die thermische Fernerkundung der Erde aus dem Weltall funktioniert und durch entsprechende Wärmebilder bewiesen wird, dann kann unmöglich die Behauptung richtig sein, die „Treibhausgase“ würden die Wärmestrahlung der Erde in einer fiktiven Höhe von 6 Kilometer gänzlich absorbieren, dann zur Erde „re-emittieren“ und so den „Treibhauseffekt“ verursachen. Dieser wäre selbst nach der Logik der „Klimaexperten“ unmöglich. Wäre es so, dass die gesamte Wärmestrahlung der Erde, die ja immer mit einem messbaren Temperaturverlust verbunden ist, wieder zur Erde zurückgestrahlt wird, dann könnte immer nur der durch die Ausstrahlung verursachte Temperaturverlust ausgeglichen werden. Es würde weder wärmer noch kälter. Die Bilanz zwischen Ausgaben und Einnahmen wäre ausgeglichen.

Selbst nach den Aussagen der „Klimaexperten“ kann es keinen „Treibhauseffekt“, weder den natürlichen noch den zusätzlich anthropogen bedingten, geben. Er ist logisch wie physikalisch unmöglich. Bei der fehlerhaften Berechnung der „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ der Erde nehmen die „Klimaexperten“ an, dass Sonne und Erde „schwarze Körper“ seien. Nach Gustav Kirchhoff sind „schwarze Körper“ ideale Wärmestrahler. Diese Wärmestrahlung lässt sich in toto durch das Stefan-Boltzmannsche Gesetz S =  T4 berechnen. Sie ist proportional der 4. Potenz der absoluten oder Kelvin-Temperatur. Wer einmal beobachtet hat, wie rasch eine glühende Herdplatte dunkel wird, oder wie rasch sich glühende Lava abkühlt, verfestigt und schwarz wird, der kann sich ein Bild von der Intensität der Wärmestrahlung machen.

Wer sich an den Physikunterricht der Mittelstufe erinnert, weiß, dass feste und flüssige Körper zwar keine perfekten „schwarzen“, aber „graue Strahler“ sind, die über ein breites Wellenlängenspektrum kontinuierlich Strahlung emittieren. Wenn er sich dann erinnert, dass Gase dagegen nur selektiv Strahlung absorbieren können, dann gibt es nur einen logischen Schluss: Es gibt keine denkbare Gas- oder Lufthülle, die einen Strahlung emittierenden „schwarzen Körper“ an seiner Abkühlung hindern könnte. Eine Gashülle kann prinzipiell kein „schwarzer Körper“ sein. Zeichnet man die Absorptionslinien der „Treibhausgase“ in ein Spektrum, dann findet man einen Bereich, in dem keine sind. Es ist der Spektralbereich zwischen etwa 8 und 13 Mikrometer. Diesen nennt man das „stets offene atmosphärische Strahlungsfenster“. Es kann von keinem der angeblichen „Treibhausgase“ geschlossen werden, insbesondere nicht vom Kohlendioxid dessen Absorptions- und Emissionslinien bei 15 Mikrometer liegen. Hätte die Erde eine gleichmäßige Oberflächentemperatur von 15° Celsius oder 288 Kelvin, dann läge das Maximum der emittierten Infrarotstrahlung bei 10 Mikrometer, also mitten im offenen Fenster.

Der Schöpfer hat gegen alle eventuellen Dummheiten seiner Geschöpfe vorgesorgt. Es wäre auch tödlich für die Erde, wenn die Atmosphäre ein „schwarzer Körper“ wäre. Denn dann, auch diese Annahme gebietet die Logik, würde bereits die Sonnenstrahlung total absorbiert und käme erst gar nicht zur Erde durch, um sie zu erwärmen und in Licht zu tauchen. Der göttliche Befehl „Es werde Licht“ hat nur dann einen Sinn, wenn die Atmosphäre durchsichtig, transparent wie ein Dia ist, für das sichtbare Licht ebenso wie die unsichtbare Temperaturstrahlung. Wie man es dreht und wendet, alles ist „weise“ geregelt nach Gesetzen, die zu ergründen und zu verstehen die vornehmste Aufgabe jedweden Naturwissenschaftlers ist.

Dass es den „Treibhauseffekt“ in der Tat nicht gibt, beweist die Natur selbst tagtäglich auf der Erde bei klaren Strahlungsnächten. Nach der morgendlichen Aufheizung der Erdoberfläche durch die Sonne mit dem Temperaturmaximum kurz nach dem Sonnenhöchststand sinken zum Abend und während der Nacht die Temperaturen bis zum Sonnenaufgang. Dabei ist die tägliche Temperaturamplitude direkt am Erdboden immer am größten als Beweis dafür, dass der Erdboden die Energieumsatzfläche ist. Die Lufttemperatur passt sich bei Windstille immer der Bodentemperatur an. Der Boden absorbiert bei Tage die Solarstrahlung, erwärmt sich und leitet dann diese Wärme an die aufliegende Luft weiter. Bei Nacht wandelt sich der Boden von einer Heizfläche in eine Kühlfläche, wie die Bildung von „Bodeninversionen“ zeigt. Dies kann gar nicht anders sein. Wenn keine Einstrahlung mehr da ist, aber die Ausstrahlung weiter geht, dann nur auf Kosten der gespeicherten Energie der Erde und aller Körper auf ihr.

Die Wärmeausstrahlung eines Körpers ist ein immerwährender Vorgang, der völlig unabhängig von allen anderen Körpern wie der Umgebung ist. Sie kann nicht verhindert werden und hängt einzig von dessen absoluter Temperatur ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Körper wie die Erde von einer Atmosphäre umgeben ist oder nicht. Sie käme zum Erliegen bei Erreichung des absoluten Nullpunktes bei -273,16° Celsius oder O Kelvin. Die Einstrahlung und Erwärmung der Erde beschränkt sich nur auf die Tagesstunden. Da die Strahlung eines Körpers pro Flächeneinheit mit dem Quadrat der Entfernung zu- oder abnimmt, empfängt die Erde Anfang Juli etwa 100 W pro m2 weniger Strahlung als Anfang Januar. Dass es dennoch im Juli wärmer ist als im Januar, hängt zum einem von der doppelten Tageslänge ab und zum anderen von dem steileren Einfallswinkel der sich am nördlichen Wendekreis befindlichen Sonne, was dazu führt, dass eine kleinere Fläche erwärmt werden muss, wie die Vergrößerung des Schattens zwischen Sommer und Winter zeigt.

Der die These von der „Klimakatastrophe“ stützen sollende „natürliche Treibhauseffekt“ mit einem Erwärmungsfaktor von 33 Grad Celsius ist eine pure Erfindung. Daher machen sich die Klimaexperten auch nicht die geringste Mühe, ihn experimentell nachweisen zu wollen. Ihn gibt es nicht und ich sage „Gott sei Dank“. Er widerspricht jeglicher Erfahrung, insbesondere dem in der Physik völlig unstrittigen Abkühlungsgesetz von Isaac Newton. Dieses besagt, dass sich kein Körper in einer kälteren Umgebung erwärmen kann. Und die Strahlungstemperatur des die Erde umgebenden Weltalls beträgt 3 Kelvin. Kein Körper, ob lebendig oder tot, kann sich von allein erwärmen. Ein Körper kann immer nur durch Wärmezufuhr von außen erwärmt werden. Man muss unter Energieaufwand den Kaffee erhitzen. Kalt wird er dann von ganz alleine ohne äußeres Zutun, selbst in der perfektest isolierten Thermoskanne.

Die Erde wird einzig und allein von der Sonne erwärmt. Sie ist der Energielieferant und damit „Motor“ allen Lebens wie aller Bewegungsvorgänge auf Erde. Sie bewegt auch das Wetter über die allgemeine Zirkulation. Sie bringt die Luft zum „Kochen“ wie in das Wasser in einem Topf auf der Herdplatte. Diesen Vorgang nennt man Thermik oder Konvektion. Sie funktioniert nach dem Archimedischen Prinzip. Die Sonne erwärmt den Boden, dieser die Luft. Die erwärmte Luft wird leichter, steigt auf und dehnt sich aus. Die Ausdehnungsarbeit bezahlt sie mit innerer Energie und kühlt ab. Wenn der Taupunkt erreicht ist, bilden sich Haufen- oder Kumuluswolken. Was sich so alles in der Troposphäre abspielt, hängt natürlich auch von dem vertikalen Temperaturgradienten wie den Luftströmungen ab.

Die Natur wehrt sich durch Konvektion und turbulente Durchmischung irgendwie dagegen, dass in Bodennähe die Lufttemperaturen zu hoch werden. Die untere Schicht der Atmosphäre, die „Wetterküche“, wird daher auch Troposphäre oder Durchmischungsschicht genannt. In freier Natur kann man erwärme Luft beim besten Willen nicht einsperren. Auch die Wärmestrahlung kann man nicht unterbinden. In den ariden und semiariden Gebieten gäbe es ohne das „offene Strahlungsfenster“ kein Leben. Dort enthält die Luft so wenig Feuchtigkeit, dass die Steine und Pflanzen so stark unterkühlen müssen, damit sich an ihnen Tau oder Kondensniederschlag bilden kann. Allein vom nächtlichen Tauniederschlag ernährt sich die spärliche Pflanzen- und Tierwelt. Welches Beispiel man auch heranzieht, man kommt nicht umhin, die abgestimmte Logik der Naturgesetze zu bewundern. Bewundern muss man aber auch die Leichtgläubigkeit und Hörigkeit gegenüber Expertenaussagen. Sie werden unkritisch übernommen, millionenfach verbreitet und verstärkt, bis sie zum festen Glaubenssatz werden. Der erste Staatssekretär für Umweltfragen in der Bundesrepublik Günter Hartkopf sagte auf einer Beamtenbundtagung am 8. Januar 1986: Es gibt eine alte Verwaltungsweisheit, die einem beim Lesen so manchen teuren Ergebnisberichts in den Kopf kommt. Sie lautet: „Wenn man Gedanken von einer Person stiehlt, ist das ein Plagiat, stiehlt man von vielen, dann ist es Forschung.“

Auch der Mensch strahlt unentwegt, er wird kälter und ist daher unbedingt auf permanenten Wärmenachschub angewiesen. Er gehört zu den „Warmblütern“, den „Homoiothermen“. Ihr Stoffwechsel ist darauf angewiesen, dass die Körpertemperatur nahezu konstant bleibt. Der menschliche Organismus funktioniert am besten bei Kerntemperaturen zwischen 37 und 37,5° Celsius. Unser Wärmehaushalt hat die Aufgabe, unabhängig von körperlicher Aktivität und Außentemperatur möglichst genau im Zielbereich zu halten. Bei Absinken unter den Sollwert wird der Stoffwechsel angeregt und die Muskeln zum Zittern gebracht, um mehr Energie umzusetzen. Außerdem wird die Durchblutung von Haut und Extremitäten herabgesetzt, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Allein um seine Kerntemperatur konstant zu halten, benötigt ein Mensch täglich einen Energienachschub von etwa 1600 Kcal.

Glaubt man der Evolutionsbiologen wie den Klimaexperten, dann stiegen irgendwann im Urwald die Affen von den Bäumen, um als Menschen in den Savannen weiterzuleben. Zugleich wird der Mensch als „nackter Affe“ bezeichnet. Ohne isolierendes und den Wärmeverlust durch Strahlung reduzierendes Haarkleid hätte dieser schon in der ersten Savannennacht Probleme gehabt, unter freiem Himmel nicht zu unterkühlen, zu erstarren und seinen Geist aufzugeben. Deutliche Unterkühlungssymptome zeigen sich bereits bei 35 Grad; unter 30 Grad ist das Überleben des Organismus in Gefahr. Savannennächte können bitter kalt werden. Und wenn nackte Haut 12 Stunden am Tage extremer UV-Bestrahlung durch die Sonne ausgesetzt ist, ist auch das ein Problem. Steigt die Temperatur über den Sollwert, dann wird die Haut stärker durchblutet, um mehr Wärme abzustrahlen. Zudem wird aus den Schweißdrüsen Wasser ausgeschieden, der Mensch schwitzt und kühlt sich über die Verdunstungskälte. Der Körper verträgt nun –bei steigendem Flüssigkeitsbedarf- höhere Außentemperaturen, ohne dass seine Kerntemperatur ansteigt. Der „nackte Affe“ muss also gleich am ersten Tag im absoluten Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen sein, sonst hätte er sein Überleben nicht sichern können.

Der „nackte Affe“ muss sich als erstes Kleidung besorgt haben, muss sich ein Dach über dem Kopf gebaut und er muss die Handhabung von Feuer beherrscht haben. Er muss die Signale seines Körpers richtig interpretiert und die richtigen Maßnahmen getroffen haben. Wahrlich ein Wunderwerk der Schöpfung! Er merkte sofort, dass die Erde kein Haus, kein „Oikos“ ist, sondern zur Sonne wie den funkelnden Sternen hin durchsichtig, ja offen ist. Ein Haus, auch wenn es zunächst nur aus Blättern besteht, muss der Mensch bauen, zu seinem Schutz vor der Natur, insbesondere dem Wetter. Im Evangelium (Mt 7, 21-27) mahnt Jesus die Jünger, klug zu sein und ihr Haus auf Felsen statt auf Sand aufzubauen. Die Erde ist kein Haus, schon gar kein „Treibhaus“. Das Bild vom Gewächshaus ist auf die Erde nicht übertragbar. Es ist aus Glas gebaut, um den Pflanzen über die Photosynthese das notwendige Licht zum Wachstum zukommen zu lassen. Und so ein Glashaus bietet einen geschlossenen Raum, um erwärmte Luft am konvektiven Aufstieg zu hindern, sie einzusperren. So und nicht anders erzielt man eine Temperaturerhöhung im Gewächshaus, so erzeugt man einen Treibhauseffekt. Zerstört ein böser Nachbar die Glasscheiben, dann löst sich der Treibhauseffekt in Luft auf. So gesehen ist das „Treibhaus“ nichts als ein Luftschloss im Wolkenkuckucksheim. Weil es keinen wärmenden „Treibhauseffekt“ gibt, legen die Gemüsebauern Folien über die Äcker, wird Unterglasgartenbau betrieben. Immer geht es darum, eine zu schnelle Unterkühlung und damit die Gefahr von Nachtfrösten zu mindern.

Wenn es auch in der Natur nicht existiert, so existiert es doch inzwischen in unsere Psyche, in unserer Innenwelt, im Unterbewusstsein. Hier hat es die Funktion eines Gehäuses der Hörigkeit. Das „Treibhaus“ ist ein Synonym, es ist als geistiges Gefängnis konstruiert, um uns ängstigen, uns einheizen und politisch willfährig zu machen. So wie das Gewächshaus zum schnelleren Austreiben der Saat, zur gesteuerten Züchtung von Pflanzen dient, so kann man das „Treibhaus“ als imaginäres Zuchthaus für den Menschen ansehen, damit aus dem sündigen Menschen ein guter, gehorsamer, leicht lenk- und manipulierbarer „Ökogutmensch“ wird. Die „Eine Welt“ braucht den „Einen Menschen“, das „Eine Klima“. Das Treibhaus ist eine Globalisierungsfalle. Die Wurzel allen Übels ist nicht der sündhafte Mensch, es ist, wie Papst Benedikt XVI. treffend formulierte, der „pathologische Selbsthass des Abendlandes“. Die in den 50er und 60er Jahren erfolgte Umwertung aller Werte hat zu einem Werteverfall ohnegleichen geführt. Aus unseren Köpfen ist das Bild vom „Treibhaus“ kaum noch auszutreiben, selbst nicht mit den beweiskräftigsten Argumenten.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir in einer Zeit leben, in der Demagogen, Ideologen und bestens geschulte Rhetoriker nichts anderes tun, als über die Medien zu versuchen, die geistige Autonomie des einzelnen wie sein Willensfreiheit einzuschränken und zu lenken. Mit Hilfe der Neuropsychologie wird unser freier Willen zu demontieren versucht. Es ist lange her, dass Immanuel Kant die Devise ausgab, sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien und den Mut zu haben, den eigenen Verstand zu benutzen. Wir leben in der Tat in einer Konsumgesellschaft. Auch die geistige Nahrung bereiten wir nicht mehr selbst zu, sondern konsumieren sie im Schnellverfahren. Ideologen sind wahre Meister in der raschen Befriedigung unseres „Bauchgefühls“, unserer unbewussten Steuerung über das vegetative Nervensystem. Ideologen wissen zu gut: das Trägheitsgesetz ist nicht nur ein physikalisches Gesetz, sondern auch eine zutiefst menschliche Eigenschaft!

Wenn uns der Vorwurf gemacht wird, dass wir die Erde krank heizen, dass die Erde Fieber habe, dann reagieren wir automatisch mit einem schlechten Gewissen, mit Schuldgefühlen. Wir gehen gar nicht der Frage nach, ob dies physikalisch möglich ist. Wir verlassen uns blind auf Wissenschaftler, denn die müssen es ja schließlich wissen. Aber Wissenschaftler sind auch Menschen mit speziellen Weltvorstellungen, Wünschen und Gelüsten. Sie sind nicht schlechter, aber auch nicht besser als jeder andere Sterbliche. Auch in den Computerlabors und Wissenschaftsstuben geht es nicht immer ehrlich zu. Dies bestätigte der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Hubert Markl, bei der EXPO 2000 in Hannover. Vor aller Welt bekannte er, dass „Lüge und Betrug integrale Bestandteile des Forschens“ sind. Schon vorher hatte 1993 das Bundesverwaltungsgericht resignierend festgestellt: „Die größten Gauner, Ganoven und Verbrecher sitzen hierzulande nicht im Knast, sondern in vornehmen Amts- und Bankstuben.“

Martin Heidegger sagte einmal treffend: „Die Sprache ist das Haus des Seins“. Von Ludwig Wittgenstein stammt die Erkenntnis: „Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt.“ Wer die Erde als „Ökosystem“ begreift, als „Treibhaus“, dessen „Haus des Seins“, dessen Denkgebäude ist begrenzt, der kann nicht mehr zum Licht vordringen, zur Erleuchtung gelangen. Es ist wahr, dass wir behutsam und sorgsam mit den Schätzen der Erde umgehen müssen, weil die Vorräte begrenzt sind. Doch die Erde ist kein geschlossenes „Raumschiff“, das heimatlos und versorgungslos im Weltall umherirrt. Die Erde ist eine zum Weltall offene „Kugel“, die ihre Grundnahrung von der Sonne bezieht. Die Nahrung kommt als Licht in Form von Photonen zu uns. Es sind die grünen Pflanzen, die mit dem Licht über die Photosynthese aus CO2 und H2O in Nahrung umwandeln. Das Leben beginnt mit dem göttlichen Befehl: „Es werde Licht!“

Wie kann man als grüner Natur- und Umweltschützer das Kohlendioxyd als Schadstoff, ja als Umweltgift bezeichnen? Ohne Kohlendioxyd in der Atmosphäre gäbe es keine CO2- Assimilation, gäbe es keine Nahrung für Tier und Mensch, gäbe es keinen Sauerstoff, um die Nahrung in unseren Körpern zu verbrennen und der Natur über die Atmung wieder das lebensnotwendige CO2 zurückzugeben. Bevor die Menschheit daran geht, alles emittierte Kohlendioxyd zu „sequestrieren“ und in unterirdische Hohlräume zu verbannen, sollte man sich die Bedeutung folgenden Satzes klarmachen, der am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin steht: „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“

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Das Wetter widerlegt alle Klimahypothesen
Treibhauseffekt ist physikalisch unmöglich
Wolfgang Thüne

Das Wetter war zu allen Zeiten für den Menschen ein „Buch mit sieben Siegeln“. Als der Mensch die irdische Bühne betrat, fand er das Wetter vor und musste sich ihm anpassen. Dies hat er mit ungeheurer Geschicklichkeit getan. Er hat überall die Erde in Besitz genommen und alle Wetterhindernisse gemeistert, er wurde aber auch immer wieder Opfer von „Wetterextremen“. Etliche Geheimnisse des Wettergeschehens hat der Mensch im Laufe der Jahrtausende lüften und entschlüsseln können. Mitte des 19.Jahrhunderts organisierte er staatliche Wetterdienste, um zumindest für wenige Tage das Wetter mit ziemlicher Genauigkeit vorhersagen zu können. Doch dieses Wissen um die atmosphärische Zirkulation, um die Bewegung von Hoch- und Tiefdruckgebieten ändert nichts an der Tatsache, dass der Mensch nichts am Wetter ändern kann, sich ihm fügen und es so nehmen muss, wie es kommt. Das Wetter kann Flughäfen lahm legen, ob durch Eis, Nebel oder Blizzards. Das Wetter entscheidet auch, wann Weltraumraketen starten und wann und wo sie landen können.

Allen großspurigen Prahlereien eines Wilhelm Reich (Orgonakkumulator) oder Josef Stalin (Konzentrator) wie Verheißungen zum Trotz, das Wetter ist „Herr“ über den Menschen und nicht der Mensch „Herr“ über das Wetter. Unter allen Gottheiten haben die „Wettergötter“, ob sie bei den Juden Jahwe, bei den Griechen „Zeus“, bei den Römern „Jupiter“ oder bei den Germanen „Wotan“ hießen, bis heute ihren Platz behauptet und sich nicht vom Menschen entthronen lassen. Unverändert gilt der Volksspruch, dass das Wetter das macht, was es will, obgleich man dem Wetter keinen eigenen Willen und schon gar keine schlechten Absichten unterstellen kann. Aus China ist die Weisheit überliefert: Die Natur ist in höchstem Maße ungerecht, doch darin liegt ihre größte Gerechtigkeit.

Das Wetter wird gerne als „chaotisch“ bezeichnet, doch dies besagt nichts anderes, dass seine Bewegungsabläufe so komplex und kompliziert sind, dass sie nur kurzfristig nachzuvollziehen und vorherzusehen sind. Auch die größten und schnellsten Supercomputer können das deterministische wie stochastische Chaos nicht überwinden. Die absolute theoretische Grenze für die Vorhersagbarkeit liegt bei vierzehn Tagen. Doch der moderne und sich „allmächtig“ fühlende Mensch möchte die Wetterherrschaft abschütteln und verdrängt, dass dieser Emanzipationsversuch auf ewig zum Scheitern verurteilt ist. Der Mensch kann sich in klimatisierten Räumen behaglich einrichten, doch damit kann er dem Wetter nicht entfliehen; es folgt ihm Schritt auf Tritt, von ihm kann er sich nicht befreien. Der moderne Mensch versucht, diese seine Ohnmacht zu kaschierten und ist ein Verdrängungskünstler, Spieler und Gaukler geworden, der mit seiner Macht über die Natur prahlt. Er glaubt, sich die Erde „untertan“ gemacht zu haben, doch dies vom Himmel, der Atmosphäre, war nicht die Rede. Tag für Tag muss er ohnmächtig zusehen, wie das Wetter mit ihm „Katz und Maus“ spielt.

Der Mensch sonnt sich gerne in seiner machtvollen Fähigkeit, Atome spalten und gigantische Energiemengen plötzlich freisetzen zu können. Dieses Energiepotential ist wahrhaft gigantisch, wie die beiden Atombomben, „Little Boy“ am 6. August 1945 in Hiroshima und „Fat Man“ am 9. August in Nagasaki, der Welt deutlich vor Augen geführt haben. Doch was haben die beiden wuchtigen, bis in die Stratosphäre emporschießenden „Atompilze“ am Wetter geändert? Es waren nicht mehr als die sprichwörtlichen Nadelstiche in einem riesigen Heuhaufen.

