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dazu noch von DIMaGB zum Thema Windkraftanlagen ergänzt:


DB - Drucksache - MdB Kleine Anfrage zu EEG
"Klarheit über die Kosten der Förderung Erneuerbarer Energien"


Auf die "Kleine Anfrage" der MdB - Gruppe um Axel Fischer u.a. MdB´s mit dem Titel "Klarheit über die Kosten der Förderung Erneuerbarer Energien" Drucksache 15/708 gibt es seit dem 14.04.03 eine Antwort (Drucksache 15/860).  Herr Waldmann hat beispielhaft die Seite 9 dieses Papiers kopiert:

Ausschnitt Seite 9
Deutscher Bundestag – 15. Wahlperiode – 9 – Drucksache 15/860

Frage 7
In welcher Höhe haben in den Jahren 1991 bis 2002 jeweils Verlustzuweisungen
aus dem Betrieb von Windkraftwerken die Steuereinnahmen
in Deutschland vermindert und mit welcher weiteren Entwicklung
rechnet die Bundesregierung jeweils für die Jahre 2003 bis 2010?

Antwort zu Frage 7 :
Steuerstatistische Informationen über Steuermindereinnahmen infolge der Berücksichtigung
von Verlustzuweisungen aus dem Betrieb von Windkraftwerken
liegen der Bundesregierung nicht vor. Windkraftbetreiber können ihre Investitionen
im Rahmen der allgemeinen steuerlichen Vorschriften abschreiben.

Frage 8.
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Kosten des Parallelbetriebs
herkömmlicher Kraftwerke, der aufgrund unregelmäßiger und
unsicherer Stromeinspeisung der Stromqualität notwendig ist, und des
damit verbundenen Regelbedarfs?

Antwort zu Frage 8
Der Bundesregierung liegen keine eigenen Erkenntnisse über die konkreten
Kosten vor. Es wird auf das in der Antwort zu Frage 10 erwähnte Gutachten
verwiesen.

Frage 9.
Wie hoch waren die Kosten des Parallelbetriebs herkömmlicher Kraftwerke
nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils in den Jahren 1991 bis
2002 und welche Kosten erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2003?

Antwort zu Frage 9 :
Hierüber liegen der Bundesregierung keine belastbaren Erkenntnisse vor. Es
wird auf das in der Antwort zu Frage 10 erwähnte Gutachten verwiesen.

Frage 10.
Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten des Netzausbaus
im deutschen Stromnetz, der aufgrund der Stromeinspeisung aus
Windkraftwerken, Photovoltaikanlagen, Solarwärmeanlagen, Biomasseverbrennungsanlagen,
geothermischen Anlagen und Wasserkraftanlagen
in den Jahren 1996 bis 2002 erfolgt ist, und welche Kosten erwartet die
Bundesregierung für das laufende Jahr 2003?

Antwort zu Frage 10 :
Die Bundesregierung hat keine belastbare Datengrundlage, inwieweit der Netzausbau
und die damit verbundenen Kosten der letzten Jahre Folge der Einspeisung
von Strom aus erneuerbaren Energien sind. Die Deutsche Energie Agentur
(DENA) lässt derzeit zu den Auswirkungen der EEG-Einspeisung auf Stromnetze
und Kraftwerkstruktur ein Gutachten erstellen. Die Ergebnisse werden
für Frühjahr 2004 erwartet.

Die Beantwortung der Punkte 7 bis 10 durch die Bundesregierung zeigt beispielhaft, von welcher "Qualität" die Antworten sind.... Zur Abschätzung einiger Zahlen : Nach Seite 10 des DB - Papiers wurden im Jahr 2002 WKA mit einer Leistung von 3247 MW installiert. Der spezifische Preis der großen WKA liegt nach der DEWI - Studie bei etwa 1.200 € / kW (einschließlich Nebenkosten). Dies ergibt ein Investment von ca. 3,9 Mrd. € /a . Man kann vorsichtig schätzen, dass die steuerlichen Mindereinnahmen durch Verlustzuweisungen, Mehrwertsteuer-Rückzahlung etc. in 2002 in der Größenordnung von etwa 500 Mio Bis 1000 Mio. € sein könnten. Zwischen 1998 und 2003 wurden insgesamt etwa 10.000 MW WKA - Leistung installiert, was einem Gesamt-Investment von ca. 12.000 Mio € entsprechen würde.

Für den Fall, dass die obige Schätzung in der richtigen Größenordnung liegt, käme man für diesen Zeitraum auf verminderte Steuereinnahmen von etwa 1.500 bis 3.000 Mio. €.

Tja, für die 12 Mrd € +Steuerausfall hätte man 4 KKW bauen können, die 3mal soviel CO2-freien Strom liefern wie die WKA - und das aber rund um die Uhr. Das entspricht übrigens rund 40 Mio tCO2/a Zertifikathandel. Kein Wunder dass bei uns das Geld für sinnvolle Investitionen ausgeht (und es schließlich auch durch Kostensteigerung und Exportrückgang immer mehr Arbeitslose gibt - mit den bekannten Folgen für die Kranken- und Rentenkassen).

P. Dietze, 08.05.2003

Die Drucksache 15/0860 ist verfügbar
unter
http://dip.bundestag.de/btd/15/008/1500860.pdf
ebenso
http://dip.bundestag.de/btd/15/007/1500708.pdf

Mein Linktipp: mehr dazu und zu vernünftiger Energiepolitik erfahren Sie
auf der Internetseite von Axel Fischer, MdB:

http://www.axel-e-fischer.de

Lesen Sie auch diese Information aus dem Büro von Axel Fischer, MdB:

Kosten für Erneuerbare Energien explodieren
Bundesregierung mit wenig Interesse an Belastung der Bürger

Ein Horrorszenario mit "explodierenden Kosten" für die Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland beschreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage mehrerer Abgeordneter aus der CDU/CSU Bundestagsfraktion (BT-Drucksache 15/860).

Nach Einschätzung der Bundesregierung soll sich die Einspeisevergütung für erneuerbare Energien nach dem EEG von knapp 1.170 Mio. € im Jahr 2000 auf 3.200 Mio. € im Jahr 2005 fast verdreifachen. Die Vergütung für die Einspeisung von Windstrom, der etwa 75% der Förderung in Anspruch nimmt, soll im gleichen Zeitraum um deutlich mehr als das Dreifache von 733 Mio. auf 2.342 Mio. € ansteigen.

Die Förderung durch die im Erneuerbare Energien Gesetz vorgesehene Einspeisevergütung ist dabei nur ein Baustein der Förderung erneuerbarer Energien. Hinzu kommen nach Angaben der Bundesregierung öffentliche Darlehen in Höhe von etwa 10.000 Mio. € sowie etwa 200 Mio. € an Investitionszuschüssen des Staates im Jahr 2002. Größere Brocken dürften jedoch die Steuerausfälle durch Verlustzuweisungen aus dem Betrieb von geförderten Kraftwerken zusammen mit den Aufwendungen für die Bereitstellung der Regelenergie und den Netzausbau sein. Zu diesen wichtigen Folgelasten der Nutzung erneuerbarer Energien macht die Bundesregierung zwar keine Angaben, verweist jedoch auf eine in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnisse erst Anfang kommenden Jahres erwartet werden.

Vorsichtigen Schätzungen zu Folge addieren sich diese Kosten in 2002 auf eine Größenordnung von etwa 2.000 Mio. €. Demnach entstanden im Jahr 2002 aus der Förderung Erneuerbarer Energien Kosten in Höhe von etwa 4.500 Mio €, was pro Kopf der Bevölkerung rund 55 €, für eine vierköpfige Familie 220 € ausmacht.

Wenn die Entwicklung mit den von der Bundesregierung beschriebenen Wachstumsraten weiter geht, werden nicht nur bald überall in Deutschland Windräder das Landschaftsbild prägen. Es ist auch unverantwortlich, wie Verbraucher und Unternehmen dafür auch noch mit zusätzlichen Kosten belastet werden sollen. So zeichnet sich deutlich ab, dass vor allem privaten Haushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen zukünftig verstärkt mit steigenden Stromkosten zusätzlich belastet werden. Dies umso mehr, als die größten Stromverbraucher - energieintensive Unternehmen - zukünftig auch noch von Kosten für den Betrieb von Wind- und Solarkraftanlagen entlastet werden sollen. Dass die Endverbraucher auch noch diese Kosten direkt tragen müssen, dürfte die gegenwärtige Konsumschwäche mit ihren katastrophalen konjunkturellen Auswirkungen weiter verstärken.

Erschütternd ist vor diesem Hintergrund die fast durchgängig ausschließlich positive Bewertung erneuerbarer Energieerzeugung und deren Ausbau durch die Bundesregierung. Weder ist aus der Antwort der Bundesregierung ein Wille zu erkennen, zumindest die zukünftigen Kosten erneuerbarer Energieerzeugung nachhaltig zu begrenzen, noch hat die Bundesregierung Erkenntnisse von den ökologischen und sozialen Folgewirkungen eines weiteren Ausbaus. Neben anscheinend fehlendem Wissen über die Im- und Exporte von Windkraftanlagen zeigt die Anfrage deutliche Wissenslücken der Bundesregierung um die Auswirkungen des Betriebs von Windkraftwerken auf den Tourismus, die Wertentwicklung von Grundstücken, den Naturschutz und die Gesundheit von Menschen auf.

Man fühlt sich betroffen, mit wie wenig Wissen um die ökologischen und sozialen Folgewirkungen die rot-grüne Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voran treiben will. Die rapide sinkende Akzeptanz der Windenergienutzung in der Bevölkerung müsste ein deutliches Umsteuern einleiten. Dies sollte mit der deutlichen Absenkung der Vergütungssätze für Strom auch aus bestehenden Windkraftanlagen, der massiven Absenkung des Fördervolumens für Strom aus erneuerbaren Energien insgesamt und einer Abschaffung der Privilegierung der Windenergie im Baugesetzbuch mit der Stärkung der Position der Stadt- und Gemeindeparlamente bei der Entscheidung über die Aufstellung von Windkraftanlagen erfolgen.


Überprüfung eines Antrages auf Errichtung von Windkraftanlagen
Mustervorschlag von 
PROF. DR.-ING. HABIL. CLAUS MEIER - ARCHITEKT SRL - WISS: DIREKTOR
NEUENDETTELSAUER STRASSE 39 - 90449 NÜRNBERG
TEL. (0911) 68 97 526 - FAX (0911) 68 97 527

Beispiel: Es liegt ein Antrag auf Vorbescheid der "Firma A" vor. Die Absicht, insgesamt 8 Windenergieanlagen zu erstellen, muß für den Investor und Betreiber doch wohl ein sehr einträgliches Geschäft sein. Immerhin lockt er bei 6 Anlagen auf Ihrer Gemarkung gleich als erstes einmal mit einer einmaligen Zahlung von 120.000,- DM und einer jährlichen Zuwendung von 30.000,- DM, was für die beabsichtigte Laufzeit von 25 Jahren eine Summe von insgesamt 870.000,- DM ausmacht - durchaus eine große Verlockung für den Technischen Ausschuß. 

Hier ist die Frage zu stellen: "Woher kommt dieses Geld?"

Sind diese Summen in den dann natürlich überhöhten Preisen der Windenergieanlagen enthalten? Sind es Steuergelder in Form von gewährten Subventionen, einmalig und/oder jährlich ausgezahlt? Oder wird womöglich an beiden Stellen geldmäßig kräftig nachgefaßt?

Wenn dann noch versichert wird, dass "alle Kosten" für die Erstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, was ja doch die Aufgabe der Gemeinde ist, und alle Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen selbstverständlich "von uns" getragen werden, so verstärkt sich der Verdacht, dass hier zumindest Vorsicht geboten ist - das Mißtrauen ist jedenfalls geweckt.

Wer ist die "Betreibergesellschaft"? Sie soll ja vor Ort angesiedelt werden. Und es wird dann mit den "anfallenden Gewerbesteuern" gelockt. Aber warum fallen in den ersten 2-3 Jahren nur geringere Beträge an? Hier ist Aufklärung nötig.

Die Offerte, als "Investor" nun auch Gemeindemitgliedern vorrangig eine Beteiligung am Windpark einzuräumen, wenn dem Antrag auf Vorbescheid stattgegeben wird, kann ebenfalls als Lockmittel verstanden werden und sollte in dieser Unverbindlichkeit nicht im Raum stehen bleiben. Vielleicht geben die Anlagen 2 bis 4, die der Sendung nicht beilagen, hier nähere Auskunft über Tricks und Kniffe der vertraglichen Vereinbarungen.

Wenn dann abschließend beteuert wird, dass alle Beteiligten (Gemeinde, Grundstückseigentümer, Bewirtschafter und "wir") von dem Vorhaben profitieren, dann ist natürlich die Frage zu stellen, wer die Zeche bezahlt. Bei beabsichtigten "Veränderungen" gibt es nicht nur Gewinner, sondern immer auch Verlierer. Irgend woher muß doch das Geld kommen! Profit also auf Kosten des Bundes, des Landes - also des Steuerzahlers?

Bei diesem zweideutigen und eigenartigen Finanzgebaren sollte als Hilfestellung zur Entscheidungsfindung auch das Strafgesetzbuch zu Rate gezogen werden, denn der Anbieter betritt mit solchen Geld-Angeboten durchaus strafrechtliche Bereiche. Die für solche Fälle zutreffenden Auszüge aus dem StGB sind als Anhang beigefügt. Es lohnt sich, diese Paragraphen einmal durchzulesen. Sie machen klar, dass wir zur Vermeidung von "Sumpf" keine neuen Gesetze benötigen (es wird ja ständig danach gerufen), sondern nur Handelnde, die sich endlich danach richten. Oft liegt aber auch Unkenntnis der Rechtslage vor.

Die Vorstellung, wenn es alle machen, dann kann nichts Unrechtes dabei sein, muß jedenfalls schleunigst über Bord geworfen werden. Auch die Vermutung, wenn ich bei solchen verlockenden Angeboten jetzt nicht die mir "gebotenen Chancen" wahrnehme, gingen mir viele "Vorteile" verloren, muß genau überdacht werden. Vermeintliche oder offenkundige Vorteile (Geldsegen) können sich später durchaus als frappierende Nachteile entpuppen.

In diesem Zusammenhang müßte auch geklärt werden, wie es eigentlich zu diesem Antrag auf Vorbescheid gekommen ist. Hat die Gemeinde Interesse an einem Windenergiepark gezeigt und die “Firma B” hat ein Angebot unterbreitet oder wurde sie vom Antrag überrascht, weil die “Firma B” von sich aus über den Regionalverband “C” und durch den Regionalplan "D" Initiative entwickelt hat? Die Abfolge dieser Aktivitäten läßt eventuell Rückschlüsse auf eine eventuell sehr zweifelhafte Arbeitsweise des Investors zu, Windenergieparkanlagen zu realisieren. 

Nun zur Anlage zum Antrag auf Vorbescheid:
1) Zunächst muß festgestellt werden, dass der "Regionalplan D" nach Aussage der “Firma B” noch keine Rechtskraft besitzt. In welcher Form wurde die Gemeinde bei der Aufstellung des Regionalplanes beteiligt und inwieweit wurde der Plan von der Gemeinde befürwortet? 
Es muß sehr sorgfältig geprüft werden, ob insgesamt 8 Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 85 m und einem Rotordurchmesser von 70,5 m dem § 35, Abs. (3) Baugesetzbuch (nicht Bundesbaugesetz) entsprechen:

Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange liegt insbesondere vor, wenn das Vorhaben

  • schädliche Umwelteinwirkungen hervorrufen kann, (die Geräusch- und Lärmbelästigungen einer solchen Anlage sind gewaltig)
  • Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege beeinträchtigt, (der Eingriff in die Naturlandschaft des Mittelgebirges ist enorm)
  • das Landschaftsbild verunstaltet, (acht riesige Türme verunstalten in sehr entscheidendem Maße das Landschaftsbild)
  • die natürliche Eigenart der Landschaft oder ihre Aufgabe als Erholungsgebiet beeinträch tigt. (Auch dies muß beachtet werden und sehr genau überlegt sein)

Überraschend tritt die “Firma B” als Bauherr auf. Damit verliert die Gemeinde jede Einflußnahme. Es ist grundsätzlich die Frage zu stellen, warum die Gemeinde die Funktion des Bauherrn aufgeben will. Dazu besteht überhaupt kein Anlaß. Die "Oberaufsicht" als Bauherr sollte nicht aus der Hand gegeben werden. Man kann ja Planungsaufträge, Betreiberverträge usw. durchaus vergeben, aber deshalb muß nicht auf die Bauherrenfunktion verzichtet werden. Die für diesen "Bauherrenwechsel" vorgesehenen Verträge sollten und müssen deshalb eingehend juristisch geprüft werden, um die Motive dieses beabsichtigten Wechsels herauszufinden. Maßgebend ist das, was in den Verträgen steht - und nicht das, was versprochen wird. Beteuerungen auf "gute Zusammenarbeit" sind soviel wert, wie sie in den Verträgen detailliert vereinbart werden.

2) Für die Prüfung der Rechtslage müssen die Anlagen 2 bis 4 herangezogen werden. Entscheidend ist immer das Kleingedruckte.

3) Die Allgemeinplätze, die wissenschaftlich gesehen noch nicht einmal alle zutreffen, kann man vergessen. Sie dienen nur der Vernebelung eines bestimmten Zieles - nämlich der Durchsetzung merkantiler Interessen - nichts weiter. Zur Reduzierung der Emissionen sind globale Gegenmaßnahmen wichtig und diese scheitern bei den entsprechenden "Klimakonferenzen" jeweils kläglich.

Treibender Faktor sind v. a. die USA, die sich weiterhin weigern, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Statt dessen sollen CO2-Emissionszertifikate verschachert werden können. Die beiden großen Länder Rußland (verkauft Zertifikate) und USA (kauft Zertifikate) sind für solch ein fragwürdiges Vorgehen. Was soll dann eigentlich das ganze Gefasel von der "Klimakatastrophe" (es ist nicht nachgewiesen, dass es die überhaupt gibt - es wird nur ständig davon gesprochen), wenn eigentlich bei der "Bekämpfung" nur ein Interesse an Geldströmen vorliegt?

Es ist deshalb allzu vordergründig, wenn ständig der "Umweltschutz" argumentativ ins Feld geführt wird. Außerdem: alle vorgefaßten Ziele der Bundesregierung werden ja auch nicht erreicht - aber nicht, weil zu wenig getan wird, sondern weil hier von gewaltigen "Einsparungen", die faktisch/sachlich gar nicht zu erzielen sind, ständig nur geredet wird. Die Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltfragen führt deshalb auch dazu, dass verstärkt der Mißbrauch von "Umweltargumenten" erkannt wird.

4) Das "besondere öffentliche Interesse" an dem Windenergieprojekt muß verneint werden, wenn als Bauherr, Planer, Ersteller und Betreiber ein Investor auftreten will, der einzig und allein nur die Interessen dieser "Gesellschaft bürgerlichen Rechts" vertritt, ja vertreten muß, um nach BGB § 705 den "gemeinsamen Zweck" zu erreichen. Für diesen Zweck stehen sogar Banken bereit. Über die Vernetzung von Planer, Investor, Betreiber und Geldgebern kann vielleicht der Gesellschaftsvertrag der “Firma B” Auskunft geben. Auch hier wird wiederum besonders hervorgehoben, dass der Gemeinde Steuereinnahmen zufließen. Man sollte auf diese Art von Köder nicht besonders achten. Hier wird die Beteiligungsmöglichkeit am Windpark sehr stark relativiert. Erst nach Vorlage aller finanziellen Eckdaten etc. werden die "Erfolgsaussichten" öffentlich dargestellt; also wird später entschieden, ob dies auch realisiert wird. Diese Finanzdaten müssen jedoch vor der eventuellen Zustimmung zum Projekt auf den Tisch, man kann sich doch nicht auf solche Vabanquespiele einlassen. Die “Firma B” besitzt doch Planungsdaten, die auch die Finanzdaten mit einschließen, sonst würde sie doch nicht so aktiv sein.

Ortsansässige Gewerbeunternehmen sollen angesprochen werden, um bei der Errichtung entsprechender Infrastrukturmaßnahmen mitzuhelfen. Die Baupraxis zeigt, dass bei Generalunternehmern nur Billiganbieter eine Chance erhalten, so dass derartige Absichtserklärungen automatisch entweder zu notwendigen Dumpingpreisen für Ortsansässige oder zum Ausschluß führen. Meist aber stehen die ausführenden Firmen schon vorher fest und durchgeführte Ausschreibungen nach VOB sind Alibiaktionen.

Wenn alle Baumaßnahmen mit der Stadt kooperativ und koordiniert abgestimmt werden, dann besteht erst recht kein Grund, warum die Stadt die Bauherrenfunktion abgeben soll. Da dies jedoch beabsichtigt ist, wird letztendlich dann von der “Firma B” bestimmt, was kooperativ und koordiniert bedeutet.

Wer hat die Auswertung der Begehungen und Vorortaufnahmen vorgenommen? Die “Firma B” oder die Gemeinde - oder beide? Wer war federführend und wer hat den Ton angegeben?

5) Die für die Windenergieanlage vorgesehene Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Besteht denn die Absicht, die landwirtschaftliche Nutzung aufzugeben? Wenn ja, welches sind die Gründe? Die Zuwege haben eine Breite von 4,50 m für Schwerlasttransporte (entsprechend gewaltig ist der Unterbau). Dies sind überaus breite Trassen, die dort angelegt werden müssen. Allerdings würden sie gegenüber der optischen Belästigung von acht Windenergieanlagen vernachlässigbar klein sein. Außerdem stehen neben den einzelnen Türmen Transformator-Stationen in den Abmessungen 3,5 x 2,5m. Die Höhe wird allerdings nicht angegeben, wäre aber für den optischen Eindruck schon von wesentlicher Bedeutung.

Hier wird bestätigt, was vorn gesagt wurde. Bei den Fundamenten von 13 m x 13 m (über die Tiefe ist wiederum nichts ausgesagt) können ortsansässige Unternehmen "bei entsprechenden Angeboten" zum Zuge kommen. Was heißt hier "entsprechend"? Es ist nicht von ortsüblichen Preisen die Rede, sondern nur von entsprechenden Angeboten. Welchen Bedingungen müssen sie denn "entsprechen"?

6) Immerhin wird deutlich von vorhandenen Erkenntnissen über die Beeinträchtigung der Fauna gesprochen (Gefahr von Vogelschäden, Beeinträchtigung von Zugvögeln an ihren Rastplätzen, Beeinträchtigung des Verhaltens von Vögeln an ihren Brutplätzen und Anflug von Insekten). Auch von Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ist die Rede. Natürlich wird dann von Seiten der “Firma B” davon ausgegangen, es handele sich um "verminderte" Belastungen und der Eingriff in die Natur "sei vertretbar", denn die “Firma B” will ja unbedingt bauen. (Nicht umsonst werden lukrative Geldangebote gemacht).

Die Beeinträchtigung durch Schall ist beträchtlich. Dies wird nicht widerlegt; es heißt nur, sie gehe "über den gesetzlich zulässigen Rahmen" nicht hinaus. Wie groß ist dieser "gesetzliche Rahmen"? Immerhin ist festzustellen, dass gesetzliche Rahmen sich den technischen Möglichkeiten und nicht den Bedürfnissen der Kunden anpassen. Hier kann die Besichtigung eines betriebenen Windenergieparks sicher Aufschluß über die wahren Schallbelästigungen geben. Es liegt dann schon ein gewaltiges Sausen und Rauschen in der Luft.

Woher kommt die Überzeugung, dass sich 0,35 Umdrehungen pro Sekunde (U/s) gegenüber 0,75 U/s (45 U/Min) positiv auf die optische Wahrnehmbarkeit auswirken und zur Beruhigung des Landschaftsbildes beitragen? Hier werden verbale Floskeln vorgebracht, nur um das Projekt im günstigen Licht erscheinen zu lassen.

Eine "einheitliche Symmetrie" ist doch kein wichtiges Kriterium für eine positive Beeinflussung des Landschaftsbildes! Erstens liegt keine Symmetrie vor und zweitens stehen die Dinger wie Spargelstangen in der Landschaft und verunstalten diese. Die Höhe ist entscheidend und nicht die Plazierung auf dem Plan. Auch ein "einheitlicher Firma A-Typ" wirkt sich nicht positiv auf das Gesamterscheinungsbild aus, weil solch ein Spargelpark nach wie vor verunstaltend wirkt. Hier wird es besonders deutlich, wie mit verbalen Mitteln übertölpelt werden soll; eloquente Worthülsen sind jedoch noch nie überzeugend gewesen.

7) Folgende Aussage ist nichtssagend. Was heißt "nach momentanem Kenntnisstand des Verfassers"? Solch ein unverbindlicher Satz soll nur suggerieren, dass sogar auch Biotope nicht beeinträchtigt werden.

Wenn Windenergieanlagen wegen Fremdartigkeit und Landschaftsverschandelung abgelehnt werden, so ist dies sehr wohl eine stichhaltige Begründung. Nun aber die "große deutsche und internationale Windmühlenkultur" dagegensetzen zu wollen, ist doch absurd. Erstens: Windmühlen standen an Stellen, an denen die Energie direkt benötigt wurde - es wurde mechanische Energie gewonnen, die unmittelbar vor Ort verwertet wurde. Insofern unterstrichen Windmühlen mit ihrem Erscheinungsbild auch das regional spezifische und traditionsgebundene Handwerk.