So zerstörerisch auch die durch die Explosion verursachte Druck- und Sogwelle auch war, der Atmosphäre sind solche Energiemengen nicht unbekannt. Sie spielt geradezu damit, denn sie erhält das Millionfache davon von der Sonne. Man schätzt, dass bei jedem Gewitter im Mittel durch die elektrischen Entladungen, die Blitze, Energien umgesetzt werden, die dem zwanzigfachen der „Hiroshimabombe“ entsprechen. Und jeden Tag gehen schätzungsweise auf dem Erdenrund 45 000 Gewitter nieder. Eine einfache Überschlagsrechnung ergibt, dass allein in den Gewittern durch elektrische Entladungen Energien von 900 000 Hiroshimabomben freigesetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Natur? Die Natur setzt ihre ungeheuren, ja unvorstellbaren Energiemengen konstruktiv ein, um Leben zu ermöglichen. Die dagegen vom Menschen „explosiv“ freigesetzten Energien, ob als Pfeil, Gewehrkugel oder Atombombe dagegen sollen töten, zerstören; sie sind destruktiv. Wenn sich auch der Mensch x-fach gegenseitig ausrotten kann, „gescheites“ Wetter kann er dennoch nicht machen.

Der Mensch ist und bleibt ein energetischer Zwerg, der bei allem Stolz über seine technischen Errungenschaften bescheiden bleiben und nicht dem Größenwahn verfallen sollte. Die Natur, insbesondere in ihrer Ausdrucksform „Wetter“, ist unendlich mächtiger als er und lässt alle bisherigen Bemühungen, das Wetter beeinflussen zu wollen, als winzige Bagatelle erscheinen. Bei allem Stolz auf unsere wissenschaftlichen wie technischen Leistungen, wir sollten nicht dem Hochmut verfallen und uns als „Geschöpf“ über den „Schöpfer“ erheben wollen.


Zum Ursprung des Wetters

Seit wann es Wetter auf der Erde gibt, entzieht sich menschlichem Erkenntnisvermögen. Ihm bleiben nichts als Vermutungen und spekulative Erklärungen, denn das Wetter war bereits da, als der Mensch, gleichgültig ob als „Adam und Eva“ oder als „nackter Affe“, die irdische Bühne betrat und sich dort behaupten musste. Im Paradies, wo „Milch und Honig“ floss und der Mensch noch nicht im Schweiße seines Angesichts sein täglich Brot erarbeiten musste, mag das Leben wahrhaft herrlich gewesen sein. Entsprechend groß ist immer noch unsere unstillbare Sehnsucht nach paradiesischen Zuständen. Unzählige Menschenopfer wurden und werden immer noch dieser Illusion gebracht, doch sie bewirkten nur Elend und Leid.

Was die Voraussetzung für Wetter betrifft, so müssen drei Dinge gegeben sein. Erstens muss es einen Energie spendenden Körper geben, zweitens einen diese Energie aufnehmenden Körper und drittens ein bewegliches gasförmiges Medium. Es muss also eine Sonne geben, eine Erde und diese muss eine Gashülle, eine Atmosphäre, besitzen. Denkt man an eine Rangfolge, dann ist das Wichtigste die Energie, ohne die es keine Bewegung gibt. Den Beginn des Wetters kann man ansetzen mit dem Befehl: „Es werde Licht!“

Trotz dieses Befehls war die Erde noch achteinhalb Minuten in Finsternis getaucht. Erst dann wurde sie erhellt durch die ersten Sonnenstrahlen, die allerdings noch kein Auge wahrnahm. Deswegen bleiben uns die Anfänge der Erde im „Dunkeln“. Achteinhalb Minuten brauchen die Lichtstrahlen, denn ihre Geschwindigkeit ist nicht unendlich, sondern beträgt nach Olaf Römer 300 000 Kilometer pro Sekunde. Und diese Zeit ist nötig, um die etwa 150 Millionen Kilometer betragende Entfernung zwischen Sonne und Erde zurückzulegen. Auf der Erde wurde es mit Eintreffen des Lichts nicht nur hell, sondern auch warm. Mit den Worten von Max Planck ist jeder Lichtstrahl zugleich auch ein Wärmestrahl. Es scheint paradox, aber fast 50 Prozent der Lichtstrahlen von der Sonne kommen als unsichtbare Wärmestrahlen auf die Erde und heizen sie auf, erwärmen deren Oberfläche.

Nun erst kommt die Lufthülle, die Atmosphäre, ins Spiel. Als elektromagnetische Strahlen benötigen die Lichtstrahlen kein Medium, keinen Äther, um sich auszubreiten. Während die Schallwellen die Luft als Transportmedium benötigen, können sich Lichtwellen auch im luftleeren Raum, im Vakuum, ausbreiten. Sie passieren praktisch ungehindert die Lufthülle der Erde. Nur einige wenige werden nur von ganz wenigen Luftmolekülen, die die Fähigkeit haben, Strahlen ganz bestimmter Wellenlänge zu absorbieren und zu emittieren, abgefangen, sozusagen aus dem Spektrum ausgefiltert. Die hierdurch bewirkte direkte Erwärmung der Luft ist kaum messbar, praktisch vernachlässigbar.

Erwärmt von der Sonne wird im Grunde einzig und allein der Erdboden. Dieser erst erwärmt die Luft durch Wärmeleitung, durch direkte Berührung mit der aufliegenden Luft, die mit einem Luftdruck von gut einem Kilogramm pro Quadratzentimeter auf die Erdoberfläche gepresst wird. Die so erwärmte Luft bleibt nicht lange ruhig. Wie jeder andere Körper dehnt sie sich bei Erwärmung aus; sie wird dünner, leichter und steigt empor. Erwärmte Luftpakete lösen sich vom Boden ab und erzeugen das, was wir Auftrieb, Konvektion oder Thermik nennen. In solchen Thermikschläuchen schrauben sich die Adler, Bussarde und Sperlinge in die Höhe, aber auch die Segelflieger wissen diese zu nutzen.

Dieses Prinzip des Auftriebs entdeckte zuerst Archimedes, unter Wasser. Das „Archimedische Prinzip“ besagt, dass jeder leichtere Körper unter Wasser solange emporsteigt, bis das von ihm verdrängte Gewicht mit dem des Wassers übereinstimmt. Deswegen schwimmt auch Eis auf dem Wasser, weil sich dessen Volumen beim Gefrieren um etwa 10 Prozent ausdehnt. Diese Ausdehnungskraft sprengt nicht nur Felsen, sie lässt auch Wasserrohre platzen. Wenn man die „Spitze eines Eisberges“ sieht, kann man als Faustformel annehmen, dass 90 Prozent des Eisberges sich unter Wasser befinden. Schmilzt des Eisberg, so nimmt das Wasser wieder sein ursprüngliches Volumen ein. Obgleich die „Spitze des Eisberges“ verschwindet, ändert sich an der Höhe des Wasserspiegels absolut nichts. Schmelzende Eiswürfel in einem Glas mit Whisky bringen dieses auch nicht zum Überlaufen!

Durch Leitung und dann Konvektion kommt die Wärme in die Luft, wird deren Temperatur erhöht. Es ist also nicht korrekt zu sagen, dass sich die Luft erwärme. Nein, Luft kann sich nicht erwärmen. Sie müsste sich an einer Stelle abkühlen, um mit dieser Energie sich an anderer Stelle erwärmen zu können. Dies ist physikalisch unmöglich, denn jeder Wärmestrom hat eine von Natur aus vorgegebene Richtung. Wärme fließt nur von warm nach kalt und nicht umgekehrt. Dieses Naturgesetz vermag der Mensch nicht umzukehren, mag seine Phantasie auch anderes propagieren, wie es der Begriff „Erderwärmung“ suggeriert. Auch diese „Erderwärmung“ ist unmöglich. Wie jeder andere Körper verliert auch die Erde unentwegt Wärme. Sie kühlt sich für uns Menschen erbarmungslos und gnadenlos ab, wenn sie nicht von außen, von der Sonne, erwärmt wird.

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde, weil es für dieses keine Energie gäbe. Leben ist Energie, ist Bewegung. „Alles fließt“, sagte Heraklit in weiser Einfachheit. Auch die Luft fließt und ist in ständiger Bewegung, selbst bei vermeintlicher „Windstille“. Wind ist bewegte Luft und wohl daher hat „Wetter“ in seiner indogermanischen Urbedeutung die Bedeutung „Bewegung“. Diese Bewegung lebt in dem englischen Wort „weather“ fort. Im französischen Sprachgebrauch wird die Bewegung an die Zeit geknüpft. „Le temps“ bedeutet sowohl Zeit als auch Wetter. Beide sind in unaufhörlicher Bewegung, in ständigem Fluss und nicht umkehrbar, das heißt nicht rückgängig zu machen. Wetter und Zeit sind „irreversibel“.

Die Lufthülle der Erde bewegt sich nicht vor selbst, denn aufgrund der Schwerkraft, der Anziehungskraft der Erde als Körper, ist die Lufthülle äußerst fest an die Erde gebunden. Die Lufthülle rotiert mit genau der gleichen Geschwindigkeit wie die Erde. Bei einer täglichen Erdumdrehungszeit von 24 Stunden und einen Umfang von etwa 40 000 Kilometern am Äquator beträgt dort die Rotationsgeschwindigkeit der Erde knapp 1 760 Kilometer pro Stunde. In 50 Grad nördlicher oder südlicher Breite sind es immer noch etwa 850 Kilometer pro Stunde. Würde sich die Erde unter einer „starren“ Lufthülle mit dieser Geschwindigkeit drehen, die Oberfläche wäre am Äquator glühend heiß, allein durch die Reibungswärme. Alle Gegenstände auf der Erde würden verglühen wie ein Satellit beim Wiedereintauchen in die Erdatmosphäre. Direkt am Nordpol wie am Südpol als Umdrehungsachse wäre es eisig kalt, denn dort geht die Rotationsgeschwindigkeit auf Null zurück.


Woraus sich die Lufthülle zusammensetzt

Die bewegte Lufthülle erzeugt also das, was wir Wetter zu nennen pflegen. Die Kraft oder Energie, die sie zu ihrer ständigen Bewegung benötigt, kommt von der Sonne. Sie ist der „Motor“, der alles in Bewegung hält, auch das Leben.
„Leben“ gab es jedoch nicht von Anfang an auf der schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre alten Erde, wenn auch die glühende Urerde schon eine Atmosphäre hatte. Sie war jedoch mit der heutigen nicht zu vergleichen und hatte eine völlig andere Zusammensetzung. Die Vermutungen über die Bestandteile der Uratmosphäre sind vage, doch geht die Wissenschaft davon aus, dass die Atmosphäre ein Stadium durchlaufen hat, in dem sie noch ohne Sauerstoff war. Wie ein glühendes Eisen, das aus dem Feuer genommen wird, so kühlte sich die noch heiße Erde stetig ab, bis die Temperaturen der Lufthülle unter 373,2 Kelvin (K) oder 100 Grad Celsius (° C) sanken, dem Siedepunkt des Wassers. Nun erst konnte sich der unsichtbare, gasförmige Wasserdampf verflüssigen, zu Tröpfchen kondensieren, konnte der Himmel seine Schleusen öffnen, um die Ozeane zu bilden.

Es war die Wärmestrahlung, die diesen Abkühlungsprozess verursachte. Die Erde verlor ihre Hitze und strahlte sie in die unendlichen Weiten des Weltalls hinaus. Die Erde bekam irgendwann eine feste Kruste und die Lufthülle füllte sich zunehmend mit den Stoffen, die im Innern der glutflüssigen Gesteine gelöst waren. Auf diese Weise kamen Wasserdampf, Kohlendioxyd und Stickstoff in die Luft. Dies lässt sich nachprüfen an den Ausdünstungen der heute tätigen Vulkane. Die Rauchwolken der Vulkane bestehen ungefähr zu 70 Prozent aus Wasserdampf, zu 16 Prozent aus Kohlendioxyd, zu 10 Prozent aus Stickstoff. Den Rest bilden Staubpartikel und Schwefeldämpfe.

Die beiden angeblichen „Treibhausgase“ Wasserdampf und Kohlendioxyd konnten nicht verhindern, dass sich die Erde, die einst eine glühende „Feuerkugel“ war, stetig weiter abkühlte. Die Erklärung ist physikalisch einfach und leicht zu verstehen. Dies liegt schlicht daran, dass die Erde naturgesetzlich ein „kontinuierlicher Strahler“ ist. Alle festen und flüssigen Körper gehören zu den „kontinuierlichen Strahlern“, weil sie elektromagnetische Strahlung zusammenhängend über ein breites Wellenlängenspektrum abgeben. Luftige und damit gasförmige Körper können dagegen nur selektiv Strahlung aufnehmen oder absorbieren und damit abgeben oder emittieren.

Die Sonne als glühender und die Erde als kalter Körper sind beides solch „kontinuierliche Strahler“. Die Sonnenstrahlen erreichen die Erdoberfläche durch das sichtbare und nahe Infrarotfenster in der Atmosphäre zwischen 0,38 und 3 Mikrometer (µm) und die Wärmestrahlung der Erde verschwindet ins Weltall insbesondere durch das offene Wasserdampf-Fenster zwischen 8,75 und 12,25 µm. Die von der Sonne ausgehende Strahlung umfasst nicht nur das unser Auge blendende sichtbare „weiße“ Licht, das sich in seine Spektral- oder Regenbogenfarben von violett bis rot zerlegen lässt. Auch jenseits des roten Lichts bei 0,8 µm sendet die Sonne unsichtbare Wärme- oder Infrarotstrahlung zu uns. Jenseits des violetten Lichts kommt von der Sonne eine ebenfalls unsichtbare Strahlung, die sehr kurzwellige Ultraviolettstrahlung, die auf unserer Haut den „Sonnenbrand“ hervorruft. Während das Rot- und Infrarotlicht“ unsere Haut erwärmt, wird sie von zuviel „UV-Licht“ verbrannt und geschädigt.

Die Sonnenstrahlung hinterlässt in der Sonnenatmosphäre nicht nur die vielen Tausend dunklen „Fraunhoferschen Linien“, sie muss auf ihrem Weg zur Erde noch die Erdatmosphäre mit ihren Gasen durchlaufen. Nachdem im Jahre 1672 Isaac Newton entdeckt hatte, dass sich das weiße Sonnenlicht in seine sieben Regenbogenfarben zerlegen lässt und später im Jahre 1800 Wilhelm Herschel die unsichtbare, die ultra- oder infrarote Strahlung entdeckte, war es Josef Fraunhofer, der im Jahre 1814 im Sonnenspektrum viele dunkle Linien, die „Fraunhoferschen Linien“ entdeckte. Erst viele Jahre später, im Jahre 1859, fanden Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen die Erklärung. Sie entdeckten, dass die dunklen Linien schlicht und einfach „Absorptionslinien“ waren. Sie wurden verursacht durch die verschienen Gase in der Sonnenatmosphäre. Jedes Molekül kann nur ganz spezifisch Strahlung einer ganz bestimmten und nur für dieses spezielle Molekül charakteristischen Wellenlänge absorbieren. Diese Absorption erzeugt eine „dunkle Linie“ in dem ansonsten kontinuierlichen Spektrum.

Kirchhoff und Bunsen fanden auch eine „dunkle Linie“, die sie keinem Stoff auf der Erde zuordnen konnten. Sie gaben dem dazugehörigen Stoff den Namen „Helium“ nach dem griechischen Wort „helios“ für Sonne. Erst etwa 30 Jahre später entdeckte man dieses Element Helium auch auf der Erde. Man weiß auch, wie Helium entsteht. Es entsteht aus der Verschmelzung von zwei Wasserstoffatomen in dem „Fusionsreaktor“ Sonne. Kirchhoff und Bunsen begründeten als neuen Zweig der Physik die „Spektralanalyse“. Sie spielte nicht nur für die Astronomie eine gewichtige Rolle, denn sie erlaubte es, erstmalig die Zusammensetzung von Sternatmosphären „spektralanalytisch“ zu erforschen und sowohl qualitativ als auch qualitativ zu bestimmen.

Auf der Spektralanalyse beruht letztendlich die moderne Atomphysik ebenso wie die Quantenphysik. Mit der Entdeckung des „Wirkungsquantums h“ revolutionierte Max Planck die klassische Physik und öffnete mit seiner am 14. Dezember 1900 vorgetragenen Quantenidee den Zugang zu einem der Physik bis dahin verschlossenen Verständnis aller Atomvorgänge. Im Jahre 1905 übernahm Albert Einstein Max Plancks Idee der Quantentheorie und interpretierte das Licht als Strom von Lichtquanten oder Photonen, wobei er jedem Quant eine Energie h υ zuschreibt und zudem annimmt, dass jedes Elektron durch e i n Quant ausgelöst wird. Mit diesem Bild sieht man das Bombardement der Quanten auf den bestrahlten Körper unmittelbar vor sich. Aus denselben Gedanken heraus stellte Albert Einstein im Jahre 1912 das „photochemische Grundgesetz“ auf, demzufolge jede photochemische Reaktion primär in der Absorption e i n e s Lichtquants und der an e i n e m Atom oder Molekül dadurch ausgelösten Umsetzung erfolgt.

Dies vorauszuschicken ist äußerst wichtig um zu verstehen, warum die Lufthülle der Erde praktisch durchsichtig, vor etwa 100 Jahren sagte man „diatherman“, für die Sonnenstrahlen ist. Sie haben mit Leichtigkeit die Sonnenatmosphäre durchdrungen und tun dies ebenso mit der Erdatmosphäre. Man kann dies nachprüfen und ganz einfach mit Temperaturmessungen belegen. Dazu misst man direkt am Boden und dann in verschiedenen Höhen über dem Boden den Tagesgang der Temperaturen. Die Auswertung der Messungen ergibt, nimmt man zur leichteren Interpretation windarmes und wolkenloses Wetter, dass die größten Temperaturschwankungen direkt am Erdboden auftreten und dann mit zunehmender Höhe immer geringer werden. Der Boden ist also eindeutig am Tage die Heizfläche für die Luft, und natürlich auch die nächtliche Kühlfläche. Läuft man bei Sonnenschein über Mittag barfuss durch den Dünensand oder über eine Teerstraße, dann merkt man den beachtlichen Unterschied zwischen der Temperatur des Bodens wie in Kopfhöhe.

Obgleich die Sonne unsere Energiequelle ist, ist der Boden als Empfänger- oder Absorberfläche für die Solarenergie die tatsächliche Quelle und Senke für Energie. Mit Hilfe des Prozesses der Wärmeleitung transportiert er Wärme in die tiefere Schichten des Bodens, erleitet sie aber auch in die Atmosphäre. Die Lufthülle der Erde lässt also die Sonnenergie praktisch ungehindert passieren und das liegt an ihrer gasförmigen Zusammensetzung. Die trockene Luft besteht etwa zu 78 Prozent aus Stickstoff (N2) und zu 21 Prozent aus Sauerstoff (O2). Im verbleibenden Rest von 1 Prozent überwiegt mit 0,9 Prozent das Edelgas Argon (Ar). Von dem minimalen Rest von 0,1 Prozent hat den Hauptanteil mit 0,035 Prozent das Kohlendioxyd (CO2). Dann folgen nur noch Bruchteile von Neon, Helium, Methan, Krypton, Wasserstoff, Stickoxyd, Ozon, Xenon.

Die Zusammensetzung der Luft scheint wie von weiser Hand zusammengefügt, denn jeder Stoff hat eine Aufgabe, eine Funktion, einen Sinn. Ohne die winzigen Bruchteile von Kohlendioxyd gäbe beispielsweise keine grünen Pflanzen auf unserer Erde, keine Pflanzen, keine Bäume und Sträucher, keine Grasländer, keine Steppen und Urwälder. Die grünen Pflanzen haben als einzige Lebewesen die einzigartige Fähigkeit, über die Spaltöffnungen an den Blättern mit Hilfe des Farbstoffes Chlorophyll Sonnenenergie aufzunehmen und diese als „Nahrung“ zu speichern. Diesen Prozess nennt man Photosynthese oder CO2-Assimilation. Dabei wird mit Hilfe des Kohlendioxyds aus der Luft und des mit Mineralien angereicherten Wassers aus dem Boden Pflanzensubstanz, materialistisch als „Biomasse“ bezeichnet, aufgebaut. Dabei spalten sie aus dem Wasser (H2O) Sauerstoffatome (O) ab, fügen sie zu Sauerstoffmolekülen (O2) zusammen und geben diese an die Luft ab.

Die grünen Pflanzen sind wahre Wunderwerke der Natur oder Schöpfung. Ohne sie wäre heutiges Leben auf der Erde nicht möglich. Diese Einsicht findet man in einem weisen Spruch am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin. Dort steht: „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“

Ohne die grünen Pflanzen, man nennt sie daher auch Primärproduzenten, gäbe es keine Grundnahrung für Tier und Mensch, es gäbe auch keinen Sauerstoff in der Luft, den wiederum Tier wie Mensch gleichermaßen dringend benötigen, um die pflanzliche oder auch tierische Nahrung im Körper zu verbrennen. Deren Verbrennung ist unverzichtbar, um die in der Nahrung von den Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie als eigentliche Lebensenergie wieder freizusetzen. Mit Albert Einstein gesprochen leben wir Menschen letztendlich von dem ungeheuren Photonenstrom, der von der Sonne ausgeht und die Erde trifft. Die Sonne verzehrt sich und ermöglicht Leben auf der Erde. Hört sie eines Tages auf zu scheinen, dann hört auch das Leben auf.

Erlischt die Sonne, dann tritt vermutlich wieder der Urzustand ein, den die Bibel wie folgt beschreibt: „… die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe …“. Ähnlich heißt es in der Edda: „… Urzeit war, da Ymir hauste, nicht war Sand noch See noch Salzwogen, nicht Erde unten noch Himmel oben, Gähnung grundlos, doch Gras nirgend …“.


Zur Rolle des Kohlendioxyds in der Luft

Die wissenschaftlichen Schätzungen über den maximalen einstigen Gehalt der Luft an Kohlendioxyd gehen weit auseinander und reichen von mindestens 20 Prozent, was dem heutigen Sauerstoffgehalt entspricht, bis zu über 80 Prozent. Diese Diskrepanzen sind erheblich, sie mögen hier nicht weiter interessieren, denn Tatsache ist, dass sich die Erde trotz des immens hohen CO2-Gehaltes abkühlte und nicht erwärmte.

Nachdem die Erdoberfläche und mit ihr die Lufthülle unter die „kritische Temperatur“, den „Siedepunkt“ bei 373 K oder 100° C, abgekühlt waren, konnten die riesigen Wasserdampfmengen kondensieren. Es muss zu geradezu sintflutartigen Regenfällen gekommen sein. So entstanden die Flüsse, die Seen, die Meere.

In den Meeren entwickelten sich die Blaugrünalgen, die die Befähigung zur Photosynthese, zur CO2-Assimilation hatten. Mit Hilfe des Sonnenlichts hυ erzeugten sie aus den anorganischen Stoffen H2O und CO2 organisches Material und gaben dabei Sauerstoff ab. Ohne CO2 in der Luft gäbe es keine grünen Pflanzen und damit keine Nahrung für Tier und Mensch. CO2 ist für die Pflanzen unverzichtbar; es ist ein Grundnahrungsmittel. Deswegen nennt man die Pflanzen auch Primärproduzenten. Der Mensch ist Konsument. Mit der Begrünung der Kontinente verschwanden ungeheure Mengen des Kohlendioxyds aus der Luft. Der heutige Gehalt liegt zwischen 0,03 und 0,04 Prozent. Große Mengen wurden bei der Verwitterung von Feldspat, einem Granitbestandteil, „verbraucht“, in Kalkstein und Dolomit (CaCO3) eingebunden. Schätzungsweise 300 000 mal mehr Kohlendioxyd, als unsere Lufthülle heute enthält, liegt in den Kalkfelsen und Dolomiten der Erde fest. Ein Teil des Kohlendioxyds wurde auch aus der Luft ausgewaschen und löste sich in den Meeren auf.