Hier aber handelt es sich um stromproduzierende Windenergieanlagen, die den Strom an die Elektrizitätswerke liefern. Es ist ein knallhartes Geschäft mit der Energie, denn es wird Energie verkauft. Eine solche Produktionsstätte kann infolge des mühelosen Stromtransportes deshalb überall und nirgends errichtet werden.

Die "Windmühlenkultur" ist doch dort entstanden und beheimatet, wo sie traditionsgemäß notwendig und möglich wurde. An holländischen Windmühlen und auch an einzelnen Windmühlen im flachen Lande nimmt keiner Anstoß. In den Mittelgebirgen dagegen gibt es traditionsgemäß keine Windmühlen, weil der hierfür erforderliche Wind nicht zur Verfügung steht. Statt dessen wurde, topographisch bedingt, zur Energiegewinnung die Wasserkraft der Bäche und Flüsse genutzt. Dies war sinnvoll und nutzbringend.

Hier jedoch handelt es sich um eine Industrieanlage, die wegen der erforderlichen Luftströmung die Nabenhöhe ihrer Rotorflügel 85 m über den Bergen der Mittelgebirgslandschaft anordnet. Die Scheitelhöhe des Rotorblattes liegt dann bei über 120 m über Terrain. Dies kann nun wirklich nicht als eine behutsame Einbindung in eine bestehende Landschaft bezeichnet werden. Es handelt sich hier vielmehr um eine bedauerliche Vergewaltigung der Landschaft.

Wenn dann von der “Firma B” zu diesem Komplex aus dem "Leitfaden zur Genehmigung und Errichtung von Windkraftanlagen im Freistaat E" zitiert wird: "Es gilt hierbei, die schwierige Aufgabe zu lösen, eine unvoreingenommene Beurteilung durchzuführen", dann wird diese ohne Zweifel notwendige Unvoreingenommenheit der Entscheidungsträger doch von der “Firma B” durch die gemachten Geldangebote stark beeinträchtigt und untergraben - zumindest wird der Versuch unternommen, hier Einfluß zu gewinnen.

Die wortreichen Abhandlungen über "Landschaft" oder "Kulturlandschaft" sollen nur von der Fragwürdigkeit einer Windenergieanlage ablenken. Es rührt einen zu Tränen, wenn man liest, erst der Mensch mache mit seinem ordnenden Geist, seinen Ideen und seinem empfindsamen Herzen aus einem Stück Land ein ihm symphatisches Gelände. Was "der Mensch" mit Bulldozern in Alaska, in Laos, in Nigeria an Landzerstörung - um nur drei Beispiele zu nennen - anrichtet, wie er sich am Regenwald versündigt, spricht eine völlig andere Sprache. Das ist der "Mensch" von heute - raffgierig. Soviel Heuchelei ist kaum zu ertragen. Aber wenn Geschäfte locken, dann ist wohl jedes Mittel recht.

8) Besonders zynisch kann dann die Feststellung genannt werden, dass 97% der Bundesrepublik Landschaft seien, die durchaus dann "vom Menschen geprägt" werden könnten. Man bewahre uns vor solchen Menschen, die des Profites willen bereit sind, auf diese Art und Weise "Landschaft zu gestalten". Insoweit ist es schon interessant, wie hier sophistisch argumentiert wird. Im Jahre 1997 seien bundesweit 700.000 Baugenehmigungen erteilt worden. Die Gesamtzahl der erbauten Windenergieanlagen betrage nicht einmal ein Prozent dieser Summe. Daraus sei ersichtlich, dass die Bundesrepublik nicht durch Windenergieanlagen, sondern durch die Gesamtmasse aller Bauwerke verschandelt würde. Mit solchen völlig abwegigen Aussagen diskreditiert sich die “Firma B” selbst. Wer derart polemisch argumentiert, verliert jede notwendige Glaubwürdigkeit, die nun einmal Grundlage eines vertrauenswürdigen Vertrages ist. Es ist beschämend, wie hier "Wanderprediger" und "Marktschreier" durch die Lande ziehen, um ihre Geschäfte abzuwickeln.

Die Forderung, beim Bau von Windenergieanlagen müsse der Begriff Landschaftsverschandelung durch den Begriff zeitgemäße Landschaftsveränderung zum Schutz und Wohl der Umwelt, sowie von Natur und Landschaft ersetzt werden, bedeutet bei sachgerechter Bewertung eine weitere Vernebelung und Verdummung. Durchaus richtige Grundsätze dürfen doch nicht derart mißbraucht werden, nur um selbstsüchtige und eigennützige Ziele durchzusetzen. Jeder normaldenkende Mensch empfindet so etwas als hohle Phrase, die den Kopf irritieren soll. Mißbrauch darf nicht zum Leitmotiv des Handelns werden.

Auch die Schlußfolgerung, da Landschaft "künstlich geschaffen" und ein "künstliches Gebilde" sei, gehörten die "künstlichen Gebilde" der Windenergieanlagen nun ebenso in die Landschaft, ist Sophistik, ausgesprochene Spitzfindigkeit und Wortverdreherei in Vollendung. Künstlich geschaffene Landschaft bedeutet im übertragenen Sinne doch kunstvoll geschaffene Landschaft und dies kommt von Kunst - deshalb spricht man auch von einer Kulturlandschaft, denn Kunst und Kultur gehören zusammen.

Eine Windenergieanlage ist jedoch keine Kunst, sondern Technik. Technik jedoch hat etwas mit Zivilisation zu tun und eine solche Entwicklung wurde schon immer und wird heute besonders kritisch gesehen. Man denke an Zivilisationsschäden und Zivilisationskrankheiten. Da hilft dann auch nicht der Appell, das Landschaftsbild entstehe doch individuell in jedem Kopf neu. Als ob jeder geflissentlich dazu übergehen solle, nun doch endlich die "neue", "zukunftsweisende" und "fortschrittliche" Version eines Landschaftsbildes geistig zu realisieren. Dies zeigt nur die Arroganz und Überheblichkeit im Denken der “Firma B” und bedeutet letztendlich eine geistige Manipulation in höchster Vollendung. Zum Schluß dann zu meinen, die modernen Windenergieanlagen seien die zeitgemäßen Nachfolgemodelle der Windmühlen, verdeutlicht die Begriffsverwirrungen der “Firma B”. Mit solchen Feststellungen offenbaren sich keine kulturellen Werte, sondern es gilt offensichtlich einzig und allein die betriebswirtschaftliche Maxime "Gewinnmaximierung", die nun durch Verklausulierungen, Wortspiele und Sprechblasen verschleiert werden soll.

Es werden durch den Antragsteller "konkrete Möglichkeiten für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen" in Abstimmung mit der Stadt erarbeitet. Hierfür dient der "Städtebauliche Vertrag". Dieser müßte daraufhin analysiert werden. Wenn als Bauherr die “Firma B” fungiert, was sie ja beabsichtigt, dann ist die Stadt dem Wohlwollen der “Firma B” ausgeliefert - dies sollte immer bedacht werden.

Der Auszug aus dem "Leitfaden" besagt zwar, dass Neuartigkeit und Ungewohntheit des Anblicks nicht automatisch das Ortsbild negativ beeinträchtigt, aber es wird dann festgestellt, dass jeder Einzelfall neu zu prüfen ist, ob sich das Vorhaben einfügt. Es geht also bei der Prüfung ausschließlich um den Grad der Neuartigkeit und Ungewohntheit, so dass das Neuartige und Ungewohnte allein nun nicht automatisch zur Genehmigung führen muß.

9) Wenn zum Schutz gegen Lärm die in der TA Lärm vorgeschriebenen Richtwerte durch bestimmte Abstände zu Bebauungen eingehalten werden müssen, dann sollte einmal festgestellt werden, was in der TA Lärm steht. Es besteht der Verdacht, dass die Richtwerte nicht eingehalten werden. Der Text besagt nur, dass ein Mindestabstand von ca. 500 m berücksichtigt wird; es wird nicht gesagt, dass damit die Richtwerte der TA Lärm eingehalten werden. Wozu auch wäre dann ein entsprechendes Gutachten für die Schallausbreitung erforderlich? Die Geräuschbelästigung der Windenergieanlage ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, er sollte ernst genommen werden. Es ist dann auch zusätzlich zu prüfen, inwieweit diese Geräuschbelästigung nicht auch Freizeitaktivitäten und Erholungsfunktionen beeinträchtigt.

Die auf die Kilowattstunde bezogenen Schadstoffentlastungen sind die Emissionsfaktoren in g/kWh. Diese schwanken je nach dem angenommenen "Energie-Mix" recht stark, sind also abhängig von der Zusammensetzung der Energieträger der einzelnen Kraft- und Fernheizkraftwerke. Da Windkraft, ebenso wie die Wasserkraft, keine Emissionen aufweist, können die Emissionsfaktoren gleichzeitig als die Emissionsentlastungen gegenüber einem "konventionellem Kraftwerk" angenommen werden. In der Aufzählung dieser Emissionsentlastungen werden nun z. T. überhöhte Werte angegeben: Für Schwefeldioxid statt ca. 2,7 g/kWh nun 5,33 g/kWh, für Stickoxid statt ca. 1 g/kWh nun 2,1 g/kWh und für Kohlenmonoxid statt ca. 0,06 g/kWh nun 0,675 g/kWh. Damit stimmen auch die Tonnenzahlen nicht, die sich aus der Multiplikation von Emissionsfaktor und der jährlichen Energieprognose ergeben; Die Emissionsminderungen werden geringer.

Die Angabe, bei Windenergieanlagen spare man gegenüber konventionellen Kraftwerken auch 2,40 mg Atommüll, ist allerdings widersinnig; es wird also doch alles unternommen, um durch Argumente aus der Trickkiste auch rein emotional zu überzeugen. Offensichtlich ist kein Argument zu billig, um nicht eingesetzt zu werden.

Wenn eine Energieproduktion von 18 Mio. kWh pro Jahr prognostiziert wird, dann können damit die jährlichen Einnahmen errechnet werden, wenn die Stromvergütung pro kWh festliegt. Es wäre deshalb zu klären, wie sich die Einnahmen zusammensetzen. Eines steht wohl fest: Auf alle Fälle ist es ein lukratives Geschäft. Hier sollte mit dem Energieversorgungsunternehmen gesprochen werden, in welcher Form die Kilowattstunde vergütet wird. Bei dieser Gelegenheit wäre auch zu fragen, wie sie aus ihrer Sicht generell zu Windenergieanlagen stehen.Der Nutzungsvertrag (Anlage X) sollte eingehend geprüft werden.

10) Es ist vorgesehen, 25 Jahre lang die Energieproduktion durchzuführen. Bei der Betriebseinstellung des Windenergieparks ist zu bedenken, dass "die Fundamentteile bis auf die Bodenplatte abgerissen werden sollen". Das heißt im Klartext: 

  • 1. Fundamentteile sollen abgerissen werden; es steht also nicht fest, ob sie tatsächlich abgerissen werden; sonst hieße es klar und deutlich: "werden abgerissen".
  • 2. Es wird "bis auf die Bodenplatten" abgerissen, wenn überhaupt abgerissen wird. Die Bodenplatten 13 m x 13 m bleiben also drin. Wenn dies nicht so gemeint wäre, würde es heißen: "Alle Fundamente werden beseitigt". Der Hinweis, der anfallende Altbeton vom Fundament kann als Recyclingmaterial verwendet werden, ist dann nur ein schwacher Trost für die Hinterlassenschaft mächtiger Betonblöcke.

Die abschließenden Zitate aus dem "Leitfaden zur Genehmigung und Errichtung von Windkraftanlagen im Freistaat E" sind völlig überflüssig, denn sie sollen nur daran erinnern, nun ja auch alles hübsch so zu machen, wie die Investorfirma es sich wünscht.

Schlußbemerkung:
Die “Firma B” zeigt sich in sachlich/technisch/wissenschaftlichen Fragen auf Mittelniveau. Zu viele Widersprüche sind feststellbar. Betriebswirtschaftlich scheinen sie jedoch erstklassig zu sein. Der Text ist vornehmlich dahingehend formuliert worden, das angestrebte Ziel, nämlich den Bau von Windenergieanlagen, unbedingt zu erreichen. Suggestiv wirkende Argumentationsbausteine sollen mit dazu beitragen, den Vorbescheid unter Dach und Fach zu bringen.

Bei abschließender Würdigung der Unterlagen würde ich, neben den bereits im Text erwähnten Hinweisen, folgende Vorgehensweise vorschlagen:

  • 1. Um über den Zweck der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR gemäß BGB §§ 705 bis 740) und die Gesellschaftsverhältnisse einen Überblick zu bekommen, sollte der Gesellschaftsvertrag eingesehen werden.
  • 2. Immerhin wäre es auch vorteilhaft, Einblick in die Kalkulationsunterlagen und den Finanzierungsplan zu erhalten.
  • 3. Sehr wichtig wäre es, sich Referenzobjekte nennen zu lassen, um sich über die Details eines solchen Windenergieparks ein Bild machen zu können. Direkte Kontakte mit Gemeinden, die bereits mit der “Firma B” Erfahrung sammeln konnten, wären sicher sehr hilfreich.
  • 4. Die Besichtigung eines Windenergieparks in voller Aktion ist besonders wichtig, denn für die Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit ist der persönliche Eindruck viel überzeugender, als alle schriftlichen und verbalen Begründungen.

Mit dieser Stellungnahme können Sie sicher Ihre Argumente erweitern und stärken. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen 
PROF. DR.-ING. HABIL. CLAUS MEIER


Auszüge aus dem Strafgesetzbuch

§ 263 Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiege-lung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
(4) § 243 Absatz 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.
(5) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Absatz 1).

§ 264 Subventionsbetrug
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

  • 1) einer für die Bewilligung einer Subvention zuständigen Behörde oder einer anderen in das Subventionsverfahren eingeschalteten Stelle oder Person (Subventionsgeber) über subventionserhebliche Tatsachen für sich oder einen anderen unrichtige oder unvollständige Angaben macht, die für ihn oder den anderen vorteilhaft sind,
  • 2) den Subventionsgeber entgegen den Rechtsvorschriften über die Subventionsvergabe über subventionserhebliche Tatsachen in Unkenntnis läßt oder
  • 3) in einem Subventionsverfahren eine durch unrichtige oder unvollständige Angaben erlangte Bescheinigung über eine Subventionsberechtigung oder über subventionserhebliche Tatsachen gebraucht.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

  • 1) aus groben Eigennutz oder unter Verwendung nachgemachter oder verfälschter Belege für sich oder einen anderen eine nicht gerechtfertigte Subvention großen Ausmaßes erlangt,
  • 2) seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht oder
  • 3) die Mithilfe eines Amtsträgers ausnutzt, der seine Befugnisse oder seine Stellung mißbraucht.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 oder 2 leichtfertig handelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(4) Nach den Absätzen 1 und 3 wird nicht bestraft, wer freiwillig verhindert, dass auf Grund der Tat die Subvention gewährt wird. Wird die Subvention ohne Zutun des Täters nicht gewährt, so wird er straflos, wenn er sich freiwillig und ernsthaft bemüht, das Gewähren der Subvention zu verhindern.

(5) Neben einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr wegen einer Straftat nach den Absätzen 1 und 2 kann das Gericht die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden, und die Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, aberkennen (§ 45, Abs. 2). Gegenstände, auf die sich die Tat bezieht, können eingezogen werden; § 74a ist anzuwenden.

(6) Subvention im Sinne dieser Vorschrift ist eine Leistung aus öffentlichen Mitteln nach Bundes- und Landesrecht oder nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaften an Betriebe oder Unternehmen, die wenigstens zum Teil

  • 1) ohne marktmäßige Gegenleistung gewährt wird und
  • 2) der Förderung der Wirtschaft dienen soll.

Betrieb oder Unternehmen im Sinne des Satzes 1 ist auch das öffentliche Unternehmen.

(7) Subventionserheblich im Sinne des Absatzes 1 sind Tatsachen,

  • 1) die durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes von dem Subventionsgeber als sub-ventionserheblich bezeichnet sind oder
  • 2) von denen die Bewilligung, Gewährung, Rückforderung, Weitergewährung oder das Belassen einer Subvention oder eines Subventionsvorteils gesetzlich abhängig ist.

§ 266 Untreue
(1) Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einer anderen zu verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(3) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

§ 331 Vorteilsannahme
(1) Ein Amtsträger oder ein für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter, der einen Vorteil als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, dass er eine Diensthandlung vorgenommen hat oder künftig vornehme, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft

(2) Ein Richter oder Schiedsrichter, der einen Vorteil als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, dass er eine richterliche Handlung vorgenommen hat oder künftig vornehme, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar.

(3) Die Tat ist nicht nach Absatz 1 strafbar, wenn der Täter einen nicht von ihm geforderten Vorteil sich versprechen läßt oder annimmt und die zuständige Behörde im Rahmen ihrer Befugnisse entweder die Annahme vorher genehmigt hat oder der Täter unverzüglich bei ihr Anzeige erstattet und sie die Annahme genehmigt.

§ 332 Bestechlichkeit
(1) Ein Amtsträger oder ein für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter, der einen Vorteil als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, dass er eine Diensthandlung vorgenommen hat oder künftig vornehme und dadurch seine Dienstpflichten verletzt hat oder verletzen würde, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ein Richter oder Schiedsrichter, der einen Vorteil als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, dass er eine richterliche Handlung vorgenommen hat oder künftig vornehme und dadurch seine richterlichen Pflichten verletzt hat oder verletzen würde, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren  bestraft.

(3) Falls der Täter den Vorteil als Gegenleistung für eine künftige Handlung fordert, sich versprechen läßt oder annimmt, so sind die Absätze 1 und 2 schon dann anzuwenden, wenn er sich dem anderen gegenüber bereit gezeigt hat,

  • 1) bei der Handlung seine Pflichten zu verletzen oder,
  • 2) soweit die Handlung in seinem Ermessen steht, sich bei Ausübung des Ermessens durch den Vorteil beeinflussen zu lassen.

§ 333 Vorteilsgewährung
(1) Wer einem Amtsträger, einem für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten oder einem Soldaten der Bundeswehr als Gegenleistung dafür, dass er eine in seinem Ermessen stehende Diensthandlung künftig vornehme, einen Vorteil anbietet, verspricht oder gewährt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer einem Richter oder Schiedsrichter, als Gegenleistung dafür, dass er eine richterliche Handlung künftig vornehme, einen Vorteil anbietet, verspricht oder gewährt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(3) Die Tat ist nicht nach Absatz 1 strafbar, wenn die zuständige Behörde im Rahmen ihrer Befugnisse entweder die Annahme des Vorteils durch den Empfänger vorher genehmigt hat oder sie auf unverzügliche Anzeige des Empfängers genehmigt.

§ 334 Bestechung
(1) Wer einem Amtsträger, einem für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten oder einem Soldaten der Bundeswehr einen Vorteil als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er eine Diensthandlung vorgenommen hat oder künftig vornehme und dadurch seine Dienstpflichten verletzt hat oder verletzen würde, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer einem Richter oder Schiedsrichter einen Vorteil als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er eine richterliche Handlung 

  • 1) vorgenommen und dadurch seine richterlichen Pflichten verletzt hat oder 
  • 2) künftig vornehme und dadurch seine richterlichen Pflichten verletzen würde, wird in den Fällen der Nummer 1 mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in den Fällen der Nummer 2 mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren  bestraft. Der Versuch ist strafbar.

(3) Falls der Täter den Vorteil als Gegenleistung für eine künftige Handlung anbietet, verspricht oder gewährt, so sind die Absätze 1 und 2 schon dann anzuwenden, wenn er den anderen zu bestimmen versucht, dass dieser

  • 1) bei der Handlung seine Pflichten verletzt oder,
  • 2) soweit die Handlung in seinem Ermessen steht, sich bei Ausübung des Ermessens durch den Vorteil beeinflussen läßt.

Windenergieanlagen - an der Grenze der Versicherbarkeit?
Schadenbilanz 2002: Versicherer zahlen rund 40 Millionen Euro.

Für Schäden an Windenergieanlagen haben die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr rund 40 Millionen Euro bezahlt. Seit einigen Jahren steigt der Schadenaufwand kontinuierlich an. Einige Marktteilnehmer verzeichnen Schadenquoten von bis zu 300 Prozent. Bedingt durch langfristige Garantieverträge, die einen Großteil der Schäden abdecken, lässt sich das gesamte Schadenpotential zur Zeit noch nicht beziffern. Denn erst nach Ablauf der Garantien schlagen die Kosten auf die Versicherer voll durch. Klar ist, dass die Regulierungskosten und Aufwendungen weiter ansteigen werden.

Schadenpotential

Windenergieanlagen sind durch ihren Standort im Freien besonderen Gefahren ausgesetzt. Durch Sturm, Blitzschlag und Feuer, aber auch durch die Beanspruchung des Materials kommt es immer wieder zu großen Schäden. ...

Quelle: Haustechnikdialog.de, News vom 09.07.2003 (Auszug)

Einige Bilder zu WKA

wpe5.jpg (7255 bytes) Gondel-
abstruz
Husum
28.01.2002
wpe6.jpg (6854 bytes) Gondel-
absturz
Siebenlehn
06.04.2003
wpe8.jpg (9980 bytes) 20.04.2002
Feuer
VESTAS
1,5 MW
Gesamthöhe:
108 m
Baujahr:
2000
Standort:
Bad Wün-
nenberg-
Haaren
bei
Paderborn
wpeB.jpg (8927 bytes) 10.02.2000
Mastbruch
Enercon E 32
300 kW
Baujahr: 1992
Standort: Asel
im Kreis
Wittmund /
Niedersachsen
wpeA.jpg (7283 bytes) wpeC.jpg (8088 bytes) 09.09.2002
Rotorabriss
NEG
Micon M 1500
Baujahr: 1996
Windpark „Hoher
Vogelsberg“
Standort:
Ulrichstein-
Helpersheim
wpe9.jpg (5629 bytes) 04.08.2002
Feuer
VESTAS V80
2 MW
Baujahr: 2002
Standort:
Katzenberg
bei Meißen

 

Blitzschlag
in Flügel
Standort
Brockstedt
Kreis Steinburg
Sachschaden
1,5 Mio.€

wpeE.jpg (8007 bytes)

wpeD.jpg (4947 bytes)

Sturmschaden
in Ellenstedt
Kreis Vechta
27.10.2002
Leistung:
600 kW
Nabenhöhe:
70 m
Rotordurch-
messer: 41m
Baujahr: 1997
Schaden rd.
750.000 Euro
Quelle: aus
Energiewirtschaftliche Bedeutung der Windenergie im liberalisierten Strommarkt
Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt
RWE Rhein-Ruhr AG, Geschäftskunden Düren
Fachhochschule Aachen
Vortrag in Konzen am 2. Oktober 2003, 16 Uhr

Windkraft als ökologische Belastung

Über ästhetische und biologische Beeinträchtigungen durch Windkrafträder gibt es fast so viele Meinungen wie ernsthafte Untersuchungen. Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass die massive Integration von Windkraft in die bestehenden europäischen Stromnetze die Betreiber von „konventionellen“ Kraftwerken und der Stromnetze vor technische Probleme stellt, die den ökologischen Nutzen der „erneuerbaren“ Windkraft zumindest teilweise in Frage stellen.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors Georg Küffner stellen wir den Lesern des HaustechnikDialog einen Artikel mit dem Titel „Die Sicherheit der Stromversorgung leidet unter der Windkraft“ (erschienen in der FAZ vom 01.07.2003) zu diesem Thema als PDF-Datei zum Online Lesen und Download zur Verfügung.

Quelle: Haustechnikdialog.de, News vom 08.07.2003

zum Artikel „Die Sicherheit der Stromversorgung leidet unter der Windkraft“ bei HaustechnikDialog (pdf)


windturm.jpg (6113 bytes)Aus:
Das deutsche Rohstoffwunder
Verlag wirtschaft und Verkehr
Januar 1939

6000 Windkrafttürme über ganz Deutschland

Durch die Erfindung, des Ing Honnef, von Riesenhaften Windkraftmaschinen bis zu 300metern Höhe deren Räder einen Durchmesser von je 160 Metern haben. Aus je einem dieser Türme könnten 100 000 Ps entnommen werden. Wenn dann 6000 solcher Türme über Deutschland verteilt würden, könne die Energie- wirtschaft auf eine ganz neue Grundlage gestellt werden.
Auch die Industrie würde durch den billigen Windkraftstrom in die Lage versetzt, billigen Wasserstoff herzustellen der für die verölung von Kohle und zur Gewinnung von Stickstoff notwendig ist.

Haben doch unsere Müslibanditen bei den ehemaligen Machthabern abgekuckt und sind dabei deren Phantastereien in die Wirklichkeit umzusetzen.