Wenn, und hiervon gehen alle IPCC-Experten aus, die Erde angenähert als ein „schwarzer Körper“ angesehen werden kann, dann ist es absolut unmöglich, dass eine Lufthülle mit Gasen, die Strahlung nicht kontinuierlich, sondern nur ganz selektiv und stoffspezifisch Strahlung ganz bestimmter Wellenlänge oder Wellenzahl absorbieren können, die Erde an ihrer Abkühlung hindern könnte. Die Spektralanalyse von Kirchhoff und Bunsen (1859) hat physikalisch das erklärt, was Sir Isaac Newton um 1660 in seinem „Abkühlungsgesetz“ (cooling law) quantitativ formulierte.

Wenn man annimmt, dass die Erde ein „schwarzer Körper“ ist und eine einheitliche Temperatur von +15° C (288 K) hat, dann beträgt die Summe der kontinuierlich über ein breites Wellenlängenspektrum abgestrahlte unsichtbare Temperatur- oder Wärmestrahlung 390 W/m2, wobei nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz (Wien’s distribution law) das Maximum der abgestrahlten Energie bei 10 µm liegt. Kohlendioxid kann diesen Wärmestrom nicht unterbinden, denn es kann nur Strahlung von Wellenlängen bei 15 µm absorbieren. In jedem Lehrbuch der Physik, dass sich mit der Fernerkundung (remote sensing) befasst, speziell mit der berührungslosen Temperaturmessung von Wettersatelliten aus, ist ausgeführt, dass dies nur möglich ist, weil in der Atmosphäre ein stets offenes infrarotes Strahlungsfenster (radiation window) zwischen 8,5 und 13 µm existiert, dass weder durch die Wasserdampf- noch die Kohlendioxid-Absorptionslinien geschlossen werden kann.

Weil dies so ist, nimmt in jeder Nacht, egal wo auf der Erde, bei wolkenlosem Himmel die Temperatur am Erdboden ab. Der Grund ist die Tatsache, dass die Wärmestrahlung der Erdoberfläche wie aller auf ihr befindlichen Körper ungehindert ins Weltall entweichen kann. Diese nachweisbaren Fakten verweisen die Behauptung, es gäbe einen „natürlichen Treibhauseffekt“, ins Reich unnatürlicher Märchen. Und wenn schon ein „natürlicher Treibhauseffekt“ physikalisch absolut unmöglich ist, dann ist auch ein „anthropogener zusätzlicher Treibhauseffekt“ unmöglich. An dieser Tatsache ändert sich auch nichts, wenn der CO2-Gehalt der Luft sich verdoppeln oder gar verdreifachen sollte.

Durch logisches Überlegen und konsequentes Anwenden der physikalischen Gesetze kommt man zu dem vernichtenden Urteil, dass mit dem „Treibhauseffekt“ eine bewusste Lüge in die Welt gesetzt wurde, um speziell die fossilen Energieträger zu verteufeln und ihnen die Schuld an der globalen „Klimakatastrophe“ zu geben. Auch eine „Klimakatastrophe“ wird es nie geben und hat es daher auch noch nie gegeben, weil „Klima“ ein statistisches Konstrukt ist, das vom Wetter her abgeleitet wird. Jeder weiß, dass jeder Einzelwert durchaus katastrophale Werte annehmen kann, der daraus errechnete Mittelwert aber ein „toter Wert“ ist, vom dem keinerlei Gefahr ausgeht.

Alle Gefahren, denen der Mensch ausgesetzt ist, seien es Sandstürme oder Schneestürme, Hitze- oder Kältewellen, Orkane oder Wirbelstürme, gehen vom Wetter aus. Doch dieses entzieht sich der Kontrolle des Menschen.

Oppenheim, den 2. Februar 2007

Dr. Wolfgang Thüne
Senior Meteorologist

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Von der Modellgläubigkeit zur Modellhörigkeit
Was Klimamodelle wirklich aussagen

Die Hiobsbotschaften über die Zukunft unseres Klimas nehmen immer dramatischere Formen an. „Fliegt uns die erde um die Ohren?“, fragte die allbekannte Bildzeitung. Der Spiegel ließ über den bekannten Apokalyptiker James Lovelock verkünden: „Gaia hat Fieber“! – „Keine Macht der Welt könne den Niedergang verhindern. Allenfalls lasse er sich ein wenig hinauszögern – vor allem durch den massiven Ausbau der Kernenergie.“

Der Spiegel präsentierte sogleich auch ein „Neues Deutschland“! Darin heißt es aus dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: „Der Klimawandel wird alle Lebenslagen durchdringen.“ Danach wird sich Bayern zukünftig tropischer Nächte erfreuen und der Hunsrück mit Starkregen zu kämpfen haben. Auch die Europäische Union drängte sich ins Rampenlicht und prophezeite: Im Jahre 2071 wird es um bis zu 3 Grad wärmer. Dann sei mit jährlich bis zu 38000 Hitze- und Kältetoten zu rechnen. Für die Britische BBC errechneten 250 000 Heimcomputer, dass es in England 2080 um 4 Grad wärmer sein werde als 1970.

Was bei all diesen „Prognosen“ auffällt, ist die Tatsache, dass sie immer genauer werden, auch regional, je ferner die Zukunft ist. Dies steht natürlich in völligem Gegensatz zu den ebenfalls mit Computern berechneten Wettervorhersagen. Deren Genauigkeit sinkt mit jeder Stunde rapide und schon nach drei Tagen beginnt, von ganz wenigen stabilen Wetterlagen abgesehen, die Kaffeesatzleserei.

Die sozialpsychologisch interessante Frage ist: Warum glauben wir so an die Klimamodelle? Worin liegt ihre Faszinationskraft, außer dass wir selbst orakelhafte und extrem neugierige Wesen sind? Es liegt einfach an unseren Modellerfahrungen aus der Jugendzeit. Ob es bei Mädchen die wirklichkeitsgemäße Widergabe von Kleidern, Püppchen oder Stofftieren ist, oder bei Buben maßstabsgetreue Nachbildungen von Autos, Eisenbahnen, Flugzeugen sind, auch als Erwachsener kann man sich der faszinierenden Exaktheit der verkleinerten oder auch vergrößerten Modelle nicht entziehen. Selbst den Luftwiderstandswert von Rennautos oder Kampfjets testet man an Modellen im Windkanal.

Solche Modelle sind aber, und da liegt die Mogelei der Experten, keineswegs mit den Wetter- oder gar Klimamodellen vergleichbar. Hier wird kein fester Gegenstand modelliert, hier geht es um bewegte und konturenlose Luftdruck- und stets variable Strömungsfelder, deren Bewegungsabläufe man mit Hilfe von mathematischen Gleichungen zu simulieren versucht. Das Problem ist, dass die Gleichungen selbst nicht exakt lösbar sind und sich mit jedem Rechenschritt ein kleiner und unvermeidbarer Fehler einschleicht. Nach Millionen von Rechenoperationen haben sich nicht nur die unzähligen Fehlerchen zu einem gigantischen Fehler aufgebaut, auch die Anfangsbedingungen haben sich inzwischen geändert, so dass es nicht eine Lösung, sondern eine große Auswahl von Lösungen gibt. Die vermeintlich plausibelste Lösung wird genommen, der Rest wandert in den Papierkorb. So macht man es beim Wetter.

Der ständigen Fehlvorhersagen überdrüssig suchten zuerst in den USA mit der führenden Computerindustrie Anfang der sechziger Jahre junge und fortschrittliche Wissenschaftler, stimuliert von der in Blüte stehenden Futurologie, nach Wegen, das Wetter längerfristig vorherzusagen. Sie machten einen unzulässigen Trick. Sie legten ihren Berechnungen nicht die stets veränderlichen dynamischen Wetterkarten zugrunde, sondern die statischen Klimakarten. Diese sind leblos und unbeweglich, weil sie statistisch gemittelte Zustände zeigen. Egal welchen Schulatlas man aufschlägt, er zeigt im Sommer ewig das „Azorenhoch“, im Winter das „Islandtief. Wenn auch diese Gebilde keine Realität haben, so können sie in uns, von der Reiseindustrie stimuliert, unendliche Sehnsüchte und Wünsche wecken. Wir werden zu Zugvögeln, immer der Sonne hinterher.

Das Schöne und Geheimnisvolle am Computer ist, dass Wissenschaftler hiermit unendlich viel spielen und ihren Spieltrieb grenzenlos austoben können, wobei ihrer Phantasie keine Realität Einhalt zu bieten vermag. Mit den Computern entwickelten sich zwei ganz neue Wissenszweige, die Chaostheorie und die Spieltheorie. Der Mensch wird zum „deus ex machina“. Er haucht dem toten „Islandtief“ Leben ein und schaut im Computer, was dieses leblose Ding in 50, 100 und mehr Jahren macht. Es macht willkürliche Scheinbewegungen, numerische Zuckungen.

Wussten dies die Väter der Klimamodelle noch und nannten daher ihre Projektionen schlicht Simulationen oder Szenarienrechnungen, so präsentieren die Söhne die Ergebnisse als wahre Prognosen, ja vertrauenswürdige Vorhersagen, deren Genauigkeit sich mit zunehmender Zeit verbessere und keineswegs, wie natürlich, vermindere. Daher die Mahnung eines der Väter, Syukuro Manabe von der Princeton Universität, der beklagt, dass sich zu viele zunehmend auf die Modelle verlassen, ohne sie zu verstehen. „Ohne echtes Verständnis kann man die Projektionen eines Modells aber nur schwer von den Aussagen eines Wahrsagers unterscheiden.“ Er bezeichnet die Modelle inzwischen als „Monster“, gefährliche Monster!

Sie sind deshalb gefährlich, weil sie den Weltuntergang fest einprogrammiert haben und mit jedem Rechenschritt wird dieser unvermeidlicher. Jede dieser fiktiven „Prognosen“ wird dann in den Medien verbal verstärkt, denn je sensationeller die Schlagzeile desto größer der Verkaufserfolg. Es wird allerhöchste Zeit, dass eine Enkelgeneration heranwächst, die wieder mehr Nüchternheit walten lässt und ehrlich sagt, dass der Computer das und nur das berechnet, was man einprogrammiert, man ihm zu tun befohlen hat. Und es gibt keinen gehorsameren Befehlsempfänger. Gibt man einem Molekül Kohlendioxid ein bestimmtes Erwärmungspotential, dann führt eine Erhöhung automatisch zu einer „Erderwärmung“, bis in alle Ewigkeit, bis zum Fiebertod der Mutter „Gaia“.

So nähert sich Wissenschaft wieder dem Glauben, den sie eigentlich durch Wissen zu ersetzen vorgab. Ob wir aber eines Tages in der „Hölle“ schmoren oder im „Treibhaus“ braten, ist da ein Unterschied?

Oppenheim, den 31. Januar 2007
Dr. Wolfgang Thüne

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Meßstation auf dem Mauna Loa

Frankfurter Allgemeine Zeitung
leserbriefe@faz.de

FAZ v. 27. Feb. 2007, S. T1: „Die reine Luft der Eiszeit“ von Hort Rademacher

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie zu dem ausgezeichneten Artikel einen Leserbrief:

„Der Artikel von Horst Rademacher verdient mehrmals gründlich gelesen und noch gründlicher durchdacht zu werden. Er ist ein Musterexemplar dafür, wie Experten auch kluge Journalisten „aufs Kreuz legen“ und geschickt über sie die Öffentlichkeit manipulieren.

Da ist ad eins die Behauptung, die Meßstation auf dem Mauna Loa sei eine „Reinluftstation“ fernab jeder Industrie. Das mag für die industriellen Abgase gelten, doch speziell nicht für Kohlendioxid. Dies wird in Übermaß an den Flanken des Vulkankegels durch Erdspalten „ausgeatmet“ und führt an der Messstation zu gigantischen Schwankungen bis zu mehr als 2000 ppm, je nach Windrichtung!

Da ist ad zwei die Meßmethodik, die zwei exorbitante Schwachstellen aufzeigt im Vergleich zu den vor 1958 üblichen nasschemischen Verfahren, die einfach als „ungenau“ abgetan werden. Dabei liegt der Fehler bei der modernen „Infrarot-Gasanalyse“. Dies liegt darin begründet, dass die Luft zwecks Ausfrieren des Wasserdampfes auf etwa -80 Grad Celsius abgekühlt werden muss, wobei –und das wird verschwiegen- auch etwa ein Drittel des Kohlendioxids mit ausgefroren wird. Kreutz errechnete anhand von 25000 CO2-Messungen an der Agrarmeteorologischen Forschungsstelle in Gießen während der Jahre 1939/40 einen Mittelwert von 444 ppm, was diese Annnahme unterstützt.

Da ist ad drei das Meßverfahren selbst. Die gefriergetrocknete Luft wird mit „Infrarotlicht der Wellenlänge von 4,3 Mikrometer bestrahlt“. Doch was hat diese Wellenlänge mit dem angeblichen „Treibhauseffekt“ zu tun, der auf der Strahlungs-Absorption und -Reemission des CO2 bei einer Wellenlänge von 15 Mikrometer beruhen soll. Nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz entspricht der Wellenlänge von 15 Mikrometer eine Temperatur von 193 Kelvin oder -80 Grad Celsius, der Wellenlänge von 4,3 Mikrometer aber eine Temperatur von 674 Kelvin!

Es fragt sich, was überhaupt gemessen wird! Hierüber sollte als Gerätehersteller die Firma Siemens befragt werden!“

Ich würde mich für eine Veröffentlichung sehr bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim
01.03.2007

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Wilhelm Wien – der dunkle Strahlung sichtbar machte
Wolfgang Thüne

Er ist einer der berühmtesten Söhne der Provinz Ostpreußen und dennoch den meisten Ostspreußen weitestgehend unbekannt. Er ist der 12. Nobelpreisträger der Physik und wird selbst unter Physikern nur wenig genannt. Ist er ein Opfer des Zeitgeistes? Er ist ein Produkt des klassischen preußischen Humboldt’schen Bildungssystems, das einst vorbildlich in der Welt war.

Doch wer ist dieser Mann? Wer ist diese fast vergessene Geistesgröße, der der Welt ein Gesetz schenkte, mit der unsichtbares Licht sichtbar gemacht wurde? Wilhelm Carl Werner Otto Fritz Franz Wien wurde am 13. Januar 1864 in dem Örtchen Gaffken bei Fischhausen in Ostpreußen geboren. Sein Vater war der Rittergutsbesitzer Carl Wien. 1866 zog die Familie nach Drachstein in den Kreis Rastenburg. Nach dem Abitur in Königsberg 1882 studierte Wilhelm Wien Physik an den Universitäten Göttingen und Berlin. Im Jahre 1886 erlangte er seinen Doktortitel und arbeite danach als Assistent des berühmten Physikers Hermann von Helmholtz an der Physikalisch Technischen Reichsanstalt. 1892 habilitierte er sich und entwickelte in den Jahren 1893/94 zuerst das „Wiensche Verschiebungsgesetz“ und dann 1896 das „Wiensche Strahlungsgesetz“. 1911 erhielt Wilhelm Wien den 12. Nobelpreis für Physik als Anerkennung für seine großartigen Arbeiten zur Wärmestrahlung.

Was ist das Außergewöhnliche an der Leistung von Wilhelm Wien? Die für alle Menschen wohl vertraute und unverzichtbare Wärmestrahlung ist ein volkstümlicher Begriff die Infrarotstrahlung. Diese ist für unser menschliches Auge unsichtbar und wird von jedem Körper in Abhängigkeit von seiner Temperatur ausgesandt. Diese Strahlung wird daher auch Temperaturstrahlung genannt, die wiederum wie alle Strahlung eine elektromagnetische Strahlung ist. Diese hat je nach Wellenlänge oder Frequenz völlig verschiedene Wirkungen und reicht von den Röntgenstrahlen bis zu den Radiowellen. Der Übergang von der sichtbaren zur unsichtbaren Sonnenstrahlung, die beim Sonnenbad als wohltuende Wärme empfunden wird, liegt bei 0,78 Mikrometer. Die unsichtbare Wärmestrahlung wurde von Friedrich Wilhelm Herrschel im Jahre 1800 entdeckt. Er ließ das weiße Sonnenlicht durch ein Prisma fallen und spaltete es in seine Regenbogenfarben auf. Dann legte er unter jede Spektralfarbe ein Thermometer. Jenseits des roten Lichts legte er auch ein Thermometer und stellte fest, dass dieses eine höhere Temperatur zeigte als die anderen. Die für unser Auge unsichtbare, die Ultrarot- oder später Infrarotstrahlung war entdeckt.

Während das sichtbare Licht die Erde und alle Gegenstände auf ihr in unendlich bunter Vielfalt erscheinen lässt, wird die Erde hauptsächlich „unsichtbar“ erwärmt. Die Sonne ist zwar die Strahlungs- und Energiequelle für alles Leben auf der Erde, doch ihre Strahlung wird nach dem langen Weg durch Weltraum und Atmosphäre hauptsächlich von der Erdoberfläche absorbiert. Die Erdoberfläche ist die Energieumsatzfläche. Von ihr aus wird die Luft erwärmt und von ihr aus abgekühlt. So ist die Erde Empfänger solarer Strahlungswärme und zugleich Emittent terrestrischer Wärmestrahlung. Beide, die Sonnen- und die Erdstrahlung, haben völlig verschiedene Temperaturen und damit Wellenlängen. Doch wie hängen Temperatur und Wellenlänge zusammen? Dies in eine Formel gekleidet zu haben, ist das große Verdienst von Wilhelm Wien. Das „Wiensche Verschiebungsgesetz“ setzt Temperaturen und Wellenlängen in direkte Beziehung, beschreibt die Verschiebung des Wellenlängenmaximums mit der Temperatur. Wird ein Körper erwärmt, steigt seine Temperatur und dabei verschiebt sich das λmax oder Wellenlängenmaximum seiner Ausstrahlung in den kürzeren, sinkt sie, so wandert es in den längeren Wellenlängenbereich. Ein Beispiel: Erhitzt man ein Hufeisen, so wird ab einer bestimmten Temperatur die unsichtbare Wärmestrahlung sichtbar, das Eisen beginnt sichtbar zu strahlen, zuerst als Grauglut, dann als Rot-, Gelb- und schließlich Weißglut, fast so weiß wie die Sonne.

Etwa 50 Prozent der Sonnenstrahlung zählen zu der nahen Infrarotstrahlung. Sie reicht von etwa 0,8 bis zu Wellenlängen von 3 Mikrometer. Die im Strahlungskegel der Sonne rotierende Erde absorbiert diese Strahlung je nach Beschaffenheit der Oberfläche und wird erwärmt. Die erwärmte Erde ist selbst ist wie jeder temperierte Körper auch eine Strahlungsquelle, denn jeder Körper oberhalb einer Temperatur von O Kelvin, dem absoluten Nullpunkt bei -273 Grad Celsius, sendet Wärmestrahlung aus. Die Intensität der Strahlung steigt proportional der 4. Potenz der absoluten Temperatur eines Körpers und kann einfach mittels des Stefan-Boltzmann-Gesetzes abgeschätzt werden. Hätte die Erdoberfläche eine Einheitstemperatur von +15 Grad Celsius, dann läge das Maximum der abgestrahlten Energie bei einer Wellenlänge von 10 Mikrometer (µm). Hätte sie eine Temperatur von -80 Grad, so läge das Maximum bei 15 µm. Dies ist auch der Grund, warum das Kohlendioxid, das eben diese 15 μm-Strahlung absorbiert, nicht verhindern kann, dass nach einem sonnigen Tag, an dem sich die Erde auf 30 und mehr Grad erwärmen konnte, in klaren Nächten die Wärmestrahlung der Erde ungehindert in den Weltraum entweichen und sich die Erde unter 10 Grad abkühlen kann.

Hatte Wilhelm Wien den Wellenlängen eine Temperatur gegeben, so dauerte es noch Jahrzehnte, bis dieses technisch umgesetzt und aus Temperaturaufnahmen mit Kameras Wärmebilder konstruiert werden konnten. Solche Infrarotkameras werden daher auch Wärmebildkameras genannt. Sie sind ein technisches Meisterwerk und wurden nach der Kuba-Krise 1962 Mitte der sechziger Jahre entwickelt. Erst sie ermöglichten die militärisch wichtige und inzwischen unverzichtbare nächtliche Luftaufklärung. Nun war es möglich, die Nacht zum Tage zu machen, denn jeder Körper verrät sich durch die ihm eigene und nur von seiner Temperatur abhängende Wärmestrahlung. Diese durchdringt jedes perfekte Tarnnetz. Dank Wilhelm Wien war lange nach seinem frühen Tod im Jahre 1928 die berührungslose Temperaturmessung möglich geworden, war die Fernerkundung geboren. Von Hubschraubern, Flugzeugen und Satelliten ist es möglich, jeden Gegenstand über seine Infrarotstrahlung zu orten. Seit 1977 sind alle europäischen Wettersatelliten mit Infrarotkameras ausgerüstet, kann der Tagesgang der Erdoberflächentemperaturen fotografiert und nachvollzogen werden. Dies ist aber nur deswegen möglich, weil in dem Wellenlängenbereich zwischen etwa 8 und 13 µm, der von Temperaturen zwischen – 50 und +100° Celsius reicht, die Atmosphäre durchsichtig, transparent oder diatherman ist und ein stets offenes „atmosphärisches Strahlungsfenster“ besitzt. Nur deswegen konnte sich die Erde, deren Atmosphäre vor Millionen von Jahren zeitweise fast ausschließlich aus Wasserdampf und Kohlendioxid bestand, abkühlen und damit Leben ermöglichen.

Wilhelm Wien reiht sich würdig ein in die Reihe der großen Experimentalphysiker des 18. und 19. Jahrhunderts. Das Licht war ja seit Sir Isaac Newton zum Gegenstand der physikalischen Forschung geworden. Jahrhunderte ist gestritten worden, ob das Licht Welle oder Korpuskel ist, bis die Physik sich zu der Erkenntnis durchrang, dass Licht sowohl Welle als auch Korpuskel ist und gemäß Max Planck aus Quanten oder nach Albert Einstein aus Photonen besteht. Wenn die Polizei in finsterster Nacht per Hubschrauber mit Hilfe von Wärmebildkameras auf Verbrecherjagd geht, Tornados nächtliche Aufklärung betreiben oder Spionagesatelliten jede Bewegung und Tätigkeit auf der Erdoberfläche überwachen, die Umsetzung einer Strahlungsinformation in eine Temperatur, die Eichung der Wärmebilder liefert das Wiensche Verschiebungsgesetz.

Wilhelm Wien baute auf den Erkenntnissen seines berühmten Landsmannes Gustav Robert Kirchhoff auf, der am 12. März 1824 in Königsberg geboren wurde. Kirchhoff ist nicht nur bekannt für seine Regeln der elektrischen Stromkreise. Kirchhoff hat auch zusammen mit Robert Wilhelm Bunsen die Elemente Caesium und Rubidium entdeckt. Beide erklärten im Jahre 1858 die schon 1814 entdeckten dunklen „Fraunhoferschen Linien“. Nach zahllosen Experimenten hatten sie herausgefunden, dass es sich um Absorptions- und ebenso Emissionslinien von Molekülen in der Sonnenatmosphäre handelt. Kirchhoff und Bunsen begründeten die Spektralanalyse und legten damit die Grundlagen für die moderne Astronomie und Astrophysik, aber auch Atomphysik. Über die Spektrallinien konnte man alle Elemente identifizieren und die stoffliche Zusammensetzung von Sternatmosphären bestimmen.

Der Königsberger Kirchhoff konstruierte auch den „Schwarzen Körper“ als Eichkörper für das Wiensche Verschiebungsgesetz, wonach Wellenlänge und Temperatur in direkte Beziehung gesetzt werden können. Von Kirchhoff stammt ebenso das „Kirchhoffsche Strahlungsgesetz“. Es besagt, dass Materie gleich welcher Art eine elektromagnetische Strahlung aussendet, die je nach Temperatur sichtbar oder unsichtbar ist. Die Emission und Absorption erfolgt bei festen und flüssigen Körpern wie der Erde kontinuierlich über ein breites Wellenlängenspektrum mit einem genau bestimmbaren Maximum, bei Gasen dagegen aber nur diskontinuierlich, selektiv, stoffspezifisch. Jeder gasförmige Stoff kann daher anhand seiner nur ihm eigenen Spektrallinien identifiziert werden, wie Menschen anhand ihrer unterschiedlichen Fingerabdrücke. Gustav Kirchhoff starb in Berlin am 17. Oktober 1887. Er wäre des ersten Nobelpreises für Physik im Jahre 1900 würdig gewesen.

Das Konzept des „schwarzen Körpers“ inspirierte nicht nur Wilhelm Wien, sondern auch die Physiker Stefan und Boltzmann und insbesondere Max Planck, der nach Sir Isaac Newton die Quantennatur der Strahlung nachwies, 1900 die Quantenphysik begründete und damit die Periode der klassischen mechanischen Physik beendete. Max Planck erhielt im Jahre 1919 den Nobelpreis für Physik. Dass Kirchhoff und Wien solch ein kulturloses Schattendasein führen, liegt in der unglückseligen Trennung zwischen den reinen Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften, der Trennung zwischen Natur und Kultur. Doch auch Naturwissenschaftler sind Kulturträger allerersten, ja höchsten Ranges und exzellente Geisteswissenschaftler. Wer das Erbe ostpreußischer Kultur hegen und pflegen will, darf solche Kultur- und Geistesgrößen wie Kirchhoff und Wien nicht geringer stellen als Agnes Miegel, Käthe Kollwitz oder Lovis Corinth. Dass nachts nicht mehr alle Katzen grau sind, das verdanken wir dem Nobelpreisträger Wilhelm Wien aus dem kleinen Gaffken bei Fischhausen im Samland.

Oppenheim, den 27. April 2007
Gez. Dr. Wolfgang Thüne

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An: Deutsche Meteorologische Gesellschaft e. V.

Öffentliche Stellungnahme zur

„Stellungnahme der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft
zur Klimaproblematik vom 9. Oktober 2007“
,
veröffentlicht in den DMG - Mitteilungen 04/2007

Die DMG scheint in einer tiefen Identitäts- und Rechtfertigungskrise zu stecken. Zum wiederholten Male versucht sie, sich mit fremden Federn zu schmücken und hüllt sich in „des Kaisers neue Kleider“, doch Niemand nimmt mehr Notiz von ihr. Auch das jüngste Klimastatement, das den Mitgliedern nun mit dreimonatiger Verspätung zur Kenntnis gegeben wurde, erzeugte nicht das geringste Rauschen im Blätterwald.

Die DMG hat ein Selbstwertproblem, seit sie sich im Juni 1987 im Widerspruch zu ihrer wissenschaftlichen Zielsetzung dazu bewegen ließ, mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft eine „Warnung vor drohenden weltweiten Klimaänderungen durch den Menschen“ zu verfassen. Dies war opportunistische Effekthascherei, denn die DPG hatte bereits im Januar 1986 eine eigene, inhaltlich identische „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ herausgegeben.

Die Presseinformation der DPG hatte folgenden Wortlaut: „Der Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. warnt in beiliegender Schrift eindringlich vor einer nahen, drohenden Klimakatastrophe. Bedingt wird diese durch den weltweit rapide steigenden Gehalt der Luft an Kohlendioxid und einigen weiteren Spurengasen. Der Arbeitskreis Energie der DPG lädt Sie ein zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 1986, 15 Uhr in Bonn, Hotel am Tulpenfeld, Heussallee 2.“

Die DPG hat eindeutig das Erstlingsrecht auf das Unwort „Klimakatastrophe“. Die wissenschaftliche Todsünde der DMG besteht darin, dass sie sich hinreißen ließ, wider besseren Wissens aus rein publizistisch-opportunistischen Erwägungen der Warnung der DPG den fachlichen Segen erteilt zu haben. Sie wollte aus dem Schatten entfliehen und ins grelle Scheinwerferlicht der Medien treten. Doch nachdem der Mohr seine Schuldigkeit getan hatte, versank er wieder in der Bedeutungslosigkeit, mag er auch noch so viele Stellungnahmen zur „Klimaproblematik“ herausgeben.

Doch worin liegen die beiden großen Todsünden der DMG? Ihrer Satzung nach soll sie die meteorologische Forschung fördern, um eine besseres Verständnis der Vorgänge in der Atmosphäre zu erhalten. Dies mit dem Ziel besserer Wettervorhersagen. Doch deren Qualität stagniert seit Jahrzehnten. Die Prognosen wurden statistisch dadurch besser gerechnet, indem sie immer beliebiger formuliert werden. Dieses permanente Versagen zehrt am Selbstbewusstsein.

Die DMG trat die Flucht nach vorne an und machte einen Zaubertrick: sie vertauschte Ursache mit Wirkung, Wetter mit Klima! Das ist die erste Todsünde, die auch in der neuesten Stellungnahme zu finden ist in der abstrusen Behauptung: „Der Klimawandel führt zu Veränderungen der Wetterabläufe, insbesondere auch der Wetterextreme“. Diese reziproke Kausalität gibt es nicht! Die Definition von „Klima“ als mittlerem Wettergeschehen an einem Ort über eine 30jährige Messperiode lässt diese Aussage nicht zu. Es ist einzig und allein das Wetter, das bestimmt, in welcher Region welches „Klima“ regiert, wobei das Wetter keineswegs an das „Klima“ gebunden ist, weil es macht, was es will. Die Klimatologie entstand als Wissenszweig aus der statistischen Verarbeitung vorher erhobener Wetterdaten und ist der Versuch, in das ewige dynamische Wetterchaos so etwas wie statische Ruhe zu bringen. Welch eine gewaltige Fülle an unterschiedlichen Klimaklassifikationen es gibt, das hat u. a. Walter Hesse in seinem Buch „Grundlagen der Meteorologie“ (Leipzig 1966) zusammengetragen.

Alle Mutmaßungen und Warnungen in Hinblick auf das zukünftige Klima bleiben pure Spekulationen, solange die Zukunft des Wetters unbekannt und eine Beeinflussung der Allgemeinen Zirkulation absolut unmöglich ist. Welch ein Defizit an erdgeschichtlichem Wissen verbirgt sich hinter der Stellungnahme der DMG, wenn sie den Klimawandel zu einer Gefahr hochstilisiert. Der stetige Wandel des Klimas ist natürlich, naturgegeben und praktisch so alt wie die Welt. Diese Fragen beschäftigten bereits im Altertum so große Geister wie Aristoteles, Herodot, Xenophanes, Anaximander, Empedokles oder in der Neuzeit Leonardo da Vinci, Agricola, Descartes, Hooke u. a. Agricola (Georg Bauer, 1494-1555) prägte für Versteinerungen das Wort „Fossil“ und Hooke (1635-1703) war Begründer der „Paläontologie“. Aber auch Leibniz und Kant sind zu nennen.

Dem Vorstand der DMG sei sehr empfohlen, vor weiteren sein Image schädigenden Stellungnahmen das Buch „Geschichte der Geologie und des Geologischen Weltbildes“ von Carl Beringer (Stuttgart 1954) zu lesen. Dies gilt insbesondere für das epochale Werk vom Hubert Lamb „Climate, present, past and future“ (London 1972) zu lesen. Die erste Todsünde war absolut vermeidbar.

Doch nun zur zweiten und ebenso gravierenden Todsünde, die nur mit ideologischer Blindheit zu erklären ist. Seit Urzeiten weiß der Mensch instinktiv, dass die Erde ein „offenes Ökosystem“ ist und alles Leben auf ihr von Licht und Wärme der Sonne abhängt. Es ist wissenschaftlich ein unverzeihlicher Kardinalfehler, die Erde samt Lufthülle zu einem „geschlossenen System“, zu einem „Treibhaus“ zu deklarieren, das von „Treibhausgasen“ wie Kohlendioxid und Methan aufgeheizt werden könnte. Dieses Modell hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun, es ist eine Mogelpackung! Dies weiß auch die DMG und dies müssten die Verantwortlichen der Stellungnahme wissen, wenn sie bloß die eigenen Mitteilungen wie die meteorologischen Fortbildungshefte „promet“ des Deutschen Wetterdienstes gelesen und sich nicht als Zeitgeistverstärker betätigt hätten.

Der DMG scheint nicht nur die wohl größte physikalische Entdeckung des 19. Jahrhunderts verborgen bleiben zu sein, die Entwicklung der Spektralanalyse durch Kirchhoff und Bunsen im Jahre 1859. Aber auch das mit dem Sputnik am 4. Oktober 1957 einsetzende Satellitenzeitalter mit der Erfindung der Fernerkundung (remote sensing) durch berührungslose Temperaturmessung aus dem Weltall scheint spurlos an der DMG vorbeigegangen zu sein. Dabei waren die Hefte ¾ von 1990 und ½ von 1991 dem Thema „Fernerkundung in der Meteorologie“ gewidmet.

Zur Rekapitulation: Wenige Jahre nach den ersten erfolgreichen Satellitenstart erwog man in den USA auch deren zivile Nutzung. Hierzu rief die NATO im November 1961 nach Washington zu einer Arbeitstagung über Wettersatelliten ein. Sie brachte noch keine konkreten Ergebnisse, ebenso nicht die zweite Tagung im Juni 1964 in Oslo. Auf dieser Tagung hielt Prof. Dr. Fred Singer, damals University of Miami und heute einer der maßgeblichen „Klimaskeptiker“, einen Grundsatzvortrag über die Probleme der Wettersatelliten. Er deutete Möglichkeiten der Erderkundung im IR-Infrarot wie im Bereich der Mikrowellen an und kam zu dem Schluss: „Die IR-Messungen mittels der Fünf-Kanal-Sonde, von denen der Frequenzbereich von 8-12 n für die praktische Verwendung geeignet erschien, haben sich noch als zu unzuverlässig erwiesen.“

Dieses sollte sich jedoch innerhalb weniger Jahre entscheidend ändern mit der raschen technischen Verbesserung der Infrarot- oder Wärmebildkameras. Finanziert durch den Bundesminister der Verteidigung führte Dr. Dieter Lorenz vom Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg des Deutschen Wetterdienstes im September 1966 Flugzeugmessungen der Bodenoberflächentemperatur durch. Er benutzte dabei ein Infrarot-Strahlungsthermometer im Bereich 8-14 µm, da dieser „Spektralbereich mit dem sog. „Fenster“ der Atmosphäre zusammenfällt“ und „hier der Einfluss von Absorption und Emission in der Luftschicht zwischen Messobjekt und Messgerät ebenfalls nur gering“ ist, „so dass sich einwandfreie Messungen aus einiger Entfernung und damit auch vom Flugzeug aus durchführen lassen“. Da sich die Temperatur- oder Wärmestrahlung mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzt, braucht sie bis zum Satelliten in 36 000 km Höhe nur 0,12 Sekunden! Heute bleibt der IR-Luftspionage nichts mehr verborgen.

Die erste Anwendung der neuen Fernerkundungstechnologie über die dem Auge des Menschen unsichtbare Infrarotstrahlung vollzog die Regionale Planungsgemeinschaft Untermain mit dem Titel „Lufthygienisch-meteorologische Modelluntersuchung in der Region Untermain“. In dem dritten Arbeitsbericht vom März 1972 mit dem Titel „Infrarot-Thermographie“ schreibt Alexander von Hesler: „Die Idee, die Entstehung und Ausbreitung von Kaltluft mit Wärmebild-Messflügen zu erfassen, wurde schließlich in einem Gespräch mit Dr. Klaus Völger am 31. 7. 67 in seinem damaligen Büro am Flughafen geboren. Der Anlass dazu war eine Infrarotaufnahme vom Central-Park in New York, die trotz der Abbildung von Oberflächentemperaturen einer luftbildartigen Darstellung gleichkam. Beide Bedingungen – flächendeckende Wiedergabe der Temperaturen und leicht erfassbare bildhafte Darstellung – waren in überzeugender Weise erfüllt. Die Sache hatte nur einen Haken: Der Infrarot Scanner misst Oberflächentemperaturen und für unsere Untersuchung sind Lufttemperaturen der Biosphäre von Bedeutung.“

All dies scheint spurlos an der DMG vorbeigegangen zu sein, insbesondere an den Verantwortlichen, die im Juni 1987 die von der DPG konzipierte „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ unterschrieben. Neben dem damaligen Präsident der DMG, Prof. Dr. Hans W. Georgii, hatten unterschrieben Prof. Dr. Hartmut Grassl und Prof. Dr. Christian-D. Schönwiese. Letztere gehören auch zu den Unterzeichnern der jetzigen Stellungnahme. Ansprechpartner sind weiter Prof. Dr. Herbert Fischer, derzeit Präsident der DMG, sowie Prof. Dr. Mojib Latif, Prof. Dr. Martin Claußen und Dr. Peter Winkler vom Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg, der zusätzliche Anmerkungen zum Klimastatement machte.

Nachdem bereits Prof. Dr. G. Flemming sich in den DMG-Mitteilungen 4/2001 über den „vernachlässigten Wetterbegriff“ beklagte, sei der DMG mangels wissenschaftlichen Interesses an den tatsächlichen meteorologisch-physikalischen, das stets wechselnde Wetter verursachenden komplexen atmosphärischen Vorgängen dringend empfohlen, sich in „Deutsche Klimatologische Gesellschaft“ (DKG) umzubenennen. Die neue DKG könnte sich damit auch viel schneller an das wechselnde politische Klima anpassen und wäre alle Sorgen mit dem unbotmäßigen wie ungehorsamen Wetter los.

Nachwort: Eines der modernsten Fernerkundungssystemen TIMS (Thermal Infrared Multispectral Scanner) arbeitet mit 6 spektralen Kanälen zwischen 8,2 und 12,2 µm und die HCMM (Heat Capacity Mapping Mission) von der NASA operiert in den beiden spektralen Kanälen 0,5-1,1 und 10,5-12,5 µm. Beide nutzen das unleugbar „stets offene atmosphärische Strahlungsfenster“, das nach Meinung der Enquete-Kommission vom. 2. 11. 1988 von 7 -13 µm Wellenlänge reicht und durch das permanent 70 bis 90 % der Wärmestrahlung der Erde ins Weltall entweichen. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre und mit ihr der Deutsche Bundestag haben einstimmig und in Einklang mit der Spektralanalyse festgestellt, dass das offene Strahlungsfenster auch durch eine Zunahme des Gehaltes der Atmosphäre an Wasserdampf wie Kohlendioxid nicht geschlossen werden kann.

Dieser wissenschaftlich korrekten Feststellung kann seitens der „Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“ angesichts der Tatsache, dass die Absorptions- und Emissionslinien des Kohlendioxid bei 15 µm und damit weit außerhalb des IR-Strahlungsfensters und zudem auf der kalten Seite liegen, nicht widersprochen werden.

Bleibt zum Schluss festzustellen:

1.: Die Erde ist kein „Treibhaus“, der Vergleich mit einem gläsernen Gewächshaus somit völlig unstatthaft. Wenn die Erde kein Treibhaus ist, ist auch die eigenartige Konstruktion eines „Treibhauseffektes“ hinfällig. Selbst eine totale Entfernung des Kohlendioxids aus der Atmosphäre würde am Wetter nichts ändern, hätte aber fatale Folgen für alles Leben auf Erden!

2. Das „Klima“ ist ein theoretisch errechnetes Konstrukt anhand des vergangenen Wetters. „Klima“ ist eine reine Abstraktion, die keinerlei Eigenleben hat, sich also auch nicht wandeln kann. Allen erdgeschichtlich rekonstruierten Veränderungen des Klimas gingen Wetteränderungen voraus, mögen sie durch Veränderungen auf der Sonne oder auf der Erde, durch Änderungen der Umlaufparameter, durch tektonische Hebungen und Senkungen, Kontinentalverschiebungen etc. ausgelöst worden sein.

Oppenheim, den 16. Januar 2008

Dr. Wolfgang Thüne

Achtung:
Am 22. Januar jährt sich zum 21. Male die von der DPG der Presse vorgestellte „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“!

v.i.S.d.PG: Dr. Wolfgang Thüne, Wormser Str. 22, 55276 Oppenheim am Rhein

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Treibhaustollheiten
Wolfgang Thüne

„Teile und herrsche“, nach dem altrömischen Motto des ‚divide et impera’ lässt sich auch heute noch trefflichst regieren. Man beginne mit einer Pauschaldiffamierung des „Plebs“ oder „Demos“ und spiele dann geschickt die gesellschaftspolitischen Interessengruppen kräftig gegeneinander aus, sähe Argwohn, Unfrieden, Zwietracht und erzeuge ein Klima der Angst. Dann verteile man an die Artigsten gnädigst milde Gaben, mache sie sich gehörig und schon gilt man als der große „Friedensstifter“, der ein „Klimagleichgewicht“ anstrebe.

Hand in Hand begannen vor etwa 20 Jahren Wissenschaft und Politik über die Medien, das Gespenst einer globalen Klimakatastrophe an die Wand zu malen. Die Industriegesellschaften wurden pauschal als „Klimakiller“ diffamiert und das globale „Treibhaus“ gezimmert, um darin friedlich Revolution zu spielen und den grünen „Öko-Gutmenschen“ zu züchten.

Zuerst musste eine Apokalypse her! Unter Zuhilfenahme der mystischen Urbilder von Fegefeuer und Sintflut als Strafen Gottes für sündhaftes Verhalten erzählten uns Wissenschaftler, dass wir durch unseren „Energiehunger“ die Luft aufheizen und so eine Klimakatastrophe heraufbeschwören würden. Die Wurzel allen Übels sei die Verbrennung der fossilen Energieträger wie Holz, Kohle, Erdöl und Erdgas, unser Drang nach Wohlstand und Mobilität. Zur Stillung des Energiehungers würden Unmengen von Kohlendioxid in die Luft geblasen und dies müsse unterbunden werden!

Kohlendioxid ist in einem Gewächshaus zwar unverzichtbar für das Pflanzenwachstum, aber unter freiem Himmel sei es ein gefährliches umweltschädliches „Klimakillergas“, so Wissenschaft und Politik. Kohlendioxid bilde in etwa 6 Kilometer Höhe um die Erde eine imaginäre Glashülle, an der die Wärmestrahlung der Erde aufgefangen und vollständig unter Verstärkung zur Erde zurückgeschickt werde. Erst dadurch sei Leben auf der ansonsten mit -18 Grad Celsius eiskalten Erde möglich. Die Differenz von 33 Grad zu der „Globaltemperatur“ von +15 °C nannte man den „natürlichen Treibhauseffekt“. Dies wurde zum Glaubensdogma erhoben. Ein physikalischer Beweis wurde nie angetreten und wird auch nie erbracht werden können, weil die wundersame „Erderwärmung“ aus den vergletscherten Bergeshöhen mit ewigen Frosttemperaturen ein reines Phantasieprodukt ist.

Doch was die Wissenschaftler uns für die Erde als Ganzes vorgaukelten, das gilt für keinen Körper auf der Erde. Ausnahmslos alle Körper senden unentwegt Wärmestrahlung aus und die Erde wäre längst erfroren, wenn sie sich nicht im Lichtkegel der Sonne drehen und immer wieder mit neuer Sonnenwärme versorgt würde. In einem Atemzug mit ihrer abstrusen „Treibhaustheorie“ zollten sie der Realität Respekt und warfen den Hausbesitzern vorgeworfen, sie würden ihre Häuser nicht genügend dämmen. Durch Fenster und Türritzen könnte zuviel Wärme ungehindert ins Freie gelangen und sich ins Weltall verflüchtigen. Weil Glas ein guter Wärmeleiter ist, wurde Doppel- und Dreifachverglasung verordnet. Die Glasindustrie freute sich! Friert man schon unter Glas, so spürt man in jeder klaren Nacht, nicht nur in frostklirrenden Winternächten, dass die Atmosphäre keineswegs wärmt. Beheizbare Häuser absolut lebensnotwendig, weil es die wärmende „Gegenstrahlung“, die aus eisigen 6 Kilometer Höhe als unsichtbare „Höhensonne“ auf die Erde niedergehen soll, nicht gibt.

Nun kommt der politische Schildbürgerstreich! Am 1. April 1999 bescherte uns die rot-grüne Bundesregierung das „Ökosteuergesetz“, das uns bestraft, weil wir den „Treibhauseffekt“ verstärken. Seit dem 1. Januar 2002 haben wir nun die „Energiesparverordnung“, die uns bestraft, weil es den „Treibhauseffekt“ nicht gibt und wir unsere Häuser beheizen müssen. Unsere Häuser müssen „Ökohäuser“ werden, so wie die besseren Demokratien sich „Volksdemokratien“ nannten. Die „Wärmeschutzverordnung“ vom 16. November 2001 sieht vor, dass alle Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, bis zum 31. Dezember außer Betrieb zu nehmen sind. So verschafft sich der Staat „Frieden“ an der Front der Heizkessellobby, doch zu bezahlen hat das der Bürger als Gebäudeeigentümer.

Dieser muss sich besonders „vergackeiert“ vorkommen, wenn er liest, dass von diesem Zwang ausgerechnet die Gewächshäuser der Gärtnereien ausgenommen sind. Die Verordnung gilt nicht für „Unterglasanlagen und Kulturräume für Aufzucht, Vermehrung und Verkauf von Pflanzen“. Auch diese Lobby wollte sich der Staat nicht zum Feind machen, insbesondere auch deswegen nicht, weil diese den ganzen Treibhaus-Schwindel mit Leichtigkeit auffliegen lassen könnte. So bleibt als dummer Zahler der „deutsche Michel“, der keine Interessenlobby hat und nicht umsonst die Schlafmütze trägt. Wie viel muss eigentlich noch passieren, damit er aufwacht, bevor es zu spät ist und er sich im grünen „Ökoparadies“ eingesperrt findet?

Oppenheim, den 10. Januar 2002

Dies gilt uneingeschränkt auch am 20. Januar 2008

Dr. Wolfgang Thüne
www.treibhaus-schwindel.de
wolfgang@thuene.com

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DER SPIEGEL
Herrn
Chefredakteur Stefan Aust
Brandstwiete 19
20457 Hamburg

via email: spiegel@spiegel.de; leserbriefe@spiegel.de

Spiegel Nr.8/231.02.2005: Umwelt „Trauertag für das Klima“

Sehr geehrter Herr Aust,

auf meinen Brief vom 25. Januar 2005 habe ich leider keine Antwort erhalten außer der automatischen Mitteilung, dass mein Leserbrief leider nicht berücksichtigt werden konnte.