Den Leuten damals ist dank der regelmäßigen Bombadierungen wenigstens dieser Unsinn erspart worden und jetzt ? viele Grüße an alle Mit und Widerstreiter

Joh. Maas
webmaster@co2betrug.de
E-Mail vom 24.07.2003


Subventionen für Windräder gefährden Arbeitplätze
hhbwind

Subventionen für Windräder gefährden Arbeitplätze
hhbwind

In Bezug auf ihr Energieprogramm hält sich die rot-grüne Regierung für schlau. Die Regierung – und natürlich ihre Wähler - glauben das Problem der Arbeitslosigkeit dadurch zu lösen, dass sie zu früherer Technologie mit geringerer Produktivität zurück kehren. Vordergründig scheint das fast jedem einzuleuchten. Damit jeder versteht, wie grotesk schlau die Regierung tatsächlich ist, verlagern wir das Energieproblem ein wenig. Stellen Sie sich vor, das Transportgewerbe stiege von LKW und Eisenbahn wieder auf Eselskarren um: Wie viel Kutscher fänden hierbei zusätzlich Arbeit?

Allerdings steigen damit natürlich auch die Kosten, so dass sich kein noch so umweltbewußter Fuhrunternehmer freiwillig zu diesem Schritt entscheiden würde. Also muss man ihn dazu durch Handsalben verlocken. Subventionen kosten Geld und die Regierung hat schon alle Steuergelder wahlverhaltensteuernd ausgegeben. Die Staatskasse ist nicht nur leer, sie ist wie ein Gießkannenkopf durchlöchert. Aber das ist für Politiker kein Problem!

Die Regierung entschied, dass Fuhrunternehmen, die noch mit LKW und Eisenbahn arbeiten und vielleicht sogar mit der Magnetbahn liebäugeln die Mehrkosten der Eseltreiber zu tragen und entsprechende Karawansereien zum Wechseln der Tiere und für ihrer Pflege zu betreiben haben. Wenn es so gemacht wird, ist - wie Marco Bülow, MdB und Berichterstatter der SPD-Fraktion am 12.08.03 öffentlich verkündete - „die Förderung der Windenergie keine Subvention“ – sondern ein „Umlagesystem, das die Mehrkosten verursachergerecht auf die Endkunden umlegt“.

So kann man die staatliche Zwangsabgabe nach dem „Erneuerbaren Energien Gesetzes“ (EEG) in Orwells Neusprech wohl nennen. Jedenfalls werden aufgrund staatlicher Zwangsmaßnahmen den Betreibern von Windenergieanlagen Mittel zugeführt, die andere zusätzlich erwirtschaften und die Endverbraucher über den Strompreis aufbringen müssen. Und dann, was heißt schon „verursachergerecht“? Wer verursacht denn die höheren Kosten, doch wohl der Eseltreiber oder Windenergieanlagen-Betreiber oder genauer – die Politiker, die sie durch entsprechende Zwangshandsalben anderer dazu verleiten wollen.

Wen wundert es, dass man – um wieder in das Bild vom Transport zurückzufallen - bald nur noch ausländische Fuhrunternehmer auf deutschen Straßen antrifft und überall stinkende Dunghaufen. Nur das Problem der Arbeitslosigkeit löst sich damit nicht. Denn nicht nur die alteingesessenen Fuhrunternehmer verlassen fluchtartig das Land, um anderswo ihr Gewerbe anzumelden, auch die Firmen, die etwas zu kutschieren haben, die also Güter herstellen und nicht nur raffinierte Finanzschnäppchen oder Kriegsspielchen, also „Produkte“, die sich über das Internet verkaufen lassen, müssen sich neue Standorte suchen. Dadurch verhindern sie freilich, dass das Land nicht im Dung erstickt. Im Falle der Windenergie ist das aber nicht so, da drehen sich, wenn gerade der Wind weht, überall in der Landschaft die Windmühlen gar nicht romantisch.

„Aber bei Windenergie ist das doch anders als beim Transport!“, ließe sich vielleicht einwenden. Windenergie- anlagen sind modern, auf dem neuesten Stand der Technik und vor allem, „Windenergie gibt es umsonst“. Doch welche Energieform gibt es nicht „umsonst“. Kohle hat zum Beispiel einen Preis, weil man sie vor dem Einsatz mehr oder weniger arbeits- und technikaufwendig aus der Erde graben muß. Dort steckt sie aber „umsonst“.

Also, Kosten verursacht lediglich die Umwandlung einer „kostenlosen“ Primärenergiequelle in eine Nutzenergie, die dann, wenn man sie braucht, zur Verfügung stehen sollte. Und in dieser Beziehung sieht es bei der Windenergie bekanntlich besonders schlecht aus. Sie steht immer nur zur Verfügung, um eine sonst benötigte verlässlichere und effektivere Energiequelle vorübergehend (solange Wind weht) ins Leere verpuffen zu lassen.

Und wer sagt denn, dass der Eselkarren – um im Bild zu bleiben – nicht mit den modernsten Gummireifen oder freischwebenden, fast reibungslosen Magnetlagerungen auszustatten wäre. Trotzdem können die raffiniertesten wissenschaftlichen und technischen Neuerungen und Verbesserungen aus einer vorsintflutlichen Technologie keine zeitgemäße machen. Denn, was fortschrittlich ist, richtet sich nicht nach der Mode, die uns Meinungs- und Medienmacher aufschwätzen, sondern nach wissenschaftlichen Kriterien.

Im Falle der Energieversorgung sind das vor allem zwei: 1. ein Höchstmaß an Stetigkeit und 2. die Energiedichte (W/m²). Weil die Wind und Sonnenenergie hier nicht mithalten kann, ist man – von Nischen-Anwendungen abgesehen - schon vor über hundert Jahren aus diesen Energiequellen ebenso ausgestiegen, wie vom dem Esel- oder Pferdefuhrwerk abgestiegen - bis technikferne Journalisten, Sozio- und Psychologen aus der rot-grünen Ideologenfabrik dies einer eingeschüchterten Wählermehrheit wieder aufschwätzen konnten.

Die Firma Vestolit in Marl stellt zum Beispiel mit 700 Angestellten PVC her. Ihre Produktion ist hier wegen des hohen Strompreises um 8 Millionen Euro teurer, als wenn sie mit den gleichen Anlagen in einem günstigeren EU-Land – von weiter östlich gelegenen ganz abgesehen - arbeiten würde. Das sind immerhin 2,5 % ihres Umsatzes. Denn inzwischen zahlen deutsche Stromverbraucher die höchsten Strompreise in der Europäischen Union.

Die Beschäftigen bei Vestolit und weitere in Zuliefer- und Dienstleister- Unternehmen der Firma haben auf ihr Weihnachtsgeld verzichtet, um die Firma im Land zu halten und dem Land nicht als zusätzliche Arbeitslose auf der Tasche zu liegen. In den Aluminium-, Zement- und anderen energieintensiven Werken sieht es nicht anders aus, wenn auch die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen dort anders ausfallen dürften.

Man kann leicht erraten, auf wen die Belegschaft besser zu sprechen ist, auf den Unternehmer, der ihr Weihnachtsgeld nach einer Befragung einbehält und dafür „noch“ im Land bleibt oder die von ihnen gewählte rot-grüne Regierung, die den Spekulanten in Windenergie die Renditen garantiert und mit der Novelle zum EEG die Stromkosten bis zum Jahr 2010 um weitere 30% verteuern will.

Ja, hätte man sich nur nicht von den Rot-Grünen und ihren Medien in eine blinde Angst vor der Kernenergie hinein terrorisieren lassen. Allerdings sollen auch Menschen fortgeschritteneren Alters noch umdenkfähig sein, wenn sie eine vertrauenswürdige Alternative erkennen. Dafür sollte es nie zu spät sein.

Jedenfalls forderte Gewerkschaftsboß, SPD-Mitglied und Kanzlerfreund Hubertus Schmodt erst kürzlich neue Kernkraftwerke für das Land und meinte Wirtschaftsminister Clement angesichts der Wirtschaftslage am 22.08. in der Tagesschau: „Wir brauchen auch bei der Windenergie eine degressive Förderung und eine Orientierung an den Maßstäben der Wirtschaftlichkeit, wie in anderen Lebensbereichen auch“.

Aber wir hätten gerne Politiker, die nicht nur etwas brauchen, sondern etwas schaffen und tun und das - ehe es zu spät ist. Die wird man auf der Energiekonferenz der Grünen am 26./27.09 in Berlin, auf der Minister Trittihn seine Energiepolitik der Alternativmärchen vorstellen wird, wohl kaum treffen.

Dr. Helmut Böttiger, Wiesbaden
28.08.2003

Lesen Sie auch die wöchentliche Kolumne:

   www.spatzseite.de

Quergedacht: Was viele denken aber wenige auszusprechen wagen
Anstößige Texte zum Runterladen und Weiterverbreiten

comment.gif (1022 bytes) Auch wenn das mit den Eselskarren und den Dunghaufen nur eine Allegorie ist, Esel haben wir hierzulande zuhauf und vieles stinkt gewaltig zum Himmel - vieleicht haben Sie auch schon mal etwas in die Nase bekommen.

Symposium des Club of Rome zur
Nutzung von Wind- und Strahlungsenergie am 13./14.06.2003 in Hamburg

Das Symposium des Club of Rome am 03.09.2003 erwähnte mehrmals Nordafrika und zeigte damit, dass eine wirtschaftliche Nutzung von Wind- und Strahlungsenergie ohne die Einbeziehung der Sahara und der Wüste Gobi nicht möglich ist. Unseres Erachtens müssen aus diesem Symposium folgende Konsequenzen gezogen werden:

1. Deutschland ist kein geeigneter Standort für die Nutzung der Wind- und Strahlungsenergie zur Stromerzeugung. Um deutsche Fossilienkraftwerke durch Wind- und Strahlungskraftwerke zu ersetzen, wäre die Einbeziehung der Sahara notwendig. Das würde jedoch den Beitritt von Libyen in die EU voraussetzen.

2. Das Großexperiment der Wind- und Strahlungsenergienutzung in Deutschland dürfte im wesentlichen abgeschlossen sein. Die Wachstumsgrenze ist nahezu erreicht.

3. Der Widerstand der Bevölkerung gegen Windkraftanlagen wächst. Die Stromkunden werden durch das planwirtschaftliche Energieeinspeisungsgesetz (EEG) nachhaltig geschädigt. In diesem Jahr entstehen unnötige Kaufkraftverluste von etwa 2 Milliarden Euro. Die Windkraft-Arbeitsplätze werden nicht durch Unternehmensgewinne finanziert. Die Lebensqualität zahlreicher Bürger wird durch die Windenergienutzung beeinträchtigt.

4. Die Nutzung der Windkraft in Deutschland erfordert volkswirtschaftlich nicht vertretbar hohe Kosten. Es sollte mit dem Rückbau der Windkraftanlagen begonnen werden, wie dies der SPD-Umweltminister Birthler wünscht.

Pressemitteilung vom 04.09.2003
Internationaler Arbeitskreis für Verantwortung in der Gesellschaft e.V. ( www.IAVG.org )
Geschäftsstelle: Dr. Hans Penner - D-76351 Linkenheim-Hochstetten


Windenergie hat Zukunft

Da hat Herr Trittin allerdings recht, dass Deutschland Windkraftweltmeister ist, mehr als ein Drittel der weltweit erzeugten Windenergie wird bei uns produziert (rd. 38 %). Den kritischen Leser müsste allerdings schon diese Aussage allein stutzig machen, denn weltweit leben schon mehr als 6 Milliarden Menschen und in Deutschland 82 Millionen, das sind rd. 1,3 % der Weltbevölkerung.

Aber diese verschwindend kleine Minderheit hat in der Windkraft den Stein der Weisen gefunden und ist in dieser Branche Weltmeister geworden. Die USA sind an der weltweiten Windstromerzeugung mit 15 %, Dänemark mit 9,2 %, Indien mit 5,4 % und die Niederlande mit 2,2 % beteiligt, um nur einige Beispiele zu nennen. Woran mag das wohl liegen ? Sind wir klüger als der Rest der Welt, oder sind wir Opfer eines grandiosen Ökoschwindels ? Herr Trittin behauptet dieser Boom laufe in Deutschland ohne staatliche Subventionen.

Nun gut, nennen wir die Förderung der Windkraft ruhig einmal Umlagesystem und nicht Subventionierung. Aber dann schauen wir uns dieses „Umlagesystem“ nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einmal kritisch, nur an Hand nüchterner Zahlen, an.

Die Fakten sind wie folgt:
Die Windstromerzeuger bekommen die Kilowattstunde (kWh) nach dem EEG mit ca. 9 ct vergütet, während die Betreiber der konventionellen Kraftwerke etwa 2,5 ct pro kWh erhalten. Das ist ein Unterschiedsbetrag von ca. 6,5 ct/kWh. Im Jahr 2002 erzeugten die Windkraftanlagen (WKA) 16,8 Mrd. kWh und erhielten folglich 1,09 Mrd. € mehr an Vergütung als die konventionellen Kraftwerksbetreiber für die gleiche Strommenge.

Ferner erhöhen sich die Stromerzeugungskosten bei den konventionellen Kraftwerken durch den Betrieb der WKA um ca. 1,5 ct/kWh. Und zwar werden diese Mehrkosten verursacht durch die Regelenergiekosten, durch zusätzlichen Netzausausbau, durch Erzeugungsverlagerung in weniger dicht besiedelte Gebiete an der Nordsee und durch den geringeren Wirkungsgrad der Kraftwerke, der durch den per EEG verordneten Wechsellastbetrieb bedingt ist.

Bei den rd. 450 Mrd. kWh, die die konventionellen Kraftwerke im Jahr 2002 erzeugt haben, sind das Mehrkosten von 6,75 Mrd. €. Zusammen sind das 7,84 Mrd. €. Da die 82 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland diese Mehrkosten direkt über die Strompreise oder indirekt über erhöhte Warenpreise tragen müssen, kann man diese 7,84 Mrd. € durch 82 Millionen dividieren und erhält 95,5 € pro Person, oder auf einen 4-Personen-Haushalt gerechnet 382 € an Mehrbelastung pro Jahr. Diesen Betrag könnte man von den Bürgerinnen und Bürgern auch durch Steuererhöhungen eintreiben und die Windkraft ganz ehrlich subventionieren, aber dazu fehlt der rot-grünen Bundesregierung wohl der Mut und deshalb wendet sie den Trick der Umlage über das EEG an.

Außerdem wird durch den Betrieb der WKA kein Gramm CO2 – Emission eingespart. So wird z.B. durch die Verdrängung von Grundlast aus den CO2 –freien Kernkraftwerken durch die WKA der CO2 – Ausstoß über den zusätzlichen Einsatz von fossilen Regelkraftwerken (Gasturbinen) weiter erhöht. Auch durch den Wechsellast- betrieb der Kohlekraftwerke und den damit verbundenen Wirkungsgrad-Abfall erhöht sich der CO2 – Ausstoß pro erzeugte kWh.

Was die Subventionierung der Arbeitsplätze in der Windindustrie betrifft, sollte sich Herr Trittin einmal bei seinem Kollegen, dem Bundeswirtschaftsminister, erkundigen. Der hat in einer Pressemitteilung vom 12.04.2002 bekanntgegeben, dass jeder Arbeitsplatz in der Windindustrie mit 150.000 € subventioniert wird.

Quelle: Leserbrief an die "Bild am Sonntag"
als Antwort auf einen Gastkommentar von Herrn Trittin
Verband für Gesundheit- und Landschaftsschutz e.V.
10.09.2003
www.sturmlauf.de

comment.gif (1022 bytes) Ich denke, hier ist jeder Kommentar überflüssig.
Mail von Werner Eisenkopf, Runkel

Hallo,
heute war in der Lahn-Dill-Presse ein ähnlicher Kommentar zum Klima mit Abschlußsatz, dass er nicht begreift, wie jemand wegen "schöner Landschaft" gegen ein Windrad auf einer Wiese sein könne, vom stellv. Chefredakteur. An diesen schrieb ich den folgenden Brief und danach lesen Sie seine Antwort
Gruß
WE

Mail von Werner Eisenkopf, Runkel/Lahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

der heutige Kommentar von Herrn Klein ist der schlechteste (ich will aber nicht so grob und unhöflich sein zu sagen: der Dümmste) seit langer Zeit und das bei sonst oftmals hervorragenden Erkenntnissen in anderen Dingen (z.B. Politik, DB).

Allein der Schlußsatz suggeriert, dass man mit Windkraftanlagen das "Klima retten" könne, was heute noch nicht einmal mehr viele Leute glauben, die überhaupt an den "Klimakollaps" glauben.

In diesen heißen Tagen ist der Stromverbrauch besonders hoch (Ventilatoren) und was sehen wir bei den Windrädern hier? STILLSTAND wegen Windstille und Schwachwind!

Wenn im Winter bei einem klassischen Skandinavischen Hoch auch dort der Stromverbrauch am höchsten ist, was ist dann mit den Windrädern? Stillstand! Wenn nicht Wärmekraftwerke ununterbrochen die schwankende und ausbleibende Leistung der Windräder puffern würden, könnte auch die WT-Redaktion nicht mehr geregelt arbeiten weil die Computer täglich mehrfach ausfallen würden. Je mehr Windräder, desto mehr Regelungsstrom ist dafür nötig. Folge: Es müssen neue Wärmekraftwerke gebaut werden allein um die Windkraft ausgleichen zu können.
CO2-Ersparnis ist gleich NULL. (Quelle: VdEW, EON)

Eine nackte Zahl: Allein die 5 Braunkohlekraftwerke bei Köln produzierten im letzten Jahr genausoviel Strom wie sämtliche ca. 1900 (eintausendneunhundert) Winkraftanlagen in NRW zusammen. Dies aber kontinuierlich und berechenbar und nicht dauerschwankend.

Der Mensch beeinflußt trotz aller Kraftwerke und Industrieemissionen nur gerade mal 3% sämtlichen CO2 in der Luft. 97% sind unbeeinflußbare Ausgasungen aus Bodenspalten, Vulkanen, Pflanzenverrottung auf Land und überall im Meer (Tang u.a.). Das ist sogar unter nicht gerade dauerzitierten IPCC-Quellen nachlesbar. Sämtliche "Klimarettungsprogramme" sind letztendlich Humbug. Dennoch hebe ich solche Kommentare wie den von Herrn Klein heute auf, weil ich den Nachkommen überliefern will, welch einen blamablen Wissensstand dazu sogar ein
Spitzen-Zeitungsmann hat.

Zum "Klimakollaps" möchte ich nur anmerken, dass sogar Professor Schönwiese, Meteorologe der Goethe-Universität in Frankfurt und gegen seinen Willen in "Klimaretterkreisen" allzuoft dieses "Ergebnisses" zitiert, diesen als nicht belegt, und nicht belegbar hält, wie auch "Klimaprogramme" insgesamt als unsinnig ansieht. Immer mehr kommt auch heraus, wie bei Greenpeace und im IPCC geschummelt und gelogen wird um mit einem "Klimakollaps" spezielle Interessen durchsetzen zu können. Man mag zu Bush stehen wie man will aber zur Klimapolitik hat er etliche wissenschaftliche Arbeiten auswerten lassen und danach schlicht  festgestellt: "Das Kyoto-Protokoll baut nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse auf, daher lehnen wir es ab." Wie wahr dort und wie dumm bei uns wo wir dafür 200 Milliarden Euro damit für etwas verbraten wollen, wozu sogar der "Klimakollaps- Papst" Mojib Latif sagt: "Das wird alles nichts bewirken, das Klima reagiert sehr träge."

Lieber Herr Klein, wenn wir das "Klima retten" wollen, dann müssten wir erst definieren, WAS IST DAS NORMKLIMA, das es zu halten gibt. Was nehmen wir dafür? 1880, als die Temperaturmessungen vielerorts begannen und seit dem die Temperaturen um 0,7Grad Celsius seither "dramatisch" angestiegen sind? Oder etwa die letzte Eiszeit? Oder das Mittelalter (Optimum), als in Grönland Ackerbau belegt ist und der wärmebefürfende Weinbau sogar im Baltikum bis fast hoch nach St. Pertersburg betrieben wurde?

Dazu kommen noch Unklarheiten ob diese 0.7Grad Celsius überhaupt so als Anstieg der Temperatur stimmen, weil etliche der ab 1880 eingerichteten Meßstationen damals außerhalb von Städten auf dem Land angelegt wurden, sich aber bis heute die Städte bis dorthin vergrößert haben, was die Umgebungstemperaturen erhöhte wie generell in allen Stadtklimabedingungen. Es kann also durchaus sein, dass die "dramatischen" 0,7Grad Celsius Temperaturanstieg seit 1880 sogar zum größten Teil eine solche banale Ursache hat.

Dann habe ich auf einen damals hervorragenden Kommentar des Herrn Klein zur DB die Info geschickt, dass der von Gerhard Schröder persönlich ausgesuchte und mit 3 Millionen Euro/Jahr fürstlich bezahlte Bahnchef Mehdorn allein im Westerwald dafür gesorgt hat, dass die dort jährlichen 9200 Waggons Güter (meist Basaltschotter) auf die Straße verlegt wurden (MORA C)! Wer errechnet bitte diese NEGATIVE Umweltbilanz von Rot-Grün?? (Pardon, aber ich bin selbst seit 21 Jahren SPD-Mitglied aber hierin fassungslos über die, die ich selbst mit an die Macht gebtracht habe)

Sehr geehrter Herr Klein, was hat dies alles mit einem Windrad in einer Landschaft zu tun? Bitte machen Sie sich nicht weiterhin nur so einseitig kundig, bevor Sie solche Kommentare schreiben, ohne dass jemand anderes in der Redaktion dazu KONTRA gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Eisenkopf

P.S. Zufällig bin ich auch noch der Autor der bundesweiten Datenbank Windradunfälle

http://members.aol.com/fswemedien/ZZUnfalldatei.htm

Derzeit warte ich nur auf die Nachricht, dass einer der ständig und zahlreich auftretenden Windradbrände (siehe in der Unfalldatenbank) einen ganzen Wald entzündet. DANN sende ich Ihnen eine Extrameldung mit der stillen Hoffnung, dass sie bei Ihnen sogar abgedruckt wird...

Antwort:

Sehr geehrter Herr Eisenkopf,

ich habe Ihre ausführliche Mail aufmerksam gelesen. Ganz sicher sind Sie auf dem Gebiet der alternativen Energien mehr Experte als ich, geben allerdings auch nur eine bestimmte Experten-Auffassung wider. Ich als Journalist bin dagegen verpflichtet, das gesamte Spektrum an Fachmeinungen zu dem Thema zu berücksichtigen, die Ihnen, wie ich vermute, sicher auch geläufig sind.

Mit freundlichen Grüßen
M.K.


Schallimmissionen bei WKA

Sehr geehrter Hr. Pillath!

Folgende Institute sind sowohl für Schall- als auch Leistungsmessungen an WEA akkreditiert:

Deutsches Windenergie-Institut GmbH (DEWI), Ebertstr. 96, 26381 Wilhelmshaven, 04421/4808-15
Wind-consult GmbH, Reuterstr. 9, 18211 Bargeshagen, 038203/507-25
Windtest Grevenbroich GmbH, Frimmersdorfer Str. 73, 41517 Grevenbroich, 02181/2278-51
Windtest Kaiser-Wilhelm-Koog GmbH, Sommerdeich 14 b, 25709 Kaiser-Wilhelm-Koog, 04856/901-33

Die TA Lärm schreibt für Immissionsprognosen grundsätzlich die Anwendung der ISO 9613-2 vor, eine Anwendung der VDI 2714 scheidet von daher aus. Für die Betroffenen wird normalerweise die Berechnung nach VDI 2714 günstiger, da diese keine meteorologische Korrektur kennt. An Windkraftanlagen greift dieser Punkt wegen der Quellenhöhe jedoch normalerweise nicht.

Ob eine Prognose nach ISO 9613 oder VDI 2714 für den Betroffenen günstiger ausfällt hängt daher sehr vom Einzelfall ab, denn die ISO berücksichtigt bei der Berechnung in Oktaven sehr detailliert die Bodenabsorption auf dem Ausbreitungsweg. Hier können sich dann gegenüber der VDI 2714 geringfügige Unterschiede in beiden Richtungen ergeben.

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.
Mit freundlichem Gruß
Dr.-Ing. Wulf Pompetzki
Landesumweltamt NRW
FB 45.1 Geräusche und Erschütterungen

Quelle: E-Mail-Info vom 13.09.2003


Zahlen zu Kosten der Windkraft im Jahr 2002
(Stand 30.04.2003)

Die Belastung von etwa 220 € für eine 4-köpfige Familie (55 € pro Kopf) ergibt sich aus folgenden Einzelgrößen (Quelle in Klammern), wobei eine pro Kopf gleiche Überwälzung der Kosten auf die Bürger/Endverbraucher unterstellt wird :

  • Einspeisevergütung nach Angabe BReg (Bt-Ds. 15 / 860) 2190 Mio €
  • Förderung über öffentliche Darlehen nach Angabe BReg. (Bt-Ds. 15/860) - Zinsdifferenz ca. 1-1,5% zum Marktzins 100 -150 Mio. €
  • Investitionszuschüsse nach Angabe BReg (Bt-Ds. 15/860) etwa 200 Mio. €
  • Steuerausfälle durch Verlustzuweisungen aus Betrieb nach eigener Schätzung (BReg. keine Angaben) -ca. 1.250 Mio. €
  • Bereitstellung Regelenergie (nur für Windkraft) nach Studie Prof. Haubrich für EON hochgerechnet auf Gesamtdeutschland etwa 630 Mio. €
  • Netzausbau angenommen mit etwa 50-100 Mio. €

Macht in der Summe für alle "Erneuerbaren Energien" etwa 4500 Mio. € in 2002 bzw.
pro Kopf der Bevölkerung etwa 55 €.