Ich hatte Sie gebeten, sich einmal persönlich des Themas „Klimaschutz“ und der prinzipiellen Unmöglichkeit dieses menschlichen Vorhabens anzunehmen. Nun lese ich das Interview mit dem Umweltökonom Richard Tol „Trauertag für das Klima“ und bin natürlich entsetzt und enttäuscht. Sarkastisch könnte ich formulieren: „Freudentag für die Dummheit“.

Wenn ein „Normalsterblicher“ nicht zwischen Wetter und Klima, ‚weather and climate’, differenziert und im Zweifelsfall den „Klimaexperten“ glaubt, das mag noch angehen, aber dass ein Professor der Ökonomie wie Richard Tol den Unterschied einfach ignoriert und damit negiert, ist ein Armutszeugnis für unsere universitäre „Elite“.

Wo ist da das simple logische Denkvermögen geblieben, das Differenzierungsvermögen zwischen Realität und Fiktion? Das Wetter ist raue Wirklichkeit, Realität, die der Mensch hinnehmen muss. Dagegen ist das Klima eine statistische Fiktion, per definitionem! Dies lehrt allein die Definition des Begriffes „Klima“ als „mittlerem Wettergeschehen“ an einem bestimmten Ort über eine bestimmte Zeitspanne von 30 Jahren. „Klima“ ergibt sich aus der statistischen Bearbeitung historischer Wetterdaten, ist eine irgendwie zu Zahlenwerten komprimierte Wettervergangenheit.

In der Sprache der Ökonomen ist eine den „Klimawandel“ symbolisieren sollende „Klimakurve“ nichts anderes als das gleitende 30-Jahresmittel eines Wetterelements. An der Börse operiert man mit gleitenden 90-Tage-Mitteln oder 200-Tage-Mitteln (FAZ), um die sprichwörtliche Volatilität des DAX zu glätten.

Doch nie käme ein Ökonom auf die abstruse Idee, den Anstieg der 200-Tage-Kurve dafür verantwortlich zu machen, dass nun der tägliche DAX noch verrückter spielt. Er würde sich der Lächerlichkeit seiner Kollegen aussetzen und die ‚venia legendi’ riskieren. Doch bei den „Klimaexperten“ ist es anders, steht die Welt auf dem Kopf, spielen die Experten und Politiker verrückt. Hier wird derjenige mit „Umweltpreisen“ belohnt, der die verrücktesten Ideen hat. Keiner hat eine Ahnung von dem Wetter, das wir in vier Wochen, dem nächsten Frühling oder Sommer haben werden, doch über die zukünftige Wettervergangenheit in 50 oder 100 Jahren, das erst in ferner Zukunft posthum anhand des tatsächlich eingetretenen Wetters berechenbare „Klima“, kann wild spekuliert werden.

Da werden endlose „IPPC-Klimakarawanen“ zusammengestellt, die von Klimakonferenz zu Klimakonferenz -ohne Ende- ziehen, um über „ungelegte Eier“ zu diskutieren, ebenfalls ohne Ende und Ergebnis. Da werden Milliarden an knappen finanziellen Ressourcen vergeudet für nichts, allerdings in der Hoffnung, diese über den staatlichen Ablasshandel „Ökosteuern für Klimaschutz“ wieder mit beträchtlicher Rendite wieder von den Bürgern einzutreiben.

Es ist ein gigantisches Geschäft mit der „Dummheit“, in das leider die Medien sich haben hinein ziehen und verstricken lassen. Wer befreit sich als erster, hat den Kant’schen Mut, den eigenen Verstand zu nutzen und mit Mut und Zivilcourage gegen die verordnete Irrlehre „Klimaschutz“ anzugehen? Es gibt entgegen der gängigen ideologischen Klischeevorstellung keine „großen Verursacher“ und keine „größten Verlierer“ des Klimawandels. Ausnahmslos alle Menschen leiden unter dem Wetter, wenn auch unterschiedlich. Zufrieden ist der Mensch nirgends, doch er hat in der Historie eines gelernt, sich geschickt dem Wetter anzupassen und entsprechend „Wetterschutz“ zu betreiben.

Wetterschutz heißt in allen Sprachen dieser Erde „Schutz vor dem Wetter“! Folglich kann „Klimaschutz“ als lebenslänglicher Schutz vor dem Wetter auch nur „Schutz vor dem Klima“ bedeuten. Der Umkehrschluss „Klimaschutz = Schutz des Klimas“ ist ein semantischer Betrug, ein dialektischer Trick, der allerdings offenbart, wie leicht wir zu verführen, durch raffinierte Propaganda zu manipulieren sind.

Nicht nur die Grünen verharren in „alten ideologischen Zeiten“. Dies gilt gleichermaßen für die CDU, die CSU, die FDP, die PDS wie die SPD. In keiner Partei gibt es erkennbaren Widerstand gegen dies ebenso von Größenwahn wie Machbarkeitsphobie gekennzeichnete Vorhaben „Schutz des Globalklimas“. Der Mensch ist maßlos geworden. Er mag mit Nietzsche rufen „Gott ist tot“, doch die Wettergötter sind quicklebendig und treiben mit uns Tag für Tag ihren Schabernack! Sie reagieren weder auf Gebete wie Flüche, sie sind absolut unbestechlich. Sie werden die Strahlströme nicht den Geldströmen anpassen.

Mag der Umweltökonom Richard Tol seinen Computerspielereien nachgehen, er sollte aber offen bekennen, das alles nur Wahrsagerei ist und mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun hat. Die „Welt“ liegt nicht in seiner Hand, auch wenn er sich wie Herkules vorkommt. Aufhorchen sollten all diejenigen, die bisher vom „Emissionshandel“ noch verschont geblieben sind. Auch sie werden sich der „Abzocke“ auf Dauer nicht entziehen können. Aber auch ohne Bahn- und Flugverkehr, am Wetter wird sich nichts ändern. Es hat schon viel ertragen, vor allem uns ebenso hochnäsige wie wetterwehleidige Menschen.

Begraben Sie den „Klimaschutz“, damit das Arbeits- wie das Wirtschaftsklima endlich wieder aufblühen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne

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Zur Rolle des Kohlendioxyds im Naturhaushalt
Wolfgang Thüne

Kein anderes Gas in der Atmosphäre erfährt in Politik und Öffentlichkeit eine derart große Aufmerksamkeit wie das Kohlendioxyd, kurz CO2. Meist fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf seine Rolle als Klimagas, das mit zur Erderwärmung beitrage, die bei weiterer Zunahme des CO2-Gehaltes der Luft in naher Zukunft zur Klimakatastrophe führe. Die Gefahr wird für so groß angesehen, dass man erwägt, dieses Gas bei seiner Entstehung zu sequestrieren und somit unschädlich zu machen. Trotz dieser sehr dramatischen Situation soll die Rolle des CO2 als Klimakiller im Folgenden nicht interessieren. 

Kohlendioxyd wird häufig pauschal als „Umweltgift“ bezeichnet, insbesondere in Warnungen von Umweltverbandsaktivisten. Aber auch die Politik warnt vor diesem Umweltgift und fordert eine schrittweise Dekarbonisierung der Energieerzeugung. Allein mit Sonne, Wind und Biomasse wolle man die Industriegesellschaft mit hinreichend Energie, insbesondere Strom versorgen.  Bis dahin sei es ein Ziel, sofort nach der Verbrennung fossiler Rohstoffe das notwendigerweise emittierte Verbrennungsprodukt CO2 einzufangen und dann zu sequestrieren, sei es in irdischen Bergwerkshöhlen einzulagern oder dauerhaft tief im Meere zu versenken. Doch mit welcher Berechtigung kann man  Kohlendioxyd einfach als Umweltgift bezeichnen?

Die Beantwortung dieser Frage ist von elementarem Interesse und sollte zutiefst jeden Menschen interessieren, der nicht nur die Blumenpracht liebt, sondern dem die Erhaltung und Schonung der Natur an sich am Herzen liegt. Es sei zur Einstimmung wie zur Sensibilisierung ein Satz vorangestellt, den zu lesen und zu verinnerlichen sich sehr empfiehlt. Dieser kurze Satz lautet: „Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ Er findet sich am Eingangsportal des Botanischen Gartens in Berlin.

Bei der Entstehung der Lebewesen spielte nach Peter Fabian der Kohlenstoff in Form des überreichlich in der Atmosphäre enthaltenen Kohlendioxyds eine ganz entscheidende Rolle. Danach benutzten die ersten Autotrophen, auch Chemoautotrophen genannt, vermutlich Kohlendioxyds als Elektronenakzeptor und Wasserstoff als Elektronenspender. Methan-Bakterien sind beispielsweise Autotrophen, die Energie aus der Reaktion

 CO2 + 4 H2 à  CH4 + 2 H2O

gewinnen. Die Ausbreitung der Chemoautotrophen blieb aber begrenzt durch das Angebot an Wasserstoff, der fast ausschließlich durch vulkanische Aktivität nachgeliefert werden musste. Eine weitere Steigerung der biologischen Aktivität erforderte daher die Erschließung einer ergiebigeren Energiequelle, der Sonnenenergie, und so war vermutlich der nächste Entwicklungsschritt die Photosynthese.

Um die Tragweite des Satzes „Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ zu erfassen, sind zuerst die Fragen zu beantworten: welche Stoffe benötigen Pflanzen zum Leben und woher stammt die Antriebsenergie? Ein Blick ins Biologiebuch zeigt, wie die „chemische Fabrik“ Pflanze funktioniert. Den Hinweis auf die notwendigen Rohstoffe gibt die bekannte Photosynthesegleichung. Sie lautet:

6 CO2 + 6 H2O  à  C6H12O6 + 6 O2

Diese nackte chemische Formel besagt nichts anderes als ein Kochrezept. Man nehme 6 Moleküle Kohlendioxyd und 6 Wasser-Moleküle und erhält ein Zuckermolekül und 6 Moleküle Sauerstoff. Bei der Photosynthese entstehen aus zwei energetisch wertlosen Stoffen –CO2 ist die energieärmste aller Kohlenstoffverbindungen- Kohlehydrate wie Zucker mit hoher freier Energie. Aus anorganischen Molekülen wird eine organische chemische Verbindung aufgebaut, die unverzichtbar für alles andere Leben auf Erden ist. Die Pflanzen werden daher völlig zu Recht als Primärproduzenten bezeichnet. Mit dem Auftreten der photosynthetisierenden Organismen entstand ein völlig neues Produkt, der Sauerstoff. Der Anstieg des atmosphärischen O2-Gehalts erfolgte zunächst sehr langsam, da der freigesetzte Sauerstoff zur Oxidation reduzierender Bestandteile der Erdkruste und der alten Atmosphäre verbraucht wurde. Erst fast 2 Milliarden Jahre, für uns schnelllebige Menschen sind 100 Jahre fast eine Ewigkeit, nach Beginn der Photosynthese dürfte der atmosphärische Sauerstoff-Gehalt merklich über der Urey-Pegel von 0,001 PAL angestiegen sein. Mit der Photosynthese setzte nicht nur ein gigantischer Produktionsprozess für Biomasse ein, die Existenz freien Sauerstoffs ermöglichte es den photosynthetisierenden Organismen erstmalig, die in den Kohlehydraten gespeicherte Sonnenenergie durch „Verbrennung“ vollständig wieder freizusetzen. Als Bemessungsgrundlage für die Leistung der Photosynthese dient daher als Maß für die Menge des freigesetzten, leicht nachweisbaren und messbaren Sauerstoffs. 

Die Photosynthese ist nicht nur qualitativ ein überaus wichtiger Prozess. Jedes Jahr werden nach Dieter Heß rund 200 bis 500 Billionen Tonnen Kohlenstoff über die Photosynthese assimiliert und der Biomasse zugeführt. Damit wird die Photosynthese auch quantitativ zu einem ausschlaggebenden Vorgang. Beim Kreislauf des Kohlenstoffs, der mit der Fixierung des CO2 während der Photosynthese beginnt, handelt es sich mengenmäßig um den wichtigsten chemischen und den zweitwichtigsten aller Prozesse auf der Erde überhaupt. Im Mengenumsatz wird er nur noch vom Kreislauf des Wassers übertroffen. Rund ein Drittel der gesamten Sonnenenergie dienen allein der Aufrechterhaltung des Wasserkreislaufs und werden damit der Erwärmung des Erdbodens entzogen. Wenn immer wieder in Kurzform gesagt wird, „Wasser ist Leben“, so gilt mit gleicher Berechtigung ebenso der Satz „Kohlendioxyd ist Leben“. Das Zuckermolekül als „Lebensmolekül“ benötigt für seine Bildung zu gleichen Teilen CO2 und H2O. Bekommt die Pflanze aus der Luft kein Kohlendioxyd, dann verhungert sie, bekommt sie über die Wurzeln kein Wasser, dann verdurstet sie. Die Luft muss also immer Kohlendioxyd enthalten, damit die grünen Pflanzen sich als Primärproduzenten betätigen und die notwendige Nahrung für tierisches wie menschliches Leben bereitstellen können.

Mit den Kohlendioxyd-Konzentrationen, -Flüssen und –Bilanzen in einem Fichtenhochwald hat sich im Rahmen einer Dissertation im Fachbereich Forstwissenschaften der Ludwigs-Maximilians-Universität zu München unter Prof. Dr. Albert Baumgarten Herbert Hager im Rahmen des Internationalen Biologischen Programms (IBP) beschäftigt. Das Ergebnis der im Ebersberger Forst im Jahre 1972 erhobenen Daten: „Das CO2 ist in der Troposphäre in einer Konzentration von ca. 300 vppm zu finden und zeigt lokale und zeitliche Minima bis zu 200 vppm und Maxima bis zu 700 vppm.“ Die Energie für die Reduktion des CO2 bei der Photosynthese wird durch die Absorption solarer Strahlung im Wellenlängenbereich von 420 bis 650 nm durch die photosynthetisch wirksamen Pigmente der Pflanze geliefert. Photosynthese kann daher nur ablaufen, solange solare Energiequanten in dem erwähnten Spektralbereich auf die Pigmentmoleküle auftreffen. Im umgekehrten Sinn läuft die Photosynthesegleichung beim Prozess der Photolyse und Respiration ab, und zwar nicht nur in den Assimilationsorganen, sondern in allen lebendigen Zellen des pflanzlichen Organismus. Der Prozess der Photolyse ist ein kontinuierlicher und setzt Energie und Kohlenhydratspaltprodukte für den Stoffumsatz und das aktive Wachstum der Pflanze frei. Es wird dabei Kohlendioxyd von der Pflanze wieder abgegeben. Die Differenz zwischen Brutto-Photosynthese und Respiration ist die Nettoassimilationsrate (NAR). Die NAR quantifiziert die Produktion des Pflanzensystems und lässt sich anhand der Breite der Baumringe abschätzen. Jedenfalls ergibt die Differenz von CO2-Zuflüssen und CO2-Abflüssen einen charakteristischen Tagesgang des CO2-Gehaltes der Luft, wie er aus den Daten der Monate Juli bis September 1972 abzulesen ist. Für das Jahr 1972 wurde insgesamt über die CO2-Bilanz der Kronenschicht eine Trockensubstanzproduktion von 15.973 to ha-1 errechnet. Dies stimmt mit Daten aus dem Jahre 1969 mit 15.51 to ha-1 von Droste zu Hülfshoff gut überein.

Da das Wasserangebot auf der Erde sehr unterschiedlich ist und auch die Temperaturen stark schwanken, haben sich neben den C3- auch C4-Pflanzen entwickelt. Die C4-Pflanzen gehen mit dem knappen CO2 sehr haushälterisch um und sind zudem an wesentlich höhere Temperaturen adaptiert als die C3-Pflanzen. Das Optimum der CO2-Fixierung liegt bei den C3-Pflanzen bei 15 bis 20° C, bei C4-Pflanzen bei 30 bis 40° C. Letztere benötigen wenig, vorübergehend sogar überhaupt kein CO2 von außen, denn sie können auf die CO2-Speichersubstanzen Malat oder auch Asparat zurückgreifen. Ihre Spaltöffnungen können für einige Zeit weitgehend oder ganz geschlossen werden, ohne dass die Photosynthese beeinträchtigt wird. Mehr oder weniger stark geschlossene Spaltöffnungen, das bedeutet aber auch eine Einschränkung der Wasserverluste über die stomatäre Transpiration. Hinzu kommt das hohe Temperaturoptimum der CO2-Assimilation. Kein Wunder, dass sich der C4-Dicarabonsäureweg häufig bei Arten der Tropen und Subtropen findet, die zumindest zeitweise gegen Hitze und Wassermangel ankämpfen müssen. Zu den C3-Pflanzen gehören Hafer, Reis, Roggen, Weizen und zu den C4-Pflanzen Mais, Mohrenhirse, Rispenhirse, Zuckerrohr.

Schaut man sich die Zusammensetzung des Gasgemisches Atmosphäre an, so setzt sich diese zu 78 Prozent aus Stickstoff (N2), zu 21 Prozent aus Sauerstoff (O2) und zu 0,9 Prozent aus dem Edelgas Argon zusammen. Daneben gibt es noch eine Reihe von Spurenstoffen, zu denen Kohlendioxyd mit Werten zwischen 0,03 und 0,04 Prozent und Wasserdampf mit 0 bis 4 Prozent gehören. Wo kein Wasser ist, wie in der Wüste, oder wo Wasser zu Eis erstarrt ist, da wachsen keine Pflanzen, trotz genügend CO2 in der Luft. Dieser Hinweis möge auch zeigen, dass zwischen dem Kohlendioxydgehalt der Luft und den Temperaturen der Luft keinerlei Beziehung besteht, insbesondere keine Kausalität, indem der CO2-Gehalt  das Auf und Ab der Temperatur verursacht, wie es fälschlicherweise  Svante Arrhenius im Jahre 1896 postuliert hat.

Während der CO2-Gehalt der Luft einen sehr gleichmäßigen Tagesgang aufweist, sind die Temperaturen extrem wechselhaft und hängen in hohem Maße von der Großwetterlage wie den Strömungsverhältnissen ab. Die Temperaturen werden neben der Solarstrahlung zu jeder Jahreszeit von den jeweils einströmenden Luftmassen bestimmt, deren Charakter wiederum von den Jahreszeiten abhängig ist. Atlantische Meeresluft verursacht in Mitteleuropa im Juli kühles und regnerisches, im Januar dagegen angenehm mildes und regenreiches Wetter. Luft aus dem osteuropäisch-asiatischen Raum ist im Winter trocken und eisig kalt, im Sommer trocken und heiß. Es gibt keinerlei Beziehung zwischen den Temperaturen und dem CO2-Gehalt der Luft. Walter Hesse berichtet in seinem Lehrbuch „Grundlagen der Meteorologie“ von Messungen des CO2Gehaltes über einem Kartoffelfeld bei München im Sommer 1952 in 0,5m, 18 und 100 m Höhe. Es ergab sich ein besonders stark ausgeprägter Tagesgang in Bodennähe. In 0,5 m Höhe tritt das Maximum mit über 0,04 % gegen 3 Uhr frühmorgens und das Minimum mit etwa 0,03 % nachmittags gegen 15 Uhr auf. Dies hängt mit der vom Tag-Nacht-Rhythmus gesteuerten Tätigkeit der chemischen Fabrik Pflanze ab. Weil das Kohlendioxyd für die Pflanze lebensnotwendig ist, ist CO2 bei einem Litergewicht von 1,977 g deutlich schwerer als Luft. Das bei der Bodenatmung freigesetzte schwere CO2 bleibt daher unmittelbar über dem Boden, wo es von den Pflanzen nach Sonnenaufgang assimiliert werden kann. Freiwillig steigt das Kohlendioxyd gegen die Schwerkraft nicht empor, es sei denn, es wird über die Konvektion zusammen mit ganzen Luftpaketen in die Höhe gerissen.

Um optimal arbeiten zu können, benötigt die „chemische Fabrik“ Pflanze insbesondere eine stete Energiezufuhr von der Sonne. Fehlt diese, wie in der dunklen Nacht, dann funktioniert die Photosynthesegleichung nicht, dann findet keine CO2-Assimilation statt. Die hierfür notwendige Energie bezieht die Pflanze einzig von der Sonne, so dass die Fabrik nur an den Tages- oder Lichtstunden arbeiten und Zuckermoleküle herstellen kann. Doch selbst das reicht immer noch nicht  für den Betrieb, die Nahrungsproduktion. Es bedarf noch eines „Katalysators“, der die Energie des Sonnenlichtes einfängt. Dieser zwingend notwendige Katalysator oder Rezeptor ist der grüne Farbstoff namens Chlorophyll, das die Blattfarbe bestimmende Blattgrün. Das antennenartig gebaute Chlorophyll-Molekül ist unverzichtbar, um die Energie des Sonnenlichtes einzufangen und diese in feinen Abstufungen auf jenen chemischen Grundprozess zu übertragen, der aus 6 Molekülen Kohlendioxyd und 6 Molekülen Wasser ein Zuckermolekül, also eine organische Verbindung, aufbaut und dabei 6 Moleküle Sauerstoff abgibt. Bezieht man die Sauerstoffproduktion auf die vorhandene Chlorophyllmenge, erhält man die Rate der so genannten Assimilation: freigesetzte Menge an Sauerstoff in Gramm pro Stunde im Verhältnis zur vorhandenen Menge Chlorophyll in Gramm.

Nach Berechnungen von Josef H. Reichholf zeigt sich ein höchst überraschender Befund. Während die Assimilationsrate in Wäldern Werte von 0,4 bis 4 annimmt, steigt sie in den hochproduktiven Meeren auf über 10 an. Das heißt, dass in den Meeren viel mehr Sauerstoff, rund doppelt soviel wie im tropischen Regenwald, pro Stunde und Flächeneinheit produziert wird. Obgleich die Chlorophyll-Dichte pro Flächeneinheit in den tropischen Regenwäldern mit Temperaturen um 25°C am höchsten ist, ist die Assimilations- und mit ihr die Sauerstoffproduktionsrate in den kalten Meeresgebieten mit Temperaturen um 4°C am höchsten. Dies ist nach der vant’Hoffschen Regel, nach der die Geschwindigkeit von chemischen Reaktionen von der Temperatur abhängt, nicht zu erwarten.  Nach dieser Regel müsste die Primärproduktion der immergrünen feuchten tropischen Regenwälder pro Flächeneinheit das Dreißigfache derjenigen der produktivsten kalten Meeresgebiete betragen. Aber auch hier zeigt sich wieder, dass der Temperatur nicht die überragende Rolle zufällt, die ihr theoretisch nachgesagt wird.

Wasser und Nährsalze sind notwendige Bestandteile jeder lebenden Zelle. Von nicht geringerer Bedeutung für den Aufbau der Organismen sind aber die eigentlichen Bausteine und Produkte des Protoplasmas, wie die Kohlenhydrate, Fette und Eisweißkörper. Die Kohlenhydrate stehen im Mittelpunkt des Stoffwechselgeschehens: Sie sind bei der Pflanze sowohl wie beim Tier das wichtigste Atmungsmaterial, dessen Verbrennung im Betriebsstoffwechsel die Energie für die Aufrechterhaltung des Lebens liefert. Wenn eine höhere grüne Pflanze, deren Wurzeln in einer rein anorganischen Nährlösung eintauchen, zu stattlicher Größe heranwächst, so ist es ohne weiteres klar, dass der Kohlenstoff nur aus dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxyd stammen kann. Diese wichtige Entdeckung wurde 1779 von dem niederländischen Arzt Ingen-Housz gemacht.

Die anfänglich dargestellte Photosynthesegleichung entspricht aber immer noch nicht ganz der Realität. Zur Bildung eines Moleküls C6H12O6 müssen jeweils 6 Moleküle CO2 verarbeitet werden. Nimmt man an, dass der dazu benötigte Wasserstoff dem in den assimilierenden Zellen stets vorhandenen Wasser entnommen wird, so muss der Bedarf an Wasser verdoppelt werden. Diese Annahme ist notwendig, nachdem man erkannt hatte, dass der bei der Photosynthese freigesetzte Sauerstoff ausschließlich aus der Spaltung des H2O herrührt. Somit kommt neu auf der Produktions-Seite die Verdunstung hinzu:

6 CO2 + 12 H2O  à  C6H12O6 + 6 O2 + 6 H2O

Die Bauernregel „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun’ und Fass“ findet hier ihre Bestätigung: zum Wachstum bedarf es eines genügenden Wasserangebotes. Ebenso wird der wiederholte Hinweis beekräftigt, dass die Temperatur bei der Assimilation des CO2 eine in gewissen Bereichen optimierende, aber keine dominante Rolle spielt. Doch selbst diese Formel spiegelt nicht die wirklichen Reaktionen wider. Wie die Verbrennungswärme des Zuckers zeigt, ist in einem Glukosemolekül eine beträchtliche Energiemenge gebunden. Bei der völligen Verbrennung von einem Mol Glukose (=180g) zu CO2 und H2O werden 657 kg-Kalorien oder 2825 KJ Energie frei, die Reaktion ist exotherm. Dieser Energiebetrag muss also umgekehrt dem System zugeführt werden, wenn eine Synthese von Zucker aus den Grundbausteinen CO2 und H2O erfolgen soll. Dies ist ganz offensichtlich der Grund, warum bei der CO2-Assimilation der grünen Pflanzen überhaupt Licht benötigt wird. Denn einzig das Licht kann die Energie liefern, die bei der endothermen Zuckersynthese durch die Pflanze benötigt wird:

6 Mol CO2 + 12 Mol H2O + 675 Kal à  1 Mol C6H12O6 + 6 Mol O2 + 6 Mol H2O

 
264 g               216 g                                180 g             192 g           108 g

Unter all diesen Gesichtspunkten enthüllt sich erst das eigentliche Wesen der pflanzlichen Photosynthese: Es wird hier in den Pflanzen nicht nur in einzigartiger Weise aus einfachen anorganischen Grundstoffen organischer Zucker gebildet, ohne den ein Leben auf unserer Erde gar nicht möglich wäre. Es werden außerdem aus dem breiten Spektrum an Sonnenenergie spezielle Lichtquanten aufgefangen und in Form von chemischer Energie gespeichert, um später wieder den verschiedenen Zwecken des Lebens dienstbar gemacht zu werden.

Die Photosynthese der grünen Pflanzen ist der einzige Vorgang, bei dem auf der Erde in großem Maße Sonnenenergie aufgefangen und gespeichert wird. Wir Menschen sind sprichwörtlich „Kinder der Sonne“! Jahr für Jahr nehmen allein die Landpflanzen etwa 1018 Kalorien an Sonnenenergie auf. Von dieser Energie aber zehrt alles Lebendige, Tiere sowohl wie Pflanzen, wenn sie einen Teil des selbst produzierten Zuckers wieder beim eigenen Atmungsstoffwechsel verbrennen und die dabei frei werdende Energie zum Betrieb ihrer Lebensvorgänge verwenden. Wenn alles Leben von den winzigen Mengen von Kohlendioxyd in der Luft anhängt, mit welcher Berechtigung wird undifferenziert dieses lebensnotwendige Molekül als „Umweltgift“ bezeichnet? Aus botanischer, zoologischer wie anthropologischer Sicht ist dieses Urteil schlicht und einfach falsch.

Bei dem sehr geringen CO2-Gehalt der Luft von circa 0,03 Volumprozent, das sind etwa 0,5-0,6 mg CO2 pro Liter Luft, müsste der Luftvorrat rasch erschöpft sein, so dass ein dauernder Aufbau der Pflanzenwelt aus der Luftkohlensäure nur dann möglich ist, wenn ständig CO2-Quellen vorhanden sind. Hierzu werden in dem Lehrbuch der Botanik folgende Überlegungen angestellt:

„Erstaunlicherweise sorgt nun das Leben selbst auf unserer Erde für eine dauernde Rückbildung von CO2 in größtem Umfang. Es ist ja ein Charakteristikum der Lebewesen, dass sie zur Aufrechterhaltung ihres Daseins in einer Weise,…, atmen und hierbei in der Mehrzahl der Fälle u. a. CO2 ausscheiden. Ein erwachsener Mensch atmet im Ruhezustand in 24 Stunden rund 1 kg CO2 aus, und in der gleichen Größenordnung liegt auch die Atmungsintensität des Tieres wie auch der höheren Pflanze. Einschließlich des Exhalation der Vulkane und der Tätigkeit unserer Industrie wären jedoch Menschen, Tiere und höhere Pflanzen immer noch nicht imstande, die beachtliche Konstanz des Luftkohlensäuregehaltes aufrecht zu erhalten, wenn nicht neben ihnen noch das große Heer der sog. niederen Organismen, insbesondere der Bodenbakterien, lebte und atmete, mit einer CO2-Produktion, die ganz ungeheuer ist. Man hat in einem einzigen Kubikzentimeter eines guten Ackerbodens schon mehrere Milliarden Bakterien gefunden und schätzt die stündliche CO2-Entwicklung aus 1 ha auf 2-5 kg CO2, bei Waldboden auf wesentlich mehr. Das ergibt pro Jahr derartige Mengen an CO2, dass man wohl verstehen kann, dass gerade diese Mikroorganismen bei der Bilanz des CO2-Gehaltes unserer Lufthülle eine entscheidende Rolle spielen. Auf sie und ihre CO2-Produktion geht es auch zurück, wenn der CO2-Gehalt der Luft dicht über dem Erdboden die höchsten Werte erreicht.“

Die Intensität der Photosynthese wird, wie das für Lebensvorgänge ganz natürlich ist, von den verschiedensten Faktoren in äußerst komplizierter Weise beeinflusst. Der Entwicklungszustand der Pflanze, die Wasserversorgung, der Öffnungszustand der Spaltöffnungen, die Beleuchtung, die Temperatur und die CO2-Versorgung spielen eine Rolle. Hier, wie überhaupt bei allen physiologischen Vorgängen, die von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden, macht man die Beobachtung, dass unter den verschiedenen Wirkungsfaktoren der jeweils im Minimum vorhandene den Gang des gesamten Prozesses entscheidend bestimmt, ganz nach dem „Gesetz der begrenzenden Faktoren“, dem „Liebig’schen Minimumgesetz“. Bei ungenügender CO2-Versorgung können selbst die günstigsten Licht- und Temperaturverhältnisse nicht optimal ausgenützt werden, da die CO2-Assimilation nur so schnell vonstatten gehen kann, wie es die verringerte CO2-Zufuhr über die Stomata erlaubt. Der Gang der Assimilation ist daher unter natürlichen Bedingungen nicht gleichförmig. Folglich zeigt auch der CO2-Gehalt erhebliche geographische Unterschiede. Dies vor allem widerlegt insbesondere für die Behauptung, dass der in circa 3000 m Höhe an den Flanken des Hawaii-Vulkans Mauna Loa seit 1958 gemessene CO2-Gehalt der Luft repräsentativ für die gesamte Erde, sozusagen ubiquitär sei.

Nach Richard Harder kann unter allgemein günstigen Umständen als Anhaltspunkt angenommen werden, dass ein Quadratmeter grüner Blattfläche in der Stunde 0,5-1,5 g Glukose zu erzeugen vermag. Das entspricht ungefähr der CO2-Menge, die in 3 m3 Luft vorhanden ist. Eine kräftige Sonnenblume kann im Laufe eines Tages die gesamte CO2-Menge aus einem Raum binden, der bei 25 m2 Grundfläche 4 m Höhe besitzt. Dies erklärt, warum Gewächshäuser ständig gut be- und durchlüftet werden müssen. Da die in der Atmosphäre vorhandene Kohlensäurekonzentration für die photosynthetische Leistungsfähigkeit der zu züchtenden Pflanzen suboptimal, ja ungenügend ist, ist man dazu übergegangen, bei Gewächshauskulturen durch künstliche Begasung mit Kohlendioxyd den Ernteertrag auf das Dreifache zu erhöhen. Bei Tomaten und Gurken erreicht man dies, indem man den CO2-Gehalt um das Dreifache von 0,03 auf etwa 0,1 Volumprozent erhöht. 

Es lässt sich generell festhalten: Die Tiere können ihr Leben nur dadurch erhalten, dass sie pflanzliche und tierische Nahrung verzehren. Die Konsumenten wie auch die Destruenten sind auf die Pflanzen als Primärproduzenten zwingend angewiesen. Nur über die Pflanzen erhalten sie die Energie, die für ihr Leben notwendig und unverzichtbar ist. In letzter Linie sind also alle, auch wir Menschen, auf photosynthetisch erzeugten Pflanzennährstoffe angewiesen. Dies gilt gleichermaßen für die Landtiere und für die Wassertiere. Deren wichtigste Nahrungsquelle sind die grünen Algen, die ebenso den Sauerstoff liefern, um bei der Atmung die bei der Assimilation chemisch in der Glukose gebundene Sonnenenergie in Lebensenergie umzuwandeln. Der Freilegung dieser im Zuckermolekül gebundenen potentiellen Energie dient der ganze, höchst verwickelte Atmungsmechanismus, in dem bei Pflanzen und Tieren in grundsätzlich gleicher oder doch ähnlicher Weise Zucker wieder bis zu den Grundbausteinen CO2 und H2O zerlegt wird. Die Atmungsgleichung ist nahezu eine Umkehrung der Photosynthesegleichung:

1 Mol C6H12O6 + 6 Mol O2  à  6 Mol CO2 + 6 Mol H2O + 675 Kal.

Was ist dennoch der Unterschied zwischen Assimilation und Atmung bei den grünen Pflanzen? Die Assimilation findet nur am Tage und nur in den grünen Pflanzenorganen statt. Dabei wird Kohlendioxyd verbraucht und Sauerstoff ausgeschieden. Die Atmung dagegen findet bei Tag und Nacht und bei allen Pflanzen mit allen Organen statt. Dabei wird Sauerstoff verbraucht und ausgeschieden wird Kohlendioxyd. Zieht man von der Bruttophotosyntheseleistung der Pflanzen die Eigenatmung ab, so ergibt sich die Nettophotosyntheseleistung. Sie manifestiert sich im tatsächlichen Wachstum der Pflanzen und ihrer in den jährlichen Baumringen sichtbaren Massenzunahme. Anhand der Breite und Dichte der Baumringe kann man gute und weniger gute Wachstumsjahre unterscheiden, wobei das Wachstum immer nur während der etwa halbjährigen Vegetationsperiode stattfindet und wesentlich von der Bodenfeuchte und damit dem Niederschlagsangebot abhängt. Heiße und trockene Sommer behindern das Wachstum nicht unerheblich.

In der Natur findet also ein gewaltiger Kreislauf der beiden Gase statt. Alle Lebewesen atmen Kohlendioxyd aus, das die grüne Pflanze zur Ernährung braucht, und der Sauerstoff, der von den grünen Pflanzen bei der Assimilation ausgeschieden wird, ist für die Atmung unentbehrlich. Da für die Kohlenstoffassimilation wiederum Licht und Blattgrün unentbehrlich sind, gewinnt der Satz „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ den Charakter eines ethischen wie moralischen Imperativs. Nicht durch etwas mehr oder weniger CO2-Emissionen gefährden wir das Leben, sondern durch die zunehmende Zerstörung des „Grüns“ als natürlichem Kleid der Erde und als ständiger CO2-Senke.

Voraussetzung für eine intensive CO2-Assimilation ist ein reger Gasaustausch zwischen Atmosphäre und Blattinnern durch die Spaltöffnungen. Ein wichtiger Gradmesser ist hierfür die Transpiration, denn Assimilation und Transpiration sind aufs engste miteinander gekoppelt, wie die Photosynthesegleichung bezeugt. Eine Sonnenblume verdunstet an einem klaren Tag etwa 1 Liter Wasser. Speziell der Transpirationskoeffizient gibt an, wie viel Wasser eine Pflanze verbraucht, um 1 kg Trockenmasse zu bilden.

In gemäßigt kontinentalem Klima benötigt die Hirse 293 Liter, Mais 368 Liter, Rüben 397 Liter, Weizen 435 Liter, Sonnenblumen 569 Liter, Kartoffeln 636 Liter, Roggen 685 Liter, Luzerne 844 Liter und Flachs 905 Liter.  Der Boden muss also immer hinreichend feucht sein. Aber auch die Bodenatmung spielt eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Versorgung der Pflanzen mit genügend CO2. Als Beispiel für den CO2-Beitrag der Bodenatmung führt Heinrich Walter folgende Werte pro m2 Bodenfläche und Stunde an:

Sandboden…………………………………………  2 g CO2
Lehmboden……………………………………… …4 g CO2
Humoser Boden (Buchenwald)…..……….15 –  22 g  CO2

Diese Zahlen schwanken je nach Feuchtigkeits- und auch Temperaturverhältnissen sehr stark. Der weitaus größte Anteil an Kohlendioxyd entfällt dabei auf die Tätigkeit der Bodenorganismen, namentlich der Bakterien und Pilze.

Betrachtet man die Zahlenangaben über die CO2-Gehalte der Luft, so wird zwar in der Regel ein konstanter Wert von 0,03 Volumprozent angegeben, es wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass er je nach örtlichen Verhältnissen Schwankungen unterliegt. Walter verweist auf Messungen in der Großstadt Stockholm, die einen wesentlich höheren CO2-Gehalt (0,0508%) als das Schärengebiet außerhalb der Stadt (0,0293%) hat. In London mache sich sogar ein Unterschied zwischen Werktagen mit der großen Ansammlung von Menschen in der City und Feiertagen, an denen das Geschäftsleben ruht, bemerkbar. Solche Unterschiede machen sich besonders im Winter während der Heizperiode bemerkbar, wenn zudem die CO2-Assimilation der Vegetation ruht.

Und da die CO2-Assimilation nur am Tage vor sich geht, während die Atmung der Organismen sowohl tags als auch nachts verläuft, lassen sich auch Tagesschwankungen des Luft-Kohlensäuregehaltes feststellen. Schon um 18 Uhr war in einem Rübenfeld die CO2-Konzentration um 10 % höher als um 12 Uhr. Die Tagesmittel liegen im Allgemeinen 12 % niedriger als die Nachtmittel. Nirgendwo ließen sich Verbindungen zwischen dem Tagesgang der Temperatur und dem Tagesgang der Kohlensäuregehaltes feststellen. Dies gilt ebenso für den Jahresgang beider Elemente, wie klar die sägezahnähnliche Kurve von Mauna Loa auf Hawaii zeigt. Immer wenn auf der Nordhalbkugel der Winter einbricht, dann sinken die Lufttemperaturen, doch der Kohlendioxydgehalt steigt. Im Frühjahr vollzieht sich der umgekehrte Prozess. Mit dem Frühjahr beginnen die Temperaturen zu steigen, doch der CO2-Gehalt sinkt mit Start der Vegetationsperiode und damit der CO2-Assimilation.

Welchen Aspekt man auch betrachtet, es ist naturwissenschaftlich unerklärlich, warum das absolut lebensnotwendige Kohlendioxyd als „Umweltgift“ gebrandmarkt und der Ächtung unterworfen wird, bis hin zu der angestrebten Sequestrierung. Man hat sich auch die Frage gestellt, ob nicht für die Landwirtschaft eine direkte Düngung der bodennahen Luftschichten mit CO2  in Frage käme. Dies wurde jedoch als zu kostspielig verworfen, umso mehr, da ja der Wind CO2 leicht verweht. Deshalb düngte man nur in geschlossenen Gewächshäusern, und zwar dann, wenn CO2 kostenlos zur Verfügung stand, wie z. B. beim Torfkraftwerk Wiesmohr in Ostfriesland. Walter beschreibt auch, dass man in den lichtarmen Wintern, wenn die Pflanzen in den Gewächshäusern der Botanischen Gärten sich in einem Hungerzustand befinden, gerne Öfchen mit glühenden Holzkohlen aufstellt, weniger um Wärme zu erzeugen, als um den CO2-Gehalt der Luft im Gewächshaus zu erhöhen und damit die Assimilation anzuregen. Gehen in einem luftdicht abgeschlossenen Raum die Menschen an Sauerstoffmangel zugrunde, so die Pflanzen an Kohlendioxydmangel.

Die Antwort auf die Frage „Ist CO2 ein Umweltgift? ist eindeutig und klar: Nein!

Dr. Wolfgang Thüne
Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde

Literatur:

1. Fabian, Peter: Atmosphäre und Umwelt; Berlin Heidelberg 1984.
2. Heß, Dieter: Pflanzenphysiologie, 9. Auflage, Stuttgart 1991.
3. Hager, Herbert: Kohlendioxyd –Konzentrationen, -Flüsse und –Bilanzen in einem Fichtenhochwald; Universität München – Meteorologisches Institut, Wissenschaftliche Mitteilung Nr. 26, München 1975.
4. Hesse, Walter: Grundlagen der Meteorologie für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft, Leipzig 1966.
5. Russel, Sir John: Boden und Pflanze, Dresden 1936.
6. Reichholf, Josef H.: Der Tropische Regenwald, Die Ökobiologie des artenreichsten Naturraums der Erde, München 1990.
7. Schmeil, Otto: Pflanzenkunde, Heidelberg 1964.
8. Harder, Richard u. a.: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen, Stuttgart 1958.
9. Walter, Heinrich: Grundlagen des Pflanzenlebens. Einführung in die allgemeine Botanik für Studierende der Hochschulen, Stuttgart 1950.

P.S.: Wer sich eingehender mit dem Calvin-Zyklen befassen will, kann dies bei Wikipedia tun oder unter http://suomenhirvi.piranho.de.

Manuskript fertig gestellt am 25. Januar 2008

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Zu meiner Person: Diplom-Meteorologe und Dr. phil. in Soziologie; Autor der Bücher „Der Treibhaus-Schwindel“, Saarbrücken 1998; „Freispruch für CO2“, Wiesbaden 2002. Träger des Woitschachpreises für ideologiefreie Wissenschaft 1999 der Stiftung DABEI e. V.


Die Erde als „Treibhaus“ - eine wirklichkeitsferne Modellfiktion
Wolfgang Thüne



Der Glaube an die Erde als „Treibhaus“ wie den „natürlichen Treibhauseffekt“ ist weltweit politische Doktrin und damit Handlungsbasis für das Vorhaben „Schutz des Weltklimas“. Diesem Glaube dient als Grundlage die Vorstellung, daß der Mensch durch die zunehmende Emission von „Treibhausgasen“ die Erde aufheizen, damit die „Erderwärmung“ antreiben und schließlich die globale „Klimakatastrophe“ verursachend auslösen könne. Mit dem im Jahre 1997 verabschiedeten und am 16. Februar 2005 völkerrechtlich wirksamen Kyoto-Protokoll hofft die internationale Politik, den „Klimawandel“ stoppen und so die „Klimakatastrophe“ noch verhindern zu können.

Das Ergebnis „natürlicher Treibhauseffekt“ ist das Produkt zweier Kalkulationen, der Bildung einer „Globaltemperatur“ und der Berechnung einer „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ der Erde. Die Differenz zwischen beiden Werten, der „Globaltemperatur“ von +15° C und der „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ von –18° C, wurde zum „natürlichen Treibhauseffekt“ deklariert. Er betrage „+33° Celsius“ und sei absolut lebensnotwendig. Um die Richtigkeit der Aussage zu unterstreichen und für jedermann glaubhaft oder plausibel zu machen, wird auf die Eisstarre verwiesen, die ohne die positive Wirkung des „Treibhauseffektes“ eintreten würde. Auch das im Jahre 1988 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene internationale Klimaschiedsgericht IPCC kam zu dem Schluß: „der natürliche Treibhauseffekt ist wirklich“ (‚the greenhouse effect is real’)!

In ihrem Buch „Wir Klimamacher“ schreiben der international führende „Klimaexperte“ Hartmut Graßl und Reiner Klingholz: „Es waren die natürlichen Treibhausgase, die das Klima warm und weitgehend konstant hielten. Sie lassen das wärmende Sonnenlicht bis zur Erde durch, verhindern aber, daß die Wärmestrahlung des Planeten vollständig in den Weltraum entweichen kann. Dieser Treibhauseffekt hält die Erde am Leben. Ohne ihn läge die Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche statt bei plus 15 bei minus 15 Grad. Eis würde große Teile des Globus bedecken.“

Da bei der Definition der Größe des „natürlichen Treibhauseffektes“ der untere Randwert, die „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ von –18° C eine alles entscheidende Schlüsselrolle spielt, soll deren Zustandekommen folgend näher untersucht und kommentiert werden. Die Berechnung ist mathematisch völlig richtig und wohl deswegen das Resultat so überzeugend. Wie dabei im einzelnen vorgegangen wird, ist in dem Ersten Zwischenbericht der Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre vom 2. 11. 1988 akribisch genau zu entnehmen. Nun das Procedere mitsamt den jeweils getroffenen Annahmen:

1. Annahme: Die Sonne sei ein „schwarzer“ Körper“ mit einer Temperatur von 5700 Kelvin. Das Maximum der Wärmeabstrahlung liegt bei einer Wellenlänge von 0,5 m.
2. Die Erde befinde sich in einem mittleren Abstand von 150 Millionen km zur Sonne. Sie empfange am Außenrand der Atmosphäre eine Strahlung der Flußdichte von 1368 Watt pro m2. Dies sei die „Solarkonstante“.
3. Man nimmt weiter an, „daß die fiktive Erdoberfläche, die von der Sonne senkrecht bestrahlt wird, dem Querschnitt der Erde entspricht und damit einem Viertel der Erdoberfläche“.
4. Annahme ist ferner, daß am „Außenrand“ oder Oberrand der Atmosphäre 30 Prozent der Sonnenstrahlung reflektiert werden. Die solare Strahlungsflußdichte, die der Erwärmung der Erde dient, errechnet man mit der Formel (1-A) x SK/4, wobei A für Albedo (A=0,3) und SK für Solarkonstante steht.
5. Nun wird postuliert, daß die Strahlungsflußdichte der Sonne mit der IR-Strahlung der Erde im Gleichgewicht stehe. Die IR-Strahlung der Erde sei gemäß Stefan-Boltzmann-Gesetz proportional zur 4. Potenz ihrer Temperatur, betrage also  x Te4 (Te ist die Temperatur der Erdoberfläche in Kelvin;  = 5,6696 x 10-8 Wm-2 K-4 = Stefan-Boltzmann-Konstante).
6. Auch die Erde solle einen schwarzen Strahler darstellen.
7. Damit berechne sich das Strahlungsgleichgewicht: (1 – A) x SK/4 =  x Te4
8. Mit diesen Annahmen kommt man zu einer globalen Durchschnittstemperatur von 255 K = -18° C. Daran schließt sich die Feststellung: „Diese Temperatur entspricht der globalen Durchschnittstemperatur in ungefähr 6 km Höhe. Die Hälfte der Atmosphärenmasse befindet sich unterhalb dieser Höhe.“
9. Weiter heißt es: „Nahe der Erdoberfläche beträgt die globale Durchschnittstemperatur etwa +15° C. Diese Differenz von etwa 33° C wird durch den Treibhauseffekt der klimarelevanten Spurengase, des Wasserdampfes und der Wolken bedingt. Die wärmeabsorbierenden Spurengase spielen hier also in grober Nährung die Rolle des Glasfensters eines Treibhauses:

Zur Veranschaulichung wird erklärend hinzugefügt: „Sichtbares Sonnenlicht durchstrahlt das Glas fast ungehindert und wird erst dann durch die Körper im Innern des Treibhauses absorbiert und erwärmt diese dadurch. Die von den erwärmten Körpern im IR-Bereich abgestrahlte Wärme wird vom Glas absorbiert und danach zum Teil nach außen, zum Teil zurück nach innen gestrahlt. Diese Wärmerückstrahlung führt zu einer gegenüber außen erhöhten Innentemperatur des Treibhauses.“

Was den reinen Rechenvorgang betrifft, so ist das Ergebnis völlig korrekt und kann nicht angezweifelt werden. Doch die Mathematik ist entgegen „landläufiger“ Meinung keine Naturwissenschaft! Was mathematisch richtig berechnet ist, kann physikalisch völlig unrealistisch, überhaupt ohne Sinn sein. Bevor man ein Rechenergebnis zu einer „Naturkonstanten“ wie die „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ deklariert, hätte man zuerst die Randbedingungen kritisch hinterfragen und auf ihre Zulässigkeit hin überprüfen müssen. Ein Modell, das nicht annähernd an die Wirklichkeit adaptiert ist, kann keine wirklichkeitsnahen Ergebnisse bringen.