Nimmt man für die Windkraft einen Anteil an der Förderung entsprechend dem Anteil an der EEG-Förderung an (etwa 75%), liegen die Kosten für den Betrieb der Windenergie im Jahr 2002 für einen 4-Personenhaushalt etwa in Höhe von mindestens 165 €. (Wichtig: diese Zahlen sind die absolute Untergrenze der Kosten)
Förderungen aus Geldtöpfen der EU sind bislang noch ebenso unberücksichtigt wie kommunale - und Förderungen von Landesseite (z.B. für die Aufstellung von Solaranlagen auf Schulen, Kirchen,...) und vielfältige Forschungsförderungen (u. a. für das DEWI,...) die von der öffentlichen Hand direkt für Untersuchungen für die Belange der produzierenden Unternehmen bzw. Anlagenbetreiber in diesem Bereich bezahlt werden. Daher ist die hier dargestellte Höhe der Kosten eine Untergrenze für die tatsächlich angefallenen Kosten für die Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2002.

Kosten erneuerbarer Energien für das Jahr 2003 (nach Angaben Bundesregierung) :
(Stand 24.06.2003)
BMU : 274,87 Mio. €, davon 190 Mio. € Marktanreizprogramm
BMWA : 28,5 Mio. € Exportinitiative
BMVEL : 43,6Mio. € Förderung nachwachsende Rohstoffe
BMWZE : ca. 100 Mio. € (Entwicklungsvorhaben Erneuerbare Energien)
BMF : 460 Mio. € Förderung Biokraftstoffe (Steuerausfälle Mineralölsteuer)

Die Zahlen kamen als Auswertung der Antwort zur Kleinen Anfrage, s.o., aus dem Büro Axel Fischer
Quelle: E-Mail, 09.10.2003

Hierzu noch folgendes
Antwort der Landesregierung NRW auf die Kleine Anfrage 1259, Drucksache 13/4221 vom 07.08.2003:
Gesamtfördervolumen nach EEG, (s. auch BT-DS 15/860):

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Mrd. € 1,17 1,54 2,19 2,75 2,89 3,20

Ergänzung von: Gerd-Rainer Weber, via E-Mail, 09.10.2003

comment.gif (1022 bytes) Kurz gefragt:

Wer bezahlt den Blödsinn?
Wem nützt das ganze?


Endlich offiziell: Windräder stören durch Lärm Menschen und Tiere

Meine "Fundsache" mag ja eine Freud´sche Fehlleistung des BMU sein, aber davon ausgehend, dass es auch "Kids" so ernst oder weniger ernst wie Erwachsene nimmt, darf hieraus von jedermann zitiert werden........

http://www.bmu.de/kinder/umwelt/energie/windenergie.php (dead link, 29.01.2005)

Im vorletzten Satz heißt es zur Offshore-Windenergienutzung "Zudem werden Menschen und Tiere durch den Lärm der rotierenden Windräder nicht gestört".

Damit gilt unabhängig davon, wie man zur Offshore-Windenergienutzung steht:

Trittin (und nur der ist letztendlich für die Veröffentlichungen des BMU verantwortlich) bestätigt offiziell und kategorisch (also nicht unrelativiert!), dass die Windenergiekonverter Lärm machen.

"Amtlicher" geht´s allemal nicht, es sei denn, von Schröder persönlich.......

Gruß
Tilman Kluge, 03.10.2003

comment.gif (1022 bytes)
Durch den Lärm von Offshore-Anlagen werden Menschen und Tiere nicht gestört.
Logisch.
Durch den Lärm von Inland-Anlagen werden Menschen und Tiere gestört.
Auch logisch.
Danke, Herr Trittin.

Über den Zusammenhang zwischen Netzfrequenz und Windstromeinspeisung

Die Netzfrequenz im UCTE Netz wird üblicherweise im Sollbereich von (50 +/- 0,1) Hz geregelt. 0,1 Hz Frequenz- abweichung entspricht rd. 1.700 MW Leistungsdefizit. Diese Grenze ist bereits überschritten, wenn z.B. 15 % der Windleistung plötzlich ausfällt.

Der zulässige Generatorbetrieb ist von minimal 48,5 Hz bis maximal 51,5 Hz. Bei 49,8 Hz erfolgt die erste Wahrnmeldung, ab 49 Hz automatischer Lastabwurf in drei Stufen, zwischen 48,5 und 47,5 Hz erfolgt die Umschaltung der Kraftwerke auf die Eigenbedarfsschiene und bei 47,5 Hz die Trennung der Kraftwerke vom Netz.
Windkraftwerke tragen auch nicht zur Kurzschlußleistung des Netzes bei, die erforderlich ist, um im Störungsfall selektive Netzabschaltungen zu realisieren. (Das interessiert aber nur die kleine Minderheit der Menschen, die wissen was Kurzschlußleistung ist!)

Kernkraftwerke und Windkraftwerke sind insofern "Schwestern", da nur die preisgünstige Stromerzeugung aus Kernkraftwerken finanziellen Spielraum gibt, um die hohe Kostenbelastung durch die teure Windstromereugung zu kompensieren.

Das gilt auch für die Deutsche Steinkohle und war Grundlage des Jahrhundertvertrages. Aber der Strom aus Deutscher Steinkohle war und ist nur doppelt so teuer wie der Strom aus Kernenergie, der Strom aus Windenergie ist aber sechs mal so teuer, das ist das Problem!

(Offenbar hat sich diese Tatsache nur zögerlich bis Berlin herumgesprochen, sonst ist die Einmütigkeit im Kohleabbau und die Förderungsbereitschaft der Wind- und Sonnenenergie durchgängig bei allen politischen Parteien nicht zu verstehen, es sei denn, man ordnet der CO2 Emissionsersparnis die Wertigkeit des menschlichen Lebens unter.) Das hat auch nichts mit Weltanschauung zu tun, sondern ist einfache Tatsache, ob man das gut findet oder nicht, es ist einfach so.

Kernkraftwerke werden zwar nicht für die schnelle Lastausgleichsregelung herangezogen, sind aber durch ihren deterministischen Grundlastbeitrag sehr wohl an der Frequenz-Leistungsregelung beteiligt. Selbstverständlich sind sie auch an der Gesamtkurzschlußleistung maßgeblich beteiligt.

Wenn ein Düsenflugzeug zur notwendigen Leistungssteigerung in einer Gefahrensituation den Nachbrenner bei einem Triebwerk einschaltet, dürfen die übrigen Hauptriebwerke natürlich nicht ausfallen, sonst nützt alles nichts!

Prof. Dr. Helmut Alt
10.11.2003


Veränderung des Landschaftsbildes durch Windkraftanlagen

Abgesehen von den negativen Auswirkungen der Windkraftanlagen auf den sozialen Frieden, auf Gesundheit, auf Immobilienwerte, auf Preisniveau sowie auf den Fremdenverkehr verändern diese vor allem das Landschafts- und Ortsbild, denn

  • Windkraftanlagen sind hoch aufragende, bewegte Technikbauwerke, die gewohnte historische Dimensionen sprengen
  • Windkraftanlagen stehen aus Gründen einer ungehinderten An- und Abströmung der Luft an sichtexponierten Standorten
  • Windkraftanlagen verursachen eine erhebliche optische Unruhe, die jeder Landschaft die ihr immanente Stille nimmt
  • Windkraftanlagen verfremden die Eigenart einer ganzen Landschaftsregion, verändern deren Silhouette und Horizont durch Bewegungsunruhe und durch jeden natürlichen Maßstab sprengende Abmessungen („Horizontverschmutzung“)
  • Windkraftanlagen haben einen enormen Flächen- und Landschaftsverbrauch (ca. 10 ha pro Anlage)
  • Windkraftanlagen überformen das bisher von Baumkronen und Firstlinien geprägte Ortsbild in unerträglichem Maße
  • Windkraftanlagen beeinträchtigen das Landschaftserleben durch unnatürliche, rhythmische Windgeräusche, durch Schattenwurf und Blitzbefeuerung

Die Windindustrie lässt die o. g. Punkte nicht gelten. Für sie ist das landschaftsästhetische Empfinden rein subjektiv. Doch selbst wenn die Schönheit einer Landschaft von jedem Menschen anders beurteilt wird, sind der „Interpretationsmöglichkeit auf Grund der eindeutigen ästhetischen Signale (sprich Fakten) enge Grenzen gesetzt“ (vgl. Natur und Landschaft, Heft 2/2000, Seite 59).

Jochen Schmidt, Winsen (Aller), via E-Mail 11.10.2003


CELLER BLICKPUNKT – Das Monatsmagazin für Celle Stadt und Land
Ausgabe 10/2003, S. 2

Den Windmachern weht eine steife Brise ins Gesicht

Georg Küffner, Redakteur der FAZ und Autor des im Celler Blickpunkt erschienenen Artikels „Völlig durchgedreht“, hat völlig Recht: Der von den 15.000 Windrädern in Deutschland „ausgehende ‚Segen’ ist von den Propagandisten dieser sanften Energie deutlich geringer als verkündet“. Den Widerspruch zwischen der „Verkündung“ und dem, was ist – und noch kommen wird, erahnt mittlerweile der windgläubigste grüne Bürger.

Deshalb weht den Windmachern eine steife Brise ins Gesicht. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über Trittins Landschaft und Einkommen fressendes Steckenpferd, über seine Schwindel erregend hohen Windanlagen mit ihrer Schwindel erregend niedrigen Ausnutzung (2003 wahrscheinlich nur ein Zehntel) heiß debattiert und gestritten wird. Die „Kirchtürme Grüner Politik“ (Bärbel Höhn, B’90/Grüne) und deren massenweise Errichtung schrecken immer mehr Menschen. Und zwar nicht nur die, die auf dem Lande leben, ein „Landhotel“ besitzen oder die ein Haus mit „Terrassenblick auf einen Wind‚park’“ haben.

In letzter Zeit häuften sich in der Presse, die das Meinungsbild der Bürger und ihrer politischen Vertreter am besten widerspiegelt, Schlagzeilen wie diese: „Grün wirkt: Vom Winde verdreht“, „Windkraftanlagen = geflügelter Unsinn“, „Ministerpräsident Erwin Teufel für Baustopp von Windrädern“, „Clement will Subventionen streichen“, „Windindustrie wird jährlich mit 150.000 Euro pro Arbeitsplatz bezuschusst“, „Windaktien stürzen ab“, „Windkraft bringt Immobilienpreise in Turbulenzen“, „Windfarm im schnuckeligen Heideort“, „Kampf den Windrädern“ usw. usw.

Dass immer mehr Bürger, Politiker und Fachleute – korrumpierte und Grüne ausgenommen – den „deutschen Weg“ in der Stromgewinnung als ökonomische und ökologische Sackgasse erkennen, liegt nicht selten an den Befürwortern dieser Energie selbst.

So wird im neuesten Infoheft des Bundesumweltministers („Erneuerbare Energien in Zahlen“) eingeräumt, dass bei der Windstrom-Einspeisung der Wirkungsgrad „fossiler Mittel- und Spitzenlastkraftwerke“ sinkt, „was zu erhöhten Emissionen führt“.

Auf gut Deutsch heißt dies: Die Umweltbelastung durch Windräder nimmt zu – und nicht ab. Im gleichen Maße steigen die Kosten. Rund um die Uhr wird durch Windkraft mehr Kohle und Öl verfeuert, als ohne Windräder notwendig wäre.

Brandenburgs Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) brachte die Kritik an der Windkraft in einem „Bild“-Zeitungsinterview auf den Punkt: „Am liebsten würde ich alle Windkraftanlagen wieder umlegen. Sie verschandeln die Landschaft, fressen Milliarden-Subventionen, Arbeitsplätze entstehen kaum, der Strom wird teurer.“

Hinzuzufügen ist, dass der Mehrkosten-Betrag von 25 Euro pro Haushalt und Jahr (Trittin spricht von der Hälfte!) lediglich ein Bruchteil der Last ist, die dem deutschen Bürger zugemutet wird. Addiert man die Wertverluste an Haus und Grundstücken, dann kommt man mit Leichtigkeit auf Hunderttausende von Euro. „Zahlreiche Immobilien in der Nähe von Windkraftanlagen sind quasi unverkäuflich“, erklärte kürzlich der Sprecher des Verbands Deutscher Makler (VDM).

Im Osten des Celler Landkreises, in Lachendorf-Hohne, haben bereits einige Bürger einen Vorgeschmack bekommen. Die Grundstückspreise liegen im Keller, der Dorffrieden ist im Eimer, und die Hoffnung auf Arbeit in „Europas leistungsstärkstem Windpark“ (ein Etikett, das die Hermannsburger den Lachendorfern streitig machen) liegt am Boden. Das von der Grünen-Doppelspitze Joschka Fischer & Jürgen Trittin skandierte Schlagwort „Grün wirkt“ (er)schlägt viele; leider nicht nur die Leerer und Idiotologen, die im Wind der J&J-Partei segeln.

Jochen Schmidt
am 11.10.2003 via E-Mail


Pressekonferenz des Bundesverbandes Landschaftsschutz
Subventionsabbau bei Windenergieanlagen

Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) e. V. hatte am 30. Oktober 2003 in Berlin eine Pressekonferenz anberaumt, um an zentraler Stelle seine ablehnende Auffassung zur Energiepolitik des Bundes und der Länder zum Ausdruck zu bringen.

In diesem Zusammenhang wurden unsere unten ersichtlichen Presseerklärungen vor Ort etwa 170 Parlamentskorrespondenten, Agenturen, Printmedien, Funk- und Fernsehanstalten etc. direkt zugeleitet.
Ebenfalls wurde zeitgleich allen Bundestagsabgeordneten per Email unser Statement übermittelt

Ferdinand Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein
3. November 2003


Rede des Vorsitzenden des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS)
Ferdinand Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein

Fast 10 Jahre hat es gedauert, bis es der Allgemeinheit klar geworden ist, dass man die Windenergie nur als Luftnummer im wahrsten Sinn des Wortes bezeichnen kann. In den vergangenen Wochen haben sich endlich auch die Medien dieses Themas angenommen, und zwar in entlarvender Form.

Während die FAZ in wissenschaftlicher und die „Wirtschaftswoche“ in wirtschaftlicher Hinsicht schon seit Jahren auf die Risiken und schwerwiegenden Nachteile der Windenergie hingewiesen haben, haben sich nun auch andere Medien dieser Einstellung angeschlossen. Von „Bild am Sonntag“ bis „Spiegel – TV“ konnte jeder lesen oder hören, dass die vollmundigen Lobeshymnen auf die Windenergie bezüglich Umweltschutz, Ausweg aus der „Klimakatastrophe“ und Ressourcenschonung zu kurz gegriffen waren.
Nun liegen die Fakten nicht nur auf dem Tisch, sie sind auch der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Die Bundesregierung kann sich nicht mehr mit Milchmädchenrechnungen und Zahlenspielen aus der Verantwortung stehlen, sie muss handeln.

Die Windenergie ist in Deutschland an ihre Grenzen gestoßen. Rund 15 000 Windräder liefern faktisch nur 4 Prozent des Stroms. Wollte man die Windenergie auf 10 Prozent steigern, bedeutete das, dass sich dann 45 000 Windräder hierzulande drehen müssten. Tatsache aber ist, dass es nur 40 000 windhöffige Standorte in Deutschland gibt. Aber auch dann würde der abgebrühteste Industrielobbyist zugeben müssen, dass es keine unbelastete Landschaft mehr bei uns geben würde.
Ebenso gravierend fällt ins Gewicht, dass ein Ausbau der Windenergie einen Ausbau der Großkraftwerke voraussetzt.
Im Ergebnis wird wegen des erforderlichen Standby-Betriebs der vorhandenen Großkraftwerke und wegen des Eigenbedarfs der Windturbinen in Form von Energie und Rohstoffen kein CO 2 eingespart.
Schon jetzt fordern Spitzenmanager der Windindustrie eine Verzögerung des Ausstiegs aus der Atomenergie um weiter ungebremst Windstrom einspeisen zu können. Ist das nicht schon paradox genug?

Bundesminister Clement tut sich schwer, im Kabinett Schröder/Fischer eine stärkere Kürzung der Subventionen durchzusetzen und den Windkraftinvestoren einen Nachweis der Wirtschaftlichkeit jeden Standortes aufzuerlegen. Während an manchen Standorten hohe Gewinne eingefahren werden, leiden viele Windenergiefonds im Binnenland aufgrund zu optimistischer Windgutachten Not. Ohne Beitrag zur Versorgungssicherheit erhält die Windenergie soviel Subventionen wie die Steinkohle, was schon jetzt nicht mehr zu bezahlen ist.
Der Widerstand gegen das Ausufern der Windenergie auf dem Lande wächst. Überall wo Windparks oder Einzelanlagen geplant sind, erhebt sich Protest. Die ländlichen Gemeinden stehen der Gesetzeslage und der geballten Macht der Windindustrie machtlos gegenüber. Die betroffenen Mitbürger fürchten zu recht den Verlust ihrer Lebensqualität, hohe Einbussen im Wert ihrer Immobilien und die dauerhafte Verschandelung ihrer Landschaft, die durch keinen Gegenwert durch die Windindustrie auch nur im Ansatz ausgeglichen werden könnten.

Wir fordern deshalb:

-Schnelleren Subventionsabbau bei allen Windenergieanlagen
-Bauverbot von Windenergieanlagen in schwachwindigen Gebieten
-Streichung der Privilegierung der Windenergieanlagen im Baugesetzbuch § 35 und Rückgabe der Planungshoheit an die Gemeinden
-Bauverbot von Windenergieanlagen in schützenswerten Landschaften, auch im Hinblick auf Fernwirkung
-Bauverbot von Windenergieanlagen im Weichbild historischer Orte und Gebäude
-Bundeseinheitliche Abstandskriterien zu Wohngebäuden und Verkehrswegen
 


Rede des stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) Eberhard Löffler

Die Klage des Bundesverbandes Windenergie (BWE) über die Unsicherheit des Profites aus der Windkraftnutzung ist verständlich, denn endlich wird darüber öffentlich diskutiert. Der Abnahmepreis für Windstrom ist durch das Erneuerbare Energiengesetz mit 8.9 Cent/kWh vorgegeben, tatsächlich kostet die Kilowattstunde jedoch 11.3 Cent. Über den Strompreis subventionieren alle Stromabnehmer den Windstrom, sonst wäre er nicht marktfähig. Zum Vergleich: Die Selbstkosten für Braunkohlestrom liegen bei 3 Cent/kWh.

Wirtschaftsverbände, Natur- und Landschaftsschützer sowie der Bundeswirtschaftsminister fordern eine Änderung der Stützung des Preises für Windstrom. Über 2 Milliarden Euro jährlich sind bei der Wirtschaftslage unseres Landes nicht mehr aufzubringen. Subventionen müssen überall abgebaut werden.

Bei genauer Betrachtung der Umweltfreundlichkeit des Stromes bleibt von dieser Behauptung nichts übrig. Windkraftanlagen laufen im Jahr durchschnittlich 1700 Stunden von ca. 8700 für Kraftwerksanlagen möglichen Betriebsstunden. Ihre Leistung steht also nicht einmal mit 20 % zur Verfügung. Windstille und zu niedrige Windgeschwindigkeiten wie im vergangenen Sommer sind dafür verantwortlich. Wegen der Versorgungssicherheit ist deshalb herkömmliche Kraftwerksleistung vorzuhalten. Sie muss bei Ausfall des Windstromes unverzüglich verfügbar sein. Das macht diese Regelleistung teuer und führt durch den Bereitschaftsbetrieb von Kohlekraftwerken zur

ZUSÄTZLICHEN CO2-EMISSION, also zur Belastung der Umwelt.

Kein einziges Kraftwerk ist bisher dank des Windstromes still gelegt worden.

Windkraftanlagen beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen, zerstören Landschaften und den Lebensraum für die Tierwelt. Das ist ein großes Opfer für den unbedeutenden Anteil der Windenergie von 3 % Elektroenergieaufkommen.

Mit planwirtschaftlichen Maßnahmen werden technische Entwicklungen und Arbeitsplätze für eine Sache gestützt, an der nichts dran ist.

Die Förderung alternativer Energien muss einen Sinn haben. Für die Landwirtschaft ist die Erzeugung von Biomasse für die energetische Nutzung eine Zukunftschance. Ihr Beitrag für die Landschaftspflege muss honoriert werden.


Rede des Vorsitzenden des Regionalverband Schleswig-Holstein des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS)
Hans-Ullrich Schröder, 24790 Schülldorf/Ohe

Basis für die Sicherung unserer langfristigen Stromgewinnung ist neben erheblichen Einsparpotentialen ein Energiemix, zudem auch die förderungswürdigen regenerativen Energieträger gehören. Das trifft für die Windenergie aufgrund ihrer Struktur NICHT zu. WESENTLICHE VORAUSSETZUNGEN WIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT, VERSORGUNGSSICHERHEIT, UMWELTVERTRÄGLICH- UND SOZIALVERTRÄGLICHKEIT, „KLIMASCHUTZ“, RESSOURCENSCHONUNG ODER DER ERSATZ VON ATOMENERGIE SIND BEI IHR NICHT GEGEBEN.

Die teure Windkraft fristet unbehelligt von jedem Wettbewerbsdruck ein mehr als einträgliches Dasein unter dem schützenden Dach des EEG. Der gesetzliche Abnahmezwang entspricht totalitärer Planwirtschaft und verpflichtet die EVU, für jede kWh Windstrom etwa den dreifachen Marktpreis
(8,9 Cent/kWh) zu vergüten. Dazu kommen weitere ca. 2,4 Cent/ kWh für Reserveleistung, Regelaufwand und Transport. Die Zeche von mehreren Mrd. € p.a. zahlt der Bürger über die Stromrechnung. Staatlich verordnete Kaufkraftabschöpfung und das in Zeiten gähnend leerer Kassen. Der Wirtschaftsminister hat drastisch, aber berechtigt von „Abzocke“ gesprochen. Sein Staatssekretär dazu: Windkraft nützt einigen wenigen und SCHÄDIGT DIE VOLKSWIRTSCHAFT. Prof. Biedenkopf sprach von Gelddruckmaschinen. Deutliche Worte. Hohe ABSCHREIBUNGSMÖGLICHKEITEN führen zu erheblichen Steuerausfällen.

Rund 15.000 Windkonverter erzeugen weniger als 5% des Nettostromverbrauchs und erreichen nur 10-25 % der Nennleistung. Landschaft, neben Boden, Luft und Wasser kostbarste Ressource, wird weiträumig raubbauartig und bedenkenlos industriell überformt.
Gigantische Propellertürme mit ihren Bewegungssegmenten beherrschen die Horizonte und verschandeln die Landschaft. Da es sich nicht um Wüstengebiete, sondern um dicht besiedeltes Deutschland handelt, sind hunderttausende von Menschen betroffen.

Deren Lebensqualität und Gesundheit können durch Schall, Infraschall und visuelle Störempfindungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Psychosomatische Erkrankungen aufgrund der bitteren Erkenntnis, Großwindanlagen weder ausweichen, noch entrinnen und niemals abschalten zu können, werden beschrieben. Die Immobilien in Windkraftgebieten erleiden Verluste bis zu 40% und sind oftmals nicht mehr zu verkaufen. Großwindanlagen, maßstabslos und unvergleichbar, lassen bei vielen Menschen das Gefühl von Bedrohung aufkommen.

Rund 1000 Bürgerinitiativen sind aus Notwehr gegen diese Angriffe auf ihre Lebensräume entstanden. Entscheidungen von Gemeindeparlamenten stehen dem Bürgerwillen oftmals diametral entgegen. Die Windlobby arbeitet mit allen, formal legalen Tricks. Spitzenpolitiker versprechen vollmundig die Freiwilligkeit. WKA-Planungen in den Gemeinden finden häufig „geräuschlos“ und vom Bürger unbemerkt statt. Verwaltungen erklären Anlagen in ganz offensichtlichen Windparks zu Einzelanlagen und entziehen sie damit dem Zwang zur UMWELTVERTRÄGLICHKEITSPRÜFUNG (UVP) und zur BUNDESIMMISSIONSSCHUTZ-PRÜFUNG. Gemeinden und Landeigentümer werden mit finanziellen Leistungen geködert.

Deutschland ist „Windweltmeister“ zur Freude von Herrn Trittin und seinen Anhängern bei ROT-GRÜN, und in der UNION. Zu denken gibt dabei, dass die meisten anderen Staaten trotz viel besserer „Windbedingungen“ sich mehr oder weniger zurückhalten, teilweise die Förderung sogar erheblich zurückfahren.

Man sollte endlich Vernunft annehmen und sich effizienzsicheren regenerativen Energieträgern zuwenden.