Nach Lektüre des zitierten Textes müßte einem aufmerksamen Leser zumindest ein grober Schnitzer auffallen. Da wird eine Temperatur von –18° C berechnet und gesagt, daß diese einer „Durchschnittstemperatur in ungefähr 6 km Höhe“ entspreche. An der Erdoberfläche betrage dagegen die „Durchschnittstemperatur etwa +15° C“. Was heißt das? Bildet man eine Differenz, so besagt diese einzig und allein, daß vom Erdboden (+15° C) bis in 6 km Höhe (-18° C) die Temperatur um 33°C abnimmt. Eine ganz normale vertikale Differenz wird ohne jede Erklärung in eine horizontale Differenz umgebogen und zu einem Erwärmungseffekt umdeklariert. In Wirklichkeit ergibt die Differenz eine vertikale Temperaturabnahme mit der Höhe von 0,55° C pro 100 Meter, was in etwa dem feuchtadiabatischen Temperaturgradienten entspricht. Ein „Treibhauseffekt“ wäre nur dann gegeben, wenn sich beide Temperaturen auf das gleiche Niveau bezögen. Doch exakt dies tun sie nicht, was den „Erwärmungseffekt“ ins Reich der Ideologien erhebt.

Der 2. November 1988, an dem der den neuesten wissenschaftlichen Kenntnisstand widerspiegelnde Enquete-Bericht im Deutschen Bundestag präsentiert, diskutiert und akzeptiert wurde, kann als der Geburtstag einer neuen politischen Ideologie sowie einer neuen Politikgattung, der Klimapolitik, angesehen werden. Offensichtlich hatte keiner der „Volksvertreter“ vor seiner Zustimmung den Bericht so intensiv gelesen, daß ihm Unstimmigkeiten aufgefallen wären. Selbst bei der 2. parlamentarischen Verabschiedung am 9. März 1989 bat keiner der Abgeordneten um Aufklärung. Mit dieser zweimaligen demokratischen Legitimation wurde die Existenz des „natürlichen Treibhauseffektes“ zum politischen Dogma, zur „herrschenden Lehrmeinung“.

Von dem erwärmenden „Treibhauseffekt“ kann auch deswegen nicht die Rede sein, weil bei seiner Berechnung die „Treibhausgase“ als verursachende Einflußfaktoren überhaupt nicht vorkommen. Die Berechnung war ausdrücklich für den „Außenrand“, d. h. für die Obergrenze der Atmosphäre gemacht worden. Da dort in 400 oder 800 km Höhe mit Sicherheit keine –18° C herrschen, hat man aufgrund des Rechenergebnisses den „Außenrand“ auf 6 km Höhe heruntergezoomt mit der dann richtigen Bemerkung, daß sich die Hälfte der Masse der Atmosphäre unterhalb dieser Höhe von 6 km befinde. Ohne auch nur im geringsten auf diese Widersprüche einzugehen, hat man den Blick des Lesers sehr geschickt auf die „Rolle des Glasfensters eines Treibhauses“ fixiert in der psychologisch begründeten Hoffnung, daß nun die Mächtigkeit des Bildes siegen und die weitere „Überzeugungsarbeit“ erleichtern würde. Hat sich nämlich ein Bild erst einmal im Innern, so der Psychoanalytiker Sigmund Freud, im „kollektiven Unterbewusstsein“ etabliert und verfestigt, so wird es zum Glaubenssatz, zum Bestandteil der „emotionalen Intelligenz“, die gegen rationale Einwände relativ immun ist.

Aus Erfahrung weiß jeder Mensch, daß auch ein „Treibhaus“ oder Gewächshaus kein Wärmespeicher ist und auskühlt, wenn es Nacht ist und keine Sonne scheint. Selbst in einer geschlossenen Thermoskanne wird der heißeste Kaffee kalt, schneller als uns lieb ist. Auch der Unterglasgartenbau ruht im Winter, weil er zu heizkostenintensiv ist! Dieses Tatsachenwissen wird psychologisch unterlaufen durch die „Erklärung“, daß „die abgestrahlte Wärme vom Glas absorbiert und danach zum Teil nach außen, zum Teil zurück nach innen gestrahlt“ wird. Hier hätte sofort eingewandt werden müssen, daß zumindest der Teil der Wärme, der nach außen entweicht, bei der „Rückstrahlung“ nach innen fehle. Selbst wenn nichts an Wärme nach außen entweiche aufgrund perfekter Isolation, würde die Temperatur im Gewächshaus bestenfalls konstant bleiben, denn es kann nicht mehr zurückgestrahlt werden als abgestrahlt wurde. Es kommt immer auf die Bilanz an. Bei genauer Textanalyse und Textkritik häufen sich die Fehler. Wenn die Erde von einer für Wärmestrahlung undurchlässigen Schicht umgeben wäre, dann wäre sie in beide Richtungen undurchlässig. Die Sonnenstrahlen könnten den „Außenrand“ nicht durchdringen, das „Treibhaus“ wäre ein eiskalter, schwarzer Hohlraum.

Jedenfalls gelang es den in der Enquete-Kommission mitwirkenden „Klimaexperten“ eine neue Art von „Naturkonstante“ zu kreieren, den „natürlichen Treibhauseffekt“. Selten kann man so wirklichkeitsnah nachvollziehen, wie ein neues „Bild der Wissenschaft“ aus der Taufe gehoben wird. Eine Naturwissenschaft, die aus der „Natur“ als Wirklichkeit hinaustritt und sich ins abstrakte Reich der Ideen begibt, wird zur Ideologie, zu einer Weltanschauung mit Glaubenscharakter. Doch wie jeder Glaube, so ist auch der „Glaube“ an die Erde als „Treibhaus“ nur ein subjektives Fürwahrhalten ohne objektive physikalische Begründung.

Der Enquete-Bericht enthält noch weitere wirklichkeitsferne Kuriositäten. Es heißt: „Die Sonne strahlt ihre Energie im wesentlichen gleichförmig in alle Raumrichtungen aus. Die Erde (...) beziehungsweise der Außenrand ihrer Atmosphäre empfängt auf einem Flächenquerschnitt senkrecht zur Strahlrichtung der Sonne eine Strahlung der Flußdichte (Energie pro zeit- und Flächeneinheit) von 1368 Watt (W) pro m2.“ Entkleidet man diesen Text seiner Worthülsen, so besagt er, daß die Erde eine kreisförmige senkrecht zur Sonne ausgerichtete „Scheibe“ sei. Der „Querschnitt der Erde“ entspricht dann einer Kreisfläche r2 und damit einem „Viertel der Erdoberfläche“. Die dann folgende Rechnung sieht so aus: Man nimmt die Solarkonstante SK von 1368 W/m2, zieht von ihr den am „Außenrand der Atmosphäre“ reflektierten Anteil, die Albedo A von 30 %, ab und erhält 960 W/m2 als die von der Erde absorbierte und zu ihrer Erwärmung dienende Strahlung. Nun verteilt man diese Strahlung gleichmäßig über die gesamte Erde, indem man SK durch 4 (SK/4) teilt. Das ergibt 240 W/m2. Mit diesem Wert geht man als „S“ in das Stefan-Boltzmann-Gesetz S = T4 und erhält T = 255 K = -18° C. Dieser Wert hält zwar jeder rechnerischen Überprüfung stand, er ist aber ebenso fiktiv wie die „fiktive Erdoberfläche“.

Durch diesen Rechenvorgang hat man ein globales Wunder vollbracht. Man hat Tag und Nacht aufgehoben, die Sonne scheint immerwährend und gleichmäßig, ohne Unterschied zwischen Äquator und den Polen. Im Modell steht ferner überall auf der Kugel die Sinne senkrecht, eine Mißachtung der „Cosinus-Verteilung. Die im Modell noch 5700 K heiße Sonne ist rechnerisch sehr kalt geworden und unsichtbar, denn bei einer Temperatur von 255 K läge ihre Strahlung völlig im langwelligen IR-Bereich. Sie hätte die Strahlung eines –18° C kalten „schwarzen“ Eisberges! Nach diesem Denk-Modell ist das „Treibhaus“ nichts anderes als eine Globalisierungsfalle, in der die Erde verschwindet.

Die Klimawelt ist eine „Welt voller Wunder“. Ein weiteres Wunder ist in der Verwendung des Stefan-Boltzmann-Gesetzes verborgen. Jeder Physiker weiß es, daß dieses einzig und allein für die „Hohlraumstrahlung“ gilt, sowohl in seiner experimentellen Herleitung durch Stefan wie der theoretischen Begründung durch Boltzmann. Der „Hohlraum“ ist ein gedanklicher Ersatz für den real nicht existierenden „schwarzen“ Körper. Ihn gibt es ebenso wenig wie den idealen „weißen“ Körper, der keine Strahlung absorbiert, sich also nicht erwärmen dürfte. Durch die Verbannung der Erde in einen „Hohlraum“ wird sie nach Max Planck zu einem „winzigen Kohlestäubchen“, zu einem „mathematischen Punkt“, zu einem flächenlosen Nichts mit nur einer einzigen „Oberflächentemperatur“, aus der man dann leicht die 4. Wurzel ziehen kann.

Nichts zeigt konkreter die Wirklichkeitsferne des Modells „Erde = Treibhaus“, seinen rein ideologischen Ursprung in einer abstrakten, naturfernen Gedankenwelt. Die Mathematik ist keine Physik, keine Naturwissenschaft. Sie ist ein Hilfsmittel, das allerdings sinnvoll verwandt werden muß und nicht in betrügerischer Absicht. Hubert Markl sagte am 13. Juli 2000 bei der EXPO 2000 in Hannover als Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.: „Es ist nicht zu bestreiten, daß es auch in der Wissenschaft – häufiger als uns Wissenschaftlern lieb ist – Lug und Trug gibt, nicht nur fahrlässige Schlamperei, sondern wirklich absichtsvollen Betrug.“

Die Vorstellung, die Erde sei eine „Treibhaus“ ist ein rein gedankliches Konstrukt, der „Treibhauseffekt“ ein Artefakt. Die hier vollzogene Rekonstruktion der Konstruktion des „natürlichen Treibhauseffektes“ beweist dies eineindeutig. Unerklärlich ist und bleibt, wie dieses Bild allgemein akzeptiert und zur politischen Handlungsmaxime auf der weltpolitischen Bühne werden konnte. Es zeigt, wie leichtgläubig und wehrlos wir gegen angebliche wissenschaftliche „Wahrheiten“ geworden sind. Dieser Betrug hätte mit ein wenig kritischem Denkvermögen ‚in statu nascendi’ aufgedeckt und verhindert werden können. Die Bundestagsabgeordneten als Repräsentanten des Volkes haben in sträflicher Leichtgläubigkeit der „Treibhausklimaforschung“ das Testat einer „Naturwissenschaft“, der „Klimaphysik“, ausgestellt und damit einen immensen gesellschaftlichen wie volkswirtschaftlichen Schaden verursacht.

Um das Bild zu Ende zu führen und zu komplettieren: Die Erde hat man in einen Hohlraum hineinprojiziert und zu einem Nichts gemacht. Die solare Wandbeheizung hat man durch das mathematische Scheibe-Kugel-Wechselspiel auf 240 W/m2, auf eiskalte –18°C heruntergerechnet. Durch eine winzige Öffnung entweichen nun als IR-Strahlung 240 W/m2 aus dem Hohlraum ins Weltall, um in wundersamer Weise in 6 km Höhe umgelenkt zu werden und als „Wärmerückstrahlung“ mit 390 W/m2 zurückzukehren und das Nichts auf +15° C zu erwärmen. Dieses Wunder hat einen populärwissenschaftlichen Namen: „natürlicher Treibhauseffekt“! Doch damit ergibt sich ein weiteres Geheimnis: Wieso ist es möglich, daß von hochfliegenden Aufklärungsflugzeugen oder von Satelliten
mittels Infrarot-Scanner wunderschöne flächendeckende Wärmebildaufnahmen von der Erdoberfläche und allen sich darauf befindenden Gegenständen gemacht werden können?

Fußnoten:

1 - Graßl, Hartmut/Klingholz, Reiner: Wir Klimamacher, Auswege aus dem globalen Treibhaus, Frankfurt am Main 1990, S. 29

2 - Deutscher Bundestag: Zur Sache- Themen parlamentarischer Beratung; Schutz der Erdatmosphäre – Eine internationale Herausforderung, Bonn 1988, S. 368-70. Im Bericht ist die „Solarkonstante“ mit 1373 W/m2 angegeben. Heute sind 1368 W/m2 üblich. Diese ergeben die –18° C und nicht –19° C. Grund? Die Differenz von 33 Grad hat einen höheren Symbolwert als 34 Grad.

3 - Gerlich, Gerhard: Zur Physik und Mathematik globaler Klimamodelle, Vortrag am 20. 02. 2005 in Gummersbach, Theodor-Heuss-Akademie. Dieser Wert von –18°C gilt nur bei Mittelung über die „ganze Kugel“, mittelt man dagegen T, dann erhält man –129°C!

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Zur Gestalt der Erde
Scheibe und Kugel im Wechselspiel der Geschichte
Wolfgang Thüne


„Mit dem Wort „Wissenschaft“ wird heutzutage ein lächerlicher Fetischismus getrieben. Deshalb ist es wohl angezeigt, darauf hinzuweisen, dass die Wissenschaft nichts anderes ist als die Summe der Meinungen der heute lebenden Forscher. Soweit die Meinungen der älteren Forscher von uns aufgenommen sind, leben auch sie in der Wissenschaft weiter. Sobald eine Meinung verworfen oder vergessen wird, ist sie für die Wissenschaft tot.

Nach und nach werden alle Meinungen vergessen, verworfen oder verändert. Daher kann man auf die Frage: „Was ist eine wissenschaftliche Wahrheit?“ ohne Übertreibung antworten: „Ein Irrtum von heute.“... „Erst die Meinung des Forschers, die das Beobachtete gewaltsam in Wesentliches oder Unwesentliches scheidet, lässt die Wissenschaft erstehen. Die herrschende Meinung entscheidet rücksichtslos über das, was als „wesentlich“ gelten soll.“

Mit dieser nüchternen Erkenntnis leitet J. von UEXKÜLL im Jahre 1921 sein Buch „Umwelt und Innenwelt der Tiere“ ein. Dieser Argumentation kann auch heute, gut 80 Jahre danach, nicht stichhaltig widersprochen werden. Es scheint sich hier um eine Grundkonstante menschlicher wie wissenschaftlicher Meinungsbildung in Gemeinschaften zu handeln. Es scheint sogar so zu sein, dass in pluralistischen Gesellschaften die Intoleranz „herrschender Meinungen“ gegenüber Einzel- oder Mindermeinungen eher größer geworden ist, denn „Wissenschaft“ ist ein Betrieb oder Geschäft geworden, bei dem es national um Millionen, global um Milliarden geht. Wer das Wissensmonopol erobert hat, wird es mit aller Macht verteidigen, denn seit Francis Bacon gilt unwidersprochen: „Wissen ist Macht!“

Doch etwas anderes soll im Vordergrund stehen, die Frage nach der Vergänglichkeit des Wissens und der teils unbewussten, teils bewussten Fortexistenz von „Weltbildern“. Von Louis de BROGLIE stammt die Erkenntnis: „Der Geist der Wissenschaftler strebt nach Vereinfachungen.“ Als Beispiel führt de BROGLIE an: „Wenn die Physiker von einer Energie sprechen, die sich durch ein Medium fortpflanzt, dann haben sie dabei zwei Bilder vor Augen: das Bild der Welle und das Bild der Korpuskel.“ Beide Bilder widersprechen sich zwar, sie sind aber unentbehrlich, weil beide gewisse Aspekte der Wirklichkeit erklären. Der Streit der beiden Bilder wurde dahingehend gelöst, indem man „weise“ entschied: Licht ist sowohl Welle als auch Korpuskel. Niels Bohr erklärte, dass es „zwei komplementäre Gesichter der Wirklichkeit gibt: die Lokalisierung in der Raum-Zeit und die dynamische Kennzeichnung durch Energie und Bewegungsgröße.“ Heute haben wir uns daran gewöhnt, dass die Bilder, die für die Beschreibung des Makrokosmos genügen, nicht für die Beschreibung des Mikrokosmos passen.

Auch von der Gestalt der Erde machte sich der Mensch früh ein Bild. Vitalis PANTENBURG bemerkt hierzu in seinem Buch „Das Porträt der Erde“: „Wie in einem Bilderbuch können wir auf unserem Weg durch die Geschichte der Kartographie die Geschichte der Menschheit während der letzten paar Jahrtausende ablesen.“ Wann der Mensch begann, sich Gedanken über die Gestalt des unseres Planeten „Erde“ zu machen, ein „Bild der Erde“ zu entwerfen, das wissen wir nicht.

Die älteste bekannte herrschende Auffassung war, dass die Erde die Gestalt einer „Scheibe“ hat. Sie ist überliefert von Homer, dem Heldendichter der Griechen, und datiert aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Nach HOMER ist die Erde eine Scheibe, umgrenzt vom unruhvoll, im Rhythmus der Gezeiten atmenden Ozean. Darüber erhebt sich als Halbkugel die ungeheure Glocke des Himmels, den der Titan „Atlas“ auf seinen starken Schultern trägt. HOMER kennt nur ein einziges großes Meer mit den Inseln der Ägäis als Mittelpunkt. ANAXIMANDER (611-545 v.Chr.) sprengt dieses Weltbild. Seine Welt reicht über die Meerenge von Gibraltar hinaus und umfasst die Zinn-Inseln, das heutige England. Ihm folgt der Forschungsreisende HEKATÄUS (550-480 v.Chr.), einer der ersten „Geographen“. Dennoch sah HERODOT (485-425 v.Chr.), der „Vater der Geschichte“, die Erde weiter als Scheibe an, obgleich zu seiner Zeit aus der Gelehrtenschule des PHYTHAGORAS (580-500 v.Chr.) die wohl begründete Auffassung vertreten wurde, dass die Erde eine „Kugel“ sein muss.

Dieses bereits vor zweieinhalbtausend Jahren aus klaren astronomischen Beobachtungen wie Berechnungen entwickelte Bild, dass die Erde eine Kugel sein muss, geht eindeutig aus der in dem Kloster Vatopédi auf dem Berg Athos gehüteten Weltkarte aus dem Werk von Claudius PTOLOMÄUS (87-150 n.Chr.) hervor. Die Vatopédi-Karte scheint der erste Versuch, einen Ausschnitt aus der Kugeloberfläche der Erde in die Ebene zu projizieren. Auf ihr sind sogar Meridiane und Breitengrade eingetragen, der Äquator schon kenntlich gemacht. PTOLOMÄUS wirkte in Alexandria, dem damaligen Zentrum antiker Gelehrsamkeit.

Sechs Jahrhunderte vor PTOLOMÄUS wussten also die „Pythagoräer“, dass die Erde in Wahrheit eine Kugel ist. Ebenso wie PHYTAGORAS von der Kugelgestalt der Erde überzeugt war, so vertraten diese Meinung auch EUDOXOS (400-368 v.Chr.) und ARISTOTELES (384-322 v.Chr.), der „Vater der Naturwissenschaft“ und Begründer der Meteorologie. EUDOXOS schreibt man die erste Anfertigung eines Globus zu. Von der Kugelgestalt überzeugt teilte ERATOSTHENES (298-202 v.Chr.) den Erdumfang in 360 Grad ein und errechnete ihn zu 38 700 Kilometern. STRABO (63 v.-20 n.Chr.), der „Vater der Geographie“, definierte auf der Erdkugel fünf Klimabereiche: die heiße äquatoriale Zone, zwei gemäßigte Breiten und zwei kalte Zonen, die Pol-Kalotten.

Vollzog sich der Übergang von dem Bild der Erde als „Scheibe“ zu dem der Erde als „Kugel“ ohne politische Probleme, so sollte ARISTARCH (310-230 v.Chr.) mit der „Staatsreligion“ in Kollision geraten, wie ungefähr 1800 Jahre später Galileo GALILEI (1564-1642 n.Chr.). ARISTARCH glaubte lange vor Nikolaus KOPERNIKUS (1473-1543 n.Chr.) Beweise gefunden zu haben, nicht die Erde sei Mittelpunkt des Kosmos, sondern die Sonne. Man zieh ihn der Gottlosigkeit und stellte ihn vor Gericht, wo er noch einmal „ungeschoren“ davon kam, weil die Richter ihm seine „ketzerischen“ Thesen nicht widerlegen konnten. ARISTARCH ist der eigentliche Begründer des „heliozentrischen Weltbildes“.

Das „heliozentrische Weltbild“ erlebte eine Art Wiedergeburt durch KOPERNIKUS. Sein Weltbild hatte jedoch ein großes Manko gegenüber dem damals gültigen „ptolomäischen Weltbild“ mit der Erde als Mittelpunkt des Weltalls, weil KOPERNIKUS annahm, dass die Planeten die Sonne auf Kreisbahnen umliefen. Erst als Johannes KEPLER (1571-1630 n.Chr.) entdeckte, dass die Planeten auf Ellipsen um die Sonne laufen, da siegte das heliozentrische Weltbild des KOPERNIKUS.

Im 4. Jahrhundert v. Chr. hatte sich das Bild von der Kugelgestalt der Erde uneingeschränkt durchgesetzt. Der älteste schriftlich erwähnte Globus stammt aus dem Jahre 150 v. Chr. Und ist von KRATES VON MALLOS. Er soll einen Durchmesser von 325 Zentimeter gehabt haben. Der älteste erhaltene Globus stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., hat einen Durchmesser von 11 Zentimetern, ist „römischen“ Ursprungs und befindet sich im Römisch-Germanischen-Zentralmuseum in Mainz. Der „jüngste“ erhaltene Globus ist der „Erdapfel“ von Martin BEHAIM (1459-1507 n.Chr.) aus dem Jahre 1492 und wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt.

So sehr sich auch das Bild der Erde als „Kugel“ durchgesetzt zu haben schien, das Bild von der „Scheibe“ lebte weiter. Der Wandel kam mit den Römern. PANTENBURG erklärt das so: „Den nüchternen, praktisch denkenden und handelnden Römern war es völlig gleichgültig, ob die Erde die Form einer Kugel oder einer Scheibe hatte. Die Kugel hielten sie für die am wenigsten wahrscheinliche Form, die Theorie der Scheibe sagte ihnen mehr zu; vielleicht war sie für ihre Zwecke einfach praktischer.“ Was Rom in seinem Weltreich schuf, das war ein ausgezeichnetes Verkehrsnetz. Zur praktischen Nutzung des weitverzweigten Straßennetzes waren entsprechend gute Karten unerlässlich. Kaiser AUGUSTUS (63 v.-14 n.Chr.) ließ alle Straßen im römischen Reich sorgfältig vermessen und beauftragte Marcus AGRIPPA (63-14 v.Chr.) mit der Erstellung einer Weltkarte, lateinisch „orbis terrarum“. Diese Erdkreiskarte hatte tatsächlich die äußere Form eines Kreises.

An dieser Vorstellung vermochte auch der unversal-begabte Naturforscher Claudius PTOLOMÄUS nichts zu ändern. Sein Werk „Syntaxis“ gilt noch heute als eines der bedeutendsten Werke der Menschheitsgeschichte. Nach PTOLOMÄUS hat der Himmel die Idealform einer Kugel, die Erde ebenfalls. Die Erde bildet den unverrückbaren Mittelpunkt des Universums. Doch hier irrte er! Erst anderthalb Jahrtausende später wies Nikolaus KOPERNIKUS nach, dass die These des PTOLOMÄUS nicht stimmte, dass vielmehr ARISTARCH recht gehabt hatte. Aber zurück zum Dualismus „Kugel oder Scheibe“.

Walter BEHRMANN (1882-1955 n.Chr.) gibt in seiner Schrift „Die Entschleierung der Erde“ eine Erklärung für die Auffassung, die Erde habe die Gestalt einer Scheibe: „Der Unbefangene sieht die Erdoberfläche als eine Scheibe an. Wo er auch steht und einen Überblick über die Erde gewinnt, sei es an Bord eines Schiffes, sei es am Strande des Meeres, überall sieht er den Himmel als eine feste, etwas abgeplattete Halbkugel um sich herum in einem Kreise die Erde berühren. Die Himmelskugel wird darum Firmament, der umrandende Kreis nach einem griechischen Ausdruck „Horizont“ genannt.“ Die kreisrunde Scheibe ist das natürliche Bild, das die Erdenbewohner, und zwar in allen Kulturkreisen, von ihrem Planeten haben. Um so bewundernswerter ist die Geistestat der Pythagoräer, die als erste aus der Anziehungskraft der Erde und aus der Harmonie der Planetenbewegungen auf ihre Kugelform schlossen.

Mit dem Aufstieg Roms zum „Imperium Romanum“ ging langsam die Blütezeit der Geistes- und Naturwissenschaften zu Ende, verlor auch die freie Wissenschaft ihren Boden. Die Bedeutung Alexandrias als geistiges Zentrum griechischer Kultur erlosch endgültig 392 n.Chr. mit der Vernichtung seiner einzigartigen Bibliothek. Ihr voran ging die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion im Jahre 380 n.Chr. unter Kaiser THEODOSIUS (347-395 n.Chr.). Er ließ im Jahre 391 alle nichtchristlichen Kulte verbieten und leitete die „Geschichte der Ketzerverfolgung“ ein. Alle Wissenschaft hatte sich dem Glauben anzupassen. Typisch ist der Ausspruch des „Heiligen“ Kosmas INDIKOPLEUSTES: „Was nützt uns jegliche Erkenntnis der Erde, wenn wir dadurch in unserem Glauben nicht weiterkommen.“ Das Weltbild des INDIKOPLEUSTES stützt sich auf die wortgetreue Auslegung von Bibelstellen. Danach bestehe das ganze Weltall aus der Bundeslade: einlänglicher, oben gewölbter Kasten, durchsichtig wie Glas. Als Boden diene die Erde. Innerhalb des gläsernen Gewölbes kreisen Sonne, Mond und Sterne, mal sichtbar, mal verdeckt. Die mittelalterlichen Mönchskarten, als Radkarten gezeichnet, zeigen daher die Erde als zumeist kreisrunde, manchmal ovale Scheibe mit dem Mittelpunkt Jerusalem. Erst Kardinal Nikolaus CUSANUS (1401-1464 n.Chr.) war wieder überzeugt, dass die Erde eine Kugel sei. Überdies lehrte er, dass sie um ihre Achse rotiere. Ein Jahr vor der Entdeckung Amerikas, im Jahre 1491, erschien seine in Kupfer gestochene Weltkarte.

Heute im Satellitenzeitalter sollte man glauben, dass das Bild von der Erde als Scheibe endgültig erloschen ist, doch es lebt ausgerechnet in der Wissenschaft fort. Dies ist vor allem in den „Umweltwissenschaften“ der Fall, aber ganz besonders der „Klimaforschung“, deren Experten sich „Klimaphysiker“ nennen. Als Beispiel sei das Lehrbuch von Rudolf SCHULZE „Strahlenklima der Erde“ herangezogen. Hier ist zu lesen: „Die Erde wirft im Sonnenlicht einen kreisförmigen Schatten. Der Durchmesser des Schattens entspricht dem Durchmesser der Erde, nämlich 12 700 Kilometer, seine Fläche ergibt sich hieraus zu 127 Millionen Quadratkilometer, dies sind 1,27 x 1014m2.“ Diese Aussage ist absolut korrekt, denn wenn man eine dreidimensionale Kugel auf eine zweidimensionale Ebene projiziert, dann erhält man eine Kreisfläche.

Im Text geht es weiter: „Da die Bestrahlungsstärke der Sonne in Erdnähe bei 1,39 kW/m2 liegt, werden von der Erde 1,8 x 1014 kW laufend dem Sonnenlicht entzogen.“ Soweit zu der absoluten Strahlenmenge. Wenige Seiten später heißt es: „Die zugehörige Strahlungs-temperatur erhält man in einfacher Weise nach einem Vorschlag von MÖLLER, indem man für die empfangene und abgegebene Strahlenmenge pro Jahr berücksichtigt, dass die Erde aus dem Strahlungsstrom des Weltalls eine Kreisfläche von R2 herausschneidet (R = Erdradius), die abstrahlende Fläche dagegen derjenigen einer Kugel mit der Oberfläche von 4R2 entspricht.“ Mit der Gleichsetzung „Strahlungsgewinn = Abstrahlung“ wird mit Hilfe des Stefan-Boltzmannschen Gesetzes die „effektive Strahlungstemperatur der Erde“ mit –21° C berechnet. Dieser Wert wird heute überwiegend mit –18° C angegeben. Dies sei die „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ einer Erde ohne „Treibhausgase“. Letztere bewirken eine „Globaltemperatur“ von +15° C. Der Differenzbetrag von +33° C wird als „natürlicher Treibhauseffekt“ bezeichnet.

Doch an diesem Effekt ist nichts „natürlich“, wenn auch bei der Rechnung kein Fehler gemacht wurde. Der Vorschlag von Fritz MÖLLER aus dem Jahre 1957 enthält nämlich einen kardinalen Gedankenfehler. Hier hat das Unterbewusstsein „Scheibe“ dem Bewusstsein „Kugel“ einen bösen Streich gespielt. MÖLLER ist bei der Vereinfachung einen Schritt zu weit gegangen. Er hat übersehen, dass die Erde nur eines sein kann: Kugel oder Scheibe! Beides zugleich geht nicht. Da die Erde tatsächlich eine Kugel ist, wird stets die Hälfte von der Sonne beschienen und nicht ein Viertel, wie man auch dem Ausdruck Tag- und Nachthälfte entnehmen kann. Die von dem „kreisförmigen Schatten“ herausgeschnittene Strahlenmenge wird auf die Halbkugel, die doppelte Kreisfläche, verteilt und schon gar nicht überall senkrecht. Das wusste schon STRABO vor 2000 Jahren bei Einteilung der Erdkugel in fünf Klimazonen. Dieser Einteilung lagen keine weltweiten Wetterbeobachtungen zugrunde, denn Klima heißt in wörtlicher Übersetzung aus dem Griechischen „Neigung“. Für die Griechen bedeutet der Begriff Klimazone, dass es sich um eine breitenkreisparallele Zone mit
einem bestimmten, jahreszeitlich wechselnden Neigungswinkel der Sonnenstrahlen zur kugelförmigen Erdoberfläche handelt.

Die –21 bzw. –18° C als „Strahlungsgleichgewichtstemperatur“ entpuppen sich als reiner Phantasiewert. So wie die Scheibe zwei Seiten hat, so besteht auch die Kugel aus zwei Halbkugeln. Macht man die gleiche primitive Rechnung und verteilt die Strahlenmenge mittels Division durch 2 statt 4 von der „bestrahlten“ Halbkugel auf die „strahlende“ Erdkugel, indem man den Tag dunkler und die Nacht heller macht, dann ergibt sich statt der –18° C ein Wert von +30°C. Der „natürliche Treibhauseffekt“ löst sich in Wohlgefallen aus, wenn es sich auch bei dieser Rechnung um eine pure Modellspielerei handelt.

Eine Erderwärmung ist deswegen physikalisch völlig unmöglich, weil nach SCHULZE „jeder Körper, lebend oder tot, eine elektromagnetische Strahlung aussendet, deren Intensität nach dem Stefan-Boltzmannschen Gesetz mit der vierten Potenz der absoluten Temperatur des Körpers ansteigt.“ Jeder Körper sendet also unentwegt eine über Infrarotsensoren messbare Temperaturstrahlung aus und kühlt sich zwangsläufig dabei ab. Keine Körper kann sich von selbst erwärmen, auch nicht mittels der von ihm emittierten Strahlung, selbst wenn diese zu 100 Prozent von einer absolut weißen Spiegelfläche reflektiert beziehungsweise von Gasen „re-emittiert“ würde. Eine Selbsterwärmung ist nicht möglich. Eine „Erderwärmung“ kann nur durch ein Mehr an absorbierter Sonnenenergie verursacht werden. Wenn, dann kann ein Körper nur durch Wärmezufuhr von außen, sei es durch Leitung oder Strahlung, erwärmt werden. SCHULZE erklärt sodann die „optischen Fenster“ der Atmosphäre. Er schreibt, dass „die Bestimmung der Temperatur der Erdoberfläche (und deren Fotographie) mittels meteorologischer Satelliten möglich ist „unter Verwendung von Strahlung zwischen 8 m und 13 m“. Gäbe es dieses „Fenster“ nicht, eine Fernerkundung der Erdoberfläche über die Infrarot-Thermographie wäre nicht möglich.

So wie SCHULZE gedankenlos von MÖLLER abgeschrieben hat, so haben es ganze Studenten- und Wissenschaftlergenerationen praktiziert, bis die unsinnige These vom „natürlichen Treibhauseffekt“ zum Wissenschaftsdogma erhoben , zu einer nirgendwo infrage gestellten „Naturkonstanten“ wurde. Wird in der Schule das Abschreiben mit der Note „6“ geahndet, so ist in der Wissenschaft das Abschreiben karrierefördernd. Man muss nur das Abgeschriebene in Gänsefüßchen setzen und die Zitatstelle angeben. Eine Überprüfung des Abgeschriebenen wird beim „wissenschaftlichen Arbeiten“ nicht verlangt. So kann man sich bei richtiger „Seilschaft“ abschreibend bis in höchste Lehrämter hinein zitieren. Jedenfalls findet sich der „Treibhauseffekt“ in allen Berichten der Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre . Auch alle Berichte des im Jahre 1988 ins Leben gerufenen Schiedsgerichts zur Klimaänderung, des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC), gehen irrtümlicherweise von der Existenz des „natürlichen Treibhauseffektes“ aus. Wer an so gewaltiger wissenschaftlicher Kompetenz noch zweifelt, der wird zum Außenseiter abgestempelt, ohne Diskussion aus den Reihen der weltbesten „Klimaexperten“ ausgesondert. Der Zugang zu Forschungsmitteln wird ihm verwehrt. Die individuelle wissenschaftliche Leistung wird durch den „Konsens“ auf einfachstem Niveau ersetzt.

Das Bild von der Erde als „Treibhaus“ ist auch deswegen kollektiv so überzeugend, weil dieses Bild dem im Unterbewusstsein gespeicherten Bild vom Himmelsgewölbe, dem scheinbar gläsernen Himmelsdom entspricht. Doch dies sind archaische Modellkonstrukte, die genauso wenig Realität besitzen wie die „Wettergötter“. Tatsache dagegen ist, dass die Luft praktisch „diatherman“ oder durchlässig für Wärmestrahlung ist. Wer bei Frost sich auf Bergeshöhen über Schneeflächen sonnt, kann dies bestätigen. Die Lufttemperatur passt sich stark der Temperatur der Unterlage an. Sie wird über erhitztem Boden erwärmt und vom Boden her, man denke nur an die nächtlichen Bodeninversionen oder die Bildung von Tau und Reif, wieder abgekühlt. Die Unterlage, ob Kontinent oder Ozean, bestimmt den Charakter einer Luftmasse.

Doch alles physikalische Wissen wird verdrängt, wenn man sich dem Konstruktivismus verschrieben hat, d. h. seinen simplifizierten Gedankenmodellen und Theorien mehr Glauben schenkt als allen Beobachtungen und Messungen. Dies ist besonders bei globalen Modellen der Fall: in ihnen spielen der Tag- und Nachtrhythmus, die jahreszeitlichen Unterschiede, Kontinente und Ozeane, Nordpol-Äquator-Südpol, keine Rolle. Alles verschwindet im Drang zum Globalismus. Selbst die Erde wird zum „mathematischen Punkt“ und verschwindet im „Hohlraum“, ähnlich der „Camera obscura“. In der Tat, ein hohes Maß an Obskurantismus kann man der Klimaforschung nicht absprechen.

„Daß sich die Erde dreht, weiß heute jedes Kind“…, so beginnt ein von Leonhard STIEGLER herausgegebenes Physikbuch der Sekundarstufe I. Doch ähnlich wie die abstrakte Malerei sich wenig an der Wirklichkeit orientiert und ihrer gestalterischen Phantasie freien Lauf lässt, so scheint es auch in der abstrakten Klimaforschung zu sein. Hier stellt man bei der Einstrahlung der „Sonnenscheibe“ die kreisrunde „Erdscheibe“ gegenüber, um sich bei der Ausstrahlung daran zu erinnern, dass die Erde eine sich drehende Kugel ist. Dabei sollte man annehmen, dass ein Gebildeter den korrekten Umgang mit Bildern beherrscht. Oder verfolgt die Klimapolitik rein politische Zwecke? Dient die künstlich geschürte Angst vor dem höllischen „Treibhaus“ nur als Mittel zur Veränderung des gesellschaftlichen wie politischen und wirtschaftlichen Klimas?

Oppenheim, dem 19. Juli 2005
Dr. phil. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.

Fußnoten:

1 - Uexküll, J. von: Umwelt und Innenwelt der Tiere, Berlin 1921, Einleitung S. 1
2 - Broglie, Louis de: Licht und Materie, Frankfurt am Main 1958, S. 120
3 - Broglie, Louis de: Licht und Materie, S. 69
4 - Broglie, Louis de: Licht und Materie, S. 84
5 - Pantenburg, Vitalis: Das Porträt der Erde, Stuttgart 1970, S. 7
6 - Pantenburg, Vitalis: Das Porträt der Erde, S. 30
7 - zit. n. Pantenburg, Vitalis: Das Porträt der Erde, S. 43
8 - Schulze, Rudolf: Strahlenklima der Erde, Darmstadt 1970, S. 4
9 - Schulze, Rudolf: Strahlenklima der Erde, S. 11
10 - Möller, Fritz: Strahlung in der unteren Atmosphäre. Hdb. d. Physik 48, Geophys. 1957
11 - Schulze, Rudolf: Strahlenklima der Erde. S. 10
12 - Schulze, Rudolf: Strahlenklima der Erde. S. 14
13 - Deutscher Bundestag: Drucksache 11/3246 v. 02. 11. 1988, S. 187-188. In diesem Bericht findet man auf S. 190 auch den Hinweis auf das „offene atmosphärische Wasserdampffenster(7 bis 13 m)“, durch das die unsichtbare Wärmestrahlung der Erde nahezu ungehindert ins Weltall entweichen könne.
14 - Stuart, H. A.: Kurzes Lehrbuch der Physik, Berlin 1954, S. 123. Stuart schreibt, dass die Wärmeabgabe durch Strahlung leicht unterschätzt wird. So verliert ein Erwachsener bei normaler Umgebungstemperatur 1200-1800 kcal am Tage, allein durch Strahlung.
15 - Westphal, Wilhelm H.: Physik – Ein Lehrbuch für Studierende an den Universitäten und technischen Hochschulen, Berlin 1933, S. 220ff
16 - Stiegler, Leonhard: Natur und Technik, Physik 1, Berlin 1976. Bei der Sekundarstufe I handelt es sich um das 7.-10. Schuljahr. In dem Buch wird auch anschaulich die Wärmeleitung, die Wärmeströmung wie Wärmestrahlung behandelt. Wer als Schüler das Prinzip der „Thermosflasche“ begriffen hat, sollte gegen die Behauptung, die Erde sei einem „Treibhaus“ vergleichbar, immun sein.

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Dr. Wolfgang Thüne
Buchbesprechung: Claus-Peter Hutter / Eva Goris
„Die Erde schlägt zurück – Wie der Klimawandel unser Leben
verändert – Szenario 2035“. München 2009-07-15

Es war einmal, da glaubte der Mensch, die Natur sei belebt von Dämonen, Geistern, Göttern. Unter den Menschen fühlten sich immer einige berufen, die Gedanken der Götter lesen und für die Menschen interpretieren zu können. Medizinmänner und Schamanen genossen bei den Herrschern hohes Ansehen und wurden gefürchtet. Diese Rolle spielen heute die „Experten“. Insbesondere den „Wettergöttern“ wurde nachgesagt, dass sie mit Blitz, Donner, Hagel, Stürmen, Dürren und Überschwemmungen die Menschen ob ihrer Sünden bestrafen würden.

Mit den griechischen Philosophen begann die Entdämonisierung und Entgöttlichung der Natur. Der „Christengott“ wurde in den Himmel entrückt, um erst am Ende der Welt zu kommen, um zu richten die Lebenden und die Toten. Gott hat mit dem Wetter nichts zu tun. Dieses geht auf die Bewegungen der Atmosphäre zurück, die der Mensch nicht beeinflussen und daher kaum vorhersagen kann. Diese Ohnmacht kränkt natürlich den selbstherrlich und technisch hochgerüsteten Menschen, der sich zwar die Erde untertan gemacht hat, aber nicht die Energie aufbringt, um auch in das himmlische Geschehen, das Wetter, eingreifen zu können.

Nachdem Nietzsche die Parole ausgab, „Gott ist tot!“, stehen die Herrscher der Welt vor einem neuen Problem. Wie und womit können sie dem säkularisierten ungläubigen Menschen noch Angst machen? Sie ließen im Unterbewusstsein forschen und erhielten die Botschaft, dass der ach so selbstherrliche Mensch tief im Innern ein überaus ängstliches Wesen ist. Mit Angst ließ sich schon immer gut regieren, also musste eine neue Hölle konstruiert werden. Man machte aus der Erde ein Treibhaus, dessen Temperatur der Mensch selbst regeln kann. Es musste nur noch der Stoff gefunden werden, mit dem der Mensch seine Hölle aufheizen kann. In der Endzeitstimmung des 19. Jahrhunderts fiel die Wahl auf das bei allen Verbrennungsprozessen freiwerdende CO2. Dieses für alles Leben notwendige Gas erwies sich als psychologischer Volltreffer. Es passte auch in die materialistisch-sozialistisch-kapitalistischen Pläne der „Einen Welt“ und des „Einen Menschen“, der gleichgerichteten und gleichgeschalteten Menschheit. Da die reichen Industrienationen am meisten CO2 emittierten und ohnehin im sündhaften „Saus und Braus“ lebten, waren sie die Hauptschuldigen an Erderwärmung, Klimakatastrophe, ja Weltuntergang.

Der Rest war in der Mediengesellschaft nur noch eine Frage der Agitation und Propaganda. Über staatlich dirigierte Forschung waren schnell „Klimaexperten“ gefunden und Gremien wie das IPCC gegründet, um die Klimakatastrophe den Völkern vor Augen zu führen. Dazu bot sich wie seit Urzeiten das Wetter an, denn Klima existiert nur als Abstraktion in unserer Phantasie. Schnell war, wer wagt schon Experten zu widersprechen, der Glaube verbreitet, dass das Wetter ein Hilfswerkzeug des Klimas ist, mit dem es unsere Sünden bestraft. Durch gezielte Berichterstattung und geschickte Kameraführung wurde uns tatsächlich glauben gemacht, das Wetter werde immer extremer, gerate außer Rand und Band.

Da diese Lüge immer weniger verfängt, macht man die Erde selbst zum Akteur, zum Rächer. So der Titel des Buches „Die Erde schlägt zurück“! Auch wenn sich berühmte Gutmenschen und Weltretter wie der Friedensnobelpreisträger Al Gore, Klaus Töpfer, Reinhold Messner, … in dem Buch werbend verewigt haben, man glaubt sich bei der gekonnt-kunterbunten Mischung von „Facts and Fiction“ in mythische Vorzeiten versetzt. Immer weniger Menschen haben den Mut, beim Denken den eigenen Verstand einzusetzen, denn es ist leichter sich der Masse anzuschließen und mit dem Strome treiben zu lassen. Das Buch ist die Spitze moderner Verführungskunst und ist nur gefestigten Personen mit kritischer Distanz zum Zeitgeist zuzumuten. Es gehört vor allem nicht in die Hände von Kindern, auf deren Indoktrination es bewusst abzielt.

Kann ein Buch, so aufwendig es auch gemacht und angepriesen wurde, überhaupt seriös sein, das mit Schlagzeilen aufwartet wie „Die Erde verdurstet –Die Erde hat Fieber – Die Erde im Schwitzkasten - Die Welt auf der Flucht – Stürme lügen nicht – Die Wetterküche ist heiß – Die Schöpfung steht Kopf“? Nein, die Erde schlägt nicht zurück! Eher ist es geeignet, die feinen Künste der Demagogie, die Techniken der Manipulation und Massensuggestion zu studieren. Wissenschaftlich ist es ein Machwerk niedrigster Qualität. Es gehört in keinen Bücherschrank, außer man fühlt sich als Prophet einer neuen Art von Weltuntergangsreligion, deren Hohepriester an ihre Jünger das Motto ausgegeben haben: Angst und Geld regieren die Welt! Eine Weltregierung auf diesem ideologischen Fundament? – Nein danke!

Weniger Leichtgläubigkeit und mehr Selbstvertrauen in das eigene Urteil sind die beste Medizin gegen das große Geschäft mit Katastrophen! Wenn seit „Adam und Eva“ die Menschheit alle Wetterkapriolen überlebt, ja Eis- und Warmzeiten überstanden hat, dann braucht sie auch künftig keine „Klimaängste“ zu haben. Es gibt zwar immer neue Ideologien, aber kein neues Wetter. Es ist alles schon einmal da gewesen.

Oppenheim, den 15. Juli 2007
Dr. Wolfgang Thüne

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