Bei Betrachtung aller Aspekte ergibt sich die Forderung und Notwendigkeit nach Novellierung des Erneuerbare - Energien- Gesetz (EEG), in dem die Windenergie keine Berücksichtigung mehr finden darf.


Pro und kontra beim BdE

Sehr geehrter Herr Dr. Peters,
es wäre fair, wenn sie auch diese Sicht der Dinge in der Energiedepesche veröffentlichen würden:

http://www.energienetz.de/pre_cat_-id_484-subid_706-subsubid_1119.html

Es ist wohl sehr schade, dass der "Bund der Energieverbraucher" die Bürgerinnen und Bürger so durch Falschinformationen in die Irre führt. Als etwas sachkundiger Energieverbraucher daher eine kleine Richtigstellung, nur bezogen auf Punkt 5:

Es wird behauptet, im Gleichklang mit Verlautbarungen von unserem verehrten Bundesumweltminister Trittin, dass die Mehrkosten durch die Vergütung der Windenergie nur 1 Euro pro Monat ausmachten.

Ein Blick in die Stromrechnung eines jeden weist derzeit einen EEG Aufschlag von 0,43 Cent/kWh aus. Dies ergibt bei 4.000 kWh Jahresverbrauch und 16 % Mehrwertsteuer eine Monatsbelastung von 1,67 Euro/Monat. Im nächsten Jahr wird der Aufschlag deutlich über 0,5 Cent/kWh sein.

Natürlich erfahren auch alle Hersteller von Waren und Erbringer von Dienstleistungen den gleichen Aufschlag, so dass alle daraus folgenden Preise ebenfalls höher ausfallen.

Die korrekte jährliche Belastungsberechnung durch die EEG-Windvergütung ergibt sich daher aus der Einspeisung (derzeit rd. 20 Milliarden kWh) und dem Mehrkostenanteil von mindestens 7 Cent/kWh wie folgt:

20 Milliarden kWh x 0,07 Euro/kWh = 1,4 Milliarden Euro dividiert durch rd. 40 Millionen Haushalte = 35 Euro/Haushalt plus 16 % MWSt = 40,60 Euro pro Jahr dividiert durch 12 = 3,38 Euro pro Haushalt im Monat.

Hinzu kommt die dadurch bedingte Verteuerung aller Produkte und Dienstleistungen.

Hierbei sind die Sekundäreffekt der Mehrbelastung für die Stromerzeugung aus den vorhandenen Kraftwerken zu Zeiten, wo der Wind nicht oder weniger stark weht (schlechterer Wirkungsgrad), oder für die Regelenergie noch nicht berücksichtigt.

q.e.d.

Die ausführliche Richtigstellung der übrigen größtenteils unrichtigen Darlegungen des "Bundes der Energieverbraucher" möchte ich mir aus Zeitgründen ersparen.

Wenn man z.B. die unter Punkt 1 genannte Einspeisung von 5,5 % entsprechend 27,5 Milliarden kWh zu Grunde legt, beträgt die monatliche Mehrbelastung je Haushalt bereits 4,65 Euro pro Monat.

Im übrigen brauchen die Bürger Bezug nehmend auf Punkt 2 nicht 4 Stunden täglich Strom sondern 24 Stunden und das möglichst unterbrechungslos.

Die Kostendegression ist Bezug nehmend auf Punkt 3 vornehmlich eine Folge des Größenzuwachses der Anlagen und weniger aus rationellerer Fertigung herstammend. Die Größendegression hat aber mit rd. 5 MW Einheitsleistung ein natürliches Ende erreicht.

Dass Regelenergie aus Punkt 4 kein Problem darstellt, kann nur einer sagen, der von der Sache nun wirklich nichts versteht. Daher breche ich aus Effizienzgründen hier ab. Solche Mitbürger haben uns wohl die unerfreuliche Pisa-Position eingebrockt.

Es wäre gut, wenn sich ein Bundesverband in seinen Aussagen ein wenig um Sachkunde bemühen würde, sonst ist der Anspruch, Bundesverband zu sein, eher peinlich.

Mit freundlichem Gruß,
Helmut Alt
22.12.2003


Windstrom muss aus dem EEG ausgeschlossen werden
Die Treibhaus (+Windkraft)- Liga um Trittin scheint Erfolg zu haben, ihre Ideen bei der EU zu platzieren:

-Die Kommissarin Loyola de Palacio (Energie und Transport) hat neben Herrn Trittin die Schirmherrschaft für den Renewable-Kongress am 20/21.1.2004 in Berlin übernommen.
-Auch die bisher sehr distanzierten Franzosen wollen an den EU-Fördertöpfen zur Erreichung der CO2-Reduktionsziele partizipieren. (Vereinbarung zwischen Bundeskanzler Schröder und Staatspräsident Chirac am 18. September 2003) Im Vordergrund bei der EU-Kommission steht dabei das Ziel CO2-Reduktion, dass wir als kleine Deutsche Interessengruppe realistisch betrachtet nicht werden kippen können.

Vor diesem Hintergrund schlagen wir, der Verband für Gesundheits- und Landschaftsschutz e.V. (Enger, NRW) vor, deshalb derzeit alle Argumentation auf die Windkraft zu konzentrieren, um diese aus dem EEG auszuschließen, denn:
-Argumentation zu CO2 - besser Human-Impact-on-CO2-Emission - ist schwer zu führen und wird vom normalen Bürger nicht verstanden. Ob derzeit letzendlich ein Beweis in dieser oder jener Richtung führbar ist, ist uns nicht bekannt.
-wohl verstanden aber wird folgendes:

-- Windkraft ist eine unstete Energie; sie kann nicht nach Bedarf erzeugt werden, was für Strom-Produktion entscheidend ist.
-- Windstrom ist viermal so teuer wie konventioneller Strom, d.h. bei weiterem Ausbau des Windstromes werden die Stromkosten weiter und noch schneller steigen.
-- wegen der Unstetigkeit des Windes müssen konventionelle Kraftwerke praktisch unverändert weiterlaufen, alle Berechnungen über CO2-Reduktion sind bis heute rein theoretischer Natur. Es gibt keine nachweisbaren Werte.
-- der Anteil des Windstromes am Primärenergie-Verbrauch in Deutschland lag in 2002 unter 0,5%, das ist weltweit betrachtet ein Tropen im Weltmeer. Wenn wir also ein CO2-Problem haben, kann die Windkraft keinen wirklichen Beitrag liefern, wenn wir kein CO2-Problem haben, gibt es erstrecht keinen Grund, diese Technik zu nutzen.
Also: Windstrom muss aus dem EEG ausgeschlossen werden

Nur mit einer gleich lautenden, in die gleiche Richtung zielenden und allgemein verständlichen Argumentation können wir den Bürger, die Presse und letztlich dann auch die Politiker zu einer sachlich richtigen Einschätzung der Windkraft-Technik bringen. Mit obiger Diskussion sollte dieses ohne Vertiefung des komplexen Themas CO2 möglich sein.

Wir appellieren an alle engagierten Mitbürger, in dieser Richtung zu argumentieren.

Die Mitbürger im Land NRW rufen wir weiterhin auf: Stärken Sie unsere Organisation indem Sie als Einzelmitglied oder als lokale BI bei uns Mitglied werden. (info@sturmlauf.de oder Fax 05224 1860)

Heinrich Duepmann
VGL e.V., Enger
Antiwindkraft-Organisation für das Land Nordrheinwestfalen
(Rückfragen bitte an WEBMaster@sturmlauf.de)


IAVG-Internet-Dokumentationen
Kosten der Windenergie
www.iavg.org/iavg002.htm / Stand: 15.09.2003

 

Für den Ausbau der Windenergienutzung besteht in Deutschland kein Bedarf. Auch ist Deutschland kein geeigneter Standort für die Windenergienutzung. Das Energieeinspeisungsgesetz (EEG) ist eine zwangswirtschaftliche Maßnahme und widerspricht den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Die  Unternehmen der Energieversorgung sind gezwungen, Windstrom zu einem etwa vierfachen Preis des Marktwertes abzunehmen. Zur Förderung der Errichtung von Windkraftanlagen wurden Fördermittel bereitgestellt, die eine Verminderung des Steueraufkommens und eine erhebliche Neuverschuldung des Staates zur Folge haben. Seit 1999 wurde der Steueranteil der Stromkosten für den Verbraucher um 10% erhöht. Die Windenergiegewinnung hat nachhaltig schädliche Folgen für die Volkswirtschaft.

 

Verweise

Aktivitäten gegen die Windenergie      www.windkraftgegner.de

 

Inhaltsverzeichnis

1. Erneuerbare-Energien-Gesetz

2. Baukosten von Windkraftanlagen

3. Regelenergie

4. Zusatzkosten für konventionelle Kraftwerke

5. Energiekosten-Steigerung für Haushalte

6. Insel-Windkraftanlagen

7. Subventionierung der Windenergie
8. Windenergie und Arbeitsplätze

9. Wirtschaftliche Schäden durch Windenergieanlagen

10. Literatur

 

1. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ( EEG) wurde am 25.02.2000 verabschiedet. Es verpflichtet die jeweiligen zuständigen Energieversorgungsunternehmen (zum Beispiel AUW oder LEW) dazu, aus erneuerbaren Energien ( Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie, Deponie-, Klär- und Grubengas, Erdwärme, Biomasse) erzeugten Strom aufzunehmen und mit einem festgelegten Satz zu vergüten. Zusatzkosten gehen zu Lasten de Verbraucher. Das planwirtschaftliche EEG widerspricht den Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. An den europäische Strombörsen wird die ersparte Arbeit beim abnehmenden Stromversorger bezahlt. Windstrom wird wegen ihrer Zufälligkeit mit ein bis zwei Cent je Kilowattstunde bewertet. (Quelle: www.eon-energie.com
)

 

Bundestagabstimmung  EEG   am 25.02.2000
Ja-Stimmen 328 Abgeordnete (SPD, Grüne, PDS, 60%)
Nein-Stimmen 217 Abgeordnete (CDU/CSU, FDP)
Enthaltungen

5 Abgeordnete (CDU/CSU: Deß, Hinsken, Ramsauer, Maass, Michels)

 

Zwangsvergütung nach EEG

Börsenwert von Windstrom 2,00 ct/kWh
Anfängliche Vergütung 9,10 ct/kWh
Spätere Vergütung 6,19 ct/kWh
Zusatzkosten 2,40 ct/kWh
Mehrkosten zu Lasten der Verbraucher 1,6 bis 3,6 Mrd Euro/Jahr

 

Die Kosten der Stromkunden für die Förderung erneuerbarer Energien sind von 1999 bis 2003 um mehr als das Siebenfache gewachsen (FAZ 26.08.03).  Jeder Bürger ist gezwungen, monatlich etwa 2 Euro für überflüssigen Windstrom auszugeben. 

 

Kostenaufwand der Stromkunden für erneuerbare Energien

1998    280.000.000   Euro
1999    260.000.000   Euro
2000  
2001  
2002  1.700.000.000   Euro
2003  1.940.000.000   Euro
Marktwert von elektrischem Strom              2,5 Cent/kWh
Zwangsvergütung für Windstrom              8,9 Cent/kWh

 

 

3. Baukosten von Windkraftanlagen
Gemäß § 6 Abs. 10 Satz 3 und 4 BauO NRW bemisst sich die Tiefe der Abstandfläche nach der Hälfte ihrer größten Höhe. Ein KKW liefert permanent Strom, während eine WKA abhängig vom Wind nur zu ca. 1/5 (bei Volllast) der Zeit Strom liefert.

 

Baukosten von WKA
Flächenbedarf eines WKA-Mastes               6  ha
Kosten des Flächenbedarfs       .........  Euro/Mast
Leistungsdichte einer WKA               3  W/qm
Leistungsdichte eines KKW          10.000  W/qm
Baukosten WKA 2001 (2200 MW)   1.850.000.000  Euro
Baukosten KKW (Brokdorf)   1.800.000.000  Euro
Bisherige Baukosten WKA (2001)   7.500.000.000  Euro

 

3. Regelenergie
Grundsätzlich ist eine Stromversorgung durch WKA nicht möglich, weil nicht immer Wind weht. WKA können keine anderen Kraftwerke ersetzen.

 

Wirkungsgrad von Windkraftanlagen
Schleswig-Holstein 20 % der Nennleistung
Baden-Württemberg   9 % der Nennleistung

 

Um Unterschiede zwischen der Stromeinspeisung und der Stromentnahme auszugleichen wird Regelenergie benötigt. Wegen der Böigkeit des Windes ist die für WKA benötigte Regelenergie besonders teuer. Im Jahr 2002 waren die Ausgaben für Regelenergie so viel, wie die Instandhaltung des gesamten RWE-Netzes kostet.

 

Aufwand für Regelenergie
Regelenergie bei RWE-Net 2000 150.000.000 Euro
Regelenergie bei RWE-Net 2002 300.000.000 Euro

 

Wegen der Regelenergie wird die Netznutzung im Niederspannungsbereich, also für den Haushaltsbereich, im kommenden Jahr wahrscheinlich um 2 bis 3 Prozent teurer werden, für die höchste Spannungsebene etwa 10 bis 15 Prozent. (Bonde 2002). 

Für jedes Megawatt Windstromleistung muß eine Grundleistung konventioneller Kraftwerke von 900 Kilowatt als Regelenergie am Netz bleiben, um Lastspitzen und Windschwankungen abzufangen. Durch den notwendigen Einsatz von Gasturbinen als Sekundeneingreifreserve werden mehr Emissionen erzeugt als ohne WKA.
Die derzeit etwa 12 500 Windräder mit etwa 10 000 Megawatt theoretischer Nennleistung erfordern als Regelungsreserve 9000 Megawatt Grundleistung. Da die tatsächliche Windkraftleistung nur 14 bis 20 % der Nennleistung erbringt, sind realiter für etwa 1600 Megawatt gesamtdeutscher Windstromleistung zusätzlich mindestens 1440 Megawatt konventioneller Kraftwerksleistung als Regelenergie erforderlich. Es bleiben also im idealsten Fall maximal 160 Megawatt deutschlandweit als Leistung sämtlicher Windräder zusammen übrig. 
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4. Zusatzkosten für konventionelle Kraftwerke
Da die Energieunternehmen gesetzlich gezwungen sind, Windstrom abzunehmen, müssen bei Wind die konventionellen Kraftwerke in den unwirtschaftlichen Bereich zurückgefahren werden, etwa durch Abblasen von Dampf. Langfristig sind die über die EEG-Förderung hinausgehenden Kosten so hoch wie die Stromkosten aus herkömmlichen Kraftwerken. Die Gesamtkosten der Windenergienutzung betragen ca. das 3-4fache der Kosten des bestehenden Kraftwerkparkes. 
(Quelle:
www.eon-energie.de/Ressources/downloads/020723_elsaesser_windenergie.pdf

Zusätzliche Stromerzeugungskosten  durch Windkraftanlagen

Kostenerhöhung in übrigen Anlagen 1,5 ct/kWh
Regelenergiekosten für die Windeinspeisung 0,7 ct/kWh
Netzausbau und Erzeugungsverlagerung 0,2 ct/kWh
Mehrkosten durch Windenergienutzung 1,6 bis 3,6 Mrd Euro/Jahr

 

Wenn die WKA arbeiten, wird bei den Grundlastkraftwerken nur geringfügig Brennstoff (Kohle und Uran) eingespart. Soll beispielsweise die Leistung eines 1.000-WM-Grundlaskraftwerkes um maximal mögliche 10 Prozenz heruntergefahren und durch Windstrom ersetzt werden, bringt das Grundlastkraftwerk dann 900 MW. Zur Kompensation der Differenz von 100 MW muß wegen der Unzuverlässigkeit der Windenergie der zehnfache Betrag, also 1.000 MW installiert werden.
Bei RWE-Net wird der Aufwand von 100 Mio Euro in 2001 auf 300 Mio Euro in 2002 für die Sekundenreserve ansteigen laut Wolfgang Kässer, Vorstandsvorsitzender. von RWE-Net. Man muß für 1 MW Windenergie  0,8 MW andere Kraftwerke aufrüsten, um die enorm starken Lieferschwankungen durch Windkraft beherrschbar zu machen.  (Westd.Allgemeine 6.7.02)  
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5. Energiekosten-Steigerung für Haushalte
In der Tabelle sind die staatlichen Subventionen (Einspeisungsvergütungen) aufgeführt, die dem Steuerzahler zur Last fallen. Hinzukommen die Kosten, die die Verbraucher zusätzlich aufbringen müssen wegen der Erhöhung der Stromkosten infolge der Umstellung auf Windenergie. Die vom Gesetzgeber aufgezwungene Einspeisungsvergütung beträgt 9,1 ct/kWh. Der tatsächliche Betrag, mit dem die deutschen Netzbetreiber die Windenergie bezuschussen müssen, beträgt jedoch etwa 1,5 E/kWh, weil die Reservekapazitäten (Gasturbinen Pumpspeicherwerke etc.) den Windanfallkurven nachfahren müssen.

 

Jahr 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7)
2002 11,4 19,38 1,764 2,4 3,0 4,8 60
2003 13,7 23,33 2,123 2,4   3,0 5,1 63
2004 16,1 27,29 2,483 2,4   3,0 5,5 69
2005 18,4 31,24 2,843 2,4   3,0 5,8 73
2006 20,7 35,19 3,202 2,4   3,0 6,2 78
2007 23,0 39,14 3,562 2,4   3,0 6,6 83
2008 25,4 43,10 3,922 2,4   3,0 6,9 86
2009 27,7 47,05 4,281 2,4   3,0 7,3 91
2010 30,0 51,00 4,641 2,4   3,0 7,6 95  

 

1) Installierte Nennleistung in GW (G=10^9)
2) Einspeisung bei 1700 Vollaststunden von 8760 Stunden des Jahres (19%) in TWh (T=10^12)
3) Einspeisungsvergütung bei 9,1 C/kWh und 1700 Vollaststunden in Milliarden Euro
4) Zusätzliche Stromkosten infolge der Umstellung auf Windenergie in C/kWh
5) Mehrkosten der EVU infolge Umstellung auf Windenergie zu Lasten der Stromkunden in Mrd. Euro
6) Gesamtmehrkosten infolge Umstellung auf Windenergie in Mrd. Euro
7) Mehrkosten pro Kopf der Bevölkerung bei 80 Mio. in Euro

Belastung der Haushalte beträgt jährlich 4000 kWh x 0,4 Cent/kWh = 16 Euro. Hinzu kommen natürlich die entsprechend höheren Preise aller Industrieprodukte, deren Energieverbrauch entsprechend mehrbelastet ist. Die Kosten werden auf den gesamten Stromverbrauch umgelegt, daher macht dies pro kWh noch relativ wenig aus, wenn auch 500 Mrd. kWh x 0,004 Euro/kWh immerhin insgesamt 2 Mrd. Euro pro Jahr dem Wirtschaftskreislauf entziehen. (Professor Alt).
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6.  Insel-Windkraftanlagen
Wegen des Widerstandes der Bevölkerung gegen WKA auf dem Land sollen WKA in Küstennähe gebaut werden  (offshore-Anlagen). Hierbei ist mit zusätzlichen Nachteilen zu rechnen:
Hohe Baukosten, hohe Wartungskosten, hohe Leitungskosten, hohe Stromverluste durch weite Leitungen, Beeinträchtigung von Küstenschutz und Küstenfischerei, Beeinträchtigung von Flora und Fauna.
Das Land Niedersachsen rechnet mit folgenden Kosten (www.stk.niedersachsen.de): (dead link, 29.01.2005)

·         Ausbau Hafen Cuxhaven: mittelfristig 70-100 Mio Euro, längerfristig 100-130 Mio Euro

·         Ausbau Hafen Emden: mittelfristig 45-65 Mio Euro, längerfristig 120-140 Mio Euro

·         Förderung des Offshore-Competence-Center in Cuxhaven 1,9 Mio Euro für 5 Jahre

Offshore-Strom wird doppelt so teuer sein wie Windstrom im Binnenland (Vortrag von Prof. Dr.Ing. Oswald am 11.02.03 in Hannover)
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7. Subventionierung der Windenergie

Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, die Windenergienutzung würde nicht subventioniert. Die Kostenfür die Windenergienutzung müssen jedoch genauso wie bei der Subventionierung der Steinkohleföderung vom Verbraucher aufgebracht werden, nur sind sie viel höher.

"Heute erreicht die jährliche Subvention für Windenergie bereits einige Milliarden Euro. Wenn das Ziel einer zehnprozentigen Beteiligung der Windenergie an der deutschen Stromproduktion erreicht würde, dann müßten die deutschen Stromkunden jährlich 3,5 Milliarden Euro an Subventionen zahlen." (Uebbing 2002)

 

Energie-Subventionierung

ct/kWh

Euro/Jahr

Subvention deutscher Steinkohle  2,5  
Subvention Windenergie  7,6  
Subvention Windenergie/Haushalt             245
Subvention Arbeitsplatz Steinkohle          50.000
Subvention Arbeitsplatz Windenergie         150.000
Einspeisevergütung Ökostrom 2002   2.200.000.000
Steuermindereinnahmen 2002 *)   2.300.000.000
Gesamtsubvention Windenergie 2002 23,0 4.500.000.000 

*) zuzüglich Regelkosten und Netzneubaukosten

 

Die staatliche Förderung der Windkraft betrug seit 1974 über 10 Milliarden DM. Die Diskrepanz zwischen Marktwert der Windenergie und Einspeisungsvergütung beträgt 7 C/kWh. Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr 3,5 MWh. Somit beträgt die von einem 4-Personen-Haushalt jährlich aufzubringende Windenergie-Subvention per Gesetz 245 Euro. Die Subvention der Steinkohle kostet derzeit 2,9 Mrd Euro, damit werden 127 Mrd kWh Strom erzeugt, also eine Subvention von 2,3 ct/kWh für jederzeit verfügbaren Strom. (L.Niemann, pers. Mitt.)
Die Einspeisevergütung für Ökostromes nach EEG betrug 2002 einen Betrag von 2,2 Mrd Euro für 19 Mrd kWh (zu ¾ Windstrom) (Bundestagsdrucksache 15/860 vom 14.4.03). Hinzu kommen weitere volkswirtschaftliche Lasten: Kosten für Netzausbau sowie Kosten für Regelenergie.
Die Steuermindereinnahmen im Jahr 2002 durch Vergütungen für Windkraftbetreiber zuzüglich Regelkosten und Netzausbaukosten betrugen 2,3 Mrd Euro, in der Summe 4,5 Mrd Euro nach EEG. Außerdem muß Ökostrom nach EEG auch abgenommen werden, wenn er nicht benötigt wird. Unsere Volkswirtschaft zahlt für den EEG-Strom 23 ct/kWh als Förderung, es ist das 10-fache wie bei der Steinkohle. Diese Förderung will Trittin weiter hoch fahren.
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8. Windenergie und Arbeitsplätze
"Vor diesem Hintergrund (der Subventionierung) müssen auch die 35.000 Arbeitsplätze gesehen werden, die Schätzungen zufolge durch erneuerbare Energien geschaffen wurden. Diese Arbeitsplätze werden heute höher subventioniert als die Arbeitsplätze der Bergleute." (Uebbing 2002)
Die Windenergie erfordert 130.000 Arbeitsplätze, die 6,125 Mrd Euro an Subventionen kosten. Ein Arbeitsplatz Windenergie wird mit 150.000 Euro/Jahr subventioniert (FAZ vom 4.6.02)
, ein Arbeitsplatz Steinkohlebergbau mit 50.000 Euro/Jahr. Die Windenergie-Arbeitsplätze werden nicht durch Unternehmensgewinne, sondern durch Besteuerung, d.h. Enteignung, finanziert. Im Jahr 2001 bestanden in der Windenergiebranche jedoch nur 4.700 "direkte" Arbeitsplätze (Bundestagsdrucksache 15/860,  Seite 12).
Unsere  produzierende Industrie benötigt zur Erarbeitung von 1 € Umsatz im Mittel einen  Energieeinsatz von 6kWh (siehe Statistisches Bundesamt). Diese Energie wird sicherlich zur Hälfte als Strom  eingesetzt. Die Bundesregierung rechnet laut Drucksache 15/860 des Deutschen Bundestages für 2003 mit einer Belastung durch das EEG von 0,43Cent/kWh (umgerechnet auf den gesamten Stromverbrauch). Daraus folgt im Mittel eine Belastung von rund 1,5 Cent/1€ Umsatz, das sind 1,5% Zusatzkosten. Dies ist ein Mittelwert, bei den stromintensiven Industrien sind die Zusatzkosten höher. Da die Umsatzrendite bei Industrieunternehmen oft nur im Bereich von wenigen Prozent liegt, stellt die Belastung durch das EEG eine große Zusatzlast dar und ist wahrscheinlich auch ein Grund für die zunehmenden Insolvenzen in Deutschland. Demnach führt das EEG zum Verlust von Arbeitsplätzen, der zwar nur schwer zu beziffern ist, der aber benannte werden sollte.
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9. Wirtschaftliche Schäden durch Windkraftanlagen  
Windkraftanlagen verursachen eine Wertminderung der Nachbargrundstücke. Windkraftanlagen schaden dem Landschafts- und Ortsbild, dem Fremdenverkehr. Erholungs- und Freizeitwert, auch bei Jagd und Reitsport, werden beeinträchtigt. Nach einer Meinungsumfrage des Tourismusverbandes Ostbayern unter 2000 Gästen würde jeder 3. Urlaubsgast bei Vorhandensein einer Windkraftanlage den Urlaub in einer anderen Region verbringen.
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10. Literatur

Bonde,B.
Der Stromwettbewerb hat seinen Preis; FAZ, Wirtschaft (01.07.2002)

Brockhaus
Der Neue Brockhaus; Wiesbaden (1975)  

Elsässer,R.F.
Kosten der Windenergienutzung in Deutschland; Vortrag (07.2002) 
www.preussenelektra.de/Ressources/downloads/020723_elsaesser_windenergie.pdf

Fuchs,T.
Persönliche Mitteilung (2002)

Hopf,S.; Klarner,J.; Schimmelpfennig,S.; Wegner,T.
Energetische Bewertung von Windkraftanlagen; UTS-Arbeit; Technische Universität Berlin (2001)

Kluge,T.
Sind die Sicherheiten sicher? Rückbaukostenproblematik bei Windenergiekonvertern. Internet (062002)
http://mitglied.lycos.de/TILMAN_KLUGE/WINDKRAFT/Wind_Rueck.html
Knizia, Klaus 
Schöpferische Zerstörung; Zerstörte Schöpfung? 2. Aufl.1997. VGB-Kraftwerkstechnik, Essen  

Mey,G.
Personliche Mitteilung (08.2002)

Nohl, W. 
Ästhetisches Erlebnis von Windkraftanlagen. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 33 (12), 365-372(2001)  

Ritter,W.
Horizont-Verschmutzer; Immer mehr Windkraftanlagen verändern die  Landschaft;Monumente 7/8 (2002)

Störrig,H.J.
Kleine Weltgeschichte der Philosophie; Frankfurt a.M. (1995)
Uebbing,H.
Der Wind weht, wann er will; Die Windkraft ist keine verläßliche Energiequelle; FAZ (03.09.2002)


Internetseiten, wo Sie mehr über die Abzocke mit Windmühlen erfahren
(auch ähnlich gelagerte Unsinnigkeiten und Verschwendungsorgien)


IAVG-Internet-Dokumentationen
Kosten der Windenergie
www.iavg.org/iavg002.htm / Stand: 15.09.2003

 

Für den Ausbau der Windenergienutzung besteht in Deutschland kein Bedarf. Auch ist Deutschland kein geeigneter Standort für die Windenergienutzung. Das Energieeinspeisungsgesetz (EEG) ist eine zwangswirtschaftliche Maßnahme und widerspricht den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. Die  Unternehmen der Energieversorgung sind gezwungen, Windstrom zu einem etwa vierfachen Preis des Marktwertes abzunehmen. Zur Förderung der Errichtung von Windkraftanlagen wurden Fördermittel bereitgestellt, die eine Verminderung des Steueraufkommens und eine erhebliche Neuverschuldung des Staates zur Folge haben. Seit 1999 wurde der Steueranteil der Stromkosten für den Verbraucher um 10% erhöht. Die Windenergiegewinnung hat nachhaltig schädliche Folgen für die Volkswirtschaft.

 

Verweise

Aktivitäten gegen die Windenergie      www.windkraftgegner.de

 

Inhaltsverzeichnis

1. Erneuerbare-Energien-Gesetz

2. Baukosten von Windkraftanlagen

3. Regelenergie

4. Zusatzkosten für konventionelle Kraftwerke

5. Energiekosten-Steigerung für Haushalte

6. Insel-Windkraftanlagen

7. Subventionierung der Windenergie
8. Windenergie und Arbeitsplätze

9. Wirtschaftliche Schäden durch Windenergieanlagen

10. Literatur

 

1. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ( EEG) wurde am 25.02.2000 verabschiedet. Es verpflichtet die jeweiligen zuständigen Energieversorgungsunternehmen (zum Beispiel AUW oder LEW) dazu, aus erneuerbaren Energien ( Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie, Deponie-, Klär- und Grubengas, Erdwärme, Biomasse) erzeugten Strom aufzunehmen und mit einem festgelegten Satz zu vergüten. Zusatzkosten gehen zu Lasten de Verbraucher. Das planwirtschaftliche EEG widerspricht den Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. An den europäische Strombörsen wird die ersparte Arbeit beim abnehmenden Stromversorger bezahlt. Windstrom wird wegen ihrer Zufälligkeit mit ein bis zwei Cent je Kilowattstunde bewertet. (Quelle: www.eon-energie.com
)

 

Bundestagabstimmung  EEG   am 25.02.2000
Ja-Stimmen 328 Abgeordnete (SPD, Grüne, PDS, 60%)
Nein-Stimmen 217 Abgeordnete (CDU/CSU, FDP)
Enthaltungen

5 Abgeordnete (CDU/CSU: Deß, Hinsken, Ramsauer, Maass, Michels)

 

Zwangsvergütung nach EEG

Börsenwert von Windstrom 2,00 ct/kWh
Anfängliche Vergütung 9,10 ct/kWh
Spätere Vergütung 6,19 ct/kWh
Zusatzkosten 2,40 ct/kWh
Mehrkosten zu Lasten der Verbraucher 1,6 bis 3,6 Mrd Euro/Jahr

 

Die Kosten der Stromkunden für die Förderung erneuerbarer Energien sind von 1999 bis 2003 um mehr als das Siebenfache gewachsen (FAZ 26.08.03).  Jeder Bürger ist gezwungen, monatlich etwa 2 Euro für überflüssigen Windstrom auszugeben. 

 

Kostenaufwand der Stromkunden für erneuerbare Energien

1998    280.000.000   Euro
1999    260.000.000   Euro
2000  
2001  
2002  1.700.000.000   Euro
2003  1.940.000.000   Euro
Marktwert von elektrischem Strom              2,5 Cent/kWh
Zwangsvergütung für Windstrom              8,9 Cent/kWh

 

 

3. Baukosten von Windkraftanlagen
Gemäß § 6 Abs. 10 Satz 3 und 4 BauO NRW bemisst sich die Tiefe der Abstandfläche nach der Hälfte ihrer größten Höhe. Ein KKW liefert permanent Strom, während eine WKA abhängig vom Wind nur zu ca. 1/5 (bei Volllast) der Zeit Strom liefert.

 

Baukosten von WKA
Flächenbedarf eines WKA-Mastes               6  ha
Kosten des Flächenbedarfs       .........  Euro/Mast
Leistungsdichte einer WKA               3  W/qm
Leistungsdichte eines KKW          10.000  W/qm
Baukosten WKA 2001 (2200 MW)   1.850.000.000  Euro
Baukosten KKW (Brokdorf)   1.800.000.000  Euro
Bisherige Baukosten WKA (2001)   7.500.000.000  Euro

 

3. Regelenergie
Grundsätzlich ist eine Stromversorgung durch WKA nicht möglich, weil nicht immer Wind weht. WKA können keine anderen Kraftwerke ersetzen.

 

Wirkungsgrad von Windkraftanlagen
Schleswig-Holstein 20 % der Nennleistung
Baden-Württemberg   9 % der Nennleistung

 

Um Unterschiede zwischen der Stromeinspeisung und der Stromentnahme auszugleichen wird Regelenergie benötigt. Wegen der Böigkeit des Windes ist die für WKA benötigte Regelenergie besonders teuer. Im Jahr 2002 waren die Ausgaben für Regelenergie so viel, wie die Instandhaltung des gesamten RWE-Netzes kostet.

 

Aufwand für Regelenergie
Regelenergie bei RWE-Net 2000 150.000.000 Euro
Regelenergie bei RWE-Net 2002 300.000.000 Euro

 

Wegen der Regelenergie wird die Netznutzung im Niederspannungsbereich, also für den Haushaltsbereich, im kommenden Jahr wahrscheinlich um 2 bis 3 Prozent teurer werden, für die höchste Spannungsebene etwa 10 bis 15 Prozent. (Bonde 2002). 

Für jedes Megawatt Windstromleistung muß eine Grundleistung konventioneller Kraftwerke von 900 Kilowatt als Regelenergie am Netz bleiben, um Lastspitzen und Windschwankungen abzufangen. Durch den notwendigen Einsatz von Gasturbinen als Sekundeneingreifreserve werden mehr Emissionen erzeugt als ohne WKA.
Die derzeit etwa 12 500 Windräder mit etwa 10 000 Megawatt theoretischer Nennleistung erfordern als Regelungsreserve 9000 Megawatt Grundleistung. Da die tatsächliche Windkraftleistung nur 14 bis 20 % der Nennleistung erbringt, sind realiter für etwa 1600 Megawatt gesamtdeutscher Windstromleistung zusätzlich mindestens 1440 Megawatt konventioneller Kraftwerksleistung als Regelenergie erforderlich. Es bleiben also im idealsten Fall maximal 160 Megawatt deutschlandweit als Leistung sämtlicher Windräder zusammen übrig. 

4. Zusatzkosten für konventionelle Kraftwerke
Da die Energieunternehmen gesetzlich gezwungen sind, Windstrom abzunehmen, müssen bei Wind die konventionellen Kraftwerke in den unwirtschaftlichen Bereich zurückgefahren werden, etwa durch Abblasen von Dampf. Langfristig sind die über die EEG-Förderung hinausgehenden Kosten so hoch wie die Stromkosten aus herkömmlichen Kraftwerken. Die Gesamtkosten der Windenergienutzung betragen ca. das 3-4fache der Kosten des bestehenden Kraftwerkparkes. 
(Quelle:
www.eon-energie.de/Ressources/downloads/020723_elsaesser_windenergie.pdf

Zusätzliche Stromerzeugungskosten  durch Windkraftanlagen

Kostenerhöhung in übrigen Anlagen 1,5 ct/kWh
Regelenergiekosten für die Windeinspeisung 0,7 ct/kWh
Netzausbau und Erzeugungsverlagerung 0,2 ct/kWh
Mehrkosten durch Windenergienutzung 1,6 bis 3,6 Mrd Euro/Jahr

 

Wenn die WKA arbeiten, wird bei den Grundlastkraftwerken nur geringfügig Brennstoff (Kohle und Uran) eingespart. Soll beispielsweise die Leistung eines 1.000-WM-Grundlaskraftwerkes um maximal mögliche 10 Prozenz heruntergefahren und durch Windstrom ersetzt werden, bringt das Grundlastkraftwerk dann 900 MW. Zur Kompensation der Differenz von 100 MW muß wegen der Unzuverlässigkeit der Windenergie der zehnfache Betrag, also 1.000 MW installiert werden.
Bei RWE-Net wird der Aufwand von 100 Mio Euro in 2001 auf 300 Mio Euro in 2002 für die Sekundenreserve ansteigen laut Wolfgang Kässer, Vorstandsvorsitzender. von RWE-Net. Man muß für 1 MW Windenergie  0,8 MW andere Kraftwerke aufrüsten, um die enorm starken Lieferschwankungen durch Windkraft beherrschbar zu machen.  (Westd.Allgemeine 6.7.02)  
 

5. Energiekosten-Steigerung für Haushalte
In der Tabelle sind die staatlichen Subventionen (Einspeisungsvergütungen) aufgeführt, die dem Steuerzahler zur Last fallen. Hinzukommen die Kosten, die die Verbraucher zusätzlich aufbringen müssen wegen der Erhöhung der Stromkosten infolge der Umstellung auf Windenergie. Die vom Gesetzgeber aufgezwungene Einspeisungsvergütung beträgt 9,1 ct/kWh. Der tatsächliche Betrag, mit dem die deutschen Netzbetreiber die Windenergie bezuschussen müssen, beträgt jedoch etwa 1,5 E/kWh, weil die Reservekapazitäten (Gasturbinen Pumpspeicherwerke etc.) den Windanfallkurven nachfahren müssen.

 

Jahr 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7)
2002 11,4 19,38 1,764 2,4 3,0 4,8 60
2003 13,7 23,33 2,123 2,4   3,0 5,1 63
2004 16,1 27,29 2,483 2,4   3,0 5,5 69
2005 18,4 31,24 2,843 2,4   3,0 5,8 73
2006 20,7 35,19 3,202 2,4   3,0 6,2 78
2007 23,0 39,14 3,562 2,4   3,0 6,6 83
2008 25,4 43,10 3,922 2,4   3,0 6,9 86
2009 27,7 47,05 4,281 2,4   3,0 7,3 91
2010 30,0 51,00 4,641 2,4   3,0 7,6 95  

 

1) Installierte Nennleistung in GW (G=10^9)
2) Einspeisung bei 1700 Vollaststunden von 8760 Stunden des Jahres (19%) in TWh (T=10^12)
3) Einspeisungsvergütung bei 9,1 C/kWh und 1700 Vollaststunden in Milliarden Euro
4) Zusätzliche Stromkosten infolge der Umstellung auf Windenergie in C/kWh
5) Mehrkosten der EVU infolge Umstellung auf Windenergie zu Lasten der Stromkunden in Mrd. Euro
6) Gesamtmehrkosten infolge Umstellung auf Windenergie in Mrd. Euro
7) Mehrkosten pro Kopf der Bevölkerung bei 80 Mio. in Euro

Belastung der Haushalte beträgt jährlich 4000 kWh x 0,4 Cent/kWh = 16 Euro. Hinzu kommen natürlich die entsprechend höheren Preise aller Industrieprodukte, deren Energieverbrauch entsprechend mehrbelastet ist. Die Kosten werden auf den gesamten Stromverbrauch umgelegt, daher macht dies pro kWh noch relativ wenig aus, wenn auch 500 Mrd. kWh x 0,004 Euro/kWh immerhin insgesamt 2 Mrd. Euro pro Jahr dem Wirtschaftskreislauf entziehen. (Professor Alt).
 

6.  Insel-Windkraftanlagen
Wegen des Widerstandes der Bevölkerung gegen WKA auf dem Land sollen WKA in Küstennähe gebaut werden  (offshore-Anlagen). Hierbei ist mit zusätzlichen Nachteilen zu rechnen:
Hohe Baukosten, hohe Wartungskosten, hohe Leitungskosten, hohe Stromverluste durch weite Leitungen, Beeinträchtigung von Küstenschutz und Küstenfischerei, Beeinträchtigung von Flora und Fauna.
Das Land Niedersachsen rechnet mit folgenden Kosten (www.stk.niedersachsen.de): (dead link, 29.01.2005)

·         Ausbau Hafen Cuxhaven: mittelfristig 70-100 Mio Euro, längerfristig 100-130 Mio Euro

·         Ausbau Hafen Emden: mittelfristig 45-65 Mio Euro, längerfristig 120-140 Mio Euro

·         Förderung des Offshore-Competence-Center in Cuxhaven 1,9 Mio Euro für 5 Jahre

Offshore-Strom wird doppelt so teuer sein wie Windstrom im Binnenland (Vortrag von Prof. Dr.Ing. Oswald am 11.02.03 in Hannover)

7. Subventionierung der Windenergie

Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, die Windenergienutzung würde nicht subventioniert. Die Kostenfür die Windenergienutzung müssen jedoch genauso wie bei der Subventionierung der Steinkohleföderung vom Verbraucher aufgebracht werden, nur sind sie viel höher.

"Heute erreicht die jährliche Subvention für Windenergie bereits einige Milliarden Euro. Wenn das Ziel einer zehnprozentigen Beteiligung der Windenergie an der deutschen Stromproduktion erreicht würde, dann müßten die deutschen Stromkunden jährlich 3,5 Milliarden Euro an Subventionen zahlen." (Uebbing 2002)

 

Energie-Subventionierung

ct/kWh

Euro/Jahr

Subvention deutscher Steinkohle  2,5  
Subvention Windenergie  7,6  
Subvention Windenergie/Haushalt             245
Subvention Arbeitsplatz Steinkohle          50.000
Subvention Arbeitsplatz Windenergie         150.000
Einspeisevergütung Ökostrom 2002   2.200.000.000
Steuermindereinnahmen 2002 *)   2.300.000.000
Gesamtsubvention Windenergie 2002 23,0 4.500.000.000 

*) zuzüglich Regelkosten und Netzneubaukosten

 

Die staatliche Förderung der Windkraft betrug seit 1974 über 10 Milliarden DM. Die Diskrepanz zwischen Marktwert der Windenergie und Einspeisungsvergütung beträgt 7 C/kWh. Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr 3,5 MWh. Somit beträgt die von einem 4-Personen-Haushalt jährlich aufzubringende Windenergie-Subvention per Gesetz 245 Euro. Die Subvention der Steinkohle kostet derzeit 2,9 Mrd Euro, damit werden 127 Mrd kWh Strom erzeugt, also eine Subvention von 2,3 ct/kWh für jederzeit verfügbaren Strom. (L.Niemann, pers. Mitt.)
Die Einspeisevergütung für Ökostromes nach EEG betrug 2002 einen Betrag von 2,2 Mrd Euro für 19 Mrd kWh (zu ¾ Windstrom) (Bundestagsdrucksache 15/860 vom 14.4.03). Hinzu kommen weitere volkswirtschaftliche Lasten: Kosten für Netzausbau sowie Kosten für Regelenergie.
Die Steuermindereinnahmen im Jahr 2002 durch Vergütungen für Windkraftbetreiber zuzüglich Regelkosten und Netzausbaukosten betrugen 2,3 Mrd Euro, in der Summe 4,5 Mrd Euro nach EEG. Außerdem muß Ökostrom nach EEG auch abgenommen werden, wenn er nicht benötigt wird. Unsere Volkswirtschaft zahlt für den EEG-Strom 23 ct/kWh als Förderung, es ist das 10-fache wie bei der Steinkohle. Diese Förderung will Trittin weiter hoch fahren.
 

8. Windenergie und Arbeitsplätze
"Vor diesem Hintergrund (der Subventionierung) müssen auch die 35.000 Arbeitsplätze gesehen werden, die Schätzungen zufolge durch erneuerbare Energien geschaffen wurden. Diese Arbeitsplätze werden heute höher subventioniert als die Arbeitsplätze der Bergleute." (Uebbing 2002)
Die Windenergie erfordert 130.000 Arbeitsplätze, die 6,125 Mrd Euro an Subventionen kosten. Ein Arbeitsplatz Windenergie wird mit 150.000 Euro/Jahr subventioniert (FAZ vom 4.6.02)
, ein Arbeitsplatz Steinkohlebergbau mit 50.000 Euro/Jahr. Die Windenergie-Arbeitsplätze werden nicht durch Unternehmensgewinne, sondern durch Besteuerung, d.h. Enteignung, finanziert. Im Jahr 2001 bestanden in der Windenergiebranche jedoch nur 4.700 "direkte" Arbeitsplätze (Bundestagsdrucksache 15/860,  Seite 12).
Unsere  produzierende Industrie benötigt zur Erarbeitung von 1 € Umsatz im Mittel einen  Energieeinsatz von 6kWh (siehe Statistisches Bundesamt). Diese Energie wird sicherlich zur Hälfte als Strom  eingesetzt. Die Bundesregierung rechnet laut Drucksache 15/860 des Deutschen Bundestages für 2003 mit einer Belastung durch das EEG von 0,43Cent/kWh (umgerechnet auf den gesamten Stromverbrauch). Daraus folgt im Mittel eine Belastung von rund 1,5 Cent/1€ Umsatz, das sind 1,5% Zusatzkosten. Dies ist ein Mittelwert, bei den stromintensiven Industrien sind die Zusatzkosten höher. Da die Umsatzrendite bei Industrieunternehmen oft nur im Bereich von wenigen Prozent liegt, stellt die Belastung durch das EEG eine große Zusatzlast dar und ist wahrscheinlich auch ein Grund für die zunehmenden Insolvenzen in Deutschland. Demnach führt das EEG zum Verlust von Arbeitsplätzen, der zwar nur schwer zu beziffern ist, der aber benannte werden sollte.
 

9. Wirtschaftliche Schäden durch Windkraftanlagen  
Windkraftanlagen verursachen eine Wertminderung der Nachbargrundstücke. Windkraftanlagen schaden dem Landschafts- und Ortsbild, dem Fremdenverkehr. Erholungs- und Freizeitwert, auch bei Jagd und Reitsport, werden beeinträchtigt. Nach einer Meinungsumfrage des Tourismusverbandes Ostbayern unter 2000 Gästen würde jeder 3. Urlaubsgast bei Vorhandensein einer Windkraftanlage den Urlaub in einer anderen Region verbringen.
 

10. Literatur

Bonde,B.
Der Stromwettbewerb hat seinen Preis; FAZ, Wirtschaft (01.07.2002)

Brockhaus
Der Neue Brockhaus; Wiesbaden (1975)  

Elsässer,R.F.
Kosten der Windenergienutzung in Deutschland; Vortrag (07.2002) 
www.preussenelektra.de/Ressources/downloads/020723_elsaesser_windenergie.pdf

Fuchs,T.
Persönliche Mitteilung (2002)

Hopf,S.; Klarner,J.; Schimmelpfennig,S.; Wegner,T.
Energetische Bewertung von Windkraftanlagen; UTS-Arbeit; Technische Universität Berlin (2001)

Kluge,T.
Sind die Sicherheiten sicher? Rückbaukostenproblematik bei Windenergiekonvertern. Internet (062002)
http://mitglied.lycos.de/TILMAN_KLUGE/WINDKRAFT/Wind_Rueck.html
Knizia, Klaus 
Schöpferische Zerstörung; Zerstörte Schöpfung? 2. Aufl.1997. VGB-Kraftwerkstechnik, Essen  

Mey,G.
Personliche Mitteilung (08.2002)

Nohl, W. 
Ästhetisches Erlebnis von Windkraftanlagen. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 33 (12), 365-372(2001)  

Ritter,W.
Horizont-Verschmutzer; Immer mehr Windkraftanlagen verändern die  Landschaft;Monumente 7/8 (2002)

Störrig,H.J.
Kleine Weltgeschichte der Philosophie; Frankfurt a.M. (1995)
Uebbing,H.
Der Wind weht, wann er will; Die Windkraft ist keine verläßliche Energiequelle; FAZ (03.09.2002)


Kosten der Windkraft 2000-2004

Es sind die drei Kostenblöcke EEG-Erlöse(a), Steuerersparnisse(b) und direkte Subventionen(c) zu berücksichtigen:

a) Ist gemäß den VDN-Abrechnungen klar. Die Schätzung 2004 ist unsere eigene Zahl und relativ sicher. EEG-Erlöse werden zu 100% als Subvention betrachtet, der entgegenstehende Wert (Einsparung von Basis-Strom von 2,5 Ct./kWh) wird kompensiert durch durch Windstrom verursachte Mehrkosten im Netz von ca. 2,4 Ct./kWh.

b) Invest wird vereinfacht mit 1000 Euro je kW angenommen und 50% der Gesamt-Investion als Steuersparmodell (Fond). Steuer-Ersparnis 2 Jahre a 80% bei einer Progression von 50%, der volkswirtschaftliche Nutzeffekt der Windstrom-Arbeitsplätze als ABM wird nicht betrachtet.

c) Wir schätzen den Gesamtaufwand für Subventionen der Windkraft durch Förderung auf Bundes- und Landesebene insgesamt auf ca. 300 Mio. Euro im langjährigen Mittel (> 5 Jahre). Falls jemand präziseres Zahlenmaterial hat, möge er das bitte bekannt geben.

Damit ergeben sich folgende Werte in Mio. Euro.

Jahr EEG Steuer Subvention Gesamt
2000 687 800 300 1.787
2001 905 1.009 300 2.260
2002 1.442 1.359 300 3.101
2003 1.802 1.859 300 3.961
2004 2.300 1.797 300 4.397

Quelle: 15.11.2004
Heinrich Duepmann
Verband für Gesundheits- und Landschaftsschutz e.V.
(Dachverband Nordrheinwestfälischer Windkraftgegner-Organisationen)
Enger bei Bielefeld
Fax: 05224/1860
MAIL: WEBMASTER@STURMLAUF.DE


Windkraft in Dänemark (und anderswo)
private Erfahrungen und Ansichten
von DIMaGB

Was man hier auf den ersten 4 Bildern sieht, ist ein umgebautes Containerschiff. Je ein Windrad wird komplett verladen, offshore transportiert und dann montiert. In diesem Fall sind es 2-MW-Windmühlen der fa. VESTAS.

Zum Vergleich: in Deutschland stehen als grosse Einheiten vorwiegend 1-MW-Anlagen herum und verschandeln grossteils die Landschaft.

Über 160 Tonnen wiegt so ein Windrad insgesamt, die Spannweite der Rotoren hat einen Durchmesser von 70 Metern.

Offshore bedeutet ca. 30 - 40 km vor der Küste. Dort gibt es Gebirgsrücken, so dass man Wassertiefen von 7-8 m vorfindet (Flachwassergebiet vor der Insel Fanö).

Windräder, die hier montiert werden, laufen praktisch ständig und Windstärke 8 und höher ist keine Seltenheit.

Auf dem Schiff sind 2 Rotorblätter an der Welle bereits vormontiert. Man erkennt den riesigen Montagekran und die 4 rechteckigen Säulen sind Hydraulikfüsse, die ausgefahren werden, damit das Schiff steht und nicht auf den Wellen schwimmt.

Anhand dieser 4 Bilder erkennt man die gigantischen Dimensionen, stellen Sie sich einenVentilator mit 70 m Durchmesser vor. Links oben und unten sind gelagerte Rotorblätter zu sehen. Rechts oben sind die "Nasen", die vorn auf die Welle gesetzt werden. Im Hafen von Esbjerg, DK, liegen Unmengen dieser Teile bereit zur Montage auf riesigen Offshore-Anlagen.
Fotos: Dr. Hans Sattler, Dipl.-Ing. Burckhard Adam

Den Auffassungen von Herrn Thüne in dem obigen Beitrag kann ich mich anschliessen. Nun mag ja jeder für sich selbst entscheiden, ob er den Anblick gigantisch, bedrohlich oder sonstwie empfindet.

Tatsache ist, dass eine Anhäufung von Windrädern keine natürliche Erscheinung ist. An eine Bereicherung des Landschaftsbildes mag ich auch nicht glauben. Und als ein regeneratives Allheilmittel darf man Windkraftanlagen nicht betrachten.

Dänemark ist eines der Pionierländer der Windkraftanlagen. So viele Windräder wie dort gibt es hierzulande zum Glück noch nicht. Vielleicht empfindet man es als weniger störend, weil es ja "fremde Landschaft" ist.

Ich kann aber nur jedem raten, der es als lächerlich empfindet, wenn jemand von "bedrohlich" oder von "kalter Brutalität" spricht: stellen Sie sich unter eine 2-MW-Anlage, direkt unter die Nase der Welle. Schauen Sie nach oben und geniessen Sie den Sound, wenn die Anlage zu Demonstrationszwecken runter- und wieder hochgefahren wird. Um unbeeindruckt zu bleiben, müssten Sie schon blind und taub sein.

Ein Zugeständnis muss man machen: die Anlagen, die auch als "Vogelhäcksler" bezeichnet werden, sind im Gegenteil zu den gigantischen Zahlen an gefangenen und aufgegessenen Vögeln in Südeuropa eher harmlos. Das ist das Fazit von Dr. Sattler, der sich mit diesbezüglichen Untersuchungen befasst hat.

Bleibt die Frage, ob der Nutzen auch so gigantisch ist wie der Eindruck. Eine energetische Amortisation soll sich bereuits nach ca. 7 Jahren einstellen, eine finanzielle nach ca. 11 Jahren. Auf jeden Fall hat der Investor einen grossen Nutzen.

Die Zukunftsprobleme werden wir jedoch mit diesen Anlagen nicht lösen. Selbst in Dänemark, wo man schon viel eher als in Deutschland angefangen hat Windkraftanlagen zu bauen und wo unvergleichlich viel mehr Anlagen stehen - man glaubt zu jedem Gehöft ein Windrad zu zählen -, beträgt der Anteil an der Stromerzeugung unter 30 %.

Und nun raten Sie mal, wo die anderen 70 % erzeugt werden. Und wenn sie das rausgefunden haben, gleich noch eine Denkfrage: warum hörte man 2002 in Dänemark auf mit der steuersubventionierten WKA-Förderung?

Tipp: nach Jütland fahren (Hamburg - Flensburg - Arhus - Álborg) und sich mal alles ansehen. Sinnvoll ist auch ein Besuch im Folkecenter. In Hansholm, das ist dort wo der Olsenbanden-Bunker steht, stehen riesige Anlagen an der Küste. Esbjerg ist gross genug, dass es in jeder Karte steht.

Weitere Beiträge zum Thema Windkraft: Mustervorschlag zur Überprüfung eines Antrages auf Errichtung von Windkraftanlagen von Prof. Claus Meier.



Hügelland Mirror 1 Mirror 2

Hier erfahren Sie alles, was Sie über Windkraft (-anlagen) wissen müssen: Sinn und vielmehr Unsinn, Nepp und Abzocke, wer dahinter steckt, warum auch Sie dafür blechen müssen. Zahlreiche Fakten.

Thesen und Themen bei Hügelland

Windkraft ist

Windkraft - der große Bluff

"Die massive Windanlagennutzung, sollte sie realisiert werden, gefährdet wegen der unstetigen Windströme auch die Netzstabilität, die heute noch von den Kernkraftwerken glattgebügelt wird. Kern- und Windkraft sind also "Schwestern im Netz", auch wenn der bisherige Umweltminister Jürgen Trittin erklärte, die Kernkraft behindere den Ausbau der Windkraft. Die Realität holt die Ideologen sehr schnell ein. Der heutige Kraftwerksmix enthält 30 Prozent Kernkraft, 24 Prozent Steinkohle, 28 Prozent Braunkohle, neun Prozent Erdgas, vier Prozent Wasser und nur einen Rest von fünf Prozent aus den Energiequellen Müll, Wind und Sonne."

In ihren gestrigen Ausgaben meldeten Fränkischer Tag und Neue Presse Kronach, dass die Windenergieversorgung GmbH & Co., Windpark Himmelreich KG in Hirschfeld, beim Amtsgericht in Coburg Antrag auf Konkurs gestellt hat. Gegen den Geschäftsführer Franz Baier werden von Teilhabern, Bewohnern des Ortes und der Gemeinde schwere Vorwürfe erhoben. Am "Bürgerwindpark", 1998 errichtet, mit 320.000 Mark Landesmitteln gefördert, sind über 60 Gesellschafter beteiligt, die sich durch undurchsichtiges Management und falsche Windgutachten betrogen fühlen.

Auswirkungen von WKA
Gedanken zur Verfassungwidrigkeit &
Thesen zur Verfassungwidrigkeit
Die unheilige Allianz von Ignoranz, Ideologie und Profit
Bildstörung durch Horizontverschmutzer
Aufruf wider die künstliche Verdummung!

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Trude Fuchs, Rodensteinerstr. 13A, Flörsheim-Dalsheim


Windräder Maximal: das
Gesetz zum zusätzlichen Ausbau von Windkraftanlagen (GzzAW)

Umweltminister Trittin

Es war der große Tag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Mit dem soeben verabschiedeten ´Gesetz zum zusätzlichen Ausbau von Windkraftanlagen´ (GzzAW) ist Deutschland die bereits heute weltführende Stellung bei Windenergie-Anlagen nicht mehr zu nehmen. Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir mit über 12.000
Windrädern die Hälfte aller Windräder Europas und mit über 9.000 Megawatt mehr als ein Drittel der Stromerzeugungs-kapazität auf Basis Windkraft weltweit errichtet haben."

Nach den Durchführungsbestimmungen für das neue GzzAW, so Trittin, müssen Windräder wegen des ohnehin geringen Windes im Binnenland künftig nicht mehr aufgestellt werden, es genügt, sie  in Lagerhallen zu stapeln, wobei die Rotorblätter aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht mehr montiert werden müssen. Die von den Stromkonzernen an die Windparkbetreiber zu zahlende Vergütung wird wie bisher je nach Windstärke an den einzelnen Standorten auf z.B. 8 oder auch mal 14  % der Nennleistung basieren.

Die Abrechnung für die Bürger erfolgt nach bewährtem Verfahren über die Stromrechnung. Der Umweltminister abschließend: "Mein besonderer Dank gilt der Presse, die mit wie auch immer gearteten Klimageschichten Jahr ein Jahr aus Unbehagen bei der Bevölkerung schürt und den Boden für jede Art von Klimaverbesserungsmaßnahmen vor allem auch für weitere Windkraftanlagen ´verantwortungsvoll´ aufbereitet."

Bundeskanzler Schröder

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte in der Tagesschau, er sei sicher, dass die deutsche Bevölkerung ein weiteres Opfer als Beitrag zur globalen Klimaverbesserung gern zu tragen bereit sei. Die SPD habe ein Gespür für die Bedürfnisse der Bevölkerung. Mit dem neuen Gesetz würden die Belästigung der Menschen durch Schlagschatten, Diskoeffekte vor allem auch die Lärmbelästigung ganz wesentlich abnehmen. Die Millionenverluste bei Häusern in unmittelbarer Nähe dieser Windparks würden entfallen. Er sei sicher, dass die Akzeptanz für Windräder weiter zunehmen werde.

Der . . . lose Wirtschaftsminister

Bundeskanzler Schröder nutzte die Gelegenheit, dem aus dem Amt scheidenden Wirtschaftsminister Werner Müller für seine Arbeit zu danken. Er habe Verständnis dafür, dass Müller die Herausforderung, die mit der Vorstandsposition bei der Deutschen Elektrizitäts-AG verbunden sei, gelockt hätte.

In privatem Kreise meinte Müller, er sei ausgestiegen, weil mit dem neuen GzzAW das Risiko, dass immer mehr Bürger über die Windenergie nachdächten, für ihn persönlich nun doch zu groß geworden sei. Die Menschen könnten merken, dass sein Verhalten als Minister mehr als fragwürdig gewesen sei, weil er als Elektrizitätsfachmann von Anfang an gewußt habe, wie völlig sinnlos die Windräder seien und dass sie wegen des per Saldo gewaltigen Kostenanstiegs zu einer Produktionsverlagerung ins Ausland und damit letztlich zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit führen würden. Vor allem könnten Branchenkollegen ihn bald als charakterlich untragbar für jede Art von Posten einstufen.

Außenminister Fischer

Bundesaußenminister Fischer stoppte das Chinesisch-Deutsche-CO-2-Senkungsprojekt. Am Rande der Umweltkonferenz  in Johannesburg hatte eine deutsch-chinesische Arbeitsgruppe den Plan entwickelt, die Milliarden, die in Deutschland in die Windräder mit ihrem mehr als kümmerlichen Klimaergebnis gesteckt werden, in die Verbesserung chinesischer Kohlekraftwerke mit deutscher Technologie zu investieren.

Der Beitrag zur globalen CO 2-Reduzierung würde mehr als verzehnfacht. Ein Teil der Mittel sei einzusetzen für das Löschen der riesigen Schwelbrände an Kohlelagerstätten, die mehr CO 2  produzieren als sämtliche US-Autos zusammengenommen. Das Lebensumfeld von Menschen in Deutschland würde nicht mehr massiv beeinträchtigt und die Landschaft nicht mehr weiter verschandelt und in weiten Teilen Chinas würde der Smog erheblich reduziert, die Luft für die Menschen verbessert. -

Fischer erklärte dem chinesischen Botschafter, dass sinnvolle Projekte dieser Art die dubiose Klimapolitik der Grünen in Deutschland deutlich machen könnten und das könne er seinen Parteifreunden nicht zumuten.

CDU/CSU

Bei einer Probeabstimmung zum GzzAW hatte sich zunächst gezeigt, dass mehrere Abgeordnete von CDU/CSU für das Gesetz stimmen wollten. Man habe seinerzeit mit der Privilegierung der Windräder, die es erlaubt, Windräder überall in Deutschland aufzustellen, bei der Verbesserung des Globalen Klimas eine Vorreiterrolle eingenommen und wolle sich jetzt nicht von grün-roten Trittbrettfahrern überholen lassen.

Andere vertraten den Standpunkt, sie seien Personen von Charakter und da sie damals, wie sie längst wüßten, eine Fehlentscheidung getroffen hätten, würden sie doch heute nicht kneifen. Die Windradsache müsse ohne Wenn und Aber bis zum Ende durchgezogen werden.

Eine dritte, recht große Gruppe von CDU/CSU-Abgeordneten hatte im Zusammenhang mit dem GzzAW vorgeschlagen, eine bundesweite Kampagne gegen den  - wie sie es nannten -  "generellen Windrad-Wahnsinn" mit seiner "sinnlosen Zerstörung der deutschen Landschaft und der Vergeudung von Milliarden", die an anderer Stelle dringend gebraucht würden, zu starten. Seitens der CDU/CSU-Parteiführung hieß es in einer ersten Reaktion, wenn eine ganze Anzahl bedeutender Zeitungen sinngemäß schreibe, angesichts der Jahrhundertflut bekämen die Deutschen vor Augen geführt, dass der "Klimawandel kein Hirngespinst aufgeregter Umweltaktivisten" sei, sondern "eine Bedrohung für den eigenen Vorgarten, Alltag, Arbeitsplatz", dann müsse man sich nicht wundern, wenn fast 70 % der Menschen in unserem Lande mehr "Erneuerbare Energie", also auch mehr Windräder wollten.

Es nütze nichts, dass selbst der "Klima-CO-2-Extremist" Mojib Latif vom Max-Planck-Institut in Hamburg derartige Zeitungsmeldungen für völlig unsinnig halte, weil es beim Klima z.B. um die Betrachtung von Temperaturdaten über Jahrzehnte lange Zeiträume gehe und nicht um eine zufällige Flutkatastrophe, die immer wieder irgendwo auftreten könne. Angela Merkel: Eine entsprechende Kampagne sei zu riskant, aber man werde die Gesetze ändern, so bald man an der Macht sei.

Die Grünen

Die Sprecherin der Real-Fundis - der wirklich fundiert Wissenden - begrüßte das neue Gesetz, denn bei z.B. 10 % Elektrizitätsproduktionskapazität auf Basis Windstrom, würde das Stromnetz aus den Fugen geraten, wenn nach einer Flaute plötzlich stark zunehmender Wind quer durch Deutschland rasch ansteigende Stromstärke in das Leitungsnetz bringen würde.

Es käme zu kaum lösbaren Problemen bei der Einhaltung von Strom-Frequenz und -Spannung und Milliarden-Schäden bei Computer gesteuerten Anlagen in Industrie, Büros und Krankenhäusern. Es sei also sehr sinnvoll, dass diese Windräder keinerlei Einfluss auf das Stromnetz hätten.

Die FDP

Für die FDP war das Maß der Volksverdummung bei der Windkraft voll: Wie es die FDP in Nordrhein/Westfalen vor allem auch durch ihren wirtschaftspolitischen Sprecher Gerhard Papke schon seit langem fordert, machte sie den sofortigen Stopp des Windradunsinns zu einem der vier wichtigsten Ziele der FDP auf Bundesebene.

Die Wirtschaft

Angesichts der aktuellen Konjunkturschwäche sei es verdienstvoll, so der Chefvolkswirt der Volkskommerzbank, für leerstehende Lagerräume und Fabrikhallen eine rentable Nutzung zu finden. Weitere hochrentierliche Steuerspar-Fonds könnten aufgelegt werden, deren Plazierung für Banken und Sparkassen angesichts der derzeitigen Misere dringend benötigte Provisionen bringen würden.

Der Bundesverband WindEnergie unterstrich, dass die für die Genehmigung der Windparks nötige spezielle Überzeugungsarbeit bei Stadträten und Bürgermeistern, bei Politikern aller Parteien auf Gemeinde- und Kreis-Ebene jetzt erheblich erleichtert werde, weil die Möglichkeiten, das Wohlwollen der Entscheidungsträger zu beflügeln, sich erheblich erweitert hätten, wo sich doch nun nicht nur mit einem hochrentablen Windpark-Filet-Stück oder einem Land-Pachtvertrag sondern auch mit Gebäuden Geld verdienen ließe. Den Windparkbetreibern bleibe ja ohnehin die Möglichkeit einer Spende an die Feuerwehr o.ä..

Medien I

Das Echo zum GzzAW in den Medien war geteilt. Das ZDF brachte - ähnlich wie schon in der Joachim-Bublath-Sendung vom 24. Oktober letzten Jahres - erneut eine Sendung mit harter Kritik an der Windenergie, während andere Fernsehprogramme die Initiative der Regierung zum Klimaschutz -  ihrem "öffentlichen Auftrag entsprechend" - wohlwollend begleiteten. Zeitungen, die nicht so richtig von der Windkraftbranche mit Anzeigen bedacht worden waren und die entsprechende Hoffnungen inzwischen aufgegeben hatten, äußerten sich sehr kritisch.

Die Forschung

Einmal im Jahr untersucht der Arbeitskreis für Statistik und Demoskopie an der Universität Halle den Erfolg der Presse bei ihrer wichtigen Aufgabe, die Bürger in unserem Land zu informieren. (Nur gut informierte Bürger können beispielsweise bei einem Volksentscheid vernünftig entscheiden.) Auch wegen der kürzlichen Ernennung von Alfred Neven DuMont zum Professor ehrenhalber wurde als Forschungsgegenstand aktuell der Informationserfolg seiner Zeitungen in Bezug auf das Thema Windenergie für das Verbreitungsgebiet der Mitteldeutschen Zeitung bzw. des Kölner Stadt-Anzeigers gewählt. (Regional- und Lokalzeitungen tragen bei einem solchen Thema besondere Verantwortung.)

Die Arbeit wurde in Kooperation mit der Universität Köln durchgeführt. Den mehr als  1.000 Erwachsenen der jeweiligen Leserschaft wurden Interview-Fragen vorgelegt wie:

  • "Wenn sich die Windgeschwindigkeit verdoppelt, um das Wievielfache wächst dann die elektrische Leistung an einem Windrad?" Richtige Antwort: 8-fach (halbe Windstärke bringt also auch nur noch ein Achtel des Stroms).
  • "Ein Windrad benötigt eine Windgeschwindigkeit von etwa 13 Meter pro Sekunde, um die Leistung, für die es konstruiert wurde, zu bringen. Bei 6,5 Metern pro Sekunde ergibt sich noch ein Achtel dieser elektrischen Leistung. Wie groß ist die Windgeschwindigkeit an Ihrem Wohnort im Jahresdurchschnitt?" Richtig: (Dürftige) 4 oder weniger Meter pro Sekunde. (Das gilt für mehr als 80 % der Fläche Deutschlands. Für die Grünen und die Windradbranche ist es ´technischer Fortschritt´, wenn immer höhere Windräder aufgestellt werden, um wenigsten 5 Meter pro Sekunde zu erreichen.)
  • "Wenn Deutschland in wenigen Jahren komplett mit Windrädern zugestellt sein wird, wieviel Atomkraftwerke können dann dank der Windräder stillgelegt werden?" Richtig: Null (denn wir brauchen Strom auch an den etwa 10 Tagen im Jahr mit Phasen von Windstille in ganz Deutschland).

Weitere Fragen betrafen z.B. die zusätzliche CO 2-Klimabelastung durch die Windräder. Ihre zufällige, nicht planbare Stromproduktion erzwingt ein ausgleichendes Hoch- bzw. Herunterfahren der vorhandenen Kohle- und Gaskraftwerke oder teuren Stromzukauf. (Den Kraftwerken ergeht es, wie dem Auto, das einmal mit eingestelltem Tempomat bei 110 Stundenkilometer dahin gleitet und ein anderes Mal fortwährend beschleunigt oder abgebremst wird, mit der Folge stark steigenden Benzinverbrauchs und erheblich höheren Kosten).

Die Antworten auf insgesamt acht Fragen wurden per Computer ausgewertet. Das Ergebnis der Forschungsarbeit ergab, dass 0,6 Prozent der Menschen im Bereich der Mitteldeutschen Zeitung sinnvolle Angaben zu den gestellten Windenergie-Fragen geben konnten. Im Kölner Raum lag die Zahl bei 0,4 Prozent.

Zeigen Forschungsarbeiten in Bezug auf die Kenntnisvermittlung durch die Presse besonders dürftige Ergebnisse, wird das Ergebnis, weil begrifflich aussagefähiger, ´Unkenntniszahl´ (Studentenjargon: "Dummzahl") genannt. Wegen der ´außergewöhnlichen´ Leistung der beiden Zeitungen aus dem Konzernbereich von Alfred Neven DuMont - Unkenntnis zum Thema Windenergie bei über 99 Prozent der Leser -  hat die Universität Halle in internationalen Fachblättern angeregt, die Unkenntniszahl in ANDM-Zahl umzubenennen.

Medien II

Alfred Neven DuMont sagte auf einer Pressekonferenz, er freue sich, dass das, was er unter ´verantwortungsvoller´ Wissensvermittlung verstehe, soviel ´Anerkennung´ finde. Das ´bessere´ Ergebnis im Kölner Raum, so fügte er bescheiden hinzu, sei nicht verwunderlich, da die Leser dort neben dem Kölner
Stadt-Anzeiger auch die Kölnische/Bonner Rundschau, ebenfalls zu seinem Konzern gehörend, beziehen könnten.

Gegen das neue GzzAW protestiere er mit Nachdruck. Es sei nicht hinzunehmen, dass der deutschen Landschaft Windräder vorenthalten würden. Seit Jahren mühe er sich als Zeitungsverleger, seine Leserschaft über die Windenergie in Unkenntnis zu halten. Die beiden Kölner Zeitungen beispielsweise brächten immer wieder irreführende, überwiegend einseitige Artikel, die sich fast ausschließlich auf Informationen der Windradbranche stützten.

Man lasse bewußt notwendige Erläuterungen weg. Weitgehend gelinge es beispielsweise, die Leser eines Ortes uninformiert zu halten, wenn Windräder unmittelbar hinter der Ortsgrenze auf dem Gebiet der nachbarlichen Lokalausgabe errichtet werden sollen.

Helmut Heinen, Herausgeber der Kölnischen/Bonner Rundschau, gehe noch etwas energischer vor, wenn er und sein Chefredakteur in Zusammenarbeit mit den Firmen WindWelt und Solarworld die Bürger auf den entsprechenden Internetseiten seit Monaten mit dem Slogan "Energie reicht für ganz Erftstadt" belügen, aber Helmut Heinen ist ja immerhin auch Präsident vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Die Stromproduktion des betreffenden Windparks entspricht tatsächlich kaum 3 Prozent des Strombedarfs von Erftstadt und der Windpark liefert Strom nur, wenn Wind weht. Wenn man per Brief mehrfach auffordert, eine Richtigstellung zu bringen und die Zahlen zur unglaublichen Vergeudung von Geld zu veröffentlichen, dann macht man bei der Kölnischen/Bonner Rundschau einfach nichts, weil man weiß, dass niemand etwas von den Briefen weiß. (Investitionssumme für den  Windpark stattliche Euro 4.500.000. Die Hälfte der Investitionssumme bei Windparks geht üblicherweise über Steuersparmodelle zu Lasten der Steuereinnahmen. Wert der jährlichen Stromproduktion von kümmerlichen 3.600.000 kWh gleich magere Euro 70.000, die wir Bürger jährlich mit Euro 250.000 subventionieren müssen. Immoblienwertverlust der Anwohner in Höhe mehrerer Millionen.)

Man komme nicht umhin, ab und zu einen Leserbrief Windkraft-kritischer Natur durchzulassen. Neven DuMont: "Wir kürzen ihn meistens und wir bringen ihn nur in einer Lokalausgabe mit ihrer begrenzten Leserzahl und nicht etwa in der Gesamtausgabe. Wir müssen derartige Leserbriefe manchmal einstreuen, weil sonst jemand merken könnte, dass das ´UNABHÄNGIG´ und das ´ÜBERPARTEILICH´, das wir schon seit mehr als 100 Jahren im Kopf des Kölner Stadt-Anzeiger führen, in Bezug auf Windräder nicht wirklich ernst gemeint ist. Diese vertrauensbildenden Begriffe erleichtern die Irreführung der Leser." 

Selbstverständlich lehne man es ab, über die bereits errichteten, vor allem aber die in Planung befindlichen Windparks im Verbreitungsgebiet z.B. per Übersichtskarte zu berichten. Neven DuMont: "Wo kämen wir hin, wenn beispielsweise den Kölnern klar würde, dass sie die Naherholungs-Landschaften um Köln herum sehr bald nicht mehr wieder erkennen werden, dass etwa in der Eifel allein die Firma WindWelt weitere 60 Windparkprojekte, zusätzlich zu den schon überall vorhandenen  Windrädern, bearbeitet?"

Ohne Zeitungen wie etwa der Kölner Stadt-Anzeiger, wäre die Windrad-Entwicklung in Deutschland längst zusammengebrochen, denn wenn die Bürger über die Windräder nur halbwegs Bescheid wüßten, würden sie massiv protestieren. Die Politiker aller Parteien würden sofort die Seiten wechseln und der Windradentwicklung ein Ende setzen - mit Ausnahme natürlich der Grünen. Den Grünen sei klar: Wenn den Bürgern hinsichtlich der Windkraft in Deutschland reiner Wein eingeschenkt würde, würden sie bei der nächsten Wahl unter der 5% - Grenze verschwinden.

Abschließend bemerkte Neven DuMont, dass es sei leicht einzusehen sei, dass kein Politiker es je wagen werde, die bei der Windenergie von seinen Zeitungen angewandten Grundsätze zur Leserinformation zu kritisieren: " . . . Denn bei der nächsten Aktivität, spätestens bei der nächsten Wahl sind sie auf unser Wohlwollen angewiesen".

Der Kulturstaatsminister

Nach unbestätigten Meldungen ist Kulturstaatsminister Nida-Rümelin zurück getreten.Nida-Rümelin habe erklärt, er sei ein Intellektueller, deshalb habe er nachgedacht. Das neue GzzAW werde keinesfalls verhindern, dass Deutschland komplett mit Windrädern voll gestellt werde.

Als Kulturstaatsminister wolle er vermeiden, je mit der sinnlosen Zerstörung der über Jahrhunderte gewachsenen, kleingliedrigen  deutschen Kulturlandschaft in Zusammenhang gebracht zu werden. Er habe den Bundeskanzler deshalb gebeten, seinen Ministertitel in Museums- und Opern-Staatsminister umzubenennen. Der Bundeskanzler habe das abgelehnt. Deshalb sei er zurückgetreten. Er könne seine Brötchen auch als Professor für praktische Ethik verdienen.

Wo ein Windrad steht, ist es Herr der Landschaft

Der ADAC, der in seiner Zeitschrift seit Jahren eine Landkarte der deutschen Küstengewässer mit den neusten Untersuchungsergebnissen zur Wasserqualität herausbringt, erklärte in seiner neuesten Ausgabe, dass in der für das kommende Jahr vorgesehenen Deutschlandkarte mit Einzeichnung der Windparks, Windräder nach dem neuen GzzAW, da ohne Bedeutung für die Landschaft, keine Berücksichtigung finden würden.

Die Idee einer Windpark-Landkarte entspreche dem von Klimafans in Leserbriefen in jüngerer Zeit verstärkt vorgetragenen Wunsch, den nächsten Urlaub doch in Windrad geprägter Landschaft verbringen zu können. Gleichzeitig würde mit einer derartigen Landkarte denjenigen, die Windparks als Landschaft zerstörend einstufen, Ausweich-Urlaubsgebiete ausgewiesen. Die Trennung der beiden Volksgruppen, so der Präsident des ADAC, Peter Meyer, helfe Konflikte vermeiden.

(K)eine Satire von Detlef Rostock
Oktober 2002


Windkraft - der große Bluff
Rot-Grün fördert Natur-und Landschaftsvernichtung - auch zugunsten der Atom-und Rüstungskonzerne

Trittin-Ministerium lügt in Pro-Windkraft-Kampagnen - doch der Widerstand wächst Für viele Linksalternative ist es einfach schick, Windkraftwerke, Windparks toll zu finden. Überall in den Szenekneipen Berlins und anderer Großstädte liegen gleich bündelweise PR-Postkarten aus dem Trittin-Ministerium herum, hängen gar Poster - und da steht es, schwarz auf weiß: "Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind - damit die Visionen von heute nicht die Altlasten von morgen werden." Mancher steckte sich diese Postkarten gerne ein, zeigte sie anderen.

Man mochte zwar an Rot-Grün vieles auszusetzen haben - aber das mit der Windkraft ging schon in Ordnung. Naturschützer griffen sich an den Kopf. Aber die Szene akzeptiert schließlich bis heute auch, dass Rot-Grün im Inland mit dem Ausstieg aus der Atomenergie punktet, aber auf internationalem Parkett ganz anders argumentiert - im Abschlußdokument der letzten New Yorker Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag ohne Wenn und Aber, oder mögliche Gegenvoten Joseph Fischers, folgendes unterzeichnete:"Die Konferenz erkennt die Vorteile der friedlichen Atomenergie-Nutzung und nuklearer Techniken an", heißt es da, "und ihren Beitrag, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Entwicklung zu erreichen sowie um generell das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschheit zu verbessern." Atomenergie sei daher überall auf dem Erdball zu fördern.

Als Professor Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, Initiator des ostdeutschen Nationalparkprogramms, erstmals den Windkraftkurs der neoliberalen Bundesregierung als überspannt und unverantwortlich anprangert, die enormen Schäden für die Ost-Natur beschreibt, denken manche, er sei durchgeknallt, habe sich auf die Seite der Fortschrittsverhinderer, Ewiggestrigen geschlagen. Andere werden stutzig, weil Succows Windkraft-Kritik fast durchweg der Medienzensur zum Opfer fällt. Denn nicht nur in Redaktionen, auch in Umweltorganisationen haben die Windkraftkonzerne clever ihre Funktionäre postiert, sponsern sie nach Kräften, damit Windkraftwerke wider besseres Wissen mit Umweltschutz gleichgesetzt werden.

Hatte man Angst, weil ausgerechnet ein renommierter Wissenschaftler wie Succow klarstellt, dass es bei der Windkraftnutzung nicht um Ökologie, sondern nur um den Profit bestimmter Gruppen geht, und die Regierung da mit drinhängt, mitkungelt? Succow sieht, wie selbst seine Heimat Brandenburg zunehmend durch die Windmonster zerstört wird. "Aus einer Kulturlandschaft ist eine Produktionslandschaft geworden, die nur noch ein Ziel hat - Maximalprofite. Industriemäßig genutzte Standorte sind lebensfeindliche Räume. Wahnsinnige Erträge, die Bodenfruchtbarkeit vernichtet - riesige Flächen, wo kein Hase mehr leben kann, das Leben flieht. Und dann kommt noch die Windkraftanlage dazu - in ökologisch hochwertigen Räumen für mich ein Fluch! Diese Verschandelung der Landschaft kann man nicht akzeptieren."

Succow hat, anders als manche machtarroganten Grünen-Politiker, engsten, täglichen Kontakt zu den Ost-Naturschützern, zu den Leuten seiner Uckermark, spürt, wie immer mehr unruhig werden, sich fragen - ist dies wirklich der Fortschritt? Und inzwischen betonen immer mehr Umweltexperten, dass der Windkraftausbau sogar mit viel Korruption vorangetrieben wird, Ermittlungsverfahren laufen.

Doch Pseudo-Umweltschützer tun weiter so, als grabe man mit Windkraftwerken der bösen Atomindustrie, den Betreibern konventioneller Großkraftwerke das Wasser ab, tue also ein gutes Werk. Und bestreiten erbittert selbst öffentlich in Umweltblättchen, dass just die Rüstungsindustrie, der Atomkraftwerksbauer Siemens-KWU von Anfang an beim Windkraft-Deal mit dabei sind - als Produzenten, Planer, Vermarkter hohe Profite erwirtschaften. Es reicht, im Internet die entsprechenden Firmen-Websites anzuklicken. Und - wenn man einmal dabei ist, die Argumente auf den Windkraftgegner-Websites zu studieren - über fünfhundert Bürgerinitiativen Deutschlands sind inzwischen vernetzt.

Mancher bislang Blauäugige müßte sich zwangsläufig mit einigen physikalisch-technischen Details befassen: Windanlagen können keine konventionellen Kraftwerke ersetzen, brauchen diese sogar, um überhaupt zu laufen. Und im häufigen Fall einer Flaute, damit abnehmender Windanlagenleistung, müssen die konventionellen Kraftwerke sofort einspringen, deshalb schon vorher Reserveleistung vorhalten. Und dafür, was die Windbranche und ihr Anhang gerne verschweigen, eben reichlich fossile Brennstoffe verbrauchen.

"Ungefährliche" Windkraftwerke vernichten extrem bedrohte Tierarten Trittin und die Grünen verbreiten weiterhin, nur erneuerbare Energien zu fördern, die für die Umwelt ungefährlich sind. Doch dummerweise merken immer mehr, dass es sich dabei um eine glatte Lüge handelt - ärgerlich für den Minister. In den USA werden sogar Golden Eagles zu Hunderten durch Windkraftwerksrotoren zerschmettert, im spanischen Gibraltar seltenste, vom Aussterben bedrohte Geier, andere Greifvögel. Und in Deutschland Seeadler, Fledermäuse, Schwarzstörche - alles Tiere mit höchstem EU-Schutzstatus. Der Wilhelmshavener Artenexperte Dr. Klaus-Michael Exo warnt, dass laut Studien durch Windkraftwerke an Land-Standorten jährlich bis zu fünfzig Vögel pro Anlage getötet werden, an exponierten Standorten sogar bis zu neunhundert.

Und trotzdem, in voller Kenntnis von Succows, Exos Kritik überreicht Bundespräsident Johannes Rau (SPD) im Oktober 2000 den Deutschen Umweltpreis ausgerechnet an den Windanlagenfabrikanten Aloys Wobben. Trittin und Fischer hofieren, umwarben die letzten Jahre selbst zwielichtigste Vertreter der brasilianischen Mitte-Rechts-Regierung, damit Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in der Dritten Welt möglichst kräftig ins Windkraftgeschäft einsteigt, deutschen Produzenten möglichst viele Anlagen abkauft.

Einst warb SPD-Kanzler Schmidt bei den Foltergenerälen der Militärdikatur für deutsche Siemens-Atomkraftwerke - eins ist fertig, das zweite im Bau - jetzt macht Trittin kräftige PR für Windkraftprojekte an der brasilianischen Atlantikküste. Und siehe da - wieder ist Siemens mit von der Partie, und Wobbens Windkraftunternehmen Enercon hat bei Sao Paulo bereits ein Zweigwerk in Betrieb. Das Dumme nur - die Marktchancen sind in Brasilien doch nicht so enorm wie erwartet: Die noch bis Jahresende amtierende Mitte-Rechts-Regierung hielt politisch nicht durchsetzbar, die Abnahme von ineffizient und teuer erzeugtem Windkraftstrom per Zwangsgesetz wie in Deutschland zu regeln, brasilianischen Windkraftbetreibern ebenfalls absurd überhöhte Einspeisevergütungen zu garantieren. Denn derzeit hat Brasilien gerade Strom im Überfluß, direkt spottbillig aus Wasserkraftwerken. Keiner kauft
deshalb Wobbens Enercon-Filiale Windräder ab - notgedrungen wird dort für den Export - vor allem nach Deutschland, produziert.

Grüne gegen grünen Windkraftkurs - starker Widerstand in Sachsen Indessen - auch in Trittins eigener Bundestagsfraktion werden Windkraft-Plattitüden nicht mehr hingenommen, bricht eine Ostdeutsche, die naturschutzpolitische Grünen-Sprecherin Sylvia Voß, als erste aus, distanziert sich von konzernfreundlichen Fraktionstraktaten, öffnet ihre Website (www.voss-naturschutz.de) der Windkraftkritik: Es sei unlauter, politisch wenig hilfreich, derart über Windkraftprobleme hinwegzusehen und zu -schreiben. "Als Ärztin ziehe ich aber auch die Aussagen zu Diskoeffekt, Schattenwurf, Schallentwicklung und Infraschall ernsthaft in Zweifel. "Abwiegeln und verharmlosen" nennt Sylvia Voß nicht nur unseriös, auch gefährlich. Absurd sei, Windkraft als Touristenattraktion hinzustellen, der Widerstand in Tourismusregionen wachse ständig, bestes Bauland nahe Windkraftwerken könne kaum noch vermarktet werden.

Man kennt das - Minister wie Trittin kassieren pro Monat Spitzengehälter um die dreißigtausend Mark, pflegen entsprechende Lebensstile, finanziert auch von jenen Steuerzahlern, die in übelsten Problemregionen wohnen müssen, darunter in von Windkraftwerken zerstörten Landschaften. Doch in Hör-und Sichtweite kreisender Rotoren schlägt die rot-grüne Politprominenz ihre Domizile lieber nicht auf. Ursula Voss aus der Nachwende-Problemregion Brandenburg, mit hoher Arbeitslosigkeit, bewußt und absichtlich zerstörter Industrie und Landwirtschaft, desillusionierten Menschen, zeigt auch auf dieses Grünen-Tabu:"Im Übrigen sollte sich jeder und jede dabei ehrlich die Frage beantworten, ob man selbst an betroffenen Orten leben wollen und können würde."

Inzwischen ist die Brandenburgerin eine sehr gute Adresse für zahllose windkraftkritische Bürgerinitiativen nicht nur im Osten, sondern auch im Westen. Doch der stärkste Widerstand kommt - aus Sachsen. Gerade im Erzgebirge machen naturliebende Bewohner, Umweltschützer und Tourismusunternehmen soviel Druck, dass die Behörden Bauanträge westdeutscher Investoren geradezu massenhaft abweisen müssen. "Würden alle beantragten Anlagen errichtet, wäre unsere schöne Heimat im Eimer", sagt ein Umweltaktivist, freut sich wie verrückt, Sachsens NABU endlich komplett auf seiner Seite zu haben.

Im Leipziger NABU-Büro von Geschäftsführer Bernd Heinitz steht monatelang das Telefon nicht mehr still, gehen jeden Tag zahlreiche Briefe und Mails ein - seit er mit einer Presseerklärung "Nutzlose Monster verschandeln sächsische Landschaft - NABU verurteilt gefährlichen Aktionismus in Sachen Windenergie" die Öffentlichkeit aufhorchen ließ, enorme Resonanz erfuhr. Und was ihn besonders freut - "deutschlandweit. Natürlich kommen auch Droh-und Schimpfbriefe, doch durchweg ohne sachlich-fachliche Argumente gegen unseren Positionen." Da müsse man gelegentlich an der Intelligenz zweifeln, der Kenntnisstand sei ein großes Problem. "Ich hatte hier Diskussionen mit Chefredakteuren von Wirtschafts-und Technikzeitschriften - man staunt, wie naiv die Leute sind."

Doch vor allem bekommt Heinitz Zustimmung: "Wir haben festgestellt - viele denken so wie wir, es gibt Widerstand - hier in Sachsen haben wir eine ziemlich gute Position."

Auch die Presse des Bundeslandes reagierte sachgerecht, sehr ausführlich - was vermuten läßt, dass es in Sachsen weit weniger korrumpierte Journalisten gibt, die vor Druck aus Wirtschaft und Politik stets willfährig einknicken, Zensur akzeptieren - als anderswo.

"Windenergie kann keine Alternative sein, rein technisch schon nicht - die CO2-Reduktion ist minimal - man darf das nicht totschweigen, wie ein Tabu behandeln - nur weil eine mächtige Lobby existiert!"

Dabei gibts in Gemeinden und Landkreisen Sachsens größtenteils viel Sensibilität für Natur, viel Sachverstand:"Windkraft-Bauanträge werden sehr häufig abgelehnt - die Behörden haben wir eigentlich auf unserer Seite - sachsenweit." Auch EU-Beschwerden sind für Heinitz ein guter Weg.

"Windenergie für sich allein ist zwar emissionsfrei erzeugt, aber auch schlicht unbrauchbar", schreibt in der Frankfurter Rundschau" derWindkraftkritiker Werner Eisenkopf." "Sie schwankt von Viertelstunde zu Viertelstunde und ist bei Schwachwind, Flaute und auch bei Sturm wegen Sicherheitsabschaltung nicht verfügbar. Im deutschen Schnitt des Jahres 2001 waren nur ca. 14 Prozent der Nennleistung aller Windräder überhaupt und unregelmäßig nutzbar. In der übrigen Zeit und immer wieder zwischendurch mußte durch ständiges Zu-und Abschalten von Regelungsenergie dafür gesorgt werden, dass die örtlichen Stromnetze nicht dauernd durch diese unvermeidlichen und natürlichen Schwankungen des Windes abstürzen und Computer täglich mehrmals zwangsweise neu booten müssen und Daten verloren gehen. Diese Regelungsenergie(...) ist nicht emissionsfrei erzeugt, sondern kommt von aus dem Teillastbetrieb schnell hochgefahrenen Kohlekraftwerken und von Gasturbinen."

Nicht zufällig gilt bei Naturschützern Windkraft auch deshalb als der größte Bluff.

Trittin in Bredouille

Im Ministerium am Alexanderplatz bringt derart Unerfreuliches Jürgen Trittin zunehmend in die Bredouille, Windkraft-Pressekonferenzen laufen aus dem Ruder. Auf eine Anfrage zum Dissens mit der grünen Abgeordneten Sylvia Voß bestreitet er gar den Konflikt - zum immer nachdrücklicher von Naturschutzexperten verlangten Windanlagen-Abriß betont er allen Ernstes, solche Forderungen gebe es nicht, wegen fehlender fachlicher Gründe. Doch vor sich auf dem Tische hat Trittin zwei ausführliche neue Dokumente seines Hauses, worin sogar mehrfach der Anlagen-Abriß befürwortet wird - offenkundig wegen des Drucks der windkraftkritischen Umweltschutzbewegung. Bestritten hatte Trittin, dass überhaupt Windkraftwerke an umweltfeindlichen Standorten stehen - in den Dokumenten liest man genau das Gegenteil.

Grünen-Fraktionsinsider erklärten dazu, Trittin interessiere sich nicht für solche Fragen - gut möglich sei, dass ihn inkompetente Berater mit ebensowenig Interesse an Natur-und Umweltschutz über diese Passagen gar nicht unterrichtet hätten. " Naturschutz hat bei Trittin nicht die nötige Priorität, das Thema überhaupt in Trittins Bewußtsein hineinzubekommen, ist ein Problem", stöhnt ein Ostberliner NABU-Funktionär,"die Grünen haben andere Wurzeln als wir, tun sich bis heute tierisch schwer mit Naturschutz!"

Trittin spricht von "Superakzeptanz" der Bevölkerung für Windkraftwerke - in den beiden Dokumenten steht wiederum das Gegenteil, ist ein Abschnitt ausdrücklich mit "Belastung der Bevölkerung" überschrieben. Nach wie vor sorgten Belastungen, wie Lärm-und Lichteffekte, für öffentliche Kritik. "Der Kreis der potenziell
Betroffenen ist sehr groß, so dass hier insgesamt ein erhebliches Gesamtrisiko für das Image der Windenergienutzung liegt."

Platter Windkraft-Agitprop sogar in Umweltblättern - und die Fakten Die Lobby der Windkraftindustrie arbeitet hocheffizient - selbst in Naturschutzzeitschriften läßt man ihre Propagandisten wider besseres Wissen behaupten, die neue hochprofitable Technologie sei umweltfreundlich, Symbol alternativer Energiegewinnung und sauberen Stroms. Dabei steht endlich auch in Ministeriumsdokumenten, was der Amtsinhaber nicht wahrhaben will: "Die Errichtung von Windkraftanlagen muß immer als Eingriff in den Naturhaushalt gesehen werden, da es zur Überbauung von Grund und Boden kommt, das Landschaftsbild verändert wird und z.B. eine Beeinträchtigung der Vogelwelt stattfindet."

Das wird aufgeschlüsselt:"Vogelschlag, also das Anfliegen von Vögeln gegen die Anlage. Die Tiere können dadurch zu Tode kommen oder unterschiedlich schwer verletzt werden. Beeinträchtigung des Vogelzuges durch Anlagen, die in der Flugroute stehen. Verschiedene Beobachtungen belegen, dass Vögel durch Windenergieanlagen in ihrer Wanderrichtung abgelenkt werden. Verdrängung von angestammten Brut-,Rast-und Nahrungsflächen." Beeinträchtigungen gerade in küstennahen Bereichen seien erheblich. Vogelschlag könne unter ungünstigen Sichtbedingungen wie Nebel oder Dunkelheit bzw. unter besonderen
Bedingungen wie in Verdichtungsräumen des Vogelzuges oder für frisch ausgeflogene Jungvögel von Großvögeln wie Störchen eine wichtige Rolle spielen.

Also doch Gefahren - wenngleich die teure, auch noch vom Steuerzahler finanzierte Trittin-Propaganda lächerlicherweise auf dem Gegenteil besteht. Brandenburgs Ex-Umweltminister Dr. Eberhard Henne, im Unterschied zu seinem Nachfolger Wolfgang Birthler(SPD) und Trittin ein hervorragender Ornithologe und renommierterArtenschützer aus DDR-Zeiten, kann über die Regierungslinie nur den Kopf schütteln, ist aus anderem Holz geschnitzt:"Wir kämpfen gegen eine von der Windenergielobby geplante völlige Beherrschung der Landschaften durch ihre Industrieanlagen - wenn alle Pläne verwirklicht werden, können wir Naturschutz und Tourismus beispielsweise in Nordostbrandenburg, der Uckermark, bald vergessen." Greifvogelexperte Paul Sömmer von der Naturschutzstation Woblitz stimmt ihm zu, weiß als Fachmann, wie der bis zu fünfhundert Meter reichende Schattenwurf durch Rotoren die Tiere streßt.

Zynische Windkraft-Sympathisanten

Ironisch weist er auf den bemerkenswerten Zynismus der Windkraftbefürworter, auf einen interessanten Widerspruch: Wegen des Lärms, der auf-und abschwellenden Heultöne, der Lichtreflexe und des Eiswurfs von den Rotorblättern müssen die Industrieanlagen in deutlichem Abstand von menschlichen Siedlungen errichtet werden, um die Menschen nicht zu stören oder zu gefährden. Aber der Natur, den wildlebenden Tieren sind all diese negativen Effekte zuzumuten, meinen die zynischen Windkraft-Sympathisanten. "Kein Mensch baut die Anlagen", so Sömmer, "weil er den Strom braucht, sondern weil er an der Förderung verdient." Der erfahrene Naturbeobachter ist sicher, dass die Anlagen, "nachdem sich die Firmen dumm und dämlich verdient haben, wohl wieder abgebaut werden - zu riesigen Kosten, die dann die Allgemeinheit bezahlt."

Alle Welt beklagt nicht nur auf internationalen Konferenzen das immer raschere Artensterben, auch in Deutschland. Und immer noch ist auch bei den Fachleuten unbestritten, dass man den ökologischen Zustand einer Region, eines Landes an der Artenvielfalt ablesen kann. Windkraftwerke, längst bewiesen, sind ein neues Vernichtungspotential, verstoßen bereits in mehreren deutschen Regionen eindeutig nicht nur gegen deutsche Naturschutzgesetze, sondern auch gegen EU-Umweltrecht. Doch wie einst bei den von SPD-Kanzler Schmidt geförderten Atommeilern, kümmert derartiges Rot-Grün heute nicht einen Deut: Im ostfriesischen Wybelsumer Polder ging 2002 ein großer Windpark in Betrieb, obwohl Brüssel von Anfang an klarstellte, dass Niedersachsen damit EU-Recht verletzt, mit einer Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof rechnen muß.

Autor: Klaus Hart, Oktober 2002
Quelle. http://www.trend.partisan.net/trd1002/t161002.html (dead link, 29.01.2005)
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Windstrom Ja - als Kernenergie-Ersatz unrealistisch
Fachbeitrag „Windenergie“ zur aktuellen energiepolitischen Diskussion

Bern (pts, 22. Nov 2002 11:15)
Die umweltfreundliche Windstromproduktion ist in der Schweiz seit 1995 hauptsächlich dank der JUVENT SA um mehr als das Fünfzigfache gewachsen. Sie beträgt heute rund 6 Mio. Kilowattstunden pro Jahr, was etwa einem zehntel Promille des schweizerischen Stromverbrauchs entspricht. Wie die Erfahrungen zeigen, ist ihr weiteres Ausbaupotenzial jedoch begrenzt. Auch weltweit hat die Windenergie in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Aufschwung erlebt, vorab in Norddeutschland. Trotz dieser eindrücklichen Entwicklung ist der aktuell politisch zur Diskussion gestellte Ersatz der fünf Schweizer Kernkraftwerke durch Windenergie nach Einschätzung der JUVENT SA und der grössten deutschen Transporteurin und Verteilerin von Windstrom, der E.ON Energie AG, unrealistisch, namentlich aus technischen, energiewirtschaftlichen, landschaftsschützerischen und umweltpolitischen Gründen.

Die von der BKW FMB Energie AG geführte JUVENT SA erzeugt auf dem Mont-Crosin im Berner Jura mit sechs leistungsfähigen, entsprechend der wachsenden Kundennachfrage etappenweise errichteten Grossturbinen - gut 80 Prozent des Schweizer Windstroms. Dass das weitere Ausbaupotenzial begrenzt ist, liegt vorab am schwachen innerkontinentalen Windaufkommen sowie an der verhältnismässig geringen Anzahl geeigneter, strassenmässig und elektrisch gut erschlossener sowie landschaftsverträglicher Standorte für Windturbinen. Der von den Bundesbehörden bis 2010 angestrebte Ausbau der inländischen Windstromproduktion um einen Faktor 10 und mehr wird kaum zu erreichen sein.

Nach Erfahrung der im deutschen Windstromgeschäft stark involvierten E.ON Energie AG sind dem Verkauf und Transport grosser Mengen staatlich geförderter nordeuropäischer Windenergie über die Landesgrenzen hinweg enge Grenzen gesetzt. Darüber hinaus müssten zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit unseres Landes grosse Reserve- und Regelkapazitäten in Gas- und Kohlekraftwerken sowie in Pumpspeicherkraftwerken bereitgestellt werden können. All diese Leistungen haben ihren Preis und führen zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Konkurrenzfähigkeit des importierten Windstroms gegenüber der Schweizer Kernenergie.
(Ende)

Aussender: BKW FMB Energie AG, Ansprechpartner: Media Communications,
E-Mail: info@bkw-fmb.ch, Tel.: +41 (0)31 330 51 07
Dienstag, 26. November 2002 19:20:03 Uhr MEZ
Quelle: Pressetext, pts021122017, Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Die Seiten:

:: A.v. Alvensleben: Kohlendioxid und Klima

:: Alfons Baier, Aspekte zur "Klimakatastrophe"
:: Umweltphysik: Fakten von E.G. Beck
:: Prof. Dr. Gerhard Gerlich Aufsätze
:: Kommentar zum Artikel „Der große Schwindel“
:: IWOE, Klimakatastrophen-Märchen und Landschaftsgestaltung
:: Klima + Politik = Nepp + Abzocke, Klima-Betrug
:: Klima Zahlen und Fakten, 2007 + 2008
:: Aufsätze von Prof. Horst Malberg
:: Die Klimakatastrophe im Wandel der Zeit
:: Neues vom Öko-Narrenhaus
:: Dr. Thüne: Ökodiktatur, Treibhauseffekt
:: Irrtümer in der Klimatologie, CO2, Treibhauseffekt
:: Windkraftanlagen - sündhaft teuer und nutzlos